[0001] Die Erfindung betrifft einen Rollladenkasten mit einem Grundkörper in Profilform
aus stabilem Kunststoffschaum mit U-förmigem oder L-förmigem, nach unten offenen Querschnitt,
wobei der nach unten offene, den Rollladenwickel aufnehmende Innenraum des Grundkörpers
auf der dem Gebäude zugewandten Seite durch eine nach unten ragende innere Wand begrenzt
ist.
[0002] Rollladenkästen nehmen einen Rollladenwickel auf, dessen Rollladen an der Außenseite
eines Fensters oder einer Tür heruntergefahren wird. Hierbei ist der Rollladenkasten
in einer Wandausnehmung befestigt, die sich oberhalb des Fensters/der Tür befindet.
Dabei muss die Tiefe des Rollladenkastens der Wandstärke und der Tiefe der Wandausnehmung
angepasst sein, damit der Rollladenkasten außen bündig abschließt. Ferner muss ein
sauberer Abschluss der Unterseite des Rollladenkastens mit dem Wandputz geschaffen
werden. Diese Anforderungen führen zu einem erheblichen Arbeits-, Material und Zeitaufwand.
[0003] Die
DE 20 2009 002 913 U1 offenbart einen Rollladenkasten aus Schaumstoffmaterial, der auf der dem Gebäude
zugewandten Seite eine nach unten ragende Innenbacken aufweist. An der Unterseite
der Innenbacken ist eine dünne tragende Platte angeordnet. Die
DE 20 2017 104 158 U1 offenbart einen Rollladenkasten gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Rollladenkasten der eingangs genannten Art so
zu verbessern, dass die Montage- und Anpassarbeiten in der Wandausnehmung vereinfacht
und erleichtert sind, wobei ein sicherer und exakter Halt des Anschlussprofils am
Rollladenkasten gewährleistet ist.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Rollladenkasten gemäß dem Anspruch
1 gelöst.
[0006] An der Unterseite der inneren Wand ist ein waagerechtes, plattenförmiges Abschlussprofil
befestigt, dessen Breite der Breite der inneren Wand und des Putzes entspricht, an
dem, dem Gebäude zugewandten Ende des Abschlussprofils sitzt ein Putzanschlussprofil
parallel zur Längserstreckung des Grundkörpers auf, und an dem, dem Rollladenwickel
zugewandten Ende des Abschlussprofils ist ein zum Putzanschlussprofil paralleles Rastprofil
angeformt, das an einem parallelen, waagerechten Aluminiumprofil einrastend gehalten
ist, das in der inneren Wand gehalten ist.
[0007] Die erfindungsgemäße Konstruktion bietet die Möglichkeit, die Kastentiefe flexibel
innen nach der jeweiligen Wandstärke individuell anzupassen und mit einem Putzanschlussprofil
einen sauberen Übergang von der Sturzunterseite zum Innenputz herzustellen. Mit dieser
Rollladenkastenkonstruktion besteht die Möglichkeit, die Unterseite innen bis zur
Sturzecke mit Abschlussprofilen in PVC zu schließen, mit dem Putzanschluss wandseitig
abzudecken und eine Anbindung zum Putz herzustellen.
- Der Putzer braucht keine waagerechte Eckschutzschiene zu setzen.
- Der Putzanschluss erfolgt über das Profil, das mit eingeputzt wird.
- Der Rollladenkasten kann jeder Wandstärke individuell angepasst werden.
- Das untere Abschlussprofil ist in verschiedenen Breiten verfügbar, kann in der Breite
auf die vorhandene Wandstärke zugeschnitten werden und wird mit dem Putzanschlussprofil
nach innen abgedeckt.
Somit ergibt sich ein sauberer Abschluss vom Rollladenkasten zur Wand.
[0008] Ein sicherer und exakter Halt des Abschlussprofils am Rollladenkasten ist dadurch
gegeben, dass an dem, dem Rollladenwickel zugewandten Ende des Abschlussprofils ein
zum Putzanschlussprofil paralleles Rastprofil angeformt ist, das an einem parallelen,
waagerechten Aluminiumprofil einrastend gehalten ist, das in der inneren Wand gehalten
ist.
[0009] Bei U-förmigem Querschnitt ist der Innenraum des Grundkörpers auf der dem Gebäude
abgewandten Seite durch eine erste, nach unten ragende äußere Wand begrenzt, wobei
die innere Wand eine größere Breite bzw. Tiefe aufweist als die der äußeren Wand.
[0010] Vorzugsweise wird vorgeschlagen, dass das Abschlussprofil eine Hohlkammerplatte aus
Kunststoff ist, so dass bei hoher Stabilität und geringem Gewicht das Abschlussprofil
leicht auf die gewünschte Länge gekürzt werden kann.
[0011] Die Putzanbindung wird erleichtert, wenn an dem freien inneren Ende des Putzanschlussprofils
ein Gewebeanschlussband für die Verbindung mit dem Putz befestigt ist.
[0012] Zwei Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Rollladenkastens sind in den Zeichnungen
in senkrechten Querschnitten dargestellt. Es zeigen
- Fig. 1
- den Kastengrundkörper mit U-förmigem Querschnitt,
- Fig. 2
- den Kastengrundkörper mit L-förmigen Querschnitt.
[0013] Der Rollladenkasten ist üblicherweise in einer Wandausnehmung oberhalb eines Fensters
oder einer Tür befestigt und weist einen Grundkörper 1 in Profilform aus stabilem
Kunststoffschaum S (vorzugsweise geschäumtes Polystyrol) auf. Hierbei weist das Grundkörperprofil
in der in Fig. 1 dargestellten Ausführung einen U-förmigen, nach unten offenen Querschnitt
auf mit zwei nach unten ragenden Wänden I, II, die die U-Schenkel bilden und zwischen
sich einen nach unten offenen Innenraum 2 bilden, der den Rollladenwickel 3 mit seinem
Wickelgehäuse 3a aufnimmt. Das Grundkörperprofil erstreckt sich damit parallel zur
Achse 4 des Rollladenwickels 3. Eine ähnliche Profilform des Grundkörpers ist aus
der
DE 10 2017 001 917 A ersichtlich.
[0014] Beim erfindungsgemäßen Rollladenkasten weist die dem Gebäude zugewandte und in der
Wandausnehmung tief einliegende innere Wand I eine größere Breite (bzw. Tiefe) B1
auf als die Breite (Tiefe) B2 der äußeren Wand II. Hierbei ist die waagerechte Unterseite
und damit das untere Ende der inneren Wand I durch ein Abschlussprofil 5 abgedeckt,
das sich über die Breite und Länge der Unterseite erstreckt, und von einer Kunststoff-Hohlkammerplatte
gebildet ist, deren Kammern parallel zur Rollladenkasten-Längserstreckung und zur
Achse 4 des Wickels 3 verlaufen. Hierbei steht das Abschlussprofil 5 zum Gebäude hin
über die Innenseite der inneren Wand I hinaus und kann in diesem vorstehenden Bereich
entsprechend den örtlichen Gegebenheiten gekürzt werden.
[0015] Auf dem freien Ende des Abschlussprofils 5 ist ein Putzanschlussprofil 6 längs befestigt,
das aus Kunststoff besteht und einen sauberen Putzanschluss schafft. Vorzugsweise
ist an dem freien inneren Ende des Putzanschlussprofils 6 ein paralleles Gewebeanschlussband
für die Verbindung mit dem Putz befestigt.
[0016] An dem, den Rollladenwickel zugewandten Ende des Abschlussprofils 5 ist ein zum Putzanschlussprofil
6 paralleles Rastprofil 8 angeformt, das an einem parallelen, waagerechten Aluminiumprofil
7 einrastend gehalten ist, das in der inneren Wand I gehalten ist. Hierbei ist das
Aluminiumprofil 7 durch den Schaum S des Grundkörpers gehalten.
[0017] An der Unterseite der äußeren Wand II ist ein weiteres Abschlussprofil 9 befestigt
und an der Unterseite des Grundkörpers ist das obere waagerechte Profil 10 eines Fensters
oder eines Türrahmens angeordnet. Ferner ist der Innenraum 2 an seiner Unterseite
durch eine waagerechte Revisionsplatte 11 geschlossen.
[0018] Die in der Fig. 2 dargestellte zweite Ausführung unterscheidet sich von der ersten
nur dadurch, dass die zweite, nach unten ragende äußere Wand II fehlt, so dass der
Grundkörper 1 einen L-förmigen Querschnitt aufweist.
1. Rollladenkasten mit einem Grundkörper (1) in Profilform aus stabilem Kunststoffschaum
mit U-förmigem oder L-förmigem, nach unten offenen Querschnitt, wobei der nach unten
offene, den Rollladenwickel aufnehmende Innenraum (2) des Grundkörpers auf der dem
Gebäude zugewandten Seite durch eine nach unten ragende innere Wand (I) begrenzt ist,
wobei an der Unterseite der inneren Wand (I) ein waagerechtes, plattenförmiges Abschlussprofil
(5) befestigt ist, und wobei an dem, dem Gebäude zugewandten Ende des Abschlussprofils
(5) ein Putzanschlussprofil (6) parallel zur Längserstreckung des Grundkörpers aufsitzt,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Breite des Abschlussprofils (5) der Breite der inneren Wand (I) und eines Putzes
entspricht, und
- dass an dem, dem Rollladenwickel zugewandten Ende des Abschlussprofils (5) ein zum Putzanschlussprofil
(6) paralleles Rastprofil angeformt ist, das an einem parallelen, waagerechten Aluminiumprofil
(7) einrastend gehalten ist, das in der inneren Wand (I) gehalten ist.
2. Rollladenkasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei U-förmigem Querschnitt der Innenraum (2) des Grundkörpers auf der dem Gebäude
abgewandten Seite durch eine erste, nach unten ragende äußere Wand (II) begrenzt ist,
wobei die innere Wand (I) eine größere Breite bzw. Tiefe (B1) aufweist als die (B2)
der äußeren Wand.
3. Rollladenkasten nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Abschlussprofil (5) eine Hohlkammerplatte aus Kunststoff ist.
4. Rollladenkasten nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem freien inneren Ende des Putzanschlussprofils (6) ein Gewebeanschlussband für
die Verbindung mit dem Putz befestigt ist.
1. Roller blind box with a base body (1) in profile form and made from stable plastics
foam and with a U-shaped or L-shaped, downwardly open cross section, wherein the downwardly
open interior space (2), accommodating the roller blind winding, of the base body
is delimited on the side facing towards the building by a downwardly projecting internal
wall (I), wherein a horizontal, flat terminating profile (5) is fastened on the bottom
side of the internal wall (I), and wherein a plaster-connection profile (6) is seated,
parallel to the longitudinal extent of the base body, on that end of the terminating
profile (5) which faces towards the building,
characterized
- in that the width of the terminating profile (5) corresponds to the width of the internal
wall (I) and of a plastering, and
- in that, on that end of the terminating profile (5) which faces towards the roller blind
winding, a latching profile, which is parallel to the plaster-connection profile (6),
is formed which is retained in a latched-in manner on a parallel, horizontal aluminium
profile (7) retained in the internal wall (I) .
2. Roller blind box according to Claim 1, characterized in that, in the case of a U-shaped cross section, the interior space (2) of the base body
is delimited on the side facing away from the building by a first, downwardly projecting
external wall (II), wherein the internal wall (I) has a larger width or depth (B1)
than that (B2) of the external wall.
3. Roller blind box according to Claim 1 or 2, characterized in that the terminating profile (5) is a twin-wall panel made from plastic.
4. Roller blind box according to one of the preceding claims, characterized in that, on the free inner end of the plaster-connection profile (6), there is fastened a
fabric connection tape for the connection to the plastering.
1. Coffre de volet roulant comprenant un corps de base (1) en forme de profilé constitué
de mousse de plastique stable, de section transversale ouverte vers le bas, en forme
de U ou en forme de L, dans lequel l'espace interne (2) du corps de base, ouvert vers
le bas, recevant la bobine de volet roulant, est limité du côté tourné vers le bâtiment
par une paroi intérieure (I) saillant vers le bas, dans lequel un profilé de terminaison
horizontal (5), en forme de plaque, est fixé au côté inférieur de la paroi intérieure
(I), et dans lequel un profilé de raccordement au crépi (6) repose parallèlement à
l'étendue longitudinale du corps de base au niveau de l'extrémité du profilé de terminaison
(5) tournée vers le bâtiment,
caractérisé en ce que
- la largeur du profilé de terminaison (5) correspond à la largeur de la paroi intérieure
(I) et d'un crépi, et
- un profilé d'encliquetage parallèle au profilé de raccordement au crépi (6) est
façonné au niveau de l'extrémité du profilé de terminaison (5) tournée vers la bobine
de volet roulant, lequel profilé d'encliquetage est retenu par encliquetage au niveau
d'un profilé en aluminium horizontal parallèle (7) qui est retenu dans la paroi intérieure
(I).
2. Coffre de volet roulant selon la revendication 1, caractérisé en ce que pour une section transversale en forme de U, l'espace intérieur (2) du corps de base
est limité du côté opposé au bâtiment par une première paroi extérieure saillant vers
le bas (II), la paroi intérieure (I) présentant une plus grande largeur ou profondeur
(B1) que celle (B2) de la paroi extérieure.
3. Coffre de volet roulant selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le profilé de terminaison (5) est une plaque de chambre creuse en plastique.
4. Coffre de volet roulant selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'à l'extrémité intérieure libre du profilé de raccordement au crépi (6) est fixée une
bande de raccordement en tissu pour l'assemblage au crépi.