[0001] Die Erfindung betrifft eine Brennkraftmaschine mit einem Verbrennungsmotor und einem
Kühlsystem. Die Erfindung betrifft auch ein Kraftfahrzeug mit einer solchen Brennkraftmaschine.
[0002] Brennkraftmaschinen für Kraftfahrzeuge weisen in der Regel ein Kühlsystem auf, in
dem ein Kühlmittel mittels einer oder mehrerer Kühlmittelpumpen in mindestens einem
Kühlkreis gepumpt wird und dabei Wärmeenergie von in den Kühlkreis integrierten Komponenten,
u.a. einem Verbrennungsmotor, aufnimmt. Diese Wärmeenergie wird anschließend in einem
Umgebungswärmetauscher, dem sogenannten Haupt(wasser)kühler, sowie zeitweise in einem
Heizungswärmetauscher an die Umgebungsluft, im Fall des Heizungswärmetauschers an
die zur Klimatisierung des Innenraums des Kraftfahrzeugs vorgesehene Umgebungsluft,
abgegeben.
[0003] Bei den Kühlsystemen moderner Kraftfahrzeuge kann die Hauptregelung des Volumenstroms
des Kühlmittels mittels regelbarer Kühlmittelpumpen erfolgen, während die Verteilung
des Volumenstroms auf die einzelnen, jeweils einen unterschiedlichen Kühlbedarf aufweisenden
Komponenten insbesondere mittels Thermostatventilen gesteuert werden kann. Beispielsweise
offenbart die
DE 103 42 935 A1 eine Brennkraftmaschine mit einem Kühlkreis, der eine von einem Verbrennungsmotor
mechanisch angetriebene Pumpe umfasst. Der Fördervolumenstrom der Pumpe ist somit
von der Drehzahl des Verbrennungsmotors abhängig. Um für mehrere in den Kühlkreis
integrierte Wärmetauscher, insbesondere Kühlmittelkanäle eines Zylindergehäuses und
eines Zylinderkopfs des Verbrennungsmotors sowie einen Heizungswärmetauscher für eine
Innenraumheizung eines von der Brennkraftmaschine angetriebenen Kraftfahrzeugs, individuell
angepasste Volumenströme des Kühlmittels zu erreichen, sind eine Mehrzahl von jeweils
individuell ansteuerbaren Regelventilen in den Kühlkreislauf integriert.
[0004] Eine Brennkraftmaschine mit einem Kühlsystem, bei dem eine Verteilung der Volumenströme
des Kühlmittels auf die einzelnen Komponenten nicht mittels Thermostatventilen sondern
mittels einer Verteilvorrichtung durchgeführt wird, ist in der
DE 10 2014 219 252 A1 beschrieben. Diese Verteilvorrichtung umfasst einen ersten Sperrschieber, der mittels
eines Elektromotors bewegt werden kann, und einen zweiten, phasenweise von dem ersten
Sperrschieber mitbewegten zweiten Sperrschieber wobei mittels der Sperrschieber eine
betriebsabhängig angepasste Kühlmittelzufuhr zu den verschiedenen Komponenten des
Kühlsystems möglich ist. Die Verteilvorrichtung kann dabei auch ermöglichen, eine
Durchströmung eines Zylinderkopfs eines Verbrennungsmotors der Brennkraftmaschine
zuzulassen, während eine Durchströmung eines Zylindergehäuses des Verbrennungsmotors
unterbunden ist. Wird eine Durchströmung des Zylindergehäuses vollständig verhindert,
kann dadurch ein möglichst schnelles Aufwärmen des Zylindergehäuses während einer
Warmlaufphase der Brennkraftmaschine realisiert werden. Die Verteilvorrichtung gemäß
der
DE 10 2014 219 252 A1 ermöglicht zwar eine im Wesentlichen optimale angepasste Aufteilung der Volumenströme
des Kühlmittels auf die verschiedenen Komponenten des Kühlsystems, ist jedoch insbesondere
aufgrund der Betätigung mittels des Elektromotors und der hierfür erforderlichen aktiven
Ansteuerung des Elektromotors relativ aufwändig und damit teuer.
[0005] Die
DE 10 2008 004 161 A1 offenbart ein Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine, die einen einen ersten
Thermostaten aufweisenden und Kühlmittel führenden Kühlkreislauf umfasst, wobei der
erste Thermostat bei einer ersten Schwelltemperatur öffnet. Dem Kühlmittelkreislauf
ist auch ein zweiter Thermostat zugeordnet, der bei einer zweiten Schwelltemperatur
öffnet, wobei die beiden Schwelltemperaturen unterschiedlich groß sind. In einem Volllastbetrieb
erhält die Brennkraftmaschine das Kühlmittel mit einer ersten Temperatur über den
ersten Thermostaten und in einem Teillastbetrieb mit einer zweiten Temperatur über
den zweiten Thermostaten. Die Thermostate können dabei funktional insbesondere auf
einem Dehnstoffelement ("Wachspartone") beruhen, das sich in Abhängigkeit von der
Temperatur ausdehnt und dadurch einen Durchflussquerschnitt mehr oder weniger freigibt.
[0006] Derartige Thermostate beziehungsweise Thermostatventile sind kostengünstig verwendbar,
weil diese einerseits konstruktiv wenig aufwändig sind und andererseits, aufgrund
der Selbstregelung solcher Thermostatventile, eine aktive Ansteuerung entbehrlich
machen. Andererseits benötigen derartige Thermostatventile einen sogenannten Pilotstrom
des Kühlmittels. Hierbei handelt es sich um einen relativ geringen Volumenstrom des
Kühlmittels, der ein solches Thermostatventil permanent durchströmen muss, um zu gewährleisten,
dass das Dehnstoffelement mit Kühlmittel in Kontakt kommt, dessen Temperatur in etwa
derjenigen entspricht, die der zuvor durchströmten Komponente des Kühlsystems zuzuordnen
ist. Würde ein solches Thermostatventil einen solchen Pilotstrom des Kühlmittels nicht
zulassen, würde sich das unmittelbar vor dem Thermostatventil aufstauende Kühlmittel
deutlich zu langsam erwärmen und dabei eine sinnvolle temperaturabhängige Volumenstromregelung
verhindern.
[0007] Auch wenn ein solcher Pilotstrom im Vergleich zu dem maximalen Volumenstrom, der
das Thermostatventil im vollständig geöffneten Zustand durchströmen kann, relativ
klein ist, so ist dieser doch nicht unerheblich. Folglich wird durch diesen ein Aufwärmen
einer Komponente eines Kühlsystems, beispielsweise eines Zylindergehäuses, trotz einer
weitestmöglich geschlossenen Stellung eines dieser Komponente zugeordneten Thermostatventils
spürbar verlangsamt.
[0008] Die
DE 10 2014 206 480 A1 offenbart eine Brennkraftmaschine mit einem Kühlsystem, bei der ein Volumenstrom
von Kühlmittel durch einen Kühlmittelkanal eines Zylindergehäuses mittels eines Dehnstoff-Thermostatventils
regelbar ist, wobei ein Pilotstrom von Kühlmittel durch das Dehnstoff-Thermostatventil
und den Kühlmittelkanal des Zylindergehäuses in Abhängigkeit von der Drehstellung
eines Drehschiebers unterbunden sein kann.
[0009] Die
WO 2013/178797 A1 beschreibt eine Brennkraftmaschine mit einem Kühlsystem, bei der eine Verteilung
von Kühlmittel in dem Kühlsystem mittels einer Verteilvorrichtung steuerbar ist, die
ein Dehnstoff-Thermostatventil umfasst, mittels dessen eine Durchströmung eines Kühlmittelkanals
eines Zylindergehäuses regelbar ist. Ein Wachsmaterial des Dehnstoff-Thermostatventil
wird dabei von Kühlmittel, das zuvor einen Zylinderkopf der Brennkraftmaschine durchströmt
hat, temperiert. Ergänzend dazu kann das Wachsmaterial auch mittels einer Heizvorrichtung
temperiert werden.
[0010] Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, bei einer Brennkraftmaschine mit einem einen
Zylinderkopf und ein Zylindergehäuse umfassenden Verbrennungsmotor und mit einem Kühlsystem,
das Kühlkanäle für sowohl den Zylinderkopf als auch für das Zylindergehäuse aufweist,
auf möglichst einfache und damit kostengünstige Weise zu erreichen, dass insbesondere
während einer Warmlaufphase nach einem Kaltstart der Brennkraftmaschine der Zylinderkopf
von Kühlmittel durchströmt wird, während eine Durchströmung des Zylindergehäuses vollständig
unterbunden wird.
[0011] Diese Aufgabe wird mittels einer Brennkraftmaschine gemäß dem Patentanspruch 1 gelöst.
Ein Kraftfahrzeug mit einer solchen Brennkraftmaschine ist Gegenstand des Patentanspruchs
11. Vorteilhafte Ausgestaltungsformen der erfindungsgemäßen Brennkraftmaschine und
damit des erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugs sind Gegenstände der weiteren Patentansprüche
und/oder ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der Erfindung.
[0012] Erfindungsgemäß ist eine Brennkraftmaschine mit einem Verbrennungsmotor, der einen
Zylinderkopf und ein Zylindergehäuse aufweist, und mit einem Kühlsystem, das einen
Kühlmittelkanal des Zylinderkopfs und einen Kühlmittelkanal des Zylindergehäuses umfasst,
vorgesehen, wobei der Kühlmittelkanal des Zylindergehäuses zumindest teilweise parallel
zu dem Kühlmittelkanal des Zylinderkopfs in das Kühlsystem integriert ist, so dass
es grundsätzlich möglich ist, nur einen oder beide dieser Kühlmittelkanäle von Kühlmittel
durchströmen zu lassen. Eine Durchströmung des Kühlmittelkanals des Zylindergehäuses
(bei gleichzeitiger Durchströmung des Kühlmittelkanals des Zylinderkopfs) ist bei
einer erfindungsgemäßen Brennkraftmaschine mittels eines (ersten) Dehnstoff-Thermostatventils
und folglich mittels eines selbsttätig temperaturabhängig agierenden Thermostatventils
regelbar. Dabei ist dieses Dehnstoff-Thermostatventil derart ausgebildet, dass dessen
temperaturabhängige Volumenstromregelung einen Pilotstrom des Kühlmittels durch den
Kühlmittelkanal des Zylindergehäuses erfordert. Vorgesehen ist, dass dem Dehnstoff-Thermostatventil
eine Beeinflussungsvorrichtung zugeordnet ist, mittels der ein solcher Pilotstrom
des Kühlmittels für das (erste) Dehnstoff-Thermostatventil verhindert oder zugelassen
werden kann, wobei die Beeinflussungsvorrichtung eine Heizvorrichtung für das (erste)
Dehnstoff-Thermostatventil und/oder ein zweites Dehnstoff-Thermostatventil umfasst.
[0013] Ein erfindungsgemäßes Kraftfahrzeug umfasst zumindest eine zur Erzeugung einer Fahrantriebsleistung
vorgesehene, erfindungsgemäße Brennkraftmaschine. Bei dem Kraftfahrzeug kann es sich
insbesondere um ein radbasiertes Kraftfahrzeug (vorzugsweise PKW oder LKW) handeln.
[0014] Die Erfindung beruht auf dem Gedanken, zur Regelung der Durchströmung des Kühlmittelkanals
des Zylindergehäuses ein kostengünstiges, mittels eines Dehnstoffelements selbsttätig
regelndes Thermostatventil einzusetzen, das konstruktiv und funktional einen Pilotstrom
des Kühlmittels erfordert, um eine temperaturabhängige Volumenstromregelung durchführen
zu können. Um trotz der Verwendung eines solchen Dehnstoff-Thermostatventils bedarfsweise
eine Durchströmung des Kühlmittelkanals des Zylindergehäuses vollständig (und somit
auch die Pilotströmung durch das Dehnstoff-Thermostatventil) zu unterbinden, ist dem
Dehnstoff-Thermostatventil erfindungsgemäß die Beeinflussungsvorrichtung zugeordnet,
die ebenfalls vergleichsweise einfach ausgebildet sein kann, so dass sich insgesamt
auf relativ einfache Weise eine Regelung der Durchströmung des Kühlmittelkanals des
Zylindergehäuses realisieren lässt, die einerseits selbsttätig funktioniert und andererseits
die Möglichkeit einer vollständigen Unterbindung einer solchen Durchströmung bietet,
wodurch ein Erwärmen des Zylindergehäuses bei Bedarf, insbesondere während einer Warmlaufphase,
insbesondere nach einem Kaltstart der Brennkraftmaschine, möglichst schnell erfolgen
kann.
[0015] Gemäß einer Ausgestaltungsform einer erfindungsgemäßen Brennkraftmaschine ist vorgesehen,
dass die Beeinflussungsvorrichtung eine Heizvorrichtung für das (erste) Dehnstoff-Thermostatventil
umfasst. Die insbesondere mittels einer Steuerungsvorrichtung (z.B. einer Motorsteuerung)
der Brennkraftmaschine ansteuerbare Heizvorrichtung ermöglicht eine Temperierung des
Dehnstoffelements des Dehnstoff-Thermostatventils, die unabhängig von einer Temperierung
mittels des Kühlmittels ist. Dadurch wird ermöglicht, das Thermostatventil derart
auszugestalten, dass dieses im weitestmöglich geschlossenen Zustand eine Durchströmung
des Kühlmittelkanals des Zylindergehäuses vollständig unterbindet, wohingegen dann,
wenn eine selbsttätige Regelung des Volumenstroms des Kühlmittels durch den Kühlkanal
des Zylindergehäuses in Abhängigkeit von der Temperatur des Kühlmittels vorgesehen
sein soll, das Dehnstoffelement des Thermostatventils mittels der Heizvorrichtung
soweit erwärmt wird, dass dieses zumindest einen Pilotstrom des Kühlmittels zulässt,
der dann die selbsttätige Regelung des Dehnstoff-Thermostatventils gewährleisten kann.
Dabei ist die Verwendung der Heizvorrichtung nicht auf ein Umschalten zwischen vollständiger
Unterbindung der Durchströmung des Kühlmittelkanals des Zylindergehäuses und einer
selbsttätigen Regelung in Abhängigkeit von der Temperatur des Kühlmittels durch das
Zulassen eines Pilotstroms beschränkt, sondern die Heizvorrichtung kann grundsätzlich
jederzeit im Betrieb der Brennkraftmaschine genutzt werden, um bedarfsweise eine gegebenenfalls
zu langsame selbsttätige Regelung mittels des Dehnstoffelements des Dehnstoff-Thermostatventils
zu überlagern. Dies kann beispielsweise nach einem Lastsprung, d.h. nach einer spontanen,
relativ großen Lasterhöhung für den Betrieb des Verbrennungsmotors, der Fall sein,
wenn die selbsttätige Regelung mittels des Dehnstoffelements tendenziell zu langsam
reagiert. Dadurch kann eine möglichst optimale Anpassung des Volumenstroms des Kühlmittels
durch den Kühlmittelkanal des Zylindergehäuses und damit der Kühlwirkung für das Zylindergehäuse
erreicht werden.
[0016] Weiterhin kann für eine erfindungsgemäße Brennkraftmaschine vorgesehen sein, dass
die Beeinflussungsvorrichtung ein zweites Dehnstoff-Thermostatventil umfasst, dessen
Startregeltemperatur vorzugsweise unterhalb der Startregeltemperatur des ersten Dehnstoff-Thermostatventils
liegt. Als "Startregeltemperatur" wird dabei ein Grenzwert oder ein Grenzwertbereich
für die Temperatur des jeweiligen Dehnstoff-Thermostatventils beziehungsweise für
die Temperatur des das jeweilige Dehnstoff-Thermostatventil durchströmenden Kühlmittels
verstanden, ab dem eine temperaturabhängige Ventilöffnung mit dem Ziel einer Volumenstromregelung
erfolgt. Folglich kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass das erste Dehnstoff-Thermostatventil
konstruktiv derart ausgelegt ist, dass dieses stets einen Pilotstrom durchlässt oder
durchlassen würde, während das zweite Dehnstoff-Thermostatventil so ausgebildet und
in das Kühlsystem, insbesondere in den Kühlmittelkanal des Zylindergehäuses, integriert
ist, dass dieses im vollständig geschlossenen Zustand eine Durchströmung des Kühlmittelkanals
des Zylindergehäuses (zumindest in dem das erste Dehnstoff-Thermostatventil umfassenden
Abschnitt) vollständig unterbindet, wodurch dann auch der konstruktiv grundsätzlich
mögliche Pilotstrom durch das erste Dehnstoff-Thermostatventil unterbunden ist. Öffnet
dagegen das zweite Dehnstoff-Thermostatventil, wird dadurch der Pilotstrom für das
erste Dehnstoff-Thermostatventil freigegeben, so dass ab dann die Regelung des Volumenstroms
des Kühlmittels durch den Kühlmittelkanal des Zylindergehäuses selbsttätig mittels
des ersten Dehnstoff-Thermostatventils geregelt werden kann. Durch die geringere Startregeltemperatur
des zweiten Dehnstoff-Thermostatventils im Vergleich zu derjenigen des ersten Dehnstoff-Thermostatventils
kann auf relativ einfache Weise sichergestellt werden, dass in Abhängigkeit von der
Temperatur des den Kühlmittelkanal des Zylindergehäuses durchströmenden Kühlmittels
das zweite Dehnstoff-Thermostatventil stets weiter als das erste Dehnstoff-Thermostatventil
geöffnet ist (solange nicht beide vollständig geöffnet sind), so dass eine Volumenstromregelung
für das den Kühlmittelkanal des Zylindergehäuses durchströmende Kühlmittel ausschließlich
mittels des ersten Dehnstoff-Thermostatventils realisierbar ist, sobald mittels des
zweiten Dehnstoff-Thermostatventils ein Pilotstrom freigegeben worden ist.
[0017] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung einer solchen erfindungsgemäßen Brennkraftmaschine
kann vorgesehen sein, dass das zweite Dehnstoff-Thermostatventil über eine Verbindungsleitung,
die aus der Kühlmittelleitung des Zylinderkopfs oder stromab davon (bezüglich einer
für das Kühlsystem vorgesehenen Durchströmungsrichtung) abgeht, mittels eines Kühlmittelstroms
beaufschlagbar ist. Das zweite Dehnstoff-Thermostatventil kann demnach ein Unterbinden
oder Freigeben eines Pilotstroms für das erste Dehnstoff-Thermostatventil in Abhängigkeit
von der Temperatur des Zylinderkopfs beziehungsweise des Kühlmittels, das den Zylinderkopf
durchströmt oder kurz vorher durchströmt hat, bewirken.
[0018] Gemäß einer Ausgestaltungsform einer erfindungsgemäßen Brennkraftmaschine kann auch
vorgesehen sein, dass die Beeinflussungsvorrichtung zusätzlich ein (erstes) Steuerventil
umfasst. Mittels dieses (ersten) Steuerventils kann bedarfsweise eine Durchströmung
des Kühlmittelkanals des Zylindergehäuses unterbunden werden, wodurch somit auch ein
Pilotstrom durch das Dehnstoff-Thermostatventil, das konstruktiv derart ausgelegt
sein kann, dass dieses in der weitestmöglich geschlossenen Stellung einen Pilotstrom
durchlässt, verhindert wird. Dabei kann das Steuerventil derart ausgebildet sein,
dass es in der Art eines Umschaltventils eine Durchströmung des Kühlmittelkanals des
Zylindergehäuses entweder unterbindet oder weitestmöglich freigibt, so dass nach einem
solchen Freigegeben eine Volumenstromregelung ausschließlich mittels des Dehnstoff-Thermostatventils
erfolgen würde. Dadurch kann eine konstruktiv möglichst einfache Ausgestaltung für
die Beeinflussungsvorrichtung und damit auch für die Brennkraftmaschine realisiert
werden. Andererseits besteht aber auch die Möglichkeit, das Steuerventil derart auszubilden,
dass eine Durchströmung des Kühlmittelkanals des Zylindergehäuses in Abhängigkeit
von der Stellung des Steuerventils auch in einer oder mehreren Zwischenstellungen
oder stufenlos zwischen der vollständig geschlossenen und der vollständig geöffneten
Stellung mittels des Steuerventils beeinflussbar ist. Dies ermöglicht wiederum in
Grenzen eine Überlagerung der mittels des Dehnstoff-Thermostatventils erzielbaren
Volumenstromregelung.
[0019] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltungsform einer erfindungsgemäßen Brennkraftmaschine
kann vorgesehen sein, dass das Kühlsystem einen die Kühlmittelkanäle des Zylinderkopfs
und des Zylindergehäuses, eine (erste) Kühlmittelpumpe und einen Hauptkühler umfassenden
Hauptkühlkreis sowie eine aus dem Hauptkühlkreis abgehende sowie in den Hauptkühlkreis
mündende und damit einen Abschnitt des Hauptkühlkreises umgehende Nebenstrecke zur
Ausbildung eines Nebenkühlkreises aufweist. In die Nebenstrecke kann dabei vorzugsweise
ein Heizungswärmetauscher und/oder ein AGR-Kühler, insbesondere einen ND-AGR-Kühler,
und/oder ein ATL-Kühler und/oder eine zweite Kühlmittelpumpe integriert sein. Unter
einem "Heizungswärmetauscher" wird ein Wärmetauscher verstanden, in dem ein Wärmeübergang
von dem Kühlmittel des Kühlsystems auf Umgebungsluft, die zum Beheizen eines Innenraums
eines erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugs vorgesehen ist, erfolgt. Als "AGR-Kühler" wird
ein Wärmetauscher verstanden, der in eine Abgasrückführleitung (bei einer Ausgestaltung
als ND-AGR-Kühler: in eine Niederdruck-Abgasrückführleitung) integriert ist und einer
Kühlung von über die Abgasrückführleitung rückgeführtem Abgas dient. Als "ATL-Kühler"
wird ein Wärmetauscher verstanden, der in einen Abgasturbolader der Brennkraftmaschine
integriert ist und einer Kühlung des Abgasturboladers, insbesondere eines Lagerstuhls
des Abgasturboladers, dienen kann.
[0020] Durch die Integration dieser Komponenten des Kühlsystems in die Nebenstrecke wird
einerseits ermöglicht, für diese eine weiter angepasste Volumenstromregelung zu realisieren.
Dies kann insbesondere mittels der in die Nebenstrecke integrierten zweiten Kühlmittelpumpe,
die insbesondere elektromotorisch betrieben und mittels einer Steuerungsvorrichtung
der Brennkraftmaschine ansteuerbar sein kann, erfolgen. Mittels der zweiten Kühlmittelpumpe
kann somit ein von der ersten Kühlmittelpumpe für den Hauptkühlkreis bewirkter Volumenstrom
des Kühlmittels mit Wirkung für die Nebenstrecke beeinflusst werden. Andererseits
kann durch diese Integration verhindert werden, dass sich diese Komponenten, die einen
relativ großen Strömungswiderstand aufweisen können, negativ auf die Durchströmung
des Hauptkühlkreises auswirken.
[0021] Die erste Kühlmittelpumpe kann in vorteilhafter Weise als direkt oder indirekt, d.h.
über ein Getriebe, mittels einer Abtriebswelle des Verbrennungsmotors angetriebene
Kühlmittelpumpe (sogenannte mechanisch angetriebene Kühlmittelpumpe) ausgebildet sein,
wodurch sich eine relativ einfache konstruktive Ausgestaltung für diese ergibt. Dabei
kann die Kühlmittelpumpe auch als unabhängig von der Antriebsdrehzahl hinsichtlich
der Förderleistung einstellbar ausgestaltet sein. Alternativ besteht auch die Möglichkeit,
dass die erste Kühlmittelpumpe elektromotorisch angetrieben und hierzu insbesondere
mittels einer Steuerungsvorrichtung zur Erzielung einer Anpassung der Förderleistung
ansteuerbar ist.
[0022] Insbesondere bei einer Ausgestaltung der ersten Kühlmittelpumpe als mechanisch angetriebene
Kühlmittelpumpe kann mittels einer in die Nebenstrecke integrierten und elektromotorisch
angetriebenen zweiten Kühlmittelpumpe auch dann eine Strömung von Kühlmittel in dem
Kühlsystem realisiert werden, wenn der Verbrennungsmotor und damit auch die erste
Kühlmittelpumpe nicht betrieben wird. Dies kann beispielsweise relevant sein, um auch
bei aktiver Start-Stopp-Automatik und/oder nach dem manuellen Beenden des Betriebs
des Verbrennungsmotors eine Heizfunktionalität für die Innenraumheizung des Kraftfahrzeugs
zu gewährleisten. Gegebenenfalls kann auch für weitere Komponenten des Kühlsystems
ein solches Nachheizen relevant sein. Zudem kann trotz eines nicht betriebenen Verbrennungsmotors
für einzelne Komponenten des Kühlsystems ein Nachkühlen vorteilhaft sein, um lokale
Temperaturstaus und damit Überhitzungen zu vermeiden, indem weiterhin Wärmeenergie
über das Kühlsystems abgeführt oder zumindest verteilt wird.
[0023] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung einer solchen erfindungsgemäßen Brennkraftmaschine
kann auch vorgesehen sein, dass der Hauptkühlkreis einen Bypass für den Hauptkühler
umfasst, wobei eine Verteilung einer Kühlmittelströmung einerseits auf den Hauptkühler
und andererseits auf den den Hauptkühler umgehenden Bypass mittels einer Verteilvorrichtung
steuerbar und vorzugsweise regelbar ist. Die Verteilvorrichtung kann dabei in konstruktiv
vorteilhafter Weise in Form eines weiteren Dehnstoff-Thermostatventils ausgebildet
sein. Mittels des Bypasses für den Hauptkühler wird ermöglicht, das Kühlsystem und
konkret den Hauptkühlkreis einerseits in einem kleinen, den Hauptkühler umgehenden
Kreislauf zu betreiben, wodurch ein möglichst schnelles Aufwärmen von den übrigen
in das Kühlsystem integrierten Komponenten während einer Warmlaufphase der Brennkraftmaschine
unterstützt werden kann, da ein Wärmeübergang von dem Kühlmittel auf Umgebungsluft
bei der Durchströmung des Hauptkühlers verhindert ist. Hat dagegen zumindest eine
der grundsätzlich mittels des Kühlsystems zu kühlenden Komponenten, insbesondere der
Zylinderkopf des Verbrennungsmotors, ihren/seinen Betriebstemperaturbereich erreicht,
kann das Kühlsystem beziehungsweise der Hauptkühlkreis andererseits in einem großen,
den Hauptkühler integrierenden Kreislauf betrieben werden, wodurch dann im Sinne eines
Normalbetriebs des Kühlsystems Wärmeenergie in dem Hauptkühler von dem Kühlmittel
an die Umgebungsluft übertragen werden kann, um eine Überhitzung des Kühlmittels und
der durch dieses zu kühlenden Komponenten zu vermeiden.
[0024] Der von der Nebenstrecke umgangene Abschnitt des Hauptkühlkreises kann vorzugsweise
den Hauptkühler und, sofern vorgesehen, weiterhin bevorzugt auch den Bypass zu dem
Hauptkühler umfassen. Dadurch kann sichergestellt werden, dass eine Durchströmung
der Nebenstrecke unbeeinflusst davon ist, ob der Hauptkühlkreis in einem kleinen oder
großen Kreislauf betrieben wird.
[0025] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung einer erfindungsgemäßen Brennkraftmaschine,
bei der eine einen Abschnitt des Hauptkühlkreises umgehende Nebenstrecke vorgesehen
ist, kann vorgesehen sein, dass in den von der Nebenstrecke umgangenen Abschnitt des
Hauptkühlkreises ein Absperrventil integriert ist. Mittels des Absperrventils kann
verhindert werden, dass Kühlmittel in den von der Nebenstrecke zu umgehenden Abschnitt
des Hauptkühlkreis rückströmt. Dadurch kann insbesondere sichergestellt werden, dass
das den Nebenkühlkreis durchströmende Kühlmittel zumindest den Kühlmittelkanal des
Zylinderkopfs durchströmt, was insbesondere für die Funktion eines in die Nebenstrecke
integrierten Heizungswärmetauschers von Bedeutung ist, um eine gute Funktionsfähigkeit
und insbesondere ein relativ schnelles Ansprechen einer Innenraumheizung für ein die
Brennkraftmaschine umfassendes Kraftfahrzeug nach einem Kaltstart der Brennkraftmaschine
zu gewährleisten. Auch ein möglichst schnelles Aufwärmen der anderen in die Nebenstrecke
integrierten Komponenten kann vorteilhaft sein. Beispielweise kann dadurch ein Kondensieren
von Flüssigkeit aus über eine Abgasrückführleitung rückgeführtem Abgas verhindert
oder zumindest vermindert werden.
[0026] Das Absperrventil kann vorzugsweise in Form eines Differenzdruckventils, insbesondere
in Form eines Rückschlagventils, ausgebildet sein, wodurch auf eine aktive Ansteuerung
eines solchen Absperrventils verzichtet werden kann. Möglichst ist aber auch eine
aktiv ansteuerbare Ausgestaltung des Absperrventils.
[0027] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltungsform einer erfindungsgemäßen Brennkraftmaschine
kann vorgesehen sein, dass das (erste) Dehnstoff-Thermostatventil und vorzugsweise
auch die dazugehörige Beeinflussungsvorrichtung mittels eines Bypasses umgehbar ist/sind,
wobei ein Volumenstrom des Kühlmittels über den Bypass mittels eines (zweiten) Steuerventils
steuerbar ist. Dieser Bypass in Kombination mit dem dazugehörigen Steuerventil kann
insbesondere dazu dienen, eine temperaturabhängige Volumenstromregelung mittels des
(ersten) Dehnstoff-Thermostatventils temporär zu übergehen, um beispielsweise nach
einem Lastsprung eine ausreichende Kühlwirkung für das Zylindergehäuse zu gewährleisten,
so dass eine Beschädigung des Zylindergehäuses und/oder des Kühlmittels durch Sieden
vermieden werden kann.
[0028] Die unbestimmten Artikel ("ein", "eine", "einer" und "eines"), insbesondere in den
Patentansprüchen und in der die Gegenstände der Patentansprüche allgemein erläuternden
Beschreibung, sind als solche und nicht als Zahlwörter zu verstehen. Entsprechend
damit konkretisierte Komponenten sind somit so zu verstehen, dass diese mindestens
einmal vorhanden sind und mehrfach vorhanden sein können.
[0029] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. In den Zeichnungen zeigt:
- Fig. 1:
- schematisch eine erste Ausgestaltungsform einer Brennkraftmaschine, die erfindungsgemäß
ausgestaltet ist;
- Fig. 2:
- schematisch eine zweite Ausgestaltungsform einer Brennkraftmaschine, die nicht erfindungsgemäß
ausgestaltet ist; und
- Fig. 3:
- schematisch eine dritte Ausgestaltungsform einer Brennkraftmaschine, die erfindungsgemäß
ausgestaltet ist.
[0030] Die Fig. 1 zeigt schematisch eine erste Ausgestaltungsform einer erfindungsgemäßen
Brennkraftmaschine, die der Erzeugung einer Fahrantriebsleistung für ein erfindungsgemäßes
Kraftfahrzeug 10 dient. Die Brennkraftmaschine umfasst einen Verbrennungsmotor 12,
der beispielsweise als nach dem Otto- oder Diesel-Prinzip arbeitender Hubkolbenmotor
ausgebildet sein kann und der einen Zylinderkopf 14 sowie ein Zylindergehäuse 16 umfasst.
Sowohl in das Zylindergehäuse 16 als auch in den Zylinderkopf 14 ist jeweils einen
Kühlmittelkanal 18, 20 integriert, die in paralleler Anordnung in einem Kühlsystem
der Brennkraftmaschine integriert sind und dadurch unabhängig voneinander von Kühlmittel,
das in verschiedenen, jedoch stets die Kühlmittelkanäle 18, 20 des Zylinderkopfs 14
und des Zylindergehäuses 16 umfassenden Kühlkreisen gefördert wird, durchströmt werden
können. Die Kühlmittelkanäle 18, 20 des Zylinderkopfs 14 und des Zylindergehäuses
16 sind beide über eine Kühlmittelleitung, die ebenfalls in das Zylindergehäuse 16
des Verbrennungsmotors 12 integriert ist, mit dem Auslass einer ersten Kühlmittelpumpe
22 verbunden. Aus dieser Kühlmittelleitung kann optional eine weitere Kühlmittelleitung
abgehen, über die Kühlmittel in einem zusätzlichen Kreislauf durch einen Motorölkühler
66 und einen Getriebeölkühler 68 geführt wird. Diese Kühlmittelleitung mündet stromauf
der ersten Kühlmittelpumpe 22 in eine dortige Kühlmittelleitung des Kühlsystems.
[0031] Die erste Kühlmittelpumpe 22 kann beispielsweise von einer Abtriebswelle (insbesondere
Kurbelwelle) des Verbrennungsmotors 12 direkt oder indirekt, d.h. über ein Getriebe,
angetrieben werden, wobei diese zudem hinsichtlich der Förderleistung derart einstellbar
ausgebildet sein kann, dass die Förderleistung auch unabhängig von der Antriebsdrehzahl
veränderlich ist. Zur Einstellung der Förderleistung kann diese mittels einer Steuerungsvorrichtung
24, insbesondere einer Motorsteuerung der Brennkraftmaschine, entsprechend ansteuerbar
sein.
[0032] Weitere Kühlmittelleitungen des Kühlsystems bilden in Kombination mit den Kühlmittelkanälen
18, 20 des Zylinderkopfs 14 und des Zylindergehäuses 16 einen Hauptkühlkreis sowie
einen Nebenkühlkreis aus. Der Nebenkühlkreis umfasst eine Nebenstrecke 26, die aus
dem Hauptkühlkreis abgeht und wieder in den Hauptkühlkreis mündet und dabei einen
Abschnitt des Hauptkühlkreises umgeht, in den ein Hauptkühler 28 sowie ein Bypass
30 für den Hauptkühler 28 integriert sind. Die Kühlmittelkanäle 18, 20 des Zylinderkopfs
14 und des Zylindergehäuses 16 sind dagegen in einen Abschnitt des Hauptkühlkreises
integriert, der auch einen Abschnitt des Nebenkühlkreises darstellt. Kühlmittel, das
die Nebenstrecke 26 durchströmt, strömt folglich auch durch den Kühlmittelkanal 18
des Zylinderkopfs 14 und, sofern dies nicht mittels eines ersten Dehnstoff-Thermostatventils
32 und einer dazugehörigen Beeinflussungsvorrichtung 34 verhindert wird, den Kühlmittelkanal
20 des Zylindergehäuses 16. Ein Durchströmen des Kühlmittelkanals 18 des Zylinderkopfs
14 und gegebenenfalls auch des Kühlmittelkanals 20 des Zylindergehäuses 16 mittels
des über die Nebenstrecke 26 geführten Kühlmittels wird dabei durch ein in den Bypass
30 zu dem Hauptkühler 28 integriertes Absperrventil 36 in Form eines Rückschlagventils
36 sichergestellt. Diese Wirkung des Rückschlagventils 36 kann insbesondere dann relevant
sein, wenn das in dem Nebenkühlkreis strömende Kühlmittel ausschließlich mittels einer
in die Nebenstrecke 26 integrierten zweiten Kühlmittelpumpe 38 gefördert wird. Die
erste Kühlmittelpumpe 22 würde dabei nicht betrieben beziehungsweise infolge einer
entsprechenden Einstellung wäre die Förderleistung der ersten Kühlmittelpumpe 22 im
Wesentlichen null oder zumindest im Vergleich zu der Förderleistung der zweiten Kühlmittelpumpe
38 vernachlässigbar.
[0033] In die Nebenstrecke 26 sind weiterhin ein Heizungswärmetauscher 40 sowie optional
ein AGR-Kühler 42 und ein ATL-Kühler 44 integriert. Die zweite Kühlmittelpumpe ist
mittels eines Elektromotors antreibbar, der mittels der Steuerungsvorrichtung 24 angesteuert
werden kann.
[0034] In einer Kühlmittelleitung des Hauptkühlkreises, die sich auslassseitig an den Kühlmittelkanal
20 des Zylindergehäuses 16 anschließt, ist das erste Dehnstoff-Thermostatventil 32
sowie die dazugehörige Beeinflussungsvorrichtung 34, die in dem Ausgestaltungsbeispiel
gemäß der Fig. 1 in Form eines stromab des ersten Dehnstoff-Thermostatventils 32 angeordneten,
zweiten Dehnstoff-Thermostatventils 46 ausgebildet ist, integriert. Diese Kühlmittelleitung
geht stromab der beiden Dehnstoff-Thermostatventile 32, 46 in eine von dem Auslass
des Kühlmittelkanals 18 des Zylinderkopfs 14 kommende Kühlmittelleitung des Hauptkühlkreises
über, die bis zu einer Verteilvorrichtung 48 führt. Mittel der Verteilvorrichtung
48 wird temperaturabhängig eine Verteilung von durch den Hauptkühlkreis strömendem
Kühlmittels auf entweder den Hauptkühler 28 oder den Bypass 30 zu dem Hauptkühler
28 geregelt. Die Verteilvorrichtung 48 ist dabei in Form eines weiteren Dehnstoff-Thermostatventils
50 ausgebildet.
[0035] Das erste Dehnstoff-Thermostatventil 32 ist derart ausgebildet, dass dieses auch
in der weitestmöglich geschlossenen Stellung einen relativ kleinen Pilotstrom des
Kühlmittels zubeziehungsweise durchlässt, so dass mittels des ersten Dehnstoff-Thermostatventils
32 eine selbsttätige, temperaturabhängige Regelung des durch den Kühlmittelkanal 20
des Zylindergehäuses 16 geführten Volumenstroms des Kühlmittels realisiert wird, sobald
ein solcher Pilotstrom auch tatsächlich vorliegt. Dieser Pilotstrom wird jedoch verhindert,
wenn sich das zweite Dehnstoff-Thermostatventil 46 in seiner vollständig geschlossenen
Stellung befindet. Das zweite Dehnstoff-Thermostatventil 46 öffnet erst, wenn das
Kühlmittel, das zuvor den Kühlmittelkanal 18 des Zylinderkopfs 14 durchströmt hat,
eine definierte Grenztemperatur (beispielsweise 87°C) erreicht hat, die der Startregeltemperatur
des zweiten Dehnstoff-Thermostatventils 46 ungefähr entspricht. Um dem zweiten Dehnstoff-Thermostatventil
46 zu ermöglichen, in Abhängigkeit von der Temperatur des Kühlmittels, das zuvor den
Kühlmittelkanal 18 des Zylinderkopfs 14 durchströmt hat, zu öffnen, ist eine Verbindungsleitung
52 vorgesehen, die aus der von dem Auslass des Kühlmittelkanals 18 des Zylinderkopfs
14 kommenden Kühlmittelleitung abgeht und die zu dem zweiten Dehnstoff-Thermostatventil
46 führt. Über diese Verbindungsleitung 52 kann ein Pilotstrom durch das zweite Dehnstoff-Thermostatventil
46 geführt werden, der ein Öffnen des zweiten Dehnstoff-Thermostatventils 46 beim
Erreichen der dazugehörigen Startregeltemperatur bewirkt. Sobald das zweite Dehnstoff-Thermostatventil
46 geöffnet ist, strömt ein Pilotstrom durch das erste Dehnstoff-Thermostatventil
32, so dass dann das erste Dehnstoff-Thermostatventil 32 kontinuierlich in relativ
geringem Maße mit aus dem Kühlmittelkanal 20 des Zylindergehäuses 16 stammendem Kühlmittel
beaufschlagt wird. Ab dem Erreichen einer dazugehörigen Startregeltemperatur, die
beispielsweise bei 105°C liegen kann, öffnet das erste Dehnstoff-Thermostatventil
32 dann temperaturabhängig mehr oder weniger, um eine Volumenstromregelung für den
Kühlmittelkanal 20 des Zylindergehäuses 16 durchströmendes Kühlmittel zu realisieren.
[0036] Eine erfindungsgemäße Brennkraftmaschine gemäß beispielsweise der Fig. 1 ermöglicht
eine vorteilhafte, temperaturabhängige Verteilung von Kühlmittel auf die verschiedenen
Komponenten des Kühlsystems, wobei für die Kühlmittelverteilung konstruktiv relativ
einfach ausgestaltete Bauteile, insbesondere selbsttätig regelnde Dehnstoff-Thermostatventile
32, 46, 50 eingesetzt werden. Gleichzeitig ist es möglich, temporär eine Durchströmung
des Kühlmittelkanals 20 des Zylindergehäuses 16 vollständig zu unterbinden, was sich
positiv auf die Geschwindigkeit, mit der sich das Zylindergehäuse 16 während einer
Warmlaufphase nach einem Kaltstart der Brennkraftmaschine aufwärmt, auswirkt. Ein
so erzielbares relativ schnelles Aufwärmen des Zylindergehäuses 16 wirkt sich positiv
auf den Kraftstoffverbrauch des Verbrennungsmotors 12 aus, weil Reibungsverluste,
die aus den zyklischen Bewegungen von Kolben in Zylindern (nicht dargestellt), die
in dem Zylindergehäuse16 ausgebildet sind, resultieren, erst mit dem Erreichen eines
definierten Betriebstemperaturbereichs des Verbrennungsmotors 12 und insbesondere
eines definierten Betriebstemperaturbereichs von zur Schmierung dieser Relativbewegungen
genutztem Schmiermittel minimiert ist.
[0037] Konkret kann für einen Betrieb der Brennkraftmaschine gemäß der Fig. 1 vorgesehen
sein, dass unmittelbar nach einem Kaltstart der Brennkraftmaschine lediglich die zweite,
mittels eines Elektromotors 54 angetriebene Kühlmittelpumpe 38 betrieben wird, wodurch
Kühlmittel im Wesentlichen ausschließlich in dem Nebenkühlkreis gefördert wird, der
die in die Nebenstrecke 26 integrierten Komponenten und weiterhin die erste Kühlmittelpumpe
22 und den Kühlmittelkanal 18 des Zylinderkopfs 14 umfasst. Eine Durchströmung auch
des Kühlmittelkanals 20 des Zylindergehäuses 16 ist dabei infolge der noch geschlossenen
ersten und zweiten Dehnstoff-Thermostatventile 32, 46 verhindert und die erste Kühlmittelpumpe
22 wird nicht betrieben beziehungsweise für diese wird eine möglichst geringe und
insbesondere möglichst null betragen Förderleistung eingestellt. Durch das Fördern
von Kühlmittel im Wesentlichen ausschließlich in dem Nebenkühlkreis kann insbesondere
erreicht werden, dass Wärmeenergie, die das Kühlmittel beim Durchströmen des sich
im Betrieb des Verbrennungsmotors 12 zuerst und relativ schnell erwärmenden Zylinderkopfs
14 aufgenommen hat, möglichst vollständig an insbesondere den Heizungswärmetauscher
40 übertragen werden kann, um ein möglichst schnelles Wirksamwerden einer den Heizungswärmetauscher
40 integrierenden Heizung für einen Innenraum des Kraftfahrzeugs 10 zu erreichen.
Weiterhin kann dadurch in vorteilhafter Weise der AGR-Kühler 42 konditioniert werden,
um Kondensatbildung in Abgas, das über eine den AGR-Kühler 42 integrierende Abgasrückführleitung
(nicht dargestellt) strömt, zu vermeiden.
[0038] In einer zweiten Betriebsphase nach einem solchen Kaltstart der Brennkraftmaschine
kann die erste Kühlmittelpumpe 22 in Betrieb genommen beziehungsweise ihre Förderleistung
erhöht werden, um einen insgesamt höheren Volumenstrom des Kühlmittels in dem Kühlsystem
zu realisieren. Dadurch kann insbesondere auch schon eine Überhitzung des Zylinderkopfs
14 vermieden sowie eine zunehmende Erwärmung weiterer in das Kühlsystem integrierter
Komponenten angestrebt werden. Dabei wird Kühlmittel bereits schon in einem relevanten
Maße innerhalb des Hauptkühlkreises gefördert, wobei mittels des weiteren Dehnstoff-Thermostatventils
50 das in dem Hauptkühlkreis geförderte Kühlmittel im Wesentlichen ausschließlich
in den Bypass 30 zu dem Hauptkühler 28 geleitet wird, solange das zu diesem weiteren
Dehnstoff-Thermostatventil 50 gelangende Kühlmittel eine Temperatur aufweist, die
unterhalb einer Startregeltemperatur (z.B. 95°C) für dieses weitere Dehnstoff-Thermostatventil
50 liegt. Dadurch soll verhindert werden, dass Wärmeenergie, die insbesondere bei
der Durchströmung des Kühlmittelkanals 18 des Zylinderkopfs 14 auf das Kühlmittel
übertragen worden ist, bereits schon in dem Hauptkühler 28 an Umgebungsluft übertragen
wird. Vielmehr soll diese Wärmeenergie weiterhin möglichst vollständig zur möglichst
schnellen Erwärmung von in das Kühlsystem integrierten Komponenten genutzt werden.
[0039] Sobald das an dem weiteren Dehnstoff-Thermostatventil 50 ankommende Kühlmittel eine
oberhalb der dazugehörigen Startregeltemperatur liegende Temperatur aufweist, öffnet
dieses weitere Dehnstoff-Thermostatventil 50 temperaturabhängig, wodurch ein zunehmender
Anteil des ankommenden Kühlmittels über den Hauptkühler 28 geführt wird. Dadurch soll
eine Überhitzung des Kühlmittels und der in das Kühlsystem integrierten Komponenten
verhindert werden.
[0040] Bereits zuvor hat das zweite Dehnstoff-Thermostatventil 46 bereits infolge einer
geringeren Startregeltemperatur (im Vergleich zu dem weiteren Dehnstoff-Thermostatventil
50) geöffnet, so dass ein Pilotstrom durch das erste Dehnstoff-Thermostatventil 32
vorliegt. Das erste Dehnstoff-Thermostatventil 32 öffnet dann, sobald dieser Pilotstrom
des den Kühlmittelkanal 20 des Zylindergehäuses 16 durchströmenden Kühlmittels die
dazugehörige Startregeltemperatur (z.B. 105°C), die höher als diejenigen der beiden
anderen Dehnstoff-Thermostatventile 46, 50 liegt, erreicht hat, um eine dann auch
für das Zylindergehäuse 16 notwendige Kühlung zu gewährleisten.
[0041] Bei der Brennkraftmaschine gemäß der Fig. 1 ist noch ein Bypass 56 für sowohl das
erste Dehnstoff-Thermostatventil 32 als auch das zweite Dehnstoff-Thermostatventil
46 vorgesehen. In diesen Bypass 56 ist ein Steuerventil 58 integriert, das von der
Steuerungsvorrichtung 24 ansteuerbar ist und das in der geschlossenen Stellung eine
Durchströmung des Bypasses 56 mittels des Kühlmittels verhindert und in der geschlossenen
Stellung zulässt. Der Bypass 56, der stromauf des ersten Dehnstoff-Thermostatventils
32 aus der von dem Kühlmittelkanal 20 des Zylindergehäuses 16 kommenden Kühlmittelleitung
abgeht, kann beispielsweise gemäß der Fig. 1 stromab des zweiten Dehnstoff-Thermostatventils
46 in die dortige Kühlmittelleitung münden. Alternativ kann auch vorgesehen sein,
dass dieser Bypass 56 in einen Abschnitt des Hauptkühlkreises mündet, der stromab
des von der Nebenstrecke 26 umgangenen Abschnitts des Hauptkühlkreises und insbesondere
unmittelbar stromauf der ersten Kühlmittelpumpe 22 gelegen ist. Diese alternativ oder
gegebenenfalls auch kumulativ vorgesehenen Mündungsabschnitte des Bypasses 56 sind
in der Fig. 1 mit gestrichelten Linienführungen dargestellt.
[0042] Der Bypass 56 für das erste Dehnstoff-Thermostatventil 32 und die dazugehörige Beeinflussungsvorrichtung
34 (zweites Dehnstoff-Thermostatventil 46) dient dazu, temporär eine Durchströmung
des Kühlmittelkanals 20 des Zylindergehäuses 16 mit einem größeren Volumenstrom zu
ermöglichen, als dies durch die temperaturabhängige Regelung mittels des ersten Dehnstoff-Thermostatventils
32 vorliegen würde. Dies kann insbesondere der Fall sein, wenn, bei noch relativ kaltem
Kühlmittel, der Verbrennungsmotor 12 mit einer relativ hohen und insbesondere mit
Volllast betrieben wird, was zu einer relativ starken lokalen Erwärmung des Zylindergehäuses
16 führen könnte, die durch eine verstärkte Kühlung kompensiert werden soll. Eine
Volumenstromregelung ausschließlich mittels des ersten Dehnstoff-Thermostatventils
32 könnte in diesem Fall zu träge reagieren und dementsprechend nicht ausreichend
sein.
[0043] Das Kühlsystem der in der Fig. 2 dargestellten Brennkraftmaschine unterscheidet sich
von demjenigen gemäß der Fig. 1 im Wesentlichen darin, dass die Beeinflussungsvorrichtung
34, die dem ersten Dehnstoff-Thermostatventil 32 zugeordnet ist, ein Steuerventil
60 anstelle eines zweiten Dehnstoff-Thermostatventils 46 umfasst, das mittels der
Steuerungsvorrichtung 24 (Motorsteuerung) ansteuerbar ist. Dieses Steuerventil 60
verhindert in der geschlossenen Stellung eine Durchströmung mittels des Kühlmittels
und damit auch einen Pilotstrom durch das erste Dehnstoff-Thermostatventil 32, während
in der geöffneten Stellung eine solche Durchströmung im Wesentlichen nicht behindert
wird. Befindet sich dieses Steuerventil 60 in der geöffneten Stellung, kann somit
zumindest ein Pilotstrom und jeder durch das erste Dehnstoff-Thermostatventil 32 eingestellte
Volumenstrom den Kühlmittelkanal 20 des Zylindergehäuses 16 durchströmen.
[0044] Ein weiterer Unterschied zwischen den Kühlsystemen gemäß den Fig. 1 und 2 liegt in
der Anordnung der Verteilvorrichtung 48 (weiteres Dehnstoff-Thermostatventil 50),
mittels dessen eine Aufteilung des den Hauptkühlkreis durchströmenden Kühlmittels
auf den Hauptkühler 28 und auf den dazugehörigen Bypass 30 erfolgt. Während bei dem
Kühlsystem gemäß der Fig. 1 das weitere Dehnstoff-Thermostatventil 50 in dem Abzweig
zwischen dem Bypass 30 und dem Hauptkühler 28 und folglich stromauf des Hauptkühlers
28 gelegen ist, ist bei dem Kühlsystem gemäß der Fig. 2 eine Anordnung in der Zusammenführung
des Bypasses 28 und des Hauptkühlers 30 und folglich stromab des Hauptkühlers 28 vorgesehen.
Diese unterschiedlichen Anordnungen für das weitere Dehnstoff-Thermostatventil 50
können unterschiedliche Startregeltemperaturen sinnvoll machen. Während diese für
das weitere Dehnstoff-Thermostatventil 50 gemäß der Fig. 1 beispielsweise 95°C betragen
kann, kann für das weitere Dehnstoff-Thermostatventil 50 des Kühlsystems gemäß der
Fig. 2 beispielsweise eine Startregeltemperatur von 90°C vorgesehen sein. Grundsätzlich
besteht die Möglichkeit, auch bei dem Kühlsystem gemäß der Fig. 2 eine Anordnung des
weiteren Dehnstoff-Thermostatventils 50 gemäß der Fig. 1 und umgekehrt zu wählen.
[0045] Weiterhin ist bei dem Kühlsystem der Brennkraftmaschine gemäß der Fig. 2 kein Bypass
für das dortige erste Dehnstoff-Thermostatventil 32 und das dazugehörige Beaufschlagungselement
34 (Steuerventil 60) vorgesehen. Grundsätzlich kann jedoch auch in das Kühlsystem
gemäß der Fig. 2 ein solcher Bypass 56, wie dieser für das Kühlsystem gemäß der Fig.
1 vorgesehen ist, integriert sein.
[0046] Das Kühlsystem der Brennkraftmaschine gemäß der Fig. 3 unterscheidet sich von denjenigen
gemäß den Fig. 1 und 2 im Wesentlichen in der Ausgestaltung der dem ersten Dehnstoff-Thermostatventil
32 zugeordneten Beeinflussungsvorrichtung 34, die in diesem Fall in Form einer Heizvorrichtung
62 für das erste Dehnstoff-Thermostatventil 32 ausgebildet ist. Dabei ist zudem vorgesehen,
dass das erste Dehnstoff-Thermostatventil 32 derart ausgebildet ist, dass dieses in
der weitestmöglich beziehungsweise vollständig geschlossenen Stellung eine Durchströmung
mittels des Kühlmittels vollständig unterbindet, so dass dann auch kein Pilotstrom
möglich ist. Ein Pilotstrom durch das erste Dehnstoff-Thermostatventil 32 und damit
auch durch den Kühlmittelkanal 20 des Zylindergehäuses 16 liegt erst dann vor, wenn
die Temperatur eines Dehnstoffelements des ersten Dehnstoff-Thermostatventils 32 so
hoch liegt, dass dieses ein Stück weit öffnet. Ein Erwärmen des Dehnstoffelement bis
zu der Öffnungstemperatur wird, wenn anschließend eine selbsttätige Volumenstromregelung
mittels des ersten Dehnstoff-Thermostatventils 32 vorgesehen ist, mittels der Heizvorrichtung
62 bewirkt.
[0047] Bei dem Kühlsystem der Brennkraftmaschine gemäß der Fig. 3 ist wieder eine Anordnung
der Verteilvorrichtung 48 (weiteres Dehnstoff-Thermostatventil 50) entsprechend derjenigen
des Kühlsystems gemäß der Fig. 1 vorgesehen. Alternativ kann jedoch auch eine Anordnung
gemäß der Fig. 2 vorgesehen sein.
[0048] Weiterhin ist auch bei dem Kühlsystem der Brennkraftmaschine gemäß der Fig. 3 kein
Bypass für das dortige erste Dehnstoff-Thermostatventil 32 und die dazugehörige Beeinflussungsvorrichtung
34 vorgesehen. Grundsätzlich kann ein solcher Bypass 56 gemäß der Fig. 1 jedoch auch
bei dem Kühlsystem gemäß der Fig. 3 vorgesehen sein.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0049]
- 10
- Kraftfahrzeug
- 12
- Verbrennungsmotor
- 14
- Zylinderkopf
- 16
- Zylindergehäuse
- 18
- Kühlmittelkanal des Zylinderkopfs
- 20
- Kühlmittelkanal des Zylindergehäuses
- 22
- erste Kühlmittelpumpe
- 24
- Steuerungsvorrichtung
- 26
- Nebenstrecke
- 28
- Hauptkühler
- 30
- Bypass für den Hauptkühler
- 32
- erstes Dehnstoff-Thermostatventil
- 34
- Beeinflussungsvorrichtung
- 36
- Absperrventil Rückschlagventil
- 38
- zweite Kühlmittelpumpe
- 40
- Heizungswärmetauscher
- 42
- AGR-Kühler
- 44
- ATL-Kühler
- 46
- zweites Dehnstoff-Thermostatventil
- 48
- Verteilvorrichtung
- 50
- weiteres Dehnstoff-Thermostatventil
- 52
- Verbindungsleitung
- 54
- Elektromotor
- 56
- Bypass für das erste Dehnstoff-Thermostatventil
- 58
- Steuerventil des Bypasses für das erste Dehnstoff-Thermostatventil
- 60
- Steuerventil der Beeinflussungsvorrichtung
- 62
- Heizvorrichtung
- 64
- Einlass des Heizungswärmetauschers
- 66
- Motorölkühler
- 68
- Getriebeölkühler
1. Brennkraftmaschine mit einem Verbrennungsmotor (12), der einen Zylinderkopf (14) und
ein Zylindergehäuse (16) aufweist, und mit einem Kühlsystem, das einen Kühlmittelkanal
(18) des Zylinderkopfs (14) und einen Kühlmittelkanal (20) des Zylindergehäuses (16)
umfasst, wobei der Kühlmittelkanal (20) des Zylindergehäuses (16) zumindest teilweise
parallel zu dem Kühlmittelkanal (18) des Zylinderkopfs (14) in das Kühlsystem integriert
ist und wobei eine Durchströmung des Kühlmittelkanals (20) des Zylindergehäuse (16)
mittels eines (ersten) Dehnstoff-Thermostatventils (32) regelbar ist, dessen temperaturabhängige
Volumenstromregelung einen Pilotstrom des Kühlmittels durch den Kühlmittelkanal (20)
des Zylindergehäuses (16) erfordert, wobei dem (ersten) Dehnstoff-Thermostatventil
(32) eine Beeinflussungsvorrichtung (34) zugeordnet ist, mittels der ein solcher Pilotstrom
des Kühlmittels für das (erste) Dehnstoff-Thermostatventil (32) verhindert oder zugelassen
werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass die Beeinflussungsvorrichtung (34) eine Heizvorrichtung (62) für das (erste) Dehnstoff-Thermostatventil
(32) und/oder dass die Beeinflussungsvorrichtung (34) ein zweites Dehnstoff-Thermostatventil
(46) umfasst.
2. Brennkraftmaschine gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Beeinflussungsvorrichtung (34) ein Steuerventil (60) umfasst.
3. Brennkraftmaschine gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Startregeltemperatur des zweiten Dehnstoff-Thermostatventils (46) unterhalb der
Startregeltemperatur des ersten Dehnstoff-Thermostatventils (32) liegt.
4. Brennkraftmaschine gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Dehnstoff-Thermostatventil (46) über eine Verbindungsleitung (52), die
aus der Kühlmittelleitung (18) des Zylinderkopfs (14) oder stromab davon abgeht, mittels
eines Kühlmittelstroms beaufschlagbar ist.
5. Brennkraftmaschine gemäß einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlsystem einen die Kühlmittelkanäle (18, 20) des Zylinderkopfs (14) und des
Zylindergehäuses (16), eine (erste) Kühlmittelpumpe (22) und einen Hauptkühler (28)
umfassenden Hauptkühlkreis sowie eine aus dem Hauptkühlkreis abgehende sowie in den
Hauptkühlkreis mündende und damit einen Abschnitt des Hauptkühlkreises umgehende Nebenstrecke
(26) zur Ausbildung eines Nebenkühlkreises aufweist.
6. Brennkraftmaschine gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass in die Nebenstrecke (26) ein Heizungswärmetauscher (40) und/oder ein AGR-Kühler (42)
und/oder ein ATL-Kühler (44) und/oder eine zweite Kühlmittelpumpe (38) integriert
ist.
7. Brennkraftmaschine gemäß Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Hauptkühlkreis einen Bypass (30) für den Hauptkühler (28) umfasst, wobei eine
Verteilung einer Kühlmittelströmung auf einerseits den Hauptkühler (28) und andererseits
auf den den Hauptkühler (28) umgehenden Bypass (30) mittels einer Verteilvorrichtung
(48) steuerbar ist.
8. Brennkraftmaschine gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Verteilvorrichtung (48) ein weiteres Dehnstoff-Thermostatventil (50) umfasst.
9. Brennkraftmaschine gemäß einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass in den von der Nebenstrecke (26) umgangenen Abschnitt des Hauptkühlkreises ein Absperrventil
(36) integriert ist.
10. Brennkraftmaschine gemäß einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das (erste) Dehnstoff-Thermostatventil (32) mittels eines Bypasses (56) umgehbar
ist, wobei ein Volumenstrom des Kühlmittels über diesen Bypass (56) mittels eines
Steuerventils (58) steuerbar ist.
11. Kraftfahrzeug (10) mit einer zur Erzeugung einer Fahrantriebsleistung vorgesehen Brennkraftmaschine
gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche.
1. A combustion engine having an engine (12) which has a cylinder head (14) and a cylinder
housing (16), and with a cooling system that comprises a coolant channel (18) of the
cylinder head (14) and a coolant channel (20) of the cylinder housing (16), wherein
the coolant channel (20) of the cylinder housing (16) is integrated in the cooling
system at least partially parallel to the cooling channel (18) of the cylinder head
(14), and wherein a flow through the cooling channel (20) of the cylinder housing
(16) can be regulated by means of a (first) expandable material thermostatic valve
(32) whose temperature-dependent control of the volumetric flow requires a pilot flow
of the coolant through the cooling channel (20) of the cylinder housing (16), wherein
an influencing device (34) by means of which such a pilot flow of the coolant for
the (first) expansion material thermostatic valve (32) can be blocked or released
is associated with said (first) expansion material thermostatic valve (32), characterized in that the influencing device (34) comprises a heating device (62) for the (first) expansion
material thermostatic valve (32), and/or in that the influencing device (34) comprises a second expansion material thermostatic valve
(46).
2. The combustion engine according to claim 1, characterized in that influencing device (34) comprises a control valve (60).
3. The combustion engine according to claim 1 or 2, characterized in that the starting control temperature of the second expansion material thermostatic valve
(46) is below the starting control temperature of the first expansion thermostatic
valve (32).
4. The combustion engine according to one of the preceding claims, characterized in that the second expansion material thermostatic valve (46) can be charged by means of
a coolant flow via a connecting line (52) which exits from the coolant line (18) of
the cylinder head (14) or downstream therefrom.
5. The combustion engine according to one of the preceding claims, characterized in that the cooling system has a main cooling circuit comprising the coolant channels (18,
20) of the cylinder head (14) and of the cylinder housing (16), a (first) coolant
pump (22), and a main cooler (28), as well as a secondary line (26) which exits from
the main cooling circuit and opens into the main cooling circuit, and therefore bypasses
a segment of the main cooling circuit to form a secondary cooling circuit.
6. The combustion engine according to claim 5, characterized in that a heating heat exchanger (40), and/or an EGR cooler (42), and/or an EGT cooler (44),
and/or a second coolant pump (38) are integrated into the secondary line (26).
7. The combustion engine according to claim 5 or 6, characterized in that the main cooling circuit comprises a bypass (30) for the main cooler (28), wherein
a distribution of a coolant flow to the main cooler (28) on the one hand and, on the
other hand, to the bypass (30) bypassing the main cooler (28) can be controlled by
means of a distributing device (48).
8. The combustion engine according to claim 7, characterized in that the distributing device (48) comprises an additional expansion material thermostatic
valve (50).
9. The combustion engine according to one of claims 5 to 8, characterized in that a shut-off valve (36) is integrated into the segment of the main cooling circuit
which is bypassed by the secondary line (26).
10. The combustion engine according to one of the preceding claims, characterized in that the (first) expansion material thermostatic valve (32) can be bypassed by means of
a bypass (56), wherein a volumetric flow of the coolant via this bypass (56) can be
controlled by means of a control valve (58).
11. A motor vehicle (10) having a combustion engine provided for generating a driving
power, according to one of the preceding claims.
1. Moteur à combustion interne doté d'un moteur à combustion (12), qui comporte une culasse
(14) et un boîtier de cylindre (16), et d'un système de refroidissement, qui comprend
un conduit de liquide de refroidissement (18) de la culasse (14) et un conduit de
liquide de refroidissement (20) du boîtier de cylindre (16), le conduit de liquide
de refroidissement (20) du logement de cylindre (16) étant intégré au moins en partie
dans le système de refroidissement parallèlement au conduit de liquide de refroidissement
(18) de la culasse (14) et un écoulement dans le conduit de liquide de refroidissement
(20) du boîtier de cylindre (16) pouvant être réglé au moyen d'une (première) vanne
thermostatique à matière expansible (32), dont la régulation du débit volumétrique
en fonction de la température requiert un flux pilote du liquide de refroidissement
par le conduit de liquide de refroidissement (20) du boîtier de cylindre (16), un
dispositif d'intervention (34) étant associé à la (première) vanne thermostatique
à matière expansible (32), au moyen duquel un tel flux pilote du liquide de refroidissement
peut être empêché ou autorisé pour la (première) vanne thermostatique à matière expansible
(32), caractérisé en ce que le dispositif d'intervention (34) comprend un dispositif de chauffage (62) pour la
(première) vanne thermostatique à matière expansible (32) et/ou en ce que le dispositif d'intervention (34) comprend une seconde vanne thermostatique à matière
expansible (46).
2. Moteur à combustion interne selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif d'intervention (34) comprend une vanne de commande (60).
3. Moteur à combustion interne selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la température de démarrage de régulation de la seconde vanne thermostatique à matière
expansible (46) est inférieure à la température de démarrage de régulation de la première
vanne thermostatique à matière expansible (32).
4. Moteur à combustion interne selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la seconde vanne thermostatique à matière expansible (46) peut être soumise à l'action
d'un flux de liquide de refroidissement par le biais d'une ligne de liaison (52),
qui part de la ligne de liquide de refroidissement (18) de la culasse (14) ou d'un
point en aval de celle-ci.
5. Moteur à combustion interne selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le système de refroidissement comporte un circuit de refroidissement principal comprenant
les conduits de liquide de refroidissement (18, 20) de la culasse (14) et du boîtier
de cylindre (16), une (première) pompe à liquide de refroidissement (22) et un radiateur
principal (28), ainsi qu'une voie secondaire (26) partant du circuit de refroidissement
principal et débouchant dans le circuit de refroidissement principal et contournant
ainsi une partie du circuit de refroidissement principal pour former un circuit de
refroidissement secondaire.
6. Moteur à combustion interne selon la revendication 5, caractérisé en ce qu'un radiateur de chauffage (40) et/ou un refroidisseur de recirculation des gaz d'échappement
(42) et/ou un refroidisseur de turbocompresseur (44) et/ou une seconde pompe à liquide
de refroidissement (38) est/sont intégré(e)(s) dans la voie secondaire (26).
7. Moteur à combustion interne selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que le circuit de refroidissement principal comprend une dérivation (30) pour le radiateur
principal (28), une distribution d'un écoulement de liquide de refroidissement entre
d'une part le radiateur principal (28) et d'autre part la dérivation (30) contournant
le radiateur principal (28) pouvant être commandée au moyen d'un dispositif de distribution
(48).
8. Moteur à combustion interne selon la revendication 7, caractérisé en ce que le dispositif de distribution (48) comprend une autre vanne thermostatique à matière
expansible (50).
9. Moteur à combustion interne selon l'une quelconque des revendications 5 à 8, caractérisé en ce qu'une soupape d'arrêt (36) est intégrée dans la partie du circuit de refroidissement principal
contournée par la voie secondaire (26).
10. Moteur à combustion interne selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la (première) vanne thermostatique à matière expansible (32) peut être contournée
au moyen d'une dérivation (56), un débit volumétrique du liquide de refroidissement
pouvant être commandé au moyen d'une vanne de commande (58) par le biais de cette
dérivation (56).
11. Véhicule à moteur (10) doté d'un moteur à combustion interne selon l'une quelconque
des revendications précédentes, prévu pour générer une puissance motrice.