[0001] Die Erfindung betrifft ein Lagerungskissen und ist anwendbar für die Lagerung eines
Unterarmes auf dem Therapietisch oder der Armlehne eines Rollstuhls für Betroffene
mit Lähmung eines Armes.
[0002] Menschen mit Armlähmung oder Halbseitenlähmung nach einem Schlaganfall, einer Hirnblutung
oder anderen Schädel-Hirn-Verletzungen oder-Schädigungen werden im Krankenhaus, in
einer Rehaklinik und später zu Hause häufig in einen Rollstuhl gesetzt (mobilisiert),
wo sie mehrere Stunden am Tag zubringen. An diesen Rollstühlen werden regelmäßig sogenannte
Therapietische oder Fixiertische befestigt, die einerseits ein unbeobachtetes Aufstehen
oder ein Herausgleiten des Betroffenen verhindern sollen, andererseits ebenfalls ein
Abstellen von Esstabletts, Tassen, Büchern oder Beschäftigungs- und Therapiematerial
ermöglichen.
[0003] Der gelähmte Arm des Betroffenen liegt dabei meist ungeschützt auf dem harten Therapietisch
oder aber einem kleinen Kopfkissen, untergelegten Handtüchern oder ähnlichen Mitteln.
Dies bietet allerdings wenig Schutz oder Komfort.
[0004] Eine unsachgemäße Lagerung birgt die Gefahr von weitergehenden oder neuen Schädigungen
der Extremitäten. Vor allem bei zentraler Lähmung (durch im Hirn oder Rückenmark gelegene
Nervenverletzung) gehen häufig Sensibilitätsstörungen mit einher, sowie ein sogenannter
Neglect. Dies bedeutet, dass der Betroffene kein Gefühl im gelähmten Arm hat und denselben
mitunter vollständig vergisst (Alien-Limb-Syndrom). Dadurch werden Kleiderfalten,
Druckstellen und die Härte der Unterlage nicht oder zu spät bemerkt, was zu Rötungen
und Hautschädigungen bis hin zum Druckgeschwür (Dekubitus) führen kann. Mit der Lähmung
einhergehende vegetative Störungen, wie zum Beispiel vermehrtes Schwitzen oder Schwellungen
oder auch verschüttete Flüssigkeiten verstärken die Gefahr.
[0005] Die Funktion von Lagerungskissen umfasst eine bequeme Lagerung (Abpolsterung) von
Körperteilen eines Menschen. Sie werden auch zu pflegerischen oder therapeutischen
Zwecken genutzt. Ein typisch pflegerischer Zweck ist beispielsweise die Prophylaxe
und Behandlung von Druckgeschwüren und die Schmerzlinderung.
[0006] Das Funktionsprinzip eines bekannten Lagerungskissens ist wie folgt:
Durch die Vielzahl kleinster Füllelemente, beispielsweise luftgefüllte Kügelchen,
im Kissen wird das Gewicht auf viele kleine Einheiten verteilt, so dass eine Druckentlastung
möglich wird.
[0007] Aus der
DE 20 2005 016 378 U1 ist ein Lagerungskissen bekannt, das für die Lagerung eines Armes geeignet ist, in
dem der Arm zumindest teilweise in einen Formkörper gelegt werden kann, der mit einer
L-förmigen Vertiefung ausgestattet ist.
[0008] Aus der
DE 195 24 488 A1 ist ein therapeutisches Kissen mit einem elastischen Grundkörper bekannt, wobei dieses
als Auflage für den Kopf konzipiert ist, wobei der Grundkörper eine in Körperrichtung
weisende Mulde zur Aufnahme der Halswirbel-Dornfortsätze aufweist. An den anliegenden
Seiten ist jeweils eine Wulst angeordnet.
[0009] Aus der
DE 202008015833 U1 ist ein therapeutisches Kissen bekannt, welches dazu konzipiert ist, dass es auf
einem Stuhl, insbesondere auch einem Rollstuhl, auf die Armlehnen gelegt werden kann.
Es zeichnet sich dadurch aus, dass es länger als der Abstand der Armlehnen ist und
die darin sitzende Person so fixiert.
[0010] Die
DE 2601739 A1 beschreibt eine Einspanneinrichtung zur Ruhigstellung des Unterarms, Handgelenks
und der Hand eines Patienten während intravenöser Behandlungen. Die Einspannvorrichtung
basiert auf einem steifen länglichen Element, welches eine im Wesentlichen konvexe
Oberfläche, deren Formgebung zur Aufnahme der normalen Handbreitseite des unteren
Bereichs des Unterarms, des Handgelenks und der Handfläche eines Patienten dient.
Weiterhin weist die Einspannvorrichtung eine im Wesentlichen konkave Oberfläche auf,
deren Formgebung zur Aufnahme der normalen Rückseite des unteren Bereichs des Unterarms,
des Handgelenks und der Handfläche des Patienten dient, so dass sich die konvexe und
die konkave Fläche über entgegengesetzte Seiten des länglichen Elements erstrecken
und die Konturen der konvexen und konkaven Flächen in komplementärer Ausrichtung vorgesehen
sind, wodurch das längliche Element im Wesentlichen konkav-konvexen Querschnitt erhält.
[0011] Die
US 2014/035802 A1 beschreibt die Fixierung eines traumatisierten Schultergelenks oder Arms, was nach
Verletzung angezeigt seine kann und für stehende Patienten gedacht ist.
[0012] Die Lösung der
US 5,335,88 A stabilisiert den Arm bei der Computerarbeit.
[0013] Die
US 4.2100317 A beinhaltet die Fixierung eines Patienten auf dem OP-Tisch. Auch in der
GB 2156225 A wird eine Fixierungseinrichtung beschrieben.
[0014] Die
DE 44 36 124 A1 beschreibt ein Kopfkissen mit Nackenstütze, das aus einer in drei sich quer zur Längsrichtung
einer liegenden Person erstreckenden Kammern unterteilten Hülle und deren Füllung
besteht. Die einzelnen Kammern weisen eine unterschiedliche Fülldichte derart auf,
daß die mittlere Kammer als Unterlage für den Kopf weicher ausgebildet ist als die
beiden äußeren Kammern. Die äußeren Kammern haben jeweils angrenzend an die Verbindungsnaht
mit der mittleren Kammer einen sich über die mittlere Kammer erhebenden, relativ steil
ansteigenden abgerundeten Absatz und erstrecken sich von der höchsten Erhebung des
Absatzes aus keilförmig verjüngend etwa über eine dem Abstand zwischen dem ersten
und letzten Halswirbel entsprechende Länge nach außen.
[0015] Aus der
US 2013/0191998 A1 ist ein universelles Kissen bekannt, welches für Personen mit unterschiedlichen Schlafpositionen
anwandbar ist. Das Kissen besteht aus einer oberen Oberfläche, die eine negative Parabolform
oder eine konvexe Form im Verhältnis zur Grundfläche hat, und einer untere Oberfläche,
die eine konkave Form im Verhältnis zur Grundfläche hat. Das Kissen umfasst bis zu
fünf Zonen.
[0016] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, welche eine
anatomisch optimierte Form aufweist, um die Lagerung des Unterarmes einschließlich
Ellenbogen und Hand deutlich zu verbessern und dabei den aufliegenden Druck auf den
Arm möglichst auf die Weichteile zu verteilen und den Ellenbogen zu entlasten, wobei
gleichzeitig der Komfort für den Anwender erhöht wird. Außerdem soll eine offene Lagerung
der Hand erreicht werden, um der Bildung einer Spastik (Verkrampfung zur Faust) entgegen
zu wirken.
[0017] Diese Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale der Erfindung in dem Anspruch 1. Zweckmäßige
Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen enthalten.
[0018] Bei der vorliegenden Lösung ermöglicht das Lagerungskissen durch seine anatomisch
angepasste Form ein stabiles Lagern eines - beispielsweise gelähmten - Armes.
[0019] Ein besonderer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass eine dem Körper zugewandte
Innenseite konkav ausgebildet und eine dem Körper abgewandte Außenseite konvex ausgebildet
ist und sich in der Mitte eine Vertiefung befindet, die von einer Mittelnaht erreicht
wird, wobei die Vertiefung durch seitliche Wülste begrenzt wird und das Kissen auf
einer festen Oberfläche des Therapietisches oder Fixiertisches an dem Rollstuhl anordenbar
ist.
Dies führt dazu, dass der aufliegende Unterarm, insbesondere an den druckempfindlichen
Stellen, in das Lagerungskissen eingelassen ist, wodurch der Komfort des Anwenders
und sein Wohlbefinden steigen. Gleichzeitig verringert die Vertiefung den auf die
empfindlichen Stellen wirkenden Druck, wodurch die Gefahr von Druckstellen, insbesondere
bei langem Aufliegen, deutlich reduziert wird. Die erfindungsgemäße Unterstützung
des Ellenbogens und damit leichte Stauchung der Schulter verringert Schmerzen und
fördert eine aufrechte Körperhaltung. Die Mittelnaht kann zur Innenseite hin leicht
gebogen ausgebildet sein.
[0020] Die Erfindung ermöglicht durch seine anatomisch angepasste Form ein stabiles Lagern
des gelähmten Armes auf der festen Oberfläche und gibt der Oberfläche gleichzeitig
eine feste und dennoch nachgiebige Unterlage, was die Gefahr einer Druckgeschwürbildung
deutlich verringert.
[0021] In einer vorteilhaften Ausführung des erfindungsgemäßen Lagerungskissen ist das Kissen
in seinen Größen - Länge, Breite, Höhe - dem Unterarm des Benutzers angepasst. Die
verschiedenen Größen werden so den Ansprüchen des Benutzers gerecht, steigern die
Ergonomie und verbessern weiter den Komfort der Erfindung.
[0022] Einen weiteren Vorteil bietet das erfindungsgemäße Lagerungskissen, wenn das Kissen
auf dem Teil der Oberseite, der den Ellenbogen des Benutzers aufnimmt, eine von der
übrigen Kissenbreite abweichende schmalere Hinterseite, und/oder auf dem Teil der
Oberseite, die den vorderen Unterarm des Benutzers aufnimmt, eine von der übrigen
Kissenbreite abweichende breitere Vorderseite aufweist. Das Lagerungskissen ist so
platzsparender (und insbesondere für die Anwendung auf der Armlehne eines Rollstuhles
optimiert) und lässt beispielsweise die weitere Nutzung eines Therapietisches für
Beschäftigung oder Verpflegung ohne Einschränkung zu. Die schmalere Hinterseite beugt
einer Behinderung des Armes vor, während eine breitere Vorderseite die Stabilitätssicherheit
auf einer festen Oberfläche erhöht und zudem den Komfort für den Anwender verbessert.
[0023] Einen weiteren Vorteil bietet die weiche und breitere Vorderseite des erfindungsgemäßen
Lagerungskissens für die Lagerung der Hand. Die Hand kann bei schlaffer Lähmung frei
und offen auf dem Kissen liegen und wird in ihrer Funktion und Beweglichkeit (z. B.
in der Krankengymnastik) nicht gehindert. Bei beginnender Spastik (Lähmung mit Verkrampfung
zur Faust) kann der vordere Teil des Kissens durch seine weiche und nachgiebige Konsistenz
und die angepasste Länge von der Faust umgriffen und "geknautscht" werden. Dadurch
wird zum Beispiel verhindert, dass sich die Fingernägel in die Handinnenfläche graben
und dort zu Wunden führen, durch den nachgiebigen Widerstand wird die Öffnung der
Faust sanft unterstützt.
[0024] Eine vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Lagerungskissens sieht ein
Innenkissen mit oder ohne separaten Bezug vor, wobei die Mittelnaht auf dem Innenkissen
und/oder dem Lagerungskissen ohne Bezug angeordnet ist. Der Bezug kann bei Verschmutzung
oder Durchfeuchtung gewechselt werden, was die Hygiene und Haltbarkeit des Kissens
erhöht. Die Bezüge sind abhängig vom Material waschbar und schützen das Innenkissen
vor Feuchtigkeit und Verschmutzung und können durch die dekorative Eigenschaft eine
wohnlichere Atmosphäre schaffen. Das Lagerungskissen ohne separaten Bezug besteht
aus hautfreundlichem Material mit Durchfeuchtungsschutz und erfüllt sämtliche beschriebenen
Eigenschaften, sein Vorteil liegt in der einfacheren Handhabung.
[0025] Vorteilhafterweise kann an dem erfindungsgemäßen Lagerungskissen mindestens ein Befestigungselement
angeordnet sein, das an der Hinterseite und/oder an der Kante der Außenseite fest
mit dem Innenkissen und/oder dem Bezug verbunden ist. Die Verbindung des Befestigungselementes
mit dem Innenkissen und/oder dem Bezug kann durch mehrfache Naht und/oder auf andere
Weise ausgestaltet sein. Durch dieses Befestigungselement kann das Lagerungskissen
beispielsweise an einer Rollstuhlarmlehne verbunden und fixiert werden. Dadurch wird
ein Verrutschen verhindert.
[0026] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind am Kissen mindestens zwei Befestigungselemente
angeordnet, die jeweils an den Kanten der Innen- und Außenseite der Vorderseite des
Kissens fest mit dem Innenkissen und/oder dem Bezug verbunden sind. Die Verbindung
der Befestigungselemente mit dem Innenkissen und/oder dem Bezug kann durch mehrfache
Naht und/oder auf andere Weise ausgestaltet sein. Dadurch kann das Handgelenk, insbesondere
bei schwer betroffenen Personen, locker auf dem Kissen fixiert werden, um ein Herabgleiten
des Armes bei ausgeprägtem Neglect zu erschweren. Sollte der Arm dennoch mit dem Kissen
vom Therapietisch gleiten, ist ein Einklemmen am Rollstuhl deutlich seltener. Bei
Nicht-Gebrauch der Befestigungselemente können diese unter dem Kissen verbunden werden,
so dass sie den Anwender nicht stören, bzw. können vorteilhafterweise auch als Befestigung
mit darunter liegenden Oberflächen dienen (beispielsweise die Armlehne eines Rollstuhles).
[0027] Ein oder mehrere der Befestigungselemente können als Band mit und/oder ohne Klettverschluss
ausgestaltet sein und/oder als Band aus Stoff bestehen. Ein Band ist kostensparend
und ermöglicht gleichzeitig durch Binden eine funktionelle Fixierungsmöglichkeit.
Ein Klettverschluss ist praktikabel und leicht handzuhaben. Das Material Stoff ist
kostengünstig und anwendungsgerecht.
[0028] Vorteilhafterweise kann das Material der Außenseite des Innenkissens und/oder des
Bezuges und/oder des Kissens ohne Bezug aus Baumwolle und/oder beschichtetem Baumwollmolton
bestehen und/oder mit PE-Garn vernäht und/oder atmungsaktiv sein. Dadurch werden insbesondere
natürliche und umweltschonende Materialien verwendet. Die Materialvarianten erhöhen
die Hautverträglichkeit und das Berührungsempfinden bei Aufliegen des Unterarmes -
insbesondere bei direktem Hautkontakt. Diese Materialwahl schützt die Haut vor Aufweichung
durch vermehrtes Schwitzen und unterstützt durch die angenehme Oberfläche die Sensibilität.
Durch die hautverträglichen Materialien wird auch allergischen Reaktionen vorgebeugt.
Das Material kann das Lagerungskissen auch rutschfester machen, insbesondere bei der
Wahl des Materials an der Unterseite des Lagerungskissen.
[0029] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Lagerungskissen ist das Material
der Kissenfüllung aus Styropor-Mikroperlen und/oder Dinkelspelz und/oder Polyesterflocken.
Dadurch wird die anatomische Anpassungsfähigkeit und der therapeutische Effekt des
Kissen optimiert. Bei Tendenz zu spastischen Lähmungen mit Verkrampfung der Hand zur
Faust ermöglicht die flexible Füllung des Kissens eine offene Lagerung. Dadurch wird
die Funktion der Hand verbessert, Schmerzen und Verletzungen durch die eigenen Fingernägel
verhindert und die Hygiene erleichtert.
[0030] Die Erfindung soll nachstehend anhand von zumindest teilweise in den Figuren dargestellten
Ausführungsbeispielen näher erläutert werden. Es zeigen:
- Figur 1
- das erfindungsgemäße Lagerungskissen aus schräg seitlicher Sicht auf einem Therapietisch
eines Rollstuhles angeordnet,
- Figur 2
- das erfindungsgemäße Lagerungskissen aus schräg seitlicher Sicht mit Befestigungselementen,
- Figur 3 und Figur 4
- eine plastische Darstellung von zwei Ausführungsformen des Lagerungskissens.
[0031] Figur 1 zeigt das erfindungsgemäße Lagerungskissen mit konkav verlaufender Innenseite
1a und konvex verlaufender Außenseite 1b, wobei im mittleren Bereich der Oberseite
2 eine Vertiefung 3 verläuft. Dies wird ermöglicht durch die Mittelnaht 4. Damit keine
fortgesetzte Falte entsteht, wurde die Mittelnaht 4 ca. 1,5 cm von der Kante 8 auf
der Hinterseite 6b um einen Winkel von 15-20 Grad zur Innenseite 1a des Kissens hin
abgeknickt und für die Haltbarkeit doppelt vernäht. Seitlich der Vertiefung 3 sind
jeweils Wülste 5a, 5b angeordnet. Die Länge des großen Innenkissens beträgt ca. 60
cm, die Breite der Vorderseite 6a ca. 21 cm und die Breite der Hinterseite 6b beträgt
ca. 15 cm.
[0032] Das Lagerungskissen ist im Ausführungsbeispiel auf einem Therapietisch eines Rollstuhls
angeordnet. Dabei wurden zwei Befestigungselemente 9a (Bänder) an der Hinterseite
6b des Lagerungskissens angebracht. Diese sind in dieser erfindungsgemäßen Ausführung
3 cm breit und so lang, dass sie durch binden an der Armlehne des Rollstuhles festen
Halt finden (Bindevariante). In der in der Figur 1 dargestellten Fassung beträgt die
Länge der Bänder 40 cm. Sie sind an der Hinterseite 6b des Kissens am Bezug 7 in der
Seitennaht mit eingenäht. In einer Variante können sie auch direkt mit dem Innenkissen
oder leicht zur konkaven Seite des Innenkissens oder an gleicher Stelle des Bezuges
7 durch Naht oder durch andere Formen, beispielsweise Klettverschluss oder Verklebung,
verbunden sein.
[0033] In einer weiteren Ausführungsform ist an den Enden der Befestigungselemente 9a ein
Klettverschluss angeordnet, womit sie beispielsweise mit der Armlehne des Rollstuhles
verbunden werden können (Klettvariante).
[0034] Das Lagerungskissen ist auch auf anderen geeigneten Oberflächen 13 anordenbar.
[0035] Das Material des Bezuges 7 dieser erfindungsgemäßen Ausführungsform ist beschichteter
Baumwollmolton. Der Bezug wurde mit PE-Garn vernäht, und die Kanten 8 versäubert.
Das Material ist dabei atmungsaktiv. In anderen Ausführungsformen sind auch andere
Materialien denkbar, die sich nach dem Stand der Technik für die Materialien eines
Lagerungskissens eignen. Es können auch entsprechend der Funktionalität verschiedene
Materialien an verschiedenen Stellen des Kissens angeordnet sein.
[0036] Figur 2 zeigt das erfindungsgemäße Lagerungskissen bei Aufliegen des Unterarmes.
Dabei zeigt die Ausführung zwei Befestigungselemente 9b, etwa 7x18 cm, die an der
Kante 8 des Bezuges 7 durch mehrfache Naht mit der Seitennaht fest verbunden sind.
Die Befestigungselemente 9b verfügen an ihren Enden über einen Klettverschluss 11
(etwa 1,5 cm breit und 10 cm lang). Beginnend ca. 2 cm vom Ende des Bandes aus gesehen,
ist der Klettverschluss so angeordnet, dass auf einem Band die Klettseite auf der
oberen Seite und auf dem anderen Band die Flauschseite auf der unteren Seite angeordnet
ist. Die Bänder können sowohl auf der Unterseite als auch auf der Oberseite 2 des
Kissens oder Bezuges 7 übereinander befestigt werden. Der Kantenbereich, an dem die
Befestigungselemente 9b mit dem Bezug 7 vernäht sind, liegt in etwa 30 cm vom vorderen
Ende der Vorderseite 6a.
[0037] In anderen Ausführungsformen können die Befestigungselemente 9b an der Grenze vom
vorderen zum mittleren Drittel des Kissens - aus Richtung der Vorderseite 6a - oder
des Bezuges 7 an der Innenseite 1a sowie Außenseite 1b so in die Seitennähte eingenäht
sein, dass sie beim Umschlagen über das Kissen passgenau übereinanderliegen. In einer
weiteren Ausführungsform können die Befestigungselemente 9b auch als Bindevariante
ausgestaltet sein.
[0038] In dieser erfindungsgemäßen Ausgestaltung der Figur 2 ist das Lagerungskissen an
die Länge des Unterarmes des Anwenders angepasst, so ragt die Hand leicht über die
Vorderseite 6a des Lagerungskissens und dessen Oberseite 2 hinaus bzw. umgreifen die
Endglieder der Finger die Vorderseite 6a des Lagerungskissens.
[0039] Die Figuren 3 und 4 zeigen zwei plastische Darstellungen des erfindungsgemäßen Lagerungskissens,
bei welchen mittig die Vertiefung 3 und diese beidseitig begrenzend die Wülste 5a
und 5b erkennbar sind. In Figur 4 ist zusätzlich der Klettverschluss 11 zu ersehen.
[0040] Andere, insbesondere therapeutische oder anatomische, Anpassungsformen sind denkbar.
Bezugszeichenliste
[0041]
- 1a
- Innenseite
- 1b
- Außenseite
- 2
- Oberseite
- 3
- Vertiefung
- 4
- Mittelnaht
- 5a,5b
- Wülste
- 6a
- Vorderseite
- 6b
- Hinterseite
- 7
- Bezug
- 8
- Kante
- 9a,9b
- Befestigungselement(e)
- 11
- Klettverschluss
- 12
- Kissenfüllung
- 13
- Oberfläche
1. Lagerungskissen zur Lagerung eines gelähmten Unterarmes einschließlich Ellenbogen
und Hand auf einem Therapietisch oder einer Armlehne eines Rollstuhls, dadurch gekennzeichnet, dass eine dem Körper zugewandte Innenseite (1a) konkav ausgebildet und eine dem Körper
abgewandte Außenseite (1b) konvex ausgebildet ist und die Oberseite (2) eine, eine
Vertiefung (3) ausbildende Mittelnaht (4) aufweist, wobei die Vertiefung (3) durch
seitliche Wülste (5a, 5b) begrenzt wird und das Kissen auf einer festen Oberfläche
(13) des Therapietisches oder Fixiertisches an dem Rollstuhl anordenbar ist.
2. Lagerungskissen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittelnaht (4) zu Innenseite (1a) hin gebogen ausgebildet ist.
3. Lagerungskissen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kissen in seinen Größen - Länge, Breite, Höhe - dem Unterarm einschließlich Ellenbogen
und Hand des Anwenders angepasst ist.
4. Lagerungskissen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kissen auf dem Teil der Oberseite (2), der den Ellenbogen des Benutzers aufnimmt,
eine von der übrigen Kissenbreite abweichende schmalere Hinterseite (6b), und/oder
auf dem Teil der Oberseite (2), die den vorderen Unterarm des Benutzers aufnimmt,
eine von der übrigen Kissenbreite abweichende breitere Vorderseite (6a) aufweist.
5. Lagerungskissen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kissen als Innenkissen mit separatem Bezug (7) ausgebildet ist, wobei die Mittelnaht
(4) auf dem Innenkissen und/oder dem Lagerungskissen ohne Bezug (7) angeordnet ist.
6. Lagerungskissen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Kissen mindestens ein Befestigungselement (9a) angeordnet ist, das an der Hinterseite
(6b) und/oder an der Kante der Außenseite (1b) fest, mit dem Innenkissen und/oder
dem Bezug (7) verbunden ist.
7. Lagerungskissen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Kissen mindestens zwei Befestigungselemente (9b) angeordnet sind, die jeweils
an den Kanten (8) der Innen- und Außenseite (1a,1b) der Vorderseite (6a) des Kissens
fest mit dem Innenkissen und/oder dem Bezug (7) verbunden sind.
8. Lagerungskissen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Befestigungselement (9a, 9b) als ein Band mit oder ohne Klettverschluss
(11) ausgestaltet ist und/oder das Band aus Stoff besteht.
9. Lagerungskissen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Material der Außenseite (1a) des Innenkissens und/oder der Bezug (7) aus Baumwolle
und/oder Baumwollmolton besteht und/oder mit PE-Garn vernäht und/oder atmungsaktiv
und/oder an den Kanten (8) versäubert ist und , dass das Material der Kissenfüllung
(12) aus Styropor-Mikroperlen und/oder Dinkelspelz und/oder Polyesterflocken besteht.
1. A support cushion for supporting a paralyzed forearm, including the elbow and hand,
on a treatment table or an armrest of a wheelchair, characterized in that an inner side (1a) facing the body is concavely formed and an outer side (1b) facing
away from the body is convexly formed and the upper side (2) has a center seam (4)
forming a recess (3), said recess (3) being delimited by lateral bulges (5a, 5b) and
the cushion being disposable on a firm surface (13) of the treatment table or mounted
table of the wheelchair.
2. The support cushion according to Claim 1, characterized in that the central seam (4) is bent towards the inner side (1a).
3. The support cushion according to either one of the preceding claims, characterized in that
the dimensions of the cushion - length, width, height - are adjusted to the forearm,
including the elbow and hand, of the user.
4. The support cushion according to either one of the preceding claims, characterized in that
the cushion has a narrower back side (6b) which differs from the remaining cushion
breadth on the part of the upper side (2) accommodating the elbow of the user and/or
a wider front side (6a) which differs from the remaining cushion breadth on the part
of the upper side (2) accommodating the front forearm of the user.
5. The support cushion according to either one of the preceding claims, characterized in that
the cushion is formed as an inner cushion with a separate cover (7), wherein the central
seam (4) is disposed on the inner cushion and/or the support cushion without a cover
(7).
6. The support cushion according to either one of the preceding claims, characterized in that
at least one fastening element (9a) is disposed on the cushion which is connected
to the inner cushion and/or the cover (7) at the back side (6b) and/or at the edge
of the outer side (1b).
7. The support cushion according to either one of the preceding claims, characterized in that
at least two fastening elements (9b) are disposed on the cushion which are respectively
secured to the inner cushion and/or the cover (7) at the edges (8) of the inner and
outer sides (1a, 1b) of the front side (6a) of the cushion.
8. The support cushion according to either one of the preceding claims, characterized in that
at least one fastening element (9a, 9b) is configured as a band with or without a
Velcro-fastener (11) and/or the band consists of fabric.
9. The support cushion according to either one of the preceding claims, characterized in that
the material of the outer side (1a) of the inner cushion and/or the cover (7) are
made of cotton and/or cotton molleton and/or sewn with PE yarn and/or neatened breathably
and/or at the edges (8), and in that the material of the cushion filling (12) consists of polystyrene microbeads and/or
spelt husks and/or polyester flakes.
1. Coussin de support pour le soutien d'un avant-bras paralysé, incluant le coude et
la main, sur une tablette thérapeutique ou un accoudoir d'un fauteuil roulant, caractérisé en ce qu'une face intérieure (1a) proche du corps présente une forme concave, qu'une face extérieure
(1b) distante du corps présente une forme convexe, et que la face supérieure (2) présente
une couture centrale (4) formant un renfoncement (3), ledit renfoncement (3) étant
délimité par des bourrelets latéraux (5a, 5b) et le coussin pouvant être disposé sur
une surface ferme (13) de la tablette thérapeutique ou de la table de fixation sur
le fauteuil roulant.
2. Coussin de support selon la revendication 1, caractérisé en ce que la couture centrale (4) est formée avec une incurvation sur la face intérieure (1a).
3. Coussin de support selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le coussin est ajusté par ses dimensions - longueur, largeur, hauteur - à l'avant-bras,
incluant le coude et la main de l'utilisateur.
4. Coussin de support selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le coussin présente sur la partie de la face supérieure (2) qui reçoit le coude de
l'utilisateur une section arrière (6b) plus étroite que le reste de la largeur du
coussin, et/ou une section avant (6a) plus large que le reste de la largeur du coussin
sur la partie de la face supérieure (2) qui reçoit l'avant-bras de l'utilisateur.
5. Coussin de support selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le coussin est réalisé comme coussin intérieur avec un revêtement (7) séparé, la
couture centrale (4) étant présentée sur le coussin intérieur et/ou le coussin de
support sans revêtement (7).
6. Coussin de support selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un élément de fixation (9a) est disposé sur le coussin, lequel est fixement
raccordé au coussin intérieur et/ou au revêtement (7) sur la section arrière (6b)
et/ou sur le bord de la face extérieure (1b).
7. Coussin de support selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins deux éléments de fixation (9b) sont disposés sur le coussin, lesquels sont
respectivement fixement raccordés au coussin intérieur et/ou au revêtement (7) sur
les bords (8) de la face intérieure et de la face extérieure (1a, 1b) de la section
avant (6a) du coussin.
8. Coussin de support selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un élément de fixation (9a, 9b) est réalisé sous forme de bande avec ou sans
fermeture auto-agrippante (11) et/ou en ce que la bande est en tissu.
9. Coussin de support selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le matériau de la face extérieure (1a) du coussin intérieur et/ou du revêtement (7)
est du coton et/ou du molleton de coton et/ou est cousu avec du fil PE et/ou est respirant
et/ou ourlé sur les bords (8) et en ce que le matériau du rembourrage de coussin (12) est constitué de micro-perles de polystyrène
et/ou de vannure d'épeautre et/ou de floc de polyester.