[0001] Die Erfindung betrifft eine Perforiermesserleiste zum Erzeugen von Perforationslinien
quer zur Transportrichtung von bahn- oder bogenförmigen Substraten, mit einer Perforiermesserleistenlänge,
welche durch zwei Außenkanten begrenzt ist, wobei mindestens eine Längskante als Perforationskante
ausgebildet ist, wobei auf der mindestens einen Perforationskante nebeneinanderliegende
Zähne ausgebildet sind, welche durch Aussparungen einer jeweiligen Aussparungsbreite
voneinander getrennt sind, und wobei die Perforiermesserleiste im Wesentlichen symmetrisch
zu einer in etwa der Mitte der Perforationskante und senkrecht zur Perforationskante
verlaufenden Perforationsmesserleistenmitte ausgestaltet ist.
[0002] Zum Ausbilden von Falzen von beispielsweise in Offset-, Tiefdruck- oder Inkjet Druckmaschinen
bedruckte Bögen oder Bahnen werden die Bereiche, an welchen ein Falz ausgebildet wird,
optional perforiert. Eine derartige Perforation ermöglicht bei sehr dicken Produkten
ein Falzen als solches, desweiteren werden durch die Perforationen die Falzgenauigkeiten
wesentlich erhöht. Zum Ausbilden von sogenannten Querfalzen, dies sind Falze, welche
senkrecht zur Transportrichtung des Bogens oder des bahnförmigen Substrats verlaufen,
erfolgt die Perforation ebenfalls quer zur Transportrichtung der zu falzenden Bögen
oder Bahnen. Hierzu kommen in Falzwerken Querperforationseinrichtungen zum Einsatz,
welche aus zwei rotierenden Walzen bestehen. Auf einer dieser Walzen ist in axialer
Erstreckung der Rotationsachse eine Perforiermesserleiste angebracht, welche durch
die Rotation gegen das zu falzende Substrat gedrückt wird, sodass eine Perforationslinie
quer zur Transportrichtung ausgebildet wird.
[0003] Hierbei durchschneiden die Zähne der Perforiermesserleiste das zu perforierende Substrat,
dort wo in der Perforiermesserleiste die Aussparungen angebracht sind, bleiben Stege
des Substrates stehen. Die Perforierintensität hängt somit insbesondere von der Breite
der Stege und somit von der Breite der Aussparungen ab.
[0004] Bei derartigen Querperforationseinrichtungen zum Einsatz kommende Perforiermesserleisten
sind aus dem Stand der Technik bekannt. So offenbart die
DE 697 18 720 T2 ein Perforiermesser mit trapezförmigen bzw. schwalbenschwanzförmigen Aussparungen
zwischen den Perforierzähnen. Die
DE 44 31 645 A1 offenbart ein Perforiermesser, welches aus einer einspannbaren Messerleiste konstanter
Dicke besteht, wobei in den Randbereichen austauschbare Messerblätter variabler Dicke
eingesetzt werden. Desweiteren gibt es von unterschiedlichen Herstellern eine Vielzahl
von Perforiermessern mit unterschiedlicher Zahngeometrie abhängig von den zu perforierenden
Materialien und/oder von der Dicke der zu perforierenden Stoffe.
[0005] Da jedoch bei Signaturen beispielsweise für Magazine oder Kataloge eine Vielzahl
von Falzen angebracht wird, können, um die Falzgenauigkeit entsprechend zu erhöhen
und eine Faltenbildung zu vermeiden, die Perforationen in den Kreuzungsbereichen der
Falze angepasst werden. Somit kommen Perforiermesser mit Bereichen sehr enger Verzahnung
als auch mit Bereichen sehr weiter Verzahnung zum Einsatz. Auffallend ist hierbei
die Neigung zur Faltenbildung im Bereich der Übergänge zwischen einer sehr engen Perforierung
und einer relativ weiten Perforierung, was die Produktgüte als solches ebenfalls beeinträchtigt.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Lösung zu schaffen, die es ermöglicht,
die Intensität der Perforierung ohne sprunghafte Übergänge zu variieren, um somit
das Problem der Faltenbildung beim Falzvorgang zu minimieren.
[0007] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1 gelöst. Die erfindungsgemäße
Vorrichtung umfasst eine Perforiermesserleiste mit einem Innenbereich mit Erstreckung
2a zentrisch zur Perforiermesserleistenmitte sowie zwei an den Innenbereich angrenzende
Außenbereiche, und wobei sich ein jeder Außenbereich bis zu einem Randbereich, welcher
ein jeder eine Erstreckung y von einer jeder der Außenkanten der Perforiermesserleiste
aufweist, erstreckt, wobei in dem Innenbereich eine erste Aussparungsbreite B1 konstant
ist und in den Randbereichen eine zweite Aussparungsbreite B2 konstant ist und wobei
in den beiden Außenbereichen mit zunehmender Beabstandung X von dem Innenbereich die
Aussparungsbreite B(x) anwachsend ist.
[0008] Eine derartige Ausführung der Perforiermesserleiste hat den Vorteil, dass damit eine
Faltenbildung durch Vermeidung einer sprunghaften Veränderung der Perforationsintensität
vermieden wird. Durch die Vermeidung einer sprunghaften Veränderung der Perforationsintensität
werden zusätzlich Spannungskonzentrationen im Papier vermieden, welche auch für das
Brechen der Papierstege verantwortlich zu zeichnen sind.
[0009] In einer Ausführungsform der Erfindung ist in den beiden Außenbereichen die Aussparungsbreite
B(x) mit zunehmender Beabstandung X an linear anwachsend ausgeführt. Eine derartige
Ausgestaltung weist den Vorteil auf, dass aufgrund der zunehmenden Beabstandung die
Perforationsintensität nach außen hin gleichmäßig abnimmt, sodass ein besonders weicher
Übergang der Perforationsintensität erzielt wird.
[0010] In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist in den beiden Außenbereichen
die Aussparungsbreite B(x) einer jeden Aussparung gegenüber der Perforationsmesserleistenmitte
zugewandten benachbarten ersten Aussparung um einen konstanten Breitenzuwachs Δb vergrößert.
Ein derart gleichmäßig gestalteter Zuwachs der Aussparungsbreite B(x) vermeidet zum
einen zuverlässig eine Faltenbildung aufgrund der nicht vorhandenen sprunghaften Übergänge
der Perforationsintensität. Zum anderen ermöglicht dies eine sehr einfache Konzeption
und Konstruktion insbesondere unterschiedlich breiter Perforiermesserleisten.
[0011] In ganz besonders vorteilhaften Ausgestaltungen der Erfindung ist in den beiden Außenbereichen
die Aussparungsbreite B(x) mit zunehmender Beabstandung X degressiv oder progressiv
anwachsend ausgeführt. Eine derartige Ausgestaltung weist den Vorteil auf, dass hier
auf Besonderheiten von extrem dicken oder extrem dünnen zu falzenden Produkten eingegangen
werden kann. So kann es beispielsweise bei sehr dicken Bündeln von zu perforierenden
Bahnen oder Strängen von Vorteil sein, in den benachbarten Bereichen der Kreuzungslinien
von Falzen zunächst noch eine hohe Perforationsintensität aufrecht zu erhalten und
diese erst nach einiger Zeit und insofern degressiv abfallen zu lassen.
[0012] In einer ausgenommen vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist in den beiden
Außenbereichen der Perforiermesserleiste die Aussparungsbreite B(x) mit zunehmender
Beabstandung X stufenförmig anwachsend, wobei jeweils eine Mehrzahl von nebeneinander
angeordneten Aussparungen die selbe Aussparungsbreite B(x=n) aufweisen. Eine derartige
Ausgestaltung weist den Vorteil auf, dass damit, wenngleich stufenförmig sowohl ein
linearer als auch ein degressiver als auch ein progressiver Anstieg der Aussparungsbreite
realisiert werden kann, wobei dennoch eine gewisse Standardisierung der Aussparungsbreiten
möglich ist. Dies kann insbesondere bei der Herstellung entsprechender Perforiermesserleisten
von Vorteil sein.
[0013] Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und
der nachfolgenden Beschreibung. Verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung werden,
ohne hierauf beschränkt zu sein, anhand der Zeichnungen näher erläutert.
[0014] Dabei zeigt:
- Fig. 1:
- eine grundsätzliche Einteilung der erfindungsgemäßen Perforiermesserleiste in die
entsprechenden Bereiche
- Fig. 2:
- eine schematische Darstellung der Perforierzähne und Aussparungen im Übergang zwischen
dem Innenbereich und dem Außenbereich
- Fig. 3:
- eine schematische Darstellung der Perforierzähne und Aussparungen im Übergangsbereich
zwischen Außenbereich und Randbereich
- Fig. 4:
- den Übergang von Innenbereich zu Außenbereich bei Perforierungen mit schräg angeordneten
Aussparungen
- Fig. 5:
- den Übergang der Aussparungen vom Innenbereich zum Außenbereich bei mit Krümmungen
versehenen Aussparungen
- Fig. 6a:
- eine beispielhafte Ausgestaltung der Aussparungsbreiten vom Innenbereich, Außenbereich
und Randbereich
- Fig. 6b:
- eine weitere beispielhafte Ausgestaltung der Aussparungsbreiten von Innenbereich,
Außenbereich und Randbereich
- Fig. 7:
- eine beispielhafte Ausgestaltung der Aussparungsbreite von Innenbereich, Außenbereich
und Randbereich mit stufenhaftem Anstieg der Aussparungsbreite im Außenbereich
- Fig. 8:
- eine beispielhafte Ausgestaltung der Aussparungsbreite bei Randbereich der Erstreckung
0
- Fig. 9:
- eine beispielhafte Ausgestaltung der Aussparungsbreite bei Innenreich mit Erstreckung
0
- Fig. 10:
- eine beispielhafte Ausgestaltung der Aussparungsbreite bei Erstreckung 0 von Innenbereich
und Randbereich
[0015] Fig. 1 zeigt einen grundsätzlichen Aufbau als auch die grundsätzliche Einteilung
einer erfindungsgemäßen Perforiermesserleiste 1. Eine derartige Perforiermesserleiste
1 dient eingespannt in axialer Erstreckung a beispielsweise in einem Perforationszylinder
zur Ausbildung von Querperforationen, d. h. Perforationslinien, welche quer zur Transportrichtung
von bahn- oder bogenförmigen Substraten angeordnet sind. Die Perforiermesserleiste
1 weist eine Perforiermesserleistenlänge L auf, welche bei beispielsweise für Tiefdruck-,
Offsetdruck- oder Digitaldruckmaschinen eingesetzten Falzapparaten üblicherweise in
einem Bereich von ca. 400 mm bis ca. 700 mm liegt.
[0016] Die Perforiermesserleistenlänge L ist somit durch die zwei Außenkanten 10 begrenzt.
Mindestens eine Längskante 2 der Perforiermesserleiste 1 ist als Perforationskante
3 ausgebildet, d. h. an der mindestens einen Perforationskante 3 sind die nebeneinanderliegenden
Zähne 4 ausgebildet, welche durch Aussparungen 5 einer jeweiligen Aussparungsbreite
B voneinander getrennt sind. In etwa der Mitte der Perforationskante 3 verläuft senkrecht
zur Perforationskante 3 die Perforationsmesserleistenmitte 6, zu welcher die Perforiermesserleiste
1 im Wesentlichen symmetrisch ausgebildet ist. Die Perforiermesserleiste 1 weist einen
Innenbereich 7 auf, welcher in jede Richtung links und rechts der Perforiermesserleistenmitte
6 eine Erstreckung a hat, sodass der Innenbereich 7 insgesamt eine Erstreckung parallel
zur Längskante 2 von 2a zentrisch zur Perforiermesserleistenmitte 6 aufweist. Die
Breite des Innenbereichs 7 von 2a liegt üblicherweise in einem Bereich von etwa 0
mm bis etwa 150 mm, vorzugsweise in einem Bereich zwischen in etwa 40 mm bis in etwa
80 mm. An den Innenbereich 7 grenzen zwei Außenbereiche 8 an, nämlich ein Außenbereich
8-2 zur linken Seite des Innenbereichs 7 und ein weiterer Außenbereich 8-1 zur rechten
Seite des Innenbereichs 7. Ein jeder Außenbereich 8 erstreckt sich bis zu einem Randbereich
9, welcher ein jeder eine Erstreckung y von einer jeder der Außenkanten 10 der Perforiermesserleiste
1 aufweist. Die in Fig. 1 dargestellte erfindungsgemäße Perforiermesserleiste 1 weist
von links nach rechts betrachtet somit folgende Bereiche auf: einen zweiten Randbereich
9-2 mit der Breite in Längserstreckung der Perforiermesserleiste 1 von y, angrenzend
einen zweiten Außenbereich 8-2, einen Innenbereich 7 mit der Erstreckung a von zwei
a längs zur Perforierkante einen ersten Außenbereich 8-1 sowie daran angrenzend einen
ersten Randbereich 9-1, welcher ebenfalls wieder eine Breite y in Erstreckung a der
Perforierkante aufweist. Die beiden Außenbereiche 8 weisen somit jeweils eine axiale
Erstreckung X auf, welche beispielsweise von der Grenzlinie zwischen Innenbereich
7 und dem jeweiligen Außenbereich 8 an zu laufen beginnt. An der erfindungsgemäßen
Perforiermesserleiste 1 ist in dem Innenbereich 7 eine erste Aussparungsbreite B1
konstant, in den Randbereichen ist eine zweite Aussparungsbreite B2 ausgestaltet,
welche ebenfalls konstant ist. Im Gegensatz zu den konstanten wenngleich möglicherweise
unterschiedlichen Aussparungsbreiten B1 und B2 weisen die beiden Außenbereiche 8 eine
Aussparungsbreite B(x) auf, welche mit zunehmender Beabstandung X von dem Innenbereich
7 anwachsend ist. Abschließend wird noch angeführt, dass zwar die in Fig. 1 dargestellte
erfindungsgemäße Perforiermesserleiste 1 symmetrisch zur Perforiermesserleistenmitte
6 ausgeführt ist, dass aber eine derartige Symmetrie zur Perforiermesserleistenmitte
6 nicht zwingend erforderlich ist und die Erfindung auch für asymmetrisch ausgestaltete
Perforiermesserleisten 1 anwendbar ist.
[0017] Fig. 2 zeigt die in Fig. 1 dargestellte Einzelheit A in entsprechender Vergrößerung
um die Aussparungen 5 sowie die Zähne 4 der Perforationskante 3 besser sichtbar zu
machen. Wie aus Fig. 1 zu entnehmen, stellt die Einzelheit A den Übergang der Verzahnung
von dem Innenbereich 7 in den Außenbereich 8 dar. Die Figur 2 zeigt die abwechselnde
Reihenfolge von Zähnen 4 und Aussparungen 5, wobei die Aussparungsbreite im Innenbereich
B1 konstant ist. Im angrenzenden Außenbereich wächst die Aussparungsbreite B(x) mit
zunehmender Beabstandung von dem Innenbereich 7 an. Bei dem in Fig. 2 dargestelltem
Ausführungsbeispiel nimmt im Außenbereich die Aussparungsbreite B(x) mit zunehmender
Beabstandung X linear zu. So weist die erste Aussparungsbreite B(x=1), die Breite
B1 plus einen konstanten Breitenzuwachs Δb auf. Die darauffolgende Aussparung 5 weist
eine Aussparungsbreite B(x=2) auf, welche somit der Breite B(x=1) plus einen weiteren
Breitenzuwachs Δb aufweist. Aufgrund des Zuwachses einer jeden nachfolgenden Aussparung
5 um den Breitenzuwachs Δb wächst somit die Aussparungsbreite B(x) in dem in Fig.
2 dargestellten Beispiel linear an, dass somit in den Außenbereichen die Aussparungsbreite
B(x) einer jeden Aussparung 5 gegenüber der Perforationsmesserleistenmitte 6 zugewandten
benachbarten ersten Aussparung 5 um einen konstanten Breitenzuwachs Δb vergrößert
ist. Liegt beispielsweise die Aussparungsbreite im Innenbereich B1 üblicherweise in
einem Bereich zwischen 0,5 mm und 3 mm, so beträgt beispielsweise der Breitenzuwachs
Δb einen Wert, der im Bereich zwischen 0,02 mm und 0,5 mm, vorzugsweise zwischen 0,05
mm und 0,2 mm liegt.
[0018] Fig. 3 zeigt die Einzelheit B aus Fig. 1, nämlich den Übergang der Perforationsverzahnung
von dem Außenbereich 8 in den Randbereich 9. Innerhalb des Außenbereiches wächst die
Aussparungsbreite B(x) bis zum Randbereich 9 entsprechend an, was in Fig. 3 durch
das Einführen der variablen n, nämlich eine beliebige Anzahl von Aussparungen 5, dargestellt
ist. Die so entsprechend angewachsene Aussparungsbreite B(x) wird im Randbereich 9
wieder auf eine konstante Aussparungsbreite im Randbereich B2 fest- bzw. zurückgesetzt.
Um somit im Bedarfsfalle über die gesamte Perforiermesserleistenlänge L angewachsene
Aussparungsbreite B nicht zu sehr zu vergrößern und somit die im Falle einer Perforation
stehenbleibenden Papierstege nicht zu sehr zu vergrößern, wird die Aussparungsbreite
im Randbereich B2 vorzugsweise auf einen konstanten Wert festgesetzt. Diese Aussparungsbreite
im Randbereich B2 kann entweder die maximale Aussparungsbreite im Außenbereich B(x)
darstellen, oder aber die Aussparungsbreite im Randbereich B2 wird auf einem davon
unabhängigen Wert festgesetzt. Dies erfolgt erfahrungsgemäß in Abhängigkeit von der
Dicke der zu perforierenden Bahnen bzw. Stränge oder Bogenstapel als auch in Abhängigkeit
vom zu perforierenden Substrat. Wenngleich nicht in Fig. 3 dargestellt, so sei an
dieser Stelle angemerkt, dass die Aussparungsbreite im Randbereich B2 nicht zwingend
konstant sein muss, sondern auch variabel sein kann. So kann beispielsweise die die
Aussparungsbreite B zu den Außenkanten 10 hin abfallen oder mit einem anderen Gradienten
als im Außenbereich 8 ansteigen. Dasselbe gilt für die Aussparungsbreite im Innenbereich
7, wenngleich mit den für den Innenbereich 7 gültigen Begrenzungen.
[0019] Fig. 4 zeigt beispielhaft, dass die erfindungsgemäße Lösung nicht nur auf rechteckige
Aussparungen 5 anwendbar ist, welche insbesondere eine rechtwinklige Erstreckung a
zur Perforationskante 3 haben. So zeigt Fig. 4 eine beispielhafte Ausgestaltung von
Zähnen 4 bzw. Aussparungen 5, bei welchem die Aussparungen 5 einen Winkel zur Perforationskante
3 aufweisen, welcher von 90° abweichend ist. Fig. 4 zeigt hierbei eine beispielhafte
Ausgestaltung, die Gestaltung der Aussparung 5 lässt sich hierbei nahezu beliebig
variieren.
[0020] Auch Fig. 5 zeigt eine rein beispielhafte Ausgestaltung von Aussparungen 5 mit ungeraden
Gestaltungen der Aussparungskanten, nämlich beispielsweise bogen- oder hakenförmigen
Aussparungen 5 bzw. Zahnformen 4. Auch hierzu sei angemerkt, dass die in Fig. 5 dargestellte
Ausgestaltung rein beispielhaft ist und nahezu alle beliebigen Formen möglich sind.
Wesentlich für die Erfindung ist jedoch, dass die Breiten der Aussparungen B1, B(x)
und B2 nicht zwingend in Erstreckung a der Perforationskante 3 gemessen werden müssen,
sondern eben auch die entsprechende schräg zur Perforationskante 3 angeordnete Abmessung
darstellen kann.
[0021] Die Figuren 6a und 6b zeigen beispielhaft einige Ausgestaltungen bzw. Verläufe der
Aussparungsbreiten im Innenbereich B1, im Außenbereich B(x) als auch im Randbereich
B2. Beide Diagramme stellen lediglich die Erstreckung a über eine halbe Länge der
Perforiermesserleiste L dar, der Verlauf der Aussparungsbreite B auf der anderen Seite
der Perforiermesserleistenmitte 6 kann durch Spiegelung dieses Breitenverlaufs an
der Ordinatenachse erreicht werden.
[0022] Gemäß dem Ausführungsbeispiel der Fig. 6a weist der Innenbereich 7 eine Aussparungsbreite
B1 auf, welche beispielsweise in einem Bereich von 0,5 mm bis 3 mm liegt. Aufgrund
des parallelen Verlaufs der Aussparungsbreite B1 im Innenbereich parallel zur Abszissenachse
ist zu erkennen, dass im Innenbereich 7 die Aussparungsbreite B1 konstant ist. Für
den Verlauf der Aussparungsbreite B(x) im daran angrenzenden Außenbereich 8 sind beispielhaft
drei Ausführungsformen dargestellt. Die durchgezogene Linie stellt einen linearen
Anstieg der Aussparungsbreite B(x) im Außenbereich 8 dar. Hierbei kann beispielsweise
die Aussparungsbreite B einer benachbarten Aussparung 5 um einen konstanten Betrag
zunehmen. Neben dem linearen Anstieg der Aussparungsbreite im Außenbereich B(x) ist
auch ein progressiver Anstieg der Aussparungsbreite B(x) möglich, welcher durch die
strichlierte Linie dargestellt ist. So kann beispielsweise die Perforationsintensität
im Bereich des Außenbereiches 8, welcher an den Innenbereich 7 angrenzt, noch entsprechend
intensiv gestaltet werden, wohingegen die Perforationsintensität aufgrund der anwachsenden
Aussparungslücke in dem Bereich, welcher an den Randbereich 9 grenzt, entsprechend
stark abfällt. Ein derartiger Verlauf kann beispielsweise dadurch erreicht werden,
dass eine benachbarte Aussparung 5 nicht um einen bestimmten Betrag, sondern um das
Vielfache des vorherigen Betrages zunimmt. Die strichpunktierte Linie des Verlaufs
der Aussparungsbreite im Außenbereich B(x) stellt einen degressiven Verlauf bzw. eine
degressive Zunahme der Aussparungsbreite B(x) im Außenbereich dar, sodass die Aussparungsbreite
in dem Bereich des Außenbereiches B(x), welcher an den Innenbereich 7 grenzt, zunächst
relativ stark zunimmt, um sich dann in seinem Anstieg entsprechend zu verlangsamen.
Bei dem in Fig. 6a dargestellten Ausführungsbeispiel wächst die Aussparungsbreite
im Außenbereich B(x) ausgehend von der Aussparungsbreite im Innenbereich B1 zunehmend
an und verharrt im Randbereich 9 auf der maximalen Aussparungsbreite des Außenbereiches
B(x), welche mit der Aussparungsbreite im Randbereich B2 dargestellt ist.
[0023] Fig. 6b zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel für den Verlauf und die Gestaltung
der entsprechenden Aussparungsbreiten B. So geht aus Fig. 6b eindeutig hervor, dass
die Aussparungsbreite B(x) im Außenbereich nicht zwingend die Fortsetzung der Aussparungsbreite
im Innenbereich B1 sein muss, sondern dass hierbei ein gewisser Versatz möglich ist.
Weist beispielsweise die Aussparungsbreite im Innenbereich B1 einen Wert von 1 mm
auf, so kann die erste Aussparung 5 im Außenbereich 8 in Erstreckung X beispielsweise
einen Wert von 1,2 mm aufweisen, welcher in dem Außenbereich 8 zum Randbereich 9 hin
entsprechend entweder linear, progressiv oder degressiv auf einen Maximalwert B(x)
anwächst. So kann beispielsweise die Aussparungsbreite im Außenbereich B(x) von einem
Wert von 1,2 mm beispielsweise auf einen Wert von 3 mm anwachsen. Die Aussparungsbreite
im Randbereich B2 kann somit auch von der maximalen Aussparungsbreite B(x) im Außenbereich
in gewissen Grenzen entkoppelt werden, sodass der Wert B2 im Randbereich beispielsweise
einen Wert von 2,5 mm betragen kann.
[0024] Bei derartigen Ausgestaltungen ist jedoch darauf zu achten, dass die Sprünge zwischen
den entsprechenden Aussparungsbreiten B nicht zu groß ausfallen, um eben die entsprechende
Faltenbildung in diesen Bereichen zu vermeiden. Erfahrungsgemäß können jedoch derartige
Sprünge im Bereich zwischen ca. 0,1 mm und ca. 1,5 mm liegen, ohne dass entsprechende
Beeinträchtigungen zu vermerken wären.
[0025] Fig. 7 zeigt einen Verlauf der Aussparungsbreiten in dem Innenbereich B1, im Außenbereich
B(x) als auch im Randbereich B2, wobei in den beiden Außenbereichen die Aussparungsbreite
B(x) mit zunehmender Beabstandung X stufenförmig anwachsend ist, wobei jeweils eine
Mehrzahl von nebeneinander angeordneten Aussparungen 5 die selbe Aussparungsbreite
B(x=n) aufweist. Dies bedeutet beispielsweise, dass in einer Erstreckung X längs zur
Perforationskante 3 von ca. 50 mm die Aussparungsbreite B konstant ist, während diese
in den nächsten beispielsweise daran grenzenden 50 mm um einen entsprechenden Betrag
erhöht wird. Auch so ist ein Anwachsen der Aussparungsbreite B(x) im Außenbereich
in Erstreckung a des Abstandes X möglich. In dem in Fig. 7 dargestellten Beispiel
liegt die Aussparungsbreite im Randbereich B2 über der maximalen Aussparungsbreite
B(x) im Außenbereich, dies ist jedoch nur beispielhaft, sodass die Aussparungsbreite
im Randbereich B2 auch unterhalb dem maximalen Wert der Aussparungsbreite B(x) liegen
kann. Es ist jedoch auch möglich, die Abstufung der Aussparungsbreite B nicht von
einer geometrischen Länge, wie beispielsweise den 50 mm konstant zu halten, sondern
eine gewisse Anzahl von nebeneinander angeordneten Aussparungen 5 mit derselben Aussparungsbreite
B zu versehen, sodass vorzugsweise zwei bis fünf oder beispielsweise zwei bis zwanzig
nebeneinander angeordnete Aussparungen 5 dieselbe Aussparungsbreite B aufweisen, wohingegen
die nächsten beispielsweise zwei bis fünf oder zwei bis zehn nebeneinander angeordneten
Aussparungen 5 eine entsprechend größere Aussparungsbreite B(x) aufweisen.
[0026] Die Fig. 8, 9 und 10 weisen weitere beispielhafte Verläufe der Aussparungsbreiten
B in den entsprechenden Bereichen auf. Die Breite des Innenbereichs 7 von 2a liegt
üblicherweise in einem Bereich von in etwa 0 mm bis in etwa 150 mm, vorzugsweise in
einem Bereich zwischen in etwa 40 bis in etwa 80 mm. Der Randbereich 9 von handelsüblichen
Perforationsleisten mit einer Länge L von in etwa 400 bis in etwa 700 mm weist beispielsweise
einen Bereich von 0 bis 150 mm, vorzugsweise einen Bereich von in etwa 40 mm bis in
etwa 100 mm auf. Fig. 8 zeigt beispielsweise einen Sonderfall des Verlaufs der Aussparungsbreite
B, nämlich für den Fall, dass die Breite des Randbereichs y einen Wert von 0 aufweist.
Aus Folge daraus erstreckt sich der Außenbereich 8 bis zur Außenkante 10 der Perforiermesserleiste
1, sodass dadurch ein Anstieg der Aussparungsbreite B bis zur Außenkante 10 realisierbar
ist. Fig. 9 hingegen stellt einen weiteren Sonderfall beispielhaft dar, nämlich in
der Form, dass die Breite a oder die Gesamtbreite 2a des Innenbereichs 7 einen Wert
von 0 aufweist, sodass im mittleren Bereich der Perforiermesserleiste 1 keine konstante
Aussparungsbreite B1 vorhanden ist. Fig. 10 stellt einen weiteren Sonderfall dar,
nämlich diesen, bei welchem sowohl der Innenbereich 7 als auch der Randbereich 9 jeweils
eine Breite von 0 aufweist, sodass der Bereich von der Perforiermesserleistenmitte
6 bis zur Außenkante 10 durch eine anwachsende Aussparungsbreite B(x) gekennzeichnet
ist.
[0027] In den vorher dargestellten Ausführungsbeispielen ist die Aussparungsbreite im Innenbereich
B1 als auch die Aussparungsbreite im Randbereich B2 jeweils konstant, allerdings ist
eine derartige Konstanz für die Erfindung nicht zwingend. So kann die Aussparungsbreite
im Innenbereich B1 innerhalb des Innenbereichs 7 variieren, sodass diese im beispielsweise
Innenbereich 7 um einen anderen Wert zu- oder abnimmt, dasselbe ist für den Randbereich
9 grundsätzlich ebenfalls übertragbar.
[0028] Die vorliegende Erfindung bezieht sich im Wesentlichen auf die Aussparungsbreite
B, sodass es zur Variation der Perforationsintensität auch möglich ist, dass die Zähne
4 entweder eine konstante Zahnbreite oder eine variable Zahnbreite aufweisen. Der
grundsätzliche Verlauf der Aussparungsbreite B ist bekanntlich von der Breite der
Zähne 4 unabhängig, wenngleich sich durch schmälere Zähne 4 in Summe die Perforationsintensität
selbstverständlich weiter reduziert.
[0029] Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen
Perforiermesserleiste, wobei als Fertigungsverfahren vorzugsweise ein Schleifverfahren
und/oder ein Funkenerodieren insbesondere der Zahnformen und Aussparungen zum Einsatz
kommen.
Bezugszeichenliste
[0030]
- 1
- Perforiermesserleiste
- 2
- Längskante
- 3
- Perforationskante
- 4
- Zahn
- 5
- Aussparung
- 6
- Perforiermesserleistenmitte
- 7
- Innenbereich
- 8
- Außenbereich
- 8-1
- erster Außenbereich
- 8-2
- zweiter Außenbereich
- 9
- Randbereich
- 10
- Außenkante
- B
- Aussparungsbreite
- B1
- Aussparungsbreite im Innenbereich
- B(x)
- Aussparungsbreite im Außenbereich
- B2
- Aussparungsbreite im Randbereich
- Δb
- Breitenzuwachs
- a
- Erstreckung
- x
- Beabstandung
- y
- Breite Randbereich
- L
- Perforiermesserlänge
1. Perforiermesserleiste zum Erzeugen von Perforationslinien quer zur Transportrichtung
von bahn- oder bogenförmigen Substraten, mit einer Perforiermesserleistenlänge L,
welche durch zwei Außenkanten (10) begrenzt ist, wobei mindestens eine Längskante
(2) als Perforationskante (3) ausgebildet ist, wobei auf der mindestens einen Perforationskante
(3) nebeneinanderliegende Zähne (4) ausgebildet sind, welche durch Aussparungen (5)
einer jeweiligen Aussparungsbreite (B1, B(x), B2) voneinander getrennt sind, und wobei
die Perforiermesserleiste (1) im Wesentlichen symmetrisch zu einer in etwa der Mitte
der Perforationskante (3) und senkrecht zur Perforationskante (3) verlaufenden Perforiermesserleistenmitte
(6) ausgestaltet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Perforiermesserleiste (1) einen Innenbereich (7) mit der Erstreckung 2a zentrisch
zur Perforiermesserleistenmitte (6) sowie zwei an den Innenbereich (7) angrenzende
Außenbereiche (8) umfasst, und wobei sich ein jeder Außenbereich (8) bis zu einem
Randbereich (9), welcher ein jeder eine Erstreckung y von einer jeder der Außenkanten
(10) der Perforiermesserleiste (1) aufweist, erstreckt, wobei in dem Innenbereich
(7) eine erste Aussparungsbreite B1 konstant ist und in den Randbereichen (9) eine
zweite Aussparungsbreite B2 konstant ist und wobei in den beiden Außenbereichen (8)
mit zunehmender Beabstandung X von dem Innenbereich (6) die Aussparungsbreite B(x)
anwachsend ist.
2. Perforiermesserleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in den beiden Außenbereichen (8) die Aussparungsbreite B(x) mit zunehmender Beabstandung
X linear anwachsend ist.
3. Perforiermesserleiste nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in den beiden Außenbereichen (8) die Aussparungsbreite B(x) einer jeden Aussparung
(5) gegenüber der Perforationsmesserleistenmitte (6) zugewandten benachbarten ersten
Aussparung (5) um einen konstanten Breitenzuwachs Δb vergrößert ist.
4. Perforiermesserleiste nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Breitenzuwachs Δb einen Wert beträgt, der im Bereich zwischen 0,02 mm und 0,5
mm, vorzugsweise zwischen 0,05 mm und 0,2 mm liegt.
5. Perforiermesserleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in den beiden Außenbereichen (8) die Aussparungsbreite B(x) mit zunehmender Beabstandung
X progressiv anwachsend ist.
6. Perforiermesserleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in den beiden Außenbereichen (8) die Aussparungsbreite B(x) mit zunehmender Beabstandung
X degressiv anwachsend ist.
7. Perforiermesserleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in den beiden Außenbereichen (8) die Aussparungsbreite B(x) mit zunehmender Beabstandung
X stufenförmig anwachsend ist, wobei jeweils eine Mehrzahl von nebeneinander angeordneten
Aussparungen die selbe Aussparungsbreite B(x=n) aufweisen.
8. Perforiermesserleiste nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Anzahl von 2 bis 20, vorzugsweise eine Anzahl von 2 bis 5 nebeneinander angeordnete
Aussparungen 5 dieselbe Aussparungsbreite B aufweisen.
9. Perforiermesserleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenbereich (7) eine Breite 2xa aufweist, welche in einem Bereich zwischen in
etwa 0 mm bis in etwa 150 mm, vorzugsweise in einem Bereich zwischen in etwa 40 mm
bis in etwa 80 mm liegt.
10. Perforiermesserleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenbereich eine Breite 2 x a von Null aufweist.
11. Perforiermesserleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Randbereich (9) eine Breite y aufweist, welche in einem Bereich zwischen in etwa
0 mm bis in etwa 150 mm, vorzugsweise in einem Bereich zwischen in etwa 40 mm bis
in etwa 100 mm liegt.
12. Perforiermesserleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Randbereich (9) eine Breite y von Null aufweist.
13. Perforiermesserleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Zähne (4) eine konstante oder variable Zahnbreite aufweisen.
14. Verfahren zur Herstellung einer Perforiermesserleiste 1 gemäß den Ansprüchen 1 bis
13.