[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Abluftvorrichtung mit einer Einströmungsöffnung,
einem Luftführungskanal, einer Ausblasöffnung und einem Gebläse zur Förderung der
Abluft durch die Abluftvorrichtung.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Abluftvorrichtungen in vielfältigen Ausführungen bekannt.
So gibt es Abluftvorrichtungen für professionelle Anwendungen in Großküchen, Restaurants
und Kantinen genauso wie in Küchen von privaten Wohnungen und Häusern. Ein wesentlicher
Grund für den Einsatz der Abluftvorrichtungen ist es, Kochdünste und Gerüche aus dem
Gebäude zu entfernen. Im Abluftbetrieb werden mit den Abluftvorrichtungen die Kochdünste
und Gerüche mit der Abluft weitgehend aus dem Gebäude herausgeblasen. Die Abluft ist
aber immer noch geruchsbelastet. Zudem bedeutet das Ausblasen konditionierter Raumluft
meistens einen erheblichen Energieverlust, weil die Raumluft zuvor unter hohem Energieeinsatz
erwärmt oder abgekühlt worden ist. Im Umluftbetrieb bleiben die Kochdünste und Gerüche
im Gebäude. Dadurch wird zwar Energie gespart, es muss aber ein zusätzlicher Aufwand
betrieben werden, um die Geruchsbelastung der Abluft zu verringern. Um die Geruchsbelastung
drinnen und draußen zu verringern, werden beispielsweise Aktivkohlefilter eingesetzt.
Die Moleküle in der Abluft, die die Gerüche verursachen, haften durch Adhäsion an
den Poren der Aktivkohle an. Es gelingt aber nicht, sämtliche störenden Geruchsmoleküle
einzufangen. Somit bleibt es bei einer Geruchsbelästigung.
[0003] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Geruchsbelästigung aus der Abluftvorrichtung
im Umluft- und Abluftbetrieb weiter zu verringern.
[0004] Die Aufgabe wird für eine gattungsgemäße Abluftvorrichtung gelöst, indem im Bereich
der Einströmungsöffnung und/oder im Bereich des Luftführungskanals zumindest eine
Abgabevorrichtung einer Fördervorrichtung zur Abgabe geruchsüberdeckender und/oder
geruchsneutralisierender Stoffe in den Abluftstrom angeordnet ist.
[0005] Erfindungsgemäß gibt die Fördervorrichtung über die mit ihr verbundene Abgabevorrichtung
geruchsüberdeckende und/oder geruchsneutralisierende Stoffe in den Abluftstrom ab.
Durch die Zuförderung von geruchsüberdeckenden und/oder geruchsneutralisierenden Stoffen
in den Abluftstrom wird die Geruchsbelästigung vermindert. Der technische Aufwand,
um Geruchsmoleküle aus dem Abluftstrom herauszufiltern, kann verringert werden. Dadurch
sinkt der Energieaufwand für den Betrieb der Abluftvorrichtung, und die Abluftvorrichtung
kann günstiger hergestellt werden. Die Fördervorrichtung selbst kann außerhalb des
Luftführungskanals angeordnet sein, wichtig ist, dass die geruchsüberdeckenden und/oder
geruchsneutralisierenden Stoffe in den Abluftstrom abgegeben werden.
[0006] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung handelt es sich bei den geruchsneutralisierenden
Stoffen um Einschlussverbindungen. Unter Einschlussverbindungen sind chemische Verbindungen
von Stoffen zu verstehen, die in Hohlräumen ihres Gitters eine Gastkomponente, wie
z. B. Geruchspartikel aufnehmen, einlagern und/oder einschließen können. Hierbei kann
das Gitter der Einschlussverbindung kanalartig und/oder schichtartig ausgebildet und/oder
ein Kristallgitter sein. Natürlich sind auch andere Gitterformen denkbar. Bei den
Einschlussverbindungen bestehend aus Käfigverbindungen kann es sich um sogenannte
Clathrate handeln. Unter Käfigverbindungen bzw. Clathraten sind Verbindungen zu verstehen,
bei denen Hohlräume käfigartig von den Atom- und/oder Atomgruppen der Verbindung umschlossen
werden, sodass eine Gastkomponente in den Hohlräumen eingelagert werden kann. Hierbei
ist ein Clathrat eine besondere Art der Einschlussverbindung.
[0007] Zur Definition des Begriffs "Clathrat" sei angemerkt, dass darunter hierin vor allem
solche Verbindungen gemeint sind, bei denen die käfigbildenden Atome ein raumfüllendes
Netzwerk bilden, obwohl speziell im Englischen unter der Definition von "clathrate"
mitunter alle Arten von Einschlussverbindungen ("inclusion compounds") verstanden
werden. Clathrat- oder Käfigeinschlussverbindungen sind seit rund 200 Jahren und ihre
gezielte Herstellung seit etwa 60 Jahren bekannt.
[0008] Bei den Einschlussverbindungen und den Clathraten handelt es sich um geruchsneutralisierende
Stoffe, da Geruchspartikel in die Hohlräume der Einschlussverbindung und/oder der
Clathrate eingelagert werden können. Hierdurch kann erreicht werden, dass die Geruchspartikel
nicht mehr wahrnehmbar sind, obwohl diese, von der Einschlussverbindung und/oder den
Clathraten umschlossen, immer noch in der Luft vorhanden sind.
[0009] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung sind die geruchsüberdeckenden und/oder geruchsneutralisierenden
Stoffe in flüssigem Aggregatzustand in einem Vorratsbehälter vorgehalten, der Vorratsbehälter
ist über eine Verbindungsleitung mit der Fördervorrichtung verbunden, und die Fördervorrichtung
ist eine Pumpe zur Förderung eines flüssigen Mediums, die an ihrem Förderausgang als
Abgabevorrichtung eine Zerstäuberdüse aufweist. Der flüssige Aggregatzustand ermöglicht
eine kompakte und raumsparende Konzentration und Handhabung der geruchsüberdeckenden
und/oder geruchsneutralisierenden Stoffe. Sie können leicht abgepackt, transportiert,
gelagert und genau dosiert aus dem Vorratsbehälter entnommen und dem Abluftstrom zugefördert
werden. Durch die Pumpe zur Förderung eines flüssigen Mediums kann die Zuförderung
der geruchsüberdeckenden und/oder geruchsneutralisierenden Stoffe genau auf eine gewünschte
Menge eingestellt werden. Durch die Anbindung des Vorratsbehälters über eine Verbindungsleitung
mit der Pumpe ergibt sich innerhalb der Abluftvorrichtung ein geschlossenes System,
aus dem die geruchsüberdeckenden und/oder geruchsneutralisierenden Stoffe nicht ungewollt
oder in unkontrollierten Mengen austreten können. Bevorzugt bildet die Pumpe einen
Verschluss des Bevorratungs- und Fördersystems, wenn diese ausgeschaltet ist, so dass
kein gesonderter manuell oder motorisch zu betätigender Verschluss erforderlich ist,
um Verluste der geruchsüberdeckenden und/oder geruchsneutralisierenden Stoffe außerhalb
des regulären Betriebs der Abluftvorrichtung zu vermeiden.
[0010] Durch die Zerstäuberdüse werden die in flüssiger Form vorliegenden flüssigen geruchsüberdeckenden
und/oder geruchsneutralisierenden Stoffe in kleinste Tröpfchen zerstäubt, die von
der durch die Abluftvorrichtung hindurch strömenden Abluft leicht aufgenommen werden
können. Die kleinsten Tröpfchen ermöglichen eine verbrauchsoptimierte, gleichwohl
aber effektive Zudosierung der geruchsüberdeckenden und/oder geruchsneutralisierenden
Stoffe in den Luftstrom. Die kleinsten Tröpfchen ermöglichen es, dass sich die geruchsüberdeckenden
und/oder geruchsneutralisierenden Stoffe leicht an die Geruchsmoleküle anlagern oder
diese in ihre Gitterstruktur aufnehmen und einlagern können, die den unangenehmen
Geruch der Abluft verursachen. Als Aerosole können die geruchsüberdeckenden und/oder
geruchsneutralisierenden Stoffe auch von dem Abluftstrom mitgenommen und darin mit
den störenden Geruchsmolekülen zusammen mitbewegt werden, so dass sie von dem Geruchssinn
einer Person zur gleichen Zeit wahrgenommen werden wie die störenden Geruchsmoleküle
und dabei den durch diese verursachten Sinneseindruck überlagern, neutralisieren oder
zumindest abmildern. In der kleinsten Tröpfchenform, wie beispielsweise als ein Aerosol,
können sich die der geruchsüberdeckenden und/oder geruchsneutralisierenden Stoffe
lange in der Abluft halten, ohne sich sofort durch ihre Masse aus der Abluft zu entmischen
und sich auf Oberflächen abzulagern.
[0011] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist die Zerstäuberdüse so im Luftführungskanal
angeordnet, dass sie die geruchsüberdeckenden und/oder geruchsneutralisierenden Stoffe
direkt in den durch den Luftführungskanal hindurch strömenden Abluftstrom sprüht.
Die direkte Abgabe der kleinsten Tröpfchen der geruchsüberdeckenden und/oder geruchsneutralisierenden
Stoffe in den Abluftstrom ermöglicht eine vollständige und verlustfreie Abgabe dieser
Stoffe in den Abluftstrom.
[0012] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung weist die Pumpe mehrere Pumpenkammern auf.
Bei nur einer einzigen Pumpenkammer entsteht das Problem, dass die Pumpe aus dieser
Pumpenkammer in einem Zeitintervall nur ungleichmäßige Fördermengen an die Zerstäuberdüse
abgeben kann. Bei mehreren Pumpenkammern vergleichmäßigt sich der Förderstrom über
das betrachtete Zeitintervall. Wenn die Abgabemenge beispielsweise über ein Drosselventil
begrenzt wird, das der Pumpe nachgeordnet und der Zerstäuberdüse vorgeordnet ist,
kann der Förderstrom zusätzlich vergleichmäßigt werden, so dass sich eine tatsächlich
oder nahezu gleichmäßige Förderung der geruchsüberdeckenden und/oder geruchsneutralisierenden
Stoffe an die Zerstäuberdüse einstellt. Durch die möglichst gleichmäßige Förderung
der geruchsüberdeckenden und/oder geruchsneutralisierenden Stoffe ergibt sich auch
eine möglichst gleichmäßige Verteilung der kleinsten Tröpfchen der geruchsüberdeckenden
und/oder geruchsneutralisierenden Stoffe im Abluftstrom, wodurch die störenden Geruchsmoleküle
bestmöglich überdeckt und/oder neutralisiert werden.
[0013] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist der Vorratsbehälter in einer Halterung
in der Abluftvorrichtung gehalten, die einen Anschlussstutzen aufweist, der in der
Gebrauchsstellung des Vorratsbehälters in den Vorratsbehälter hineinragt, der Anschlussstutzen
ist mit der Fördervorrichtung über eine Verbindungsleitung verbunden, die Halterung
weist eine Verriegelungsvorrichtung auf, die zwischen einer Verriegelungsstellung
und einer Entriegelungsstellung verstellbar ist, der Vorratsbehälter ist in seiner
Gebrauchsstellung in der Verriegelungsstellung in der Verriegelungsvorrichtung verriegelt
gehalten, und der Vorratsbehälter ist in der Entriegelungsstellung der Verriegelungsvorrichtung
aus der Halterung entnehmbar und ein neuer Vorratsbehälter in die Halterung einsetzbar.
Der Vorratsbehälter kann beispielsweise als eine geschlossene Kapsel ausgebildet sein,
die in die Halterung eingesetzt und dort von der Verriegelungsvorrichtung in der Gebrauchsstellung
gehalten ist. Über den Anschlussstutzen können die geruchsüberdeckenden und/oder geruchsneutralisierenden
Stoffe aus dem Vorratsbehälter durch die Verbindungsleitung zur Fördervorrichtung
gelangen. Durch die Verriegelung des Vorratsbehälters in der Halterung ergibt sich
eine definierte Lage des Vorratsbehälters in der Abluftvorrichtung, in der die geruchsüberdeckenden
und/oder geruchsneutralisierenden Stoffe verlustfrei und sicher über den Anschlussstutzen
aus dem Vorratsbehälter entnommen werden können. Wenn die Verriegelungsvorrichtung
der Halterung entriegelt wird, kann der Vorratsbehälter leicht daraus entnommen und
durch einen neuen Vorratsbehälter ausgetauscht werden.
[0014] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist der Anschlussstutzen mit der Verriegelungsvorrichtung
antriebsverbunden. Durch die Bewegung der Verriegelungsvorrichtung aus der Entriegelungsstellung
in die Verriegelungsstellung wird der Anschlussstutzen durch die Antriebsverbindung
aus einer Ruhestellung in eine Anschlussstellung bewegt, in der der Vorratsbehälter
an die Fördervorrichtung angeschlossen ist und die geruchsüberdeckenden und/oder geruchsneutralisierenden
Stoffe aus dem Vorratsbehälter entnommen und der Fördervorrichtung zugeleitet werden
können. Der Anschlussstutzen kann an seinem dem Vorratsbehälter zugewandten Ende ein
Schneidelement aufweisen, das die geschlossene Wandung des Vorratsbehälters bei seinem
Einsetzen in die Halterung durchstößt und dadurch die Verbindung der Verbindungsleitung
mit dem Vorratsbehälter herstellt.
[0015] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung weist die Bedieneinheit der Abluftvorrichtung
ein Schaltelement zum Ein- und Ausschalten der Fördervorrichtung auf. Dadurch ist
es möglich, die Abluftvorrichtung auch ohne eine Zuförderung der geruchsüberdeckenden
und/oder geruchsneutralisierenden Stoffe zu betrieben und diese nur dann dem Abluftstrom
zuzudosieren, wenn dieser als besonders störend empfundene Geruchsmoleküle enthält.
Dadurch wird der Verbrauch der geruchsüberdeckenden und/oder geruchsneutralisierenden
Stoffe auf einen als notwendig empfundenen Level beschränkt.
[0016] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist die elektronische Steuerung der Abluftvorrichtung
mit einem Luftgütesensor verbunden und weist eine Auswerteschaltung auf, über die
die Fördervorrichtung ein- und ausschaltbar ist. Über den Luftgütesensor ist eine
automatische Ein- und Ausschaltung der Pumpe in Abhängigkeit vom Vorhandensein von
Geruchsmolekülen in der Abluft möglich. Ein Betrieb der Abluftvorrichtung, bei dem
zunächst versehentlich störende Geruchsmoleküle von der Abluftvorrichtung befördert
werden, bevor dies bemerkt und die Fördervorrichtung eingeschaltet wird, kann dadurch
vermieden werden. Als Luftgütesensor kann beispielsweise ein AQS-Sensor verwendet
sein, wie er auch in Automobilen Verwendung findet, um zu bestimmen, ob die Fahrzeuglüftung
im Umluft- oder Frischluftbetrieb betrieben werden soll. Derartige Luftgütesensoren
reagieren auf die Veränderung ihrer elektrischen Leitfähigkeit und können daraus über
eine geeignete Software Rückschlüsse auf das Vorhandensein und die Konzentration von
Schadstoffen schließen.
[0017] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist die Fördervorrichtung in unterschiedlichen
Leistungsstufen betreibbar. Die verschiedenen Leistungsstufen können davon abhängig
geschaltet werden, mit welcher Leistungsstufe auch die Abluftvorrichtung betrieben
wird. Je nach Volumenstrom, der vom Gebläse der Abluftvorrichtung bewegt wird, kann
die Förderrate der Fördervorrichtung gesteigert oder abgesenkt werden. Alternativ
oder ergänzend kann die Förderrate auch an das Maß der Belastung der Abluft mit störenden
Geruchsmolekülen angepasst werden. Je intensiver die Abluft mit störenden Gerüchen
belastet ist, umso höher wird das Fördervolumen der Fördervorrichtung eingestellt.
Die Veränderung der Förderrate der Fördervorrichtung kann manuell oder automatisch
über eine entsprechende Software erfolgen. Diese Software kann insbesondere auch mit
dem Luftgütesensor verbunden sein, um von diesem Steuergrößen zur Bestimmung der Förderrate
zu erhalten.
[0018] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung erfolgt die Abgabe de geruchsüberdeckenden
und/oder geruchsneutralisierenden Stoffe in einem Bereich des Luftführungskanals,
der einer Fettabscheidungszone in der Abluftvorrichtung in Strömungsrichtung des Abluftstroms
nachgeordnet ist. Wenn die im Luftstrom bewegten Öl- und Fettmoleküle bereits abgeschieden
worden sind, können die geruchsüberdeckenden und/oder geruchsneutralisierenden Stoffe
dafür verwendet werden, nur die störenden Geruchsmoleküle zu überdecken oder zu eliminieren.
Dadurch wird der Verbrauch der geruchsüberdeckenden und/oder geruchsneutralisierenden
Stoffe verringert, sie können in einer geringeren Dosierung dem Abluftstrom zudosiert
werden.
[0019] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, den Figuren und der
Figurenbeschreibung. Alle vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen
sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in den Figuren
alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils
angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder aber in Alleinstellung
verwendbar. Die Erfindung wird nun anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels sowie
unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
[0020] Es zeigen:
- Fig. 1:
- eine Prinzipskizze einer Abluftvorrichtung.
[0021] In Fig. 1 ist eine Abluftvorrichtung 2 in einer Prinzipskizze dargestellt. Die Abluftvorrichtung
2 verfügt über eine Einströmungsöffnung 4, in die ein durch Pfeile angedeuteter Abluftstrom
einströmt. Die Abluftvorrichtung 2 verfügt über einen Luftführungskanal, durch den
der Abluftstrom bis zur Ausblasöffnung 8 geführt wird. Der Abluftstrom wird durch
einen Ventilator 10 bewegt.
[0022] In Fig. 1 ist ein Axialventilator angedeutet, abweichend von dieser Bauform können
aber auch andere Ventilatortypen verwendet werden, wie beispielsweise ein Radialventilator,
ein Zentrifugalventilator oder andere Ventilatoren. Auch die Bauform des Gehäuses
der Abluftvorrichtung sowie die Ausgestaltung der Einströmungsöffnung 4, des Luftführungskanals
6 und der Ausblasöffnung 8 können von dem gezeigten Ausführungsbeispiel abweichen.
[0023] Für die Erfindung relevant ist der Umstand, dass im Bereich der Einströmungsöffnung
4 und/oder im Bereich des Luftführungskanals 6 zumindest eine Abgabevorrichtung einer
Fördervorrichtung 12 angeordnet ist. Die Fördervorrichtung 12 besteht aus einer Pumpe,
die einen geruchsüberdeckenden und/oder geruchsneutralisierenden Stoff aus einem Vorratsbehälter
14 über eine Verbindungsleistung 16 ansaugt und diesen an die Zerstäuberdüse 18 weiterleitet.
Der geruchsüberdeckende und/oder geruchsneutralisierende Stoff wird von der Zerstäuberdüse
18, die im Abluftstrom angeordnet ist, so zerstäubt, dass sich kleinste Tröpfchen
oder Aerosole bilden, die sich gut mit der an der Abgabevorrichtung vorbeiströmenden
Abluft vermischen. Die kleinsten Tröpfchen oder Aerosole können sich dann im Abluftstrom
an störende Geruchsmoleküle anlagern und diese dadurch in ihrer Wahrnehmbarkeit überdecken
oder neutralisieren.
[0024] Der Vorratsbehälter 14 ist in einer Halterung 20 gehalten. Im Ausführungsbeispiel
befindet sich diese außerhalb des Gehäuses der Abluftvorrichtung 2. Die Halterung
20 kann abweichend davon aber auch in das Gehäuse der Abluftvorrichtung 2 integriert
sein. Vorteilhaft ist es, die Halterung 20 so anzuordnen, dass eine Bedienperson einen
verbrauchten Vorratsbehälter 14 leicht gegen einen neuen Vorratsbehälter 14 austauschen
kann.
[0025] Die Halterung 20 verfügt über einen Anschlussstutzen 22, der in der Gebrauchsstellung
des Vorratsbehälters 14 in dessen Innenraum hineinragt, um daraus den geruchsüberdeckenden
und/oder geruchsneutralisierenden Stoff abzuleiten.
[0026] Der Vorratsbehälter 14 kann in der Halterung 20 von einer Verriegelungsvorrichtung
24 gehalten sein. Im Ausführungsbeispiel ist die Verriegelungsvorrichtung 24 durch
einfache, mechanisch zu betätigende Spannklammern angedeutet. Abweichend von einer
solchen simplen Lösung können natürlich auch motorisch betätigte, magnetische oder
sonstige Verriegelungsvorrichtungen 24 Anwendung finden.
[0027] Im Luftführungskanal 6 befindet sich außerdem ein Luftgütesensor 26, der im Ausführungsbeispiel
mit der Fördervorrichtung 12 verbunden ist. Die Auswertesignale des Luftgütesensors
26 können dazu genutzt werden, um die Fördervorrichtung 12 ein- oder auszuschalten.
Abweichend vom Ausführungsbeispiel kann der Luftgütesensor 26 auch außerhalb der Abluftvorrichtung
2 angeordnet sein.
[0028] Im Ausführungsbeispiel befindet sich die Zerstäuberdüse 18 als Abgabevorrichtung
der Fördervorrichtung 12 in Strömungsrichtung des Abluftstromes gesehen hinter einer
Fettabscheidungszone 28, die in Fig. 1 als Fettfilter angedeutet ist. Abweichend vom
Ausführungsbeispiel kann eine Fettabscheidungszone 28 in einer Abluftvorrichtung 2
auch derart ausgebildet sein, dass der Abluftstrom innerhalb des Luftführungskanals
6 scharf umgelenkt wird, so dass sich in der Umlenkungszone Fettpartikel an den Wandungen
des Luftführungskanals 6 niederschlagen.
[0029] Die Erfindung ist nicht auf das vorstehend beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt.
Dem Fachmann bereitet es keine Schwierigkeiten, das Ausführungsbeispiel auf eine ihm
geeignet erscheinende Weise abzuwandeln, um sie an einen konkreten Anwendungsfall
anzupassen.
1. Abluftvorrichtung (2) mit einer Einströmungsöffnung (4), einem Luftführungskanal (6),
einer Ausblasöffnung (8) und einem Gebläse zur Förderung der Abluft durch die Abluftvorrichtung
(2), dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Einströmungsöffnung (4) und/oder im Bereich des Luftführungskanals
(6) zumindest eine Abgabevorrichtung einer Fördervorrichtung (12) zur Abgabe geruchsüberdeckender
und/oder geruchsneutralisierender Stoffe in den Abluftstrom angeordnet ist.
2. Abluftvorrichtung (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den geruchsneutralisierenden Stoffen um Einschlussverbindungen handelt.
3. Abluftvorrichtung (2) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die geruchsüberdeckenden und/oder geruchsneutralisierenden Stoffe in flüssigem Aggregatzustand
in einem Vorratsbehälter (14) vorgehalten sind, der Vorratsbehälter (14) über eine
Verbindungsleitung (16) mit der Fördervorrichtung (12) verbunden ist, und die Fördervorrichtung
(12) eine Pumpe zur Förderung eines flüssigen Mediums ist, die an ihrem Förderausgang
als Abgabevorrichtung eine Zerstäuberdüse (18) aufweist.
4. Abluftvorrichtung (2) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zerstäuberdüse (18) so im Luftführungskanal (6) angeordnet ist, dass sie die
geruchsüberdeckenden und/oder geruchsneutralisierenden Stoffe direkt in den durch
den Luftführungskanal (6) hindurch strömenden Abluftstrom sprüht.
5. Abluftvorrichtung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpe mehrere Pumpenkammern aufweist.
6. Abluftvorrichtung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorratsbehälter (14) in einer Halterung (20) in der Abluftvorrichtung (2) gehalten
ist, die einen Anschlussstutzen (22) aufweist, der in der Gebrauchsstellung des Vorratsbehälters
(14) in den Vorratsbehälter (14) hineinragt, der Anschlussstutzen (22) mit der Fördervorrichtung
(12) über eine Verbindungsleitung (16) verbunden ist, die Halterung (20) eine Verriegelungsvorrichtung
(24) aufweist, die zwischen einer Verriegelungsstellung und einer Entriegelungsstellung
verstellbar ist, der Vorratsbehälter (14) in seiner Gebrauchsstellung in der Verriegelungsstellung
in der Verriegelungsvorrichtung (24) verriegelt gehalten ist, und der Vorratsbehälter
(14) in der Entriegelungsstellung aus der Halterung (20) entnehmbar und ein neuer
Vorratsbehälter (14) in die Halterung (20) einsetzbar ist.
7. Abluftvorrichtung (2) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlussstutzen (22) mit der Verriegelungsvorrichtung (24) antriebsverbunden
ist.
8. Abluftvorrichtung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedieneinheit der Abluftvorrichtung (2) ein Schaltelement zum Ein- und Ausschalten
der Fördervorrichtung (12) aufweist.
9. Abluftvorrichtung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronische Steuerung der Abluftvorrichtung (2) mit einem Luftgütesensor (26)
verbunden ist und eine Auswerteschaltung aufweist, über die die Fördervorrichtung
(12) ein- und ausschaltbar ist.
10. Abluftvorrichtung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dassdie Fördervorrichtung (12) in unterschiedlichen Leistungsstufen betreibbar ist.
11. Abluftvorrichtung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abgabe de geruchsüberdeckenden und/oder geruchsneutralisierenden Stoffe in einem
Bereich des Luftführungskanals (6) erfolgt, der einer Fettabscheidungszone (28) in
der Abluftvorrichtung (2) in Strömungsrichtung des Abluftstroms nachgeordnet ist.