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(11) |
EP 3 416 899 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.04.2020 Patentblatt 2020/17 |
| (22) |
Anmeldetag: 16.02.2017 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2017/000222 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2017/140427 (24.08.2017 Gazette 2017/34) |
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BLISTERVERPACKUNG, ABDECKFOLIE UND HERSTELLUNGSVERFAHREN
BLISTER PACKAGING, COVER FILM AND PRODUCTION METHOD
PLAQUETTE ALVÉOLAIRE, FEUILLE DE RECOUVREMENT ET PROCÉDÉ DE FABRICATION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
17.02.2016 DE 102016001829
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.12.2018 Patentblatt 2018/52 |
| (73) |
Patentinhaber: Giesecke+Devrient Currency Technology GmbH |
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81677 München (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- WESSELY, Stephan
81477 München (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A1-2006/056216 DE-A1-102009 041 583 DE-A1-102014 011 663
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WO-A2-2011/064162 DE-A1-102009 058 243 US-A1- 2001 032 796
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Blisterverpackung, umfassend ein Kunststofffolienformteil,
eine Abdeckfolie und eine semitransparente Funktionsschicht, die so beschaffen ist,
dass sie bei der Betrachtung im Auflicht eine erste, visuell erkennbare Farbe aufweist
und bei der Betrachtung im Durchlicht eine zweite, visuell erkennbare Farbe aufweist.
Die Erfindung betrifft des Weiteren eine für das Herstellen der vorstehend genannten
Blisterverpackung geeignete Abdeckfolie und ein Verfahren zum Herstellen der vorstehend
genannten Blisterverpackung.
[0002] Unter einer Blisterverpackung (bzw. Blister, Sichtverpackung) versteht man eine Produktverpackung,
die es dem potentiellen Käufer ermöglicht, den verpackten Gegenstand optisch wahrzunehmen
oder zumindest die Form des Gegenstandes zu erahnen. Der Gegenstand wird dabei von
einem mit einer Abdeckfolie verschlossenen Kunststofffolienformteil fixiert. Bei Medikamenten,
z.B. Tabletten, besteht die Abdeckfolie zumeist aus Aluminium. Eine Tablettenverpackung
bzw. ein Tablettenblister wird auch Durchdrückpackung genannt. Die Anordnung der Tabletten
in einzelnen Vertiefungen bzw. Kavitäten des Kunststofffolienformteils, das durch
die Aluminiumfolie versiegelt wird, ist hygienisch von Vorteil, da unerwünschte Einflüsse
wie hohe Luftfeuchtigkeit oder Schmutz ausgeschlossen sind.
[0003] Die Herstellung von Blistern wird z.B. in der
WO 97/010159 A1 beschrieben.
[0004] Die
EP 1 876 033 A1 beschreibt ein Verpackungsmaterial, insbesondere für den Pharmabereich, das ein metallisches
Trägersubstrat mit einem in zwei unterschiedlichen visuell erkennbaren Farben gedruckten
Linienraster aufweist.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die allgemeine Aufgabe zugrunde, die Fälschungssicherheit
der Blisterverpackungen des Standes der Technik zu erhöhen.
[0006] Die Aufgabe wird durch die in den unabhängigen Ansprüchen definierten Merkmalskombinationen
gelöst. Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Zusammenfassung der Erfindung
[0007]
- 1. (Erster Aspekt der Erfindung) Blisterverpackung, umfassend ein mit Kavitäten versehenes
Kunststofffolienformteil und eine opake Abdeckfolie mit zumindest einem außerhalb
der Kavitäten angeordneten transparenten Bereich, wobei das Kunststofffolienformteil
die Vorderseite der Blisterverpackung definiert und die opake Abdeckfolie die Rückseite
der Blisterverpackung definiert und die Blisterverpackung zusätzlich in einem bestimmten
Bereich, der außerhalb des Bereichs der Kavitäten des Kunststofffolienformteils gebildet
ist und zumindest den transparenten Bereich der opaken Abdeckfolie überlappend angeordnet
ist, eine semitransparente Funktionsschicht aufweist, die so beschaffen ist, dass
die Blisterverpackung im transparenten Bereich der opaken Abdeckfolie bei der Betrachtung
im Auflicht eine erste, visuell erkennbare Farbe aufweist und bei der Betrachtung
im Durchlicht eine zweite, visuell erkennbare Farbe aufweist.
Der transparente Bereich der opaken Abdeckfolie kann insbesondere in Form eines Musters,
in Form von Zeichen oder in Form einer Codierung vorliegen.
Das Kunststofffolienformteil weist mehrere Vertiefungen bzw. Kavitäten auf, wobei
die Vertiefungen bzw. Kavitäten für die Aufnahme von zu verpackenden Gegenständen,
z.B. Tabletten, geeignet sind.
Bei der Blisterverpackung kann der Farbwechsel bei der Betrachtung im Durchlicht einerseits
und bei der Betrachtung im Auflicht andererseits besonders gut wahrgenommen werden,
wenn das Kunststofffolienformteil transparent ist. Die semitransparente Funktionsschicht
ist z.B. mittels Aufdampfen oder drucktechnisch erhältlich. Die semitransparente Funktionsschicht
kann einen einschichtigen oder einen mehrschichtigen Aufbau aufweisen. Im Falle eines
mehrschichtigen Aufbaus ist es möglich, dass alle Schichten mittels Aufdampfen erzeugt
werden; alternativ ist es möglich, dass eine oder mehrere Schichten mittels Aufdampfen
erzeugt werden und eine weitere oder mehrere weitere Schichten drucktechnisch erzeugt
werden (zum Beispiel zwei mittels Aufdampfen erzeugte semitransparente metallische
Schichten und eine dazwischen angeordnete, drucktechnisch erhältliche, auf Nitrocellulose
basierende dielektrische Schicht). Des Weiteren kann die semitransparente Funktionsschicht
z.B. in Form einer kontinuierlichen Beschichtung vorliegen oder in Form einer diskontinuierlichen,
z.B. aus metallischen Pigmenten bzw. Effektpigmenten erzeugten Beschichtung vorliegen.
Konkrete Beispiele im Hinblick auf die semitransparente Funktionsschicht sind insbesondere
die folgenden Schichtsysteme A), B) C) und D):
- A) zwei semitransparente metallische Schichten und eine dazwischen angeordnete dielektrische
Schicht;
- B) zwei semitransparente metallische Schichten und eine dazwischen angeordnete, bevorzugt
1 bis 2 Mikrometer dicke, Farbschicht (z.B. in blauer Farbe); bevorzugt sind die beiden
semitransparenten metallischen Schichten zusätzlich an der Außenseite jeweils mit
einer weiteren, bevorzugt 1 bis 2 Mikrometer dicken, Farbschicht, insbesondere in
einer Komplementärfarbe zu der zwischen den metallischen Schichten angeordneten Farbschicht
(z.B. in gelber Farbe), beschichtet (auf diese Weise ergibt sich der folgende Schichtaufbau
mit einem Gold/Blau-Farbwechsel in Auflicht- bzw. Durchlicht-Ansicht: gelbe Druckschicht
- semitransparente metallische Schicht - blaue Druckschicht - semitransparente metallische
Schicht - gelbe Druckschicht); des Weiteren ist z.B. das folgende, die Schichten a)
bis c) umfassende Schichtsystem möglich: a) gelb eingefärbte, "silberne" Spiegelschicht,
erhältlich mittels gelb eingefärbter Metallpigmente, die aus der WO 2005/051675 A2 bekannt sind (die Metallpigmente beruhen auf einem Metall, das vorzugsweise von der
Gruppe bestehend aus Aluminium, Edelstahl, Nichrome, Gold, Silber, Platin und Kupfer
gewählt ist; das Metall ist insbesondere bevorzugt Aluminium, wobei der mittlere Teilchendurchmesser
bevorzugt in einem Bereich von 8 bis 15 µm, weiter bevorzugt in einem Bereich von
9 bis 10 µm liegt, gemessen mit einem Coulter LS130 Laserdiffraktionsgranulometer;
eine solche Druckfarbe ermöglicht die Bereitstellung einer "silbernen" Spiegelschicht),
b) blaue, bevorzugt 1 bis 2 Mikrometer dicke, Farbschicht, c) gelb eingefärbte, "silberne"
Spiegelschicht, erhältlich mittels gelb eingefärbter Metallpigmente, die aus der WO 2005/051675 A2 bekannt sind (siehe hierzu die Beschreibung zur Schicht a));
- C) das obige Schichtsystem kann alternativ so ausgestaltet werden, dass einige der
Schichten auf der Vorderseite eines Trägersubstrats angeordnet sind und einige Schichten
auf der Rückseite des Trägersubstrats angeordnet sind; z.B. ist das folgende, die
Schichten a) bis f) umfassende Schichtsystem möglich: a) gelbe, bevorzugt 1 bis 2
Mikrometer dicke, Farbschicht, b) semitransparente metallische Schicht (z.B. Aluminium),
c) Trägersubstrat (z.B. COC- oder PET-Folie), d) blaue, bevorzugt 1 bis 2 Mikrometer
dicke, Farbschicht, e) semitransparente metallische Schicht (z.B. Aluminium), f) gelbe,
bevorzugt 1 bis 2 Mikrometer dicke, Farbschicht; des Weiteren ist z.B. das folgende,
die Schichten a) bis d) umfassende Schichtsystem möglich: a) gelb eingefärbte, "silberne"
Spiegelschicht, erhältlich mittels gelb eingefärbter Metallpigmente, die aus der WO 2005/051675 A2 bekannt sind (die Metallpigmente beruhen auf einem Metall, das vorzugsweise von der
Gruppe bestehend aus Aluminium, Edelstahl, Nichrome, Gold, Silber, Platin und Kupfer
gewählt ist; das Metall ist insbesondere bevorzugt Aluminium, wobei der mittlere Teilchendurchmesser
bevorzugt in einem Bereich von 8 bis 15 µm, weiter bevorzugt in einem Bereich von
9 bis 10 µm liegt, gemessen mit einem Coulter LS130 Laserdiffraktionsgranulometer;
eine solche Druckfarbe ermöglicht die Bereitstellung einer "silbernen" Spiegelschicht),
b) Trägersubstrat (z.B. COC- oder PET-Folie), c) blaue, bevorzugt 1 bis 2 Mikrometer
dicke, Farbschicht, d) gelb eingefärbte, "silberne" Spiegelschicht, erhältlich mittels
gelb eingefärbter Metallpigmente, die aus der WO 2005/051675 A2 bekannt sind (siehe hierzu die Beschreibung zur Schicht a));
- D) die oben unter B) und C) genannten Schichtsysteme können selbstverständlich hinsichtlich
der gelben Farbschicht und der blauen Farbschicht dahingehend variiert werden, dass
anstelle von Gelb bzw. Blau andere Farben verwendet werden, die insbesondere zueinander
komplementär sind.
Das Kunststofffolienformteil beruht z.B. auf einem der folgenden Materialien, die
jeweils als eine einzelne Schicht oder in Form mehrerer Schichten vorliegen können:
- PVC (Polyvinylchlorid),
- PVDC (Polyvinylidenchlorid),
- PVC/PVDC-Mehrschichtanordnung,
- PVC/PE/PVDC-Mehrschichtanordnung,
- PVC/ACLAR®-Mehrschichtanordnung,
- PP (Polypropylen),
- PET (Polyester),
- PS (Polystyrol),
- COP (Cycloolefinpolymer),
- COC (Cycloolefin-Copolymer),
- COC/COC-Mehrschichtanordnung,
- PP/COC/PP-Mehrschichtanordnung,
- PP/ COC/ EVOH/ PP-Mehrschichtanordnung,
- PETG/ COC/ PETG-Mehrschichtanordnung,
- PVC/COC/PVC-Mehrschichtanordnung,
- mit PVDC beschichtetes COC,
- PETG/PCTFE-Mehrschichtanordnung,
- PETG/EVOH/PCTFE-Mehrschichtanordnung,
- PVC/PCTFE-Mehrschichtanordnung,
- PVC/PE/PCTFE-Mehrschichtanordnung,
- PVC/PCTFE/PVC-Mehrschichtanordnung, und
- PVC/EVOH/PCTFE- Mehrschichtanordnung.
Die opake Abdeckfolie ist insbesondere eine Durchdrückfolie. Die Folie kann insbesondere
eine metallische Folie sein und wird vorzugsweise von den folgenden Materialien gewählt:
Aluminium, insbesondere Hart-Aluminium, Weich-Aluminium, Papier-Aluminium-Kombination
oder Papier-Polyester-Aluminium-Laminat.
Für das Versiegeln des Kunststofffolienformteils mit der Abdeckfolie kann die Abdeckfolie
insbesondere einen Heißsiegellack (bzw. Heißsiegelbindemittel), der gegebenenfalls
mittels einer Heißsiegellackgrundierung (bzw. Haftvermittler) auf der Abdeckfolie
angeordnet ist, aufweisen. Anstelle der Formulierung "Heißsiegelbindemittel und gegebenenfalls
vorhandener Haftvermittler" wird hierin auch der Begriff "Heißsiegelbeschichtung"
verwendet.
- 2. (Bevorzugte Ausgestaltung) Blisterverpackung nach Absatz 1, wobei die semitransparente
Funktionsschicht auf einem Trägersubstrat gebildet ist und das mit der semitransparenten
Funktionsschicht versehene Trägersubstrat zwischen dem Kunststofffolienformteil und
der opaken Abdeckfolie angeordnet ist.
Das Trägersubstrat ist insbesondere eine Kunststoff-Folie, z.B. eine Polyethylenterephthalat(PET)-Folie
oder eine Cycloolefin-Copolymer(COC)-Folie.
Das mit der semitransparenten Funktionsschicht versehene Trägersubstrat kann insbesondere
mittels einer Klebschicht auf der opaken Abdeckfolie angeordnet sein.
- 3. (Bevorzugte Ausgestaltung) Blisterverpackung nach Absatz 1, wobei die semitransparente
Funktionsschicht auf einem Trägersubstrat gebildet ist und das mit der semitransparenten
Funktionsschicht versehene Trägersubstrat oberhalb der dem Kunststofffolienformteil
gegenüberliegenden Seite der opaken Abdeckfolie angeordnet ist.
Das Trägersubstrat ist insbesondere eine Kunststoff-Folie, z.B. eine Polyethylenterephthalat(PET)-Folie
oder eine Cycloolefin-Copolymer(COC)-Folie.
Das mit der semitransparenten Funktionsschicht versehene Trägersubstrat kann insbesondere
mittels einer Klebschicht auf der opaken Abdeckfolie angeordnet sein.
- 4. (Bevorzugte Ausgestaltung) Blisterverpackung nach Absatz 1, wobei die semitransparente
Funktionsschicht entweder direkt auf dem Kunststofffolienformteil oder innerhalb des
Kunststofffolienformteils gebildet ist.
Beispielsweise kann die semitransparente Funktionsschicht drucktechnisch direkt auf
dem Kunststofffolienformteil erzeugt sein. Des Weiteren ist es möglich, dass das Kunststofffolienformteil
auf einer Mehrschichtanordnung mit zumindest zwei Schichten basiert und die semitransparente
Funktionsschicht zwischen den beiden Schichten angeordnet ist, oder das Kunststofffolienformteil
auf einer Mehrschichtanordnung mit zumindest einer inneren Schicht und zwei Deckschichten
basiert und die semitransparente Funktionsschicht zwischen der inneren Schicht und
einer der beiden Deckschichten angeordnet ist, wobei die Mehrschichtanordnung bevorzugt
von der Gruppe der folgenden Elemente gewählt ist:
- PVC/PVDC-Mehrschichtanordnung,
- PVC/PE/PVDC-Mehrschichtanordnung,
- PVC/ACLAR®-Mehrschichtanordnung,
- COC/COC-Mehrschichtanordnung,
- PP/ COC/ PP-Mehrschichtanordnung,
- PP/ COC/ EVOH/ PP-Mehrschichtanordnung,
- PETG/ COC/ PETG-Mehrschichtanordnung,
- PVC/COC/PVC-Mehrschichtanordnung,
- mit PVDC beschichtetes COC,
- PETG/PCTFE-Mehrschichtanordnung,
- PETG/ EVOH/ PCTFE-Mehrschichtanordnung,
- PVC/PCTFE-Mehrschichtanordnung,
- PVC/ PE/ PCTFE-Mehrschichtanordnung,
- PVC/PCTFE/PVC-Mehrschichtanordnung, und
- PVC/EVOH/PCTFE- Mehrschichtanordnung.
- 5. (Bevorzugte Ausgestaltung) Blisterverpackung nach einem der Absätze 1 bis 4, wobei
die semitransparente Funktionsschicht einen mehrschichtigen Aufbau mit zwei semitransparenten
metallischen Schichten und einer zwischen den zwei semitransparenten metallischen
Schichten angeordneten dielektrischen Schicht aufweist.
- 6. (Bevorzugte Ausgestaltung) Blisterverpackung nach Absatz 5, wobei die beiden semitransparenten
metallischen Schichten unabhängig voneinander aus einem Metall gebildet sind und das
Metall jeweils von der Gruppe bestehend aus Al, Ag, Ni, Cr, Cu, Au und einer Legierung
eines oder mehrerer der vorstehend genannten Elemente gewählt ist und die dielektrische
Schicht eine SiO2-Schicht, eine ZnO-Schicht, eine Al2O3-Schicht, eine TiO2-Schicht, eine Schicht aus einem Nitrid oder Oxynitrid eines der Elemente Si, Zn,
Al oder Ti oder eine MgF2-Schicht oder eine, z.B. drucktechnisch erhältliche, Nitrocellulose-Schicht ist.
- 7. (Bevorzugte Ausgestaltung) Blisterverpackung nach Absatz 6, wobei die beiden semitransparenten
metallischen Schichten von Al oder Ag gewählt sind und die dielektrische Schicht eine
SiO2-Schicht ist.
- 8. (Bevorzugte Ausgestaltung) Blisterverpackung nach einem der Absätze 5 bis 7, wobei
die Blisterverpackung im transparenten Bereich der opaken Abdeckfolie bei der Betrachtung
im Auflicht goldfarben erscheint und bei der Betrachtung im Durchlicht einen blauen
Farbton aufweist.
- 9. (Bevorzugte Ausgestaltung) Blisterverpackung nach einem der Absätze 1 bis 4, wobei
die semitransparente Funktionsschicht drucktechnisch mittels einer Effektpigment-Zusammensetzung
erhältlich ist.
- 10. (Bevorzugte Ausgestaltung) Blisterverpackung nach einem der Absätze 1 bis 9, wobei
die opake Abdeckfolie eine metallische Folie, insbesondere eine Aluminiumfolie, ist
und der transparente Bereich der opaken Abdeckfolie in Form einer Aussparung in der
opaken Abdeckfolie gebildet ist.
Die Aussparung kann insbesondere mittels Stanzen oder mittels Laser-Schneiden erzeugt
sein.
- 11. (Bevorzugte Ausgestaltung) Blisterverpackung nach einem der Absätze 1 bis 10,
wobei die Blisterverpackung ein Blister für Pharmaerzeugnisse, insbesondere ein Tablettenblister
ist.
- 12. (Zweiter Aspekt der Erfindung) Abdeckfolie, geeignet für das Abdecken eines Kunststofffolienformteils
einer Blisterverpackung, wobei die Abdeckfolie opak ist und zumindest einen transparenten
Bereich aufweist und in einem bestimmten Bereich, der so angepasst ist, dass er außerhalb
des Bereichs der Kavitäten des Kunststofffolienformteils gebildet ist und zumindest
den transparenten Bereich der opaken Abdeckfolie überlappend angeordnet ist, eine
semitransparente Funktionsschicht aufweist, die so beschaffen ist, dass die Abdeckfolie
im transparenten Bereich bei der Betrachtung im Auflicht eine erste, visuell erkennbare
Farbe aufweist und bei der Betrachtung im Durchlicht eine zweite, visuell erkennbare
Farbe aufweist.
Für das Versiegeln eines Kunststofffolienformteils mit der Abdeckfolie kann die Abdeckfolie
insbesondere einen Heißsiegellack (bzw. Heißsiegelbindemittel), der gegebenenfalls
mittels einer Heißsiegellackgrundierung (bzw. Haftvermittler) auf der Abdeckfolie
angeordnet ist, aufweisen. Anstelle der Formulierung "Heißsiegelbindemittel und gegebenenfalls
vorhandener Haftvermittler" wird hierin auch der Begriff "Heißsiegelbeschichtung"
verwendet.
Die opake Abdeckfolie ist insbesondere eine Durchdrückfolie. Die Folie kann insbesondere
eine metallische Folie sein und weiter im Besonderen von den folgenden Materialien
gewählt werden: Aluminium, insbesondere Hart-Aluminium, Weich-Aluminium, Papier-Aluminium-Kombination
oder Papier-Polyester-Aluminium-Laminat.
- 13. (Bevorzugte Ausgestaltung) Abdeckfolie nach Absatz 12, wobei die semitransparente
Funktionsschicht auf einem Trägersubstrat, z.B. eine Kunststoff-Folie, gebildet ist
und das mit der semitransparenten Funktionsschicht versehene Trägersubstrat oberhalb
der opaken Abdeckfolie angeordnet ist.
- 14. (Bevorzugte Ausgestaltung) Abdeckfolie nach einem der Absätze 12 oder 13, wobei
die semitransparente Funktionsschicht einen mehrschichtigen Aufbau mit zwei semitransparenten
metallischen Schichten und einer zwischen den zwei semitransparenten metallischen
Schichten angeordneten dielektrischen Schicht aufweist.
- 15. (Bevorzugte Ausgestaltung) Abdeckfolie nach Absatz 14, wobei die beiden semitransparenten
metallischen Schichten unabhängig voneinander aus einem Metall gebildet sind und das
Metall jeweils von der Gruppe bestehend aus Al, Ag, Ni, Cr, Cu, Au und einer Legierung
eines oder mehrerer der vorstehend genannten Elemente gewählt ist und die dielektrische
Schicht eine SiO2-Schicht, eine ZnO-Schicht, eine Al2O3-Schicht, eine TiO2-Schicht, eine Schicht aus einem Nitrid oder Oxynitrid eines der Elemente Si, Zn,
Al oder Ti oder eine MgF2-Schicht oder eine, z.B. drucktechnisch erhältliche, Nitrocellulose-Schicht ist.
- 16. (Bevorzugte Ausgestaltung) Abdeckfolie nach Absatz 15, wobei die beiden semitransparenten
metallischen Schichten von Al oder Ag gewählt sind und die dielektrische Schicht eine
SiO2-Schicht ist.
- 17. (Bevorzugte Ausgestaltung) Abdeckfolie nach einem der Absätze 14 bis 16, wobei
die Abdeckfolie im transparenten Bereich bei der Betrachtung im Auflicht goldfarben
erscheint und bei der Betrachtung im Durchlicht einen blauen Farbton aufweist.
- 18. (Bevorzugte Ausgestaltung) Abdeckfolie nach einem der Absätze 12 oder 13, wobei
die semitransparente Funktionsschicht drucktechnisch mittels einer Effektpigment-Zusammensetzung
erhältlich ist.
- 19. (Bevorzugte Ausgestaltung) Abdeckfolie nach einem der Absätze 13 bis 18, wobei
das oberhalb der opaken Abdeckfolie angeordnete, mit der semitransparenten Funktionsschicht
versehene Trägersubstrat die Gestalt einer Mehrzahl von Streifen oder Patches bzw.
Flicken hat.
- 20. (Bevorzugte Ausgestaltung) Abdeckfolie nach einem der Absätze 12 bis 19, wobei
die Abdeckfolie eine metallische Folie, insbesondere eine Aluminiumfolie, ist und
der transparente Bereich der opaken Abdeckfolie in Form einer Aussparung in der opaken
Abdeckfolie gebildet ist.
- 21. (Bevorzugte Ausgestaltung) Abdeckfolie nach einem der Absätze 12 bis 20, geeignet
für das Herstellen einer Blisterverpackung nach einem der Absätze 1 bis 3 oder nach
einem der auf die Absätze 1 bis 3 rückbezogenen Absätze 5 bis 11.
- 22. (Dritter Aspekt der Erfindung) Verfahren zum Herstellen einer Blisterverpackung,
umfassend den Schritt des Abdeckens eines mit Kavitäten versehenen Kunststofffolienformteils
mit einer Abdeckfolie nach einem der Absätze 12 bis 21.
Ausführliche Beschreibung der Erfindung
[0008] In der Beschreibung werden die Begriffe "Kunststofffolienformteil" und "Kunststoffformfolie"
als Synonyme verwendet.
[0009] Die Vorderseite der erfindungsgemäßen Blisterverpackung wird durch das Kunststofffolienformteil
definiert. Die Rückseite der erfindungsgemäßen Blisterverpackung wird durch die Abdeckfolie
definiert.
[0010] Eine Betrachtung im Auflicht ist im Sinne dieser Erfindung eine Beleuchtung des jeweiligen
Gegenstandes von einer Seite und eine Betrachtung des Gegenstandes von derselben Seite.
Eine Betrachtung im Auflicht liegt somit beispielsweise dann vor, wenn die Vorderseite
des Blisters beleuchtet und auch betrachtet wird.
[0011] Eine Betrachtung im Durchlicht ist im Sinne dieser Erfindung eine Beleuchtung des
jeweiligen Gegenstandes von einer Seite und eine Betrachtung des Gegenstandes von
der gegenüberliegenden Seite. Eine Betrachtung im Durchlicht liegt somit beispielsweise
dann vor, wenn die Rückseite des Blisters beleuchtet und die Vorderseite des Blisters
betrachtet wird. Das Licht scheint somit mindestens teilweise durch die Verpackung
hindurch.
[0012] Die erfindungsgemäße Blisterverpackung zeichnet sich dadurch aus, dass sie einen
semitransparenten Bereich mit einem Farbwechsel bei der Betrachtung im Auflicht (Reflexion)
einerseits und bei der Betrachtung im Durchlicht (Transmission) andererseits aufweist.
Der Farbwechsel ist ohne technische Hilfsmittel mit dem bloßen Auge überprüfbar und
dient der Echtheitskontrolle der Blisterverpackung. Die Echtheitskontrolle kann z.B.
vor dem erstmaligen Konsumieren der im Blister enthaltenen (Pharma-)Erzeugnisse, z.B.
Tabletten, vorgenommen werden.
[0013] Die erfindungsgemäße Blisterverpackung ist infolge ihrer erhöhten Fälschungssicherheit
besonders vorteilhaft, da semitransparente Blisterverpackungen mit Farbwechsel bei
der Betrachtung im Auflicht einerseits und bei der Betrachtung im Durchlicht andererseits
für den Fälscher verhältnismäßig schwer zugänglich sind. Darüber hinaus ist eine unkomplizierte
Echtheitsprüfung der erfindungsgemäßen Blisterverpackung durch den Konsumenten, auch
im Falle eines Kindes, durch das Betrachten der Blisterverpackung mit Blick auf das
Kunststofffolienformteil und/oder mit Blick auf die Abdeckfolie im Auflicht und im
Durchlicht ohne zusätzliche technische Hilfsmittel durchführbar.
[0014] Zur Erhöhung des Fälschungsschutzes können die Abdeckfolie oder das Kunststofffolienformteil
mit zusätzlichen Fälschungssicherungsmitteln ausgestattet werden, z.B.
- die Bereitstellung einer zusätzlichen opaken Beschichtung, insbesondere eine Druckschicht
oder eine Metallisierung, die Aussparungen in Form von Mustern, Zeichen oder einer
Codierung aufweist;
- das Bedrucken mit (Mikro-)Schrift, insbesondere mit Effektpigmenten;
- das Bereitstellen lumineszierender oder magnetischer Sicherheitsmerkmale, die insbesondere
maschinell erfassbar sind;
- das Bereitstellen eines zusätzlichen Hologramms, insbesondere eine Prägelackschicht
mit einer diffraktiven Reliefstruktur, die ggf. mit einer Metallisierung versehen
ist;
- das Bereitstellen einer mikrooptischen Reliefstruktur, insbesondere einer Mikrospiegel-Anordnung;
die Herstellung einer mikrooptischen Reliefstruktur ist im Stand der Technik bekannt
(siehe z.B. die WO 2014/060089 A2).
[0015] Das Kunststofffolienformteil ist insbesondere transparent und beruht z.B. auf einem
der folgenden Materialien, die jeweils als eine einzelne Schicht oder in Form mehrerer
Schichten vorliegen können:
- PVC (Polyvinylchlorid),
- PVDC (Polyvinylidenchlorid),
- PVC/PVDC-Mehrschichtanordnung,
- PVC/PE/ PVDC-Mehrschichtanordnung,
- PVC/ACLAR®-Mehrschichtanordnung,
- PP (Polypropylen),
- PET (Polyester),
- PS (Polystyrol),
- COP (Cycloolefinpolymer),
- COC (Cycloolefin-Copolymer),
- COC/COC-Mehrschichtanordnung,
- PP/ COC/PP-Mehrschichtanordnung,
- PP/COC/EVOH/PP-Mehrschichtanordnung,
- PETG/ COC/ PETG-Mehrschichtanordnung,
- PVC/COC/PVC-Mehrschichtanordnung,
- mit PVDC beschichtetes COC,
- PETG/PCTFE-Mehrschichtanordnung,
- PETG/ EVOH/ PCTFE-Mehrschichtanordnung,
- PVC/PCTFE-Mehrschichtanordnung,
- PVC/PE/PCTFE-Mehrschichtanordnung,
- PVC/PCTFE/PVC-Mehrschichtanordnung, und
- PVC/EVOH/PCTFE- Mehrschichtanordnung.
[0016] Im Falle, dass das transparente Trägersubstrat des Kunststofffolienformteils auf
einer Mehrschichtanordnung basiert, können zwei einzelne Schichten insbesondere mittels
einer Klebschicht miteinander verbunden sein (z.B. PVDC/Klebschicht/PVC-Aufbau, PVDC/
Klebschicht/ PE/ Klebschicht/ PVC-Aufbau oder PP/Klebschicht/COC/Klebschicht/PP-Aufbau).
Anstelle einer Klebschicht kann für das verbesserte Verbinden zweier einzelner Schichten
einer Mehrschichtanordnung eine polymere Heißsiegelschicht verwendet werden, die z.B.
mittels Coextrusion erhältlich ist. Als polymere Heißsiegelschicht ist z.B. Polyethylen-Copolymer
geeignet.
[0017] Das Kunststofffolienformteil kann z.B. eine Materialdicke im Bereich von 100 Mikrometer
bis 600 Mikrometer aufweisen, wobei der Bereich von 200 Mikrometer bis 500 Mikrometer
bevorzugt wird.
[0018] Die semitransparente Funktionsschicht weist bei der Betrachtung im Auflicht einerseits
und bei der Betrachtung im Durchlicht andererseits unterschiedliche Farbtöne auf.
Die beiden unterschiedlichen Farbtöne sind z.B. Komplementärfarben. Eine solche semitransparente
Funktionsschicht beruht z.B. auf einem mehrschichtigen Aufbau mit zwei semitransparenten
metallischen Schichten und einer zwischen den zwei semitransparenten metallischen
Schichten angeordneten dielektrischen Schicht. Ein solcher mehrschichtiger Aufbau,
der bei der Betrachtung im Auflicht goldfarben erscheint und bei der Betrachtung im
Durchlicht einen blauen Farbton zeigt, ist z.B. aus der
WO 2011/082761 A1 bekannt. Darüber hinaus beschreibt die
WO 2011/032665 A1 ähnliche mehrschichtige Aufbauten.
Geeignete mehrschichtige Aufbauten mit zwei semitransparenten metallischen Schichten
und einer zwischen den zwei semitransparenten metallischen Schichten angeordneten
dielektrischen Schicht haben vorzugsweise die folgende gegenständliche Beschaffenheit:
- die beiden semitransparenten metallischen Schichten werden bevorzugt von Al oder Ag
gewählt; die dielektrische Schicht ist insbesondere eine SiO2-Schicht oder eine MgF2-Schicht, bevorzugt eine SiO2-Schicht;
- im Falle, dass jede der beiden semitransparenten metallischen Schichten auf Al beruht,
liegt die jeweilige bevorzugte Schichtdicke in einem Bereich von 5 nm bis 20 nm, insbesondere
bevorzugt in einem Bereich von 10 nm bis 14 nm; die dielektrische SiO2-Schicht hat vorzugsweise eine Schichtdicke in einem Bereich von 50 nm bis 450 nm,
weiter bevorzugt in einem Bereich von 80 nm bis 260 nm und insbesondere bevorzugt
in einem Bereich von 210 nm bis 260 nm, wobei die Bereiche von 80 nm bis 100 nm und
von 210 nm bis 240 nm speziell für die Bereitstellung eines Gold/Blau-Farbwechsels
besonders bevorzugt werden;
- im Falle, dass jede der beiden semitransparenten metallischen Schichten auf Ag beruht,
liegt die jeweilige bevorzugte Schichtdicke in einem Bereich von 15 nm bis 30 nm,
insbesondere bevorzugt von 15 nm bis 25 nm; die dielektrische SiO2-Schicht hat vorzugsweise eine Schichtdicke in einem Bereich von 50 nm bis 450 nm,
weiter bevorzugt in einem Bereich von 80 nm bis 260 nm und insbesondere bevorzugt
in einem Bereich von 210 nm bis 260 nm, wobei die Bereiche von 80 nm bis 100 nm und
von 210 nm bis 240 nm speziell für die Bereitstellung eines Gold/Blau-Farbwechsels
besonders bevorzugt werden.
[0019] Die oben genannten mehrschichtigen Aufbauten mit zwei semitransparenten metallischen
Schichten und einer zwischen den zwei semitransparenten metallischen Schichten angeordneten
dielektrischen Schicht können einen symmetrischen Dreischichtaufbau aufweisen, bei
dem sowohl das Material, als auch die Schichtdicke der beiden semitransparenten metallischen
Schichten identisch sind. Alternativ kann aber auch ein asymmetrischer Dreischichtaufbau
vorliegen, bei dem das Material und/oder die Schichtdicke der beiden semitransparenten
metallischen Schichten unterschiedlich sind, z.B.
- ein Silber/Dielektrikum/Aluminium-Schichtsystem, wobei die Schichtdicken der Silber-Schicht
und der Aluminium-Schicht identisch oder verschieden sind;
- ein Silber/Dielektrikum/Silber-Schichtsystem, wobei die Schichtdicken der beiden Silber-Schichten
verschieden sind;
- ein Aluminium/Dielektrikum/Aluminium-Schichtsystem, wobei die Schichtdicken der beiden
Aluminium-Schichten verschieden sind.
[0020] Die oben genannten mehrschichtigen Schichtaufbauten ermöglichen nicht nur die Erzeugung
einer semitransparenten Funktionsschicht, die bei Betrachtung im Auflicht goldfarben
erscheint und bei der Betrachtung im Durchlicht einen blauen Farbton zeigt, sondern
es können je nach Wahl der Schichtdicke insbesondere der dielektrischen Schicht weitere
Farbwechsel erzeugt werden, z.B.
- im Auflicht Magenta, im Durchlicht Blau-Grün;
- im Auflicht Türkis, im Durchlicht Orange-Gelb;
- im Auflicht Gold, im Durchlicht Blau-Violett;
- im Auflicht Silber, im Durchlicht Violett.
[0021] Die verschiedenen, oben genannten Farbwechsel kann ein Pharmahersteller zur Bereitstellung
seiner Arzneimittel in Form verschiedener Tablettenverpackungen gemäß einer definierten
Farbcodierung nutzen, wobei z.B. die folgende Farbcodierung denkbar ist:
- Kopfschmerztabletten: Tablettenverpackung mit einem semitransparenten Bereich, der
im Auflicht goldfarben und im Durchlicht blau erscheint;
- Tabletten gegen Magenschmerzen: Tablettenverpackung mit einem semitransparenten Bereich,
der im Auflicht Türkis und im Durchlicht Orange-Gelb erscheint;
- Schlaftabletten: Tablettenverpackung mit einem semitransparenten Bereich, der im Auflicht
Magenta und im Durchlicht Blau-Grün erscheint.
[0022] Die obige Farbcodierung ermöglicht dem Konsumenten, im Falle einer Bewusstseinsstörung
z.B. die versehentliche Einnahme von Tabletten gegen Magenschmerzen anstelle von Kopfschmerztabletten
zu vermeiden.
[0023] Eine semitransparente Funktionsschicht, die bei der Betrachtung im Auflicht einerseits
und bei der Betrachtung im Durchlicht andererseits unterschiedliche Farbtöne aufweist,
kann des Weiteren auf einer Effektpigment-Zusammensetzung basieren. Druckschichten
auf Basis einer Effektpigment-Zusammensetzung, die bei der Betrachtung im Auflicht
eine andere Farbe wie bei der Betrachtung im Durchlicht zeigt, insbesondere einen
Gold/Blau-Farbwechsel, einen Gold/Violett-Farbwechsel, einen Grün-Gold/Magenta-Farbwechsel,
einen Violett/Grün-Farbwechsel oder einen Silber/Opak-Farbwechsel, werden z.B. in
der
WO 2011/064162 A2 beschrieben. Die Pigmente weisen bevorzugt von Ende-zu-Ende eine längste Abmessung
("longest dimension of edge length") in einem Bereich von 15 nm bis 1000 nm auf und
beruhen auf einem Übergangsmetall, das von der Gruppe bestehend aus Cu, Ag, Au, Zn,
Cd, Ti, Cr, Mn, Fe, Co, Ni, Ru, Rh, Pd, Os, Ir und Pt gewählt ist. Das Übergangsmetall
ist bevorzugt Ag. Das Aspektverhältnis (d.h. das Verhältnis der längsten Abmessung
von Ende-zu-Ende bezogen auf die Dicke) ist vorzugsweise mindestens 1,5, insbesondere
in einem Bereich von 1,5 bis 300. Das Verhältnis des Bindemittels zu Metallpigment
ist vorzugsweise unterhalb von 10:1, insbesondere unterhalb 5:1. In Abhängigkeit von
der Wahl des Aspektverhältnisses des Pigments, seiner längsten Abmessung von Ende-zu-Ende
und der Einstellung des Pigment/Bindemittel-Verhältnisses lässt sich die Farbe bei
Betrachtung der Druckschicht in Transmission und die Farbe bei Betrachtung in Reflexion
einstellen (z.B. Blau in Transmission und Silber, Gold, Bronze, Kupfer oder Violett
in Reflexion; darüber hinaus auch Violett, Magenta, Pink, Grün oder Braun in Transmission
und verschiedenen Farben in Reflexion, die von der Wahl des Pigment/Bindemittel-Verhältnisses
abhängen). Farben mit Gold/Blau-Farbwechsel zwischen Reflexion und Transmission (anders
gesagt, zwischen Auflicht- und Durchlicht-Betrachtung) sind z.B. in den Beispielen
1, 2 und 3 in der Tabelle 1 der
WO 2011/064162 A2 genannt. Des Weiteren zeigt Beispiel 4 eine Farbe mit Gold/Violett-Farbwechsel, Beispiel
5 eine Farbe mit Grün-Gold/Magenta-Farbwechsel, Beispiel 7 eine Farbe mit Violett/Grün-Farbwechsel
und Beispiel 8 eine Farbe mit Silber/Opak-Farbwechsel.
[0024] Die verschiedenen, oben genannten Farbwechsel kann ein Pharmahersteller zur Bereitstellung
seiner Arzneimittel in Form verschiedener Tablettenverpackungen gemäß einer definierten
Farbcodierung nutzen, wobei z.B. die folgende Farbcodierung denkbar ist:
- Kopfschmerztabletten: Tablettenverpackung mit einem semitransparenten Bereich, der
im Auflicht goldfarben und im Durchlicht blau erscheint;
- Tabletten gegen Magenschmerzen: Tablettenverpackung mit einem semitransparenten Bereich,
der im Auflicht grün-gold und im Durchlicht magenta erscheint;
- Schlaftabletten: Tablettenverpackung mit einem semitransparenten Bereich, der im Auflicht
violett und im Durchlicht grün erscheint.
[0025] Die obige Farbcodierung ermöglicht dem Konsumenten, im Falle einer Bewusstseinsstörung
z.B. die versehentliche Einnahme von Tabletten gegen Magenschmerzen anstelle von Kopfschmerztabletten
zu vermeiden.
[0026] Eine semitransparente Funktionsschicht, die bei der Betrachtung im Auflicht einerseits
und bei der Betrachtung im Durchlicht andererseits unterschiedliche Farbtöne aufweist,
kann des Weiteren zumindest teilweise auf der Verwendung von konventionellen Farbschichten
bzw. Farblacken basieren und gemäß einer der folgenden Varianten beschaffen sein:
- 1) zwei semitransparente metallische Schichten (z.B. 5 nm bis 15 nm Al) und eine dazwischen
angeordnete, bevorzugt 1 bis 2 Mikrometer dicke, Farbschicht (z.B. in blauer Farbe);
bevorzugt sind die beiden semitransparenten metallischen Schichten zusätzlich an der
Außenseite jeweils mit einer weiteren, bevorzugt 1 bis 2 Mikrometer dicken, Farbschicht,
insbesondere in einer Komplementärfarbe zu der zwischen den metallischen Schichten
angeordneten Farbschicht (z.B. in gelber Farbe), beschichtet (auf diese Weise ergibt
sich der folgende Schichtaufbau mit einem Gold/Blau-Farbwechsel in Auflicht- bzw.
Durchlicht-Ansicht: gelbe Druckschicht - semitransparente metallische Schicht - blaue
Druckschicht - semitransparente metallische Schicht - gelbe Druckschicht); des Weiteren
ist z.B. das folgende, die Schichten a) bis c) umfassende Schichtsystem möglich: a)
gelb eingefärbte, "silberne" Spiegelschicht, erhältlich mittels gelb eingefärbter
Metallpigmente, die aus der WO 2005/051675 A2 bekannt sind (die Metallpigmente beruhen auf einem Metall, das vorzugsweise von der
Gruppe bestehend aus Aluminium, Edelstahl, Nichrome, Gold, Silber, Platin und Kupfer
gewählt ist; das Metall ist insbesondere bevorzugt Aluminium, wobei der mittlere Teilchendurchmesser
bevorzugt in einem Bereich von 8 bis 15 µm, weiter bevorzugt in einem Bereich von
9 bis 10 µm liegt, gemessen mit einem Coulter LS130 Laserdiffraktionsgranulometer;
eine solche Druckfarbe ermöglicht die Bereitstellung einer "silbernen" Spiegelschicht),
b) blaue, bevorzugt 1 bis 2 Mikrometer dicke, Farbschicht, c) gelb eingefärbte, "silberne"
Spiegelschicht, erhältlich mittels gelb eingefärbter Metallpigmente, die aus der WO 2005/051675 A2 bekannt sind (siehe hierzu die Beschreibung zur Schicht a));
- 2) das obige Schichtsystem kann alternativ so ausgestaltet werden, dass einige der
Schichten auf der Vorderseite eines Trägersubstrats (z.B. eine COC- oder eine PET-Folie)
angeordnet sind und einige Schichten auf der Rückseite des Trägersubstrats angeordnet
sind; z.B. ist das folgende, die Schichten a) bis f) umfassende Schichtsystem möglich:
a) gelbe, bevorzugt 1 bis 2 Mikrometer dicke, Farbschicht, b) semitransparente metallische
Schicht (z.B. Aluminium), c) Trägersubstrat, d) blaue, bevorzugt 1 bis 2 Mikrometer
dicke, Farbschicht, e) semitransparente metallische Schicht (z.B. Aluminium), f) gelbe,
bevorzugt 1 bis 2 Mikrometer dicke, Farbschicht; des Weiteren ist z.B. das folgende,
die Schichten a) bis d) umfassende Schichtsystem möglich: a) gelb eingefärbte, "silberne"
Spiegelschicht, erhältlich mittels gelb eingefärbter Metallpigmente, die aus der WO 2005/051675 A2 bekannt sind (die Metallpigmente beruhen auf einem Metall, das vorzugsweise von der
Gruppe bestehend aus Aluminium, Edelstahl, Nichrome, Gold, Silber, Platin und Kupfer
gewählt ist; das Metall ist insbesondere bevorzugt Aluminium, wobei der mittlere Teilchendurchmesser
bevorzugt in einem Bereich von 8 bis 15 µm, weiter bevorzugt in einem Bereich von
9 bis 10 µm liegt, gemessen mit einem Coulter LS130 Laserdiffraktionsgranulometer;
eine solche Druckfarbe ermöglicht die Bereitstellung einer "silbernen" Spiegelschicht),
b) Trägersubstrat, c) blaue, bevorzugt 1 bis 2 Mikrometer dicke, Farbschicht, d) gelb
eingefärbte, "silberne" Spiegelschicht, erhältlich mittels gelb eingefärbter Metallpigmente,
die aus der WO 2005/051675 A2 bekannt sind (siehe hierzu die Beschreibung zur Schicht a));
- 3) die oben unter 1) und 2) genannten Schichtsysteme können selbstverständlich hinsichtlich
der gelben Farbschicht und der blauen Farbschicht dahingehend variiert werden, dass
anstelle von Gelb bzw. Blau andere Farben verwendet werden, die insbesondere zueinander
komplementär sind.
[0027] Für das Versiegeln des Kunststofffolienformteils mit der Abdeckfolie kann die Abdeckfolie
insbesondere eine Heißsiegelbeschichtung aufweisen, z.B. ein Heißsiegelbindemittel
(hierin auch Heißsiegellack genannt), das mittels eines gegebenenfalls vorhandenen
Haftvermittlers (hierin auch Heißsiegellackgrundierung genannt) auf der Abdeckfolie
angeordnet ist. Für Arzneimittel-Blisterverpackungen geeignet ist z.B. eine Kombination
aus einem PVC-basierten Haftvermittler und dem kommerziell von der Firma Evonik erhältlichen
Heißsiegelbindemittel mit dem Handelsnamen "DEGALAN® P24". Für Arzneimittel-Blisterverpackungen
geeignet ist z.B. auch das auf heißsiegelfähigen Perlpolymeren basierende, kommerziell
von der Firma Evonik erhältliche Heißsiegelbindemittel mit dem Handelsnamen "DEGALAN®
VP P34", für das eine vorangehende Grundierung mit einem Haftvermittler nicht erforderlich
ist.
[0028] Eine für die erfindungsgemäße Blisterverpackung einsetzbare Abdeckfolie kann z.B.
eine Dicke im Bereich von 5 Mikrometer bis 100 Mikrometer, bevorzugt von 5 Mikrometer
bis 60 Mikrometer, weiter bevorzugt im Bereich von 10 Mikrometer bis 30 Mikrometer,
insbesondere bevorzugt im Bereich von 15 Mikrometer bis 25 Mikrometer aufweisen.
[0029] Die opake Abdeckfolie ist insbesondere eine Durchdrückfolie für eine Durchdrückverpackung,
bei der die Durchdrückfolie das Verpackungsgut (z.B. pharmazeutische Erzeugnisse wie
etwa Tabletten) abschließt, aber durch das Durchdrücken des Verpackungsgutes aufreißbar
oder aufbrechbar ist. Die Fähigkeit des Aufbrechens kann durch mechanische Einwirkung,
z.B. mittels Perforationen und/oder Schneidrillen und/oder verdünnte Bereiche in der
Abdeckfolie (die z.B. mittels Prägen erhältlich sind), zusätzlich gesteigert werden.
Die Abdeckfolie basiert insbesondere auf einem der folgenden Materialien: Metall,
wie etwa Aluminium, insbesondere Hart-Aluminium, Weich-Aluminium, Papier-Aluminium-Kombination
oder Papier-Polyester-Aluminium-Laminat; Aluminium wird bevorzugt.
[0030] Weitere Ausführungsbeispiele sowie Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand
der schematisch stark vereinfachten Figuren erläutert, bei deren Darstellung auf eine
maßstabs- und proportionsgetreue Wiedergabe verzichtet wurde, um die Anschaulichkeit
zu erhöhen.
[0031] Es zeigen:
- Figuren 1 bis 7
- eine erfindungsgemäße Blisterverpackung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel;
- Figuren 8 bis 14
- eine erfindungsgemäße Blisterverpackung gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel;
- Figur 15
- eine alternative Ausgestaltung der in der Figur 2 oder in der Figur 9 dargestellten
semitransparenten Funktionsschicht; und
- Figur 16
- eine weitere alternative Ausgestaltung der in der Figur 2 oder in der Figur 9 dargestellten
semitransparenten Funktionsschicht.
[0032] Figuren 1 bis 7 veranschaulichen die Funktionsweise einer erfindungsgemäßen Blisterverpackung
gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel. Die Blisterverpackung wird im vorliegenden
Beispiel anhand eines Tablettenblisters beschrieben.
[0033] Figur 1 zeigt die Querschnitt-Ansicht eines Tablettenblisters 1, der ein transparentes
Kunststofffolienformteil 2 und eine opake Abdeckfolie 4 umfasst. Der Blockpfeil 6
symbolisiert die Betrachtung des Tablettenblisters 1 von der Vorderseite her, der
Blockpfeil 7 symbolisiert die Betrachtung des Tablettenblisters 1 von der Rückseite
her. Die opake Abdeckfolie 4 basiert auf einer mit einer Heißsiegelbeschichtung versehenen
Aluminiumfolie mit einer Dicke von 20 Mikrometer. Die opake Abdeckfolie 4 weist transparente
Bereiche 5, nämlich mittels Stanzen oder mittels Laser-Schneiden erzeugte Aussparungen,
auf. Zwischen der opaken Abdeckfolie 4 und dem Kunststofffolienformteil 2 ist ein
mit einer semitransparenten Funktionsschicht versehenes Trägersubstrat 3, nämlich
eine Polyethylenterephthalat(PET)-Folie, angeordnet. Das mit einer semitransparenten
Funktionsschicht versehene Trägersubstrat 3 ist mittels einer Klebschicht mit dem
Kunststofffolienformteil 2 befestigt. Das Kunststofffolienformteil 2 weist Kavitäten
auf, in denen sich Tabletten (in der Figur nicht gezeigt) befinden.
[0034] Die semitransparente Funktionsschicht basiert auf der Schichtfolge 20nm Ag / 240nm
SiO
2 / 20 nm Ag und zeigt einen Gold/Blau-Farbwechsel in Auflicht/Durchlicht-Betrachtung.
Die semitransparente Funktionsschicht ist mittels Aufdampfen erhältlich.
[0035] Figur 2 zeigt die Gestalt des mit der semitransparenten Funktionsschicht versehenen
Trägersubstrats 3 in Draufsicht. Das Trägersubstrat 3 ist in den Bereichen 8, die
den Umrisslinien der Kavitäten des Kunststofffolienformteils 2 entsprechen, ausgespart.
[0036] Figur 3 zeigt die Gestalt der opaken Abdeckfolie 4 in Draufsicht. Die opake Abdeckfolie
4 ist in den Bereichen 5 ausgespart.
[0037] Figur 4 zeigt die Vorderseite des Tablettenblisters 1, nämlich das Kunststofffolienformteil
2, bei der Betrachtung im Auflicht. Mit der Bezugsnummer 10 sind ggf. vorhandene Perforationen
dargestellt. Durch das transparente Kunststofffolienformteil 2 hindurch nimmt der
Betrachter die Tabletten 9 wahr. Als Hintergrund zu den Tabletten 9 erkennt der Betrachter
das mit der semitransparenten Funktionsschicht versehene Trägersubstrat 3 in Gestalt
einer homogenen, goldfarbenen Metallisierung.
[0038] Figur 5 zeigt die Vorderseite des Tablettenblisters 1, nämlich das Kunststofffolienformteil
2, bei der Betrachtung im Durchlicht. Durch das transparente Kunststofffolienformteil
2 hindurch nimmt der Betrachter die Tabletten 9 wahr. Als Hintergrund zu den Tabletten
9 erkennt der Betrachter das mit der semitransparenten Funktionsschicht versehene
Trägersubstrat 3 in Gestalt einer homogenen, goldfarbenen Metallisierung, wobei zusätzlichen
die schraffiert dargestellten Bereiche 11 in hellem Blau sichtbar sind.
[0039] Figur 6 zeigt die Rückseite des Tablettenblisters 1, nämlich die opake, auf Aluminium
basierende Abdeckfolie 4, bei der Betrachtung im Auflicht. Die opake Abdeckfolie 4
hat die Gestalt einer homogenen, silbernen Metallisierung, wobei in den Bereichen
der Aussparungen 12 das mit der semitransparenten Funktionsschicht versehene Trägersubstrat
3 in der Gestalt einer goldfarbenen Metallisierung sichtbar ist.
[0040] Figur 7 zeigt die Rückseite des Tablettenblisters 1, nämlich die opake, auf Aluminium
basierende Abdeckfolie 4, bei der Betrachtung im Durchlicht. Die opake Abdeckfolie
4 hat die Gestalt einer homogenen, silbernen Metallisierung, wobei in den Bereichen
der Aussparungen 12 das mit der semitransparenten Funktionsschicht versehene Trägersubstrat
3 in hellem Blau sichtbar ist.
[0041] Figuren 8 bis 14 veranschaulichen die Funktionsweise einer erfindungsgemäßen Blisterverpackung
gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel. Die Blisterverpackung wird im vorliegenden
Beispiel anhand eines Tablettenblisters beschrieben.
[0042] Figur 8 zeigt die Querschnitt-Ansicht eines Tablettenblisters 13, der ein transparentes
Kunststofffolienformteil 14 und eine opake Abdeckfolie 15 umfasst. Der Blockpfeil
18 symbolisiert die Betrachtung des Tablettenblisters 13 von der Vorderseite her,
der Blockpfeil 19 symbolisiert die Betrachtung des Tablettenblisters 13 von der Rückseite
her. Die opake Abdeckfolie 15 basiert auf einer mit einer Heißsiegelbeschichtung versehenen
Aluminiumfolie mit einer Dicke von 20 Mikrometer. Die opake Abdeckfolie 15 weist transparente
Bereiche 17, nämlich mittels Stanzen oder mittels Laser-Schneiden erzeugte Aussparungen,
auf. Oberhalb der opaken Abdeckfolie 15, auf der dem Kunststofffolienformteil 14 abgelegenen
Seite der Abdeckfolie 15, ist ein mit einer semitransparenten Funktionsschicht versehenes
Trägersubstrat 16, nämlich eine Polyethylenterephthalat(PET)-Folie, angeordnet. Das
mit einer semitransparenten Funktionsschicht versehene Trägersubstrat 16 ist mittels
einer Klebschicht mit der opaken Abdeckfolie 15 befestigt. Das Kunststofffolienformteil
14 weist Kavitäten auf, in denen sich Tabletten (in der Figur nicht gezeigt) befinden.
[0043] Die semitransparente Funktionsschicht basiert auf der Schichtfolge 20nm Ag / 240nm
SiO
2 / 20 nm Ag und zeigt einen Gold/Blau-Farbwechsel in Auflicht/Durchlicht-Betrachtung.
Die semitransparente Funktionsschicht ist mittels Aufdampfen erhältlich.
[0044] Figur 9 zeigt die Gestalt des mit der semitransparenten Funktionsschicht versehenen
Trägersubstrats 16 in Draufsicht. Das Trägersubstrat 16 ist in den Bereichen 20, die
den Umrisslinien der Kavitäten des Kunststofffolienformteils 14 entsprechen, ausgespart.
[0045] Figur 10 zeigt die Gestalt der opaken Abdeckfolie 15 in Draufsicht. Die opake Abdeckfolie
15 ist in den Bereichen 17 ausgespart.
[0046] Figur 11 zeigt die Vorderseite des Tablettenblisters 13, nämlich das Kunststofffolienformteil
14, bei der Betrachtung im Auflicht. Mit der Bezugsnummer 22 sind ggf. vorhandene
Perforationen dargestellt. Durch das transparente Kunststofffolienformteil 14 hindurch
nimmt der Betrachter die Tabletten 21 wahr. Als Hintergrund zu den Tabletten 21 erkennt
der Betrachter die opake Abdeckfolie 15 in Gestalt einer silbernen Metallisierung,
wobei in den Bereichen der Aussparungen 23 das unterhalb der opaken Abdeckfolie 15
angeordnete, mit der semitransparenten Funktionsschicht versehene Trägersubstrat 16
in Gestalt einer goldfarbenen Metallisierung sichtbar ist.
[0047] Figur 12 zeigt die Vorderseite des Tablettenblisters 13, nämlich das Kunststofffolienformteil
14, bei der Betrachtung im Durchlicht. Durch das transparente Kunststofffolienformteil
14 hindurch nimmt der Betrachter die Tabletten 21 wahr. Als Hintergrund zu den Tabletten
21 erkennt der Betrachter die opake Abdeckfolie 15 in Gestalt einer silbernen Metallisierung,
wobei in den Bereichen der Aussparungen 23 das unterhalb der opaken Abdeckfolie 15
angeordnete, mit der semitransparenten Funktionsschicht versehene Trägersubstrat 16
in hellem Blau sichtbar ist.
[0048] Figur 13 zeigt die Rückseite des Tablettenblisters 13, nämlich das mit der semitransparenten
Funktionsschicht versehene Trägersubstrat 16, bei der Betrachtung im Auflicht. Das
mit der semitransparenten Funktionsschicht versehene Trägersubstrat 16 hat die Gestalt
einer goldfarbenen Metallisierung, wobei in den Bereichen der Aussparungen 24 die
opake Abdeckfolie 15 in der Gestalt einer silbernen Metallisierung sichtbar ist.
[0049] Figur 14 zeigt die Rückseite des Tablettenblisters 13, nämlich das mit der semitransparenten
Funktionsschicht versehene Trägersubstrat 16, bei der Betrachtung im Durchlicht. Das
mit der semitransparenten Funktionsschicht versehene Trägersubstrat 16 hat die Gestalt
einer goldfarbenen Metallisierung, wobei die Bereiche 25 in hellem Blau erscheinen.
In den Bereichen der Aussparungen 24 ist die opake Abdeckfolie 15 in der Gestalt einer
silbernen Metallisierung sichtbar.
[0050] Ein drittes Ausführungsbeispiel ist an das in den Figuren 1 bis 7 beschriebene erste
Ausführungsbeispiel angelehnt. Die Gestalt des in der Figur 2 gezeigten, mit der semitransparenten
Funktionsschicht versehenen Trägersubstrats 3 wird allerdings dahingehend modifiziert,
dass das mit der semitransparenten Funktionsschicht versehene Trägersubstrat nicht
mehr als ein einzelner Gegenstand, sondern in Form einer Mehrzahl, nämlich in Form
der in der Figur 15 gezeigten Streifen 26 vorliegt.
[0051] Ein viertes Ausführungsbeispiel ist an das in den Figuren 8 bis 14 beschriebene zweite
Ausführungsbeispiel angelehnt. Die Gestalt des in der Figur 9 gezeigten, mit der semitransparenten
Funktionsschicht versehenen Trägersubstrats 16 wird allerdings dahingehend modifiziert,
dass das mit der semitransparenten Funktionsschicht versehene Trägersubstrat nicht
mehr als ein einzelner Gegenstand, sondern in Form einer Mehrzahl, nämlich in Form
der in der Figur 15 gezeigten Streifen 26 vorliegt.
[0052] Ein fünftes Ausführungsbeispiel ist an das in den Figuren 1 bis 7 beschriebene erste
Ausführungsbeispiel angelehnt. Die Gestalt des in der Figur 2 gezeigten, mit der semitransparenten
Funktionsschicht versehenen Trägersubstrats 3 wird allerdings dahingehend modifiziert,
dass das mit der semitransparenten Funktionsschicht versehene Trägersubstrat nicht
mehr als ein einzelner Gegenstand, sondern in Form einer Mehrzahl, nämlich in Form
der in der Figur 16 gezeigten Patche bzw. Flicken 27 vorliegt.
[0053] Ein sechstes Ausführungsbeispiel ist an das in den Figuren 8 bis 14 beschriebene
zweite Ausführungsbeispiel angelehnt. Die Gestalt des in der Figur 9 gezeigten, mit
der semitransparenten Funktionsschicht versehenen Trägersubstrats 16 wird allerdings
dahingehend modifiziert, dass das mit der semitransparenten Funktionsschicht versehene
Trägersubstrat nicht mehr als ein einzelner Gegenstand, sondern in Form einer Mehrzahl,
nämlich in Form der in der Figur 16 gezeigten Patche bzw. Flicken 27 vorliegt.
1. Blisterverpackung (1, 13), umfassend ein mit Kavitäten versehenes Kunststofffolienformteil
(2,14) und eine opake Abdeckfolie (4, 15) mit zumindest einem außerhalb der Kavitäten
angeordneten transparenten Bereich (5, 17), wobei das Kunststofffolienformteil (2,
14) die Vorderseite der Blisterverpackung (1, 13) definiert und die opake Abdeckfolie
(4, 15) die Rückseite der Blisterverpackung (1, 13) definiert und die Blisterverpackung
(1, 13) zusätzlich in einem bestimmten Bereich, der außerhalb des Bereichs der Kavitäten
des Kunststofffolienformteils (2, 14) gebildet ist und zumindest den transparenten
Bereich (5, 17) der opaken Abdeckfolie (4, 15) überlappend angeordnet ist, eine semitransparente
Funktionsschicht (3, 16, 26, 27) aufweist, die so beschaffen ist, dass die Blisterverpackung
(1, 13) im transparenten Bereich (5, 17) der opaken Abdeckfolie (4,15) bei der Betrachtung
im Auflicht eine erste, visuell erkennbare Farbe aufweist und bei der Betrachtung
im Durchlicht eine zweite, visuell erkennbare Farbe aufweist.
2. Blisterverpackung (1) nach Anspruch 1, wobei die semitransparente Funktionsschicht
(3, 26, 27) auf einem Trägersubstrat gebildet ist und das mit der semitransparenten
Funktionsschicht (3, 26, 27) versehene Trägersubstrat zwischen dem Kunststofffolienformteil
(2) und der opaken Abdeckfolie (4) angeordnet ist.
3. Blisterverpackung (13) nach Anspruch 1, wobei die semitransparente Funktionsschicht
(16, 26, 27) auf einem Trägersubstrat gebildet ist und das mit der semitransparenten
Funktionsschicht (16, 26, 27) versehene Trägersubstrat oberhalb der dem Kunststofffolienformteil
(14) gegenüberliegenden Seite der opaken Abdeckfolie (15) angeordnet ist.
4. Blisterverpackung nach Anspruch 1, wobei die semitransparente Funktionsschicht entweder
direkt auf dem Kunststofffolienformteil oder innerhalb des Kunststofffolienformteils
gebildet ist.
5. Blisterverpackung (1, 13) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die semitransparente
Funktionsschicht (3, 16, 26, 27) einen mehrschichtigen Aufbau mit zwei semitransparenten
metallischen Schichten und einer zwischen den zwei semitransparenten metallischen
Schichten angeordneten dielektrischen Schicht aufweist.
6. Blisterverpackung (1, 13) nach Anspruch 5, wobei die beiden semitransparenten metallischen
Schichten unabhängig voneinander aus einem Metall gebildet sind und das Metall jeweils
von der Gruppe bestehend aus Al, Ag, Ni, Cr, Cu, Au und einer Legierung eines oder
mehrerer der vorstehend genannten Elemente gewählt ist und die dielektrische Schicht
eine SiO2-Schicht, eine ZnO-Schicht, eine Al2O3-Schicht, eine TiO2-Schicht, eine Schicht aus einem Nitrid oder Oxynitrid eines der Elemente Si, Zn,
Al oder Ti oder eine MgF2-Schicht oder eine, z.B. drucktechnisch erhältliche, Nitrocellulose-Schicht ist.
7. Blisterverpackung (1, 13) nach Anspruch 6, wobei die beiden semitransparenten metallischen
Schichten von Al oder Ag gewählt sind und die dielektrische Schicht eine SiO2-Schicht ist.
8. Blisterverpackung (1, 13) nach einem der Ansprüche 5 bis 7, wobei die Blisterverpackung
(1, 13) im transparenten Bereich (5, 17) der opaken Abdeckfolie (4, 15) bei der Betrachtung
im Auflicht goldfarben erscheint und bei der Betrachtung im Durchlicht einen blauen
Farbton aufweist.
9. Blisterverpackung (1, 13) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die semitransparente
Funktionsschicht (3, 16, 26, 27) drucktechnisch mittels einer Effektpigment-Zusammensetzung
erhältlich ist.
10. Blisterverpackung (1, 13) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die opake Abdeckfolie
(4, 15) eine metallische Folie, insbesondere eine Aluminiumfolie, ist und der transparente
Bereich (5, 17) der opaken Abdeckfolie (4, 15) in Form einer Aussparung in der opaken
Abdeckfolie (4, 15) gebildet ist.
11. Blisterverpackung (1, 13) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Blisterverpackung
(1, 13) ein Blister für Pharmaerzeugnisse, insbesondere ein Tablettenblister ist.
12. Abdeckfolie (4, 15), geeignet für das Abdecken eines Kunststofffolienformteils (2,
14) einer Blisterverpackung (1, 13), wobei die Abdeckfolie (4, 15) opak ist und zumindest
einen transparenten Bereich (5, 17) aufweist und in einem bestimmten Bereich, der
so angepasst ist, dass er außerhalb des Bereichs der Kavitäten des Kunststofffolienformteils
(2,14) gebildet ist und zumindest den transparenten Bereich (5, 17) der opaken Abdeckfolie
(4, 15) überlappend angeordnet ist, eine semitransparente Funktionsschicht (3, 16,
26, 27) aufweist, die so beschaffen ist, dass die Abdeckfolie (4, 15) im transparenten
Bereich (5, 17) bei der Betrachtung im Auflicht eine erste, visuell erkennbare Farbe
aufweist und bei der Betrachtung im Durchlicht eine zweite, visuell erkennbare Farbe
aufweist.
13. Abdeckfolie (4, 15) nach Anspruch 12, wobei die semitransparente Funktionsschicht
(3, 16, 26, 27) auf einem Trägersubstrat gebildet ist und das mit der semitransparenten
Funktionsschicht (3, 16, 26, 27) versehene Trägersubstrat oberhalb der opaken Abdeckfolie
(4, 15) angeordnet ist.
14. Abdeckfolie (4, 15) nach einem der Ansprüche 12 oder 13, wobei die semitransparente
Funktionsschicht einen mehrschichtigen Aufbau mit zwei semitransparenten metallischen
Schichten und einer zwischen den zwei semitransparenten metallischen Schichten angeordneten
dielektrischen Schicht aufweist.
15. Abdeckfolie (4, 15) nach Anspruch 14, wobei die beiden semitransparenten metallischen
Schichten unabhängig voneinander aus einem Metall gebildet sind und das Metall jeweils
von der Gruppe bestehend aus Al, Ag, Ni, Cr, Cu, Au und einer Legierung eines oder
mehrerer der vorstehend genannten Elemente gewählt ist und die dielektrische Schicht
eine SiO2-Schicht, eine ZnO-Schicht, eine Al2O3-Schicht eine TiO2-Schicht, eine Schicht aus einem Nitrid oder Oxynitrid eines der Elemente Si, Zn,
Al oder Ti oder eine MgF2-Schicht oder eine, z.B. drucktechnisch erhältliche, Nitrocellulose-Schicht ist.
16. Abdeckfolie (4, 15) nach Anspruch 15, wobei die beiden semitransparenten metallischen
Schichten von Al oder Ag gewählt sind und die dielektrische Schicht eine SiO2-Schicht ist.
17. Abdeckfolie (4,15) nach einem der Ansprüche 14 bis 16, wobei die Abdeckfolie (4,15)
im transparenten Bereich (5, 17) bei der Betrachtung im Auflicht goldfarben erscheint
und bei der Betrachtung im Durchlicht einen blauen Farbton aufweist.
18. Abdeckfolie (4, 15) nach einem der Ansprüche 12 oder 13, wobei die semitransparente
Funktionsschicht (3, 16, 26, 27) drucktechnisch mittels einer Effektpigment-Zusammensetzung
erhältlich ist.
19. Abdeckfolie (4, 15) nach einem der Ansprüche 13 bis 18, wobei das oberhalb der opaken
Abdeckfolie (4, 15) angeordnete, mit der semitransparenten Funktionsschicht (3, 16)
versehene Trägersubstrat die Gestalt einer Mehrzahl von Streifen (26) oder Patches
(27) bzw. Flicken (27) hat.
20. Abdeckfolie (4, 15) nach einem der Ansprüche 12 bis 19, wobei die Abdeckfolie (4,
15) eine metallische Folie, insbesondere eine Aluminiumfolie, ist und der transparente
Bereich (5, 17) der opaken Abdeckfolie (4, 15) in Form einer Aussparung in der opaken
Abdeckfolie (4, 15) gebildet ist.
21. Verfahren zum Herstellen einer Blisterverpackung (1, 13), umfassend den Schritt des
Abdeckens eines mit Kavitäten versehenen Kunststofffolienformteils (2, 14) mit einer
Abdeckfolie (4, 15) nach einem der Ansprüche 12 bis 20.
1. A blister package (1, 13), comprising a plastic foil molding (2, 14) furnished with
cavities and an opaque cover foil (4, 15) having at least one transparent region (5,
17) arranged outside of the cavities, wherein the plastic foil molding (2, 14) defines
the front side of the blister package (1, 13) and the opaque cover foil (4, 15) the
back side of the blister package (1, 13), and the blister package (1, 13) additionally
has in a certain region, which is formed outside of the region of the cavities of
the plastic foil molding (2, 14) and is arranged overlapping at least the transparent
region (5, 17) of the opaque cover foil (4, 15), a semi-transparent function layer
(3, 16, 26, 27), which is constituted such that the blister package (1, 13) has in
the transparent region (5, 17) of the opaque cover foil (4, 15) upon viewing in incident
light a first, visually recognizable color and upon viewing in transmitted light has
a second, visually recognizable color.
2. The blister package (1) according to claim 1, wherein the semi-transparent function
layer (3, 26, 27) is formed on a carrier substrate and the carrier substrate furnished
with the semi-transparent function layer (3, 26, 27) is arranged between the plastic
foil molding (2) and the opaque cover foil (4).
3. The blister package (13) according to claim 1, wherein the semi-transparent function
layer (16, 26, 27) is formed on a carrier substrate and the carrier substrate furnished
with the semi-transparent function layer (16, 26, 27) is arranged above the side opposing
the plastic foil molding (14) of the opaque cover foil (15).
4. The blister package according to claim 1, wherein the semi-transparent function layer
is formed either directly on the plastic foil molding or within the plastic foil molding.
5. The blister package (1, 13) according to any of claims 1 to 4, wherein the semi-transparent
function layer (3, 16, 26, 27) has a multilayer construction having two semi-transparent
metallic layers and a dielectric layer arranged between the two semi-transparent metallic
layers.
6. The blister package (1, 13) according to claim 5, wherein the two semi-transparent
metallic layers are formed independently of each other from a metal and the metal
respectively is chosen from the group consisting of Al, Ag Ni, Cr, Cu, Au and an alloy
of one or several of the hereinabove mentioned elements and the dielectric layer is
a SiO2 layer, a ZnO layer, an Al2O3 layer, a TiO2 layer, a layer of a nitride or oxynitride of one of the elements Si, Zn, Al or Ti
or a MgF2 layer or a nitrocellulose layer, obtainable e.g. by printing technology.
7. The blister package (1, 13) according to claim 6, wherein the two semi-transparent
metallic layers are chosen from Al or Ag and the dielectric layer is a SiO2 layer.
8. The blister package (1, 13) according to any of claims 5 to 7, wherein the blister
package (1, 13) in the transparent region (5, 17) of the opaque cover foil (4, 15)
upon viewing in incident light appears gold-colored and upon viewing in transmitted
light has a blue color tone.
9. The blister package (1, 13) according to any of claims 1 to 4, wherein the semi-transparent
function layer (3, 16, 26, 27) is obtainable by printing technology by means of an
effect pigment composition.
10. The blister package (1, 13) according to any of claims 1 to 9, wherein the opaque
cover foil (4, 15) is a metallic foil, in particular an aluminum foil, and the transparent
region (5, 17) of the opaque cover foil (4, 15) is formed in the form of a recess
in the opaque cover foil (4, 15).
11. The blister package (1, 13) according to any of claims 1 to 10, wherein the blister
package (1, 13) is a blister for pharmaceutical products, in particular a tablet blister.
12. A cover foil (4, 15), suitable for the covering of a plastic foil molding (2, 14)
of a blister package (1, 13), wherein the cover foil (4, 15) is opaque and has at
least one transparent region (5, 17), and has in a certain region, which is adapted
such that it is formed outside of the region of the cavities of the plastic foil molding
(2, 14) and is arranged overlapping at least the transparent region (5, 17) of the
opaque cover foil (4, 15), a semi-transparent function layer (3, 16, 26, 27) which
is constituted such that the cover foil (4, 15) in the transparent region (5, 17)
upon viewing in incident light has a first, visually recognizable color and upon viewing
in transmitted light has a second, visually recognizable color.
13. The cover foil (4, 15) according to claim 12, wherein the semi-transparent function
layer (3, 16, 26, 27) is formed on a carrier substrate and the carrier substrate furnished
with the semi-transparent function layer (3, 16, 26, 27) is arranged above the opaque
cover foil (4, 15).
14. The cover foil (4, 15) according to any of claims 12 or 13, wherein the semi-transparent
function layer has a multilayer construction having two semi-transparent metallic
layers and a dielectric layer arranged between the two semi-transparent metallic layers.
15. The cover foil (4, 15) according to claim 14, wherein the two semi-transparent metallic
layers are formed independently of each other from a metal and the metal respectively
is chosen from the group consisting of Al, Ag Ni, Cr, Cu, Au and an alloy of one or
several of the hereinabove mentioned elements and the dielectric layer is a SiO2 layer, a ZnO layer, an Al2O3 layer, a TiO2 layer, a layer of a nitride or oxynitride of one of the elements Si, Zn, Al or Ti
or a MgF2 layer or a nitrocellulose layer, obtainable e.g. by printing technology.
16. The cover foil (4, 15) according to claim 15, wherein the two semi-transparent metallic
layers are chosen from Al or Ag and the dielectric layer is a SiO2 layer.
17. The cover foil (4, 15) according to any of claims 14 to 16, wherein the cover foil
(4, 15) in the transparent region (5, 17) upon viewing in incident light appears gold-colored
and upon viewing in transmitted light has a blue color tone.
18. The cover foil (4, 15) according to any of claims 12 or 13, wherein the semi-transparent
function layer (3, 16, 26, 27) is obtainable by printing technology by means of an
effect pigment composition.
19. The cover foil (4, 15) according to any of claims 13 to 18, wherein the carrier substrate
arranged above the opaque cover foil (4, 15), having the semi-transparent function
layer (3, 16), is of the shape of a multiplicity of strips (26) or patches (27).
20. The cover foil (4, 15) according to any of claims 12 to 19, wherein the cover foil
(4, 15) is a metallic foil, in particular an aluminum foil, and the transparent region
(5, 17) of the opaque cover foil (4, 15) is formed in the form of a recess in the
opaque cover foil (4, 15).
21. A method for manufacturing a blister package (1, 13), comprising the step of covering
a plastic foil molding (2, 14) furnished with cavities with a cover foil (4, 15) according
to any of claims 12 to 20.
1. Emballage blister (1, 13) comprenant une pièce moulée en feuille plastique (2, 14)
pourvue de cavités, et une feuille opaque de couverture (4, 15) ayant au moins une
zone (5, 17) transparente agencée à l'extérieur des cavités, cependant que la pièce
moulée en feuille plastique (2, 14) définit la face avant de l'emballage blister (1,
13) et que la feuille opaque de couverture (4, 15) définit la face arrière de l'emballage
blister (1, 13) et que l'emballage blister (1, 13) comporte en outre, dans une zone
déterminée constituée à l'extérieur de la zone des cavités de la pièce moulée en feuille
plastique (2, 14) et agencée de manière chevauchant au moins la zone (5, 17) transparente
de la feuille opaque de couverture (4, 15), une couche fonctionnelle (3, 16, 26, 27)
semi-transparente qui est telle que l'emballage blister (1, 13), dans la zone (5,
17) transparente de la feuille opaque de couverture (4, 15), lors d'une observation
en lumière incidente, présente une première couleur visuellement reconnaissable, et,
lors d'une observation en lumière transmise, présente une deuxième couleur visuellement
reconnaissable.
2. Emballage blister (1) selon la revendication 1, cependant que la couche fonctionnelle
(3, 26, 27) semi-transparente est constituée sur un substrat porteur, et que le substrat
porteur pourvu de la couche fonctionnelle (3, 26, 27) semi-transparente est agencé
entre la pièce moulée en feuille plastique (2) et la feuille opaque de couverture
(4).
3. Emballage blister (13) selon la revendication 1, cependant que la couche fonctionnelle
(16, 26, 27) semi-transparente est constituée sur un substrat porteur, et que le substrat
porteur pourvu de la couche fonctionnelle (16, 26, 27) semi-transparente est agencé
au-dessus de la face de la feuille opaque de couverture (15) opposée à la pièce moulée
en feuille plastique (14).
4. Emballage blister selon la revendication 1, cependant que la couche fonctionnelle
semi-transparente est constituée soit directement sur la pièce moulée en feuille plastique,
soit à l'intérieur de la pièce moulée en feuille plastique.
5. Emballage blister (1, 13) selon une des revendications de 1 à 4, cependant que la
couche fonctionnelle (3, 16, 26, 27) semi-transparente comporte une structure multicouche
ayant deux couches métalliques semi-transparentes et une couche diélectrique agencée
entre les deux couches métalliques semi-transparentes.
6. Emballage blister (1, 13) selon la revendication 5, cependant que les deux couches
métalliques semi-transparentes sont, indépendamment l'une de l'autre, constituées
d'un métal, et que le métal est respectivement choisi dans le groupe constitué par
Al, Ag, Ni, Cr, Cu, Au et par un alliage d'un ou de plusieurs des éléments mentionnés
ci-dessus, et que la couche diélectrique est une couche de SiO2, une couche de ZnO, une couche de Al2O3, une couche de TiO2, une couche en un nitrure ou oxynitrure d'un des éléments Si, Zn, Al ou Ti, ou une
couche de MgF2 ou une couche de nitrocellulose, par exemple pouvant être obtenue par impression.
7. Emballage blister (1, 13) selon la revendication selon la revendication 6, cependant
que les deux couches métalliques semi-transparentes sont choisies en Al ou en Ag,
et que la couche diélectrique est une couche de SiO2.
8. Emballage blister (1, 13) selon une des revendications de 5 à 7, cependant que l'emballage
blister (1, 13), dans la zone transparente (5, 17) de la feuille opaque de couverture
(4, 15), apparaît doré lors de l'observation en lumière incidente, et présente une
teinte bleue lors de l'observation en lumière transmise.
9. Emballage blister (1, 13) selon une des revendications de 1 à 4, cependant que la
couche fonctionnelle (3, 16, 26, 27) semi-transparente peut être obtenue par impression
au moyen d'une composition de pigments à effets.
10. Emballage blister (1, 13) selon une des revendications de 1 à 9, cependant que la
feuille opaque de couverture (4, 15) est une feuille métallique, en particulier une
feuille d'aluminium, et que la zone transparente (5, 17) de la feuille opaque de couverture
(4, 15) est constituée sous forme d'un évidement dans la feuille opaque de couverture
(4, 15).
11. Emballage blister (1, 13) selon une des revendications de 1 à 10, cependant que l'emballage
blister (1, 13) est un blister pour produits pharmaceutiques, en particulier un blister
pour comprimés.
12. Feuille de couverture (4, 15) adaptée au recouvrement d'une pièce moulée en feuille
plastique (2, 14) d'un emballage blister (1, 13), cependant que la feuille de couverture
(4, 15) est opaque et comporte au moins une zone transparente (5, 17), et comporte,
dans une zone déterminée ajustée de telle façon qu'elle est constituée à l'extérieur
de la zone des cavités de la pièce moulée en feuille plastique (2, 14) et est agencée
de manière chevauchant au moins la zone (5, 17) transparente de la feuille opaque
de couverture (4, 15), une couche fonctionnelle (3, 16, 26, 27) semi-transparente
qui est telle que la feuille de couverture (4, 15), dans la zone (5, 17) transparente,
lors d'une observation en lumière incidente, présente une première couleur visuellement
reconnaissable, et, lors d'une observation en lumière transmise, présente une deuxième
couleur visuellement reconnaissable.
13. Feuille de couverture (4, 15) selon la revendication 12, , cependant que la couche
fonctionnelle (3, 16, 26, 27) semi-transparente est constituée sur un substrat porteur,
et que le substrat porteur pourvu de la couche fonctionnelle (3, 16, 26, 27) semi-transparente
est agencé au-dessus de la feuille opaque de couverture (4, 15).
14. Feuille de couverture (4, 15) selon une des revendications 12 ou 13, cependant que
la couche fonctionnelle semi-transparente comporte une structure multicouche ayant
deux couches métalliques semi-transparentes et une couche diélectrique agencée entre
les deux couches métalliques semi-transparentes.
15. Feuille de couverture (4, 15) selon la revendication 14, cependant que les deux couches
métalliques semi-transparentes sont, indépendamment l'une de l'autre, constituées
d'un métal, et que le métal est respectivement choisi dans le groupe constitué par
Al, Ag, Ni, Cr, Cu, Au et par un alliage d'un ou de plusieurs des éléments mentionnés
ci-dessus, et que la couche diélectrique est une couche de SiO2, une couche de ZnO, une couche de Al2O3, une couche de TiO2, une couche en un nitrure ou oxynitrure d'un des éléments Si, Zn, Al ou Ti, ou une
couche de MgF2 ou une couche de nitrocellulose, par exemple pouvant être obtenue par impression.
16. Feuille de couverture (4, 15) selon la revendication 15, cependant que les deux couches
métalliques semi-transparentes sont choisies en Al ou en Ag, et que la couche diélectrique
est une couche de SiO2.
17. Feuille de couverture (4, 15) selon une des revendications de 14 à 16, cependant que
la feuille de couverture (4, 15), dans la zone transparente (5, 17), apparaît dorée
lors de l'observation en lumière incidente, et présente une teinte bleue lors de l'observation
en lumière transmise.
18. Feuille de couverture (4, 15) selon une des revendications 12 ou 13, cependant que
la couche fonctionnelle (3, 16, 26, 27) semi-transparente peut être obtenue par impression
au moyen d'une composition de pigments à effets.
19. Feuille de couverture (4, 15) selon une des revendications de 13 à 18, cependant que
le substrat porteur agencé au-dessus de la feuille opaque de couverture (4, 15) et
pourvu de la couche fonctionnelle (3, 16) semi-transparente a la forme d'une pluralité
de rubans (26) ou patchs (27) ou pièces (27).
20. Feuille de couverture (4, 15) selon une des revendications de 12 à 19, cependant que
la feuille de couverture (4, 15) est une feuille métallique, en particulier une feuille
d'aluminium, et que la zone transparente (5, 17) de la feuille opaque de couverture
(4, 15) est constituée sous forme d'un évidement dans la feuille opaque de couverture
(4, 15).
21. Procédé de fabrication d'un emballage blister (1, 13), comprenant l'étape du recouvrement
d'une pièce moulée en feuille plastique (2, 14) pourvue de cavités avec une feuille
de couverture (4, 15) selon une des revendications de 12 à 20.
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