[0001] Die Erfindung betrifft einen Öl-Wasser-Wärmetauscher nach Anspruch 1 sowie ein Verfahren
zur Herstellung eines Öl-Wasser-Wärmetauschers nach Anspruch 11.
[0002] Beispielsweise
EP 2 466 241 A1 und
WO 02/04879 A1 beschreiben einen Öl-Wasser-Wärmetauscher gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1 mit mehreren aufeinandergestapelten und miteinander verlöteten Wannenelementen.
Derartige Öl-Wasser-Wärmetauscher werden üblicherweise in den Kühlkreislauf von Verbrennungsmotoren
integriert und können beispielsweise zum Kühlen des Motoröls verwendet werden.
[0004] In einer besonderen Ausführungsform wird dort ein elektrischer Heizer in einem Innenraum
des Wärmetauschers vorgeschlagen, um eines der miteinander wechselwirkenden Fluide
des Wärmetauschers zu erwärmen.
[0005] Grundsätzlich wird es bei den bekannten Öl-Wasser-Wärmetauschern als nachteilig empfunden,
dass bei diesen entweder gar nicht oder nur vergleichsweise aufwändig und ineffektiv
(insbesondere langsam) ein Vorheizen erfolgen kann. Insbesondere wird die Reduktion
von Schadstoffen, die entstehen, wenn das Motoröl nicht auf Betriebstemperatur ist,
als verbesserungswürdig angesehen.
[0006] Weiterhin sei hinsichtlich des Standes der Technik grundsätzlich auf
WO 2013/186106 A1 und
WO 2013/030048 A1 verwiesen. Dort werden Heizungen beschrieben, die eine elektrische Heizschicht aufweisen,
die sich bei Anlegen einer elektrischen Spannung (bzw. dem Fließen eines Stroms) erwärmt.
[0007] WO 02/04879 betrifft zudem einen Plattenwärmetauscher mit einem Stapel von Plattenelementen.
Jedes Plattenelement ist dabei doppelwandig ausgebildet und umfasst zwei wärmeübertragende
Platten, die nahe beieinander liegen, aber dennoch einen Raum zwischen ihren einander
zugewandten Oberflächen abgrenzen und es ermöglichen, dass ein Wärmeaustauschfluid,
das durch ein Loch in der einen Wärmeübertragungsplatte austritt, zwischen den Wärmeübertragungsplatten
zu dem Randteil der Plattenelemente geleitet wird. In dem Zwischenraum ist in mindestens
einem der erwähnten Plattenelemente ein Schichtelement, das eine elektrische Widerstandsschicht
aufweist, die eine elektrische Beheizung des Schichtelements ermöglicht.
[0008] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, das Öl eines Öl-Wasser-Wärmetauschers auf einfache
und zuverlässige Art und Weise zu erwärmen, so dass die Entstehung von Schadstoffen
reduziert werden kann.
[0009] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
[0010] Insbesondere wird die Aufgabe durch einen Öl-Wasser-Wärmetauscher, insbesondere zum
Anschließen an einen Verbrennungsmotor gelöst, umfassend mindestens eine elektrische
Heizbeschichtung, die an einer Außenseite und/oder im Inneren des Wärmetauschers aufgebracht
ist, wobei die Heizbeschichtung auf einem Wärmetauscherdeckel des Öl-Wasser-Wärmetauschers
angeordnet ist.
[0011] Ein Kerngedanke der Erfindung liegt darin, die an sich beispielsweise aus
WO 2013/186106 A1 oder
WO 2013/030048 A1 bekannten elektrischen Heizbeschichtungen (im Folgenden wird eine elektrische Heizbeschichtung
kurz als "Heizbeschichtung" bezeichnet werden) in bzw. an einem Öl-Wasser-Wärmetauscher
einzusetzen. Dabei hat es sich auf überraschende Weise gezeigt, dass (selbst bei Niedervolt-Anwendungen
- insbesondere unter 100 V - von beispielsweise 12 oder 24 oder 28 Volt) eine zufriedenstellende
und insbesondere schnelle Erwärmung des Öls erfolgen kann. Die Notwendigkeit eines
separaten Heizers (wie beispielsweise in
US 2015/0176913 A1 vorgeschlagen) entfällt damit. Dies reduziert Herstellungskosten und den Bauraum
des Öl-Wasser-Wärmetauschers. Insbesondere in der Niedervolt-Anwendung (insbesondere
unter 100 V) kann auch dadurch eine vergleichsweise kostengünstige Herstellung gewährleistet
werden, dass nicht so "exakt" gearbeitet werden muss, wie in Hochvolt-Anwendungen
(wie beispielsweise in
WO 2013/186106 A1 beschrieben).
[0012] Weiterhin kann auf eine Abschirmung (Isolierung nach außen) der elektrischen Heizbeschichtung
im vorliegenden Anwendungsfall ggf. vollständig verzichtet werden.
[0013] In einer ersten Ausführungsform ist die Heizbeschichtung mittelbar, insbesondere
über eine Isolationsschicht vermittelt, auf dem Öl-Wasser-Wärmetauscher aufgebracht.
Eine derartige Isolationsschicht kann beispielsweise durch eine Haftvermittlerschicht
gebildet werden oder über eine solche auf dem Öl-Wasser-Wärmetauscher angebracht sein.
Bevorzugt kann für die Isolationsschicht ein Polymermaterial oder ein keramisches
Material (z.B. Al
2O
3) verwendet werden. Vorzugsweise wird die Isolierschicht jedoch durch eine Passivierung,
insbesondere ein Oxidieren, insbesondere Eloxieren (von Aluminium oder einer Aluminiumlegierung)
bereitgestellt. Bei dem Untergrund kann es sich ggf. um das Gehäuse des Öl-Wasser-Wärmetauschers,
insbesondere einen Deckel, handeln. Insgesamt wird (gerade in Niedervolt-Anwendungen)
eine einfache und dennoch ausreichende elektrische Isolierung bereitgestellt. Alternativ
kann die Heizbeschichtung sogar unmittelbar auf dem Öl-Wasser-Wärmetauscher, insbesondere
einem Gehäuse des Öl-Wasser-Wärmetauschers, aufgebracht sein (beispielsweise in Niedervolt-Anwendungen
und/oder wenn der Untergrund nicht oder nur schlecht elektrisch leitend ist). Die
Heizbeschichtung und/oder Isolationsschicht ist vorzugsweise (voll-)flächig auf dem
Öl-Wasser-Wärmetauscher aufgebracht. Weiterhin kann die Heizbeschichtung und/oder
die Isolationsschicht eine (zumindest im Wesentlichen) konstante Schichtdicke aufweisen.
Die Heizbeschichtung oder die Isolationsschicht kann unmittelbar auf dem Öl-Wasser-Wärmetauscher
aufgebracht sein. Die Heizbeschichtung und/oder die Isolationsschicht kann/können
per se forminstabil (bzw. nicht-selbsttragend) ausgebildet sein. Auf ein Substrat
kann verzichtet werden, so dass die Heizbeschichtung (und eine optionale Isolationsschicht)
ggf. frei von einem Substrat ausgebildet ist. Ein ggf. notwendige Trage- und/oder
Stützstruktur kann durch den Öl-Wasser-Wärmetauscher bereitgestellt werden. Insgesamt
kann ein komplizierterer Aufbau, umfassend eine Heizschicht, eine aufwändige Isolierschicht
sowie eine zusätzliche Haftvermittlerschicht vermieden werden. Grundsätzlich kann
die Heizbeschichtung stoffschlüssig mit einer Oberfläche oder einer Innenfläche des
Öl-Wasser-Wärmetauschers verbunden sein.
[0014] Besonders bevorzugt ist die Heizbeschichtung zum Betrieb im Niedervoltbereich, vorzugsweise
für 12 Volt, 24 Volt oder 48 Volt ausgelegt. Entsprechende elektrische und/oder elektronische
Komponenten des Öl-Wasser-Wärmetauschers sind dann vorzugsweise ebenfalls für einen
solchen Niedervoltbereich (12 Volt, 24 Volt oder 48 Volt) ausgelegt. Insbesondere
bei einer Anwendung im Niedervoltbereich kann auf synergistische Art und Weise eine
effektive Vorheizung mit einfachen Mitteln realisiert werden. Unter "Niedervoltbereich"
soll vorzugsweise eine Betriebsspannung von unter 100 V, insbesondere unter 60 V (Gleichstrom)
verstanden werden.
[0015] In einer konkreten Ausführungsform ist die Heizbeschichtung auf einem Wärmetauscherdeckel
des Öl-Wasser-Wärmetauschers angeordnet.
[0016] Gegebenenfalls kann die Heizbeschichtung auf einer Außenseite des Wärmetauscherdeckels
(alternativ auf einer Innenseite) angeordnet (aufgebracht) sein. Gerade bei einer
Niedervoltanwendung ist auch bei einer Anordnung auf der Außenseite des Deckels (die
beispielsweise im Hinblick auf die Kontaktierung vorteilhaft sein kann) ein ausreichend
sicherer Gebrauch des Öl-Wasser-Wärmetauschers (selbst ohne weiteres Schutzelement)
möglich. Insgesamt wird dadurch eine einfache und dennoch zuverlässig funktionierende
Struktur vorgeschlagen.
[0017] In einer alternativen Ausführungsform ist die Heizbeschichtung als durchgehende (insbesondere
unstrukturierte und/oder ununterbrochene) Schicht ausgebildet. Die Heizbeschichtung
kann im Allgemeinen mindestens einen Abschnitt aufweisen, innerhalb dessen in zwei
aufeinander senkrechten Richtungen über einen Weg von mindestens 1 cm, vorzugsweise
mindesten 2 cm, noch weiter vorzugsweise mindestens 4 cm keine Unterbrechungen in
der Heizbeschichtung vorliegen. Beispielsweise kann die Heizbeschichtung mindestens
einen rechteckförmigen Abschnitt mit einer Länge und einer Breite von je mindestens
1 cm, vorzugsweise mindesten 2 cm, noch weiter vorzugsweise mindestens 4 cm umfassen,
innerhalb dessen keine Unterbrechungen oder ggf. sonstigen Strukturen in der Heizbeschichtung
vorliegen. Unter einer "Unterbrechung" innerhalb der Heizbeschichtung ist ein Abschnitt
zu verstehen, durch den kein Strom fließen kann, beispielsweise da dieser Abschnitt
(gänzlich) frei von Material bleibt und/oder (zumindest teilweise) durch einen Isolator
ausgefüllt ist. Die Heizbeschichtung kann (thermisch) aufgespritzt werden (unabhängig
davon, ob sie unstrukturiert oder strukturiert ist, im Endzustand). In diesem Zusammenhang
hat es sich überraschend gezeigt, dass selbst eine derartig einfach ausgebildete Heizbeschichtung
eine ausreichende Erwärmung des Öls bewirken kann.
[0018] In einer weiteren alternativen Ausführungsform ist die Heizbeschichtung als strukturierte
Schicht ausgebildet. Die Heizbeschichtung wird dabei vorzugsweise durch ein Maskierverfahren
(vorzugsweise unter Verwendung von Silikon, das geprägt werden kann) strukturiert.
Derartige bekannte Maskierverfahren, erlauben eine zufriedenstellende Strukturierung
und sind weniger aufwändig als beispielsweise Laserverfahren zur Strukturierung, die
gerade im Hochvoltbereich eingesetzt werden. Insgesamt werden daher auf synergistische
Art und Weise die Vorteile eines Maskierverfahrens im Hinblick auf die vorliegende
Heizbeschichtung ausgenutzt.
[0019] Die oben beschriebene Isolierschicht kann eine Dicke von mindestens 50 µm, vorzugsweise
mindestens 200 µm und/oder höchstens 1000 µm, vorzugsweise höchstens 500 µm betragen.
[0020] Die Heizbeschichtung hat vorzugsweise eine Höhe (Dicke) von mindestens 5 µm, vorzugsweise
mindestens 10 µm und/oder höchstens einem 1 mm, vorzugsweise höchstens 500 µm, noch
weiter vorzugsweise höchstens 30 µm, noch weiter vorzugsweise höchstens 20 µm. Eine
durch die Heizbeschichtung definierte Leiterbahn kann mindestens 1 mm, vorzugsweise
mindestens 3 mm, noch weiter vorzugsweise mindestens 5 mm, noch weiter vorzugsweise
mindestens 10 mm, noch weiter vorzugsweise mindestens 30 mm breit sein. Unter "Breite"
soll die Ausdehnung der Leiterbahn senkrecht zu ihrer Längserstreckung (die üblicherweise
auch die Richtung des Stromflusses definiert) verstanden werden.
[0021] In einer alternativen Ausführungsform ist über der Heizbeschichtung eine Schutzabdeckung,
beispielsweise eine Silikon-Schutzschicht, angebracht. Alternativ kann jedoch auch
(in einer besonders einfach herstellbaren Ausführungsform) die Heizbeschichtung eine
Außenseite des Öl-Wasser-Wärmetauschers definieren.
[0022] In einer konkreten Ausführungsform weist der Öl-Wasser-Wärmetauscher mehrere Module,
insbesondere Wannenelemente auf, die weiter vorzugsweise, wie in
EP 2 466 241 A1 beschrieben, ausgebildet sein können. Grundsätzlich kann der Öl-Wasser-Wärmetauscher
(abgesehen von der erfindungsgemäßen Heizbeschichtung) wie in
EP 2 466 241 A1 oder
US 2015/0176913 A1 beschrieben, ausgebildet sein. Die Offenbarung dieser Druckschriften wird hiermit
durch Bezugnahme explizit aufgenommen. Wenn mehrere Module vorgesehen sind, kann mindestens
eine Heizbeschichtung zwischen zwei Modulen angeordnet sein. Wenn der Öl-Wasser-Wärmetauscher
mehrere Wannenelemente umfasst, kann ggf. mindestens eine Heizbeschichtung zwischen
zwei dieser Wannenelemente (auf einem der Wannenelemente) angeordnet (aufgebracht)
sein. Dadurch kann mit einfachen Mitteln die Vorheizung (Zuheizung) weiter verbessert
werden.
[0023] Der Öl-Wasser-Wärmetauscher kann einen Turbulator aufweisen. In einem solchen Fall
kann der Turbulator nahe, z. B. nicht weiter als 5 cm, insbesondere 2 cm, zu einer
Heizbeschichtung ausgebildet sein und/oder mit einer Heizbeschichtung ausgestattet
sein. Auch dies ist eine weitere Möglichkeit, auf einfache Art und Weise (nämlich
ohne das Vorsehen weiterer Komponenten) die Erwärmung des Fluids zu verbessern. Dabei
wird auf synergistische Art und Weise ausgenutzt, dass im Bereich eines Turbulators
eine erhöhte Wärmeübertragung, aufgrund der erzeugten Turbulenzen, erfolgen kann.
[0024] Die obige Aufgabe wird weiterhin gelöst durch ein Verfahren zur Herstellung eines
Öl-Wasser-Wärmetauschers, umfassend die Schritte: Bereitstellen eines Öl-Wasser-Wärmetauschers,
insbesondere der vorbeschriebenen Art (zunächst ohne die Merkmale betreffend die Heizbeschichtung)
und Aufbringen einer elektrischen Heizbeschichtung auf den Öl-Wasser-Wärmetauscher
(bzw. unmittelbares oder mittelbares Beschichten des Öl-Wasser-Wärmetauschers mit
der elektrischen Heizbeschichtung). Zwischen den beiden genannten Schritten kann das
Aufbringen einer Isolierschicht auf den Öl-Wasser-Wärmetauscher durchgeführt werden
(bzw. ein unmittelbares oder mittelbares Beschichten des Öl-Wasser-Wärmetauschers
mit der Isolierschicht), beispielsweise durch eine Passivierung (Oxidierung, insbesondere
Eloxierung) eines Untergrundes, beispielsweise eines Wärmetauschergehäuses. Die elektrische
Heizbeschichtung kann ggf. (thermisch) aufgespritzt werden. Insofern weiter oben (im
Zusammenhang mit dem Öl-Wasser-Wärmetauscher) Merkmale beschrieben sind, die zumindest
auch mit der Herstellung des Öl-Wasser-Wärmetauschers in Zusammenhang stehen, werden
diese Verfahrensmerkmale auch als bevorzugte Ausführungsformen des Verfahrens vorgeschlagen.
[0025] Weiterhin wird die obengenannte Aufgabe gelöst durch die Verwendung eines Öl-Wasser-Wärmetauschers
der oben beschriebenen Art oder hergestellt nach dem oben beschriebenen Verfahren
als Öl-Wasser-Wärmetauscher, insbesondere für einen Kraftfahrzeug-Verbrennungsmotor.
Konkret kann der Öl-Wasser-Wärmetauscher für die Erwärmung (Vorerwärmung oder Zuerwärmung)
des Öls, beispielsweise Motoröls, verwendet werden.
[0026] Weitere Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0027] Im Allgemeinen kann die Isolierschicht ein Keramikmaterial oder ein Polymermaterial
sein oder aus einem solchen Material bestehen, wobei als Keramikmaterial beispielsweise
Al
2O
3 in Frage kommt.
[0028] Die Heizschicht kann beispielsweise in einem Plasmabeschichtungsverfahren, insbesondere
Plasmaspritzen, oder in einem Siebdruckverfahren oder als Widerstandspaste, insbesondere
auf die Isolierschicht, aufgetragen werden. In dem Plasmabeschichtungsverfahren kann
beispielsweise zunächst eine elektrisch leitende Schicht, insbesondere auf die Isolierschicht,
aufgetragen werden. Aus der elektrisch leitfähigen Schicht können anschließend Bereiche
ausgeschnitten werden, so dass eine Leiterbahn oder mehrere Leiterbahnen übrigbleiben.
Bevorzugt kommt jedoch eine Maskiertechnik zum Einsatz. Die Leiterbahnen können dann
den Heizwiderstand oder mehrere Heizwiderstände bilden. Die genannten Bereiche können
alternativ zu einer Maskiertechnik, beispielsweise mittels eines Lasers aus der leitfähigen
Schicht herausgeschnitten werden. Die Heizbeschichtung kann beispielsweise eine Metallschicht
sein und ggf. Nickel und/oder Chrom enthalten oder aus diesen Materialien bestehen.
Beispielsweise können 70-90% Nickel und 10-30% Chrom verwendet werden, wobei ein Verhältnis
von 80% Nickel und 20% Chrom als gut geeignet betrachtet wird.
[0029] Die Heizbeschichtung kann beispielsweise eine Fläche von mindestens 5 cm
2, vorzugsweise mindestens 10 cm
2 und/oder höchstens 200 cm
2, vorzugsweise höchstens 100 cm
2, einnehmen. Der Öl-Wasser-Wärmetauscher kann ein Gesamtvolumen von vorzugsweise mindestens
200 cm
3, noch weiter vorzugsweise mindestens 500 cm
3, noch weiter vorzugsweise mindestens 800 cm
3 und/oder höchstens 5000 cm
3, vorzugsweise höchstens 2000 cm
3, aufweisen. Beispielsweise kann der Öl-Wasser-Wärmetauscher 15-25 cm lang und/oder
8-12 cm breit und/oder 3-7 cm hoch (dick) sein.
[0030] Der Öl-Wasser-Wärmetauscher weist vorzugsweise einen oder mehrere erste Fluidkanäle
zum Führen des Öls und einen oder mehrere zweite Fluidkanäle zum Führen des Wassers
auf.
[0031] Für eine Steuerung, insbesondere Regelung, der elektrischen Heizbeschichtung kann
ein Bi-Metall-Schalter, evtl. mit zwei redundanten Schaltereinrichtungen, vorgesehen
sein.
[0032] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen beschrieben, die
anhand der Abbildungen näher erläutert werden. Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht eines ersten Öl-Wasser-Wärmetauschers;
- Fig. 2
- eine schematische Ansicht einer zweiten Ausführungsform des Öl-Wasser-Wärmetauschers;
und
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung der elektrischen Heizbeschichtung auf einem Untergrund.
[0033] In der nachfolgenden Beschreibung werden für gleiche und gleichwirkende Teile dieselben
Bezugsziffern verwendet.
[0034] Fig. 1 zeigt in schematischer Ansicht einen Öl-Wasser-Wärmetauscher (wie er beispielsweise
im Detail, wie in
EP 2 466 241 A1 beschrieben, ausgebildet sein kann) mit mehreren (miteinander verlöteten) Wannenelementen
10, einem Boden 11 und einem Deckel 12. Auf dem Deckel 12 ist eine elektrische Heizbeschichtung
13 angeordnet.
[0035] In der alternativen Ausführungsform gemäß Fig. 2 sind zwei elektrische Heizbeschichtungen
13 vorgesehen, nämlich einerseits am Boden 11 und andererseits zwischen zwei Wannenelementen
10. Andere Ausführungsformen sind denkbar, z.B. Heizbeschichtungen am Deckel und Boden
oder nur im Inneren des Wärmetauschers, ggf. zischen zwei Wannen 10.
[0036] Fig. 3 zeigt eine schematische Darstellung der elektrischen Heizbeschichtung auf
einem Untergrund, konkret (beispielsweise) dem Deckel 12. Zur Herstellung der Struktur
gemäß Fig. 3 wird zunächst der Deckel 12 mit einer Passivierungsschicht (durch Oxidieren
oder Eloxieren) hergestellt. Auf die Isolierschicht 14 wird dann die elektrische Heizbeschichtung
13 aufgebracht, beispielsweise (thermisch) aufgespritzt.
Bezugszeichen
[0037]
- 10
- Wannenelement
- 11
- Boden
- 12
- Deckel
- 13
- Elektrische Heizbeschichtung
- 14
- Isolierschicht
1. Öl-Wasser-Wärmetauscher, insbesondere zum Anschließen an einen Verbrennungsmotor eines
Kraftfahrzeuges, umfassend mindestens eine elektrische Heizbeschichtung (13), die
an einer Außenseite und/oder im Inneren des Wärmetauschers aufgebracht ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Heizbeschichtung (13) auf einem Wärmetauscherdeckel (12) des Öl-Wasser-Wärmetauschers
angeordnet ist.
2. ÖI-Wasser-Wärmetauscher nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Heizbeschichtung (13) unmittelbar auf dem Öl-Wasser-Wärmetauscher aufgebracht
ist, oder mittelbar, über eine Isolierschicht (14) vermittelt, auf dem Öl-Wasser-Wärmetauscher
aufgebracht ist, wobei die Isolierschicht (14) vorzugsweise durch Passivieren, insbesondere
Oxidieren oder Eloxieren, des Untergrundes bereitgestellt wird.
3. Öl-Wasser-Wärmetauscher nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Heizbeschichtung (13) zum Betrieb im Niedervoltbereich, insbesondere für 12 Volt,
24 Volt oder 48 Volt ausgelegt ist.
4. Öl-Wasser-Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Heizbeschichtung (13) als durchgehende, vorzugsweise thermisch aufgespritzte,
Schicht ausgebildet ist.
5. Öl-Wasser-Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Heizbeschichtung (13) als strukturierte Schicht ausgebildet ist, wobei die Heizbeschichtung
(13) vorzugsweise durch ein Maskierverfahren strukturiert ist.
6. ÖI-Wasser-Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Heizbeschichtung (13) vorzugsweise eine Höhe von mindestens 5 µm, weiter vorzugsweise
mindestens 10 µm und/oder höchstens 30 µm, vorzugsweise höchstens 20 µm beträgt und/oder
eine durch die Heizbeschichtung (13) definierte Leiterbahn mindestens 3 mm, vorzugsweise
mindestens 10 mm, weiter vorzugsweise mindestens 30 mm breit ist.
7. ÖI-Wasser-Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
über der Heizbeschichtung (13) eine Schutzabdeckung angebracht ist oder die Heizbeschichtung
(13) eine Außenseite des Öl-Wasser-Wärmetauschers definiert.
8. ÖI-Wasser-Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der ÖI-Wasser-Wärmetauscher mehrere Module, insbesondere mehrere Wannenelemente, aufweist,
wobei mindestens eine Heizbeschichtung (13) zwischen zwei Modulen, insbesondere Wannenelementen,
angeordnet ist.
9. Öl-Wasser-Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Turbulator mit einer elektrischen Heizbeschichtung (13) vorgesehen ist.
10. Verfahren zur Herstellung eines Öl-Wasser-Wärmetauschers nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, umfassend die Schritte:
Bereitstellen eines Öl-Wasser-Wärmetauschers und
Aufbringen einer elektrischen Heizbeschichtung (13) auf einen Wärmetauscherdeckel
(12) des Öl-Wasser-Wärmetauschers.
11. Verwendung eines Öl-Wasser-Wärmetauschers nach einem der Ansprüche 1 bis 9 oder hergestellt
nach Anspruch 10 als ÖI-Wasser-Wärmetauscher in einem Kraftfahrzeug, insbesondere
für den Verbrennungsmotor eines Kraftfahrzeugs.
1. An oil-water heat exchanger, in particular for connection to an internal combustion
engine of a motor vehicle, comprising at least one electric heating coating (13) which
is applied to an outer side and/or in the interior of the heat exchanger, characterized in that the heating coating (13) is arranged on a heat exchanger cover (12) of the oil-water
heat exchanger.
2. The oil-water heat exchanger according to claim 1,
characterized in that
the heating coating (13) is applied directly to the oil-water heat exchanger or is
applied indirectly to the oil-water heat exchanger via an insulating layer (14), the
insulating layer (14) preferably being provided by passivation, in particular oxidizing
or anodizing, of the underlying surface.
3. The oil-water heat exchanger according to claim 1 or 2,
characterized in that
the heating coating (13) is designed for operation in the low-voltage range, in particular
for 12 volts, 24 volts or 48 volts.
4. The oil-water heat exchanger according to one of the preceding claims,
characterized in that
the heating coating (13) is formed as a continuous, preferably thermally sprayed-on,
layer.
5. The oil-water heat exchanger according to one of the preceding claims,
characterized in that
the heating coating (13) is formed as a structured layer, wherein the heating coating
(13) is preferably structured by a masking process.
6. The oil-water heat exchanger according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the heating coating (13) preferably has a height of at least 5 µm, further preferably
at least 10 µm and/or at most 30 µm, preferably at most 20 µm and/or
a conductive path defined by the heating coating (13) is at least 3 mm wide, preferably
at least 10 mm, further preferably at least 30 mm.
7. The oil-water heat exchanger according to any one of the preceding claims,
characterized in that
a protective cover is provided over the heating coating (13) or
the heating coating (13) defines an outer side of the oil-water heat exchanger.
8. The oil-water heat exchanger according to any one of the preceding claims, characterized in that
the oil-water heat exchanger comprises a plurality of modules, in particular a plurality
of trough elements, wherein at least one heating coating (13) is arranged between
two modules, in particular trough elements.
9. The oil-water heat exchanger according to one of the preceding claims, characterized in that
a turbulator with an electric heating coating (13) is provided.
10. A method of manufacturing an oil-water heat exchanger according to any one of the
preceding claims, comprising the steps of:
Providing an oil-water heat exchanger, and
applying an electric heating coating (13) to a heat exchanger cover (12) of the oil-water
heat exchanger.
11. Use of an oil-water heat exchanger according to one of claims 1 to 9 or manufactured
according to claim 10 as an oil-water heat exchanger in a motor vehicle, in particular
for the internal combustion engine of a motor vehicle.
1. Échangeur de chaleur huile-eau, destiné en particulier au raccordement à un moteur
à combustion interne d'un véhicule automobile, comprenant au moins un revêtement chauffant
électrique (13) qui est appliqué sur une face externe et/ou à l'intérieur de l'échangeur
de chaleur,
caractérisé en ce que
le revêtement chauffant (13) est disposé sur un couvercle (12) d'échangeur de chaleur
de l'échangeur de chaleur huile-eau.
2. Échangeur de chaleur huile-eau selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le revêtement chauffant (13) est appliqué directement sur l'échangeur de chaleur huile-eau,
ou est appliqué indirectement, par l'intermédiaire d'une couche isolante (14), sur
l'échangeur de chaleur huile-eau, la couche isolante (14) étant fournie de préférence
par passivation, en particulier oxydation ou anodisation, du support.
3. Échangeur de chaleur huile-eau selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
le revêtement chauffant (13) est mis en place pour le fonctionnement dans la plage
de basses tensions, en particulier pour 12 volts, 24 volts ou 48 volts.
4. Échangeur de chaleur huile-eau selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le revêtement chauffant (13) est configuré sous forme de couche continue, de préférence
appliquée par pulvérisation thermique.
5. Échangeur de chaleur huile-eau selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le revêtement chauffant (13) est configuré sous forme de couche structurée, le revêtement
chauffant (13) étant de préférence structuré par un procédé de masquage.
6. Échangeur de chaleur huile-eau selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le revêtement chauffant (13) a de préférence une épaisseur d'au moins 5 µm, encore
mieux d'au moins 10 µm et/ou d'au maximum 30 µm, de préférence d'au maximum 20 µm
et/ou
est une piste conductrice d'au moins 3 mm, de préférence d'au moins 10 mm, encore
mieux d'au moins 30 mm de largeur, définie par le revêtement chauffant (13).
7. Échangeur de chaleur huile-eau selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
sur le revêtement chauffant (13) est appliqué un revêtement de protection ou le revêtement
chauffant (13) définit une face externe de l'échangeur de chaleur huile-eau.
8. Échangeur de chaleur huile-eau selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'échangeur de chaleur huile-eau comporte plusieurs modules, en particulier plusieurs
éléments de carter, au moins un revêtement chauffant (13) étant disposé entre deux
modules, en particulier éléments de carter.
9. Échangeur de chaleur huile-eau selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
qu'est prévu un turbulateur muni d'un revêtement chauffant électrique (13).
10. Procédé pour la fabrication d'un échangeur de chaleur huile-eau selon l'une quelconque
des revendications précédentes, comprenant les étapes :
disposition d'un échangeur de chaleur huile-eau et
application d'un revêtement chauffant électrique (13) sur un couvercle (12) d'échangeur
de chaleur de l'échangeur de chaleur huile-eau.
11. Utilisation d'un échangeur de chaleur huile-eau selon l'une quelconque des revendications
1 à 9 ou fabriqué selon la revendication 10, en tant qu'échangeur de chaleur huile-eau
dans un véhicule automobile, en particulier pour le moteur à combustion interne d'un
véhicule automobile.