[0001] Die Erfindung betrifft ein Wärmetauschersystem, insbesondere Öl-Wasser-Wärmetauschersystem,
insbesondere zum Anschließen an einen Verbrennungsmotor, vorzugsweise eines Kraftfahrzeuges,
nach Anspruch 1 sowie ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Wärmetauschersystems.
Beispielsweise
EP 2 466 241 A1 beschreibt einen Öl-Wasser-Wärmetauscher mit mehreren aufeinandergestapelten und
miteinander verlöteten Wannenelementen. Derartige Öl-Wasser-Wärmetauscher werden üblicherweise
in den Kühlkreislauf von Verbrennungsmotoren integriert und können beispielsweise
zum Kühlen des Motoröls verwendet werden.
[0003] In einer besonderen Ausführungsform wird dort ein elektrischer Heizer in einem Innenraum
des Wärmetauschers vorgeschlagen, um eines der miteinander wechselwirkenden Fluide
des Wärmetauschers zu erwärmen.
[0004] Grundsätzlich wird es bei den bekannten Öl-Wasser-Wärmetauschern als nachteilig empfunden,
dass bei diesen entweder gar nicht oder nur vergleichsweise aufwändig und ineffektiv
(insbesondere langsam) ein Vorheizen erfolgen kann. Insbesondere wird die Reduktion
von Schadstoffen, die entstehen, wenn das Motoröl nicht auf Betriebstemperatur ist,
als verbesserungswürdig angesehen.
[0005] Weiterhin sei hinsichtlich des Standes der Technik grundsätzlich auf
WO 2013/186106 A1 und
WO 2013/030048 A1 verwiesen. Dort werden Heizungen beschrieben, die eine elektrische Heizschicht aufweisen,
die sich bei Anlegen einer elektrischen Spannung (bzw. dem Fließen eines Stroms) erwärmt.
[0006] Weiterhin sei hinsichtlich des Standes der Technik auf
DE 10 2011 006 248 A1 verwiesen. Dort wird ein Haushaltskältegerät mit einer Heizvorrichtung beschrieben.
Die Heizvorrichtung ist als Schichtheizung durch Lackieren hergestellt und auf eine
Oberfläche eines Verdampfers des Haushaltskältegeräts aufgetragen. Konkret ist die
Schichtheizung gemäß
DE 10 2011 006 248 A1 direkt auf einer Oberfläche des Verdampfers flächig aufgetragen und kaum thermisch
isolierend, um die Funktionalität des Verdampfers nur möglichst gering zu beeinträchtigen.
Als nachteilhaft wird jedoch angesehen, dass die Herstellung gemäß diesem Stand der
Technik vergleichsweise aufwändig ist und auf einen sehr speziellen Anwendungsfall
zugeschnitten erscheint.
[0007] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Wärmetauschersystem vorzuschlagen, bei dem
auf einfache Art und Weise und dennoch effektiv eine Erwärmung mindestens eines in
einem Wärmetauscher strömenden Fluids erfolgen kann. Diese Aufgabe wird durch ein
Wärmetauschersystem mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0008] Insbesondere wird die Aufgabe durch ein Wärmetauschersystem, zum Anschluss an einen
Verbrennungsmotor, gelöst, umfassend mindestens ein Öl-Wasser- Wärmetauscher-Modul,
sowie ein Schichtheizmodul, das auf einer Außenseite des Deckels des Öl-Wasser-Wärmetauscher-Moduls
montiert oder montierbar ist, wobei das Schichtheizmodul ein Substrat, insbesondere
eine Trägerplatte, sowie eine auf dem Substrat, insbesondere der Trägerplatte, aufgebrachte
Heizbeschichtung umfasst.
[0009] Ein Kerngedanke der Erfindung liegt darin, ein Schichtheizmodul umfassend ein Substrat
sowie eine Heizbeschichtung zum Anschluss an ein Wärmetauscher-Modul, insbesondere
Öl-Wasser-Wärmetauscher-Modul, bereitzustellen. In einer Abkehr vom Stand der Technik
wird die Heizbeschichtung also nicht unmittelbar auf den Wärmetauscher aufgebracht,
sondern auf ein separates Substrat, das wiederum an den Wärmetauscher (Wärmetauscher-Modul)
montiert (befestigt) wird. Es wird dabei durchaus bewusst (zumindest teilweise) auf
die im Stand der Technik beschriebenen Vorteile zugunsten einer einfachen und äußerst
variablen (flexiblen) Herstellung verzichtet. Insbesondere ist festzustellen, dass
durch das Vorsehen des Substrates der Gesamt-Bauraum des Wärmetauschersystems zunächst
vergrößert wird. Auch die Wärmeübertragung ist grundsätzlich weniger effektiv. Dennoch
wurde erfindungsgemäß der Weg eingeschlagen, ein (separates) Schichtheizmodul vorzusehen,
um eine Erwärmung mindestens eines in einem Wärmetauscher strömenden Fluides effektiv
und mit einfachen Mitteln zu ermöglichen. Insbesondere ist eine Aufrüstung bereits
bestehende Wärmetauscher (und zwar verschiedenen Typs und/oder verschiedener Größe)
auf einfache Art und Weise möglich, ggf. durch ein und dasselbe Schichtheizmodul.
[0010] Bei dem Substrat handelt es sich vorzugsweise um ein plattenförmiges Substrat, insbesondere
eine Trägerplatte. Die Platte weist vorzugsweise zwei (zumindest im Wesentlichen)
ebene Oberflächen auf. Unebenheiten haben vorzugsweise eine maximale Höhe von 5 mm,
vorzugsweise 2 mm, noch weiter vorzugsweise 0,5 mm. Das Substrat, insbesondere die
Trägerplatte, kann einen vieleckigen, insbesondere viereckigen, vorzugsweise rechteckigen
Grundriss oder einen (kreis-) runden oder elliptischen oder unregelmäßig geformten
Grundriss aufweisen. Eine Dicke des Substrats, insbesondere der Trägerplatte, beträgt
vorzugsweise mindestens 0,5 mm, vorzugsweise mindestens 1 mm, noch weiter vorzugsweise
mindestens 2 mm und/oder höchstens 20 mm, vorzugsweise höchstens 12 mm, noch weiter
vorzugsweise höchstens 8 mm.
[0011] Vorzugsweise ist das Schichtheizmodul stoffschlüssig mit dem Wärmetauscher-Modul
verbunden, insbesondere auf das Wärmetauscher-Modul aufgeklebt, und/oder kraftschlüssig
und/oder formschlüssig mit dem Wärmetauscher-Modul verbunden, insbesondere aufgeklemmt.
Dadurch wird auf einfache Weise ein zuverlässig funktionierendes Wärmetauschersystem
hergestellt. Alternativ kann das Schichtheizmodul auch auf andere Weise mit dem Wärmetauschermodul
verbunden werden, beispielsweise durch mechanische Befestigungsmittel (z.B. Schrauben
und/oder Bolzen). Auch eine Rastverbindung kann alternativ oder zusätzlich vorgesehen
sein, beispielsweise derart, dass das Schichtheizmodul in Rasteinrichtungen des Wärmetauschermoduls
einschnappt.
[0012] Vorzugsweise ist das Substrat, insbesondere die Trägerplatte, zumindest teilweise
aus einem (thermisch und/oder elektrisch) isolierenden Material gefertigt. Unter einem
thermisch isolierenden Material ist insbesondere ein Material mit einer Wärmeleitzahl
(bei 25 °C) von unter 10 W/mK oder unter 2 W/mK oder unter 0,8 W/mK oder unter 0,5
W/mK zu verstehen. Unter einem elektrisch isolierenden Material ist insbesondere ein
Material mit einem spezifischen Widerstand (bei 25 °C) von mindestens 10
5 Ω·mm
2·m
-1 oder mindestens 10
9 Ω·
mm2·
m-1 2 W/mK oder mindestens 10
12 Ω·
mm2·
m-1 zu verstehen. Das Substrat, insbesondere die Trägerplatte, kann insbesondere aus
einer (ggf. isolierenden) Keramik gefertigt sein. Es ist alternativ auch denkbar,
dass das Substrat, insbesondere die Trägerplatte, aus einem Leiter, beispielsweise
Metall gefertigt ist. Dann kann ggf. eine Isolierschicht zwischen der Heizbeschichtung
und dem Substrat, insbesondere der Trägerplatte, vorgesehen sein. Besonders bevorzugt
ist es jedoch im Allgemeinen, wenn die elektrische Heizbeschichtung unmittelbar auf
dem Substrat, insbesondere der Trägerplatte, aufgebracht ist. Insbesondere wenn das
Substrat, vorzugsweise die Trägerplatte, aus einem isolierenden Material gefertigt
ist, kann auf synergistische Weise das Substrat gleichzeitig als Träger für das Zusatzmodul
und als Struktur, die zumindest eine abschnittsweise Isolierung der elektrischen Heizbeschichtung
gegenüber dem Wärmetauschermodul erlaubt, dienen.
[0013] Die Heizbeschichtung und/oder Isolationsschicht ist vorzugsweise (voll-)flächig auf
dem Substrat aufgebracht. Weiterhin kann die Heizbeschichtung und/oder die Isolationsschicht
eine (zumindest im Wesentlichen) konstante Schichtdicke aufweisen. Die Heizbeschichtung
oder die Isolationsschicht kann unmittelbar auf dem Substrat aufgebracht sein. Die
Heizbeschichtung und/oder die Isolationsschicht kann/können per se forminstabil (bzw.
nicht-selbsttragend) ausgebildet sein.
[0014] In einer konkreten Ausführungsform ist die Heizbeschichtung auf der dem Wärmetauschermodul
zugewandten Seite des Substrates, insbesondere der Trägerplatte, angeordnet. Bei einer
derartigen Ausführungsform kann das Wärmetauschermodul effektiv vorgeheizt werden.
[0015] Vorzugsweise ist im montierten Zustand des Schichtheizmoduls zumindest abschnittsweise
ein Zwischenraum zwischen Schichtheizmodul und Wärmetauschermodul ausgebildet. Der
Zwischenraum ist vorzugsweise (zumindest abschnittsweise) mit einem Füllmaterial ("gap
filler"), insbesondere einer ggf. komprimierbaren und/oder elastisch und/oder plastisch
verformbaren Folie, ausgefüllt. Die Folie ist vorzugsweise thermisch (gut) leitend
und weist weiter vorzugsweise eine Wärmeleitzahl (bei 25 °C) von mindestens 15 W/mK
oder mindestens 50 W/mK oder mindestens 100 W/mK oder mindestens 180 W/mK auf. Insbesondere
wenn die Heizbeschichtung auf der dem Wärmetauschermodul zugewandten Seite des Substrates,
insbesondere der Trägerplatte, angeordnet ist, kann dadurch eine einfache Isolierung
(zumindest abschnittsweise) der Heizbeschichtung gegenüber dem Wärmetauschermodul
erreicht werden. Grundsätzlich kann jedoch (im montierten Zustand) die Heizbeschichtung
auch (ggf. vollflächig) in Kontakt mit einer Oberfläche des Wärmetauschermoduls stehen.
In einem solchen Fall kann ggf. auf der Heizbeschichtung (konkret auf der Seite der
Heizbeschichtung, die von dem Substrat, insbesondere der Trägerplatte, weg weist)
eine Isolierschicht oder ein Isolierdeckel angeordnet sein. Ggf. kann jedoch auch
das Wärmetauschermodul eine entsprechende Isolierschicht aufweisen oder generell eine
isolierende Oberfläche aufweisen.
[0016] In einer bevorzugten Ausführungsform verläuft eine Kontaktierung der Heizbeschichtung
durch das Substrat, insbesondere die Trägerplatte.
[0017] Die Kontaktierung kann weiter vorzugsweise mindestens zweimal durch das Substrat
verlaufen, vorzugsweise derart, dass ein Leiterabschnitt der Kontaktierung parallel
zu der Heizbeschichtung (diese berührend) verläuft.
[0018] Bei derartigen Ausführungsformen wird eine einfache und dennoch zuverlässige Kontaktierung,
die zugleich platzsparend ist, ermöglicht.
[0019] In einer Ausführungsform ist die Heizbeschichtung über das Wärmetauschermodul, insbesondere
ein Gehäuse des Wärmetauschermoduls geerdet. Konkret kann dazu zwischen Heizbeschichtung
und Wärmetauschermodul ein Masse-Kontakt (pad) oder eine Feder oder Ähnliches ausgebildet
sein. Wenn die Heizbeschichtung auf der dem Wärmetauschermodul zugewandten Seite des
Substrates, insbesondere der Trägerplatte, angeordnet ist, kann eine Erdungsleitung
auch ggf. durch das Substrat, insbesondere die Trägerplatte, hindurchführen und dann
entweder extern (also nicht über das Wärmetauschermodul) oder über das Wärmetauschermodul
geerdet sein. Insgesamt wird ein vergleichsweise einfaches Schließen des Stromkreises
ermöglicht.
[0020] In einer bevorzugten Ausführungsform sind beide Seiten des Substrates, insbesondere
der Trägerplatte, mit einer Heizbeschichtung versehen. Dadurch kann besonders effektiv
geheizt werden.
[0021] In weiteren Ausführungsformen sind mindestens zwei Wärmetauschermodule und/oder mindestens
zwei Schichtheizmodule vorgesehen. Vorzugsweise ist mindestens ein Schichtheizmodul
zwischen zwei Wärmetauschermodulen angeordnet. Es kann auch mindestens ein Wärmetauschermodul
zwischen zwei Schichtheizmodulen angeordnet sein. Grundsätzlich können an einem Wärmetauschermodul
mehrere, beispielsweise mindestens zwei, oder mindestens drei Schichtheizmodule angeordnet
werden. Insgesamt können dadurch auf flexible Art und Weise ein effektiver Austausch
von Wärme und eine Erwärmung mindestens eines der Fluide erfolgen.
[0022] Vorzugsweise ist das Schichtheizmodul für einen Betrieb im Niedervoltbereich (= vorzugsweise
weniger als 100 V, weiter vorzugsweise weniger als 60 V (Gleichstrom), vorzugsweise
12 Volt, 24 Volt oder 48 Volt ausgelegt. Entsprechend können elektrische und/oder
elektronische Komponenten, die für einen Betrieb des Schichtheizmoduls notwendig sind,
ausgelegt sein. Dadurch kann eine ggf. notwendige Isolierung vergleichsweise einfach
ausgebildet sein. Insbesondere sind aufwändige Isolierungen, wie üblicherweise im
Stand der Technik (beim dem im Hochvoltbereich gearbeitet wird), nicht notwendig.
[0023] Die oben genannte Aufgabe wird weiterhin durch die Verwendung eines Schichtheizmoduls
mit den Merkmalen des Anspruchs 11 gelöst. Weiter wird die oben genannte Aufgabe unabhängig
durch ein Verfahren zur Herstellung eines Wärmetauschersystems mit den Merkmalen des
Anspruchs 12 gelöst, umfassend die Schritte:
- Bereitstellung oder Herstellung eines Wärmetauschermoduls, insbesondere Öl-Wasser-Wärmetauscher-Moduls,
sowie eines (separaten) Schichtheizmoduls, umfassend ein Substrat, insbesondere eine
Trägerplatte, sowie eine auf dem Substrat, insbesondere der Trägerplatte, aufgebrachte
elektrische Heizbeschichtung; und
- (stoff- und/oder kraft- und/oder formschlüssiges )Verbinden von Wärmetauschermodul
und Schichtheizmodul, insbesondere durch Kleben und/oder Anklemmen.
[0024] Das Substrat, insbesondere die Trägerplatte, ist vorzugsweise formstabil bzw. aus
einem formstabilen Material gefertigt.
[0025] Die oben genannte Aufgabe wird weiterhin durch ein Schichtheizmodul für einen Wärmetauscher,
insbesondere Öl-Wasser-Wärmetauscher, gelöst, wobei das Schichtheizmodul die obigen
und/oder nachfolgenden Merkmale aufweist.
[0026] Vorzugsweise wird zur Herstellung des Schichtheizmoduls mindestens ein Loch in das
Substrat, insbesondere die Trägerplatte, eingebracht. Weiter vorzugsweise wird durch
das mindestens eine Loch eine Kontaktierung der Heizbeschichtung geführt. In einer
konkreten Ausführungsform wird in einem ersten Teilschritt ein Sackloch in das Substrat,
insbesondere die Trägerplatte, eingebracht, in einem zweiten (auf den ersten Teilschritt
folgenden) Teilschritt die Heizbeschichtung auf das Substrat aufgetragen und in einem
(auf den zweiten Teilschritt folgenden) dritten Teilschritt ein Leiterabschnitt gegen
ein Ende des Sackloches geführt, vorzugsweise so dass ein Boden des Sacklochs bricht,
so dass der Leiterabschnitt in Kontakt mit der Heizbeschichtung kommt. Alternativ
oder zusätzlich können zwei Löcher im Substrat geschaffen werden. Vorzugsweise wird
eine Kontaktierung für die Heizbeschichtung durch beide Löcher geführt und verläuft
weiter vorzugsweise (zumindest abschnittsweise) parallel zu einer Ebene, die durch
die Heizbeschichtung definiert wird (die Heizbeschichtung berührend). Insofern weiter
oben (im Zusammenhang mit dem Wärmetauschersystem) Merkmale beschrieben sind, die
zumindest auch mit der Herstellung des Wärmetauschersystems in Zusammenhang stehen,
werden diese Verfahrensmerkmale auch als bevorzugte Ausführungsformen des Verfahrens
vorgeschlagen.
[0027] Für eine Steuerung, insbesondere Regelung, der elektrischen Heizbeschichtung kann
ein Bi-Metall-Schalter, evtl. mit zwei redundanten Schaltereinrichtungen, vorgesehen
sein.
[0028] Die Heizbeschichtung kann mittelbar, insbesondere über eine Isolationsschicht vermittelt,
auf dem Substrat, insbesondere der Trägerplatte, aufgebracht sein.
[0029] Eine derartige Isolationsschicht kann beispielsweise durch eine Haftvermittlerschicht
gebildet werden. Vorzugsweise kann für die Isolationsschicht ein Polymermaterial verwendet
werden. Bevorzugt wird die Isolierschicht jedoch durch eine Passivierung, insbesondere
ein Oxidieren, insbesondere Eloxieren (von Aluminium oder einer Aluminiumlegierung)
bereitgestellt. Insgesamt wird (gerade in Niedervolt-Anwendungen) eine einfache und
dennoch ausreichende elektrische Isolierung bereitgestellt. Alternativ kann die Heizbeschichtung
unmittelbar auf dem Substrat, insbesondere der Trägerplatte, aufgebracht sein (beispielsweise
in Niedervolt-Anwendungen und/oder wenn der Untergrund nicht oder nur schlecht elektrisch
leitend ist). Insgesamt kann der komplizierte Aufbau im Stand der Technik, umfassend
eine Heizschicht, eine aufwändige Isolierschicht sowie eine Haftvermittlerschicht
reduziert werden. Grundsätzlich kann die Heizbeschichtung stoffschlüssig mit einer
Oberfläche des Substrats, insbesondere der Trägerplatte, verbunden sein.
[0030] In einer konkreten Ausführungsform ist das Schichtheizmodul auf einem Wärmetauscherdeckel
des (Öl-Wasser-)Wärmetauschermoduls angeordnet. Gerade bei einer Niedervoltanwendung
ist auch bei einer Anwendung auf der Außenseite des Deckels (die beispielsweise im
Hinblick auf die Kontaktierung vorteilhaft sein kann) ein ausreichend sicherer Gebrauch
des (Öl-Wasser-) Wärmetauscher-Moduls (selbst ohne weiteres Schutzelement) möglich.
Insgesamt wird dadurch eine einfache und dennoch zuverlässig funktionierende Struktur
vorgeschlagen.
[0031] In einer alternativen Ausführungsform ist die Heizbeschichtung als durchgehende (insbesondere
unstrukturierte und/oder ununterbrochene) Schicht ausgebildet. Die Heizbeschichtung
kann im Allgemeinen mindestens einen Abschnitt aufweisen, innerhalb dessen in zwei
aufeinander senkrechten Richtungen über einen Weg von mindestens 1 cm, vorzugsweise
mindesten 2 cm, noch weiter vorzugsweise mindestens 4 cm keine Unterbrechungen in
der Heizbeschichtung vorliegen. Beispielsweise kann die Heizbeschichtung mindestens
einen rechteckförmigen Abschnitt mit einer Länge und einer Breite von je mindestens
1 cm, vorzugsweise mindesten 2 cm, noch weiter vorzugsweise mindestens 4 cm umfassen,
innerhalb dessen keine Unterbrechungen oder ggf. sonstigen Strukturen in der Heizbeschichtung
vorliegen. Unter einer "Unterbrechung" innerhalb der Heizbeschichtung ist ein Abschnitt
zu verstehen, durch den kein Strom fließen kann, beispielsweise da dieser Abschnitt
(gänzlich) frei von Material bleibt und/oder (zumindest teilweise) durch einen Isolator
ausgefüllt ist. Die Heizbeschichtung kann thermisch aufgespritzt werden (unabhängig
davon, ob sie unstrukturiert oder strukturiert ist, im Endzustand). In diesem Zusammenhang
hat es sich überraschend gezeigt, dass selbst eine derartig einfach ausgebildete Heizbeschichtung
eine ausreichende Erwärmung des Öls bewirken kann.
[0032] In einer weiteren alternativen Ausführungsform ist die Heizbeschichtung als strukturierte
Schicht ausgebildet. Die Heizbeschichtung wird dabei vorzugsweise durch ein Maskierverfahren
(vorzugsweise unter Verwendung von Silikon, das geprägt werden kann) strukturiert.
Derartige bekannte Maskierverfahren, erlauben eine zufriedenstellende Strukturierung
und sind weniger aufwändig als beispielsweise Laserverfahren zur Strukturierung, die
gerade im Hochvoltberiech eingesetzt werden. Insgesamt werden daher auf synergistische
Art und Weise die Vorteile eines Maskierverfahrens im Hinblick auf die vorliegende
Heizbeschichtung ausgenutzt.
[0033] Die oben beschriebene Isolierschicht kann eine Dicke von mindestens 50 µm, vorzugsweise
mindestens 200 µm und/oder höchstens 1000 µm, vorzugsweise höchstens 500 µm betragen.
[0034] Die Heizbeschichtung hat vorzugsweise eine Höhe (Dicke) von mindestens 5 µm, vorzugsweise
mindestens 10 µm und/oder höchstens einem 1 mm, vorzugsweise höchstens 500 µm, noch
weiter vorzugsweise höchstens 30 µm, noch weiter vorzugsweise höchstens 20 µm. Eine
durch die Heizbeschichtung definierte Leiterbahn kann mindestens 1 mm, vorzugsweise
mindestens 3 mm, noch weiter vorzugsweise mindestens 5 mm, noch weiter vorzugsweise
mindestens 10 mm, noch weiter vorzugsweise mindestens 30 mm breit sein. Unter "Breite"
soll die Ausdehnung der Leiterbahn senkrecht zu ihrer Längserstreckung (die üblicherweise
auch die Richtung des Stromflusses definiert) verstanden werden.
[0035] In einer alternativen Ausführungsform ist über der Heizbeschichtung eine Schutzabdeckung,
beispielsweise eine Silikon-Schutzschicht, angebracht. Alternativ kann jedoch auch
(in einer besonders einfach herstellbaren Ausführungsform) die Heizbeschichtung eine
Außenseite des Schichtheizmoduls definieren.
[0036] In einer konkreten Ausführungsform weist das Öl-Wasser-Wärmetauscher-Modul mehrere
Untereinheiten, insbesondere Wannenelemente auf, die weiter vorzugsweise, wie in
EP 2 466 241 A1 beschrieben, ausgebildet sein können. Grundsätzlich kann das Öl-Wasser-Wärmetauscher-Modul
(abgesehen von dem erfindungsgemäßen Schichtheizmodul) wie in
EP 2 466 241 A1 oder
US 2015/0176913 A1 beschrieben, ausgebildet sein. Die Offenbarung dieser Druckschriften wird hiermit
durch Bezugnahme explizit aufgenommen. Wenn mehrere Untereinheiten vorgesehen sind,
kann ggf. mindestens ein Schichtheizmodul zwischen zwei Untereinheiten angeordnet
sein. Wenn das Öl-Wasser-Wärmetauscher-Modul mehrere Wannenelemente umfasst, kann
ggf. mindestens ein Schichtheizmodul zwischen zwei dieser Wannenelemente (auf einem
der Wannenelemente) angeordnet (aufgebracht) sein. Dadurch kann mit einfachen Mitteln
die Vorheizung (Zuheizung) weiter verbessert werden.
[0037] Der Öl-Wasser-Wärmetauscher kann einen Turbulator aufweisen. In einem solchen Fall
kann der Turbulator nahe, z. B. nicht weiter als 5 cm, insbesondere nicht weiter als
2 cm, zu einer Heizbeschichtung ausgebildet sein und/oder mit einer Heizbeschichtung
ausgestattet sein. Auch dies ist eine weitere Möglichkeit, auf einfache Art und Weise
(nämlich ohne das Vorsehen weiterer Komponenten) die Erwärmung des Fluids zu verbessern.
Dabei wird auf synergistische Art und Weise ausgenutzt, dass im Bereich eines Turbulators
eine erhöhte Wärmeübertragung, aufgrund der erzeugten Turbulenzen, erfolgen kann.
[0038] Im Allgemeinen kann die Isolierschicht ein Keramikmaterial oder ein Polymermaterial
sein oder aus einem solchen Material bestehen, wobei als Keramikmaterial beispielsweise
Al
2O
3 in Frage kommt.
[0039] Die Heizschicht kann beispielsweise in einem Plasmabeschichtungsverfahren, insbesondere
Plasmaspritzen, oder in einem Siebdruckverfahren oder als Widerstandspaste, insbesondere
auf die Isolierschicht, aufgetragen werden. In dem Plasmabeschichtungsverfahren kann
beispielsweise zunächst eine elektrisch leitende Schicht, insbesondere auf die Isolierschicht,
aufgetragen werden. Aus der elektrisch leitfähigen Schicht können anschließend Bereiche
ausgeschnitten werden, so dass eine Leiterbahn oder mehrere Leiterbahnen übrigbleiben.
Bevorzugt kommt jedoch eine Maskiertechnik zum Einsatz. Die Leiterbahnen können dann
den Heizwiderstand oder mehrere Heizwiderstände bilden. Die genannten Bereiche können
alternativ zu einer Maskiertechnik, beispielsweise mittels eines Lasers aus der leitfähigen
Schicht herausgeschnitten werden. Die Heizbeschichtung kann beispielsweise eine Metallschicht
sein und ggf. Nickel und/oder Chrom enthalten oder aus diesen Materialien bestehen.
Beispielsweise können 70-90% Nickel und 10-30% Chrom verwendet werden, wobei ein Verhältnis
von 80% Nickel und 20% Chrom als gut geeignet betrachtet wird.
[0040] Die Heizbeschichtung kann beispielsweise eine Fläche von mindestens 5 cm
2, vorzugsweise mindestens 10 cm
2 und/oder höchstens 200 cm
2, vorzugsweise höchstens 100 cm
2, einnehmen. Das (ÖI-Wasser-)Wärmetauscher-Modul oder das (Öl-Wasser-)Wärmetauscher-System
kann ein Gesamtvolumen von vorzugsweise mindestens 200 cm
3, noch weiter vorzugsweise mindestens 500 cm
3, noch weiter vorzugsweise mindestens 800 cm
3 und/oder höchstens 5000 cm
3, vorzugsweise höchstens 2000 cm
3, aufweisen. Beispielsweise kann das (Öl-Wasser-) Wärmetauscher-Modul oder das (Öl-Wasser-)Wärmetauscher-System
15-25 cm lang und/oder 8-12 cm breit und/oder 3-7 cm hoch (dick) sein.
[0041] Der Das Wärmetauschermodul, insbesondere Öl-Wasser-Wärmetauschermodul weist vorzugsweise
einen oder mehrere erste Fluidkanäle zum Führen eines ersten Fluids, insbesondere
des Öls und einen oder mehrere zweite Fluidkanäle zum Führen eines zweiten Fluids,
insbesondere des Wassers auf.
[0042] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen beschrieben, die
anhand der Abbildungen näher erläutert werden. Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Ansicht eines Wärmetauschers;
- Fig. 2
- einen schematischen Ausschnitt eines Schichtheizmoduls gemäß einer ersten Ausführungsform;
- Fig. 3
- einen schematischen Ausschnitt einer weiteren Ausführungsform des Schichtheizmoduls;
- Fig. 4
- einen schematischen Ausschnitt eines (noch nicht fertiggestellten) Schichtheizmoduls
gemäß einer weiteren Ausführungsform;
- Fig. 5
- einen schematischen Ausschnitt einer weiteren Ausführungsform des Schichtheizmoduls.
[0043] In der nachfolgenden Beschreibung werden für gleiche und gleichwirkende Teile dieselben
Bezugsziffern verwendet.
[0044] Fig. 1 zeigt ein Öl-Wasser-Wärmetauscher-Modul 10 sowie ein Schichtheizmodul 11.
Das Öl-Wasser-Wärmetauscher-Modul 10 kann, beispielsweise wie in
EP 2 466 241 A1 beschrieben, aufgebaut sein, insbesondere mehrere (ggf. miteinander verlötete) Wannenelemente
aufweisen.
[0045] Das Schichtheizmodul 11 umfasst eine Trägerplatte 12 sowie eine elektrische Heizbeschichtung
13. Das Schichtheizmodul 11 ist vorzugsweise auf einem Deckel 28 des Öl-Wasser-Wärmetauschers
10 angebracht.
[0046] Die elektrische Heizbeschichtung 13 ist (was nicht zwingend ist) an einer dem Öl-Wasser-Wärmetauscher-Modul
10 zugewandten Seite 14 der Trägerplatte 12 aufgebracht. Das Bezugszeichen 15 zeigt
eine erste Variante zur Herstellung eines Masse-Kontakts, nämlich konkret durch ein
Pad 15, das die Heizbeschichtung 13 mit dem Öl-Wasser-Wärmetauscher-Modul 10 (insbesondere
einem Gehäuse davon) verbindet. Eine weitere Alternative ist durch das Bezugszeichen
16 gekennzeichnet, das konkret eine Leitung 16 zeigt, die ebenfalls die elektrische
Heizbeschichtung mit dem Öl-Wasser-Wärmetauscher-Modul 10 (insbesondere einem Gehäuse
davon) verbindet. Alternativ könnte die Leitung 16 auch extern (also nicht über das
Öl-Wasser-Wärmetauscher-Modul 10) geerdet sein. Ein zu dem Masse-Kontakt korrespondierender
Kontakt ist nicht dargestellt. Ein derartiger zweiter Kontakt könnte jedoch ebenfalls
durch eine Leitung analog der Leitung 16 gebildet werden, wenn diese entsprechend
(abweichend von Fig. 1) angeschlossen ist.
[0047] In Fig. 2 ist eine erste Ausführungsform einer Kontaktierung der elektrischen Heizbeschichtung
gezeigt. Auch hier (was nicht zwingend ist) befindet sich die elektrische Heizbeschichtung
13 auf einer der (nicht gezeigten) Trägerplatte zugewandten Seite 14. Eine von der
Trägerplatte abgewandte Seite ist mit dem Bezugszeichen 17 gekennzeichnet. Die Trägerplatte
12 weist ein Loch 18 auf, durch das ein die Kontaktierung bildender Leiterabschnitt
19 geführt wird. Zur Erleichterung der Kontaktierung ist ein Ende 20 des Leiterabschnitts
19 als Verbreiterung ausgebildet und in einer bzw. über einer Ausnehmung 21 angeordnet.
Das Ende 20 wird dann beim Herstellen der Heizbeschichtung 13 vorzugsweise überspritzt,
so dass sich ein Kontakt ausbildet.
[0048] In Fig. 3 ist eine Ausführungsform ähnlich zu Fig. 2 gezeigt, bei der jedoch kein
sich verbreiterndes Ende 20 sowie keine Ausnehmung 21 vorgesehen ist.
[0049] Fig. 4 zeigt einen schematischen Ausschnitt des Schichtheizmoduls vor der endgültigen
Fertigstellung. Konkret ist hier ein Leiterabschnitt 19 gezeigt, der in ein Sackloch
22 eingeführt wird. Gegenüber (bzw. sich anschließend an) dem ersten Sackloch 22 ist
ein zweites Sackloch 23 vorgesehen (was nicht zwingend ist). In einem nächsten Schritt
wird nun die Heizbeschichtung 13 aufgebracht und danach eine Sollbruchstelle 24 zwischen
den beiden Sacklöchern 22, 23 durchbrochen, so dass der Leiterabschnitt 19 mit der
Heizbeschichtung 13 in Kontakt kommen kann. Die Sollbruchstelle 24 wird vorzugsweise
durch einen Steg definiert.
[0050] In Fig. 5 ist eine weitere Möglichkeit der Kontaktierung der Heizbeschichtung 13
gezeigt. Bei dieser Ausführungsform ist ein erstes Loch 25 sowie ein zweites Loch
26 in die Trägerplatte 12 eingebracht. Ein Leiterabschnitt 19 wird dabei sowohl durch
das erste Loch 25 als auch durch das zweite Loch 26 geführt, so dass ein Leiterunterabschnitt
27 parallel zur Heizschicht 13, diese berührend, verläuft. Dadurch wird eine besonders
einfache und zuverlässige Kontaktierung realisiert. Auch hier wird die elektrische
Heizbeschichtung vorzugweise nach Anbringen des Leiterabschnittes 19 aufgebracht (aufgespritzt).
Bezugszeichenliste
[0051]
- 10
- Öl-Wasser-Wärmetauscher-Modul
- 11
- Schichtheizmodul
- 12
- Trägerplatte
- 13
- elektrische Heizbeschichtung
- 14
- Seite
- 15
- Pad
- 16
- Leiter
- 17
- Seite
- 18
- Loch
- 19
- Leiterabschnitt
- 20
- Ende
- 21
- Ausnehmung
- 22
- erstes Sackloch
- 23
- zweites Sackloch
- 24
- Sollbruchstelle
- 25
- erstes Loch
- 26
- zweites Loch
- 27
- Leiterunterabschnitt
- 28
- Deckel
1. Wärmetauschersystem zum Anschließen an einen Verbrennungsmotor, vorzugsweise eines
Kraftfahrzeuges, umfassend mindestens ein Öl-Wasser-Wärmetauscher-Modul (10), sowie
ein Schichtheizmodul (11), das auf einer Außenseite des Deckels des Öl-Wasser-Wärmetauscher-Moduls
montiert oder montierbar ist, wobei das Schichtheizmodul (11) ein Substrat, insbesondere
eine Trägerplatte (12), sowie eine auf dem Substrat, insbesondere der Trägerplatte
(12), aufgebrachte elektrische Heizbeschichtung (13), umfasst.
2. Wärmetauschersystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Schichtheizmodul stoffschlüssig mit dem Öl-Wasser-Wärmetauscher-Modul (10) verbunden
ist, insbesondere auf das Öl-Wasser-Wärmetauscher-Modul (10) aufgeklebt, und/oder
kraftschlüssig und/oder formschlüssig mit dem Öl-Wasser-Wärmetauscher-Modul (10) verbunden
ist, insbesondere aufgeklemmt ist.
3. Wärmetauschersystem nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Substrat, insbesondere die Trägerplatte (12), aus einem elektrisch und/oder thermisch
isolierenden Material, vorzugsweise Keramik, gefertigt ist.
4. Wärmetauschersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Heizbeschichtung (13) auf der dem Öl-Wasser-Wärmetauscher-Modul (10) zugewandten
Seite des Substrates, insbesondere der Trägerplatte (12), angeordnet ist.
5. Wärmetauschersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
im montierten Zustand des Schichtheizmoduls ein Zwischenraum zwischen Schichtheizmodul
(11) und Öl-Wasser-Wärmetauscher-Modul (10) ausgebildet ist, wobei der Zwischenraum
vorzugsweise mit einem Füllmaterial gefüllt ist.
6. Wärmetauschersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Kontaktierung der Heizbeschichtung (13) durch das Substrat, insbesondere die
Trägerplatte (12), verläuft, wobei die Kontaktierung vorzugsweise mindestens zweimal
durch das Substrat, insbesondere die Trägerplatte (12) verläuft, vorzugsweise derart,
dass ein Leiterabschnitt (27) der Kontaktierung parallel zu der elektrischen Heizbeschichtung
(13), diese berührend, verläuft.
7. Wärmetauschersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die elektrische Heizbeschichtung (13) über das Öl-Wasser-Wärmetauscher-Modul (10),
insbesondere ein Gehäuse des Öl-Wasser-Wärmetauscher-Moduls, geerdet ist.
8. Wärmetauschersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
beide Seiten des Substrates, insbesondere der Trägerplatte (12), mit einer elektrischen
Heizbeschichtung (13) versehen sind.
9. Wärmetauschersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens zwei Öl-Wasser-Wärmetauscher-Modul und/oder mindestens zwei Schichtheizmodule
vorgesehen sind, wobei vorzugsweise mindestens ein Schichtheizmodul zwischen zwei
Öl-Wasser-Wärmetauscher-Modulen angeordnet ist.
10. Wärmetauschersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Schichtheizmodul (11) für einen Betrieb im Niedervoltbereich, vorzugsweise für
12 Volt, 24 Volt oder 48 Volt ausgelegt ist.
11. Verwendung eines Schichtheizmoduls (11), umfassend ein Substrat, insbesondere eine
Trägerplatte (12), sowie eine auf dem Substrat, insbesondere der Trägerplatte (12),
aufgebrachte elektrische Heizbeschichtung (13) zum Erwärmen mindestens eines Fluids
eines Öl-Wasser-Wärmetauschers, wobei das Schichtheizmodul auf einer Außenseite des
Deckels des Öl-Wasser-Wärmetauschers angeordnet ist.
12. Verfahren zur Herstellung eines Öl-Wasser-Wärmetauscher-Moduls nach einem der Ansprüche
1 bis 10, umfassend die Schritte:
- Bereitstellung oder Herstellung eines Öl-Wasser-Wärmetauscher-Moduls (10), sowie
eines Schichtheizmoduls (11), umfassend ein Substrat, insbesondere eine Trägerplatte
(12), sowie eine auf dem Substrat, insbesondere der Trägerplatte (12), aufgebrachte
elektrische Heizbeschichtung (13); und
- Verbinden von Öl-Wasser-Wärmetauscher-Modul (10) und Schichtheizmodul (11) auf einer
Außenseite des Deckels des Öl-Wasser-Wärmetauschers, insbesondere durch Kleben und/oder
Anklemmen.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
zur Herstellung des Schichtheizmoduls (11) mindestens ein Loch (18, 25, 26) im Substrat,
insbesondere der Trägerplatte (12), eingebracht wird, wobei eine Kontaktierung zum
Kontaktieren der elektrischen Heizbeschichtung durch das mindestens eine Loch geführt
wird, wobei vorzugsweise in einem ersten Teilschritt ein Sackloch (22) im Substrat,
insbesondere der Trägerplatte (12), hergestellt wird, in einem zweiten Teilschritt
die elektrische Heizbeschichtung (13) auf das Substrat aufgetragen wird und in einem
dritten Teilschritt ein Leiterabschnitt gegen ein Ende des Sacklochs geführt wird,
so dass ein Boden des Sacklochs bricht, so dass der Leiterabschnitt in Kontakt mit
der elektrischen Heizbeschichtung (13) kommt und/oder
wobei vorzugsweise zwei Löcher (25, 26) im Substrat, insbesondere der Trägerplatte
(12), geschaffen werden, wobei ein Leiterabschnitt der Kontaktierung vorzugsweise
parallel zu der elektrischen Heizbeschichtung (13), diese berührend, verläuft.
1. A heat exchanger system for connection to an internal combustion engine, preferably
of a motor vehicle, comprising at least one oil water heat exchanger module (10) and
a layer heating module (11), which is mounted or mountable on an outer surface of
the cover of the oil water heat exchanger module, wherein the layer heating module
(11) comprises a substrate, in particular a carrier plate (12), and an electric heating
coating (13) applied to the substrate, in particular the carrier plate (12).
2. The heat exchanger system according to claim 1, characterized in that the layer heating module is connected in material-locking fashion to the oil water
heat exchanger module (10), in particular adhesively bonded to the oil water heat
exchanger module (10), and/or connected in particular clamped, in non-positively locking
and/or positively locking fashion to the oil water heat exchanger module (10).
3. The heat exchanger system according to claims 1 or 2, characterized in that the substrate, in particular the carrier plate (12), is manufactured from an electrically
and/or thermally insulating material, in particular ceramics.
4. The heat exchanger system according to one of the preceding claims, characterized in that the heating coating (13) is arranged on that side of the substrate, in particular
the carrier plate (12), which faces towards the oil water heat exchanger module (10).
5. The heat exchanger system according to one of the preceding claims, characterized in that in the mounted state of the layer heating module, an intermediate space is formed
between the layer heating module (11) and the oil water heat exchanger module (10),
wherein the intermediate space is preferably filled with a filler material.
6. The heat exchanger system according to one of the preceding claims, characterized in that a contacting of the heating coating (13) extends through the substrate, in particular
the carrier plate (12), wherein the contacting extends preferably twice through the
substrate, in particular the carrier plate (12), preferably such that a conductor
section (27) of the contacting extends parallel to the electric heating coating (13)
so as to make contact therewith.
7. The heat exchanger system according to one of the preceding claims, characterized in that the electric heating coating (13) is grounded via the oil water heat exchanger module
(10), in particular a housing of the oil water heat exchanger module.
8. The heat exchanger system according to one of the preceding claims, characterized in that both sides of the substrate, in particular the carrier plate (12), are provided with
an electric heating coating (13).
9. The heat exchanger system according to one of the preceding claims, characterized in that at least two oil water heat exchanger modules and/or at least two layer heating modules
are provided, wherein preferably at least one layer heating module is arranged between
two oil water heat exchanger modules.
10. The heat exchanger system according to one of the preceding claims, characterized in that the layer heating module (11) is designed for an operation in a low-volt range, preferably
12 volts, 24 volts or 48 volts.
11. Use of a layer heating module (11), comprising a substrate, in particular a carrier
plate (12), and an electric heating coating (13) applied to the substrate, in particular
the carrier plate (12), for warming at least one fluid of an oil water heat exchanger,
wherein the heating layer module is arranged on an outer surface of the cover of the
oil water heat exchanger.
12. A method for producing an oil water heat exchanger module according to one of claims
1 to 10, comprising the steps:
- providing or producing an oil water heat exchanger module (10), and a layer heating
module (11), comprising a substrate, in particular a carrier plate (12), and an electric
heating coating (13) applied to the substrate, in particular the carrier plate (12);
and
- connecting the oil water heat exchanger module (10) and the layer heating module
(11) on an outer surface of the cover of the oil water heat exchanger, in particular
by adhesive bonding and/or clamping.
13. The method according to claim 12,
characterized in that
to produce the layer heating module (11), at least one hole (18, 25, 26) is formed
in the substrate, in particular the carrier plate (12), wherein a contacting to contact
the electric heating coating is led through the at least one hole,
wherein preferably in a first sub-step a blind hole (22) is produced in the substrate,
in particular the carrier plate (12), in a second sub-step the electric heating coating
(13) is applied to the substrate, and in a third sub-step a conductor section is guided
against one end of the blind hole, such that a base of the blind hole breaks, such
that the conductor section comes into contact with the electric heating coating (13),
and/or wherein preferably two holes (25, 26) are created in the substrate, in particular
the carrier plate (12), wherein a conductor section of the contacting runs preferably
in parallel to the electric heating coating (13) while making contact therewith.
1. Système d'échangeur de chaleur à raccorder à un moteur à combustion interne, de préférence
d'un véhicule automobile, comprenant au moins un module d'échangeur de chaleur eau-huile
(10), ainsi qu'un module de chauffage de couche (11) qui est monté ou peut être monté
sur un côté extérieur du cache du module d'échangeur de chaleur eau-huile, dans lequel
le module de chauffage de couche (11) comprend un substrat, notamment une plaque de
support (12), ainsi qu'un revêtement chauffant électrique (13) appliqué sur le substrat,
notamment sur la plaque de support (12).
2. Système d'échangeur de chaleur selon la revendication 1, caractérisé en ce que le module de chauffage de couche est relié par complémentarité de matières au module
d'échangeur de chaleur eau-huile (10), notamment collé sur le module d'échangeur de
chaleur eau-huile (10) et/ou relié par complémentarité de forces et/ou par complémentarité
de formes au module d'échangeur de chaleur eau-huile (10), notamment coincé sur lui.
3. Système d'échangeur de chaleur selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le substrat, notamment la plaque de support (12), est fabriqué à partir d'un matériau
électriquement et/ou thermiquement isolant, de préférence de la céramique.
4. Système d'échangeur de chaleur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le revêtement chauffant (13) est disposé sur le côté du substrat orienté vers le
module d'échangeur de chaleur eau-huile (10), notamment sur la plaque de support (12).
5. Système d'échangeur de chaleur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'à l'état monté du module de chauffage de couche, un espace intermédiaire est réalisé
entre le module de chauffage de couche (11) et le module d'échangeur de chaleur eau-huile
(10), dans lequel l'espace intermédiaire est de préférence rempli d'un matériau de
remplissage.
6. Système d'échangeur de chaleur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'une mise en contact du revêtement chauffant (13) s'étend à travers le substrat, notamment
la plaque de support (12), dans lequel la mise en contact s'étend de préférence au
moins deux fois à travers le substrat, notamment la plaque de support (12), de préférence
de telle sorte qu'une section conductrice (27) de la mise en contact s'étende parallèlement
au revêtement chauffant électrique (13) l'effleurant.
7. Système d'échangeur de chaleur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le revêtement chauffant électrique (13) est relié à la terre via le module d'échangeur
de chaleur eau-huile (10), notamment via un carter du module d'échangeur de chaleur
eau-huile.
8. Système d'échangeur de chaleur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les deux côtés du substrat, notamment de la plaque de support (12), sont pourvus
d'un revêtement chauffant électrique (13).
9. Système d'échangeur de chaleur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'au moins deux modules d'échangeur de chaleur eau-huile et/ou au moins deux modules
de chauffage de couche sont prévus, dans lequel de préférence au moins un module de
chauffage de couche est disposé entre deux modules d'échangeur de chaleur eau-huile.
10. Système d'échangeur de chaleur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le module de chauffage de couche (11) est conçu pour un fonctionnement dans une plage
de basse tension, de préférence pour 12 volts, 24 volts ou 48 volts.
11. Utilisation d'un module de chauffage de couche (11), comprenant un substrat, notamment
une plaque de support (12), ainsi qu'un revêtement chauffant électrique (13) appliqué
sur le substrat, notamment sur la plaque de support (12), afin de réchauffer au moins
un fluide d'un échangeur de chaleur eau-huile, dans lequel le module de chauffage
de couche est disposé sur un côté extérieur du cache de l'échangeur de chaleur eau-huile.
12. Procédé de fabrication d'un module d'échangeur de chaleur eau-huile selon l'une quelconque
des revendications 1 à 10, comprenant les étapes suivantes :
- mise à disposition ou fabrication d'un module d'échangeur de chaleur eau-huile (10),
ainsi que d'un module de chauffage de couche (11), comprenant un substrat, notamment
une plaque de support (12), ainsi qu'un revêtement chauffant électrique (13) appliqué
sur le substrat, notamment sur la plaque de support (12) ; et
- liaison du module d'échangeur de chaleur eau-huile (10) et du module de chauffage
de couche (11) sur un côté extérieur du cache de l'échangeur de chaleur eau-huile,
notamment par collage et/ou coincement.
13. Procédé selon la revendication 12,
caractérisé en ce que :
pour la fabrication du module de chauffage de couche (11), au moins un trou (18, 25,
26) est réalisé dans le substrat, notamment dans la plaque de support (12) ; dans
lequel un mise en contact servant à la mise en contact du revêtement chauffant électrique
est guidée à travers l'au moins un trou ;
dans lequel au cours d'une première étape partielle, un trou borgne (22) est de préférence
réalisé dans le substrat, notamment dans la plaque de support (12), qu'au cours d'une
deuxième étape partielle, le revêtement chauffant électrique (13) est appliqué sur
le substrat et qu'au cours d'une troisième étape partielle, une section conductrice
est guidée contre une extrémité du trou borgne, de façon à ce que le fond du trou
borgne se rompe, de sorte que la section conductrice entre en contact avec le revêtement
chauffant électrique (13) ; et/ou
dans lequel deux trous (25, 26) sont de préférence créés dans le substrat, notamment
dans la plaque de support (12), dans lequel une section conductrice de la mise en
contact s'étend de préférence parallèlement au revêtement chauffant électrique (13)
l'effleurant.