[0001] Die vorliegende Erfindung ist gerichtet auf eine Schichtenanordnung zum Herstellen
eines Sicherheitsmerkmals zur Verwendung in einem Wertdokument. Die vorliegende Anmeldung
ist ferner gerichtet auf das Wertdokument an sich, auf ein Verfahren zum Bereitstellen
einer Schichtenanordnung sowie eine entsprechend eingerichtete Vorrichtung. Ferner
ist die vorliegende Erfindung gerichtet auf ein Computerprogrammprodukt mit Steuerbefehlen,
welche das Verfahren ausführen, wenn sie auf einem Computer zur Ausführung gebracht
werden bzw. die vorgeschlagene Vorrichtung betreiben.
[0002] Erfindungsgemäß ist es nunmehr möglich, beispielsweise eine Chipkarte bzw. eine Smartcard,
ein Label oder ein Etikett derart vorteilhaft bereitzustellen, dass sie die Mikrooptikelemente
aufweisen, welche mit wenig technischem Aufwand in die Schichtenanordnung eingebracht
werden können.
WO 2013/086167 A1 zeigt ein Verfahren zum Bereitstellen einer Reliefmikrostruktur mit einem optisch
variablen Bild.
[0003] DE 10 2015 006 854 A1 zeigt eine Vorrichtung zum Applizieren von Sicherheitselementen auf einem Wertdokumentsubstrat.
[0004] WO 2013/139748 A1 offenbart eine Schichtenanordnung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0005] Mittels der bekannten sogenannten Colored Dynamic Foil CDF wurde bereits gezeigt,
dass man durch Überdrucken einer Mikrospiegelfolie blickwinkelabhängige farbige und
dynamische Merkmale erzeugen kann, welche mittels des menschlichen Auges sichtbar
sind. Ferner ist die Verwendung von Silberfarben mit spiegelnden Eigenschaften bekannt,
die mittels Siebdruck oder Offset appliziert werden. Ferner ist es im Rahmen der Herstellung
von Banknoten bekannt, ein Mikrolinsenarray vorzusehen, welches einen optischen Farbeffekt
bereitstellt, der sowohl ästhetisch ist, als auch als Sicherheitsmerkmal Verwendung
finden kann.
[0006] Ferner ist es bekannt, verschiedene Sicherheitselemente aufeinander aufzulaminieren,
wobei einzelne Folien bereitgestellt werden, die dann unter Hitzeeinwirkung heißverpresst
werden. Hierbei sind jedoch nicht alle Sicherheitselemente, welche für Banknoten bekannt
sind, ohne Weiteres auf weitere Wertdokumente anwendbar, insbesondere da beispielsweise
Banknoten nicht laminiert werden, sondern typischerweise ein anderes Substrat aufweisen,
wie z. B. Chipkarten oder Ausweisdokumente. Somit gibt es technische Hürden, weshalb
der Fachmann beispielsweise Mikrospiegelarrays nicht universal einsetzen kann und
hierbei sogar befürchtet werden muss, dass mittels eines Laminierens ein entsprechendes
Sicherheitsmerkmal Schaden nimmt.
[0007] Bisher wurden sogenannte Colored Dynamic Foils als ungeschützte Transferfolienelemente
für den Banknotendruck verwendet. Dabei wird ein Fresnelartiges Mikrospiegelarray
mit konstantem Rapport mit einem linienartigen farbigen Überdruck funktionalisiert.
Es entstehen hierbei dynamische Bewegungseffekte, z. B. Laufeffekte, Pumpen oder Farbwechsel.
[0008] Hierbei stellt sich der Nachteil ein, dass die gedruckte Mikroinformationsschicht
entweder nicht vor äußeren Einflüssen geschützt ist oder lediglich durch eine Lackschicht
geschützt ist, welche leicht mattierend ist. Diese leicht mattierende Lackschicht
beeinflusst jedoch die Qualität des Farbwechsels. Somit ist eine bekannte Lackschicht
ungeeignet zur Verwendung als Schutzschicht eines Sicherheitselements.
[0009] Ein weiterer Nachteil ist die begrenzte Breite und Form, die sich im Banknotendruck
durch die Applikation eines L-Lead oder T-Lead ergibt und damit die Vielfalt reduziert.
Weiterhin umfasst das Sicherheitselement ein Folienelement, welches zu selbsttragenden
Eigenschaften des Sicherheitselements führt. Dieses wird allgemein auch als L-Lead
bezeichnet. Weist ein Sicherheitselement kein Folienelement auf, welches zu selbsttragenden
Eigenschaften des Sicherheitselements führt, wird dieses allgemein auch als ein T-Lead
bezeichnet.
[0010] Es ist somit eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Sicherheitsmerkmal für
eine Schichtenanordnung bzw. für ein Wertdokument bereitzustellen, welches mit geringem
technischen Aufwand als Schichtenanordnung bereitgestellt werden kann, und insbesondere
soll dieses Sicherheitselement möglichst farbtreu erkennbar sein. Ferner soll mit
geringem technischen Aufwand ein Farbwechsel in einem laminierten Wertdokument geschaffen
werden. Es ist ferner eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein entsprechendes
Wertdokument vorzuschlagen sowie ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Bereitstellen
einer Schichtenanordnung bzw. zum Bereitstellen des Sicherheitsmerkmals für ein Wertdokument.
Ferner soll das Wertdokument an sich vorgeschlagen werden sowie ein Computerprogramm
mit Steuerbefehlen, welche das Verfahren ausführen bzw. die Vorrichtung betreiben.
[0011] Die Aufgabe wird gelöst mittels einer Schichtenanordnung gemäß Patentanspruch 1.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen werden in den Unteransprüchen angegeben.
[0012] Die vorgeschlagene Schichtenanordnung findet beispielsweise beim Herstellen eines
Wertdokuments Einsatz, wobei hierbei einzelne Schichten bereitgestellt werden und
in weiteren Verfahrensschritten zusammenlaminiert werden. Somit handelt es sich bei
dem vorgeschlagenen Wertdokument bzw. bei der vorgeschlagenen Schichtenanordnung um
einen Laminierverbund, der einzelne Schichten aufweist, die mittels Heißlaminierens
verbunden sind. Bevorzugt handelt es sich bei dem vorgeschlagenen Wertdokument um
eine Chipkarte oder um ein Ausweisdokument. Hierbei erkennt der Fachmann, dass die
vorliegende Erfindung besonders bevorzugt auch bei Passseiten, Labels und Etiketten
Einsatz finden kann. Somit wird also eine laminierte Schichtenanordnung bzw. ein laminiertes
Wertdokument vorgeschlagen. Die vorliegende Erfindung ist nicht beschränkt auf ein
Sicherheitsmerkmal, sondern vielmehr erkennt der Fachmann hierbei, dass eine solche
vorteilhafte Anordnung auch einen ästhetischen Effekt bereitstellt, der jedoch kein
bevorzugtes Ausführungsbeispiel darstellt. Vielmehr wird im Folgenden auf den technischen
Effekt des Sicherheitsmerkmals abgestellt, da es sich bei der erfindungsgemäßen Schichtenanordnung
um ein Alleinstellungsmerkmal handelt, welches vom unbewaffneten Auge, also ohne technische
Vorrichtungen, erkannt werden kann und insbesondere deshalb vorteilhaft ist, da entsprechende
Schichten, insbesondere die Reflektorschicht und die Mikrooptikschicht, vor Abrieb
geschützt sind, und ferner es erfindungsgemäß möglich ist, mittels einer laminierten
Deckschicht, im Gegensatz zu einer Lackschicht, einen farbtreuen Farbwechsel herbeizuführen.
Somit wird es also erfindungsgemäß vermieden, dass eine ungeeignete Lackschicht Anwendung
findet, sondern vielmehr wird als Schutzschicht eine laminierbare Deckschicht verwendet.
[0013] Bei der Informationsschicht zur Personalisierung der Schichtenanordnung kann es sich
um eine gedruckte Schicht handeln, welche beispielsweise auf der Deckschicht angeordnet
wird. Hierbei ist es möglich, auf der oberen oder der unteren Seite der Deckschicht
die Informationsschicht anzuordnen.
[0014] Hierdurch kann die Schichtenanordnung derart personalisiert werden, dass die Informationsschicht
gemäß einem bestimmten Druckmuster aufgebracht wird, oder aber auch, dass die Informationsschicht
flächig aufgebracht wird und danach zumindest partiell entfernt wird. Ein solches
Entfernen kann u. a. mittels eines Lasers erfolgen.
[0015] Die Mikrooptikschicht weist Mikrooptikelemente auf, welche blickwinkelabhängig einen
Farbwechsel herbeiführen. Hierbei erkennt der Fachmann, dass die Mikrooptikschicht
derart innerhalb der Schichtenanordnung angeordnet ist, dass sich aus Sicht eines
Betrachters lediglich transparente Schichten zwischen dem Betrachter und der Mikrooptikschicht
befinden, da ansonsten die Mikrooptikschicht verdeckt wäre. Hierbei ist es möglich,
die Mikrooptikschicht partiell zu verdecken, wobei stets eine geeignete Fläche unverdeckt
bleibt, derart, dass der Betrachter einen Farbwechsel erkennen kann. Somit wird die
Mikrooptikschicht derart ausgestaltet, dass diese bei einem Lichteinfall eine gewisse
Farbe aufweist, und, falls der Betrachter seine Position bezüglich der Schichtenanordnung
ändert, eine andere Farbe optisch entsteht. Hierbei können als Mikrooptikelemente
beispielsweise Mikrolinsen bzw. Mikrospiegelarrays oder dergleichen verwendet werden.
Auch können unterschiedliche Mikrooptikelemente kombiniert werden.
[0016] Bei einer Reflektorschicht handelt es sich um eine Schicht, welche bei einem Einfall
von Licht eine Lichtreflexion auslöst. Hierbei ist es möglich, dass die Reflektorschicht
derart mit der Mikrooptikschicht zusammenwirkt, dass sich ein bestimmter optischer
Effekt einstellt, derart, dass beispielsweise ein Hologramm mit einem Farbwechsel
erkennbar wird. Auch hierbei ist es möglich, die Reflektorschicht partiell zu entfernen,
so dass sich wiederum ein weiteres Sicherheitsmerkmal bzw. ein Personalisierungsmerkmal
einstellt.
[0017] Ferner ist eine laminierbare Deckschicht vorgesehen, welche vorzugsweise transparent
oder zumindest semitransparent ausgestaltet ist. Diese Deckschicht fungiert als Schutzschicht
und schützt beispielsweise die Mikrooptikschicht vor Abreibungen. Hierbei ist es besonders
vorteilhaft, dass die Deckschicht derart ausgestaltet werden kann, dass ein farbtreues
Sicherheitsmerkmal, beispielsweise also die Mikrooptikelemente, sichtbar bleiben.
Dies ist insbesondere deshalb vorteilhaft, da herkömmlich eine Lackschicht verwendet
wurde, die nur einen geringen Schutz vor Abrieb bereitstellt und zudem eingetrübt
ist. Somit wurde erfindungsgemäß erkannt, dass eine entsprechende Anordnung auch mittels
eines Laminierens bereitgestellt werden kann, und dass die Deckschicht als laminierbare
Deckschicht einen vorteilhaften technischen Effekt bereitstellt, der einen Beitrag
gegenüber der Lackschicht darstellt. Ferner wird die Mikrooptikschicht innerhalb der
Schichtenanordnung einlaminiert, weshalb sie besonders vor Abrieb geschützt ist. Hierbei
beschränkt sich die vorliegende Erfindung nicht lediglich auf Abrieb, sondern vielmehr
wird erfindungsgemäß verwirklicht, dass die Mikrooptikschicht und ggf. weitere Schichten,
wie die Reflektorschicht, vor physikalischer Krafteinwirkung geschützt sind.
[0018] Somit können also nunmehr erfindungsgemäß Sicherheitsmerkmale, welche gemäß dem Stand
der Technik lediglich für Banknoten eingesetzt wurden, in besonders vorteilhafter
Weise auch für Schichtenanordnungen bzw. Wertdokumente verwendet werden, welche laminiert
sind. Insbesondere gilt dies für die sogenannte Colored Dynamic Foil CDF, wobei es
sich hier um ein Sicherheitsmerkmal handelt, welches beispielsweise mittels Mikrospiegelfolie
blickwinkelabhängige, farbige und dynamische Merkmale erzeugt. Hierbei wird darauf
abgestellt, dass mindestens eine erste Farbe und mindestens eine zweite Farbe in Abhängigkeit
eines Blickwinkels des Betrachters erzeugt wird. Hierdurch stellt sich ein dynamisches
Verhalten derart ein, dass blickwinkelabhängig ein Farbwechsel erzeugt wird. Alternativ
zum Farbwechsel erfolgt eine fließende Farbänderung, z.B. von rot über orange nach
gelb, eine Farbänderung wie bei einem Regenbogen oder eine Intensitätsänderung von
hell nach dunkel. Hierbei erkennt der Fachmann, dass ein Blickwinkel nicht lediglich
dadurch variiert werden kann, dass der Betrachter seinen Standpunkt bezüglich der
Schichtenanordnung ändert, sondern vielmehr ist eine solche Blickwinkeländerung auch
mittels eines Bewegens der Karte bzw. der Schichtenanordnung an sich relativ zum Betrachter
möglich.
[0019] Somit erfolgt ein einfaches Erzeugen von im Kartenaufbau innenliegenden, farbigen,
dynamischen Farbwechseln auf Basis von mikrooptischen Elementen mit hoher Farbstärke
und guter Laminierstabilität.
[0020] Hierdurch entsteht ein laminierbares Kombinationselement aus vorgefertigten kunden-
oder sachspezifischen holographischen Elementen und zusätzlichen individualisierbaren
Bildelementen auf Basis des CDF-Prinzips. Hierbei wird unterschieden zwischen individuell
personalisierbaren, also bezüglich der Person, und individuellen Bildelementen, also
bezüglich Merkmalen des Kunden, welcher den Schichtenaufbau verwendet. Bei einem Kunden
kann es sich somit beispielsweise um ein Kreditinstitut handeln.
[0021] Bevorzugt liegt die Informationsschicht als eine Beschichtung der Deckschicht vor.
Dies hat den Vorteil, dass die Informationsschicht auf mindestens einer Seite der
Deckschicht angebracht werden kann, wobei die Deckschicht vorzugsweise transparent
ist. Somit ist es möglich, ein weiteres Personalisierungsmerkmal zu schaffen, welches
besonders vorteilhaft mit der Deckschicht zusammenwirkt. Wird beispielsweise die Informationsschicht
über der Deckschicht angeordnet, so kann diese beispielsweise partiell entfernt werden,
und hierbei kann eine Personalisierung geschaffen werden. Befindet sich die Informationsschicht
unterhalb der Deckschicht, so wird die Informationsschicht von der Deckschicht geschützt.
Insbesondere ist es hierbei möglich, die Informationsschicht mit weiteren Merkmalen
zu kombinieren, welche eine Personalisierung erlauben.
[0022] Bevorzugt liegt die Informationsschicht als eine Druckschicht vor. Dies hat den Vorteil,
dass jegliches Logo an der Schichtenanordnung bzw. in der Schichtenanordnung angebracht
bzw. eingebracht werden kann. Insbesondere kann die Informationsschicht mittels einfacher
technischer Mittel bereitgestellt werden.
[0023] Bevorzugt liegt die Mikrooptikschicht als eine Prägelackschicht vor. Dies hat den
Vorteil, dass die Mikrooptikschicht mittels bekannter Verfahren hergestellt werden
kann, welche im Kontext der vorliegenden Erfindung besonders vorteilhaft zum Einsatz
kommen. So ist es möglich, die Mikrooptikelemente mittels der Prägelackschicht besonders
vorteilhaft auszugestalten.
[0024] Bevorzugt weist die Mikrooptikschicht mindestens ein Mikrospiegelarray, eine Fresnel-Linse
und/oder eine Mikrofresnel-Linse auf. Dies hat den Vorteil, dass die Mikrooptikschicht
besonders vorteilhaft ausgestaltet werden kann, da mittels der vorgeschlagenen Mikrooptikelemente
eine Vielzahl von optischen Effekten möglich ist. So sind diese vorgeschlagenen Mikrooptikelemente
geeignet, einen blickwinkelabhängigen Farbwechsel bereitzustellen, wobei die Mikrooptikschicht
und/oder mindestens eine weitere Schicht farbig ausgestaltet werden kann. Hierbei
ergibt sich ein besonders ansprechender optischer Effekt, der auch als Sicherheitsfunktion
eingesetzt werden kann.
[0025] Bevorzugt liegt die Reflektorschicht als ein Siebdruck und/oder eine Spiegelglanzfolie
vor. Dies hat den Vorteil, dass die Reflektorschicht mit einfachen technischen Mitteln
in die Schichtenanordnung eingebracht werden kann und beispielsweise ein zugrundeliegendes
Substrat, welches beispielsweise einen Kartenkörper formt, in einfacher Art und Weise
mit der Reflektorschicht versehen werden kann. Hierbei können sich besondere optische
Effekte dadurch ergeben, dass die Reflektorschicht zumindest teilweise durch die Mikrooptikschicht
und die Deckschicht hindurchscheint bzw. einfallendes Licht, welches durch die Deckschicht,
die Informationsschicht und die Mikrooptikschicht auf die Reflektorschicht geleitet
wird, reflektiert wird und dementsprechend einen Lichtreflex bzw. eine Lichtreflexion
hervorruft. Somit wird das Licht wieder hindurch durch die Mikrooptikschicht, die
Informationsschicht und die Deckschicht derart zurückgeworfen, dass hierbei ein optischer
technischer Effekt entsteht, der mittels des blickwinkelabhängigen Farbwechsels durch
die Mikrooptikschicht noch ergänzt wird.
[0026] Bevorzugt sieht eine Schichtenabfolge vor, dass die Mikrooptikschicht zwischen der
Reflektorschicht und der Deckschicht angeordnet ist. Dies hat den Vorteil, dass die
Mikrooptikschicht geschützt im Inneren der Schichtenanordnung angebracht ist und somit
ein Abrieb bzw. ein mechanisches Einwirken auf die Mikrooptikschicht abgeschwächt
bzw. verhindert wird. Hierbei ist es vorteilhaft, dass die Deckschicht transparent
ausgestaltet wird, derart, dass einfallendes Licht auf die Mikrooptikschicht auftrifft
und dort in Form eines blickwinkelabhängigen Farbwechsels zurückgeworfen wird. Das
Zurückwerfen des Lichts kann durch die Mikrooptikschicht und/oder die Reflektorschicht
bewerkstelligt werden.
[0027] Erfindungsgemäß ist die Reflektorschicht und/oder die Mikrooptikschicht partiell
entfernt. Dies hat den Vorteil, dass ein weiteres Personalisierungsmerkmal bzw. ein
Sicherheitsmerkmal in die Schichtenanordnung eingebracht werden kann. Bei einem partiellen
Entfernen kann es sich beispielsweise um ein Lasern handeln oder generell auch um
ein Demetallisieren.
[0028] Bevorzugt weist die Reflektorschicht und/oder die Mikrooptikschicht eine Lasergravur,
z.B. in Form einer Laserbeschriftung oder Laserdemetallisierung, auf. Dies hat den
Vorteil, dass Teile der einzelnen Schichten besonders vorteilhaft entfernt werden
können und sich somit ein beliebiges Muster einstellt, welches wiederum als Sicherheitsmerkmal
bzw. als Personalisierungsmerkmal auftritt.
[0029] Bevorzugt liegt die Schichtenanordnung als ein Laminatverbund vor. Dies hat den Vorteil,
dass die Schichtenanordnung auflaminiert wird und somit gezielt keine Banknoten hergestellt
werden, sondern es wird vielmehr ein Laminatverbund geschaffen, der nicht auf eine
Lackschicht angewiesen ist wie es der Stand der Technik zur Versiegelung benötigt.
Vielmehr werden die einzelnen Schichtenanordnungen derart verbunden, dass diese laminiert
werden und somit entweder das Wertdokument ausformen oder aber eine Teilschichtenanordnung,
derart, dass auf diesen Teil des Wertdokuments in späteren Verfahrensschritten noch
weitere Schichten auflaminiert werden können.
[0030] Bevorzugt ist mindestens eine Schicht transparent ausgestaltet. Dies hat den Vorteil,
dass beispielsweise die Deckschicht transparent ausgestaltet werden kann und so eine
Schutzschicht auflaminiert werden kann, die im Wesentlichen farbtreu ist. Somit wird
also der Nachteil des Standes der Technik überwunden, dass sich trübende bzw. mattierende
Lacke verwendet werden müssen. Generell kann ein Lack im Inneren des Schichtenaufbaus
bzw. der Schichtenanordnung verwendet werden, wobei jedoch der Schichtenaufbau bzw.
die Schichtenanordnung als solches zusammenlaminiert wird.
[0031] Die Aufgabe wird auch gelöst durch ein Wertdokument nach Anspruch 11, aufweisend
eine Schichtenanordnung gemäß einem der beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen.
Dies hat den Vorteil, dass die Schichtenanordnung direkt als Wertdokument fungieren
kann, oder aber auch, dass weitere Schichten mit der Schichtenanordnung derart verbunden
werden können, dass das Wertdokument bereitgestellt wird. Bei dem Wertdokument handelt
es sich vorzugsweise um eine Chipcard, eine Smartcard, eine Reisepassseite, ein Label,
ein Etikett oder dergleichen mehr.
[0032] Die Aufgabe wird auch gelöst durch ein in Anspruch 12 definiertes Verfahren zum Bereitstellen
einer Schichtenanordnung zum Herstellen eines Sicherheitsmerkmals zur Verwendung in
Wertdokumenten.
[0033] Die Aufgabe wird auch gelöst mittels einer in Anspruch 13 definierten Vorrichtung.
[0034] Die Aufgabe wird auch gelöst durch ein in Anspruch 14 definiertes Computerprogrammprodukt.
[0035] Das Computerprogrammprodukt erzeugt ferner ein zu druckendes Druckmotiv bzw. Lasermotiv,
welches in einem Fertigungsschritt erzeugt und anschließend einlaminiert wird. Das
Computerprogrammprodukt kann eine Eingabe, z.B. eines Bildmotives, durch einen Nutzer
ermöglichen. Anschließend rechnet das Computerprogrammprodukt das Bildmotiv in ein
Druckmotiv um. Das Druckmotiv wird dann mittels Digitaldruck auf ein Trägersubstrat
gedruckt. Nach dem Drucken des Druckmotivs wird dieses einlaminiert.
[0036] Erfindungsgemäß ist es besonders vorteilhaft, dass die vorgeschlagene Schichtenanordnung
mittels dem vorgeschlagenen Verfahren bzw. der vorgeschlagenen Vorrichtung erzeugt
werden kann. So weist das Verfahren Verfahrensschritte auf, die geeignet sind, die
strukturellen Merkmale der Schichtenanordnung bzw. des Wertdokuments nachzubilden.
Entsprechend weist auch die vorgeschlagene Vorrichtung Mittel auf, die geeignet sind,
die vorgeschlagene Schichtenanordnung bereitzustellen bzw. das vorgeschlagene Verfahren
auszuführen. Somit können also die vorgeschlagene Vorrichtung und das vorgeschlagene
Verfahren sowohl das erfindungsgemäße Wertdokument als auch die erfindungsgemäße Schichtenanordnung
bereitstellen.
[0037] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen werden anhand der beigefügten Figuren näher
erläutert. Es zeigen:
- Fig.1:
- eine Wirkungsweise eines Fresnel-artigen Wölbspiegelreflektors als Ausgangspunkt für
die vorliegende Erfindung;
- Fig. 2:
- eine Veranschaulichung eines Moire-Effekts zwischen einer Folie und einem Untergrunddruck;
- Fig. 3:
- eine Schichtenanordnung auf einem Banknotensubstrat;
- Fig. 4:
- eine Schichtenanordnung gemäß der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 5:
- eine weitere Schichtenanordnung gemäß der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 6:
- eine Schichtenanordnung mit einer Zwischenlage gemäß der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 7:
- eine Mikrooptikfolie in einem Schichtenaufbau gemäß der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 8:
- eine Deckfolie mitsamt Informationsschicht gemäß der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 9:
- eine weitere Deckfolie mitsamt Informationsschicht gemäß der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 10:
- eine Draufsicht eines Schichtenmodells;
- Fig. 11:
- ein Kombinationslaminat;
- Fig. 12:
- ein weiteres Kombinationslaminat in einer Draufsicht gemäß der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 13:
- ein weiterer Aspekt eines Mehrschichtaufbaus gemäß der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 14:
- eine Mikrolinsenfolie; und
- Fig. 15:
- ein schematisches Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum Bereitstellen einer Schichtenanordnung
zum Herstellen eines Sicherheitsmerkmals zur Verwendung in Wertdokumenten gemäß der
vorliegenden Erfindung.
[0038] Fig. 1 zeigt ein Beispiel für Mikrooptiken, z. B. die Wirkungsweise eines Fresnel-artigen
Wölbspiegelreflektors mit eingebrachter Information, wobei die Information z.B. durch
das zusätzliche Vorhandensein einer zu absorbierenden Druckfarbe oder aufgrund des
Fehlens einer ansonsten vollflächigen Metallisierung eingebracht ist. Hierbei zeigen
die Pfeile von oben nach unten ein einfallendes Licht, welche von dem Reflektor derart
zurückgeworfen werden, dass diese je nach Betrachtungsrichtung einen unterschiedlichen
optischen Effekt hervorrufen. Derartige Vorrichtungen sind bekannt und dienen beispielsweise
dazu, einen betrachtungswinkelabhängigen optischen Effekt herbeizuführen.
[0039] In Fig. 2 ist auf der linken Seite ein sogenannter LEAD-Streifen mit Mikroprismen
bzw. Mikrolinsen gezeigt. Wird dieser Streifen nunmehr mit einem Linienmuster überlagert,
wie es in der Mitte der vorliegenden Fig. 2 gezeigt ist, so ergibt sich im Überlagerungsbereich
ein sogenannter Rotationseffekt, wie er auf der rechten Seite dargestellt ist. Somit
entsteht ein Moire-Effekt zwischen der Folie und dem Untergrunddruck. Somit kommt
es also zu einem blickwinkelabhängigen Farbwechsel bzw. einem Wechsel eines Musters.
[0040] Fig. 3 zeigt eine herkömmliche Anordnung auf einem Banknotensubstrat, wobei oberhalb
des Banknotensubstrats ein Klebelack angeordnet ist, darauf folgt eine Metallisierung,
auf die ein Prägelack aufgebracht ist. Oben in der vorliegenden Fig. 3 ist eine partiell
aufgebrachte Druckfarbe ersichtlich. Hierdurch kommt es zu lokalen Farbänderungen
durch eine Mikrospiegelumkehr. Alternativ zum Prägelack kann auch ein transparentes
thermoplastisch verformtes Polymer verwendet werden.
[0041] Im Folgenden werden erfindungsgemäße Schichtenanordnungen gezeigt, wobei die Strukturen
im Inneren eines Materialverbunds, also laminierte Schichten, geschützt sind. Die
Reflektorschicht bzw. die reflektive Schicht kann getrennt von der Mikrooptikfolienschicht
bereitgestellt werden. Die Folienelemente mit Mikrolinien, die einer Phasenmodulation
entsprechen, ergeben vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten und können von Mikrooptikfolien
getrennt werden bzw. getrennt bereitgestellt werden. Im Kontext der vorliegenden Erfindung
wird sich auf oben und unten bezogen, was auf eine flächige Schichtenanordnung abstellt,
wie sie beispielsweise in den Figuren gezeigt ist. So ist oben stets die entfernte
Schicht vom Kartenkörper bzw. vom Substrat, und unten ist die Schicht angeordnet nahe
dem Kartenkörper bzw. dem Substrat.
[0042] Fig. 4 zeigt eine Umsetzung, wobei eine Deckfolie eine Informationsschicht aufweist.
Diese Deckfolie ist in der vorliegenden Figur oben angeordnet, wobei sich darüber
lediglich nur noch die partiell aufgebrachte Druckfarbe befindet. Darunter, also unter
der Deckfolie, befindet sich eine weitere Folie, unter die ein Prägelack eingebracht
ist, der ein sogenanntes Mikrooptikelement ausformt, vorliegend eine Fresnel-artige
Linse.
[0043] Darunter ist eine reflektive Beschichtung angeordnet, die auf dem Kartenkörper aufgebracht
ist.
[0044] Fig. 5 zeigt eine Deckfolie mit der Informationsschicht, wobei die Informationsschicht
nunmehr unterhalb der Deckfolie angebracht ist, und nicht, wie es in Fig. 4 gezeigt
ist, oberhalb der Deckfolie. Die Informationsschicht kann beispielsweise aus Druckfarbe
bestehen.
[0045] Die reflektive Beschichtung bzw. die Reflektorschicht liegt als personalisierbare
Siebdruck-Silberschicht auf einer Polycarbonatdeckfolie vor. Dies erspart ein Bedampfen
und einen Schritt des Waschens bei der Folienfertigung. Fig. 6 zeigt eine Zwischenlage,
welche die Informationsschicht aufweist.
[0046] Hierbei ist oben die Deckfolie angeordnet und darunter ist die Zwischenfolie angeordnet,
welche beispielsweise eine Klebebeschichtung aufweisen kann. Zwischen der Deckfolie
und der Zwischenfolie ist die Informationsschicht derart angeordnet, dass diese auf
die Zwischenfolie aufgedruckt ist. Somit können erfindungsgemäß weitere Folien vorgesehen
sein, und die beschriebene Schichtenanordnung ist nicht abschließend.
[0047] Ferner ist die Reflektorschicht auf dem Kartenkörper gezeigt, welche eine Motivdarstellung
im Silber aufweisen kann.
[0048] Fig. 7 zeigt eine Mikrooptikfolie mitsamt der Informationsschicht und einer zusätzlichen
Information in der Reflektorschicht.
[0049] Fig. 8 zeigt eine weitere Umsetzung, wobei die Deckfolie die Informationsschicht
aufweist. Zusätzlich ist eine Mehrfarbigkeit gegeben durch mindestens eine zweite
Farbe auf Silber oder durch zwei verschiedenfarbig reflektive Schichten.
[0050] Fig. 9 zeigt zusätzlich eine Mehrfarbigkeit durch eine zweite Farbe auf Silber oder
durch zwei verschiedenfarbig reflektive Schichten. Oben ist in der vorliegenden Fig.
9 eine Metallschicht gezeigt, welche mittels eines Lasers nachträglich personalisiert
ist. Dieses Personalisieren erfolgt vorliegend durch eine Demetallisierung.
[0051] Fig. 10 zeigt eine Draufsicht einer Schichtenanordnung, welche mittels der folgenden
Verfahrensschritte bereitgestellt werden kann:
- 1. Applizierung von reflektiven Silberbeschichtungen auf Kartenlaminierfolie;
- 2. gelber Offsetüberdruck erzeugt Goldschimmer in der Mitte eines Silbers;
- 3. Montage transparenter Mikrooptikfolie, ohne Metallisierung;
- 4. Montagedeckfolie mit bedruckter Informationsschicht.
[0052] Der Fachmann erkennt hierbei, dass die jeweiligen Strukturen auch in anderer Reihenfolge
bereitgestellt werden können. Der Effekt der Schichten ist ein wanderndes ein- oder
mehrfarbiges Moire-Bild auf mehrfarbigem reflektiven Silber.
[0053] Fig. 11 zeigt ein Kombinationslaminat mit zwei verschiedenartigen Folienpatches bzw.
gestanzte Folienelemente, welche gemeinsam einlaminiert werden. Hier ist auf dem Kartenkörper
ein sogenannter Mikrospiegel angeordnet bzw. ein holographisches Element.
[0054] Fig. 12 zeigt ein Kombinationslaminat in einer Chipkarte mit einem Kundenhologrammpatch,
beispielsweise für ein Kreditinstitut. Hierbei erfolgt eine optische Flächenvergrößerung
des Sicherheitsmerkmals durch die CDF-Standardfolie. Bei Kleinserien kann somit eine
Differenzierung im Farbton und Design kostengünstig angepasst werden, während im mittleren
Bereich das Firmenlogo bzw. die Brandbezeichnung stehenbleibt.
[0055] Fig. 13 zeigt einen Mehrschichtenaufbau in Anlehnung an die beschriebenen Karten
bzw. Wertdokumente, wobei der Mehrschichtenaufbau ein Label oder ein Etikett ausformen
kann. Hierbei ist ein Obermaterial 1 gezeigt, welches ein papierbasiertes oder ein
folienbasiertes Obermaterial sein kann. Ferner ist ein Haftkleber 2 gezeigt sowie
eine Trennbeschichtung 3 und ein Trägermaterial 4. Das Obermaterial enthält dann die
sogenannte CDF und einen personalisierbaren Überdruck bzw. eine mittels Laser personalisierbare
Schicht.
[0056] Fig. 14 zeigt eine Mikrolinsenfolie, die durch Laminierung mit reflektierendem Untergrund
montiert wird. Die Mikrolinsenfolie besteht hier aus einem Prägelack und einem Heißsiegel-lack
bzw. -kleber, abgekürzt mit HSL. Hierbei handelt es sich lediglich um einen Aspekt
der vorliegenden Erfindung, welcher bezüglich der weiteren Ausführungsformen optional
ist.
[0057] Fig. 15 zeigt in einem schematischen Ablaufdiagramm ein Verfahren zum Bereitstellen
einer Schichtenanordnung zum Herstellen eines Sicherheitsmerkmals zur Verwendung in
Wertdokumenten, aufweisend ein Bereitstellen 100 einer Informationsschicht zur Personalisierung
der Schichtenanordnung, ein Bereitstellen 101 einer Mikrooptikschicht, aufweisend
Mikrooptikelemente, welche blickwinkelabhängig einen Farbwechsel realisieren, ein
Bereitstellen 102 einer Reflektorschicht, welche im Zusammenwirken mindestens mit
der Mikrooptikschicht eine Lichtreflexion auslöst, wobei ein Bereitstellen 103 einer
laminierbaren Deckschicht vorgesehen ist und die Mikrooptikschicht innerhalb der Schichtenanordnung
einlaminiert wird. Erfindungsgemäß ergibt sich der Farbwechsel durch das Zusammenwirken
von Informationsschicht und mikrooptischen Schicht und Reflektorschicht. Der Fachmann
erkennt hierbei, dass die Verfahrensschritte iterativ und/oder in anderer Reihenfolge
ausgeführt werden können bzw. Unterschritte aufweisen können.
[0058] Durch das Einlaminieren von patchartigen Elementen einer Colored Dynamic Foil bzw.
einer unmetallisierten Variante der CDF in einen Kartenkörper werden gemäß einem Aspekt
der vorliegenden Erfindung die mikrooptischen Schichten geschützt und ein Abscheuern
der Informationsschicht in einer Offsetfarbe wird verhindert. Durch die Verwendung
von höchst transparenten Polymerlagen kommt es zu keiner Eintrübung und gleichzeitig
wird eine deutlich höhere Stabilität erzielt.
[0059] Mittels Laser können ID-Karten individualisiert werden, somit ergibt sich auch die
Möglichkeit die Offsetfarbe der einlaminierten transparenten CDF-Schichten zu färben
bzw. entfärben oder die darunterliegende Metallisierung zu entfernen.
[0060] Individualisierbarkeit über z.B. eine oberhalb der CDF-Schicht liegenden Metallschicht,
die mittels Laser lokal entfernbar ist, oder über Demetallisierung der reflektiven
Beschichtung.
[0061] Als Anwendungsszenario kann ein solches "Lamination CDF-Sicherheitselement", auf
Basis einer fresnelartigen Mikrospiegelfolie, das bei unterschiedlichen Betrachtungswinkeln
einen unterschiedlichen Farbeindruck zeigt, in verschiedenen Segmenten angeboten werden,
ohne dazu neue Folienwerkzeuge anzufertigen z.B. einfarbige Gegenläufigkeit für lowbudget,
zweifarbige Gegenläufigkeit für medium-budget, Mehrfarbigkeit (z.B. 3 Farben in Kombination),
motivbehafteter Farbwechsel Pumpen und Gegenläufigkeit für high budget.
[0062] Desweiteren ergibt sich durch eine patchartige Applizierung die Möglichkeit, die
CDF in beliebiger Form, Größe und Position innerhalb eines Kartenkörpers zu applizieren.
[0063] Ein weiterer Vorteil für die Produktion ergibt sich durch die Kombination eines personalisierbaren
Universal-CDF-Patch in Kombination mit Serien-/Kundenspezifischem-Hologramm-Patch,
die gemeinsam laminiert werden.
[0064] Dadurch kann z.B. die Wertschöpfung mit einer CDF-Folie neben den bereits beschriebenen
Einstufungen in Kombination mit Hologrammfeatures weiter gesteigert werden.
[0065] So ist es vorstellbar, dass ein Standardlogo mittels Hologramm dargestellt wird,
z.B. Schriftzug "BANK" und durch einen zweiten einlaminierten Bereich der CDF + kundenspezifischen
Druck, der regionale Bezug für ein Bankinstitut geschaffen wird,
z.B. farbige Laufbewegung in rot = Bank 1
z.B. farbige Laufbewegung in blau = Bank 2
z.B. farbige Laufbewegung in gelb = Bank 3
[0066] Somit sind große Auflagenserien möglich. Durch ein weiteres Add-On, z.B. die Laserpersonalisierbarkeit,
kann dann noch ein Schriftzug für die Regionalfiliale ergänzt werden.
[0067] Der Aufbau des Merkmals ergibt sich aus:
Einer bewegungserzeugenden modulierten (vorrangig "linienförmigen") Informationsdruckschicht
a) auf der Oberseite der Deckfolie, oder
b) auf der Unterseite der Deckfolie, oder
c) auf der Oberseite einer Zwischenfolie (z.B ein- oder beidseitig klebend) oder auf
mehreren Zwischenfolien (ggf. für verschiedene Fokuslagen)
d1) auf der transparenten Mikrooptikfolie, unter der eine reflektierende Schicht montiert
ist (im bisher beschriebenen Verständnis von CDF auf der Mikrospiegelfolie mit rückseitiger
Bedampfung),
e) wobei die transparente Mikrooptikfolie gegen eine reflektierende Folie oder eine
reflektierende Druckfarbe auf einem Kartensubstrat laminiert wird.
[0068] Die Foliensubstrate oberhalb der Reflektorschicht müssen mindestens im Bereich des
Sicherheitsfeatures bereichsweise transparent ausgeführt sein (Fenster/ Ausstanzungen
etc. möglich) oder sind bevorzugt gänzlich transparente Substratschichten.
[0069] Druckverfahren für Karten sind beispielsweise Offset oder ähnliche Verfahren.
[0070] Die Personalisierungsmöglichkeit ergibt sich durch Lasern sensitiver Farbschichten
(ohne die Metallisierung zu beschädigen) oder Demetallisierung der reflektiven Beschichtung.
[0071] Druckverfahren für Verpackung und Geschenkkarten, Wertgutscheine sind beispielsweise
Inkjet, Lasertoner, Offset, u.a.
[0072] Die Verklebung der Schichten z.B. mittels Heißsiegelklebers oder durch Verkleben
der Polymerfolien erfolgt durch Erhitzen oberhalb ihres Glaspunktes.
[0073] Somit wird eine einfache Erzeugung eines individuell gestaltbaren beeindruckenden
farbigen Bewegungseffekts innerhalb des Kartenkörpers durch Verwendung von bedruckbaren
laminierfähigen Mikrooptikenfolien oder Mikrooptikpatches (mit oder ohne Metallisierung)
geschaffen.
[0074] Durch die Kombination von individuell bedruckbarer Mikrooptikfolienware, mit kundenspezifischer
Hologrammfolie, können preiswerte großflächige Sicherheitsmerkmale erzeugt werden.
[0075] Eine vereinfachte Herstellung von Hologrammen mittels Siebdrucktechnik, ohne den
aufwendigen Prozess der metallischen Bedampfung von geprägten Strukturen, wird somit
geschaffen.
1. Schichtenanordnung zum Herstellen eines Sicherheitsmerkmals zur Verwendung in Wertdokumenten,
aufweisend:
- eine Informationsschicht zur Personalisierung der Schichtenanordnung;
- eine Mikrooptikschicht aufweisend Mikrooptikelemente, welche blickwinkelabhängig
einen Farbwechsel realisieren;
- eine Reflektorschicht, welche im Zusammenwirken mindestens mit der Mikrooptikschicht
eine Lichtreflexion auslöst;
- eine laminierbare Deckschicht vorgesehen ist und die Mikrooptikschicht innerhalb
der Schichtenanordnung einlaminiert ist,
- dadurch gekennzeichnet, dass die Reflektorschicht und/oder die Mikrooptikschicht partiell entfernt ist.
2. Schichtenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Informationsschicht als eine Beschichtung der Deckschicht vorliegt.
3. Schichtenanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Informationsschicht als eine Druckschicht vorliegt.
4. Schichtenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mikrooptikschicht als eine Prägelackschicht vorliegt.
5. Schichtenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mikrooptikschicht mindestens ein Mikrospiegelarray, eine Fresnel-Linse und/oder
eine Mikrofresnellinse aufweist.
6. Schichtenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reflektorschicht als ein Siebdruck und/oder eine Spiegelglanzfolie vorliegt.
7. Schichtenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schichtenabfolge vorsieht, dass die Mikrooptikschicht zwischen der Reflektorschicht
und der Deckschicht angeordnet ist.
8. Schichtenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reflektorschicht und/oder die Mikrooptikschicht eine Lasergravur aufweist.
9. Schichtenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schichtenanordnung als ein Laminatverbund vorliegt.
10. Schichtenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Schicht transparent ausgestaltet ist.
11. Wertdokument aufweisend eine Schichtenanordnung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10.
12. Verfahren zum Bereitstellen einer Schichtenanordnung zum Herstellen eines Sicherheitsmerkmals
zur Verwendung in Wertdokumenten, aufweisend:
- ein Bereitstellen (100) einer Informationsschicht zur Personalisierung der Schichtenanordnung;
- ein Bereitstellen (101) einer Mikrooptikschicht aufweisend Mikrooptikelemente, welche
blickwinkelabhängig einen Farbwechsel realisieren;
- ein Bereitstellen (102) einer Reflektorschicht, welche im Zusammenwirken mindestens
mit der Mikrooptikschicht eine Lichtreflexion auslöst;
- ein Bereitstellen (103) einer laminierbaren Deckschicht vorgesehen ist und die Mikrooptikschicht
innerhalb der Schichtenanordnung einlaminiert wird,
- dadurch gekennzeichnet, dass die Reflektorschicht und/oder die Mikrooptikschicht partiell entfernt wird.
13. Vorrichtung zum Bereitstellen einer Schichtenanordnung zum Herstellen eines Sicherheitsmerkmals
zur Verwendung in Wertdokumenten, aufweisend:
- eine Einrichtung eingerichtet zum Bereitstellen (100) einer Informationsschicht
zur Personalisierung der Schichtenanordnung;
- eine Einrichtung eingerichtet zum Bereitstellen (101) einer Mikrooptikschicht aufweisend
Mikrooptikelemente, welche blickwinkelabhängig einen Farbwechsel realisieren;
- eine Einrichtung eingerichtet zum Bereitstellen (102) einer Reflektorschicht, welche
im Zusammenwirken mindestens mit der Mikrooptikschicht eine Lichtreflexion auslöst;
- eine Einrichtung eingerichtet zum Bereitstellen (103) einer laminierbaren Deckschicht
vorgesehen ist und die Mikrooptikschicht innerhalb der Schichtenanordnung mittels
einer Laminiereinrichtung einlaminiert wird,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eingerichtet ist, um die Reflektorschicht und/oder die Mikrooptikschicht
partiell zu entfernen.
14. Computerprogrammprodukt mit Steuerbefehlen, welche das Verfahren gemäß Anspruch 12
auf einer Vorrichtung nach Anspruch 13 ausführen, wenn sie auf einem Computer zur
Ausführung gebracht werden.
1. A layer arrangement for producing a security feature for use in value documents, having:
- an information layer for personalizing the layer arrangement;
- a micro-optic layer having micro-optic elements which implement an angular-dependent
color change;
- a reflector layer which in cooperation with at least the micro-optic layer triggers
a light reflex;
- a laminatable cover layer is provided and the micro-optic layer is laminated in
within the layer arrangement,
- characterized in that the reflector layer and/or the micro-optic layer is partially removed.
2. The layer arrangement according to claim 1, characterized in that the information layer is present as a coating of the cover layer.
3. The layer arrangement according to claim 1 or 2, characterized in that the information layer is present as a printing layer.
4. The layer arrangement according to any of the preceding claims, characterized in that the micro-optic layer is present as an emboss-lacquer layer.
5. The layer arrangement according to any of the preceding claims, characterized in that the micro-optic layer has at least one micro-mirror array, a Fresnel lens and/or
a micro-Fresnel lens.
6. The layer arrangement according to any of the preceding claims, characterized in that the reflector layer is present as a screen print and/or a mirror gloss film.
7. The layer arrangement according to any of the preceding claims, characterized in that a layer sequence provides that the micro-optic layer is arranged between the reflector
layer and the cover layer.
8. The layer arrangement according to any of the preceding claims, characterized in that the reflector layer and/or the micro-optic layer has a laser engraving.
9. The layer arrangement according to any of the preceding claims, characterized in that the layer arrangement is present as a laminate composite.
10. The layer arrangement according to any of the preceding claims, characterized in that at least one layer is designed as transparent.
11. A value document having a layer arrangement according to any of claims 1 to 10.
12. A method for supplying a layer arrangement for producing a security feature for use
in value documents, having:
- a supplying (100) of an information layer for personalizing the layer arrangement;
- a supplying (101) of a micro-optic layer having micro-optic elements which implement
an angular-dependent color change;
- a supplying (102) of a reflector layer which in cooperation with at least the micro-optic
layer triggers a light reflex;
- a supplying (103) of a laminatable cover layer is provided and the micro-optic layer
is laminated in within the layer arrangement,
- characterized in that the reflector layer and/or the micro-optic layer is partially removed.
13. An apparatus for supplying a layer arrangement for producing a security feature for
use in value documents, having:
- a device devised for supplying (100) an information layer for personalizing the
layer arrangement;
- a device devised for supplying (101) a micro-optic layer having micro-optic elements
which implement an angular-dependent color change;
- a device devised for supplying (102) a reflector layer which in cooperation with
at least the micro-optic layer triggers a light reflex;
- a device devised for supplying (103) a laminatable cover layer is provided and the
micro-optic layer is laminated in within the layer arrangement by means of a laminating
device,
characterized in that the apparatus is devised to partially remove the reflector layer and/or the micro-optic
layer.
14. A computer program product having control commands which execute the method according
to claim 12 on an apparatus according to claim 13 when they are executed on a computer.
1. Agencement en couches destiné à la fabrication d'une caractéristique de sécurité pour
utilisation dans des documents de valeur, comportant :
- une couche d'information pour la personnalisation de l'agencement en couches ;
- une couche de micro-optique comportant des éléments de micro-optique qui réalisent
une changement de couleur en fonction de l'angle de vision ;
- une couche de réflecteur qui, en co-agissement au moins avec la couche de micro-optique,
engendre une réflexion de lumière ;
- une couche de recouvrement laminable est prévue, et la couche de micro-optique est
introduite par laminage à l'intérieur de l'agencement en couches,
- caractérisé en ce que la couche de réflecteur et/ou la couche de micro-optique est partiellement enlevée.
2. Agencement en couches selon la revendication 1, caractérisé en ce que la couche d'information se trouve sous forme d'un revêtement de la couche de recouvrement.
3. Agencement en couches selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la couche d'information se trouve sous forme d'une couche d'impression.
4. Agencement en couches selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la couche de micro-optique se trouve sous forme d'une couche de vernis de gaufrage.
5. Agencement en couches selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la couche de micro-optique comporte au moins un groupement de micro-miroirs, une
lentille de Fresnel et/ou une micro-lentille de Fresnel.
6. Agencement en couches selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la couche de réflecteur se trouve sous forme d'une sérigraphie et/ou d'une feuille
à brillance spéculaire.
7. Agencement en couches selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une succession de couches prévoit que la couche de micro-optique est agencée entre
la couche de réflecteur et la couche de recouvrement.
8. Agencement en couches selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la couche de réflecteur et/ou la couche de micro-optique comporte une gravure laser.
9. Agencement en couches selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'agencement en couches se trouve sous forme d'un composite stratifié.
10. Agencement en couches selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins une couche est réalisée sous forme transparente.
11. Document de valeur comportant un agencement en couches selon une des revendications
de 1 à 10.
12. Procédé de mise à disposition d'un agencement en couches pour la fabrication d'une
caractéristique de sécurité pour utilisation dans des documents de valeur, comportant
:
- une mise à disposition (100) d'une couche d'information pour la personnalisation
de l'agencement en couches ;
- une mise à disposition (101) d'une couche de micro-optique comportant des éléments
de micro-optique qui réalisent une changement de couleur en fonction de l'angle de
vision ;
- une mise à disposition (102) d'une couche de réflecteur qui, en co-agissement au
moins avec la couche de micro-optique, engendre une réflexion de lumière ;
- une mise à disposition (103) d'une couche de recouvrement laminable est prévue,
et la couche de micro-optique est introduite par laminage à l'intérieur de l'agencement
en couches,
- caractérisé en ce que la couche de réflecteur et/ou la couche de micro-optique est partiellement enlevée.
13. Dispositif de mise à disposition d'un agencement en couches pour la fabrication d'une
caractéristique de sécurité pour utilisation dans des documents de valeur, comportant
:
- un équipement conçu pour la mise à disposition (100) d'une couche d'information
pour la personnalisation de l'agencement en couches ;
- un équipement conçu pour la mise à disposition (101) d'une couche de micro-optique
comportant des éléments de micro-optique qui réalisent une changement de couleur en
fonction de l'angle de vision ;
- un équipement conçu pour la mise à disposition (102) d'une couche de réflecteur
qui, en co-agissement au moins avec la couche de micro-optique, engendre une réflexion
de lumière ;
- un équipement conçu pour la mise à disposition (103) d'une couche de recouvrement
laminable est prévue, et la couche de micro-optique est introduite par laminage à
l'intérieur de l'agencement en couches au moyen d'un équipement de laminage,
caractérisé en ce que le dispositif est conçu pour enlever partiellement la couche de réflecteur et/ou
la couche de micro-optique.
14. Produit programme d'ordinateur ayant des instructions de commande qui exécutent le
procédé selon la revendication 12 sur un dispositif selon la revendication 13 quand
elles sont mises à exécution sur un ordinateur.