[0001] Die Erfindung betrifft eine Gasdiffusionselektrode (GDE) zur Reduktion von Kohlendioxid
auf Basis von porösem Silberpulver als Elektrokatalysator und deren Verwendung als
für die elektrochemische Reduktion von Kohlendioxid (CO
2) zu CO .
[0002] Die Erfindung geht aus von an sich bekannten Gasdiffusionselektroden, die üblicherweise
einen elektrisch leitenden Träger und eine Gasdiffusionsschicht und eine katalytisch
aktive Komponente umfassen und in der Chloralkali-Elektrolyse Verwendung finden. Die
bekannten Elektroden werden zur kathodischen Sauerstoffreduktion verwendet.
[0003] Gasdiffusionselektroden sind Elektroden, in denen die drei Aggregatzustände - fest,
flüssig und gasförmig - miteinander in Kontakt stehen und der feste, Elektronen leitende
Katalysator eine elektrochemische Reaktion zwischen der flüssigen und der gasförmigen
Phase katalysiert.
[0004] Verschiedene Vorschläge zur Reduktion von Kohlendioxid in Elektrolysezellen sind
aus dem Stand der Technik im Labormaßstab grundsätzlich bekannt. Die Grundidee dabei
ist, die Wasserstoff entwickelnde Kathode der Elektrolyse (beispielsweise in der Chloralkali-Elektrolyse)
durch die Kohlendioxid-GDE zu ersetzten.
[0005] Die Kohlendioxid-GDE muss eine Reihe von grundsätzlichen Anforderungen erfüllen,
um in technischen Elektrolyseuren einsetzbar zu sein. So muss der Katalysator und
alle anderen verwendeten Materialien chemisch stabil sein. Ebenso wird ein hohes Maß
an mechanischer Stabilität gefordert, da die Elektroden in Elektrolyseuren einer Größe
von üblicherweise mehr als 2 m
2 Fläche (technische Größe) eingebaut und betrieben werden. Weitere Eigenschaften sind:
eine hohe elektrische Leitfähigkeit, eine geringe Schichtdicke, eine hohe innere Oberfläche
und eine hohe elektrochemische Aktivität des Elektrokatalysators. Geeignete hydrophobe
und hydrophile Poren und eine entsprechende Porenstruktur zur Leitung von Gas und
Elektrolyt sind ebenso notwendig, wie eine Dichtigkeit, so dass Gas und Flüssigkeitsraum
voneinander getrennt bleiben. Die Langzeitstabilität und geringe Herstellkosten sind
weitere besondere Anforderungen an eine technisch nutzbare Sauerstoffverzehrelektrode.
[0006] Eine weitere wichtige Eigenschaft ist ein niedriges Potential bei hoher Stromdichte
möglichst größer 4kA/m
2 und eine hohe Selektivität zu Kohlenmonoxid. Neben Standard Silber Partikel als Katalysator
sind für die elektrochemische Reduktion von Kohlendioxid zu Kohlenmonoxid unterschiedliche
Silber-Morphologien sowie Gold und Kohlenstoff basierte Katalysatoren bekannt.
[0007] Hori et al. beschreibt, dass ein polykristalliner Goldkatalysator bei einer Stromstärke
von 5mA/cm
2 eine Selektivität von 87% Kohlenmonoxid erreicht.
[0008] Y. Chen et al. (JACS (2012) 19969) entwickelten Goldnanopartikel, die eine Selektivität von 98 % bei einer Stromdichte
von 6mA/cm
2 und einem Potential von -0,4 Volt aufweisen. Neben Gold ist auch Silber als Katalysator
für die Kohlendioxid zu Kohlenmonoxid Reduktion bekannt.
[0009] Lu et al. konnten zeigen, dass nanoporöses Silber als Elektrokatalysator für Kohlendioxid
zu Kohlenmonoxid Produktion eine Selektivität von 90 % bei einer Stromdichte von 20
mA/cm
2 und - 0,6 Volt aufweist. (
Nat. Com. 5 (2014))
[0010] Im Artikel von Lu und Jiao (Nanoenergy 2016) sind noch weitere nanoporöse Silbersysteme
beschrieben. Alle mit einer ähnlichen Performanz (Selektivität von 90 % bei einer
Stromdichte von 20 mA/cm
2). Die Herstellung dieser nanoporösen Systeme ist sehr aufwendig, schlecht auf den
industriellen Maßstab zu übertragen und es ist schwierig die Porosität zu erhöhen.
[0011] Für eine industrielle Anwendung müssen zudem wesentlich höhere Stromdichten von mindestens
200 bis 400 mA/cm
2 erreicht werden. Dies wurde bisher in der Literatur für keinen Katalysator gezeigt.
[0012] Die Herstellung von metallischem Silber und sehr fein verteilten Silber Nanopartikel
ist gut bekannt und in einer Vielzahl von Veröffentlichungen und Patenten beschrieben.
Poröse Silber Materialien können über einen kolloidalen Ansatz erzeugt werden, indem
z.B. monodisperse Polystyrol Partikel kristallisiert werden, die Zwickel zwischen
den Partikel mit Silber aufgefüllt werden und anschließend die Polystyrol Partikel
herausgelöst werden. Dieser Prozess ist sehr aufwendig und für eine industrielle Anwendung
nicht geeignet (
Chem. Mater. 2002, 14, 2199-2208). In einen anderem Prozess wird statt den Kolloidpartikel ein Polymergel als Templat
benutzt (
Chem. Mater. 2001, 13, 1114-1123), was aber ähnlich aufwendig ist. Alle diese Prozesse brauchen darüber hinaus, dass
sie mehrstufige Prozesse darstellen, auch noch hohe Sintertemperaturen von bis zu
800°C.
[0013] In anderen Prozessen wird zuerst aufwendig eine AlAg oder CuAg Legierung hergestellt,
um danach das Kupfer oder Aluminium heraus zu lösen, auch hierbei sind hohe Temperaturen
zum Herstellen der Legierung erforderlich (Nanoenergy 2016). Zudem werden hier meinst
Monolithe, d.h. sehr große Partikel erhalten, die für eine Weiterverarbeitung in eine
GDE nicht geeignet sind.
[0014] Weniger harsche Bedingungen werden in
Chem. Commun., 2009, 301-303 beschrieben. Hier werden die porösen Partikel unter Druck in einer ionischen Flüssigkeit
erzeugt. Allerdings sind ionische Flüssigkeiten teuer, so dass dieser Ansatz auch
nicht zu kostengünstigen Katalysatoren führen wird.
[0015] Aufgabe war es daher, eine Gasdiffusionselektrode sowie ein Verfahren zu ihrer Herstellung
zur Verfügung zu stellen, mit der die Kohlendioxid Reduktion bei hoher Stromdichte
(> 2kA/m
2) und hoher Selektivität (>50 %) erfolgt.
[0016] Überraschenderweise wurde gefunden, dass man einen selektiven Elektro-Katalysator
basierend auf einem porösen Pulver erhält, der in einer GDE für die Kohlendioxid-Reduktion
erfolgreich eingesetzt werden kann, wenn man die Synthesen von Silber Nanopartikel
durch Erhöhung der Konzentration des Silbernitrats modifiziert und auf einen Stabilisator
verzichtet. Die Herstellung von Micrometer großen Silberpartikeln sollten durch Erhöhung
der Konzentration derEdukte wie Silbernitrag, Natriumcitrat und Natriumborhydrid durch
Wachsen von Silberkeimen entstehen. Überraschenderweise entstehen aber keine Bulkpartikel
sondern poröse Partikel, die teilweise abhängig von den eingesetzten Prozess-Salzen
erstaunlich hohe BET Oberflächen aufweisen, beispielsweise von bis zu 8 g/m
2. Die porösen Partikel bestehen aus agglomerierten Nanopartikeln. Die Größe der Nanopartikel
und damit auch die Porosität lassen sich durch die Art der Zugabe, der Mischens und
der Konzentration der Edukte steuern. Bevorzug weisen die Primärpartikel eine Durchmesser
kleiner 100 nm auf. Für die Herstellung des porösen Katalysator wird Silbernitrat
und Trisodiumcitrat in Wasser gelöst. Dazu wird unter Rühren eine Lösung bestehend
aus einen Reduktionsmittel wie NaBH4, KBH4 oder Formaldehyd gelöst in Wasser gegeben.
Die porösen Partikel bilden sich in einer Partikelgröße größer 1 µm, werden danach
ab filtriert, gewaschen und getrocknet.
[0017] Mittels dieser poröser Partikel erhält man selektive GDEn, wenn man diese porösen
Partikel mit einem Fluorpolymeren nach dem vorliegenden erfindungsgemäßen Verfahren
vermischt und anschließend die erhaltene Pulvermischung mit einem Trägerelement gepresst.
[0018] Gegenstand der Erfindung ist eine Gasdiffusionselektrode zur Reduktion von Kohlendioxid,
wobei die Gasdiffusionselektrode mindestens einen flächigen, elektrisch leitfähigen
Träger und eine auf dem Träger aufgebrachte Gasdiffusionsschicht und aufgebrachten
Elektrokatalysator aufweist, wobei die Gasdiffusionsschicht mindestens aus einer Mischung
aus Elektrokatalysator und einem hydrophoben Polymer besteht, und wobei das Silber
als Elektrokatalysator wirkt, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektrokatalysator
Silber in Form von hochporösen agglomerierten Nanopartikeln enthält und die Nanopartikel
eine Oberfläche gemessen nach BET von mindestens 2 m
2/ aufweist.
[0019] Die Dicke der katalytisch aktiven Beschichtung bestehend aus PTFE und Silber der
Gasdiffusionselektrode beträgt bevorzugt von 20 bis 1000µm, besonders bevorzugt von
100 bis 800um, ganz besonders bevorzugt 200 bis 600µm.
[0020] Der Anteil an Elektrokatalysator beträgt bevorzugt von 80 bis 97 Gew.-%, besonders
bevorzugt von 90 bis 95 Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht von Elektrokatalysator
und hydrophobem Polymer.
[0021] Der Anteil an hydrophobem Polymer beträgt bevorzugt von 20 bis 3 Gew.-%, besonders
bevorzugt von 10 bis 5 Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht von Elektrokatalysator
und hydrophobem Polymer.
[0022] Weiter bevorzugt ist eine Ausführung der neuen Gasdiffusionselektrode, in der das
hydrophobe Polymer ein fluorsubstituiertes Polymer, besonders bevorzugt Polytetraflourethylen
(PTFE) ist.
[0023] Eine weitere bevorzugt Ausführungsvariante der Gasdiffusionselektrode ist dadurch
gekennzeichnet, dass die Elektrode eine Gesamtbeladung an katalytisch aktiver Komponente
in einem Bereich von 5 mg/cm
2 bis 300 mg/cm
2, bevorzugt von 10 mg/cm
2 bis 250 mg/cm
2 aufweist.
[0024] Bevorzugt ist eine Ausführung der Gasdiffusionselektrode, die dadurch gekennzeichnet
ist, dass die Silberpartikel als Agglomerat von Silbernanopartikeln vorliegen mit
einem mittleren Agglomeratdurchmesser (d
50 gemessen mittels Laserbeugung) im Bereich von 1 bis 100 µm bevorzugt im Bereich von
2 bis 90 µm.
[0025] Bevorzugt ist auch eine Gasdiffusionselektrode, bei der die Silber-Nanopartikel einen
mittleren Durchmesser im Bereich von 50 bis 150 nm haben, mittels Rasterelektrodenmikroskopie
mit Bildauswertung bestimmt wurden.
[0026] Die neue Gasdiffusionselektrode weist bevorzugt einen Träger bestehend aus einem
Werkstoff ausgewählt aus der Reihe Silber, Nickel, beschichtetem Nickel z.B. mit Silber,
Kunststoff, Nickel-Kupfer-Legierungen oder beschichteten Nickel-Kupfer-Legierungen
wie z.B. versilbertem Nickel-Kupfer-Legierungen auf, aus dem flächige textile Strukturen
hergestellt wurden.
[0027] Der elektrisch leitende Träger kann grundsätzlich ein Netz, Vlies, Schaum, Gewebe,
Geflecht, Streckmetall sein. Der Träger besteht bevorzugt aus Metall, besonders bevorzugt
aus Nickel, Silber oder versilbertem Nickel. Der Träger kann einlagig oder mehrlagig
sein. Ein mehrlagiger Träger kann aus zwei oder mehreren übereinander angeordneten
Netzen, Vliesen, Schäumen, Geweben, Geflechten, Streckmetallen aufgebaut sein. Die
Netze, Vliese, Schäume, Gewebe, Geflechte, Streckmetalle können dabei unterschiedlich
sein. Sie können z.B. unterschiedlich dick oder unterschiedlich porös sein oder eine
unterschiedliche Maschenweite aufweisen. Zwei oder mehrere Netze, Vliese, Schäume,
Gewebe, Geflechte, Streckmetalle können z.B. durch Sintern oder Schweißen miteinander
verbunden sein. Vorzugsweise wird ein Netz aus Nickel mit einem Drahtdurchmesser von
0,04 bis 0,4 mm und einer Maschenweite von 0,2 bis 1,2 mm verwendet.
[0028] Bevorzugt basiert der Träger der Gasdiffusionselektrode auf Nickel, Silber oder einer
Kombination von Nickel und Silber.
[0029] Bevorzugt ist auch eine Form der Gasdiffusionselektrode, bei der der Träger in Form
eines Netzes, Gewebes, Gewirkes, Gestrickes, Vlieses, Streckmetalls oder Schaums,
bevorzugt eines Gewebes vorliegt.
[0030] Im Prinzip können die verschiedenen Formen der Kohlendioxid-Elektrolyse dadurch unterschieden
werden, wie die GDE eingebaut wird und wie sich hierdurch der Abstand zwischen der
Ionenaustauschermembran und der GDE einstellt. Viele Zelldesigns erlauben einen Spalt
zwischen der Ionenaustauschermembran und der GDE, der sogenannten finite-gap Anordnung.
Der Spalt kann dabei 1 bis 3mm betragen, der Spalt wird von z.B. KHCO3 durchströmt.
Die Strömung kann in einer aufrechten Anordnung der Elektrode von oben nach unten
erfolgen (Prinzip der Fallfilm-Zelle siehe z.B.
WO 2001/057290A2) oder von unten nach oben (Gastaschenprinzip, siehe z.B.
DE 4.444.114A2)
[0031] Eine besondere Ausführungsform der Erfindung stellen kunststoffgebundene Elektroden
dar, wobei die Gasdiffusionselektrode sowohl mit hydrophilen als auch hydrophoben
Bereichen ausgestattet werden. Diese Gasdiffusionselektroden sind, insbesondere bei
Einsatz von PTFE (Polytetrafluorethylen) chemisch sehr beständig.
[0032] Bereiche mit hohem PTFE Anteil sind hydrophob, hier kann kein Elektrolyt eindringen,
dagegen jedoch an Stellen mit niedrigem PTFE-Anteil oder keinem PTFE. Der Katalysator
selbst muss hierbei hydrophil sein.
[0033] Die Herstellung solche PTFE-Katalysator-Mischungen erfolgt prinzipiell beispielsweise
durch Einsatz von Dispersionen aus Wasser, PTFE und Katalysator. Zur Stabilisierung
von PTFE-Partikel in der wässrigen Lösung werden insbesondere Emulgatoren zugesetzt
und zur Verarbeitung der Dispersion bevorzugt Verdickungsmitteln eingesetzt. Alternative
zu diesem Nassherstellungsverfahren ist die Herstellung durch Trockenmischung aus
PTFE-Pulver und Katalysatorpulver.
[0034] Die erfindungsgemäßen Gasdiffusionselektroden können wie oben beschrieben, durch
Nass- bzw. Dispersions- und Trockenverfahren hergestellt werden. Besonders bevorzugt
ist das Trockenherstellungsverfahren.
[0035] Dispersionsverfahren werden hauptsächlich für Elektroden mit polymerem Elektrolyten
gewählt - so z. B. erfolgreich eingeführt bei der PEM (Polymer-Elektrolyt-Membran)
Brennstoffzelle oder der HCl-GDE-Membran-Elektrolyse (
WO2002/18675).
[0036] Bei Einsatz der GDE in flüssigen Elektrolyten liefert das Trockenverfahren geeignetere
GDEn. Beim Nass-/bzw. Dispersionsverfahren kann durch Verdampfen des Wassers und Sintern
des PTFEs bei 340 °C auf ein starkes mechanisches Verpressen verzichtet werden. Diese
Elektroden sind üblicherweise sehr offenporig. Aber auf der anderen Seite können bei
falschen Trocknungsbedingungen schnell Risse in der Elektrode entstehen, durch die
flüssiger Elektrolyt dringen kann. Daher hat sich für Anwendungen mit flüssigem Elektrolyten
wie die der Zink-Luft-Batterie oder der alkalische Brennstoffzelle das Trockenverfahren
durchgesetzt.
[0037] Bei Trockenverfahren wird der Katalysator mit einer Polymerkomponente (bevorzugt
PTFE) intensiv vermischt. Die Pulvermischung kann durch Pressen, vorzugsweise durch
Verpressen mittels Walzprozess, zu einem folienartigen Gebilde geformt werden, welches
anschließend auf den Träger aufgebracht wird (siehe z.B.
DE 3.710.168 A2;
EP 144.002 A2). Eine ebenfalls anwendbare bevorzugte Alternative beschreibt die
DE 102005023615 A2; hierbei wird die Pulvermischung auf einen Träger aufgestreut und gemeinsam mit diesem
verpresst.
[0038] Beim Trockenverfahren wird in einer besonders bevorzugten Ausführung die Elektrode
aus einer Pulvermischung bestehend aus Silber und/oder dessen Oxiden und PTFE hergestellt.
Ebenfalls können dotierte Silber und/oder dessen Oxiden oder Mischungen aus Silber
und/oder dessen Oxiden mit Silber und PTFE eingesetzt werden. Die Katalysatoren und
PTFE werden beispielsweise wie in der
US 6.838.408 beschrieben in einem Trockenmischverfahren behandelt und das Pulver zu einem Fell
kompaktiert.
[0039] Das Fell wird anschließend gemeinsam mit einem mechanischen Träger verpresst. Sowohl
der Fell-Bildungsprozess als auch die Verpressung von Fell und Träger kann beispielsweise
durch einen Walzprozess erfolgen. Die Presskraft hat unter anderem einen Einfluss
auf den Porendurchmesser und die Porosität der GDE. Der Porendurchmesser und die Porosität
haben Einfluss auf die Performance der GDE.
[0040] Alternativ kann die Herstellung der erfindungsgemäßen GDE analog zu der
DE 10.148.599A1 dadurch erfolgen, dass die Katalysator-Pulver-Mischung direkt auf einen Träger aufgebracht
wird.
[0041] Das Herstellen der Pulvermischung erfolgt in einer besonders bevorzugten Ausführung
durch Mischen des Katalysatorpulvers und des Binders sowie ggf. weiterer Komponenten.
Das Mischen geschieht bevorzugt in einer Mischvorrichtung, welche schnell rotierende
Mischelemente, wie z.B. Schlagmesser aufweisen. Zur Vermischung der Komponenten der
Pulvermischung rotieren die Mischelemente bevorzugt mit einer Geschwindigkeit von
10 bis 30 m/s oder mit einer Drehzahl von 4000 bis 8000 U/min. Nach dem Vermischen
wird die Pulvermischung vorzugsweise gesiebt. Das Sieben erfolgt vorzugsweise mit
einer Siebvorrichtung, welche mit Netzen o.dgl. ausgerüstet ist, deren Maschenweite
0,04 bis 2 mm betragen.
[0042] Durch das Mischen in der Mischvorrichtung mit rotierenden Mischelementen wird Energie
in die Pulvermischung eingetragen, wodurch sich die Pulvermischung stark erwärmt.
Bei zu starker Erwärmung des Pulvers wird eine Verschlechterung der GDE-Performance
beobachtet, so dass die Temperatur während des Mischprozesses bevorzugt 35 bis 80°C
beträgt. Dies kann durch Kühlung während des Vermischens erfolgen, z.B. durch Zusatz
eines Kühlmittels, z.B. flüssigen Stickstoffs oder anderer inerter wärmeaufnehmender
Substanzen. Eine weitere Möglichkeit der Temperaturkontrolle kann dadurch erfolgen,
dass das Mischen unterbrochen wird, um die Pulvermischung abkühlen zu lassen oder
durch Auswahl geeigneter Mischaggregate oder Veränderung der Füllmenge im Mischer.
[0043] Das Aufbringen der Pulvermischung auf den elektrisch leitfähigen Träger erfolgt beispielsweise
durch Streuen. Das Streuen der Pulvermischung auf den Träger kann z.B. durch ein Sieb
geschehen. Besonders vorteilhaft wird auf den Träger eine rahmenförmige Schablone
aufgelegt, wobei die Schablone bevorzugt so gewählt wird, dass sie den Träger gerade
umfasst. Alternativ kann die Schablone auch kleiner als die Fläche des Trägers gewählt
werden. In diesem Fall verbleibt nach dem Aufstreuen der Pulvermischung und dem Verpressen
mit dem Träger ein unbeschichteter Rand des Trägers frei von elektrochemisch aktiver
Beschichtung. Die Dicke der Schablone kann entsprechend der auf den Träger aufzubringende
Menge an Pulvermischung gewählt werden. Die Schablone wird mit der Pulvermischung
gefüllt. Überschüssiges Pulver kann mittels eines Abstreifers entfernt werden. Danach
wird die Schablone entfernt.
[0044] In dem nachfolgenden Schritt wird die Pulvermischung in einer besonders bevorzugten
Ausführung mit dem Träger verpresst. Das Verpressen kann insbesondere mittels Walzen
erfolgen. Vorzugsweise wird ein Walzenpaar eingesetzt. Es kann jedoch auch eine Walze
auf einer im Wesentlichen flachen Unterlage eingesetzt werden, wobei entweder die
Walze oder die Unterlage bewegt wird. Ferner kann das Verpressen durch einen Pressstempel
erfolgen. Die Kräfte beim Verpressen betragen insbesondere 0,01 bis 7 kN/cm.
[0045] Eine erfindungsgemäße GDE kann grundsätzlich einlagig oder mehrlagig aufgebaut sein.
Um mehrlagige GDEn herzustellen, werden Pulvermischungen mit unterschiedlichen Zusammensetzungen
und unterschiedlichen Eigenschaften schichtweise auf den Träger aufgebracht. Die Schichten
unterschiedlicher Pulvermischungen werden dabei bevorzugt nicht einzeln mit dem Träger
verpresst, sondern zunächst nacheinander aufgebracht und anschließend in einem Schritt
gemeinsam mit dem Träger verpresst. Beispielsweise kann eine Schicht aus einer Pulvermischung
aufgetragen werden, die einen höheren Gehalt des Binders, insbesondere einen höheren
Gehalt an PTFE, aufweist als die elektrochemisch aktive Schicht. Eine solche Schicht
mit hohem PTFE-Gehalt von 6 bis 100%. kann als Gasdiffusionsschicht wirken.
[0046] Alternativ oder zusätzlich kann auch eine Gasdiffusionsschicht aus PTFE aufgebracht
werden. Eine Schicht mit hohem Gehalt an PTFE kann zum Beispiel als unterste Schicht
direkt auf den Träger aufgebracht werden. Weitere Schichten mit unterschiedlicher
Zusammensetzung können zur Herstellung der Gasdiffusionselektrode aufgebracht werden.
Bei mehrlagigen GDEn können die gewünschten physikalischen und/oder chemischen Eigenschaften
gezielt eingestellt werden. Hierzu zählen u.a. die Hydrophobie bzw. Hydrophilie der
Schicht, die elektrische Leitfähigkeit, die Gasdurchlässigkeit. So kann beispielsweise
ein Gradient einer Eigenschaft aufgebaut werden, indem das Maß der Eigenschaft von
Schicht zu Schicht zunimmt oder abnimmt.
[0047] Die Dicke der einzelnen Schichten der GDE kann durch die Menge an Pulvermischung,
die auf den Träger aufgebracht wird, sowie durch die Presskräfte beim Verpressen eingestellt
werden. Die Menge der aufgetragenen Pulvermischung kann beispielsweise durch die Dicke
der Schablone eingestellt werden, welche auf den Träger gelegt wird, um die Pulvermischung
auf den Träger zu streuen. Nach dem Verfahren der
DE 10.148.599 A1 wird aus der Pulvermischung ein Fell erzeugt. Dabei kann die Dicke bzw. Dichte des
Fells nicht unabhängig voneinander eingestellt werden, da die Parameter der Walzen,
wie Walzendurchmesser, Walzenabstand, Walzenwerkstoff, Zughaltekraft und Umfangsgeschwindigkeit,
einen entscheidenden Einfluss auf diese Größen hat.
[0048] Die Presskraft beim Verpressen der Pulvermischung bzw. Schichten aus unterschiedlichen
Pulvermischungen mit dem Träger erfolgt z.B. durch Walzenpressen mit einer Linienpresskraft
im Bereich von 0,01 bis 7 kN/cm.
[0049] Die Kohlendioxid-GDE wird bevorzugt als Kathode geschaltet, insbesondere in einer
Elektrolysezelle für die Elektrolyse von Alkalichloriden, bevorzugt von Natriumchlorid
oder Kaliumchlorid, besonders bevorzugt von Natriumchlorid, oder von Salzsäure.
[0050] Die Kohlendioxid-GDE wird besonders bevorzugt als Kathode bei der Chlor- Elektrolyse
oder 02-Elektrolyse eingesetzt.
[0051] Weiterer Gegenstand der Erfindung ist daher die Verwendung der neuen Gasdiffusionselektrode
zur Elektrolyse von Kohlendioxid zu Kohlenmonoxid, insbesondere in der Chloralkalielektrolyse,
Gegenstand der Erfindung ist auch ein Verfahren zur elektrochemischen Umsetzung von
Kohlendioxid zu Kohlenmonoxid, dadurch gekennzeichnet, dass das Kohlendioxid an einer
oben beschriebenen neuen Gasdiffusionselektrode kathodisch zu Kohlenmonoxid umgesetzt
wird und simultan an der Anodenseite Chlor oder Sauerstoff produziert wird.
[0052] In einem bevorzugten Verfahren beträgt die Stromdichte bei der Umsetzung mindestens
2 kA/m
2 bevorzugt mindestens 4 kA/m
2.
[0053] Gegenstand der Erfindung ist auch noch eine Elektrolysevorrichtung aufweisend eine
neue Gasdiffusionselektrode als Kohlendioxid verzehrende Kathode.
[0054] Gegenstand der Erfindung ist zudem eine Gasdiffusionselektrode, dadurch gekennzeichnet,
dass die Gasdiffusionselektrode mindestens einen flächigen elektrisch leitfähigen
Trägerelement und eine auf dem Trägerelement aufgebrachte Gasdiffusionsschicht und
einen Elektrokatalysator aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Gasdiffusionsschicht
aus einer Mischung aus Silberpartikeln und PTFE besteht, wobei die Silberpartikel
und das Fluorpolymer in Pulverform auf dem Trägerelement aufgebracht und verdichtet
sind, wobei die Silberpartikel den Elektrokatalysator bilden.
[0055] Bevorzugt ist eine Gasdiffusionselektrode, die aus einem oben beschriebenen erfindungsgemäßen
Herstellungsverfahren erhalten ist.
Beispiele
[0056] Die entsprechend der folgenden Beispiele hergestellten GDEn wurden bei der SauerstoffElektrolyse
eingesetzt. Hierzu wurde eine Laborzelle eingesetzt, die aus einem Anodenraum und
durch eine Ionenaustauschermembran getrennt, einem Kathodenraum bestand. Im Anodenraum
wurde eine KHCO
3 Lösung mit einer Konzentration von 300 g/l eingesetzt, in dem an einer handelsüblichen
DSA mit Iridium beschichteten Titanelektrode Sauerstoff erzeugt wurde. Der Kathodenraum
wurde vom Anodenraum durch eine handelsübliche Kationenaustauschermembran der Asahi
Glass, Typ F133, getrennt. Zwischen GDE und der Kationenaustauschermembran bestand
einen Elektrolytspalt, in dem eine NaHCO
3 Lösung der Konzentration von 300 g/l umgepumpt wurde. Die GDE wurde über eine Gasraum
mit Kohlendioxid, dessen Konzentration größer als 99,5 Vol-% betrug versorgt. Anoden,
Membran- und Gasdiffusionselektrodenfläche betrugen je 3 cm
2. Die Temperatur der Elektrolyte betrug 25°C. Die Stromdichte der Elektrolyse betrug
bei allen Versuchen 4 kA/m
2.
[0057] Die GDEn wurden wie folgt hergestellt: 3,5 kg einer Pulvermischung, bestehend aus
7 Gew.% PTFE-Pulver, 93 Gew.% Silberpulver (z.B. Typ 331 der Fa. Ferro), wurden in
einer Ika Mühle A11 basic so gemischt, dass die Temperatur der Pulvermischung 55 °C
nicht überstieg. Dies wurde dadurch erreicht, dass der Mischvorgang unterbrochen und
die Pulvermischung abgekühlt wurde. Insgesamt wurde das Mischen dreimal bei einer
Mischzeit von 10 Sekunden durchgeführt. Nach dem Mischen wurde die Pulvermischung
mit einem Sieb mit einer Maschenweite von 1,0 mm gesiebt. Die gesiebte Pulvermischung
wurde anschließend auf ein elektrisch leitfähiges Trägerelement aufgebracht. Das Trägerelement
war ein Netz aus Nickel mit einer Drahtdicke von 0,14 mm und einer Maschenweite von
0,5 mm. Das Aufbringen erfolgte mit Hilfe einer 1 mm dicken Schablone, wobei das Pulver
mit einem Sieb mit einer Maschenweite von 1,0 mm aufgebracht wurde. Überschüssiges
Pulver, das über die Dicke der Schablone hinausragte, wurde mittels eines Abstreifers
entfernt. Nach Entfernung der Schablone wird der Träger mit der aufgebrachten Pulvermischung
mittels einer Walzenpresse mit einer Presskraft von 0,4 bis 1,7 kN/cm verpresst. Der
Walzenpresse wurde die Gasdiffusionselektrode entnommen.
Beispiel 1 Herstellung von porösem Silberkatalysator (errindungsgemäß)
[0058] 400 ml einer 0,1 molaren AgNO
3-Lösung (6,796g AgNO
3) wurden mit und 0,8g Trinatriumcitrat versetzt. 400 ml einer 0,2 molaren Natriumborhydrid
(3,024g NaBH
4) wurden unter Rühren schnell zu der ersten Lösung (ca. 15s, Re > 10000) gegeben und
1 h rühren gelassen. Der Niederschlag wurde abfiltriert, mit Wasser gewaschen und
über Nacht bei 50°C getrocknet.
[0059] Das Pulver wurde mittels BET, Laserbeugung und Rasterelektrodenmikroskopie charakterisiert.
[0060] Partikelgröße beträgt ca. 145 nm im Durchmesser und die BET 2,23 m2/g (N
2 Adsorption).
Beispiel 2 Herstellung von weniger porösem Silberkatalysator
[0061] 400 ml einer 0,1 molaren AgNO
3-Lösung (6,796g AgNO
3) werden mit und 0,8g Trinatriumcitrat versetzt. 400 ml einer 0,2 molaren Natriumborhydrid
(3,024g NaBH
4) werden unter Rühren langsam zu der ersten Lösung (ca. 1 h) getropft und 1 h rühren
gelassen. Der Niederschlag wurde abfiltriert, mit Wasser gewaschen und über Nacht
bei 50°C getrocknet. Das Pulver wird mittels BET, Laserbeugung und Rasterelektrodenmikroskopie
charakterisiert.
[0062] Partikelgröße beträgt ca. 290 nm im Durchmesser und die BET 0,99 m2/g (N
2 Adsorption).
Herstellung GDE mit porösen Silber
[0063] Die GDE wurde nach dem Trockenverfahren hergestellt, wobei 93 Gew.-% Silber-Pulver
nach Beispiel 1 und 2 und Silber LCP-1 Ames Goldsmith, 7 Gew.-% PTFE der Fa. DYNEON
TF2053 in einer Ika Mühle A11 basic gemischt und anschließend mit Walzenpresse bei
einer Kraft von 0,5 kN/cm verpresst wurde. Die Elektrode wurde in obiger Elektrolysezelle
eingesetzt und bei 2 sowie 4 kA/m
2 betrieben. Die Faraday Effizienz für CO ist in untenstehender Tabelle gezeigt.
Beispiel |
BET m2/g |
Stromdichte 2 kA/m2 |
Stromdichte 4kA/m2 |
1 |
2,23 |
66 |
43 |
2 |
0,99 |
19 |
7 |
LCP-1 |
0,5-0,9 |
0 |
0 |
[0064] Die Beispiele zeigen, dass beide Kohlendioxid GDEn auch bei hohen Stromdichten Kohlenmonoxid
produzieren. Man sieht jedoch sehr genau, dass die Elektrode mit poröseren Silber
eine wesentlich höhere Selektivität zu Kohlenmonoxid aufweist als herkömmliches Silber.
Die Selektivitäten sind bei 2 kA/m2 in einer Größenordnung, die für eine technische
Anwendung sehr interessant ist. Werden Silberpartikel LCP-1 eingesetzt, deren Porosität
standardmäßig geringer ist, wird kein CO produziert, sondern nur Wasserstoff.
[0065] Die BET Messungen wurden unter folgenden Bedingungen durchgeführt.
Die Physisorption von Gasen bei Kryogentemperaturbedingungen wird verwendet, um die
spezifische Oberfläche (SSA) von kompakten feindispergierten oder porösen Feststoffen
zu bestimmen. Stickstoff wird als Gas bei 77K im Druckbereich zwischen 0,05 bis 0,30
p / p0 (p0 = Sättigungsdruck von Stickstoff bei der Messtemperatur) verwendet, um
die SSA einer Probe zu bestimmen. Die Menge an Stickstoff, die auf der zugänglichen
Oberfläche der Probe physiorbiert, wird in einem statisch-volumetrischen Analysator
durch Zugabe einer wohldefinierten Menge an Stickstoffgas in die Messzelle mit der
Probe gemessen. Gleichzeitig wird der Druckanstieg aufgrund des zugegebenen Gases
aufgezeichnet, nachdem der Gleichgewichtszustand erreicht ist. Der Druckanstieg (im
Gleichgewicht) ist umso kleiner, je größer die Gesamtfläche in der Messzelle ist,
da der an der Oberfläche adsorbierte Stickstoffanteil nicht zum Druckanstieg beitragen
kann. Die adsorbierte molare Menge an Stickstoff auf einer Probe bilden, kann die
Gesamtfläche der Probe durch Multiplikation der molaren Menge mit dem bekannten Adsorptionsquerschnitt
des adsorbierenden Gases berechnet werden.
Vor der Adsorptionsmessung bei 77 K müssen alle desorbierbaren Moleküle aus der Probenoberfläche
verdampft werden. So wurde die Probe unter Vakuumbedingungen bei 200 °C für mehrere
Stunden gehalten.
Die Messung erfolgt dann analog der DIN ISO Norm 9277 mit Stickstoff der Reinheitsklasse
5.0 Vorbereitungsgerät: SmartVacPrep (Fa. Micromeritics) und Gas Adsorptionsanalysator:
Gemini 2360.
Die Partikelgrößen wurden mittels Laserbeugung auf einem Gerät vom Typ Malvern Mastersizer
MS2000 Hydro MU erhalten.
1. Gasdiffusionselektrode zur Reduktion von Kohlendioxid, wobei die Gasdiffusionselektrode
mindestens einen flächigen, elektrisch leitfähigen Träger und eine auf dem Träger
aufgebrachte Gasdiffusionsschicht und aufgebrachten Elektrokatalysator aufweist, wobei
die Gasdiffusionsschicht mindestens aus einer Mischung aus Elektrokatalysator und
einem hydrophoben Polymer besteht, und wobei das Silber als Elektrokatalysator wirkt,
dadurch gekennzeichnet, dass der Elektrokatalysator Silber in Form von hochporösen agglomerierten Nanopartikeln
enthält und die Nanopartikel eine Oberfläche gemessen nach BET von mindestens 2 m2/g aufweist.
2. Gasdiffusionselektrode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil an Elektrokatalysator von 80 bis 97 Gew.-%, bevorzugt 90 bis 95 Gew.-%
beträgt bezogen auf das Gesamtgewicht von Elektrokatalysator und hydrophobem Polymer.
3. Gasdiffusionselektrode nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil an hydrophobem Polymer von 20 bis 3 Gew.-%, bevorzugt 10 bis 5 Gew.-%
beträgt bezogen auf das Gesamtgewicht von Elektrokatalysator und hydrophobem Polymer.
4. Gasdiffusionselektrode nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Silberpartikel als Agglomerat vorliegen mit einem mittleren Agglomeratdurchmesser
im Bereich von 1 bis 100 µm bevorzugt im Bereich von 2 bis 90 µm.
5. Gasdiffusionselektrode nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Silber-Nanopartikel einen mittleren Durchmesser im Bereich von 50 bis 150 nm
haben.
6. Gasdiffusionselektrode nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass Elektrokatalysator und hydrophobes Polymer in Pulverform auf dem Träger aufgebracht
und verdichtet sind und die Gasdiffusionsschicht bilden.
7. Gasdiffusionselektrode nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das hydrophobe Polymer ein fluorsubstituiertes Polymer, besonders bevorzugt Polytetrafluorethylen
(PTFE) ist.
8. Gasdiffusionselektrode nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrode eine Gesamtbeladung an katalytisch aktiver Komponente in einem Bereich
von 5 mg/cm2 bis 300 mg/cm2, bevorzugt von 10 mg/cm2 bis 250 mg/cm2 aufweist.
9. Gasdiffusionselektrode nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger auf Nickel, Silber oder einer Kombination von Nickel und Silber basiert.
10. Gasdiffusionselektrode nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger in Form eines Netzes, Gewebes, Gewirkes, Gestrickes, Vlieses, Streckmetalls
oder Schaums, bevorzugt eines Gewebes vorliegt.
11. Verwendung der Gasdiffusionselektrode nach einem der Ansprüche 1 bis 10 zur Elektrolyse
von Kohlendioxid zu Kohlenmonoxid, insbesondere in der Chloralkalielektrolyse oder
Sauerstoffelektrolyse.
12. Verfahren zur elektrochemischen Umsetzung von Kohlendioxid zu Kohlenmonoxid, dadurch gekennzeichnet, dass das Kohlendioxid an einer Gasdiffusionselektrode nach einem der Ansprüche 1 bis 10
kathodisch zu CO umgesetzt wird und simultan an der Anodenseite Chlor oder Sauerstoff
produziert wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromdichte bei der Umsetzung mindestens 2 kA/m2 bevorzugt mindestens 4 kA/m2 beträgt.
14. Elektrolysevorrichtung aufweisend eine Gasdiffusionselektrode nach einem der Ansprüche
1 bis 10 als Kohlendioxid verzehrende Kathode.