[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft lösemittelfreie wässrige Suspensionskonzentrate,
als auch lösemittelfreie feste, wasserdispergierbare Formulierungen, enthaltend ein
oder mehrere niedrig schmelzende Wirkstoffe sowie Verfahren zu deren Herstellung.
Die erfindungsgemäßen Formulierungen eignen sich für den Bereich des Pflanzenschutzes.
[0002] Wirkstoffe können prinzipiell auf viele verschiedene Arten formuliert werden, wobei
die Eigenschaften der Wirkstoffe und Art der Formulierung Probleme hinsichtlich der
Herstellbarkeit, Stabilität, Anwendbarkeit und Wirksamkeit der Formulierungen aufwerfen
können. Außerdem sind bestimmte Formulierungen aus ökonomischen und ökologischen Gründen
vorteilhafter als andere.
[0003] Formulierungen auf Wasserbasis haben in der Regel den Vorteil, dass sie einen geringen
Anteil oder keinen Anteil an organischen Lösungsmitteln benötigen.
[0004] Andererseits besteht generell ein Bedarf an hochkonzentrierten Formulierungen von
Wirkstoffen, weil die höhere Konzentration vielerlei Vorteile hat. Beispielsweise
wird mit hochkonzentrierten Formulierungen ein geringerer Verpackungsaufwand nötig
als mit niedrigkonzentrierten Formulierungen. Entsprechend reduziert sich der Aufwand
für Herstellung, Transport und Lagerung. Darüberhinaus vereinfacht sich z.B. die Zubereitung
der in der Landwirtschaft eingesetzten Spritzbrühen durch die kleineren Mengen an
beispielsweise Pflanzenschutzmittel, welche gehandhabt werden müssen, wie z.B. beim
Abfüll- und Mischvorgang. Zudem sind wasserkonzentrierte Formulierungen meist nicht
nur höher konzentriert als organische, lösemittelhaltige Formulierungen, sondern auch
ökologisch gewünscht, da sie frei von Lösemitteln sind. Ebenfalls hochkonzentriert
sind wasserdispergierbare Granulat-Formulierungen (WG). Sowohl wasserdispergierbare
Granulate als auch Suspensionskonzentrate (SC) sind aus ökonomischer und ökologischer
Sicht daher bevorzugt.
[0005] Jedoch lassen sich einige Stoffe, wie etwa Herbizid Safener, auf Grund ihres niedrigen
und breiten Schmelzbereichs sowie ihrer amorphen Struktur nicht direkt in Wasser geben,
so dass sie zunächst in organischen Lösemitteln gelöst bzw. formuliert werden müssen.
Sie werden dann beispielsweise als organische Dispersionen, wässrige Emulsion, Suspoemulsion,
Kapselsuspension oder als Emulsionskonzentrat formuliert, wobei der niedrig schmelzende
Wirkstoff gelöst bzw. emulgiert vorliegt. Nachteilig ist hierbei, dass durch die Zugabe
von organischen Lösemitteln keine wässrigen Dispersionen erhalten werden können, sondern
sich wässrige Emulsionen oder Suspoemulsionen bilden, die deutlich instabiler in der
Lagerung und meist auch niedriger konzentriert sind als reine wässrige Dispersionen.
Bei der Weiterverarbeitung des Technischen Konzentrats zu einem wasserdispergierbarem
Granulat bleiben bei den üblicherweise verwendeten Mineralölen als Lösemittel (wie
beispielsweise Solvesso
® 200 ND von ExxonMobil) bis zu 20 Gew.-% im Endprodukt zurück.
[0006] Bei den auf dem Markt erhältlichen wasserdispergierbaren Granulaten können Qualitätsbeeinträchtigungen
entstehen. Dazu zählen: mangelnde Dispergierbarkeit/Suspendierbarkeit, nicht akzeptable
Siebrückstände, mangelnde Rieselfähigkeit bzw. Kompaktierung des Schüttgutes, Verstopfung
von Filtern und Düsen oder hartnäckige Verschmutzung der Spritzgeräte.
[0007] Insgesamt sind die aus dem Stand der Technik bekannten flüssigen Formulierungen,
die als Herbizid-Safener Mefenpyr-diethyl oder Cloquintocet-mexyl enthalten, Emulsionskonzentrate
oder Öldispersionen. Rein wässrige Dispersionen oder daraus resultierende Granulate
dieser Herbizid-Safener sind bisher nicht bekannt.
[0008] Gerade Herbizid Safener (beispielsweise Mefenpyr-diethyl oder Cloquintocet-mexyl)
liegen oftmals als veresterte Säuren vor, die in ihrer technischen Qualität als erstarrte
Schmelze mit einem Schmelzbereich zur Verfügung stehen. Erst die Überführung in ein
Pulver durch Aufreinigung mit gezielter Kristallisation würde eine direkte Zugabe
des so erhaltenen Pulvers in die wässrige Phase ermöglichen. Diese Aufreinigung ist
jedoch nicht nur technisch aufwändig und teuer, sondern sind diese Partikel auch beim
Vermahlen nur schwach stabilisiert und neigen daher beim Vermahlen zum Verkleben.
[0009] Aus dem Stand der Technik sind bereits höher konzentrierte wässrige Suspensionskonzentrate
bekannt, wie z.B. von Schwefel (
EP-A-0220655) und Metamitron (
EP-A-0620971), oder Mischungen aus Formaldehydkondensationsprodukten, bevorzugt Ligninsulfonaten
und Netzmittel.
[0010] In der
WO-A 91/07874 werden Mefenpyr-diethyl-haltige Formulierungen offenbart. Die dort genannten wässrigen
Dispersionskonzentrate enthalten jedoch organisches Lösemittel in einer Menge von
77 Gew.-%, so dass es sich um Suspoemulsionen handelt.
[0011] US-P 5,785,976 und
WO-A 03/034822 beschreiben Schmelzdispersionen, allerdings liegen die Stoffe hier in einem amorphen
Zustand in Nanometergröße vor. Hierbei werden die Vorkonzentrate schockartig abgekühlt,
so dass keine kontrollierte, homogen kristalline Dispersion entsteht. Eine Vermahlung
mit weiteren dispergierten Wirkstoffen ist zudem nicht möglich, da es zum Verkleben
der Partikel untereinander kommt.
[0012] EP 1319336 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung einer lösungsmittelfreien Suspension von
niedrigschmelzenden, wasserunlöslichen festen agrochemischen Wirkstoffen.
[0013] Nachteilig an den aus dem Stand der Technik bekannten Formulierungen (ob als Suspensionskonzentrat
oder wasserdispergierbares Granulat) ist, dass hohe Mengen an für die Umwelt und den
Anwender unerwünschten organischen Lösemittel zur Lösung des Safeners verwendet werden
müssen.
[0014] Es besteht somit nach wie vor Bedarf an neuen Formulierungen in Form von wässrigen
Dispersionen, die einen niedrig schmelzenden Herbizid-Safener mit einem Schmelztemperaturbereich
enthalten und die ohne organische Lösungsmittel hergestellt werden sowie daraus herstellbare
feste, wasserdispergierbare Granulate. Das wasserdispergierbare Granulat sollte darüberhinaus
nicht agglomerieren oder verkleben. Aufgabe der vorliegenden Erfindung bestand somit
in der Bereitstellung von wässrigen, lösungsmittelfreien Formulierungen (SC) sowie
festen, wasserdispergierbaren Formulierungen (WG) auf Basis eines niedrig schmelzenden
Herbizid-Safeners mit einem niedrigen Schmelztemperaturbereich. Gegenstand der vorliegenden
Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung wässriger, lösungsmittelfreier Formulierungen,
dadurch gekennzeichnet, dass zunächst in einem ersten Schritt mindestens ein agrochemischer
Wirkstoff a) mit einem Schmelztemperaturbereich zwischen 50°C und 80°C aufgeschmolzen
wird, anschließend die Schmelze unter Rühren in Wasser gegeben wird, wobei das Wasser
mindestens ein ionisches und/oder nicht-ionisches Dispergiermittel b) enthält und
in einem zweiten Schritt die Mischung unter den Schmelzpunkt des Wirkstoffs abgekühlt
wird. Erfindungsgemäss ist der Wirkstoff a) Mefenpyr-diethyl.
[0015] Im erfindungsgemäßen Verfahren hat das Wasser eine Temperatur zwischen 0°C und 40
°C, bevorzugt zwischen 5°C und 20°C.
[0016] Im zweiten Schritt des erfindungsgemäßen Verfahrens wird während der Abkühlung für
eine Dauer von 5 Minuten bis 24 h gerührt, bevorzugt für 10 Minuten bis 15 Stunden
gerührt, mit der Bedingung, dass sich Mefenpyr-diethyl-Kristalle im Mikroskop zu mindestens
90 Gew.-%, bezogen auf eingesetztes Mefenpyr-diethyl, nachweisen lassen. Hierbei darf
der kristalline Wirkstoff keine amorphe Struktur mehr aufweisen.
[0017] Im erfindungsgemäßen Verfahren wird im ersten Schritt die Komponente a) in eine wässrige
Lösung, enthaltend ein ionisches Dispergiermittel b1) und ein Trägermaterial c1) sowie
ein Füllstoff c2) gegeben. Bevorzugt erfolgt für diese Ausführungsform (I) in einem
dritten Schritt die Vermahlung des auskristallisierten Produktes, wobei mindestens
50% der Partikel eine Größe von 1 bis 5 µm (d50, Volumenpartikel) aufweisen. Die so
erhältlichen Formulierungen sind Technische Konzentrate (TK). Ebenfalls möglich ist
es im erfindungsgemäßen Verfahren neben dem ionischen Dispergiermittel b1) noch ein
nicht-ionisches Dispergiermittel b2) zuzugeben. Erfindungsgemäss ist das Trägermaterial
c1) ein hochsaugfähiger Träger aus der Gruppe der Kieselsäuren mit einer Aufnahmefähigkeit
von wenigstens 200 g Dibutylphthalat pro 100 g Trägermaterial.
[0018] Ebenfalls Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind Technische Konzentrate (TK)
erhältlich nach dem erfindungsgemäßen Verfahren.
[0019] Bevozugt erfolgt nach dem dritten Schritt des erfindungsgemäßen Verfahrens (I) die
Entfernung des Wassers aus dem TK. Besonders bevorzugt erfolgt die Entfernung des
Wassers mit Hilfe der Wirbelschichttechnik. Die so erhältlichen Produkte sind wasserdispergierbare
Granulate (WG). Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind daher auch wasserdispergierbare
Granulate (WG) erhältlich nach dem erfindungsgemäßen Verfahren.
[0020] Wirbelschichttechnik ist ein gängiger Prozess zur Herstellung wasserdispergierbarer
Granulate (WG). Das Prinzip besteht dabei darin, das Teilkonzentrat in eine Wirbelschichtkammer
einzudüsen. Dabei wird der wässrige Anteil bei der dort herrschenden erhöhten Temperatur
abgetrocknet und ausgekreist. Dies erfolgt durch Eindüsung von Heizgas, z.B. Stickstoff.
Die gelösten oder dispergierten Stoffe agglomerieren schließlich zu festen Granulaten.
[0021] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform (II) des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird in einem ersten Schritt die Komponente a) in eine wässrige Lösung, enthaltend
ein ionisches Dispergiermittel b1), ein nicht-ionisches Dispergiermittel b2) und ein
Trägermaterial c1) gegeben. Bevorzugt erfolgt für diese Ausführungsform (II) in einem
dritten Schritt die Vermahlung des auskristallisierten Produktes, wobei mindestens
50% der Partikel eine Größe von 1 bis 5 µm (d50, Volumenpartikel) aufweisen, und nach
der Vermahlung ein organischer Verdicker d1) zugegeben wird. Die mit der Ausführungsform
(II) erhältlichen Formulierungen sind wasserdispergierbare Suspensionskonzentrate
(SC).
[0022] Ebenfalls Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind wasserdispergierbare Suspensionskonzentrate
(SC) erhältlich nach dem erfindungsgemäßen Verfahren.
[0023] Das Vermahlen kann nach denen im Stand der Technik bekannten Verfahren erfolgen,
z.B. durch Nassvermahlung der Komponenten in Perlmühlen (wie z.B. diskontinuierliche
Perlmühlen, oder kontinuierliche Perlmühlen), oder Kolloidmühlen (wie z.B. Zahnkolloidmühlen).
[0024] Der Anteil an Wasser in den erfindungsgemäßen Formulierungen kann im allgemeinen
25 bis 98 Gew.-%, bevorzugt 35 bis 85 Gew.-% betragen. Dabei bezieht sich die Angabe
"Gew.-%" (Gewichtsprozent) hier und in der gesamten Beschreibung, wenn nicht anders
definiert, auf das relative Gewicht der jeweiligen Komponente bezogen auf das Gesamtgewicht
der Formulierung bzw. des Teilkonzentrats. Die Formulierung kann typischerweise Reste
organischer Lösemitteln aus den Zusatzstoffen von 0 bis 5% enthalten. Lösemittelfrei
im Sinne der Erfindung bedeutet, dass Komponente a) flüssig ohne Lösemittel zugegeben
wird und in der fertigen Dispersionen nicht gelöst vorliegt, sondern ungelöste Kristalle
(Dispersion) bildet.
[0025] Geeignete Wirkstoffe a) sind alle agrochemischen Wirkstoffe, die im festen Zustand
über einen Schmelztemperaturbereich zwischen 50°C und 80°C verfügen.
[0026] Beispielsweise seien als Wirkstoffe a) mit einem Schmelztemperaturbereich zwischen
50 und 80°C genannt:
Anilofos, Acephate, Benfluralin, Bifenthrin, Bupirimate, Butralin, Chloressigsäure,
Cyfluthrin, Cypermethrin, Demeton-S-methylsulphon, Dimethametryn, Dimethoate, Dioxabenzofos,
Diphenylamine, Dithiopyr, Dodemorphacetat, Esfenvalerate, Ethalfluralin, Ethofumesate,
Fenazaquin, Fenitropan, Fenoxycarb, Fenuron-TCA, Fenvalerate, Fluoroglycofen-ethyl,
Flupyradifuron, Flurazole, Flurochloridone, Fluroxypyr-meptyl, Flusilazole, Furalaxyl,
Haloxyfop-etotyl, Haloxyfop-methyl, Imazalil, Ioxynil octanoate, Isoprothiolane, Metalaxyl,
Methomyl, Methoprotryne, Monocrotophos, Nitrapyrin, Nitrothal-isopropyl, Penconazole,
Pendimethalin, Permethrin, Propamocarb hydrochloride, Propaquizafop, Pyrazophos, Quizalofop-P-tefuryl,
Resmethrin, Trichloroacetic acid, Tetramethrin, Thiofanox, Triflumizole, Pyridaphenthion,
2-Phenylphenol, Dimethylvinphos, beta-Cypermethrin, Famphur, Clodinafop-propargyl,
Cloquintocet-mexyl, Triazamate, Tebufenpyrad, Pyrimidifen, Aldrin, Bromophos, Dialifos,
Pyriminobac-methyl, Mefenpyr-diethyl, Benzoylprop, Benzoylprop-ethyl, Binapacryl,
Camphechlor, Chlorfenethol, Chlorfenprop, Chlorfenprop-methyl, Chlorphoxim, Crufomate,
Cyometrinil, 1,1-Dichlor-2,2-bis(4-ethylphenyl)ethan, Dimetilan, Dinobuton, Fenson,
Fenthiaprop, Fenthiaprop-ethyl, Fluenetil, Glyodin, 2-Isovalerylindan-1,3-dion, Methoxyphenone,
2-Methoxyethylmercury chloride, Nitrofen, Indanofan, Acequinocyl, Ipsdienol mit (S)-cis-Verbenol,
Fenoxanil, Pyraclostrobin, Trifloxystrobin, Cyflufenamid, gamma-Cyhalothrin, Proquinazid,
2,6-Diisopropylnaphthalen, Isotianil.
[0027] Bevorzugt werden als Wirkstoffe a) solche Verbindungen eingesetzt, die als Ester
vorliegen und einen Schmelztemperaturbereich aufweisen. Besonders bevorzugt sind Wirkstoffe
aus der Gruppe der Herbizidsafener. Ganz besonders bevorzugt sind Mefenpyr-diethyl
oder Cloquintocet-mexyl.
[0028] Erfindungsgemäß ist der Wirkstoff a) Mefenypr-diethyl. Bevorzugt werden diese Formulierungen
in Getreidekulturen eingesetzt.
[0029] Der Anteil an Wirkstoffen (Komponente a) in den erfindungsgemäßen Formulierungen
beträgt 0,5 bis 40 Gew.-%, bevorzugt 0,5 bis 30 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,5 bis
15 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt 1 bis 8 Gew.-%.
[0030] Geeignete anionische Dispergiermittel b1) wie Emulgatoren, Tenside, Netzmittel und
Dispergatoren sind beispielweise Alkali-, Erdalkali- oder Ammoniumsalze von Sulfonaten,
Sulfaten, Phosphaten, Carboxylaten und deren Mischungen wie z.B. die Salze der Alkylsulphonsäuren
oder Alkylphosphorsäuren sowie Alkylarylsulphon- oder Alkylarylphosphorsäuren, Diphenylsulfonate,
alpha-Olefinsulfonate, Ligninsulfonate, Sulfonate von Fettsäuren und Ölen, Sulfonate
von ethoxylierten Alkylphenolen, Sulfonate von alkoxylierten Arylphenolen, Sulfonate
von kondensierten Naphthalinen, Sulfonate von Dodecyl- und Tridecylbenzolen, Sulfonate
von Naphthalinen und Alkylnaphthalinen, Sulfosuccinate oder Sulfosuccinamate. Beispiele
für Sulfate sind Sulfate von Fettsäuren und Ölen, von ethoxylierten Alkylphenolen,
von Alkoholen, von ethoxylierten Alkoholen oder von Fettsäureestern. Beispiele für
Phosphate sind Phosphatester. Beispiele für Carboxylate sind Alkylcarboxylate sowie
carboxylierte Alkohol- oder Alkylphenolethoxylate. Ebenfalls geeignet ist die Gruppe
der anionischen Emulgatoren der Alkalimetall-, Erdalkalimetall- und Ammoniumsalze
der Polystyrolsulfonsäuren, Salze der Polyvinylsulphonsäuren, Salze der Alkylnaphthalinsulphonsäuren,
Salze von Alkylnaphthalinsulphonsäure-Formaldehyd Kondensationsprodukte, Salze von
Kondensationsprodukte der Naphthalinsulphonsäure, Phenolsulphonsäure und Formaldehyd.
Beispiele sind Kalziumdodecylbenzensulfonat wie Rhodocal
® 70/B (Solvay), Phenylsulfonat CA100 (Clariant) oder Isopropylammoniumdodecylbenzenesulfonate
wie Atlox
® 3300B (Croda).
[0031] Weitere typische Vertreter sind unter anderem Phenylsulfonat CA (Ca-Dodecylbenzolsulfonat),
Soprophor
®-Typen (gegebenenfalls veresterte Derivate von Tristyrylphenol-Ethoxylaten), Emulsogen
® 3510 (alkyliertes EO/PO Copolymerisat), Emulsogen
® EL 400 (ethoxyliertes Ricinusöl), Tween
®-Typen (fettacylierte Sorbitan-Ethoxylate), Calsogen
® AR 100 (Ca-Dodecylbenzolsulfonat). Bevorzugt sind Kombinationen aus Salzen alkylierter
aromatischer Sulfonsäuren, wie Phenylsulfonat Ca und/oder Calsogen
® AR 100, mit alkylierten Copolymerisaten aus Ethylen- und Propylenoxid, wie Emulsogen
® 3510. Besonders bevorzugt sind Kombinationen aus Salzen der Dodecylbenzolsulfonsäure,
wie Calsogen
® AR 100 mit alkyliertem Copolymerisat aus Ethylen- und Propylenoxid, wie Emulsogen
® 3510.
[0032] Beispiele für weitere anionische Emulgatoren b1) aus der Gruppe der Naphthalinsulfonate
sind Galoryl
® MT 800 (Natrium-Dibutylnaphthalinsulfonsäure), Morwet
® IP (Natriumdiisopropylnaphthalinsulfonat) und Nekal
® BX (Alkylnaphthalinsulfonat). Beispiele für anionische Tenside aus der Gruppe der
Kondensationsprodukte von Naphthalinsulfonaten mit Formaldehyd sind Galoryl
® DT 201 (Naphthalinsulfonsäure Hydroxypolymer mit Formaldeyd und Methylphenol Natriumsalz),
Galoryl
® DT 250 (Kondensationsprodukt aus Phenol- und Naphthalinsulfonaten), Reserve
® C (Kondensationsprodukt aus Phenol- und Naphthalinsulfonaten) oder Morwet
® D-425, Tersperse
® 2020. Bevorzugt sind 1,2 mit Di-Butyl- oder Di-Isobutyl-substituierte Naphthalinsulfonate,
wie z.B. Produkte wie Galoryl
® MT 800 (CFPI-Nufarm) und Nekal
® BX (BASF). Weitere typische Tenside sind Soprophor
® 3D33, Soprophor
® 4D384, Soprophor
® BSU, Soprophor
® CY/8 (Solvay) und Hoe
® S3474 und in Form der Sapogenat
® T-Produkte (Clariant), beispielsweise Sapogenat
® T 100.
[0033] Als nichtionische Dispergiermittel b2) wie Emulgatoren, Netzmittel, Tenside und Dispergatoren
kommen übliche, in Formulierungen von agrochemischen Wirkstoffen vorhandene oberflächenative
Substanzen in Frage. Beispielhaft genannt seien ethoxylierte Nonylphenole, Umsetzungsprodukte
von linearen oder verzweigten Alkoholen mit Ethylenoxid und/oder Propylenoxid, Ethylenoxid-Propylenoxid-Blockcopolymere,
Endgruppen-verschlossene und nicht Endgruppen-verschlossene alkoxylierte lineare und
verzweigte, gesättigte und ungesättigte Alkohole (z.B. Butoxypolyethylenpropylenglycole),
Umsetzungsprodukte von Alkylphenolen mit Ethylenoxid und/oder Propylenoxid, Ethylenoxid-Propylenoxid-Blockcopolymere,
Polyethylenglykole und Polypropylenglykole, weiterhin Fettsäureester, Fettsäurepolyglykoletherester,
Alkylsulfonate, Alkylsulfate, Arylsulfate, ethoxylierte Arylalkylphenole, wie zum
Beispiel Tristyryl-phenol-ethoxylat mit durchschnittlich 16 Ethylenoxid-Einheiten
pro Molekül, weiterhin ethoxylierte und propoxylierte Arylalkylphenole sowie sulfatierte
oder phosphatierte Arylalkylphenol-ethoxylate bzw. -ethoxy- und -propoxylate. Besonders
bevorzugt sind Tristryl-phenolalkoxylate und Fettsäurepolyglykoletherester. Ganz besonders
bevorzugt sind Tristyryl-phenolethoxylate, Tristyryl-phenol-ethoxy-propoxylate und
Ricinusölpolyglykoletherestern, jeweils einzeln oder in Mischungen. Hinzu kommen gegebenenfalls
Additive, wie Tenside oder Ester von Fettsäuren, die zur Verbesserung der biologischen
Wirksamkeit beitragen. Geeignete nichtionische Emulgatoren b2) sind beispielsweise
Soprophor
® 796/P, Lucramul
® CO30, Lucramul
® HOT, Lucramul
® PSI 100 oder Synperonic
® T304.
[0034] Geeignete nicht-ionische Dispergatoren b2) können ebenfalls ausgewählt werden aus
der Gruppe enthaltend Polyvinylpyrrolidon (PVP), Polyvinylalkohol, Co-Polymer aus
PVP und Dimethylaminoethylmethacrylat, butyliertes PVP, Co-Polymer aus Vinylchlorid
und Vinylacetat, und partiell hydrolysiertem Vinylacetat, Phenolharze, modifizierte
Cellulose Typen wie beispielsweise Luviskol
® (Polyvinylpyrrolidon), Mowiol
® (Polyvinylalkohol) oder modifizierte Cellulose. Bevorzugt sind Polyvinylpyrrolidon-Typen,
besonders bevorzugt sind Typen von niedrigem Molekulargewicht wie Luviskol
® K30 oder Sokalan
® K30.
[0035] Als weitere nicht-ionische Emulgatoren b2) aus der Gruppe der Di- und Tri-block-copolymere
aus Alkylenoxiden kommen z.B. Verbindungen in Frage, die auf Basis von Ethylen- und
Propylenoxid aufgebaut sind, mit mittleren Molmassen zwischen 200 und 10000, bevorzugt
1000 bis 4000 g/mol, wobei der Massenanteil des polyethoxylierte Blocks zwischen 10
und 80% variiert, wie z.B. Synperonic
® PE-Reihe (Uniqema), Pluronic
® PE-Reihe (BASF), VOP
® 32- oder Genapol
® PF-Reihe (Clariant).
[0036] Der Anteil der benötigten anionischen Dispergierhilfsmittel b1) in den erfindungsgemäßen
Technischen Konzentraten beträgt 2 bis 35 Gew.-%, bevorzugt 3 bis 30 Gew.-%, bevorzugt
5 bis 25 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt 10 bis 20 Gew.%.
[0037] Der Anteil der benötigten anionischen Dispergierhilfsmittel b1) in den erfindungsgemäßen
Suspensionskonzentraten beträgt 0,1 bis 10 Gew.-%, bevorzugt 0,2 bis 7 Gew.-% und
ganz besonders bevorzugt 0,3 bis 4 Gew.-%.
[0038] Der Anteil der benötigten nicht-ionischen Dispergierhilfsmittel b2) in den erfindungsgemäßen
Suspensionskonzentraten beträgt 1 bis 15 Gew.-%, bevorzugt 2 bis 10 Gew.-% und ganz
besonders bevorzugt 2,5 bis 8 Gew.-%.
[0039] Weiterhin beschrieben sind lösemittelfreie, wasserdispergierbare Technische Konzentrate
(TK`s) enthaltend
- ein oder mehrere Wirkstoffe a) mit einem Schmelztemperaturbereich zwischen 50 und
80°C,
- ein oder mehrere anionische Emulgatoren b1),
- ein oder mehrere nichtionische Emulgatoren b2),
- mindestens ein oder mehrere Trägermaterialien c1) und
- mindestens ein Füllstoff c2).
[0040] Ebenfalls beschrieben sind lösungsmittelfreie, wasserdispergierbare Suspensionskonzentrate
(SC's) enthaltend
- ein oder mehrere Wirkstoffe a) mit einem Schmelztemperaturbereich zwischen 50 und
80°C,
- ein oder mehrere anionische Emulgatoren b1),
- ein oder mehrere nichtionische Emulgatoren b2),
- ein Trägermaterial c1) und
- mindestens ein oder mehrere Verdicker d).
[0041] Geeignete Trägermaterialien c1) sind ausgewählt aus der Gruppe der hochsaugfähigen
Träger mit einer Aufnahmefähigkeit von wenigstens 200 g Dibutylphthalat pro 100 g
Trägermaterial.
[0042] Erfindungsgemäße hochsaugfähige Träger c1) sind Kieselsäuren wie beispielsweise Sipernat
®-Typen (synthetische Fällungskieselsäure von hoher Saugfähigkeit) sowie pyrogene Kieselsäure
(Aerosil
® Typen). Bevorzugt ist Fällungskieselsäure.
[0043] Der Anteil der benötigten Füllstoffe c1) in den erfindungsgemäßen TK's beträgt 0,1
bis 10 Gew.-% , bevorzugt 0,3 bis 8 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt 1 bis 7 Gew.-%
betragen.
[0044] Der Anteil der benötigten Füllstoffe c1) in den erfindungsgemäßen SC's beträgt 0,05
bis 10 Gew.-%, bevorzugt 0,1 bis 8 Gew.-%, bevorzugt 0,3 bis 5 und ganz besonders
bevorzugt 0,5 bis 3 Gew.%.
[0045] Die Füllstoffe c2) in den erfindungsgemäßen WG's oder TK's sind ausgewählt aus der
Gruppe enthaltend Mineralien, Carbonate, Sulfate und Phosphate von Erdalkali- und
Alkalimetallen, wie Calciumcarbonat, polymere Kohlenhydrate, Gerüstsilikate, wie Fällungskieselsäuren
mit geringer Saugfähigkeit und natürliche Gerüstsilikate, wie Kaolin. Typische Vertreter
geeigneter Füllstoffe c2) sind beispielsweise Agsorb
® LVM
®-GA (Attapulgit), Harborlite
® 300 (Perlit), Collys
® HV (modifizierte Stärke), Omya
®-Kreide (Calciumcarbonat), Kaolin
® Tec 1 (Kaolin, Aluminiumhydrosilicat), Steamic
® OOS (Talk, Magnesiumsilicat). Bevorzugt für c2) sind hier natürliche Gerüstsilikate
und Calciumcarbonat-Typen wie Omya
®-Kreide (Calciumcarbonat), Kaolin Tec 1
® (Kaolin) und Harborlite
® 300 (Perlit), besonders bevorzugt natürliche Gerüstsilikate wie Kaolin
®, Tec
® 1 (Kaolin, Aluminiumhydrosilicat) und Harborlite
® 300 (Perlit). Ganz besonders bevorzugt werden für c2) Kaolin und Calciumcarbonat
verwendet.
[0046] Der Anteil der benötigten Füllstoffe c2) in den erfindungsgemäßen TK's oder WG's
beträgt 2 bis 35 Gew.-%, bevorzugt 3 bis 30 Gew.-%, bevorzugt 5 bis 25 Gew.-% und
ganz besonders bevorzugt 10 bis 20 Gew.%.
[0047] Als Verdicker d) kommen organische Verdicker d1) sowie anorganische Verdicker d2)
in Frage.
[0048] Organische Verdicker d1) kommen als organisch natürliche bzw. biotechnologisch modifizierte
oder organisch synthetische Verdicker in Frage. Typische synthetische Verdicker sind
Rheostrux
® (Croda), Thixin
®- oder Thixatrol
®-Reihe (Elementis). Diese sind typischerweise auf Basis von Acrylaten. Typische organische
Verdicker sind auf Basis von Xanthan oder Cellulose (wie etwa Hydroxyethyl oder Carboxymethylcellulose)
oder einer Kombination davon. Weitere typische Vertreter sind auf Basis von Lignin
(wie Ligninsulfonate, Borresperse
®NA, REAX
® 88 oder Kraftsperse 25 S). Bevorzugt werden natürliche modifzierte Verdicker auf
Basis von Xanthan verwendet. Typische Vertreter sind beispielsweise Rhodopol
® (Solvay) und Kelzan
® (Kelco Corp.) sowie Satiaxane
® (Cargill).
[0049] Der Anteil der organischen Verdicker d1) in den erfindungsgemäßen SC's beträgt kleiner
gleich 5 Gew.-%, bevorzugt 0,01 bis 1,0 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,01 bis 0,6 Gew.-%,
ganz besonders bevorzugt 0,05 bis 0,5 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt 0,1 bis
0,3 Gew.-
%.
[0050] Als anorganische Verdicker d2) geeignet sind beispielsweise modifizierte natürliche
Silikate, wie chemisch modifizierte Bentonite, Hectorite, Attapulgite, Montmorillonite,
Smektite oder andere Silikatmineralien, wie Bentone
® (Elementis), Attagel
® (Engelhard), Agsorb
® (Oil-Dri Corporation) oder Hectorite
® (Akzo Nobel) oder der Van Gel-Reihe (R.T. Vanderbilt).
[0051] Der Anteil anorganischer Verdicker d2) in den erfindungsgemäßen SC's beträgt bis
0 bis 5 Gew.-%, bevorzugt 0,1 bis 3 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,2 bis 1,5 Gew.-%,
ganz besonders bevorzugt 0,3 bis 1,5 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt 0,4 bis 1,3
Gew.-%..
[0052] Bevorzugt wird eine Mischung aus Verdicker d1) und d2) eingesetzt. Besonders bevorzugt
werden ausschließlich organische Verdicker d1) eingesetzt. Ganz besonders bevorzugt
sind solche Verdicker d1) auf Basis von Xanthan (wie Rhodopol
® G von Solvay).
[0053] Als gegebenenfalls zugesetzte von Komponente a) verschiedene agrochemische Wirkstoffe
(Komponenten e) sind geeignet Herbizide, Fungizide, Insektizide, Pflanzenwachstums-regulatoren,
Safener und dergleichen.
[0054] Fungizide Wirkstoffe sind z.B. 1) Inhibitoren der Ergosterol-Biosynthese, beispielsweise
(1.001) Cyproconazol, (1.002) Difenoconazol, (1.003) Epoxiconazol, (1.004) Fenhexamid,
(1.005) Fenpropidin, (1.006) Fenpropimorph, (1.007) Fenpyrazamin, (1.008) Fluquinconazol,
(1.009) Flutriafol, (1.010) Imazalil, (1.011) Imazalil Sulfat, (1.012) Ipconazol,
(1.013) Metconazol, (1.014) Myclobutanil, (1.015) Paclobutrazol, (1.016) Prochloraz,
(1.017) Propiconazol, (1.018) Prothioconazol, (1.019) Pyrisoxazol, (1.020) Spiroxamin,
(1.021) Tebuconazol, (1.022) Tetraconazol, (1.023) Triadimenol, (1.024) Tridemorph,
(1.025) Triticonazol, (1.026) (1R,2S,5S)-5-(4-Chlorbenzyl)-2-(chlormethyl)-2-methyl-1-(1H-1,2,4-triazol-1-ylmethyl)cyclopentanol,
(1.027) (1S,2R,5R)-5-(4-Chlorbenzyl)-2-(chlormethyl)-2-methyl-1-(1H-1,2,4-triazol-1-ylmethyl)cyclopentanol,
(1.028) (2R)-2-(1-Chlorcyclopropyl)-4-[(1R)-2,2-dichlorcyclopropyl]-1-(1H-1,2,4-triazol-1-yl)butan-2-ol
(1.029) (2R)-2-(1-Chlorcyclopropyl)-4-[(1S)-2,2-dichlorcyclopropyl]-1-(1H-1,2,4-triazol-1-yl)butan-2-ol,
(1.030) (2R)-2-[4-(4-Chlorphenoxy)-2-(trifluormethyl)phenyl]-1-(1H-1,2,4-triazol-1-yl)propan-2-ol,
(1.031) (2S)-2-(1-Chlorcyclopropyl)-4-[(1R)-2,2-dichlorcyclopropyl]-1-(1H-1,2,4-triazol-1
-yl)butan-2-ol, (1.032) (2S)-2-(1-Chlorcyclopropyl)-4-[(1S)-2,2-dichlorcyclopropyl]-1-(1H-1,2,4-triazol-1-yl)butan-2-ol,
(1.033) (2S)-2-[4-(4-Chlorphenoxy)-2-(trifluormethyl)phenyl]-1-(1H-1,2,4-triazol-1-yl)propan-2-ol,
(1.034) (R)-[3-(4-Chlor-2-fluorphenyl)-5-(2,4-difluorphenyl)-1,2-oxazol-4-yl](pyridin-3-yl)methanol,
(1.035) (S)-[3-(4-Chlor-2-fluorphenyl)-5-(2,4-difluorphenyl)-1,2-oxazol-4-yl](pyridin-3-yl)methanol,
(1.036) [3-(4-Chlor-2-fluorphenyl)-5-(2,4-difluorphenyl)-1,2-oxazol-4-yl](pyridin-3-yl)methanol,
(1.037) 1-({(2R,4S)-2-[2-Chlor-4-(4-chlorphenoxy)phenyl] -4-methyl-1,3-dioxolan-2-yl}
methyl)-1H-1,2,4-triazol, (1.038) 1-({(2S,4S)-2-[2-Chlor-4-(4-chlorphenoxy)phenyl]-4-methyl-1,3-dioxolan-2-yl}methyl)-1H-1,2,4-triazol,
(1.039) 1- {[3-(2-Chlorphenyl)-2-(2,4-difluorphenyl)oxiran-2-yl]methyl}-1H-1 ,2,4-triazol-5-yl-thiocyanat,
(1.040) 1-{[rel(2R,3R)-3-(2-Chlorphenyl)-2-(2,4-difluorphenyl)oxiran-2-yl]methyl}-1H-1,2,4-triazol-5-yl-thiocyanat,
(1.041) 1-{[rel(2R,3S)-3-(2-Chlorphenyl)-2-(2,4-difluorphenyl)oxiran-2-yl]methyl}-1H-1,2,4-triazol-5-yl-thiocyanat,
(1.042) 2-[(2R,4R,5R)-1-(2,4-Dichlorphenyl)-5-hydroxy-2,6,6-trimethylheptan-4-yl]-2,4-dihydro-3H-1,2,4-triazol-3-thion,
(1.043) 2-[(2R,4R,5S)-1-(2,4-Dichlorphenyl)-5-hydroxy-2,6,6-trimethylheptan-4-yl]-2,4-dihydro-3H-1,2,4-triazol-3-thion,
(1.044) 2-[(2R,4S,5R)-1-(2,4-Dichlorophenyl)-5-hydroxy-2,6,6-trimethylheptan-4-yl]-2,4-dihydro-3H-1,2,4-triazol-3-thion,
(1.045) 2-[(2R,4S,SS)-1-(2,4-Dichlorphenyl)-5-hydroxy-2,6,6-trimethylheptan-4-yl]-2,4-dihydro-3H-1,2,4-triazol-3-thion,
(1.046) 2-[(2S,4R,5R)-1-(2,4-Dichlorphenyl)-5-hydroxy-2,6,6-trimethylheptan-4-yl]-2,4-dihydro-3H-1,2,4-triazol-3-thion,
(1.047) 2-[(2S,4R,5S)-1-(2,4-Dichlorphenyl)-5-hydroxy-2,6,6-trimethylheptan-4-yl]-2,4-dihydro-3H-1,2,4-triazol-3-thion,
(1.048) 2-[(2S,4S,5R)-1-(2,4-Dichlorphenyl)-5-hydroxy-2,6,6-trimethylheptan-4-yl]-2,4-dihydro-3H-1,2,4-triazol-3-thion,
(1.049) 2-[(2S,4S,5S)-1-(2,4-Dichlorphenyl)-5-hydroxy-2,6,6-trimethylheptan-4-yl]-2,4-dihydro-3H-1,2,4-triazol-3-thion,
(1.050) 2-[1-(2,4-Dichlorphenyl)-5-hydroxy-2,6,6-trimethylheptan-4-yl]-2,4-dihydro-3H-1,2,4-triazol-3-thion,
(1.051) 2-[2-Chlor-4-(2,4-dichlorophenoxy)phenyl]-1-(1H-1,2,4-triazol-1-yl)propan-2-ol,
(1.052) 2-[2-Chlor-4-(4-chlorphenoxy)phenyl]-1-(1H-1,2,4-triazol-1-yl)butan-2-ol,
(1.053) 2-[4-(4-Chlorphenoxy)-2-(trifluormethyl)phenyl]-1-(1H-1,2,4-triazol-1-yl)butan-2-ol,
(1.054) 2- [4-(4-Chlorphenoxy)-2-(trifluormethyl)phenyl]-1-(1H-1,2,4-triazol-1-yl)pentan-2-ol,
(1.055) 2-[4-(4-Chlorphenoxy)-2-(trifluormethyl)phenyl]-1-(1H-1,2,4-triazol-1-yl)propan-2-ol,
(1.056) 2-{ [3-(2-Chlorphenyl)-2-(2,4-difluorphenyl)oxiran-2-yl]methyl}-2,4-dihydro-3H-1,2,4-triazol-3-thion,
(1.057) 2-{[rel(2R,3R)-3-(2-Chlorphenyl)-2-(2,4-difluorphenyl)oxiran-2-yl]methyl}-2,4-dihydro-3H-1,2,4-triazol-3-thion,
(1.058) 2-{[rel(2R,3S)-3-(2-Chlorphenyl)-2-(2,4-difluorphenyl)oxiran-2-yl]methyl}-2,4-dihydro-3H-1,2,4-triazol-3-thion,
(1.059) 5-(4-Chlorbenzyl)-2-(chlormethyl)-2-methyl-1-(1H-1,2,4-triazol-1-ylmethyl)cyclopentanol,
(1.060) 5-(Allylsulfanyl)-1-{[3-(2-chlorphenyl)-2-(2,4-difluorphenyl)oxiran-2-yl]methyl}-1H-1,2,4-triazol,
(1.061) 5-(Allylsulfanyl)-1-{[rel(2R,3R)-3-(2-chlorphenyl)-2-(2,4-difluorphenyl)oxiran-2-yl]methyl}-1H-1,2,4-triazol,
(1.062) 5-(Allylsulfanyl)-1-{[rel(2R,3S)-3-(2-chlorphenyl)-2-(2,4-difluorphenyl)oxiran-2-yl]methyl}-1H-1,2,4-triazol,
(1.063) N'-(2,5-Dimethyl-4-{[3-(1,1,2,2-tetrafluorethoxy)phenyl]sulfanyl}phenyl)-N-ethyl-N-methylimidoformamid,
(1.064) N'-(2,5-Dimethyl-4-{[3-(2,2,2-trifluorethoxy)phenyl]sulfanyl}phenyl)-N-ethyl-N-methylimidoformamid,
(1.065) N'-(2,5-Dimethyl-4-{ [3-(2,2,3,3-tetrafluorpropoxy)phenyl]sulfanyl}phenyl)-N-ethyl-N-methylimidoformamid,
(1.066) N'-(2,5-Dimethyl-4-{ [3-(pentafluorethoxy)phenyl]sulfanyl}phenyl)-N-ethyl-N-methylimidoformamid,
(1.067) N'-(2,5-Dimethyl-4-{3-[(1,1,2,2-tetrafluorethyl)sulfanyl]phenoxy}phenyl)-N-ethyl-N-methylimidoformamid,
(1.068) N'-(2,5-Dimethyl-4-{3-[(2,2,2-trifluorethyl)sulfanyl]phenoxy}phenyl)-N-ethyl-N-methylimidoformamid,
(1.069) N'-(2,5-Dimethyl-4-{3-[(2,2,3,3-tetrafluorpropyl)sulfanyl]phenoxy}phenyl)-N-ethyl-N-methylimidoformamid,
(1.070) N'-(2,5-Dimethyl-4-{3-[(pentafluorethyl)sulfanyl]phenoxy}phenyl)-N-ethyl-N-methylimidoformamid,
(1.071) N'-(2,5-Dimethyl-4-phenoxyphenyl)-N-ethyl-N-methylimidoformamid, (1.072) N'-(4-{
[3-(Difluormethoxy)phenyl]sulfanyl}-2,5-dimethylphenyl)-N-ethyl-N-methylimidoformamid,
(1.073) N'-(4-{ 3-[(Difluormethyl)sulfanyl]phenoxy }-2,5-dimethylphenyl)-N-ethyl-N-methylimidoformamid,
(1.074) N'-[5-Brom-6-(2,3-dihydro-1H-inden-2-yloxy)-2-methylpyridin-3-yl]-N-ethyl-N-methylimidoformamid,
(1.075) N'-{4-[(4,5-Dichlor-1,3-thiazol-2-yl)oxy]-2,5-dimethylphenyl}-N-ethyl-N-methylimidoformamid,
(1.076) N'-{5-Brom-6-[(1R)-1-(3,5-difluorophenyl)ethoxy]-2-methylpyridin-3-yl} -N-ethyl-N-methylimidoformamid,
(1.077) N'-{5-Brom-6-[(1S)-1-(3,5-difluorphenyl)ethoxy]-2-methylpyridin-3-yl}-N-ethyl-N-methylimidoformamid,
(1.078) N'-{5-Brom-6-[(cis-4-isopropylcyclohexyl)oxy] -2-methylpyridin-3-yl} -N-ethyl-N-methylimidoformamid,
(1.079) N'- {5-Brom-6-[(trans-4-isopropylcyclohexyl)oxy]-2-methylpyridin-3-yl}-N-ethyl-N-methylimidoformamid,
(1.080) N'-{5-Bromo-6-[1-(3 ,5-difluorphenyl)ethoxy] -2-methylpyridin-3-yl} -N-ethyl-N-methylimidoformamid,
(1.081) Mefentrifluconazole, (1.082) Ipfentrifluconazole.
2) Inhibitoren der Atmungskette am Komplex I oder II beispielsweise (2.001) Benzovindiflupyr,
(2.002) Bixafen, (2.003) Boscalid, (2.004) Carboxin, (2.005) Fluopyram, (2.006) Flutolanil,
(2.007) Fluxapyroxad, (2.008) Furametpyr, (2.009) Isofetamid, (2.010) Isopyrazam (anti-epimeres
Enantiomer 1R,4S,9S), (2.011) Isopyrazam (anti-epimeres Enantiomer 1S,4R,9R), (2.012)
Isopyrazam (anti-epimeres Racemat 1RS,4SR,9SR), (2.013) Isopyrazam (Mischung des syn-epimeren
Razemates 1RS,4SR,9RS und des anti-epimeren Razemates 1RS,4SR,9SR), (2.014) Isopyrazam
(syn-epimeres Enantiomer 1R,4S,9R), (2.015) Isopyrazam (syn-epimeres Enantiomer 1S,4R,9S),
(2.016) Isopyrazam (syn-epimeres Racemat 1RS,4SR,9RS), (2.017) Penflufen, (2.018)
Penthiopyrad, (2.019) Pydiflumetofen, (2.020) Pyraziflumid, (2.021) Sedaxane, (2.022)
1,3-Dimethyl-N-(1,1,3-trimethyl-2,3-dihydro-1H-inden-4-yl)-1H-pyrazol-4-carboxamid,
(2.023) 1,3-Dimethyl-N-[(3R)-1,1,3-trimethyl-2,3-dihydro-1H-inden-4-yl]-1H-pyrazol-4-carboxamid,
(2.024) 1,3-Dimethyl-N-[(3S)-1,1,3-trimethyl-2,3-dihydro-1H-inden-4-yl]-1H-pyrazol-4-carboxamid,
(2.025) 1-Methyl-3-(trifluormethyl)-N-[2'-(trifluormethyl)biphenyl-2-yl]-1H-pyrazol-4-carboxamid,
(2.026) 2-Fluor-6-(trifluoromethyl)-N-(1,1,3-trimethyl-2,3-dihydro-1H-inden-4-yl)benzamid,
(2.027) 3-(Difluormethyl)-1-methyl-N-(1,1,3-trimethyl-2,3-dihydro-1H-inden-4-yl)-1H-pyrazol-4-carboxamid,
(2.028) 3-(Difluormethyl)-1-methyl-N-[(3R)-1,1,3-trimethyl-2,3-dihydro-1H-inden-4-yl]-1H-pyrazol-4-carboxamid,
(2.029) 3-(Difluormethyl)-1-methyl-N-[(3S)-1,1,3-trimethyl-2,3-dihydro-1H-inden-4-yl]-1H-pyrazol-4-carboxamid,
(2.030) 3-(Difluormethyl)-N-(7-fluor-1,1,3-trimethyl-2,3-dihydro-1H-inden-4-yl)-1-methyl-1H-pyrazol-4-carboxamid,
(2.031) 3-(Difluormethyl)-N-[(3R)-7-fluor-1,1,3-trimethyl-2,3-dihydro-1H-inden-4-yl]-1-methyl-1H-pyrazol-4-carboxamid,
(2.032) 3-(Difluoromethyl)-N-[(3S)-7-fluor-1,1,3-trimethyl-2,3-dihydro-1H-inden-4-yl]-1-methyl-1H-pyrazol-4-carboxamid,
(2.033) 5,8-Difluor-N-[2-(2-fluor-4-{ [4-(trifluormethyl)pyridin-2-yl]oxy}phenyl)ethyl]quinazolin-4-amin,
(2.034) N-(2-Cyclopentyl-5-fluorbenzyl)-N-cyclopropyl-3-(difluormethyl)-5-fluor-1-methyl-1H-pyrazol-4-carboxamid,
(2.035) N-(2-tert-Butyl-5-methylbenzyl)-N-cyclopropyl-3-(difluormethyl)-5-fluor-1-methyl-1H-pyrazol-4-carboxamid,
(2.036) N-(2-tert-Butylbenzyl)-N-cyclopropyl-3-(difluormethyl)-5-fluor-1-methyl-1H-pyrazol-4-carboxamid,
(2.037) N-(5-Chlor-2-ethylbenzyl)-N-cyclopropyl-3-(difluormethyl)-5-fluor-1-methyl-1H-pyrazol-4-carboxamid,
(2.038) N-(5-Chlor-2-isopropylbenzyl)-N-cyclopropyl-3-(difluormethyl)-5-fluor-1-methyl-1H-pyrazol-4-carboxamid,
(2.039) N-[(1R,4S)-9-(Dichlormethylen)-1,2,3,4-tetrahydro-1,4-methanonaphthalen-5-yl]-3-(difluormethyl)-1-methyl-1H-pyrazol-4-carboxamid,
(2.040) N-[(1S,4R)-9-(Dichlormethylen)-1,2,3,4-tetrahydro-1,4-methanonaphthalen-5-yl]-3-(difluormethyl)-1-methyl-1H-pyrazol-4-carboxamid,
(2.041) N-[1-(2,4-Dichlorphenyl)-1-methoxypropan-2-yl]-3-(difluormethyl)-1-methyl-1H-pyrazol-4-carboxamid,
(2.042) N-[2-Chlor-6-(trifluormethyl)benzyl]-N-cyclopropyl-3-(difluormethyl)-5-fluor-1-methyl-1H-pyrazol-4-carboxamid,
(2.043) N-[3-Chlor-2-fluor-6-(trifluormethyl)benzyl]-N-cyclopropyl-3-(difluormethyl)-5-fluor-1-methyl-1H-pyrazol-4-carboxamid,
(2.044) N-[5-Chlor-2-(trifluormethyl)benzyl]-N-cyclopropyl-3-(difluormethyl)-5-fluor-1-methyl-1H-pyrazol-4-carboxamid,
(2.045) N-Cyclopropyl-3-(difluormethyl)-5-fluor-1-methyl-N-[5-methyl-2-(trifluormethyl)benzyl]-1H-pyrazol-4-carboxamid,
(2.046) N-Cyclopropyl-3-(difluormethyl)-5-fluor-N-(2-fluor-6-isopropylbenzyl)-1-methyl-1H-pyrazol-4-carboxamid,
(2.047) N-Cyclopropyl-3-(difluormethyl)-5-fluor-N-(2-isopropyl-5-methylbenzyl)-1-methyl-1H-pyrazol-4-carboxamid,
(2.048) N-Cyclopropyl-3-(difluormethyl)-5-fluor-N-(2-isopropylbenzyl)-1-methyl-1H-pyrazol-4-carbothioamid,
(2.049) N-Cyclopropyl-3-(difluoromethyl)-5-fluor-N-(2-isopropylbenzyl)-1-methyl-1H-pyrazol-4-carboxamid,
(2.050) N-Cyclopropyl-3-(difluormethyl)-5-fluor-N-(5-fluor-2-isopropylbenzyl)-1-methyl-1H-pyrazol-4-carboxamid,
(2.051) N-Cyclopropyl-3-(difluormethyl)-N-(2-ethyl-4,5-dimethylbenzyl)-5-fluor-1-methyl-1H-pyrazol-4-carboxamid,
(2.052) N-Cyclopropyl-3-(difluormethyl)-N-(2-ethyl-5-fluorbenzyl)-5-fluor-1-methyl-1H-pyrazol-4-carboxamid,
(2.053) N-Cyclopropyl-3-(difluormethyl)-N-(2-ethyl-5-methylbenzyl)-5-fluor-1-methyl-1H-pyrazole-4-carboxamid,
(2.054) N-Cyclopropyl-N-(2-cyclopropyl-5-fluorbenzyl)-3-(difluormethyl)-5-fluor-1-methyl-1H-pyrazole-4-carboxamid,
(2.055) N-Cyclopropyl-N-(2-cyclopropyl-5-methylbenzyl)-3-(difluormethyl)-5-fluor-1-methyl-1H-pyrazole-4-carboxamid,
(2.056) N-Cyclopropyl-N-(2-cyclopropylbenzyl)-3-(difluormethyl)-5-fluor-1-methyl-1H-pyrazole-4-carboxamid.
3) Inhibitoren der Atmungskette am Komplex III, beispielsweise (3.001) Ametoctradin,
(3.002) Amisulbrom, (3.003) Azoxystrobin, (3.004) Coumethoxystrobin, (3.005) Coumoxystrobin,
(3.006) Cyazofamid, (3.007) Dimoxystrobin, (3.008) Enoxastrobin, (3.009) Famoxadon,
(3.010) Fenamidon, (3.011) Flufenoxystrobin, (3.012) Fluoxastrobin, (3.013) Kresoxim-Methyl,
(3.014) Metominostrobin, (3.015) Orysastrobin, (3.016) Picoxystrobin, (3.017) Pyraclostrobin,
(3.018) Pyrametostrobin, (3.019) Pyraoxystrobin, (3.020) Trifloxystrobin (3.021) (2E)-2-{2-[({[(1E)-1-(3-{[(E)-1-Fluor-2-phenylvinyl]oxy
}phenyl)ethyliden] amino}oxy)methyl]phenyl}-2-(methoxyimino)-N-methylacetamid, (3.022)
(2E,3Z)-5-{[1-(4-Chlorphenyl)-1H-pyrazol-3-yl]oxy}-2-(methoxyimino)-N,3-dimethylpent-3-enamid,
(3.023) (2R)-2-{2-[(2,5-Dimethylphenoxy)methyl]phenyl}-2-methoxy-N-methylacetamid,
(3.024) (2S)-2-{2-[(2,5-Dimethylphenoxy)methyl]phenyl}-2-methoxy-N-methylacetamid,
(3.025) (3S,6S,7R,8R)-8-Benzyl-3-[({3-[(isobutyryloxy)methoxy]-4-methoxypyridin-2-yl}carbonyl)amino]-6-methyl-4,9-dioxo-1,5-dioxonan-7-yl-2-methylpropanoat,
(3.026) 2-{2-[(2,5-Dimethylphenoxy)methyl]phenyl}-2-methoxy-N-methylacetamid, (3.027)
N-(3-Ethyl-3,5,5-trimethylcyclohexyl)-3-formamido-2-hydroxybenzamid, (3.028) (2E,3Z)-5-{[1-(4-Chlor-2-fluorphenyl)-1H-pyrazol-3-yl]oxy}-2-(methoxyimino)-N,3-dimethylpent-3-enamid,
(3.029) Methyl {5-[3-(2,4-dimethylphenyl)-1H-pyrazol-1-yl] -2-methylbenzyl} carbamate.
4) Inhibitoren der Mitose und Zellteilung, beispielsweise (4.001) Carbendazim, (4.002)
Diethofencarb, (4.003) Ethaboxam, (4.004) Fluopicolid, (4.005) Pencycuron, (4.006)
Thiabendazol, (4.007) Thiophanat-Methyl, (4.008) Zoxamid, (4.009) 3-Chlor-4-(2,6-difluorphenyl)-6-methyl-5-phenylpyridazin,
(4.010) 3-Chlor-5-(4-chlorphenyl)-4-(2,6-difluorphenyl)-6-methylpyridazin, (4.011)
3-Chlor-5-(6-chlorpyridin-3-yl)-6-methyl-4-(2,4,6-trifluorphenyl)pyridazin, (4.012)
4-(2-Brom-4-fluorphenyl)-N-(2,6-difluorphenyl)-1,3-dimethyl-1H-pyrazol-5-amin, (4.013)
4-(2-Brom-4-fluorphenyl)-N-(2-brom-6-fluorphenyl)-1,3-dimethyl-1H-pyrazol-5-amin,
(4.014) 4-(2-Brom-4-fluorphenyl)-N-(2-bromphenyl)-1,3-dimethyl-1H-pyrazol-5-amin,
(4.015) 4-(2-Brom-4-fluorphenyl)-N-(2-chlor-6-fluorphenyl)-1,3-dimethyl-1H-pyrazol-5-amin,
(4.016) 4-(2-Brom-4-fluorphenyl)-N-(2-chlorphenyl)-1,3-dimethyl-1H-pyrazol-5-amin,
(4.017) 4-(2-Brom-4-fluorphenyl)-N-(2-fluorphenyl)-1,3-dimethyl-1H-pyrazol-5-amin,
(4.018) 4-(2-Chlor-4-fluorphenyl)-N-(2,6-difluorphenyl)-1,3-dimethyl-1H-pyrazol-5-amin,
(4.019) 4-(2-Chlor-4-fluorphenyl)-N-(2-chlor-6-fluorphenyl)-1,3-dimethyl-1H-pyrazol-5-amin,
(4.020) 4-(2-Chlor-4-fluorphenyl)-N-(2-chlorphenyl)-1,3-dimethyl-1H-pyrazol-5-amin,
(4.021) 4-(2-Chlor-4-fluorphenyl)-N-(2-fluorphenyl)-1,3-dimethyl-1H-pyrazol-5-amin,
(4.022) 4-(4-Chlorphenyl)-5-(2,6-difluorphenyl)-3,6-dimethylpyridazin, (4.023) N-(2-Brom-6-fluorphenyl)-4-(2-chlor-4-fluorphenyl)-1,3-dimethyl-1H-pyrazol-5-amin,
(4.024) N-(2-Bromphenyl)-4-(2-chlor-4-fluorphenyl)-1,3-dimethyl-1H-pyrazol-5-amin,
(4.025) N-(4-Chlor-2,6-difluorphenyl)-4-(2-chlor-4-fluorphenyl)-1,3-dimethyl-1H-pyrazol-5-amin.
5) Verbindungen mit Befähigung zu Multisite-Aktivität, beispielsweise (5.001) Bordeauxmischung,
(5.002) Captafol, (5.003) Captan, (5.004) Chlorthalonil, (5.005) Kupferhydroxid, (5.006)
Kupfernaphthenat, (5.007) Kupferoxid, (5.008) Kupferoxychlorid, (5.009) Kupfer(2+)-sulfat,
(5.010) Dithianon, (5.011) Dodin, (5.012) Folpet, (5.013) Mancozeb, (5.014) Maneb,
(5.015) Metiram, (5.016) Zinkmetiram, (5.017) Kupfer-Oxin, (5.018) Propineb, (5.019)
Schwefel und Schwefelzubereitungen einschließlich Calciumpolysulfid, (5.020) Thiram,
(5.021) Zineb, (5.022) Ziram, (5.023) 6-Ethyl-5,7-dioxo-6,7-dihydro-5H-pyrrolo[3',4':5,6][1,4]dithiino[2,3-c][1,2]thiazole-3-carbonitrile.
6) Verbindungen, die zum Auslösen einer Wirtsabwehr befähigt sind, beispielsweise
(6.001) Acibenzolar-S-Methyl, (6.002) Isotianil, (6.003) Probenazol, (6.004) Tiadinil.
7) Inhibitoren der Aminosäure- und/oder Protein-Biosynthese, beispielsweise (7.001)
Cyprodinil, (7.002) Kasugamycin, (7.003) Kasugamycinhydrochlorid-hydrat, (7.004) Oxytetracyclin
(7.005) Pyrimethanil, (7.006) 3-(5-Fluor-3,3,4,4-tetramethyl-3,4-dihydroisochinolin-1-yl)chinolin.
(8) Inhibitoren der ATP-Produktion, beispielsweise (8.001) Silthiofam.
9) Inhibitoren der Zellwandsynthese, beispielsweise (9.001) Benthiavalicarb, (9.002)
Dimethomorph, (9.003) Flumorph, (9.004) Iprovalicarb, (9.005) Mandipropamid, (9.006)
Pyrimorph, (9.007) Valifenalat, (9.008) (2E)-3-(4-tert.-Butylphenyl)-3-(2-chlorpyridin-4-yl)-1-(morpholin-4-yl)prop-2-en-1-on,
(9.009) (2Z)-3-(4-tert.-Butylphenyl)-3-(2-chlorpyridin-4-yl)-1-(morpholin-4-yl)prop-2-en-1-on.
10) Inhibitoren der Lipid- und Membran-Synthese, beispielsweise (10.001) Propamocarb,
(10.002) Propamocarbhydrochlorid, (10.003) Tolclofos-Methyl.
11) Inhibitoren der Melanin-Biosynthese, beispielsweise (11.001) Tricyclazol, (11.002)
2,2,2-Trifluorethyl-{3-methyl-1- [(4-methylbenzoyl)amino]butan-2-yl} carbamat.
12) Inhibitoren der Nukleinsäuresynthese, beispielsweise (12.001) Benalaxyl, (12.002)
Benalaxyl-M (Kiralaxyl), (12.003) Metalaxyl, (12.004) Metalaxyl-M (Mefenoxam).
13) Inhibitoren der Signaltransduktion, beispielsweise (13.001) Fludioxonil, (13.002)
Iprodion, (13.003) Procymidon, (13.004) Proquinazid, (13.005) Quinoxyfen, (13.006)
Vinclozolin.
14) Verbindungen, die als Entkoppler wirken können, beispielsweise (14.001) Fluazinam,
(14.002) Meptyldinocap.
15) Weitere Verbindungen, beispielsweise (15.001) Abscisinsäure, (15.002) Benthiazol,
(15.003) Bethoxazin, (15.004) Capsimycin, (15.005) Carvon, (15.006) Chinomethionat,
(15.007) Cufraneb, (15.008) Cyflufenamid, (15.009) Cymoxanil, (15.010) Cyprosulfamid,
(15.011) Flutianil, (15.012) Fosetyl-Aluminium, (15.013) Fosetyl-Calcium, (15.014)
Fosetyl-Natrium, (15.015) Methylisothiocyanat, (15.016) Metrafenon, (15.017) Mildiomycin,
(15.018) Natamycin, (15.019) Nickel-Dimethyldithiocarbamat, (15.020) Nitrothal-Isopropyl,
(15.021) Oxamocarb, (15.022) Oxathiapiprolin, (15.023) Oxyfenthiin, (15.024) Pentachlorphenol
und Salze, (15.025) Phosphonsäure und deren Salze, (15.026) Propamocarb-fosetylat,
(15.027) Pyriofenone (Chlazafenone) (15.028) Tebufloquin, (15.029) Tecloftalam, (15.030)
Tolnifanide, (15.031) 1-(4-{ 4-[(5R)-5-(2,6-Difluorphenyl)-4,5-dihydro-1,2-oxazol-3-yl]-1,3-thiazol-2-yl}piperidin-1
-yl)-2-[5-methyl-3-(trifluormethyl)- 1H-pyrazol-1 -yl]ethanon, (15.032) 1-(4-{4-[(SS)-5-(2,6-Difluorphenyl)-4,5-dihydro-1,2-oxazol-3-yl]-1,3-thiazol-2-yl}piperidin-1-yl)-2-[5-methyl-3-(trifluormethyl)-1H-pyrazol-1-yl]ethanon,
(15.033) 2-(6-Benzylpyridin-2-yl)quinazolin, (15.034) 2,6-Dimethyl-1H,5H-[1,4]dithiino[2,3-c:5,6-c']dipyrrol-1,3,5,7(2H,6H)-tetron,
(15.035) 2-[3,5-Bis(difluormethyl)-1H-pyrazol-1-yl]-1-[4-(4-{5-[2-(prop-2-in-1-yloxy)phenyl]-4,5-dihydro-1,2-oxazol-3-yl}-1,3-thiazol-2-yl)piperidin-1-yl]ethanon,
(15.036) 2-[3,5-Bis(difluormethyl)-1H-pyrazol-1-yl]-1-[4-(4-{5-[2-chlor-6-(prop-2-in-1-yloxy)phenyl]-4,5-dihydro-1,2-oxazol-3-yl}-1,3-thiazol-2-yl)piperidin-1-yl]ethanon,
(15.037) 2-[3,5-Bis(difluormethyl)-1H-pyrazol-1-yl]-1-[4-(4-{5-[2-fluor-6-(prop-2-in-1-yloxy)phenyl]-4,5-dihydro-1,2-oxazol-3-yl}-1,3-thiazol-2-yl)piperidin-1-yl]ethanon,
(15.038) 2-[6-(3-Fluor-4-methoxyphenyl)-5-methylpyridin-2-yl]quinazolin, (15.039)
2-{(SR)-3-[2-(1-{ [3,5-Bis(difluormethyl)-1H-pyrazol-1-yl]acetyl}piperidin-4-yl)-1,3-thiazol-4-yl]-4,5-dihydro-1,2-oxazol-5-yl}-3-chlorphenyl
methanesulfonat, (15.040) 2-{(5S)-3-[2-(1-{[3,5-Bis(difluormethyl)-1H-pyrazol-1-yl]acetyl}piperidin-4-yl)-1,3-thiazol-4-yl]-4,5-dihydro-1,2-oxazol-5-yl}-3-chlorphenyl
methanesulfonat, (15.041) 2-{2-[(7,8-Difluor-2-methylquinolin-3-yl)oxy]-6-fluorphenyl}propan-2-ol,
(15.042) 2-{2-Fluor-6-[(8-fluor-2-methylquinolin-3-yl)oxy]phenyl}propan-2-ol, (15.043)
2-{3-[2-(1-{[3,5-Bis(difluormethyl)-1H-pyrazol-1-yl]acetyl}piperidin-4-yl)-1,3-thiazol-4-yl]-4,5-dihydro-1,2-oxazol-5-yl}-3-chlorphenyl-methansulfonat,
(15.044) 2-{3-[2-(1-{[3,5-Bis(difluormethyl)-1H-pyrazol-1-yl]acetyl}piperidin-4-yl)-1,3-thiazol-4-yl]-4,5-dihydro-1,2-oxazol-5-yl}phenyl
methanesulfonat, (15.045) 2-Phenylphenol und deren Salze, (15.046) 3-(4,4,5-Trifluor-3,3-dimethyl-3,4-dihydroisoquinolin-1-yl)quinolin,
(15.047) 3-(4,4-Difluor-3,3-dimethyl-3,4-dihydroisoquinolin-1-yl)quinolin, (15.048)
4-Amino-5-fluorpyrimidin-2-ol (Tautomere Form: 4-Amino-5-fluorpyrimidin-2(1H)-on),
(15.049) 4-Oxo-4-[(2-phenylethyl)amino]buttersäure, (15.050) 5-Amino-1,3,4-thiadiazol-2-thiol,
(15.051) 5-Chlor-N'-phenyl-N'-(prop-2-yn-1-yl)thiophen-2-sulfonohydrazid, (15.052)
5-Fluor-2-[(4-fluorbenzyl)oxy]pyrimidin-4-amin, (15.053) 5-Fluor-2-[(4-methylbenzyl)oxy]pyrimidin-4-amin,
(15.054) 9-Fluor-2,2-dimethyl-5-(quinolin-3-yl)-2,3-dihydro-1,4-benzoxazepin, (15.055)
But-3-yn-1-yl {6-[({[(Z)-(1-methyl-1H-tetrazol-5-yl)(phenyl)methylen]amino}oxy)methyl]pyridin-2-yl}carbamat,
(15.056) Ethyl (2Z)-3-amino-2-cyano-3-phenylacrylat, (15.057) Phenazin-1-carbonsäure,
(15.058) Propyl 3,4,5-trihydroxybenzoat, (15.059) Quinolin-8-ol, (15.060) Quinolin-8-ol
sulfat (2:1), (15.061) tert-Butyl {6-[({[(1-methyl-1H-tetrazol-5-yl)(phenyl)methylene]
amino}oxy)methyl]pyridin-2-yl} carbamat, (15.062) 5-Fluor-4-imino-3-methyl-1-[(4-methylphenyl)sulfonyl]-3,4-dihydropyrimidin-2(1H)-one.Insektizide
Wirkstoffe sind beispielsweise :
(1) Acetylcholinesterase (AChE) Inhibitoren, wie beispielsweise Carbamate, z.B. Alanycarb,
Aldicarb, Bendiocarb, Benfuracarb, Butocarboxim, Butoxycarboxim, Carbaryl, Carbofuran,
Carbosulfan, Ethiofencarb, Fenobucarb, Formetanate, Furathiocarb, Isoprocarb, Methiocarb,
Methomyl, Metolcarb, Oxamyl, Pirimicarb, Propoxur, Thiodicarb, Thiofanox, Triazamate,
Trimethacarb, XMC und Xylylcarb oder organophosphate, z.B. Acephate, Azamethiphos,
Azinphos-ethyl, Azinphos-methyl, Cadusafos, Chlorethoxyfos, Chlorfenvinphos, Chlormephos,
Chlorpyrifos, Chlorpyrifos-methyl, Coumaphos, Cyanophos, Demeton-S-methyl, Diazinon,
Dichlorvos/DDVP, Dicrotophos, Dimethoate, Dimethylvinphos, Disulfoton, EPN, Ethion,
Ethoprophos, Famphur, Fenamiphos, Fenitrothion, Fenthion, Fosthiazate, Heptenophos,
Imicyafos, Isofenphos, Isopropyl O-(methoxyaminothio-phosphoryl) salicylat, Isoxathion,
Malathion, Mecarbam, Methamidophos, Methidathion, Mevinphos, Monocrotophos, Naled,
Omethoate, Oxydemeton-methyl, Parathion, Parathion-methyl, Phenthoate, Phorate, Phosalone,
Phosmet, Phosphamidon, Phoxim, Pirimiphos-methyl, Profenofos, Propetamphos, Prothiofos,
Pyraclofos, Pyridaphenthion, Quinalphos, Sulfotep, Tebupirimfos, Temephos, Terbufos,
Tetrachlorvinphos, Thiometon, Triazophos, Triclorfon und Vamidothion.
(2) GABA-gesteuerte Chlorid-Kanal-Antagonisten, wie beispielsweise Cyclodien-organochlorine,
z.B. Chlordane und Endosulfan oder Phenylpyrazole (Fiprole), z.B. Ethiprole und Fipronil.
(3) Natrium-Kanal-Modulatoren / Spannungsabhängige Natrium-Kanal-Blocker, wie beispielsweise
Pyrethroide, z.B. Acrinathrin, Allethrin, d-cis-trans Allethrin, d-trans Allethrin,
Bifenthrin, Bioallethrin, Bioallethrin S-cyclopentenyl Isomer, Bioresmethrin, Cycloprothrin,
Cyfluthrin, beta-Cyfluthrin, Cyhalothrin, lambda-Cyhalothrin, gamma-Cyhalothrin, Cypermethrin,
alpha-Cypermethrin, beta-Cypermethrin, theta-Cypermethrin, zeta-Cypermethrin, Cyphenothrin
[(1R)-trans-Isomere], Deltamethrin, Empenthrin [(EZ)-(1R)-Isomere), Esfenvalerate,
Etofenprox, Fenpropathrin, Fenvalerate, Flucythrinate, Flumethrin, tau-Fluvalinate,
Halfenprox, Imiprothrin, Kadethrin, Momfluorothrin, Permethrin, Phenothrin [(1R)-trans-Isomer),
Prallethrin, Pyrethrine (pyrethrum), Resmethrin, Silafluofen, Tefluthrin, Tetramethrin,
Tetramethrin [(1R)- Isomere)], Tralomethrin und Transfluthrin oder DDT oder Methoxychlor.
(4) Nikotinerge Acetylcholin-Rezeptor (nAChR) Agonisten, wie beispielsweise Neonikotinoide,
z.B. Acetamiprid, Clothianidin, Dinotefuran, Imidacloprid, Nitenpyram, Thiacloprid
und Thiamethoxam oder Nikotin oder Sulfoxaflor oder Flupyradifurone.
(5) Nikotinerge Acetylcholin-Rezeptor (nAChR) allosterische Aktivatoren, wie beispielsweise
Spinosine, z.B. Spinetoram und Spinosad.
(6) Chlorid-Kanal-Aktivatoren, wie beispielsweise Avermectine/Milbemycine, z.B. Abamectin,
Emamectin-benzoat, Lepimectin und Milbemectin.
(7) Juvenilhormon-Imitatoren, wie beispielsweise Juvenilhormon-Analoge, z.B. Hydroprene,
Kinoprene und Methoprene oder Fenoxycarb oder Pyriproxyfen.
(8) Wirkstoffe mit unbekannten oder nicht spezifischen Wirkmechanismen, wie beispielsweise
Alkylhalide, z.B. Methylbromid und andere Alkylhalide; oderChloropicrin oder Sulfurylfluorid
oder Borax oder Brechweinstein.
(9) Selektive Fraßhemmer, z.B. Pymetrozine oder Flonicamid.
(10) Milbenwachstumsinhibitoren, z.B. Clofentezine, Hexythiazox und Diflovidazin oder
Etoxazole.
(11) Mikrobielle Disruptoren der Insektendarmmembran, z.B. Bacillus thuringiensis
Subspezies israelensis, Bacillus sphaericus, Bacillus thuringiensis Subspezies aizawai,
Bacillus thuringiensis Subspezies kurstaki, Bacillus thuringiensis Subspezies tenebrionis
und BT Pflanzenproteine: Cry1Ab, Cry1Ac, Cry1Fa, Cry2Ab, mCry3A, Cry3Ab, Cry3Bb, Cry34/35Ab1.
(12) Inhibitoren der oxidativen Phosphorylierung, ATP-Disruptoren, wie beispielsweise
Diafenthiuron oder organozinnverbindungen, z.B. Azocyclotin, Cyhexatin und Fenbutatin-oxid
oder Propargite oder Tetradifon.
(13) Entkoppler der oxidativen Phoshorylierung durch Unterbrechung des H-Protongradienten,
wie beispielsweise Chlorfenapyr, DNOC und Sulfluramid.
(14) Nikotinerge Acetylcholin-Rezeptor-Antagonisten, wie beispielsweise Bensultap,
Cartaphydrochlorid, Thiocyclam und Thiosultap-Natrium.
(15) Inhibitoren der Chitinbiosynthese, Typ 0, wie beispielsweise Bistrifluron, Chlorfluazuron,
Diflubenzuron, Flucycloxuron, Flufenoxuron, Hexaflumuron, Lufenuron, Novaluron, Noviflumuron,
Teflubenzuron und Triflumuron.
(16) Inhibitoren der Chitinbiosynthese, Typ 1, wie beispielsweise Buprofezin.
(17) Häutungsstörende Wirkstoffe, Dipteran, wie beispielsweise Cyromazine.
(18) Ecdyson-Rezeptor Agonisten, wie beispielsweise Chromafenozide, Halofenozide,
Methoxyfenozide und Tebufenozide.
(19) Oktopaminerge Agonisten, wie beispielsweise Amitraz.
(20) Komplex-III-Elektronentransportinhibitoren, wie beispielsweise Hydramethylnon
oder Acequinocyl oder Fluacrypyrim.
(21) Komplex-I-Elektronentransportinhibitoren, beispielsweise METI-Akarizide, z.B.
Fenazaquin, Fenpyroximate, Pyrimidifen, Pyridaben, Tebufenpyrad und Tolfenpyrad oder
Rotenone (Derris).
(22) Spannungsabhängige Natriumkanal-Blocker, z.B. Indoxacarb oder Metaflumizone.
(23) Inhibitoren der Acetyl-CoA-Carboxylase, wie beispielsweise Tetron- und Tetramsäurederivate,
z.B. Spirobudiclofen, Spirodiclofen, Spiromesifen und Spirotetramat.
(24) Komplex-IV-Elektronentransportinhibitoren, wie beispielsweise Phosphine, z.B.
Aluminiumphosphid, Calciumphosphid, Phosphin und Zinkphosphid oder Cyanid.
(25) Komplex-II-Elektronentransportinhibitoren, wie beispielsweise Cyenopyrafen und
Cyflumetofen.
(28) Ryanodinrezeptor-Effektoren, wie beispielsweise Diamide, z.B. Chlorantraniliprole,
Cyantraniliprole, Flubendiamide und Tetrachloroantraniliprole.
[0055] Weitere insektizide Wirkstoffe mit unbekanntem oder nicht eindeutigem Wirkmechanismus,
wie beispielsweise Afidopyropen, Afoxolaner, Azadirachtin, Benclothiaz, Benzoximate,
Bifenazate, Broflanilide, Bromopropylate, Chinomethionat, Cryolite, Cyclaniliprole,
Cycloxaprid, Cyhalodiamide Dicloromezotiaz, Dicofol, Diflovidazin, Flometoquin, Fluazaindolizine,
Fluensulfone, Flufenerim, Flufenoxystrobin, Flufiprole, Fluhexafon, Fluopyram, Fluralaner,
Fluxametamide, Fufenozide, Guadipyr, Heptafluthrin, Imidaclothiz, Iprodione, Lotilaner,
Meperfluthrin, Paichongding, Pyflubumide, Pyridalyl, Pyrifluquinazon, Pyriminostrobin,
Sarolaner, Tetramethylfluthrin, Tetraniliprole, Tetrachlorantraniliprole, Tioxazafen,
Thiofluoximate, Triflumezopyrim und Iodmethane; desweiteren Präparate auf Basis vonBacillus
firmus (I-1582, BioNeem, Votivo) , sowie folgende bekannte wirksame Verbindungen:
1-{2-Fluor-4-methyl-5-[(2,2,2-trifluorethyl)sulfinyl]phenyl}-3-(trifluormethyl)-1H-1,2,4-triazol-5-amin
(bekannt aus
WO2006/043635), {1'-[(2E)-3-(4-Chlorphenyl)prop-2-en-1-yl]-5-fluorspiro[indol-3,4'-piperidin]-1(2H)-yl}(2-chlorpyridin-4-yl)methanon
(bekannt aus
WO2003/106457), 2-Chlor-N-[2-{1-[(2E)-3-(4-chlorphenyl)prop-2-en-1-yl]piperidin-4-yl} -4-(trifluormethyl)phenyl]isonicotinamid
(bekannt aus
WO2006/003494), 3-(2,5-Dimethylphenyl)-4-hydroxy-8-methoxy-1,8-diazaspiro[4.5]dec-3-en-2-on (bekannt
aus
WO2009/049851), 3-(2,5-Dimethylphenyl)-8-methoxy-2-oxo-1,8-diazaspiro[4.5]dec-3-en-4-yl-ethylcarbonat
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WO2009/049851), 4-(But-2-in-1-yloxy)-6-(3,5-dimethylpiperidin-1-yl)-5-fluorpyrimidin (bekannt aus
WO2004/099160), 4-(But-2-in-1-yloxy)-6-(3-chlorphenyl)pyrimidin (bekannt aus
WO2003/076415), PF1364 (
CAS-Reg.No. 1204776-60-2), Methyl-2-[2-({[3-brom-1-(3-chlorpyridin-2-yl)-1H-pyrazol-5-yl]carbonyl}amino)-5-chlor-3-methylbenzoyl]-2-methylhydrazincarboxylat
(bekannt aus
WO2005/085216), Methyl-2-[2-({[3-brom-1-(3-chlorpyridin-2-yl)-1H-pyrazol-5-yl]carbonyl}amino)-5-cyan-3-methylbenzoyl]-2-ethylhydrazincarboxylat
(bekannt aus
WO2005/085216), Methyl-2-[2-({[3-brom-1-(3-chlorpyridin-2-yl)-1H-pyrazol-5-yl]carbonyl} amino)-5-cyan-3-methylbenzoyl]-2-methylhydrazincarboxylat
(bekannt aus
WO2005/085216), Methyl-2-[3,5-dibrom-2-({[3-brom-1-(3-chlorpyridin-2-yl)-1H-pyrazol-5-yl]carbonyl}amino)benzoyl]-2-ethylhydrazincarboxylat
(bekannt aus
WO2005/085216), N-[2-(5-Amino-1,3,4-thiadiazol-2-yl)-4-chlor-6-methylphenyl]-3-brom-1-(3-chlorpyridin-2-yl)-1H-pyrazol-5-carboxamid
(bekannt aus
CN102057925), 4-[5-(3,5-Dichlorphenyl)-5-(trifluormethyl)-4,5-dihydro-1,2-oxazol-3-yl]-2-methyl-N-(1-oxidothietan-3-yl)benzamid
(bekannt aus
WO2009/080250), N-[(2E)-1-[(6-Chlorpyridin-3-yl)methyl]pyridin-2(1H)-yliden]-2,2,2-trifluoracetamid
(bekannt aus
WO2012/029672), 1-[(2-Chlor-1,3-thiazol-5-yl)methyl]-4-oxo-3-phenyl-4H-pyrido[1,2-a]pyrimidin-1-ium-2-olat
(bekannt aus
WO2009/099929), 1-[(6-Chlorpyridin-3-yl)methyl]-4-oxo-3-phenyl-4H-pyrido[1,2-a]pyrimidin-1-ium-2-olat
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WO2009/099929), 4-(3-{2,6-Dichlor-4-[(3,3-dichlorprop-2-en-1-yl)oxy]phenoxy}propoxy)-2-methoxy-6-(trifluormethyl)pyrimidin
(bekannt aus
CN101337940), N-[2-(tert-Butylcarbamoyl)-4-chlor-6-methylphenyl]-1-(3-chlorpyridin-2-yl)-3-(fluormethoxy)-1H-pyrazol-5-carboxamid
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WO2008/134969), Butyl-[2-(2,4-dichlorphenyl)-3-oxo-4-oxaspiro[4.5]dec-1-en-1-yl]-carbonat (bekannt
aus
CN 102060818), (3E)-3-[1-[(6-Chlor-3-pyridyl)methyl]-2-pyridyliden]-1,1,1-trifluor-propan-2-on
(bekannt aus
WO2013/144213), N-(Methylsulfonyl)-6-[2-(pyridin-3-yl)-1,3-thiazol-5-yl]pyridin-2-carboxamid (bekannt
aus
WO2012/000896), N-[3-(Benzylcarbamoyl)-4-chlorphenyl]-1-methyl-3-(pentafluorethyl)-4-(trifluormethyl)-1H-pyrazol-5-carboxamid
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WO2010/051926), 5-Brom-4-chlor-N-[4-chlor-2-methyl-6-(methylcarbamoyl)phenyl] -2-(3-chlor-2-pyridyl)pyrazole-3-carboxamid
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CN103232431), Tioxazafen, 4-[5-(3,5-Dichlorphenyl)-4,5-dihydro-5-(trifluormethyl)-3-isoxazolyl]-2-methyl-N-(cis-1-oxido-3-thietanyl)-benzamid,
4-[5-(3,5-Dichlorphenyl)-4,5-dihydro-5-(trifluormethyl)-3-isoxazolyl]-2-methyl-N-(trans-1-oxido-3-thietanyl)-benzamid
und 4-[(5S)-5-(3,5-Dichlorphenyl)-4,5-dihydro-5-(trifluormethyl)-3-isoxazolyl]-2-methyl-N-(cis-1-oxido-3-thietanyl)benzamid
(bekannt aus
WO 2013050317 A1), N-[3-Chlor-1-(3-pyridinyl)-1H-pyrazol-4-yl]-N-ethyl-3-[(3,3,3-trifluorpropyl)sulfinyl]-propanamid,
(+)-N-[3-Chlor-1-(3-pyridinyl)-1H-pyrazol-4-yl]-N-ethyl-3-[(3,3,3-trifluorpropyl)sulfinyl]-propanamid
und (-)-N-[3-Chlor-1-(3-pyridinyl)-1H-pyrazol-4-yl]-N-ethyl-3-[(3,3,3-trifluorpropyl)sulfinyl]-propanamid
(bekannt aus
WO 2013162715 A2,
WO 2013162716 A2,
US 20140213448 A1), 5-[[(2E)-3-Chlor-2-propen-1-yl]amino]-1-[2,6-dichlor-4-(trifluoromethyl)phenyl]-4-[(trifluormethyl)sulfinyl]-1H-pyrazol-3-carbonitril
(bekannt aus
CN 101337937 A), 3-Brom-N-[4-chlor-2-methyl-6-[(methylamino)thioxomethyl]phenyl]-1-(3-chlor-2-pyridinyl)-1H-pyrazol-5-carboxamid,
(Liudaibenjiaxuanan, bekannt aus
CN 103109816 A); N-[4-Chlor-2-[[(1,1-dimethylethyl)amino]carbonyl]-6-methylphenyl]-1-(3-chlor-2-pyridinyl)-3-(fluormethoxy)-1H-pyrazol-5-carboxamid
(bekannt aus
WO 2012034403 A1), N-[2-(5-Amino-1,3,4-thiadiazol-2-yl)-4-chlor-6-methylphenyl]-3-brom-1-(3-chlor-2-pyridinyl)-1H-pyrazol-5-carboxamid
(bekannt aus
WO 2011085575 A1), 4-[3-[2,6-Dichlor-4-[(3,3-dichlor-2-propen-1-yl)oxy]phenoxy]propoxy]-2-methoxy-6-(trifluormethyl)-pyrimidin
(bekannt aus
CN 101337940 A); (2E)- und (2Z)-2-[2-(4-Cyanophenyl)-1-[3-(trifluormethyl)phenyl] ethylidene] -N-
[4-(difluormethoxy)phenyl] -hydrazine-carboxamid (bekannt aus
CN 101715774 A); 3-(2,2-Dichloroethenyl)-2,2-dimethyl-4-(1H-benzimidazol-2-yl)phenyl-cyclopropan-carbonsäureester
(bekannt aus
CN 103524422 A); (4aS)-7-Chlor-2,5-dihydro-2-[[(methoxycarbonyl)[4-[(trifluormethyl)thio]phenyl]amino]carbonyl]-indeno[1,2-e][1,3,4]oxadiazine-4a(3H)-carbonsäuremethylester
(bekannt aus
CN 102391261 A).
Beispiele für herbiziden Mischungspartner sind:
[0056] Acetochlor, acifluorfen, acifluorfen-sodium, aclonifen, alachlor, allidochlor, alloxydim,
alloxydimsodium, ametryn, amicarbazone, amidochlor, amidosulfuron, 4-amino-3-chloro-6-(4-chloro-2-fluoro-3-methylphenyl)-5-fluoropyridine-2-carboxylic
acid, aminocyclopyrachlor, aminocyclopyrachlorpotassium, aminocyclopyrachlor-methyl,
aminopyralid, amitrole, ammoniumsulfamate, anilofos, asulam, atrazine, azafenidin,
azimsulfuron, beflubutamid, benazolin, benazolin-ethyl, benfluralin, benfuresate,
bensulfuron, bensulfuron-methyl, bensulide, bentazone, benzobicyclon, benzofenap,
bicyclopyron, bifenox, bilanafos, bilanafos-sodium, bispyribac, bispyribac-sodium,
bromacil, bromobutide, bromofenoxim, bromoxynil, bromoxynil-butyrate, -potassium,
-heptanoate und -octanoate, busoxinone, butachlor, butafenacil, butamifos, butenachlor,
butralin, butroxydim, butylate, cafenstrole, carbetamide, carfentrazone, carfentrazone-ethyl,
chloramben, chlorbromuron, chlorfenac, chlorfenac-sodium, chlorfenprop, chlorflurenol,
chlorflurenol-methyl, chloridazon, chlorimuron, chlorimuron-ethyl, chlorophthalim,
chlorotoluron, chlorthal-dimethyl, chlorsulfuron, cinidon, cinidon-ethyl, cinmethylin,
cinosulfuron, clacyfos, clethodim, clodinafop, clodinafop-propargyl, clomazone, clomeprop,
clopyralid, cloransulam, cloransulam-methyl, cumyluron, cyanamide, cyanazine, cycloate,
cyclopyrimorate, cyclosulfamuron, cycloxydim, cyhalofop, cyhalofop-butyl, cyprazine,
2,4-D, 2,4-D-butotyl, -butyl, - dimethylammonium, -diolamin, -ethyl, 2-ethylhexyl,
-isobutyl, -isooctyl, -isopropylammonium, - potassium, -triisopropanolammonium und
-trolamine, 2,4-DB, 2,4-DB-butyl, -dimethylammonium, isooctyl, -potassium und -sodium,
daimuron (dymron), dalapon, dazomet, n-decanol, desmedipham, detosyl-pyrazolate (DTP),
dicamba, dichlobenil, 2-(2,4-dichlorobenzyl)-4,4-dimethyl-1,2-oxazolidin-3-one, 2-(2,5-dichlorobenzyl)-4,4-dimethyl-1,2-oxazolidin-3-one,
dichlorprop, dichlorprop-P, diclofop, diclofop-methyl, diclofop-P-methyl, diclosulam,
difenzoquat, diflufenican, diflufenzopyr, diflufenzopyrsodium, dimefuron, dimepiperate,
dimethachlor, dimethametryn, dimethenamid, dimethenamid-P, dimetrasulfuron, dinitramine,
dinoterb, diphenamid, diquat, diquat-dibromid, dithiopyr, diuron, DNOC, endothal,
EPTC, esprocarb, ethalfluralin, ethametsulfuron, ethametsulfuron-methyl, ethiozin,
ethofumesate, ethoxyfen, ethoxyfen-ethyl, ethoxysulfuron, etobenzanid, F-9600, F-5231,
i.e. N-[2-Chlor-4-fluor-5-[4-(3-fluorpropyl)-4,5-dihydro-5-oxo-1H-tetrazol-1-yl]-phenyl]-ethansulfonamid,
F-7967, i.e. 3-[7-Chlor-5-fluor-2-(trifluormethyl)-1H-benzimidazol-4-yl]-1-methyl-6-(trifluormethyl)pyrimidin-2,4(1H,3H)-dion,
fenoxaprop, fenoxaprop-P, fenoxaprop-ethyl, fenoxaprop-P-ethyl, fenoxasulfone, fenquinotrione,
fentrazamide, flamprop, flamprop-M-isopropyl, flamprop-M-methyl, flazasulfuron, florasulam,
fluazifop, fluazifop-P, fluazifop-butyl, fluazifop-P-butyl, flucarbazone, flucarbazone-sodium,
flucetosulfuron, fluchloralin, flufenacet, flufenpyr, flufenpyr-ethyl, flumetsulam,
flumiclorac, flumiclorac-pentyl, flumioxazin, fluometuron, flurenol, flurenol-butyl,
-dimethylammonium und -methyl, fluoroglycofen, fluoroglycofen-ethyl, flupropanate,
flupyrsulfuron, flupyrsulfuron-methyl-sodium, fluridone, flurochloridone, fluroxypyr,
fluroxypyr-meptyl, flurtamone, fluthiacet, fluthiacet-methyl, fomesafen, fomesafen-sodium,
foramsulfuron, fosamine, glufosinate, glufosinate-ammonium, glufosinate-P-sodium,
glufosinate-P-ammonium, glufosinate-P-sodium, glyphosate, glyphosateammonium, -isopropylammonium,
-diammonium, -dimethylammonium, -potassium, -sodium und - trimesium, H-9201, i.e.
O-(2,4-Dimethyl-6-nitrophenyl)-O-ethyl-isopropylphosphoramidothioat, halauxifen, halauxifen-methyl,
halosafen, halosulfuron, halosulfuron-methyl, haloxyfop, haloxyfop-P, haloxyfop-ethoxyethyl,
haloxyfop-P-ethoxyethyl, haloxyfop-methyl, haloxyfop-P-methyl, hexazinone, HW-02,
i.e. 1-(Dimethoxyphosphoryl)-ethyl-(2,4-dichlorphenoxy)acetat, imazamethabenz, Imazamethabenz-methyl,
imazamox, imazamox-ammonium, imazapic, imazapic-ammonium, imazapyr, imazapyr-isopropylammonium,
imazaquin, imazaquin-ammonium, imazethapyr, imazethapyrimmonium, imazosulfuron, indanofan,
indaziflam, iodosulfuron, iodosulfuron-methyl-sodium, ioxynil, ioxynil-octanoate,
-potassium und sodium, ipfencarbazone, isoproturon, isouron, isoxaben, isoxaflutole,
karbutilate, KUH-043, i.e. 3-({ [5-(Difluormethyl)-1-methyl-3-(trifluormethyl)-1H-pyrazol-4-yl]methyl}sulfonyl)-5,5-dimethyl-4,5-dihydro-1,2-oxazol,
ketospiradox, lactofen, lenacil, linuron, MCPA, MCPA-butotyl, -dimethylammonium, -2-ethylhexyl,
-isopropylammonium, -potassium und - sodium, MCPB, MCPB-methyl, -ethyl und -sodium,
mecoprop, mecoprop-sodium, und -butotyl, mecoprop-P, mecoprop-P-butotyl, -dimethylammonium,
-2-ethylhexyl und -potassium, mefenacet, mefluidide, mesosulfuron, mesosulfuron-methyl,
mesotrione, methabenzthiazuron, metam, metamifop, metamitron, metazachlor, metazosulfuron,
methabenzthiazuron, methiopyrsulfuron, methiozolin, methyl isothiocyanate, metobromuron,
metolachlor, S-metolachlor, metosulam, metoxuron, metribuzin, metsulfuron, metsulfuron-methyl,
molinat, monolinuron, monosulfuron, monosulfuron-ester, MT-5950, i.e. N-[3-chlor-4-(1-methylethyl)-phenyl]-2-methylpentanamid,
NGGC-011, napropamide, NC-310, i.e. 4-(2,4-Dichlorbenzoyl)-1-methyl-5-benzyloxypyrazol,
neburon, nicosulfuron, nonanoic acid (Pelargonsäure), norflurazon, oleic acid (fatty
acids), orbencarb, orthosulfamuron, oryzalin, oxadiargyl, oxadiazon, oxasulfuron,
oxaziclomefon, oxyfluorfen, paraquat, paraquat dichloride, pebulate, pendimethalin,
penoxsulam, pentachlorphenol, pentoxazone, pethoxamid, petroleum oils, phenmedipham,
picloram, picolinafen, pinoxaden, piperophos, pretilachlor, primisulfuron, primisulfuron-methyl,
prodiamine, profoxydim, prometon, prometryn, propachlor, propanil, propaquizafop,
propazine, propham, propisochlor, propoxycarbazone, propoxycarbazone-sodium, propyrisulfuron,
propyzamide, prosulfocarb, prosulfuron, pyraclonil, pyraflufen, pyraflufen-ethyl,
pyrasulfotole, pyrazolynate (pyrazolate), pyrazosulfuron, pyrazosulfuron-ethyl, pyrazoxyfen,
pyribambenz, pyribambenz-isopropyl, pyribambenz-propyl, pyribenzoxim, pyributicarb,
pyridafol, pyridate, pyriftalid, pyriminobac, pyriminobac-methyl, pyrimisulfan, pyrithiobac,
pyrithiobac-sodium, pyroxasulfone, pyroxsulam, quinclorac, quinmerac, quinoclamine,
quizalofop, quizalofop-ethyl, quizalofop-P, quizalofop-P-ethyl, quizalofop-P-tefuryl,
rimsulfuron, saflufenacil, sethoxydim, siduron, simazine, simetryn, SL-261, sulcotrion,
sulfentrazone, sulfometuron, sulfometuron-methyl, sulfosulfuron, SYN-523, SYP-249,
i.e. 1-Ethoxy-3-methyl-1-oxobut-3-en-2-yl-5-[2-chlor-4-(trifluormethyl)phenoxy]-2-nitrobenzoat,
SYP-300, i.e. 1-[7-Fluor-3-oxo-4-(prop-2-in-1-yl)-3,4-dihydro-2H-1,4-benzoxazin-6-yl]-3-propyl-2-thioxoimidazolidin-4,5-dion,
2,3,6-TBA, TCA (Trifluoressigsäure), TCA-sodium, tebuthiuron, tefuryltrione, tembotrione,
tepraloxydim, terbacil, terbucarb, terbumeton, terbuthylazin, terbutryn, thenylchlor,
thiazopyr, thiencarbazone, thiencarbazone-methyl, thifensulfuron, thifensulfuron-methyl,
thiobencarb, tiafenacil, tolpyralate, topramezone, tralkoxydim, triafamone, tri-allate,
triasulfuron, triaziflam, tribenuron, tribenuron-methyl, triclopyr, trietazine, trifloxysulfuron,
trifloxysulfuron-sodium, trifludimoxazin, trifluralin, triflusulfuron, triflusulfuron-methyl,
tritosulfuron, urea sulfate, vernolate, XDE-848, ZJ-0862, i.e. 3,4-Dichlor-N-{2-[(4,6-dimethoxypyrimidin-2-yl)oxy]benzyl}anilin,
sowie die folgenden Verbindungen:

Beispiele für Pflanzenwachstumsregulatoren als mögliche Mischungspartner sind:
[0057] Acibenzolar, acibenzolar-S-methyl, 5-Aminolävulinsäure, ancymidol, 6-benzylaminopurine,
Brassinolid, Catechin, chlormequat chloride, cloprop, cyclanilide, 3-(Cycloprop-1-enyl)propionsäure,
daminozide, dazomet, n-decanol, dikegulac, dikegulac-sodium, endothal, endothal-dipotassium,
-disodium, und mono(N,N-dimethylalkylammonium), ethephon, flumetralin, flurenol, flurenol-butyl,
flurprimidol, forchlorfenuron, gibberellic acid, inabenfide, indol-3-acetic acid (IAA),
4-indol-3-ylbutyric acid, isoprothiolane, probenazole, Jasmonsäure, Jasmonsäuremethylester,
maleic hydrazide, mepiquat chloride, 1-methylcyclopropene, 2-(1-naphthyl)acetamide,
1-naphthylacetic acid, 2- naphthyloxyacetic acid, nitrophenolate-mixture, 4-Oxo-4[(2-phenylethyl)amino]buttersäure,
paclobutrazol, N-phenylphthalamic acid, prohexadione, prohexadione-calcium, prohydrojasmone,
Salicylsäure, Strigolacton, tecnazene, thidiazuron, triacontanol, trinexapac, trinexapac-ethyl,
tsitodef, uniconazole, uniconazole-P.
[0058] Folgende Gruppen von Verbindungen kommen beispielsweise als Safener in Frage:
S1) Verbindungen aus der Gruppe heterocyclischer Carbonsäurederivate:
S1a) Verbindungen vom Typ der Dichlorphenylpyrazolin-3-carbonsäure (S1a), vorzugsweise Verbindungen wie
1-(2,4-Dichlorphenyl)-5-(ethoxycarbonyl)-5-methyl-2-pyrazolin-3-carbonsäure, 1-(2,4-Dichlorphenyl)-5-(ethoxycarbonyl)-5-methyl-2-pyrazolin-3-carbonsäureethylester
(S1-1) ("Mefenpyr-diethyl"), und verwandte Verbindungen, wie sie in der WO-A-91/07874 beschrieben sind;
S1b) Derivate der Dichlorphenylpyrazolcarbonsäure (S1b), vorzugsweise Verbindungen wie 1-(2,4-Dichlorphenyl)-5-methylpyrazol-3-carbonsäureethylester
(S1-2), 1-(2,4-Dichlorphenyl)-5-isopropylpyrazol-3-carbonsäureethylester (S1-3), 1-(2,4-Dichlorphenyl)-5-(1,1-dimethyl-ethyl)pyrazol-3-carbonsäureethylester
(S1-4) und verwandte Verbindungen, wie sie in EP-A-333 131 und EP-A-269 806 beschrieben sind;
S1c) Derivate der 1,5-Diphenylpyrazol-3-carbonsäure (S1c), vorzugsweise Verbindungen wie 1-(2,4-Dichlorphenyl)-5-phenylpyrazol-3-carbonsäureethylester
(S1-5), 1-(2-Chlorphenyl)-5-phenylpyrazol-3-carbonsäuremethylester (S1-6) und verwandte
Verbindungen wie sie beispielsweise in der EP-A-268554 beschrieben sind;
S1d) Verbindungen vom Typ der Triazolcarbonsäuren (S1d), vorzugsweise Verbindungen wie Fenchlorazol(-ethylester), d.h. 1-(2,4-Dichlorphenyl)-5-trichlormethyl-(1H)-1,2,4-triazol-3-carbonsäureethylester
(S1-7), und verwandte Verbindungen, wie sie in EP-A-174 562 und EP-A-346 620 beschrieben sind;
S1e) Verbindungen vom Typ der 5-Benzyl- oder 5-Phenyl-2-isoxazolin-3- carbonsäure, oder
der 5,5-Diphenyl-2-isoxazolin-3-carbonsäure(S1e), vorzugsweise Verbindungen wie 5-(2,4-Dichlorbenzyl)-2-isoxazolin-3-carbonsäureethylester
(S1-8) oder 5-Phenyl-2-isoxazolin-3-carbonsäureethylester (S1-9) und verwandte Verbindungen,
wie sie in WO-A-91/08202 beschrieben sind, bzw. 5,5-Diphenyl-2-isoxazolin-carbonsäure (S1-10) oder 5,5-Diphenyl-2-isoxazolin-3-carbonsäureethylester
(S1-11) ("Isoxadifen-ethyl") oder -n-propylester (S1-12) oder 5-(4-Fluorphenyl)-5-phenyl-2-isoxazolin-3-carbonsäureethylester
(S1-13), wie sie in der Patentanmeldung WO-A-95/07897 beschrieben sind.
S2) Verbindungen aus der Gruppe der 8-Chinolinoxyderivate (S2):
S2a) Verbindungen vom Typ der 8-Chinolinoxyessigsäure (S2a), vorzugsweise (5-Chlor-8-chinolinoxy)essigsäure-(1-methylhexyl)-ester ("Cloquintocet-mexyl")
(S2-1), (5-Chlor-8-chinolinoxy)essigsäure-(1,3-dimethyl-but-1-yl)-ester (S2-2), (5-Chlor-8-chinolinoxy)essigsäure-4-allyl-oxy-butylester
(S2-3), (5-Chlor-8-chinolinoxy)essigsäure-1-allyloxy-prop-2-ylester (S2-4), (5-Chlor-8-chinolinoxy)essigsäureethylester
(S2-5), (5-Chlor-8-chinolinoxy)essigsäuremethylester (S2-6), (5-Chlor-8-chinolinoxy)essigsäureallylester
(S2-7), (5-Chlor-8-chinolinoxy)essigsäure-2-(2-propyliden-iminoxy)-1-ethylester (S2-8),
(5-Chlor-8-chinolinoxy)essigsäure-2-oxo-prop-1-ylester (S2-9) und verwandte Verbindungen,
wie sie in EP-A-86 750, EP-A-94 349 und EP-A-191 736 oder EP-A-0 492 366 beschrieben sind, sowie (5-Chlor-8-chinolinoxy)essigsäure (S2-10), deren Hydrate
und Salze, beispielsweise deren Lithium-, Natrium- Kalium-, Kalzium-, Magnesium-,
Aluminium-, Eisen-, Ammonium-, quartäre Ammonium-, Sulfonium-, oder Phosphoniumsalze
wie sie in der WO-A-2002/34048 beschrieben sind;
S2b) Verbindungen vom Typ der (5-Chlor-8-chinolinoxy)malonsäure (S2b), vorzugsweise Verbindungen wie (5-Chlor-8-chinolinoxy)malonsäurediethylester, (5-Chlor-8-chinolinoxy)malonsäurediallylester,
(5-Chlor-8-chinolinoxy)malonsäure-methyl-ethylester und verwandte Verbindungen, wie
sie in EP-A-0 582 198 beschrieben sind.
S3) Wirkstoffe vom Typ der Dichloracetamide (S3), die häufig als Vorauflaufsafener
(bodenwirksame Safener) angewendet werden, wie z. B.
"Dichlormid" (N,N-Diallyl-2,2-dichloracetamid) (S3-1),
"R-29148" (3-Dichloracetyl-2,2,5-trimethyl-1,3-oxazolidin) der Firma Stauffer (S3-2),
"R-28725" (3-Dichloracetyl-2,2,-dimethyl-1,3-oxazolidin) der Firma Stauffer (S3-3),
"Benoxacor" (4-Dichloracetyl-3,4-dihydro-3-methyl-2H-1,4-benzoxazin) (S3-4),
"PPG-1292" (N-Allyl-N-[(1,3-dioxolan-2-yl)-methyl]-dichloracetamid) der Firma PPG
Industries (S3-5),
"DKA-24" (N-Allyl-N-[(allylaminocarbonyl)methyl]-dichloracetamid) der Firma Sagro-Chem
(S3-6),
"AD-67" oder "MON 4660" (3-Dichloracetyl-1-oxa-3-aza-spiro[4,5]decan) der Firma Nitrokemia
bzw. Monsanto (S3-7),
"TI-35" (1-Dichloracetyl-azepan) der Firma TRI-Chemical RT (S3-8),
"Diclonon" (Dicyclonon) oder "BAS145138" oder "LAB145138" (S3-9) ((RS)-1-Dichloracetyl-3,3,8a-trimethylperhydropyrrolo[1,2-a]pyrimidin-6-on)
der Firma BASF, "Furilazol" oder "MON 13900" ((RS)-3-Dichloracetyl-5-(2-furyl)-2,2-dimethyloxazolidin)
(S3-10), sowie dessen (R)-Isomer (S3-11).
S4) Verbindungen aus der Klasse der Acylsulfonamide (S4):
S4a) N-Acylsulfonamide der Formel (S4a) und deren Salze wie sie in der WO-A-97/45016 beschrieben sind,

worin
- RA1
- (C1-C6)Alkyl, (C3-C6)Cycloalkyl, wobei die 2 letztgenannten Reste durch vA Substituenten aus der Gruppe Halogen, (C1-C4)Alkoxy, (C1-C6)Haloalkoxy und (C1-C4)Alkylthio und im Falle cyclischer Reste auch durch (C1-C4)Alkyl und (C1-C4)Haloalkyl substituiert sind;
- RA2
- Halogen, (C1-C4)Alkyl, (C1-C4)Alkoxy, CF3;
- mA
- 1 oder 2;
- vA
- ist 0, 1, 2 oder 3 bedeuten;
S4b) Verbindungen vom Typ der 4-(Benzoylsulfamoyl)benzamide der Formel (S4b) und deren Salze, wie sie in der WO-A-99/16744 beschrieben sind,

worin
- RB1, RB2
- unabhängig voneinander Wasserstoff, (C1-C6)Alkyl, (C3-C6)Cycloalkyl, (C3-C6)Alkenyl, (C3-C6)Alkinyl,
- RB3
- Halogen, (C1-C4)Alkyl, (C1-C4)Haloalkyl oder (C1-C4)Alkoxy und
- mB
- 1 oder 2 bedeuten,
z.B. solche worin
RB1 = Cyclopropyl, RB2 = Wasserstoff und (RB3) = 2-OMe ist ("Cyprosulfamide", S4-1),
RB1 = Cyclopropyl, RB2 = Wasserstoff und (RB3) = 5-Cl-2-OMe ist (S4-2),
RB1 = Ethyl, RB2 = Wasserstoff und (RB3) = 2-OMe ist (S4-3),
RB1 = Isopropyl, RB2 = Wasserstoff und (RB3) = 5-Cl-2-OMe ist (S4-4) und
RB1 = Isopropyl, RB2 = Wasserstoff und (RB3) = 2-OMe ist (S4-5);
S4c) Verbindungen aus der Klasse der Benzoylsulfamoylphenylharnstoffe der Formel (S4c), wie sie in der EP-A-365484 beschrieben sind,

worin
- RC1, RC2
- unabhängig voneinander Wasserstoff, (C1-C8)Alkyl, (C3-C8)Cycloalkyl, (C3-C6)Alkenyl, (C3-C6)Alkinyl,
- RC3
- Halogen, (C1-C4)Alkyl, (C1-C4)Alkoxy, CF3 und
- mC
- 1 oder 2 bedeuten;
beispielsweise
1-[4-(N-2-Methoxybenzoylsulfamoyl)phenyl]-3-methylharnstoff,
1-[4-(N-2-Methoxybenzoylsulfamoyl)phenyl]-3,3-dimethylharnstoff,
1-[4-(N-4,5-Dimethylbenzoylsulfamoyl)phenyl]-3-methylharnstoff;
S4d) Verbindungen vom Typ der N-Phenylsulfonylterephthalamide der Formel (S4d) und deren Salze, die z.B. bekannt sind aus CN 101838227,

worin
- RD4
- Halogen, (C1-C4)Alkyl, (C1-C4)Alkoxy, CF3;
- mD
- 1 oder 2;
- RD5
- Wasserstoff, (C1-C6)Alkyl, (C3-C6)Cycloalkyl, (C2-C6)Alkenyl, (C2-C6)Alkinyl, (C5-C6)Cycloalkenyl bedeutet.
S5) Wirkstoffe aus der Klasse der Hydroxyaromaten und der aromatisch-aliphatischen
Carbonsäurederivate (S5), z.B.
3,4,5-Triacetoxybenzoesäureethylester, 3,5-Dimethoxy-4-hydroxybenzoesäure, 3,5-Dihydroxybenzoesäure,
4-Hydroxysalicylsäure, 4-Fluorsalicyclsäure, 2-Hydroxyzimtsäure, 2,4-Dichlorzimtsäure,
wie sie in der WO-A-2004/084631, WO-A-2005/015994, WO-A-2005/016001 beschrieben sind.
S6) Wirkstoffe aus der Klasse der 1,2-Dihydrochinoxalin-2-one (S6), z.B. 1-Methyl-3-(2-thienyl)-1,2-dihydrochinoxalin-2-on,
1-Methyl-3-(2-thienyl)-1,2-dihydro-chinoxalin-2-thion, 1-(2-Aminoethyl)-3-(2-thienyl)-1,2-dihydro-chinoxalin-2-on-hydrochlorid,
1-(2-Methylsulfonylaminoethyl)-3-(2-thienyl)-1,2-dihydro-chinoxalin-2-on, wie sie
in der WO-A-2005/112630 beschrieben sind.
S7) Verbindungen aus der Klasse der Diphenylmethoxyessigsäurederivate (S7), z.B. Diphenylmethoxyessigsäuremethylester
(CAS-Reg.Nr. 41858-19-9) (S7-1), Diphenylmethoxyessigsäureethylester oder Diphenylmethoxyessigsäure wie sie
in der WO-A-98/38856 beschrieben sind.
S8) Verbindungen der Formel (S8),wie sie in der WO-A-98/27049 beschrieben sind,
worin die Symbole und Indizes folgende Bedeutungen haben:

- RD1
- ist Halogen, (C1-C4)Alkyl, (C1-C4)Haloalkyl, (C1-C4)Alkoxy, (C1-C4)Haloalkoxy,
- RD2
- ist Wasserstoff oder (C1-C4)Alkyl,
- RD3
- ist Wasserstoff, (C1-C8)Alkyl, (C2-C4)Alkenyl, (C2-C4)Alkinyl, oder Aryl, wobei jeder der vorgenannten C-haltigen Reste unsubstituiert
oder durch einen oder mehrere, vorzugsweise bis zu drei gleiche oder verschiedene
Reste aus der Gruppe, bestehend aus Halogen und Alkoxy substituiert ist; oder deren
Salze,
- nD
- ist eine ganze Zahl von 0 bis 2.
S9) Wirkstoffe aus der Klasse der 3-(5-Tetrazolylcarbonyl)-2-chinolone (S9), z.B.
1,2-Dihydro-4-hydroxy-1-ethyl-3-(5-tetrazolylcarbonyl)-2-chinolon (CAS-Reg.Nr.: 219479-18-2), 1,2-Dihydro-4-hydroxy-1-methyl-3-(5-tetrazolyl-carbonyl)-2-chinolon (CAS-Reg.Nr. 95855-00-8), wie sie in der WO-A-1999/000020 beschrieben sind.
S10) Verbindungen der Formeln (S10a) oder (S10b),
wie sie in der WO-A-2007/023719 und WO-A-2007/023764 beschrieben sind, worin

- RE1
- Halogen, (C1-C4)Alkyl, Methoxy, Nitro, Cyano, CF3, OCF3
- YE, ZE
- unabhängig voneinander O oder S,
- nE
- eine ganze Zahl von 0 bis 4,
- RE2
- (C1-C16)Alkyl, (C2-C6)Alkenyl, (C3-C6)Cycloalkyl, Aryl; Benzyl, Halogenbenzyl,
- RE3
- Wasserstoff oder (C1-C6)Alkyl bedeuten.
S11) Wirkstoffe vom Typ der Oxyimino-Verbindungen (S11), die als Saatbeizmittel bekannt
sind, wie z. B.
"Oxabetrinil" ((Z)-1,3-Dioxolan-2-ylmethoxyimino(phenyl)acetonitril) (S11-1), das
als Saatbeiz-Safener für Hirse gegen Schäden von Metolachlor bekannt ist,
"Fluxofenim" (1-(4-Chlorphenyl)-2,2,2-trifluor-1-ethanon-O-(1,3-dioxolan-2-ylmethyl)-oxim)
(S11-2), das als Saatbeiz-Safener für Hirse gegen Schäden von Metolachlor bekannt
ist, und
"Cyometrinil" oder "CGA-43089" ((Z)-Cyanomethoxyimino(phenyl)acetonitril) (S11-3),
das als Saatbeiz-Safener für Hirse gegen Schäden von Metolachlor bekannt ist.
S12) Wirkstoffe aus der Klasse der Isothiochromanone (S12), wie z.B. Methyl-[(3-oxo-1H-2-benzothiopyran-4(3H)-yliden)methoxy]acetat
(CAS-Reg.Nr. 205121-04-6) (S12-1) und verwandte Verbindungen aus WO-A-1998/13361.
S13) Eine oder mehrere Verbindungen aus Gruppe (S13):
"Naphthalic anhydrid" (1,8-Naphthalindicarbonsäureanhydrid) (S13-1), das als Saatbeiz-Safener
für Mais gegen Schäden von Thiocarbamatherbiziden bekannt ist,
"Fenclorim" (4,6-Dichlor-2-phenylpyrimidin) (S13-2), das als Safener für Pretilachlor
in gesätem Reis bekannt ist,
"Flurazole" (Benzyl-2-chlor-4-trifluormethyl-1,3-thiazol-5-carboxylat) (S13-3), das
als Saatbeiz-Safener für Hirse gegen Schäden von Alachlor und Metolachlor bekannt
ist,
"CL 304415" (CAS-Reg.Nr. 31541-57-8) (4-Carboxy-3,4-dihydro-2H-1-benzopyran-4-essigsäure) (S13-4) der Firma American
Cyanamid, das als Safener für Mais gegen Schäden von Imidazolinonen bekannt ist,
"MG 191" (CAS-Reg.Nr. 96420-72-3) (2-Dichlormethyl-2-methyl-1,3-dioxolan) (S13-5) der Firma Nitrokemia, das als Safener
für Mais bekannt ist,
"MG 838" (CAS-Reg.Nr. 133993-74-5) (2-propenyl 1-oxa-4-azaspiro[4.5]decan-4-carbodithioat) (S13-6) der Firma Nitrokemia
"Disulfoton" (O,O-Diethyl S-2-ethylthioethyl phosphordithioat) (S13-7),
"Dietholate" (O,O-Diethyl-O-phenylphosphorothioat) (S13-8),
"Mephenate" (4-Chlorphenyl-methylcarbamat) (S13-9).
S14) Wirkstoffe, die neben einer herbiziden Wirkung gegen Schadpflanzen auch Safenerwirkung
an Kulturpflanzen wie Reis aufweisen, wie z. B.
"Dimepiperate" oder "MY-93" (S-1-Methyl-1-phenylethyl-piperidin-1-carbothioat), das
als Safener für Reis gegen Schäden des Herbizids Molinate bekannt ist,
"Daimuron" oder "SK 23" (1-(1-Methyl-1-phenylethyl)-3-p-tolyl-harnstoff), das als
Safener für Reis gegen Schäden des Herbizids Imazosulfuron bekannt ist,
"Cumyluron" = "JC-940" (3-(2-Chlorphenylmethyl)-1-(1-methyl-1-phenyl-ethyl)harnstoff,
siehe JP-A-60087254), das als Safener für Reis gegen Schäden einiger Herbizide bekannt ist,
"Methoxyphenon" oder "NK 049" (3,3'-Dimethyl-4-methoxy-benzophenon), das als Safener
für Reis gegen Schäden einiger Herbizide bekannt ist,
"CSB" (1-Brom-4-(chlormethylsulfonyl)benzol) von Kumiai, (CAS-Reg.Nr. 54091-06-4), das als Safener gegen Schäden einiger Herbizide in Reis bekannt ist.
S15) Verbindungen der Formel (S15) oder deren Tautomere,
wie sie in der WO-A-2008/131861 und WO-A-2008/131860 beschrieben sind,

worin
- RH1
- einen (C1-C6)Haloalkylrest bedeutet und
- RH2
- Wasserstoff oder Halogen bedeutet und
- RH3, RH4
- unabhängig voneinander Wasserstoff, (C1-C16)Alkyl, (C2-C16)Alkenyl oder (C2-C16)Alkinyl,
wobei jeder der letztgenannten 3 Reste unsubstituiert oder durch einen oder mehrere
Reste aus der Gruppe Halogen, Hydroxy, Cyano, (C
1-C
4)Alkoxy, (C
1-C
4)Haloalkoxy, (C
1-C
4)Alkylthio, (C
1-C
4)Alkylamino, Di[(C
1-C
4)alkyl]-amino, [(C
1-C
4)Alkoxy]-carbonyl, [(C
1-C
4)Haloalkoxy]-carbonyl, (C
3-C
6)Cycloalkyl, das unsubstituiert oder substituiert ist, Phenyl, das unsubstituiert
oder substituiert ist, und Heterocyclyl, das unsubstituiert oder substituiert ist,
substituiert ist,
oder (C3-C6)Cycloalkyl, (C4-C6)Cycloalkenyl, (C3-C6)Cycloalkyl, das an einer Seite des Rings mit einem 4 bis 6-gliedrigen gesättigten
oder ungesättigten carbocyclischen Ring kondensiert ist, oder (C4-C6)Cycloalkenyl, das an einer Seite des Rings mit einem 4 bis 6-gliedrigen gesättigten
oder ungesättigten carbocyclischen Ring kondensiert ist,
wobei jeder der letztgenannten 4 Reste unsubstituiert oder durch einen oder mehrere
Reste aus der Gruppe Halogen, Hydroxy, Cyano, (C1-C4)Alkyl, (C1-C4)Haloalkyl, (C1-C4)Alkoxy, (C1-C4)Haloalkoxy, (C1-C4)Alkylthio, (C1-C4)Alkylamino, Di[(C1-C4)alkyl]-amino, [(C1-C4)Alkoxy] -carbonyl, [(C1-C4)Haloalkoxy]-carbonyl, (C3-C6)Cycloalkyl, das unsubstituiert oder substituiert ist, Phenyl, das unsubstituiert
oder substituiert ist, und Heterocyclyl, das unsubstituiert oder substituiert ist,
substituiert ist,
bedeutet oder
- RH3
- (C1-C4)-Alkoxy, (C2-C4)Alkenyloxy, (C2-C6)Alkinyloxy oder (C2-C4)Haloalkoxy bedeutet und
- RH4
- Wasserstoff oder (C1-C4)-Alkyl bedeutet oder
RH3 und RH4 zusammen mit dem direkt gebundenen N-Atom einen vier- bis achtgliedrigen heterocyclischen
Ring, der neben dem N-Atom auch weitere Heteroringatome, vorzugsweise bis zu zwei
weitere Heteroringatome aus der Gruppe N, O und S enthalten kann und der unsubstituiert
oder durch einen oder mehrere Reste aus der Gruppe Halogen, Cyano, Nitro, (C1-C4)Alkyl, (C1-C4)Haloalkyl, (C1-C4)Alkoxy, (C1-C4)Haloalkoxy und (C1-C4)Alkylthio substituiert ist, bedeutet.
S16) Wirkstoffe, die vorrangig als Herbizide eingesetzt werden, jedoch auch Safenerwirkung
auf Kulturpflanzen aufweisen, z. B.
(2,4-Dichlorphenoxy)essigsäure (2,4-D),
(4-Chlorphenoxy)essigsäure,
(R,S)-2-(4-Chlor-o-tolyloxy)propionsäure (Mecoprop),
4-(2,4-Dichlorphenoxy)buttersäure (2,4-DB),
(4-Chlor-o-tolyloxy)essigsäure (MCPA),
4-(4-Chlor-o-tolyloxy)buttersäure,
4-(4-Chlorphenoxy)buttersäure,
3,6-Dichlor-2-methoxybenzoesäure (Dicamba),
1-(Ethoxycarbonyl)ethyl-3,6-dichlor-2-methoxybenzoat (Lactidichlor-ethyl).
[0059] Besonders bevorzugt enthalten die lösungsmittelfreien, wasserdispergierbaren Technischen
Konzentrate (TK's)
- 0,5 bis 40 Gew.-%, bevorzugt 0,5 bis 30 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,5 bis 15 Gew.-%
der Komponente a),
- 2 bis 35 Gew.-%, bevorzugt 3 bis 30 Gew.-%, bevorzugt 5 bis 25 Gew.-% und ganz besonders
bevorzugt 10 bis 20 Gew.% der Komponente b1),
- 0,1 bis 10 Gew.-%, bevorzugt 0,3 bis 8 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt 1 bis 7
Gew.-% der Komponente c1),
- 2 bis 35 Gew.-%, bevorzugt 3 bis 30 Gew.-%, bevorzugt 5 bis 25 Gew.-% und ganz besonders
bevorzugt 10 bis 20 Gew.% der Komponente c2).
[0060] Ganz besonders bevorzugt werden diese mit einem Wirkstoff e) aus der Gruppe der Herbizide,
bevorzugt der Sulfonylharnstoffe wie etwa Mesosulfuron methyl (0,5-5 Gew.-%), Iodosulfurun-methyl-sodium
bzw. -säure (0,05-10 Gew.-%), Amidosulfuron (0,5-5 Gew.-%), der HPPD (4-hydroxyphenylpyruvate
dioxygenase) Inhibitoren, sowie weiterer Wirkstoffe aus der Gruppe der ALS (acetolactate
synthase) Hemmer wie etwa Thiencarbazone-methyl (0,2-5 Gew.-%) und/oder typischer
Pigmentbleicher wie etwa Diflufenican (2-20 Gew.-%) kombiniert. Bevorzugt sind Wirkstoffe
auf Basis Iodosulfuron, Amidosulfuron sowie Mesosulfuron.
[0061] Ganz besonders bevorzugt wird als c2) Kaolin oder Calziumcarbonat in Kombination
mit einer Kieselsäure verwendet. Ganz besonders bevorzugt wird als c1) eine Fällungskieselsäure
verwendet und ganz besonders bevorzugt wird als c2) Calziumcarbonat mit einer Fällungskieselsäure
kombiniert.
[0062] Besonders bevorzugt enthalten die lösungsmittelfreien, wasserdispergierbaren Suspensionskonzentrate
- 0,5 bis 40 Gew.-%, bevorzugt 0,5 bis 30 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,5 bis 15 Gew.-%.der
Komponente a),
- 0,1 bis 10 Gew.-%, bevorzugt 0,2 bis 7 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt 0,3 bis
4 Gew.-% der Komponente b1),
- 1 bis 15 Gew.-%, bevorzugt 2 bis 10 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt 2,5 bis 8
Gew.-% der Komponente b2),
- 0,05 bis 10 Gew.-%, bevorzugt 0,1 bis 8 Gew.-%, bevorzugt 0,3 bis 5 und ganz besonders
bevorzugt 0,5 bis 3 Gew.%. der Komponente c1),
- 0,01 bis 1,0 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,01 bis 0,6 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt
0,05 bis 0,5 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt 0,1 bis 0,3 Gew.-% der Komponente
d1).
[0063] Ganz besonders bevorzugt werden diese mit einem Wirkstoff e) aus der Gruppe der Herbizide,
bevorzugt aus der Gruppe der Auxine wie etwa Halauxifen-methyl (0,05-5 Gew.-%) und/oder
aus der Gruppe der Inhibitoren der Pigment Synthese (Pigment Bleicher, "bleacher")
wie etwa Diflufenican 5-30% und aus der Gruppe der DOXP Synthase Hemmer wie etwa Clomazone
sowie bevorzugt Isoxazolidinone, 2-[(2,4-dichlorophenyl)methyl]-4,4-dimethyl- (
CAS Nummer 81777-95-9) und/oder aus der Gruppe der VLCFA Hemmer ("very long chain fatty acid", Hemmung
der Zellteilung zur Herstellung von Fettsäuren) Flufenacet (5-30 Gew.-%) kombiniert.
Bevorzugt werden Halauxifen-methyl und/oder Dilflufenikan verwendet.
[0064] Darüber hinaus können die erfindungsgemäßen SC's oder TK's oder WG's als weitere
Komponenten f) gegebenenfalls noch enthalten:
Netzmittel, pH-Wert-Einstellungsmittel, Entschäumer, Biozide, Desintergrationsmittel,
Haftvermittler, Frostschutzmittel, Konservierungsmittel, Farbstoffe oder Dünger, sowie
von Komponente b) verschiedene Tenside.
[0065] Geeignete Entschäumer sind oberflächenaktive Verbindungen auf Silikon- bzw. Silanbasis
wie die Tegopren
®-Produkte (Goldschmidt), die SE
®-Produkte (Wacker), sowie die Bevaloid
®- (Kemira), Rhodorsil
®- (Solvay) und Silcolapse
®-Produkte (Blustar Silicones) bevorzugt sind SE
®- (Wacker), Rhodorsil
®-und Silcolapse
®-Produkte, besonders bevorzugt sind z.B. Produkte wie Silcolapse
® 5020.
[0066] Geeignete Frostschutzmittel sind solche aus der Gruppe der Harnstoffe, Diole und
Polyole, wie Ethylenglycol und Propylenglycol, Glycerin bevorzugt Propylenglycol oder
Glycerin.
[0067] Geeignete Konservierungsmittel sind z.B. Produkte wie Acticide
® MBS (Biozid, Thor Chemie), CIT, MIT oder BIT wie etwa Proxel
® GXL (BIT), Acticide
® SPX (MIT, CIT).
[0068] Geeignete Netzmittel sind ausgewählt aus der Gruppe der Naphthalinsulfonsäuren und
der Gruppe der Sulfobernsteinsäure-Derivate sowie die Salze dieser Gruppen, die einerseits
Mono- und Di-Ester der Sulfobernsteinsäure enthalten sowie deren Salze (Sulfosuccinate)
und andererseits alkylierte Naphthalinsulfonsäuren und deren Salze enthalten, wie
beispielsweise Aerosol
® OTB (Dioctylsulfosuccinat), Morwet
® EFW (alkylierte Naphthalinsulfonate), Nekal
® BX (alkylierte Naphthalinsulfonate), Galoryl
® MT 804 (alkylierte Naphthalinsulfonate).
[0069] Bevorzugte Netzmittel sind hier die Salze der alkylierten Naphthalinsulfonsäuren
und die Salze der Dioctylsulfobensteinsäure, besonders bevorzugt die Natriumsalze
alkylierter Naphthalinsulfonate wie z.B. Morwet
® EFW, und die Natriumsalze der Dioctylsulfobensteinsäure wie z.B. Aerosol
® OTB.
[0070] Geeignete Haftvermittler können ausgewählt werden aus der Gruppe Polyvinylpyrrolidon
(PVP), Polyvinylalkohol, Co-Polymer aus PVP und Dimethylaminoethylmethacrylat, butyliertes
PVP, Co-Polymer aus Vinylchlorid und Vinylacetat, Na-Salz des Co-Polymers aus Propensufonsäure
und partiell hydrolysiertem Vinylacetat, Natriumcaseinat, Phenolharze, modifizierte
CelluloseTypen wie beispielsweise Luviskol
® (Polyvinylpyrrolidon), Mowiol
® (Polyvinylalkohol), modifizierte Cellulose
[0071] Bevorzugt sind Polyvinylpyrrolidon-Typen, besonders bevorzugt sind Typen von niedrigem
Molekulargewicht wie Luviskol
® K30.
[0072] Geeignete Desintegrationsmittel können ausgewählt werden aus der Gruppe der modifizierten
Kohlenhydrate, wie mikrokristalline Cellulose und quervernetzten Polyvinylpyrrolidone,
wie beispielsweise Avicel
® PH 101 (mikrokristalline Cellulose), Agrimer
® XLF (quervemetztes Polyvinylpyrrolidon), Disintex
® 200 (quervemetztes Polyvinylpyrrolidon). Bevorzugt sind quervernetzte Polyvinylpyrrolidone,
wie Agrimer
® XLF.
[0073] Geeignete Antischaum-Mittel können ausgewählt werden aus der Gruppe der Ester der
Phosphorsäure mit niederen Alkoholen, C
6-C
10 Alkohole, Silicontenside (Suspoemulsionen von hydrophobisierten Kieselsäurepartikeln
in wässrigen Emulsionskonzentraten auf der Basis flüssiger Silicontenside), wie Polydimethylsiloxan,
sowie deren Absorbate an festes Trägermaterial wie beispielsweise Rhodorsil
® 432 (Silicontensid), Butylphosphat, iso-Butylphosphat, n-Octanol, Wacker ASP15 (Polydimethylsiloxan,
an festem Träger absorbiert), Antischaum-Mittel
®SE (Polydimethylsiloxan). Bevorzugt sind Suspoemulsionen von hydrophobisierten Kieselsäurepartikeln
in wässrigen Emulsionskonzentraten auf der Basis flüssiger Silicontenside, wie Antischaum-Mittel
® SE (Polydimethylsiloxan), und feste Antischaum-Mittel, wie Wacker ASP 15 (Polydimethylsiloxan).
[0074] Als Emulgatoren, Netzmittel und Dispergatoren kommen z.B. nichtionische Emulgatoren
und Dispergatoren in Frage, z.B.:
- polyalkoxylierte, bevorzugt polyethoxylierte, gesättigte und ungesättigte aliphatische
Alkohole,mit 8 bis 24 C-Atomen im Alkylrest, der sich von den entsprechenden Fettsäuren
oder aus petrochemischen Produkten ableitet, und mit 1 bis 100 bevorzugt 2 bis 50,
Ethylenoxideinheiten (EO), wobei die freie Hydroxy-Gruppe gegebenenfalls alkoxyliert
ist, z.B. Genapol® X- und Genapol® O-Reihe (Clariant), Crovol® M-Reihe (Croda) oder Lutensol®-Reihe (BASF);
- polyalkoxylierte, bevorzugt polyethoxylierte Hydroxyfettsäuren oder Hydroxyfettsäuren
enthaltene Glyceride, wie z.B. Ricinin bzw. Rizinusöl mit einem Ethoxylierungsgrad
zwischen 10 und 80, bevorzugt 25 bis 40, wie z.B. Emulsogen® EL-Reihe (Clariant) oder Agnique® CSO-Reihe (BASF);
- polyalkoxylierte, bevorzugt polyethoxylierte Sorbitanester, wie z.B. Atplus® 309 F (Croda) oder Alkamuls®-Reihe (Solvay).
[0075] Bevorzugte nichtionische Emulgatoren und Dispergatoren sind z.B. polyethoxylierte
Alkohole und polyethoxylierte Triglyceride, die Hydroxyfettsäuren enthalten.
[0076] Es kommen auch ionische Emulgatoren und Dispergatoren in Frage, z.B.:
- polyalkoxylierte, bevorzugt polyethoxylierte Emulgatoren/Dispergatoren, die ionisch
modifiziert sind, z.B. durch Umsetzung der endständigen freien Hydroxylfunktion des
Polyethylenoxidblocks zu einem Sulfat- oder Phosphatester (z.B. als Alkali- und Erdalkalimetallsalze),
wie z.B. Genapol® LRO oder Dispergiermittel 3618 (Clariant), Emulphor® (BASF) oder Crafol® AP (BASF);
- Alkali- und Erdalkalimetallsalze von Alkylarylsulfonsäuren mit linearer oder verzweigter
Alkylkette, wie Phenylsulfonat CA oder Phenylsulfonat CAL (Clariant), Atlox® 3377BM (Croda), Empiphos® TM-Reihe (Huntsman);
- Polyelektrolyte, wie Polystyrolsulfonat oder sulfonierte ungesättigte oder aromatische
Polymere (Polystyrole, Polybutadiene oder Polyterpene).
[0077] Der Anteil der gegebenenfalls zugesetzten weiteren üblichen Hilfs- und Zusatzstoffe
f) in den erfindungsgemäßen Dispersionen kann bis 20 Gew.-%, bevorzugt bis 15 Gew.-%
betragen.
[0078] Der Anteil der Komponente Wasser in den erfindungsgemäßen Dispersionen beträgt 20
bis 70 Gew.-%, bevorzugt 20 bis 60 Gew.-%, besonders bevorzugt 30 bis 55 Gew.-% ganz
besonders bevorzugt 25 bis 45 Gew.-%.
[0079] Die Erfindung betrifft weiterhin ein herbizides Mittel, welches aus den erfindungsgemäßen
SC's, TK's oder WG's durch Verdünnen mit Flüssigkeiten, bevorzugt Wasser, hergestellt
werden kann.
[0080] Es kann vorteilhaft sein, den so erhaltenen herbiziden Mitteln weitere Wirkstoffe,
bevorzugt agrochemische Wirkstoffe (z.B. als Tankmischpartner in Form entsprechender
Formulierungen) und/oder zur Anwendung übliche Hilfs- und Zusatzstoffe, z.B. selbstemulgierende
Öle wie Pflanzenöle oder Paraffinöle und/oder Düngemittel zuzugeben. Gegenstand der
vorliegenden Erfindung sind daher auch solche Mittel, bevorzugt herbizide, auf Basis
der erfindungsgemäßen Formulierungen.
[0081] Eine besondere Ausführungsform der Erfindung betrifft die Verwendung der aus den
erfindungsgemäßen SC's, TK's oder WG's erhältlichen herbiziden Mittel zur Bekämpfung
von unerwünschtem Pflanzenwuchs, im Folgenden als "herbizides Mittel" bezeichnet.
[0082] Die herbiziden Mittel weisen eine ausgezeichnete herbizide Wirksamkeit gegen ein
breites Spektrum wirtschaftlich wichtiger mono- und dikotyler Schadpflanzen auf. Auch
schwer bekämpfbare perennierende Unkräuter, die aus Rhizomen, Wurzelstöcken oder anderen
Dauerorganen austreiben, werden gut erfasst. Dabei können die herbiziden Mittel z.B.
im Vorsaat-, Vorauflauf- oder Nachauflaufverfahren ausgebracht werden. Im einzelnen
seien beispielhaft einige Vertreter der mono- und dikotylen Unkrautflora genannt,
die durch die herbiziden Mittel kontrolliert werden können, ohne dass durch die Nennung
eine Beschränkung auf bestimmte Arten erfolgen soll.
[0083] Auf der Seite der monokotylen Unkrautarten werden z.B. Apera spica venti, Avena spp.,
Alopecurus spp., Brachiaria spp., Digitaria spp., Lolium spp., Echinochloa spp.,Panicum
spp., Phalaris spp., Poa spp., Setaria spp. sowie Bromus spp. wie Bromus catharticus,
Bromus secalinus, Bromus erectus, Bromus tectorum und Bromus japonicus und Cyperusarten
aus der annuellen Gruppe und auf seiten der perennierenden Spezies Agropyron, Cynodon,
lmperata sowie Sorghum und auch ausdauernde Cyperusarten gut erfaßt. Bei dikotylen
Unkrautarten erstreckt sich das Wirkungsspektrum auf Arten wie z.B. Abutilon spp.,
Amaranthus spp., Chenopodium spp., Chrysanthemum spp., Galium spp. wie Galium aparine,
lpomoea spp., Kochia spp., Lamium spp., Matricaria spp., Pharbitis spp., Polygonum
spp., Sida spp., Sinapis spp., Solanum spp., Stellaria spp., Veronica spp. und Viola
spp., Xanthium spp., auf der annuellen Seite sowie Convolvulus, Cirsium, Rumex und
Artemisia bei den perennierenden Unkräutern. Unter den spezifischen Kulturbedingungen
im Reis vorkommende Schadpflanzen wie z.B. Echinochloa, Sagittaria, Alisma, Eleocharis,
Scirpus und Cyperus werden von den herbiziden Mitteln ebenfalls hervorragend bekämpft.
Werden die herbiziden Mittel vor dem Keimen auf die Erdoberfläche appliziert, so wird
entweder das Auflaufen der Unkrautkeimlinge vollständig verhindert oder die Unkräuter
wachsen bis zum Keimblattstadium heran, stellen jedoch dann ihr Wachstum ein und sterben
schließlich nach Ablauf von drei bis vier Wochen vollkommen ab.
[0084] Bei Applikation der herbiziden Mittel auf die grünen Pflanzenteile im Nachauflaufverfahren
tritt ebenfalls sehr rasch nach der Behandlung ein drastischer Wachstumsstop ein und
die Unkrautpflanzen bleiben in dem zum Applikationszeitpunkt vorhandenen Wachstumsstadium
stehen oder sterben nach einer gewissen Zeit ganz ab, so dass auf diese Weise eine
für die Kulturpflanzen schädliche Unkrautkonkurrenz sehr früh und nachhaltig beseitigt
wird.
[0085] Die herbiziden Mittel zeichnen sich durch eine schnell einsetzende und lang andauernde
herbizide Wirkung aus. Die Regenfestigkeit der Wirkstoffe in den herbiziden Mitteln
ist in der Regel günstig. Als besonderer Vorteil fällt ins Gewicht, dass die in den
herbiziden Mittel verwendeten und wirksamen Dosierungen von herbiziden Verbindungen
so gering eingestellt werden können, dass ihre Bodenwirkung optimal niedrig ist. Somit
wird deren Einsatz nicht nur in empfindlichen Kulturen erst möglich, sondern Grundwasser-Kontaminationen
werden praktisch vermieden. Durch die erfindungsgemäße Kombination von Wirkstoffen
wird eine erhebliche Reduzierung der nötigen Aufwandmenge der Wirkstoffe ermöglicht.
[0086] Die genannten Eigenschaften und Vorteile sind in der praktischen Unkrautbekämpfung
von Nutzen, um landwirtschaftliche Kulturen von unerwünschten Konkurrenzpflanzen freizuhalten
und damit die Erträge qualitativ und quantitativ zu sichern und/oder zu erhöhen. Der
technische Standard wird durch diese neuen herbiziden Mittel hinsichtlich der beschriebenen
Eigenschaften deutlich übertroffen.
[0087] Obgleich die herbiziden Mittel eine ausgezeichnete herbizide Aktivitätgegenüber mono-
und dikotylen Unkräutern aufweisen, werden Kulturpflanzen wirtschaftlich bedeutender
Kulturen z.B. zweikeimblättriger Kulturen wie Soja, Baumwolle, Raps, Zuckerrüben,
oder Gramineen-Kulturen wie Weizen, Gerste, Roggen, Hafer, Hirse, Reis oder Mais,
nur unwesentlich oder gar nicht geschädigt. Die vorliegenden herbiziden Mittel eignen
sich aus diesen Gründen sehr gut zur selektiven Bekämpfung von unerwünschtem Pflanzenwuchs
in landwirtschaftlichen Nutzpflanzungen oder in Zierpflanzungen.
[0088] Darüber hinaus weisen die entsprechenden herbiziden Mittel je nach Kulturpflanze
hervorragende Wachstumsregulatorische Eigenschaften auf. Sie greifen regulierend in
den pflanzeneigenen Stoffwechsel ein und können damit zur gezielten Beeinflussung
von Pflanzeninhaltsstoffen und zur Ernteerleichterung wie z.B. durch Auslösen von
Desikkation und Wuchsstauchung eingesetzt werden. Desweiteren eignen sie sich potentiell
auch zur generellen Steuerung und Hemmung von unerwünschtem vegetativen Wachstum,
ohne dabei die Pflanzen abzutöten. Eine Hemmung des vegetativen Wachstums spielt bei
vielen mono- und dikotylen Kulturen eine große Rolle, da das Lagern hierdurch verringert
oder völlig verhindert werden kann.
[0089] Aufgrund ihrer herbiziden und pflanzenwachstumsregulatorischen-Eigenschaften können
die herbiziden Mittel -wie bereits erwähnt- auch zur Bekämpfung von Schadpflanzen
in Kulturen von bekannten oder noch zu entwickelnden gentechnisch veränderten Pflanzen
eingesetzt werden. Die transgenen Pflanzen zeichnen sich in der Regel durch besondere
vorteilhafte Eigenschaften aus, beispielsweise durch Resistenzen gegenüber bestimmten
Pestiziden, vor allem bestimmten Herbiziden, Resistenzen gegenüber Pflanzenkrankheiten
oder Erregern von Pflanzenkrankheiten wie bestimmten Insekten oder Mikroorganismen
wie Pilzen, Bakterien oder Viren. Andere besondere Eigenschaften betreffen z. B. das
Erntegut hinsichtlich Menge, Qualität, Lagerfähigkeit, Zusammensetzung und spezieller
lnhaltsstoffe. So sind transgene Pflanzen mit erhöhtem Stärkegehalt oder veränderter
Qualität der Stärke oder solche mit anderer Fettsäurezusammensetzung des Ernteguts
bekannt.
[0090] Bevorzugt ist die Anwendung der herbiziden Mittel in wirtschaftlich bedeutenden transgenen
Kulturen von Nutz- und Zierpflanzen, z. B. von Gramineen-Kulturen wie Weizen, Gerste,
Roggen, Hafer, Hirse, Reis und Mais oder auch Kulturen von Zuckerrübe, Baumwolle,
Soja, Raps, Kartoffel, Tomate, Erbse und anderen Gemüsesorten. Bevorzugt können die
herbiziden Mittel in Nutzpflanzenkulturen eingesetzt werden, welche gegenüber den
phytotoxischen Wirkungen der Herbizide resistent sind bzw. gentechnisch resistent
gemacht worden sind.
[0091] Bei der Anwendung der herbiziden Mittel in transgenen Kulturen treten neben den in
anderen Kulturen zu beobachtenden Wirkungen gegenüber Schadpflanzen oftmals Wirkungen
auf, die für die Applikation in der jeweiligen transgenen Kultur spezifisch sind,
beispielsweise ein verändertes oder speziell erweitertes Unkrautspektrum, das bekämpft
werden kann, veränderte Aufwandmengen, die für die Applikation eingesetzt werden können,
bevorzugt gute Kombinierbarkeit mit den weiteren herbiziden Wirkstoffen, gegenüber
denen die transgene Kultur resistent ist, sowie Beeinflussung von Wuchs und Ertrag
der transgenen Kulturpflanzen.
[0092] Hierin beschrieben, jedoch nicht beansprucht ist somit auch ein Verfahren zur Bekämpfung
von unerwünschtem Pflanzenwuchs, vorzugsweise in Pflanzenkulturen wie Getreide (z.B.
Weizen, Gerste, Roggen, Hafer, Reis, Mais, Hirse), Zuckerrübe, Zuckerrohr, Raps, Baumwolle
und Soja, besonders bevorzugt in monokotylen Kulturen wie Getreide, z.B. Weizen, Gerste,
Roggen, Hafer, Kreuzungen davon wie Triticale, Reis, Mais und Hirse, dass dadurch
gekennzeichnet ist, dass man die erfindungsgemäßen herbiziden Mittel auf die Schadpflanzen,
Pflanzenteile, Pflanzensamen oder die Fläche auf der die Pflanzen wachsen, z.B. die
Anbaufläche, appliziert. Die Pflanzenkulturen können auch gentechnisch verändert oder
durch Mutationsselektion erhalten sein und sind bevorzugt tolerant gegenüber Acetolactatsynthase
(ALS)-Inhibitoren.
[0093] Mit den erfindungsgemäßen WGs sowie SCs kann bei gleicher Aufwandmenge eine bessere
biologische Wirkung erzielt werden. Vorteilhafterweise zeigen die erfindungsgemäßen
SC's, TK's oder WG's eine ausgezeichnete Pflanzenverträglichkeit wie eine reduzierte
Neigung phytotoxische Schäden zu verursachen.
[0094] Daneben haben die erfindungsgemäßen SC's, TK's oder WG's als spezielle Wirkstoff-Kombinations-Formulierungen
(synonym: Mischungs-Formulierungen, Co-Formulierungen) weitere Vorteile, wie z.B.
ein geringerer Verpackungsaufwand als bei Verwendung der Einzelwirkstoffe, wodurch
sich der Aufwand für Herstellung, Transport und Lagerung vereinfacht und die Zubereitung
der in der Landwirtschaft eingesetzten Spritzbrühen durch die kleineren Mengen und
die bereits eingestellten, wirksamen Mengenverhältnisse besser gehandhabt werden können,
wie z.B. beim Mess- und Verrührvorgang.
[0095] Die erfindungsgemäßen SC's, TK's oder WG's zeigen zusätzlich überraschenderweise
hervorragende dispergierende und stabilisierende Eigenschaften nach dem weiteren Verdünnen
mit Flüssigkeiten, bevorzugt Wasser.
[0096] Daneben ergeben die SC's, TK's oder WG's Langzeit-lagerstabile und anwendungstechnisch
einwandfreie Formulierungen.
[0097] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform ist die Verwendung der erfindungsgemäßen
SC's, TK's oder WG's als Wachstumsregulator (Phytotonic). Bevorzugt werden diese Kombinationen
eingesetzt um das "greening" der Pflanze zu verbessern
[0098] Pflanzenwachstumsregulatoren können verschiedene Wirkungen auf Pflanzen ausüben.
Die Wirkung der Substanzen hängt im Wesentlichen vom Zeitpunkt der Applikation relativ
zum Entwicklungsstadium der Pflanze und auch von den Wirkstoffmengen, die auf die
Pflanzen oder ihre Umwelt ausgebracht werden und von der Ausbringungsart ab. In jedem
Fall sollten Wachstumsregulatoren eine bestimmte gewünschte Wirkung auf die Kulturpflanzen
ausüben.
[0099] Zu den wachstumsregulierenden Wirkungen zählen frühere Keimung, besseres Auflaufen,
stärker entwickeltes Wurzelsystem und/oder verbessertes Wurzelwachstum, verstärkte
Bestockungsfähigkeit, produktivere Bestockungstriebe, frühere Blüte, erhöhte Pflanzenhöhe
und/oder Biomasse, Stängelverkürzung, Verbesserungen des Sproßwachstums, Anzahl Körner/Ähre,
Anzahl Ähren/m
2, Anzahl Stolonen und/oder Anzahl Blüten, erhöhter Harvest Index, größere Blätter,
weniger tote Basalblätter, verbesserte Phyllotaxie, frühere Reife/frühere Fruchtausbildung,
homogene Reife, erhöhte Kornfüllungsdauer, bessere Fruchtausbildung, größere Frucht/Gemüsegröße,
Sproßresistenz und verringerte Lagerung.
[0100] Erhöhter oder verbesserter Ertrag bezieht sich auf Gesamtbiomasse pro Hektar, Ertrag
pro Hektar, Korn/Fruchtgewicht, Samengröße und/oder Hektolitergewicht sowie auf verbesserte
Produktqualität, was Folgendes umfasst:
verbesserte Verarbeitbarkeit bezüglich Größenverteilung (Kern, Frucht usw.), homogene
Reife, Kornfeuchtigkeit, besseres Mahlen, bessere Weinbereitung, besseres Brauen,
erhöhter Saftertrag, erhöhte Erntbarkeit, erhöhte Verdaulichkeit, erhöhter Sedimentationswert,
erhöhte Fallzahl, erhöhte Schotenstabilität, erhöhte Lagerstabilität, verbesserte
Faserlänge/Stärke/Einheitlichkeit, Erhöhung der Milch- und/oder Fleischqualität von
mit Silage gefütterten Tieren, Anpassung an Kochen und Braten;
weiterhin umfassend bessere Vermarktbarkeit in Bezug auf erhöhte Frucht-/Kornqualität,
Größenverteilung (Kern, Frucht usw.), erhöhte Lagerfähigkeit/Haltbarkeit, Festigkeit/Weiche,
Geschmack (Aroma, Textur, usw.), Klasse (Größe, Form, Anzahl Beeren usw.), Anzahl
Beeren/Früchte pro Traube, Knackigkeit, Frische, Wachsbedeckung, Häufigkeit von physiologischen
Störungen, Farbe usw.;
weiterhin umfassend Erhöhung der gewünschten Bestandteile wie z.B. Proteingehalt,
Fettsäuren, Ölgehalt, Ölqualität, Aminosäurezusammensetzung, Zuckergehalt, Säuregehalt
(pH-Wert), Zucker/Säure-Verhältnis (Brix), Polyphenole, Stärkegehalt, Nährwert, Glutengehalt/Index,
Energiegehalt, Geschmack usw.;
und weiterhin umfassend eine Verringerung an unerwünschten Bestandteilen wie z.B.
weniger Mycotoxine, weniger Aflatoxine, Geosmingehalt, Phenolaromen, Laccase, Polyphenoloxidasen
und Peroxidasen oder Nitratgehalt.
[0101] Pflanzenwachstumsregulierende Formulierungen können zum Beispiel dazu verwendet werden,
um das vegetative Wachstum der Pflanzen zu verlangsamen. Solch eine Unterdrückung
des Wachstums ist von wirtschaftlichem Interesse zum Beispiel bei Gräsern, da es dadurch
möglich ist, die Häufigkeit des Rasenschnitts in Ziergärten, Parks und Sportanlagen,
an Straßenrändern, auf Flughäfen oder in Fruchtkulturen zu verringern. Ebenfalls von
Wichtigkeit ist die Hemmung des Wachstums von krautigen und holzigen Pflanzen an Straßenrändern
und in der Nähe von Rohrleitungen oder oberirdischen Kabeln, oder ganz allgemein dort,
wo kräftiger Pflanzenwuchs unerwünscht ist.
[0102] Ebenfalls von Wichtigkeit ist die Verwendung von Wachstumsregulatoren zur Hemmung
des Längenwachstums von Getreide. Dies reduziert bzw. eliminiert vollständig das Risiko
des Lagerns der Pflanzen vor der Ernte. Außerdem können Wachstumsregulatoren bei Getreide
den Halm stärken, was ebenfalls dem Lagern entgegenwirkt. Der Einsatz von Wachstumsregulatoren
zum Verkürzen und Stärken der Halme gestattet die Ausbringung von höheren Düngermengen,
um den Ertrag zu erhöhen, ohne dass ein Lagerrisiko der Getreidekultur besteht.
[0103] Bei vielen Kulturpflanzen gestattet die Unterdrückung des vegetativen Wachstums eine
größere Pflanzendichte, und es ist daher möglich, höhere Beträge in Bezug auf die
Bodenoberfläche zu erzielen.
[0104] Ein weiterer Vorteil der auf diese Art und Weise erhaltenen kleineren Pflanzen besteht
darin, dass die Kultur leichter zu kultivieren und zu ernten ist.
[0105] Die Verringerung des vegetativen Pflanzenwachstums kann auch zu erhöhten oder verbesserten
Erträgen führen, da die Nährstoffe und Assimilate von größerem Nutzen für Blüten-
und Fruchtbildung als für die vegetativen Teile der Pflanzen sind.
[0106] Alternativ dazu können Wachstumsregulatoren auch dazu verwendet werden, um das vegetative
Wachstum zu fördern. Dies ist dann von großem Nutzen, wenn die vegetativen Pflanzenteile
geerntet werden. Die Förderung des vegetativen Wachstums kann jedoch auch das generative
Wachstum insofern fördern, als mehr Assimilate gebildet werden, was zu mehr oder größeren
Früchten führt.
[0107] Weiterhin lassen sich nutzbringende Wirkungen auf das Wachstum oder den Ertrag durch
eine verbesserte Nährstoffverwertung, insbesondere Stickstoff (N)-Verwertung, Phosphor(P)-Verwertung,
Wasserverwertung, verbesserte Transpirations-, Respirations- und/oder CO2-Assimilationsrate,
bessere Knöllchenbildung, einen verbesserten Ca-Metabolismus usw. erzielen.
[0108] Ebenso können Wachstumsregulatoren dazu verwendet werden, um die Zusammensetzung
der Pflanzen zu verändern, was wiederum zu einer Verbesserung der Qualität des Ernteguts
führen kann. Unter dem Einfluss von Wachstumsregulatoren können parthenokarpe Früchte
gebildet werden. Außerdem ist es möglich, das Geschlecht der Blüten zu beeinflussen.
Es ist auch möglich, sterilen Pollen zu produzieren, was von großer Wichtigkeit in
der Züchtung und Produktion von Hybridsaatgut ist.
[0109] Die Verwendung von Wachstumsregulatoren kann die Verzweigung der Pflanzen kontrollieren.
Einerseits kann man durch Brechen der Apikaldominanz die Entwicklung von Nebentrieben
fördern, was insbesondere beim Anbau von Zierpflanzen, auch in Kombination mit einer
Wachstumshemmung, sehr erwünscht sein kann. Andererseits kann man jedoch auch das
Wachstum der Nebentriebe hemmen. Diese Wirkung ist zum Beispiel beim Anbau von Tabak
oder beim Anbau von Tomaten von besonderem Interesse.
[0110] Unter dem Einfluss von Wachstumsregulatoren kann die Menge an Blättern an der Pflanze
derart kontrolliert werden, dass eine Entlaubung der Pflanzen zu einem bestimmten
Zeitpunkt erfolgt. Solch eine Entlaubung spielt bei der mechanischen Ernte von Baumwolle
eine wesentliche Rolle, ist jedoch auch bei der Ernteerleichterung in anderen Kulturen,
zum Beispiel im Weinbau, von Interesse. Die Entlaubung der Pflanzen kann auch vorgenommen
werden, um die Transpiration der Pflanzen zu erniedrigen, bevor sie umgesetzt werden.
[0111] Weiterhin können Wachstumsregulatoren die Pflanzenseneszenz modulieren, was zu einer
verlängerten Dauer der grünen Blattfläche, einer längeren Kornfüllungsphase, einer
verbesserten Ertragsqualität usw. führen kann.
[0112] Ebenso können Wachstumsregulatoren zum Regulieren des Fruchtfalls verwendet werden.
Einerseits ist es möglich, vorzeitigen Fruchtfall zu verhindern. Andererseits ist
es auch möglich, Fruchtfall, ja sogar den Blütenabwurf, zu fördern, um eine gewünschte
Masse zu erzielen ("Ausdünnen"). Zusätzlich ist es möglich, Wachstumsregulatoren zum
Erntezeitpunkt einzusetzen, um die Kraft, die erforderlich ist, um die Früchte abzulösen,
zu reduzieren, um ein mechanisches Beernten zu gestatten oder um die Ernte von Hand
zu erleichtern.
[0113] Wachstumsregulatoren können auch dazu verwendet werden, um eine schnellere oder auch
verzögerte Abreife des Ernteguts vor oder nach der Ernte zu erzielen. Dies ist besonders
vorteilhaft, als es eine optimale Einstellung auf die Erfordernisse des Markts gestattet.
Weiterhin können Wachstumsregulatoren in manchen Fällen die Fruchtfärbung verbessern.
Zusätzlich können Wachstumsregulatoren auch dazu verwendet werden, um die Abreife
innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu synchronisieren. Dies bildet die Voraussetzung
für eine vollständige mechanische Beerntung oder Ernte von Hand in einem einzigen
Arbeitsgang, zum Beispiel bei Tabak, Tomaten oder Kaffee.
[0114] Durch die Verwendung von Wachstumsregulatoren ist es zusätzlich möglich, die Samen-
oder Knospenruhe der Pflanzen derart zu beeinflussen, dass Pflanzen wie Ananas oder
Zierpflanzen in Gärtnereien zum Beispiel dann keimen, sprießen oder blühen, wenn sie
normalerweise nicht dazu tendieren würden. Dort, wo ein Frostrisiko besteht, kann
es wünschenswert sein, die Knospenbildung oder Keimung von Samen mit Hilfe von Wachstumsregulatoren
zu verzögern, um Spätfrostschäden zu vermeiden.
[0115] Schließlich können Wachstumsregulatoren eine Resistenz der Pflanzen gegenüber Frost,
Trockenheit oder hohen Salzgehalt des Bodens induzieren. Dies gestattet den Anbau
von Pflanzen in Regionen, die sich normalerweise nicht zu diesem Zweck eignen.
[0116] Die erfindungsgemäßen Formulierungen üben auch eine starke Kräftigungswirkung auf
Pflanzen aus. Demgemäß können sie zum Mobilisieren der Abwehrkräfte der Pflanze gegen
Befall durch unerwünschte Mikroorganismen verwendet werden. Pflanzenkräftigende (resisistenzinduzierende)
Substanzen sind im vorliegenden Zusammenhang Substanzen, die fähig sind, das Abwehrsystem
von Pflanzen so zu stimulieren, dass bei den behandelten Pflanzen, wenn sie anschließend
mit unerwünschten Mikroorganismen inokuliert werden, ein hohes Ausmaß an Resistenz
gegen diese Mikroorganismen entsteht.
[0117] Weiterhin umfassen pflanzenphysiologische Wirkungen im Zusammenhang mit der vorliegenden
Erfindung die Folgenden:
Toleranz von abiotischem Stress, einschließlich Toleranz gegen hohe oder niedrige
Temperaturen, Trockenheitstoleranz und Erholung nach Trockenstress, Wassernutzung
(die mit reduzierter Wasseraufnahme korreliert ist), Staunässe-toleranz, Ozonstress
und UV-Toleranz, Toleranz gegen Chemikalien wie Schwermetalle, Salze, Pestizide usw.
[0118] Toleranz von biotischem Stress, einschließlich erhöhter Pilzresistenz und erhöhter
Resistenz gegen Nematoden, Viren und Bakterien. Im Zusammenhang mit der vorliegenden
Erfindung umfasst die Toleranz gegen biotischen Stress vorzugsweise erhöhte Pilzresistenz
und erhöhte Resistenz gegen Nematoden.
[0119] Erhöhte Pflanzenwüchsigkeit, einschließlich Pflanzengesundheit/Pflanzenqualität und
Triebkraft von Saatgut, reduzierten Umfallens, verbesserten Erscheinungsbilds, verbesserten
Erholens nach Stressperioden, verbesserter Pigmentierung (z.B. Chlorophyllgehalt,
Stay-Green-Wirkungen, usw.) und verbesserter Photosyntheseeffizienz.
[0120] Beschrieben, jedoch nicht beansprucht ist demnach die Verwendung der erfindungsgemäßen
SC's, TK's oder WG's zur Steigerung der Widerstandsfähigkeit von Pflanzen gegenüber
abiotischen Stressfaktoren, bevorzugt gegenüber Trockenstress, insbesondere zur Stärkung
des Pflanzenwachstums und/oder zur Erhöhung des Pflanzenertrags.
[0121] Die weiter oben genannten verschiedenartigen Vorteile für Pflanzen lassen sich bekannterweise
partiell zusammenfassen und mit allgemein gültigen Begriffen belegen. Soche Begriffe
sind beispielsweise die nachfolgend aufgeführten Bezeichnungen: phytotonischer Effekt,
Widerstandsfähigkeit gegenüber Stressfaktoren, weniger Pflanzenstress, Pflanzengesundheit,
gesunde Pflanzen, Pflanzenfitness, ("Plant Fitness"), "Plant Wellness", "Plant Concept",
"Vigor Effect", "Stress Shield", Schutzschild, "Crop Health", "Crop Health Properties",
"Crop Health Products", "Crop Health Management", "Crop Health Therapy", "Plant Health",
Plant Health Properties", Plant Health Products", "Plant Health Management", "Plant
Health Therapy", Grünungseffekt ("Greening Effect" oder "Re-greening Effect"), "Freshness"
oder andere Begriffe, die einem Fachmann durchaus bekannt sind.
[0122] Beschrieben, jedoch nicht beansprucht weiterhin ein Verfahren zur Behandlung von
Saatgut. Im nachfolgenden wird zusammenfassend für erfindungsgemäße SC's, TK's oder
WG's von erfindungsgemäßen Formulierungen gesprochen.
[0123] Ein weiterer beschriebener, jedoch nicht beanspruchter Aspekt betrifft insbesondere
Saatgut (im Ruhestadium, nach Priming, vorgekeimt, oder sogar mit entwickelten Wurzeln
und Blättern), die mit den erfindungsgemäßen Formulierungen behandelt worden sind.
Die beschriebenen, jedoch nicht beanspruchten Saatgüter werden in Verfahren zum Schützen
von Saatgütern und Pflanzen, die sich aus den Saatgütern entwickelt haben, gegen phytopathogene
Schadpilze verwendet. In diesen Verfahren wird Saatgut, das mit erfindungsgemäßen
Formulierungen behandelt worden ist, verwendet.
[0124] Die erfindungsgemäßen Formulieungen eignen sich auch für die Behandlung von Samen
und jungen Keimlingen. Ein Großteil des Schadens an Kulturpflanzen, der durch Schadorganismen
verursacht wird, wird durch Infektion der Samen vor dem Aussäen oder nach dem Keimen
der Pflanze ausgelöst. Diese Phase ist insbesondere besonders kritisch, da die Wurzeln
und Sprossen der wachsenden Pflanze besonders empfindlich sind, und sogar kleine Schäden
zum Absterben der Pflanze führen können. Es besteht daher ein großes Interesse darin,
den Samen und die keimende Pflanze dadurch zu schützen, dass man entsprechende Zusammensetzungen
verwendet.
[0125] Es ist auch wünschenswert, die Menge des verwendeten Wirkstoffs zu optimieren, um
den bestmöglichen Schutz für die Samen, die keimenden Pflanzen und die gebildeten
Keimpflanzen gegen Befall durch phytopathogene Pilze zu schützen, ohne jedoch die
Pflanzen selbst durch den verwendeten Wirkstoff zu schädigen. Insbesondere sollten
Verfahren für die Saatgutbehandlung die intrinsischen Phänotypen von transgenen Pflanzen
berücksichtigen, um einen optimalen Schutz des Samens und der keimenden Pflanze mit
einem Minimum an eingesetzten Pflanzenschutzmitteln zu erzielen.
[0126] Beschrieben, jedoch nicht beansprucht ist daher auch ein Verfahren zum Schützen von
Saatgut, keimenden Pflanzen und gebildeten Keimpflanzen gegen Befall durch tierische
Schädlinge und/oder phytopathogene Schadmikroorganismen durch Behandeln der Samen
mit einer erfindungsgemäßen Formulierung. Beschrieben, jedoch nicht beansprucht ist
die Verwendung der erfindungsgemäßen Formulierung für die Saatgutbehandlung zum Schutz
der Samen, der keimenden Pflanzen und der gebildeten Keimpflanzen gegen tierische
Schädlinge und/oder phytopathogene Mikroorganismen. Beschrieben, jedoch nicht beansprucht
ist weiterhin Saatgut, das mit einer erfindungsgemäßen Formulierung zum Schutz gegen
tierische Schädlinge und/oder phytopathogene Mikroorganismen behandelt worden ist.
[0127] Einer der Vorteile der vorliegenden Erfindung ist, dass die Behandlung der Samen
mit diesen Formulierungen nicht nur den Samen selbst, sondern auch die entstandenen
Pflanzen nach dem Auflaufen, gegen tierische Schädlinge und/oder phytopathogene Schadmikroorganismen
schützt. Auf diese Weise schützt die unmittelbare Behandlung der Kultur zum Zeitpunkt
des Aussäens oder kurz danach Pflanzen gleich wie die Saatgutbehandlung vor dem Aussäen.
Es gilt auch als vorteilhaft, dass die erfindungsgemäßen Formulierungen speziell auch
für transgenes Saatgut verwendet werden können, und in diesem Fall ist die Pflanze,
die aus diesem Saatgut heranwächst, fähig, ein Protein zu exprimieren, das gegen Schädlinge,
Herbizidschaden oder abiotischen Stress wirkt. Die Behandlung von solchen Saatgütern
mit erfindungsgemäßen Formulierungen, zum Beispiel einem insektiziden Protein, kann
zur Bekämpfung von bestimmten Schädlingen führen. Überraschenderweise kann hier eine
weitere synergistische Wirkung beobachtet werden, die die Wirksamkeit für das Schützen
gegen Befall durch Schädlinge, Mikroorganismen, Unkräuter oder abiotischen Stress
zusätzlich erhöht.
[0128] Die erfindungsgemäßen Formulierungen eignen sich für das Schützen von Saatgut von
beliebigen Pflanzensorten, die in der Landwirtschaft, im Gewächshaus, in Forsten oder
im Gartenbau verwendet werden. Insbesondere handelt es sich bei dem Saatgut um Saatgut
von Getreide (wie Weizen, Gerste, Roggen, Hirse und Hafer), Raps, Mais, Baumwolle,
Sojabohne, Reis, Kartoffeln, Sonnenblume, Bohnen, Kaffee, Rübe (z.B. Zuckerrübe und
Futterrübe), Erdnuss, Gemüse (wie Tomate, Gurke, Zwiebeln und Salat), Rasen und Zierpflanzen.
Besondere Bedeutung kommt der Behandlung des Saatguts von Weizen, Sojabohne, Raps,
Mais und Reis zu. Besonder bevorzugt ist Weizen.
[0129] Wie ebenfalls unten beschrieben kommt der Behandlung von transgenem Saatgut mit den
erfindungsgemäßen Formulierungen besondere Bedeutung zu. Dies betrifft das Saatgut
von Pflanzen, die mindestens ein heterologes Gen enthalten, das die Expression eines
Polypeptids oder Proteins, z.B. mit insektiziden Eigenschaften, gestatten. Diese heterologen
Gene in transgenen Saatgütern können zum Beispiel von Mikroorganismen der Gattungen
Bacillus, Rhizobium, Pseudomonas, Serratia, Trichoderma, Clavibacter, Glomus oder
Gliocladium stammen. Diese heterologen Gene stammen vorzugsweise aus Bacillus sp.,
und in diesem Fall ist das Genprodukt gegen den Maiszünsler und/oder den Westlichen
Maiswurzelwurm wirksam. Besonders bevorzugt stammen die heterologen Gene aus Bacillus
thuringiensis.
[0130] Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung wird die erfindungsgemäße Formulierung
entweder allein oder in einer geeigneten Formulierung auf Saatgüter ausgebracht. Vorzugsweise
wird das Saatgut in einem Zustand behandelt, in dem es ausreichend stabil ist, so
dass während der Behandlung keine Schädigung erfolgt. Im Allgemeinen können Saatgüter
zu einem beliebigen Zeitpunkt zwischen der Ernte und eine gewisse Zeit nach dem Säen
behandelt werden. Es ist üblich, Saatgut zu verwenden, das von der Pflanze getrennt
worden ist und das von Kolben, Schalen, Stängeln, Hüllen, Haaren oder dem Fleisch
der Früchte frei ist. So ist es zum Beispiel möglich, Saatgut zu verwenden, das geerntet,
gereinigt und auf den Feuchtigkeitsgehalt von weniger als 15 Gew.-% heruntergetrocknet
worden ist. Alternativ dazu ist es auch möglich, Saatgut, das nach dem Trocknen zum
Beispiel mit Wasser behandelt worden ist und dann zurückgetrocknet wurde, oder Samen
unmittelbar nach dem Priming, oder Samen, die im Zustand nach dem Priming oder als
vorgekeimte Samen aufbewahrt wurden, oder Samen, die auf Pflanzschalen, -bänder oder
-papier ausgesät worden sind, zu verwenden.
[0131] Die erfindungsgemäßen Formulierungen können dazu verwendet werden, um verschiedenste
unterschiedliche Arten von Saatgut zu behandeln, entweder direkt oder nach vorheriger
Verdünnung mit Wasser. So zum Beispiel können die Konzentrate oder die von ihnen durch
Verdünnen mit Wasser erhältlichen Präparate dazu verwendet werden, um Saatgut von
Getreide, wie Weizen, Gerste, Roggen, Hafer und Triticale, sowie Saatgüter von Mais,
Sojabohne, Reis, Raps, Erbsen, Bohnen, Baumwolle, Sonnenblumen und Rüben oder auch
verschiedenste unterschiedliche Gemüsesaatgüter zu beizen. Die erfindungsgemäßen Formulierungen
oder ihre verdünnten Präparate können such für Saatgüter von transgenen Pflanzen verwendet
werden. In diesem Fall können bei Interaktion mit den durch Expression gebildeten
Substanzen noch zusätzliche synergistische Wirkungen auftreten.
[0132] Für die Behandlung von Saatgütern mit den erfindungsgemäßen Formulierungen oder ihren
durch Zugabe von Wasser hergestellten Präparaten eignen sich alle Mischeinheiten,
die üblicherweise für Applikationen auf das Saatgut verwendet werden können. Spezifisch
besteht die Vorgehensweise bei Applikationen auf das Saatgut darin, die Samen in ein
Mischgerät vorzulegen, die jeweilig gewünschte Menge der Formulierungen, entweder
als solche oder nach vorherigem Verdünnen mit Wasser, zuzugeben und dann alles zu
mischen, bis alle applizierten Formulierungen homogen auf den Samen verteilt sind.
Gegebenenfalls schließt sich hieran eine Trocknung an.
[0133] Die Aufwandmenge der erfindungsgemäßen Formulierungen kann innerhalb eines relativ
breiten Bereichs schwanken. Sie hängt von dem jeweiligen Wirkstoffgehalt in den Formulierungen
und von den Saatgütern ab. Die Aufwandmenge von jedem Einzelwirkstoff liegt üblicherweise
zwischen 0,001 und 15 g pro Kilogramm Saatgut, vorzugsweise zwischen 0,01 und 5 g
pro Kilogramm Saatgut.
[0134] Eine weitere beschriebene, jedoch nicht beanspruchte Ausführungsform ist die Verwendung
zur Saatgutbehandlung der erfindungsgemäßen Formulierungen.
[0135] Die Erfindung wird durch die Beispiele näher erläutert.
Beispiele und Vergleichsbeispiele:
Verwendete Einsatzstoffe:
[0136] Die in den nachfolgenden Beispielen verwendeten Begriffe haben folgende Bedeutung:
| Mefenpyr-diethyl |
Diethyl (RS)-1-(2,4-dichlorophenyl)-5-methyl-2-pyrazoline-3,5-dicarboxylate, (Bayer CropScience
AG), Schmelzbereich 50-55°C |
| Flufenacet |
4'-Fluoro-N-isopropyl-2-(5-trifluoromethyl-1,3,4-thiadiazol-2-yloxy)acetanilide (Bayer
CropScience AG) |
| Iodosulfuron-methyl |
({[5-Iodo-2-(methoxycarbonyl)phenyl] sulfonyl } carbamoyl)(4-methoxy-6-methyl-1,3,5-triazin-2-yl)
azanide (Bayer CropScience AG) |
| Mesosulfuron-methyl |
Methyl 2-[(4,6-dimethoxypyrimidin-2-ylcarbamoyl)sulfamoyl]-α-(methanesulfonamido)-p-toluate
(Bayer CropScience AG) |
| Diflufenican |
2',4'-Difluoro-2-(α,α,α-trifluoro-m-tolyloxy)nicotinanilide (Bayer CropScience AG) |
| Cloquintocet-mexyl |
(RS)-1-Methylhexyl (5-chloroquinolin-8yloxy)acetate , Schmelzbereich 60-70°C |
| Halauxifen-methyl |
Methyl 4-amino-3-chloro-6-(4-chloro-2-fluoro-3-methoxyphenyl)pyridine-2-carboxylate
(CAS Nummer: 943831-98-9) |
| Morwet® D-425 |
Naphthalinsulfonsäure-formaldehyd-kondensat Natriumsalz (Akzo Nobel) |
| Morwet® IP |
Diisopropyl-naphthalinsulfonsäure, Natriumsalz (Akzo Nobel) |
| Pluronic® PE 10500 |
Propylenoxid-Ethylenoxid-(PO-EO)-Blockpolymer (BASF) |
| Citronensäure |
mehrbasige organische Säure |
| Rhodopol® 23 |
Xanthan Derivat (Solvay) |
| Silcolapse® 411 |
Silikon-Entschäumer (Solvay) |
| Silfoam® SE 2 |
Silikon-Entschäumer (Wacker) |
| Glycerin |
Frostschutzmittel |
| Proxel® GXL |
Konservierungsmittel (Biozid, Proxel) |
| Kaolin TEC1 |
Aluminiumhydrosilicat |
| Sipernat® 22S |
Fällungskieselsäure |
| Sokalan® K30 |
Polyvinylpyrrolidon, nicht-ionisches Dispergiermittel |
| Solvesso 200 ND |
Mineralöl, ExxonMobil, Naphthalinfrei |
| Calsogen® 4814 |
Calcium-dodecylbenzolsulphonate in 2-Ethylhexanol (ca. 40%), Clariant |
| Emulsogen® 3510 |
nichtionisches Tensid, n-butyl-PO-EO block oxalkylate, Clariant |
Prüf- und Lagerverfahren:
[0137] Alle Tests wurden nach dem im Pflanzenschutz üblichen CIPAC Methoden durchgeführt
(CIPAC = Collaborative International Pesticides Analytical Council; www.cipac.org).
Die Langzeitlagerung wurde nach CIPAC MT 46.3 bei 8 Wochen 40°C Lagerungszeit durchgeführt.
Die nachfolgend verwendeten Begriffe haben folgende Bedeutung. Wenn nicht anders angegeben
wird 1
% in Wasser (CIPAC D, 342 ppm Wasserhärte) bei 23°C getestet.
- 0TW = Prüfergebnis nach Null Tagen Lagerung;
- 8W40 = Prüfergebnis des beschleunigten Lagerungstest (8 Wochen 40°C) zur Überprüfung
der Langzeitstabilität eines Formulierungsprodukts;
- Suspendierbarkeit = Wirkstoff-Verteilung in einer 1% wässrigen Lösung (100% = vollständig
homogen verteilt, 0% = vollständig sedimentiert); Werte < 100% führen zu unheitlicher
Produktverteilung nach Applikation; gemäß internationalen Anforderungen müssen Formulierungsprodukte
Werte > 60% aufweisen;
- Suspendierbarkeit 8W40 = Wert nach 8 Wochen 40°C Lagerung;
- D90 = Wirkstoff-Partikelgröße (Laserstreuung 90% aller Volumenpartikel);
- D90 8W40 = Wirkstoff-Partikelgröße nach Lagerungstest (8 Wochen 40°C); Eine Erhöhung
der Werte deutet auf Kristallwachstum hin, wobei eine Erhöhung um den Faktor 2 meist
noch akzeptabel ist; mehr als ein Faktor 4 unakzeptabel ist;
- Sediment = Werte > 10% kennzeichnen starke Bodensatz-Bildung.
- Sediment aufschüttelbar = Ja für akzeptabel; Nein für unbrauchbare Formulierungsprodukte,
da Wirkstoffe nicht mehr in eine Spritzbrühe überführt werden können;
- Nasssiebung = Maß für mögliche Filterverstopfungen bei der Spritz-Applikation; Werte
>0,1 % auf einem 150 µm Sieb sowie > 0,2 % auf (jeweils bezogen auf die eingesetzte
Menge an Formulierung) einem 45 µm Sieb sind nicht akzeptabel.
Herstellung eines wässrigen Suspensionskonzentrats B:
[0138] Zur Herstellung der in Tabelle 1 genannten Beispiele wird zunächst Wasser bei Raumtemperatur
vorgelegt. Unter Rühren werden anschließend a) (und gegebenenfalls weitere Wirkstoffe
e) sowie die weiteren Komponenten b), c) und f) hinzugegeben (ohne besondere Reihenfolge),
a) wird dabei warm (65°C im Falle von Mefenpyr-diethyl bzw. 80°C im Falle von Cloquintocet-mexyl)
zugegeben und es wird 2 bis 24 h gerührt, bis sich Kristalle bilden. Anschließend
erfolgt eine Nassvermahlung beispielsweise mittels einer Perlmühle. Abschließend wird
der organische Verdicker (Komponente d1) zugegeben.
[0139] In einer alternativen Variante wird statt Wasser bei Raumtemperatur, Wasser bei 5°C
verwendet. Auch wird das Gefäß auf 5°C herunter gekühlt. Es erfolgt eine Vorzerkleinerung
mit einer Kolloidmühle. Es konnte so in einer halben Stunde eine Kristallisation erreicht
werden. Anschließend erfolgt eine Nassvermahlung beispielsweise mittels einer Perlmühle.
Tabelle 1: Angaben erfolgen in Gewichtsprozent, Gew.-%
| Komponente |
Beispiel-Nr. |
| 1 |
2 |
3 |
V3 |
V4 |
V5 |
|
| a |
Mefenpyr-diethyl |
1,15 |
|
27,27 |
1,15 |
27,27 |
27,27 |
|
| a |
Cloquintocet-mexyl |
|
1,15 |
|
|
|
|
|
| e |
Diflufenican |
15,3 |
15,3 |
|
15,3 |
|
|
|
| e |
Halauxifen-methyl |
1,15 |
1,15 |
|
1,15 |
|
|
|
| e |
Flufenacet |
25,4 |
25,4 |
|
25,4 |
|
|
|
| b1 |
Morwet® D-425 |
1,0 |
1,0 |
1,0 |
1,0 |
1,0 |
1,0 |
|
| b2 |
Pluronic®PE 10500 |
5 |
5 |
5 |
5 |
5 |
5 |
|
| f |
Citronensäure |
0,1 |
0,1 |
0,1 |
0,1 |
0,1 |
0,1 |
|
| c1 |
Aerosil® 200 |
0,5 |
0,5 |
0,5 |
|
0 |
0,5 |
|
| d |
Rhodopol® 23 |
0,2 |
0,2 |
0,2 |
0,2 |
0,2 |
0 |
|
| f |
Silcolapse® 411 |
0,5 |
0,5 |
0,5 |
0,5 |
0,5 |
0,5 |
|
| f |
Glycerin |
5 |
5 |
5 |
5 |
5 |
5 |
|
| f |
Proxel® GXL |
0,18 |
0,18 |
0,18 |
0,18 |
0,18 |
0,18 |
|
| Wasser |
44,72 |
44,72 |
59,25 |
45,22 |
58,75 |
58,45 |
|
| Gesamt: |
100 |
100 |
100 |
100 |
100 |
100 |
|
Vergleichsbeispiele:
[0140] In V3 im Vergleich zu 1 bzw. in V4 im Vergleich zu 3 fehlt jeweils c1). Es bildet
sich ein amorphes Mefenpyr-diethyl in den Formulierungen, das nicht weiter verarbeitet
werden kann. Die Formulierungen sind nicht lagerstabil und mussten verworfen werden.
In V5 ohne den organischen Verdicker d1) kam es ebenfalls zu lagerinstabilen Produkten,
die verworfen wurden.
Stabilität der wässrigen Dispersion:
[0141] Die erfindungsgemäßen Dispersionen der Beispiele weisen eine ausgezeichnete Lagerstabilität
auf. Sie sind bei Raumtemperatur mindestens 2 Jahre und bei 40°C mindestens 3 Monate
ohne erkennbare Veränderung stabil.
Tabelle 2: Lagerstabilität und weitere Formulierungseigenschaften der Suspensionskonzentrate
1-3:
| Testmethode |
CIPAC Prüfnorm |
Beispiele |
| 1 |
2 |
3 |
| chemischer Abbau des Wirkstoffs 8W40 |
interne analytische Methode |
nein |
nein |
nein |
| Suspendierbarkeit 0TW % |
MT 184 |
95 |
96 |
100 |
| Suspendierbarkeit 8W40 % |
MT 184 |
75 |
85 |
95 |
| D90 in µm0TW |
MT 187 |
4 |
7 |
4 |
| D90 in µm 8W40 |
MT 187 |
9 |
10 |
8 |
| Sediment, 8W40 |
MT 148 |
nein |
nein |
nein |
| Nasssiebung 45 % 8W40 |
MT 185 |
0,02 |
0,02 |
0,02 |
| Nasssiebung 150 % 8W40 |
MT 185 |
0,01 |
0,01 |
0,01 |
[0142] Alle erfindungsgemäßen Formulierungen zeigen eine sehr gute Lagerstabilität. Es konnte
kein amorpher Wirkstoff im Mikroskop identifiziert werden.
Herstellung eines erfindungsgemäßen Teilkonzentrats A)
[0143] Zur Herstellung der in Tabelle 2 genannten Beispiele 4-6 und V2 wird zunächst Wasser
bei Raumtemperatur vorgelegt. Unter Rühren werden anschließend die Wirkstoffe e zugegeben
(im Falle von Iodosulfuron erfolgt eine Umsetzung mit NaOH (32%) auf pH 8) zugegeben.
Es erfolgt die Zugabe von b1), b2), c1), c2) sowie f. Komponente a) wird nun warm
(65°C im Falle von Mefenpyr-diethyl) zugegeben und es wird 2 bis 24 h gerührt, bis
sich Kristalle bilden. Anschließend erfolgt eine Nassvermahlung beispielsweise mittels
einer Perlmühle.
Herstellung eines nicht erfindungsgemäßen Teilkonzentrats
[0144] Zur Herstellung des in Tabelle 2 genannten Beispiels V1 wird zunächst Wasser bei
Raumtemperatur vorgelegt. Unter Rühren werden anschließend die Wirkstoffe e) zugegeben
(im Falle von Iodosulfuron erfolgt eine Umsetzung mit NaOH (32%) auf pH 8) zugegeben.
Es erfolgt die Zugabe von b1), b2), c1), c2) sowie f. Komponente a) wird nun in Solvesso
® 200 ND gelöst und als Lösung zugegeben. Anschließend erfolgt eine Nassvermahlung
beispielsweise mittels einer Perlmühle. Es bildet sich eine Suspoemulsion aus dispergierten
Feststoffen e) und emulgiertem a).
[0145] Die so erhaltenen erfindungsgemäßen TK Slurries der Beispiele 1 bis 3 und des nicht
erfindungsgemäßen Beispiels V1 werden zum WG weiterverarbeitet. Es erfolgt eine Wirbelschichttrocknung
gemäß Stand der Technik. Beispiele 1 - 3 sind frei von organischen Lösemitteln, V1
enthält noch 16 Gew.-% Solvesso
® 200 ND.
Tabelle 3: Technische Konzentrate: (Angaben erfolgen in Gewichtsprozent, Gew.-%)
| Komponente |
|
| 4 |
5 |
6 |
V1 |
| a |
Mefenpyr-diethyl |
6,25 |
6,25 |
6,25 |
6,25 |
| e |
Iodosulfuron-methyl |
1,2 |
1,2 |
1,2 |
1,2 |
| e |
Mesosulfuron-methyl |
3,59 |
3,59 |
3,59 |
3,59 |
| b1 |
Morwet® D-425 |
12,5 |
12,5 |
12,5 |
12,5 |
| b1 |
Morwet® IP |
2,5 |
2,5 |
2,5 |
2,5 |
| f |
NaOH (32%) |
1,19 |
1,19 |
1,19 |
1,19 |
| c1 |
Aerosil® 200 |
|
5,0 |
|
5,0 |
| c1 |
Sipernat® 22S |
5,0 |
|
5,0 |
|
| c2 |
Kaolin® TEC1 |
15,75 |
15,75 |
|
4,5 |
| c2 |
CaCO3 |
|
|
15,75 |
|
| b2 |
Sokalan® K 30 |
1,0 |
1,0 |
1,0 |
1,0 |
| f |
Silfoam® SE 2 |
2,0 |
2,0 |
2,0 |
2,0 |
| f |
Calsogen® 4814 |
|
|
|
1,62 |
| f |
Emulsogen® 3510 |
|
|
|
1,39 |
| Wasser |
49,02 |
49,02 |
49,02 |
49,02 |
| Solvesso® 200 ND |
|
|
|
8,25 |
| Gesamt: |
100 |
100 |
100 |
100 |
| |
|
|
|
|
Stabilität der WG:
[0146] Die erfindungsgemäßen Beispiele der aus den technischen Konzentraten 4-6 sowie V1
hergestellten Wasserdispergierbaren Granulate (4WG-6WG bzw. V1 WG) weisen eine ausgezeichnete
Lagerstabilität auf. Sie sind bei Raumtemperatur mindestens 2 Jahre und bei 40°C mindestens
3 Monate ohne erkennbare Veränderung stabil. Vergleichsbeispiel V1 WG enthält das
unerwünschte Solvesso
® 200 ND.
Tabelle 4: Lagerstabilität und weitere Formulierungseigenschaften
| Testmethode |
CIPAC Prüfnorm |
Beispiele |
|
| 4 WG |
5 WG |
6 WG |
V1 WG |
| chemischer Abbau des Wirkstoffs 8W40 |
interne analytische Methode |
nein |
nein |
nein |
nein |
| Suspendierbarkeit 0TW in % |
MT 184 |
71 |
56 |
79 |
93 |
| Suspendierbarkeit 8W40 in % |
MT 184 |
gleichbleibend |
gleichbleibend |
gleichbleibend |
gleichbleibend |