[0001] Die Erfindung betrifft eine Regalstütze, eine Regalstützenanordnung und ein Regalsystem.
Die Erfindung betrifft ferner einen Aufstellraum für ein Regalsystem.
[0002] Regalstützen der hier angesprochenen Art dienen bei Regalen üblicherweise als Vertikalstütze,
welche eine oder mehrere Fachböden des Regales tragen. Häufig weist ein Regal vier
solcher Regalstützen auf, welche einen Fachboden gemeinsam tragen, wozu beispielsweise
jeweils zwei der Regalstützen einer gemeinsamen Seite des Fachbodens zugeordnet sind.
Zur Befestigung der Fachböden weisen die Regalstützen eine Vielzahl von Befestigungsstellen
auf, welche in Längserstreckung der jeweiligen Regalstütze verteilt angeordnet sind.
Die Befestigungsstellen sind in vielen Fällen durch Durchgangsöffnungen gebildet,
in welche Trägerelemente aufgenommen sind, die wiederum den Fachboden tragen bzw.
daran der Fachboden befestigt ist.
[0003] Es ist eine Aufgabe der Erfindung, eine Regalstütze der eingangs genannten Art bereit
zu stellen, welche an unterschiedliche Einbausituationen des Regales, beispielsweise
in einem Aufstellraum flexibel angepasst werden kann und einen Beitrag zur Stabilität
des Regales auch bei wirkenden hohen Traglasten liefert.
[0004] Diese Aufgabe wird mit einer Regalstütze gelöst, welche die Merkmale des Anspruches
1 aufweist. Zur Lösung der Aufgabe werden ferner eine Regalstützenanordnung mit den
Merkmalen des Anspruches 8 und ein Regalsystem mit den Merkmalen des Anspruches 12
vorgeschlagen. Darüber hinaus werden zur Lösung der Aufgabe ein Aufstellraum mit den
Merkmalen des Anspruches 14 und ein Aufstellraum mit den Merkmalen des Anspruches
15 vorgeschlagen. Vorteilhafte Ausführungsformen und/oder Ausgestaltungen und/oder
Aspekte der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der nachfolgenden Beschreibung
und den Figuren.
[0005] Eine grundlegende Regalstütze hat einen länglichen Grundkörper, welcher einen vorzugsweise
U-förmigen Querschnitt mit zwei Schenkelabschnitten und einem dazwischen angeordneten
Zwischenabschnitt hat. Der Zwischenabschnitt weist wenigstens eine oder mehrere oder
eine Vielzahl von Befestigungsstellen zum Befestigen wenigstens eines Fachbodens oder
eines Fachbodenrahmens auf.
[0006] Nach einer Ausführungsform ist zumindest im Bereich wenigstens eines längsseitigen
Endes des Grundkörpers, im Querschnitt gesehen, dem jeweiligen Schenkelabschnitt ein
Flanschabschnitt zugeordnet, welcher wenigstens eine erste zusätzliche Befestigungsstelle
zum Befestigen des Flanschabschnittes gegen einen Gegenflansch, beispielsweise eines
anderen Bauteiles, aufweist. Beispielsweise liegen die nach außen gewandten Seiten
der Flanschabschnitte, insbesondere deren Anlagefläche zur Anlage gegen den Gegenflansch,
in einer gemeinsamen Ebene oder im Wesentlichen in einer gemeinsamen Ebene. Die Regalstütze
ist bei einem Regal bzw. Regalsystem als vertikale Stütze, welche nachfolgend auch
als Vertikalstütze bezeichnet ist, nutzbar. Grundsätzlich kann die Regalstütze auch
als Horizontalstütze genutzt werden.
[0007] Bei einer derartigen Regalstütze sind durch den U-förmigen Querschnitt und den gezielt
dem Zwischenabschnitt des U-förmigen Querschnitts zugeordneten Befestigungsstellen,
welche zum Anbinden der Fachböden oder des Fachbodenrahmens dienen, Maßnahmen getroffen,
um hohe Traglasten aufzunehmen. Dadurch liefert die Regalstütze einen Beitrag zur
Stabilität eines daraus gebildeten Regales bzw. Regalsystems. Hierauf zielen auch
die vorgesehenen Flanschabschnitte ab, durch welche die Regalstütze mit wenigstens
einem anderen Bauteil verbunden werden kann. Mittels der Flanschabschnitt und der
wenigstens einen zusätzlichen Befestigungsstelle ist die Regalstütze mit dem wenigstens
einen anderen Bauteil in einen stabilen Verbund zu bringen, welcher aussteifend und/oder
verstärkend auf die Regalstütze und/oder das andere Bauteil wirkt.
[0008] Durch die vorgesehenen Flanschabschnitte und die ersten zusätzlichen Befestigungsstellen
ist es zudem ermöglicht, dass die Regalstütze an unterschiedliche Einbausituationen
flexibel angepasst werden kann. Sofern die Regalstütze als mittlere Stütze von zwei
nebeneinander angeordneten Regalen eingesetzt werden soll, kann mittels der Flanschabschnitte
die Regalstütze mit einer weiteren Regalstütze verbunden werden und damit eine Doppelregalstütze
gebildet werden, an welcher zur linken Seite und zur rechten Seite jeweils Fachböden
befestigt werden können. Sofern bei mehreren nebeneinander angeordneten Regalen die
Regalstütze ein Endteil bildet, kann die Regalstütze mittels der Flanschabschnitte
gegen eine Wandung des Aufstellraumes montiert werden. Auch kann die Regalstütze ohne
Anbindung gegen ein weiteres Bauteil genutzt werden. In diesem Fall bleiben die Flanschabschnitte
ungenutzt.
[0009] Indem die ersten zusätzlichen Befestigungsstellen im Bereich des einen längsseitigen
Endes des Grundkörpers bzw. der Regalstütze vorgesehen sind, ist im Bereich dieses
Endes ein stabiler und haltbarer Verbund mit dem anderen Bauteil zu realisieren. Durch
den Verbund wiederum ist eine stabile und haltbare Anbindung eines Abschlussteils,
wie beispielsweise eines Standfußes, an dieses Ende der Regalstütze begünstigt.
[0010] Unter dem U-förmigen Querschnitt ist insbesondere zu verstehen, dass die Schenkelabschnitte
jeweils in einem Winkel von dem Zwischenabschnitt, vorzugsweise in die gleiche Richtung
wegstehen. Die Schenkelabschnitte können orthogonal zu dem Zwischenabschnitt liegen.
Auch können die Schenkelabschnitte von dem Zwischenabschnitt ausgehend, schräg nach
außen voneinander weg oder schräg nach innen aufeinander zu verlaufen, beispielsweise
in einem spitzen oder stumpfen Winkel zu dem Zwischenabschnitt angeordnet sein.
[0011] Eine Ausgestaltung der Regalstütze besteht darin, dass im Bereich des anderen längsseitigen
Endes des Grundkörpers dem jeweiligen Schenkelabschnitt ein Flanschabschnitt zugeordnet
ist, welcher wenigstens eine zweite zusätzliche Befestigungsstelle zum Befestigen
des Flanschabschnitts gegen einen Gegenflansch oder den vorstehenden Gegenflansch
aufweist. Dadurch ist auch im Bereich des anderen längsseitigen Endes ein stabiler
und haltbarer Verbund mit dem vorstehend beschriebenen anderen Bauteil oder einem
anderen Bauteil zu realisieren. Es ist dadurch eine Maßnahme getroffen, um zusammen
mit dem anderen Bauteil an diesem anderen Ende der Regalstütze eine stabile und haltbare
Anbindung eines weiteren Abschlussteils zu realisieren. Das Abschlussteil kann eine
Deckenstütze sein, welche sich beispielsweise gegen die Decke eines Aufstellraumes
für einen mit der Regalstütze ausgerüstetes Regal bzw. Regalsystem abstützt oder umgekehrt
die Decke sich darauf abstützt.
[0012] Eine nochmals weitere Ausgestaltung der Regalstütze besteht darin, dass der jeweilige
Flanschabschnitt sich von dem Bereich des einen längsseitigen Endes bis in den Bereich
des anderen längsseitigen Endes des Grundkörpers erstreckt. Dadurch ist eine weitere
Maßnahme getroffen, damit die Regalstütze hohe Traglasten aufnehmen kann. Denn durch
die Erstreckung der Flanschabschnitte von dem Bereich des einen Endes bis zum Bereich
des anderen Endes wird die aussteifende und/oder verstärkende Wirkung des Querschnitts
der Regalstütze unterstützt.
[0013] Es bietet sich an, dass zwischen dem Bereich der jeweiligen längsseitigen Enden die
Regalstütze an dem jeweiligen Flanschabschnitt wenigstens eine weitere Befestigungsstelle
zum Befestigen des Flanschabschnitts gegen einen Gegenflansch oder den vorstehend
beschriebenen Gegenflansch aufweist. Dadurch ist es begünstigt, mittels der Flanschabschnitte
die Regalstütze mit dem anderen Bauteil in einen stabilen Verbund zu bringen, welcher
aussteifend und/oder verstärkend auf die Regalstütze und/oder das andere Bauteil wirkt.
[0014] Bei einer weiteren Ausgestaltung der Regalstütze ist es vorgesehen, dass der jeweilige
Flanschabschnitt angrenzend an den zugehörigen Schenkelabschnitt und insbesondere
davon winkelig wegragend angeordnet ist. Insbesondere ist der jeweilige Flanschabschnitt
mit dem zugehörigen Schenkelabschnitt verbunden oder daran angeformt. Dadurch tragen
die Flanschabschnitte dazu bei, dass die Regalstütze einen biegesteifen Querschnitt
aufweist und somit hohe Traglasten aufnehmen kann.
[0015] In technisch einfacher Weise lässt sich die Regalstütze realisieren, wenn nach einer
Ausgestaltung der U-förmige Querschnitt des Grundkörpers und/oder wenigstens einer
der Flanschabschnitte durch Umformen, insbesondere Biegen, eines Rohlings, insbesondere
eines gemeinsamen Rohlings, gefertigt ist. Es bietet sich an, dass die Regalstütze
ein Metallteil ist. Dadurch ist die Ausbildung einer Regalstütze mit hoher Stabilität
begünstigt.
[0016] Es kann vorgesehen sein, dass die Regalstütze aus einem Stück gefertigt ist, beispielsweise
einteilig ausgebildet ist. Alternativ kann die Regalstütze auch aus wenigstens zwei
Teilen gebildet sein, welche beispielsweise gemeinsam den U-förmigen Querschnitt ausbilden.
Beispielsweise sind die beiden Teile jeweils Profile mit Z-förmigen Querschnitt, welche
an ihrem einen Schenkel miteinander überlappen und gemeinsam den Zwischenabschnitt
des U-förmigen Grundkörpers ausbilden und beispielsweise der andere endseitige Schenkel
jeweils den Flanschabschnitt der Regalstütze ausbilden.
[0017] Eine weitere mögliche Ausgestaltung der Regalstütze besteht darin, dass der Grundkörper
im Bereich wenigstens eines seiner längsseitigen Enden, vorzugsweise im Bereich seiner
beiden längsseitigen Enden, wenigstens eine zweite zusätzliche Befestigungsstelle
zum Befestigen der Regalstütze an einem Abschlussteil aufweist. Das Abschlussteil
kann zur Auflagerung gegen ein Bodenteil oder ein Deckenteil, beispielsweise des Aufstellraumes
der Regalstütze oder eines die Regalstütze aufweisenden Regals bzw. Regalsystems dienen
oder nutzbar sein.
[0018] Es bietet sich an, dass die Befestigungsstellen zum Befestigen wenigstens eines Fachbodens
oder eines Fachbodenrahmens durch Durchgangsöffnungen, insbesondere Durchgangsbohrungen,
gebildet sind oder solche Durchgänge aufweisen. Dadurch können Tragelemente und/oder
Befestigungselemente für den Fachboden bzw. den Fachbodenrahmen an den Befestigungsstellen,
beispielsweise mittels Schrauben, befestigt werden.
[0019] Die Befestigungsstellen können auch aus Langlöchern bestehen oder Langlöcher aufweisen,
welche in ihrer Längserstreckung schräg zur Längserstreckung der Regalstütze verlaufen.
Die Langlöcher können jeweils an ihrem jeweiligen oberen Ende eine Durchgangsbohrung
mit einem größeren Durchmesser aufweisen, so dass durch diese Bohrung ein Einsteckteil
eingeschoben werden kann, welches dann in Richtung des anderen Endes des Langloches
verschiebbar ist, um in dem Langloch arretiert zu werden. Dadurch ist in einfacher
Weise das Befestigungselement bzw. Tragelement für den Fachboden bzw. Fachbodenrahmen
an der Regalstütze zu befestigen.
[0020] Nach einem weiteren Aspekt der Erfindung ist eine Regalstützenanordnung vorgesehen,
welche die vorstehend beschriebene Regalstütze enthält. Bei der Regalstützenanordnung
sind die Flanschabschnitte der Regalstütze unter Nutzung der wenigstens einen ersten
zusätzlichen Befestigungsstelle gegen den vorstehend beschriebenen Gegenflansch oder
einen Gegenflansch eines anderen Bauteils, wie beispielsweise eines Verstärkungselements,
befestigt. Es ist ferner insbesondere vorgesehen, dass in dem Bereich wenigstens eines
der längsseitigen Enden die Regalstütze und das andere Bauteil einen als Einsteckaufnahme
nutzbaren, insbesondere ringförmigen Querschnitt gemeinsam ausbilden. Beispielsweise
ist die Einsteckaufnahme im Bereich desjenigen längsseitigen Endes ausgebildet, welches
der ersten zusätzlichen Befestigungsstelle zugeordnet ist.
[0021] Durch eine solche Regalstützenanordnung ist darauf abgestellt, dass das daraus gebildete
Regalsystem hohe Traglasten aufnehmen kann. Durch die Einsteckaufnahme ist die Befestigung
eines Abschlussteiles an der Regalstützenanordnung begünstigt, da dazu das Abschlussteil
einfach in die Einsteckaufnahme einzustecken ist. Durch die ringförmige Ausbildung
ist ferner eine stabile und haltbare Querschnittsausformung zumindest im Bereich des
betroffenen Endes der Regalstütze realisiert.
[0022] Durch das andere Bauteil ist eine Verstärkung und/oder Aussteifung der Regalstütze
erreicht. Das andere Bauteil kann ein separates Verstärkungselement sein. Beispielsweise
ist das andere Bauteil ein Wandungselement, beispielsweise eines Aufstellraumes für
ein die Regalstützenanordnung aufweisendes Regalsystem. Ein solches Wandungselement
kann eine Seitenwandung des Aufstellraumes sein.
[0023] Alternativ kann das andere Bauteil auch eine weitere Regalstütze sein. Bei der Regalstütze
kann es sich um zu der vorstehend beschriebenen Regalstütze identischen Regalstütze
handeln. Auch kann es sich um eine beliebige Regalstütze handeln, sofern sie einen
zu den Flanschabschnitten korrespondierenden Gegenflansch aufweist.
[0024] Eine Ausgestaltung besteht darin, dass die Regalstützenanordnung wenigstens ein Abschlussteil
aufweist, welches eine Auflagerfläche zum Abstützen gegen einen Boden oder eine Decke,
beispielsweise eines die Regalstützenanordnung aufweisenden Aufstellraumes, und einen
Einsteckabschnitt aufweist, der in die Einsteckaufnahme eingesteckt ist.
[0025] Bezüglich des Abschlussteiles ist es insbesondere vorgesehen, dass der Einsteckabschnitt
im Querschnitt mit der Einsteckaufnahme, also dem durch die Regalstütze und das andere
Bauteil gebildeten Einsteckquerschnitt, korrespondiert oder im Wesentlichen korrespondiert.
Dies kann vorgesehen sein, sofern beispielsweise das andere Bauteil eine Regalstütze,
insbesondere die vorstehend beschriebene Regalstütze ist. In diesem Fall ist beispielsweise
ein einziger Einsteckabschnitt in die Einsteckaufnahme eingesteckt. Der Einsteckabschnitt
kann einem einzigen Abschlussteil zugeordnet sein. Beispielsweise ist die Auflagerfläche
an einem Materialabschnitt bzw. Auflagerabschnitt ausgebildet, welcher um den Einsteckabschnitt
verlaufend angeordnet ist und/oder der Einsteckabschnitt ist innerhalb eines Randbereiches
des Materialabschnittes, insbesondere im Zentrum des Materialabschnittes angeordnet.
Dadurch ist eine hohe Stabilität des Abschlussteiles begünstigt.
[0026] Sofern beispielsweise das andere Bauteil eine Regalstütze, insbesondere die vorstehend
beschriebene Regalstütze ist, können auch zwei Abschlussteile, insbesondere zwei zueinander
baugleiche Abschlussteile vorgesehen sein. Insbesondere ist dann jeder Regalstütze
eines der Abschlussteile zugeordnet. Beispielsweise sind die Einsteckabschnitte beider
Abschlussteile in die Einsteckaufnahme eingesteckt. Insbesondere bilden dann die Einsteckabschnitte
beider Abschlussteile einen gemeinsamen Querschnitt, welcher mit der Einsteckaufnahme
korrespondiert oder im Wesentlichen korrespondiert. Beispielsweise sind die Einsteckabschnitte
jeweils an einem Rand des die Auflagerfläche ausbildenden Materialabschnittes bzw.
Auflagerabschnitt angeordnet. Dadurch ist ein modularer Aufbau der Regalstützenanordnung,
beispielsweise unter Einsatz möglichst vieler Gleichteile, begünstigt.
[0027] Nach einem weiteren Aspekt der Erfindung ist ein Regalsystem mit wenigstens zwei,
vorzugsweise mehreren Regalstützen und mehreren von den Regalstützen getragenen Fachböden
und/oder Fachbodenrahmen vorgesehen, wobei wenigstens eine der Regalstützen durch
die vorstehend beschriebene Regalstütze gebildet ist und/oder Bestandteil der vorstehend
beschriebenen Regalstützenanordnung ist.
[0028] Es ist insbesondere vorgesehen, dass das Regalsystem wenigstens ein, vorzugsweise
mehrere Befestigungselemente aufweist, über welche die Fachböden und/oder die Fachbodenrahmen
mit der wenigstens einen Regalstütze unter Nutzung der dazu an der Regalstütze vorgesehenen
Befestigungsstellen verbunden sind. Ferner ist es insbesondere vorgesehen, dass die
Befestigungselemente mit einem Endabschnitt in den Innenraum des U-förmigen Querschnitts
der Regalstütze eingreifen.
[0029] Ein wiederum weiterer Aspekt der Erfindung betrifft einen Aufstellraum, welcher nach
oben durch eine Decke, nach unten durch einen Boden und seitlich durch mehrere Seitenwandungen
begrenzt ist. Der Aufstellraum hat das vorstehend beschriebene Regalsystem, aufweisend
wenigstens die vorstehend beschriebene Regalstütze, welche mit ihren Flanschabschnitten
unter Nutzung der wenigstens einen ersten zusätzlichen Befestigungsstelle gegen eine
der Seitenwandungen befestigt ist.
[0030] Ergänzend oder alternativ kann das Regalsystem wenigstens die vorstehend beschriebene
Regalstützenanordnung aufweisen, wobei das Abschlussteil der Regalstützenanordnung
sich gegen den Boden abstützt oder sich die Decke darauf abstützt.
[0031] Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung mehrerer Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnungen.
[0032] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine mögliche Ausführungsform einer Regalstütze für ein Regalsystem in einer Vorderansicht,
- Fig. 2
- die Regalstütze der Figur 1 in einer Draufsicht,
- Fig. 3
- eine mögliche Ausführungsform eines Abschlussteils zum Einbau an der Regalstütze der
Figur 1 in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 4
- eine mögliche Ausführungsform einer Regalstützenanordnung mit einer Regalstütze nach
der Figur 1 und einem Abschlussteil nach der Figur 3 in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 5
- eine weitere mögliche Ausführungsform einer Regalstützenanordnung mit einer Regalstütze
nach der Figur 1 und einem Abschlussteil nach der Figur 3 in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 6
- die Regalstützenanordnung der Figur 4 in einer Draufsicht als Teilschnitt,
- Fig. 7
- die Regalstützenanordnung der Figur 5 in einer Draufsicht als Teilschnitt,
- Fig. 8
- die Regalstützenanordnung der Figur 4 in der Darstellung der Figur 6 mit einem anderen
Abschlussteil in einer Draufsicht als Teilschnitt,
- Fig. 9
- eine Möglichkeit der Nutzung der Befestigungsstellen der Regalstütze gemäß der Figur
1 zur Befestigung eines Fachbodens oder Fachbodenrahmens und
- Fig. 10
- ein Ausführungsbeispiel für einen Aufstellraum eines Regalsystems mit der Regalstütze
der Figur 1 und/oder wenigstens einer der Regalstützenanordnungen der Figuren 4 und
5 in perspektivischer Darstellung.
[0033] Figuren 1 und 2 zeigen - in schematischer Darstellung - eine Regalstütze 1 in einer
Vorderansicht (Figur 1) und in einer Draufsicht (Figur 2). Die Regalstütze 1 ist beispielsweise
als vertikale Stütze bzw. Vertikalstütze für ein Regalsystem nutzbar. Die Regalstütze
1 hat einen länglichen Grundkörper 2 mit zwei längsseitige Enden 3, 4.
[0034] Der Grundkörper 2 ist im Querschnitt U-förmig ausgebildet, vorzugsweise in seiner
Längsrichtung durchgehend im Querschnitt U-förmig ausgebildet. Dazu weist der Grundkörper
2 zwei Schenkelabschnitte 5, 6 und einen dazwischen angeordneten Zwischenabschnitt
7 auf. Bevorzugt grenzen die Schenkelabschnitte 5, 6 jeweils an den Zwischenabschnitt
7 an. Beispielsweise sind die Schenkelabschnitte 5, 6 jeweils mit dem Zwischenabschnitt
7 verbunden oder an dem Schenkelabschnitt 7 angeformt. Bevorzugt sind die Schenkelabschnitte
5, 6 gegenüber dem Zwischenabschnitt 7 im Wesentlichen orthogonal und bevorzugt in
die gleiche Richtung von dem Zwischenabschnitt 7 wegragend angeordnet.
[0035] Der Zwischenabschnitt 7 weist mehrere oder eine Vielzahl von Befestigungsstellen
8 auf, welche zum Befestigen wenigstens eines (in den Figuren 1 und 2 nicht dargestellten)
Fachbodens oder Fachbodenrahmens dienen. Bevorzugt weisen die Befestigungsstellen
8 eine Durchgangsöffnung auf oder sind durch eine Durchgangsöffnung gebildet. Beispielsweise
kann die Durchgangsöffnung ein Langloch 15 sein. Beispielsweise ist das Langloch 15
in Längserstreckung des Grundkörpers 2 schräg angeordnet, wobei bevorzugt an einem
der Enden 3, 4, vorzugsweise das als oberes Ende genutzte Ende 4, eine Einführöffnung
16 aufweist oder das Langloch 15 darin übergeht.
[0036] Bevorzugt ist der Durchmesser der Einführöffnung 16 größer als der Durchmesser des
Langloches 15 in Richtung quer zu dessen Längserstreckung. Dadurch ist ein (in den
Figuren 1 und 2 nicht dargestelltes) Befestigungselement über die Einführöffnung 16
an der Befestigungsstelle 8 einzuführen und durch ein Bewegen in Richtung zu dem anderen
Ende des Langloches 15 in eine Arretierposition zu bringen, in welcher ein Herausziehen
des Befestigungselementes aus dem Langloch 15 gesperrt ist (Figur 8). Bevorzugt sind
die Befestigungsstellen 8 in Längserstreckung des Grundkörpers 2 gesehen, hintereinanderliegend
angeordnet.
[0037] Die Regalstütze 1 hat ferner wenigstens einen, vorzugsweise zwei Flanschabschnitte
9, 10, welche jeweils einem der Schenkelabschnitte 5, 6 zugeordnet sind. Bevorzugt
sind die Flanschabschnitte 9, 10 angrenzend an dem jeweils zugehörigen Schenkelabschnitt
5 bzw. 6 angeordnet, insbesondere mit dem jeweils zugehörigen Schenkelabschnitt 5,
6 verbunden oder daran angeformt. Bevorzugt ragen die Flanschabschnitte 9, 10 jeweils
von dem zugehörigen Schenkelabschnitt 5 bzw. 6 seitlich weg. Bevorzugt sind dazu die
Flanschabschnitte 9, 10 von dem jeweils zugehörigen Schenkelabschnitt 5 bzw. 6 in
entgegengesetzte Richtung voneinander wegragend angeordnet. Die Flanschabschnitte
9, 10 sind zumindest im Bereich eines der Enden 3, 4, vorzugsweise im Bereich beider
Enden 3, 4, ausgebildet. Bevorzugt erstrecken sich die Flanschabschnitte 9, 10 über
den Längenabschnitt, welcher zwischen dem Bereich des Endes 3 und dem Bereich des
Endes 4 vorliegt. Insbesondere erstrecken sich die Flanschabschnitte 9, 10 durchgehend
über die Längserstreckung des Grundkörpers 2. Bevorzugt ist die U-Form des Grundkörpers
2 und/oder es sind die Flanschabschnitte 9, 10 durch Umformen eines Rohlings, wie
beispielsweise Biegen, gefertigt.
[0038] Die Regalstütze 1 weist im Bereich eines der Enden 3, 4 an dem jeweiligen Flanschabschnitt
9 bzw. 10 wenigstens eine erste zusätzliche Befestigungsstelle 11 auf, welche zum
Befestigen des jeweiligen Flanschabschnittes 9 bzw. 10 gegen wenigstens einen (in
den Figuren 1 und 2 nicht dargestellten) Gegenflansch eines oder mehrerer anderer
Bauteile nutzbar ist. Bevorzugt ist das Ende 3 der Regalstütze 1 ein im eingebauten
Zustand vorliegendes unteres Ende. Zusätzlich kann im Bereich des anderen längsseitigen
Endes 4 an dem jeweiligen Flanschabschnitt 9 bzw. 10 jeweils wenigstens eine zweite
zusätzliche Befestigungsstelle 12 vorgesehen sein, um daran den Gegenflansch oder
einen anderen Gegenflansch befestigen zu können.
[0039] Die Regalstütze 1 weist im Bereich wenigstens einer ihrer Enden 3, 4, vorzugsweise
im Bereich ihrer beiden Enden 3, 4, jeweils wenigstens eine dritte zusätzliche Befestigungsstelle
13 bzw. 14 auf, welche zum Befestigen der Regalstütze 1 an einem (in den Figuren 1
und 2 nicht dargestellten) Abschlussteil genutzt werden kann. Die wenigstens eine
erste zusätzliche Befestigungsstelle 11 und/oder die wenigstens eine zweite zusätzliche
Befestigungsstelle 12 und/oder die wenigstens eine dritte zusätzliche Befestigungsstelle
13 bzw. 14 können als Durchgangsöffnung, insbesondere Durchgangsbohrung, ausgebildet
sein oder eine solche Durchgangsöffnung oder Durchgangsbohrung aufweisen.
[0040] Figur 3 zeigt eine mögliche Ausführungsform eines Abschlussteiles 50, welches an
wenigstens einem der Enden 3, 4 der Regalstütze 1 der Figuren 1 und 2 befestigt werden
kann. Das Abschlussteil 50 hat einen Auflagerabschnitt 52 und einen Einsteckabschnitt
53. Beispielsweise ist der Einsteckabschnitt 53 an dem Auflagerabschnitt 52 angebunden,
insbesondere durch Schweißen, Löten oder Kleben angebunden, oder an dem Auflagerabschnitt
52 angeformt, beispielsweise durch Umformen, insbesondere Biegen, eines Materialabschnittes
gebildet.
[0041] Der Auflagerabschnitt 52 dient der Auflagerung des Abschlussteiles 50, beispielsweise
gegen einen Boden oder eine Decke oder eine Seitenwand eines Aufstellraumes. Beispielsweise
dient der Auflagerabschnitt 52 als Standfuß, um das Abschlussteil 50 auf dem Boden
des Aufstellraumes aufstellen zu können. Zur Auflagerung weist das Abschlussteil 50
eine Auflagerfläche 51 auf, welche bevorzugt auf einer nach außen gewandten Seite
des Auflagerabschnittes 52, beispielsweise auf der dem Einsteckabschnitt 53 abgewandten
Seite des Auflagerabschnitts 52 vorgesehen ist. Um das Abschlussteil 50 über den Auflagerabschnitt
52 gegen den Boden oder die Decke oder eine der Seitenwandungen des Aufstellraumes
oder gegen einen sonstigen Untergrund befestigen zu können, weist der Auflagerabschnitt
52 wenigstens eine Befestigungsstelle 55 auf.
[0042] Bevorzugt ist der Einsteckabschnitt 53 im Wesentlichen orthogonal zu dem Auflagerabschnitt
52 bzw. der Auflagerfläche 51 angeordnet. Grundsätzlich können der Einsteckabschnitt
53 und der Auflagerabschnitt 52 in jedem beliebigen Winkel zueinanderstehen. Bevorzugt
ist der Einsteckabschnitt 53 hinsichtlich seiner Abmessungen, insbesondere seiner
Breite und Dicke, derart bemessen, dass der Einsteckabschnitt 53 in eine Aufnahme
17 der Regalstütze 1 einführbar ist, welche durch die in einem Abstand zueinander
angeordneten und von dem Zwischenabschnitt 7 seitlich nach außen in die gleiche Richtung
wegragenden Schenkelabschnitte 5, 6 gebildet ist.
[0043] Bevorzugt weist der Einsteckabschnitt 53 wenigstens eine Befestigungsstelle 54 auf,
welche beispielsweise als Durchgangsöffnung, insbesondere Durchgangsbohrung, ausgebildet
sein kann oder aufweisen kann. Bevorzugt ist die Position der Befestigungsstelle 54
in der Weise gewählt, dass im eingebauten Zustand des Abschlussteiles 50 gegen die
Regalstütze 1, beispielsweise an einem der Enden 3, 4, die Befestigungsstelle 54 mit
der wenigstens einen dritten zusätzlichen Befestigungsstelle 13 bzw. 14 der Regalstütze
1 korrespondiert und über die Befestigungsstellen 54 und 13 bzw. 14 beispielsweise
ein separates Verbindungsmittel zum Befestigen des Abschlussteiles 50 gegen die Regalstütze
1 genutzt werden kann.
[0044] Figuren 4 und 5 zeigen zwei unterschiedliche Einbaubeispiele der Regalstütze 1 am
Beispiel eines Regalsystems 200, welches mehrere Fachböden 210 oder Fachbodenrahmen
umfasst. Die Regalstütze 1 ist dort jeweils als vertikale Stütze genutzt, welche zusammen
mit weiteren Regalstützen, insbesondere mit weiteren zu der Regalstütze 1 identischen
Regalstützen, die Fachböden 210 und/oder Fachbodenrahmen tragen. In den Figuren 4
und 5 bildet die Regalstütze 1 jeweils mit einem Abschlussteil, welches dem Abschlussteil
50 der Figur 3 entsprechen kann, eine Regalstützenanordnung 100.1 bzw. 100.2. Die
Regalstütze 1 ist jeweils gegen ein anderes Bauteil 60.1 bzw. 60.2 befestigt.
[0045] In der Figur 4 ist eine Einbausituation dargestellt, in der das andere Bauteil 60.1
eine Regalstütze 1' ist. Figur 6 zeigt die Einbausituation der Figur 4 in einer Draufsicht
und als Querschnitt durch die Regalstützenanordnung 100.1. Die Regalstütze 1' kann
zu der Regalstütze 1 identisch sein oder eine andere Regalstütze sein. Der Einfachheit
halber ist das Einbaubeispiel der Figuren 4 und 6 darauf bezogen, dass die Regalstütze
1' identische zu der Regelstützte 1 ist. Die Bestandteile der Regalstützte 1' sind
daher mit den bereits bei der Regalstütze 1 benutzten Bezugszeichen in identischer
Weise genutzt und mit einem Hochstrich ("'") versehen.
[0046] Durch die Befestigung der Regalstütze 1 gegen die Regalstütze 1' sind die Flanschabschnitte
9, 10 der Regalstütze 1 gegen die Flanschabschnitte 9' und 10' der Regalstütze 1'
in Verbindung gebracht. Es bilden die Flanschabschnitte 9' und 10' einen Gegenflansch
62.1 und dadurch ist ein vorzugsweise ringförmiger Querschnitt gebildet, welcher eine
Einsteckaufnahme 65.1 für die Einsteckabschnitte 53 und 53' der Abschlussteile 50
und 50' ausbildet. Die Flanschabschnitte 9, 10 und 9', 10' sind jeweils gegeneinander
unter Nutzung der zugehörigen Befestigungsstellen 11, 12 und 11', 12' mittels Befestigungselementen
80, beispielsweise unter Ausbildung von Schraubverbindungen, gegeneinander befestigt.
Bevorzugt ist der jeweilige Einsteckabschnitt 53 bzw. 53', welcher in die Einsteckaufnahme
65.1 eingeschoben ist, unter Nutzung der zugehörigen Befestigungsstellen 13 und 13'
mittels eines Befestigungselementes 82 bzw. 82', beispielsweise unter Ausbildung einer
Schraubverbindung, gegen die jeweils zugehörige Regalstützte 1 bzw. 1' befestigt oder
gegen beide Regalstützen 1, 1' gemeinsam befestigt. Dadurch ist ein stabiler Verbund
der Abschlussteile 50 und 50' gegeneinander und mit den jeweiligen Regalstützen 1
und 1' erreicht.
[0047] Die Abschlussteile 50 und 50' sind bei diesem Einbaubeispiel als Standfüße genutzt,
welche sich mit ihrem jeweiligen Auflagerabschnitt 52 bzw. 52' gegen einen Boden 41
abstützen. Bevorzugt sind die Abschlussteile 50 und 50' mit ihrem jeweiligen Auflagerabschnitt
52 bzw. 52' unter Nutzung der Befestigungsstellen 55, 55' mittels Befestigungselementen
81 und 81', beispielsweise unter Ausbildung von Schraubverbindungen, gegen den Boden
41 befestigt.
[0048] In der Figur 5 ist eine Einbausituation dargestellt, in der das andere Bauteil 60.2
ein Wandungselement 70, beispielsweise eines Aufstellraumes für das Regalsystem 200
ist. Figur 7 zeigt die Einbausituation der Figur 5 in einer Draufsicht und als Querschnitt
durch die Regalstützenanordnung 100.2. Durch die Befestigung der Regalstütze 1 gegen
das Wandungselement 70 sind die Flanschabschnitte 9, 10 der Regalstütze 1 gegen das
Wandungselement 70 in Verbindung gebracht und der vorzugsweise ringförmige Querschnitt
gebildet, welcher eine Einsteckaufnahme 65.2 für den Einsteckabschnitt 53 des Abschlussteils
50 ausbildet. Insofern bildet das Wandungselement 70 einen Gegenflansch 62.2 für die
Flanschabschnitte 9 und 10 der Regalstütze 1.
[0049] Bevorzugt sind die Flanschabschnitte 9, 10 gegen das Wandungselement 70 unter Nutzung
der zugehörigen Befestigungsstellen 11, 12 mittels Befestigungselementen 83, beispielsweise
unter Ausbildung von Schraubverbindungen, befestigt. Der Einsteckabschnitt 53 des
Abschlussteiles 50, welcher in die Einsteckaufnahme 65.2 eingeschoben ist, ist unter
Nutzung der wenigstens einen zugehörigen Befestigungsstelle 13 mittels wenigstens
eines Befestigungselementes 84, beispielsweise unter Ausbildung einer Schraubverbindung,
gegen die Regalstützte 1 und gegebenenfalls zusätzlich gegen das Wandungselement 70
befestigt.
[0050] Figur 8 zeigt eine weitere mögliche Ausführungsform einer Regalstützenanordnung 100.3
am Beispiel der Schnittdarstellung gemäß der Figur 6. Die Regalstützenanordnung 100.3
der Figur 8 unterscheidet sich von der Regalstützenanordnung 100.1 der Figur 6 dadurch,
dass ein einziges Abschlussteil 50" vorgesehen ist und beispielsweise einen einzigen
Einsteckabschnitt 53" aufweist. Insbesondere weist der Einsteckabschnitt 53" einen
Querschnitt auf, welcher mit dem Querschnitt der Einsteckaufnahme 65.1 korrespondiert,
die durch die Regalstütze 1 und die Regalstütze 1' gebildet ist. Bevorzugt ist der
Einsteckabschnitt 53" innerhalb des Randes eines Auflagerabschnittes 52" angeordnet,
beispielsweise im Zentrum oder im Bereich des Zentrums des Auflagerabschnittes 52",
wobei der Auflagerabschnitt 52" an seiner Unterseite die Auflagerfläche 51 hat. Bevorzugt
ist der einzige Einsteckabschnitt 53" mittels eines Befestigungselementes 83", beispielsweise
unter Ausbildung einer Schraubverbindung, gegen die jeweils zugehörige Regalstütze
1 bzw. 1' befestigt oder gegen beide Regalstützen 1, 1' gemeinsam befestigt.
[0051] Figur 9 zeigt beispielhaft eine mögliche Anbindung eines Fachbodens, wie er beispielsweise
in den Figuren 4 und 5 als Fachboden 210 dargestellt ist. Dazu kann ein Befestigungselement
220 vorgesehen sein, welches mit einem Endabschnitt 230 in die Einführöffnung 16 der
Regalstützte 1 eingeführt werden kann und durch Verschieben in Richtung des Langloches
15 nach unten in eine Arretierposition gebracht werden kann. Dies ist dadurch möglich,
dass im Bereich des Endabschnittes 230 zwei scheibenförmige Anschläge vorgesehen sind,
welche mit einem über einen im Durchmesser kleiner ausgebildeten Wellenabschnitt miteinander
verbunden sind, wobei der Durchmesser des Wellenabschnittes im Wesentlichen dem Durchmesser
des Langloches 15 quer zu dessen Längsrichtung entspricht und der Durchmesser der
scheibenförmigen Abschnitte im Wesentlichen dem Durchmesser der Einführöffnung 16
entspricht.
[0052] Figur 10 zeigt eine mögliche Ausführungsform eines Aufstellraumes 300, in dem ein
Regalsystem, beispielsweise das Regalsystem 200, sowohl mit der Regalstützenanordnung
100.1 als auch mit der Regalstützenanordnung 100.2 eingebaut sein kann. Das Regalsystem
200 kann beispielsweise ein Rutschregalsystem sein, bei dem die Fachböden 210 in Richtung
nach vorne schräg nach unten geneigt an den Regalstützen 1 montiert sind.
[0053] Der Aufstellraum 300 kann ein Kühlraum, wie beispielsweise eine Kühlzelle sein, welcher
zum Kühlen und/oder Tiefkühlen von Waren genutzt wird. Der Aufstellraum 300 ist nach
unten durch den vorstehend bereits beschriebenen Boden 41, nach oben durch eine Decke
40 und seitlich durch mehrere Seitenwandungen 42, 43, 44 und 45 begrenzt. Es ist wenigstens
eine der Seitenwandungen 42, 43, 44, 45, beispielsweise die Seitenwandung 42, als
Warenpräsentationswandung mit einer Durchgangsöffnung ausgebildet. Die Durchgangsöffnung
kann durch eine oder mehrere Türen 46, insbesondere mit zumindest einem transparenten
Bereich, wie beispielsweise Glastüren, verschließbar sein. Im Inneren des Aufstellraumes
300 ist das Regalsystem 200 derart angeordnet, dass das Regalsystem 200 mit seiner
Warenpräsentationsseite der Warenpräsentationswandung zugewandt ist und die auf dem
Regalsystem 200 aufgestellten Waren über die Durchgangsöffnung von außen entnommen
werden können. Bevorzugt ist der Aufstellraum 300 durch eine Zugangsöffnung 47 begehbar,
welche beispielsweise durch eine Tür verschlossen werden kann.
[0054] Bevorzugt weisen die Regalstützen 1 an ihrem unteren Ende 3 und ebenso an ihrem oberen
Ende 4 jeweils ein Abschlussteil auf, welches das Abschlussteil 50 der Figur 3 sein
kann. Bevorzugt stützt sich die Decke 40 an der wenigstens einen Regalstütze 1 ab.
Auf diese Weise können die bei dem Regalsystem 200 genutzten Regalstützen 1 als Träger
für die Decke 40 genutzt sein. Auch ist durch die vorstehend beschriebene Regalstützenanordnung
100.2 eine Befestigung der Seitenwandungen 42, 43, 44, 45 des Aufstellraumes 300 daran
möglich, so dass die Regalstützen 1 einen tragenden Verbund für die Außenhaut des
Aufstellraumes 300 bzw. Kühlraumes bilden können. Auf diese Weise kann auf ein separates
Tragegerippe für die Außenwandungen 42, 43, 44, 45, die Decke 40 und den Boden 41
des Aufstellraumes 300 verzichtet werden.
[0055] In der vorliegenden Beschreibung bedeutet die Bezugnahme auf einen bestimmten Aspekt
oder eine bestimmte Ausführungsform oder eine bestimmte Ausgestaltung, dass ein bestimmtes
Merkmal oder eine bestimmte Eigenschaft, die in Verbindung mit dem jeweiligen Aspekt
oder der jeweiligen Ausführungsform oder der jeweiligen Ausgestaltung beschrieben
ist, zumindest dort enthalten ist, aber nicht notwendigerweise in allen Aspekten oder
Ausführungsformen oder Ausgestaltungen der Erfindung enthalten sein muss. Es wird
ausdrücklich darauf hingewiesen, dass jede Kombination der verschiedenen Merkmale
und/oder Strukturen und/oder Eigenschaften, welche in Bezug auf die Erfindung beschrieben
sind, von der Erfindung umfasst sind, sofern dies nicht ausdrücklich oder eindeutig
durch den Zusammenhang widerlegt ist.
[0056] Die Verwendung von einzelnen oder allen Beispielen oder einer beispielhaften Ausdrucksweise
im Text soll lediglich die Erfindung beleuchten und stellt keine Beschränkung hinsichtlich
des Umfangs der Erfindung dar, wenn nichts anders behauptet wird. Auch ist keine Ausdrucksweise
oder Formulierung der Beschreibung so zu verstehen, dass es sich um ein nicht beanspruchtes,
aber für die Praxis der Erfindung wesentliches Element handelt ist.
Bezugszeichenliste
[0057]
- 1
- Regalstütze
- 1'
- Regalstütze
- 2
- Grundkörper
- 3
- Ende
- 4
- Ende
- 5
- Schenkelabschnitt
- 6
- Schenkelabschnitt
- 7
- Zwischenabschnitt
- 8
- Befestigungsstellen
- 9
- Flanschabschnitt
- 9'
- Flanschabschnitt
- 10
- Flanschabschnitt
- 10'
- Flanschabschnitt
- 11
- erste zusätzliche Befestigungsstelle
- 12
- zweite zusätzliche Befestigungsstelle
- 13
- dritte zusätzliche Befestigungsstelle
- 14
- dritte zusätzliche Befestigungsstelle
- 15
- Langloch
- 16
- Einführöffnung
- 17
- Aufnahme
- 40
- Decke
- 41
- Boden
- 42
- Seitenwandung
- 43
- Seitenwandung
- 44
- Seitenwandung
- 45
- Seitenwandung
- 46
- Tür
- 47
- Zugangsöffnung
- 50
- Abschlussteil
- 50'
- Abschlussteil
- 50"
- Abschlussteil
- 51
- Auflagerfläche
- 52
- Auflagerabschnitt
- 52'
- Auflagerabschnitt
- 52"
- Auflagerabschnitt
- 53
- Einsteckabschnitt
- 53'
- Einsteckabschnitt
- 53"
- Einsteckabschnitt
- 54
- Befestigungsstelle
- 55
- Befestigungsstelle
- 55'
- Befestigungsstelle
- 60.1
- anderes Bauteil
- 60.2
- anderes Bauteil
- 62.1
- Gegenflansch
- 62.2
- Gegenflansch
- 65.1
- Einsteckaufnahme
- 65.2
- Einsteckaufnahme
- 70
- Wandungselement
- 80
- Befestigungselement
- 81
- Befestigungselement
- 81'
- Befestigungselement
- 82
- Befestigungselement
- 82'
- Befestigungselement
- 82"
- Befestigungselement
- 83
- Befestigungselement
- 84
- Befestigungselement
- 100.1
- Regalstützenanordnung
- 100.2
- Regalstützenanordnung
- 100.3
- Regalstützenanordnung
- 200
- Regalsystem
- 210
- Fachboden
- 220
- Befestigungselement
- 230
- Endabschnitt
- 300
- Aufstellraum
1. Regalstütze (1) mit einem länglichen Grundkörper (2), wobei der Grundkörper (2) einen
U-förmigen Querschnitt mit zwei Schenkelabschnitten (5, 6) und einem dazwischen angeordneten
Zwischenabschnitt (7) hat und der Zwischenabschnitt (7) mehrere oder eine Vielzahl
von Befestigungsstellen (8) zum Befestigen wenigstens eines Fachbodens (210) oder
eines Fachbodenrahmens aufweist, und wobei zumindest im Bereich wenigstens eines längsseitigen
Endes (3) des Grundkörpers (2) dem jeweiligen Schenkelabschnitt (5, 6) ein Flanschabschnitt
(9, 10) zugeordnet ist, welcher wenigstens eine erste zusätzliche Befestigungsstelle
(11) zum Befestigen des Flanschabschnittes (9, 10) gegen einen Gegenflansch (62.1;
62.2) aufweist.
2. Regalstütze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des anderen längsseitigen Endes (4) des Grundkörpers (3) dem jeweiligen
Schenkelabschnitt (5, 6) ein Flanschabschnitt (9, 10) zugeordnet ist, welcher wenigstens
eine zweite zusätzliche Befestigungsstelle (12) zum Befestigen des Flanschabschnittes
(9, 10) gegen einen Gegenflansch (62.1; 62.2) aufweist.
3. Regalstütze nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der jeweilige Flanschabschnitt (9, 10) sich von dem Bereich des einen längsseitigen
Endes (3) bis in den Bereich des anderen längsseitigen Endes (4) des Grundkörpers
(2) erstreckt.
4. Regalstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der jeweilige Flanschabschnitt (9, 10) angrenzend an den zugehörigen Schenkelabschnitt
(5, 6) und insbesondere davon winklig wegragend angeordnet ist.
5. Regalstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der U-förmige Querschnitt des Grundkörpers (2) und/oder wenigstens einer der Flanschabschnitte
(9, 10) durch Umformen, insbesondere Biegen, eines Rohlings gefertigt ist.
6. Regalstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Regalstütze (1) ein Metallteil ist.
7. Regalstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (2) im Bereich wenigstens eines seiner längsseitigen Enden (3, 4),
vorzugsweise im Bereich seiner beiden längsseitigen Enden (3, 4), wenigstens eine
dritte zusätzliche Befestigungsstelle (13, 14) zum Befestigen der Regalstütze (1)
an einem Abschlussteil (50) aufweist.
8. Regalstützenanordnung (100.1; 100.2) mit einer Regalstütze (1) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, deren Flanschabschnitte (9, 10) unter Nutzung der wenigstens einen ersten
zusätzlichen Befestigungsstelle (11) gegen einen Gegenflansch (62.1; 62.2) eines anderen
Bauteils (60.1; 60.2), insbesondere Verstärkungselements, befestigt ist, wobei im
Bereich wenigstens eines der längsseitigen Enden (3, 4) die Regalstütze (1) und das
andere Bauteil (60.1; 60.2) einen als Einsteckaufnahme (65.1; 65.2) nutzbaren Querschnitt
gemeinsam ausbilden.
9. Regalstützenanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das andere Bauteil (60.1) eine Regalstütze (1'), insbesondere eine Regalstützte nach
einem der vorhergehenden Ansprüche ist.
10. Regalstützenanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das andere Bauteil (60.2) ein Wandungselement (70), beispielsweise eines Aufstellraumes
(300) für ein die Regalstützenanordnung (100.2) aufweisendes Regalsystem (200) ist.
11. Regalstützenanordnung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abschlussteil (50) vorgesehen ist, welches eine Auflagerfläche (51) zum Abstützen
gegen einen Boden (41) oder eine Decke (40) und einen Einsteckabschnitt (53) aufweist,
der in die Einsteckaufnahme (65.1; 65.2) eingesteckt ist.
12. Regalsystem (200) mit wenigstens zwei, vorzugsweise mehreren Regalstützten und mehreren
von den Regalstützen getragenen Fachböden (210) und/oder Fachbodenrahmen, wobei wenigstens
eine der Regalstützen nach einem der Ansprüche 1 bis 7 ausgebildet ist und/oder Bestandteil
einer Regalstützenanordnung (100.1; 100.2) nach einem der Ansprüche 8 bis 11 ist.
13. Regalsystem nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein, vorzugsweise mehrere Befestigungselemente (220) vorgesehen sind,
über welche die Fachböden (210) und/oder Fachbodenrahmen mit der wenigstens einen
Regalstütze (100.1; 100.2) unter Nutzung der dazu an der Regalstütze (1) vorgesehenen
Befestigungsstellen (8) verbunden sind, wobei die Befestigungselemente (220) mit einem
Endabschnitt (230) in den Innenraum des U-förmigen Querschnitts der Regalstütze (1)
eingreifen.
14. Aufstellraum (300), nach oben begrenzt durch eine Decke (40), nach unten begrenzt
durch einen Boden (41) und seitlich begrenzt durch mehrere Seitenwandungen (42, 43,
44, 45), wobei der Aufstellraum (300) ein Regalsystem nach Anspruch 12 oder 13 mit
wenigstens einer Regalstütze (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 hat, welche mit
ihren Flanschabschnitten (9, 10) unter Nutzung der wenigstens einen ersten zusätzlichen
Befestigungsstelle (11) gegen eine der Seitenwandungen (42, 43, 44, 45) befestigt
ist.
15. Aufstellraum (300), nach oben begrenzt durch eine Decke (40), nach unten begrenzt
durch einen Boden (41) und seitlich begrenzt durch mehrere Seitenwandungen (42, 43,
44, 45), wobei der Aufstellraum (300) ein Regalsystem (200) nach Anspruch 12 oder
13 mit wenigstens einer Regalstützenanordnung (100.1; 100.2) nach Anspruch 11 hat,
dessen Abschlussteil (50) sich gegen den Boden (41) abstützt oder sich die Decke (40)
darauf abstützt.