[0001] Die Erfindung betrifft einen Dekorationsgegenstand mit einem Stehabschnitt, einer
von dem Stehabschnitt abstehenden Hauptachse, sowie Balken, welche an der Hauptachse
drehbar aufgereiht sind.
[0002] In der
ES 1 070 134 U1 sind Weihnachtsbäume aus mehreren Balken beschrieben, welche übereinander an einer
Hauptachse aufgereiht sind. Durch Verdrehen der Balken können diese einerseits in
verschiedene schraubenförmige oder stochastische Stellungen und andererseits in eine
flache Transportstellung gebracht werden. In der Transportstellung ist der Weihnachtsbaum
zwar flach aber trotzdem sehr groß, was den Transport nur schwer möglich macht. Außerdem
wird der Weihnachtsbaum mit zunehmender Größe aufgrund der dicken Balken schnell sehr
schwer.
[0003] Ein ähnliches Problem ergibt sich auch bei Weihnachtsbäumen, wie sie in der
WO 2017051042 A1 beschrieben sind. Dabei beschränkt sich das Problem nicht nur auf Weihnachtsbäume
aus Balken, sondern auch auf alle anderen Dekorationsgegenstände, welche aus Balken
bestehen, die an einer Hauptachse aufgereiht sind, beispielsweise Windmobile zum Aufhängen.
Eine besonders kompakte und kleine Ausführungsform ist besonders wünschenswert, da
Dekorationsgegenstände so einerseits leichter lagerbar sind und andererseits leicht
verschickt und transportiert werden können.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist daher die beschriebenen Nachteile zu vermeiden und einen
Dekorationsgegenstand bereitzustellen, der in eine besonders kompakte Transportstellung
gebracht werden kann.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass zumindest zwei benachbarte
Balken im Querschnitt je eine obere Maximalerstreckung und eine untere Maximalerstreckung
aufweisen, wobei zumindest diese zwei Balken in eine Transportstellung bringbar sind,
in der die obere Maximalerstreckung des einen Balkens oberhalb der unteren Maximalerstreckung
des anderen Balkens angeordnet ist, und zumindest diese zwei Balken in zumindest eine
Wirkstellung bringbar sind, in der die obere Maximalerstreckung des einen Balkens
unterhalb der unteren Maximalerstreckung des anderen Balken angeordnet ist.
[0006] Dabei wird bei den Angaben "oberhalb" und "unterhalb" von einer bestimmungsgemäßen
Aufstellung des Dekorationsgegenstand ausgegangen, bei der er mit dem Stehabschnitt
auf einer Bodenfläche steht und sich die Hauptachse im Wesentlichen von der Fläche
weg erstreckt. Unter der oberen Maximalerstreckung kann also der Punkt im Querschnitt
des Balkens verstanden werden, der entlang der Hauptachse am weitesten vom Stehabschnitt
entfernt ist, während es sich bei der unteren Maximalerstreckung um den Punkt im Querschnitt
des Balkens handelt, der entlang der Hauptachse am nahestehen zum Stehabschnitt liegt.
[0007] Dadurch können die Balken in eine besonders kompakte und stabile Transportform gebracht
werden. Des Weiteren ist auch die Stabilität des Dekorationsgegenstandes in dieser
Transportstellung erhöht, da auch querwirkende Kräfte von Balken zu Balken leichter
übertragen werden können. Diese Transportform kann erreicht werden, wenn zumindest
zwei benachbarte Balken in eine Position gebracht werden, sodass die Längsachsen der
Balken im Wesentlichen parallel zueinander stehen. Bei Verdrehen der einzelnen Balken
zueinander, insbesondere mehr als nur zweier Balken, können jedoch größere schraubenförmige
oder stochastische Wirkstellungen eingenommen werden, welche in der Regel als optisch
ansprechend empfunden werden und der Dekorationsgegenstand in diesen Stellungen verwendet
wird, wenn er als solcher gebraucht wird. In derartigen Wirkstellungen wird pro Balken
mehr Länge auf der Hauptachse in Anspruch genommen. Dadurch kann einerseits eine kleine
Transportstellung und andererseits größere schraubenförmige oder stochastische Wirkstellungen
eingenommen werden. Es ist in vielen Ausführungsformen wichtig, die Verbindung zwischen
Balken und Hauptachse so auszuführen, dass einerseits ein Drehen und Verschieben entlang
der Hauptachse möglich ist, andererseits die Balken nicht zu stark entlang der Hauptachse
kippbar sind.
[0008] Vorteilhaft ist, wenn zumindest bei zwei benachbarten Balken der eine einen konkaven
Bereich im Querschnitt und der andere einen konvexen Bereich im Querschnitt aufweist,
wobei der konvexe Bereich und der konkave Bereich einander zugewandt sind. Dadurch
muss die Verbindung zwischen Hauptachse und Balken nicht ganz so fest ausgeführt werden,
was das Verschieben und Verdrehen der einzelnen Balken erleichtert. Dabei werden unter
konkaven und konvexen Bereichen nicht nur knickfreie, kurvige, sondern auch solche
Bereiche mit Knicken bzw. Kanten verstanden. Der konvexe Bereich enthält also die
obere bzw. die untere Maximalerstreckung, während der konkave Bereich der unteren
bzw. oberen Maximalerstreckung benachbart ist.
[0009] Besonders vorteilhaft ist in diesem Sinne, wenn der konvexe Bereich dazu ausgebildet
ist, vom konkaven Bereich zumindest teilweise aufgenommen zu werden. Dadurch können
die Balken eine besonders stabile und besonders kleine Transportstellung einnehmen.
Insbesondere wenn der konvexe Bereich formschlüssig mit dem konkaven Bereich zusammenschiebbar
ist, also der konvexe Bereich und der konkave Bereich aufeinander abgestimmt sind,
kann dies besonders gut gewährleistet werden. Ausführungsformen, bei denen die einander
zugewandten konvexen und konkaven Bereiche so aufeinander abgestimmt sind, dass möglichst
wenig Raum zwischen ihnen frei bleibt, wenn sie in Transportstellung gebracht werden,
sind vorteilhaft. Die Balken können aus unterschiedlichsten Materialien gefertigt
sein, wobei sich Holz oder Aluminium einerseits wegen der hohen Stabilität und andererseits
wegen der optischen Eigenschaften besonders bewährt.
[0010] Weist zumindest ein Balken an seiner dem Stehabschnitt zugewandten Seite einen konkaven
Bereich und an seiner dem Stehabschnitt abgewandten Seite einen konvexen Bereich auf,
so kann einerseits der Balken mit beiden, ihm benachbarten Balken in die beschriebene
Wechselwirkung treten, wenn diese ebenso entsprechend einen konvexen bzw. konkaven
Bereich aufweisen. Andererseits kann so eine charakteristische Form des Balkens entstehen,
welche zusätzlich zum dekorativen Wert des Dekorationsgegenstandes beitragen kann.
Beispielsweise kann so die Form an Äste von Bäumen erinnern, an denen die Blätter
oder Nadeln leicht hinabhängen. Dabei können verschiedene Balken auch, falls gewünscht,
verschieden ausgeführte konvexe und/oder konkave Bereiche aufweisen, um an einem Dekorationsgegenstand
verschiedene optische Effekte zu erreichen.
[0011] Wenn zumindest ein Balken einen ersten Schenkel und einen vorzugsweise normal zum
ersten Schenkel stehenden zweiten Schenkel aufweist, so ist damit eine besonders leicht
fertigbare und kostengünstige Ausführungsform gefunden. Durch die Anordnung der Schenkel
kann gleichzeitig eine konvexe Form auf einer Seite und eine konkave Form auf der
gegenüberliegenden Seite erreicht werden. Besonders optisch ansprechend werden Ausführungsformen
empfunden, bei denen die Schenkel im Wesentlichen die gleiche Länge aufweisen.
[0012] Wenn zumindest ein Balken einen L-förmigen Querschnitt aufweist, so wird damit eine
besonders einfach herzustellende Form gefunden, welche auch sehr stabil und gleichzeitig
leicht ist. Dadurch, dass sich die Schenkel nur an je einer Seite überragen, ergibt
sich auch ein schönes optisches Bild, insbesondere, wenn die Schenkel gleich lang
ausgeführt sind.
[0013] Um eine spezielle Optik zu erzeugen, beispielsweise um die Kontur eines Nadelbaumes
zu imitieren, kann es sinnvoll sein, wenn jeder Balken eine kürzere oder die gleiche
Länge aufweist als sein benachbarter Balken, welcher näher am Stehabschnitt angeordnet
ist. Dadurch wird eine sich vom Stehabschnitt weg immer weiter verjüngende Form erzeugt.
[0014] Wenn alle Balken den gleichen Querschnitt aufweisen, so wird die Produktion vereinfacht
und damit die Herstellung kostengünstiger. Außerdem wird damit ein homogenes Bild
hervorgerufen, welches oft als angenehm empfunden wird.
[0015] Um den Dekorationsgegenstand in eine noch kleinere Transportform bringen zu können
ist es vorteilhaft, wenn die Länge der Hauptachse veränderbar ist. Dies kann besonders
leicht erreicht werden, wenn die Hauptachse teleskopisch ist. Dadurch kann bei Aufeinanderbringen
der konkaven und konvexen Bereiche die Hauptachse zusammengeschoben werden, und bei
Bedarf die Länge vergrößert werden, abhängig davon wie viele Balken aus dieser aufeinandergebrachten
Stellung bewegt werden. Ein Endstück kann am stehabschnittfernen Ende der Hauptachse
angeordnet werden. Dieses kann nach vollendeter Positionierung der Balken zueinander
durch Verkürzung der Hauptachse auf den dem Stehabschnitt fernsten Balken drücken
und damit die Position der Balken fixieren.
[0016] Es können auch, gegebenenfalls zusätzlich zum teleskopischen Aufbau, Verlängerungsteile
für die Hauptachse vorgesehen sein, welche bei Bedarf an die Hauptachse angebracht,
beispielsweise angeschraubt werden können. Sind solche Verlängerungsteile vorgesehen,
so kann der Stehabschnitt zumindest eine AufnahmeAusnehmung zur Aufnahme zumindest
eines Verlängerungsteils aufweisen. Dadurch können diese sehr leicht verstaut werden,
wenn sie nicht gebraucht werden. Besonders vorteilhaft ist, wenn diese Ausnehmungen
an einer Stelle angeordnet sind, die in bestimmungsgemäßer Gebrauchsstellung des Dekorationsgegenstandes
nicht sichtbar sind, beispielsweise an der den Balken abgewandten Seite.
[0017] Vorteilhaft ist außerdem, wenn die Hauptachse am stehabschnittfernen Ende Mittel
zum Verbinden eines Endstückes oder des Verlängerungsteils, beispielsweise ein Gewinde
zum Festschrauben aufweist. Dadurch kann, ähnlich wie bei Anordnung des Endstücks
an der teleskopischen Hauptachse, die Position der Balken durch Festschrauben des
Endstücks festgelegt werden, wenn die Länge der Hauptachse entsprechend gewählt wird.
Auch das Verlängerungsteil kann entsprechende Gewinde vorsehen, um entweder weitere
Verlängerungsteile darauf anzuordnen, oder das Endstück darauf aufzuschrauben.
[0018] Der Stehabschnitt kann unterschiedlich ausgeführt sein. Besonders vorteilhaft ist
jedoch, wenn er zwei Stehbalken aufweist, welche ebenso auf der Hauptachse drehbar
aufgereiht sind. Dies ermöglicht ein leichtes Aufstellen durch Verdrehen der Stehbalken
zueinander, während sie bei Transport parallel zu den Balken angeordnet werden können.
Dabei liegt der den Balken weiter entfernte Stehbalken entweder direkt am Untergrund
auf, wenn der Dekorationsgegenstand bestimmungsgemäß aufgestellt wird, oder weist
Füße auf, welche dies tun. Der andere Stehbalken kann auch entsprechende Füße aufweisen.
Er kann aber auch in einer bestimmten Drehstellung durch entsprechende Ausnehmungen
an beiden Stehbalken im Bereich der Hauptachse in eine tiefere Position gebracht werden,
wodurch beide Stehbalken am Untergrund aufliegen.
[0019] Besonders vorteilhaft ist, wenn die Hauptachse eine Befestigungsschraube aufweist,
welche die zwei Stehbalken an einem mit einem Gewinde ausgestattetem Hauptkörper der
Hauptachse beweglich befestigt, wobei die Schraube vorzugsweise in dem Gewinde festgeklebt
ist. Der Hauptkörper wird in der Regel als längliche Stange mit dem Gewinde an der
Deckfläche ausgeführt. Dadurch kann die Schraube durch die Stehbalken hindurch, vorzugsweise
durch Öffnungen, welche besonders vorzugsweise mittig in Bezug auf Länge und Breite
der Stehbalken angeordnet sind, geführt werden. Wird die Schraube in das Gewinde des
Hauptkörpers hineingeklebt, so wird damit das ungewollte Aufschrauben durch Bewegen
der Stehbalken verhindert.
[0020] In einer Ausführungsform weisen die Balken zumindest je eine Faden-Ausnehmung zur
Aufnahme eines Positionierfadens auf. Dadurch kann ein Positionierfaden durch die
Faden-Ausnehmungen gezogen werden, und durch Straffung des Fadens eine bestimmte Balkenposition
hervorgerufen werden. Diese kann einerseits durch die Positionierung der Faden-Ausnehmungen
an den Balken und durch eventuelle Verknotungen oder Befestigungen, insbesondere durch
Bügel oder Klammern,des Positionierfadens an bestimmten Balken bestimmt werden.
[0021] Es sind aber auch andere Ausführungsformen mit Positionierfäden denkbar, beispielsweise
mit zwei Positionierfäden, welche an je einer Seite der Balken geführt werden, wobei
die Positionierfäden zumindest zwischen jedem Baken zumindest einen Verbindungsfaden
aufweisen. Diese Positionierfäden können oberhalb des Balkens, welcher am weitesten
vom Stehabschnitt angeordnet ist, zusammengeführt oder zusammengeknotet sein. Dadurch
kann durch Ziehen der Positionierfäden an dieser Zusammenführung, entlang der Hauptachse
und in Richtung weg vom Stehabschnitt, die Distanz zwischen den Balken vergrößert
werden. Bei geeigneter Führung der Positionierfäden und der Verbindungsfäden kann
sogar ein bestimmtes Bewegungsmuster der Balken, welches in eine bestimmte Position
der Balken führt, vorgegeben werden. Zur Verbesserung der Stabilität kann es vorteilhaft
sein, wenn zumindest bei einem Balken direkt über- und/oder direkt unterhalb je ein
Verbindungsfaden angeordnet ist, wobei mit unterhalb die dem Stehabschnitt zugewandte
Seite des Balkens verstanden wird.
[0022] Um eine zusätzliche Veränderung oder Personalisierung des Dekorationsgegenstandes
erreichen zu können, ist es vorteilhaft, wenn zumindest ein Balken zumindest eine,
vorzugsweise durch eine Fräsung hergestellte Dekorier-Ausnehmung aufweist. Dadurch
können verschiedene Gegenstände, beispielsweise Weihnachtskugeln in die Dekorier-Ausnehmungen
eingehakt, eingefädelt oder aufgestellt werden und so als Verankerung dienen. Diese
Ausnehmungen können so ausgeführt sein, dass ein Durchgang durch den Balken entsteht,
oder nur oberflächlich sein, sodass nur Vertiefungen auf der Oberfläche des Balkens
entstehen. Dabei können die Ausnehmungen an unterschiedlichsten Stellen entlang der
Länge der Balken und entlang deren Querschnitte verteilt sein.
[0023] Um den Dekorationsgegenstand optisch noch ansprechender zu machen, kann es vorteilhaft
sein, wenn zumindest ein Balken abgeschrägte Endabschnitte aufweist. Diese Endabschnitte
können gleichzeitig auch die Funktion erfüllen, den Eindruck einer bereits erwähnten
sich verjüngenden Form weiter zu verstärken.
[0024] In der Folge wird die vorliegende Erfindung anhand der in den Figuren dargestellten
nicht einschränkenden Ausführungsvarianten näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Schrägansicht einer ersten Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Dekorationsgegenstands
in einer stochastischen Wirkstellung der Balken;
- Fig. 2
- eine Schrägansicht der ersten Ausführungsvariante in einer Transportstellung;
- Fig. 3
- eine Schrägansicht einer zweiten Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Dekorationsgegenstands
in einer stochastischen Wirkstellung der Balken;
- Fig. 4
- eine Schrägansicht einer dritten Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Dekorationsgegenstands
in einer stochastischen Wirkstellung der Balken;
- Fig. 5
- einen Teil einer ersten Ausführungsvariante eines Balkens in einer Schrägansicht;
- Fig. 6
- einen Teil einer zweiten Ausführungsvariante eines Balkens in einer Schrägansicht;
- Fig. 7
- einen Teil einer dritten Ausführungsvariante eines Balkens in einer Seitenansicht;
- Fig. 8
- eine schematische Darstellung einiger Balken, verbunden durch Positionierfäden.
[0025] In Fig. 1 ist ein Dekorationsgegenstand in einer einem Weihnachtsbaum nachbildenden
Ausführungsvariante dargestellt. Dabei sind entlang einer Hauptachse 1 viele Balken
2 aneinander gereiht. Die Hauptachse 1 entspringt einem Stehabschnitt, welcher einen
ersten Stehbalken 3 und einen zweiten Stehbalken 4 aufweist, wobei diese ebenso wie
die Balken 2 drehbar auf der Hauptachse 1 mittig gelagert sind und damit ihre Drehachse
in der Mitte der Länge besitzen, da die Drehachse durch die Hauptachse 1 verläuft.
Der erste Stehbalken 3 weist an seinen Enden Füße 5 auf, welche die gleiche Dicke
wie der zweite Stehbalken 4 aufweisen. Damit können auch sie zusammen mit dem zweiten
Stehbalken 4 auf ebenen Untergrund stehen. Die Balken 2 sind so auf der Hauptachse
1 aufgereiht, dass sie mit zunehmender Entfernung zu den Stehbalken 3,4 immer kürzer
werden. Dies, gepaart mit der symmetrisch angelegten Drehachse, ergibt ein besonders
gleichmäßiges und als schön empfundenes Muster.
[0026] Alle Balken 2 sind als gleich ausgeführte L-förmige Holzprofile unterschiedlicher
Länge ausgeführt, welche zwei gleichlange Schenkel aufweisen. Dadurch ergibt sich
auf besonders einfache Art und Weise auf einer Seite ein konvexer Bereich 2b und auf
der gegenüberliegenden Seite ein konkaver Bereich 2a. Gleichzeitig wird dadurch die
obere Maximalerstreckung 2o einmal durch den Schnittpunkt der Schenkel und die untere
Maximalerstreckung 2u zweimal durch die Enden der Schenkel dargestellt. Die untere
Maximalserstreckungen 2u der Balken 2 ruhen (mit Ausnahme des untersten Balkens 2)
direkt auf den oberen Maximalerstreckungen 2o der darunter angeordneten Balken 2.
Die Balken 2 sind so angeordnet, dass immer ein konvexer Bereich 2b auf einen konkaven
Bereich 2a des benachbarten Balkens trifft. Auch der erste Stehbalken 3 weist den
gleichen Querschnitt wie die Balken 2 und damit einen konvexen Bereich 3b und einen
konkaven Bereich 3a auf. Die Balken 2 sind darüber hinaus in einer stochastischen
Wirkstellung dargestellt. Dies kann eine gewünschte Position sein, wenn der Dekorationsgegenstand
als solcher verwendet und aufgestellt ist. Jedoch sind selbstverständlich nicht nur
stochastische Positionen sondern auch symmetrische, schraubenförmige oder jede andere
erdenkliche Position verwendet werden. Durch die verdrehten Längsachsen der Balken
2 in Bezug auf die Längsachsen der angrenzenden Balken 2 greifen die konvexen Bereiche
2b nicht in die konkaven Bereiche 2a, wodurch der Dekorationsgegenstand eine große
Erstreckung von einem Endstück 6 bis zum Stehabschnitt aufweist.
[0027] An der stehabschnittfernen Seite der Hauptachse 1 ist das Endstück 6 in Form eines
symmetrischen, sechseckigen Sterns angeordnet. Die Stehachse 1 ist teleskopisch ausgeführt
und ist noch ein wenig weiter verlängerbar als in Fig. 1 dargestellt. Nach Positionierung
der Balken 2 wurde die Stehachse 1 soweit verkürzt, dass das Endstück 6 auf die Balken
2 drückt, und sie damit in ihrer Position fixiert.
[0028] Fig. 2 zeigt die gleiche Ausführungsform wie Fig. 1, wobei die Balken 2 in eine Stellung
gebracht wurden, sodass alle Längsachsen im Wesentlichen parallel verlaufen. Dadurch
liegen die konkaven Bereiche 2a und konvexen Bereiche 2b direkt übereinander und greifen
ineinander. Die Bereiche 2a, 2b sind formschlüssig so aufeinander abgestimmt, dass
fast kein Luftraum zwischen ihnen verbleibt, und so die Balken 2 einen möglichst geringen
Platz verbrauchen. Dadurch kann die Länge der Hauptachse 1 auch verringert werden.
Die oberen Maximalerstreckungen 2o der Balken 2 sind oberhalb der unteren Maximalerstreckungen
2u der direkt darüber gereihten Balken 2 angeordnet. Das Endstück 6 ist auch in dieser
Stellung so weit abgesenkt, dass es auf die Balken 2 drückt und damit die Position
stabilisiert. Die Stehbalken 3 und 4 sind ebenso zusammengeklappt, wobei der konkave
Abschnitt 2a des dem Stehabschnitt nähesten Balken 2 in den konvexen Abschnitt 3b
des ersten Stehbalkens 3 eingreift. Es ist gut sichtbar, dass diese Stellung sehr
gut zum Transport geeignet ist, da sie sehr viel platzsparender ist als beispielsweise
die in Fig. 1 dargestellte Stellung. Gleichzeitig stabilisieren die Balken 2 deren
Stellung gegenseitig, bzw. die des ersten Stehbalkens 3, wodurch ein ungewolltes Umschwenken
der Balken 2 in eine andere Stellung verhindert werden kann.
[0029] Fig. 3 zeigt eine alternative Ausführungsform, bei der die Länge der Balken nahe
dem Stehabschnitt und nahe dem Endstück 6 kurz ausgeführt sind, wobei die Balken 2
dazwischen kontinuierlich bis zu einem Maximum länger, bzw. kürzer werden. Dadurch
wird die Form eines Ostereis nachgeahmt. Die Endabschnitte 2d sind auch an die sich
ergebende äußere Gesamtform angepasst, und deswegen nahe des Endstücks 6 und des Stehabschnittes
schräger ausgeführt als in der Mitte. Das Endstück 6 weist das gleiche Profil auf,
wie die Balken 2. Diese Ausführungsform zeigt, dass verschiedenste Konturen durch
die äußere Gesamtform, gebildet durch die Endabschnitte der Balken 2 verschieden gewählt
werden kann. Beispielsweise könnte statt der Form eines Eis auch die Siluette einer
Person oder eines Gesichts gewählt werden. Dabei kann diese äußere Gesamtform je nach
Position der Balken 2 unterschiedlich wirken.
[0030] Fig. 4 zeigt eine dritte Ausführungsform, bei der die Balken 2 nur aus Leisten bestehen,
welche entlang der Hauptachse 1 schräg angeordnet sind. Dies stellt eine besonders
leicht und billig herzustellende Ausführungsform dar. Die Balken 2 stehen in Bezug
auf die Hauptachse 1 im Wesentlichen in einem 45°-Winkel. Die Balken 2 weisen weiters
Bohrungen auf, durch die die Hauptachse 1 verläuft. Die Größe der Bohrungen ist so
gewählt, dass möglichst wenig Spiel zwischen Balken 2 und Hauptachse 1 vorgesehen
ist, damit die schräge Position erhalten bleibt und die Balken 2 nicht in eine flachere
Position kippen können. Durch die einfache Ausführung der Balken 2 wird die obere
Maximalerstreckung 2o und die untere Maximalerstreckung 2u der Balken 2 durch zwei
gegenüberliegende Ecken des rechteckigen Querschnittes definiert.
[0031] Fig. 5, Fig. 6 und Fig. 7 zeigen je einen Teil von Ausführungsvarianten eines Balkens
2. In Fig. 5 wird ein Balken 2 mit einer großen Dekorier-Ausnehmung 2c dargestellt,
welche in den Balken 2 hineingefräst ist. Sie ist so groß ausgeführt, dass ein Durchgang
im Balken hergestellt wird, sodass Haken hineingehakt oder Fäden durchgefädelt werden
können. Gleichzeitig ermöglicht aber auch durch die Art der Einfräsung hergestellten
ebenen Kantenflächen ein Abstellen kleiner Gegenstände, beispielsweise Tee-Lichter
oder dergleichen. In Fig. 6 ist ein Balken 2 mit einer Dekorier-Ausnehmung 2c in Form
einer Bohrung dargestellt. Fig. 7 zeigt eine alternative Ausführungsform mit einem
abgeschrägtem Endabschnitt 2d. Dazu weist der Balken 2 eine Dekorier-Ausnehmung 2c
in Form einer schmalen Einfräsung auf, wobei der Winkel der Einfräsung dem Winkel
der schrägen Fläche des Endabschnittes gleicht. Dies ist eine optisch besonders ansprechende
Variante, welche auch leicht fertigbar ist. Fig. 8 zeigt eine schematische Darstellung
einiger aneinandergereihter Balken 2, welche mit zwei Positionierfäden 7 verbunden
sind. Die Hauptachse 1, welche zur besseren Ansicht nicht dargestellt ist, verläuft
zwischen den Positionierfäden 7. Diese wiederum verlaufen entlang der Außenkanten
der Balken 2 vom Halteabschnitt bis zum Balken 2, welcher am weitesten vom Halteabschnitt
entfernt ist. Direkt unterhalb jedes Balkens 2, am konkaven Bereich 2a, ist je ein
Verbindungsfaden 8 angeordnet, welcher die Positionierfäden 7 verbindet und bei Anheben
der Positionierfäden die darüber angeordneten Balken 2 anhebt. Durch die spezielle
Verknüpfungsform und die Längen der Verbindungsfäden 8 und der Abschnitte der Positionierfäden
7 zwischen den Verbindungsfäden 8 werden dadurch bei einem solchen Anheben die Balken
2 gegeneinander verdreht und eine, in diesem Falle schraubenförmige Position induziert.
Bei loslassen oder leichtes Absenken der Positionierfäden 7 kommen die Balken 2 übereinander
in dieser Position zum Liegen, welche durch Absenken des Endstückes 7 fixiert werden
kann.
1. Dekorationsgegenstand mit einem Stehabschnitt, einer von dem Stehabschnitt abstehenden
Hauptachse (1), sowie Balken (2), welche an der Hauptachse (1) drehbar aufgereiht
sind, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei benachbarte Balken (2) im Querschnitt je eine obere Maximalerstreckung
(2o) und eine untere Maximalerstreckung (2u) aufweisen, wobei zumindest diese zwei
Balken (2) in eine Transportstellung bringbar sind, in der die obere Maximalerstreckung
(2o) des einen Balkens (2) oberhalb der unteren Maximalerstreckung (2u) des anderen
Balkens (2) angeordnet ist, und zumindest diese zwei Balken (2) in zumindest eine
Wirkstellung bringbar sind, in der die obere Maximalerstreckung (2o) des einen Balkens
(2) unterhalb der unteren Maximalerstreckung (2u) des anderen Balkens (2) angeordnet
ist.
2. Dekorationsgegenstand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest bei zwei benachbarten Balken (2) der eine einen konkaven Bereich (2a) im
Querschnitt und der andere einen konvexen Bereich (2b) im Querschnitt aufweisen, wobei
der konvexe Bereich (2b) und der konkave Bereich (2a) einander zugewandt sind.
3. Dekorationsgegenstand nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der konvexe Bereich (2b) formschlüssig mit dem konkaven Bereich (2a) zusammenschiebbar
ist.
4. Dekorationsgegenstand nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Balken (2) an seiner dem Stehabschnitt zugewandten Seite einen konkaven
Bereich (2a) und an seiner dem Stehabschnitt abgewandten Seite einen konvexen Bereich
(2b) aufweist.
5. Dekorationsgegenstand nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Balken (2) einen ersten Schenkel und einen, vorzugsweise normal zum
ersten Schenkel stehenden, zweiten Schenkel aufweist.
6. Dekorationsgegenstand nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkel im Wesentlichen die gleiche Länge aufweisen.
7. Dekorationsgegenstand nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Balken (2) einen L-förmigen Querschnitt aufweist.
8. Dekorationsgegenstand nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Balken (2) eine kürzere oder die gleiche Länge aufweist als sein benachbarter
Balken (2), welcher näher am Stehabschnitt angeordnet ist.
9. Dekorationsgegenstand nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass alle Balken (2) den gleichen Querschnitt aufweisen.
10. Dekorationsgegenstand nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt von zumindest einem Balken um die Hauptachse symmetrisch ist.
11. Dekorationsgegenstand nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptachse (1) teleskopisch ist.
12. Dekorationsgegenstand nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptachse (1) am stehabschnittfernen Ende ein Mittel zum Verbinden eines Endstückes
(6) oder des Verlängerungsteils, beispielsweise ein Gewinde zum Festschrauben aufweist.
13. Dekorationsgegenstand nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass Stehabschnitt zwei Stehbalken (3,4) aufweist, welche ebenso auf der Hauptachse (1)
drehbar aufgereiht sind.
14. Dekorationsgegenstand nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptachse eine Befestigungsschraube aufweist, welche die zwei Stehbalken (3,4)
an einem mit einem Gewinde ausgestattetem Hauptkörper der Hauptachse (1) beweglich
befestigt, wobei die Schraube vorzugsweise in dem Gewinde festgeklebt ist.
15. Dekorationsgegenstand nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Balken (2) zumindest je eine Faden-Ausnehmung zur Aufnahme eines Positionierfadens
(7) aufweisen und dass zwei Positionierfäden (7) vorgesehen sind, welche an je einer
Seite der Balken (2) geführt werden, wobei die Positionierfäden (7) zumindest zwischen
jedem Balken (2) zumindest einen Verbindungsfaden (8) aufweisen.