[0001] Die Erfindung betrifft eine Bodendüse für einen Staubsauger zur Reinigung und Pflege
von Bodenflächen, mit einem Gehäuse, das eine in Bearbeitungsstellung der Bodenfläche
zugewandte Unterseite aufweist, an der ein länglicher, quer zur Bearbeitungsrichtung
verlaufender Saugmund angeordnet ist, wobei der Saugmund durch mindestens eine zugeordnete
Saugmundkante begrenzt ist, wobei der Saugmund eine Öffnung zu einem in Bearbeitungsstellung
über dem Saugmund angeordneten Saugmundraum bildet, wobei der Saugmundraum mit einem
Saugkanal verbunden ist. Außerdem betrifft die Erfindung einen Staubsauger mit einer
solchen Bodendüse.
[0002] Im privaten Haushalt sowie im Gewerbe kommen Staubsauger zur Reinigung von Flächen
wie textilen Bodenbelägen und glatten Böden zum Einsatz. Dabei wird zur Staubaufnahme
eine Bodendüse des Staubsaugers auf einer Bodenfläche kontinuierlich vor- und zurückgeschoben.
Die Staubaufnahmeeffektivität des Staubsaugers hängt dabei stark von der Gestaltung
der Bodendüse ab. Im Rahmen der Reduzierung von Energieverbräuchen bei Staubsaugern
spielt die Ausgestaltung der Bodendüse eine zunehmend wichtigere Rolle. Die Dimensionierung
von Staubsaugergebläsen folgt einem Trend hin zu weniger Leistung, was erstmal zu
geringeren, an der Bodendüse zur Verfügung stehenden, Volumenströmen führt, sodass
sich aufgrund der Kontinuitätsbeziehung an den Bodendüsen in der Regel geringere Strömungsgeschwindigkeiten
ergeben. Um dennoch ausreichend Staub aufzunehmen, werden die Bodendüsen insbesondere
durch zusätzliche Lippen an den Saugmündern auf die geringeren Volumenströme angepasst.
[0003] Aus der
DE 38 01 757 A1 ist eine Bodendüse für ein Bodenpflegegerät bekannt, wobei hier eine als schwenkbare
Lippe ausgebildete Saugmundkante hinter dem Saugmund der Düse den Teppichflor beim
Überstreichen aufspreizt, um den Teppich auch mit geringeren Volumenströmen tiefenwirksam
reinigen zu können. Auch aus der
EP 2 939 582 A1 ist eine Bodendüse mit als schwenkbare Lippen ausgebildeten sogenannten Saugmundkanten
bekannt.
[0004] Nachteilig an den hier beschriebenen Lösungen ist, dass der Schiebewiderstand durch
die Lippen erhöht wird. Je scharfkantiger die Lippen und Saugmundkanten ausgebildet
werden, desto effektiver biegen sie den Teppichflor auf. Hierdurch wird allerdings
der Schiebewiderstand auf der Bodenfläche derart erhöht, dass dies, insbesondere auf
langflorigen Teppichen, zu einer unangenehmen und anstrengenden Handhabung des Staubsaugers
und der Bodendüse für den Benutzer führt.
[0005] Nachteilig an den hier beschriebenen Lösungen ist zudem, dass die von den Saugmundkanten
gelösten Schmutzpartikel nur teilweise und damit ineffizient abgesaugt werden. Die
durch die Saugmundkanten gelösten Schmutzpartikel werden gegen die Bewegungsrichtung
der Saugmundkante gelöst und durch Absaugung nur teilweise aus dem Saugmundraum abtransportiert.
Insbesondere bei der Bearbeitung von langflorigen Teppichen durch die Saugmundkanten
werden Schmutzpartikel entgegen der Bewegungsrichtung der Saugmundkante durch zurückschnellende
Teppichfasern ausgeworfen. Die ausgeworfenen Schmutzpartikel gelangen jedoch nur teilweise
in den abtransportierenden Saugluftstrom, ein nicht unerheblicher Anteil der gelösten
Schmutzpartikel wird nicht aus dem Saugmundraum abtransportiert, sondern landet zwangsläufig
nach einem Abprallen an der Saugmundraumwand abermals auf der zu reinigenden Bodenfläche
und wird wieder in die Teppichfaser eingearbeitet. Da hierdurch bereits gelöster Staub
erneut mit der Bodenfläche in Kontakt gebracht wird und sich hier verfängt, ist eine
effektive Staubaufnahme nicht gewährleistet. Bestenfalls wird der bereits gelöste
Staub bei erneuter Bearbeitung der Bodenfläche durch die Saugmundkante erneut gelöst
und von der Bodendüse aufgenommen. Allerdings sind hierdurch mehrfache Ablösungen
der Schmutzpartikel aus den Teppichfasern nötig, so dass die Staubaufnahme nicht effektiv
ist und so eine optimale Reinigung des Untergrundes nicht gewährleistet ist.
[0006] Der Erfindung stellt sich somit das Problem, eine verbesserte Bodendüse und einen
verbesserten Staubsauger anzugeben.
[0007] Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch eine Bodendüse mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 und einen Staubsauger gemäß Anspruch 12 gelöst. Dadurch, dass in dem Saugmundraum
in Bearbeitungsrichtung vor dem Saugmund und / oder in Bearbeitungsrichtung hinter
dem Saugmund eine Staubsammelzone angeordnet ist, kann die Bodendüse sehr effektiv
gelöste Schmutzpartikel aufnehmen und so eine effektive Staubaufnahme, insbesondere
auf Teppichen, gewährleisten. Hierdurch kann auch mit geringen Volumenströmen eine
effektive Reinigung der Bodenfläche mit ausreichend hohen Strömungsgeschwindigkeiten
erreicht werden. Mit einer solchen Bodendüse kann die Staubaufnahmeeffektivität -
insbesondere auf Teppichböden - also vorteilhaft erhöht werden, sodass auch bei niedrigen
Aufnahmeleistungen gute Performanceklassen bzw. Staubaufnahmewerte erreicht werden
können. Die Staubaufnahmeeffektivität lässt sich hierdurch steigern, ohne dass es
zu einer erheblichen Erhöhung der Schiebekräfte kommt. Außerdem kann der erforderliche
Volumenstrom für eine effektive Reinigung weiter gesenkt werden, so dass sparsamere
Gebläse im Staubsauger verbaut werden können. Die Verringerung der Volumenströme führt
außerdem zu geringeren Strömungsverlusten, insbesondere bei beutellosen Abscheidern,
sodass hier weiter Energie eingespart werden kann. Die Anordnung einer Staubsammelzone
in Bearbeitungsrichtung vor oder hinter dem Saugmund verhindert eine Wiederanschmutzung
der zu reinigenden Bodenfläche durch von der Saugraumwand zurückprallende Schmutzpartikel.
Hierdurch ist eine Effizienzsteigerung im Abtransport bereits gelöster Schmutzpartikel
erreichbar, da sich diese nach dem Lösen vor dem Abtransport durch den Saugluftstrom
zunächst in der Staubsammelzone sammeln. Eine besonders effektive Staubaufnahme wird
erreicht, wenn sich sowohl in Bearbeitungsrichtung vor dem Saugmund als auch in Bearbeitungsrichtung
hinter dem Saugmund jeweils eine Staubsammelzone befindet. Hierdurch ist gewährleistet,
dass durch die Saugmundkanten gelöste Schmutzpartikel sowohl in einer Vorwärtsbewegung
der Bodendüse in Bearbeitungsrichtung als auch in einer Rückwärtsbewegung der Bodendüse
in Bearbeitungsrichtung effektiv eingesammelt und über den vom Staubsaugergebläse
erzeugten Saugluftstrom aus der Bodendüse abtransportiert werden.
[0008] Die Bodenfläche kann durch einen textilen Bodenbelag wie einen Teppich oder Teppichboden
oder durch einen Hartboden wie z. B. ein Holzparkett, Laminat oder einen PVC-Bodenbelag
gebildet werden.
[0009] Der Staubsauger kann ein Gebläse zur Erzeugung eines Unterdruckes aufweisen, durch
den die über eine zu reinigende Bodenfläche geführte Bodendüse Staub und Schmutz von
der Bodenfläche aufnimmt. Hierzu wird die Bodendüse durch den Benutzer mittels Schub-
und Zugbewegungen in Bearbeitungsrichtung vor und zurück bewegt. Hierdurch gleitet
die Bodendüse über die zu reinigende Bodenfläche. Insbesondere bei langflorigen Teppichen
gleitet die Unterseite der Bodendüse über den Teppich, während die Unterseite bei
Hartböden beabstandet, gegebenenfalls durch Abstandsborsten, über diese Bodenflächen
hinweg schwebt. Der Benutzer kann dazu beispielsweise einen mit dem Saugrohr verbundenen
Griff des Staubsaugers handhaben. Damit die Reinigung und Pflege des Bodenbelags möglichst
effektiv ausgeführt werden kann, ist der Saugmund länglich ausgebildet und verläuft
im Wesentlichen quer zur Bearbeitungsrichtung. Länglich ausgebildet bedeutet in diesem
Zusammenhang, dass der vorzugsweise im Wesentlichen rechteckige Saugmund eine größere
Länge quer zur Bearbeitungsrichtung aufweist, als Breite in Bearbeitungsrichtung.
Der Saugmund ist vorzugsweise zwischen 20 und 30 cm quer zur Bearbeitungsrichtung
lang und vorzugsweise zwischen einem und 3 cm in Bearbeitungsrichtung breit. Die Bodendüse
kann auch an einem selbstständig fahrenden Staubsauger, insbesondere Saugroboter,
angeordnet sein, sodass die Bearbeitungsrichtung der Bodendüse der Fahrtrichtung des
selbstständig fahrenden Staubsaugers entspricht. Ein Staubsaugergehäuse des Staubsaugers
kann eine Staubaufnahmekammer aufweisen, in welcher der über die Bodendüse aufgenommene
Staub beispielsweise in einem Staubbeutel gesammelt werden kann.
[0010] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den
nachfolgenden abhängigen Ansprüchen.
[0011] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass sich die
Staubsammelzone entlang des Saugmundes erstreckt. Eine sich entlang des Staubsaugermundes
erstreckende Staubsammelzone bietet eine effektive Möglichkeit, die von der Saugmund
begrenzenden Saugmundkante gelösten Schmutzpartikel aufzusammeln. Erstreckt sich die
Staubsammelzone im Wesentlichen über die gesamte Länge des Saugmundes ist eine besonders
hohe Staubaufnahme durch die Bodendüse gewährleistet.
[0012] Eine vorteilhafte Ausführung ist, dass die Staubsammelzone von dem Saugmund durch
eine Trennwand im Saugmundraum abgetrennt ist. Die Abtrennung der Staubsammelzone
durch eine Trennwand im Saugmundraum stellt sicher, dass gelöste und in der Staubsammelzone
gesammelte Schmutzpartikel nicht wieder über den Saugmund aus der Bodendüse austreten
können. Hierdurch wird eine erneute Anschmutzung der bereits gereinigten Bodenfläche
durch die gelösten und gesammelten Schmutzpartikel verhindert.
[0013] Eine bevorzugte Ausführung sieht vor, dass die Trennwand eine Durchströmöffnung aufweist,
wobei die Durchströmöffnung den Saugmund strömungstechnisch mit dem Saugkanal verbindet.
Die in der Trennwand angeordnete Durchströmöffnung stellt sicher, dass von der Bodenfläche
gelöste Schmutzpartikel durch den Saugmund in die Staubsammelzone und über den Saugluftstrom
in den Saugkanal gelangen, um effektiv aus der Bodendüse abtransportiert zu werden.
[0014] Besonders vorteilhaft ist die Weiterbildung, dass in Bearbeitungsstellung unterhalb
der Durchströmöffnung eine die Staubsammelzone bildende Sammelrinne angeordnet ist.
Die Sammelrinne ist vorzugsweise als Verlängerung der im Saugmund angeordneten Trennwand
ausgebildet. Die Begrenzung der Staubsammelzone durch eine Sammelrinne stellt sicher,
dass bereits gelöste Schmutzpartikel zuverlässig in der Staubsammelzone gesammelt
werden können, damit diese im Anschluss effektiv über den Saugkanal aus der Bodendüse
abtransportiert werden können.
[0015] Weiter vorteilhaft ist die Ausgestaltung, dass die Sammelrinne gleichzeitig die Saugmundkante
bildet. Insbesondere dadurch, dass die Sammelrinne vorderseitig die Staubsammelzone
umgrenzt und rückseitig die Saugmundkante bildet, ist eine besonders nahe Anordnung
der Staubsammelzone an dem durch die Saugmundkante begrenzten Saugmund möglich. Hierdurch
ist eine besonders hohe Staubaufnahme durch die Bodendüse und zuverlässige Staubsammlung
in der Staubsammelzone möglich.
[0016] Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass die Staubsammelzone
zwischen Saugmund und Saugkanal angeordnet ist. Die Anordnung der Staubsammelzone
zwischen dem Saugmund und dem Saugkanal stellt sicher, dass in der Staubsammelzone
gesammelte Schmutzpartikel zuverlässig aus der Staubsammelzone über den Saugluftstrom
durch den Saugkanal aus der Bodendüse abtransportiert werden.
[0017] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Staubsammelzone
mindestens eine Nebenluftöffnung zugeordnet ist, die so angeordnet ist, dass ein vom
Saugmund unabhängiger Teilluftstrom von der Nebenluftöffnung durch die Staubsammelzone
hin zum Saugkanal erzeugbar ist. Die Anordnung einer Nebenluftöffnung im Bereich der
Staubsammelzone stellt sicher, dass über den Teilluftstrom in der Staubsammelzone
gesammelte Schmutzpartikel unabhängig vom Hauptluftstrom durch den Saugmund abtransportiert
werden können. Dadurch, dass der Teilluftstrom durch die Nebenluftöffnung unabhängig
vom Hauptluftstrom durch den Saugmund ist, kann ein Abtransport von gesammelten Schmutzpartikeln
aus der Staubsammelzone auch bei einem verstopften oder abgedeckten Saugmund gewährleistet
werden. Besonders effektiv ist der Abtransport von gesammelten Schmutzpartikeln aus
der Staubsammelzone, wenn der Hauptluftstrom durch einen verstopften oder abgedeckten
Saugmund vermindert ist und der Saugluftstrom am Saugkanal in diesem Fall zu einem
größeren Teil über die Nebenluftöffnung umgeleitet wird. Hierdurch kann ein regelmäßiger
Abtransport der gesammelten Schmutzpartikel aus der Staubsammelzone sichergestellt
werden, da der Saugmund insbesondere durch das Aufsetzen auf langflorigen Teppichen
regelmäßig abgedeckt bzw. verstopft wird, sodass der zwischen Saugmund und Nebenluftöffnung
aufgeteilte Saugluftstrom des Saugkanals, regelmäßig zu einem größeren Teil über die
Nebenluftöffnung umgeleitet wird.
[0018] Eine bevorzugte Ausführung sieht vor, dass die mindestens eine Nebenluftöffnung quer
zur Bearbeitungsrichtung seitlich im Gehäuse angeordnet ist. Die seitliche Anordnung
der Nebenluftöffnung stellt sicher, dass der Teilluftstrom auch bei langflorigen Teppichen
zuverlässig durch die Staubsammelzone geführt wird. Durch die seitliche Anordnung
der Nebenluftöffnung in der Nähe der Bodenfläche kann zudem eine zusätzliche Kantenabsaugung
durch die Nebenluftöffnung erreicht werden. Hierdurch lassen sich Bereiche nahe von
Teppichkanten und Fußleisten effektiv durch die seitliche Nebenluftöffnung an der
Bodendüse reinigen.
[0019] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Saugmundraum
eine die Staubsammlung in der Staubsammelzone begünstigende Prallkontur aufweist.
Eine solche Prallkontur stellt sicher, dass gelöste Schmutzpartikel zuverlässig in
die Staubsammelzone gelangen und dort gesammelt werden.
[0020] Eine vorteilhafte Ausführung ist, dass die Prallkontur so ausgebildet ist, dass durch
die Saugmundkante von der Bodenfläche gelöste Schmutzpartikel an der Prallkontur in
Richtung der Staubsammelzone abprallen. Bei der Ausgestaltung einer solchen Prallkontur
ist zu beachten, dass die gelösten Schmutzpartikel in der Regel in einem gewissen
Winkelbereich auf die Prallkontur auftreffen, wobei die durch den Auswurf aus Teppichfasern
beschleunigten Schmutzpartikel in der Regel etwa in dem gleichen Ausfallswinkel von
der Prallkontur abprallen, wie sie im Einfallswinkel auf die Prallkontur einschlagen.
Durch die Erkenntnis, dass der Ausfallswinkel beim Abprallen von der Prallkontur im
Wesentlichen dem Einfallswinkel beim Auftreffen auf die Prallkontur entspricht, lässt
sich sehr einfach eine die Staubsammlung in der Staubsammelzone begünstigende Prallkontur
im Saugmundraum ausbilden. Auf diese Weise lassen sich die Prallvorgänge der gelösten
Schmutzpartikel auf der Prallkontur nutzen, um einen zuverlässigen Schmutzabtransport
aus der Bodendüse zu gewährleisten und sicherzustellen, dass einmal gelöste Schmutzpartikel
nicht wieder auf die Bodenfläche befördert werden.
[0021] Ferner ist Gegenstand der Erfindung ein Staubsauger zur Reinigung und Pflege von
Bodenflächen mit einem Gebläse zur Erzeugung eines Unterdruckes zur Aufnahme von Schmutz
mittels eines Luftstromes und einem Abscheidesystem zur Reinigung der aufgenommenen
Luft vom Schmutz, wobei der bereits und im Folgenden näher beschriebene Staubsauger
eine Bodendüse gemäß der vorherigen und nachfolgenden Beschreibung aufweist.
[0022] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aufgrund der
nachfolgenden Beschreibung sowie anhand der Zeichnungen. Ausführungsbeispiele der
Erfindung sind in den folgenden Zeichnungen rein schematisch dargestellt und werden
nachfolgend näher beschrieben. Einander entsprechende Gegenstände oder Elemente sind
in allen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Es zeigt
- Figur 1
- Erfindungsgemäßer Staubsauger mit Bodendüse,
- Figur 2
- Bodendüse in Frontansicht
- Figur 3
- Bodendüse in Schnittdarstellung
- Figur 4
- Erfindungsgemäße Bodendüse in perspektivischer Seitenansicht
- Figur 5
- Erfindungsgemäße Bodendüse in perspektivischer Schnittdarstellung
- Figur 6
- Erfindungsgemäße Bodendüse in Schnittdarstellung
- Figur 7
- Erfindungsgemäße Bodendüse in Schnittdarstellung
- Figur 8
- Erfindungsgemäße Bodendüse in Schnittdarstellung
- Figur 9
- Erfindungsgemäße Bodendüse in Schnittdarstellung
- Figur 10
- Erfindungsgemäße Bodendüse in Schnittdarstellung
[0023] In den Figuren mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnet ist eine erfindungsgemäße Bodendüse
rein schematisch dargestellt. Die Darstellung gemäß Figur 1 zeigt einen erfindungsgemäßen
Staubsauger 2 mit einer an den Staubsauger 2 angeschlossenen Bodendüse 1. Bei dem
im Ausführungsbeispiel dargestellten Staubsauger 1 handelt es sich um einen sogenannten
Kanister-Staubsauger. Die Bodendüse 1 ist hier über ihren Anschlussstutzen 19 mit
einem vorzugsweise teleskopierbar ausgestalteten Saugrohr 26 verbunden. Weiterhin
weist die Bodendüse 1 bei diesem gezeigten Ausführungsbeispiel ein eigenes vom Staubsaugergehäuse
21, 21a unabhängiges Gehäuse 3 auf. Das teleskopierbare Saugrohr 26 geht in einen
Handgriff 27 über, an dem ein Saugschlauch 16 angeschlossen ist, der mit dem Staubsaugergehäuse
21, 21a verbunden ist. Über ein elektrisches Anschlusskabel 22 wird ein in dem Staubsaugergehäuse
21, 21a integriertes (nicht gezeigtes) Gebläse des Staubsaugers 2 mit Strom betrieben,
um einen Unterdruck zu erzeugen. Mittels dieses Unterdruckes werden Schmutz und Dreck
von der zu reinigenden Bodenfläche 30 (Fig. 2, 3, 6, 8 u. 9) durch einen Luftstrom
über den Saugmund 6 (Fig. 4) der Bodendüse 1 aufgenommen und über das Saugrohr 26
und den Saugschlauch 16 in das Gehäuse 21, 21a des Staubsaugers 2 abtransportiert.
In diesem Gehäuse 21, 21a vorgesehen ist ein Abscheidesystem 24, welches im Ausführungsbeispiel
als Staubbeutel ausgebildet ist. Dieses Abscheidesystem 24 befindet sich in einem
durch die Gehäuseteile 21 und 21a des Staubsaugers 2 gebildeten Staubraum 25. Dieser
Staubraum 25 ist durch einen Klappmechanismus zwischen den Staubsaugergehäuseteilen
21 und 21a zugänglich und geöffnet dargestellt, sodass das Abscheidesystem 24 sichtbar
und entnehmbar ist. Für den Betrieb des Staubsaugers 2 wird der Staubraum 25 geschlossen
und ein Unterdruck erzeugt. Der durch den Unterdruck erzeugte Luftstrom wird in dem
Abscheidesystem 24 von Schmutz und Dreck befreit und über ein Abluftgitter 23 aus
dem Staubsauger 2 herausgeleitet. Zum Ein- und Ausschalten des Staubsaugers 2 weist
dieser eine Trittschaltung 18 auf. Diese Trittschaltung 18 umfasst Schalter, die ausreichend
groß sind, damit ein Benutzer diese mit dem Fuß betätigen kann. Die Trittschaltung
18 weist üblicherweise auch einen Schalter zur Betätigung der im Staubsaugergehäuse
21, 21a integrierten (nicht gezeigten) Wickelautomatik für das Anschlusskabel 22 auf.
An dem Handgriff 27 befindet sich zudem eine Handschaltung 17, mit der Funktionen
des Staubsaugers 2 aktiviert werden können. Außerdem kann der Staubsauger 2 über die
Handschaltung 17 ein- und ausgeschaltet werden und es können Leistungsstufen des (nicht
gezeigten) Gebläses ausgewählt werden. Ein Benutzer des Staubsaugers 1 kann diesen
an dem Handgriff 27 ergreifen und so die Bodendüse 1 in einer mittels einer Schub-
und Zugbewegung in der als Doppelpfeil gekennzeichneten Bearbeitungsrichtung 5 vor-
und zurückschieben, um die Bodenfläche 30 (Fig. 2, 3, 6, 8 u. 9) zu reinigen. Hierbei
gleitet die Bodendüse 1 über die zu reinigende Bodenfläche 30 (Fig. 2, 3, 6, 8 u.
9). Besonders bei langflorigen Teppichen gleitet die Unterseite 4 (Fig. 4) der Bodendüse
1 über die Bodenfläche 30 (Fig. 2, 3, 6, 8 u. 9), während die Unterseite 4 (Fig. 2)
bei Hartböden beabstandet, gegebenenfalls durch Abstandsborsten, über diese Bodenflächen
30 (Fig. 2, 3, 6, 8 u. 9) hinweg schwebt. Im dargestellten Ausführungsbeispiel weist
die Bodendüse 1 außerdem Abstützelemente 20 in Form von Rädern auf, welche einen definierten
Abstand der Unterseite 4 (Fig. 4) zu den zu reinigenden Bodenflächen 30 (Fig. 2, 3,
6, 8 u. 9) und eine einfache Handhabung beim Vor- und Zurückschieben der Bodendüse
1 sicherstellen.
[0024] Die Figur 2 zeigt eine Bodendüse 1 in Frontansicht, d. h. aus Sicht der Bearbeitungsrichtung
5. Wie zu erkennen ist, liegt die als Gleitsohle ausgebildete Unterseite 4 auf den
Teppichfasern 32 der Bodenfläche 30 auf. Das Gehäuse 3 der Bodendüse 1 weist einen
Anschlussstutzen 19 auf, über den ein Staubsauger 2 (Fig. 1) mit der Bodendüse 1 verbunden
werden kann. Durch den im Anschlussstutzen 19 gebildeten Saugkanal 9 wird dann der
durch das Staubsaugergebläse des Staubsaugers 1 erzeugte Saugluftstrom 33 geleitet,
wodurch von der Bodendüse 1 aufgenommene Schmutzpartikel 31 (Fig. 3) aus der Bodendüse
1 abtransportiert werden. In Figur 2 ist eine Schnittebene A-A in Bearbeitungsrichtung
5 durch die Bodendüse 1 gezeigt, die im Folgenden der näheren Erläuterung dient.
[0025] Gemäß Figur 3 ist eine Schnittdarstellung einer Bodendüse 1 gezeigt, wie sie aus
dem Stand der Technik bekannt ist. Die Bodendüse 1 befindet sich in einer Vorwärtsbewegung
in Bearbeitungsrichtung 5, d. h. die Bodendüse 1 wird vom Benutzer in der gezeigten
Darstellung von rechts nach links bewegt. Die vordere Saugmundkante 7 des in der Gleitsohle
4 befindlichen Saugmundes 6 spreizt beim Überstreichen des Teppichflors die Teppichfasern
32 auf der zu reinigenden Bodenfläche 30 auf, sodass anhaftende Schmutzpartikel 31
aus den Teppichfasern 32 ausgeworfen werden. Die durch den Auswurf der Schmutzpartikel
31 resultierende Trajektorie der Schmutzpartikel 31 ist gestrichelt angedeutet. An
der beispielhaft eingezeichneten Flugbahn der Schmutzpartikel 31 ist zu erkennen,
dass diese an der oberen Wand des Saugmundraumes 8 abprallen und vor der hinteren
Saugmundkante 7a wieder auf die zu reinigende Bodenfläche 30 fallen, sodass sie von
der hinteren Saugmundkante 7a wieder in die Teppichfasern 32 eingearbeitet werden.
Durch diese erneute Wiederanschmutzung der bereits gereinigten Bodenfläche 30 ist
eine effektive Staubaufnahme und zuverlässige Reinigung der Bodenfläche 30 nicht möglich.
[0026] In Figur 4 ist eine erfindungsgemäße Bodendüse 1 für einen Staubsauger 2 (Fig. 1)
in einer perspektivischen Seitenansicht gezeigt. Bei der hier dargestellten Ausführungsform
weist die Unterseite 4 der Bodendüse 1 einen länglichen, quer zur Bearbeitungsrichtung
5 verlaufenden Saugmund 6 auf. Der Saugmund 6 stellt eine Öffnung des Gehäuses 3 in
den von dem Gehäuse 3 gebildeten Saugmundraum 8 dar. Über den Saugmundraum 8 ist der
Saugmund 6 mit einem Saugkanal 9 (Fig. 5) verbunden, durch den der von dem Gebläse
des Staubsaugers 2 (Fig. 1) erzeugte Luftstrom geleitet wird. Hierzu wird die Bodendüse
2 über den Anschlussstutzen 19 mit dem Saugrohr 26 (Fig. 1) verbunden. Wie zu erkennen
ist, befindet sich an der hinteren 7a der beiden den Saugmund 6 begrenzenden Saugmundkanten
7, 7a eine Trennwand 11a, die einen Teil des Saugmundraumes 8 abtrennt. Oberhalb der
Trennwand 11a befindet sich eine Durchströmöffnung 12a, durch die der Saugmund 6 strömungstechnisch
mit dem Saugkanal 9 (Fig. 5) verbunden ist. Weiterhin ist zu erkennen, dass die Saugmundraumwand
eine speziell geformte Prallkontur 15 aufweist. Außerdem ist in dem Gehäuse 3 der
Bodendüse 1 eine seitlich angeordnete Nebenluftöffnung 14 zu erkennen, die einen vom
Saugmund unabhängigen Teilluftstrom 34 (Fig. 8) hin zum Saugkanal 9 (Fig. 5) erzeugt.
[0027] Die Figur 5 zeigt schematisch eine erfindungsgemäße Bodendüse 1 gemäß Figur 4 für
einen Staubsauger 2 (Fig. 1) zur Reinigung und Pflege von Bodenflächen 30 (Fig. 4)
aus einer perspektivischen Seitenansicht in Schnittdarstellung. Der Saugmundraum 8
im Gehäuse 3 der Bodendüse 1 ist durch die Schnittdarstellung aufgeschnitten dargestellt.
An der hinteren Saugmundkante 7a des Saugmundes 6 befindet sich eine Trennwand 11a,
die den Saugmund 6 von einer Staubsammelzone 10a im Saugmundraum 8 abtrennt. Die Staubsammelzone
10a ist durch eine Sammelrinne 13a gebildet, welche sich unterhalb der Durchströmöffnung
12a befindet. Die Durchströmöffnung 12a bildet, wie aus Figur 5 ersichtlich, eine
Verbindung des Saugmundes 6 hin zum Saugkanal 9. Die unterhalb der Durchströmöffnung
12a gebildete Staubsammelzone 10a erstreckt sich, wie aus Figur 5 gut zu erkennen,
quer zur Bearbeitungsrichtung 5 entlang des länglichen Saugmundes 6. Die Staubsammelzone
10a ist in Bearbeitungsrichtung 5 hinter dem Saugmund 6 angeordnet, sodass sich bei
einer Vorwärtsbewegung der Bodendüse 1 in Bearbeitungsrichtung 5 von der vorderen
Saugmundkante 7 ausgeworfene Schmutzpartikel 31 (Fig. 6) in der Staubsammelzone 10a
hinter der hinteren Saugmundkante 7a sammeln. Die hier gesammelten Schmutzpartikel
31 (Fig. 6) werden über den durch den Anschlussstutzen 19 gebildeten Saugkanal 9 aus
der Staubsammelzone 10a abtransportiert. Die beschriebene Vorwärtsbewegung der Bodendüse
in Bearbeitungsrichtung 5 ist in der Schnittdarstellung gemäß Figur 6 näher erläutert.
[0028] Die Figur 6 zeigt schematisch eine erfindungsgemäße Bodendüse 1 gemäß Figur 4 für
einen Staubsauger 2 (Fig. 1) zur Reinigung und Pflege von Bodenflächen 30 (Fig. 4)
aus einer Seitenansicht in Schnittdarstellung gemäß der in Figur 2 eingezeichneten
Schnittebene A-A. Die Schnittdarstellung zeigt, dass die Bodendüse 1 mit der Gleitsohle
der Unterseite 4 von rechts nach links über die Teppichfasern 32 in einer Vorwärtsbewegung
in Bearbeitungsrichtung 5 streicht. Hierdurch werden die Teppichfasern 32 von der
vorderen Saugmundkante 7 des Saugmunds 6 aufgebogen und anhaftende Schmutzpartikel
31 werden gemäß der gestrichelt eingezeichneten Flugbahnen aus den Teppichfasern 32
geschleudert. Der Saugmundraum 8 weist eine die Staubsammlungen in der Staubsammelzone
10a begünstigende Prallkontur 15 auf. Hierdurch prallen die ausgeworfenen Schmutzpartikel
31 an der Prallkontur 15 ab und werden einfach durch die Durchströmöffnung 12a in
Richtung der Staubsammelzone 10a befördert. Auf diese Weise sammeln sich die von der
Bodenfläche 30 gelösten Schmutzpartikel 31 durch die Vorwärtsbewegung der Saugmundkante
7 und das Abprallen an der Prallkontur 15 in der Staubsammelzone 10a hinter dem Saugmund
6. Wie zu erkennen, ist die Prallkontur 15 so ausgestaltet, dass die gelösten Schmutzpartikel
31 in der Regel in einem gewissen Winkelbereich auf die Prallkontur 15 auftreffen,
wobei die durch den Auswurf aus den Teppichfasern 32 beschleunigten Schmutzpartikel
31 in der Regel etwa in dem gleichen Ausfallswinkel von der Prallkontur 15 abprallen,
wie sie im Einfallswinkel auf die Prallkontur 15 einschlagen. Aufgrund der Gegebenheit,
dass der Ausfallswinkel der Schmutzpartikel 31 beim Abprallen von der Prallkontur
15 im Wesentlichen dem Einfallswinkel beim Auftreffen der Schmutzpartikel 21 auf die
Prallkontur 15 entspricht, lässt sich sehr einfach eine die Staubsammlung in der Staubsammelzone
10a begünstigende Prallkontur 15 im Saugmundraum 8 ausbilden. Hierdurch lassen sich
die Prallvorgänge der gelösten Schmutzpartikel 31 auf der Prallkontur 15 nutzen, um
einen zuverlässigen Schmutzabtransport aus der Bodendüse 1 zu gewährleisten und um
sicherzustellen, dass einmal gelöste Schmutzpartikel 31 nicht wieder auf die Bodenfläche
30 befördert werden. Die Staubsammelzone 10a ist zwischen dem Saugmund 6 und dem Saugkanal
9 angeordnet, sodass in der Staubsammelzone 10a gesammelte Schmutzpartikel 31 einfach
durch den im Saugkanal 9 herrschenden Saugluftstrom 33 abtransportiert werden können.
Die sich entlang des Saugmundes 6 erstreckende Staubsammelzone 10a ist durch eine
Trennwand 11a gegenüber dem Saugmund 6 abgetrennt. Eine Verbindung zum Saugmund 6
ist über die Durchströmöffnung 12a in der Trennwand 11a gegeben. Unterhalb der Durchströmöffnung
12a ist die Sammelrinne 13a zu erkennen, durch welche die Staubsammelzone 10a begrenzt
und gebildet ist. Aus Figur 6 lässt sich auch gut erkennen, dass die Sammelrinne 13a
zugleich die hintere Saugmundkante 7a bildet. Zur näheren Erläuterung ist in Figur
6 eine Schnittebene B-B eingezeichnet, auf die im Folgenden eingegangen wird.
[0029] Die Figur 7 zeigt eine weitere Seitenansicht der Bodendüse 1 in Schnittdarstellung.
In dieser Schnittdarstellung ist gut zu erkennen, dass eine Nebenluftöffnung 14a der
hinter dem Saugmund 6 angeordneten Staubsammelzone 10a zugeordnet ist. Über diese
Nebenluftöffnung 14a ist ein vom Saugmund unabhängiger Teilluftstrom 34 (Fig. 8) durch
die Staubsammelzone 10a hin zum Saugkanal 9 erzeugbar. Über diesen Teilluftstrom 34
(Fig. 8) lassen sich in der Staubsammelzone 10a gesammelte Schmutzpartikel 31 sehr
einfach über den im Saugkanal 9 herrschenden Saugluftstrom 33 abtransportieren. Da
der Teilluftstrom 34 (Fig. 8) durch die Nebenluftöffnung 14a unabhängig vom Hauptluftstrom
durch den Saugmund 6 ist, kann ein Abtransport von gesammelten Schmutzpartikeln 31
aus der Staubsammelzone 10a auch bei einem verstopften oder abgedeckten Saugmund 6
gewährleistet werden. Der Abtransport von gesammelten Schmutzpartikeln 31 aus der
Staubsammelzone 10a funktioniert besonders zuverlässig, wenn der Hauptluftstrom durch
einen verstopften oder abgedeckten Saugmund 6 reduziert ist und der am Saugkanal 9
anliegende Saugluftstrom 33 in diesem Fall zu einem größeren Teil über die Nebenluftöffnung
14a umgeleitet wird. Der Abtransport der gesammelten Schmutzpartikel 31 aus der Staubsammelzone
10a erfolgt somit regelmäßig, da der Saugmund 6 insbesondere durch das Aufsetzen auf
langflorigen Teppichen häufig abgedeckt bzw. verstopft wird, sodass der zwischen Saugmund
6 und Nebenluftöffnung 14a aufgeteilte Saugluftstrom 33 des Saugkanals 9, regelmäßig
zu einem höheren Anteil über die Nebenluftöffnung 14a umgeleitet wird. Die Anordnung
der Nebenluftöffnung 14a quer zur Bearbeitungsrichtung 5 seitlich im Gehäuse 3 stellt
sicher, dass der Teilluftstrom 34 (Fig. 8) auch bei langflorigen Teppichen zuverlässig
von der Nebenluftöffnung 14a durch die Staubsammelzone 10a geführt wird. Die seitliche
Anordnung der Nebenluftöffnung 14a in der Nähe der Bodenfläche 30 ermöglicht außerdem
eine zusätzliche Kantenabsaugung durch die Nebenluftöffnung 14a. Dadurch lassen sich
Teppichkanten und Bodenflächenbereich an Fußleisten effektiv durch die seitliche Nebenluftöffnung
14a an der Bodendüse 1 reinigen.
[0030] Figur 8 offenbart eine Schnittdarstellung durch die erfindungsgemäße Bodendüse 1
gemäß der in Figur 6 eingezeichneten Schnittebene B-B. Die in der Staubsammelzone
10a gesammelten Schmutzpartikel 31 werden, wie aus dieser Darstellung ersichtlich,
über den Saugluftstrom 33 durch den Saugkanal 8 des Anschlussstutzens 19 abtransportiert.
Der Staubsammelzone 10a, die sich entlang des länglichen Saugmundes 6 erstreckt, sind
zwei seitliche Nebenluftöffnungen 14, 14a zugeordnet, über welche zwei Teilluftströmungen
34 durch die Staubsammelzone 10a hin zum Saugkanal 9 geleitet werden. Die beiden Teilluftströme
34 sind unabhängig von dem Hauptluftstrom durch den Saugmund 6 und dienen hauptsächlich
dem zuverlässigen Abtransport der in der Staubsammelzone 10a gesammelten Schmutzpartikel
31. Durch die Anordnung von zwei seitlichen Nebenluftöffnungen 34 kann die sich entlang
des Saugmundes 6 erstreckende Staubsammelzone 10a zuverlässig durch die Teilluftströme
34 von gesammelten Schmutzpartikeln 31 befreit werden.
[0031] Aus Figur 9 geht eine erfindungsgemäße Ausführungsform hervor, bei der zwei Staubsammelzonen
10, 10a vorgesehen sind. Eine der Staubsammelzonen 10 ist in Bearbeitungsrichtung
5 vor dem Saugmund 6 und eine Staubsammelzone 10a ist in Bearbeitungsrichtung 5 hinter
dem Saugmund 6 angeordnet. Die Staubsammelzonen 10, 10a erstrecken sich jeweils entlang
der zugeordneten Saugmundkante 7, 7a des Saugmundes. Sie sind jeweils durch eine Sammelrinne
13, 13a gebildet. Den Staubsammelzonen 10, 10a können jeweils zwei Nebenluftöffnungen
14, 14a (Fig. 8)zugeordnet sein. Jede der beiden Staubsammelzonen 10, 10a ist durch
eine Trennwand 11, 11a im Saugmundraum 8 von dem Saugmund 6 abgetrennt. Oberhalb der
Trennwände 11, 11a sind Durchströmöffnungen 12, 12a vorgesehen, die jeweils eine Strömungsverbindung
zwischen dem Saugmund 6 und dem Saugkanal 9 herstellen. Der Saugkanal 9 ist in dem
dargestellten Beispiel in zwei Teilsaugkanäle 9a, 9b aufgeteilt. Hierdurch ist ein
Abtransport gesammelter Schmutzpartikel 31 aus beiden Staubsammelzonen 10, 10a gewährleistet.
Die in Figur 9 schematisch dargestellte Bodendüse 1 befindet sich in einer Vorwärtsbewegung
in Bearbeitungsrichtung 5, d. h. sie wird vom Benutzer von rechts nach links bewegt,
sodass die Gleitsohle 4 über die Teppichfasern 32 der Bodenfläche 30 gleitet. Hierbei
werden die Teppichfasern von der vorderen Saugmundkante 7 des Saugmundes 6 aufgebogen
und anhaftende Schmutzpartikel 31 werden aus den Teppichfasern 32 herausgeschleudert.
Die herausgeschleuderten Schmutzpartikel 31 fliegen hierdurch gemäß der strichpunktiert
dargestellten Flugbahnen gegen die im Saugmundraum 8 angeordnete Prallkontur 15. Wie
zu erkennen ist, begünstigt die Ausgestaltung der Prallkontur 15 die Staubsammlung
in der hinteren Staubsammelzone 10a bei der Vorwärtsbewegung der Bodendüse 1. Die
von der vorderen Saugmundkante gelösten Schmutzpartikel 31 prallen an der Prallkontur
15 in Richtung der hinteren Staubsammelzone 10a ab, da der Abprallwinkel dem Anprallwinkel
im Wesentlichen entspricht. Die abgeprallten Schmutzpartikel werden in der hinteren
Staubsammelzone 10a gesammelt, bevor sie über den Saugluftstrom 33 im Saugkanal 9
abtransportiert werden.
[0032] Die Figur 10 zeigt die Bodendüse 1 gemäß Figur 9 in einer Rückwärtsbewegung in Bearbeitungsrichtung
5. Die durch den Benutzer eingeleitete Bewegung führt dazu, dass die hintere Saugmundkante
7a die von der Gleitsohle 4 überstrichenen Teppichfasern 32 aufbiegt und anhaftende
Schmutzpartikel 31 aus den Teppichfasern 32 herausgeschleudert werden. Die herausgeschleuderten
Schmutzpartikel 31 prallen gemäß der gestrichelt eingezeichneten Flugbahn an der Prallkontur
15 des Saugmundraumes 8 ab und landen in der Staubsammelzone 10, die sich entlang
der vorderen Saugmundkante 7 des Saugmundes 6 erstreckt. Von hier aus werden die gesammelten
Schmutzpartikel 31 über den Teilsaugkanal 9b zum Saugkanal 9 hin abtransportiert.
Die Ausgestaltung der Bodendüse 1 mit zwei Staubsammelzonen 10, 10a, wobei sich eine
Staubsammelzone 10 in Bearbeitungsrichtung 5 vor dem Saugmund 6 und eine Staubsammelzone
10a in Bearbeitungsrichtung 5 hinter dem Saugmund 6 befindet, hat den Vorteil, dass
gelöste Schmutzpartikel 31 sowohl in einer Vorwärtsbewegung der Bodendüse 1 in Bearbeitungsrichtung
5 als auch in einer Rückwärtsbewegung der Bodendüse 1 in Bearbeitungsrichtung 5 in
den Staubsammelzonen 10, 10a gesammelt werden. Hierdurch ist eine besonders effektive
und gründliche Reinigung der Bodenfläche 30 möglich.
[0033] Natürlich ist die Erfindung nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt.
Weitere Ausgestaltungen sind möglich, ohne den Grundgedanken zu verlassen. So kann
die Bodendüse 1 auch als Teil eines selbstfahrenden Staubsaugers ausgebildet sein.
Bezugszeichenliste:
[0034]
1 Bodendüse
2 Staubsauger
3 Gehäuse
4 Unterseite (Gleitsohle)
5 Bearbeitungsrichtung
6 Saugmund
7 7a Saugmundkante
8 Saugmundraum
9 Saugkanal, 9a, 9b Teilsaugkanäle
10 10a Staubsammelzone
11 11a Trennwand
12 12a Durchströmöffnung
13 13a Sammelrinne
14 14a Nebenluftöffnung
15 Prallkontur
16 Saugschlauch
17 Handschaltung
18 Trittschaltung
19 Anschlussstutzen
20 Abstützelemente
21 21a Staubsaugergehäuse, Staubsaugergehäuseteile
22 Anschlusskabel
23 Abluftgitter
24 Abscheidesystem
25 Staubraum
26 Saugrohr
27 Handgriff
30 Bodenfläche
31 Schmutzpartikel
32 Teppichfasern
33 Saugluftstrom
34 Teilluftstrom
1. Bodendüse (1) für einen Staubsauger (2) zur Reinigung und Pflege von Bodenflächen
(30), mit einem Gehäuse (3), das eine in Bearbeitungsstellung der Bodenfläche (30)
zugewandte Unterseite (4) aufweist, an der ein im Wesentlichen quer zur Bearbeitungsrichtung
(5) verlaufender Saugmund (6) angeordnet ist, wobei der Saugmund (6) durch mindestens
eine zugeordnete Saugmundkante (7, 7a) begrenzt ist, wobei der Saugmund (6) eine Öffnung
zu einem in Bearbeitungsstellung über dem Saugmund (6) angeordneten Saugmundraum (8)
bildet, wobei der Saugmundraum (8) mit einem Saugkanal (9) verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass in dem Saugmundraum (8) in Bearbeitungsrichtung (5) vor dem Saugmund (6) und / oder
in Bearbeitungsrichtung (5) hinter dem Saugmund (6) eine Staubsammelzone (10, 10a)
angeordnet ist.
2. Bodendüse (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Staubsammelzone (10, 10a) entlang des Saugmundes (6) erstreckt.
3. Bodendüse (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Staubsammelzone (10, 10a) von dem Saugmund (6) durch eine Trennwand (11, 11a)
im Saugmundraum (8) abgetrennt ist.
4. Bodendüse (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennwand (11, 11a) eine Durchströmöffnung (12, 12a) aufweist, wobei die Durchströmöffnung
(12, 12a) den Saugmund (6) strömungstechnisch mit dem Saugkanal (9) verbindet.
5. Bodendüse (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass in Bearbeitungsstellung unterhalb der Durchströmöffnung (12, 12a) eine die Staubsammelzone
(10, 10a) bildende Sammelrinne (13, 13a) angeordnet ist.
6. Bodendüse (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Sammelrinne (13, 13a) die Saugmundkante (7, 7a) bildet.
7. Bodendüse (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Staubsammelzone (10, 10a) zwischen Saugmund (6) und Saugkanal (9) angeordnet
ist.
8. Bodendüse (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Staubsammelzone (10, 10a) mindestens eine Nebenluftöffnung (14, 14a) zugeordnet
ist, die so angeordnet ist, dass ein vom Saugmund (7) unabhängiger Teilluftstrom von
der Nebenluftöffnung (14, 14a) durch die Staubsammelzone (10, 10a) hin zum Saugkanal
(9) erzeugbar ist.
9. Bodendüse (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Nebenluftöffnung (14, 14a) quer zur Bearbeitungsrichtung (5)
seitlich im Gehäuse (3) angeordnet ist.
10. Bodendüse (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Saugmundraum (8) eine die Staubsammlung in der Staubsammelzone (10, 10a) begünstigende
Prallkontur (15) aufweist.
11. Bodendüse (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Prallkontur (15) so ausgebildet ist, dass durch die Saugmundkante (7, 7a) von
der Bodenfläche (30) gelöste Schmutzpartikel (31) an der Prallkontur (15) in Richtung
der Staubsammelzone (10, 10a) abprallen.
12. Staubsauger (2) zur Reinigung und Pflege von Bodenflächen (30) mit einem Gebläse zur
Erzeugung eines Unterdruckes zur Aufnahme von Schmutz mittels eines Luftstromes und
einem Abscheidesystem (24) zur Reinigung der aufgenommenen Luft vom Schmutz, gekennzeichnet durch eine Bodendüse (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.