[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine hydraulische Schaltungsanordnung für eine
Kaltkammerdruckgussmaschine zur Herstellung von Metallbauteilen, mit einem Akku zur
Bereitstellung eines Hydraulikfluides, mit einem einen Arbeitszylinderkolbenraum aufweisenden
Arbeitszylinder, mit einer ein erstes ansteuerbares Steuerventil aufweisenden Leitungsverbindung,
über die der Akku mit dem Arbeitszylinderkolbenraum verbindbar ist, mit einem einen
Druckübersetzerkolbenraum und einen Druckübersetzerstangenraum aufweisenden Druckübersetzer
zur Druckerhöhung in dem Arbeitszylinderkolbenraum, und mit einer Leitungsverbindung,
über die der Akku mit dem Druckübersetzerkolbenraum verbindbar oder verbunden ist.
Die Erfindung betrifft zudem ein Verfahren zum Betreiben einer Kaltkammerdruckgussmaschine,
bei welchem in einer ersten Phase das Befüllen einer einem Formhohlraum vorgeschalteten
Füllbüchse mit flüssigem Metall mittels einer langsamen Vorschubbewegung einer Arbeitszylinderkolbenstange
eines Arbeitszylinders erfolgt, bei welchem in einer zweiten Phase das flüssige Metall
mittels einer schnellen Vorschubbewegung der Arbeitszylinderkolbenstange in den Formhohlraum
eingeschossen wird, und bei welchem in einer dritten Phase der Druck auf die Arbeitszylinderkolbenstange
mittels eines Druckübersetzers während des Auskühlens des eingeschossenen Metalls
erhöht ist, wobei die Versorgung eines Arbeitszylinderkolbenraums des Arbeitszylinders
durch ein erstes Steuerventil hindurch mit einem Hydraulikfluid mittels eines Akkus
erfolgt und auch die Versorgung eines Druckübersetzerkolbenraums des Druckübersetzers
mit dem Hydraulikfluid mittels des Akkus erfolgt.
[0002] Eine solche Kaltkammerdruckgussmaschine wird insbesondere zur Herstellung von Strukturteilen
von Kraftfahrzeugen eingesetzt, wobei immer größere Strukturteile mit immer filigraneren
Formen in einer Kaltkammerdruckgussmaschine hergestellt werden sollen. Es ist daher
wünschenswert, dass bereits insbesondere in der zweiten Phase hohe Drücke an dem Arbeitszylinderkolbenraum
anliegen können.
[0003] Eine Schaltungsanordnung und ein Verfahren mit den eingangs genannten Merkmalen sind
aus
EP 2 295 171 B1 bekannt. Bei den vorbekannten Schaltungsanordnungen für eine Kaltkammerdruckgussmaschine
ist immer ein Rückschlagventil in der Leitungsverbindung angeordnet, die den Arbeitszylinderkolbenraum
mit dem Druckübersetzerkolbenraum verbindet. Dieses Rückschlagventil sorgt nach dem
Einschießen des flüssigen Metalls in der zweiten Phase dafür, dass eine Rückspeisung
des Hydraulikfluides in der dritten Phase aus dem Arbeitszylinderkolbenraum heraus
verhindert wird, so dass eine Druckerhöhung im Arbeitszylinderkolbenraum mittels des
Druckübersetzers möglich ist. Dieses Rückschlagventil verringert allerdings den Durchflussquerschnitt
während der Speisung des Arbeitszylinderkolbenraumes in der ersten und zweiten Phase
und somit den in dem Arbeitszylinderkolbenraum erreichbaren Druck. Das Rückschlagventil
muss zudem regelmäßig gewartet und gegebenenfalls ausgetauscht werden.
[0004] EP 2 365 888 B1 schlägt daher vor, dass der Druckübersetzer selbst einen Ventilsitz aufweist, welcher
mit dem Druckübersetzerkolben ein Sperr- oder Rückschlagventil ausbildet, welches
die Rückspeisung aus dem Arbeitszylinderkolbenraum in der dritten Phase unterbindet.
Für die Ausbildung dieser Funktion ist es aber erforderlich, dass der Ventilsitz beweglich
in dem Druckübersetzer gelagert ist, so dass die Herstellungskosten des Druckübersetzers
und dessen Wartungsaufwand erhöht sind.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, die mit Bezug zum Stand der Technik
geschilderten Nachteile zu überwinden und insbesondere eine hydraulische Schaltungsanordnung
für eine Kaltkammerdruckgussmaschine sowie ein Verfahren zum Betreiben einer Kaltkammerdruckgussmaschine
anzugeben, bei denen in der ersten und zweiten Phase eine höhere Kraft an der Arbeitszylinderkolbenstange
erzielbar ist, bei gleichzeitiger Verringerung des Herstellungs- und Wartungsaufwands.
[0006] Die Aufgabe wird gelöst durch eine hydraulische Schaltungsanordnung und ein Verfahren
mit den Merkmalen des jeweiligen unabhängigen Anspruchs. Vorteilhafte Weiterbildungen
der Schaltungsanordnung und des Verfahrens sind in den abhängigen Ansprüchen und in
der Beschreibung angegeben, wobei einzelne Merkmale der vorteilhaften Weiterbildungen
in technisch sinnvoller Weise beliebig miteinander kombinierbar sind, wobei die mit
Bezug zum Verfahren beschriebenen Merkmale und Vorteile auf die Schaltungsanordnung
übertragbar und anwendbar, wie auch umgekehrt.
[0007] Die Aufgabe wird insbesondere gelöst durch eine hydraulische Schaltungsanordnung
mit den eingangs genannten Merkmalen, bei der das erste Steuerventil eine Sperrstellung
und eine Durchlassstellung aufweist und bei der in der Leitungsverbindung zwischen
dem Akku und dem Arbeitszylinderkolbenraum hinter dem ersten Steuerventil keine Einbauten
zum Verschließen der Leitungsverbindung vorhanden sind, wobei eine Rückspeisung des
Fluids aus dem Arbeitszylinderkolbenraum heraus durch Sperren des ersten Steuerventils
unterbindbar ist, und bei dem der Akku mittels einer zu dem ersten Steuerventil parallelen
Leitungsverbindung mit dem Druckübersetzerkolbenraum verbunden oder verbindbar ist,
über die der Druckübersetzerkolbenraum während der Druckerhöhung beaufschlagbar ist.
[0008] Die Aufgabe wird auch durch ein Verfahren mit den eingangs genannten Merkmalen gelöst,
bei dem das Fluid in der ersten und zweiten Phase von dem Akku zu dem Arbeitszylinderkolbenraum
durch das erste Steuerventil hindurch und danach durch keine weiteren Einbauten zum
Schließen der entsprechenden Leitungsverbindung gespeist wird, wobei in der dritten
Phase eine Rückspeisung aus dem Arbeitszylinderkolbenraum durch Sperren des ersten
Steuerventils unterbunden wird und bei dem der Druckübersetzerkolbenraum in der dritten
Phase durch eine zu dem ersten Steuerventil parallele Leitungsverbindung von dem Akku
beaufschlagt wird.
[0009] Die Erfindung setzt sich somit über das Vorurteil hinweg, dass der Arbeitszylinderkolbenraum
und der Druckübersetzerkolbenraum über eine zumindest abschnittsweise gemeinsame Leitungsverbindung
mit dem Akku verbunden sein müssen und dass eine rechtzeitige Verhinderung der Rückspeisung
aus dem Arbeitszylinderkolbenraum beim Übergang von der zweiten in die dritte Phase
nur mittels eines passiven Rückschlageventils möglich ist.
[0010] Demgegenüber wird die Rückspeisung des Hydraulikfluids aus dem Arbeitszylinderkolbenraum
während der dritten Phase erfindungsgemäß durch das erste Steuerventil verhindert,
welches auch die Vorschubbewegung der Arbeitszylinderkolbenstange in der ersten und
zweiten Phase steuert. Die Beaufschlagung des Druckübersetzerkolbenraums mit dem Hydraulikfluid
während der dritten Phase erfolgt dagegen mittels einer zu dem ersten Steuerventil
parallelen Leitung. Durch das Weglassen eines Rückschlagventils oder einer die Funktion
des Rückschlagventils übernehmenden Vorrichtung in der Leitungsverbindung zwischen
dem ersten Steuerventil und dem Arbeitszylinderkolbenraum kann schon während der ersten
und/oder der zweiten Phase ein höherer Druck in dem Druckzylinderkolbenraum zur Anlage
gebracht werden, so dass höhere Kräfte auf den Arbeitszylinderkolben wirken können,
wodurch größere und/oder filigranere Bauteile herstellbar und/oder eine schnellere
Einschusszeit in der zweiten Phase erreichbar sind. Da diese Vorteile ohne weitere
mechanische Bauteile erreicht werden, sind die Herstellungskosten und der Wartungsaufwand
einer solchen Kaltkammerdruckgussmaschine verringert. Somit wird auch die Standzeit
der Kaltkammerdruckgussmaschine verringert.
[0011] Das extern ansteuerbare erste Steuerventil weist neben seiner in beide Richtungen
wirkenden Sperrstellung bevorzugt eine veränderbare Durchlassstellung auf, so dass
die Vorschubgeschwindigkeit der Arbeitszylinderkolbenstange in der ersten und zweiten
Phase mittels des Grades der Öffnung der Durchlassstellung einstellbar ist. Das erste
Steuerventil ist insbesondere so eingerichtet, dass es aus einer Durchlassstellung
in die vollständige Sperrstellung innerhalb von weniger als 50 ms (Millisekunden),
bevorzugt von weniger als 20 ms oder sogar von weniger als 10 ms schaltbar ist.
[0012] Die hydraulische Schaltungsanordnung ist insbesondere für einen Druck von mindestens
150 bar eingerichtet. Insbesondere ist ein Druck von mindestens 150 bar in dem Akku
erzeugbar, welcher über die ansteuerbaren Steuerventile zur Beaufschlagung der Zylinder
gebracht werden kann, wobei auch die Leitungsverbindungen der Schaltungsanordnung
für entsprechende Drücke ausgelegt sind.
[0013] Bevorzugt ist die zu dem ersten Steuerventil parallele Leitungsverbindung zwischen
dem Akku und dem Druckübersetzerkolbenraum ohne Ventile ausgeführt. Es kann aber vorgesehen
sein, dass in dieser zu dem ersten Steuerventil parallelen Leitungsverbindung ein
Steuerventil oder anderes Ventil angeordnet ist.
[0014] In der Regel wird die dritte Phase zur Druckerhöhung im Arbeitszylinderkolbenraum
dadurch eingeleitet, dass eine an dem Druckübersetzerstangenraum angeschlossene Leitungsverbindung
mittels eines entsprechenden Ventils geöffnet wird, so dass hier anstehendes Fluid
abströmen kann. Bevorzugt ist dieses Ventil als ein zweites ansteuerbares Steuerventil
ausgebildet, welches eine Sperrstellung und eine Durchlassstellung aufweist. In der
in beide Richtungen wirkenden Sperrstellung ist also der Druckübersetzerstangenraum
von der übrigen Schaltungsanordnung getrennt. Das zweite Steuerventil ist insbesondere
so ausgebildet, dass in der Durchlassstellung der Strömungsquerschnitt durch das zweite
Steuerventil veränderbar ist. Insbesondere ist das zweite Steuerventil so eingerichtet,
dass die Umschaltung von der Sperrstellung in die Durchlassstellung innerhalb von
weniger als 50 ms, bevorzugt weniger als 20 ms oder sogar von weniger als 10 ms erfolgen
kann.
[0015] In diesem Zusammenhang ist insbesondere bevorzugt, dass zur Druckerhöhung in dem
Arbeitszylinderkolbenraum durch den Druckübersetzer ausschließlich das zweite ansteuerbare
Steuerventil zu betätigen ist. In diesem Fall sind also keine Einbauten in der Leitungsverbindung
zwischen Akku und Druckübersetzerkolbenraum vorhanden und die dritte Phase wird alleine
durch Öffnen des zweiten Steuerventils eingeleitet, während gleichzeitig das erste
Steuerventil geschlossen wird.
[0016] Es ist insbesondere bevorzugt, dass das erste Steuerventil und das zweite Steuerventil
so eingerichtet sind, dass während einer Druckerhöhung im Arbeitszylinderkolbenraum
durch den Druckübersetzer das erste Steuerventil seine Leitungsverbindung vollständig
sperrt und das zweite Steuerventil seine Leitungsverbindung zumindest teilweise durchlässig
macht. Das erste und das zweite Steuerventil sind beispielsweise über eine übergeordnete
Steuerung so eingerichtet, dass beide Steuerventile synchron geschaltet werden. Während
also das zweite Steuerventil beim Übergang von der zweiten Phase in die dritte Phase
geöffnet wird, wird das erste Steuerventil gleichzeitig in seine Sperrstellung gebracht.
[0017] In der dritten Phase wird also das zweite Steuerventil zumindest teilweise durchlässig
geschaltet, wobei insbesondere das erste Steuerventil und das zweite Steuerventil
synchron und bevorzugt gleichzeitig geschaltet werden.
[0018] Nach Ende der dritten Phase kann der Arbeitszylinderkolben in seine Ausgangsstellung
zurückgefahren werden, und zwar wie dies in der eingangs genannten
EP 2 295 171 A1 beschrieben ist. Zum Rückfahren des Druckübersetzerkolbens nach Ende der dritten
Phase kann vorgesehen sein, dass in der Leitungsverbindung vom Akku zum Druckübersetzerkolbenraum
ein drittes Steuerventil angeordnet ist, welches zumindest während der dritten Phase
geöffnet ist und welches nach dem Ende der dritten Phase beim Zurückfahren geschlossen
ist, und dass in einer von dem Druckübersetzerkolbenraum zu einem Tank führenden Leitungsverbindung
ein viertes Steuerventil angeordnet ist, welches in den ersten drei Phasen geschlossen
und zum Rückfahren des Druckübersetzerkolbens geöffnet ist. Das Rückfahren des Druckübersetzerkolbens
erfolgt dann insbesondere dadurch, dass der Akku oder eine Pumpe mit dem Druckübersetzerstangenraum
verbunden wird.
[0019] Die Erfindung sowie das technische Umfeld werden im Folgenden anhand der Figur beispielhaft
erläutert.
[0020] Die Figur zeigt eine schematische hydraulische Schaltungsanordnung für eine Kaltkammerdruckgussmaschine.
Die Kaltkammerdruckgussmaschine umfasst eine Druckgussform 50 mit einem darin angeordneten
Formhohlraum 51, der mit dem heißen flüssigen Metall zu füllen ist. Dem Formhohlraum
51 ist eine Füllbüchse 52 vorgeschaltet. Zum Einbringen des flüssigen Metalls in die
Füllbüchse 52 beziehungsweise den Formhohlraum 51 ist ein Arbeitszylinder 20 vorgesehen.
Der Arbeitszylinder 20 umfasst einen Arbeitszylinderkolben 24 mit einseitiger Arbeitszylinderkolbenstange
23, wobei die Arbeitszylinderkolbenstange 23 zum Einfahren in die Füllbüchse 52 eingerichtet
ist, um das in die Füllbüchse 52 eingefüllte Metall in den Formhohlraum 51 auszuschieben.
Der Arbeitszylinderkolben 24 unterteilt den Arbeitszylinder 20 in einen Arbeitszylinderkolbenraum
21 und in einen Arbeitszylinderstangenraum 22. Im Hinblick auf eine während des Druckgießens
erforderlichen Erhöhung des im Arbeitszylinderkolbenraums 21 anstehenden Druckes ist
dem Arbeitszylinder 20 ein Druckübersetzer 30 zugeordnet, der einen Druckübersetzerkolben
34 mit einer einseitigen Druckübersetzerkolbenstange 33 umfasst, wobei die Druckübersetzerkolbenstange
33 zum Einfahren in den Arbeitszylinderkolbenraum 21 eingerichtet ist. Der Druckübersetzerkolben
34 unterteilt den Druckübersetzerinnenraum in einen Druckübersetzerkolbenraum 31 und
einen Druckübersetzerstangenraum 32.
[0021] Zur Druckbeaufschlagung von Arbeitszylinderkolbenraum 21 und Druckübersetzerkolbenraum
31 ist ein Akku 10 vorgesehen. Der Akku 10 kann von einer ersten Pumpe 71 füllbar
sein, wobei in der Leitung zwischen der ersten Pumpe 71 und dem Akku 10 ein erstes
Rückschlagventil 61 eingeschaltet ist, um das Füllen des Akkus 10 durch die erste
Pumpe 71 zu ermöglichen, in der Gegenrichtung aber einen Rückfluss des Fluids zum
Akku 10 in Richtung der ersten Pumpe 71 zu verhindern.
[0022] Zur Speisung beziehungsweise Beaufschlagung des Arbeitszylinderkolbenraums 21 führt
eine Akku-Arbeitszylinderkolbenraum-Leitungsverbindung 11 von dem Akku 10 zu dem Arbeitszylinderkolbenraum
21. In der Akku-Arbeitszylinderkolbenraum-Leitungsverbindung 11 ist ein erstes ansteuerbares
Steuerventil 41 angeordnet. Das erste ansteuerbare Steuerventil 41 weist eine Sperrstellung
und eine veränderbare Durchlassstellung auf. In der Akku-Arbeitszylinderkolbenraum-Leitungsverbindung
11 befindet sich hinter dem ersten Steuerventil 41 keine weitere Vorrichtung zur Versperrung
der Leitung.
[0023] Zur Speisung beziehungsweise Beaufschlagung des Druckübersetzerkolbenraumes 31 mit
dem Hydraulikfluid ist eine Akku-Druckübersetzerkolbenraum-Leitungsverbindung 12 vorgesehen,
die den Akku 10 unmittelbar mit dem Druckübersetzerkolbenraum 21 verbindet. Der Akku
10 ist somit unmittelbar über die Akku-Druckübersetzerkolbenraum-Leitungsverbindung
12 mit dem Druckübersetzerkolbenraum 31 verbunden, wobei in der Akku-Druckübersetzerkolbenraum-Leitungsverbindung
12 ein drittes Steuerventil 43 angeordnet ist.
[0024] An den Druckübersetzerstangenraum 32 ist eine Druckübersetzerstangenraum-Leitungsverbindung
13 angeschlossen, die zu einem zweiten ansteuerbaren Steuerventil 42 und einem diesem
nachgeschalteten Druckregelventil 48 führt. Von dem Druckregelventil 48 führt eine
Leitung zum Akku 10. Das Druckregelventil 48 weist zudem einen Anschluss zu einem
Tank 80 auf, so dass das aus dem Druckübersetzerstangenraum 32 verdrängte Fluid zum
Tank 80 abgeleitet werden kann.
[0025] Zum Ableiten von Hydraulikfluid aus dem Druckübersetzerkolbenraum 31 ist eine Druckübersetzerkolbenraumentlastungs-Leitungsverbindung
14 vorgesehen, in welcher ein viertes ansteuerbares Steuerventil 44 angeordnet ist
und welche zu einem Tank 80 führt.
[0026] Zum Ableiten von Hydraulikfluid aus dem Arbeitszylinderstangenraum 22 ist an diesem
ein fünftes ansteuerbares Steuerventil 45 in Form eines Mehrwegeventils mit mehreren
Anschlüssen a, b, c angeschlossen. Ein erster Anschluss a verbindet das fünfte Steuerventil
45 mit einem Tank 80, so dass bei einsprechender Stellung des fünften Steuerventils
45 der Druckzylinderstangenraum 22 zum Tank 80 entlastet werden kann.
[0027] Ein zweiter Anschluss b des fünften Steuerventils 45 ist mittels einer Leitung mit
einem Multiplikator 90 als Druckübersetzer verbunden. Der Multiplikator 90 weist einen
Multiplikatorkolben 94 mit einseitig angeschlagener Multiplikatorkolbenstange 93 auf,
wobei der Multiplikatorkolben 94 das Innere des Multiplikators 90 in einen Multiplikatorkolbenraum
91 und einen Multiplikatorstangenraum 92 unterteilt. Von dem Multiplikatorstangenraum
92 führt eine Leitung zum Akku 10, in die ein zweites Rückschlagventil 62 mit einer
zum Akku 10 hin gerichteten Durchlassrichtung eingeschaltet ist.
[0028] Ein weiterer Anschluss c des fünften Steuerventils 45 ist über eine Leitung mit dem
Akku 10 verbunden, wobei in diese Leitung ein drittes Rückschlagventil 63 mit einer
zum Akku 10 gerichteten Durchlassrichtung eingeschaltet ist.
[0029] Nach Beendigung des Arbeitszyklus muss zunächst der Arbeitszylinderkolbenraum 21
mit dem darin unter einem hohen Druck von dem Druckübersetzer 30 multiplizierten Druck
anstehenden Fluid entlastet werden, und hierzu kann der Arbeitszylinderkolbenraum
21 über ein sechstes ansteuerbares Steuerventil 46 mit einem Tank 80 verbunden werden.
[0030] Soweit nach Beendigung eines Arbeitszyklus der Arbeitszylinder 20, der Druckübersetzer
30 und der Multiplikator 90 in ihre Ausgangsstellung zurückzuführen sind, ist der
ersten Pumpe 71 das sechste Steuerventil 46 nachgeschaltet. Die von dem sechsten Steuerventil
46 abgehenden Leitungen führen zum Arbeitszylinderkolbenraum 21 und zum Arbeitszylinderstangenraum
22. Bei entsprechender Schaltung des sechsten Steuerventils 46 kann somit bei Beaufschlagung
des Arbeitszylinderstangenraumes 22 durch von der ersten Pumpe 71 gefördertes Fluid
der Arbeitszylinderkolben 24 in seine Ausgangsstellung zurückgefahren werden, wobei
das aus dem Arbeitszylinderkolbenraum 21 verdrängte Fluid über das sechste Steuerventil
46 zum Tank 80 abfließt. In gleicher Weise ist dem Multiplikator 90 ein entsprechendes
siebtes Steuerventil 47 mit Anschluss an eine zweite Pumpe 72 und einen Tank 80 vorgesehen,
wobei das siebte Steuerventil 47 mittels entsprechender Leitungen mit dem Multiplikatorkolbenraum
91 beziehungsweise dem Multiplikatorstangenraum 92 verbunden sind. Auf diese Weise
ist auch hier ein Zurücksetzen des Multiplikators 90 gegeben.
[0031] Nachstehend wird nun die Durchführung des Verfahrens anhand der vorstehend erläuterten
Schaltungsanordnung beschrieben.
[0032] Vor Beginn eines Arbeitszyklus wird der Akku 10 von der ersten Pumpe 71 gefüllt und
aufgeladen, wobei ein Rückströmen durch das erste Rückschlagventil 61 verhindert ist.
In dieser Phase befindet sich das sechste Steuerventil 46 in seiner Sperrstellung.
Vor Beginn des Arbeitszyklus befinden sich zudem das erste Steuerventil 41 und das
zweite Steuerventil 42 in ihrer Sperrstellung.
[0033] Zur Einleitung der ersten Phase wird das erste Steuerventil 41 teilweise geöffnet,
so dass aus dem Akku 10 Fluid in den Arbeitszylinderkolbenraum 21 strömen kann. Aufgrund
der Regelung des Fluidstroms mittels des ersten Steuerventils 41 kann die Geschwindigkeit
des Verfahrens des Arbeitszylinderkolbens 24 zum Füllen der Füllbüchse 52 geregelt
werden.
[0034] Ist die Füllbüchse 52 gefüllt und soll das darin enthaltene Metall nun in der zweiten
Phase in den Formhohlraum 51 der Druckgussform 50 eingeschossen werden, so erfolgt
ein weiteres Vorfahren des Arbeitszylinderkolbens 24 mit hoher Geschwindigkeit. Während
dieser schnellen Vorwärtsfahrt des Arbeitszylinderkolbens 24 wird das fünfte Steuerventil
45 in eine Stellung gebracht, in welcher das aus dem Arbeitszylinderstangenraum 22
verdrängte Fluid dem Multiplikator 90 zugeführt wird. Aufgrund der Flächenverhältnisse
am Multiplikatorkolben 94 mit Multiplikatorkolbenstange 93 findet im Multiplikatorstangenraum
92 eine Erhöhung des Druckes für das aus dem Multiplikator 90 ausgeschobene Fluid
statt, welches über das zweite Rückschlagventil 62 zum Akku 10 geleitet wird, wobei
der durch die Druckerhöhung erzeugte Druck dem im Akku 10 gegebenen Druck entspricht.
[0035] Soweit am Ende des Einschießvorgangs der zweiten Phase ein Abbremsen des Arbeitszylinderkolbens
24 erfolgt, wird während dieses kurzen Zeitraumes das erste Steuerventil 41 in eine
niedrige Öffnungsstellung gebracht, so dass der Arbeitszylinderkolbenraum 21 nur noch
mit einer geringen Menge Fluid beaufschlagt ist. Gleichzeitig wird das fünfte Steuerventil
45 erneut in eine Stellung verbracht (Stellung c), in der der Arbeitszylinderstangenraum
22 mit dem Akku 10 verbunden ist, so dass das aus dem Arbeitszylinderstangenraum 22
ausgeschobene Fluid in den Akku 10 rückgespeist wird. Der sich in dieser kurzen Phase
aufbauende hohe Systemdruck im Arbeitszylinderstangenraum 22 sorgt dafür, dass die
Kolbenbewegung verzögerungsfrei in wenigen Millisekunden auf den gewünschten Wert
reduziert wird, wobei die überschüssige Energie in Form von Fluiddruck spitzenfrei
in den Akku 10 rückgespeist wird.
[0036] Am Ende der Bremsphase des Arbeitszylinders wird das erste Steuerventil 41 vollständig
geschlossen und in seine Sperrstellung verbracht, wodurch eine Rückspeisung von Hydraulikfluid
aus dem Arbeitszylinderkolbenraum 21 verhindert ist. Gleichzeitig wird zur Einleitung
der dritten Phase, bei geöffnetem dritten Steuerventil 43, das zweite Steuerventil
42 vollständig geöffnet, so dass der Druckübersetzerkolben 34 in Richtung des Arbeitszylinders
20 verfährt und den Druck im Arbeitszylinderkolbenraum 21 vergrößert. Das aus dem
Druckübersetzerstangenraum 32 austretende Fluid wird über das zweite Steuerventil
42 und das Druckregelventil 48 zum Tank 80 abgeleitet. Soweit am Ende der dritten
Phase eine Entspannung des im Arbeitszylinderkolbenraum 21 anstehenden hohen Drucks
erfolgen muss, wird das Fluid über das sechste Steuerventil 46 und das erste Rückschlagventil
61 zum Akku 10 gespeist, so dass die überschüssige Energie in Form von Fluid ebenfalls
durch Rückspeisung in den Akku 10 nutzbar ist.
[0037] Soweit am Ende eines Arbeitszyklus jeweils eine Rückstellung der beteiligten Zylinder
zu erfolgen hat, erfolgt dies über eine entsprechende Schaltung der Steuerventile
41 bis 47. So wird das sechste Steuerventil 46 in eine Stellung verbracht, in welcher
durch Einspeisung von Fluid in den Arbeitszylinderstangenraum 22 der Arbeitszylinderkolben
24 rückverfahren wird, wobei das aus dem Arbeitszylinderkolbenraum 21 verdrängte Fluid
zu dem Tank 80 abgeleitet wird. Entsprechendes gilt für die Rückstellung des Multiplikators
90 mittels des diesem zugeordneten sechsten Steuerventils 46.
[0038] Zur Rückstellung des Druckübersetzerkolbens 34 wird das dritte Steuerventil 43 geschlossen,
so dass der Druckübersetzerstangenraum 32 über das Druckregelventil 48 und das zweite
Steuerventil 42, welches während des Rückfahrens geöffnet ist, mit dem Akku 10 verbunden
ist. Gleichzeitig wird das vierte Steuerventil 44 geöffnet, so dass das aus dem Druckübersetzerkolbenraum
31 verdrängte Fluid in den Tank 80 verdrängt werden kann.
Bezugszeichenliste
[0039]
- 10
- Akku
- 11
- Akku-Arbeitszylinderkolbenraum-Leitungsverbindung
- 12
- Akku-Druckübersetzerkolbenraum-Leitungsverbindung
- 13
- Druckübersetzerstangenraum-Leitungsverbindung
- 14
- Druckübersetzerkolbenraumentlastungs-Leitungsverbindung
- 20
- Arbeitszylinder
- 21
- Arbeitszylinderkolbenraum
- 22
- Arbeitszylinderstangenraum
- 23
- Arbeitszylinderkolbenstange
- 24
- Arbeitszylinderkolben
- 30
- Druckübersetzer
- 31
- Druckübersetzerkolbenraum
- 32
- Druckübersetzerstangenraum
- 33
- Druckübersetzerkolbenstange
- 34
- Druckübersetzerkolben
- 41
- erstes ansteuerbares Steuerventil
- 42
- zweites ansteuerbares Steuerventil
- 43
- drittes ansteuerbares Steuerventil
- 44
- viertes ansteuerbares Steuerventil
- 45
- fünftes ansteuerbares Steuerventil
- 46
- sechstes ansteuerbares Steuerventil
- 47
- siebtes ansteuerbares Steuerventil
- 48
- Druckregelventil
- 50
- Druckgießform
- 51
- Formhohlraum
- 52
- Füllbüchse
- 61
- erstes Rückschlagventil
- 62
- zweites Rückschlagventil
- 63
- drittes Rückschlagventil
- 71
- erste Pumpe
- 72
- zweite Pumpe
- 80
- Tank
- 90
- Multiplikator
- 91
- Multiplikatorkolbenraum
- 92
- Multiplikatorstangenraum
- 93
- Multiplikatorkolbenstange
- 94
- Multiplikatorkolben
1. Hydraulische Schaltungsanordnung für eine Kaltkammerdruckgussmaschine zur Herstellung
von Metallbauteilen,
- mit einem Akku (10) zur Bereitstellung eines Hydraulikfluides,
- mit einem einen Arbeitszylinderkolbenraum (21) aufweisenden Arbeitszylinder (20),
- mit einer ein erstes ansteuerbares Steuerventil (41) aufweisenden Leitungsverbindung,
über die der Akku (10) mit dem Arbeitszylinderkolbenraum (21) verbindbar ist,
- mit einem einen Druckübersetzerkolbenraum (31) und einen Druckübersetzerstangenraum
(32) aufweisenden Druckübersetzer (30) zur Druckerhöhung in dem Arbeitszylinderkolbenraum
(21), und
- mit einer Leitungsverbindung, über die der Akku (10) mit dem Druckübersetzerkolbenraum
(31) verbindbar oder verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das erste Steuerventil (41) eine Sperrstellung und eine Durchlassstellung aufweist,
dass
- in der Leitungsverbindung (11) zwischen dem Akku (10) und dem Arbeitszylinderkolbenraum
(21) hinter dem ersten Steuerventil (41) keine Einbauten zum Verschließen der Leitungsverbindung
(11) vorhanden sind, wobei eine Rückspeisung des Fluides aus dem Arbeitszylinderkolbenraum
(21) heraus durch Sperren des ersten Steuerventils (41) unterbindbar ist, und dass
- der Akku (10) mittels einer zu dem ersten Steuerventil (41) parallelen Leitungsverbindung
(12) mit dem Druckübersetzerkolbenraum (31) verbunden oder verbindbar ist, über die
der Druckübersetzerkolbenraum (31) während der Druckerhöhung beaufschlagbar ist.
2. Hydraulische Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, wobei in einer an den Druckübersetzerstangenraum
(32) angeschlossenen Leitungsverbindung (13) ein zweites ansteuerbares Steuerventil
(42) angeordnet ist, welches eine Sperrstellung und ein Durchlassstellung aufweist.
3. Hydraulische Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, wobei zur Druckerhöhung in
dem Arbeitszylinderkolbenraum (21) durch den Druckübersetzer (30) ein in einer an
den Druckübersetzerstangenraum (32) angeschlossenen Leitungsverbindung (13) angeordnetes
zweites ansteuerbares Steuerventil (42) zu betätigen ist.
4. Hydraulische Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das
erste Steuerventil (41) und ein in einer an den Druckübersetzerstangenraum (32) angeschlossenen
Leitungsverbindung (13) angeordnetes zweites ansteuerbares Steuerventil (42) so eingerichtet
sind, dass während einer Druckerhöhung im Arbeitszylinderkolbenraum (21) durch den
Druckübersetzer (30) das erste Steuerventil (41) seine Leitungsverbindung (11) vollständig
sperrt und das zweite Steuerventil (42) seine Leitungsverbindung (13) zumindest teilweise
durchlässig schaltet.
5. Hydraulische Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei in
der Leitungsverbindung (12) vom Akku (10) zum Druckübersetzerkolbenraum (31) ein drittes
Steuerventil (43) angeordnet ist und in einer von dem Druckübersetzerkolbenraum (31)
zu einem Tank (80) führenden Leitungsverbindung (14) ein viertes Steuerventil (44)
angeordnet ist.
6. Verfahren zum Betreiben einer Kaltkammerdruckgussmaschine,
- bei welchem in einer ersten Phase das Befüllen einer einem Formhohlraum (51) vorgeschalteten
Füllbüchse (52) mit flüssigem Metall mittels einer langsamen Vorschubbewegung einer
Arbeitszylinderkolbenstange (23) eines Arbeitszylinders (20) erfolgt,
- bei welchem in einer zweiten Phase das flüssige Metall mittels einer schnellen Vorschubbewegung
der Arbeitszylinderkolbenstange (23) in den Formhohlraum (51) eingeschossen wird,
und
- bei welchem in einer dritten Phase der Druck auf die Arbeitszylinderkolbenstange
(23) mittels eines Druckübersetzers (30) während des Auskühlens des eingeschossenen
Metalls erhöht ist, wobei
die Versorgung eines Arbeitszylinderkolbenraums (21) des Arbeitszylinders (20) durch
ein erstes Steuerventil (41) hindurch mit einem Hydraulikfluid mittels eines Akkus
(10) erfolgt und auch die Versorgung eines Druckübersetzerkolbenraums (31) des Druckübersetzers
(30) mit dem Hydraulikfluid mittels des Akkus (10) erfolgt,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Fluid in der ersten und zweiten Phase von dem Akku (10) zu dem Arbeitszylinderkolbenraum
(21) durch das erste Steuerventil (41) hindurch und danach durch keine weiteren Einbauten
zum Schließen der entsprechenden Leitungsverbindung (11) gespeist wird, wobei
- in der dritten Phase eine Rückspeisung aus dem Arbeitszylinderkolbenraum (21) durch
Sperren des ersten Steuerventils (41) unterbunden wird, und dass
- der Druckübersetzerkolbenraum (31) in der dritten Phase durch eine zu dem ersten
Steuerventil (41) parallele Leitungsverbindung (12) von dem Akku (10) beaufschlagt
wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei in der dritten Phase ein mit einem Druckübersetzerstangenkolbenraum
(32) des Druckübersetzers (30) gekoppeltes zweites Steuerventil (42) zumindest teilweise
durchlässig geschaltet wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, wobei das erste Steuerventil (41) und das zweite Steuerventil
(42) synchron geschaltet werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8, wobei beim Rückführen des Druckübersetzerkolbens
(34) ein in der vom Akku (10) zum Druckübersetzerkolbenraum (31) führenden Leitung
(12) angeordnetes drittes Steuerventil (43) geschlossen ist und ein in einer von dem
Druckübersetzerkolbenraum (31) zu einem Tank (80) führenden Leitungsverbindung (14)
angeordnetes viertes Steuerventil (44) geöffnet ist.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Hydraulische Schaltungsanordnung für eine Kaltkammerdruckgussmaschine zur Herstellung
von Metallbauteilen,
- mit einem Akku (10) zur Bereitstellung eines Hydraulikfluides,
- mit einem einen Arbeitszylinderkolbenraum (21) aufweisenden Arbeitszylinder (20),
- mit einer ein erstes ansteuerbares Steuerventil (41) aufweisenden Leitungsverbindung,
über die der Akku (10) mit dem Arbeitszylinderkolbenraum (21) verbindbar ist, wobei
in der Leitungsverbindung (11) zwischen dem Akku (10) und dem Arbeitszylinderkolbenraum
(21) hinter dem ersten Steuerventil (41) keine Einbauten zum Verschließen der Leitungsverbindung
(11) vorhanden sind, wobei eine Rückspeisung des Fluides aus dem Arbeitszylinderkolbenraum
(21) heraus durch Sperren des ersten Steuerventils (41) unterbindbar ist,
- mit einem einen Druckübersetzerkolbenraum (31) und einen Druckübersetzerstangenraum
(32) aufweisenden Druckübersetzer (30) zur Druckerhöhung in dem Arbeitszylinderkolbenraum
(21), wobei der Akku (10) mittels einer zu dem ersten Steuerventil (41) parallelen
Leitungsverbindung (12) mit dem Druckübersetzerkolbenraum (31) verbunden oder verbindbar
ist, über die der Druckübersetzerkolbenraum (31) während der Druckerhöhung beaufschlagbar
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
das erste Steuerventil (41) neben einer in beide Richtungen wirkenden Sperrstellung
eine veränderbare Durchlassstellung aufweist, sodass die Vorschubgeschwindigkeit einer
Arbeitszylinderkolbenstange (23) mittels des Grades der Öffnung der Durchlassstellung
einstellbar ist.
2. Hydraulische Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, wobei in einer an den Druckübersetzerstangenraum
(32) angeschlossenen Leitungsverbindung (13) ein zweites ansteuerbares Steuerventil
(42) angeordnet ist, welches eine Sperrstellung und ein Durchlassstellung aufweist.
3. Hydraulische Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, wobei zur Druckerhöhung in
dem Arbeitszylinderkolbenraum (21) durch den Druckübersetzer (30) ein in einer an
den Druckübersetzerstangenraum (32) angeschlossenen Leitungsverbindung (13) angeordnetes
zweites ansteuerbares Steuerventil (42) zu betätigen ist.
4. Hydraulische Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das
erste Steuerventil (41) und ein in einer an den Druckübersetzerstangenraum (32) angeschlossenen
Leitungsverbindung (13) angeordnetes zweites ansteuerbares Steuerventil (42) so eingerichtet
sind, dass während einer Druckerhöhung im Arbeitszylinderkolbenraum (21) durch den
Druckübersetzer (30) das erste Steuerventil (41) seine Leitungsverbindung (11) vollständig
sperrt und das zweite Steuerventil (42) seine Leitungsverbindung (13) zumindest teilweise
durchlässig schaltet.
5. Hydraulische Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei in
der Leitungsverbindung (12) vom Akku (10) zum Druckübersetzerkolbenraum (31) ein drittes
Steuerventil (43) angeordnet ist und in einer von dem Druckübersetzerkolbenraum (31)
zu einem Tank (80) führenden Leitungsverbindung (14) ein viertes Steuerventil (44)
angeordnet ist.
6. Verfahren zum Betreiben einer Kaltkammerdruckgussmaschine,
- bei welchem in einer ersten Phase das Befüllen einer einem Formhohlraum (51) vorgeschalteten
Füllbüchse (52) mit flüssigem Metall mittels einer langsamen Vorschubbewegung einer
Arbeitszylinderkolbenstange (23) eines Arbeitszylinders (20) erfolgt,
- bei welchem in einer zweiten Phase das flüssige Metall mittels einer schnellen Vorschubbewegung
der Arbeitszylinderkolbenstange (23) in den Formhohlraum (51) eingeschossen wird,
und
- bei welchem in einer dritten Phase der Druck auf die Arbeitszylinderkolbenstange
(23) mittels eines Druckübersetzers (30) während des Auskühlens des eingeschossenen
Metalls erhöht ist, wobei
die Versorgung eines Arbeitszylinderkolbenraums (21) des Arbeitszylinders (20) durch
ein erstes Steuerventil (41) hindurch mit einem Hydraulikfluid mittels eines Akkus
(10) erfolgt und auch die Versorgung eines Druckübersetzerkolbenraums (31) des Druckübersetzers
(30) mit dem Hydraulikfluid mittels des Akkus (10) erfolgt, wobei
- das Fluid in der ersten und zweiten Phase von dem Akku (10) zu dem Arbeitszylinderkolbenraum
(21) durch das erste, neben einer in beide Richtungen wirkenden Sperrstellung eine
veränderbare Durchlassstellung aufweisende Steuerventil (41) hindurch und danach durch
keine weiteren Einbauten zum Schließen der entsprechenden Leitungsverbindung (11)
gespeist wird, wobei die Vorschubgeschwindigkeit der Arbeitszylinderkolbenstange (23)
in der ersten und zweiten Phase mittels des Grades der Öffnung der Durchlassstellung
einstellbar ist und
- in der dritten Phase eine Rückspeisung aus dem Arbeitszylinderkolbenraum (21) durch
Sperren des ersten Steuerventils (41) unterbunden wird, und dass
- der Druckübersetzerkolbenraum (31) in der dritten Phase durch eine zu dem ersten
Steuerventil (41) parallele Leitungsverbindung (12) von dem Akku (10) beaufschlagt
wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei in der dritten Phase ein mit einem Druckübersetzerstangenkolbenraum
(32) des Druckübersetzers (30) gekoppeltes zweites Steuerventil (42) zumindest teilweise
durchlässig geschaltet wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, wobei das erste Steuerventil (41) und das zweite Steuerventil
(42) synchron geschaltet werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8, wobei beim Rückführen des Druckübersetzerkolbens
(34) ein in der vom Akku (10) zum Druckübersetzerkolbenraum (31) führenden Leitung
(12) angeordnetes drittes Steuerventil (43) geschlossen ist und ein in einer von dem
Druckübersetzerkolbenraum (31) zu einem Tank (80) führenden Leitungsverbindung (14)
angeordnetes viertes Steuerventil (44) geöffnet ist.