(19)
(11) EP 3 421 675 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
24.06.2020  Patentblatt  2020/26

(21) Anmeldenummer: 17177819.4

(22) Anmeldetag:  26.06.2017
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E03D 11/14(2006.01)
E03C 1/322(2006.01)

(54)

MONTAGESYSTEM

INSTALLATION SYSTEM

SYSTÈME DE MONTAGE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
02.01.2019  Patentblatt  2019/01

(73) Patentinhaber: Geberit International AG
8645 Jona (CH)

(72) Erfinder:
  • TRECCO, Alessandro
    8627 Grüningen (CH)

(74) Vertreter: Frischknecht, Harry Ralph 
Isler & Pedrazzini AG Giesshübelstrasse 45 Postfach 1772
8027 Zürich
8027 Zürich (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 2 450 492
DE-A1-102014 111 607
EP-A2- 2 752 526
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung

    TECHNISCHES GEBIET



    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Montagesystem zum Befestigen eines Sanitärartikels nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.

    STAND DER TECHNIK



    [0002] Aus der EP 2 450 492 ist ein System zum Befestigen eines Sanitärartikels bekannt geworden. Obwohl mit dem System gute Ergebnisse erzielt wurden, insbesondere was die Haltekraft angeht, haben Installateure ein montagefreundlicheres System gewünscht. Auch die Druckschriften DE 10 2014 111607 und die EP 2 752 526 zeigen Befestigungssysteme für Sanitärartikel, wobei auch diese Befestigungssysteme Nachteile bei der Montage aufweisen.

    DARSTELLUNG DER ERFINDUNG



    [0003] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung eine Aufgabe zugrunde, ein System anzugeben, welches sich einfacher montieren lässt.

    [0004] Diese Aufgabe löst der Gegenstand nach Anspruch 1. Demgemäss umfasst ein Montagesystem zum Befestigen eines Sanitärartikels, beispielsweise einer Klosettschüssel oder eines Urinals, ein Montagegestell, eine sich entlang einer Mittelachse erstreckende Stange mit einer Aussenzahnung, eine mit dem Montagegestell in Verbindung stehende Halteeinheit mit einem Gehäuse und mindestens einer bewegbar im Gehäuse gelagerten Klemmbacke, die einen zur Aussenzahnung passenden Zahnungsabschnitt aufweist, über welche Halteeinheit die Stange mit dem Montagegestell in Verbindung bringbar ist. Die Klemmbacke ist von einer Eingriffsposition, in welcher die Aussenzahnung in den Zahnungsabschnitt eingreift, in eine Freigabeposition, in welcher die Aussenzahnung ausserhalb des Zahnungsabschnittes liegt, bewegbar, so dass die Stange in der Freigabeposition in Richtung der Mittelachse relativ zur Klemmbacke verschiebbar ist. In der Eingriffsposition greift die Aussenzahnung in die Innenzahnung und es ist dann eine durch die Zahnung vorgegebene Bewegung möglich. Das heisst, es ist eine grobe Positionierung der Stange zur Halteeinheit möglich, wenn die mindestens eine Klemmbacke in Freigabeposition liegt und es ist eine Feinjustage möglich, wenn die mindestens eine Klemmbacke in der Eingriffsposition liegt.

    [0005] Das Montagesystem umfasst weiterhin ein Montagewerkzeug, mit welchem die Klemmbacke von der Eingriffsposition in die Freigabeposition bewegbar ist. Das Montagewerkzeug weist einen Hülsenabschnitt mit einem Hülsenraum auf, in welchen sich die Stange während der Montage hinein erstreckt, wobei der Hülsenabschnitt als Bauschutz für die Stange wirkt.

    [0006] Mit dem Montagewerkezuge wird erreicht, dass die Klemmbacke betätigt wird und die Stange ohne Eingriff in die Zahnung in die Halteeinheit eingeschoben werden kann und relativ zur Klemmbacke positioniert werden kann, während das Montagewerkzeug zugleich als Bauschutz wirkt. Hierdurch wird die Montage stark vereinfacht. Insbesondere muss der Installateur nicht mit mehreren Werkzeugen hantieren, sondern kann im Wesentlichen mit dem beschriebenen Werkzeug die Stange grob in der Halteeinheit positionieren. Die Feinjustage erfolgt dann nach entfernen des Montagwerkzeuges durch Drehen der Stange.

    [0007] Das Montagegestell ist typischerweise ortsfest in einem Raum mit der Gebäudestruktur verankert.

    [0008] Unter der Ausdrucksweise "Bauschutz" wird verstanden, dass die Stange bezüglich äusseren Einflüssen während des Einbaus durch das Montagewerkzeug geschützt wird. Das heisst, dass insbesondere beim Verlegen von Fliesen oder anderen Flächenstrukturen kein Mörtel oder ähnliches in Kontakt mit der Stange kommen kann. Somit wird die Funktion der Stange nicht beeinträchtigt.

    [0009] Vorzugsweise besteht das Montagewerkzeug aus einem Kunststoff.

    [0010] Der Hülsenraum weist eine Länge auf, welche den von der Halteeinheit bzw. vom Montaggestell frei abstehenden Teil der Stange im Wesentlichen vollständig aufnimmt, derart, dass die Stange im Wesentlichen vollständig von äusseren Einflüssen geschützt ist. Durch die Überdeckung des gesamten frei abstehenden Teils der Stange ergeht der Vorteil, dass die Stange im Wesentlichen vollständig geschützt ist.

    [0011] Vorzugsweise weist der Hülsenabschnitt eine vordere Stirnfläche auf, von welcher mindestens ein Betätigungsabsatz absteht, mit welchem die mindestens eine Klemmbacke von der Eingriffsposition in die Freigabeposition bewegbar ist.

    [0012] Besonders bevorzugt sind zwei bezüglich einer sich mittig durch den Hülsenraum erstreckende Achse gegenüberliegend zueinander angeordnete Betätigungsabsätze angeordnet, wobei die Betätigungsabsätze gleich oder verschieden zueinander ausgebildet sind. Mit den zwei gegenüberliegend zueinander angeordneten Betätigungsabsätzen kann die Kraft gleichmässige auf die mindestens eine Klemmbacke aufbringen.

    [0013] Vorzugsweise weist die mindestens eine Klemmbacke und/oder der mindestens eine Betätigungsabsatz eine zur Mittelachse winklig geneigt ausgebildete Betätigungsfläche aufweist, wobei der mindestens eine Betätigungsabsatz und die Klemmbacke über die Betätigungsfläche derart wirken, dass die Klemmbacke von der Eingriffsposition in die Freigabeposition bewegbar ist.

    [0014] Vorzugsweise weist der Hülsenabschnitt eine Raststruktur auf, welche mit der Halteeinheit und/oder dem Montagegestell einen mechanischen Eingriff eingeht.

    [0015] Die Raststruktur ist vorzugsweise im Bereich des oder am Betätigungsabsatz angeordnet.

    [0016] Vorzugsweise weist der Hülsenabschnitt an seinem freien Ende, das gegenüber der Klemmbacke liegt, einen vom Hülsenabschnitt entfernbaren Deckel auf. Durch den Deckel kann der Hülsenraum gegenüber dem Montagegestell verschlossen werden. Weiter kann bei entferntem Deckel Zugang zum Hülsenraum geschaffen werden, wodurch die Stange bewegt werden kann.

    [0017] Vorzugsweise entspricht der Innendurchmesser des Hülsenraums in einem der mindestens einen Klemmbacke zugewandten Führungsabschnitt im Wesentlichen dem Aussendurchmesser der Stange. Weiter ist der Innendurchmesser des Hülsenraums in einem sich dem Führungsabschnitt gegenüber der Klemmbacken anschliessenden Abdeckabschnitt grösser als im Bereich des Führungsabschnittes. Durch den Führungsabschnitt wird sichergestellt, dass die Stange im Bereich der Klemmbacken gut geführt wird, während gleichwohl durch den grösseren Innendurchmesser im Abdeckabschnitt Spiel für eine gute Bewegung vorhanden ist.

    [0018] Vorzugsweise sind zwei bezüglich der Stange gegenüberliegende Klemmbacken angeordnet, wobei die beiden Klemmbacken mit dem Montagewerkzeug symmetrisch zueinander bewegt werden, insbesondere symmetrisch zueinander voneinander weggedrückt werden.

    [0019] Vorzugsweise ist ein mechanisches Anschlagselement vorhanden, welches in einer Ausgangslage die mindestens eine Klemmbacke in der Eingriffsposition gegen eine Bewegung in die Freigabeposition blockiert, wobei das mechanische Anschlagselement durch das Montagewerkzeug von der Ausgangslage in eine Endlage bewegbar ist, in welcher die Klemmbacke die besagte Bewegung in die Freigabeposition ausführen kann.

    [0020] Das Anschlagselement ist vorteilhaft, weil es eine Sicherung gegen eine Bewegung von der Eingriffsposition in die Freigabeposition bereitstellt.

    [0021] Vorzugsweise ist das Anschlagselement im Gehäuse bewegbar gelagert und wird mittels eines Federelementes, insbesondere einer Druckfeder, in der Ausgangslage gehalten.

    [0022] Vorzugsweise wird die mindestens eine Klemmbacke mit einem Federelement, insbesondere einer Blattfeder, gegen die Stange gedrückt.

    [0023] Vorzugsweise ist das auf die Klemmbacke wirkende Federelement auf dem im Gehäuse bewegbarem Anschlagselement angeordnet. Das heisst, das Federelement wird ebenfalls im Gehäuse verschoben. Das Federelement kann dann vorteilhaferweise so ausgebildet sein, dass die Federkraft in der Endlage des Anschlagselementes tiefer ist, als in der Ausgangslage, was die Bewegung der Klemmbacken unterstützt.

    [0024] Vorzugsweise ist die mindestens eine Klemmbacke um eine Schwenkachse verschwenkbar angeordnet, wobei die Schwenkachse im Wesentlichen rechtwinklig und beabstandet zur Mittelachse der Stange verläuft.

    [0025] Vorzugsweise weist die Stange die Gestalt einer Gewindestange mit einem Aussengewinde auf, wobei der Zahnungsabschnitt ein zum Aussengewinde passender Abschnitt eines Innengewindes ist.

    [0026] Vorzugsweise weist das Gehäuse und/oder das Montagegestell mindestens eine Zugangsöffnung auf, durch welche die Stange und Teile des Montagewerkzeuges zu den Klemmbacken eingeschoben werden.

    [0027] Vorzugsweise ist das Gehäuse getrennt vom Montagegestell ausgebildet und ist mit diesem in mechanischer Verbindung. Alternativ kann das Gehäuse integral durch das Montagegestell bereitgestellt werden.

    [0028] Vorzugsweise umfasst das Gehäuse in Richtung der Mittelachse der Stange gesehen eine Durchführöffnung, durch welche die Stange gegenüber des Montagegestells hinten aus dem Gehäuse hinausführbar ist, wobei die Durchführöffnung vorzugsweise durch einen weiteren Bauschutz verschlossen ist.

    [0029] Ein Verfahren zur Montage eines Montagesystems nach obiger Beschreibung ist dadurch gekennzeichnet,

    dass in einem ersten Schritt mit dem Montagewerkzeug die mindestens eine Klemmbacke von der Eingriffsposition in die Freigabeposition bewegt wird,

    dass in einem zweiten Schritt die Stange durch den Hülsenraum in den Wirkbereich der mindestens einen Klemmbacke eingeschoben wird und basierend auf der Einbausituation platziert wird,

    dass in einem dritten Schritt das Montagewerkzeug entfernt wird, wobei die mindestens eine Klemmbacke von der Freigabeposition in die Eingriffsposition bewegt wird und in den Eingriff mit der Stange gebracht wird, und

    dass in einem vierten Schritt der Feineinstellung die Lage der Stange durch Drehung um die Mittelachse eingestellt wird.



    [0030] Vorzugsweise wird zwischen dem zweiten und dem dritten Schritt ein Zwischenschritt der Beplankung der Vorderseite des Montagegestells mit einer flächigen Wandstruktur, wie beispielsweise mit Fliesen, ausgeführt.

    [0031] Vorzugsweise wird im dritten Schritt die Klemmbacken durch das Anschlagselement blockiert.

    [0032] Weitere Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

    KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN



    [0033] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnungen beschrieben, die lediglich zur Erläuterung dienen und nicht einschränkend auszulegen sind. In den Zeichnungen zeigen:
    Fig. 1
    eine Schnittdarstellung des Montagesystems nach einer bevorzugten Ausführungsform, wobei das Montagewerkzeug nicht im Eingriff mit dem Montagesystem ist;
    Fig. 2
    die Schnittdarstellung gemäss der Figur 1, wobei das Montagewerkzeug im Eingriff mit dem Montagesystem ist;
    Fig. 3
    eine perspektivische Explosionsdarstellung des Montagesystems nach Figur 1;
    Fig. 4a-4c
    verschiedene Ansichten des Montagesystems nach den vorhergehenden Figuren in der Ausgangslage;
    Fig. 5
    verschiedene Ansichten des Montagesystems nach den vorhergehenden Figuren während eines Montageschrittes;
    Fig. 6
    verschiedene Ansichten des Montagesystems nach den vorhergehenden Figuren während eines Montageschrittes;
    Fig. 7
    verschiedene Ansichten des Montagesystems nach den vorhergehenden Figuren während eines Montageschrittes;
    Fig. 8
    verschiedene Ansichten des Montagesystems nach den vorhergehenden Figuren während eines Montageschrittes;
    Fig. 9
    verschiedene Ansichten des Montagesystems nach den vorhergehenden Figuren während eines Montageschrittes; und
    Fig. 10
    Ansichten des Montagesystems nach den vorhergehenden Figuren während eines Montageschrittes.

    BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN



    [0034] In den Figuren wird ein Montagesystem 1 zum Befestigen eines Sanitärartikels, beispielsweise einer Klosettschüssel oder eines Urinals, gezeigt.

    [0035] Das Montagesystem 1 wird anhand der Figuren 1 und 2 genauer erläutert. Das Montagesystem 1 umfasst ein nur ansatzweise gezeigtes Montagegestell 2, eine Stange 3 mit einer Aussenzahnung 4 und ein mit dem Montagegestell 2 in Verbindung bringbare bzw. stehende Halteeinheit 5.

    [0036] Das Montagegestell 2 wird fest in einem Raum gebäudeseitig verankert.

    [0037] Die Stange 3 steht dann vom Montagegestell 2 ab und ein Sanitärartikel kann mit der Stange 3 in Verbindung gebracht werden und so am Montagegestell 2 befestigt werden. Die Stange 3 steht über die Halteeinheit 5 mit dem Montagegestell 2 in Verbindung und umfasst ein Gehäuse 6 und mindestens eine, hier zwei, bewegbar im Gehäuse 6 gelagerte Klemmbacken 7.

    [0038] Die Klemmbacken 7 weisen einen Zahnungsabschnitt 8 auf, der passend zur Aussenzahnung 4 der Stange 3 ausgebildet ist. Über die Klemmbacken 7 wird die Stange in der Halteeinheit 5 gehalten. Die Klemmbacken 7 sind von einer Eingriffsposition, in welche die Aussenzahnung 4 in den Zahnungsabschnitt 8 eingreift, in eine Freigabeposition, in welche die Aussenzahnung 4 ausserhalb des Zahnungsabschnittes 8 liegt, bewegbar. Somit kann die Stange 3 in Richtung ihrer Mittelachse M relativ zur Klemmbacke 7 versschoben werden. Dies erlaubt eine Grobeinstellung. Die Eingriffsposition bzw. die Freigabeposition wird dann bei der Erläuterung des Montageablaufes im Zusammenhang mit den Figuren 5 bis 10 detaillierter gezeigt.

    [0039] Weiter umfasst das Montagesystem 1 ein Montagewerkzeug 9. Mit dem Montagewerkzeug 9 kann die Klemmbacke 7 von der Eingriffsposition in die Freigabeposition bewegt werden.

    [0040] In der Figur 1 ist das Montagewerkzeug 9 beabstandet zum Montagegestell 2 und zur Halteeinheit 5 dargestellt. Die beiden Klemmbacken 7 befinden sich hier in der Eingriffsposition.

    [0041] In der Figur 2 ist das Montagewerkzeug 9 im Eingriff mit dem Montagegestell 2 und der Halteeinheit 5 gezeigt. Dabei hält das Montagewerkzeug 9 die beiden Klemmbacken 7 in der Freigabeposition, wobei die Klemmbacken 7 vorgängig von der Eingriffsposition in die Freigabeposition gebracht werden.

    [0042] Das Montagewerkzeug 9 umfasst weiterhin einen Hülsenabschnitt 10 und einen Hülsenraum 11. In den Hülsenraum 11 erstreckt sich die Stange 3 während der Montage hinein, wobei der Hülsenabschnitt 10 als Bauschutz für die Stange 3 wirkt. Der Hülsenabschnitt 10 überdeckt die Stange 3, so dass die Stange 3 bezüglich äusseren Einflüssen, die beim Bau eines Badezimmers oder dergleichen entstehen, geschützt ist.

    [0043] Von der Explosionsdarstellung in der Figur 3 werden weitere Details der Halteeinheit 5 erläutert.

    [0044] Die Halteeinheit 5 umfasst ein Gehäuse 6, in welchem die beiden Klemmbacken 7 verschwenkbar gelagert sind. Die Klemmbacken 7 sind dabei um eine Schenkachse S verschwenkbar, welche rechtwinklig und beabstandet zur Mittelachse M der Stange 3 stehen. Hierzu weisen die Klemmbacken 7 und das Gehäuse 6 entsprechende Lagerelemente 25 auf.

    [0045] Des weiteren ist im Gehäuse 6 ein Anschlagselement 20 bewegbar angeordnet. Das Anschlagselement 20 wirkt mit jeweils einer Nocke 26 auf die beiden Klemmbacken 7, so dass diese in ihre Eingriffsposition gegen eine Bewegung in die Freigabeposition blockiert sind. Weiter weist das Anschlagselement 20 einen Betätigungsabschnitt 27 auf, welcher durch das Montagewerkzeug 9 betätigbar ist. Durch diese Betätigung wird das Anschlagselement 20 von einer Ausgangslage, in welcher die Klemmbacken 7 in der Eingriffsposition durch das Anschlagselement 20 gehalten werden, in eine Endlage bewegbar. In der Endlage sind dann die Klemmbacken 7 frei vom Anschlagselement 20 und die besagte Bewegung von der Eingriffsposition in die Freigabeposition kann ausgeführt werden.

    [0046] Das Anschlagselement 20 ist im Gehäuse 6 bewegbar gelagert und wird mittels eines Federelementes 21, je in der Gestalt einer Druckfeder, in seiner Ausgangslage gehalten. Bei Betätigung in die Endlage wird der Druck wieder entsprechend komprimiert.

    [0047] Ein weiteres Federelement 22 ist pro Klemmbacke 7 angeordnet. Je ein Federelement 22 drückt hier auf die Klemmbacken 7, derart dass diese in ihrer Eingriffsposition gehalten werden. Das weitere Federelement 22 hat hier die Form einer Blattfeder und kann entweder am Gehäuse 6 oder aber am Anschlagselement 20 gehalten werden. Das heisst, dass auf die Klemmbacke 7 wirkende Federelement 22 kann auf dem Gehäuse 6 bewegbaren Anschlagselementen angeordnet sein.

    [0048] Je nach Stärke des Federelementes 22 kann auf das Anschlagselement verzichtet werden, wobei in dieser Variante das Federelement 22 dann im Gehäuse gelagert ist.

    [0049] Von der Figur 3 kann weiterhin erkannt werden, dass im hinteren Ende des Gehäuses 6 ein weiterer Bauschutz 23 angeordnet ist. Dieser weitere Bauschutz 23 ist optional und dient dem Schutz der Stange 3, sofern diese nach hinten aus dem Gehäuse 6 hinaus ragt.

    [0050] Wie bereits erläutert umfasst das Montagewerkzeug 9 einen Hülsenabschnitt 10 mit einem Hülsenraum 11. In diesem Hülsenraum 11 ragt die Stange 3 ein. Der Hülsenraum 11 weist dabei eine Länge L auf, welche den von der Halteeinheit 5 beziehungsweise vom Montagegestell 2 den abstehenden Teil der Stange 3 im Wesentlichen vollständig aufnimmt. Unter einer vollständigen Aufnahme wird verstanden, dass die Stange 3 durch das Montagewerkzeug 9 von äusseren Einflüssen geschützt ist.

    [0051] In der gezeigten Ausführungsform weist der Hülsenabschnitt 10 eine vordere Stirnfläche 12 auf, von welcher mindestens ein Betätigungsabsatz 13 absteht. Mit dem Betätigungsabsatz 13 ist die mindestens eine Klemmbacke 7 von der Eingriffsposition in die Freigabeposition bewegbar. Zugleich ist das optionale Anschlagselement 20 mit dem Betätigungsabsatz 13 entsprechend betätigbar.

    [0052] In der gezeigten Ausführungsform sind zwei Betätigungsabschnitte 13 angeordnet. Die beiden Betätigungsabschnitte 13 stehen sich bezüglich einer Achse A, welche mittig durch den Hülsenraum 11 sich erstreckt, diametral gegenüber zueinander. In der gezeigten Ausführungsform sind die Betätigungsabsätze 13 jeweils identisch zueinander ausgebildet.

    [0053] Gegenüber der vorderen Stirnfläche 12 weist das Montagewerkzeug 9 ein offenes Ende des Hülsenraums 11 auf. Dieses offene Ende kann mit einem Deckel 17 verschlossen werden. Der Deckel 17 ist dabei abnehmbar ausgebildet, sodass beim Einsatz des Montagewerkzeuges auf die Stange 3 zugegriffen werden kann.

    [0054] Die mindestens eine Klemmbacke 7 und auch der mindestens eine Betätigungsabsatz 13 weisen in der gezeigten Ausführungsform eine zur Mittelachse M winklig geneigte ausgebildete Betätigungsfläche 14 auf. Über diese Betätigungsfläche 14 wirkt der mindestens eine Betätigungsabsatz 13 auf die Klemmbacke 7 und zwar derart, dass die Klemmbacke 7 von der Eingriffsposition in die Freigabeposition bewegbar ist.

    [0055] Weiter weist der Hülsenabschnitt 13 frontseitig, also im Bereich der Stirnfläche 12 eine Raststruktur 15 auf. Mit der Raststruktur 15 kann das Montagewerkzeug 9 mit der Halteeinheit 5 und/oder dem Montagegestell 2 einen mechanischen Eingriff eingehen.

    [0056] Mit Blick auf die Figur 1 kann gut erkannt werden, dass der Innendurchmesser DI des Hülsenraumes 11 in einem der Klemmbacken 7 zugewandten Führungsabschnitt 18 im Wesentlichen den Aussendurchmesser DA der Stange 3 entspricht. Hierdurch kann eine gute Führung der Stange 3 im Hülsenraum 11 bereitgestellt werden. Der Innendurchmesser DI des Hülsenraums in einer sich des Führungsabschnitt 18 gegenüber der Klemmbacken 7 anschliessend den Abdeckabschnitt 19 ist dabei grösser als im Bereich des Führungsabschnittes 18. Durch diese grössere Ausbildung wird erreicht, dass die Stange 3 ein gewisses Spiel innerhalb des Hülsenraums 11 aufweist.

    [0057] Von der Figur 3 kann gut erkannt werden, dass die Stange 3 die Gestalt einer Gewindestange mit einem Aussengewinde aufweist. Der Zahnungsabschnitt 8 im Bereich der Klemmbacke 7 ist dabei ein zum Aussengewinde passender Abschnitt eines Innengewindes. In der Eingriffsposition greift dabei der Zahnungsabschnitt 8 derart in das Aussengewinde ein, dass die Stange 3 um ihre Mittelachse M gedreht werden kann, sodass die Gewindestange in die Klemmbacken 7 eingeschraubt werden kann. In der Freigabelage besteht kein Eingriff zwischen dem Zahnungsabschnitt 8 und dem Aussengewinde der Stange 3.

    [0058] In der Figur 4a wird das Montagegestell 2 noch etwas verdeutlicht. Hier sind zwei Halteeinheiten 5 an einem Montagegestell 2 angeordnet. Die Halteeinheiten 5 sind hier rückseitig zum Montagegestell 2 angeordnet, so dass die Stange 3 frontseitig vom Montagegestell abragen kann Hierdurch wird bei einer im Belastungsfall auftretender Zugbelastung die Halteeinheit 5 gegen die Rückseite des Montagegestells 2 gezogen.

    [0059] In der Figur 4b wird gezeigt, wie die Stangen 3, welche von der jeweiligen Halteeinheit 5 gehalten werden, sich von der Frontseite 28 wegerstrecken. In dieser Position befindet sich die mindestens eine Klemmbacke 7 in der Eingriffsposition und die Stange 3 kann um ihre Mittelachse M betätigt werden und über eine Schraubbewegung relativ zur Frontseite 28 rein gedreht werden.

    [0060] In der Figur 4c wird der Einsatz des Montagewerkzeuges 9 gezeigt. Hier kann gut erkannt werden, dass der Hülsenabschnitt 10 die Stange 3 vollständig aufnimmt. Das Montagewerkzeug 9 kann entlang des Pfeils P mit der Halteeinheit 5 bzw. mit dem Montagegestell 2 in Verbindung gebracht werden. Das Montagegestell 2 weist dabei einen Durchbruch 29 auf, durch welchen der Betätigungsabsatz 13 zu den Klemmbacken 7 geführt wird.

    [0061] In der Figur 4d wird gezeigt, wie das Montagewerkzeug 9 von der Halteeinheit 5 bzw. vom Montagegestell 2 nach der Grobeinstellung abgezogen wird.

    [0062] In der Figur 5 wird das Montagesystem 1 in seiner Ausgangslage gezeigt. Die beiden Klemmbacken 7 befinden sich in der Eingriffsposition. Die Stange 3 ist noch nicht zwischen die beiden Klemmbacken 7 eingeschoben und das Montagewerkzeug 9 befindet sich vor einem Eingriff in die Klemmbacken 7. Des Weiteren kann gut erkannt werden, dass die beiden Nocken 26 des Anschlagselementes 20 hinten gegenüber der Schwenkachse S einen Anschlag für die beiden Klemmbacken 7 bereitstellen, so dass diese an eine Bewegung in die Freigabeposition gehindert sind.

    [0063] In der Figur 6 wird der erste Schritt gezeigt, wobei hier das Montagewerkzeug 9 in Kontakt mit den beiden Klemmbacken 7 ist. Das Montagewerkzeug 9 hat zudem das Anschlagselement 20 nach hinten geschoben, wodurch der Anschlag über die Nocken 26 aufgehoben wurde und die Klemmbacken 7 von der Eingriffsposition nun in die Freigabeposition bewegt wurden. Der Betätigungsabsatz 13 ragt dabei zwischen die beiden Klemmbacken 7 ein und hält diese in der Freigabeposition. Der Deckel 17 kann nun entfernt werden.

    [0064] In der Figur 7 wird das Einschieben der Stange 3 gezeigt. Die Stange 3 wird gegenüber der vorderen Stirnfläche 12 in den Hülsenraum 11 eingeschoben und wird dann im Bereich zwischen die beiden Klemmbacken 7, die in der Freigabeposition sind, eingeführt. Aufgrund der Lage der Klemmbacke 7 in der Freigabeposition kann die Stange 3 frei zwischen den Klemmbacken 7 bewegt werden.

    [0065] In der Figur 8 wird sodann gezeigt, wie die Stange 3 zwischen den Klemmbacken 7 liegt. Die Stange 3 durchdringt dabei noch eine Öffnung 30 im hinteren Bereich des Anschlagselementes 20.

    [0066] In der Figur 9 wird sodann das Entfernen des Montagewerkzeuges 9 gezeigt. Dabei werden die Klemmbacken in die Eingriffsposition zurückbewegt, weil der Eingriff zwischen dem Montagewerkezug 9 insbesondere mit dem Betätigungsabsatz 13, und den Klemmbacken 7 aufgehoben wird. Die Nocken 26 des Anschlagselementes 20

    [0067] In der Figur 10 wird sodann gezeigt, dass die Gewindestange 3 dann um ihre eigene Mittelachse bewegt werden kann, sodass eine Feineinstellung erfolgt.
    BEZUGSZEICHENLISTE
    1 Montagesystem 22 Federelement
    2 Montagegestell 23 weiterer Bauschutz
    3 Stange 24 Zugangsöffnung
    4 Aussenzahnung 25 Lagerelemente
    5 Halteeinheit 26 Nocke
    6 Gehäuse 27 Betätigungsabschnitt
    7 Klemmbacke 28 Frontseite
    8 Zahnungsabschnitt 29 Durchbruch
    9 Montagewerkzeug 30 Öffnung
    10 Hülsenabschnitt    
    11 Hülsenraum    
    12 vordere Stirnfläche    
    13 Betätigungsabsatz    
    14 Betätigungsfläche DI Innendurchmesser
    15 Raststruktur Da Aussendurchmesser
    16 freies Ende L Länge
    17 Deckel M Mittelachse
    18 Führungsabschnitt S Schwenkachse
    19 Abdeckabschnitt    
    20 Anschlagselement    
    21 Federelement    



    Ansprüche

    1. Ein Montagesystem (1) zum Befestigen eines Sanitärartikels, beispielsweise einer Klosettschüssel oder eines Urinals, umfassend
    ein Montagegestell (2),
    eine sich entlang einer Mittelachse (M) erstreckende Stange (3) mit einer Aussenzahnung (4),
    eine mit dem Montagegestell (2) in Verbindung stehende Halteeinheit (5) mit einem Gehäuse (6) und mindestens einer bewegbar im Gehäuse (6) gelagerten Klemmbacke (7), die einen zur Aussenzahnung (4) passenden Zahnungsabschnitt (8) aufweist, über welche Halteeinheit (5) die Stange (3) mit dem Montagegestell (2) in Verbindung bringbar ist,
    wobei die Klemmbacke (7) von einer Eingriffsposition, in welcher die Aussenzahnung (4) in den Zahnungsabschnitt (8) eingreift, in eine Freigabeposition, in welcher die Aussenzahnung (4) ausserhalb des Zahnungsabschnittes (8) liegt, so dass die Stange (3) in Richtung der Mittelachse (M) relativ zur Klemmbacke (7) verschiebbar ist,
    wobei das Montagesystem (1) weiterhin ein Montagewerkzeug (9) umfasst, mit welchem die Klemmbacke (7) von der Eingriffsposition in die Freigabeposition bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet,
    dass das Montagewerkzeug (9) einen Hülsenabschnitt (10) mit einem Hülsenraum (11) aufweist, in welchen sich die Stange (2) während der Montage hinein erstreckt, wobei der Hülsenabschnitt (10) als Bauschutz für die Stange (2) wirkt, und wobei der Hülsenraum (10) eine Länge (L) aufweist, welche den von der Halteeinheit (5) bzw. vom Montagegestell (2) frei abstehenden Teil der Stange (3) vollständig aufnimmt, derart, dass die Stange (3) von äusseren Einflüssen geschützt ist.
     
    2. Montagesystem (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hülsenabschnitt (10) eine vordere Stirnfläche (12) aufweist, von welcher mindestens ein Betätigungsabsatz (13) absteht, mit welchem die mindestens eine Klemmbacke (7) von der Eingriffsposition in die Freigabeposition bewegbar ist.
     
    3. Montagesystem (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass bezüglich einer sich mittig durch den Hülsenraum (11) erstreckende Achse (A) zwei gegenüberliegend zueinander angeordnete Betätigungsabsätze (13) angeordnet sind, wobei die Betätigungsabsätze (13) gleich oder verschieden zueinander ausgebildet sind.
     
    4. Montagesystem (1) nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Klemmbacke (7) und/oder der mindestens eine Betätigungsabsatz (13) eine zur Mittelachse (M) winklig geneigt ausgebildete Betätigungsfläche (14) aufweist, wobei der mindestens eine Betätigungsabsatz und die Klemmbacke über die Betätigungsfläche (14) derart wirken, dass die Klemmbacke (7) von der Eingriffsposition in die Freigabeposition bewegbar ist.
     
    5. Montagesystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hülsenabschnitt (10) eine Raststruktur (15) aufweist, welche mit der Halteeinheit (5) und/oder dem Montagegestell (2) einen mechanischen Eingriff eingeht.
     
    6. Montagesystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hülsenabschnitt (10) an seinem freien Ende (16), das gegenüber der Klemmbacke (7) liegt, einen vom Hülsenabschnitt (10) entfernbaren Deckel (17) aufweist.
     
    7. Montagesystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Innendurchmesser (DI) des Hülsenraums (11) in einem der mindestens einen Klemmbacke (7) zugewandten Führungsabschnitt (18) im Wesentlichen dem Aussendurchmesser (DA) der Stange (3) entspricht und dass der Innendurchmesser (DI) des Hülsenraums (11) in einem sich dem Führungsabschnitt (18) gegenüber der Klemmbacken (7) anschliessenden Abdeckabschnitt (19) grösser ist als im Bereich des Führungsabschnittes (18).
     
    8. Montagesystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei bezüglich der Stange (3) gegenüberliegende Klemmbacken (7) angeordnet sind, wobei die beiden Klemmbacken (7) mit dem Montagewerkzeug (9) symmetrisch zueinander bewegt werden, insbesondere symmetrisch zueinander voneinander weggedrückt werden.
     
    9. Montagesystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein mechanisches Anschlagselement (20) vorhanden ist, welches in einer Ausgangslage die mindestens eine Klemmbacke (7) in der Eingriffsposition gegen eine Bewegung in die Freigabeposition blockiert, wobei das mechanische Anschlagselement (20) durch das Montagewerkzeug (9) von der Ausgangslage in eine Endlage bewegbar ist, in welcher die Klemmbacke (7) die besagte Bewegung in die Freigabeposition ausführen kann.
     
    10. Montagesystem (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlagselement (20) im Gehäuse (6) bewegbar gelagert ist und mittels eines Federelementes (21), insbesondere einer Druckfeder, in der Ausgangslage gehalten wird.
     
    11. Montagesystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Klemmbacke (7) mit einem Federelement (22), insbesondere einer Blattfeder, gegen die Stange (3) gedrückt wird.
     
    12. Montagesystem (1) nach dem Anspruch 11, wenn der Anspruch 11 von den Ansprüchen 9 oder 10 abhängig ist, dadurch gekennzeichnet, dass das auf die Klemmbacke (7) wirkende Federelement (22) auf dem im Gehäuse (6) bewegbarem Anschlagselement (20) angeordnet ist.
     
    13. Montagesystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Klemmbacke (7) um eine Schwenkachse (S) verschwenkbar angeordnet ist; wobei die Schwenkachse (S) rechtwinklig und beabstandet zur Mittelachse (M) der Stange (3) verläuft.
     
    14. Montagesystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stange (3) die Gestalt einer Gewindestange mit einem Aussengewinde aufweist, wobei der Zahnungsabschnitt (8) ein zum Aussengewinde passender Abschnitt eines Innengewindes ist.
     
    15. Montagesystem (1) nach emem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (6) in Richtung der Mittelachse (M) der Stange (3) gesehen eine Durchführöffnung umfasst, durch welche die Stange gegenüber des Montagegestells hinten aus dem Gehäuse hinausführbar ist, wobei die Durchführöffnung vorzugsweise durch einen weiteren Bauschutz (23) verschlossen ist.
     
    16. Montagesystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (6) und/oder das Montagegestell (2) mindestens eine Zugangsöffnung (24) aufweisen, durch welche die Stange (3) und Teile des Montagewerkzeuges zu den Klemmbacken eingeschoben werden.
     
    17. Verfahren zur Montage des Montagesystems (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
    in einem ersten Schritt mit dem Montagewerkzeug (9) die mindestens eine Klemmbacke (7) von der Eingriffsposition in die Freigabeposition bewegt wird,
    in einem zweiten Schritt die Stange (3) durch den Hülsenraum in den Wirkbereich der mindestens einen Klemmbacke (7) eingeschoben wird und basierend auf der Einbausituation platziert wird,
    in einem dritten Schritt das Montagewerkzeug (9) entfernt wird, wobei die mindestens eine Klemmbacke (7) von der Freigabeposition in die Eingriffsposition bewegt wird und in den Eingriff mit der Stange (3) gebracht wird, und
    dass in einem vierten Schritt der Feineinstellung die Lage der Stange (3) durch Drehung um die Mittelachse (M) eingestellt wird.
     
    18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem zweiten und dem dritten Schritt ein Zwischenschritt der Beplankung der Vorderseite des Montagegestells (2) mit einer flächigen Wandstruktur, wie beispielsweise mit Fliesen, ausgeführt wird.
     


    Claims

    1. Installation system (1) for the fastening of a sanitary fitting, for example of a toilet bowl or a urinal, including

    an installation frame (2),

    a rod (3) which extends along a central axis (M) and has external toothing (4),

    a holding unit (5), which is connected to the installation frame (2), having a housing (6) and at least one clamping jaw (7), which is mounted movably in the housing (6) and comprises a toothed portion (8) which matches the external toothing (4), via which holding unit (5) the rod (3) is movable into connection with the installation frame (2),

    wherein the clamping jaw (7) is movable from an engagement position, in which the external toothing (4) engages in the toothed portion (8), into a release position, in which the external toothing (4) is located outside the toothed portion (8) so that the rod (3) is displaceable relative to the clamping jaw (7) in the direction of the central axis (M),

    wherein the installation system (1) additionally includes an installation tool (9), with which the clamping jaw (7) is movable from the engagement position into the release position, characterized in that

    the installation tool (9) comprises a sleeve portion (10) with a sleeve chamber (11) into which the rod (2) extends during the installation, wherein the sleeve portion (10) acts as installation protection for the rod (2), and wherein the sleeve chamber (10) comprises a length (L) which receives in full the part of the rod (3) which protrudes freely from the holding unit (5) or from the installation frame (2), respectively, in such a manner that the rod (3) is protected against external influences.


     
    2. Installation system (1) according to Claim 1, characterized in that the sleeve portion (10) comprises a front end face (12), from which at least one actuating shoulder (13) protrudes, with which the at least one clamping jaw (7) is movable from the engagement position into the release position.
     
    3. Installation system (1) according to Claim 2, characterized in that two actuating shoulders (13) which are arranged opposite one another are arranged with reference to an axis (A) extending centrally through the sleeve chamber (11), wherein the actuating shoulders (13) are realized in an identical or different manner with respect to one another.
     
    4. Installation system (1) according to either of Claims 2 and 3, characterized in that the at least one clamping jaw (7) and/or the at least one actuating shoulder (13) comprises an actuating surface (14) which is realized inclined at an angle to the central axis (M), wherein the at least one actuating shoulder and the clamping jaw act via the actuating surface (14) in such a manner that the clamping jaw (7) is movable from the engagement position into the release position.
     
    5. Installation system (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the sleeve portion (10) comprises a latching structure (15) which enters into a mechanical engagement with the holding unit (5) and/or the installation frame (2).
     
    6. Installation system (1) according to one of the preceding claims, characterized in that on its free end (16) which lies opposite the clamping jaw (7), the sleeve portion (10) comprises a cover (17) which is removable from the sleeve portion (10).
     
    7. Installation system (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the inner diameter (DI) of the sleeve chamber (11) corresponds substantially to the outside diameter (DA) of the rod (3) in a guide portion (18) which faces the at least one clamping jaw (7) and in that the inner diameter (DI) of the sleeve chamber (11) is greater in a cover portion (19) which connects to the guide portion (18) opposite the clamping jaws (7) than in the region of the guide portion (18).
     
    8. Installation system (1) according to one of the preceding claims, characterized in that there are arranged two clamping jaws (7) which are located opposite one another with reference to the rod (3), wherein the two clamping jaws (7) are moved symmetrically with respect to one another with the installation tool (9), in particular are pressed away from one another symmetrically with respect to one another.
     
    9. Installation system (1) according to one of the preceding claims, characterized in that a mechanical stop element (20) is provided which, in a starting position, blocks the at least one clamping jaw (7) in the engagement position against movement into the release position, wherein the mechanical stop element (20) is movable by the installation tool (9) from the starting position into an end position, in which the clamping jaw (7) can carry out said movement into the release position.
     
    10. Installation system (1) according to Claim 9, characterized in that the stop element (20) is mounted movably in the housing (6) and is held in the starting position by means of a spring element (21), in particular a compression spring.
     
    11. Installation system (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the at least one clamping jaw (7) is pressed against the rod (3) with a spring element (22), in particular a leaf spring.
     
    12. Installation system (1) according to Claim 11 when Claim 11 is dependent on Claim 9 or 10, characterized in that the spring element (22) acting on the clamping jaw (7) is arranged on the stop element (20) which is movable in the housing (6).
     
    13. Installation system (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the at least one clamping jaw (7) is arranged so as to be pivotable about a pivot axis (S); wherein the pivot axis (S) extends at right angles to and at a spacing from the central axis (M) of the rod (3).
     
    14. Installation system (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the rod (3) comprises the form of a threaded rod with an external thread, wherein the gear portion (8) is a portion of an internal thread which matches the external thread.
     
    15. Installation system (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the housing (6), when seen in the direction of the central axis (M) of the rod (3), includes a through-opening, through which the rod is guidable out of the back of the housing in relation to the installation frame, wherein the through-opening is closed preferably by a further installation protection (23).
     
    16. Installation system (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the housing (6) and/or the installation frame (2) comprise at least one access opening (24), through which the rod (3) and parts of the installation tool are inserted to the clamping jaws.
     
    17. Method of installing the installation system according to one of the preceding claims, characterized in that

    in a first step, the at least one clamping jaw (7) is moved from the engagement position into the release position with the installation tool (9),

    in a second step the rod (3) is inserted through the sleeve chamber into the effective region of the at least one clamping jaw (7) and is positioned based on the installation situation,

    in a third step the installation tool (9) is removed, wherein the at least one clamping jaw (7) is moved from the release position into the engagement position and is moved into the engagement with the rod (3), and

    in that in a fourth step of the fine adjustment, the position of the rod (3) is adjusted as a result of rotation about the central axis (M).


     
    18. Method according to Claim 17, characterized in that between the second and the third step, an intermediate step of panelling the front side of the installation frame (2) with a flat wall structure, such as for example with tiles, is carried out.
     


    Revendications

    1. Système de montage (1) servant à la fixation d'un article sanitaire, par exemple d'une cuvette de toilettes ou d'un urinoir, comportant
    un bâti de montage (2),
    une tige (3) s'étendant le long d'un axe médian (M) et dotée d'une denture extérieure (4),
    une unité de retenue (5) en liaison avec le bâti de montage (2) et dotée d'un boîtier (6) et d'au moins une mâchoire de serrage (7) montée de manière déplaçable dans le boîtier (6), laquelle comprend une partie de denture (8) adaptée à la denture extérieure (4), unité de retenue (5) par le biais de laquelle la tige (3) peut être amenée en liaison avec la partie de montage (2),
    la mâchoire de serrage (7) est mobile d'une position d'engrènement, dans laquelle la denture extérieure (4) s'engrène dans la partie de denture (8), à une position de libération, dans laquelle la denture extérieure (4) se situe à l'extérieur de la partie de denture (8), de sorte que la tige (3) soit mobile en direction de l'axe médian (M) par rapport à la mâchoire de serrage (7),
    le système de montage (1) comportant en outre un outil de montage (9) à l'aide duquel la mâchoire de serrage (7) est déplaçable de la position d'engrènement à la position de libération, caractérisé en ce que
    l'outil de montage (9) comprend une partie de douille (10) dotée d'un espace de douille (11) dans lequel la tige (2) s'étend pendant le montage, la partie de douille (10) agissant en tant que protection de construction pour la tige (2), et l'espace de douille (10) présentant une longueur (L), laquelle reçoit complètement la partie de la tige (3) faisant saillie librement à partir de l'unité de retenue (5) ou du bâti de montage (2), de telle sorte que la tige (3) soit protégée vis-à-vis d'influences externes.
     
    2. Système de montage (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la partie de douille (10) comprend une surface frontale avant (12), à partir de laquelle fait saillie au moins un épaulement d'actionnement (13) à l'aide duquel l'au moins une mâchoire de serrage (7) est déplaçable de la position d'engrènement à la position de libération.
     
    3. Système de montage (1) selon la revendication 2, caractérisé en ce que deux épaulements d'actionnement (13) disposés de manière opposée l'un à l'autre sont disposés par rapport à un axe (A) s'étendant centralement à travers l'espace de douille (11), les épaulements d'actionnement (13) étant réalisés de manière identique l'un à l'autre ou différente l'un de l'autre.
     
    4. Système de montage (1) selon l'une des revendications 2 ou 3, caractérisé en ce que l'au moins une mâchoire de serrage (7) et/ou l'au moins un épaulement d'actionnement (13) comprennent une surface d'actionnement (14) réalisée de manière inclinée de façon angulaire par rapport à l'axe médian (M), l'au moins un épaulement d'actionnement et la mâchoire de serrage agissant par le biais de la surface d'actionnement (14) de telle sorte que la mâchoire de serrage (7) soit déplaçable de la position d'engrènement à la position de libération.
     
    5. Système de montage (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la partie de douille (10) comprend une structure d'encliquetage (15), laquelle entre en prise mécanique avec l'unité de retenue (5) et/ou le bâti de montage (2).
     
    6. Système de montage (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la partie de douille (10) comprend un couvercle (17) pouvant être retiré de la partie de douille (10) à son extrémité libre (16) qui se situe à l'opposé de la mâchoire de serrage (7).
     
    7. Système de montage (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le diamètre intérieur (DI) de l'espace de douille (11) correspond sensiblement au diamètre extérieur (DA) de la tige (3) dans une partie de guidage (18) tournée vers l'au moins une mâchoire de serrage (7), et en ce que le diamètre intérieur (DI) de l'espace de douille (11) est plus grand dans une partie de recouvrement (19) se raccordant à la partie de guidage (18) à l'opposé des mâchoires de serrage (7) que dans la région de la partie de guidage (18).
     
    8. Système de montage (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que deux mâchoires de serrage (7) opposées par rapport à la tige (3) sont prévues, les deux mâchoires de serrage (7) étant déplacées symétriquement l'une par rapport à l'autre à l'aide de l'outil de montage (9), en particulier écartées symétriquement l'une par rapport à l'autre.
     
    9. Système de montage (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un élément de butée mécanique (20) est prévu, lequel, dans une position initiale, bloque l'au moins une mâchoire de serrage (7) dans la position d'engrènement de manière à empêcher un déplacement dans la position de libération, l'élément de butée mécanique (20) étant déplaçable au moyen de l'outil de montage (9) de la position initiale à une position finale dans laquelle la mâchoire de serrage (7) peut effectuer ledit déplacement dans la position de libération.
     
    10. Système de montage (1) selon la revendication 9, caractérisé en ce que l'élément de butée (20) est monté de manière déplaçable dans le boîtier (6) et est retenu dans la position initiale au moyen d'un élément ressort (21), en particulier d'un ressort de compression.
     
    11. Système de montage (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'au moins une mâchoire de serrage (7) est pressée contre la tige (3) à l'aide d'un élément ressort (22), en particulier d'un ressort à lame.
     
    12. Système de montage (1) selon la revendication 11, lorsque la revendication 11 est dépendante des revendications 9 ou 10, caractérisé en ce que l'élément ressort (22) agissant sur la mâchoire de serrage (7) est disposé sur l'élément de butée (20) déplaçable dans le boîtier (6).
     
    13. Système de montage (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'au moins une mâchoire de serrage (7) est disposée de manière à pouvoir pivoter autour d'un axe de pivotement (S) ; l'axe de pivotement (S) s'étendant perpendiculairement à l'axe médian (M) de la tige (3) et à distance de celui-ci.
     
    14. Système de montage (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la tige (3) présente la forme d'une tige filetée présentant un filetage extérieur, la partie de denture (8) étant une partie d'un filetage intérieur adaptée au filetage extérieur.
     
    15. Système de montage (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le boîtier (6) comporte, vu en direction de l'axe médian (M) de la tige (3), une ouverture de passage à travers laquelle la tige peut être guidée à l'arrière au-delà du boîtier par rapport au bâti de montage, l'ouverture de passage étant fermée de préférence par une autre protection de construction (23).
     
    16. Système de montage (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le boîtier (6) et/ou le bâti de montage (2) comprennent au moins une ouverture d'accès (24) à travers laquelle la tige (3) et des parties de l'outil de montage sont insérées jusqu'aux mâchoires de serrage.
     
    17. Procédé de montage du système de montage (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
    dans une première étape, à l'aide de l'outil de montage (9), l'au moins une mâchoire de serrage (7) est déplacée de la position d'engrènement à la position de libération, dans une deuxième étape, la tige (3) est insérée à travers l'espace de douille dans la région d'action de l'au moins une mâchoire de serrage (7) et est placée sur la base de la situation d'installation,
    dans une troisième étape, l'outil de montage (9) est retiré, l'au moins une mâchoire de serrage (7) étant déplacée de la position de libération à la position d'engrènement et étant amenée en engrènement avec la tige (3), et
    dans une quatrième étape de réglage précis, la position de la tige (3) est réglée par rotation autour de l'axe médian (M).
     
    18. Procédé selon la revendication 17, caractérisé en ce qu'entre la deuxième et la troisième étape, une étape intermédiaire de revêtement du côté avant de la partie de montage (2) par une structure de paroi plane, par exemple des carreaux, est effectuée.
     




    Zeichnung























    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente