[0001] Die Erfindung betrifft ein Transportankersystem zum Transportieren eines Objekts,
insbesondere Betonfertigteil, umfassend ein Verankerungsmittel, das zum Verbleib in
dem Objekt bestimmt ist.
[0002] Üblicherweise wird bei einem Transportankersystem ein Verankerungsmittel oberflächennah
in ein Betonfertigteil eingegossen, wobei mittels einer freigehaltenen Öffnung zur
Betonoberfläche das Verankerungsmittel auch nach dem Aushärten des Betonfertigteils
zugänglich bleibt. Ein Transportmittel wie z.B. ein Kran kann somit an das Verankerungsmittel
zum Zwecke eines Transportierens des Betonfertigteils angekoppelt werden. Nachdem
das Betonfertigteil planmäßig verbaut oder aufgestellt wurde, werden überstehende
Bestandteile falls vorhanden abgetrennt oder abgeschweißt und die Öffnung üblicherweise
mittels eines Stopfens geschlossen oder mit Beton gefüllt. Jedoch kommt es häufig
zu einem Lösen von einfach aufgebauten Stopfen. Komplex aufgebaute Stopfen mit einer
geringeren Neigung, sich zu lösen, bringen wiederum einen erhöhten Herstellungsaufwand
für die Stopfen und das Transportankersystem mit sich. Aus der Druckschrift
EP0688922B1 ist ein solches System mit einem Transportanker 12 für Betonfertigteile, einem einschraubbaren
Lastaufnehmer 40 und einem einschraubbaren Stopfen 21 bekannt. Das Einschrauben erfolgt
bei diesem System oberflächennahe. Grundsätzlich können Transportankersysteme auch
zum Transportieren von beliebigen, kompakten Schwerlast-Objekten aus Gestein und/oder
Mineralien wie z.B. ein Steinquader eingesetzt werden. In eine Vertiefung wird dann
das Verankerungsmittel fixiert, insbesondere einbetoniert.
[0003] Die vorgenannten, aus dem Stand der Technik bekannten Merkmale können einzeln oder
in beliebiger Kombination mit einem der nachfolgend beschriebenen erfindungsgemäßen
Gegenstände kombiniert werden.
[0004] Es ist Aufgabe der Erfindung, ein weiterentwickeltes Transportankersystem bereitzustellen.
[0005] Zur Lösung der Aufgabe dient ein Transportankersystem nach Anspruch 1. Vorteilhafte
Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0006] Zur Lösung der Aufgabe dient ein Transportankersystem zum Transportieren eines Objekts,
insbesondere Betonfertigteil, umfassend ein Verankerungsmittel, das zum Verbleib in
dem Objekt bestimmt ist, und ein längliches Anschlusselement zum lösbaren Verbinden
mit dem Verankerungsmittel innerhalb des Objekts zum Zwecke des Transportierens des
Objekts, wobei das Anschlusselement an seinem oberen Ende eine Anschlusseinrichtung
zum lösbaren Anschließen eines Lastaufnehmers für ein Transportmittel oder des Transportmittels
für das Transportieren des Objekts aufweist und an seinem unteren Ende eine Kopplungseinrichtung
zum lösbaren, formschlüssigen Koppeln mit dem Verankerungsmittel umfasst, wobei das
Verankerungsmittel an seinem oberen Ende eine geringere Querausdehnung aufweist als
an seinem unteren Ende.
[0007] Ein Verankerungsmittel kann ein Bauteil aus beispielsweise Metall oder Kunststoff,
oder eine innere Objekt-Kontur oder Betonkontur innerhalb des Objekts wie beispielsweise
ein Absatz oder eine Schräge einer Öffnung sein.
[0008] Zum Verbleib in dem Objekt bestimmt meint, dass das Verankerungsmittel so beschaffen
ist, dass das Verankerungsmittel auch vor und nach einem Transport des Objekts in
dem Objekt bleiben kann. Insbesondere ist das Verankerungsmittel so beschaffen, dass
es den Umgebungsbedingungen innerhalb des Objekts ohne signifikante Einbußen der Lastaufnahmekapazität
auch für einen längeren Zeitraum standhalten kann, beispielsweise ein Jahr. Wenn das
Verankerungsmittel ein Bauteil ist, dann ist das Verankerungsmittel grundsätzlich
so beschaffen, dass es in das Objekt einbetoniert oder darin fixiert wird.
[0009] Längliches Anschlusselement bedeutet, dass das Anschlusselement sichtbar länger ist
als breit oder tief bzw. länger ist als dessen Durchmesser. Gleichsam definiert die
Richtung dieser länglichen Ausdehnung eine Längsachse des Transportankersystems.
[0010] Lösbares Verbinden meint zerstörungsfrei lösbar oder für ein mehrfaches Lösen und
Verbinden bestimmt.
[0011] Ein Anschlusselement, das ein lösbares Verbinden mit dem Verankerungsmittel innerhalb
eines Objekts erlaubt, ist so beschaffen, dass es durch eine in der Regel enge Öffnung
des Objekts eingeführt und von außen so gehandhabt werden kann, dass das Anschlusselement
innerhalb des Objekts mit dem Verankerungsmittel verbunden und auch davon gelöst werden
kann.
[0012] Das untere Ende des Anschlusselements ist dem Verankerungsmittel zugewandt. Das obere
Ende des Anschlusselements liegt gegenüber von dem unteren Ende, d.h. das obere Ende
und das untere Ende sind gegenüberliegende Enden des Anschlusselements in Längsrichtung.
[0013] Das obere Ende des Verankerungsmittels ist dem Anschlusselement zugewandt. Das untere
Ende des Verankerungsmittels liegt gegenüber von dem oberen Ende, d.h. das obere Ende
und das untere Ende sind gegenüberliegende Enden des Verankerungsmittels in Längsrichtung.
[0014] Je nach Ausrichtung oder Sichtweise kann "unten" und "oben" auch "links" oder "rechts"
sein. Solange eine Ansicht in der Weise gedreht werden kann, dass sich ein Ende oben
und/oder ein Ende unten befindet, liegt ein "oberes Ende" bzw. "unteres "Ende" im
Sinne der vorliegenden Erfindung vor.
[0015] Unteres Ende kann auch mit Bezug zum Objekt in Richtung Objekt-Zentrum beschrieben
werden. Oberes Ende kann entsprechend mit von dem Objekt nach außen gerichtet beschrieben
werden. Das untere Ende zeigt in die entgegengesetzte Richtung wie das obere Ende.
Je nach Ausrichtung oder Sichtweise des Objekts kann somit z.B. bei einer 90° Drehung
des Objektes nebst Transportankersystem entgegen dem Uhrzeigersinn das "unteres Ende"
in Wirklichkeit das rechte Ende sein und das "obere Ende" das linke Ende.
[0016] Anschließen eines Lastaufnehmers für ein Transportmittel oder des Transportmittels
meint, dass entweder ein Lastaufnehmer zum Ankoppeln eines Transportmittels an das
Anschlusselement angeschlossen werden kann oder das Transportmittel direkt an das
Anschlusselement angekoppelt werden kann.
[0017] Die Anschlusseinrichtung erstreckt sich im montierten Zustand in Längsrichtung über
einen definierten Anschlussabschnitt. Bevorzugt grenzt dieser Anschlussabschnitt im
Wesentlichen an die Objektoberfläche oder das obere Ende einer Ummantellung ab, so
dass ein Anschließen eines Lastaufnehmers oder Transportmittels im Wesentlichen bündig
mit der Objektoberfläche oder zumindest nahe der Objektoberfläche erfolgen kann. Die
Kopplungseinrichtung erstreckt sich im montierten Zustand in Längsrichtung über einen
definierten Kopplungsabschnitt. Dieser Kopplungsabschnitt erstreckt sich in einem
Abstand von der Objektoberfläche oder dem oberen Ende einer Ummantellung nach unten,
so dass die Kopplungseinrichtung oder der Kopplungsabschnitt insbesondere vollständig
oberflächenfern innerhalb des Objekts liegt. Insbesondere ist die Objektoberfläche
eine Außenoberfläche des Objekts, d.h. die Objektoberfläche ist den äußeren Umgebungseinflüssen
ausgesetzt. Insbesondere ist die Objektoberfläche eine Betonoberfläche.
[0018] Im montierten Zustand meint, das für einen Transport das Verankerungsmittel planmäßig
mit dem Anschlusselement gekoppelt und/oder das Anschlusselement planmäßig angeschlossen
ist.
[0019] Querausdehnung meint die Erstreckung des Verankerungsmittels quer zur Längsrichtung,
also insbesondere eine Tiefe und Breite oder einen Durchmesser.
[0020] Ein Objekt, insbesondere Betonfertigteil, ist grundsätzlich ein Schwerlast-Objekt
und/oder ein einteiliges oder einstückiges Objekt mit einem Gewicht von normalerweise
über 500 Kg.
[0021] Insbesondere besteht das Objekt aus Gestein und/oder enthält Mineralien. Allgemein
kann das Objekt z.B. ein Stein-Quader oder Felsbrocken sein.
[0022] Durch das Vorsehen eines Transportankersystem mit einem länglichen Anschlusselement,
das an seinem oberen Ende an einen Lastaufnehmer für ein Transportmittel oder das
Transportmittel für das Transportieren des Objekts angeschlossen werden kann, kann
an seinem unteren Ende innerhalb des Objekts lösbar, formschlüssig mit einem Verankerungsmittel
gekoppelt werden, dessen oberes Ende eine geringere Querausdehnung aufweist als dessen
unteren Ende, kann ein einfach aufgebauter Stopfen mit einer besonders großen Haltefestigkeit
verwendet werden, um eine Öffnung oder Zugangsöffnung zum Verankerungsmittel in dem
Objekt dicht zu verschließen. Auch ein Füllen der Öffnung oder Zugangsöffnung mit
Beton vermag so ein besonders hochqualitatives Verschließen der Öffnung oder Zugangsöffnung
auf Dauer oder zumindest für viele Jahre oder Jahrzehnte zu ermöglichen.
[0023] Zudem kann das Abtrennen eines über die Objektoberfläche überstehenden Bestandteils
des Transportankersystems entfallen, weil alle Komponenten, die für ein Überstehen
über die Objektoberfläche vorgesehen sind, besonders leicht gelöst oder entkoppelt
werden können, also zerstörungsfrei lösbar sind.
[0024] In einer Ausführungsform umfasst das Verankerungsmittel eine Kopplungsvorrichtung
für das lösbare, formschlüssige Koppeln mit der Kopplungseinrichtung des Anschlusselements,
und das Verankerungsmittel und das Anschlusselement sind so beschaffen, dass im montierten
Zustand für ein Transportieren des Objekts, insbesondere Betonfertigteil, zwischen
der Kopplungsvorrichtung und einer Objektoberfläche - oder zwischen der Kopplungsvorrichtung
und einem oberen Ende einer Ummantellung zum Bereitstellen einer Zugangsöffnung zum
Verankerungsmittel - ein Abstand liegt, der mindestens 5 cm beträgt und/oder mindestens
der maximalen Querausdehnung des Verankerungsmittels entspricht.
[0025] Querausdehnung meint die Erstreckung des Verankerungsmittels quer zur Richtung, in
welcher der Abstand zu messen ist, also quer zur Längsrichtung. Insbesondere ist die
maximale Querausdehnung des gesamten Verankerungsmittels gemeint oder in einer Richtung
quer zur Längsrichtung. Insbesondere liegt die maximale Querausdehnung am unteren
Ende des Verankerungsmittels.
[0026] Dieser Abstand ermöglicht nach dem Lösen des Anschlusselementes im Anschluss an den
erfolgten Transport eine beispielsweise gewindefreie Öffnung mit bevorzugt glatter
Wandung über eine dem Abstand entsprechende Länge in Längsrichtung.
[0027] Diese Öffnung wiederum ermöglicht den Einsatz eines einfach geformten Stopfens. Durch
die Länge, die mindestens 5 cm beträgt und/oder mindestens der Querausdehnung des
Verankerungsmittels entspricht, kann eine hinreichend große Anlagefläche mit dem Beton
oder einer Ummantellung des Transportankersystems für ein zuverlässiges Halten des
Stopfens in der Öffnung ermöglicht werden. Ist in einer Ausführungsform der Stopfen
des Transportankersystems aus Kunststoff oder einem durch die Aufnahme von Wasser
aufquellbaren Material, so vermag dieser Stopfen durch über die Zeit aufgenommene
Feuchtigkeit aufzuquellen und so eine besonders hohe Haftkraft zu erzielen. Ist der
Stopfen aus einem anderen Material, so sorgt schon alleine die Haftreibung für einen
hinreichenden Halt auch ohne Vorsehen eines Gewindes bei dem Stopfen. Besonders einfach
geformte Stopfen können so besonders zuverlässig die Öffnung verschließen und gleichzeitig
mit geringem Aufwand hergestellt werden. Wird die Öffnung mit Beton aufgefüllt, sorgt
ferner die oberflächenferne Anordnung der Kupplungsvorrichtung dafür, dass selbst
bei Korrosion diese nicht zur Objektoberfläche vordringen kann.
[0028] In einer Ausführungsform sind das Verankerungsmittel und das Anschlusselement so
beschaffen, dass bei einem Transportieren des Objekts, insbesondere Betonfertigteil,
die Last des Objekts in einer Tiefe von 9 cm oder mehr unterhalb der Objektoberfläche
- oder unterhalb des oberen Endes der Ummantellung - von dem Verankerungsmittel, insbesondere
von der Kopplungsvorrichtung, auf die Kopplungseinrichtung übertragen wird.
[0029] Durch diese oberflächenferne Kopplung zwischen dem Verankerungsmittel und dem Anschlusselement
wird eine einfach geformte, freie Öffnung zum Einsatz eines einfach geformten, kostengünstigen
und zuverlässig funktionierenden Stopfens ermöglicht. Zudem ermöglicht das Transportankersystem
auf diese Weise, nach dem Entfernen des Anschlusselements von dem Objekt, insbesondere
Betonfertigteil, die Öffnung mit Beton zu verschließen, ohne Korrosionsspuren befürchten
zu müssen.
[0030] Wie schon oben im Zusammenhang mit "unten" und "oben" erläutert, kann je nach Sichtweise
auch "Tiefe" sowohl horizontal als auch vertikal verlaufen.
[0031] Die gleiche Wirkung wie die 9 cm oder mehr kann alternativ oder ergänzend durch eine
Ausführungsform erzielt werden, bei der das Verankerungsmittel und das Anschlusselement
so beschaffen sind, dass bei einem Transportieren des Objekts, insbesondere Betonfertigteil,
die Last des Objekts in einer Tiefe unterhalb der Objektoberfläche - oder unterhalb
des oberen Endes der Ummantellung - von dem Verankerungsmittel, insbesondere von der
Kopplungsvorrichtung, auf die Kopplungseinrichtung übertragen wird, wobei die Tiefe
mindestens dem doppelten der maximalen Querausdehnung des Anschlusselements entspricht.
[0032] Querausdehnung meint die Erstreckung des Anschlusselements quer zur Richtung, in
welcher die Tiefe zu messen ist, also quer zur Längsrichtung.
[0033] Diese Wirkungen können durch die Anordnung, die sich aus der Kombination der beiden
vorhergehenden Ausführungsformen ergibt, synergetisch verstärkt werden.
[0034] Bei der Konstruktion von Transportankersystemen ist man bislang der allgemeinen Auffassung
gefolgt, die mechanische Lastkopplung möglichst oberflächennah erfolgen zu lassen,
denn durch eine oberflächennahe Kraftkopplung wird dem Entstehen von unerwünschten
Kraftmomenten, also Querkraft multipliziert mit Distanz, vorgebeugt oder reduziert,
welche ein Schwächen der Verankerung oder Anschlussverbindungen des Transportankers
zur Folge haben können.
[0035] Es wurde vorliegend jedoch die Erkenntnis gewonnen, dass durch Verlegen der Lastkopplung
in den oben angegebenen Tiefenbereich im Betrieb noch keine überhöhten Kraftmomente
und somit keine Gefahr hierdurch ausgeht, gleichzeitig jedoch diese Verlegen der Lastkopplung
in den oben angegebenen Tiefenbereich den Einsatz von einfach geformten Stopfen in
besonders zuverlässiger Weise ermöglicht.
[0036] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand von Figuren näher erläutert.
Merkmale der Ausführungsbeispiele können einzeln oder in einer Mehrzahl mit dem beanspruchten
Gegenstand kombiniert werden.
[0037] Es zeigen:
- Figur 1:
- Schematische Schnittdarstellung eines Transportankersystem mit exemplarischem Verankerungsmittel,
Anschlusselement und Lastaufnehmer sowie einer Ummantellung;
- Figur 2:
- Schematische Schnittdarstellung eines Transportankersystems mit einem anderen exemplarischen
Anschlusselement und Lastaufnehmer;
- Figur 3:
- Schematische Schnittdarstellung des Verankerungsmittels, das in einem Objekt, insbesondere
Betonfertigteil, integriert ist;
- Figur 4:
- Schematische Schnittdarstellung eines anderen exemplarischen Verankerungsmittels,
das in einem Objekt, insbesondere Betonfertigteil, integriert ist;
- Figur 5:
- Schematische Schnittdarstellung eines Transportankersystems mit einem anderen exemplarischen
Verankerungsmittel, Anschlusselement und Lastaufnehmer sowie einer anderen Ummantellung,
wobei das Anschlusselement zum Verankerungsmittel zugeführt wird;
- Figur 6:
- Schematische Darstellung des Koppelns des zugeführten Anschlusselements mit dem Verriegelungselement;
- Figur 7:
- Schematische Schnittdarstellung (Seitenansicht) der Komponenten Kopplungselement und
Bolzenfixierung eines Anschlusselements eines weiteren exemplarischen Transportankersystems;
- Figur 8:
- Schematische Schnittdarstellung (Draufsicht) auf ein exemplarisches Verriegelungselement
für das Transportankersystem der Figur 7.
[0038] In einer Ausführungsform umfasst das Transportankersystem eine Ummantellung 7 zur
Bereitstellung einer Zugangsöffnung zum Verankerungsmittel 2. Zugangsöffnung meint
einen Leerraum, also frei von Beton oder sonstigem Objektmaterial, von der Objektoberfläche
10 bis zum Verankerungsmittel 2 oder bis zur Kopplungsvorrichtung 9 des Verankerungsmittels
2. Durch das Bereitstellen der Zugangsöffnung kann für einen Transport das Anschlusselement
3 zu dem im Objekt 1, insbesondere Betonfertigteil, liegenden Verankerungsmittel 2
bewegt werden, um das Anschlusselement 3 mit dem Verankerungsmittel 2 innerhalb des
Objekts 1, insbesondere Betonfertigteil, zu koppeln. Die Ummantellung schützt dann
den umliegenden Beton vor Beschädigung, so dass die Kopplungsvorrichtung 9 nicht von
abbröckelndem Beton verschmutzt und funktionsunfähig wird.
[0039] Durch die Ummantellung 7 kann die Kopplungsvorrichtung 9 des Verankerungsmittels
2 frei von Beton gehalten werden, insbesondere während des Gießens und Aushärten des
Objekts 1, insbesondere Betonfertigteil, mit dem integrierten Verankerungsmittel 2.
Bevorzugt ist die Ummantellung 7 zum Verbleib in dem Objekt 1, insbesondere Betonfertigteil,
bestimmt. Alternativ kann die Ummantellung 7 nach dem Aushärten des Betons entfernt
werden, so dass eine Öffnung von der Objektoberfläche 10 bis zum Verankerungsmittel
2 oder dessen Kopplungsvorrichtung 9 verbleibt, die den Zugang des Anschlusselements
3 zum Verankerungsmittel 2 ermöglicht. Bevorzugt ist die Ummantellung 7 jedoch dazu
eingerichtet, eine Zugangsöffnung von der Objektoberfläche 10 bis zum Verankerungsmittel
2 auszukleiden. Insbesondere ummantelt die Ummantellung 7 im montierten Zustand das
Anschlusselement 3, die Anschlusseinrichtung 4 und/oder die Kopplungseinrichtung 5
bevorzugt vollständig oder grenzt daran an.
[0040] Vorzugsweise grenzt die Ummantellung 7 im montierten Zustand an die Objektoberfläche
10 an oder liegt insbesondere geringfügig unterhalb von der Objektoberfläche 10. Vorzugsweise
ist die Ummantellung 7 in Längsrichtung 11 orientiert. Vorzugsweise ist die Innenkontur
der Ummantellung 7 an die Außenkontur des Anschlusselements 3 angepasst, derart, dass
ein Spiel vorhanden ist, so dass ein leichtgängiges Einführen und Entfernen des Anschlusselements
3 in die Ummantellung hinein und daraus heraus gewährleistet ist.
[0041] Vorzugsweise ist die Innenkontur der Ummantelung 7 an deren unterem Ende an die Querausdehnung
des oberen Bereiches des Verankerungsmittels 2 angepasst, derart, dass ein flüssiger
Beton nicht zur Kopplungsvorrichtung 9 gelangen kann, sondern von der Ummantellung
7 zurückgehalten wird. Dabei kann die Ummantellung 7 in Längsrichtung 11 wie bei einem
I-Stoß auf dem Verankerungsmittel 2 aufsetzten. Alternativ oder ergänzend kann die
Ummantellung 7 in Längsrichtung 11 von außen an einem oberen Bereich des Verankerungsmittels
2 anliegen, um das Verankerungsmittel 2 dicht zu umschließen.
[0042] Bevorzugt hat die Ummantellung 7 in Längsrichtung 11 einen kreisrunden oder rechteckigen
Querschnitt. Insbesondere ist die Querausdehnung der Ummantellung 7 über die Längsrichtung
11 konstant und/oder geringer als die Querausdehnung des unteren Endes des Verankerungsmittels
2.
[0043] In einer Ausführungsform bildet das Verankerungsmittel 2 in Längsrichtung 11 einen
Hinterschnitt, insbesondere ausgehend von der Objektoberfläche 10 oder dem oberen
Ende der Ummantelung 7. Ein besonders einfaches Koppeln wird so ermöglicht. Die Öffnung
oder Zugangsöffnung weitet sich in einer Ausführungsform nach unten auf. Ein besonders
einfaches Koppeln mit einer zuverlässigen Last- bzw. Kraftübertragung kann so ermöglicht
werden.
[0044] In einer Ausführungsform kann das Anschlusselement 3 mit dem Verankerungsmittel 2
durch eine Schwalbenschwanzverbindung (siehe Fig. 5 und 6) oder eine Schraubverbindung
(siehe Fig. 1, 2, 3 und 4) gekoppelt werden. Eine besonders zuverlässige formschlüssige
Verbindung kann so erhalten werden.
[0045] Insbesondere ist die Kopplungseinrichtung 5 ein vorzugsweise aus mehreren Teilen
bestehender Schwalbenschwanz und/oder die Kopplungsvorrichtung 9 eine Schwalbenschwanzaufnahme.
Alternative oder ergänzend umfasst die Kopplungseinrichtung 5 ein Gewinde, bevorzugt
Innengewinde, und/oder die Kopplungsvorrichtung 9 ein dazu komplementäres Gewinde,
bevorzugt Außengewinde.
[0046] In einer Ausführungsform ist das Verankerungsmittel 2 ein nach oben offener oder
nur nach oben offener Kasten, vorzugsweise mit einem rechteckigen, ovalen oder drehsymmetrischen
Querschnitt, so dass vorzugsweise ein Hinterschnitt entsteht, der insbesondere eine
größere Längsausdehnung als Querausdehnung des Kastens aufweist, bevorzugt jedoch
nicht mehr als die doppelte Querausdehnung lang ist. Ein gegen flüssigen Beton abgedichtetes
und besonders einfach aufgebautes Verankerungsmittel kann auf diese Weise mit besonders
geringem Herstellungsaufwand bereitgestellt werden.
[0047] In einer Ausführungsform umfasst das Verankerungsmittel 2 eine Stahlplatte (vgl.
Figur 8) mit einer Verankerungsöffnung 30 oder besteht daraus. Ein oder zwei insbesondere
L-förmige Kopplungselemente 14 (vgl. Figur 7) können bevorzugt durch diese Verankerungsöffnung
30 hindurchgeführt und dahinter verrastet oder eingehakt werden, also insbesondere
seitlich an der gegenüberliegenden Seite der Stahlplatte zum Anliegen gebracht werden.
Ein gegen flüssigen Beton abgedichtetes und besonders einfach aufgebautes Verankerungsmittel
kann auf diese Weise mit besonders geringem Herstellungsaufwand bereitgestellt werden.
Alternativ kann das Verankerungsmittel 2 durch eine verlorene Form in dem Objekt 1,
insbesondere Betonfertigteil, als eine innere Objekt-Kontur oder Betonkontur vorzugsweise
mit einem rechteckigen, ovalen oder drehsymmetrischen Querschnitt eingebracht werden,
so dass ein Hinterschnitt gebildet wird. Allgemein hat ein rechteckiger Querschnitt
wie z.B. eine nach oben offene Trapezform den Vorteil, dass hierdurch Torsionsmomente
um eine Achse in Längsrichtung 11 zuverlässig absorbiert werden können. Ein ovaler
Querschnitt vermag ebenfalls größtenteils Torsionsmomente zu absorbieren und im Übrigen
die Lasten bzw. Kräfte gleichmäßig über eine formschlüssige Verbindung weiterzuleiten.
Ein drehsymmetrischer Querschnitt wie z.B. bei einer nach oben offenen Kegelform vermag
eine besonders gleichmäßige Weiterleitung einer Kraft durch eine formschlüssige Verbindung.
[0048] In einer Ausführungsform ist das Transportankersystem so beschaffen, dass sich der
nach oben offene Kasten bis zur Objektoberfläche 10 erstreckt und somit gleichzeitig
die Ummantelung 7 bereitstellt, oder an die Ummantelung 7 oder eine Zugangsöffnung
angrenzt. Wenn der Kasten gleichzeitig die Ummantelung 7 bereitstellt, kann die Anzahl
der Teile reduziert werden.
[0049] In einer Ausführungsform ist das Anschlusselement 3 mehrteilig und/oder hält mehrere
Teile über eine gemeinsame Querachse 12 zusammen. Ein mehrteiliges Anschlusselement
3 erlaubt ein besonders einfaches Koppeln. Über eine Querachse 12 zusammenhalten meint,
dass die zusammengehaltenen Teile auf die Querachse aufgefädelt sind, also die Teile
eine Querbohrung oder ein Langloch zum Durchführen der Querachse 12 aufweisen. Das
Zusammenhalten mehrerer Teile ermöglicht das Vorsehen eines relativ zu den übrigen
Teilen bewegbaren Feststellelementes 13 für das Koppeln.
[0050] In einer Ausführungsform umfasst das Anschlusselement 3 - insbesondere in Form der
mehreren Teile - ein oder zwei oder genau zwei Kopplungselemente 14 mit einem seitlichen
Vorsprung 15 sowie ein Feststellelement 13, derart, dass für ein Koppeln mit dem Verankerungsmittel
2 das mindestens eine Kopplungselement 14 zum Verankerungsmittel 2 zugeführt wird,
bis der Vorsprung 15 eine entsprechend geformte seitliche Aussparung erreicht hat,
und erst danach das Feststellelement 13 zum Verankerungsmittel 2 zugeführt wird, bis
das Feststellelement 13 den Vorsprung 15 erreicht hat, so dass der Vorsprung 15 durch
das Feststellelement 13 in der Aussparung gehalten wird.
[0051] Zuführen meint ein Einführen, ein Reinschieben oder ein Reindrücken in die Öffnung
oder Zugangsöffnung in Richtung Verankerungsmittel 2, wie dies exemplarisch in den
Figuren 5 und 6 durch Pfeile nach unten illustriert wird.
[0052] Diese Ausführungsform ermöglicht eine leichtgängige Montage und das Übertragen von
besonders hohen Kräften.
[0053] Ein seitlicher Vorsprung 15 erstreckt sich insbesondere als die Kopplungseinrichtung
5 allgemein in Querrichtung, insbesondere bei einem planmäßigen Zuführen für ein Koppeln
in Richtung des Hinterschnitts oder einer Aussparung des Verankerungsmittels 2. Insbesondere
ist der Vorsprung 15 im unteren Bereich des Kopplungselements 14 oder an dessen unterem
Ende angeordnet.
[0054] Bevorzugt ist der Vorsprung 15 keilförmig und/oder weist eine Schräge zur Längsrichtung
11 auf, insbesondere mit einer ebenen Oberfläche (siehe Fig. 5 und 6). Aber auch eine
Absatzform ist in einer alternativen oder ergänzenden Ausführung möglich, wie exemplarisch
in Fig. 7 gezeigt. Jedenfalls weist durch diese Formen, die sich nach unten hin aufweiten,
das obere Ende des Verankerungsmittels 2 gegenüber dem unteren Ende eine geringere
Querausdehnung auf. Wenn zwei Kopplungselemente 14 vorgesehen sind, so erstrecken
sich die jeweiligen Vorsprünge 15 in entgegengesetzter Richtung, um besonders große
Lasten bzw. Kräfte aufnehmen zu können. Genau zwei Kopplungselemente 14 haben den
Vorteil, dass dann das Feststellelement 13 mittig zwischen beiden Kopplungselementen
14 zugeführt werden kann und damit durch nur ein Feststellelement 13 gleichzeitig
zwei Kopplungselemente 14 in einem gekoppelten Zustand festgestellt werden können.
[0055] Insbesondere erstreckt sich der Vorsprung 15 über mindestens 10%, bevorzugt mindestens
20%, der Länge des Kopplungselements 14 in Längsrichtung 11. Die Erstreckung des Vorsprungs
15 in Querrichtung beträgt mindestens 30%, bevorzugt mindestens 50%, und/oder höchstens
dem 5-fachen, bevorzugt höchstens dem 2-fachen der Querausdehnung des Kopplungselements
14, d.h. oberhalb des Vorsprungs 15 oder verglichen ohne den Vorsprung 15. Eine leichtgängiges
Zuführen und eine gleichzeitig zuverlässige Übertragen von besonders hohen Kräften
kann so ermöglicht werden. Insbesondere entspricht eine Mindestweite der Verankerungsöffnung
30 der Summe der Querausdehnungen des Kopplungselements 14 und des Vorsprungs 15.
Alternativ oder ergänzend entspricht eine Mindestweite der Verankerungsöffnung 30
der Summe der Querausdehnungen von genau zwei Kopplungselementen 14 und nur einem
Vorsprung 15, der insbesondere einem der beiden Kopplungselemente 14 zugeordnet werden
kann. Insbesondere ist die Querausdehnung eines Kopplungselements dessen Ausdehnung
quer zur Längserstreckung ohne Berücksichtigung des Vorsprungs. Vorzugsweise weist
das Feststellelement 13 eine Querausdehnung auf, die ungefähr oder höchstens der Differenz
zwischen einer Weite der Verankerungsöffnung 30 und des Kopplungselements 14 oder
der Kopplungselemente 14 entspricht. Vorzugsweise sind die Mindestweite oder die ungefähre
Weite der Verankerungsöffnung 30 so groß wie die Summe der Querschnitte oder Querschnittsquerausdehnungen
des Feststellelements 13 und aller Kopplungselemente 14. Alternativ oder ergänzend
sind die Mindestweite oder die ungefähre Weite der Verankerungsöffnung 30 so groß
wie die Summe der Querschnitte oder Querschnittsquerausdehnungen aller Kopplungselementen
14 und aller Vorsprünge 15. Bevorzugt sind die Weite oder Mindestweite der Verankerungsöffnung
30, die Querausdehnung des Feststellelements 13 oder des Kopplungselements 14 oder
der Kopplungselemente 14, der Querschnitt oder die Querschnittsquerausdehnung und/oder
die Querausdehnung des Vorsprungs 15 jeweils parallel zueinander orientiert. Insbesondere
bezeichnet in diesem Zusammenhang der Querschnitt oder die Querschnittsquerausdehnung
eine maximale Länge eines Querschnitts insbesondere in Richtung der Weite der Verankerungsöffnung
30 und/oder auf der Ebene oder in einer Ebene der Verankerungsöffnung 30, vorzugsweise
an einer Stelle mit minimaler Weite der Verankerungsöffnung 30.
[0056] Entsprechend geformte seitliche Aussparung meint, dass die Aussparung insbesondere
als die Kopplungsvorrichtung an die Form des Vorsprungs 15 angepasst ist oder im Wesentlichen
der Außenkontur des Vorsprungs 15 entspricht. Ein besonders zuverlässiges Koppeln
kann so sichergestellt werden. Die Aussparung weist bevorzugt eine Schräge auf, insbesondere
mit einer ebenen Oberfläche. Wenn der Vorsprung 15 und die Aussparung eine Schräge
sind, so sind die Neigungswinkel der Schrägen im Wesentlichen oder genau gleich.
[0057] Insbesondere weist das Verankerungsmittel 2 im Bereich der Querachse 12 eine größere
Querausdehnung auf als das Kopplungselement 14 oder jedes der Kopplungselemente 14.
Ein besonders zuverlässiges Feststellen des oder der Kopplungselemente im gekoppelten
Zustand kann so ermöglicht werden.
[0058] In einer Ausführungsform weist das mindestens eine Kopplungselement 14 eine Querbohrung
zum Durchführen einer Querachse 12 und/oder das Feststellelement 13 ein Langloch 16
zum Durchführen einer Querachse 12 auf.
[0059] Durch die Querbohrung kann das Kopplungselement 14 oder zwei Kopplungselemente 14
gleichzeitig durch Drücken auf die Querachse 12 oder mindestens ein Kopplungselement
14 zum Verankerungsmittel 2 zugeführt werden. Durch das Langloch 16 wird ermöglicht,
dass das Feststellelement 13 unabhängig von einem Kopplungselement 14 zum Verankerungsmittel
2 zugeführt werden kann, denn wenn das mindestens eine Kopplungselement 14 eine Querbohrung
und das Feststellelement 13 ein Langloch 16 zum Durchführen einer insbesondere gemeinsamen
Querachse 12 aufweisen, dann kann das mindestens eine Kopplungselement 14 zusammen
mit der Querachse 12 relativ zum Feststellelement 13 in Richtung Verankerungsmittel
2 bewegt werden, also zugeführt werden, während das Feststellelement 13 im Bereich
der Objektoberfläche 10 oder an dem oberen Ende der Ummantelung 7 verbleibt, wie in
Figur 6 dargestellt. Das Feststellelement 13 ist dann in einer hochgezogenen Stellung
und/oder liegt mit einer unteren Anschlagsfläche des Langloches 16 an der Querachse
12 an.
[0060] Aufgrund des seitlichen Vorsprungs 5 ist ein Auslenken in Form eines elastisches
Biegens und/oder eines Neigens des Kopplungselementes 14 relativ zur Längsachse 11
erforderlich, um den seitlichen Vorsprung 5 durch die Öffnung in der Objektoberfläche
10 und des Objekts 1, insbesondere Betonfertigteil, oder durch die Zugangsöffnung
der Ummantellung 7 bis zur Aussparung oder dem Hinterschnitt zu bewegen. Weil das
Feststellelement 13 bevorzugt während des Zuführens des Kopplungselementes 14 im Bereich
der Objektoberfläche 10 oder an dem oberen Ende der Ummantelung 7 verbleibt, wird
ein Freiraum für dieses Auslenken bereitgestellt. Nach dem Erreichen der Aussparung
oder des Hinterschnitts kann der Vorsprung 15 in die Aussparung oder den Hinterschnitt
einrasten, einhaken, einfallen oder daran angelegt werden.
[0061] Der oben erwähnte Freiraum kann nach dem Erreichen der Aussparung oder des Hinterschnitts
jedenfalls durch das Feststellelement 13 durch dessen Zuführen zum Verankerungsmittel
2 ausgefüllt oder eingenommen werden
[0062] Bis zum Erreichen der Aussparung oder des Hinterschnitts ermöglicht dieser Freiraum
jedoch wie oben beschrieben das Auslenken des Kopplungselementes 14.
[0063] Insbesondere werden die Teile des Anschlusselements 3 derart eng nebeneinander und/oder
aneinander an der Querachse zusammengehalten, dass ein Zuführen des Kopplungselementes
14 relativ zu einem ruhenden Feststellelement 13 leichtgängig möglich ist. Das Auslenken
erfolgt dann durch ein Biegen. Ein robustes, mehrteiliges Anschlusselements 3 kann
so bereitgestellt werden.
[0064] Alternativ sind die Teile des Anschlusselements 3 mit einem derartigen losen Spiel
nebeneinander und/oder aneinander an der Querachse zusammengehalten, dass ein Neigen
des Kopplungselementes 14 oder zweier Kopplungselemente 14 gleichzeitig beim Zuführen
zum Verankerungsmittel 2 insbesondere bei ruhendem Feststellelement 13 bevorzugt in
der hochgezogenen Stellung möglich ist. Eine besonders geringe Kraft kann somit bereits
für das Zuführen der Kopplungselemente 14 bis zum Erreichen der Aussparung oder des
Hinterschnitts genügen.
[0065] Bevorzugt weist das Anschlusselement 3 einen Anschlag 17 für die Objektoberfläche
10 oder das obere Ende der Ummantelung 7 auf. Insbesondere ist das Anschlusselements
3 so beschaffen ist, dass der Anschlag 17 bei Erreichen der Aussparung oder des Hinterschnitts
durch den seitlichen Vorsprung 15 auf der Objektoberfläche 10 oder dem oberen Ende
der Ummantelung 7 aufsetzt. Dem Benutzer kann so besonders einfach das Erreichen der
vorgesehenen Zuführposition durch den Vorsprung 15 angezeigt werden.
[0066] Das Feststellelement 13 wird erst nach dem Erreichen der Aussparung oder des Hinterschnitts
durch den Vorsprung 15 ebenfalls in Richtung des Verankerungsmittels 2 zugeführt,
und zwar insbesondere in den oben erwähnten Freiraum, vorzugsweise um diesen Freiraum
zwischen dem Kopplungselement 14 und Ummantelung 7 oder zwischen dem Kopplungselement
14 und einer Wandung oder Betonwandung der Öffnung oder zwischen zwei Kopplungselementen
14 auszufüllen.
[0067] Bevorzugt füllt das Feststellelement 13 den Freiraum im Bereich des Vorsprungs 15
aus, besonders bevorzugt vollständig. Das Feststellelement 13 kann so das Kopplungselement
14 aufspreizen oder verkeilen.
[0068] Jedenfalls wird durch das Zuführen des Feststellelements 13 wie in Figur 5 illustriert
der Vorsprung 15 zum Anliegen an die Aussparung oder den Hinterschnitt gebracht und
in diesem gekoppelten Zustand formschlüssig festgestellt, also der Vorsprung 15 in
der Aussparung gehalten. Das Feststellelement 13 befindet sich dann vorzugsweise in
einer runtergezogenen Stellung und/oder liegt mit einer oberen Anschlagsfläche des
Langloches 16 an der Querachse 12 an, um dem Benutzer das Erreichen der planmäßigen
Zuführposition anzuzeigen.
[0069] Bevorzugt ist im gekoppelten Zustand ein leerer Raum zwischen dem Anschlusselement
3 und einem Grund des Verankerungsmittels 2 vorgesehen. Dies erlaubt ein zuverlässiges
Montieren und Ankoppeln, auch wenn beispielsweise etwas Schmutz auf den Grund des
Verankerungsmittels 2 gefallen ist.
[0070] Wenn der Querschnitt des Anschlusselements 3 im Bereich der Querachse 12 rechteckig
ist, so ist die Gesamtbreite des mindestens einen Kopplungselementes 14 und des Feststellelementes
13 zusammen ungefähr so groß wie die Tiefe orthogonal zur Querrichtung, also parallel
zur Querachse 12. Bevorzugt ist die Gesamtbreite größer als die Tiefe, aber bevorzugt
nicht größer als die doppelte Tiefe. Insbesondere ist das Feststellelement 13 ungefähr
so lang wie das Kupplungselement 14 oder die beiden Kupplungselemente 14.
[0071] In einer Ausführungsform ist das Feststellelement 13 mittig zwischen zwei Kopplungselementen
14 angeordnet ist, insbesondere mittig entlang der Querachse 12, und/oder die seitlichen
Vorsprünge 15 der Kopplungselemente 14 zeigen jeweils von dem Feststellelement 13
weg, also erstrecken sich in quer zur Längsrichtung 11 in entgegengesetzter Richtung.
Dadurch kann das Feststellelement 13 gleichzeitig zwei Kopplungselemente 14 im gekoppelten
Zustand, d.h. bei Anliegen eines Vorsprungs 15 an der Aussparung oder dem Hinterschnitt,
feststellen.
[0072] Insbesondere werden die Teile des Anschlusselements 3 an der Querachse 12 durch eine
Schraubenfixierung 18 oder Bolzenfixierung 31 oder bolzenartigen Fixierung zusammengehalten.
Dies ermöglicht ein Bereitstellen eines besonders einfach aufgebauten und herstellbaren
Anschlusselements 3. Zudem können abgenutzte Kopplungselemente 14 leicht ausgetauscht
werden.
[0073] Die Figur 5 zeigt ebenfalls exemplarisch das Anschließen eines Lastaufnehmers 6 bevorzugt
in Form eines U-förmigen Bogens 27 an das Anschlusselement 3, bevorzugt an die Schraubenfixierung
18, die Querachse 12 oder ein Kopplungselement 14. Insbesondere erfolgt das Anschließen
nach dem Feststellen der Kopplung durch das Feststellelement 13.
[0074] Bevorzugt sind die Schraubenfixierung 18, die Querachse 12, das Kopplungselement
14 und/oder das Feststellelement 13 aus Metall, vorzugsweise Stahl, hergestellt. Insbesondere
ist das Verankerungsmittel 2 aus Kunststoff oder Metall, vorzugsweise Stahl oder Aluminium,
hergestellt. Alternativ oder ergänzend kann die Anschlusseinrichtung 4 für ein Transportmittel,
z.B. in Form einer Lasche mit einer Bohrung oder einem unlösbar verbundenen Drahtseil
oder Ring, auch direkt an der Schraubenfixierung 18, einer insbesondere überstehenden
Querachse 12 oder an einem oder bevorzugt zwei Kopplungselementen 14 vorgesehen werden.
[0075] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Montieren eines Transportankersystems
insbesondere gemäß der Eingangs beschriebenen Erfindung zur Lösung der Aufgabe, wobei
zunächst mindestens ein Kopplungselement 14 in eine Öffnung in einer Objektoberfläche
10 oder einer durch eine Ummantelung 7 bereitgestellte Zugangsöffnung zu einem Verankerungsmittels
2 zugeführt wird, bis ein seitlicher Vorsprung eine Aussparung oder einen Hinterschnitt
des Verankerungsmittels 2 erreicht hat, und anschließend das bis dahin noch im Bereich
der Objektoberfläche 10 oder dem oberen Ende der Ummantelung 7 ruhende Feststellelement
13 bis in den Bereich des Vorsprungs 15 in Richtung des Verankerungsmittels 2 zugeführt
wird, um den Vorsprung 15 in der Aussparung oder dem Hinterschnitt für ein Koppeln
zu halten.
[0076] Ein besonders einfaches Montieren und Transportieren besonders schwerer Objekte,
insbesondere Betonfertigteile, kann so bei gleichzeitiger Einsatzmöglichkeit von besonders
einfach geformten Stopfen oder hochqualitativer Betonfüllungen zum Zwecke des Verschließens
der Öffnung erzielt werden.
[0077] In einer Ausführungsform ist das Anschlusselement 3 einteilig und/oder einstückig,
wie beispielsweise in den Figuren 1 und 2 illustriert.
[0078] Einteilig meint ein aus einem oder mehreren unlösbar miteinander verbundenen Teilen
bestehend. In einer Ausführungsform, die wie in Figur 2 dargestellt werden kann, ist
das Anschlusselement 3 einteilig, wobei mehrere Komponenten inklusive des Lastaufnehmers
6 zusätzlich zu der Verschraubung noch miteinander verbunden, beispielsweise verschweißt,
und damit einteilig sind. Die Figur 2 lässt durch die Schnittdarstellung jedoch offen,
ob lediglich eine lösbare Schraubverbindung oder eine nicht lösbare Verbindung in
dem mit Bezugszeichen 4 gekennzeichneten Bereich vorliegt.
[0079] Einstückig meint aus nur einem einzigen Teil hergestellt, vorzugsweise geschmiedet.
Ein einstückiges Anschlusselement 3 ist beispielsweise in Figur 1 gezeigt. Insbesondere
ist das Anschlusselement 3 aus Metall, vorzugsweise Stahl hergestellt.
[0080] In einer Ausführungsform ist das Anschlusselement 3 stabförmig, insbesondere stangenförmig
oder bolzenförmig.
[0081] Dies ermöglicht ein einfaches Zuführen durch eine enge Öffnung oder Zuführöffnung
und zudem die Verwendung von einfachen, zylindrischen Stopfen, die sich dann wie das
Anschlusselement 3 mit besonders geringem Aufwand herstellen lassen. Gleiches gilt
für eine Stangenform oder Bolzenform.
[0082] Bevorzugt hat das Anschlusselement 3 einen kreisrunden Querschnitt, vorzugsweise
konstant über die gesamt Länge, also in Längsrichtung 11. Dies ermöglicht eine besonders
gleichmäßige Kraftübertragung.
[0083] In einer weiteren Ausführungsform ist das Verankerungsmittel 2 kegelförmig und/oder
scheibenförmig.
[0084] Eine Kegelform, die beispielsweise in der Figur 3 dargestellt ist, kann eine besonders
feste Verankerung und zugleich homogene Kraftübertragung ermöglichen. Eine Scheibenform
ist besonders einfach herstellbar und bewirkt ebenfalls eine besonders feste Verankerung,
wie in Figur 4 gezeigt. Sowohl eine Kegelform als auch eine Scheibenform ermöglichen
zudem beispielsweise ein Abstützen an einer Bewehrungsstange, so dass besonders schwere
Objekte, insbesondere Betonfertigteile, transportiert werden können. Bevorzugst ist
das Verankerungsmittel drehsymmetrisch geformt, um die Kräfte bzw. Lasten besonders
gleichförmig aufnehmen und übertragen zu können. Die Kegelform oder Scheibenform ist
insbesondere an dem unteren Ende des Verankerungsmittels 2 angeordnet, wobei das obere
Ende eine dazu geringere Querausdehnung aufweist. Insbesondere ist bei dem Verankerungsmittel
die Querausdehnung am unteren Ende größer als dessen Längsausdehnung, jedoch bevorzugt
weniger als dreimal so groß.
[0085] Die Figur 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem ein Kopf einer Schraube 20 das
untere Ende des Verankerungsmittels 2 bildet, wobei das Gewinde der Schraube 20 am
oberen Ende die Kopplungsvorrichtung 9 bildet. Auf dem Kopf der Schraube 20 und zwischen
dem Kopf und dem Gewinde der Schraube 20 ist eine Scheibe 22 auf die Schraube aufgefädelt
und stützt sich auf dem Kopf der Schraube 20 ab. Dieses Ausführungsbeispiels eines
Verankerungsmittels 2 kann mit besonders geringem Aufwand hergestellt und somit besonders
preiswert bereitgestellt werden.
[0086] Insbesondere kann, ebenfalls wie in Figur 4 dargestellt, die Ummantellung 7 in einer
Ausführungsform am unteren Ende eine Hülse 21 aufweisen, dessen Innendurchmesser an
das Gewinde der Schraube 20 angepasst ist, derart dass ein leichtläufiges Aufschieben
der Ummantelung 7 mit der Hülse 21 über das Gewinde bis zur der Scheibe 22 möglich
ist. Insbesondere bilden die Ummantelung 7 inklusive der Hülse 21 eine dichte Barriere
gegen flüssigen Beton und/oder Feuchtigkeit.
[0087] Insbesondere hat die Hülse 21 eine glatte Innenoberfläche. Alternativ oder ergänzend
kann auch ein Innengewinde für ein Aufschrauben auf das Gewinde der Schraube 20 vorgesehen
sein.
[0088] In einer Ausführungsform stellt das Verankerungsmittel 2 eine Aufnahme 23 zum Verbinden
mit einer Ummantelung 7 bereit, derart, dass das obere Ende des Verankerungsmittels
2 oder die Kopplungsvorrichtung 9 zum Schutz vor flüssigem Beton und/oder vor Nässe
abgedichtet werden kann.
[0089] Ein Zusetzen des oberen Endes des Verankerungsmittels 2 oder der Kopplungsvorrichtung
9 kann so vermieden und eine zuverlässige Funktionsweise gewährleistet werden. Zudem
kann bei einem Verankerungsmittel 2 aus Metall oder mit metallischen Komponenten durch
das Vorsehen einer Aufnahme 23 für eine Ummantellung zum Schutz vor Nässe einer Korrosion
entgegengewirkt oder diese gar vermieden werden.
[0090] Insbesondere schützt die Hülse 21 die Schraube 20 gegen flüssigen Beton, wenn die
Hülse 21 auf die Schraube 20 aufgeschoben ist und zudem vor Nässe bei Vorsehen eines
Innengewindes der Hülse 21 nach dem Aufschrauben auf die Schraube 20. Das Gewinde
der Schraube 20, insbesondere ein unterer Teil des Gewindes, bildet dabei die Aufnahme
23 wie in Figur 4 gezeigt.
[0091] Die Figuren 1 , 2 und 3 zeigen eine Aufnahme 23, die in einer Ausführungsform die
Form einer zylindrischen Mantelfläche hat, die an den Innendurchmesser der Ummantellung
7 so angepasst ist, dass das obere Ende des Verankerungsmittels 2 oder die Kopplungsvorrichtung
9 zum Schutz vor flüssigem Beton und/oder vor Nässe abgedichtet werden kann. Um vor
flüssigen Beton zu Schützen genügt bereits eine Spielpassung zwischen der Aufnahme
23 und der Ummantellung 7, so dass eine einfache Montage möglich wird. Eine Übergangspassung
oder Presspassung erschwert die Montage, sorgt jedoch für ein Abdichten gegen Nässe.
In einer Ausführungsform ist ein Verkleben oder Verschmelzen der Ummantellung 7 mit
der Aufnahme 23 vorgesehen.
[0092] Insbesondere hat die Aufnahme 23 eine Erstreckung in Längsrichtung 11, die im Wesentlichen
so lang oder länger ist wie der untere Bereich des Verankerungsmittels 2 von der Aufnahme
23 bis zum unteren Ende des Verankerungsmittels 2.
[0093] In den Figuren 5 und 6 ist eine Aufnahme 23 in einer Ausführungsform eine flache,
umlaufende Auflage, auf welche die Ummantelung 7 flächig aufliegend aufgesetzt werden
kann.
[0094] In einer Ausführungsform ist ein Kennzeichnungsring 24 vorgesehen, der fest oder
lösbar mit der Ummantelung 7 verbunden werden kann und/oder im montierten Zustand
mit der Objektoberfläche 10 oder dem oberen Ende der Ummantelung 7 fluchtet. Insbesondere
ist der Kennzeichnungsring 24 für einen dauerhaften Verbleibt in dem Objekt 1, insbesondere
Betonfertigteil, vorgesehen. Der Kennzeichnungsring 24 dient dem Anzeigen der Öffnung
oder Zugangsöffnung, also zum Anzeigen der Stelle, wo ein Transportankersystem für
ein Transportieren des Objekts 1, insbesondere Betonfertigteil, verwendet werden kann.
Insbesondere zeigt der Kennzeichnungsring 24 Informationen für den Benutzer an wie
zum Beispiel die maximale Traglast.
[0095] Vorzugsweise beträgt die maximale Traglast eines Transportankersystems mindestens
eine viertel oder eine halbe Tonne. Durch mehrere Transportankersysteme kann somit
ein Objekt 1, insbesondere Betonfertigteil, von mehreren Tonnen Gewicht mittels eines
Transportmittels wie z.B. einem Kran transportiert werden.
[0096] In einer Ausführungsform werden die Anschlusseinrichtung 4 und/oder die Kopplungseinrichtung
5 durch ein Schraubgewinde gebildet. Ein einfaches Anschließen und Koppeln kann so
ermöglicht werden.
[0097] Insbesondere umfasst die Kopplungseinrichtung 5 ein Innengewinde und die Kopplungsvorrichtung
9 ein Außengewinde. Das in der Regel witterungsbeständige und daher hochwertige und
teure Material, das vorzugsweise für das Verankerungsmittel 2 aufgrund des Verbleibs
in dem Objekt 1, insbesondere Betonfertigteil, eingesetzt wird, kann so eingespart
werden oder das eingesparte Material am unteren Ende des Verankerungsmittels 2 für
eine verbesserte Verankerung genutzt werden.
[0098] Zudem kann die Menge an möglicherweise korrosionsanfälligem Material reduziert werden.
[0099] Die Anschlusseinrichtung 4 kann entweder ein Innengewinde oder ein Außengewinde sein.
Insbesondere wird ein Außengewinde wie in Figur 2 eingesetzt, um daran einen Lastaufnehmer
6 mit einer größeren Querschnittsfläche verglichen mit dem Anschlusselement 3 anzuschrauben.
Das Verbinden wird so vereinfacht. Insbesondere umfasst der Lastaufnehmer 6 zwei Platten,
von denen eine untere Platte 25 das Gewinde oder Innengewinde für die Anschlusseinrichtung
4 aufweist und/oder die obere Platte 26 ein Verbindungsmittel, insbesondere einen
U-förmigen Bogen 27 bevorzugt aus Metall, zum Verbinden mit dem Transportmittel.
[0100] Insbesondere umfasst die Anschlusseinrichtung 4 ein Innengewinde. Ein Innengewinde
als Anschlusseinrichtung 4 eignet sich besonders für einen Lastaufnehmer 6, dessen
Querschnittsfläche geringer ist als die Querschnittsfläche des Anschlusselements 3
wie in Figur 1 gezeigt. Insbesondere kann der Lastaufnehmer 6 zum Verbinden mit dem
Transportmittel eine Metallkette oder ein Drahtseil 28 umfassen, das bevorzugt eine
geschlossene Schlaufe bereitstellt.
[0101] Bevorzugt sind die beiden Enden der Metallkette oder des Drahtseils 28 in einem Verbindungselement
29 fixiert. Vorzugsweise wird durch das Verbindungselement 29 ein Außengewinde zum
Verbinden mit der Anschlusseinrichtung bereitgestellt.
[0102] Wenn die Anschlusseinrichtung 4 und die Kopplungseinrichtung 5 durch ein Schraubgewinde
gebildet werden, so ist bevorzugt eine Sicherung für ein Fixieren eines verschraubten
Zustands der Anschlusseinrichtung 4 und/oder der Kopplungseinrichtung 5 vorgesehen,
vorzugsweise durch einen insbesondere manuell anbringbaren und lösbaren Sicherungsstift
oder ein Verkleben. Alternativ oder ergänzend kann ein Schraubgewinde ein Linksgewinde
und das andere Schraubgewinde ein Rechtsgewinde sein. Durch die vorgenannten Alternativen
oder sich ergänzenden Ausführungen wird vermieden, dass das Anschlusselement 3 nach
dem Transport nicht mehr von dem Verankerungsmittel 2 abgeschraubt werden kann. Bevorzugt
ist ein nicht dargestelltes Verriegelungsmittel, vorzugsweise ein riegelartiger Stift,
zum Verriegeln der Schraubverbindung der Anschlusseinrichtung 4 nach dem Anschrauben
an das Anschlusselement 3 vorgesehen. Auch hierdurch wird vermieden, dass das Anschlusselement
3 nach dem Transport nicht mehr von dem Verankerungsmittel 2 abgeschraubt werden kann.
[0103] Soll ein Objekt 1, insbesondere Betonfertigteil, transportiert werden, so wird insbesondere
zunächst der Lastaufnehmer 6 an das Anschlusselement 4 angeschlossen und/oder das
Anschlusselement 4 mit dem Verankerungsmittel 2 gekoppelt.
[0104] Ist eine Ummantelung 7 eingesetzt, so befindet sich diese bereits in der Öffnung
im Objekt 1, insbesondere Betonfertigteil, und stellt die Zugangsöffnung bereit. Grundsätzlich
ist es auch möglich, dass die Ummantelung 7 nur für das Transportieren in die Öffnung
bis zur Aufnahme 23 eingefügt und nach dem Transport wieder entnommen wird.
[0105] Zum Schluss wird das Transportmittel mit dem Lastaufnehmer 6 oder direkt mit dem
Anschlusselement 4 verbunden und das Objekt 1, insbesondere Betonfertigteil, zu seinem
Bestimmungort transportiert. Nach dem Transport wird das Anschlusselement 4 von dem
Verankerungsmittel 2 entkoppelt und entfernt. Die Öffnung in der Objektoberfläche
10 oder die Zugangsöffnung der Ummantelung 7 wird dann durch einen vergleichsweise
einfach geformten Stopfen geschlossen oder zubetoniert. Das Verankerungsmittel 2,
insbesondere auch die Ummantelung 7, verbleiben in dem Objekt 1, insbesondere Betonfertigteil,.
[0106] In den Figuren 1 bis 6 beträgt der Abstand 8 bevorzugt mindestens 5 cm und insbesondere
in einer Tiefe von 9 cm oder mehr unterhalb der Objektoberfläche 10 sind die Aussparung
oder der Hinterschnitt oder das Außengewinde zum Übertragen der Kräfte beim Transportieren
des Objekts 1, insbesondere Betonfertigbauteils, auf den Vorsprung 15 bzw. ein Innengewinde
des Anschlusselements 4.
[0107] In einer Ausführungsform -, die eine nicht dargestellte Weiterentwicklung von dem
Transportankersystem der Figur 5 darstellt,- ist ein Blockierungsmittel vorgesehen,
derart, dass ein ungewolltes Herausbewegen des Feststellelements 13 aus dessen zugeführter
Stellung oder runtergezogenen Stellung durch das Blockierungsmittel blockiert wird.
[0108] Zugeführte Stellung meint die Stellung, in der das Feststellelement 13 den Vorsprung
15 des Kopplungselementes 14 in der seitlichen Aussparung des Verankerungsmittels
2 hält und/oder das Transportankersystem betriebsbereit ist.
[0109] Wird beispielsweise das Transportankersystem von unten befestigt, könnte die Schwerkraft
ein Herausbewegen des Feststellelements 13 und damit ein ungewolltes und unplanmäßiges
Lösen der Kopplung zwischen Anschlusselement 3 und Verankerungsmittel 2 verursachen.
Bei einer horizontalen Ausrichtung könnte sich ebenfalls das Feststellelement 13 durch
Vibrationen ungewollt und unplanmäßig aus der zugeführten Stellung herausbewegen.
Und selbst bei der in den Figuren beispielhaft gezeigten Ausrichtung von oben nach
unten könnten Risiken durch Missbrauch oder Fehlbedienung entstehen. Durch ein oben
spezifiziertes Blockierungsmittel kann dem ungewollten und unplanmäßigen Herausbewegen
und Lösen des Feststellelements 13 besonders einfach und wirkungsvoll vorgebeugt werden.
[0110] Insbesondere umfasst das Blockierungsmittel ein U-förmiges Schwenkteil, das um die
Querachse 12 geschwenkt werden kann. Vorzugsweise ist das Schwenkteil ungefähr geformt
und ausgerichtet wie der Bogen 27 wie in Fig. 5. Befindet sich das Schwenkteil in
einer Schwenkstellung oberhalb des Feststellelements 13, also in dessen blockierender
Stellung, blockiert das Schwenkteil ein Herausbewegen des Feststellelements 13. Vorzugsweise
ist ein Spiel oder Spalt vorgesehen, so dass das Feststellelement 13 im Umfang des
Spiels oder Spalts sich in Richtung eines Herausbewegens verschieben kann, wobei der
Vorsprung stets sicher in der Aussparung gehalten und das Transportankersystem betriebsbereit
bleibt. Durch dieses Spiel oder den Spalt wird ein leichtgängiges Schwenken ermöglicht.
[0111] Insbesondere ist ein bevorzugt U-förmiger Lastaufnehmer 6 quer zur Querachse 12 an
dem Schwenkteil gelagert. Wird durch ein Transportmittel über den Lastaufnehmer 6
eine Zugkraft eingeleitet, schwenkt das Schwenkteil automatisch in seine blockierende
Stellung über das Feststellelement 13.
[0112] Bevorzugt ist das Schwenkteil so aufgebaut, dass ein bevorzugt U-förmiger Bogen 27
(ähnlich wie der in Fig. 5 dargestellte Bogen) mit einem um die Querachse 12 drehbar
gelagerten Anschlag 17 (ähnlich wie der in Fig. 5 dargestellte Anschlag) verbunden
ist, vorzugsweise einstückig. Zusätzliche Teile für das Vorsehen eines Blockierungsmittels
können so eingespart werden.
[0113] Insbesondere weist das Blockierungsmittel einen Riegel auf, vorzugsweise einen länglichen
und/oder bolzen- oder T-förmigen Riegel. Vorzugsweise kann der Riegel durch eine Relativbewegung
zum Schwenkteil verriegelt und gelöst werden.
[0114] Bevorzugt weist das Schwenkteil eine Durchgangsöffnung insbesondere parallel zur
Querachse 12 auf. Der Riegel kann somit parallel zur Querachse 12 in das Schwenkteil
reingeschoben werden.
[0115] Vorzugsweise ist die Durchgangsöffnung im Bereich des Spiels oder des Spaltes angeordnet,
derart, dass durch das Einführen des Riegels in das Durchgangsloch der Riegel das
Spiel oder den Spalt in Richtung eines Herausbewegens des Feststellelements 13 aus
dessen zugeführter Stellung weiter begrenzt, also reduziert. Auf diese Weise kann
einerseits das Schwenkteil besonders leichtgängig besonders ohne reingeschobenen Riegel
verschwenkt werden und andererseits durch Reinschieben des Riegels das Feststellelement
13 besonders zuverlässig und sicher in der eingeführten Stellung gehalten werden.
[0116] Ferner kann eine zweistufige Sicherheitsvorkehrung durch das Schwenkteil und den
Riegel realisiert werden, denn das Feststellelement 13 kann erst gelöst werden, wenn
erstens das Schwenkteil aus der blockierenden Stellung herausgeschwenkt worden ist
und zweitens der Riegel gelöst wurde.
[0117] Insbesondere weist das Feststellelement 13 an dessen oberen Ende eine Bogenform auf.
Vorzugsweise weist der Winkelabschnitt über einen Winkelabschnitt einen konstanten
Radius auf. Vorzugsweise beträgt der Winkelabschnitt mindestens 120° und/oder höchstens
180°. Vorzugsweise ist der Winkelabschnitt zur Längsrichtung zentriert angeordnet.
Beim Schwenken des Schwenkteils bleibt dadurch die Größe des Spiels oder des Spalts
gleich.
[0118] Insbesondere ist an einem Ende oder an beiden Ende des Winkelabschnitts ein vorzugsweise
radial hervorstehender Absatz angeordnet. Eine Schwenkbewegung des Schwenkteils mit
und/oder ohne verriegelten Riegel kann so begrenzt werden, denn der Riegel und/oder
das Schwenkteil selbst stoßen beim Schwenken aus der blockierenden Stellung heraus
gegen den Absatz.
[0119] Insbesondere steht der Absatz derart radial über die Bogenform hervor, dass der Riegel
in dem verriegelten oder reingeschobenen Zustand in dem Schwenkteil durch ein Schwenken
des Schwenkteils gegen den Absatz stoßen kann. Unabhängig von der Schwenkstellung
des Schwenkteils kann auf diese Weise der Riegel stets für ein zuverlässiges Verbleiben
des Feststellelement 13 in der zugeführten Stellung sorgen.
[0120] Insbesondere steht der Absatz genau soviel radial über die Bogenform hervor, dass
nur der Riegel in dem verriegelten oder reingeschobenen Zustand in dem Schwenkteil
gegen den Absatz stoßen kann, nicht jedoch das Schwenkteil selbst.
[0121] Somit kann unabhängig von der Schwenkstellung des Schwenkteils nur durch den Riegel
zuverlässig das Feststellelement 13 blockiert werden.
[0122] In einer Ausführungsform -, die eine nicht dargestellte Weiterentwicklung von dem
Transportankersystem der Figuren 5 und 6 darstellt,- ist das Feststellelement 13 an
dessen unterem Ende und/oder oberen Ende verjüngt oder es wird eine seitliche Aussparung
vorgesehen, insbesondere in Richtung parallel zur Querachse 12. Auf diese Weise kann
ein Freiraum zwischen dem Feststellelement 13 zu einem oder zwei benachbarten Kopplungselementen
14 erzeugt werden, was das in Fig. 6 angedeutete Montieren des Anschlusselements 2
in das Verankerungsmittel 3 vereinfacht. Vorzugsweise ist eine Verjüngung zum Ende
hin vorgesehen, so dass der Freiraum zum Ende hin zunimmt und/oder die Querausdehnung
zum Ende hin abnimmt. Vorzugsweise ist das Feststellelement 13 an dem unteren Ende
spitz zulaufend oder hat ungefähr die Form einer Pfeilspitze, also ist im Wesentlichen
dreieckartig.
[0123] Insbesondere befindet sich die Verjüngung oder die Aussparung am unteren Ende des
Feststellelements 13 im Bereich der Aussparungen in zugeführter Stellung oder runtergezogenen
Stellung des Feststellelements 13.
[0124] Vorzugsweise fluchten das Feststellelement 13 und das mindestens eine Kupplungselement
14 in der runtergezogenen Stellung des Feststellelements 13 am unteren Ende. Das Feststellelement
13 kann jedoch auch in der runtergezogenen Stellung mit einem Teil des unteren Endes
über die Kupplungselemente hervorstehen.
[0125] In einer Ausführungsform -, die eine nicht dargestellte Weiterentwicklung von dem
Transportankersystem der Figuren 5 und 6 darstellt,- weist das Kupplungselement 14
oder beide Kupplungselemente 14 einen Steg in Längsrichtung auf. Vorzugsweise ist
der Steg derart an das Langloch 16 des Feststellelements 13 angepasst, dass der Steg
in das Langloch reichen kann, um eine Führung für das Feststellelements 13 beim Zuführen
des Feststellelements 13 zu bilden. Ein besonders leichtes Zuführen des Feststellelements
13 zum Koppeln mit dem Verriegelungsmittel kann so ermöglicht werden.
[0126] Vorzugsweise ist der Steg streifenartig, insbesondere mit konstanter Stegdicke und/oder
Stegbreite. Der Steg steht insbesondere in Richtung der Querachse 12 von dem Kupplungselement
14 in Richtung des Stellelements 13 ab. Vorzugsweise erstreckt sich der Steg länglich
in Längsrichtung.
[0127] Insbesondere können Feststellelement 13, Kupplungselement 14 und/oder Ummantelung
7 rechteckförmig sein, um bei einer horizontalen Anordnung Kräfte verbessert flächig
aufnehmen zu können.
[0128] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Betonfertigteil mit dem Transportankersystem
gemäß der Eingangs beschriebenen Erfindung zur Lösung der Aufgabe. Insbesondere ist
das Verankerungsmittel 2 in das Betonfertigteil integriert, also z.B. durch den flüssigen
Beton beim Herstellen des Betonfertigteils eingegossen worden, oder durch eine verlorene
Form während des Herstellens des Betonfertigteils erzeugt worden. Vorzugsweise ist
der Hinterschnitt, die Aussparung, ein unteres kegelförmiges Ende oder scheibenförmiges
Ende des Verankerungsmittels 2 unterhalb oder unmittelbar unter einer Bewehrungsstange
19 angeordnet, so dass sich das Transportankersystem beim Transportieren des Betonfertigteils
1 an der Bewehrungsstange 19 abstützten kann, wie beispielsweise in den Figuren 3
und 4 illustriert. Ein Betonfertigteil mit besonders hohem Gewicht kann so mit Hilfe
des Transportankersystems transportiert werden.
[0129] In einer Ausführungsform weist das Anschlusselement 3 eine oder mehrere Kennzeichnungslaschen
auf. Dem Benutzer können so Informationen angezeigt werden. Insbesondere ist die mindestens
eine Kennzeichnungslasche ohrenförmig oder erstreckt sich seitlich vorzugsweise flügelförmig.
Insbesondere ist die mindestens eine Kennzeichnungslasche am oberen Ende der Ummantelung
7 angebracht. Insbesondere wird die mindestens eine Kennzeichnungslasche einstückig
mit der Ummantelung 7 hergestellt, z.B. mitgegossen oder durch Umformen und/oder Gravieren
des Endes der Ummantellung 7 ausgeformt. Eine ohrenförmige, sich seitlich erstreckend
und/oder flügelförmige Kennzeichnungslasche hat den Vorteil, dass diese nicht nur
Informationen dem Benutzer gut sichtbar anzeigen kann, sondern auch gleichzeitig zur
Befestigung der Ummantelung 7 und/oder einer Verschalung dienen kann.
[0130] In einer Ausführungsform, die exemplarisch beispielsweise in den Figuren 7 und 8
dargestellt ist, umfasst das Verankerungsmittel 2 eine Platte oder Stahlplatte mit
einer Verankerungsöffnung 30 oder besteht aus der Platte oder Stahlplatte mit der
Verankerungsöffnung 30. Das Verankerungsmittel 2 kann so mit besonders geringem Herstellungsaufwand
bereitgestellt werden und ebenfalls einfach unter Bewehrungsstangen für eine besonders
zuverlässige Fixierung mit dem Objekt platziert werden. In einer Ausführungsform ist
das mindestens eine Kopplungselement 14 "L"-förmig. Vorzugsweise erstreckt sich dann
der insbesondere "_"-förmige Vorsprung 15 quer bevorzugt ausgehend von einem unteren
Ende des insbesondere "I"-förmigen, sich in Längsrichtung erstreckenden Anteils des
Kopplungselements 14, um die "L"-Form auszubilden.
[0131] Wenn genau zwei Kopplungselemente 14 vorgesehen sind, zeigen die Vorsprünge 15 der
beiden Kopplungselemente 14 vorzugsweise in entgegengesetzte Richtungen, d.h. seitlich
zur Längsrichtung. In Figur 7 ist das Feststellelement 13 der Übersichtlichkeit wegen
wie auch die übrigen beispielsweise in den Figuren 5 und 6 dargestellten Komponenten
ausgeblendet. Die Figur 7 zeigt exemplarisch eine Bolzenfixierung 31, die anstelle
einer Schraubenfixierung auch in den Ausführungsbeispielen der übrigen Figuren eingesetzt
werden kann.
[0132] Zwei schuhförmige oder L-förmige Kopplungselemente 14 können durch ein Zusammendrücken
am unteren Ende durch die Verankerungsöffnung 30 hindurchgeführt werden und hinter
der Verankerungsöffnung 30 wieder auseinander gespreizt werden, insbesondere mittels
des ausgeblendeten Feststellelements 13, um mit der unteren Oberfläche der Stahlplatte
zu verrasten, einzuhaken und/oder daran anzuliegen. Durch Nutzung dieses Hinterschnitts
und der Verankerung des Anschlusselements 2 mit dem Verankerungsmittel 3 in dieser
beschriebenen Weise kann eine besonders zuverlässige und belastbare Verankerung auf
einfach lösbare Weise geschaffen werden. Insbesondere ist die Außenkontur der Verankerungsöffnung
an die Außenkontur der Kopplungselemente 14 angepasst, also z.B. sind die genannten
Konturen allesamt eckig oder rechteckig. Aber auch eine bogenförmige Kontur bzw. bogenförmige
Konturen sind möglich.
[0133] Die Figur 8 zeigt eine Verankerungsöffnung 30 in der Draufsicht. In einer Ausführungsform,
die in Fig. 8 exemplarisch illustriert ist, ist die Weite der Verankerungsöffnung
30, die in Richtung der Querausdehnung des Anschlusselements 3 oder der Elemente 13,
14 und 15 zeigt, größer als eine Öffnungserstreckung, die senkrecht zur Querausdehnung
und senkrecht zur Längsrichtung ist. In einer Ausführungsform ist die Querausdehnung
des Anschlusselements 3 größer als dessen Erstreckung senkrecht zur Querausdehnung
und senkrecht zur Längsrichtung, und zwar insbesondere zu Beginn des Vorsprungs 15
oder am Ende des Vorsprungs 15 in Längsrichtung gesehen. Vorzugsweise ist die Richtung
der Querausdehnung und/oder Weite parallel zur Querachse 12.
[0134] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Betonfertigteil mit einem Verankerungsmittel
2 für das Transportankersystem gemäß der Eingangs beschriebenen Erfindung zur Lösung
der Aufgabe, wobei das Verankerungsmittel 2 in das Betonfertigteil mittels Beton eingegossen
und/oder darin fixiert ist. Vorzugsweise wurde das Verankerungsmittel 2 beim Herstellen
des Betonfertigteils eingegossen oder durch eine verlorene Form während des Herstellens
des Betonfertigteils erzeugt. Ein Betonfertigteil mit besonders hohem Gewicht kann
so mit Hilfe eines Transportmittels für Schwerlasten transportiert werden.
[0135] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verankerungsmittel 2 für ein Transportankersystem
zum Transportieren eines Objekts 1 gemäß der Eingangs beschriebenen Erfindung zur
Lösung der Aufgabe, wobei das Verankerungsmittel 2 zum Verbleib in dem Objekt 1 und
zum lösbaren Verbinden mit einem länglichen Anschlusselement 3 des Transportankersystem
innerhalb des Objekts 1 zum Zwecke des Transportierens des Objekts 1 bestimmt ist,
wobei mit lösbar Verbinden ein lösbares, formschlüssiges Koppeln mit einer Kopplungseinrichtung
5 des Anschlusselements 3 gemeint ist, wobei das Verankerungsmittel 2 an seinem oberen
Ende eine geringere Querausdehnung aufweist als an seinem unteren Ende.
[0136] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Anschlusselement 3 für ein Transportankersystem
zum Transportieren eines Objekts 1 gemäß der Eingangs beschriebenen Erfindung zur
Lösung der Aufgabe, wobei das längliches Anschlusselement 3 zum lösbaren Verbinden
mit einem Verankerungsmittel 2 innerhalb des Objekt 1 zum Zwecke des Transportierens
des Objekt 1 bestimmt ist, wobei das Anschlusselement 3 an seinem oberen Ende eine
Anschlusseinrichtung 4 zum lösbaren Anschließen eines Lastaufnehmers 6 für ein Transportmittel
oder des Transportmittels für das Transportieren des Objekt 1 aufweist und an seinem
unteren Ende eine Kopplungseinrichtung 5 zum lösbaren, formschlüssigen Koppeln mit
dem Verankerungsmittel 2 umfasst. Ein Betonfertigteil mit besonders hohem Gewicht
kann so mithilfe eines Transportmittels für Schwerlasten transportiert werden.
[0137] Die Beschreibung und Ausführungsformen zu der Eingangs beschriebenen Erfindung zur
Lösung der Aufgabe gelten ebenfalls für alle weiteren Aspekte der Erfindungen, weil
sich diese auf Teilkomponenten des Transportankersystems der Eingangs beschriebenen
Erfindung zur Lösung der Aufgabe beziehen.
Bezugszeichenliste
[0138]
- 1
- Objekt, insbesondere Betonfertigteil
- 2
- Verankerungsmittel
- 3
- Anschlusselement
- 4
- Anschlusseinrichtung
- 5
- Kopplungseinrichtung
- 6
- Lastaufnehmer
- 7
- Ummantellung
- 8
- Abstand
- 9
- Kopplungsvorrichtung
- 10
- Objektoberfläche
- 11
- Längsrichtung
- 12
- Querachse
- 13
- Feststellelement
- 14
- Kopplungselemente
- 15
- Vorsprung
- 16
- Langloch
- 17
- Anschlag
- 18
- Schraubenfixierung
- 19
- Bewehrungsstange
- 20
- Schraube
- 21
- Hülse
- 22
- Scheibe
- 23
- Aufnahme
- 24
- Kennzeichnungsring
- 25
- Untere Platte
- 26
- Obere Platte
- 27
- Bogen
- 28
- Drahtseil
- 29
- Verbindungselement
- 30
- Verankerungsöffnung
- 31
- Bolzenfixierung
1. Transportankersystem zum Transportieren eines Objekts (1), insbesondere Betonfertigteil,
umfassend ein Verankerungsmittel (2), das zum Verbleib in dem Objekt (1) bestimmt
ist, und ein längliches Anschlusselement (3) zum lösbaren Verbinden mit dem Verankerungsmittel
(2) innerhalb des Objekts (1) zum Zwecke des Transportierens des Objekts (1), wobei
das Anschlusselement (3) an seinem oberen Ende eine Anschlusseinrichtung (4) zum lösbaren
Anschließen eines Lastaufnehmers (6) für ein Transportmittel oder des Transportmittels
für das Transportieren des Objekts (1) aufweist und an seinem unteren Ende eine Kopplungseinrichtung
(5) zum lösbaren, formschlüssigen Koppeln mit dem Verankerungsmittel (2) umfasst,
wobei das Verankerungsmittel (2) an seinem oberen Ende eine geringere Querausdehnung
aufweist als an seinem unteren Ende.
2. Transportankersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verankerungsmittel (2) eine Kopplungsvorrichtung (9) für das lösbare, formschlüssige
Koppeln mit der Kopplungseinrichtung (5) des Anschlusselements (3) umfasst, und das
Verankerungsmittel (2) und das Anschlusselement (3) so beschaffen sind, dass im montierten
Zustand für ein Transportieren des Objekts (1), insbesondere Betonfertigteil, zwischen
der Kopplungsvorrichtung (9) und einer Objektoberfläche (10) ein Abstand (8) von mindestens
5 cm liegt.
3. Transportankersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verankerungsmittel (2) und das Anschlusselement (3) so beschaffen sind, dass
bei einem Transportieren des Objekts (1), insbesondere Betonfertigteil, die Last des
Objekts (1) in einer Tiefe von 9 cm oder mehr unterhalb der Objektoberfläche (10)
von dem Verankerungsmittel (2) auf die Kopplungseinrichtung (5) übertragen wird.
4. Transportankersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Transportankersystem eine Ummantellung (7) zur Bereitstellung einer Zugangsöffnung
zum Verankerungsmittel (2) umfasst.
5. Transportankersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verankerungsmittel (2) in Längsrichtung (11) einen Hinterschnitt bildet.
6. Transportankersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlusselement (3) mit dem Verankerungsmittel (2) durch eine Schwalbenschwanzverbindung
oder eine Schraubverbindung gekoppelt werden kann.
7. Transportankersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Verankerungsmittel (2) ein nach oben offener Kasten ist, vorzugsweise mit einem rechteckigen,
ovalen oder drehsymmetrischen Querschnitt.
8. Transportankersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlusselement (3) mehrteilig ist und/oder mehrere Teile über eine gemeinsame
Querachse (12) zusammenhält.
9. Transportankersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlusselement (3) ein oder zwei Kopplungselemente (14) mit einem seitlichen
Vorsprung (15) sowie ein Feststellelement (13) umfasst, derart, dass für ein Koppeln
mit dem Verankerungsmittel (2) das mindestens eine Kopplungselement (14) zum Verankerungsmittel
(2) zugeführt wird, bis der Vorsprung (15) eine entsprechend geformte seitliche Aussparung
erreicht hat, und erst danach das Feststellelement (13) zum Verankerungsmittel (2)
zugeführt wird, bis das Feststellelement (13) den Vorsprung (15) erreicht hat, so
dass der Vorsprung (15) durch das Feststellelement (13) in der Aussparung gehalten
wird.
10. Transportankersystem nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Kopplungselement (14) eine Querbohrung zum Durchführen einer
Querachse (12) und/oder das Feststellelement (13) ein Langloch (16) zum Durchführen
einer Querachse (12) aufweist.
11. Transportankersystem nach einem der zwei vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Feststellelement (13) mittig zwischen zwei Kopplungselementen (14) angeordnet ist
und/oder die seitlichen Vorsprünge (15) der Kopplungselemente (14) jeweils von dem
Feststellelement (13) wegzeigen.
12. Transportankersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlusselement (3) einteilig und/oder einstückig ist.
13. Transportankersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlusselement (3) stabförmig ist und/oder das Verankerungsmittel (2) kegelförmig
oder scheibenförmig ist.
14. Transportankersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verankerungsmittel (2) eine Aufnahme (23) zum Verbinden mit einer Ummantelung
(7) bereitstellt, derart, dass das obere Ende des Verankerungsmittels (2) oder die
Kopplungsvorrichtung (9) zum Schutz vor flüssigem Beton und/oder vor Nässe abgedichtet
werden kann.
15. Transportankersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlusseinrichtung (4) und/oder die Kopplungseinrichtung (5) durch ein Schraubgewinde
gebildet werden.