(19)
(11) EP 3 421 704 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
21.05.2025  Patentblatt  2025/21

(21) Anmeldenummer: 17001122.5

(22) Anmeldetag:  30.06.2017
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E05D 15/56(2006.01)
E05D 15/06(2006.01)
E05D 15/10(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
E05D 15/0652; E05D 15/1021; E05D 15/565; E05Y 2201/638; E05Y 2201/684; E05Y 2800/12; E05Y 2800/20; E05Y 2800/205; E05Y 2800/298; E05Y 2900/132; E05D 15/063

(54)

SCHIEBETÜR MIT FÜHRUNGSKULISSE

SLIDING DOOR WITH GUIDING GROOVE

PORTE COULISSANTE COMPRENANT UN COULISSEAU DE GUIDAGE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
02.01.2019  Patentblatt  2019/01

(73) Patentinhaber: LANDERT Group AG
8180 Bülach (CH)

(72) Erfinder:
  • Potocnik, Haymo
    8645 Jona (CH)
  • Krebs, Berhard
    8800 Thalwil (CH)

(74) Vertreter: Riebling, Peter 
Patentanwalt Rennerle 10
88131 Lindau
88131 Lindau (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A1-98/30777
FR-A1- 2 936 005
DE-A1- 102006 052 284
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Gegenstand der Erfindung ist eine Schiebetür mit einer überrollbaren Führungskulisse nach dem Oberbegriff des Patenganspruches 1.

    [0002] Eine Schiebetür ist eine Tür, die durch horizontales Schieben geöffnet wird. Der Unterschied zu herkömmlichen Türen besteht darin, dass beim Öffnen keine Drehbewegung nötig ist und Schiebetüren daher keinen Schwenkbereich benötigen.

    [0003] Eine Schiebetür besteht aus einem oder mehreren Türblättern, die an ihrer Oberseite oder ihrer Unterseite oder an beiden Seiten eine Führung aufweisen, mit welcher sie geführt zur Seite hin geöffnet werden können.

    [0004] Das bekannteste Konstruktionsprinzip ist, dass der Laufwagen an dem die Schiebetür aufgehängt ist in einer über der Tür befindlichen Laufschiene fährt, die die Last des Türflügels trägt. Am Boden ist zusätzlich eine Führungsschiene oder ein Führungszapfen möglich, welcher ein zu starkes Pendeln der Tür verhindert. Ein derartiger Führungszapfen ist beispielsweise in der WO 98/30777 A1 gezeigt und greift in eine Führungsnut an der Unterseite des Flügels ein.

    [0005] Das Öffnen und Schließen kann manuell oder über Aktuatoren (elektrisch, hydraulisch oder pneumatisch) erfolgen. Für die Ver- und Entriegelung sorgen spezielle Sätze von Schiebetürbeschlägen.

    [0006] In der Produktfamilie Schiebetüren gibt es zwei Versionen von dichtenden Türen. Man unterscheidet diese in hermetisch dichtende Türen, welche sich mit allen vier Seiten ihres Umfangs dichtend vor eine Öffnung legen und diese komplett verschließen oder in Türen, welche sich an drei Seiten ihres Umfangs dichtend vor eine Öffnung legen. Bei einer Tür, welche lediglich zu drei Seiten hin abdichtend anliegt, kann beispielsweise die Unterkante der Tür keine Dichtung aufweisen, sodass in diesem Bereich ein Luftaustausch mit dem Raum hinter der Tür stattfinden kann.

    [0007] Mit einer Öffnung ist ein Durchgangsbereich gemeint, welcher sich in einer Wand, einer Mauer, einem Durchgang oder in einem Einstieg befindet.

    [0008] Die Bewegungsrichtungen einer Schiebtür werden zum besseren Verständnis im Folgenden als x-Richtung für die eine horizontale Bewegung parallel zu einer Öffnung, als y-Richtung für eine horizontale Bewegung in Richtung der Öffnung und z-Richtung für eine vertikale Bewegung parallel zu einer Öffnung, eingeführt.

    [0009] Der Laufwagen einer einfachen Schiebetür bewegt sich auf einer Laufschiene nur in x-Richtung hin und her, wie es z.B. mit der DE 10 2006 052 284 A1 gezeigt ist. Bei den dreiseitig abdichtenden Türen wird zusätzlich zur x-Richtung eine Position in y-Richtung angefahren. Bei den hermetischen Türen wird zusätzlich zur x-Position eine Position in y- und in z-Richtung angefahren.

    [0010] Der Zweck der Zusatzbewegung ist das Andrücken der Dichtung des Türblatts an dem um die Öffnung laufenden Rahmen, welche die Öffnung zu einer Wand hin abgrenzt und bei hermetischen Türen zusätzlich am Boden.

    [0011] Hermetisch schließende Türen haben eine umlaufende Dichtung, welche in der geschlossenen Position einen Anpressdruck benötigt, um die erforderliche Abdichtwirkung zu erreichen. Dazu bewegt sich das Türblatt in den letzten Millimeter Fahrweg nach innen in y-Richtung und nach unten in z-Richtung und schließt somit zum Rahmen hin und zusätzlich zum Boden hin ab.

    [0012] Bei dreiseitig dichtenden Türen wird nur seitlich und im oberen Bereich abgedichtet. Auch die dreiseitig abdichtende Tür benötigt in geschlossener Position einen Anpressdruck. Jedoch wirkt dieser nur nach innen in y-Richtung.

    [0013] Diese Zusatzbewegung wird mit einer Führungskulisse in der Laufschiene erreicht, wodurch die auf der Laufschiene abrollenden Rollen zusätzlich in y- oder z-Richtung abgelenkt werden.

    [0014] Diese Führungskulisse steuert den Weg des Laufwagens, ähnlich dem Schienensystem eines Zuges.

    [0015] Eine in y-Richtung abgelenkte Schiebetür ist in der EP 2 317 054 A2 offenbart. Zur Steuerung der Querverschiebung und zur Längsführung des verschiebbaren Flügels weist die Schiebetür eine Führungskulisse auf. In dieser Führungskulisse ist an einer bestimmten Position eine Rampe oder eine schiefe Ebene vorgesehen, an der bei der Längsbewegung eine horizontal ausgerichtete Rolle abläuft und dabei die Querverschiebung des verschiebbaren Flügels bewirkt. Somit wird die Querverschiebung z.B. gegen Ende der Schließbewegung erzwungen und ein Andrücken des Schiebeflügels an die Dichtung erreicht.

    [0016] Bei bekannten Laufschienen wird die Führungskulisse zur Steuerung der Bewegung der Laufrollen durch spanabhebende Bearbeitung, beispielsweise Fräsen, an bestimmten Positionen in ein Laufschienenprofil eingebracht. Die so gebildeten Teilbereiche werden im Folgenden als Kulissensegmente beschrieben, mit denen es möglich ist die Bewegungsrichtung der Laufrollen und somit des Türblatts zu steuern.

    [0017] In einer anderen bekannten Ausführungsform besteht die Laufschiene aus auswechselbaren Segmenten, welche für eine Zusatzbewegung der auf einer Laufschiene abrollenden Laufrollen sorgen und die Bewegungsrichtung der Tür steuern.

    [0018] Bevorzugt werden die einzelnen Segmente über eine Zapfenverbindung miteinander verbunden.

    [0019] Auf einem solchen bearbeiteten Laufschienenprofil rollen sich die Laufrollen der Schiebetür ab, wobei die Schiebetür vorzugsweise hängend an den Laufrollen befestigt ist.

    [0020] Mit solchen richtungsändernden Segmenten ist es möglich die Bewegung der Laufrollen zu steuern, wobei beispielsweise durch ein nach unten verlaufendes Segment die Schiebetür in z-Richtung abgelenkt wird und bei einem nach hinten laufenden Segment die Schiebetür in y-Richtung gelenkt wird. Nachteilig an diesen bekannten Kulissensegmenten ist, dass mindestens eine Rolle neben dem Türflügel angebracht werden muss. Dadurch verbreitert sich die Laufschienenlänge markant. In Durchgängen mit seitlichen Begrenzungen, kann es dadurch zu einer Reduktion der Öffnungsweite kommen.

    [0021] Die FR 2 936 005 A1 offenbart eine Schiebetür mit wenigstens einem in x-Richtung, relativ zu einer Öffnung verschiebbaren Flügel, der an einem Laufwagen aufgehängt ist, wobei der Laufwagen zur Führung des Flügels mit drei Laufrollen auf einer über der Öffnung befindlichen Laufschiene abrollt, sowie zwei Kulissensegmenten in der Laufschiene um die Bewegung der Laufrolle und somit auch des Flügels der Schiebetür in y- und z-Richtung zu beeinflussen und eine gewünschte Ablenkung bzw. Absenkung der Schiebetür in einem definierten Bereich zu erreichen, wodurch die auf der Laufschiene abrollenden Laufrollen für die Quer- und Längsverschiebung des verschiebbaren Flügels relativ zur Öffnung abgelenkt werden, wobei mindestens zwei Laufrollen in Kontakt mit der Laufschiene sind und eine weitere Laufrolle während der Öffnungs- oder Schließbewegung aufgrund der starren Aufhängung am Laufwagen ein Kulissensegment überrollt und sich kontaktlos oberhalb eines der Kulissensegmente befindet, wobei in der geschlossenen Position der Schiebetür die Laufrollen in den dazugehörigen Kulissensegmenten sich befinden.

    [0022] Der vorliegenden Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Führungskulisse der eingangs genannten Art so weiterzubilden, dass die maximale Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Öffnungsbreite möglich ist und zudem eine verbesserte Abdichtung der Dichtung des Türblatts an dem um die Öffnung laufenden Rahmen möglich ist.

    [0023] Zudem soll jederzeit ein Wechsel der Kulissenform möglich sein, wenn sich die Applikation ändert.

    [0024] Die der Erfindung zugrundeliegenden Aufgaben werden durch die Merkmale des unabhängigen Patentanspruch 1 gelöst, während vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung den Unteransprüchen entnommen werden können.

    [0025] Wesentliches Merkmal ist, dass in Bewegungsrichtung x mindestens zwei Laufrollen in Kontakt mit der Laufschiene sind und mindestens eine weitere Laufrolle über einer Kulissenführung schwebt oder auch auf der Laufschiene aufliegt.

    [0026] Aufgrund der starren Aufhängung der Laufrollen am Laufwagen ist somit ein Überrollen einzelner Kulissensegmente ermöglicht.

    [0027] Bei der Führungskulisse wird grundsätzlich in "überrollen" und "Eingriff" unterschiedenen. "Überrollen" bedeutet, dass eine Laufrolle des Laufwagens ein Kulissensegment schwebend überfährt, während "Eingriff" den Eingriff einer Laufrolle in das Kulissensegment beschreibt. Ein Überrollen wird durch eine starre Verbindung zwischen den einzelnen Laufrollen erreicht.

    [0028] Dafür weist der Laufwagen mindestens drei Laufrollen auf, wobei immer zwei Rollen in Kontakt mit der Laufschiene sind und eine Laufrolle sich kontaktlos oberhalb eines Kulissensegments befinden kann.

    [0029] Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht auf die Verwendung von drei Laufrollen beschränkt, auch eine Anordnung von vier oder mehreren Laufrollen wird beansprucht, wobei immer mindesten zwei Laufrollen in Kontakt mit der Laufschiene sein müssen.

    [0030] Die mindestens eine Laufrolle welche beim Überrollen nicht in Kontakt mit der Laufschiene ist, kann zwischen den mindestens zwei Laufrollen angeordnet sein, welche in Kontakt mit der Laufschiene sind.

    [0031] Auch eine Anordnung als erste oder als letzte Laufrolle eines Laufwagens wird mit der vorliegenden Erfindung beansprucht.

    [0032] Das wichtige Merkmal ist hierbei, dass die Laufrollen welche in Kontakt mit der Laufschiene sind, die mindestens eine Laufrolle, welche beim Überrollen nicht in Kontakt mit der Laufschiene ist, tragen.

    [0033] Dieses Tragen der nicht in Kontakt stehenden Laufrollen wird durch eine starre Aufhängung der einzelnen Laufrollen im oder am Laufwagen erzielt, wobei sich die Laufrollen auf einer horizontalen Ebene befinden.

    [0034] Somit sind mindestens zwei Laufrollen in Kontakt mit der Laufschiene sind und mindestens eine weitere Laufrolle schwebt während der Öffnungs- oder Schließbewegung temporär über die Kulissenführungen.

    [0035] Damit ist eine Öffnungsweite von beispielsweise 800 Millimeter minimal und 2500 Millimeter maximal möglich, sowie eine dynamische Bewegung auch mit schweren Türflügeln und eine hermetische Abdichtung.

    [0036] Die vorliegende Erfindung kann auf sowohl bei links öffnenden, rechts öffnenden oder zweiflügelige Türen angewendet werden.

    [0037] Die Laufschiene besteht in einer bevorzugten Ausführungsform aus auswechselbaren Segmenten, welche für eine Zusatzbewegung der auf einer Laufschiene abrollenden Laufrollen sorgen und die Bewegungsrichtung der Tür steuern.

    [0038] Dabei wechselt sich mindestens ein gerades Laufschienensegment mit mindestens einem gebogenen Kulissensegment ab.

    [0039] Die Verwendung einzelner Segmente ist produktionstechnisch einfacher und man kann zu einem späteren Zeitpunkt die einzelnen Segmente austauschen. Wenn das Profil der Laufschiene, wie beim Stand der Technik, durch Fräsen oder Biegen in die Laufschiene eingebracht wird, ist eine Änderung zu einem späteren Zeitpunkt nicht möglich.

    [0040] Bevorzugt werden die einzelnen Segmente über eine Zapfenverbindung miteinander verbunden. Aufgrund dieser Zapfenverbindung zwischen den einzelnen Segmenten kann die Laufschiene im Ganzen aus dem Tragprofi entnommen werden, die Steckverbindung gelöst und Segmente ausgetauscht werden.

    [0041] Die Verbindung der Segmente ist nicht auf die Verwendung einer Zapfenverbindung beschränkt. So wird auch eine Nut-Feder-Verbindung, eine Rastverbindung oder sämtliche anderen formschlüssige Verbindungen beansprucht, welche ein Lösen des Kulissensegments aus der Laufschiene ermöglichen.

    [0042] Mit solchen richtungsändernden Segmenten ist es möglich die Bewegung der Laufrollen zu steuern, wobei beispielsweise durch ein nach unten verlaufendes Segment die Schiebetür in z-Richtung abgelenkt wird und bei einem nach hinten laufenden Segment die Schiebetür in y-Richtung gelenkt wird.

    [0043] In verschiedenen Verschiebestellungen des Flügels erfolgt somit eine Absenkung oder Anhebung des Flügels durch die in vertikaler Richtung und/oder horizontaler Richtung gerichteten Biegungen der Kulissensegmente.

    [0044] Für die beiden Varianten einer dichtenden Tür unterscheidet man auch zwei Kulissenformen an auswechselbaren Segmenten. Bei den hermetischen Türen wird dadurch eine Position in y- und z-Richtung angefahren. Bei den dreiseitig dichtenden Türen wird nur eine Position in y-Richtung angefahren.

    [0045] Die Kulissensegmente können in verschiedener Anzahl und für unterschiedliche Anforderungen angebracht werden.

    [0046] Beispielsweise bei einer 100 kg Tür und 4 Laufrollen, wirkt je Laufrolle eine Gewichtskraft von 25 kg, welche senkrecht auf die Aufstandsfläche auf der Laufschiene wirkt.

    [0047] Wirkt nun beispielsweise durch eine Vergrößerung der Tür oder einem Auswechseln der Tür eine größere Gewichtskraft auf die einzelnen Rollen, müssen die Laufrollen vergrößert werden, womit es auch notwendig ist, die Kulissensegmente und die Laufschiene an die veränderte Anforderung anzupassen.

    [0048] Die erforderlichen Kulissen- und Laufschienensegmente können dann durch die erfindungsgemäße Steckverbindung zusammengefügt und in das Tragprofil eingesetzt werden.

    [0049] Beispielsweise würde dann die Rollenbreite von 20 mm auf 30 mm vergrößert werden und somit ist eben ein auswechseln der Kulissen- und Laufschienensegmente erforderlich.

    [0050] Es können auch einzelne Kulissensegmente eingefügt werden, welche beispielsweise einen Versatz von 7 mm oder einen Versatz von 8 mm aufweisen.

    [0051] Damit das Türblatt parallel zur Wand seine Zusatzbewegung vollzieht, wird erfindungsgemäß eine weitere Führung pro Türblatt vorgesehen. In diese wird eine zusätzliche Kulisse an der Unterseite des Türblatts eingebaut.

    [0052] Diese untere Kulisse ist immer gleich, unabhängig ob Hermetik oder dreiseitig dichtende Tür.

    [0053] Der Fahrweg der unteren Führungsnut in y-Richtung ist identisch mit dem Fahrweg der Führungskulisse der Laufschiene oberhalb des Türblatts in y-Richtung. Somit wird ähnlich einem Parallelogramm die Tür geschlossen und die Dichtung angedrückt.

    [0054] In die untere Führungsnut greifen zwei starre, bodenseitige Zapfen ein. An einem wird der Türflügel entlang geführt. Je nach Positionierung der Zapfen und Formgebung der unteren Führungsnut und Kulisse wird das Türblatt entsprechend abgelenkt.

    [0055] So ist es möglich, dass der Türflügel während der von der in x-Richtung abweichenden Zusatzbewegung(en) parallel zur Wand bleibt.

    [0056] Vorteil der vorliegenden Erfindung ist, dass bei einem geringeren Platzbedarf eine größere Öffnung verschlossen werden kann. Und das jederzeit eine einfache und schnelle Anpassung an Flügelgewicht und Dichtart möglich ist.

    [0057] Die Laufschienensegmente und Kulissensegmente werden mit einem Gummiprofil in einem U-förmigen Tragprofil gelagert. Diese Gummidichtung hat den Vorteil, dass Abrollgeräusche bzw. Körperschallgeräusche auch im Bereich der Kulissen abgekoppelt und gedämpft werden.

    [0058] Dadurch ist es möglich, eine schwimmende Lagerung aller Segmente zu gewährleisten.

    [0059] Der Erfindungsgegenstand der vorliegenden Erfindung ergibt sich nicht nur aus dem Gegenstand der einzelnen Patentansprüche, sondern auch aus der Kombination der einzelnen Patentansprüche untereinander.

    [0060] Alle in den Unterlagen, einschließlich der Zusammenfassung offenbarten Angaben und Merkmale, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellte räumliche Ausbildung, werden als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind.

    [0061] Soweit einzelne Gegenstände als "erfindungswesentlich" oder "wichtig" bezeichnet sind, bedeutet dies nicht, dass diese Gegenstände notwendigerweise den Gegenstand eines unabhängigen Anspruches bilden müssen. Dies wird allein durch die jeweils geltende Fassung des unabhängigen Patentanspruches bestimmt.

    [0062] Es zeigen:

    Figur 1: Schiebtür Bewegung in x-Richtung

    Figur 2: Schiebetür in y- und z- Richtung geschlossen

    Figur 3: Schiebetür Bewegung in x-Richtung

    Figur 4: Schiebetür in y-Richtung geschlossen

    Figur 5: Laufschiene mit Segmenten

    Figur 6: Kulissenform y-Richtung

    Figur 7: Kulissenform z-Richtung

    Figur 8: Kulissenform y-Richtung

    Figur 9: Kulissenform ohne Bewegung in z-Richtung

    Figur 10: Laufwagen in Bewegung in x-Richtungauf Laufschiene

    Figur 11: Laufwagen geschlossen in y- und z- Richtung auf Laufschiene

    Figur 12: perspektivische Ansicht Türblatt

    Figur 13: Untersicht Türblatt

    Figur 14: Kulisse im Türfußprofil

    Figur 15: Tragprofil

    Figur 16: einzelne Segmente



    [0063] Figur 1 zeigt eine Schiebetür 1 die sich in Pfeilrichtung 5 (x-Richtung) vor eine Öffnung 2 mit einem Rahmen 37 verschoben wird. Die Schiebetür 1 ist auf einer Laufschiene mit Kulissenführung mit drei Laufrollen 4a, b, c-überfahrend gelagert.

    [0064] Die Laufschiene 8 weist in diesem Beispiel drei Kulissensegmente 9 a, b, c auf.

    [0065] Figur 2 zeigt die Schiebetür 1 in geschlossener Position, wobei die Schiebetür 1 mit dem Flügel 40 komplett vor die Öffnung 2 geschoben ist. In dieser Position ist die Schiebetür 1 befinden sich die Laufrollen 4 a, b, c in den dazugehörigen Kulissensegmenten 9 a, b, c. Durch das Einfahren der Rollen 4 a, b, c in die Kulissensegmente 9 a, b, c wird die zuvor horizontale Bewegung in Pfeilrichtung 5 durch eine Bewegung in den Pfeilrichtungen 6 und 7 ergänzt. Die Tür wird somit in die Zeichenebene hinein (Pfeilrichtung 6) und nach unten (Pfeilrichtung 7) verschwenkt und legt sich dichtend vor die Öffnung 2 d.h. die vorhandenen Dichtungen werden angepresst. Durch diesen Bewegungsablauf ist eine Abdichtung des gesamten Umfangs der Schiebetür 1 möglich.

    [0066] Figur 3 zeigt eine dreiseitige dichtende Schiebetür 1, welche zusätzlich zur x-Position, d.h. in Pfeilrichtung 5 auch gemäß Figur 4 in y-Position, d.h. nach Pfeilrichtung 6 bewegt werden kann. Da es hierbei zu keiner Absenkung der Schiebetür 1 in Pfeilrichtung 7, d.h. in vertikaler Richtung kommt, bleibt ein Spalt 29 zwischen der Bodenfläche 30 und der Unterkante 31 der Schiebetür 1 bestehen wobei in diesem Bereich keine Abdichtung der Schiebetür 1 gegenüber der Öffnung 2 erreicht wird. Die restlichen drei Seiten des Umfangs der Tür 1 legen sich dennoch dichtend vor die Öffnung 2. Durch diese Ausführungsform kann die Luftzufuhr eines hinter der Schiebetür 1 befindlichen Raums reguliert werden.

    [0067] Figur 5 zeigt die Laufschiene 8, in welcher einzelne Kulissensegmente 9 eingesetzt sind. Zwischen den Kulissensegmenten 9 befinden sich die Laufschienensegmente 21. Durch die profilierte Ausgestaltung der Kulissensegmente 9 werden die Laufrollen 4, welche auf den Laufschienensegmente in gerade Bahn geführt werden, in y-, und/oder z-Richtung abgelenkt und somit auf eine von der geraden Bahn abweichenden Bahn gezwungen.

    [0068] Die Kulissensegmente 9 sind über eine Stiftverbindung mit den Laufschienensegmenten 21 verbunden. Die Stifte dienen dazu, dass es keinen Versatz zwischen den einzelnen Segmenten 9, 21 gibt. Ein solcher Versatz kann beispielsweise durch ein Überrollen der Laufrollen 4 auftreten, welche aufgrund der auf sie wirkenden Gewichtskraft das vorhergehende Segment niederdrücken würden und dann auf ein nachfolgendes Segment stirnseitig auffahren würden.

    [0069] Die aus Kulissensegmenten 9 und Laufschienensegmenten 21 zusammengesetzte Laufschiene 8 wird lose in ein Tragprofil 41 gemäß Figur 15 eingelegt, sodass diese schwimmend gelagert ist. Zur Dämpfung der Laufschiene 8 weist das Tragprofil 41 eine Dämpfung 22 auf, welche beispielsweise aus Gummi bestehen kann.

    [0070] Figur 15 zeigt das Tragprofil 41, welches an dem bauseitigen Element 32, an dem die Schiebetür aufgehängt ist und vorbei läuft, befestigt ist. Das bauseitige Element 32 ist nicht beweglich.

    [0071] Die einzelnen Kulissensegmente können in Pfeilrichtung 24 aus dem Tragprofil 41 herausgenommen werden.

    [0072] Aufgrund der Zapfenverbindung zwischen den einzelnen Segmenten ist es erforderlich, dass die Laufschiene 8 im Ganzen aus dem Tragprofil 41 entnommen wird.

    [0073] Nach Entnahme der Laufschiene 8 ist es möglich einzelne Segmente 9 oder 21 auszutauschen und die Laufschiene an geänderte Anforderungen anzupassen.

    [0074] Figur 6 zeigt die Form eines Kulissensegments 9 für die Abweichung der Abrollbahn der Laufrollen 4. Die veränderte Abrollbahn wird hierbei durch 33, 34 angegeben, und stellt den Laufweg der Laufrollen dar. Das hier gezeigte Laufrollensegment 9 ist in Aufsicht dargestellt und zeigt ein Kulissensegment für einen Versatz 11 in Pfeilrichtung 6 (y-Richtung). Aufgrund dieses Versatzes 11 kommt es in diesem Blickwinkel zu einer Biegung 14 der zuvor und danach gerade verlaufenden Laufschiene 8.

    [0075] Somit wird eine auf dieser Laufschiene abrollenden Laufrolle im Fahrweg beeinflusst und in Pfeilrichtung 6 abgelenkt, womit auch die an der Laufrolle montierte Schiebetür in dieser Richtung abgelenkt wird.

    [0076] Figur 7 zeigt ebenfalls das Kulissensegment 9 nach Figur 6, jedoch in Vorderansicht. Dabei stellt 35 die Abrollbahn auf einer geraden Laufschiene dar, während 36 die veränderte Abrollbahn aufgrund des Kulissensegments 9 angibt. Zwischen den Abrollbahnen 35, 36 besteht ein Versatz 12 in Pfeilrichtung 7 (z-Richtung). Dieser Versatz 12 wird aufgrund einer Biegung 15 erreicht, welcher die Laufrolle in Pfeilrichtung 7 ablenkt.

    [0077] Mit den in Figur 6 und Figur 7 gezeigten Kulissensegment 9 ist es somit möglich die Bewegung der Laufrolle und somit auch der Tür in y- und z-Richtung zu beeinflussen und eine gewünschte Ablenkung bzw. Absenkung der Schiebetür in einem definierten Bereich zu erreichen.

    [0078] Dies wird beispielsweise angewendet, wenn eine Schiebetür 1 vierseitig dichtend an einem Rahmen 37 und den Boden anliegen soll. Durch die Bewegung in Pfeilrichtung 7 kommt auch eine bodenseitige Dichtung in Kontakt mit einem Rahmen 37.

    [0079] Figur 8 zeigt wiederum die Aufsicht eines Kulissensegments 9, wobei zwischen den Abrollbahnen 33, 34 ein Versatz 11 besteht und die Laufschiene eine Biegung 14 aufweist. Wenn sich eine Laufrolle in dieser Biegung 14 befindet, hat die damit verbundene Schiebetür eine Bewegung in Pfeilrichtung vollzogen.

    [0080] Figur 9 zeigt das Kulissensegment nach Figur 8 in Vorderansicht. Hierbei verläuft die Abrollbahn 35 horizontal gerade über das Kulissensegment. Anderes als bei Figur 7 kommt es hier zu keiner Ablenkung der Laufrolle in Pfeilrichtung 7. Das in Figur 8 und Figur 9 gezeigte Kulissensegment wird eingesetzt, wenn nur eine Bewegung in y-Richtung nicht aber in z-Richtung gewünscht ist. Dies wird beispielsweise angewendet, wenn eine Schiebetür 1 nur dreiseitig abdichten an einem Rahmen 37 anliegen soll.

    [0081] Figur 10 zeigt einen Laufwagen 13 an den vier Laufrollen 4a, b, c, d montiert sind. Der Laufwagen 13 stellt eine starre Verbindung über eine Metallstange zwischen den einzelnen Laufrollen dar. Eine solche starre Verbindung kann beispielsweise durch eine Metallstange realisiert werden, an welcher horizontal die einzelnen Rollen befestigt sind. In dem hier gezeigten Beispiel rollt der Laufwagen 13 über die Laufschiene 8. Da sich die Laufrollen 4a, b und d auf dem geraden Teil der Laufschiene 8, d.h. auf den Laufschienensegmenten 21 befindet, findet keine Absenkung des Laufwagens 13 statt. Die Laufrolle 4c, welche sich direkt über dem Kulissensegment 9a befindet, wird aufgrund der starren Verbindung des Laufwagens 13 zwischen den einzelnen Laufrollen getragen und schwebt beim Passieren des Kulissensegment 9a über diesem hinweg und greift nicht in dieses ein.

    [0082] In gleicher Weise (nicht gezeigt) schwebt anschließend Laufrolle 4d über die Kulissensegmente 9a und 9b bei Bewegung des Laufwagens 13 in Pfeilrichtung 5 aufgrund der starren Verbindung zwischen den Laufrollen, welche durch den Laufwagen ermöglicht wird. Somit kann ein ungewollter Eingriff der einzelnen Laufrollen in ein nicht für diese Laufrolle vorgesehenes Kulissensegment vermieden werden.

    [0083] Wird nun der Laufwagen ausgehend von Figur 10 weiter in Pfeilrichtung 5 verschoben, liegen die Laufrollen 4a, 4b, 4c auf den geraden Laufschienensegmenten auf und Laufrolle 4d schwebt über das Kulissensegment 9 c.

    [0084] Aufgrund des starren Laufwagens 13 rollen immer mindestens zwei Rollen permanent auf der Kulissenführung ab, während eine oder mehrere Rollen über ein oder mehreren Kulissensegmenten schweben und nicht mit diesen in Eingriff sind.

    [0085] In Figur 11 ist das Erreichen der Endposition des Laufwagens 13 zu sehen. Jede der Laufrollen 4a, b, c, d ist in ihr vorgesehenes Kulissensegment 9a, b, c, d eingerollt und der Laufwagen 13 senkt sich aufgrund der Höhendifferenz der Abrollbahnen von Kulissensegment gegenüber Laufschienensegment in Pfeilrichtung 7 ab. Somit wird auch die an dem Laufwagen 13 montierte Schiebetür in Pfeilrichtung 7 abgelenkt.

    [0086] Es wird somit immer zwischen einem Überrollen und ein Eingriff in die einzelnen Kulissensegmente 9 unterschieden.

    [0087] Die in vertikaler Richtung und/oder horizontaler Richtung gerichtete Biegungen (14, 15) der segmentierten Laufschiene (8) entsprechen dem Rollenabstand aller Laufrollen (4a, b, c, d) des Laufwagens (13).

    [0088] Figur 12 zeigt die erfindungsgemäße Schiebetür 1, welche an ihrer Unterkante 18 eine Führungsnut 16 aufweist Diese Führungsnut besitzt am Endbereich eine von der Führungsnut 16 abweichende Profilform.

    [0089] Am Beginn der Führungsnut 16 ist ein Anfangsbereich 18 angeordnet, in dem sich der Zapfen bei Beginn der Bewegung in Pfeilrichtung 5 befindet

    [0090] Die Schiebetür wird somit in Position geschlossen an ihrer Unterkante 31 von den Zapfen 25 und 26 stabilisiert, welche ein seitliches Ausschwenken der Tür verhindern.

    [0091] Wird die Schiebetür 1 nun soweit in Peilrichtung 5 verschoben dass die Kulisse 20 in Eingriff mit dem Zapfen 25 kommt, wird die Schiebtür aufgrund der von der Führungsnut 16 abweichenden Profilform des Türfußprofils von ihrer geraden Bewegungsrichtung abgelenkt und erfährt eine gezwungene Bewegung beispielsweise in Pfeilrichtung 6.

    [0092] In Figur 13 wird die Schiebetür 1 dargestellt und gleichzeitig die Untersicht der Unterkannte 31 in vergrößerter Ansicht. Der Zapfen 25 befindet sich im Anfangsbereich 18 in Eingriff mit der Führungsnut 16. Am Ende der Führungsnut 16 ist die untere Kulisse 20 angeordnet. Eine solche Kulisse muss mit einem gegenüberliegenden Kulissensegment 9a korrespondieren. Wird nun die Schiebetür 1soweit in Pfeilrichtung 5 verfahren dass der Zapfen 25 in Eingriff mit der Kulisse 20 kommt, befindet sich auch die Laufrolle 4a in Eingriff mit dem Kulissensegment 9a. Dabei wird die Schiebetür von dem Kulissensegment 9a im oberen Bereich und von dem Türfußprofil in eine von der x-Richtung abweichenden Richtung abgelenkt. Die Führungsnut übergreift in dieser Endposition einen weiteren Zapfen 26, der die ausgelenkte Schiebetür stabil am Anfangsbereich 18 hält.

    [0093] Die Führungsnut 16 überfährt den Bodenzapfen 25 entlang und beim Erreichen des Türfußprofiles 20 an der Zapfenposition des Zapfens 25, wird aufgrund der

    [0094] Schrägform der unteren Kulisse 20, die Schiebetür 1 in Pfeilrichtung 6 gezwungen.

    [0095] Somit wird die Oberseite des Türflügels 40, welche aufgrund des obigen Kulissensegmentes 9a, b, c in eine Schließposition gezwungen wird, auch die Unterseite des Türflügels 40 in eine entsprechende Schließposition gezwungen.

    [0096] Bei einer Ablenkung der Tür in z-Richtung, also nach oben oder unten, kann ein solcher Versatz durch eine hohe Führungsnut ausgeglichen werden, welcher auch beim Erreichen der maximalen Absenkposition genügend Platz für die Zapfen 25 und 26 lässt.

    [0097] Wird nun auch die Tür in Pfeilrichtung 6 nach unten geschoben, wird dieser Versatz 12 in Z-Richtung durch eine entsprechend hohe Nut ausgeglichen, in der sich dann die Zapfen 25 und 26 bewegen können.

    [0098] In Figur 14 ist die untere Kulisse 20 gezeigt, das den in der Führungsnut 16 Laufenden Zapfen 25 aufnimmt und aufgrund der abgewinkelten Flanken 39a, 39b die Schiebetür in eine Schräglage zwingt. Dieser Versatz 28 stellt die Abweichung von der geraden Bewegungsbahn der Führungsnut 16 dar. Das Türfußprofil ist über die Befestigungslöcher 38 an der Unterkante 31 montiert.

    [0099] Figur 15 zeigt das Tragprofil 41 des Flügels 40. In das Tragprofil 41 wird die Laufschiene 8 eingesetzt. Das Tragprofil weist hierfür die Flanken 44 auf, welche die Tragschiene seitlich formschlüssig halten. Zwischen Laufschiene 9 und dem Tragprofil 41 kann optional eine Dämpfung 22 eingesetzt werden, um den entstehenden Schall zu entkoppeln.

    [0100] Gemäß Figur 16 werden die Kulissensegmente 9 und die Laufschienensegmente 21 mittel Positionierungsstiften 42 zentriert. In dem hier aufgeführten Beispiel weist das Kulissensegment 9 an Vorder- und Rückseite je einen Positionierungsstift 42 auf, der sich in eine entsprechende Aussparung des Laufschienensegments einführen lässt.

    Zeichnungslegende



    [0101] 
    1
    Schiebetür
    2
    Öffnung
    3
    Kulissenführung
    4
    Laufrolle a, b, c, d
    5
    Pfeilrichtung (x-Richtung)
    6
    Pfeilrichtung (y-Richtung)
    7
    Pfeilrichtung (z-Richtung)
    8
    Laufschiene
    9 10
    Kulissensegment a, b, c, d
    11
    Versatz (y-Richtung)
    12
    Versatz (z-Richtung)
    13
    Laufwagen
    14
    Biegung (y-Richtung)
    15
    Biegung (z-Richtung)
    16 17
    Führungsnut
    18 19
    Anfangsbereich
    20
    Kulisse
    21
    Laufschienensegment
    22 23
    Dämpfung
    24
    Pfeilrichtung
    25
    Zapfen
    26
    Zapfen
    27
    Versatz
    28
    Versatz
    29
    Spalt
    30
    Bodenfläche
    31
    Unterkante
    32
    bauseitiges Element
    33
    Abrollbahn
    34
    Abrollbahn
    35
    Abrollbahn
    36
    Abrollbahn
    37
    Rahmen
    38
    Befestigungslöcher
    39
    Flanke a, b
    40
    Flügel
    41
    Tragprofil
    42
    Positionierungsstift
    43
    Aussparung
    44
    Flanke



    Ansprüche

    1. Schiebetür (1) mit wenigstens einem in x-Richtung, relativ zu einer Öffnung (2) verschiebbaren Flügel (40), der an einem Laufwagen (13) aufgehängt ist, wobei der Laufwagen (13) zur Führung des Flügels (40) mit mehreren Laufrollen (4a, b, c, d) auf einer über der Öffnung (2) befindlichen Laufschiene (8) abrollt, sowie zumindest drei Kulissensegmenten (9) in der Laufschiene (8) um die Bewegung der Laufrollen (4) und somit auch des Flügels (40) der Schiebetür (1) in y- und z-Richtung zu beeinflussen und eine gewünschte Ablenkung bzw. Absenkung der Schiebetür in einem definierten Bereich zu erreichen, wodurch die auf der Laufschiene (8) abrollenden Laufrollen (4a, b, c, d) für die Quer- und Längsverschiebung des verschiebbaren Flügels (40) relativ zur Öffnung (2) abgelenkt werden, wobei mindestens zwei Laufrollen (4 a, b, d) in Kontakt mit der Laufschiene (8) sind und mindestens eine weitere Laufrolle (4c) während der Öffnungs- oder Schließbewegung aufgrund der starren Aufhängung am Laufwagen (13) einzelne Kulissensegmente (9) überrollt und sich kontaktlos oberhalb eines der Kulissensegmente befindet, wobei in der geschlossenen Position der Schiebetür (1) die Laufrollen (4a, b, c) in den dazugehörigen Kulissensegmenten (9a, b, c) sich befinden, dadurch gekennzeichnet, dass zur bodenseitigen Führung des Flügels (40) parallel zur Öffnung (2) eine untere Führungsnut (16) an der Unterseite des Flügels (40) angeordnet ist, mit einer am Endbereich der Führungsnut (16) angeordneten Kulisse (20), mit einer von der Führungsnut (16) abweichenden Profilform, sowie mindestens ein Zapfen (25, 26) der in Laufrichtung des Flügels (40) bodenseitig befestigt ist und in die untere Führungsnut (16) eingreift und bei Verschiebung des Flügels (40) und Eingriff mit der Kulisse (20) die Schiebetür von ihrer geraden Bewegungsrichtung in y-Richtung ablenkt, und dass die Kulisse (20) einem der Kulissensegmente (9) gegenüberliegend angeordnet ist, und dass der Versatz (12) einer Absenkung des Flügels (40) in z-Richtung durch die entsprechend hohe Führungsnut (16) ausgleichbar ist, welche auch beim Erreichen der maximalen Absenkposition des Flügels (40) genügend Platz für die Bewegung der Zapfen (25, 26) in der Führungsnut lässt.
     
    2. Schiebetür (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Laufrollen (4a-d) in horizontaler Richtung starr miteinander verbunden sind.
     
    3. Schiebetür nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufschiene (8) aus einzelnen Segmenten (9, 21) besteht, wobei sich mindestens ein gerades Lauschienensegment (21) mit mindestens einem gebogenen Kulissensegment (9) abwechselt.
     
    4. Schiebetür (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in verschiedenen Verschiebestellungen des Flügels eine Absenkung oder Anhebung des Flügels (40) stattfindet, und dass die Anhebung oder Absenkung des Flügels (40) durch in vertikaler Richtung und/oder horizontaler Richtung gerichtete Biegungen (14, 15) der Kulissensegmente (9) erfolgt.
     
    5. Schiebetür nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die in vertikaler Richtung und/oder horizontaler Richtung gerichtete Biegungen (14, 15) der Kulissensegmente (9) dem Rollenabstand aller Laufrollen (4a, b, c, d) des Laufwagens (13) entsprechen.
     
    6. Schiebetür nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Kulissensegment (9a, b, c, d) und das mindestens eine Laufschienensegment (21) über eine Steckverbindung (42, 43) miteinander verbunden sind.
     
    7. Schiebetür nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Kulissensegment (9a, b, c, d) und das mindestens eine Laufschienensegment (21) über eine Nut-Feder-Verbindung miteinander verbunden sind.
     
    8. Schiebetür nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufschiene (8) in einem Tragprofil (41) schwimmend gelagert ist.
     
    9. Schiebetür nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Laufschiene (8) und dem Tragprofil (41) eine Dämpfung (22) zur Entkopplung des Körperschalls eingelegt ist.
     
    10. Schiebetür nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein mindestens ein weiterer Bodenzapfen (26) in Nähe des Rahmens (37) in die Führungsnut (16) eingreift.
     


    Claims

    1. Sliding door (1) having at least one panel (40) displaceable in x direction relative to an opening (2) and which is suspended on a carriage (13), wherein the carriage (13) for guiding the panel (40) rolls using several rollers (4a, b, c, d) on a guide rail (8) located above the opening (2), and at least three runner segments (9) in the guide rail (8) in order to influence the movement of the rollers (4) and hence also of the panel (40) of the sliding door (1) in y direction and z direction and to achieve required deflection or lowering of the sliding door in a defined region, whereby the rollers (4a, b, c, d) rolling on the guide rail (8) are deflected for the transverse displacement and longitudinal displacement of the displaceable panel (40) relative to the opening (2), wherein at least two rollers (4 a, b, d) are in contact with the guide rail (8) and at least one further roller (4c) during the opening movement or closing movement due to the rigid suspension on the carriage (13) rolls over individual runner segments (9) and is located without contact above one of the runner segments, wherein in the closed position of the sliding door (1), the rollers (4a, b, c) are located in the associated runner segments (9a, b, c), characterised in that for floor-side guiding of the panel (40) parallel to the opening (2), a lower guide groove (16) is arranged on the underside of the panel (40), with a runner (20) arranged on the end region of the guide groove (16), with a profile shape deviating from the guide groove (16), and at least one pin (25, 26) which is attached on the floor side in the direction of running of the panel (40) and engages in the lower guide groove (16) and during displacement of the panel (40) and engagement with the runner (20), the sliding door deflects from its straight movement direction in y direction, and in that the runner (20) is arranged opposite one of the runner segments (9), and in that the offset (12) of lowering of the panel (40) in z direction can be balanced by the correspondingly high guide groove (16) which on reaching the maximum lowered position of the panel (40) also leaves enough space for the movement of the pin (25, 26) in the guide groove.
     
    2. Sliding door (1) according to claim 1, characterised in that the individual rollers (4a-d) are connected rigidly to one another in horizontal direction.
     
    3. Sliding door according to claim 1 or 2, characterised in that the guide rail (8) consists of individual segments (9, 21), wherein at least one straight guide rail segment (21) alternates with at least one curved runner segment (9).
     
    4. Sliding door (1) according to claim 3, characterised in that in different displacement positions of the panel, lowering or raising of the panel (40) takes place, and in that raising or lowering of the panel (40) is effected by curvatures (14, 15) of the runner segments (9) aimed in vertical direction and/or horizontal direction.
     
    5. Sliding door according to claim 3 or 4, characterised in that curvatures (14, 15) of the runner segments (9) aimed in vertical direction and/or horizontal direction correspond to the rolling distance of all rollers (4a, b, c, d) of the carriage (13).
     
    6. Sliding door according to one of claims 3 to 5, characterised in that the at least one runner segment (9a, b, c, d) and the at least one guide rail segment (21) are connected to one another via a plug connection (42, 43).
     
    7. Sliding door according to claim 4 or 5, characterised in that the at least one runner segment (9a, b, c, d) and the at least one guide rail segment (21) are connected to one another via a groove-spring connection.
     
    8. Sliding door according to one of claims 1 to 7, characterised in that the guide rail (8) is mounted to be floating in a support profile (41).
     
    9. Sliding door according to claim 8, characterised in that damping (22) to neutralise the mechanical vibration is inserted between the guide rail (8) and the support profile (41).
     
    10. Sliding door according to one of claims 1 to 9, characterised in that an at least one further floor pin (26) engages in the guide groove (16) in the vicinity of the frame (37).
     


    Revendications

    1. Porte coulissante (1) comprenant au moins un vantail (40) apte à être coulissé dans une direction x par rapport à une ouverture (2), qui est suspendu à un chariot (13), dans laquelle le chariot (13) pour le guidage du vantail (40) roule avec plusieurs galets de roulement (4a, b, c, d) sur un rail de roulement (8) se trouvant au-dessus de l'ouverture (2), ainsi qu'au moins trois segments de coulisse (9) dans le rail de roulement (8) pour influencer le déplacement des galets de roulement (4) et donc du vantail (40) de la porte coulissante (1) également dans la direction y et dans la direction z et pour atteindre une déviation ou un abaissement souhaité de la porte coulissante dans une zone définie, ce qui permet d'abaisser les galets de roulement (4a, b, c) roulant sur le rail de roulement (8) pour le coulissement transversal et longitudinal du vantail (40) apte à être coulissé par rapport à l'ouverture (2), dans laquelle au moins deux galets de roulement (4a, b, d) sont en contact avec le rail de roulement (8) et au moins un autre galet de roulement (4c) roule au-dessus de segments de coulisse (9) individuels pendant le mouvement d'ouverture ou de fermeture en raison de la suspension rigide au chariot (13) et se trouve sans contact au-dessus d'un des segments de coulisse, dans laquelle les galets de roulement (4a, b, c) se trouvent dans les segments de coulisse (9a, b, c) associés dans la position fermée de la porte coulissante (1), caractérisée en ce que, pour le guidage côté fond du vantail (40) parallèlement à l'ouverture (2), une rainure de guidage inférieure (16) est disposée sur la face inférieure du vantail (40), avec une coulisse (20) disposée sur la zone d'extrémité de la rainure de guidage (16), avec une forme de profil s'écartant de la rainure de guidage (16), ainsi qu'au moins un tenon (25, 26) qui est fixé côté fond dans la direction de roulement du vantail (40) et vient en prise avec la rainure de guidage inférieure (16) et dévie la porte coulissante de sa direction de mouvement rectiligne dans la direction y lors du coulissement du vantail (40) et de la prise avec la coulisse (20), et que la coulisse (20) est disposée de manière à faire face à un des segments de coulisse (9), et que le décalage (12) d'un abaissement du vantail (40) peut être compensé dans la direction z par la rainure de guidage (16) de hauteur correspondante, qui laisse également suffisamment de place pour le déplacement des tenons (25, 26) dans la rainure de guidage lorsque le vantail (40) atteint la position d'abaissement maximale.
     
    2. Porte coulissante (1) selon la revendication 1, caractérisée en ce que les galets de roulement (4a-d) individuels sont reliés les uns aux autres de manière rigide dans la direction horizontale.
     
    3. Porte coulissante selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le rail de roulement (8) est constitué de segments (9, 21) individuels, dans laquelle au moins un segment de rail de roulement rectiligne (21) alterne avec au moins un segment de coulisse courbé (9).
     
    4. Porte coulissante (1) selon la revendication 3, caractérisée en ce qu'un abaissement ou un relèvement du vantail (40) a lieu dans différentes positions de coulissement du vantail, et que le relèvement ou l'abaissement du vantail (40) s'effectue par des courbures (14, 15) dirigées dans la direction verticale et/ou horizontale des segments de coulisse (9).
     
    5. Porte coulissante selon la revendication 3 ou 4, caractérisée en ce que les courbures (14, 15) orientées dans la direction verticale et/ou horizontale des segments de coulisse (9) correspondent à l'écartement des galets de tous les galets de roulement (4a, b, c, d) du chariot (13).
     
    6. Porte coulissante selon l'une des revendications 3 à 5, caractérisée en ce que l'au moins un segment de coulisse (9a, b, c, d) et l'au moins un segment de rail de roulement (21) sont reliés l'un à l'autre par l'intermédiaire d'un raccordement enfichable (42, 43).
     
    7. Porte coulissante selon la revendication 4 ou 5, caractérisée en ce que l'au moins un segment de coulisse (9a, b, c, d) et l'au moins un segment de rail de roulement (21) sont reliés l'un à l'autre par l'intermédiaire d'un raccordement rainure-languette.
     
    8. Porte coulissante selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que le rail de roulement (8) est monté de manière flottante dans un profilé de support (41).
     
    9. Porte coulissante selon la revendication 8, caractérisée en ce qu'un amortissement (22) est inséré entre le rail de roulement (8) et le profilé de support (41) pour le découplage du bruit structurel.
     
    10. Porte coulissante selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce qu'au moins un autre tenon de fond (26) vient en prise avec la rainure de guidage (16) à proximité du cadre (37).
     




    Zeichnung

















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente