[0001] Die Erfindung betrifft eine Toranschlussvorrichtung zum Ankuppeln eines Torflügels
eines Schwing- und/oder Kipptores an einen Torantrieb und zum Umsetzen einer Linearbewegung
eines Torantriebsabtriebselements des Torantriebes in eine sich zumindest mit einer
Richtungskomponente quer zu der Linearbewegung erstreckende Kippbewegung des Torflügels.
Weiter betrifft die Erfindung eine mit einer derartigen Toranschlussvorrichtung versehene
Torantriebsvorrichtung. Schließlich betrifft die Erfindung ein automatisches Schwing-
und/oder Kipptor mit einer derartigen Toranschlussvorrichtung und/oder einer derartigen
Torantriebsvorrichtung.
[0002] Zum technologischen Hintergrund der Erfindung wird auf folgende Literaturstellen
verwiesen:
- [1] Firmendruckschrift "Up & Over Garage Doors and Automatic Operators" der Fa. Garador,
mit dem Druckvermerk "Issue 07.17/Print 07.17/HFGD-15000
- [2] EP 1 882 801 A1
- [3] Firmendruckschrift "Garagen- und Einfahrtstor-Antriebe" der Hörmann KG Verkaufsgesellschaft
mit dem Druckvermerk "Stand 05.2016/Druck xx.2016/HF 85945DE/G.xx"
- [4] Firmendruckschrift "Bedienungsanleitung Kurventorarm KTAH" der Hörmann KG Verkaufsgesellschaft
mit dem Druckvermerk 11.2004 TR30A009-A RE
- [5] EP 0 581 950 B1
[0003] Aus den Literaturstellen [1] und [2] sind Schwing- und/oder Kipptore bekannt, die
einen Torflügel aufweisen, welcher zwischen einer im Wesentlichen horizontalen Öffnungsendlage
und einer im Wesentlichen vertikalen Schließendlage mittels eines Hebelgestänges und
einer vertikalen Laufschiene und Rollen an einen entsprechenden Torrahmen bzw. einer
entsprechenden Torzarge gehalten beweglich sind. Tore, wie sie in [1] und [2] gezeigt
sind, werden "Canopy-Tore" genannt. Derartige Tore sowie Kipptore, die nicht aus der
Öffnungsebene ausschwenken, sondern an horizontalen und vertikalen Laufschienen mittels
Laufrollen geführt sind, benötigen besondere Toranschlussvorrichtungen zum Anschließen
von Schlepptorantrieben. Schlepptorantriebe sind Antriebe mit einem beispielsweise
an einer Laufschiene oder dergleichen linear beweglich geführten Schlitten oder sonstigem
Torantriebsabtriebselement. Beispiele für derartige Torantriebe finden sich in den
Literaturstellen [1] und [3], siehe in [3] die Antriebe SupraMatic oder ProMatic.
[0004] Die zuvor erwähnten Tore brauchen für eine anfängliche Bewegung aus der horizontalen
Öffnungsendlage in die Schließendlage beim Anfahren in Schließrichtung eine Antriebsbewegung
mit einer vertikalen Bewegungskomponente. Damit Torantriebe mit linear beweglich geführten
Torantriebsabtriebselementen an derartige Tore angeschlossen werden können, sind Toranschlussvorrichtungen
vorgesehen, wie sie in den Literaturstellen [4] und [5] beschrieben und gezeigt sind.
[0005] Beispielsweise zeigt die Literaturstelle [4] einen Kurventorarm mit einer gebogenen
Laufschiene, an die ein Schlittengestänge verschiebbar angeschlossen ist. Über diesen
entsprechend gebildeten Kurvenarm lässt sich aus einer Horizontalbewegung eines Antriebsschlittens
oder dergleichen eine anfängliche Kippbewegung des Torflügels in eine Richtung senkrecht
zu der Linearbewegungsrichtung einleiten. Eine vergleichbare Toranschlussvorrichtung
ist aus der Literaturstelle [5] bekannt.
[0006] Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, eine Toranschlussvorrichtung zum Ankuppeln
eines Torflügels eines Schwing- und/oder Kipptores an ein linear bewegliches Torantriebsabtriebselement
eines Torantriebes und zum Umsetzen der Linearbewegung in eine anfängliche Kippbewegung
quer zu der Linearbewegungsrichtung zu schaffen, mit der eine größere Durchfahrtshöhe
erzielbar ist und/oder die einfacher und kostengünstiger als bisherige Lösungen aufgebaut
ist.
[0007] Zum Lösen dieser Aufgabe schafft die Erfindung eine Toranschlussvorrichtung nach
Anspruch 1.
[0008] Eine damit versehene Torantriebsvorrichtung sowie ein damit versehenes Schwing- und/oder
Kipptor sind Gegenstand der Nebenansprüche.
[0009] Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0010] Die Erfindung schafft eine Toranschlussvorrichtung zum Ankuppeln eines Torflügels
eines Schwing- und/oder Kipptores an einen Torantrieb und zum Umsetzen einer Linearbewegung
eines Torantriebsabtriebselements des Torantriebes in eine sich zumindest mit einer
Richtungskomponente quer zu der Linearbewegung erstreckende Kippbewegung des Torflügels,
umfassend:
ein Kipphebelelement und einen Umsetzhebel,
wobei der Umsetzhebel einerseits an das Kipphebelelement angelenkt ist und andererseits
an das Torantriebsabtriebselement schwenkbar anlenkbar ist,
wobei das Kipphebelelement eine Torflügelanlenkung zum schwenkbaren Anlenken an den
Torflügel, eine Torantriebsabtriebselementanlenkung zum schwenkbaren Anlenken an das
Torantriebsabtriebselement und eine Umsetzhebelanlenkung aufweist, an der das Kipphebelelement
und der Umsetzhebel schwenkbar verbunden sind, wobei wenigstens eine der Anlenkungen
eine Verschiebebewegung der miteinander verbundenen Elemente zulässt.
[0011] Es ist bevorzugt, dass die Torantriebsabtriebselementsanlenkung eine Verschiebebewegung
in Bewegungsrichtung des Torantriebselements zulässt.
[0012] Es ist bevorzugt, dass ein an das Torantriebsabtriebselement zur gemeinsamen Bewegung
anschließbares Verbindungselement, insbesondere ein Rollwagen, vorgesehen ist, an
dem einerseits das Kipphebelelement mittels der Torantriebsabtriebselementanlenkung
angelenkt ist und an dem andererseits der Umsetzhebel angelenkt ist.
[0013] Es ist bevorzugt, dass die Torantriebsabtriebselementanlenkung in Bewegungsrichtung
des Torantriebsabtriebselements beabstandet zu einer Anlenkstelle des Umsetzhebels
an dem Verbindungselement angeordnet ist.
[0014] Es ist bevorzugt, dass das Verbindungselement, der Umsetzhebel und das Kipphebelelement
in Richtung quer zu der Bewegungsrichtung des Torantriebsabtriebselements gesehen
ein erstes Dreieck bilden und/oder dass die Anlenkungen des Kipphebelelements in Bewegungsrichtung
des Torantriebsabtriebselements gesehen ein zweites Dreieck bilden.
[0015] Es ist bevorzugt, dass die eine Verschiebungsbewegung zulassende Anlenkung eine Langlochverbindung
und/oder ein Gleitlager aufweist.
[0016] Gemäß einem weiteren Aspekt schafft die Erfindung eine Torantriebsvorrichtung, umfassend
einen Schlepptorantrieb mit einem linearbeweglich geführten Torantriebsschlitten als
Torantriebsabtriebselement und eine Toranschlussvorrichtung nach einer der voranstehenden
Ausgestaltungen zum Ankuppeln des Schlepptorantriebs an einen Torflügel eines Schwing-
und/oder Kipptores.
[0017] Gemäß einem weiteren Aspekt schafft die Erfindung ein automatisches Schwing- oder
Kipptor, umfassend:
einen zwischen einer im Wesentlichen horizontalen Öffnungsendlage und einer im Wesentlichen
vertikalen Schließendlage bewegbaren Torflügel und eine Toranschlussvorrichtung nach
einer der voranstehenden Ausgestaltungen zum Anschließen des Torflügels an einen Torantrieb
oder eine Torantriebsvorrichtung gemäß der voranstehend beschriebenen Ausgestaltung.
[0018] Es ist bevorzugt, dass in der Öffnungsendlage die Torantriebsabtriebselementsanlenkung
oberhalb und in Bewegungsrichtung beabstandet zu der Torflügelanlenkung angeordnet
ist und die Umsetzhebelanlenkung unterhalb und in Bewegungsrichtung beabstandet zu
der Torflügelanlenkung angeordnet ist.
[0019] Die Erfindung betrifft insbesondere eine Mitnehmervorrichtung für Kipptore zum Anschließen
derselben an einen Schlepptorantrieb. Bisher bekannte Mitnehmervorrichtungen verringern
die Durchfahrtshöhe um z.B. ca. 130 mm und sind kostenintensiv sowohl bei der Herstellung
als auch bei der Montage am Tor.
[0020] Eine besonders bevorzugte Ausgestaltung der Toranschlussvorrichtung weist eine Mitnehmervorrichtung
auf, die ein Verbindungselement, vorzugsweise gebildet durch einen linear bewegten
Rollwagen, einen Umlenkhebel, beispielsweise ausgebildet als Tormitnehmer, und ein
Kipphebelelement, beispielsweise ausgebildet als Kipphebel, aufweist. Der Rollwagen
wird mittels Bolzen oder dergleichen mit einem Führungsschlitten eines Garagentorantriebes
verbunden.
[0021] Vorzugsweise stützt sich der Rollwagen in einem vorderen Bereich an einer unteren
Fläche und in einem hinteren Bereich an einer inneren Fläche einer Führungsschiene
des Garagentorantriebes mittels Rollen ab. Dadurch ist eine sichere lineare Bewegung
des Rollwagens vorgegeben.
[0022] Vorzugsweise ist der Kipphebel mittels Bolzen oder dergleichen mit einem Torwinkel
verbunden, welcher an dem Torflügel befestigt ist. Eine Führung des Kipphebels an
einem Langloch des Rollwagens ist durch Bolzen oder dergleichen und ein Gleitlager
vorgesehen. Der Tormitnehmer verbindet den Rollwagen mit einem unteren Bereich des
Kipphebels.
[0023] Eine Besonderheit des Schwing- und/oder Kipptores besteht darin, dass durch eine
axial wirkende Druckkraft oder Zugkraft keine Bewegung des Torflügels in der Position
Tor-Auf auszulösen ist. Um den Torflügel von der Position Tor-Auf in Richtung Tor-Zu
zu bewegen, ist im ersten Moment eine Kraftwirkung in die vertikale Richtung (beispielsweise
positive Y-Koordinatenachse) erforderlich. Dies erfolgt bei einer besonders bevorzugten
Ausgestaltung der Erfindung durch die Wirkung des Tormitnehmers auf den Kipphebel.
Um das Tor vollständig zu öffnen, ist eine Kraftwirkung in die entgegengesetzte vertikale
Richtung (z.B. die negative Y-Koordinatenachse) erforderlich. Dies erfolgt durch die
Wirkung des Tormitnehmers auf den Kipphebel.
[0024] Durch die dargestellte Lösung ergibt sich eine einfache Konstruktion mit wenigen
Einzelteilen.
[0025] Die vorgeschlagene Toranschlussvorrichtung lässt sich in Öffnungsendstellung zwischen
dem Torflügel und dem Torabtriebselement anordnen und muss nicht unterhalb des Torflügels
angeordnet werden. Dies ergibt Vorteile bezüglich der erreichbaren Durchfahrtshöhe.
[0026] Ein Ausführungsbeispiel wird im Folgenden anhand der beigefügten Zeichnungen näher
erläutert. Darin zeigt:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht auf ein automatisches Schwing- und/oder Kipptor mit einer Torantriebsvorrichtung,
die einen Torantrieb und eine Toranschlussvorrichtung aufweist, im geöffneten Zustand
des Tores;
- Fig. 2
- das Tor von Fig. 1 im Schließzustand;
- Fig. 3
- eine Detailansicht der Toranschlussvorrichtung aus Fig. 1; und
- Fig. 4
- eine Detailansicht der Toranschlussvorrichtung in der Stellung von Fig. 2.
[0027] In den Fig. 1 und 2 ist ein automatisches Schwing- und/oder Kipptor 10, hier in Form
eines Canopy-Tores 12, mit einer Torzarge 14, einem Torflügel 16 und einer Torantriebsvorrichtung
18 dargestellt.
[0028] Das Canopy-Tor 12 ist so ausgebildet, wie dies im Einzelnen in den Literaturstellen
[1] und [2] beschrieben und gezeigt ist, wobei für weitere Einzelheiten ausdrücklich
auf [1] und [2] verwiesen wird. Dabei ist in Fig. 1 das Tor 12 in der Öffnungsendstellung
20 (Tor-Auf) und in Fig. 2 in der Schließendstellung 22 (Tor-Zu) gezeigt.
[0029] Der Torflügel 16 ist mit einem Verbindungsgestänge 24 und mittels in vertikalen Laufschienen
26 geführten Rollen an der Torzarge 14 angelenkt. Würde man den Torflügel 16 in der
in Fig. 1 gezeigten Öffnungsendstellung 20 am in den zu verschließenden Raum hineinragenden
oberen Ende in vertikaler Richtung rein linear bewegen, so würden die Rollen gegen
die Tor-Laufschiene 26 gedrückt; es lässt sich so keine Anfangsbewegung in Richtung
Schließendstellung 22 initiieren. Vielmehr ist im Bereich um die Öffnungsendstellung
20 beim Öffnen und Schließen eine sich in horizontaler Richtung erstreckende Linearbewegung
der Torantriebsvorrichtung 18 in eine Bewegung umzuwandeln, die zumindest mit einer
Richtungskomponente in vertikaler Richtung verläuft.
[0030] Hierzu weist die Torantriebsvorrichtung 18 eine Toranschlussvorrichtung 28 auf. Die
Toranschlussvorrichtung 28 wird im Folgenden anhand der Fig. 3 und 4 näher erläutert.
[0031] Die Toranschlussvorrichtung 28 weist ein Kipphebelelement 30 und einen als Tormitnehmer
wirkenden Umsetzhebel 32 auf. Das Kipphebelelement 30 weist eine Torflügelanlenkung
34 zum Anlenken des Kipphebelelements 30 an dem Torflügel 16 auf. Beispielsweise weist
die Torflügelanlenkung 34 ein durch einen Bolzen oder dergleichen gebildetes Gelenk
auf, mit dem das beispielsweise als Kipphebel ausgebildete Kipphebelelement 30 an
einem Torwinkel 36 schwenkbar angelenkt ist.
[0032] Weiter weist das Kipphebelelement 30 eine Umsetzhebelanlenkung 38 auf, mittels der
der Umsetzhebel 32 schwenkbar an dem Kipphebelelement 30 angelenkt ist. Z.B. weist
die Umsetzhebelanlenkung 38 ein durch einen Bolzen oder dergleichen gebildetes Gelenk
auf.
[0033] Schließlich weist das Kipphebelelement 30 eine Torantriebsabtriebselementanlenkung
40 zum schwenkbaren Anlenken des Kipphebels 30 an einem Torantriebsabtriebselement
42 eines Torantriebes 44 der Torantriebsvorrichtung 18 auf.
[0034] Der Torantrieb 44 ist insbesondere als Schlepptorantrieb mit einem in einer Führungsschiene
46 geführten Torantriebsschlitten 48 als Torantriebsabtriebselement 42 ausgebildet.
[0035] In nicht weiter dargestellten Ausführungsformen können der Umsetzhebel 32 und das
Kipphebelelement 30 unmittelbar an das Torantriebsabtriebselement 42 angelenkt sein.
[0036] Bei den dargestellten Ausführungsformen weist die Toranschlussvorrichtung 28 noch
ein Verbindungselement 50 auf, welches zur Mitbewegung an das Torantriebsabtriebselement
42 angeschlossen ist. In den dargestellten Ausführungsformen ist das Verbindungselement
50 beispielsweise als Rollwagen 52 ausgebildet.
[0037] Mindestens eine der Anlenkungen 34, 38, 40 des Kipphebelelements 30 ist nicht nur
mit einem Schwenklager, sondern auch mit einem Verschiebelager oder Gleitlager 54
versehen, so dass neben einer Verschwenkbewegung auch eine Verschiebung des Kipphebelelements
zu dem jeweils angelenkten weiteren Element (Torflügel 16, Umsetzhebel 32 oder Torantriebsabtriebselement
42 bzw. Verbindungselement 50) ermöglicht ist.
[0038] Welche der Anlenkungen 34, 38, 40 mit dem zusätzlichen Freiheitsgrad einer begrenzten
Verschiebemöglichkeit zu versehen ist, richtet sich danach, in welcher Richtung ein
Impuls quer zur Linearbewegungsrichtung auszuüben ist.
[0039] Besonders bevorzugt sind die dargestellten Ausführungsformen, bei der die Torantriebsabtriebselementanlenkung
40 auch die (begrenzte) Verschiebebewegung zulässt.
[0040] In den dargestellten Ausführungsformen ist zwischen dem z.B. als Verbindungselement
50 vorgesehenen Rollwagen 52 und dem Kipphebelelement 30 ein Gleitlager 54 durch Ausbildung
eines Langloches 56 ausgebildet.
[0041] Der Umsetzhebel 32 ist einerseits mittels der Umsetzhebelanlenkung 38 schwenkbar
an das Kipphebelelement 30 angeschlossen und andererseits schwenkbar an das Torantriebsabtriebselement
42, hier mittels des Verbindungselements 50, angeschlossen. In dem konkreten Ausführungsbeispiel
ist ein Ende des Umsetzhebels 32 an ein hinteres Ende des Rollwagens 52 angeschlossen
und ein anderes Ende des Umsetzhebels 32 an die Umsetzhebelanlenkung 38 angeschlossen.
[0042] Der Umsetzhebel 32 wirkt einerseits zum Umlenken des Kipphebelelements 30, andererseits
als Zug- und Druckstange auch als Tormitnehmer zum Mitnehmen des Torflügels 16 mit
der Bewegung des Torantriebsabtriebselements 42.
[0043] Der Rollwagen 52 erstreckt sich über mehrere Zentimeter in Linearbewegungsrichtung
des Torantriebsabtriebselements 42, dass er sich so in der in den Fig. 2 und 4 dargestellten
Schließendstellung oberhalb des geschlossenen Torflügels erstrecken kann.
[0044] Die Anlenkungen 34, 38, 40 des Kipphebelelements 30 sind in den dargestellten Ansichten
quer zur Linearbewegungsrichtung des Torantriebsabtriebselements 42 gesehen an den
Eckpunkten eines ersten Dreiecks so angeordnet, dass in der Öffnungsendstellung 20
die Torantriebsabtriebselementanlenkung 40 oberhalb der Torflügelanlenkung 34 und
zwischen dem Torantriebsabtriebselement 42 und der Torflügelanlenkung 34 angeordnet
ist und die Umsetzhebelanlenkung 38 unterhalb oder im Wesentlichen auf gleicher Höhe
wie die Torflügelanordnung 34 zwischen der Torflügelanlenkung 34 und dem Torantriebsabtriebselement
42 angeordnet ist.
[0045] Das Verbindungselement 50, der Umsetzhebel 32 und das Kipphebelelement 30 bilden
ein zweites Dreieck.
[0046] Ein Vergleich der Fig. 3 und 4 zeigt die Funktion der Toranschlussvorrichtung 28
bei Bewegung zwischen der Öffnungsendstellung 20 und der Schließendstellung 22.
[0047] Bei Anfang der Schließbewegung aus der in Fig. 3 gezeigten Öffnungsendstellung 20
heraus schiebt das Torantriebsabtriebselement 42 das Verbindungselement 50 nach links
in Fig. 3. Hierdurch wird das Kipphebelelement 30 mit seiner Torantriebsabtriebselementanlenkung
40 innerhalb des Gleitlagers 54 in Richtung nach rechts in Fig. 3 bewegt, so dass
über Hebelwirkung des Umsetzhebels 32 eine Drehbewegung des Kipphebelelements 30 um
die Umsetzhebelanlenkung 38 erfolgt.
[0048] Hierdurch erhält das obere Ende des Torflügels 16 über die sich entsprechend nach
oben bewegende Torflügelanlenkung 34 einen Kippbewegungsimpuls nach oben, so dass
sich der Torflügel 16 um dessen Anlenkung an dem Verbindungsgestänge 24 verschwenkt
und somit die Rollen in den Tor-Laufschienen 26 nach unten geschoben werden. Durch
Weiterschieben des Torantriebsabtriebselements 42 in Richtung nach links in den Figuren
bewegt sich der Torflügel dann in die in Fig. 4 und Fig. 2 gezeigte Schließendstellung.
[0049] Bei Bewegung in die Öffnungsendstellung 20 erfolgt entsprechend an dem Umsetzhebel
32 ein Zug, so dass sich die Torantriebsabtriebselementanlenkung 40 innerhalb des
Gleitlagers 54 nach links in den Figuren bewegt und das obere Ende des Torflügels
16 entsprechend einen Kippimpuls nach unten erhält und so in die in den Fig. 1 und
3 gezeigte Öffnungsendstellung 20 gezogen wird.
[0050] Die dargestellte Toranschlussvorrichtung 28 zeichnet sich durch ihre besonders einfache
Konstruktion und einfache Montage aus. Weiter kann sie, wie aus den Figuren ersichtlich,
bei geöffnetem Tor in einem Raum seitlich des Tores angeordnet werden, so dass die
Durchfahrtshöhe durch das Tor nicht verringert wird.
Bezugszeichenliste:
[0051]
- 10
- Schwing- und/oder Kipptor
- 12
- Canopy-Tor
- 14
- Torzarge
- 16
- Torflügel
- 18
- Torantriebsvorrichtung
- 20
- Öffnungsendstellung
- 22
- Schließendstellung
- 24
- Verbindungsgestänge
- 26
- Tor-Laufschiene
- 28
- Toranschlussvorrichtung
- 30
- Kipphebelelement (Kipphebel)
- 32
- Umsetzhebel (Tormitnehmer)
- 34
- Torflügelanlenkung
- 36
- Torwinkel
- 38
- Umsetzhebelanlenkung
- 40
- Torantriebsabtriebselementanlenkung
- 42
- Torantriebsabtriebselement
- 44
- Torantrieb
- 46
- Führungsschiene
- 48
- Torantriebsschlitten
- 50
- Verbindungselement
- 52
- Rollwagen
- 54
- Gleitlager
- 56
- Langloch
1. Toranschlussvorrichtung (28) zum Ankuppeln eines Torflügels (16) eines Schwing- und/oder
Kipptores (10) an einen Torantrieb (44) und zum Umsetzen einer Linearbewegung eines
Torantriebsabtriebselements (42) des Torantriebes (44) in eine sich zumindest mit
einer Richtungskomponente quer zu der Linearbewegung erstreckende Kippbewegung des
Torflügels (16), umfassend:
ein Kipphebelelement (30) und einen Umsetzhebel (32),
wobei der Umsetzhebel (32) einerseits an das Kipphebelelement (30) angelenkt ist und
andererseits an das Torantriebsabtriebselement (42) schwenkbar anlenkbar ist,
wobei das Kipphebelelement (30) eine Torflügelanlenkung (34) zum schwenkbaren Anlenken
an den Torflügel (16), eine Torantriebsabtriebselementanlenkung (40) zum schwenkbaren
Anlenken an das Torantriebsabtriebselement (42) und eine Umsetzhebelanlenkung (38)
aufweist, an der das Kipphebelelement (30) und der Umsetzhebel (32) schwenkbar verbunden
sind, wobei wenigstens eine der Anlenkungen (34) eine Verschiebebewegung der miteinander
verbundenen Elemente zulässt.
2. Toranschlussvorrichtung (28) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Torantriebsabtriebselementanlenkung (40) eine Verschiebebewegung in Bewegungsrichtung
des Torantriebselements zulässt.
3. Toranschlussvorrichtung (28) nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein an das Torantriebsabtriebselement (42) zur gemeinsamen Bewegung anschließbares
Verbindungselement (50), insbesondere ein Rollwagen (52), vorgesehen ist, an dem einerseits
das Kipphebelelement (30) mittels der Torantriebsabtriebselementanlenkung (40) angelenkt
ist und an dem andererseits der Umsetzhebel (32) angelenkt ist.
4. Toranschlussvorrichtung (28) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Torantriebsabtriebselementanlenkung (40) in Bewegungsrichtung des Torantriebsabtriebselements
(42) beabstandet zu einer Anlenkstelle des Umsetzhebels (32) an dem Verbindungselement
(50) angeordnet ist.
5. Toranschlussvorrichtung (28) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verbindungselement (50), der Umsetzhebel (32) und das Kipphebelelement (30) in
Richtung quer zu der Bewegungsrichtung des Torantriebsabtriebselements (42) gesehen
ein erstes Dreieck bilden und/oder dass die Anlenkungen des Kipphebelelements (30)
in Bewegungsrichtung des Torantriebsabtriebselements (42) gesehen ein zweites Dreieck
bilden.
6. Toranschlussvorrichtung (28) nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die eine Verschiebungsbewegung zulassende Anlenkung eine Langlochverbindung aufweist.
7. Torantriebsvorrichtung (18), umfassend einen Schlepptorantrieb mit einem linearbeweglich
geführten Torantriebsschlitten (48) als Torantriebsabtriebselement (42) und eine Toranschlussvorrichtung
(28) nach einem der voranstehenden Ansprüche zum Ankuppeln des Schlepptorantriebs
an einen Torflügel (16) eines Schwing- und/oder Kipptores (10).
8. Automatisches Schwing- und/oder Kipptor (10), umfassend:
einen zwischen einer im Wesentlichen horizontalen Öffnungsendlage (20) und einer im
Wesentlichen vertikalen Schließendlage (22) bewegbaren Torflügel (16) und eine Toranschlussvorrichtung
(28) nach einem der Ansprüche 1 bis 6 zum Anschließen des Torflügels (16) an einen
Torantrieb (44) oder eine Torantriebsvorrichtung (18) nach Anspruch 7.
9. Schwing- und/oder Kipptor (10) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass in der Öffnungsendlage (20) die Torantriebsabtriebselementsanlenkung (40) oberhalb
und in Bewegungsrichtung beabstandet zu der Torflügelanlenkung (34) angeordnet ist
und die Umsetzhebelanlenkung (38) unterhalb und in Bewegungsrichtung beabstandet zu
der Torflügelanlenkung (34) angeordnet ist.