[0001] Die Erfindung betrifft eine Beleuchtungseinrichtung zur Beleuchtung von Innenräumen
in Gebäuden oder von Außenanlagen. Die Beleuchtungseinrichtung kann als Langfeldleuchte
ausgebildet sein, sie hat dementsprechend dann eine schmale längliche Form. Solche
Langfeldleuchten sind beispielsweise in Form von Neon-Leuchten mit röhrenförmigen
Leuchtmitteln oder, in neuerer Zeit, mit LED-Leuchtmitteln in Röhrenform ausgeführt.
[0002] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Beleuchtungseinrichtung anzugeben,
mit der die Beleuchtung von Innenräumen in Gebäuden, Außenanlagen oder sonstigen Gegenständen
bei weiterhin einfacher Montage stilvoller möglich ist.
[0003] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Beleuchtungseinrichtung zur Beleuchtung von
Innenräumen in Gebäuden oder von Außenanlagen, wobei die Beleuchtungseinrichtung zur
Montage in einem im Wesentlichen rechtwinkligen Eckbereich des Innenraums, der Außenanlage
oder eines sonstigen Gegenstands eingerichtet ist, mit folgenden Merkmalen:
- a) ein Leuchtenhalter, der zur Befestigung in dem im Wesentlichen rechtwinkligen Eckbereich
eingerichtet ist, wobei der Leuchtenhalter wenigstens eine erste Befestigungsfläche
zur Befestigung an einer ersten Eckbereich-Oberfläche und eine zweite Befestigungsfläche
zur Befestigung an einer zweiten Eckbereich-Oberfläche aufweist, wobei die erste und
die zweite Befestigungsfläche des Leuchtenhalters im Wesentlichen rechtwinklig zueinander
angeordnet sind,
- b) eine Leuchtenabdeckung aus zumindest teilweise lichtdurchlässigem Material, wobei
die Leuchtenabdeckung zur Befestigung an dem Leuchtenhalter eingerichtet ist,
- c) wobei durch einen Zwischenraum zwischen dem Leuchtenhalter und der Leuchtenabdeckung
ein Aufnahmeraum zur Aufnahme wenigstens eines Leuchtelements der Beleuchtungseinrichtung,
insbesondere eines LED-Streifens, gebildet ist.
[0004] Die erfindungsgemäße Beleuchtungseinrichtung hat den Vorteil, dass sie sehr einfach
aufgebaut sein kann und nur wenige Elemente erfordert, insbesondere den Leuchtenhalter
und die Leuchtenabdeckung sowie selbstverständlich ein Leuchtelement als Lichtquelle
zur Lichtabstrahlung. Der als separates Teil bereitstellbare Leuchtenhalter erlaubt
eine einfache und schnelle Befestigung in dem im Wesentlichen rechtwinkligen Eckbereich.
An diesen dann schon im Eckbereich befestigten Leuchtenhalter kann dann die Leuchtenabdeckung
befestigt werden, z.B. durch festschrauben. Alternativ kann die Leuchtenabdeckung
zur formschlüssigen Befestigung an dem Leuchtenhalter eingerichtet sein. So kann z.B.
durch das nachfolgend noch erläuterte erste und zweite Rastelement auf einfache Weise
die Leuchtenabdeckung auf den Leuchtenhalter aufgerastet werden. Hierzu ist kein Werkzeug
erforderlich. Die Montage kann auf einfache und schnelle Weise von Hand erfolgen.
Ebenso ist eine Demontage ohne weiteres möglich.
[0005] Dadurch, dass die Beleuchtungseinrichtung zur Montage in einem Eckbereich eingerichtet
ist, kann sie platzsparend und in optisch günstiger Weise untergebracht werden. Durch
entsprechende Gestaltung der Leuchtenabdeckung kann ein stilvoller Beleuchtungseffekt
erzielt werden, z.B. in der Art einer lichtabstrahlenden Stuck-Verzierung in einem
Raum-Eckbereich. Der Leuchtenhalter kann als dünnes abgekantetes Blech ausgebildet
sein.
[0006] Das Leuchtelement der Beleuchtungseinrichtung, in der Regel ein elektrisch betriebenes
Leuchtelement wie z.B. ein LED-Streifen oder eine LED-Röhre, kann Teil der Beleuchtungseinrichtung
sein oder separat bereitgestellt werden, beispielsweise derart, dass das Leuchtelement
vom Anwender nach Bedarf ausgewählt wird oder im Defekt-Falle ausgetauscht wird.
[0007] Wenn die Beleuchtungseinrichtung als Langfeldleuchte ausgebildet ist, ist vorteilhafterweise
der Aufnahmeraum zur Aufnahme des Leuchtelements länger als seine Breite und seine
Höhe, d.h. es ergibt sich ein Aufnahmeraum mit einer vergleichsweise großen Länge
im Vergleich zu den übrigen Dimensionen. Vorteilhafterweise kann der Aufnahmeraum
wenigstens fünfmal so lang sein wie breit und/oder hoch.
[0008] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Leuchtenabdeckung
wenigstens ein erstes Rastelement aufweist, das zum Hintergreifen eines ersten Fixierelements
des Leuchtenhalters eingerichtet ist, und/oder die Leuchtenabdeckung wenigstens ein
zweites Rastelement aufweist, das zum Hintergreifen eines zweiten Fixierelements des
Leuchtenhalters eingerichtet ist. Durch das erste und/oder zweite Rastelement wird
die Leuchtenabdeckung für eine einfach durchzuführende formschlüssige Befestigung
an dem Leuchtenhalter weitergebildet. Dies umfasst auch die Möglichkeit, dass die
Leuchtenabdeckung in nicht-formschlüssiger Weise am Leuchtenhalter befestigt wird.
In diesem Fall kann die Leuchtenabdeckung als universelle Leuchtenabdeckung sowohl
für nicht-formschlüssige als auch für formschlüssige Befestigungsarten genutzt werden,
um die Leuchtenabdeckung am Leuchtenhalter zu fixieren.
[0009] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass ein erster
Flügel des Leuchtenhalters, der die erste Befestigungsfläche aufweist, wenigstens
ein formschlüssiges erstes Fixierelement und ein zweiter Flügel des Leuchtenhalters,
der die zweite Befestigungsfläche aufweist, wenigstens ein formschlüssiges zweites
Fixierelement aufweist. Dies erlaubt die einfache werkzeuglose Befestigung der mit
den Rastelementen ausgebildeten Leuchtenabdeckungen an dem Leuchtenhalter.
[0010] Das Hintergreifen des ersten Fixierelements durch das erste Rastelement bzw. des
zweiten Fixierelements durch das zweite Rastelement umfasst es, dass zumindest ein
Teil des jeweiligen Rastelements in Aufsetzrichtung der Leuchtenabdeckung auf den
Leuchtenhalter hinter dem jeweiligen Fixierelement angeordnet wird, im Sinne eines
Hinterschnittes. Auf diese Weise wird die Leuchtenabdeckung sicher am Leuchtenhalter
gehalten und kann nicht herabfallen. Bei der Montage der Leuchtenabdeckung am Leuchtenhalter
hintergreift somit das erste Rastelement das erste Fixierelement und das zweite Rastelement
das zweite Fixierelement. Dies kann in grundsätzlich beliebiger Reihenfolge erfolgen
oder gleichzeitig.
[0011] Das erste Fixierelement, das zweite Fixierelement, das erste Rastelement und/oder
das zweite Rastelement können als in Längsrichtung durchgehende Rastelemente bzw.
Fixierelemente ausgebildet sein, oder sie können Unterbrechungen aufweisen, sodass
hierdurch mehrere einzelne Fixierelemente bzw. Rastelemente gebildet werden. Dabei
kann die Leuchtenabdeckung in Längsrichtung der Beleuchtungseinrichtung gegenüber
dem Leuchtenhalter verschiebbar sein.
[0012] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das wenigstens
eine erste Rastelement und/oder das wenigstens eine zweite Rastelement am freien Ende
wenigstens eine Abschrägung aufweist. Durch die Abschrägung kann eine Einführschräge
des Rastelements zum Hintergreifen des jeweiligen dem Rastelement zugeordneten Fixierelements
bereitgestellt werden, sodass das Rastelement leichter an dem Fixierelement vorbeigeführt
werden kann, insbesondere wenn der Leuchtenhalter bereits in dem Eckbereich montiert
ist und zwischen dem jeweiligen Fixierelement und der zugeordneten Eckbereich-Oberfläche
nur ein schmaler Spalt verbleibt. Die Abschrägung kann insbesondere der Innenseite
der Beleuchtungseinrichtung, d.h. dem Aufnahmeraum, zugewandt sein.
[0013] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass
- a) das wenigstens eine erste Fixierelement des Leuchtenhalters von einer durch die
erste Befestigungsfläche festgelegten ersten Ebene soweit beabstandet ist, dass das
wenigstens eine erste Rastelement durch den verbleibenden Zwischenraum zwischen dem
wenigstens einen ersten Fixierelement und der ersten Ebene durchführbar ist
und/oder
- b) das wenigstens eine zweite Fixierelement des Leuchtenhalters von einer durch die
zweite Befestigungsfläche festgelegten zweiten Ebene soweit beabstandet ist, dass
das wenigstens eine zweite Rastelement durch den verbleibenden Zwischenraum zwischen
dem wenigstens einen zweiten Fixierelement und der zweiten Ebene durchführbar ist.
[0014] Dies erlaubt eine einfache Montage der Leuchtenabdeckung am Leuchtenhalter, wenn
der Leuchtenhalter bereits im Eckbereich montiert ist.
[0015] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass
- a) der erste Flügel einen ersten Basisabschnitt aufweist, der sich zum zweiten Flügel
hin an die erste Befestigungsfläche anschließt, wobei die erste Befestigungsfläche
gegenüber dem ersten Flügel um einen spitzen Winkel abgewinkelt ist, insbesondere
ein Winkel im Bereich von 1 Grad bis 8 Grad,
und/oder
- b) der zweite Flügel einen zweiten Basisabschnitt aufweist, der sich zum ersten Flügel
hin an die zweite Befestigungsfläche anschließt, wobei die zweite Befestigungsfläche
gegenüber dem zweiten Flügel um einen spitzen Winkel abgewinkelt ist, insbesondere
ein Winkel im Bereich von 1 Grad bis 8 Grad.
[0016] Auf diese Weise kann der Leuchtenhalter und damit die gesamte Beleuchtungseinrichtung
ohne besondere Anpassungsarbeiten auch in Eckbereichen montiert werden, die nicht
ganz exakt rechtwinklig sind, z.B. weil zwei aneinandergrenzende Wände oder eine Wand
und die Decke eines Raums leichte Abweichungen von der rechtwinkligen Form haben oder
Unebenheiten aufweisen. Der Leuchtenhalter kann sich an solche Unregelmäßigkeiten
dadurch besser anpassen. Es ist dabei vorteilhaft, wenn der Leuchtenhalter aus dünnem
flächigem Material hergestellt ist, z.B. aus dünnem Metall (Metallblech) oder dünnem
Kunststoff. Zum Beispiel kann der Leuchtenhalter durch Abkanten aus einem Metallblech
bereitgestellt werden. Der Leuchtenhalter kann auch aus einem Strangpressprofil hergestellt
werden.
[0017] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass zwischen
dem ersten und dem zweiten Basisabschnitt in dem Aufnahmeraum ein Winkel von mehr
als 90 Grad und/oder ein Winkel von weniger als 180 Grad gebildet ist. Durch die Ausgestaltung
des Winkels mit mehr als 90 Grad, z.B. 95 oder 100 Grad, wird die zuvor erwähnte flexible
Anpassbarkeit des Leuchtenhalters an unregelmäßige Eckbereiche weiter gefördert, zudem
liegen der erste und der zweite Flügel des Leuchtenhalters nicht vollflächig an den
jeweiligen ersten und zweiten Eckbereich-Oberflächen an. Durch die Ausgestaltung des
Winkels mit weniger als 180 Grad eignet sich die erfindungsgemäße Beleuchtungseinrichtung
insbesondere zur Anbringung in inneren Eckbereichen von Räumen oder anderen Gegenständen,
d.h. zur Anbringung in einem Innenwinkel.
[0018] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der erste
Flügel über einen im Wesentlichen ebenen Verbindungsabschnitt mit dem zweiten Flügel
verbunden ist. Dies kann z.B. dadurch realisiert sein, dass der Verbindungsabschnitt
den ersten und den zweiten Basisabschnitt miteinander verbindet. Auf diese Weise hat
der Leuchtenhalter im Profilquerschnitt eine mehreckig abgewinkelte Form. Dies ist
förderlich für eine einfache Herstellbarkeit des Leuchtenhalters sowie eine einfache
Montierbarkeit in einem Eckbereich. Der Verbindungsabschnitt kann gegenüber dem ersten
und/oder dem zweiten Basisabschnitt abgewinkelt sein, z.B. symmetrisch abgewinkelt.
[0019] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Verbindungsabschnitt
zugleich eine Befestigungsfläche für das wenigstens eine Leuchtelement der Beleuchtungseinrichtung
bildet. Auf diese Weise kann das Leuchtelement einfach in dem Aufnahmeraum befestigt
werden und auch auf einfache Weise ausgetauscht werden. Zudem kann der Verbindungsabschnitt
und damit der gesamte Leuchtenhalter zugleich als Kühlkörper für das Leuchtelement
genutzt werden.
[0020] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Leuchtenabdeckung
und/oder der Leuchtenhalter spiegelsymmetrisch zu einer Symmetrieebene ausgebildet
sind. Dies ist förderlich für ein ansprechendes Erscheinungsbild der Beleuchtungseinrichtung
und dementsprechend vorteilhaft, um eine stilvolle Beleuchtung durch die Beleuchtungseinrichtung
bereitzustellen. Die Symmetrieebene kann z.B. als Winkelhalbierende zwischen dem ersten
und dem zweiten Flügel des Leuchtenhalters angeordnet sein. Hierdurch wird zudem eine
vorteilhafte Möglichkeit geschaffen, die erfindungsgemäße Beleuchtungseinrichtung
in der Art von T-Verbindungen miteinander zu kombinieren, z.B. in Raumecken, in denen
z.B. zwei Wände und die Decke eines Raums aufeinandertreffen.
[0021] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Leuchtenabdeckung
an zumindest einer Oberfläche mattiert und/oder gefärbt und/oder lichtstreuend ist.
So kann die Leuchtenabdeckung eine von dem Leuchtenhalter fortweisende Außenoberfläche
aufweisen, die mattiert ist. Auf diese Weise werden unerwünschte Reflexionen an der
Leuchtenabdeckung minimiert. Es kann auch die Innenoberfläche der Leuchtenabdeckung
mattiert sein. Alternativ oder zusätzlich kann die Leuchtenabdeckung gefärbt sein,
z.B. in dem Material der Leuchtenabdeckung durchgefärbt sein. Alternativ oder zusätzlich
kann die Leuchtenabdeckung lichtstreuend sein, z.B. durch eine entsprechende lichtstreuende
Strukturierung der Außenoberfläche und/oder der Innenoberfläche, oder durch im Volumen
der Leuchtenabdeckung vorhandene Zuschlagstoffe, die lichtstreuend wirken.
[0022] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Leuchtenabdeckung
den Leuchtenhalter im montierten Zustand vollständig überdeckt. Dies hat den Vorteil,
dass der Leuchtenhalter dann nicht sichtbar ist, zumindest soweit die Leuchtenabdeckung
nur teiltransparent ist, z.B. weil sie mattiert ist. Dies ist günstig für ein ansprechendes
Erscheinungsbild der Beleuchtungseinrichtung.
[0023] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Leuchtenabdeckung
aus wenigstens einem strangförmigen Kunststoffprofil gebildet ist. Auf diese Weise
kann die Leuchtenabdeckung kostengünstig produziert werden. Zudem ist es einfach möglich,
die Beleuchtungseinrichtung in unterschiedlichen Längen bereitzustellen, da die Leuchtenabdeckung
durch Abschneiden entsprechend langer Stücke aus dem strangförmigen Kunststoffprofil
jeweils nach Bedarf bereitgestellt werden kann.
[0024] Die Leuchtenabdeckung kann auch mittels wenigstens eines additiven Fertigungsverfahrens
hergestellt werden, z.B. durch 3D-Druck. Auf diese Weise ist eine besonders flexible,
an den jeweiligen Anwendungsfall angepasste Gestaltung der Leuchtenabdeckung auf einfache
Weise erzeugbar. Es ist z.B. möglich, die Leuchtenabdeckung in ihrer Form an bestehende
Stuckleisten oder Raumgestaltungen anzupassen.
[0025] Die Leuchtenabdeckung weist eine Lichtabstrahlungsfläche auf, durch die das von dem
im Aufnahmeraum angeordnete wenigstens eine Leuchtelement abgestrahlte Licht nach
außen abgestrahlt werden kann, d.h. zur Außenumgebung der Beleuchtungseinrichtung.
Die Lichtabstrahlungsfläche kann sich über die gesamte Leuchtenabdeckung erstrecken
oder nur über einen Teil der Leuchtenabdeckung. So können beispielsweise das erste
und das zweite Rastelement nicht mehr einen Teil der Lichtabstrahlungsfläche bilden,
zumindest wenn die Leuchtenabdeckung am Leuchtenhalter montiert ist, da eine Lichtabstrahlung
auch durch die Überlappung zwischen dem jeweiligen Rastelement und dem zugeordneten
Fixierelement unterbunden sein kann.
[0026] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Leuchtenabdeckung
zumindest im Bereich der Lichtabstrahlungsfläche nach Art einer Stuckleiste ausgebildet
ist. Somit kann eine leuchtende Stuckleiste bereitgestellt werden. Auf diese Weise
kann die Beleuchtungseinrichtung besonders stilvoll gestaltet werden. Die Beleuchtungseinrichtung
eignet sich dann insbesondere für die Beleuchtung von Innenräumen mit besonderem Ambiente,
z.B. in Bars, Restaurants, Hotels, aber auch in stilvoll ausgestatteten Wohnungen.
[0027] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass
- a) die Leuchtenabdeckung einen zwischen dem wenigstens einen ersten Rastelement und
der Lichtabstrahlungsfläche angeordneten ersten Überdeckungsabschnitt aufweist, der
von der durch die erste Befestigungsfläche festgelegten ersten Ebene beabstandet ist,
sodass die Leuchtenabdeckung in diesem Bereich eine Schattenfuge zur ersten Eckbereich-Oberfläche
bildet,
und/oder
- b) die Leuchtenabdeckung einen zwischen dem wenigstens einen zweiten Rastelement und
der Lichtabstrahlungsfläche angeordneten zweiten Überdeckungsabschnitt aufweist, der
von der durch die zweite Befestigungsfläche festgelegten zweiten Ebene beabstandet
ist, sodass die Leuchtenabdeckung in diesem Bereich eine Schattenfuge zur zweiten
Eckbereich-Oberfläche bildet.
[0028] Auf diese Weise können auch die Übergänge der Beleuchtungseinrichtung zu den angrenzenden
Wänden bzw. den Eckbereich-Oberflächen optisch harmonisch und damit ansprechend gestaltet
werden.
[0029] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das erste
Fixierelement und/oder das zweite Fixierelement als in Richtung zum Innenraum der
Leuchte abgewinkelte Lasche ausgebildet ist. Auf diese Weise kann die Lasche einen
Anschlag für die Leuchtenabdeckung bilden, z.B. einen Anschlag für das erste oder
zweite Rastelement der Leuchtenabdeckung.
[0030] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das erste
Fixierelement als rinnenförmige Nut ausgebildet ist, deren geöffnete Seite von dem
ersten Flügel fortweist, und/oder das zweite Fixierelement als rinnenförmige Nut ausgebildet
ist, deren geöffnete Seite von dem zweiten Flügel fortweist. Die rinnenförmige Nut
kann als Fixierung für die Leuchtenabdeckung genutzt werden, z.B. indem ein Endbereich
des Profils der Leuchtenabdeckung in der rinnenförmigen Nut zur Anlage kommt. Beispielsweise
kann das erste oder zweite Rastelement der Leuchtenabdeckung in der rinnenförmigen
Nut zur Anlage kommen. Die rinnenförmige Nut bildet damit ebenfalls einen Anschlag
für die Montage der Leuchtenabdeckung an dem Leuchtenhalter.
[0031] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Beleuchtungseinrichtung
mit einer oder mehreren weiteren gleichartigen Beleuchtungseinrichtungen in Längsrichtung
endlos aneinanderreihbar ist, wobei zwischen zwei Leuchtenabdeckungen lediglich eine
Stoßfuge gebildet ist. Auf diese Weise kann die Beleuchtungseinrichtung im Sinne eines
modularen Konzepts oder eines Baukastensystems zu größeren Beleuchtungskörpern zusammengestellt
werden. Auf diese Weise können auch sehr große Innenräume oder nahezu beliebige Außenbereiche
beleuchtet werden.
[0032] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Beleuchtungseinrichtung
mehrere im Winkel zueinander angeordnete Leuchtenhalter-Segmente aufweist, die einen
im Wesentlichen ringförmigen Leuchtenhalter bilden, und die Beleuchtungseinrichtung
eine Leuchtenabdeckung aufweist, die aus mehreren im Winkel zueinander angeordneten,
miteinander verbundenen Leuchtenabdeckungs-Segmenten gebildet ist, die auf den Leuchtenhalter
aufgesetzt sind. Auf diese Weise können auch andere Formen der Beleuchtungseinrichtung
als die eingangs erwähnte Langfeldleuchte realisiert werden. Beispielsweise kann eine
im Wesentlichen rechteckförmige oder quadratische Form oder sonstige andere mehreckige
Form der Beleuchtungseinrichtung auf diese Weise realisiert werden. Die einzelnen
Leuchtenabdeckungs-Segmente können jeweils Abschnitte des Materials der Leuchtenabdeckung
sein, wie sie in dieser Anmeldung beschrieben wird. So kann bspw. eine Beleuchtungseinrichtung
mit den erfindungsgemäßen Merkmalen in ein Möbelstück eingebaut werden, wie nachfolgend
noch erläutert wird. Die Leuchtenabdeckung aus den mehreren Leuchtenabdeckungs-Segmenten
kann dann insbesondere in Form einer bereits vorbereiteten Baueinheit auf den Leuchtenhalter
aufgesetzt werden. Dies vereinfacht die Montage der Leuchtenabdeckung auf dem Leuchtenhalter.
[0033] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Leuchtenabdeckungs-Segmente
durch Gehrungsschnitte vorbereitet und an den Schnittflächen der Gehrungsschnitte
bündig miteinander zu dem im Wesentlichen ringförmigen Leuchtenhalter verbunden sind.
Auf diese Weise wird ein günstiges optisches Gesamterscheinungsbild der Beleuchtungseinrichtung
erzielt. Zudem kann unerwünschte Lichtabstrahlung aus anderenfalls auftretenden Spalten
zwischen den Leuchtenabdeckungs-Segmenten vermieden werden.
[0034] Die Erfindung umfasst zudem ein Möbelstück mit wenigstens einer Beleuchtungseinrichtung
der zuvor beschriebenen Art. Das Möbelstück kann ein prinzipiell beliebiges Möbelstück
sein, z.B. ein Schrank, eine Vitrine, ein Regal, ein Spiegel, ein Tisch, z.B. ein
Tisch mit Glasplatte. Hierbei ist es vorteilhaft, wenn das Möbelstück über eine entsprechende
Aussparung verfügt, in die die Beleuchtungseinrichtung möglichst passgenau und bündig
eingesetzt werden kann. Auf diese Weise lassen sich besondere Beleuchtungseffekte
auch im Mobiliar realisieren.
[0035] Die Erfindung umfasst außerdem ein Verfahren zur Bereitstellung einer solchen Beleuchtungseinrichtung,
mit folgenden Schritten:
- a) Anbringen mehrerer Leuchtenhalter-Segmente im Winkel zueinander in einer Aussparung
eines Gegenstands,
- b) Anbringung von Leuchtelementen an den Leuchtenhalter-Segmenten vor, während oder
nach dem Schritt a),
- c) Herstellen einer Leuchtenabdeckung aus mehreren im Winkel zueinander angeordneten
Leuchtenabdeckungs-Segmenten, die miteinander verbunden werden, vor, während oder
nach wenigstens einem der Schritte a), b),
- d) Montieren der Leuchtenabdeckung in Form einer Baueinheit auf dem mit den Leuchtelementen
bestückten Leuchtenhalter.
[0036] Dies erlaubt eine effiziente Bereitstellung einer Beleuchtungseinrichtung der zuvor
erläuterten Art, insbesondere einer Beleuchtungseinrichtung, die an einem Möbelstück
angebracht werden soll.
[0037] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Verwendung
von Zeichnungen näher erläutert.
[0038] Es zeigen
- Figur 1 -
- eine Beleuchtungseinrichtung in Schnittdarstellung und
- Figur 2 -
- die Beleuchtungseinrichtung gemäß Figur 1 in perspektivischer Darstellung und
- Figur 3 -
- Schritte zur Montage oder Demontage der Beleuchtungseinrichtung und
- Figur 4
- eine weitere Ausführungsform einer Beleuchtungseinrichtung in Schnittdarstellung und
- Figur 5
- ein Möbelstück mit einer Beleuchtungseinrichtung in perspektivischer Darstellung.
[0039] In den Figuren werden gleiche Bezugszeichen für einander entsprechende Elemente verwendet.
[0040] Die Figur 1 zeigt einen Schnitt in einer x-y-Ebene. Eine räumliche z-Koordinate verläuft
dementsprechend senkrecht zur Papierebene. Die Beleuchtungseinrichtung erstreckt sich
in Längsrichtung parallel zur z-Achse, in Richtung ihrer Breite parallel zur x-Achse
und in Richtung ihrer Höhe parallel zur y-Achse.
[0041] Wie erkennbar ist, weist die Beleuchtungseinrichtung einen Leuchtenhalter 2, eine
Leuchtenabdeckung 3 ein Leuchtelement 4 und einen Kühlkörper 6 auf, auf dem das Leuchtelement
4 befestigt ist. Der Kühlkörper 6 ist an der Leuchtenabdeckung 3 befestigt. Zwischen
dem Leuchtenhalter 2 und der Leuchtenabdeckung 3 ist ein Aufnahmeraum 5 gebildet,
somit ein Innenraum der Beleuchtungseinrichtung, in dem das Leuchtelement 4 angeordnet
ist. Die Beleuchtungseinrichtung ist in einem Eckbereich 1 befestigt, z.B. in einem
Eckbereich, der durch zwei Wände eines Raums oder durch eine Wand und die Decke eines
Raums oder eine Wand und den Fußboden eines Raums gebildet werden. Die Wände weisen
eine erste Eckbereich-Oberfläche 11 und eine zweite Eckbereich-Oberfläche 12 auf.
Die erste Eckbereich-Oberfläche 11 und die zweite Eckbereich-Oberfläche 12 sind im
Wesentlichen rechtwinklig zueinander angeordnet.
[0042] Der Leuchtenhalter weist einen ersten Flügel 21, einen zweiten Flügel 22 sowie einen
Verbindungsabschnitt 23 auf. Der erste Flügel 21 ist über den Verbindungsabschnitt
23 mit dem zweiten Flügel 22 verbunden. Am ersten Flügel 21 ist eine erste Befestigungsfläche
211 ausgebildet, am zweiten Flügel 22 ist eine zweite Befestigungsfläche 221 ausgebildet.
Der Leuchtenhalter 2 ist über die erste Befestigungsfläche 211 an der ersten Eckbereich-Oberfläche
11 befestigt, z.B. festgeschraubt oder angeklebt, und über die zweite Befestigungsfläche
221 in gleicher oder anderer Weise an der zweiten Eckbereich-Oberfläche 12 befestigt.
[0043] Der erste Flügel 21 weist einen ersten Basisabschnitt 213 auf, der sich zum zweiten
Flügel 22 hin an die erste Befestigungsfläche 211 anschließt, d.h. der erste Basisabschnitt
213 verbindet die erste Befestigungsfläche 211 mit dem Verbindungsabschnitt 23. Der
erste Basisabschnitt 213 ist gegenüber der ersten Befestigungsfläche 211 um einen
spitzen Winkel α
1 abgewinkelt. Der erste Basisabschnitt 213 kann z.B. als ebener Bereich des ersten
Flügels 21 ausgebildet sein. Der erste Basisabschnitt 213 kann auch in nicht ebener
Weise ausgebildet, z.B. gekrümmt.
[0044] Der zweite Flügel 22 weist einen zweiten Basisabschnitt 223 auf, der sich zum ersten
Flügel 21 hin an die zweite Befestigungsfläche 221 anschließt, d.h. der zweite Basisabschnitt
223 verbindet die zweite Befestigungsfläche 221 mit dem Verbindungsabschnitt 23. Der
zweite Basisabschnitt 223 ist gegenüber der zweiten Befestigungsfläche 221 um einen
spitzen Winkel α
2 abgewinkelt. Der zweite Basisabschnitt 223 kann z.B. als ebener Bereich des zweiten
Flügels 22 ausgebildet sein. Der zweite Basisabschnitt 223 kann auch in nicht ebener
Weise ausgebildet, z.B. gekrümmt.
[0045] Der erste Flügel 21 geht, vom Verbindungsabschnitt 23 ausgehend, hinter der ersten
Befestigungsfläche 211 über in einen mehrfach abgewinkelten Bereich, an dem endseitig
ein erstes Fixierelement 212 ausgebildet ist. Das erste Fixierelement 212 kann z.B.
durch einen zum Aufnahmeraum 5 hin U-förmig abgewinkelten Materialbereich des Leuchtenhalters
2 gebildet sein. In vergleichbarer Weise weist der zweite Flügel 22, vom Verbindungsabschnitt
23 aus gesehen, hinter der zweiten Befestigungsfläche 221 einen mehrfach abgewinkelten
Bereich auf, der schließlich an einem zweiten Fixierelement 222 endet. Das zweite
Fixierelement 222 kann vergleichbar oder anders ausgebildet sein wie das erste Fixierelement
212.
[0046] Die Leuchtenabdeckung 3 weist als Befestigungsmittel zur Befestigung am Leuchtenhalter
2 wenigstens ein erstes Rastelement 312 auf, das hinter dem ersten Fixierelement 212
eingerastet bzw. eingehängt ist und dieses somit hintergreift. Auf der anderen Seite
weist die Leuchtenabdeckung 3 wenigstens ein zweites Rastelement 322 auf, das hinter
dem zweiten Fixierelement 222 eingehängt ist und dieses somit hintergreift. Das erste
Rastelement 312 weist am freien Ende eine Abschrägung 313 auf, das zweite Rastelement
322 weist am freien Ende eine Abschrägung 323 auf. Die jeweiligen Abschrägungen 313,
323 erleichtern das Einführen des jeweiligen Rastelements 312, 322 durch den zwischen
dem jeweiligen Fixierelement 212, 222 und der Eckbereich-Oberfläche 11 bzw. 12 gebildeten
Spalt.
[0047] Die Leuchtenabdeckung 3 weist eine Lichtabstrahlungsfläche 33 auf. Die Leuchtenabdeckung
3 ist lichtstreuend ausgebildet, z.B. indem im gesamten Volumen des Materials der
Leuchtenabdeckung 3 Zuschlagstoffe in Form lichtstreuender Partikel angeordnet sind.
[0048] Die Leuchtenabdeckung 3 weist ferner einen zwischen dem wenigstens einen ersten Rastelement
312 und der Lichtabstrahlungsfläche 33 angeordneten ersten Überdeckungsabschnitt 310
auf, der von der Eckbereich-Oberfläche 11 beabstandet ist, sodass hier eine Schattenfuge
311 gebildet wird.
[0049] Die Leuchtenabdeckung 3 weist ferner einen zwischen dem wenigstens einen zweiten
Rastelement 322 und der Lichtabstrahlungsfläche 33 angeordneten zweiten Überdeckungsabschnitt
320 auf, der von der Eckbereich-Oberfläche 12 beabstandet ist, sodass hier eine Schattenfuge
321 gebildet wird.
[0050] Die Figur 3 zeigt in vier einzelnen Schritten a, b, c und d die Montage der Leuchtenabdeckung
3 an dem Leuchtenhalter 2, wobei zur Vereinfachung nur der Bereich des ersten Flügels
21 dargestellt ist. Die Abbildung a zeigt den Zustand vor Anbringung der Leuchtenabdeckung
3 an dem Leuchtenhalter 2. Durch Kraftaufbringung etwa im Bereich des Punkts A kann
die Leuchtenabdeckung 3 verformt werden, wie die Abbildung b zeigt. In diesem Zustand
kann das erste Rastelement 312 hinter das erste Fixierelement 212 geschoben werden
und dahinter eingehakt werden, wie die Abbildung c zeigt. Die Abbildung d zeigt den
Endzustand, nachdem die Kraftaufbringung am Punkt A beendet wurde und die Leuchtenabdeckung
3 an dem Leuchtenhalter 2 befestigt ist.
[0051] Eine Demontage der Leuchtenabdeckung 3 von dem Leuchtenhalter 2 ist in umgekehrter
Reihenfolge der Abbildungen der Figur 3 möglich, d.h. in der Reihenfolge d-c-b-a.
Auch hier ist wiederum die Verformung der Leuchtenabdeckung 3 durch Kraftaufbringung
am Punkt A hilfreich.
[0052] Die Figur 4 zeigt in einer mit der Figur 1 vergleichbaren Darstellung eine weitere
Ausführungsform der Beleuchtungseinrichtung. Die Leuchtenabdeckung 3 entspricht dabei
der Leuchtenabdeckung der zuvor beschriebenen Ausführungsform. Gegenüber der zuvor
beschriebenen Ausführungsform wurden Modifikationen am Leuchtenhalter 2 sowie an der
Art der Befestigung der Beleuchtungseinrichtung in dem Eckbereich 1 vorgenommen. Der
Leuchtenhalter 2 weist wiederum einen ersten Flügel 21 und einen zweiten Flügel 22
auf, wobei der erste Flügel 21 über den Verbindungsabschnitt 23 mit dem zweiten Flügel
22 verbunden ist. Im ersten Flügel 21 schließt sich an den ersten Basisabschnitt 213
die erste Befestigungsfläche 211 an. An die erste Befestigungsfläche 211 schließt
sich, im Unterschied zur zuvor erläuterten Ausführungsform, nun eine abgewinkelte
Lasche 250 des Materials des Leuchtenhalters 2 an. Die abgewinkelte Lasche 250 kann
z.B. durch Abkantung eines Blechmaterials des Leuchtenhalters 2 hergestellt sein.
Die abgewinkelte Lasche 250 ist im Wesentlichen rechtwinklig oder mit einem Winkel
von etwas mehr als 90 Grad gegenüber der ersten Befestigungsfläche 211 abgewinkelt.
Die abgewinkelte Lasche 250 bildet einen Anschlag für die Leuchtenabdeckung 3, d.h.
in diesem Fall für die am freien Ende des ersten Rastelements 312 angeordnete Abschrägung
313, die an der abgewinkelten Lasche 250 anliegt.
[0053] Am zweiten Flügel 22 schließt sich an den zweiten Basisabschnitt 223 die zweite Befestigungsfläche
221 an. An die zweite Befestigungsfläche 221 schließt sich ein abgeschrägter Abschnitt
251 an, der endseitig in eine rinnenförmige Nut 252 übergeht. Der abgeschrägte Abschnitt
251 ist gegenüber der zweiten Befestigungsfläche 221 in Richtung zum Innenraum 5 abgewinkelt,
sodass ein Freiraum für die rinnenförmige Nut 252 geschaffen ist. Die rinnenförmige
Nut 252 dient zur Aufnahme der endseitigen Abschrägung 323 des zweiten Rastelements
322. Auf diese Weise ist die Leuchtenabdeckung 3 auch auf der anderen Seite an einem
Endbereich des Leuchtenhalters 2 gelagert und fixiert.
[0054] Die Figur 4 zeigt in dem gestrichelt umrandeten Bereich A eine Ausführungsform der
rinnenförmigen Abschrägung, die z.B. durch Auflöten oder Aufschweißen eines Materialstreifens
hergestellt werden kann. In einem gesondert dargestellten gestrichelt umrandeten Bereich
B wird eine alternative Ausführungsform der rinnenförmigen Nut 252 dargestellt. Erkennbar
ist, dass die rinnenförmige Nut 252 durch mehrfaches Abkanten des endseitigen Bereichs
des Blechmaterials des Leuchtenhalters 2 bereitgestellt werden kann.
[0055] Die in Figur 4 dargestellte Ausführungsform der Beleuchtungseinrichtung eignet sich
insbesondere für die Anbringung an Möbelstücken. Die Befestigung der Beleuchtungseinrichtung
an der ersten Eckbereich-Oberfläche 11 und der zweiten Eckbereich-Oberfläche 12 erfolgt
dadurch, dass zunächst der Leuchtenhalter 2 über Befestigungselemente 7 an diesen
Eckbereich-Oberflächen 11, 12 bzw. den zugehörigen Wänden befestigt wird. Die Befestigungselemente
7 können beispielsweise als Schraube, Nagel, Niet oder Ähnliches ausgebildet sein.
[0056] Ist der Leuchtenhalter 2 in dem Eckbereich 1 befestigt, kann die Leuchtenabdeckung
3 daran angebracht werden. Die Figur 4 zeigt eine Ausführungsform, bei der die Leuchtenabdeckung
2 auf der einen Seite durch ein Befestigungselement 7, z.B. ein Befestigungselement
7 der zuvor beschriebenen Art, befestigt wird. Auf der anderen Seite wird eine formschlüssige
Befestigung ohne zusätzliche Befestigungselemente durchgeführt, indem das Rastelement
322 in die rinnenförmige Nut 252 eingesetzt wird.
[0057] Die Figur 5 zeigt im unteren Bereich ein Möbelstück, beispielsweise einen Spiegel
mit einer Spiegelfläche 8, der einen Korpus aufweist, durch den der im Wesentlichen
rechtwinklige Eckbereich 1 gebildet ist. Dieser im Wesentlichen rechtwinklige Eckbereich
1 erstreckt sich über vier Seiten, d.h. es existieren in diesem Fall vier erste Eckbereich-Oberflächen
11 sowie eine zweite Eckbereich-Oberfläche 12, die eine gemeinsame Rückseite des Möbelstücks
bildet. In diesem Korpus des Möbelstücks soll nun eine erfindungsgemäße Beleuchtungseinrichtung
angebracht werden. Zu diesem Zweck werden zunächst in den inneren Eckbereichen jeweilige
Abschnitte von Leuchtenhaltern 2 befestigt, z.B. über die anhand der Figur 4 erläuterten
Befestigungselemente 7. Es wird außerdem eine Leuchtenabdeckung 9 hergestellt, die
aus mehreren Leuchtabdeckungs-Segmenten 3 gebildet ist, wobei jedes Leuchtenabdeckungs-Segment
3 einer der zuvor beschriebenen Leuchtenabdeckungen 3 zumindest von der Profilform
her entsprechen kann. Um eine geschlossene Ringform der Leuchtenabdeckungs-Segmente
3 herzustellen, werden die einzelnen Leuchtenabdeckungs-Segmente an ihren Enden mit
Gehrungsschnitten vorbereitet und an diesen Schnittflächen der Gehrungsschnitte bündig
miteinander zusammengefügt, z.B. durch Verkleben und/oder Verschweißen. Auf diese
Weise wird eine einteilige Leuchtenabdeckung 9 als eine Baueinheit vorbereitet. Diese
Baueinheit weist eine innere Öffnung 90 auf, durch die in der Anwendung bei einem
Spiegel die Spiegelfläche 8 sichtbar ist. Diese Leuchtenabdeckung 9 wird nun in die
Aussparung des vorbereiteten Korpus des Möbelstücks eingesetzt und daran befestigt,
z.B. in der anhand der Figur 4 erläuterten Art.
1. Beleuchtungseinrichtung (2, 3, 4) zur Beleuchtung von Innenräumen in Gebäuden oder
von Außenanlagen, wobei die Beleuchtungseinrichtung (2, 3, 4) zur Montage in einem
im Wesentlichen rechtwinkligen Eckbereich (1) des Innenraums, der Außenanlage oder
eines sonstigen Gegenstands eingerichtet ist, mit folgenden Merkmalen:
a) ein Leuchtenhalter (2), der zur Befestigung in dem im Wesentlichen rechtwinkligen
Eckbereich (1) eingerichtet ist, wobei der Leuchtenhalter (2) wenigstens eine erste
Befestigungsfläche (211) zur Befestigung an einer ersten Eckbereich-Oberfläche (11)
und eine zweite Befestigungsfläche (221) zur Befestigung an einer zweiten Eckbereich-Oberfläche
(12) aufweist, wobei die erste und die zweite Befestigungsfläche (211, 221) des Leuchtenhalters
(2) im Wesentlichen rechtwinklig zueinander angeordnet sind,
b) eine Leuchtenabdeckung (3) aus zumindest teilweise lichtdurchlässigem Material,
wobei die Leuchtenabdeckung zur Befestigung an dem Leuchtenhalter (2) eingerichtet
ist,
c) wobei durch einen Zwischenraum zwischen dem Leuchtenhalter und der Leuchtenabdeckung
ein Aufnahmeraum (5) zur Aufnahme wenigstens eines Leuchtelements (4) der Beleuchtungseinrichtung,
insbesondere eines LED-Streifens, gebildet ist.
2. Beleuchtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) der erste Flügel (21) einen ersten Basisabschnitt (213) aufweist, der sich zum
zweiten Flügel (22) hin an die erste Befestigungsfläche (211) anschließt, wobei die
erste Befestigungsfläche (211) gegenüber dem ersten Basisabschnitt (213) um einen
spitzen Winkel (α1) abgewinkelt ist, insbesondere ein Winkel im Bereich von 1 Grad bis 8 Grad,
und/oder
b) der zweite Flügel (22) einen zweiten Basisabschnitt (223) aufweist, der sich zum
ersten Flügel (21) hin an die zweite Befestigungsfläche (221) anschließt, wobei die
zweite Befestigungsfläche (221) gegenüber dem zweiten Basisabschnitt (223) um einen
spitzen Winkel (α2) abgewinkelt ist, insbesondere ein Winkel im Bereich von 1 Grad bis 8 Grad,
3. Beleuchtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem ersten und dem zweiten Basisabschnitt (213, 223) in dem Aufnahmeraum
(5) ein Winkel von mehr als 90 Grad und/oder ein Winkel von weniger als 180 Grad gebildet
ist.
4. Beleuchtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Flügel (21) über einen im Wesentlichen ebenen Verbindungsabschnitt (23)
mit dem zweiten Flügel (22) verbunden ist.
5. Beleuchtungseinrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsabschnitt (23) zugleich eine Befestigungsfläche (24) für das wenigstens
eine Leuchtelement (4) der Beleuchtungseinrichtung (2, 3, 4) bildet.
6. Beleuchtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtenabdeckung (3) und/oder der Leuchtenhalter (2) spiegelsymmetrisch zu einer
Symmetrieebene ausgebildet sind.
7. Beleuchtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtenabdeckung (3) an zumindest einer Oberfläche mattiert und/oder gefärbt
und/oder lichtstreuend ist.
8. Beleuchtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtenabdeckung (3) den Leuchtenhalter (2) im montierten Zustand vollständig
überdeckt.
9. Beleuchtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtenabdeckung (3) aus wenigstens einem strangförmigen Kunststoffprofil gebildet
ist.
10. Beleuchtungseinrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtenabdeckung (3) zumindest im Bereich der Lichtabstrahlungsfläche (33) nach
Art einer Stuckleiste ausgebildet ist.
11. Beleuchtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungseinrichtung (2, 3, 4) mit einer oder mehreren weiteren gleichartigen
Beleuchtungseinrichtungen (2, 3, 4) in Längsrichtung endlos aneinanderreihbar ist,
wobei zwischen zwei Leuchtenabdeckungen (3) lediglich eine Stoßfuge gebildet ist.
12. Beleuchtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungseinrichtung mehrere im Winkel zueinander angeordnete Leuchtenhalter-Segmente
aufweist, die einen im Wesentlichen ringförmigen Leuchtenhalter bilden, und die Beleuchtungseinrichtung
eine Leuchtenabdeckung aufweist, die aus mehreren im Winkel zueinander angeordneten,
miteinander verbundenen Leuchtenabdeckungs-Segmenten gebildet ist, die auf den Leuchtenhalter
aufgesetzt sind.
13. Beleuchtungseinrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtenabdeckungs-Segmente durch Gehrungsschnitte vorbereitet und an den Schnittflächen
der Gehrungsschnitte bündig miteinander zu dem im Wesentlichen ringförmigen Leuchtenhalter
verbunden sind.
14. Möbelstück mit wenigstens einer Beleuchtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche.
15. Verfahren zur Bereitstellung einer Beleuchtungseinrichtung mit folgenden Schritten:
a) Anbringen mehrerer Leuchtenhalter-Segmente im Winkel zueinander in einer Aussparung
eines Gegenstands,
b) Anbringung von Leuchtelementen an den Leuchtenhalter-Segmenten vor, während oder
nach dem Schritt a),
c) Herstellen einer Leuchtenabdeckung aus mehreren im Winkel zueinander angeordneten
Leuchtenabdeckungs-Segmenten, die miteinander verbunden werden, vor, während oder
nach wenigstens einem der Schritte a), b),
d) Montieren der Leuchtenabdeckung in Form einer Baueinheit auf dem mit den Leuchtelementen
bestückten Leuchtenhalter.