[0001] Die Erfindung betrifft eine Brennkammer einer Gasturbine nach dem Oberbergriff des
Anspruch 1. Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Gasturbine mit einer solchen
Brennkammer und ein Verfahren zum Betreiben einer solchen Gasturbine.
[0002] Gasturbinen verfügen über eine Brennkammer sowie über eine der Brennkammer nachgeordnete
Turbine. In der Brennkammer einer Gasturbine wird ein Kraftstoff verbrannt und hierbei
heißes Abgas erzeugt. Das heiße Abgas wird in der Turbine der Gasturbine entspannt,
um hierbei Energie zu gewinnen, die dazu dienen kann, Antriebsleistung bereitzustellen,
um zum Beispiel zur Erzeugung von elektrischem Strom einen Generator anzutreiben.
Aus der Praxis sind bereits als Dual-Fuel-Gasturbinen ausgebildete Gasturbinen bekannt,
wobei solche Dual-Fuel-Gasturbinen eine Dual-Fuel-Brennkammer umfassen, in der in
einem Gaskraftstoffbetriebsmodus ein gasförmiger Kraftstoff und in einem Flüssigkraftstoffbetriebsmodus
ein flüssiger Kraftstoff verbrannt wird. In dem Gaskraftstoffbetriebsmodus ist ein
Gemisch aus einem gasförmigen Kraftstoff und Verbrennungsluft über einen Drallkörper
der Brennkammer zuführbar. In dem Flüssigkraftstoffbetriebsmodus ist der Brennkammer
der Gasturbine der flüssige Kraftstoff über eine Zerstäubungseinrichtung und die Verbrennungsluft
über den Drallkörper zuführbar.
[0003] Aus der nachveröffentlichten
EP 3 351 854 A1 ist eine Brennkammer einer Gasturbine nach dem Oberbergriff des Anspruch 1 bekannt.
[0004] US 2015/0082770 A1 offenbart eine Dual-Fuel-Brennkammer. Diese Dual-Fuel-Brennkammer weist eine Zerstäubungseinrichtung
mit einer zentralen Zerstäubungsdüse und mehreren dezentralen Zerstäubungsdüsen auf.
Flüssiger Kraftstoff wird in die Brennkammer sowohl über die zentrale Zerstäubungsdüse
als auch über die dezentralen Zerstäubungsdüsen in die Brennkammer eingebracht. Gasförmiger
Kraftstoff wird hingegen ausschließlich über die dezentralen Zerstäubungseinrichtungen
in die Brennkammer eingebracht.
[0005] DE 198 39 085 A1 offenbart eine Brenneranordnung mit primärem und sekundärem Pilotbrenner. Einem Hauptbrenner
kann Brenngas und/oder Brennöl zugeführt werden. Das Brenngas für den Hauptbrenner
wird im Bereich eines Drallerzeugers mit Verbrennungsluft gemischt. Das Brennöl für
den Hauptbrenner wird unmittelbar im Bereich des Hauptdrallerzeugers der Luft zugeführt.
Dem Pilotbrenner, welcher dem Zünden und/oder Stabilisieren der Hauptflamme im Hauptbrenner
dient, wird Brennstoff über weitere Brennstoffkanäle zugeführt.
[0006] Es besteht Bedarf daran, als Dual-Fuel-Brennkammern ausgebildete Brennkammern einer
Gasturbine dahingehend weiter zu verbessern, dass insbesondere im Flüssigkraftstoffbetriebsmodus
der flüssige Kraftstoff effektiver verbrannt werden kann, und zwar unter Reduzierung
von unerwünschten Abgasemissionen wie Stickoxidemissionen.
[0007] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine neuartige
Brennkammer einer Gasturbine, eine Gasturbine einer solchen Brennkammer und ein Verfahren
zum Betreiben einer solchen Gasturbine zu schaffen.
[0008] Diese Aufgabe wird durch eine Brennkammer einer Gasturbine nach Anspruch 1 gelöst.
[0009] Die Zerstäubungseinrichtung weist eine bezogen auf eine Längsmittelachse der Brennkammer
oder bezogen auf eine Längsmittelachse einer Vorkammer der Brennkammer zentrale Zerstäubungslanze
mit mindestens einer Zerstäubungsdüse auf. Die Zerstäubungseinrichtung weist ferner
mehrere bezogen auf die Längsmittelachse der Brennkammer oder bezogen auf die Längsmittelachse
der Vorkammer der Brennkammer dezentrale Zerstäubungsdüsen auf.
[0010] Über die zentrale Zerstäubungslanze, die mindestens eine Zerstäubungsdüse umfasst,
sowie über die mehreren dezentralen Zerstäubungsdüsen kann im Flüssigkraftstoff-Betriebsmodus
der flüssige Kraftstoff optimal in die Brennkammer eingebracht werden, um eine effektive
Verbrennung des flüssigen Kraftstoffs zu gewährleisten. Über die zentrale Zerstäubungslanze
kann der flüssige Kraftstoff direkt in eine zentrale Rezirkulationszone innerhalb
der Brennkammer oder der Vorkammer der Brennkammer eingebracht werden, wodurch eine
stabile Verbrennung erreicht werden kann. Das Einbringen des Kraftstoffs über die
zentrale Zerstäubungslanze erfolgt dabei nicht homogen zur Verbrennungsluft, es erfolgt
hier keine Vormischung von flüssigem Kraftstoff und Verbrennungsluft. Über die dezentralen
Zerstäubungsdüsen kann der flüssige Kraftstoff homogen in der Verbrennungsluft verteilt
werden. Ferner wird durch die dezentralen Zerstäubungsdüsen eine Teilvormischung von
flüssigem Kraftstoff und Verbrennungsluft erreicht. Durch die dezentralen Zerstäubungsdüsen
können im Vergleich zur zentralen Zerstäubungslanze Abgasemissionen, insbesondere
Stickoxidemissionen, reduziert werden.
[0011] Die zentrale Zerstäubungslanze weist mindestens zwei, vorzugsweise zwei, Zerstäubungsdüsen
auf, die alleine und gemeinsam jeweils einen Zerstäubungskegel mit einem maximalen
Sprühwinkel von 60°, vorzugsweise von maximal 55°, bereitstellen. Jeder der dezentralen
Zerstäubungsdüsen stellt jeweils einen Zerstäubungskegel mit einem maximalen Sprühwinkel
von 50°, vorzugsweise von maximal 40°, bereit. Hiermit kann vermieden werden, dass
Wände der Brennkammer sowie der Vorkammer der Brennkammer mit flüssigem Kraftstoff
benetzt werden. Insbesondere dient dies der effektiven Verbrennung des flüssigen Kraftstoffs
unter Reduzierung von Abgasemissionen.
[0012] Nach einer Weiterbildung der Erfindung sind die dezentralen Zerstäubungsdüsen auf
einer sich um die Längsmittelachse der Brennkammer oder um die Längsmittelachse der
Vorkammer der Brennkammer erstreckenden Kreisbahn positioniert. Vorzugsweise ist ein
Mittelpunkt der Kreisbahn, auf welcher die dezentrale Zerstäubungsdüse positioniert
ist, auf der Längsmittelachse der Brennkammer oder der Vorkammer der Brennkammer positioniert.
Vorzugsweise beträgt ein Radius der Kreisbahn, auf welcher die dezentralen Zerstäubungsdüsen
positioniert sind, zwischen dem 0,4-fachen und 1,1-fachen eines Innenradius des Drallkörpers.
Über solche dezentralen Zerstäubungsdüsen kann der flüssige Kraftstoff unter Bereitstellung
einer homogene Verteilung desselben mit der Verbrennungsluft sowie im Hinblick auf
eine Vormischung desselben mit der Verbrennungsluft optimal in die Brennkammer eingebracht
werden, um Abgasemissionen wie Stickoxidemissionen möglichst stark zu reduzieren.
[0013] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist die zentrale Zerstäubungslanze unter Ausbildung
eines Radialspalts radial außen von einem angrenzenden Bauteil zumindest abschnittsweise
umgeben, wobei der Brennkammer über den Radialspalt Verbrennungsluft unter Umgehung
des Drallkörpers zuführbar ist. Auch hiermit kann bei Verwendung der zentralen Zerstäubungslanze
für das Einbringen des flüssigen Kraftstoffs in die Brennkammer oder Vorkammer der
Brennkammer eine effektive Verbrennung des flüssigen Kraftstoffs im Flüssigkraftstoffbetriebsmodus
unter Reduzierung von insbesondere Stickoxidemissionen gewährleistet werden. Die erfindungsgemäße
Gasturbine ist in Anspruch 8 und das erfindungsgemäße Verfahren zum Betreiben derselben
ist in Anspruch 9 definiert.
[0014] Nach einer ersten Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens werden in dem Flüssigkraftstoffbetriebsmodus
sowohl die zentrale Zerstäubungslanze als auch die dezentralen Zerstäubungsdüsen im
gesamten Betriebsbereich zwischen Leerlauf und Volllast genutzt, um der Brennkammer
den flüssigen Kraftstoff zuzuführen. Diese Betriebsvariante der Erfindung eignet sich
dann, wenn die zu betreibende Gasturbine schnelle Lastwechsel ausführen soll, da dann
einzelne Einspritzdüsen nicht eingeschaltet bzw. ausgeschaltet werden müssen. Spülprozeduren,
wie sie beim Ausschalten einzelner Zerstäubungsdüsen erforderlich sind, können so
vermieden werden. Abgasemissionen können im Vergleich zu Gasturbienen, deren Brennkammern
nur eine zentrale Zerstäubungslanze aufweisen, reduziert werden.
[0015] Nach einer zweiten Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens werden in dem Flüssigkraftstoffbetriebsmodus
in einem Betriebsbereich unterhalb einer vorgegebenen Lastgrenze sowohl die zentrale
Zerstäubungslanze(als auch die dezentralen Zerstäubungsdüsen genutzt, um der Brennkammer
flüssigen Kraftstoff zuzuführen, wohingegen in einem Betriebsbereich oberhalb der
vorgegebenen Lastgrenze ausschließlich die dezentralen Zerstäubungsdüsen genutzt werden,
um der Brennkammer den flüssigen Kraftstoff zuzuführen. Diese Betriebsvariante der
Erfindung dient der weiteren Reduzierung von Abgasemissionen, insbesondere Stickoxidemissionen.
In einem oberen Lastbereich wird die zentrale Zerstäubungslanze zum Einbringen des
flüssigen Kraftstoffs nicht weiter genutzt, vielmehr erfolgt im oberen Lastbereich
des Einbringen des flüssigen Kraftstoffs ausschließlich unter Verwendung der dezentralen
Zerstäubungsdüsen. Hierdurch können Abgasemissionen wie Stickoxidemissionen weiter
reduziert werden, nämlich im Betriebsbereich hoher Lasten.
[0016] Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und
der nachfolgenden Beschreibung. Ausführungsbeispiele der Erfindung werden, ohne hierauf
beschränkt zu sein, an Hand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt:
- Fig. 1
- einen stark schematisierten Ausschnitt aus einer erfindungsgemäßen Brennkammer einer
erfindungsgemäßen Gasturbine;
- Fig. 2
- das Detail II der Fig. 1;
- Fig. 3
- ein Detail der Fig. 1 in Blickrichtung III;
- Fig. 4
- ein Diagramm zur Verdeutlichung eines ersten erfindungsgemäßen Verfahrens zum Betreiben
der erfindungsgemäßen Gasturbine; und
- Fig. 5
- ein Diagramm zur Verdeutlichung eines zweiten erfindungsgemäßen Verfahrens zum Betreiben
der erfindungsgemäßen Gasturbine.
[0017] Die Erfindung betrifft eine Brennkammer einer Gasturbine, eine Gasturbine mit einer
solchen Brennkammer und ein Verfahren zum Betreiben einer solchen Gasturbine.
[0018] Fig. 1 zeigt einen schematisierten Ausschnitt aus einer Gasturbine im Bereich einer
Brennkammer 1. Die Brennkammer 1 wird von einer Wand 2 begrenzt, wobei in der Brennkammer
1 ein Kraftstoff verbrannt wird. Bei der Verbrennung des Kraftstoffs in der Brennkammer
1 entstehendes Abgas ist einer nicht gezeigten Turbine der Gasturbine zuführbar, um
das Abgas in der Turbine zu entspannen und hierbei Energie zu gewinnen.
[0019] Die Brennkammer 1 ist als Dual-Fuel-Brennkammer ausgebildet, die einerseits in einem
Gaskraftstoffbetriebsmodus und andererseits in einem Flüssigkraftstoffbetriebsmodus
betrieben werden kann.
[0020] Im Gaskraftstoffbetriebsmodus der Brennkammer 1 wird in derselben ein gasförmiger
Kraftstoff verbrannt, wobei ein Gemisch aus dem gasförmigen Kraftstoff und Verbrennungsluft
der Brennkammer 1, in Fig. 1 einer Vorkammer 9 der Brennkammer 1, über einen Drallkörper
3 zugeführt wird.
[0021] Der Drallkörper 3 ist vorzugsweise als Radialdrallkörper ausgeführt und erzeugt einen
definierten Drall des in die Vorkammer 9 der Brennkammer 1 eintretenden Gemischs aus
Verbrennungsluft und gasförmigem Kraftstoff. Das Gemisch aus dem gasförmigen Kraftstoff
und der Verbrennungsluft wird im Gaskraftstoffbetriebsmodus mit Hilfe einer nicht
gezeigten elektrischen Zündeinrichtung gezündet.
[0022] Im Flüssigkraftstoffbetriebsmodus der Brennkammer 1 wird in derselben ein flüssiger
Kraftstoff verbrannt, wobei der flüssige Kraftstoff der Brennkammer 1, in Fig. 1 der
Vorkammer 9 der Brennkammer 1, mit Hilfe einer Zerstäubungseinrichtung 4 zugeführt
wird.
[0023] Die Zerstäubungseinrichtung 4 verfügt über eine zentrale Zerstäubungslanze 17, die
in etwa in der Mitte der Vorkammer 9 der Brennkammer 1 bzw. auf einer Längsmittelachse
20 der Vorkammer 9 der Brennkammer 1 bzw. auf einer Längsmittelachse 20 der Brennkammer
1 positioniert ist und den flüssigen Kraftstoff in Richtung der Längsmittelachse 20
unter Ausbildung eines Zerstäubungskegels bzw. Sprühkegels 8a in die Vorkammer 9 der
Brennkammer 1 einspritzt.
[0024] Zusätzlich zu dieser bezogen auf die Längsmittelachse 20 der Brennkammer 1 oder der
Vorkammer 9 zentralen Zerstäubungslanze 17 verfügt die Zerstäubungseinrichtung 4 über
mehrere bezogen auf die Längsmittelachse 20 der Brennkammer 1 oder Vorkammer 9 dezentrale
Zerstäubungsdüsen 18, die flüssigen Kraftstoff ebenfalls in die Vorkammer 9 der Brennkammer
1 einspritzen können, und zwar unter Ausbildung eines jeweiligen Sprühkegels 8b.
[0025] Die Zerstäubungseinrichtung 4 verfügt demnach über die zentrale Zerstäubungslanze
17 sowie mehrere dezentrale Zerstäubungsdüsen 18. Die zentrale Zerstäubungslanze 17
weist mindestens eine Zerstäubungsdüse auf, vorzugsweise mehrere Zerstäubungsdüsen
15, 16 (siehe Fig. 2).
[0026] Fig. 2 zeigt ein Detail der zentralen Zerstäubungslanze 17 der Zerstäubungseinrichtung
4. Zwischen der Zerstäubungslanze 17, die in einer Montagewand 12 der Brennkammer
1 aufgenommen ist, und einem angrenzenden Bauteil 5, das ebenfalls in der Montagewand
12 aufgenommen ist, das sich radial außen an die Zerstäubungslanze 17 der Zerstäubungseinrichtung
4 anschließt und das die Zerstäubungslanze 17 der Zerstäubungseinrichtung 4 radial
außen zumindest abschnittsweise umgibt, ist ein Radialspalt 6 ausgebildet, über den
ebenfalls Verbrennungsluft der Brennkammer 1, nämlich der Vorkammer 9, zugeführt werden
kann, und zwar unter Umgehung des Drallkörpers 3. So visualisiert ein Pfeil 13 (siehe
Fig. 1) eine Strömung von Verbrennungsluft über den Drallkörper 3 und ein Pfeil 14
(siehe Fig. 2) eine Strömung von Verbrennungsluft über den Radialspalt 6 zwischen
der Zerstäubungslanze 17 und dem Bauteil 5, wobei die Verbrennungsluftströmung über
diesen Radialspalt 6 über ein Ventil 25 eingestellt werden.
[0027] Dasjenige Bauteil 15, welches zusammen mit der Zerstäubungslanze 17 der Zerstäubungseinrichtung
4 den Ringspalt 6 definiert, ist vorzugsweise als separate Hülse ausgeführt, die in
der Montagewand 12 aufgenommen ist. Im Unterschied hierzu ist es auch möglich, dass
die Montagewand 12 selbst das sich radial außen an die Zerstäubungslanze 17 angrenzende
Bauteil 5, welches zusammen mit der Zerstäubungslanze 17 den Radialspalt 6 definiert,
bereitstellt.
[0028] Die bezogen auf die Längsmittelachse 20 der Brennkammer 1 oder Vorkammer 9 dezentralen
Zerstäubungsdüsen 8 der Zerstäubungseinrichtung 4 sind vorzugsweise auf einer Kreisbahn
19 (siehe Fig. 3) positioniert, die sich um die Längsmittelachse 20 der Brennkammer
1 bzw. die Längsmittelachse 20 der Vorkammer 9 der Brennkammer 1 herum erstreckt.
[0029] Ein Mittelpunkt dieser Kreisbahn 19, auf welcher die dezentralen Zerstäubungsdüsen
18 positioniert sind, ist dabei auf der Längsmittelachse 20 positioniert. Die dezentralen
Zerstäubungsdüsen 18 umgeben demnach die zentrale Zerstäubungslanze 17 vorzugsweise
konzentrisch.
[0030] Fig. 3 zeigt einen Radius d
18 der Kreisbahn 19, auf welcher die dezentralen Zerstäubungsdüsen 18 angeordnet sind.
Dabei ist insbesondere vorgesehen, dass dieser Radius d
18 der Kreisbahn 19, auf welcher die dezentralen Zerstäubungsdüsen 18 positioniert sind,
zwischen dem 0,4-fachen und dem 1,1-fachen eines Innendurchmessers d
3 des Drallkörpers 3 beträgt. Dann, wenn der Radius d
18 der Kreisbahn 19, auf welchem die dezentralen Zerstäubungsdüsen 18 angeordnet sind,
zwischen dem 1,0-fachen und dem 1,1-fachen des Innendurchmessers d
3 des Drallkörpers 3 beträgt, überdecken die dezentralen Zerstäubungsdüsen 18 zumindest
teilweise den Drallkörper 3 im Bereich seines Austrittsbereichs.
[0031] Die dezentralen Zerstäubungsdüsen 18 können auch auf mehreren vorzugsweise konzentrischen
Kreisbahnen oder auf einer Ellipsenbahn oder einem Polygon angeordnet sein.
[0032] Wie bereits ausgeführt, umfasst die zentrale Zerstäubungslanze 17 der Zerstäubungseinrichtung
4 vorzugsweise mehrere Zerstäubungsdüsen, im Ausführungsbeispiel der Fig. 2 zwei Zerstäubungsdüsen
15, 16, bei welchen es sich vorzugsweise um Drall-Zerstäubungsdüsen handelt. Diesen
beiden Zerstäubungsdüsen 15, 16 der zentralen Zerstäubungslanze 17 kann der flüssige
Kraftstoff im Flüssigkraftstoffbetriebsmodus ausgehend von einer gemeinsamen Flüssigkraftstoffzuführung
21 zugeführt werden, wobei der von der Flüssigkraftstoffzuführung 21 geführte Kraftstoff
in zwei Flüssigkraftstoffteilzuführungen 21a, 21b aufteilbar ist, um beide Zerstäubungsdüsen
15, 16 der zentralen Zerstäubungslanze 17 mit flüssigem Kraftstoff zu versorgen.
[0033] Die zentrale Zerstäubungslanze 17 mit ihren beiden Zerstäubungsdüsen 15, 16 sprüht
den flüssigen Kraftstoff in Richtung auf die Brennkammer 1 mit dem Sprühwinkel α ein,
der maximal 60°, vorzugsweise maximal 55°, beträgt. Sowohl dann, wenn beide Zerstäubungsdüsen
15, 16 der Zerstäubungslanze 17 gemeinsam betrieben werden, als auch dann, wenn eine
dieser Zerstäubungsdüsen 15, 16 alleine betrieben wird, beträgt der Sprühwinkel α
jeweils maximal 60°, vorzugsweise maximal 55°. Dadurch wird sichergestellt, dass weder
Wände 2a der Vorkammer 9 noch Wände 2 der Brennkammer 1 mit flüssigem Kraftstoff benetzt
werden, wodurch eine effektivere Verbrennung des flüssigen Kraftstoffs bereitgestellt
werden kann.
[0034] Wie bereits ausgeführt, kann über den Spalt 6 Verbrennungsluft der Brennkammer 1,
insbesondere der Vorkammer 9, zugeführt werden. Die Luftströmung 14, die über diesen
Ringspalt 6 geführt wird, dient einerseits dazu, die zentrale Zerstäubungslanze 17
der Zerstäubungseinrichtung 4 zu kühlen, andererseits umgibt diese Luftströmung 14
zumindest teilweise außen den Sprühkegel 8a des flüssigen Kraftstoffs der Zerstäubungslanze
17 und bündelt so denselben.
[0035] Diejenige Verbrennungsluft 14, welche der Brennkammer 1, in Fig. 1 der Vorkammer
9, unter Umgehung des Drallkörpers 3 über den Radialspalt 6 zuführbar ist, beträgt
insbesondere zwischen 1 % und 10 % der Verbrennungsluft, welche der Brennkammer über
den Drallkörper 3 zuführbar ist.
[0036] Dabei kann die Verbrennungsluftströmung 14 nicht nur im Flüssigkraftstoffbetriebsmodus
der Brennkammer 1 sondern auch im Gaskraftstoffbetriebsmodus der Brennkammer 1 über
den Radialspalt 6 zugeführt werden, wobei im Gaskraftstoffbetriebsmodus die Zerstäubungseinrichtung
4, also insbesondere die Zerstäubungslanze 17 derselben, inaktiv ist, sodass dann
im Gaskraftstoffbetriebsmodus über die Zerstäubungseinrichtung 4 kein Kraftstoff eingebracht
wird, sondern lediglich über den Drallkörper 3.
[0037] Wie bereits ausgeführt, ist die Zerstäubungslanze 17 zentrisch, bezogen auf die Längsmittelachse
20, ausgerichtet, über die Zerstäubungslanze 17 kann im Flüssigkraftstoff-Betriebsmodus
flüssiger Kraftstoff in eine zentrale Rezirkulationszone eingebracht werden. Hierdurch
kann eine sehr stabile Verbrennung gewährleistet werden. Das Einbringen des flüssigen
Kraftstoffs über die bezogen auf die Längsmittelachse 20 zentrale Zerstäubungslanze
17 erfolgt demnach lokal, also nicht homogen zur Verbrennungsluft, sodass keine Vormischung
flüssigem Kraftstoff und Verbrennungsluft erfolgt.
[0038] Wie bereits ausgeführt, umfasst die Brennkammer 1 zusätzlich zur zentralen Zerstäubungslanze
17 mehrere dezentrale Zerstäubungsdüsen 18, die vorzugsweise auf der Kreisbahn 19
angeordnet sind. Diese dezentralen Zerstäubungsdüsen 18 sind über eine separate Flüssigkraftstoffzuführung
22 (siehe Fig. 1) mit flüssigem Kraftstoff versorgbar, wobei die dezentralen Zerstäubungsdüsen
18 den flüssigen Kraftstoff in etwa in der gleichen Richtung in die Vorkammer 9 bzw.
Brennkammer 1 einbringen, wie die zentrale Zerstäubungslanze 17, jedoch mit einem
Sprühwinkel β, der kleiner als der Sprühwinkel α ist, wobei der Sprühwinkel β der
dezentralen Zerstäubungsdüsen 18 vorzugsweise maximal 50°, bevorzugt maximal 40°,
beträgt.
[0039] Mithilfe der dezentralen Zerstäubungsdüsen 18, die über die Kreisbahn 19 vorzugsweise
gleichverteilt sind, wird der Brennstoff unter Ausbildung einer homogenen Verteilung
mit der Verbrennungsluft in die Brennkammer 1, insbesondere in die Vorkammer 9 eingebracht,
gleichzeitig wird eine Teilvormischung von Verbrennungsluft und flüssigem Kraftstoff
bereitgestellt, insbesondere unterstützt dadurch, dass die dezentralen Zerstäubungsdüsen
18 benachbart zum Austritt des Drallkörpers 3 angeordnet sind. Diese Teilvormischung
kann verbessert werden, wenn der Radius d
18 größer als der Radius d
3 ist. So kann der Radius d
18 zwischen dem 1,0-fachen und dem 1,1-fachen des Radius d
3 betragen.
[0040] Als dezentrale Zerstäubungsdüsen 18 finden vorzugsweise Doppelstrahl-Düsen bzw. sogenannten
Plain Jets Verwendung. Über die dezentralen Zerstäubungsdüsen 18 wird eine homogene
Zufuhr des flüssigen Kraftstoffs zur Verbrennungsluft erreicht, ferner eine Teilvormischung
von flüssigem Kraftstoff und Verbrennungsluft.
[0041] Dann, wenn die Brennkammer 1 im Gaskraftstoffbetriebsmodus betrieben werden soll,
wird der Brennkammer 1 ein Gas-Verbrennungsluft-Gemisch über den Drallkörper 3 zugeführt.
[0042] Ebenfalls kann im Gaskraftstoffbetriebsmodus Verbrennungsluft über den Ringspalt
6 geführt werden. Die über den Ringspalt 6 geführte Verbrennungsluftströmung 14 wird
im Bereich eines Luftraums, eines sogenannten Plenums 10, stromaufwärts des Drallkörpers
3 zweigt.
[0043] So zeigt Fig. 1 eine Luftleitung 11, über die vom Plenum 10 Verbrennungsluft abgezweigt
werden kann, wobei die vom Plenum 10 über die Luftleitung 11 abgezweigte Verbrennungsluft
14 einer von der Wand 12 ausgebildeten Luftkammer 7 zugeführt wird, um dann ausgehend
von dieser Luftkammer 7 über den zwischen der Zerstäubungslanze 17 der Zerstäubungseinrichtung
4 und dem angrenzenden Bauteil 5 ausgebildeten Ringspalt 6 in die Vorkammer 9 der
Brennkammer 1 eingebracht zu werden.
[0044] Dann, wenn die Brennkammer 1 im Flüssigkraftstoffbetriebsmodus mit aktiver Zerstäubungseinrichtung
4 betrieben wird, wird der Brennkammer 1 bzw. Vorkammer 9 der flüssige Kraftstoff
über die Zerstäubungseinrichtung 4 zugeführt, Verbrennungsluft über den Drallkörper
3 und vorzugsweise über den Ringspalt 6 zwischen der zentralen Zerstäubungslanze 17
und dem Bauteil 5.
[0045] In einer ersten vorteilhaften Betriebsart ist vorgesehen, dass im FlüssigkraftstoffBetriebsmodus
sowohl die zentrale Zerstäubungslanze 17 als auch die dezentralen Zerstäubungsdüsen
18 der Zerstäubungseinrichtung 4 im gesamten Betriebsbereich zwischen Leerlauf und
Volllast genutzt werden, um der Brennkammer 1 den flüssigen Kraftstoff zuzuführen.
[0046] Für diesen ersten Betriebsfall sind in Fig. 4 über der Last L der Gasturbine mehrere
Kurvenverläufe 21, 22, 23 und 24 gezeigt, wobei der Kurvenverlauf 21 der Flüssigkraftstoffzuführung
21 über die zentrale Zerstäubungslanze 17 entspricht, wobei der Kurvenverlauf 22 die
Flüssigkraftstoffzuführung 22 über die dezentrale Zerstäubungsdüsen 18 entspricht,
wobei der Kurvenverlauf 23 den Lastanteil an der Gesamtlast L zeigt, der durch die
Verbrennung des über die zentrale Zerstäubungslanze 17 eingebrachten Flüssigkraftstoffs
bereitgestellt werden kann, und wobei der Kurvenverlauf 24 den Lastanteil an der Gesamtlast
L zeigt, der durch die Verbrennung des Kraftstoffs bereitstellt werden kann, der über
die dezentralen Zerstäubungsdüsen 18 in die Brennkammer eingebracht wird.
[0047] So zeigt Fig. 4, dass dann, wenn über den gesamten Lastbereich zwischen 0 % (Leerlauf)
und 100 % (Volllast) sowohl über die zentrale Zerstäubungslanze 17 als auch über die
dezentralen Zerstäubungsdüsen 18 Kraftstoff der Brennkammer 1 zugeführt wird, im gesamten
Betriebsbereich zwischen Leerlauf (0 %) und Volllast (100 %) über die zentrale Zerstäubungslanze
17 (siehe Kurvenverlauf21) vorzugsweise eine konstante Menge an flüssigem Kraftstoff
der Brennkammer 1 zugeführt wird. Die Leistungsmodulation erfolgt dann durch Veränderung
des über die dezentralen Zerstäubungsdüsen 18 (siehe Kurvenverlauf 22) in die Brennkammer
1 eingebrachten flüssigen Kraftstoffs, sodass mit zunehmender Lastanforderung L der
Lastanteil 23 der zentralen Zerstäubungslanze 17 gegenüber dem Lastanteil der dezentralen
Zerstäubungsdüsen 18 abfällt bzw. der entsprechende Lastanteil 24 der dezentralen
Zerstäubungsdüsen 18 zunimmt.
[0048] Nach diesem Betriebskonzept, bei welchem im gesamten Lastbereich bzw. Betriebsbereich
zwischen Leerlauf und Volllast sowohl die zentrale Zerstäubungslanze 17 als auch die
dezentralen Zerstäubungsdüsen 18 genutzt werden, um der Brennkammer den flüssigen
Kraftstoff zuzuführen, ist insbesondere vorgesehen, dass zum Zünden der Verbrennung
in der Brennkammer 1 ausschließlich über eine der beiden Zerstäubungsdüsen 15, 16
der Zerstäubungslanze 17 Kraftstoff in die Brennkammer 1 eingebracht wird, und dass
nach dem Zünden und nach dem Erreichen einer definierten Drehzahl der Gasturbine beide
Zerstäubungsdüsen 15, 16 der Zerstäubungslanze 17 genutzt werden, um den Kraftstoff
über die Zerstäubungslanze 17 in die Brennkammer 1 einzubringen.
[0049] Wie bereits ausgeführt, ist über den gesamten Betriebsbereich und damit Lastbereich
der Gasturbine nach dem Betriebskonzept der Fig. 4 die über die zentrale Zerstäubungslanze
17 bereitgestellte Kraftstoffmenge konstant, die Leistungsmodulation erfolgt ausschließlich
über die Variation der über die dezentrale Zerstäubungsdüsen 18 bereitgestellten Kraftstoffmenge.
Dieses Betriebskonzept ist besonders für schnelle Lastwechsel an der Gasturbine geeignet,
da dann bis auf den Zündvorgang keine Zerstäubungsdüsen eingeschaltet bzw. ausgeschaltet
werden müssen. Auch ist es nicht erforderlich, nach dem Ausschalten von Zerstäubungsdüsen
dieselben zu spülen. Dieses Betriebskonzept dient einer sehr robusten und stabilen
Verbrennung des flüssigen Kraftstoffs. Es können darüber hinaus geringe Kraftstoffemissionen
realisiert werden, insbesondere Stickoxidemissionen von weniger als 150 vppm.
[0050] Fig. 5 verdeutlicht ein zweites Betriebskonzept der erfindungsgemäßen Brennkammer
bzw. der die erfindungsgemäße Brennkammer umfassenden, erfindungsgemäßen Gasturbine.
So zeigt Fig. 5, dass sich der Lastbereich L zwischen dem Leerlauf (0 %) und der Volllast
(100 %) in zwei Lastbereiche untergliedert, und zwar in einen Lastbereich zwischen
Leerlauf (0 %) und einem Grenzwert GW, sowie in einen Lastbereich zwischen einem Grenzwert
GW und Volllast (100 %).
[0051] Nach dem zweiten erfindungsgemäßen Betriebskonzept der Fig. 5 wird im Flüssigkraftstoffbetriebsmodus
im Betriebsbereich bzw. Lastbereich unterhalb der vorgegebenen Lastgrenze GW sowohl
die zentrale Zerstäubungslanze 17 als auch die dezentralen Zerstäubungsdüsen 18 genutzt,
um flüssigen Kraftstoff der Brennkammer 1 zuzuführen. Dabei ist vorzugsweise in diesem
Lastbereich die über die zentrale Zerstäubungslanze 17 eingebrachte Kraftstoffmenge
(siehe Kurvenverlauf 21) konstant, die Leistungsmodulation erfolgt dann wiederum ausschließlich
über die Änderung der über die dezentralen Zerstäubungsdüsen 18 eingebrachten Flüssigkraftstoffmenge
(siehe Kurvenverlauf 22).
[0052] Im Lastbereich oberhalb des definierten Grenzwerts GW wird die zentrale Zerstäubungslanze
17 abgeschaltet, sodass dann über dieselbe keinerlei Kraftstoff mehr zugeführt wird,
sodass dann im oberen Lastbereich zwischen der Lastgrenze GW und Volllast (100 %)
flüssiger Kraftstoff ausschließlich über die dezentralen Zerstäubungsdüsen 18 der
Brennkammer 1 zugeführt wird.
[0053] Ein Vorteil dieses zweiten erfindungsgemäßen Betriebskonzepts besteht darin, dass
bei Lasten oberhalb der definierten Lastgrenze GW der flüssige Kraftstoff nicht zentral
in die Rezirkulationszone der Brennkammer 1 eingebracht wird, sondern ausschließlich
dezentral, sodass für den sämtlichen eingebrachten flüssigen Kraftstoff eine homogene
Einbringung zur Verbrennungsluft und eine Teilvormischung mit Verbrennungsluft gewährleistet
werden kann, wodurch Abgasemissionen, insbesondere Stickoxidemissionen, gegenüber
dem Betriebskonzept der Fig. 4 weiter reduziert werden können. Insbesondere können
Stickoxidemissionen von weniger als 90 vppm realisiert werden.
Bezugszeichenliste
[0054]
- 1
- Brennkammer
- 2
- Wand
- 2a
- Wand
- 3
- Drallkörper
- 4
- Zerstäubungseinrichtung
- 5
- Bauteil
- 6
- Radialspalt
- 7
- Luftraum
- 8a
- Zerstäubungskegel
- 8b
- Zerstäubungskegel
- 9
- Vorkammer
- 10
- Luftraum / Plenum
- 11
- Luftleitung
- 12
- Wand
- 13
- Verbrennungsluftströmung
- 14
- Verbrennungsluftströmung
- 15
- Zerstäubungsdüse
- 16
- Zerstäubungsdüse
- 17
- Zerstäubungslanze
- 18
- Zerstäubungsdüse
- 19
- Kreisbahn
- 20
- Längsmittelachse
- 21
- Flüssigkraftstoffzuführung
- 21a
- Flüssigkraftstoffteilzuführung
- 21b
- Flüssigkraftstoffteilzuführung
- 22
- Flüssigkraftstoffzuführung
- 23
- Lastanteil
- 24
- Lastanteil
- 25
- Ventil
1. Brennkammer (1) einer Gasturbine, zur Verbrennung eines Kraftstoffs unter Anwesenheit
von Verbrennungsluft, wobei die Brennkammer (1) als Dual-Fuel-Brennkammer ausbildet
ist,
mit einer Vorkammer (9),
mit einem Drallkörper (3),
wobei der Vorkammer (9) der als Dual-Fuel-Brennkammer ausgebildeten Brennkammer (1)
in einem Gaskraftstoffbetriebsmodus ein Gemisch aus einem gasförmigen Kraftstoff und
Verbrennungsluft über den Drallkörper (3) zuführbar ist, und
wobei der Vorkammer (9) der als Dual-Fuel-Brennkammer ausgebildeten Brennkammer (1)
in einem Flüssigkraftstoffbetriebsmodus über eine Zerstäubungseinrichtung (4) ein
flüssiger Kraftstoff und über den Drallkörper (3) Verbrennungsluft zuführbar ist,
die Zerstäubungseinrichtung (4) eine bezogen auf eine Längsmittelachse (20) der Brennkammer
(1) oder bezogen auf eine Längsmittelachse (20) einer Vorkammer (9) der Brennkammer
(1) zentrale Zerstäubungslanze (17) mit mindestens zwei Zerstäubungsdüsen (15, 16)
aufweist, die alleine und gemeinsam jeweils einen Zerstäubungskegel (8a) mit einem
maximalen Sprühwinkel (α) von 60° bereitstellen,
wobei die Zerstäubungseinrichtung (4) mehrere bezogen auf die Längsmittelachse (20)
der Brennkammer (1) oder bezogen auf die Längsmittelachse (20) der Vorkammer (9) der
Brennkammer (1) dezentrale Zerstäubungsdüsen (18) aufweist, wobei jeder der dezentralen
Zerstäubungsdüsen (18) jeweils einen Zerstäubungskegel (8b) mit einem maximalen Sprühwinkel
(β) von 50° bereitstellt, der kleiner ist als der Sprühwinkel (α) der mindestens zwei
Zerstäubungsdüsen (15, 16) der zentralen Zerstäubungslanze (17).
2. Brennkammer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die dezentralen Zerstäubungsdüsen (18) auf einer sich um die Längsmittelachse (20)
der Brennkammer oder um die Längsmittelachse (20) der Vorkammer der Brennkammer erstreckenden
Kreisbahn (19) positioniert sind.
3. Brennkammer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Mittelpunkt der Kreisbahn (19), auf welcher die dezentralen Zerstäubungsdüsen
(18) positioniert sind, auf der Längsmittelachse (20) der Brennkammer (1) oder der
Vorkammer (9) der Brennkammer (1) positioniert ist.
4. Brennkammer nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Radius der Kreisbahn (19), auf welcher die dezentralen Zerstäubungsdüsen (18)
positioniert sind, zwischen dem 0,4-fachen und 1,1-fachen eines Innenradius des Drallkörpers
(3) beträgt.
5. Brennkammer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zentrale Zerstäubungslanze (17) unter Ausbildung eines Radialspalts (6) radial
außen von einem angrenzenden Bauteil (5) zumindest abschnittsweise umgeben ist, wobei
der Brennkammer (1) über den Radialspalt (6) Verbrennungsluft unter Umgehung des Drallkörpers
(3) zuführbar ist.
6. Brennkammer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbrennungsluftströmung, welche der Brennkammer (1) unter Umgehung des Drallkörpers
(3) über den Radialspalt (6) zwischen der Zerstäubungslanze (17) der Zerstäubungseinrichtung
(4) und dem angrenzenden Bauteil (5) zuführbar ist, zwischen 1% und 10% der Verbrennungsluftströmung
beträgt, welche der Brennkammer über den Drallkörper (3) zuführbar ist.
7. Brennkammer nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Brennkammer sowohl im Gaskraftstoffbetriebsmodus als auch im Flüssigkraftstoffbetriebsmodus
Verbrennungsluft über den Radialspalt (6) zwischen der Zerstäubungslanze (17) der
Zerstäubungseinrichtung (4) und dem angrenzenden Bauteil (5) zuführbar ist.
8. Gasturbine,
mit einer Brennkammer (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 zur Verbrennung eines Kraftstoffs
unter Anwesenheit von Verbrennungsluft,
mit einer Turbine zur Entspannung des bei der Verbrennung entstehenden Abgases.
9. Verfahren zum Betreiben einer Gasturbine nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Brennkammer (1) in dem Gaskraftstoffbetriebsmodus ein Gemisch aus einem gasförmigen
Kraftstoff und Verbrennungsluft über den Drallkörper (3) zugeführt wird,
der Brennkammer (1) in dem Flüssigkraftstoffbetriebsmodus über die Zerstäubungseinrichtung
(4) ein flüssiger Kraftstoff und zumindest über den Drallkörper (3) Verbrennungsluft
zugeführt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Flüssigkraftstoffbetriebsmodus sowohl die zentrale Zerstäubungslanze (17)
als auch die dezentralen Zerstäubungsdüsen (18) im gesamten Betriebsbereich zwischen
Leerlauf und Volllast genutzt werden, um der Brennkammer (1) den flüssigen Kraftstoff
zuzuführen.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass über die zentrale Zerstäubungslanze (17) im gesamten Betriebsbereich zwischen Leerlauf
und Volllast der Brennkammer (1) eine konstante Mange an flüssigen Kraftstoff zugeführt
wird, wobei die Leistungsmodulation durch Veränderung einer der Brennkammer (1) über
die dezentralen Zerstäubungsdüsen (18) zugeführten Menge des flüssigen Kraftstoff
durchgeführt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Flüssigkraftstoffbetriebsmodus in einem Betriebsbereich unterhalb einer vorgegebenen
Lastgrenze sowohl die zentrale Zerstäubungslanze (17) als auch die dezentralen Zerstäubungsdüsen
(18) genutzt werden, um der Brennkammer (1) den flüssigen Kraftstoff zuzuführen, wohingegen
in einem Betriebsbereich oberhalb der vorgegebenen Lastgrenze ausschließlich die dezentralen
Zerstäubungsdüsen (18) genutzt werden, um der Brennkammer (1) den flüssigen Kraftstoff
zuzuführen.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Betriebsbereich unterhalb der vorgegebenen Lastgrenze über die zentrale Zerstäubungslanze
(17) eine konstante Mange an flüssigem Kraftstoff zugeführt wird, wobei die Leistungsmodulation
durch Veränderung einer der Brennkammer (1) über die dezentralen Zerstäubungsdüsen
(18) zugeführten Menge des flüssigen Kraftstoff durchgeführt wird.
1. A combustor (1) of a gas turbine, for combusting a fuel in the presence of combustion
air, wherein the combustor (1) is designed as a dual-fuel combustor,
having a pre-chamber (9),
having a swirl body (3),
wherein the pre-chamber (9) of the combustor (1) designed as dual-fuel combustor (1)
can be supplied in a gas fuel operating mode via the swirl body (3) with a mixture
of a gaseous fuel and combustion air, and
wherein the pre-chamber (9) of the combustor (1) designed as dual-fuel combustor can
be supplied in a liquid fuel operating mode via an atomisation device (4) with a liquid
fuel and via the swirl body (3) with combustion air, the atomisation device (4) comprises
an atomisation lance (17) that is central based on a longitudinal centre axis (20)
of the combustor (1) or based on a longitudinal centre axis (20) of a pre-chamber
(9) of the combustor (1) having at least two atomisation nozzles (15, 16), which alone
and jointly each provide an atomisation cone (8a) having a maximum spray angle (α)
of 60°,
wherein the atomisation device (4) comprises multiple atomisation nozzles (18) decentralised
based on the longitudinal centre axis (20) of the combustor (1) or based on the longitudinal
centre axis (20) of the pre-chamber (9) of the combustor (1),
wherein each of the decentralised atomisation nozzles (18) provides an atomisation
cone (8b) each having a maximum spray angle (β) of 50°, which is smaller than the
spray angle (α) of the at least two atomisation nozzles (15, 16) of the central atomisation
lance (17) .
2. The combustor according to Claim 1, characterised in that the decentralised atomisation nozzles (18) are positioned on a circular path (19)
extending about the longitudinal centre axis (20) of the combustor or about the longitudinal
centre axis (20) of the pre-chamber of the combustor.
3. The combustor according to Claim 2, characterised in that a centre point of the circular path (19), on which the decentralised atomisation
nozzles (18) are positioned on the longitudinal centre axis (20) of the combustor
(1) or the pre-chamber (9) of the combustor (1) .
4. The combustor according to Claim 2 or 3, characterised in that a radius of the circular path (19), on which the decentralised atomisation nozzles
(18) are positioned, amounts to between 0.4 times and 1.1 times of an inside radius
of the swirl body (3).
5. The combustor according to any one of the Claims 1 to 4, characterised in that the central atomisation lance (17), forming a radial gap (6) radially outside, is
surrounded by an adjoining component (5) at least in portions, wherein the combustor
(1) can be supplied via the radial gap (6) with combustion air, bypassing the swirl
body (3).
6. The combustor according to Claim 5, characterised in that the combustion airflow, which can be supplied to the combustor (1) bypassing the
swirl body (3) via the radial gap (6) between the atomisation lance (17) of the atomisation
device (4) and the adjoining component (5) amounts to between 1% and 10% of the combustion
airflow, which can be supplied to the combustor via the swirl body (3).
7. The combustor according to Claim 5 or 6, characterised in that the combustor, both in the gas fuel operating mode and also in the liquid fuel operating
mode, can be supplied with combustion air via the radial gap (6) between the atomisation
lance (17) of the atomisation device (4) and the adjoining component (5).
8. A gas turbine,
having a combustor (1) according to any one of the Claims 1 to 7 for combusting a
fuel in the presence of combustion air,
having a turbine for expanding the exhaust gas developing during the combustion.
9. A method for operating a gas turbine according to Claim 8,
characterised in that
the combustor (1) in the gas fuel operating mode is supplied via the swirl body with
a mixture of a gaseous fuel and combustion air (3),
the combustor (1) in the liquid fuel operating mode is supplied via the atomisation
device (4) with a liquid fuel and with combustion air at least via the swirl body
(3).
10. The method according to Claim 9, characterised in that in the liquid fuel operating mode both the central atomisation lance (17) as well
as the decentralised atomisation nozzles (18) can be utilised throughout the operating
range between no-load and full-load in order to supply the combustor (1) with the
liquid fuel.
11. The method according to Claim 10, characterised in that via the central atomisation lance (17) throughout the operating range between no-load
and full-load a constant quantity of liquid fuel is supplied to the combustor (1),
wherein the power modulation is carried out by changing a quantity of the liquid fuel
supplied to the combustor (1) via the decentralised atomisation nozzles (18).
12. The method according to Claim 9, characterised in that in the liquid fuel operating mode in an operating range below a predetermined load
limit both the central atomisation lance (17) and also the decentralised atomisation
nozzles (18) are utilised in order to supply the liquid fuel to the combustor (1),
whereas in an operating range above the predetermined load limit exclusively the decentralised
atomisation nozzles (18) are utilised in order to supply the combustor (1) with the
liquid fuel.
13. The method according to Claim 12, characterised in that in the operating range below the predetermined load limit a constant quantity of
liquid fuel is supplied via the central atomisation lance (17), wherein the power
modulation is carried out by changing a quantity of the liquid fuel supplied to the
combustor (1) via the decentralised atomisation nozzles (18).
1. Chambre de combustion (1) d'une turbine à gaz pour brûler un combustible en présence
d'air de combustion, dans laquelle la chambre de combustion (1) est configurée comme
une chambre de combustion à double combustible,
comportant une préchambre (9),
comportant un corps tourbillonnaire (3),
dans laquelle la préchambre (9) de la chambre de combustion à double combustible conçue
comme une chambre de combustion (1) dans un mode de fonctionnement à combustible gazeux,
peut être alimentée par un mélange un combustible gazeux et d'air de combustion via
le corps tourbillonnaire (3), et
dans laquelle le préchambre (9) de la chambre de combustion (1) conçue comme une chambre
de combustion à double combustible, dans un mode de fonctionnement à combustible liquide
peut être alimentée avec un combustible liquide via un dispositif de pulvérisation
(4) et via le corps tourbillonnaire (3) avec de l'air de combustion, le dispositif
de pulvérisation (4) présente une lance de pulvérisation (17) centrée par rapport
à un axe central longitudinal (20) de la chambre de combustion (1) ou par rapport
à un axe central longitudinal (20) d'une préchambre (9) de la chambre de combustion
(1) et comporte au moins deux buses de pulvérisation (15, 16), qui seules et ensemble
délivrent chacune un gel de pulvérisation (8a) avec un angle de pulvérisation maximum
(α) de 60°,
dans laquelle le dispositif de pulvérisation (4) présente plusieurs buses de pulvérisation
décentralisées (18) par rapport à l'axe central longitudinal (20) de la chambre de
combustion (1) ou par rapport à l'axe central longitudinal (20) de la préchambre (9)
de la chambre de combustion (1),
dans laquelle chacune des buses de pulvérisation décentralisées (18) fournit un cône
de pulvérisation (8b) avec un angle de pulvérisation maximal (β) de 50°, qui est inférieur
à l'angle de pulvérisation (α) des au moins deux buses de pulvérisation (15, 16) de
la lance de pulvérisation centrale (17).
2. Chambre de combustion selon la revendication 1, caractérisée en ce que les buses de pulvérisation décentralisées (18) sont positionnées sur une trajectoire
circulaire (19) s'étendant autour de l'axe médian longitudinal (20) de la préchambre
de la chambre de combustion ou autour de l'axe longitudinal médian (20) de la chambre
de combustion.
3. Chambre de combustion selon la revendication 2, caractérisée en ce qu'un point central de la trajectoire circulaire (19), sur lequel les buses de pulvérisation
décentralisées (18) sont positionnées, est positionné sur l'axe médian longitudinal
(20) de la chambre de combustion (1) ou de la préchambre (9) de la chambre de combustion
(1).
4. Chambre de combustion selon la revendication 2 ou 3, caractérisée en ce qu'un rayon de la trajectoire circulaire (19) sur lequel les buses de pulvérisation décentralisées
(18) sont positionnées est compris entre 0,4 fois et 1,1 fois un rayon intérieur du
corps tourbillonnaire (3).
5. Chambre de combustion selon une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que la lance centrale de pulvérisation (17) est entourée radialement à l'extérieur par
un composant adjacent (5) au moins par tronçons, en formant un entrefer radial (6),
dans lequel la chambre de combustion (1) peut être alimentée via l'entrefer radial
(6), avec de l'air de combustion contournant le corps tourbillonnaire (3).
6. Chambre de combustion selon la revendication 5, caractérisée en ce que le débit d'air de combustion, qui peut être alimenté dans la chambre de combustion
(1) en contournant le corps tourbillonnaire (3) via l'entrefer radial (6) entre la
lance de pulvérisation (17) du dispositif de pulvérisation (4) et le composant adjacent
(5), est compris entre 1 % et 10 % du débit d'air de combustion, qui peut être alimenté
dans la chambre de combustion via le corps tourbillonnaire (3).
7. Chambre de combustion selon la revendication 5 ou 6, caractérisée en ce que la chambre de combustion aussi bien en mode de fonctionnement à combustible gazeux
qu'en mode de fonctionnement à combustible liquide, peut être alimentée avec de l'air
de combustion via l'entrefer radial (6) entre la lance de pulvérisation (17) du dispositif
de pulvérisation (4) et le composant adjacent (5).
8. Turbine à gaz,
comportant une chambre de combustion (1) selon une quelconque des revendications 1
à 7 pour la combustion d'un combustible en présence d'air de combustion,
comportant une turbine de détente des gaz d'échappement produits lors de la combustion.
9. Procédé de fonctionnement d'une turbine à gaz selon la revendication 8,
caractérisé en ce que
la chambre de combustion (1) en mode de fonctionnement à combustible gazeux est alimentée
avec un mélange d'un combustible gazeux et d'air de combustion via le corps tourbillonnaire
(3),
la chambre de combustion (1) en mode de fonctionnement à combustible liquide est alimentée
en combustible liquide via le dispositif de pulvérisation (4) et en air de combustion
au moins via le corps tourbillonnaire (3).
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que dans le mode de fonctionnement à combustible liquide, la lance de pulvérisation centrale
(17) ainsi que les buses de pulvérisation décentralisées (18) peuvent également être
utilisées dans toute la plage de fonctionnement entre le ralenti et la pleine charge
pour alimenter le combustible liquide dans la chambre de combustion (1).
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce qu'une quantité constante de combustible liquide est fournie à la chambre de combustion
(1) via la lance centrale de pulvérisation (17) dans toute la plage de fonctionnement
entre le ralenti et la pleine charge, dans lequel la puissance la modulation est réalisée
en modifiant la quantité de combustible liquide alimentée via les buses de pulvérisation
décentralisées (18) dans une des chambres de combustion (1).
12. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'en mode de fonctionnement à combustible liquide dans une plage de fonctionnement inférieure
à une limite de charge prédéterminée, à la fois la lance centrale de pulvérisation
(17) et les buses de pulvérisation décentralisées (18) sont utilisées pour alimenter
le combustible liquide dans la chambre de combustion (1), tandis que dans une plage
de fonctionnement au-dessus de la limite de charge spécifiée, seules les buses de
pulvérisation décentralisées (18) sont utilisées pour alimenter le combustible liquide
dans la chambre de combustion (1).
13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que dans la plage de fonctionnement en dessous de la limite de charge prédéterminée via
la lance de pulvérisation centrale (17) une quantité constante de combustible liquide
est fournie, dans lequel la modulation de puissance est réalisée en modifiant la quantité
de combustible liquide alimentée via les buses de pulvérisation décentralisées (18)
dans une des chambres de combustion (1).