[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kühl- und/oder Gefriergerät mit einem Korpus,
der einen gekühlten Innenraum des Gerätes begrenzt, wobei der Korpus eine Stirnseite
aufweist, die eine Öffnung umgibt, die durch ein Verschlusselement verschließbar ist,
sowie mit einem Lichtleiter, der derart angeordnet ist, dass er den gekühlten Innenraum
beleuchtet und mit einer Lichtquelle, die Licht in den Lichtleiter einspeist und die
außerhalb des gekühlten Innenraums angeordnet ist.
[0002] Derartige Geräte sind aus dem Stand der Technik bekannt. Die
DE 10 2012 015 400 A1 offenbart ein Kühl- und/oder Gefriergerät mit Lichtleitern, die in den Innenbehälter
integriert sind, wobei sich die Lichtquelle außerhalb des gekühlten Innenraums befindet.
Aus der
DE 10 2015 007 476 A1 sowie aus der
DE 20 2005 010 781 U1 ist ebenfalls ein Kühl- und/oder Gefriergerät mit einer außerhalb des gekühlten Innenraums
angeordneten Lichtquelle und mit Lichtleitern zur Beleuchtung des gekühlten Innenraums
bekannt.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Kühl- und/oder Gefriergerät
der eingangs genannten Art dahingehend weiterzubilden, dass durch die Anordnung der
Lichtleiter keine Beeinträchtigung der Wärmedämmung des Gerätekorpus hervorgerufen
wird.
[0004] Diese Aufgabe wird durch ein Kühl- und/oder Gefriergerät mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Danach ist vorgesehen, dass ein Frontrahmen vorgesehen ist, der an der Stirnseite
des Korpus angeordnet ist und in dem sich der Lichtleiter zumindest abschnittsweise
befindet. Durch diese Anordnung des Lichtleiters in einem Frontrahmen bzw. durch die
Ausbildung des Lichtleiters als Frontrahmen kann auf Durchführungen für den Lichtleiter
durch die Wärmedämmung des Korpus verzichtet werden. Der Frontrahmen befindet sich
an der Stirnseite des Korpus, die mit dem geschlossenen Verschlusselement zusammenwirkt
und üblicherweise dessen Anlagefläche bildet.
[0005] Der Begriff "Frontrahmen" ist vorzugsweise dahingehend zu verstehen, dass es sich
um ein umlaufendes Gebilde handelt, d.h. um einen Rahmen im engeren Sinne. Von der
Erfindung ist jedoch auch der Fall umfasst, dass der "Frontrahmen" nicht umlaufend
ausgeführt ist, sondern nur aus einer oder mehreren Leisten besteht, die voneinander
getrennt oder miteinander verbunden sein können.
[0006] Die Anordnung des Frontrahmens bringt nicht nur den genannten Vorteil mit sich, dass
auf Durchführungen für den Lichtleiter im Korpus verzichtet werden kann, sondern auch
den, dass der Wärmeeintrag in die Stirnseite des Korpus entsprechend verringert ist.
Vorzugsweise weist der Frontrahmen somit wärmedämmende Eigenschaften auf.
[0007] Die vorliegende Erfindung betrifft des Weiteren ein Kühl- und/oder Gefriergerät mit
einem Korpus, der einen gekühlten Innenraum des Gerätes begrenzt, wobei der Korpus
eine offene Seite aufweist, die durch ein Verschlusselement verschließbar ist, sowie
mit einem Lichtleiter, der derart angeordnet ist, dass er den gekühlten Innenraum
beleuchtet und mit einer Lichtquelle, die Licht in den Lichtleiter einspeist und die
außerhalb des gekühlten Innenraums angeordnet ist, wobei sich in dem Korpus und/oder
in dem Verschlusselement eine Vakuum-Wärmedämmung befindet, die ein oder mehrere Vakuumelemente
aufweist. Insbesondere bei Kühl- und/oder Gefriergeräten mit einer Vakuumdämmung lässt
sich ein erhebliches Einsparpotential dadurch erzielen, dass die üblicherweise wärmeabgebende
Lichtquelle nicht innerhalb des gekühlten Innenraums angeordnet ist. Dies ermöglicht
es, das Kälteaggregat, wie z.B. ein Peltierelement, mit vergleichsweise geringer Leistung
einzusetzen.
[0008] In einer möglichen Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Gerät gemäß
Anspruch 2 mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 ausgebildet ist, d.h.
mit einem stirnseitig angeordneten Frontrahmen ausgeführt ist.
[0009] Bei der Lichtquelle kann es sich um jede beliebige Licht emittierende Komponente
handeln, wie beispielsweise LED, OLED, Laser oder auch um eine geräteexterne Beleuchtung,
insbesondere Sonnen- oder Raumlicht ausgeführt ist. Unter der Lichtquelle gemäß der
vorliegenden Erfindung ist somit auch eine Lichtquelle zu verstehen, die nicht unmittelbar
am Gerät angeordnet ist bzw. keinen Bestandteil des Gerätes bildet.
[0010] Wie oben ausgeführt, besteht eine bevorzugte Ausführung der Erfindung darin, dass
der Lichtleiter nicht durch denn Korpus verläuft. Grundsätzlich sind von der Erfindung
jedoch auch Ausführungsformen umfasst, bei denen eine Korpusdurchführung vorliegt,
in der sich der Lichtleiter befindet.
[0011] Bevorzugt ist die Anordnung des Lichtleiters in einem bzw. in Form eines (zusätzlichen)
Frontrahmens, der die Möglichkeit einer "Aufputzlösung" bietet, die keinen weiteren
Einfluss auf den Gerätekorpus nimmt. Dies bietet einen Lösungsansatz zur Verkleidung
bzw. dem Einsatz der Dichtungsauflage bzw. des Frontrahmens.
[0012] Der Frontrahmen kann derart mit dem Verschlusselement zusammenwirken, dass der Frontrahmen
als Dichtungsauflage für die Dichtung des Verschlusselementes dient.
[0013] Der Frontrahmen kann auf den Korpus aufgesteckt werden und beispielsweise durch eine
Rastverbindung fixiert werden.
[0014] Die Problematik einer nicht haftenden Verschlusselementdichtung könnte dadurch gelöst
werden, dass der Frontrahmen teilweise oder vollständig aus einem magnetisierbaren
Material besteht. In Betracht kommt beispielsweise eine magnetisierbare Schicht auf
dem Frontrahmen, die vorzugsweise zu dem Verschlusselement hin gerichtet ist.
[0015] Der Lichtleiter kann als flächiges oder stabförmiges Bauteil ausgeführt sein.
[0016] Der Lichtleiter kann als Vollmaterial oder als Hohlkörper ausgebildet sein. Die Ausführung
als Hohlkörper bringt den Vorteil besserer thermischer Isolationseigenschaften (reduzierte
Festkörperwärmeleitfähigkeit) mit sich.
[0017] In einer Ausführungsform handelt es sich bei der Wärmedämmung um eine Vollvakuumdämmung.
Diese umfasst eine gasdichte Folie, in der ein Stützmaterial, wie z.B. Perlit eingebracht
ist. In dem von der Folie umgebenen Raum herrscht Vakuum. Grundsätzlich sind von der
Erfindung auch andere vakuumbasierte Wärmedämmungen umfasst, wie beispielsweise der
Einsatz von Vakuumisolationspaneelen etc.
[0018] Grundsätzlich ist es von Bedeutung, den Wärmeeintrag in den gekühlten Innenraum so
gering wie möglich zu halten. Durch die außenliegende Lichtquelle und einem nach innen
führenden Lichtleiter wird insbesondere bei hocheffizienten Geräten (Vollvakuum) ein
erhebliches Einsparpotential erzielt. Exemplarisch bedeutet dies bei einem Flaschenkühler
mit 20 W Lichtleistung einen um ca. 15 W verringerten Kältebedarf.
[0019] Zusätzlich oder alternativ zu diesen Vakuumdämmkörpern kann auch eine herkömmliche
Wärmedämmung, z.B. in Form einer Ausschäumung, z.B. aus PU-Schaum zum Einsatz kommen.
[0020] Der Lichtleiter ist so angeordnet, dass er den gekühlten Innenraum beleuchtet. Darüber
hinaus kann jede andere Art der Beleuchtung bzw. eines Lichtdesigns zum Einsatz kommen,
wie z.B. die Integration von beleuchteten Logos in den Frontrahmen, die Nutzung des
Frontrahmens als Akzentbeleuchtung oder auch die Ambientebeleuchtung bei geschlossener
Tür oder sonstigem Verschlusselement.
[0021] An dieser Stelle wird darauf hingewiesen, dass die Begriffe "ein" und "eine" nicht
zwingend auf genau eines der Elemente verweisen, wenngleich dies eine mögliche Ausführung
darstellt, sondern auch eine Mehrzahl der Elemente bezeichnen können. Ebenso schließt
die Verwendung des Plurals auch das Vorhandensein des fraglichen Elementes in der
Einzahl ein und umgekehrt umfasst der Singular auch mehrere der fraglichen Elemente.
[0022] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden anhand eines in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert:
Es zeigen:
- Figur 1:
- eine Querschnittsansicht durch ein Kühl- und/oder Gefriergerät im Bereich Korpusstirnseite
mit Frontrahmen,
- Figur 2:
- eine perspektivische Ansicht eines Kühl- und/oder Gefriergerätes mit punktueller und
flächiger Lichteinkopplung und
- Figur 3:
- eine Querschnittsansicht durch ein Kühl- und/oder Gefriergerät mit Frontrahmen und
Hohlleiter.
[0023] Figur 1 zeigt in einer Querschnittsansicht den stirnseitigen Bereich des Korpus bzw.
der Korpusseitenwand 20. Der Korpus umgibt zusammen mit der Tür 10, die die umlaufende
Magnettürdichtung 50 aufweist, den gekühlten Innenraum I.
[0024] Das Bezugszeichen 30 kennzeichnet eine Lichtquelle, wie z.B. eine LED, die Licht
in den Lichtleiter 40 einkoppelt. Der Lichtleiter verläuft entlang der Stirnseite
S der Korpusseitenwand 20 und hat ein Ende im Bereich der Lichtquelle 30 und ein anderes
Ende in dem gekühlten Innenraum I.
[0025] Der Lichtleiter 40 verläuft in einem Frontrahmen oder bildet diesen. Der Frontrahmen
bzw. der Lichtleiter 40 befindet sich wie aus Figur 1 an der Korpusstirnseite. Der
Frontrahmen bzw. Lichtleiter kann umlaufend ausgeführt sein, d.h. sich entlang der
gesamten Korpusstirnseite erstrecken oder nur über einen Teilbereich von dieser.
[0026] Aus Figur 2 ist ersichtlich, dass der Lichtleiter als stabförmiges Gebilde ausgeführt
sein kann, d.h. als punktuelles Leuchtmittel P dient oder auch als flächiges Leuchtmittel
F. Das Bezugszeichen 30 kennzeichnet die Lichtquelle.
[0027] Figur 3 zeigt in einer Querschnittsansicht die Stirnseite S des Korpus bzw. der Korpuswand
20. An der Stirnseite S befindet sich der Lichtleiter 40 als Hohlleiter. Das Bezugszeichen
30 kennzeichnet die Lichtquelle.
[0028] Der Lichtleiter bzw. der Frontrahmen kann auf die Stirnseite S des Korpus aufgesteckt
sein oder anderweitig mit dieser in Verbindung stehen. Wie dies aus Figur 1 und 3
ersichtlich ist, überdeckt der Lichtleiter bzw. Frontrahmen die Stirnseite S über
die gesamte Breite und wirkt somit einem stirnseitigen Eintrag von Wärme in den Korpus
entgegen.
[0029] Grundsätzlich kann der Frontrahmen den Lichtleiter aufweisen, somit ist ein Frontrahmen
und zusätzlich ein Lichtleiter vorhanden, der in oder an dem Frontrahmen angeordnet
ist. Von der Erfindung ist jedoch auch der Fall umfasst, dass der Frontrahmen durch
den Lichtleiter gebildet wird, also außer dem Lichtleiter kein zusätzliches Teil in
Form eines separaten Frontrahmens vorhanden ist.
[0030] Bei dem erfindungsgemäßen Kühl- und/oder Gefriergerät kann es sich beispielsweise
um ein schrankartiges Gerät handeln, bei dem die Stirnseite vertikal verläuft oder
auch um eine Truhe mit einer horizontal verlaufenden Stirnseite. Das Verschlusselement
kann dementsprechend beispielsweise eine Tür, ein Deckel, eine Klappe, eine Lade etc.
sein.
1. Kühl- und/oder Gefriergerät mit einem Korpus, der einen gekühlten Innenraum des Gerätes
begrenzt, wobei der Korpus eine Stirnseite aufweist, die eine Öffnung umgibt, die
durch ein Verschlusselement verschließbar ist, sowie mit einem Lichtleiter, der derart
angeordnet ist, dass er den gekühlten Innenraum beleuchtet und mit einer Lichtquelle,
die Licht in den Lichtleiter einspeist und die außerhalb des gekühlten Innenraums
angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Frontrahmen vorgesehen ist, der an der Stirnseite des Korpus angeordnet ist und
der den Lichtleiter zumindest abschnittsweise aufweist oder durch diesen gebildet
wird.
2. Kühl- und/oder Gefriergerät mit einem Korpus, der einen gekühlten Innenraum des Gerätes
begrenzt, wobei der Korpus eine offene Seite aufweist, die durch ein Verschlusselement
verschließbar ist, sowie mit einem Lichtleiter, der derart angeordnet ist, dass er
den gekühlten Innenraum beleuchtet und mit einer Lichtquelle, die Licht in den Lichtleiter
einspeist und die außerhalb des gekühlten Innenraums angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass sich in dem Korpus und/oder in dem Verschlusselement eine Vakuum-Wärmedämmung befindet,
die ein oder mehrere Vakuumelemente aufweist.
3. Kühl- und/oder Gefriergerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gerät mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 ausgebildet ist.
4. Kühl- und/oder Gefriergerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle als LED, OLED, Laser oder geräteexterne Beleuchtung, insbesondere
Sonnen- oder Raumlicht ausgeführt ist.
5. Kühl- und/oder Gefriergerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Lichtleiter nicht durch denn Korpus verläuft.
6. Kühl- und/oder Gefriergerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Frontrahmen derart mit dem Verschlusselement zusammenwirkt, dass der Frontrahmen
als Dichtungsauflage für die Dichtung des Verschlusselementes dient.
7. Kühl- und/oder Gefriergerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Frontrahmen teilweise oder vollständig aus einem magnetisierbaren Material besteht.
8. Kühl- und/oder Gefriergerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Frontrahmen als stirnseitige Dämmung gegen den Eintrag von Wärme in den Korpus
dient.
9. Kühl- und/oder Gefriergerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Lichtleiter als flächiges oder stabförmiges Bauteil ausgeführt ist und/oder dass
der Lichtleiter als Vollmaterial oder als Hohlkörper ausgebildet ist.
10. Kühl- und/oder Gefriergerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der Wärmedämmung um eine Vollvakuumdämmung handelt.