[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Abschnitt einer Verpackungslinie für Getränkebehältnisse
sowie ein Verfahren zum Umgang mit Getränkebehältnissen während ihres Transportes
entlang einer Verpackungslinie.
[0002] Bei der Verpackung von Artikeln, insbesondere von Getränkebehältern, Flaschen o.
dgl. zu Gebinden, werden die Artikel in gewünschter Weise zusammengestellt und mit
einer Schrumpffolie umhüllt. Die Schrumpffolie wird durch Zufuhr von Heißluft in einem
Schrumpftunnel um die Artikel herum aufgeschrumpft. Die Artikel treten hierbei mit
der Schrumpffolie über einen Eingang in den Schrumpftunnel ein und verlassen den Schrumpftunnel
nach dem Schrumpfprozess über einen Ausgang. Durch den Schrumpftunnel kann sich eine
Fördervorrichtung bzw. Horizontalfördervorrichtung erstrecken, um die Artikel während
des Schrumpfprozesses durch den Schrumpftunnel zu bewegen.
[0003] Bevor die Artikel in den Schrumpftunnel geführt werden, wird thermoplastisches Verpackungsmaterial
auf eine Zusammenstellung an Artikeln aufgebracht, um aus der jeweiligen Zusammenstellung
über das thermoplastische Verpackungsmaterial im Schrumpftunnel ein Gebinde zu erzeugen.
[0004] Die
DE 10 2007 062 329 A1 offenbart eine Vorrichtung zum Handhaben von Gegenständen, insbesondere von verpackten
Gebinden. Die Vorrichtung umfasst eine erste und eine zweite Handhabungseinrichtung
für die Gegenstände und hierbei insbesondere eine Verpackungsmaschine und eine Palettiermaschine,
wobei die Verpackungsmaschine durch einen Schrumpftunnel ausgebildet sein kann. Um
auf konstruktiv einfache und platzsparende Weise zu verhindern, dass bei einem stromabwärts
gerichteten Förderstopp Gegenstände gegebenenfalls in der ersten Handhabungseinrichtung
beschädigt werden, ist bei der Vorrichtung eine Speichereinrichtung vorgesehen, die
eine Mehrzahl von Aufnahmeplätzen zum temporären Aufnehmen von Gegenständen aufweist,
die um eine im Wesentlichen horizontale Achse zwischen einer Aufnahmeposition zum
Aufnehmen der Gegenstände und einer Speicherposition bewegbar sind.
[0005] Eine derartige Schrumpfvorrichtung wie oben genannt ist beispielsweise aus dem deutschen
Gebrauchsmuster mit der Veröffentlichungsnummer
DE 20 2007 018 402 U1 bekannt. Der Schrumpftunnel des DE-Gebrauchsmusters steht mit einer Gaszuführungseinrichtung
in Verbindung, über welche die Verpackungsmaterialien mit einem fluiden temperierten
Medium beaufschlagt werden. Das fluide temperierte Medium passiert hierzu eine Strömungskammer
und wird in Richtung mehrerer Austrittsöffnungen geführt. Durch Beaufschlagung des
Verpackungsmaterials mit dem gasförmigen Medium kann das Verpackungsmaterial auf Artikel
aufgeschrumpft werden.
[0006] Bei gattungsgemäßen Vorrichtungen gemäß dem DE-Gebrauchsmuster folgt auf den Schrumpftunnel
eine Horizontalfördereinrichtung, auf welcher die Artikel nach Verlassen des Schrumpftunnels
aufstehen und ggf. in Richtung weiterer Arbeitsstationen bewegt werden. Auf der Horizontalfördereinrichtung
bzw. während ihres Transportes durch die jeweilige Horizontalfördereinrichtung kühlen
die Artikel sodann ab und können hierauf folgend durch die weiteren Arbeitsstationen
manipuliert werden. Vor dem Zuführen an die weiteren Arbeitsstationen kann es notwendig
sein, die Artikel zu gruppieren bzw. zu verteilen, so dass die Gebinde die jeweilige
Arbeitsstation mit einer bestimmten Verteilung bzw. Gruppierung erreichen. Hierzu
kann der Arbeitsstation eine Einrichtung zum Gruppieren bzw. Verteilen vorgeordnet
sein.
[0007] Sofern ein Schrumpftunnel außer Betrieb genommen wird, werden sämtliche Artikel aus
dem Schrumpftunnel gefahren, um aufgrund des im Schrumpftunnel herrschenden Temperaturniveaus
nicht beschädigt zu werden. Die jeweilige an den Schrumpftunnel anschließende Horizontalfördereinrichtung
kann hierbei als Puffer dienen, welcher sämtliche jeweiligen im Schrumpftunnel befindlichen
Gebinde bei einer Außerbetriebnahme des Schrumpftunnels aufnehmen kann. Sofern der
Schrumpftunnel bzw. die Verpackungslinie erneut in Betrieb genommen wird, können die
auf der Horizontalfördereinrichtung bzw. dem Puffer aufstehenden Gebinde sodann in
Richtung einer jeweiligen Arbeitsstation weiterbewegt werden.
[0008] Derartige Vorrichtungen bzw. Abschnitte einer Verpackungslinie besitzen einen hohen
Platzbedarf. Zudem kann es notwendig sein, dass die Gebinde in eine Neuorientierung
bzw. Gruppierung gebracht werden müssen, um durch die Arbeitsstation bearbeitet werden
zu können. Wünschenswert wären demnach ausgehend vom Stand der Technik Vorrichtungen,
welche eine hohe Flexibilität besitzen.
[0009] Eine Aufgabe der Erfindung ist daher, einen gattungsgemäßen Abschnitt einer Verpackungslinie
bzw. ein gattungsgemäßes Verfahren zur Verfügung zu stellen, welche einen geringen
Raumbedarf erfordern und eine hohe Flexibilität besitzen. Die Vorrichtung soll sich
zudem durch einen einfachen Aufbau auszeichnen. Das Verfahren soll einfach umgesetzt
werden können.
[0010] Die obigen Aufgaben werden durch eine Vorrichtung und ein Verfahren gelöst, welche
die Merkmale in den Ansprüchen 1 und 9 umfassen. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen
werden durch die Unteransprüche beschrieben.
[0011] Die Erfindung betrifft einen Abschnitt einer Verpackungslinie für Getränkebehältnisse.
Die Getränkebehältnisse können beispielsweise durch Flaschen bzw. PET-Flaschen oder
Dosen ausgebildet sein.
[0012] Der Abschnitt umfasst einen Schrumpftunnel, mittels welches Schrumpftunnels zum Erzeugen
von Gebinden thermoplastisches Verpackungsmaterial auf Zusammenstellungen an Getränkebehältnissen
aufschrumpfbar ist. Der Schrumpftunnel kann hierzu ein Gehäuse mit zwei zueinander
fluchtend orientierten Öffnungen besitzen, wobei die Getränkebehältnisse durch eine
der beiden Öffnungen in das Gehäuse eintreten, hierauf folgend durch den Schrumpftunnel
bewegt werden und den Schrumpftunnel als Gebinde über eine weitere Öffnung verlassen
bzw. aus dem Schrumpftunnel über die weitere Öffnung abgeführt werden. Um die Getränkebehältnisse
bzw. Gebinde durch den Schrumpftunnel zu transportieren, ist eine Horizontalfördereinrichtung
innerhalb des Schrumpftunnels positioniert. Im Schrumpftunnel können wenigstens zwei
sich gegenüberliegende Schachtwände angeordnet sein, zwischen welchen die Getränkebehältnisse
bewegt werden. Die Schachtwände können jeweils Öffnungen besitzen, durch welche temperierte
Luft austritt und in Richtung des thermoplastischen Verpackungsmaterials bewegt wird.
[0013] Sinnvollerweise kann der Abschnitt der Verpackungslinie eine Arbeitsstation umfassen,
welche dem Schrumpftunnel in Strömungsrichtung der Getränkebehältnisse vorgeordnet
ist und über welche Arbeitsstation thermoplastisches Verpackungsmaterial auf Zusammenstellungen
an Getränkebehältnissen aufgebracht werden kann. Die Arbeitsstation kann dem Schrumpftunnel
in Strömungsrichtung der Getränkebehältnisse unmittelbar vorgeordnet sein.
[0014] Weiter kann der Arbeitsstation ein Zulauf für Getränkebehältnisse vorgeordnet sein,
über welchen die Getränkebehältnisse an die Arbeitsstation weitergeführt werden. Der
Zulauf kann mehrere parallel zueinander orientierte Gassenbleche umfassen, über welche
die Getränkebehältnisse in parallelen Reihen geführt werden.
[0015] Der Abschnitt umfasst zudem mindestens einen Manipulator, welcher zum vorzugsweise
klemmenden und/oder formschlüssigen Entgegennehmen und Handhaben von über den Schrumpftunnel
erzeugten Gebinden ausgebildet ist. Der mindestens eine Manipulator folgt stromabwärts
unmittelbar auf den Schrumpftunnel.
[0016] Weiter kann der Abschnitt der Verpackungslinie in bevorzugten Ausführungsformen wenigstens
eine stromabwärts auf den Schrumpftunnel folgende Arbeitseinrichtung umfassen, über
welche auf die mittels des Schrumpftunnels erzeugten Gebinde weiteres Verpackungsmaterial
aufgebracht werden kann. Vorstellbar ist hierbei beispielsweise, dass die wenigstens
eine stromabwärts auf den Schrumpftunnel folgende Arbeitseinrichtung die jeweiligen
Gebinde mit einem Tray bzw. einer aus Kunststoff und/oder Pappe und/oder weiteren
Materialien gebildeten Umverpackung versehen kann. Somit kann die wenigstens eine
auf den Schrumpftunnel stromabwärts folgende Arbeitseinrichtung zum Aufbringen einer
jeweiligen cellulosehaltigen bzw. aus Karton und/oder Pappe und/oder Kunststoff und/oder
weiteren Materialien gebildeten Umverpackung auf die Gebinde ausgebildet. Denkbar
ist darüber hinaus, dass die wenigstens eine auf den Schrumpftunnel stromabwärts folgende
Arbeitseinrichtung als Stretchwickler ausgebildet ist. Somit kann die wenigstens eine
stromabwärts auf den Schrumpftunnel folgende Arbeitseinrichtung zum Aufbringen eines
als Stretchfolie ausgebildeten weiteren Verpackungsmaterials auf Gebinde ausgebildet
sein.
[0017] Ein Erfassungsbereich des mindestens einen Manipulators erstreckt sich somit bis
zu einer Öffnung des Schrumpftunnels, aus welcher Öffnung die Gebinde aus dem Schrumpftunnel
austreten. Somit kann der mindestens eine Manipulator Gebinde ggf. unmittelbar oder
zumindest näherungsweise unmittelbar nach Verlassen des Schrumpftunnels entgegennehmen
und manipulieren. Der Ausdruck "unmittelbar" wird im Rahmen vorliegender Erfindung
derart verstanden, dass dem mindestens einen Manipulator und dem Schrumpftunnel keine
weitere Station bzw. Arbeitseinrichtung, wie eine Horizontalfördereinrichtung, zwischengeordnet
ist.
[0018] In besonders bevorzugten Ausführungsformen kann zudem vorgesehen sein, dass die wenigstens
eine Arbeitseinrichtung stromabwärts an den mindestens einen Manipulator unmittelbar
anschließt. Derartige Ausführungsformen zeichnen sich weiterhin durch einen geringen
Platzbedarf des Abschnittes der Verpackungslinie aus.
[0019] Weiter haben sich Ausführungsformen bewährt, bei welchen dem Schrumpftunnel und/oder
dem mindestens einen Manipulator wenigstens eine Einrichtung zum Kühlen der Gebinde
zugeordnet ist. Denkbar ist hierbei, dass die wenigstens eine Einrichtung zum Kühlen
der Gebinde mindestens ein Gebläse umfasst, über welches mindestens eine Gebläse die
Gebinde durch einen in Richtung von oben kommenden und einen weiteren in Richtung
von unten kommenden Luftvolumenstrom beaufschlagbar sind. Die Gebinde können im Bereich
eines Ausgangs des Schrumpftunnels durch den in Richtung von oben kommenden Luftvolumenstrom
und den in Richtung von unten kommenden Luftvolumenstrom beaufschlagt werden. Die
Einrichtung kann derart positioniert sein, dass die Gebinde vor Entgegennahme durch
den mindestens eine Manipulator gekühlt bzw. mit einem Luftvolumenstrom beaufschlagt
werden können.
[0020] Auch kann es sein, dass der mindestens eine Manipulator eine Einrichtung zum Kühlen
der Gebinde besitzt bzw. dass dem mindestens einen Manipulator eine Einrichtung zum
Kühlen der Gebinde zugeordnet ist. Sofern der mindestens eine Manipulator, wie nachfolgend
noch beschrieben, als Parallelkinematik-Roboter oder als Industrieroboter ausgebildet
ist, kann es sein, dass ein Luftvolumenstrom mittels einer aufeinander abgestimmten
Bewegung mehrerer Arbeitsarme auf die Gebinde gelenkt wird und der mindestens eine
Manipulator zeitlich hierauf folgend Gebinde entgegennimmt und manipuliert. Die Einrichtung
zum Kühlen der Gebinde kann hierbei wenigstens eine Düse besitzen, über welche ein
Luftvolumenstrom zum Kühlen der Gebinde austreten kann und welche Düse mit den mehreren
Arbeitsarmen mechanisch in Verbindung steht, so dass die Düse mittels einer aufeinander
abgestimmten Bewegung der mehreren Arbeitsarme bewegt bzw. versetzt werden kann.
[0021] Wie soeben erwähnt, kann es sein, dass der mindestens eine Manipulator als Parallelkinematik-Roboter
ausgebildet ist. Insbesondere kann der mindestens eine Manipulator als Tripod ausgebildet
sein und somit drei unabhängig voneinander bewegbare Arbeitsarme besitzen. Ausführungsformen,
bei welchen der mindestens eine Manipulator als Parallelkinematik-Roboter ausgebildet
ist, haben sich bewährt, um einen hohen Durchsatz beim Umgang mit Gebinden entlang
der Verpackungslinie zu erreichen.
[0022] Auch ist denkbar, dass der mindestens eine Manipulator als Industrieroboter ausgebildet
ist. In weiteren Ausführungsformen kann der mindestens eine Manipulator mindestens
zwei hängende Greifarme umfassen, die zum Handhaben von Gebinden zusammenwirken und
entlang der Verpackungslinie und schräg zur Strömungsrichtung der Gebinde verfahrbar
sind.
[0023] Weiter ist vorstellbar, dass der Abschnitt einen Speicherbereich zum temporären Aufnehmen
von Gebinden umfasst, in welchen Speicherbereich Gebinde durch eine schräg zu ihrer
Strömungsrichtung orientierte und durch den mindestens einen Manipulator herbeigeführte
Bewegung überführbar sind. Der Schrumpftunnel, der mindestens eine Manipulator sowie
die wenigstens eine Arbeitsstation können somit in linearer Aufstellung positioniert
sein. Der Speicherbereich kann seitlich an die lineare Aufstellung anschließen. Insbesondere
kann der Speicherbereich seitlich im Bereich des mindestens einen Manipulators an
die lineare Aufstellung anschließen.
[0024] Eine Kapazität des Speicherbereichs für Getränkebehältnisse kann wenigstens einer
Kapazität des Schrumpftunnels für Getränkebehältnisse entsprechen. Sofern der Schrumpftunnel
außer Betrieb genommen wird, werden in der Praxis sämtliche zu einem bestimmten Zeitpunkt
im Schrumpftunnel aufgenommenen Gebinde bzw. Getränkebehältnisse aus dem Schrumpftunnel
abgeführt, so dass sich zeitlich hierauf folgend keine Gebinde im Schrumpftunnel befinden.
Bei aus dem Stand der Technik bekannten Ausführungsformen werden diese aus dem Schrumpftunnel
abgeführten Gebinde auf einer unmittelbar an den Schrumpftunnel anschließenden Horizontalfördereinrichtung,
welche als Leerfahrstrecke ausgebildet ist, zwischengespeichert. Vorteilhafterweise
kann bei beschriebener Ausführungsform mit Speicherbereich auf eine solche Leerfahrstrecke
verzichtet werden, wodurch der Abschnitt der Verpackungslinie kompakt bzw. platzsparend
ausgebildet werden kann. Der Speicherbereich kann seitlich versetzt bzw. schräg zur
Strömungsrichtung der Gebinde positioniert entlang der Verpackungslinie angeordnet
sein. Der mindestens eine Manipulator besitzt eine eigene Horizontalfördereinrichtung,
oberhalb derer eine als Bestandteil des mindestens einen Manipulators ausgebildete
Klemm- und/oder Greifeinrichtung bewegbar aufgehängt sein kann. Die eigene Horizontalfördereinrichtung
des mindestens einen Manipulators kann ggf. als Speicherbereich ausgebildet sein.
[0025] Weiter kann der Abschnitt einer Verpackungslinie eine an den mindestens einen Manipulator
gekoppelte Steuerungseinrichtung umfassen, über welche der mindestens eine Manipulator
zum Erzeugen einer für die wenigstens eine Arbeitseinrichtung vorgesehenen Anordnung
und/oder Orientierung der Gebinde ansteuerbar ist. Vorstellbar ist hierbei, dass der
mindestens eine Manipulator zum Erzeugen der jeweiligen für die wenigstens eine Arbeitseinrichtung
vorgesehenen Anordnung und/oder Orientierung selektive Gebinde drehen und/oder schräg
zu ihrer Strömungsrichtung versetzen kann. Auch kann der mindestens eine Manipulator
ggf. aus einem Gebindestrom mit einer Anzahl an n parallelen Reihen einen Gebindestrom
mit einer Anzahl an m parallelen Reihen bilden, wobei die Anzahl n unterschiedlich
zur Anzahl m ausgebildet ist.
[0026] Weiter kann der Abschnitt mindestens eine optische Sensorik zum Erkennen einer Beschaffenheit
von Gebinden umfassen, wobei der mindestens eine Manipulator mit der mindestens einen
optischen Sensorik in Wirkverbindung steht, so dass Gebinde, deren Ist-Beschaffenheit
von einer Soll-Beschaffenheit abweicht, ggf. vor einer Zuführung an die wenigstens
eine Arbeitseinrichtung über den mindestens einen Manipulator ausgesondert werden
können. Die mindestens eine optische Sensorik kann als Kamerasystem ausgebildet sein.
Weiter kann die mindestens eine optische Sensorik bzw. das Kamerasystem an die vorherig
beschriebene Steuerungseinrichtung gekoppelt sein, wobei die Steuerungseinrichtung
bei Abweichen der jeweiligen Ist-Beschaffenheit von der Soll-Beschaffenheit das Aussondern
des jeweiligen Gebindes über den mindestens einen Manipulator bewirkt. Beispielsweise
kann die Soll-Beschaffenheit als Qualität des Aufschrumpfens des thermoplastischen
Verpackungsmaterials auf Zusammenstellungen an Getränkebehältnissen vorgegeben sein.
Sofern die Qualität der Aufschrumpfung nicht der vorgegebenen Soll-Beschaffenheit
entspricht bzw. sofern die Ist-Beschaffenheit von der vorgegebenen Soll-Beschaffenheit
abweicht, kann das jeweilige Gebinde, wie vorherig bereits beschrieben, über den mindestens
einen Manipulator ausgesondert werden.
[0027] Denkbar ist darüber hinaus, dass der mindestens eine Manipulator an eine Steuerungseinrichtung
gekoppelt ist, welche bei Aussondern eines jeweiligen Gebindes einen über den mindestens
einen Manipulator bewirkten Ersatz durch ein weiteres Gebinde herbeiführt, wobei die
Ist-Beschaffenheit des weiteren Gebindes der Soll-Beschaffenheit entspricht. Die weiteren
Gebinde können beispielsweise im vorherig beschriebenen Speicherbereich positioniert
sein, in welchen der mindestens eine Manipulator ein ausgesondertes Gebinde überführt
und zeitlich hierauf folgend ein weiteres Gebinde entgegennimmt, wobei das weitere
Gebinde anstelle des ausgesonderten Gebindes in Richtung der wenigstens einen Arbeitseinrichtung
bewegt wird.
[0028] Denkbar ist hierbei auch, dass Gebinde, deren Ist-Beschaffenheit von einer Soll-Beschaffenheit
abweicht, über eine schräg zu ihrer Strömungsrichtung orientierte Bewegung via den
mindestens einen Manipulator in den Speicherbereich überführbar sind.
[0029] Auch kann es sein, dass der Abschnitt wenigstens eine Horizontalfördereinrichtung
umfasst, über welche manipulierte Gebinde der wenigstens einen Arbeitseinrichtung
zuführbar sind, wobei der mindestens eine Manipulator zum Stapeln der Gebinde auf
der wenigstens einen Horizontalfördereinrichtung ausgebildet ist. Wie nachfolgend
noch erwähnt, kann beispielsweise zum Zwecke einer Wartung, Reparatur oder Außerbetriebnahme
vorgesehen sein, dass sämtliche zu einem bestimmten Zeitpunkt im Schrumpftunnel befindlichen
Getränkebehältnisse aus dem Schrumpftunnel abgeführt werden. Hierbei kann es sein,
dass die zu dem bestimmten Zeitpunkt im Schrumpftunnel befindlichen Getränkebehältnisse
nach Abführung aus dem Schrumpftunnel zumindest anteilig durch den mindestens einen
Manipulator entgegengenommen und gestapelt werden. Wie vorhergehend bereits erwähnt,
kann der mindestens eine Manipulator eine eigene Horizontalfördereinrichtung besitzen.
Die Gebinde können auf der eigenen Horizontalfördereinrichtung gestapelt werden. Bei
erneuter Inbetriebnahme des Schrumpftunnels können die Gebinde in gestapelter Form
weiter zur wenigstens einen Arbeitseinrichtung bewegt werden. Auch kann es sein, dass
bei erneuter Inbetriebnahme des Schrumpftunnels eine gestapelte Formation der Gebinde
über den mindestens einen Manipulator aufgehoben wird und die Gebinde in nicht gestapelter
Formation an die wenigstens eine Arbeitseinrichtung weitergeführt werden.
[0030] Zudem haben sich Ausführungsformen bewährt, bei welchen der mindestens eine Manipulator
zum Stapeln der Gebinde auf der wenigstens einen Horizontalfördereinrichtung ausgebildet
ist und bei welcher wenigstens eine stromabwärts auf den mindestens einen Manipulator
folgende Arbeitseinrichtung vorgesehen ist, über welche auf die Gebinde in gestapelter
Formation weiteres Verpackungsmaterial aufgebracht werden kann.
[0031] Es ist zudem vorstellbar, dass der mindestens eine Manipulator zum Herstellen einer
bestimmten und einer palettierfähigen Lage entsprechenden Soll-Ausrichtung mehrerer
Gebinde zueinander ausgebildet ist. Nach Herstellen der Soll-Ausrichtung können die
mehreren Gebinde verdichtet werden, woraus resultierend eine palettierfähige Lage
hergestellt wird. Die palettierfähige Lage kann sodann auf einer zugeordneten Palette
abgesetzt bzw. an eine zugeordnete Palette überführt werden.
[0032] Auch ist denkbar, dass der Abschnitt eine Horizontalfördereinrichtung umfasst, an
welche eine Gruppierstation anschließt, mittels welcher Gruppierstation eine bestimmte
Ausrichtung der Gebinde zueinander für eine palettierfähige Lage herstellbar ist.
Hierbei kann der mindestens eine Manipulator zur Positionierung der Gebinde auf der
Horizontalfördereinrichtung ausgebildet sein. Der mindestens eine Manipulator kann
somit als Dreh- und/oder Verteilsystem für Gebinde ausgebildet sein.
[0033] Die Erfindung betrifft darüber hinaus ein Verfahren zum Umgang mit Getränkebehältnissen
während ihres Transportes entlang einer Verpackungslinie. Merkmale, welche vorhergehend
bereits zu diversen Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Abschnittes beschrieben
wurden, können ebenso bei denkbaren Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens
vorgesehen sein und werden daher nicht redundant erwähnt. Zudem können nachfolgende
Merkmale, welche denkbare Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens betreffen,
für den erfindungsgemäßen Abschnitt einer Verpackungslinie vorgesehen sein.
[0034] Im Rahmen eines ersten Schrittes des Verfahrens werden Getränkebehältnisse einem
Schrumpftunnel zugeführt, worin thermoplastisches Verpackungsmaterial auf Zusammenstellungen
an Getränkebehältnissen aufgeschrumpft wird und hierdurch jeweilige Gebinde aus den
Zusammenstellungen hergestellt werden. Im Schrumpftunnel kann das thermoplastisches
Verpackungsmaterial mit einer temperierten Fluidströmung beaufschlagt werden, um das
thermoplastische Verpackungsmaterial auf die jeweilige Zusammenstellung an Getränkebehältnissen
aufzuschrumpfen. Beispielsweise können aus jeweils zwei, vier, oder sechs Getränkebehältnissen
gebildete Zusammenstellungen hergestellt werden, auf welche thermoplastisches Verpackungsmaterial
aufgebracht wird, wobei die Zusammenstellungen mit ihrem jeweiligen thermoplastischen
Verpackungsmaterial zeitlich hierauf folgend in den Schrumpftunnel eintreten bzw.
dem Schrumpftunnel zugeführt werden.
[0035] Vor dem Bilden der Zusammenstellungen können die Getränkebehältnisse in parallelen
Reihen geführt werden. Die Zusammenstellungen können durch Verzögerung oder Beschleunigung
vorauseilender Getränkebehältnisse gegenüber in Strömungsrichtung nachfolgenden Getränkebehältnissen
gebildet werden.
[0036] Bei einem weiteren Schritt des erfindungsgemäßen Verfahrens werden die Gebinde aus
dem Schrumpftunnel abgeführt. Hierbei können die Gebinde in Richtung wenigstens einer
auf den Schrumpftunnel in Strömungsrichtung folgenden Arbeitseinrichtung bewegt werden.
Im Schrumpftunnel können die Gebinde in linearer Richtung und ggf. via eine Horizontalfördereinrichtung
bewegt werden.
[0037] Weiter ist vorgesehen, dass die Gebinde nach Abführen aus dem Schrumpftunnel in einen
Erfassungsbereich mindestens eines unmittelbar auf den Schrumpftunnel folgenden Manipulators
gelangen, welcher mindestens eine unmittelbar auf den Schrumpftunnel folgende Manipulator
Gebinde vorzugsweise klemmend und/oder formschlüssig entgegennimmt und handhabt.
[0038] Weiter kann es sein, dass die Gebinde einer auf den mindestens einen Manipulator
in einer Strömungsrichtung der Gebinde folgenden Arbeitseinrichtung zugeführt werden,
welche weiteres Verpackungsmaterial auf die Gebinde aufbringt.
[0039] In besonders bevorzugten Ausführungsformen können die Gebinde vor Entgegennahme durch
den mindestens einen Manipulator mittels eines Luftvolumenstroms gekühlt werden. Denkbar
ist hierbei, dass die Gebinde durch einen in Richtung von unten kommenden Luftvolumenstrom
und durch einen weiteren in Richtung von oben kommenden Luftvolumenstrom gekühlt werden.
Hierbei können Gebinde im Bereich des Schrumpftunnels und/oder im Bereich bzw. Erfassungsbereich
des mindestens einen Manipulators mittels des Luftvolumenstroms gekühlt werden. Insbesondere
können jeweilige Gebinde vor einer Entgegennahme durch den mindestens einen Manipulator
gekühlt werden.
[0040] Die Praxis hat gezeigt, dass Gebinde unmittelbar nach Verlassen des Schrumpftunnels
eine hohe Temperatur besitzen können. Durch die beschriebene Kühlung besteht die Möglichkeit,
Gebinde zumindest näherungsweise unmittelbar nach Verlassen des Schrumpftunnels mittels
des mindestens einen Manipulators entgegenzunehmen.
[0041] Es kann weiter sein, dass sämtliche zu einem bestimmten Zeitpunkt im Schrumpftunnel
befindlichen Getränkebehältnisse aus dem Schrumpftunnel abgeführt werden, so dass
sich hierauf folgend keine Getränkebehältnisse im Schrumpftunnel befinden. Zudem können
die zu dem bestimmten Zeitpunkt im Schrumpftunnel befindlichen Getränkebehältnisse
bzw. Gebinde nach Abführung aus dem Schrumpftunnel zumindest anteilig durch den mindestens
einen Manipulator entgegengenommen und mittels des mindestens einen Manipulators schräg
zu ihrer Strömungsrichtung in einen Speicherbereich überführt werden. Beispielsweise
kann dies notwendig sein, sofern der Schrumpftunnel zeitweise außer Betrieb genommen
werden soll oder Störungen vorliegen, die behoben werden müssen. Zeitlich nach zumindest
anteiliger Überführung der zu dem bestimmten Zeitpunkt im Schrumpftunnel befindlichen
Gebinde in den Speicherbereich können die jeweiligen im Speicherbereich befindlichen
Gebinde mittels des mindestens einen Manipulators aus dem Speicherbereich entnommen
und in Richtung der wenigstens einen Arbeitseinrichtung weiter bewegt werden.
[0042] In weiteren Ausführungsformen kann es zudem sein, dass die Gebinde über den mindestens
einen Manipulator in eine für die vorherig erwähnte wenigstens eine Arbeitseinrichtung
vorgesehene Anordnung und/oder neue Orientierung gebracht werden. Beispielsweise können
hierzu Gebinde selektiv gedreht und/oder schräg zu ihrer Strömungsrichtung versetzt
und/oder gegenüber nachfolgenden Gebinden verzögert oder beschleunigt werden.
[0043] Außerdem kann eine Beschaffenheit von Gebinden sensorisch überprüft werden, wobei
Gebinde, deren Ist-Beschaffenheit von einer Soll-,Beschaffenheit abweicht, vor einer
Zuführung an die wenigstens eine Arbeitseinrichtung über den mindestens einen Manipulator
ausgesondert werden. Die Soll- Beschaffenheit kann, wie vorhergehend bereits beschrieben,
als Qualität der Aufschrumpfung des thermoplastischen Verpackungsmaterials auf Zusammenstellungen
an Getränkebehältnissen ausgebildet sein.
[0044] Im Folgenden sollen Ausführungsbeispiele die Erfindung und ihre Vorteile anhand der
beigefügten Figuren näher erläutern. Die Größenverhältnisse der einzelnen Elemente
zueinander in den Figuren entsprechen nicht immer den realen Größenverhältnissen,
da einige Formen vereinfacht und andere Formen zur besseren Veranschaulichung vergrößert
im Verhältnis zu anderen Elementen dargestellt sind.
Figur 1 zeigt eine schematische Ansicht einer denkbaren Ausführungsform eines Abschnittes
einer Verpackungslinie;
Figur 2 zeigt eine schematische Ansicht einer weiteren denkbaren Ausführungsform eines
Abschnittes einer Verpackungslinie;
Figur 3 zeigt einzelne Schritte, wie sie bei einer denkbaren Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen Verfahrens vorliegen können.
[0045] Für gleiche oder gleich wirkende Elemente der Erfindung werden identische Bezugszeichen
verwendet. Ferner werden der Übersicht halber nur Bezugszeichen in den einzelnen Figuren
dargestellt, die für die Beschreibung der jeweiligen Figur erforderlich sind. Die
dargestellten Ausführungsformen stellen lediglich Beispiele dar, wie die Erfindung
ausgestaltet sein kann und stellen keine abschließende Begrenzung dar.
[0046] Figur 1 zeigt eine schematische Ansicht einer denkbaren Ausführungsform eines Abschnittes
1 einer Verpackungslinie für Getränkebehältnisse 3.
[0047] Der Abschnitt 1 umfasst im Ausführungsbeispiel aus Figur 1 einen Zulauf 7, über welchen
einzelne Getränkebehältnisse 3 in mittels Pfeildarstellung angedeuteter Strömungsrichtung
SR befördert werden. Der Zulauf 7 umfasst mehrere Gassenbleche, über welche parallele
Bahnen zum Führen der Getränkebehältnisse 3 in parallelen Reihen gebildet werden.
[0048] Auf den Zulauf 7 folgt in Strömungsrichtung SR unmittelbar eine Arbeitsstation 9.
Beim Übertritt der Getränkebehältnisse 3 vom Zulauf 7 in die Arbeitsstation 9 können
vorauseilende Getränkebehältnisse 3 gegenüber nachfolgenden Getränkebehältnissen 3
beschleunigt werden, so dass zwischen den vorauseilenden Getränkebehältnissen 3 und
den jeweils nachfolgenden Getränkebehältnissen 3 ein bestimmter Abstand ausgebildet
ist. Vorauseilende Getränkebehältnisse 3 und nacheilende Getränkebehältnisse 3 bilden
im Bereich der Arbeitsstation 9 sodann eine jeweilige Zusammenstellung an Getränkebehältnissen
3 aus. Auch in der Arbeitsstation 9 selbst kann der Abstand zwischen vorauseilenden
Getränkebehältnisse 3 und nacheilenden Getränkebehältnissen 3 ausgebildet werden.
Über die Arbeitsstation 9 wird auf die jeweiligen Zusammenstellungen an Getränkebehältnissen
3 thermoplastisches Verpackungsmaterial aufgebracht.
[0049] Figur 1 zeigt unter Verweis mit Ziffer 13 einen Schrumpftunnel, welcher unmittelbar
an die Arbeitsstation 9 anschließt. Um aus den Zusammenstellungen an Getränkebehältnissen
3 und ihrem jeweiligen thermoplastischen Verpackungsmaterial ein jeweiliges Gebinde
5 auszubilden, wird das thermoplastische Verpackungsmaterial im Schrumpftunnel 13
mit Wärmeenergie beaufschlagt, wobei das thermoplastische Verpackungsmaterial auf
die jeweilige Zusammenstellung aufschrumpft und hierdurch ein Gebinde 5 aus der jeweiligen
Zusammenstellung und ihrem thermoplastischen Verpackungsmaterial gebildet wird.
[0050] Der Schrumpftunnel 13 umfasst eine Einrichtung 14 zum Kühlen der Gebinde 5. Vor Verlassen
des Schrumpftunnels 13 passieren die Gebinde 5 die Einrichtung 14. Über die Einrichtung
14 werden die Gebinde 5 zur Kühlung jeweils mit einem in Richtung von unten kommenden
und einem in Richtung von oben kommenden Luftvolumenstrom beaufschlagt. Nach Passieren
der Einrichtung 14 bzw. nach Kühlung verlassen die Gebinde 5 den Schrumpftunnel 13.
[0051] Der Abschnitt 1 umfasst zudem wenigstens eine stromabwärts bzw. in Strömungsrichtung
SR auf den Schrumpftunnel 13 folgende Arbeitseinrichtung 30, über welche auf die mittels
des Schrumpftunnels 13 erzeugten Gebinde 5 weiteres Verpackungsmaterial bzw. Stretchfolie
aufgebracht wird. Die in Strömungsrichtung SR auf den Schrumpftunnel 13 folgende Arbeitseinrichtung
30 ist daher als Stretchwickler ausgebildet. Im Ausführungsbeispiel aus Figur 1 wird
auf die Gebinde 5 mittels der Arbeitseinrichtung 30 eine Umverpackung aufgebracht.
Die Umverpackung kann beispielsweise als Tray bzw. als eine durch Karton und/oder
Pappe gebildete Umverpackung ausgebildet sein.
[0052] Der Arbeitseinrichtung 30 und dem Schrumpftunnel 13 ist ein Manipulator 20 zwischengeordnet,
welcher unmittelbar an den Schrumpftunnel 13 anschließt bzw. welcher ohne weitere
der Arbeitseinrichtung 30 und dem Schrumpftunnel 13 zwischengeordnete Stationen unmittelbar
auf den Schrumpftunnel 13 folgt. Der Schrumpftunnel 13 kann durch ein erstes Modul
ausgebildet werden, der Manipulator 20 durch ein zweites Modul, wobei das zweite Modul
unmittelbar an das erste Modul anschließt.
[0053] Der Manipulator 20 umfasst eine eigene Horizontalfördereinrichtung, welche unmittelbar
an den Schrumpftunnel 13 anschließt. Der Manipulator 20 erfasst und manipuliert hierbei
auf der eigenen Horizontalfördereinrichtung aufstehende Gebinde 5. Der Erfassungsbereich
des Manipulators 20 erstreckt sich bis zu einer Öffnung des Schrumpftunnels 13, über
welche Öffnung Gebinde 5 den Schrumpftunnel 13 verlassen.
[0054] Der Manipulator 20 ist im Ausführungsbeispiel aus Figur 1 als Parallelkinematik-Roboter
21 bzw. Tripod ausgebildet und verfügt über mehrere Arbeitsarme, deren Bewegungen
zum Entgegennehmen und Handhaben von Gebinden 5 aufeinander abgestimmt sind.
[0055] Unter Verweis mit Ziffer 17 ist ein Speicherbereich des Abschnittes 1 gezeigt. Der
Manipulator 20 bzw. der Parallelkinematik-Roboter 21 kann Gebinde 5 entgegennehmen,
eine schräg zur Strömungsrichtung SR orientierte Bewegung für die jeweiligen entgegengenommenen
Gebinde 5 herbeiführen und die Gebinde 5 hierdurch in den Speicherbereich 17 überführen
sowie im Speicherbereich 17 absetzen. Das Überführen der Gebinde 5 in den Speicherbereich
17 durch den Manipulator 20 kann über eine Steuerungseinrichtung S vorgegeben werden,
welche mit dem Manipulator 20 bzw. dem Parallelkinematik-Roboter 21 gekoppelt ist.
Hierdurch wird ein Weiterführen der jeweiligen Gebinde 5 an die Arbeitseinrichtung
30 zumindest temporär unterbunden. Sofern der Schrumpftunnel 13 außer Betrieb genommen
wird, müssen sämtliche zu einem bestimmten Zeitpunkt im Schrumpftunnel 13 aufgenommenen
Gebinde 5 bzw. Getränkebehältnisse 3 aus dem Schrumpftunnel 13 abgeführt werden, da
im Schrumpftunnel 13 ein hohes Temperaturniveau herrscht, welches bei einer zu langen
Verweildauer von Gebinden 5 im Schrumpftunnel 13 zu einer Beschädigung der jeweiligen
Gebinde 5 führen würde.
[0056] Hierbei kann es sein, dass die zu dem bestimmten Zeitpunkt im Schrumpftunnel 13 befindlichen
und hierauf folgend aus dem Schrumpftunnel 13 abgeführten Gebinde 5 von dem Manipulator
20 bzw. dem Parallelkinematik-Roboter 21 entgegengenommen, in den Speicherbereich
17 überführt und im Speicherbereich 17 abgesetzt werden. Sofern der Schrumpftunnel
17 zeitlich hierauf folgend erneut in Betrieb genommen wird, können die in den Speicherbereich
17 überführten und im Speicherbereich 17 abgesetzten Gebinde 5 via den Manipulator
20 bzw. den Parallelkinematik-Roboter 21 aus dem Speicherbereich 17 entnommen und
weiter in Richtung der Arbeitseinrichtung 30 bewegt werden. Auch bei Störungen kann
es notwendig sein, sämtliche Gebinde 5 aus dem Schrumpftunnel 13 abzuführen. Eine
Überführung in den Speicherbereich 17 kann sodann, wie vorhergehend beschrieben, über
den Manipulator 20 erfolgen.
[0057] In Figur 1 kann über die Arbeitseinrichtung 30, wie vorhergehend erwähnt, Stretchfolie
auf die jeweiligen Gebinde 5 aufgebracht werden. Die Arbeitseinrichtung 30 ist somit
als Stretchwickler ausgebildet. Hierzu ist es notwendig, die Gebinde 5 vor Zuführung
an die Arbeitseinrichtung 30 in eine entsprechende vorbestimmte Ausrichtung und Orientierung
zu bringen. Auf der Steuerungseinrichtung S können hierbei Informationen zu einer
für die Arbeitseinrichtung 30 vorgesehenen Soll-Ausrichtung und Soll-Orientierung
der Gebinde 5 hinterlegt sein. Die Steuerungseinrichtung S kann mittels der Informationen
eine Handhabung der Gebinde 5 bzw. Ausrichtung der Gebinde 5 über den Manipulator
20 bzw. den Parallelkinematik-Roboter 21 derart bewirken, dass die Gebinde 5 die Arbeitseinrichtung
30 in der vorgegebenen Soll-Ausrichtung und Soll-Orientierung erreichen.
[0058] Zudem besitzt der Abschnitt 1 einen optischen Sensor 23, welcher als Kamerasystem
24 ausgebildet ist und mit der Steuerungseinrichtung S in Verbindung steht. Der optische
Sensor 23 bzw. das Kamerasystem 24 liefert Informationen an die Steuerungseinrichtung
S zur Ist-Beschaffenheit von Gebinden 5, welche den Schrumpftunnel 13 verlassen. Beispielsweise
kann der optische Sensor 23 bzw. das Kamerasystem 24 Informationen zur Qualität der
Aufschrumpfung des thermoplastischen Verpackungsmaterials auf die jeweilige Zusammenstellung
an Getränkebehältnissen 3 liefern. Die Steuerungseinrichtung S vergleicht die Ist-Beschaffenheit
von Gebinden 5 mit einer vorgegebenen Soll-Beschaffenheit. Sofern die Ist-Beschaffenheit
eines Gebindes 5 oder mehrerer Gebinde 5 von einer vorgegebenen Soll-Beschaffenheit
abweicht, kann die Steuerungseinrichtung S eine Aussonderung des jeweiligen einen
Gebindes 5 bzw. der jeweiligen mehreren Gebinde 5, deren Ist-Beschaffenheit von der
vorgegebenen Soll-Beschaffenheit abweicht, über den Manipulator 20 bzw. über den Parallelkinematik-Roboter
21 bewirken. Beispielsweise können ausgesonderte Gebinde 5 von dem Manipulator 20
bzw. dem Parallelkinematik-Roboter 21 in den Speicherbereich 17 überführt werden.
Für diverse Ausführungsformen ist zudem vorstellbar, dass der Manipulator 20 ein ausgesondertes
Gebinde 5 durch ein weiteres Gebinde 5 ersetzt, dessen Ist-Beschaffenheit der Soll-Beschaffenheit
entspricht. Die weiteren Gebinde 5 können ggf. im Speicherbereich 17 gelagert sein
bzw. sich im Speicherbereich 17 befinden.
[0059] Insbesondere bei Ausführungsformen gemäß Figur 1, in welcher die Gebinde 5 mittels
der Arbeitseinrichtung 30 mit Stretchfolie versehen werden, kann auf ein zusätzliches
Gruppier- und/oder Verteilsystem verzichtet werden, so dass der Abschnitt 1 eine hohe
Flexibilität bei weiterhin geringem Platzbedarf in Strömungsrichtung SR der Gebinde
5 besitzt.
[0060] Figur 2 zeigt eine schematische Ansicht einer weiteren denkbaren Ausführungsform
eines Abschnittes 1 einer Verpackungslinie. Der Abschnitt 1 aus dem Ausführungsbeispiel
aus Figur 2 besitzt entsprechend dem Abschnitt 1 aus dem Ausführungsbeispiel aus Figur
1 einen Zulauf 7, eine Arbeitsstation 9, einen Schrumpftunnel 13 und eine Einrichtung
14 zum Kühlen der Gebinde 5. Zudem besitzt der Abschnitt 1 einen Manipulator 20, welcher
als Parallelkinematik-Roboter 21 ausgebildet ist. Der Manipulator 20 bzw. der Parallelkinematik-Roboter
21 schließt unmittelbar an den Schrumpftunnel 13 an. Die genannten Komponenten sind
identisch zum Ausführungsbeispiel aus Figur 1 ausgebildet, so dass im Hinblick auf
die konstruktive sowie funktionelle Ausgestaltung auf Figur 1 rückverwiesen wird.
[0061] Im Ausführungsbeispiel aus Figur 2 ist zudem ein Lagenbildungsband 18 vorgesehen,
welches unmittelbar an den Manipulator 20 bzw. den Parallelkinematik-Roboter 21 anschließt.
Mittels des Manipulators 20 sind Gebinde 5 auf dem Lagenbildungsband 18 in einer bestimmten
und für eine palettierfähige Lage vorgesehenen Ausrichtung zueinander positionierbar.
Informationen zur bestimmten Ausrichtung sind auf der Steuerungseinrichtung S hinterlegt,
welche den mindestens einen Manipulator 20 zur entsprechenden Positionierung der Gebinde
5 ansteuert. Weiter sind im Bereich des Lagenbildungsbandes 18 zwei bewegliche Zustellelemente
6 vorgesehen, welche die auf dem Lagenbildungsband 18 befindlichen und über den Manipulator
20 ausgerichteten Gebinde 5 verdichten können und hierdurch eine palettierfähige Lage
aus den Gebinden 5 herstellen. Gegenüber der Strömungsrichtung SR, entlang welcher
sich die Gebinde 5 im Schrumpftunnel 13 bewegen, ist eine weitere Strömungsrichtung
SR' der Gebinde 5 auf dem Lagenbildungsband 18 um 90° versetzt. Nachdem aus den Gebinden
5 auf dem Lagenbildungsband 18 mittels Verdichtung durch die Zustellelemente 6 eine
palettierfähige Lage gebildet wurde, wird die palettierfähige Lage an eine Palettiereinrichtung
22 weitergeführt. Die Palettiereinrichtung 22 setzt sodann die palettierfähige Lage
auf einer zugeordneten und in den Figuren vorliegender Patentanmeldung nicht mit dargestellten
Palette ab.
[0062] Ein Arbeitsbereich des Manipulators 20 kann sich zumindest abschnittsweise über das
Lagenbildungsband 18 erstrecken, um Gebinde 5 in der bestimmten Ausrichtung an das
Lagenbildungsband 18 weiter zu geben bzw. auf dem Lagenbildungsband 18 abzusetzen.
Der Manipulator 20 besitzt eine eigene Horizontalfördereinrichtung, auf welche in
Figur 2 beispielhaft mit Ziffer 60 verwiesen wird. Der Manipulator 20 kann eine bestimmte
Ausrichtung der Gebinde 5 für eine palettierfähige Lage auf der eigenen Horizontalfördereinrichtung
60 herstellen und die Gebinde 5 hierauf mittels der eigenen Horizontalfördereinrichtung
60 an das Lagenbildungsband 18 weitergeben bzw. in Richtung des Lagenbildungsbandes
18 bewegen.
[0063] Figur 3 zeigt einzelne Schritte, wie sie bei einer denkbaren Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen Verfahrens vorliegen können. So werden im Rahmen eines ersten Schrittes
Getränkebehältnisse 3 einem Schrumpftunnel 13 zugeführt, worin thermoplastisches Verpackungsmaterial
auf Zusammenstellungen an Getränkebehältnissen 3 aufgeschrumpft wird. Hierdurch werden
mehrere Getränkebehältnisse 3 zu einem Gebinde 5 zusammengefasst.
[0064] Zeitlich hierauf folgend bzw. nach Aufschrumpfen des thermoplastischen Verpackungsmaterials
werden die Gebinde 5 aus dem Schrumpftunnel 13 abgeführt, worauf die Gebinde 5 in
den Erfassungsbereich mindestens eines unmittelbar auf den Schrumpftunnel 13 folgenden
Manipulators 20 gelangen. Der mindestens eine Manipulator 20 nimmt Gebinde 5 entgegen
und handhabt nach Entgegennahme die jeweiligen Gebinde 5. Aus der Entgegennahme und
Handhabung durch den mindestens einen Manipulator 20 resultierend können die Gebinde
5 in eine für eine Arbeitseinrichtung 30 vorgesehene Orientierung und/oder Anordnung
gebracht werden. Zeitlich nachfolgend werden die Gebinde 5 in Richtung der Arbeitseinrichtung
30 weitergeführt. Durch die Arbeitseinrichtung 30 wird sodann Stretchfolie auf die
Gebinde 5 aufgebracht.
Bezugszeichenliste
[0065]
- 1
- Abschnitt
- 3
- Getränkebehältnisse
- 5
- Gebinde
- 6
- Zustellelement
- 7
- Zulauf
- 9
- Arbeitsstation
- 13
- Schrumpftunnel
- 14
- Einrichtung zum Kühlen
- 17
- Speicherbereich
- 18
- Lagenbildungsband
- 20
- Manipulator
- 21
- Parallelkinematik-Roboter
- 22
- Palettiereinrichtung
- 23
- Optischer Sensor
- 24
- Kamerasystem
- 30
- Arbeitseinrichtung
- 32
- Horizontalfördereinrichtung
- S
- Steuerungseinrichtung
- SR
- Strömungsrichtung
1. Abschnitt (1) einer Verpackungslinie für Getränkebehältnisse (3), welcher Abschnitt
umfasst:
einen Schrumpftunnel (13), mittels welchen Schrumpftunnels (13) zum Erzeugen von Gebinden
(5) thermoplastisches Verpackungsmaterial auf Zusammenstellungen an Getränkebehältnissen
(3) aufschrumpfbar ist, wobei eine Horizontalfördereinrichtung innerhalb des Schrumpftunnels
positioniert ist, um die Getränkebehältnisse bzw. Gebinde durch den Schrumpftunnel
zu transportieren, sowie
- mindestens einen Manipulator (20), welcher zum vorzugsweise klemmenden und/oder
formschlüssigen Entgegennehmen und Handhaben von über den Schrumpftunnel (13) erzeugten
Gebinden (5) ausgebildet ist, wobei der Manipulator eine eigene Horizontalfördereinrichtung
umfasst, welche unmittelbar an den Schrumpftunnel anschließt, und der Manipulator
hierbei auf der eigenen Horizontalfördereinrichtung aufstehende Gebinde erfassen und
manipulieren kann, wobei der Erfassungsbereich des Manipulators sich bis zu einer
Öffnung des Schrumpftunnels erstreckt, über welche Öffnung Gebinde den Schrumpftunnel
verlassen,
wobei
- der mindestens eine Manipulator (20) stromabwärts der Gebinde (5) unmittelbar auf
den Schrumpftunnel (13) folgt, so dass dem mindestens einen Manipulator (20) und dem
Schrumpftunnel (13) keine weitere Station bzw. Arbeitseinrichtung wie eine Horizontalfördereinrichtung
zwischengeordnet ist.
2. Abschnitt einer Verpackungslinie nach Anspruch 1, umfassend wenigstens eine stromabwärts
auf den mindestens einen Manipulator (20) folgende Arbeitseinrichtung (30), über welche
auf die mittels des Schrumpftunnels (13) erzeugten Gebinde (5) weiteres Verpackungsmaterial
aufgebracht werden kann.
3. Abschnitt einer Verpackungslinie nach Anspruch 2, bei welchem die wenigstens eine
Arbeitseinrichtung (30) stromabwärts an den mindestens einen Manipulator (20) unmittelbar
anschließt.
4. Abschnitt einer Verpackungslinie nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, umfassend
einen Speicherbereich (17) zum temporären Aufnehmen von Gebinden (5), in welchen Speicherbereich
(17) Gebinde (5) durch eine schräg zu ihrer Strömungsrichtung (SR) orientierte und
durch den mindestens einen Manipulator (20) herbeigeführte Bewegung überführbar sind.
5. Abschnitt einer Verpackungslinie nach Anspruch 4, bei welchem eine Kapazität des Speicherbereichs
(17) für Getränkebehältnisse (3) wenigstens einer Kapazität des Schrumpftunnels (13)
für Getränkebehältnisse (3) entspricht.
6. Abschnitt einer Verpackungslinie nach einem der Ansprüche 2 bis 4, umfassend eine
an den mindestens einen Manipulator (20) gekoppelte Steuerungseinrichtung (S), über
welche der mindestens eine Manipulator (20) zum Erzeugen einer für die wenigstens
eine Arbeitseinrichtung (30) vorgesehenen Anordnung und/oder Orientierung der Gebinde
(5) ansteuerbar ist.
7. Abschnitt einer Verpackungslinie nach einem der Ansprüche 1 bis 6, umfassend wenigstens
eine Horizontalfördereinrichtung, über welche manipulierte Gebinde (5) der wenigstens
einen Arbeitseinrichtung (30) zuführbar sind, wobei der mindestens eine Manipulator
(20) zum Stapeln von Gebinden (5) auf der wenigstens einen Horizontalfördereinrichtung
ausgebildet ist.
8. Abschnitt einer Verpackungslinie nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei welchem der
mindestens eine Manipulator (20) zum Herstellen einer bestimmten und einer palettierfähigen
Lage entsprechenden Soll-Ausrichtung mehrerer Gebinde (5) zueinander ausgebildet ist.
9. Verfahren zum Umgang mit Getränkebehältnissen (3) während ihres Transportes entlang
einer Verpackungslinie, das Verfahren umfassend folgende Schritte:
- Zuführen von Getränkebehältnissen (3) in einen Schrumpftunnel (13), worin thermoplastisches
Verpackungsmaterial auf Zusammenstellungen an Getränkebehältnissen (3) aufgeschrumpft
wird und hierdurch jeweilige Gebinde (5) aus den Zusammenstellungen hergestellt werden,
wobei eine Horizontalfördereinrichtung innerhalb des Schrumpftunnels positioniert
ist, um die Getränkebehältnisse bzw. Gebinde durch den Schrumpftunnel zu transportieren,
- Abführen der Gebinde (5) aus dem Schrumpftunnel (13),
- wobei die Gebinde (5) nach Abführen aus dem Schrumpftunnel (13) in den Erfassungsbereich
mindestens eines unmittelbar auf den Schrumpftunnel (13) folgenden Manipulators (20)
gelangen, wobei dem mindestens einen Manipulator (20) und dem Schrumpftunnel (13)
keine weitere Station bzw. Arbeitseinrichtung wie eine Horizontalfördereinrichtung
zwischengeordnet ist und welcher mindestens eine unmittelbar auf den Schrumpftunnel
(13) folgende Manipulator (20) Gebinde (5) vorzugsweise klemmend und/oder formschlüssig
entgegennimmt und handhabt,
- wobei der Manipulator eine eigene Horizontalfördereinrichtung umfasst, welche unmittelbar
an den Schrumpftunnel anschließt, und der Manipulator hierbei auf der eigenen Horizontalfördereinrichtung
aufstehende Gebinde erfasst und manipuliert, wobei der Erfassungsbereich des Manipulators
sich bis zu einer Öffnung des Schrumpftunnels erstreckt, über welche Öffnung Gebinde
den Schrumpftunnel verlassen.
10. Verfahren nach Anspruch 9, bei welchem die Gebinde (5) einer auf den mindestens einen
Manipulator (20) in einer Strömungsrichtung (SR) der Gebinde (5) folgenden Arbeitseinrichtung
(30) zugeführt werden, welche weiteres Verpackungsmaterial auf die Gebinde (5) aufbringt.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 und 10, bei welchem sämtliche zu einem bestimmten
Zeitpunkt im Schrumpftunnel (13) befindlichen Getränkebehältnisse (3) aus dem Schrumpftunnel
(13) abgeführt werden, so dass sich hierauf folgend keine Getränkebehältnisse (3)
im Schrumpftunnel (13) befinden und bei welchem die zu dem bestimmten Zeitpunkt im
Schrumpftunnel (13) befindlichen Getränkebehältnisse (3) nach Abführung aus dem Schrumpftunnel
(13) zumindest anteilig durch den mindestens einen Manipulator (20) entgegengenommen
und mittels des mindestens einen Manipulators (20) schräg zu ihrer Strömungsrichtung
(SR) in einen Speicherbereich (17) überführt werden.
12. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 und 11, bei welchem Gebinde (5)
über den mindestens einen Manipulator (20) in eine für die wenigstens eine Arbeitseinrichtung
(30) vorgesehene Anordnung und/oder neue Orientierung gebracht werden.
13. Verfahren nach einem oder Ansprüche 10 bis 12, bei welchem die Gebinde (5) nach Abführen
aus dem Schrumpftunnel (13) mittels des mindestens einen Manipulators (20) gestapelt
und in gestapelter Formation der Arbeitseinrichtung (30) zugeführt werden.
14. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 13, bei welchem die Gebinde
(5) über den mindestens einen Manipulator (20) in eine für eine palettierfähige Lage
vorgesehene Soll-Ausrichtung zueinander gebracht werden.
1. A section (1) of a packaging line for beverage containers (3), which section comprises:
- a shrinking tunnel (13), via which shrinking tunnel (13) thermoplastic packaging
material can be shrunk onto assemblies of beverage containers (3) in order to produce
packs (5), wherein a horizontal conveying device is arranged within the shrinking
tunnel for enabling transportation of beverage containers and packs through the shrinking
tunnel, as well as
- at least one manipulator (20), which manipulator (20) is preferably designed for
the clamping and/or form-fitting reception and handling of packs (5) produced via
the shrinking tunnel (13), the manipulator comprising a dedicated horizontal conveying
device immediately adjacent to the shrinking tunnel, thereby enabling the manipulator
to seize and manipulate packs standing on the dedicated horizontal conveying device,
wherein the seizing range of the manipulator extends to an opening of the shrinking
tunnel, at which packs exit the shrinking tunnel,
- wherein
- the at least one manipulator (20) is located downstream of the packs (5), directly
following the shrinking tunnel (13), so that no a further station or working device
such as a horizontal conveying device is arranged between the at least one manipulator
(20) and the shrinking tunnel (13).
2. The section of a packaging line according to claim 1, comprising at least one working
device (30) located downstream of the at least one manipulator (20), via which working
device (30) further packaging material can be applied to the packs (5), which are
produced via the shrinking tunnel (13).
3. The section of a packaging line according to claim 2, in which the at least one working
device (30) is immediately adjoining the at least one manipulator (20) downstream.
4. The section of a packaging line according to one or more of the claims 1 to 3, comprising
a storage area (17) for temporarily receiving packs (5), into which storage area (17)
packs (5) can be transferred by a movement, which movement is oriented obliquely to
their flow direction (SR) and which movement is effected by the at least one manipulator
(20)
5. The section of a packaging line according to claim 4, in which a capacity of the storage
area (17) for beverage containers (3) corresponds to at least a capacity of the shrinking
tunnel (13) for beverage containers (3).
6. The section of a packaging line according to one of the claims 2 to 4, comprising
a control device (S), which control device (S) is coupled to the at least one manipulator
(20), via which control device (S) the at least one manipulator (20) can be controlled
to produce an arrangement and/or orientation of the packages (5), which arrangement
and/or orientation is provided for the at least one working device (30).
7. The section of a packaging line according to one of the claims 1 to 6, comprising
at least one horizontal conveying device, via which horizontal conveying device manipulated
packs (5) can be fed to the at least one working device (30), wherein the at least
one manipulator (20) is designed for stacking packs (5) on the at least one horizontal
conveying device.
8. The section of a packaging line according to one of the claims 1 to 7, in which the
at least one manipulator (20) is designed to produce a specific nominal alignment
of a plurality of packs (5) relative to one another corresponding to a palletizable
layer.
9. A method for handling beverage containers (3) during their transport along a packaging
line, the method comprising the following steps:
- feeding of beverage containers (3) into a shrinking tunnel (13), in which shrinking
tunnel (13) thermoplastic packaging material is shrunk onto assemblies of beverage
containers (3) and whereby respective packs (5) are produced from the assemblies,
wherein a horizontal conveying device is arranged within the shrinking tunnel for
enabling transportation of beverage containers and packs through the shrinking tunnel,
- removing the packs (5) from the shrinking tunnel (13),
- wherein the packs (5), after being removed from the shrinking tunnel (13), pass
into the seizing range of at least one manipulator (20), which manipulator (20) is
located directly downstream of the shrinking tunnel (13), wherein no a further station
or working device such as a horizontal conveying device is arranged between the at
least one manipulator (20) and the shrinking tunnel (13), and said manipulator (20)
located directly downstream of the shrinking tunnel (13) receives and handles packs
(5) preferably in a clamping and/or form-fitting manner
- wherein the manipulator comprises a dedicated horizontal conveying device immediately
adjacent to the shrinking tunnel, and wherein the manipulator seizes and manipulates
packs standing on the dedicated horizontal conveying device, wherein the seizing range
of the manipulator extends to an opening of the shrinking tunnel, at which packs exit
the shrinking tunnel.
10. The method according to claim 9, in which the packs (5) are fed to a working device
(30) located downstream of the at least one manipulator (20) in a flow direction (SR)
of the packs (5), which working device (30) applies further packaging material onto
the packs (5).
11. The method according to one of the claims 9 and 10, in which all beverage containers
(3) located in the shrinking tunnel (13) at a certain moment in time are removed from
the shrinking tunnel (13), so that no beverage containers (3) are subsequently located
within the shrinking tunnel (13), and in which the beverage containers (3) located
in the shrinking tunnel (13) at the specific moment in time are, after removal from
the shrinking tunnel (13), at least proportionally seized by the at least one manipulator
(20) and transferred obliquely to their direction of flow (SR) into a storage area
(17) by means of the at least one manipulator (20).
12. The method according to one or more of the claims 10 and 11, in which packs (5) are
brought via the at least one manipulator (20) into an arrangement and/or new orientation
provided for the at least one working device (30).
13. The method according to one of the claims 10 to 12, in which the packs (5), after
removal from the shrinking tunnel (13), are stacked by means of the at least one manipulator
(20) and are fed to the working device (30) in a stacked arrangement.
14. The method according to one or more of the claims 9 to 13, in which the packs (5)
are brought into a nominal alignment with respect to one another via the at least
one manipulator (20), which alignment is intended for a palletizable layer.
1. Section (1) d'une ligne d'emballage pour des récipients à boisson (3), laquelle section
comprend:
- un tunnel de rétraction (13), du matériau d'emballage thermoplastique peut être
posé par rétraction, au moyen dudit tunnel de rétraction (13), sur des ensembles de
récipients à boisson (3) afin de produire des multipacks (5), dans lequel un dispositif
de transport horizontal est positionné à l'intérieur du tunnel de rétraction afin
de transporter les récipients de boisson ou les multipacks à travers le tunnel de
rétraction, et
- au moins un manipulateur (20) qui est conçu pour recevoir et manipuler de préférence
par serrage et/ou à engagement positif des multipacks (5) produits par l'intermédiaire
du tunnel de rétraction (13), dans lequel le manipulateur comprend son propre dispositif
de transport horizontal, qui se connecte directement au tunnel de rétraction, et le
manipulateur peut détecter et manipuler des multipacks se trouvant sur son propre
dispositif de transport horizontal, dans lequel la plage de détection du manipulateur
s'étend jusqu'à une ouverture du tunnel de rétraction, ouverture par laquelle les
multipacks quittent le tunnel de rétraction,
dans lequel :
- - ledit au moins un manipulateur (20) suit immédiatement le tunnel de rétraction
(13) en aval des multipacks (5), de sorte qu'aucune autre station ou installation
telle qu'un dispositif de transport horizontal n'est interposé entre ledit au moins
un manipulateur (20) et le tunnel de rétraction (13).
2. Section d'une ligne d'emballage selon la revendication 1, comprenant au moins un dispositif
de travail (30) qui est situé en aval dudit au moins un manipulateur (20) et au moyen
duquel d'autre matériau d'emballage peut être appliqué aux multipacks (5) produits
au moyen du tunnel de rétraction (13).
3. Section d'une ligne d'emballage selon la revendication 2, dans laquelle ledit au moins
un dispositif de travail (30) jouxte immédiatement en aval ledit au moins un manipulateur
(20).
4. Section d'une ligne d'emballage selon une ou plusieurs des revendications 1 à 3, comprenant
une zone de stockage (17) pour recevoir temporairement des multipacks (5), des multipacks
(5) peuvent être transférés dans ladite zone de stockage (17) par un mouvement orienté
de manière oblique par rapport à leur direction d'écoulement (SR) et provoqué par
ledit au moins un manipulateur (20).
5. Section d'une ligne d'emballage selon la revendication 4, dans laquelle une capacité
de la zone de stockage (17) pour des récipients à boisson (3) correspond à au moins
une capacité du tunnel de rétraction (13) pour des récipients à boisson (3).
6. Section d'une ligne d'emballage selon l'une quelconque des revendications 2 à 4, comprenant
un dispositif de commande (S) qui est couplé audit au moins un manipulateur (20) et
par le biais duquel ledit au moins un manipulateur (20) peut être commandé pour générer
un agencement et/ou une orientation des multipacks (5) prévu(e) pour ledit au moins
un dispositif de travail (30).
7. Section d'une ligne d'emballage selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, comprenant
au moins un dispositif de transport horizontal par l'intermédiaire duquel des multipacks
(5) manipulés peuvent être amenés audit au moins un dispositif de travail (30), dans
laquelle ledit au moins un manipulateur (20) est conçu pour empiler des multipacks
(5) sur ledit au moins un dispositif de transport horizontal.
8. Section d'une ligne d'emballage selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, dans
laquelle ledit au moins un manipulateur (20) est conçu pour réaliser une orientation
prescrite déterminée d'une pluralité de multipacks (5) les uns par rapport aux autres,
qui correspond à une couche palettisable.
9. Procédé de maniement de récipients à boisson (3) lors de leur transport le long d'une
ligne d'emballage, le procédé comprenant les étapes suivantes consistant à:
- amener des récipients à boisson (3) à un tunnel de rétraction (13) à l'intérieur
duquel du matériau d'emballage thermoplastique est posé par rétraction sur des ensembles
de récipients à boisson (3), et des multipacks (5) respectifs sont réalisés ainsi
à partir des ensembles, dans lequel un dispositif de transport horizontal est positionné
à l'intérieur du tunnel de rétraction afin de transporter les récipients à boisson
ou les multipacks à travers le tunnel de rétraction,
- transporter les multipacks (5) hors du tunnel de rétraction (13),
- dans lequel les multipacks (5), après avoir été transportés hors du tunnel de rétraction
(13), atteignent la zone de saisie d'au moins un manipulateur (20) qui suit immédiatement
le tunnel de rétraction (13), dans lequel aucune autre station ou installation telle
qu'un dispositif de transport horizontal n'est interposé entre ledit au moins un manipulateur
(20) et le tunnel de rétraction (13), et dans lequel au moins un manipulateur (20)
qui suit directement le tunnel de rétraction (13) reçoit et manipule des multipacks
(5), de préférence par serrage et/ou à engagement positif.
- dans lequel le manipulateur comprend son propre dispositif de transport horizontal,
qui se connecte directement au tunnel de rétraction, et le manipulateur peut détecter
et manipuler des multipacks se trouvant sur son propre dispositif de transport horizontal,
dans lequel la plage de détection du manipulateur s'étend jusqu'à une ouverture du
tunnel de rétraction, ouverture par laquelle les multipacks quittent le tunnel de
rétraction,
10. Procédé selon la revendication 9, dans lequel les multipacks (5) sont amenés à un
dispositif de travail (30) qui suit ledit au moins un manipulateur (20) dans une direction
d'écoulement (SR) des multipacks (5) et qui applique d'autre matériau d'emballage
aux multipacks (5).
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications 9 et 10, dans lequel tous les récipients
à boisson (3) se trouvant dans le tunnel de rétraction (13) à un moment donné sont
transportés hors du tunnel de rétraction (13) de sorte que, après cela, aucun récipient
à boisson (3) ne se trouve dans le tunnel de rétraction (13), et dans lequel les récipients
à boisson (3) se trouvant dans le tunnel de rétraction (13) à un moment donné sont
reçus, au moins proportionnellement, par ledit au moins un manipulateur (20) après
avoir été transportés hors du tunnel de rétraction (13) et sont transférés obliquement
à leur direction d'écoulement (SR), au moyen dudit au moins un manipulateur (20),
dans une zone de stockage (17).
12. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 10 et 11, dans lequel des multipacks
(5) sont amenés par ledit au moins un manipulateur (20) dans un agencement et/ou une
nouvelle orientation prévu(e) pour ledit au moins un dispositif de travail (30).
13. Procédé selon l'une quelconque des revendications 10 à 12, dans lequel les multipacks
(5), après avoir été transportés hors du tunnel de rétraction (13), sont empilés et
amenés en formation empilée, par ledit au moins un manipulateur (20), au dispositif
de travail (30).
14. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 9 à 13, dans lequel les multipacks
(5) sont amenés par ledit au moins un manipulateur (20) dans une orientation prescrite
les uns par rapport aux autres, qui est prévue pour une couche palettisable.