[0001] Die vorliegende Patentanmeldung betrifft eine Vitrine, welche wenigstens eine rahmenlose
Vorderscheibe, beidseitig der Vorderscheibe vorgesehene erste und zweite rahmenlose
Seitenscheiben und eine einen Raum zwischen der Vorderscheibe und den Seitenscheiben
abdeckende rahmenlose Deckscheibe aufweist, wobei die Vorderscheibe relativ zu einer
der Seitenscheiben verschwenkbar ist, wofür zwischen der Vorderscheibe und dieser
Seitenscheibe ein Scharnier an einem unteren Bereich der Vorderscheibe vorgesehen
ist.
[0002] Rahmenlose Vitrinen werden insbesondere in Museen zur Ausstellung von Exponaten verwendet,
da durch eine rahmenlose Ausgestaltung der Vitrinen die in der jeweiligen Vitrine
platzierten Exponate für einen Betrachter besonders gut sichtbar sind. Solche Vitrinen
weisen in der Regel einen allseitig von Glasflächen verschlossenen Innenraum auf,
wobei zum Öffnen der Vitrine eine der Glasflächen mittels eines Scharniers schwenk-
oder klappbar ist.
[0003] In der Druckschrift
DE 20 2006 017 556 U1 ist eine Vitrine beschrieben, welche einen aus Glasscheiben ausgebildeten quaderförmigen
Behälter und jeweils einen zum Anbringen von Scharnieren dienenden unterhalb und oberhalb
des Glasbehälters angebrachten Blechkasten aufweist. Die den Glasbehälter ausbildenden
Glasscheiben sind, bis auf die Glasscheibe, welche eine Tür der Vitrine ausbildet,
miteinander verklebt. Ferner sind die die Seiten des Glasbehälters ausbildenden Glasscheiben
mit den in Verlängerung zu diesen Glasscheiben angeordneten Blechtafeln der Blechkästen
verklebt. Die die Tür ausbildende Glasscheibe ist mittels zwei Scharnieren schwenkbar
gelagert. Die Scharniere sind an den Blechtafeln angebracht, sodass die Scharniere
im geschlossenen Zustand der Vitrine nicht sichtbar sind. Das in funktionsgerechter
Ausrichtung der Vitrine untere Scharnier ist mit einer unteren vorderen Blechtafel
und einer unteren seitlichen Blechtafel verbunden. Das obere Scharnier ist an einer
oberen vorderen sowie einer oberen seitlichen Blechtafel angebracht. Das jeweilige
Scharnier weist ein an der seitlichen Blechtafel angebrachtes festes Befestigungselement
auf, welches über einen ersten und einen zweiten Lenker mit einem an der vorderen
Blechtafel fest angebrachten beweglichen Befestigungsteil beweglich verbunden ist.
Der zweite Lenker weist einen abgewinkelten Schenkel auf, welcher in der Endlage der
geöffneten vorderen Glasscheibe den ersten Lenker im Bereich des festen Befestigungsteils
umgibt.
[0004] Um auf einen derartigen, die Ansicht der Vitrine störenden, wuchtigen oberen Blechkasten
verzichten zu können, werden im Stand der Technik anstelle der oberen Scharniere aus
vier Z-Profilen ausgebildete Rahmen verwendet, welche auf die vertikal ausgerichteten
Glasscheiben der Vitrine aufgelegt werden und zugleich der Aufnahme einer als Decke
fungierenden Glasscheibe dienen. Zur Sicherstellung einer Schwenkbewegung einer als
Tür ausgebildeten Glasscheibe ist ein Z-Profil des Rahmens beweglich mittels eines
Stiftes oder einer Schraube an einem zweiten Z-Profil angebracht, wohingegen die anderen
Z-Profile fest miteinander verbunden sind. Nachteilig bei der Verwendung eines solchen
Rahmens ist, dass der Drehpunkt des Rahmens, also die Verbindungsstelle der beiden
Z-Profile, durch die Schraube oder den Niet außerhalb des Vitrinenkorpus liegt. Durch
diese Verbindungsstelle wird nicht nur die Optik der Vitrine beeinträchtigt, sondern
auch das Reinigen der Glasscheiben erschwert, da ein zum Reinigen verwendeter Putzlappen
leicht an der Verbindungsstelle hängen bleiben kann.
[0005] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Vitrine bereitzustellen, welche
ein ansehnliches Erscheinungsbild hat, wobei deren Scharniere von außen weitestgehend
nicht zu sehen sind.
[0006] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird durch eine Vitrine der eingangs genannten
Gattung gelöst, bei welcher zwischen einem oberen Bereich der Vorderscheibe und der
Deckscheibe ein wenigstens zwei schwenkbare Scharnierhebel aufweisendes Scharnier
vorgesehen ist und an einer Vorderkante der Deckscheibe und einer Oberkante der Vorderscheibe
jeweils Winkelprofile vorgesehen sind, welche zusammen eine Aufnahme für die Scharnierhebel
ausbilden, wobei die Deckscheibe in Richtung der Vorderscheibe nicht bündig mit der
ersten und zweiten Seitenscheibe abschließt, sondern im Vergleich zu den Seitenscheiben
verkürzt ist, sodass zwischen der Deckscheibe und der Vorderscheibe stets ein Distanzbereich
ausgebildet ist, in dem die an den Winkelprofilen befestigten Scharnierhebel untergebracht
sind.
[0007] Die erfindungsgemäße Vitrine weist eine Bodenplatte, zwei an der Bodenplatte angebrachte
Seitenscheiben, eine an der Bodenplatte angebrachte und sich zwischen den Seitenscheiben
erstreckende Rückscheibe, eine ebenfalls an der Bodenplatte vorgesehene und sich zwischen
den Seitenscheiben erstreckende Vorderscheibe und eine auf den Seitenscheiben, der
Rückscheibe und der Vorderscheibe aufliegende Deckscheibe auf.
[0008] Unter Scheiben sind hier Platten zu verstehen, welche im Vergleich zu ihrer Breite
und Höhe eine verhältnismäßig kleine Tiefe aufweisen und aus durchsichtigem Material,
wie beispielsweise Glas, Plexiglas oder einem anderen, durchsichtigen Kunststoff,
ausgebildet sind. Als Bodenplatte wird vorzugsweise eine im Vergleich zu den Scheiben
massivere Platte verwendet, welche dazu geeignet ist, in der Vitrine platzierte Exponate
zu tragen. Die Bodenplatte kann beispielsweise aus Metall, Holz, Kunststoff oder einem
anderen Material ausgebildet sein. Ferner kann die Bodenplatte aber auch aus Glas
oder Plexiglas bestehen.
[0009] Die die Vitrine ausbildenden Scheiben sind vorzugsweise, bis auf die Vorderscheibe,
miteinander und mit der Bodenplatte verklebt. Die Vorderscheibe ist zum Öffnen der
erfindungsgemäßen Vitrine schwenkbar gelagert. Hierzu ist in einem unteren Bereich
der Vorderscheibe zwischen der Vorderscheibe und der Bodenplatte und/oder einer der
Seitenscheiben ein unteres Scharnier und in einem oberen Bereich der Vorderscheibe
zwischen der Vorderscheibe und der Deckscheibe ein oberes Scharnier vorgesehen.
[0010] Das obere Scharnier weist erfindungsgemäß zwei Winkelprofile auf, welche durch wenigstens
zwei Scharnierhebel miteinander verbunden sind und der Aufnahme der Scharnierhebel
im geschlossenen Zustand der Vitrine dienen. Im geschlossenen Zustand der Vitrine
liegt die Vorderscheibe an wenigstens den Seitenscheiben an bzw. ist nur ein kleiner
Spalt zwischen den Seitenscheiben und der Vorderscheibe ausgebildet, sodass ein Zugang
ins Innere der Vitrine verwehrt ist.
[0011] Erfindungsgemäß sind ein erstes Winkelprofil vorzugsweise an einer Vorderkante der
Deckscheibe und ein zweites Winkelprofil an einer Oberkante der Vorderscheibe angebracht.
Die Winkelprofile sind so ausgebildet, dass das an der Deckscheibe angebrachte erste
Winkelprofil die Scharnierhebel im geschlossenen Zustand der Vitrine wenigstens teilweise
in Richtung der Vorderkante der Deckscheibe und in Richtung der Bodenplatte umgibt
und das an der Vorderscheibe vorgesehene Winkelprofil die Scharnierhebel wenigstens
teilweise in Richtung der Vorderscheibe und der Bodenplatte umgibt. Die Winkelprofile
sind hierbei vorzugsweise nicht wesentlich höher als die Scharnierhebel ausgebildet,
sodass das obere Scharnier bei einer Betrachtung der erfindungsgemäßen Vitrine von
außen kaum sichtbar ist.
[0012] Die Scharnierhebel sind beweglich an den Winkelprofilen angebracht. Besonders bevorzugt
sind beide Scharnierhebel drehbar an den Winkelprofilen vorgesehen. Die Stellung wenigstens
eines Scharnierhebels kann jedoch auch mittels eines einseitig vorgesehenen Langloches
verändert werden.
[0013] Um das vorzugsweise schmal ausgebildete Scharnier zu verdecken und die Ansicht der
Vitrine noch zu verschönern, kann entlang eines oberen Endes der Vorderseite der Vitrine
eine Beschichtung, Lackierung und/oder Abdeckung vorgesehen sein. Die Beschichtung,
Lackierung und/oder Abdeckung ist vorteilhafterweise nur so groß ausgebildet, dass
das Scharnier gerade verdeckt ist und die in der Vitrine platzierten Exponate noch
gut sichtbar sind. In alternativen Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vitrine
kann die Beschichtung, Lackierung und/oder Abdeckung zudem zusätzlich an den Seiten-
und/oder dem Bodenbereich der Vorderseite vorgesehen sein.
[0014] Damit die Vorderscheibe im geschlossenen Zustand der Vitrine bündig mit den Seitenscheiben
abschließt und kein Spalt bzw. ein nur sehr kleiner Spalt zwischen der Vorderscheibe
und den Seitenscheiben ausgebildet ist, ist die Deckscheibe kürzer ausgebildet als
die Seitenscheiben, sodass die Deckscheibe im Vergleich zu den Seitenscheiben zurückversetzt
ist und sich zwischen der Vorderscheibe und der Deckscheibe ein Distanzbereich ergibt.
Dieser Distanzbereich ermöglicht es, die Winkelprofile an der Vorder- und Deckscheibe
anzubringen, ohne dass durch diese beim Verschließen der Vitrine ein bündiges Anliegen
der Vorderscheibe an den beiden Seitenscheiben verhindert wird.
[0015] Um die erfindungsgemäße Vitrine möglichst diebstahlsicher auszugestalten und ein
Ansammeln von Schmutz in der Vitrine zu vermeiden, ist die Deckscheibe im Vergleich
zu den Seitenscheiben so viel kürzer ausgebildet, dass der sich zwischen der Vorderscheibe
und der Deckscheibe ergebende Distanzbereich so breit ist, dass die beiden Winkelprofile
problemlos an der Vorder- und Deckscheibe angebracht werden können und der Distanzbereich
im geschlossenen Zustand der Vitrine durch die Winkelprofile verschlossen bzw. nahezu
verschlossen ist. Die Länge der Deckscheibe wird damit in Abhängigkeit von der Breite
der verwendeten Winkelprofile ausgewählt und kann je nach Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vitrine variieren. Vorteilhafterweise kann durch eine derartige Ausgestaltung der
Vitrine eine optisch besonders ansprechende Vitrine bereitgestellt werden, bei welcher
kein Spalt bzw. nur ein sehr kleiner Spalt zwischen den einzelnen Scheiben vorhanden
ist.
[0016] Die rahmenlose Vorder-, Seiten- und Deckscheiben der erfindungsgemäßen Vitrine ermöglichen
einen besonders guten Einblick in die erfindungsgemäße Vitrine und sind auch im Hinblick
auf das Reinigen der Vitrine von Vorteil.
[0017] In einer bevorzugten Ausgestaltungsvariante der erfindungsgemäßen Vitrine ist ein
erstes Ende des jeweiligen Scharnierhebels mit dem an der Deckscheibe angebrachten
ersten Winkelprofil und ein zweites Ende des jeweiligen Scharnierhebels mit dem an
der Oberkante der Vorderscheibe vorgesehenen zweiten Winkelprofil verbunden. Vorteilhafterweise
sind die Scharnierhebel mit jeweils einem in Richtung der Bodenplatte der Vitrine
zeigenden Teil des jeweiligen Winkelprofils verbunden, da die Scharnierhebel so einfach
als flache, geradlinige Verbindungsstege ausgebildet werden können.
[0018] Um ein einfaches Öffnen und Schließen der als Tür dienenden Vorderscheibe zu ermöglichen
und die richtige Stellung der Vorderscheibe sowohl im geschlossenen als auch im offenen
Zustand der Vitrine zu gewährleisten, ist es günstig, wenn die Scharnierhebel unterschiedliche
Längen aufweisen und beabstandet voneinander an den Winkelprofilen vorgesehen sind,
wobei der Abstand zwischen den ersten Enden der Scharnierhebel und der Abstand zwischen
den zweiten Enden der Scharnierhebel unterschiedlich ist.
[0019] Insofern die Scharnierhebel drehbar an den Winkelprofilen befestigt sind, hat es
sich als günstig herausgestellt, wenn die Scharnierhebel mittels eines Befestigungsstiftes,
einer Schraube und/oder eines Nietes mit den Winkelprofilen verbunden sind.
[0020] In bevorzugten Ausgestaltungsvarianten der erfindungsgemäßen Vitrine weisen die Winkelprofile
einen Z-, L-, T- oder U-förmigen Querschnitt auf. Insofern die Winkelprofile einen
Z-förmigen Querschnitt aufweisen, ist ein Mittelsteg des Z an der Vorderkante der
Deckscheibe oder an einer nach innen ausgerichteten Seite der Vorderscheibe angebracht.
Ein erster äußerer Steg des Z erstreckt sich entlang einer nach außen gerichteten
Seite der Deckscheibe oder einer Oberkante der Vorderscheibe. Der zweite äußere Steg
des Z ist parallel zu der Bodenplatte der erfindungsgemäßen Vitrine ausgerichtet,
wobei die Scharnierhebel an der nicht zu der Bodenplatte zeigenden Seite dieser Stege
angebracht sind.
[0021] Bei einer L-förmigen Ausführungsform der Winkelprofile ist ebenfalls jeweils ein
Steg des L parallel zu der Bodenplatte angeordnet, wobei der zweite Steg entweder
an der Vorderkante der Deckscheibe oder an der nach innen zeigenden Seite der Vorderscheibe
vorgesehen ist. Bei einer U-förmigen Ausbildung der Winkelprofile sind diese derart
an der Deck- bzw. Vorderscheibe angebracht, dass die Scharnierhebel im geschlossenen
Zustand der Vitrine nach unten und oben von jeweils einem äußeren Schenkel des U eingeschlossen
sind. Durch eine derartige Ausgestaltung der Winkelprofile können die Scharnierhebel
besonders einfach, platzsparend und stabil an den entsprechenden Scheiben der Vitrine
angebracht werden.
[0022] Als besonders vorteilhaft hat es sich auch herausgestellt, wenn die Winkelprofile
und die Deckscheibe zusammen genauso breit wie die Seitenscheiben ausgebildet sind,
sodass die Winkelprofile im geschlossenen Zustand der Vitrine bündig aneinander liegen
und die Vorderscheibe bündig mit den Vorderkanten der Seitenscheiben abschließt. Wie
oben bereits erläutert, kann die Vitrine so diebstahlsicher ausgestaltet und die in
der Vitrine platzierten Exponate vor Staub geschützt werden. Ferner kann in alternativen
Ausgestaltungsvarianten der erfindungsgemäßen Vitrine natürlich auch ein Spalt zwischen
den beiden Winkelprofilen und/oder den Seitenscheiben und der Vorderscheibe, beispielsweise
zur Belüftung des Innenraumes der Vitrine, vorgesehen sein.
[0023] Das jeweilige Winkelprofil ist vorzugsweise wenigstens mit einer nach innen ausgerichteten
Seite der Vorderscheibe oder der Vorderkante der Deckscheibe verklebt. Die Winkelprofile
können, je nach Ausgestaltung, jedoch auch zusätzlich noch mit einer oder mehreren
Seitenflächen der Vorder- oder Deckscheibe verklebt sein. Als Klebstoff wird bevorzugt
Silikon verwendet. Ebenso kann jedoch auch ein anderer Klebstoff eingesetzt werden.
Darüber hinaus können die Winkelprofile auch mittels ein oder mehreren Befestigungselementen,
beispielsweise mittels mittels Nieten und/oder Schrauben, an den jeweiligen Scheiben
der Vitrine befestigt sein.
[0024] In einer bevorzugten Ausbildung der erfindungsgemäßen Vitrine sind die Winkelprofile
so lang, wie die Scheiben, an denen sie angebracht sind. Dadurch können die Scharniere
zum einen besonders stabil an den Scheiben befestigt werden, und zum anderen wird
durch die gleichmäßige Anordnung der Winkelprofile eine optisch ansprechende Vitrine
zur Verfügung gestellt.
[0025] In einer favorisierten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vitrine weist wenigstens
die erste und die zweite Seitenscheibe an einer Vorderkante und die Vorderscheibe
an jeweils einer Seitenkante eine Gehrung auf, wobei die Gehrungen derart ausgerichtet
sind, dass sich die Gehrungen der Seitenscheiben und die Gehrungen der Vorderscheibe
im geschlossenen Zustand der Vitrine gegenüberliegen. Vorteilhaft ist es auch, wenn
die restlichen Kanten der Seitenscheiben, der Rückscheibe und der Deckscheibe, welche
mit anderen Kanten verbunden werden, auf Gehrung geschnitten oder geformt sind. Durch
die Gehrungen können die Scheiben miteinander optisch unauffällig und dennoch stabil
miteinander verbunden werden.
[0026] Insofern die Kanten der Scheiben auf Gehrung geschnitten sind, ist es zudem vorteilhaft,
wenn auch Seitenkanten des an der Vorderscheibe angebrachten Winkelprofils Gehrungen
aufweisen. Die Winkelprofile können sich somit über die gesamte Länge der Vorder-
und der Deckscheibe erstrecken, ohne ein Verschließen der Vitrine zu erschweren oder
zu behindern.
[0027] Zum Halten der Vorderscheibe in einer geschlossenen Position ist bevorzugt an den
Winkelprofilen eine Verschlussvorrichtung zum Sichern des geschlossenen Zustandes
der Vitrine vorgesehen. Die Verschlussvorrichtung kann als Haken-, Magnet- oder Riegelverschluss
ausgebildet sein, wobei hierbei vorzugsweise ein Teil der Verschlussvorrichtung an
dem ersten Winkelprofil und ein zweiter Teil der Verschlussvorrichtung an dem zweiten
Winkelprofil angeordnet ist. Ebenso kann ein Teil der Verschlussvorrichtung auch an
der Deckscheibe und ein zweiter Teil der Verschlussvorrichtung an der Vorderscheibe
angebracht sein. Die Teile der Verschlussvorrichtung können beispielsweise durch Kleben,
Nieten, Schrauben oder ähnliches an den Winkelprofilen oder an den Scheiben befestigt
sein. In alternativen Ausgestaltungsformen der erfindungsgemäßen Vitrine können auch
mehr als eine Verschlussvorrichtung vorgesehen sein und/oder die Verschlussvorrichtung
an einer anderen Stelle der Vitrine angeordnet sein.
[0028] Zum diebstahlsicheren Verschließen der erfindungsgemäßen Vitrine weist diese besonders
bevorzugt zusätzlich oder alternativ ein beispielsweise mittels eines Schlüssels verschließbares
Schloss auf. Dieses Schloss kann zum Beispiel in einem unteren Bereich der erfindungsgemäßen
Vitrine angeordnet sein, um die Ansicht der Vitrine bzw. den Einblick in die Vitrine
nicht zu stören.
[0029] Insbesondere bei der Ausgestaltung der Winkelprofile als L- oder Z-förmiges Profil
sind die Winkelprofile und/oder die Scharnierhebel bevorzugt nach außen durch wenigstens
eine Klemmleiste, wenigstens eine Schiene oder wenigstens eine Profilleiste abgedeckt.
Hierdurch kann zum einen eine Manipulation und Verschmutzung des Scharniers vermieden
werden. Zum anderen wird durch die aufgebrachte Klemmleiste, die Schiene oder die
Profilleiste die Optik der Vitrine aufgewertet.
[0030] Bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung, deren Aufbau, Funktion und
Vorteile werden im Folgenden anhand von Figuren näher erläutert, wobei
- Figur 1
- eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vitrine in einer Draufsicht zeigt, wobei
die Vitrine geöffnet ist und lediglich ein vorderer Bereich der Vitrine dargestellt
ist,
- Figur 2
- den in Figur 1 gezeigten Bereich der erfindungsgemäßen Vitrine im geschlossenen Zustand
in einer Draufsicht zeigt,
- Figur 3
- eine Ausgestaltungsmöglichkeit eines eine Vorder- und Deckscheibe verbindenden Scharniers
einer erfindungsgemäßen Vitrine in einer Seitenansicht zeigt, und
- Figur 4
- eine weitere Ausführungsform eines eine Vorder- und Deckscheibe verbindenden Scharniers
einer erfindungsgemäßen Vitrine in einer Seitenansicht zeigt.
[0031] Figur 1 zeigt eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vitrine 10 in einer Draufsicht,
wobei die Vitrine 10 geöffnet ist und lediglich ein vorderer Bereich der Vitrine 10
dargestellt ist.
[0032] Die in Figur 1 gezeigte Vitrine 10 weist eine nicht dargestellte Bodenplatte, an
der Seitenscheiben 2, 2', eine nicht dargestellte Rückscheibe und eine Vorderscheibe
3 angebracht sind, sowie eine auf den Seitenscheiben 2, 2', der Rückscheibe und der
Vorderscheibe 3 aufliegende Deckscheibe 1 auf.
[0033] Die Rückscheibe, die Seitenscheiben 2, 2', die Vorderscheibe 3 und die Deckscheibe
1 sind in dem gezeigten Ausführungsbeispiel aus Glas ausgebildet, können in weiteren
Ausführungsformen aber auch aus anderen transparenten Materialien, wie beispielsweise
Kunststoff, ausgestaltet sein. Die nicht gezeigte Bodenplatte ist in diesem Ausführungsbeispiel
aus Metall und im Verhältnis zu den Glasscheiben dicker als diese ausgebildet, sodass
Exponate besonders sicher und stabil in der Vitrine 10 platziert werden können.
[0034] Zur Ausbildung der Seiten und der Decke der Vitrine 10 dienen lediglich rahmenlose
Glasscheiben, welche, bis auf die Vorderscheibe 3, miteinander oder mit der Bodenplatte
verklebt sind. Hierdurch weist die Vitrine 10 eine besondere Eleganz auf, und ein
Blick ins Innere der Vitrine 10 wird nicht durch Rahmenteile behindert.
[0035] Die Vorderscheibe 3 ist mittels eines nicht dargestellten unteren Scharniers und
eines oberen Scharniers 4 schwenkbar an einer der Seitenscheiben befestigt.
[0036] Das obere Scharnier 4 weist ein an einer Vorderkante 1a der Deckscheibe 1 vorgesehenes
erstes Winkelprofil 4a und ein an einer Oberkante 3b der Vorderscheibe 3 angebrachtes
zweites Winkelprofil 4b auf. Die Winkelprofile 4a, 4b sind in dem in Figur 1 gezeigten
Ausführungsbeispiel Z-förmig ausgestaltet und mit der Vorder- bzw. der Deckscheibe
3, 1 verklebt. Die Winkelprofile 4a, 4b erstrecken sich über die gesamte Breite der
Vorder- bzw. Deckscheibe 3, 1 und weisen Längen auf, die der Breite der Vorder- bzw.
der Deckscheibe 3, 1 entsprechen. In weiteren Ausführungsformen der erfindungsgemäßen
Vitrine 10 können die Winkelprofile 4a, 4b auch unterschiedliche Abmessungen und/oder
Ausgestaltungsformen aufweisen.
[0037] Die beiden Winkelprofile 4a, 4b sind durch zwei Scharnierhebel 4c, 4d miteinander
verbunden, welche mittels Stiften 4g an den Winkelprofilen 4a, 4b angebracht sind.
Die Scharnierhebel 4c, 4d weisen unterschiedliche Längen auf und sind beabstandet
voneinander an den Winkelprofilen 4a, 4b befestigt. Hierbei ist der Abstand zwischen
ersten Enden 41c, 41d der Scharnierhebel 4c, 4d größer als der Abstand zwischen zweiten
Enden 42c, 42d der Scharnierhebel, sodass die Vorderscheibe 3 geführt von einer geschlossenen
Position, in welcher sie an Vorderkanten 2a, 2a' der Seitenscheiben 2, 2' anliegt,
in eine geöffnete Position, in welchen die Vorderscheibe 3 nahezu parallel zu den
Seitenscheiben 2, 2' ausgerichtet ist, und umgekehrt überführt werden kann.
[0038] Für eine optimale Führung und Positionierung der Vorderscheibe 3 sind die Scharnierhebel
4c, 4d, wie in Figur 1 gezeigt, leicht gekrümmt ausgebildet. In alternativen Ausführungsformen
der erfindungsgemäßen Vitrine 10 können diese jedoch auch geradlinig ausgebildet sein.
Zudem können in alternativen Ausgestaltungsvarianten der erfindungsgemäßen Vitrine
10 die Winkelprofile 4a, 4b auch an anderen Scheiben der Vitrine 10 vorgesehen sein,
die Scharnierhebel 4c, 4d an anderen Stellen der Winkelprofile 4a, 4b befestigt sein
und/oder in einer anderen Art und Weise an den Winkelprofilen 4a, 4b, beispielsweise
mittels einer Schraube oder eines Nietes, angebracht sein. Auch könnte das längere
der Winkelprofile 4d, welches in erster Linie der Führung der Vorderscheibe 3 dient,
durch Anordnung in einem Langloch bewegt werden.
[0039] Um eine optisch ansprechende Vitrine 10 bereitstellen zu können, sind die Kanten
der zu verbindenden Scheiben der Vitrine 10 auf Gehrung geschnitten und die Scheiben
der Vitrine 10 an den Gehrungen miteinander verbunden. So weisen auch die Vorderkanten
2a. 2a' der Seitenscheiben 2, 2' und die Vorderscheibe 3 jeweils an ihren Seitenkanten
3a jeweils eine Gehrung auf.
[0040] In dem in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vitrine 10
sind die Winkelprofile 4a, 4b nicht auf Gehrung geschnitten. In alternativen Ausbildungsformen
der Vitrine 10 können aber auch diese auf Gehrung geschnitten oder anderwetig geformt
sein.
[0041] Damit die Vorderscheibe 3 im geschlossenen Zustand der Vitrine 10 trotz der an der
Vorder- und Deckscheibe 3, 1 angebrachten Winkelprofile 4a, 4b bündig an den Vorderkanten
2a, 2a' der Seitenscheiben 2, 2' anliegen kann, ist die Deckscheibe 3 im Vergleich
zu den Seitenscheiben 2, 2' verkürzt ausgebildet, sodass diese in Richtung der Vorderscheibe
3 nicht bündig mit den Seitenscheiben 2, 2' abschließt, sondern zurückversetzt ist.
Die Deckscheibe 1 ist so viel kürzer als die Seitenscheiben 2, 2' ausgebildet, dass
der sich hieraus ergebende Distanzbereich zwischen der Deckscheibe 1 und der Vorderscheibe
3 im geschlossenen Zustand der Vitrine 10 durch die angebrachten Winkelprofile 4a,
4b verschlossen wird und damit ein Eindringen in die Vitrine 10 nach deren Schließung
sowie eine Verschmutzung des Inneren der Vitrine 10 vermieden werden können. Je nach
Ausgestaltungsvariante der erfindungsgemäßen Vitrine 10 können damit die Länge der
Deckscheibe 1 als auch die Breite der Winkelprofile 4a, 4b variieren.
[0042] In Varianten der erfindungsgemäßen Vitrine 10 kann auch ein Spalt zwischen wenigstens
der Vorderscheibe 3 und der Deckscheibe 1 und/oder zwischen der Vorderscheibe 3 und
den Seitenscheiben 2, 2', beispielsweise zur Belüftung des Innenraumes der Vitrine
10, vorgesehen sein.
[0043] Zum Halten der Vorderscheibe 3 in einer geschlossenen Position ist an den Winkelprofilen
4a, 4b jeweils wenigstens eine Verschlussvorrichtung 5 vorgesehen. Die Verschlussvorrichtung
5 ist in dem in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel als Riegelvorrichtung ausgebildet,
wobei ein beweglicher Teil 5a der Riegelvorrichtung an dem an der Vorderscheibe 3
angebrachten Winkelprofil 4b und ein fester Teil 5b der Riegelvorrichtung an dem an
der Deckscheibe 1 angeordneten Winkelprofil 4a befestigt ist. In weiteren Varianten
der erfindungsgemäßen Vitrine 10 kann die Verschlussvorrichtung 5 auch in Form einer
Hakenvorrichtung, Magnetvorrichtung oder anders ausgebildet sein.
[0044] Ein derartig ausgebildetes oberes Scharnier 4 ist bei einer Betrachtung der erfindungsgemäßen
Vitrine 10 in deren geschlossenen Zustand kaum sichtbar. Insofern das schmal ausgebildete
Scharnier 4, welches eine Höhe von 0,5 cm bis 1,5 cm aufweisen kann, verdeckt werden
soll, kann der obere Bereich der Vorderscheibe 3 lackiert, beschichtet oder mit einem
Abdeckmaterial versehen sein. Hierbei müssen entsprechend der Ausgestaltung des Scharniers
4 nur wenige Millimeter der Vorderscheibe 3 mit einer Lackierung, Beschichtung und/oder
Abdeckung versehen werden. In alternativen Ausgestaltungsformen der erfindungsgemäßen
Vitrine 10 können zusätzlich auch seitliche Bereiche und/oder ein unterer Bereich
der Vorderscheibe 3 mit einer Beschichtung, Lackierung und/oder Abdeckung versehen
sein. Die Größe und die Form der Beschichtung, Lackierung und/oder Abdeckung kann
hierbei frei gewählt werden.
[0045] Figur 2 zeigt den in Figur 1 dargestellten Bereich der erfindungsgemäßen Vitrine
10 im geschlossenen Zustand in einer Draufsicht, wobei gleiche Bezugszeichen wie in
Figur 1 gleiche Komponenten beschreiben, weshalb auf die obigen Ausführungen zu diesen
Komponenten verwiesen wird.
[0046] Im geschlossenen Zustand der erfindungsgemäßen Vitrine 10 liegen die Winkelprofile
4a, 4b aneinander an. Auch die Scharnierhebel 4c, 4d berühren sich im geschlossenen
Zustand der Vitrine 10. Die auf Gehrung geschnittenen Seitenkanten 3a der Vorderscheibe
3 berühren in dem in Figur 2 gezeigten Ausführungsbeispiel der Vitrine 10 die auf
Gehrung geschnittenen Vorderkanten 2a, 2a' der beiden Seitenscheiben 2, 2'.
[0047] In Figur 2 ist die hier als Riegelvorrichtung ausgebildete Verschlussvorrichtung
5 nicht geschlossen, sodass die Vorderscheibe 3 problemlos geöffnet werden kann. Zum
Verschließen der Verschlussvorrichtung 5 ist der bewegliche Teil 5a der Befestigungsvorrichtung
5 in Richtung der Seitenscheiben 2' zu schieben, sodass dieser den festen Teil 5b
der Verschlussvorrichtung 5 umschließt und ein Schwenken der als Tür dienenden Vorderscheibe
3 nicht mehr ohne Weiteres möglich ist.
[0048] Figur 3 zeigt eine Ausgestaltungsmöglichkeit eines eine Vorder- und Deckscheibe 3,
1 verbindenden Scharniers 4 in einer Seitenansicht. Auch hier bezeichnen wieder gleiche
Bezugszeichen gleiche Komponenten.
[0049] Figur 3 zeigt eine Z-förmige Ausgestaltung der beiden Winkelprofile 4a, 4b. Die Z-förmigen
Winkelprofile 4a, 4b sind derart mit der Vorder- bzw. Deckscheibe 3, 1 verklebt, dass
diese eine Auflagefläche für die Scharnierhebel 4c, 4d ausbilden, welche hier mittels
Nieten 4g an den Winkelprofilen 4a, 4b befestigt sind. Alternativ können die Winkelprofile
auch mittels Schrauben oder ähnlichem an der Vorder- und/der Deckscheibe 3, 1 angebracht
sein.
[0050] In der in Figur 3 gezeigten Ausführungsform umgeben die Winkelprofile 4a, 4b die
Scharnierhebel 4c, 4d von drei Seiten. Durch Einstecken einer Klemmleiste 6 zwischen
den Winkelprofilen 4a, 4b sind die Scharnierhebel 4c, 4d auch an der vierten Seite
vor Manipulation und Schmutz geschützt.
[0051] Figur 4 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines eine Vorder- und Deckscheibe
3, 1 verbindenden Scharniers 4' in einer Seitenansicht, wobei auch hier gleiche Bezugszeichen
gleiche Komponenten wie in den vorherigen Figuren bezeichnen.
[0052] In der in Figur 4 dargestellten Variante ist ein erstes an der Deckscheibe 1 angeordnetes
Winkelprofil 4a' T-förmig und ein zweites an der Vorderscheibe 3 vorgesehenes Winkelprofil
4b' L-Förmig ausgestaltet. Auch hier sind die Winkelprofile 4a', 4b' so ausgebildet,
dass diese als Auflage für die Scharnierhebel 4c, 4d dienen. Die Scharnierhebel 4c,
4d werden auch bei einer solchen Ausgestaltung der Winkelprofile 4a', 4b' von drei
Seiten von den Winkelprofilen 4a', 4b' umschlossen. Zwischen den Winkelprofile 4a',
4b' ist, wie in Figur 3, eine Klemmleiste 6 vorgesehen.
[0053] In alternativen Varianten der erfindungsgemäßen Vitrine 10 können anstelle der Klemmleiste
6 auch Profilleisten, Schienen oder ähnliches zur Abdeckung der Scharnierhebel 4c,
4d verwendet werden. Ferner müssen die Scharnierhebel 4c, 4d auch nicht zwingend abgedeckt
werden. Besonders bevorzugt entspricht die Länge der Klemmleiste 6 der Länge der Winkelprofile
4a, 4b. Ebenso kann jedoch auch eine kürzere Klemmleiste 6 verwendet werden. Es ist
auch möglich, dass mehrere Klemmleisten 6 in Längsrichtung des Winkelprofile 4a, 4b
nacheinander angeordnet werden. Die Klemmleisten 6, Profilleisten und/oder Schienen
müssen auch nicht zwischen die Winkelprofile 4a, 4b eingesteckt werden, sondern können
auch anders an der Vitrine 10, beispielsweise die Winkelprofile 4a, 4b überdeckend,
angeordnet sein.
[0054] In alternativen Ausführungsvarianten der erfindungsgemäßen Vitrine 10 können die
Winkelprofile 4a, 4b zudem eine andere Form aufweisen. Beispielsweise können die Winkelprofile
4a, 4b einen U-, T- oder I-förmigen Querschnitt besitzen. Insofern die Winkelprofile
4a, 4b U-förmig ausgebildet sind, werden die Scharnierhebel 4c, 4d vollständig von
den Winkelprofilen 4a, 4b umschlossen, sodass auf eine zusätzliche Klemmleiste 6,
eine Profilleiste oder ähnliches verzichtet werden kann.
[0055] Die erfindungsgemäße Vitrine 10 kann ferner so ausgestaltet sein, dass eine andere
Scheibe als die Vorderscheibe 3 als Tür verwendet wird. Ferner können die Scharniere
4, 4' auch so ausgebildet und an den Scheiben angebracht sein, dass die Tür der erfindungsgemäßen
Vitrine 10 als Flügeltüren, welche beim Öffnen nach oben schwingt, ausgebildet ist.
Ebenso kann die Vitrine 10 auch mehr als eine Tür aufweisen. So kann für eine bessere
Zugänglichkeit beispielsweise die Vorder- und Rückscheibe 3 der Vitrine 10 als Tür
fungieren.
1. Vitrine (10), welche wenigstens eine rahmenlose Vorderscheibe (3), beidseitig der
Vorderscheibe (3) vorgesehene erste und zweite rahmenlose Seitenscheiben (2, 2') und
eine einen Raum zwischen der Vorderscheibe (3) und den Seitenscheiben (2, 2') abdeckende,
rahmenlose Deckscheibe (1) aufweist, wobei die Vorderscheibe (3) relativ zu einer
der Seitenscheiben (2, 2') verschwenkbar ist, wofür zwischen der Vorderscheibe (3)
und dieser Seitenscheibe (2, 2') ein Scharnier an einem unteren Bereich der Vorderscheibe
(3) vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen einem oberen Bereich der Vorderscheibe (3) und der Deckscheibe (1) ein wenigstens
zwei schwenkbare Scharnierhebel (4c, 4d) aufweisendes Scharnier (4, 4') vorgesehen
ist, und an einer Vorderkante (1a) der Deckscheibe (1) ein erstes Winkelprofil (4a,
4a') und an einer Oberkante (3b) der Vorderscheibe (3) ein zweites Winkelprofil (4a,
4a') vorgesehen sind, welche zusammen eine Aufnahme für die Scharnierhebel (4c, 4d)
ausbilden,
wobei die Deckscheibe (1) in Richtung der Vorderscheibe (3) nicht bündig mit der ersten
und zweiten Seitenscheibe (2, 2') abschließt, sondern im Vergleich zu den Seitenscheiben
(2, 2') verkürzt ist, sodass zwischen der Deckscheibe (1) und der Vorderscheibe (3)
stets ein Distanzbereich ausgebildet ist, in dem die an den Winkelprofilen (4a, 4a';
4b, 4b') befestigten Scharnierhebel (4c, 4d) untergebracht sind.
2. Vitrine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein erstes Ende (41c, 41d) des jeweiligen Scharnierhebels (4c, 4d) mit dem ersten
Winkelprofil (4a, 4a') und ein zweites Ende (42c, 42d) des jeweiligen Scharnierhebels
(4c, 4d) mit dem zweiten Winkelprofil (4b, 4b') verbunden ist.
3. Vitrine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Scharnierhebel (4c, 4d) unterschiedliche Längen aufweisen und beabstandet voneinander
an den Winkelprofilen (4a, 4a', 4b, 4b') vorgesehen sind, wobei der Abstand zwischen
den ersten Enden (41c, 41d) der Scharnierhebel (4c, 4d) und der Abstand zwischen den
zweiten Enden (42c, 42d) der Scharnierhebel (4c, 4d) unterschiedlich ist.
4. Vitrine nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Winkelprofile (4a, 4a', 4b, 4b') einen Z-, L-, T oder U-förmigen Querschnitt
aufweisen.
5. Vitrine nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Winkelprofile (4a, 4a', 4b, 4b') und die Deckscheibe (1) zusammen so breit wie
die Seitenscheiben (2, 2') ausgebildet sind, sodass die Winkelprofile (4a, 4a', 4b,
4b') im geschlossenen Zustand der Vitrine (10) bündig aneinander liegen und die Vorderscheibe
(3) bündig mit den Seitenscheiben (2, 2') abschließt.
6. Vitrine nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Winkelprofil (4a, 4a') wenigstens mit einer nach innen ausgerichteten Seite
der Vorderscheibe (3) und das zweite Winkelprofil (4b, 4b') wenigstens mit einer nach
innen ausgerichteten Seite der Deckscheibe (1) verklebt ist.
7. Vitrine nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Winkelprofile (4a, 4a') so lang wie die Breite der Vorderseite (3) und
das zweite Winkelprofil (4b, 4b') so lang wie die Breite der Deckscheibe (1) ist.
8. Vitrine nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens die erste und zweite Seitenscheibe (2, 2') an einer ihrer Vorderkanten
(2a, 2a') und die Vorderscheibe (3) an jeweils einer ihrer Seitenkanten (3a) Gehrungen
aufweisen, wobei die Gehrungen derart ausgerichtet sind, dass sich die Gehrungen der
Seitenscheiben (2, 2') und die Gehrungen der Vorderscheibe (3) im geschlossenen Zustand
der Vitrine (10) gegenüber liegen.
9. Vitrine nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Seitenkanten (41b) des an der Vorderscheibe (3) angebrachten Winkelprofils (4b, 4b')
Gehrungen aufweisen.
10. Vitrine nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an den Winkelprofilen (4a, 4a', 4b, 4b') eine Verschlussvorrichtung (5) zum Sichern
eines geschlossenen Zustandes der Vitrine (10) vorgesehen ist.
11. Vitrine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlussvorrichtung (5) als Haken-, Magnet- oder Riegelverschluss ausgebildet
ist.
12. Vitrine nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Winkelprofile (4a, 4a', 4b, 4b') und/oder die Scharnierhebel (4c, 4d) nach außen
durch wenigstens eine Klemmleiste (6), wenigstens eine Schiene oder wenigstens eine
Profilleiste abgedeckt sind.