[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb eines wasserführenden Haushaltsgerätes,
das eine Pumpe zur Beförderung einer wässrigen Flüssigkeit, einen drehzahlvariablen,
permanenterregten Synchronmotor als Pumpenantriebsmotor und eine Steuerungseinheit
aufweist sowie ein zur Durchführung dieses Verfahrens geeignetes wasserführendes Haushaltsgerät.
[0002] Ein wasserführendes Haushaltsgerät weist im Allgemeinen eine Pumpe zur Beförderung
von wässrigen Flüssigkeiten auf, z.B. einer Waschlauge oder einer Spülflüssigkeit.
Es ist bekannt, eine Pumpe in einem Haushaltsgerät mittels eines Einphasen-Synchronmotors
anzutreiben. Dabei treten die Fälle auf, dass das Wasser nahezu oder bereits völlig
abgepumpt ist und die Pumpe daher wenig oder überhaupt kein Wasser mehr fördert. Dies
führt in der Regel zu einer erhöhten Lärmemission und zu einer ineffizienten Nutzung
des "Antriebsmotors". Im Stand der Technik sind daher Methoden angegeben, die zum
Abschalten der Pumpe bei einer plötzlich abfallenden Last führen oder zumindest auf
den Förderstrom schließen lassen.
[0003] Die Veröffentlichung
DE 10 2010 042 494 A1 beschreibt in diesem Zusammenhang ein Verfahren zum Abschalten eines Einphasen-Synchronmotors,
eine Schaltungsanordnung zum Betreiben eines Einphasen-Synchronmotors und ein Hausgerät.
Insbesondere ist ein Verfahren zum Abschalten eines Einphasen-Synchronmotors eines
Hausgerätes, dessen Stator eine Wicklung aufweist, beschrieben, mit den Schritten:
- Anlegen einer Versorgungswechselspannung an die Wicklung des Stators und hierdurch
Inbetriebnahme des Einphasen-Synchronmotors,
- Ermitteln eines mit einem Drehmoment des Einphasen-Synchronmotors korrelierten Parameters,
- Abschalten des Einphasen-Synchronmotors dann, wenn ein auf den Parameter bezogenes
vorbestimmtes Kriterium erfüllt ist.
Durch den Einphasen-Synchronmotor wird insbesondere eine Pumpe in dem Hausgerät angetrieben.
[0004] Die Veröffentlichung
DE 10 2010 042 491 A1 beschreibt eine Pumpeneinrichtung für ein Hausgerät, mit einem Antriebsmotor zum
Antreiben eines Pumpenrades, wobei der Rotor des Antriebsmotors Permanentmagnete aufweist,
und mit einer Schaltungsanordnung zum Betreiben des Antriebsmotors, wobei der Stator
des Antriebsmotors zumindest drei Phasenstränge und die Schaltungsanordnung zu jeden
Phasenstrang ein elektrisches Steuerelement zum Steuern eines Stromflusses durch den
zugeordneten Phasenstrang aufweisen. Dabei ist die Schaltungsanordnung dazu ausgebildet,
durch Ansteuern der Steuerelemente die Drehzahl und/oder die Drehrichtung des Antriebsmotors
zu steuern. In Ausführungsformen ist die Schaltungsanordnung dazu ausgebildet, bei
Unterschreiten einer vorbestimmten Stromstärke eines Stromes und/oder bei Unterschreiten
eines vorbestimmten Drehmomentes des Antriebsmotors den Antriebsmotor auszuschalten.
Dabei kann die Schaltungsanordnung dazu ausgebildet sein, die Drehzahl des Antriebsmotors
in Abhängigkeit von dem erfassten Strom zu regeln.
[0005] Die Veröffentlichung
EP 2 933 365 A1 beschreibt ein Verfahren zur Regelung eines Umflutungspumpen-Systems mit einer Umflutungspumpe
mit messbaren Laufeigenschaften für das Umwälzen von Waschlauge mit einstellbarem
Volumenstrom in einem Laugenbehälter einer Waschmaschine, wobei das Verfahren unter
anderem die folgenden Verfahrensschritte aufweist:
- Analyse der Laufeigenschaften des Umflutungspumpen-Systems während des Betreibens
des Umflutungspumpen-Systems zum Detektieren eines Schlürfpumpens eines Waschlaugen-Luft-Gemisches
durch die Umfltungspumpe;
- Speichern von Schlürfpumpen-Informationen, wenn das Schlürfpumpen der Umflutungspumpe
detektiert worden ist;
- Vergleichen der Schlürfpumpen-Informationen mit mindestens einem vorgegebenen und
zugeordneten Schlürfpump-Richtwert, und Verändern mindestens einer der Betriebsparameter
bestehend aus dem Volumenstrom und dem Volumenstrom-Zeitintervall derart, dass ein
vom Umwälzpumpen-System umgewälzter zeitlich gemittelter Volumenstrom reduziert wird,
wenn der mindestens eine Schlürfpump-Richtwert überschritten worden ist.
[0006] Die Veröffentlichung
DE 10 2008 029 910 B4 beschreibt ein Verfahren zur Lastzustandserkennung einer ein Fluid fördernden, von
einem Elektromotor angetriebenen Pumpe eines Haushaltsgerätes, wobei die Pumpe von
einem dreisträngigen, dreiphasigen permanenterregten, als Synchronmotor ausgebildeten
Elektromotor unter Verwendung einer Vektorregelung angetrieben wird, wobei die Vektorregelung
aus einem gemessenen Strangstrom aus zwei der drei Strangströme eine Drehmoment bildende
Stromkomponente ermittelt und aus dieser mindestens ein Lastzustand der Pumpe ermittelt
wird.
[0007] Die Veröffentlichung
EP 2 918 721 A1 betrifft eine Pumpeinrichtung für ein wasserführendes Gerät wie Waschmaschine oder
Spülmaschine mit einem Behandlungsbehälter zur Aufnahme von Waschflüssigkeit zum Behandeln
von Behandlungsgut innerhalb des Behandlungsbehälters, zum Abpumpen oder Umpumpen
von Waschflüssigkeit, umfassend eine Pumpe mit einem elektrischen Motor und einem
drehbaren Pumpenrad zur Förderung der Flüssigkeit, die mit einer mittels einer Steuervorrichtung
gesteuerten Leistungsstufe verbunden ist zur Steuerung der Förderleistung, wobei die
Steuervorrichtung dazu eingerichtet ist, der Pumpe bzw. dem Motor zugeführte elektrische
Parameter zu erfassen und in Abhängigkeit dieser Parameter die Zuführung der elektrischen
Leistung oder Stromes zum Motor zu beeinflussen. Als elektrischer Parameter dient
die von dem Motor aufgenommene elektrische Leistung oder der aufgenommene Strom, wobei
die Steuereinrichtung dazu ausgebildet ist, mittels der Leistungsstufe die dem Motor
zugeführte elektrische Leistung oder Strom in Abhängigkeit der erfassten Parameter
zu regeln, sodass sich eine vorgegebene elektrische Leistung oder ein vorgegebener
Strom einstellt.
[0008] Überdies beschreiben die folgenden Veröffentlichungen Pumpen in einem Haushaltsgerät.
[0009] So beschreibt die Veröffentlichung
DE 10 2011 000 287 A1 ein Verfahren zur Einstellung eines von einer Umwälzpumpe in einem wasserführenden
Haushaltsgerät, insbesondere Geschirrspülautomat oder Waschmaschine geförderten Volumenstroms,
wobei der von der Umwälzpumpe geförderte Ist-Volumenstrom gemessen wird und mit einem
Soll-Volumenstrom verglichen wird, wobei in Abhängigkeit der Differenz zwischen Soll-Volumenstrom
und Ist-Volumenstrom die Drehzahl eines Motors der Umwälzpumpe gewählt wird.
[0010] Die Veröffentlichung
DE 10 2009 002 150 A1 beschreibt ein Verfahren zum Betreiben eines wasserführenden Haushaltsgerätes, insbesondere
einer Geschirrspülmaschine, bei dem ein Siebbelegungsgrad eines im Hydraulikkreislauf
des Haushaltsgerätes geschalteten Filtersystems erfasst wird, wobei auf ein Erfassen
eines Unterschreitens eines vorgegebenen Grenz-Siebbelegungsgrades Spülflüssigkeit
nur teilweise aus dem Haushaltsgerät abgeführt wird.
[0011] Die Veröffentlichung
DE 10 2007 030 072 A1 betrifft eine elektrische Antriebseinrichtung für ein wasserführendes Haushaltsgerät
und beschreibt, dass durch die Erfassung von Motorparametern auf den Leerlauffall
einer Pumpe mit einem BLDC-Pumpenantriebsmotor geschlossen werden kann, um durch Abschaltung
auf einen Schnorchelzustand zu regieren.
[0012] Die Veröffentlichung
DE 44 18 721 A1 beschreibt ein Steuerungsverfahren für Laugenumwälzpumpen in Haushalt-Geschirrspülmaschinen,
mit dessen Hilfe die Kontinuität des Volumenstroms pro Zeiteinheit und dessen Konsistenz
überwacht werden und der Laugenumwälzpumpen-Antriebsmotor samt Drehzahlaufnehmer mit
Hilfe einer Phasenanschnittsteuerung in seiner Drehzahl regelbar ist, wobei bei sich
ändernder Volumenströmung die Drehzahlschwankungen sowie die Motorstromaufnahme-Schwankungen
des Laugenumwälzpumpen-Antriebsmotors erfasst werden.
[0013] Die Veröffentlichung
DE 691 10 356 T2 beschreibt eine Vorrichtung zum Messen der Wassermenge in einer Waschmaschine, in
der die Waschflüssigkeit rezirkuliert und auf die Wäsche gesprüht wird, wobei eine
Umwälzpumpe verwendet wird. Insbesondere wird beschrieben, dass der Ansaug- und Trockenlaufzustand
einer Umwälzpumpe einer Waschmaschine z.B. durch Messen der Strom-Spannungs-Phasenverschiebung
bestimmt werden kann. Ohne eine Initialisierung werden die kennzeichnenden Größen
in der Steuerung vorprogrammiert.
[0014] Vor diesem Hintergrund war es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum
Betrieb eines wasserführenden Haushaltsgerätes mit verbesserter Bestimmung einer Leerlauflast
einer Pumpe bereitzustellen, bei welchem vorzugsweise Motorreibung, Motortemperatur
und Pumpenförderdruck berücksichtigt werden. Aufgabe der Erfindung war auch die Bereitstellung
eines zur Durchführung dieses Verfahrens geeigneten wasserführenden Haushaltsgeräts.
[0015] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Verfahren zum Betrieb eines wasserführenden
Haushaltsgerätes und ein wasserführendes Haushaltsgerät (im Folgenden auch als "Haushaltsgerät"
abgekürzt) gemäß den unabhängigen Patentansprüchen gelöst. Bevorzugte Ausgestaltungen
der Erfindung sind in den jeweils abhängigen Patentansprüchen aufgeführt. Bevorzugten
Ausgestaltungen des Verfahrens entsprechen bevorzugte Ausgestaltungen des Haushaltsgeräts,
auch wenn hierin nicht jeweils gesondert darauf hingewiesen wird.
[0016] Die Erfindung betrifft somit ein Verfahren zum Betrieb eines wasserführenden Haushaltsgerätes,
das eine Pumpe zur Beförderung von wässrigen Flüssigkeiten, einen drehzahlvariablen,
permanenterregten Synchronmotor als Pumpenantriebsmotor und eine Steuerungseinheit
aufweist, umfassend die Schritte
- (a) Einstellen einer Pumpendrehzahl n auf einen Wert nl, bei welcher ein Stutzendruck p der Pumpe nicht ausreicht, um einen Förderstrom Q
aufzubauen; und
- (b) Messen eines Drehmomentes M der Pumpe als Maß für ein Leerlaufdrehmoment Ml.
n
l ist somit eine Leerlaufdrehzahl.
[0017] Vorzugsweise erfolgt beim Verfahren das Messen des Drehmomentes M durch Messung einer
elektrischen Größe des Pumpenantriebsmotors. Dabei ist es wiederum bevorzugt, dass
im Pumpenantriebsmotor eine Stromstärke l als Leerlaufstromstärke l
l gemessen wird und das Drehmoment M
l anhand eines in der Steuereinrichtung hinterlegten Zusammenhanges zwischen der Stromstärke
l und dem Drehmoment M bestimmt wird.
[0018] In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das Drehmoment
M der Pumpe über einen vorgegebenen Zeitraum Δt gemessen und das in diesem Zeitraum
gemessene mittlere Drehmoment M
m wird als Leerlaufdrehmoment M
l angesehen. Hierbei beträgt der Zeitraum Δt vorzugsweise von 0,2 bis 3 sec, mehr bevorzugt
von 0,5 bis 2 sec und noch mehr bevorzugt von 0,8 bis 1,5 sec.
[0019] Es ist überdies ganz besonders bevorzugt, dass der Pumpenantriebsmotor in einem geregelten
Bereich arbeitet, indem die Drehzahl n
l größer ist als eine Drehzahl n
s an einem Synchronisationszeitpunkt. Beim Betrieb eines Pumpenantriebsmotors wird
insbesondere zwischen einem "geregelten" und einem "gesteuerten" Betrieb unterschieden.
Beim gesteuerten Betrieb wird im Allgemeinen gleich ein hoher elektrischer Strom aufgeprägt,
der dann später beim Regeln ("geregelter Betrieb") deutlich reduziert wird, beispielsweise
auf ca. 1/3 bis ½ des davon gewählten Wertes. Dies führt zu einer Stromersparnis.
[0020] Der "Synchronisationszeitpunkt" ist gemäß der
DE 10 2008 029 910 B4 (cf. Fig. 3) ein durch einen Blitz gekennzeichneter Zeitpunkt in einer Auftragung
des aufgeprägten Stromes l
q gegen die Zeit t nach einem gesteuerten Anlauf, bei dem der Start einer Lasterkennung
und einer Leerlauferkennung der Pumpe erfolgt.
[0021] Der Rotor des Pumpenantriebsmotors läuft häufig in einem Öl (Silikonöl) als Arbeitsmedium,
so dass es einen Spalt zwischen dem Rotor und der Wand der entsprechenden Kammer gibt
(Spaltrohrfüllung). Wenn diese Kammer undicht wird, kann das Öl entweichen und es
können auch Verunreinigungen in die Kammer gelangen. In beiden Fällen wird die Reibung
beeinflusst.
[0022] In einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
ist daher ein Rotor des Pumpenantriebsmotors in einem flüssigen Arbeitsmedium gelagert,
insbesondere einem Öl, das vorzugsweise ein Silikonöl oder eine Öl-Wasser-Emulsion
ist.
[0023] Überdies ist es erfindungsgemäß bevorzugt, dass das Leerlaufdrehmoment M
l bei der Drehzahl n
l auf ein Vergleichsdrehmoment M
N für die Drehzahl n
N extrapoliert wird, bei welcher die Pumpe einen von Null verschiedenen Förderstrom
aufweist. Hierbei werden vorzugsweise zur Extrapolation die drehzahl- und/oder temperaturabhängigen
Beiträge der magnetischen Flussdichte, der Motorreibung und/oder des Förderdrucks
der Pumpe durch die gemessene Leerlauflast kompensiert.
[0024] Zur Steuerung der Pumpe ist es erfindungsgemäß vorteilhaft, wenn die Ausgangsbedingungen
für die Bestimmung der Leerlaufdrehzahl, d.h. der Leerlauflast, möglichst gut bekannt
sind. Außerdem bestimmt das Wissen der Leerlaufdrehzahl die Auswertung von Betriebsparametern
des Pumpenantriebsmotors im Förderbetrieb der Pumpe. Beim erfindungsgemäßen Verfahren
ist es daher bevorzugt, dass es vor jedem Pumpen, d.h. Abpumpen oder Umpumpen, von
Flüssigkeit in einem Behandlungsverfahren im Haushaltsgerät durchgeführt wird. Dabei
kann das Behandlungsverfahren beispielsweise ein Waschprogramm in einer Waschmaschine
sein.
[0025] Wie bereits erwähnt, beeinflusst die Motorreibung das Leerlaufdrehmoment. Aufgrund
von verschiedenen negativen Einflüssen, von langsam wirkenden wie Verschleiß bis zu
schnell wirkenden wie plötzlich auftretenden Störungen, beispielsweise durch eine
Verschmutzung, kann sich das Leerlaufdrehmoment im Laufe der Zeit mehr oder weniger
rasch ändern. Dies erlaubt Rückschlüsse auf den Zustand von Pumpe und/oder Pumpenantriebsmotor,
so dass geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen werden können.
[0026] In einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens wird daher das Leerlaufdrehmoment
M
l mit mindestens einem zuvor gespeicherten Leerlaufdrehmoment M
lold verglichen, die Differenz ΔM = |M
l - M
loldl bestimmt und für den Fall, dass ΔM > ΔM
lim ist, wobei ΔM
lim ein vorgegebener zulässiger Maximalwert für diese Differenz ist, auf einen fehlerhaften
Betrieb der Pumpe geschlossen. Dabei kann M
lold ein unmittelbar zuvor oder ein länger zurückliegend gespeichertes Leerlaufdrehmoment
sein. Überdies können mehrere aufeinander folgende Werte für das Leerlaufdrehmoment
gespeichert werden, um einen möglicherweise langsam voranschreitenden Verschleiß an
Pumpe bzw. Pumpenantriebsmotor festzustellen.
[0027] So wird beispielsweise vorteilhaft für den Fall eines Pumpenantriebsmotors mit einem
in einem flüssigen Arbeitsmedium eingetauchten Rotor bei einer Abnahme des Leerlaufdrehmomentes
M
l um mehr als einen vorgegebenen zulässigen Wert ΔM
loss auf einen Verlust an flüssigem Arbeitsmedium aufgrund einer Undichtigkeit geschlossen.
[0028] Die erfindungsgemäß vorgesehene verbesserte Bestimmung der Leerlaufdrehzahl erlaubt
einen hinsichtlich der Genauigkeit des Pumpenbetriebs verbesserten Betrieb des wasserführenden
Haushaltsgerätes.
[0029] Es ist daher erfindungsgemäß ein Verfahren bevorzugt, bei dem zur Bestimmung des
Förderstromes Q das zur Beförderung der wässrigen Flüssigkeit erforderliche zusätzliche
Drehmoment M
F herangezogen wird, das sich aus der Differenz zwischen einem gemessenen Drehmoment
M bei einer Drehzahl n
N, bei welcher die Pumpe einen von Null verschiedenen Förderstrom aufweist, und dem
Leerlaufdrehmoment M
l bzw. einem extrapolierten Vergleichsdrehmoment M
N ergibt. Bei Heranziehung des extrapolierten Vergleichsdrehmomentes M
N wird berücksichtigt, dass sich einige der Einflussfaktoren für die Leerlaufdrehzahl
bei Erhöhung der Drehzahl, z.B. einer Nenndrehzahl zur Förderung einer bestimmten
Menge an wässriger Flüssigkeit, ändern, so dass ein noch genauerer Betrieb der Pumpe
möglich ist.
[0030] Die wässrige Flüssigkeit kann auch verallgemeinert als "Fördermedium" bezeichnet
werden und insbesondere auch ein ein- oder mehrphasiges Fördermedium sein, das eine
wässrige Flüssigkeit und/oder Luft enthält. Dabei kann Luft im Fördermedium insbesondere
in der Form von Schaum enthalten sein. Die Dichte ρ des Fördermediums nimmt mit zunehmendem
Gehalt an Luft bzw. Schaum ab.
[0031] "Dichte ρ des Fördermediums" bedeutet insbesondere die Dichte des Fördermediums in
der Pumpe. Bei einer bekannten, beispielsweise vorgegebenen, Drehzahl der drehzahlvariablen
Pumpe kann dabei die Dichte ρ des Fördermediums insbesondere anhand der Leistungsaufnahme
P der Pumpe ermittelt werden. Hierzu ist vorteilhaft in der Steuereinrichtung für
verschiedene Werte der Drehzahl n
N ein Zusammenhang zwischen der Leistungsaufnahme P und der Dichte ρ hinterlegt Aufgrund
der erfindungsgemäß verbesserten Bestimmung der Leerlaufdrehzahl kann hierbei die
Dichte ρ genauer bestimmt werden, so dass insgesamt beispielsweise ein Waschprozess
in einer Waschmaschine besser verfolgt und gesteuert werden kann.
[0032] Erfindungsgemäß ist daher ein Verfahren bevorzugt, bei dem zur Überwachung der Dichte
ρ des Fördermediums der Motorstrom I
Q eines Pumpenantriebsmotors gemessen und ausgewertet wird. Dieser wird bisweilen auch
als Reglerstrom I
Q bzw. auch drehmomentbildende Stromkomponente I_q bezeichnet.
[0033] Gegenstand der Erfindung ist außerdem ein wasserführendes Haushaltsgerät, aufweisend
eine Pumpe zur Beförderung von wässrigen Flüssigkeiten, einen drehzahlvariablen, permanenterregten
Synchronmotor als Pumpenantriebsmotor und eine Steuerungseinheit, wobei die Steuerungseinheit
eingerichtet ist zur Durchführung eines Verfahrens mit den Schritten
- (a) Einstellen einer Pumpendrehzahl n auf einen Wert nl, bei welcher ein Stutzendruck p der Pumpe nicht ausreicht, um einen Förderstrom Q
aufzubauen; und
- (b) Messen eines Drehmomentes M der Pumpe als Maß für ein Leerlaufdrehmoment Ml.
[0034] Erfindungsgemäß ist ein wasserführendes Haushaltsgerät bevorzugt, bei dem ein Rotor
des Pumpenantriebsmotors in einem flüssigen Arbeitsmedium gelagert ist.
[0035] Das wasserführende Haushaltsgerät ist erfindungsgemäß nicht eingeschränkt. Vorzugsweise
ist es jedoch ausgewählt aus der Gruppe, die aus einer Waschmaschine, einem Waschtrockner,
einem Wäschetrockner und einer Geschirrspülmaschine besteht.
[0036] Waschmaschine, Waschtrockner und Wäschetrockner enthalten im Allgemeinen eine Trommel
zur Aufnahme von zu behandelnden, insbesondere zu reinigenden und/oder zu trocknenden
Wäschestücken auf.
[0037] Bei einer Waschmaschine ist die Pumpe über einen Laugenkanal mit dem Laugenbehälter
verbunden. Die durch die Pumpe geförderte wässrige Flüssigkeit kann abgepumpt oder
vorzugsweise in einem Kreisbetrieb wieder dem Laugenbehälter zugeführt werden. Eine
solche Waschmaschine weist für den Kreisbetrieb einen entsprechenden Kreislauf für
eine wässrige Flüssigkeit auf.
[0038] Die Erfindung hat zahlreiche Vorteile. Die Erfindung ermöglicht die Bestimmung der
Leerlaufleistung einer in einem wasserführenden Haushaltsgerät eingesetzten Pumpe
unter Berücksichtigung von Motorreibung, Motortemperatur und Pumpenförderdruck. Damit
ist es möglich, die aktuelle Leerlaufleistung zu berücksichtigen, die sich aufgrund
des Einflusses der Temperatur, von Verschleißerscheinungen und Medien-bedingter Reibung
stets verändert und einen großen Einfluss auf die Genauigkeit aller Verfahren hat.
Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht es, diese Leerlaufleistung zu Beginn jeden
Pumpvorganges eindeutig zu bestimmen.
[0039] Dadurch wird eine verbesserte Reaktion der Pumpe bei Unterschreitung eines definierten
Förderstromes möglich, zum Beispiel eine Verringerung der Pumpendrehzahl oder das
Abschalten der Pumpe. Außerdem ermöglicht die Erfindung die verbesserte Ermittlung
von verschiedenen Fehlerzuständen einer in einem wasserführenden Haushaltsgerät eingesetzten
Pumpe.
[0040] Das bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ermittelte Leerlaufdrehmoment
kann beispielsweise für die folgenden zusätzlichen Zwecke gespeichert werden - abhängig
von z.B. der Art und dem Aufbau einer verwendeten Pumpe:
- Bestimmung des aktuellen Förderstroms der Pumpe, um den Betriebspunkt der Pumpe anzupassen
oder die geförderte Fluidmenge zu bestimmen
- Ermittlung, ob das Pumpenspaltrohr noch mit Öl oder einem sonstigen Arbeitsmedium
gefüllt ist, oder das Spaltrohrmedium über die Lebensdauer aufgrund eines undichten
Wellendichtelementes vollständig durch das Fördermedium verdrängt wurde
- Ermittlung, ob das Laufrad bzw. die Rotoreinheit übermäßig schwergängig ist. Ein hohes
Leerlaufmoment kann durch Bauteilverschleiß bzw. -fehler oder Reibung an Fremdkörpern
hervorgerufen werden.
[0041] Dabei kann der Messwert für das Leerlaufdrehmoment wie folgt verwendet werden:
Tiefpassgefiltert oder als gleitender Mittelwert zum Vergleich mit dem Leerlaufdrehmoment,
um Reglersprünge, d.h. sprunghafte Stromänderungen, zu kompensieren.
[0042] Zu I
g, I
eff, M
elekt, M
mech, P
elektr, P
mech, P
q, Q, c
m umgerechnet werden.
[0043] Als Volumenstrom umgerechnet über ein zeitliches Integral (vgl.
DE 10 2008 029 910 B4) zur Bestimmung der geförderten Menge genutzt werden, um im Vergleich mit einer gemessenen
Einspülmenge die Saugfähigkeit der in der Trommel vorhandenen Wäschestücke zu beurteilen
oder Geräteleckagen zu entdecken, hierbei als Zusatz oder Redundanz zu einem Aqua-Stop-Schwimmer.
Die im wasserführenden Haushaltsgerät befindliche Wassermenge kann genau bestimmt
werden, um eine Schleuderdrehzahl in einer Waschmaschine vorteilhaft zu beeinflussen.
In einem Waschtrockner kann die entstandene Menge an Kondenswasser mit verbesserter
Genauigkeit bestimmt werden.
[0044] In Ausführungsformen der Erfindung kann bei Anwesenheit eines Timeout-Timers der
Messwert für das Leerlaufdrehmoment dazu verwendet werden, verstopfte Wasserwege,
einen blockierten Wasserzulauf oder eine zu hoch gewählte Einhänghöhe des Abflussschlauches
zu erkennen. Daraufhin kann eine Fehleranzeige oder eine Kundeninformation erfolgen.
Ggf. kann die Drehzahl des Pumpenantriebsmotors erhöht werden, um eine Blockade zu
lösen oder die gewählte hohe Einhänghöhe zu überwinden.
[0045] Schließlich kann der Messwert für das Leerlaufdrehmoment dazu verwendet werden, um
mit verbesserter Genauigkeit anhand des mittleren Förderstromes Querschnittsverengungen
der Wasserwege, Defekte am Laufrad der Pumpe oder eine vom Kunden angeschlossene Schlauchverlängerung
zu erkennen. Auch hier kann als Maßnahme eine Fehleranzeige oder eine Kundeninformation
erfolgen. Es kann zudem die Drehzahl erhöht werden, um den Betriebspunkt zu einem
größerem Förderstrom Q zu verschieben.
[0046] Die Erfindung wird im Folgenden anhand einer nicht einschränkenden Ausführungsform
für ein erfindungsgemäßes wasserführendes Haushaltsgerät sowie von graphischen Zusammenhängen
zwischen erfindungsrelevanten Größen illustriert, wobei Bezug genommen wird auf die
Figuren 1 bis 5.
[0047] Figur 1 zeigt in einer nicht einschränkenden Ausführungsform eine zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignete Waschmaschine als ein nicht einschränkendes
Beispiel für ein wasserführendes Haushaltsgerät.
[0048] Figur 2 zeigt die Abhängigkeit eines Drehmomentes M bzw. eines aufgeprägten elektrischen
Stromes I des Pumpenantriebsmotors vom Förderstrom Q, wobei Q die Menge pro Zeiteinheit
an einer geförderten wässrigen Flüssigkeit ist, sowie die Abhängigkeit des Leerlaufdrehmomentes
vom Fördermedium.
[0049] Fig. 3 zeigt in Form von Auftragungen eines aufgeprägten elektrischen Stromes I des
Pumpenantriebsmotors von der Drehzahl n die Drehzahlabhängigkeit von verschiedenen
Einflussfaktoren.
[0050] Fig. 4 zeigt die Abhängigkeit eines aufgeprägten elektrischen Stromes I des Pumpenantriebsmotors
vom Förderstrom Q, wobei Q die Menge pro Zeiteinheit an einer geförderten wässrigen
Flüssigkeit ist.
[0051] Fig. 5 zeigt in Form von Auftragungen des Drehmomentes M bzw. des aufgeprägten elektrischen
Stromes I gegen die Temperatur T_Paket des Pakets des Pumpenantriebsmotors als Maß
für die Temperatur des Pumpenantriebsmotors häufiger bzw. verwendeter Bauform schematisch
den Einfluss der Motortemperatur auf die Verlust-Terme, d.h. Motorreibung, magnetischer
Fluss, wobei das Lastmoment, also das direkt dem Pumpen von wässriger Flüssigkeit
zugeordnete Drehmoment, konstant gehalten ist.
[0052] Fig. 1 zeigt als nicht einschränkendes Beispiel für ein wasserführendes Haushaltsgerät
eine Waschmaschine 1, die einen Laugenbehälter 2 aufweist, in dem eine Trommel 3 drehbar
gelagert und durch einen Trommelantriebsmotor 5 antreibbar ist. Für eine verbesserte
Ergonomie ist bzw. kann die Drehachse 19 der Trommel 3 aus der Horizontalen um einen
kleinen Winkel (z.B. 13°) nach vorne oben gerichtet sein, so dass der Benutzer der
Waschmaschine 1 einen leichteren Zugang und Einblick in das Innere der Trommel 3 hat.
Durch diese Anordnung wird im Zusammenwirken mit Wäschemitnehmern 14 und Schöpfeinrichtungen
17 für die waschmittelhaltige wässrige Flüssigkeit 7, z.B. Waschlauge, an der Innenfläche
des Trommelmantels außerdem auch eine Intensivierung der Durchflutung der Wäschestücke
4 mit Waschlauge 7 erreicht.
[0053] Die Waschmaschine 1 weist zudem ein Wasserzulaufsystem auf, das eine Wasseranschlussarmatur
für das Hauswassernetz 20, ein elektrisch steuerbares Ventil 21 und eine Zuleitung
13 zum Laugenbehälter 2 umfasst, die gegebenenfalls auch über eine Waschmitteleinspülschale
12 geführt sein kann, aus der das zulaufende Wasser Waschmittelportionen in den Laugenbehälter
2 transportieren kann. Außerdem befindet sich im Laugenbehälter 2 eine Heizeinrichtung
16 zur Erwärmung von Wasser oder Waschlauge 7. Das Ventil 21 wie auch die Heizeinrichtung
16 können durch eine Steuerungseinheit 8 in Abhängigkeit von einem Programmablaufplan
gesteuert werden, der an ein Zeitprogramm und/oder an das Erreichen von gewissen Messwerten
von Parametern wie Laugenniveau, Laugentemperatur, Drehzahl der Trommel usw. innerhalb
der Waschmaschine 1 gebunden sein kann. 9 bedeutet eine Motor-Trommel-Kontrolleinheit,
welche insbesondere die Trommeldrehzahl n
T, den Antriebsstromwert I
AT und einen Trommeldrehzeitraum Δt
T bestimmen und speichern kann.
[0054] Außerdem ist die Steuerungseinheit 8 eingerichtet, um in der Waschmaschine 1 ein
Verfahren durchzuführen, welches die Schritte
- (a) Einstellen einer Pumpendrehzahl n auf einen Wert nl, bei welcher ein Stutzendruck p der Pumpe 18 nicht ausreicht, um einen Förderstrom
Q aufzubauen; und
- (b) Messen eines Drehmomentes M der Pumpe 18 als Maß für ein Leerlaufdrehmoment Ml
umfasst. Hierzu ist die Steuerungseinheit 8 insbesondere eingerichtet, die Betriebsparameter
eines Pumpenantriebsmotors 26 zu ermitteln.
[0055] 6 bedeutet einen Drucksensor, d.h. einen Sensor für die Messung des hydrostatischen
Druckes, im Laugenbehälter 2. Der hydrostatische Druck p ergibt sich aus dem Füllstand,
der sich im Laugenbehälter 2 ausbildenden freien Flotte 7 und den bereits durchtränkten,
zu reinigenden Wäschestücken.
[0056] Darüber hinaus umfasst die Waschmaschine 1 der hier gezeigten Ausführungsform eine
Messeinrichtung 15 zum Ermitteln der eingefüllten Wassermenge, z.B. einen Wassermengenzähler
oder einen Durchflussmesser. Im Falle eines Durchflussmessers wird die eingeflossene
Wassermenge in Verbindung mit einer erfassten Füllzeit berechnet. Der Durchfluss kann
als Redundanzsystem auch durch Messung der Zeit bis zum Erreichen einer vorgegeben
Niveauhöhe, die einer bestimmten festen Wassermenge entspricht, bestimmt werden. Nicht
gezeigt ist eine Waage zur Bestimmung der Menge an eingefüllten Wäschestücken. Bei
der hier gezeigten Ausführungsform ermöglichen Durchflussmesser und Waage eine noch
bessere Ausgestaltung einer Spülphase bzw. einer darin stattfindenden Schleuderphase.
[0057] Da das erfindungsgemäße Verfahren über eine verbesserte Bestimmung des Leerlaufdrehmomentes
M
l letztlich eine genauere Bestimmung des Förderstromes Q ermöglicht, kann durch Vergleich
der eingefüllten Wassermenge mit der abgepumpten Wassermenge auf Menge und/oder Art
der in der Trommel 3 befindlichen Wäschestücke 4 geschlossen werden.
[0058] 11 bedeutet eine Anzeigevorrichtung, mit der beispielsweise Verfahrensparameter,
insbesondere ein Ablaufen eines Waschprogramms oder eine Leistungsaufnahme P des Pumpenantriebsmotors
26 angezeigt werden können.
[0059] 18 bedeutet eine Pumpe, bei dieser Ausführungsform z.B. eine radiale Kreiselpumpe,
zum Pumpen der wässrigen Flüssigkeit 7 aus dem Laugenbehälter 2. Hierzu ist die Pumpe
18 im Ansaugkanalkanal 23 angeordnet. Die hier verwendete radiale Kreiselpumpe 18
ist mit der Steuerungseinheit 8 verbunden. Die Steuerungseinheit 8 ist dabei eingerichtet,
die Leistungsaufnahme P der radialen Kreiselpumpe 18 zu erfassen und zu überwachen,
den Antriebsstromwert I, d.h. den aufgeprägten elektrischen Strom, zu bestimmen und
die Drehzahl n der radialen Kreiselpumpe 18 zu regeln.
[0060] Figur 2 zeigt die Abhängigkeit eines Drehmomentes M bzw. eines aufgeprägten elektrischen
Stromes I des Pumpenantriebsmotors vom Förderstrom Q, wobei Q die Menge pro Zeiteinheit
an einer geförderten wässrigen Flüssigkeit ist, sowie die Abhängigkeit des Leerlaufdrehmomentes
vom Fördermedium. 27 ist eine Kennlinie für die Abhängigkeit des Drehmomentes M bzw.
aufgeprägten elektrischen Stromes I des Pumpenantriebsmotors vom Förderstrom Q, wobei
nur der über das Leerlaufdrehmoment M
l 28 hinausgehende Anteil des Drehmomentes I für die Beförderung, d.h. das Pumpen der
wässrigen Flüssigkeit verwendet wird. Das Leerlaufdrehmoment M
l 28 ist für den Fall einer mit einer wässrigen Flüssigkeit gefüllten Pumpe größer
als für eine teilbelüftete Pumpe (vgl. Punkt 29) oder für eine belüftete, freilaufende
Pumpe (vgl. Punkt 30).
[0061] Fig. 2 illustriert das erfindungsgemäße Verfahren. Zur Ermittlung des Leerlaufdrehmomentes
Ml, d.h. der Leerlauflast, bei der das lineare Verhältnis aus Drehmoment und Förderstrom
bei 0 l/min die y-Achse schneidet, wird die Drehzahl n der Pumpe auf eine Leerlaufdrehzahl
n
l angehoben, bei der der Pumpenantriebsmotor im geregelten Bereich arbeitet, der Stutzendruck
der Pumpe jedoch noch nicht genügt, um hinsichtlich der wässrigen Flüssigkeit einen
Förderstrom aufzubauen. Dadurch wird sichergestellt, dass jenes Drehmoment des Pumpenantriebsmotors
erfasst wird, welches lediglich dafür aufgebracht wird, die Motorreibung und eine
im Allgemeinen bekannte Leistung zum Druckaufbau zu überwinden. Sehr bevorzugt und
daher im Allgemeinen durchgeführt, wird beim erfindungsgemäßen Verfahren die Drehzahl
am Synchronisationszeitpunkt eines Reglers der Steuerungseinheit überschritten, so
dass der Regler bzw. der Pumpenantriebsmotor in den geregelten Bereich übergeht. Dann
lassen sich Stromwerte, insbesondere der drehmomentbildende Reglerstrom Iq, bzw. die
Werte für das Drehmoment gut erfassen. Diese Messwerte, die auch als Kalibrierungsmesswerte
bezeichnet werden können, werden vorzugsweise über eine vorgegebene Zeitperiode, z.B.
1 Sekunde, gemittelt und repräsentieren das Leerlaufdrehmoment M
l der Pumpe bei aktueller Motortemperatur und Drehzahl. Verallgemeinert kann dies auch
so beschrieben werden, dass das Drehmoment M der Pumpe über einen vorgegebenen Zeitraum
Δt gemessen wird und das in diesem Zeitraum gemessene mittlere Drehmoment M
m als Leerlaufdrehmoment M
l angesehen wird.
[0062] Allerdings ist vorzugsweise auf den Vergleichswert für den laufenden Betrieb, d.h.
einen Pumpbetrieb bei höherer Drehzahl zur Beförderung der wässrigen Flüssigkeit,
zu schließen, wie es im Folgenden anhand von Fig. 3 illustriert wird.
[0063] Fig. 3 zeigt in Form von Auftragungen eines aufgeprägten elektrischen Stromes I des
Pumpenantriebsmotors von der Drehzahl n die Drehzahlabhängigkeit von verschiedenen
Einflussfaktoren. Anhand von Fig. 3 lässt sich zeigen, wie das bei einer Leerlaufdrehzahl
bestimmte Leerlaufdrehmoment M
l auf eine anschließend beim tatsächlichen Pumpen benutzte Nenndrehzahl n der Pumpe
extrapoliert werden kann.
[0064] In Fig. 3 bedeutet 31 die Kennlinie für den drehzahlunabhängigen Anteil der magnetischen
Flussdichte am Drehmoment bzw. dem hier entsprechend verwendeten aufgeprägten Strom
I. Die Kennlinie 32 berücksichtigt zusätzlich einen linear mit der Drehzahl n zunehmenden
Anteil der Motorreibung, hierin für den flüssig gelagerten Rotor auch als Couette-Reibung
bezeichnet. Kennlinie 33 berücksichtigt zusätzlich eine hier nicht gesondert gezeigte
Kennlinie für einen quadratisch mit der Drehzahl n zunehmenden Anteil des Förderdrucks.
Die Kennlinie 34 ergibt sich durch Addition eines auf den Förderstrom zurückgehenden
Anteils am aufgeprägten Strom I zur Kennlinie 33.
[0065] Die Extrapolation auf eine beim tatsächlichen Pumpen benutzte Nenndrehzahl n der
Pumpe lässt sich beispielhaft wie folgt illustrieren. Es wird von einer unbekannten,
aber temporär konstanten Motortemperatur zum Zeitpunkt der Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens, das in diesem Zusammenhang auch als Initialisierung bezeichnet werden
kann, ausgegangen. Wie erwähnt sind in Fig. 3 die vier Anteile an der Pumpenmotorlast,
hier ausgedrückt als aufgeprägter Strom I, über der Drehzahl n des Pumpenantriebsmotors
dargestellt.
[0066] Die temperaturabhängige magnetische Flussdichte der Rotormagneten und damit der einzuprägenden
reziprok-proportionale elektrische Strom sind von der Drehzahl n unabhängig, wobei
deren Schnittpunkt mit der Ordinate jedoch im Allgemeinen bekannt ist. Dieser wird
bei der Initialisierung ermittelt und damit berücksichtigt.
[0067] Die Motorreibung ist im Allgemeinen linear von der Drehzahl abhängig, mit dem Startpunkt
im Koordinatenursprung. Der Rotor des Pumpenantriebsmotors, im Allgemeinen ein Permanentmagnet,
ist bei den in wasserführenden Haushaltsgeräten verwendeten Pumpenantriebsmotoren
im Allgemeinen in einem flüssigen Arbeitsmedium gelagert. Insbesondere ist dort ein
Rotor vorzugsweise in einem Lauf- bzw. Spaltrohr in Silikonöl oder einem andere Arbeitsmedium
gelagert. Daher wird der Rotor bisweilen auch als Nassläufer bezeichnet. Durch den
im Allgemeinen engen Spalt zwischen Laufrohr und Rotor sowie aufgrund von messtechnischen
Ergebnissen ist davon auszugehen, dass sich dort als Spaltströmung eine Couette-Strömung
einstellt. Bei dieser Spaltströmung nimmt die Fluidreibung trotz Turbulenz proportional
zur Strömungsgeschwindigkeit zu. Deshalb ist die Kennlinie 32, welche die Summe aus
dem Beitrag von magnetischer Flussdichte und Motorreibung darstellt, linear, zumal
die Lagerreibung oder Reibung an Dichtungen im Vergleich zur Fluidreibung in der Regel
zu vernachlässigen ist.
[0068] Die Kennlinie des Förderdruckes, der durch das Laufrad der Pumpe erzeugt wird, ist
im Allgemeinen quadratisch von der Drehzahl des Laufrades abhängig. Die Kennlinie
33 berücksichtigt im Vergleich zur Kennlinie 32 zusätzlich den Förderdruck.
[0069] Sobald sich bei Überschreitung der Nullförderdrehzahl, also der Drehzahl bei der
gerade noch keine Förderung einer wässrigen Flüssigkeit stattfindet, z.B. 1800 Umdrehungen
pro Minute (rpm) (Punkt 36 in Fig. 3) ein Förderstrom einstellt, schneidet die entsprechende
quadratische Kennlinie die Abszisse.
[0070] Durch die Initialisierung wird also zunächst ein als Kalibrierungsmesswert 35 bezeichneter
Stromwert I bei einer Leerlaufdrehzahl n
l, z.B. 1000 Umdrehungen pro Minute, gemessen, der den eingeprägten Strom in Abhängigkeit
von der magnetischen Flussdichte, der Couette-Reibung der Magnetlaufrohrströmung und
den Anteil des aufgebauten Drucks enthält. Diese drei Terme addiert ergeben die Kennlinie
33, hier eine Parabel, auf der durch Gleichsetzen gemäß der Formel

auf das Leerlaufdrehmoment M
l 37 der Nominaldrehzahl, beispielsweise 2800 Umdrehungen pro Minute, extrapoliert
wird. Das damit ermittelt Leerlaufdrehmoment M
liquid für die zum Pumpen verwendete Nominaldrehzahl entspricht der Last, die durch die
Pumpe bei 0 l/min Förderstrom Q aufgenommen wird, als dem Startwert der Drehmoment
(iq)-Förderstrom-Kennlinie, z.B. der Kennlinie 27 von Fig. 2.
[0071] Fig. 4 zeigt in der Kennlinie 27 die Abhängigkeit eines aufgeprägten elektrischen
Stromes I, hier als I_q bezeichnet, des Pumpenantriebsmotors vom Förderstrom Q, wobei
Q die Menge pro Zeiteinheit an einer geförderten wässrigen Flüssigkeit ist. 28 bedeutet
das Leerlaufdrehmoment M
l, welches hier auch der Startpunkt einer I/Q-Kennlinie ist.
[0072] Fig. 5 zeigt in Form von Auftragungen des Drehmomentes M bzw. des aufgeprägten elektrischen
Stromes I gegen die Temperatur T_Paket des Pakets des Pumpenantriebsmotors als Maß
für die Temperatur des Pumpenantriebsmotors schematisch den Einfluss der Motortemperatur
auf die Verlust-Terme, d.h. Motorreibung, magnetischer Fluss, wobei das Lastmoment,
also das direkt dem Pumpen von wässriger Flüssigkeit zugeordnete Drehmoment, konstant
gehalten ist.
[0073] In Fig. 5 zeigt der Graph 39 den Einfluss der Temperaturabhängigkeit des magnetischen
Flusses, der mit zunehmender Temperatur linear abnimmt, so dass ein entsprechend aufzuprägender
Strom I, hierin auch mit I
q bezeichnet, linear ansteigt. Der Graph 40 zeigt die Temperaturabhängigkeit der Motorreibung.
Wegen des im Allgemeinen verwendeten Betriebsmediums, z.B. eines Silikonöles, nimmt
hier die Motorreibung aufgrund der mit der Temperatur abnehmenden Viskosität des Silikonöles
ab, was sich in der Abnahme eines aufzuprägenden Stromes I mit zunehmender Temperatur
T_Paket zeigt. Der Graph 38 zeigt den von der Temperatur nicht abhängigen Einfluss
des Lastmomentes.
[0074] In Fig. 5 ist somit der durch das hierin beschriebene Verfahren, das im Wesentlichen
eine kalibrierende Initialisierung darstellt, berücksichtigte Einfluss der Motortemperatur
auf die Verlust-Terme beschrieben. Erwärmt sich der Motor ausgehend von Raumtemperatur
aufgrund der Last, steigt zunächst die Wicklungstemperatur an. Die Pakettemperatur
folgt im Allgemeinen mit einem zeitlich nachgeschalteten Offset. Die Temperatur einer
üblicherweise verwendeten Spaltrohrfüllung, also die für Ausführungsformen der Erfindung
beschriebene Verwendung eines flüssigen Betriebsmediums, meist eine Öl-Wasser-Emulsion,
verhält sich ähnlich der Pakettemperatur, welche messtechnisch einfacher zu erfassen
ist. Die magnetische Flussdichte B sinkt dagegen proportional zur Temperatur, weshalb
der Regler, d.h. insbesondere eine Steuerungseinheit des wassergebundenen Haushaltsgerätes,
einen reziprok-proportionalen Strom ΔI
Fluss einprägen muss, um die Drehzahl bei konstanter Last aufrecht zu erhalten. Die Viskosität
der Spaltrohrfüllung verhält sich exponentiell-degressiv zur Temperatur. Da im Spaltrohr
vermutlich eine Couette-Strömung herrscht, verhalten sich die Reibung und damit das
Reibmoment I
Reib entsprechend degressiv. Das Lastmoment ist dabei in Fig. 3 als konstant angenommen
worden, was experimentell beispielsweise durch Verwendung einer Drehmomentbremse erreicht
werden kann.
[0075] Die Kurve bzw. Graph 41 stellt das Ergebnis einer Addition der drei Lastterme daher.
Die Kurve 41 zeigt dabei das sich insgesamt ergebende Drehmoment M (I
ges) des Pumpenantriebsmotors bei stationärem Betrieb in Abhängigkeit von der Temperatur.
Experimentell wurde gefunden, dass sich der typische Verlauf von Kurve 41 mit lokalen
Minima bei mittleren Pakettemperaturen bzw. mittleren Temperaturen des Betriebsmediums
für unterschiedliche Lasten zeigte.
Bezugszeichenliste
[0076]
- 1
- Waschmaschine
- 2
- Laugenbehälter
- 3
- Trommel
- 4
- Wäschestücke
- 5
- Antriebsmotor für die Trommel, Trommelantriebsmotor
- 6
- Drucksensor
- 7
- wässrige Flüssigkeit, freie Flotte, Waschlauge
- 8
- Steuereinrichtung
- 9
- Motor-Trommel-Kontrolleinheit
- 10
- Temperatursensor
- 11
- Anzeigevorrichtung
- 12
- (Waschmittel)Einspülschale
- 13
- Zuleitung zum Laugenbehälter
- 14
- Wäschemitnehmer
- 15
- Messvorrichtung zum Ermitteln der eingefüllten Wassermenge
- 16
- Heizeinrichtung
- 17
- Schöpfeinrichtung
- 18
- Pumpe, z.B. radiale Kreiselpumpe
- 19
- Drehachse (der Trommel)
- 20
- Wasserzuleitung, Hauswassernetz, Wasserversorgung
- 21
- (elektrisch steuerbares) Ventil
- 22
- Zeitmesseinrichtung
- 23
- Ansaugkanal der Pumpe
- 24
- Dichtesensor
- 25
- Druckkanal der Pumpe
- 26
- Pumpenantriebsmotor; drehzahlvariabler, permanenterregter Synchronmotor; BLDC-Motor
- 27
- Kennlinie für die Abhängigkeit des Drehmomentes M bzw. aufgeprägten elektrischen Stromes
I des Pumpenantriebsmotors vom Förderstrom Q
- 28
- Leerlaufdrehmoment Ml
- 29
- Leerlaufdrehmoment Ml für den Fall einer teilbelüfteten Pumpe
- 30
- Leerlaufdrehmoment Ml für den Fall einer belüfteten, freilaufende Pumpe
- 31
- Kennlinie für den drehzahlunabhängigen Anteil der magnetischen Flussdichte am Drehmoment
bzw. einem entsprechend verwendeten aufgeprägten Strom I
- 32
- Kennlinie, welche zusätzlich zur Kennlinie 31 einen linear mit der Drehzahl n zunehmenden
Anteil der Motorreibung berücksichtigt
- 33
- Kennlinie, welche zusätzlich zur Kennlinie 32 einen quadratisch mit der Drehzahl n
zunehmenden Anteil des Förderdrucks berücksichtigt
- 34
- Kennlinie, welche zusätzlich zur Kennlinie 33 den auf einen Förderstrom zurückgehenden
Anteil am aufgeprägten Strom I berücksichtigt
- 35
- Kalibrierungsmesswert; Leerlaufdrehmoment Ml bzw. Midle bei Leerlaufdrehzahl nidle
- 36
- Aufgeprägter Strom als Maß für Drehmoment bei Nullförderdrehzahl
- 37
- Vergleichsdrehmoment MN ; extrapoliertes Leerlaufdrehmoment Mliquid; d.h. im Förderbetrieb bei der Nenndrehzahl nnom; Startwert der I/Q-Kennlinie
- 38
- Graph 38, welcher den von der Temperatur nicht abhängigen Einfluss des Lastmomentes
zeigt
- 39
- Graph, welcher den Einfluss der Temperaturabhängigkeit des magnetischen Flusses auf
I bzw. M zeigt
- 40
- Graph 40, welcher den Einfluss der Temperaturabhängigkeit der Motorreibung auf I bzw.
M zeigt
- 41
- Graph, welcher die Addition der drei Lastterme darstellt, d.h. der Graphen 38, 39
und 40
1. Verfahren zum Betrieb eines wasserführenden Haushaltsgerätes (1), das eine Pumpe (18)
zur Beförderung einer wässrigen Flüssigkeit (7), einen drehzahlvariablen, permanenterregten
Synchronmotor als Pumpenantriebsmotor (26) und eine Steuerungseinheit (8) aufweist,
umfassend die Schritte
(a) Einstellen einer Pumpendrehzahl n auf einen Wert nl, bei welcher ein Stutzendruck p der Pumpe (18) nicht ausreicht, um einen Förderstrom
Q aufzubauen; und
(b) Messen eines Drehmomentes M der Pumpe (18) als Maß für ein Leerlaufdrehmoment
Ml.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Messen des Drehmomentes M durch Messung einer elektrischen Größe des Pumpenantriebsmotors
(26) erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Pumpenantriebsmotor (26) eine Stromstärke l als Leerlaufstromstärke Il gemessen wird und das Drehmoment Ml anhand eines in der Steuerungseinheit (8) hinterlegten Zusammenhanges zwischen der
Stromstärke I und dem Drehmoment M bestimmt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehmoment M der Pumpe (18) über einen vorgegebenen Zeitraum Δt gemessen wird
und das in diesem Zeitraum gemessene mittlere Drehmoment Mm als Leerlaufdrehmoment Ml angesehen wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Zeitraum Δt von 0,2 bis 3 sec beträgt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Pumpenantriebsmotor (26) in einem geregelten Bereich arbeitet, indem die Drehzahl
nl größer ist als eine Drehzahl ns an einem Synchronisationszeitpunkt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gezeichnet, dass ein Rotor des
Pumpenantriebsmotors (26) in einem flüssigen Arbeitsmedium gelagert ist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Leerlaufdrehmoment Ml bei der Drehzahl nl auf ein Vergleichsdrehmoment MN für die Drehzahl nN extrapoliert wird, bei welcher die Pumpe (18) einen von Null verschiedenen Förderstrom
aufweist.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zur Extrapolation die drehzahl- und/oder temperaturabhängigen Beiträge der magnetischen
Flussdichte, der Motorreibung und/oder des Förderdrucks der Pumpe (18) berücksichtigt
werden.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass es vor jedem Pumpen von wässriger Flüssigkeit (7) in einem Behandlungsverfahren im
wasserführenden Haushaltsgerät (1) durchgeführt wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Leerlaufdrehmoment Ml mit mindestens einem zuvor gespeicherten Leerlaufdrehmoment Mlold verglichen wird, die Differenz ΔM = |Ml - Mlold| bestimmt wird und für den Fall, dass ΔM > ΔMlim ist, wobei ΔMlim ein vorgegebener zulässiger Maximalwert für diese Differenz ist, auf einen fehlerhaften
Betrieb der Pumpe (18) geschlossen wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass für den Fall eines Pumpenantriebsmotors (26) mit einem in einem flüssigen Arbeitsmedium
eingetauchten Rotor eine Abnahme des Leerlaufdrehmomentes Ml um mehr als einen vorgegebenen zulässigen Wert ΔMloss auf einen Verlust an flüssigem Arbeitsmedium aufgrund einer Undichtigkeit geschlossen
wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bestimmung des Förderstromes Q das zur Beförderung der wässrigen Flüssigkeit
(7) erforderliche zusätzliche Drehmoment MF herangezogen wird, das sich aus der Differenz zwischen einem gemessenen Drehmoment
M bei einer Drehzahl nN, bei welcher die Pumpe (18) einen von Null verschiedenen Förderstrom aufweist, und
dem Leerlaufdrehmoment Ml bzw. einem extrapolierten Vergleichsdrehmoment MN ergibt.
14. Wasserführendes Haushaltsgerät (1), aufweisend eine Pumpe (18) zur Beförderung von
wässrigen Flüssigkeiten (7), einen drehzahlvariablen, permanenterregten Synchronmotor
als Pumpenantriebsmotor (26) und eine Steuerungseinheit (8),
dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinheit (8) eingerichtet ist zur Durchführung eines Verfahrens mit
den Schritten
(a) Einstellen einer Pumpendrehzahl n auf einen Wert nl, bei welcher ein Stutzendruck P der Pumpe (18) nicht ausreicht, um einen Förderstrom
Q aufzubauen; und
(b) Messen eines Drehmomentes M der Pumpe (18) als Maß für ein Leerlaufdrehmoment
Ml.
15. Wasserführendes Haushaltsgerät (1) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass ein Rotor des Pumpenantriebsmotors (26) in einem flüssigen Arbeitsmedium gelagert
ist.