[0001] Die Erfindung betrifft einen Werkstückträger zum Transport von Felgen mit einem plattenförmigen
Formkörper zur Aufnahme von mehreren Felgen.
[0002] Aus der
DE 4310373 A1 geht ein Werkstückträger zum beschädigungsfreien Transport von mehreren Felgen hervor.
Dieser Werkstückträger ist durch einen plattenförmigen Formkörper gebildet, auf dessen
Oberseite mehrere Formnester zur Aufnahme jeweils einer Felge vorgesehen sind. Die
Formnester sind jeweils durch eine ringförmige Auflagefläche für die Felgen sowie
mehrere die Ringfläche begrenzende Erhöhungen gebildet. Diese Erhöhungen sind aus
dem Formkörper angeformt und definieren einen Innendurchmesser und einen Außendurchmesser
der Auflagefläche. Dadurch können unterschiedliche Felgengrößen von den Formnestern
aufgenommen werden, indem eine kleine Felgengröße von den Erhöhungen aufgenommen wird,
die den Innendurchmesser definieren, und eine große Felgengröße von den Erhöhungen,
die den Außendurchmesser begrenzen. Diese Formkörper sind zudem zusammen mit den in
die Formnester eingelegten Felgen in mehreren Lagen übereinander geschichtet stapelbar.
Dadurch ist es ermöglicht, dass gleichzeitig eine Vielzahl von Felgen platzsparend
auf einer Palette transportiert werden können. Zwar bieten diese Werkstückträger eine
Aufnahme für Felgen unterschiedlicher Größe, ein exaktes Ausrichten der Felge im Formnest
und daraus resultierend ein exaktes stapeln von mehreren Lagen zum sicheren Transport
ist jedoch kaum möglich.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Werkstückträger zum Transport von Felgen mit
einem plattenförmigen Formkörper zur Aufnahme von mehreren Felgen vorzuschlagen, durch
welchen eine exakte Zentrierung von Felgen mit unterschiedlichen Durchmessern in einem
Formnest ermöglicht ist.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Werkstückträger zum Transport von
Felgen mit einem plattenförmigen Formkörper zur Aufnahme von mehreren Felgen gemäß
des Oberbegriffs des Anspruch 1 gelöst, bei welchem die Ringfläche sichelförmig ausgebildet
ist und im Bereich einer Engstelle der sichelförmigen Ringfläche zumindest zwei gegenüber
dem Stützrand der napfförmigen Erhöhung hervorstehende Ausrichtelemente vorgesehen
sind und an einer gegenüberliegenden Seite der Ringfläche im Bereich der Engstelle
wenigstens ein Wandabschnitt von zumindest einem angeordneten Vorsprung vorgesehen
ist, der zur Oberseite des Formkörpers ausgerichtet ist. Durch die sichelförmige Ausgestaltung
der Ringfläche können Formnester auf dem Werkstückträger ausgebildet werden, welche
Felgen mit unterschiedlichen Durchmessern aufnehmen können. Dabei kann es ermöglicht
sein, dass je nach Größe und Form der sichelförmigen Ringfläche zwei oder sogar drei
unterschiedliche Felgendurchmesser in das Formnest eingelegt werden können. Zur Ausrichtung
der Felge in dem Formnest sind der der Ringfläche zugeordnete Wandabschnitt des zumindest
einen Vorsprungs sowie die wenigstens zwei gegenüber dem Stützrand der napfförmigen
Erhöhung hervorstehenden Ausrichtelemente vorgesehen. Diese sind einem Bereich der
Engstelle der sichelförmigen Ringfläche zugeordnet und so zueinander ausgerichtet,
dass ein Felgenhorn der in dem Formnest aufliegenden Felge zwischen dem Wandabschnitt
des zumindest einen Vorsprungs und den wenigstens zwei Ausrichtelementen positioniert
ist.
[0005] Eine bevorzugte Ausgestaltung des Werkstückträgers sieht vor, dass der wenigstens
eine Wandabschnitt des zumindest einen Vorsprungs zwischen den zumindest zwei Ausrichtelementen,
insbesondere mittig zwischen den zumindest zwei Ausrichtelementen, angeordnet ist.
Durch diese Ausrichtung der Ausrichtelemente und des Vorsprungs zueinander wird ein
Klemmbereich definiert, der eine exakte Ausrichtung der Felge in dem Formnest ermöglicht.
Insbesondere durch die mittige Anordnung des Vorsprungs zwischen den zumindest zwei
Ausrichtelementen wird eine definierte Lage der Felge im Formnest sichergestellt.
[0006] In einer vorteilhaften Weiterbildung des Werkstückträgers kann vorgesehen sein, dass
den wenigstens zwei Ausrichtelementen gegenüberliegend ein Vorsprung mit zumindest
zwei Wandabschnitten zugeordnet ist. Durch diese Ausgestaltung des Werkstückträgers
kann zwischen den Ausrichtelementen und den diesen zugeordneten Wandabschnitten zumindest
ein Klemmbereich zur Fixierung der in das Formnest eingelegten Felge gebildet sein.
Dabei ist dieser Klemmbereich im Bereich der Engstelle der sichelförmigen Ringfläche
angeordnet. Der Klemmbereich ermöglicht, dass die Felge innerhalb des Formnestes in
einer definierten Position gehalten werden kann. Dabei bietet dieser Klemmbereich
den Vorteil, dass Felgen mit unterschiedlichen Felgendurchmessern in einer definierten
Position in dem Formnest zentriert werden können.
[0007] In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung des Werkstückträgers kann vorgesehen
sein, dass jedem der wenigstens zwei Ausrichtelemente jeweils zumindest ein positiver
Vorsprung mit einem zur Ringfläche ausgerichteten Wandabschnitt zugeordnet ist, sodass
durch die wenigstens zwei Ausrichtelemente und die den wenigstens zwei Ausrichtelementen
zugeordneten Wandabschnitten der positiven Vorsprünge wenigstens zwei Klemmbereiche
für die auf der Ringfläche aufliegenden Felge gebildet sind. Durch diese beiden Klemmbereiche
sind zwei Halte- bzw. Fixierstellen für die in dem Formnest aufliegende Felge gebildet,
sodass eine exakte Positionierung der Felge in dem Formnest definiert ist. Durch das
Vorsehen von zwei Klemmbereichen können zudem hohe Haltekräfte zur Fixierung der Felge
in dem Formnest erreicht werden, sodass ein Verrutschen der Felge während eines Transports
unterbunden werden kann.
[0008] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Werkstückträgers kann vorgesehen
sein, dass die wenigstens zwei zur Ringfläche ausgerichteten Ausrichtelemente gegenüber
dem radial umlaufenden Stützrand der napfförmigen Erhöhung radial hervorstehen. Durch
diese Weiterbildung des Werkstückträgers sind die wenigstens zwei Ausrichtelemente
erhaben gegenüber dem Stützrand ausgestaltet, sodass diese im Bereich der Engstelle
zwei Anlagestellen für die in dem Formnest eingelegte Felge bilden. Dadurch ist es
ermöglicht, dass Felgen mit unterschiedlichen Durchmessern in dem Formnest fixiert
werden können, da unabhängig von dem Durchmesser der Felge zwei definierte Anlagestellen
gebildet sind. Dabei können die Ausrichtelemente zueinander beabstandet an der napfförmigen
Erhöhung vorgesehen sein.
[0009] In einer bevorzugten Ausgestaltung des Werkstückträgers kann vorgesehen sein, dass
die wenigstens zwei Ausrichtelemente in radialer Richtung an dem radial umlaufenden
Stützrand der napfförmigen Erhöhung hervorstehend angeformt sind, insbesondere die
wenigstens zwei Ausrichtelemente jeweils durch eine abschnittsweise radiale Aufweitung
des radial umlaufenden Stützrandes der napfförmigen Erhöhung ausgebildet sind. Dadurch
sind die wenigstens zwei Ausrichtelement von dem Stützrand der napfförmigen Erhöhung
ausgehend zur sichelförmigen Ringfläche gerichtet. Somit kann sichergestellt werden,
dass die wenigstens zwei Ausrichtelemente zu der auf der Ringfläche aufliegenden Felge
gerichtet sind und an dieser angreifen.
[0010] Eine Weiterbildung des Werkstückträgers sieht vor, dass der Wandabschnitt des zumindest
einen positiven Vorsprungs einem Außendurchmesser der Ringfläche zugeordnet ist und
die wenigstens zwei Ausrichtelemente jeweils zumindest eine zur Ringfläche weisende
Anlagefläche aufweisen, die einem Innendurchmesser der Ringfläche zugeordnet ist.
Dadurch kann vorgesehen werden, dass der Wandabschnitt des zumindest einen positiven
Vorsprung an einem Außendurchmesser der in dem Formnest eingelegten Felge angreift
und die wenigstens zwei Ausrichtelemente an einem Innendurchmesser der Felge. Somit
ist eine Fixierung von einer Außenseite und einer Innenseite der Felge erreicht, sodass
ein radiales Verrutschen der Felge in dem Formnest verhindert ist.
[0011] Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung des Werkstückträgers sieht vor, dass an den
wenigstens zwei Ausrichtelementen jeweils eine Führungsschräge vorgesehen ist, entlang
welcher die Felge beim Einlegen in das Formnest mit dem Felgenhorn in eine Zentrierposition
gleitet. Durch diese Führungsschräge wird erreicht, dass die Felge beim Einlegen in
das Formnest immer exakt in die Zentrierposition geführt wird, indem das Felgenhorn
der Felge beim Einlegen an der Führungsschräge entlang gleitet und dadurch die Felge
in die Zentrierposition geführt wird. Dies erleichtert es einen Benutzer die Felge
in das Formnest einzulegen, sodass für den Benutzer eine erhebliche Arbeitserleichterung
erreicht wird.
[0012] Vorteilhafterweise kann vorgesehen sein, dass die wenigstens zwei Ausrichtelemente
in radialer Richtung federelastisch zur sichelförmigen Ringfläche ausgebildet sind.
Durch diese federelastische Ausgestaltung der Ausrichtelemente wird erreicht, dass
die Ausrichtelemente immer an der in das Formnest eingelegten Felge angreifen. Durch
die Federkraft wird zudem erreicht, dass die Felge in radialer Richtung in die Zentrierposition
gedrückt wird. Außerdem wird durch die federelastischen Ausrichtelemente erreicht,
dass die Felge zwischen den Ausrichtelementen und dem Wandabschnitt des positiven
Vorsprungs verklemmt und somit in der Zentrierposition fixiert wird.
[0013] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass der Bereich
der Engstelle der sichelförmigen Ringfläche von jedem Formnest jeweils einem Eckbereich
des Formkörpers zugeordnet ist. Dadurch kann eine verbesserte Handhabbarkeit für den
Benutzer erreicht werden, da dieser weiß, dass der oder die in den Bereichen der Engstellen
vorgesehenen Klemmbereiche zum Positionieren der Felge immer im Eckbereich des Formkörpers
angeordnet sind. Dadurch kann eine intuitive Bestückung des Werkstückträgers mit den
Felgen durch den Benutzer erfolgen.
[0014] Eine bevorzugte Weiterbildung des Werkstückträgers sieht vor, dass an einer Unterseite
des Formkörpers, insbesondere zwischen zwei benachbarten positiven Vorsprüngen im
Bereich der Engstelle, eine gegenüber der Oberseite des Formkörpers ausgebildete Vertiefung
vorgesehen ist, sodass zur Unterseite hin die Vertiefung als Zentrierung und die Unterseite
der Ringfläche als Abstützfläche bei dem Aufliegen des Formkörpers auf einer Lage
von Felgen ausgebildet ist. Durch die zur Unterseite des Formkörpers ausgebildeten
Vertiefungen kann erreicht werden, dass der auf eine Lage von Felgen aufgelegte Formkörper
exakt zu dem darunterliegenden Formkörper ausgerichtet wird. Dies wird dadurch erreicht,
dass die Vertiefungen des aufgelegten Formkörpers an den darunterliegenden Felgen
angreifen, sodass eine exakte Zentrierung des aufgelegten Formkörpers zu dem Formkörper
der darunter liegenden Lage erfolgt. Durch das Vorsehen dieser Vertiefungen zur Zentrierung
der Werkstückträger zueinander kann zudem erreicht werden, dass die jeweiligen Werkstückträger
beim Übereinanderstapeln mehrerer Felgenlagen in einer Flucht zueinander ausgerichtet
sind, sodass jede Lage Felgen exakt über der darunter liegenden Lage Felgen angeordnet
ist.
[0015] Eine vorteilhafte Weiterbildung des Werkstückträgers sieht vor, dass die napfförmige
Erhöhung einen geschlossenen Boden aufweist. Durch diese geschlossene Ausgestaltung
des Bodens der napfförmigen Erhöhung wird eine hohe Steifigkeit des Werkstückträgers
erreicht, sodass die dadurch erreichte hohe Verwindungssteifigkeit eine gute Handhabbarkeit
für den Benutzer ermöglicht. Gleichzeitig wird dadurch eine langlebige Haltbarkeit
des Werkstückträgers erreicht.
[0016] Bevorzugt kann vorgesehen sein, dass die napfförmige Erhöhung, der zumindest eine
Vorsprung und die zumindest zwei Ausrichtelemente einteilig aus dem Formkörper angeformt
sind. Dadurch kann der plattenförmige Formkörper in einem Arbeitsschritt durch den
Tiefziehprozess hergestellt werden. Dies ermöglicht ein kostengünstiges Herstellungsverfahren
des Werkstückträgers.
[0017] Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung des Werkstückträgers sieht vor, dass der
Werkstückträger als Bodenlage, Decklage und Zwischenlage für eine Transportverpackung
einsetzbar ist. Dadurch kann mit ein und derselben Form des Werkstückträgers mehrere
Lagen von zu transportierenden Felgen übereinander gestapelt werden, wobei der Werkstückträger
sowohl die Bodenlage als auch die Zwischenlage und die Decklage bildet.
[0018] Die Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen derselben
werden im Folgenden anhand der in den Zeichnungen dargestellten Beispiele näher beschrieben
und erläutert. Die der Beschreibung und den Zeichnungen zu entnehmenden Merkmale können
einzeln für sich oder zu mehreren in beliebiger Kombination erfindungsgemäß angewandt
werden. Es zeigen:
Figur 1 eine perspektivische schematische Ansicht auf eine Stapellage von Werkstückträgern
mit von den Werkstückträgern aufgenommenen Felgen,
Figur 2 eine schematische Draufsicht auf den Werkstückträger gemäß Figur 1,
Figur 3 eine perspektivische Detailansicht auf ein Formnest des Werkstückträgers gemäß
Figur 1,
Figur 4 eine schematische Schnittansicht eines Ausrichtelementes mit einer in das
Formnest eingelegten Felge und
Figur 5 eine schematische Schnittansicht von einer Stapellage von Werkstückträgern
mit von den Werkstückträgern aufgenommener Felge gemäß Figur 1.
[0019] Figur 1 zeigt eine perspektivische Ansicht auf eine Transportvorrichtung 9, welche
beispielsweise eine Stapellage mit zwei übereinander liegenden Werkstückträgern 10
und dazwischen angeordneten Felgen 11 umfasst. Zum Transport der Felgen 11 liegt der
untere der beiden Werkstückträger 10 dabei als Bodenplatte auf einer Transportpalette
12 auf. Zur Verdeutlichung der Ausgestaltung der Werkstückträger 10, zeigt die Figur
2 eine schematische Draufsicht auf den Werkstückträger 10 sowie die Figur 3 eine perspektivische
Detailansicht auf ein Formnest 13 des Werkstückträgers 10, sodass die nachfolgenden
Ausführungen anhand dieser Figuren erfolgen. Die Transportpalette 12 kann mehrere
Lagen von Felgen 11 aufnehmen. Auf der obersten Lage von Felgen 11 kann ein Werkstückträger
10 und darauf ein weiterer palettenförmiger Rahmen (nicht dargestellt) vorgesehen
sein, auf dem wiederum eine weitere Transportvorrichtung 9 stapelbar ist.
[0020] Jeder der Werkstückträger 10 umfasst insgesamt vier Formnester 13 die zur Aufnahme
von jeweils einer Felge 11 vorgesehen sind. Der Werkstückträger 10 ist als ein plattenförmiger
Formkörper 14 ausgebildet. Dieser plattenförmige Formkörper 14 ist insbesondere als
Kunststoffformkörper ausgestaltet und durch einen Tiefziehprozess hergestellt.
[0021] Jedes Formnest 13 ist zur Aufnahme von wenigstens zwei, insbesondere drei unterschiedlichen
Felgengrößen ausgebildet. Je nach Größe des Formnestes 13 können beispielsweise Felgen
11 mit einem Felgendurchmesser von 15 und 16 Zoll oder auch 17 Zoll in das Formnest
13 eingelegt werden. Bei einer entsprechend größeren Ausgestaltung des Formnestes
13 können beispielsweise auch Felgen 11 mit einem Felgendurchmesser von 18, 19 oder
auch 20 Zoll von dem Formnest 13 aufgenommen werden. Diese Größenangaben stellen selbstverständlich
nur exemplarische Beispiele dar und können je nach Größe der Formnester 13 beliebig
verändert und angepasst werden.
[0022] Zur Aufnahme von Felgen 11 mit unterschiedlichen Felgengrößen umfasst das Formnest
13 eine sichelförmige Ringfläche 16. Auf dieser sichelförmigen Ringfläche 16 liegt
die Felge 11 mit einem Felgenhorn 17 der Felge 11 horizontal liegend auf. Ein Innendurchmesser
der sichelförmigen Ringfläche 16 ist durch eine innere napfförmige Erhöhung 18 begrenzt.
Diese napfförmige Erhöhung 18 umfasst einen radial umlaufenden Stützrand 19, der in
die sichelförmige Ringfläche 16 übergeht. Dabei bildet der Stützrand 19 der inneren
napfförmigen Erhöhung 18 eine Zentrierung für den kleinsten Felgendurchmesser der
in das Formnest 13 eingelegten Felge 11. Die sichelförmige Ringfläche 16 bildet zur
Oberseite des Formkörpers 14 eine Auflagefläche für die Felge 11 und zur Unterseite
des Formkörpers 14 eine Abstützfläche 15 bei dem Auflegen des Formkörpers 14 auf eine
darunter liegende Lage von Felgen 11.
[0023] Ein Außendurchmesser der sichelförmigen Ringfläche 16 ist zumindest teilweise durch
eine gegenüber einer Oberseite des Formkörpers 14 positiv ausgeprägten Erhöhung 21
begrenzt. Diese den Außendurchmesser der sichelförmigen Ringfläche 16 begrenzende
Erhöhung 21 bildet die Zentrierung für den größten Felgendurchmesser der in das Formnest
13 eingelegten Felge 11.
[0024] In dem Formnest 13 ist durch die Sichelform der Ringfläche 16 ein Bereich einer Engstelle
22 gebildet. Dabei ist das Formnest 13 so ausgerichtet, dass der Bereich der Engstelle
22 einem Eckbereich des Formkörpers 14 zugeordnet ist. Figur 3 zeigt den Bereich der
Engstelle 22 der sichelförmigen Ringfläche 16 in einer perspektivischen Detailansicht
des Formnestes 13.
[0025] In dem Bereich der Engstelle 22 sind zwei Ausrichtelemente 23 vorgesehen. Diese beiden
Ausrichtelemente 23 sind an dem Stützrand 19 der napfförmigen Erhöhung 18 angeordnet
und bilden jeweils eine Erhöhung, die in radialer Richtung gegenüber dem Stützrand
19 hervorsteht. Die beiden Ausrichtelemente 23 sind zueinander beabstandet an dem
Stützrand 19 vorgesehen und können im Bereich der Engstelle 22 angeordnet sein. Ebenso
können die Ausrichtelemente 23 jeweils benachbart zu der Engstelle 22 vorgesehen sein,
sodass die Ausrichtelemente 23 beidseits zu der Engstelle 22 angeordnet sind. Die
Ausrichtelemente 23 bilden jeweils eine Anlagefläche 24, welche in radialer Richtung
zu dem Bereich der Engstelle 22 weist.
[0026] Den Ausrichtelementen 23 ist jeweils auf der gegenüberliegenden Seite der Ringfläche
16 ein Wandabschnitt 26 eines positiven Vorsprungs 27 zugeordnet. Diese beiden positiven
Vorsprünge 27 bilden gegenüber der Oberseite des Formkörpers 14 positive Erhöhungen
und sind insbesondere aus dem Formkörper 14 durch einen Tiefziehprozess angeformt.
Der Wandabschnitt 26 ist in Richtung zu der Ringfläche 16 gerichtet, sodass jeweils
ein Wandabschnitt 26 einem Ausrichtelement 23 gegenüberliegt. Zwischen den wenigstens
zwei Ausrichtelementen 23 und den jeweils gegenüberliegenden Wandabschnitten 26 der
positiven Vorsprünge 27 ist jeweils ein Klemmbereich für die auf der Ringfläche 16
aufliegende Felge 11 gebildet. Somit sind durch die zwei Ausrichtelemente 23 und den
zugeordneten Wandabschnitten 26 zwei Klemmbereiche gebildet. Dadurch wird die auf
der Ringfläche 16 aufliegende Felge 11 in einer Fixierposition gehalten, indem die
Ausrichtelemente 23 an einem Innendurchmesser der Felge 11 angreifen und die Wandabschnitte
26 an einem Außendurchmesser der Felge 11.
[0027] Die Ausrichtelemente 23 sind in radialer Richtung an dem radial umlaufenden Stützrand
19 der napfförmigen Erhöhung 18 angeformt, sodass diese Erhöhungen bilden und gegenüber
dem Stützrand 19 radial hervorstehen. Dabei können die Ausrichtelemente 23 durch eine
abschnittsweise radiale Aufweitung des radial umlaufenden Stützrandes 19 gebildet
sein und sind insbesondere durch den Tiefziehprozess unmittelbar in die napfförmige
Erhöhung 18 eingebracht. Ebenso kann vorgesehen sein, dass die Ausrichtelemente 23
als separate Einzelteile an die napfförmige Erhöhung 18 angebracht sind, beispielsweise
durch eine Steck- oder Rastverbindung oder eine Klebe- oder Schweißverbindung.
[0028] An den Ausrichtelementen 23 ist eine Führungsschräge 28 vorgesehen, die aus der schematischen
Schnittansicht des Ausrichtelementes 23 mit einer in das Formnest 13 eingelegten Felge
11 gemäß Figur 4 hervorgeht. Diese Führungsschräge 28 unterstützt ein vereinfachtes
Einlegen der Felge 11 in das Formnest 13 durch den Benutzer. Hierbei gleitet das Felgenhorn
17 der Felge 11 beim Einlegen der Felge 11 in das Formnest 13 an der Führungsschräge
28 entlang, sodass diese durch die Führungsschränke 28 unterstützend in die Fixierposition
geführt wird. In dieser Fixierposition liegt das Felgenhorn 17 der Felge 11 mit einem
inneren Bereich an den Anlageflächen 24 der Ausrichtelemente 23 an und mit einem äußeren
Bereich an dem Wandabschnitt 26 des positiven Vorsprungs 27.
[0029] Um die Felge 11 zwischen den Ausrichtelementen 23 und den Wandabschnitten 26 der
positiven Vorsprünge 27 einzuklemmen oder einzuspannen, sind die Ausrichtelemente
23 federelastisch zur sichelförmigen Ringfläche 16 ausgebildet. Ausgehend von den
Ausrichtelementen 23 wirkt dadurch eine Federkraft auf die in das Formnest 13 eingelegte
Felge 11 in radialer Richtung, sodass die Felge 11 in Richtung des Wandabschnittes
26 gedrückt wird. Diese Federkraft bewirkt neben dem Einklemmen der Felge 11 zwischen
den Ausrichtelementen 23 und dem Wandabschnitt 26 des positiven Vorsprungs 27 eine
Zentrierung der Felge 11 auf der sichelförmigen Ringfläche 16.
[0030] Figur 5 zeigt eine schematische Schnittansicht von einer Stapellage aus zwei Formkörpern
14 mit von den Formkörpern 14 aufgenommener Felge 11 gemäß Figur 1. Dabei ist die
Felge 11 in gleicher Weise von dem Formnest 13 aufgenommen und zwischen den Ausrichtelementen
23 und den Wandabschnitten 26 der positiven Vorsprünge 27 eingeklemmt, wie zuvor anhand
Figur 4 beschrieben. Wie aus Figur 1 hervorgeht, besteht eine Stapellage aus vier
auf einem Formkörper 14 aufgelegten Felgen 11 und einem weiteren Formkörper, der mit
der Unterseite auf die Felgen 11 aufgelegt ist.
[0031] Ergänzend zu Figur 4 zeigt Figur 5 somit einen zweiten Formkörper 14, der auf eine
Lage Felgen 11 aufgelegt ist. Dieser Formkörper 14 liegt mit der Unterseite der Ringfläche
16 als Abstützfläche auf einer Stirnseite der Felge 11 auf. An dem Formkörper 14 sind
mehrere gegenüber der Oberseite des Formköpers 14 angeformte Vertiefungen 29 vorgesehen.
Die Vertiefung 29 bildet eine Ausformung zur Unterseite des Formkörpers 14 hin und
sind insbesondere durch einen Tiefziehprozess in den Formkörper 14 eingebracht. Dabei
sind die Vertiefungen 29 an der Unterseite des Formkörpers 14 jeweils einem Außendurchmesser
der sichelförmigen Ringfläche zugeordnet. Insbesondere sind die Vertiefungen 29 zwischen
zwei benachbarten positiven Vorsprüngen 27 im Bereich der Engstelle 22 angeordnet.
Dadurch ist abwechselnd ein positiver Vorsprung 27, eine Vertiefung 29 und wiederum
ein positiver Vorsprung 27 nebeneinander liegend angeordnet. Alternativ kann die Vertiefung
29 auch an einer anderen der sichelförmigen Ringfläche 16 zugeordneten Stelle an der
Unterseite des Formkörpers 14 vorgesehen werden.
[0032] Zur Unterseite hin bildet die sichelförmige Ringfläche 16 die Abstützfläche 15 bei
dem Aufliegen des Formkörpers 14 auf einer Lage von Felgen 11. Die Vertiefung 29 dient
dabei als Zentrierung, um den auf die Lage Felgen 11 aufgelegten Formkörper 14 in
einer definierten Position zu den Felgen 11 zu zentrieren. Dazu greift die Vertiefung
29 mit einem zur Ringfläche 16 weisenden Stützbereich 30 an dem Außendurchmesser der
Felge 11 an. Da bevorzugt jedem der vier Formnester 13 zumindest eine Vertiefung 29
zum Zentrieren des Formkörpers 14 zugeordnet ist, ergeben sich daraus wenigstens vier
Stützflächen 31, an denen die Felgen 11 an den Vertiefungen 29 anliegen. Der Formkörper
14 wird in einer definierten Position, insbesondere ausgerichteten Position zu den
Felgen 11 gehalten. Die Formkörper 14 einer mehrschichtigen Stapellage von Felgen
11 können exakt übereinanderliegend, insbesondere fluchtend zu einer Ausrichtachse
31 senkrecht zur Stapelebene, ausgerichtet werden. Die Stapellagen von Felgen 11 sind
exakt zentriert zueinander positioniert.
1. Werkstückträger (10) zum Transport von Felgen (11), mit einem plattenförmigen Formkörper
(14) zur Aufnahme von mehreren Felgen (11), die eine Lage eines Stapels bilden, wobei
der Formkörper (14) für jede Felge (11) ein Formnest (13) aufweist und jedes Formnest
(13) zur Aufnahme von wenigstens zwei verschiedenen Felgengrößen ausgebildet ist und
die Felge (11) liegend in dem Formnest (13) anordenbar ist, sodass die auf einem Felgenhorn
(17) aufliegende Felge (11) verrutschsicher im Formnest (13) aufgenommen ist, wobei
das Formnest (13) eine innere napfförmige Erhöhung (18) aufweist, die einen radial
umlaufenden Stützrand (19) aufweist, der in eine zumindest teilweise umlaufende Ringfläche
(16) übergeht, sodass zur Oberseite des Formkörpers (14) hin der Stützrand (19) als
Zentrierung für die auf dem Formnest (13) aufliegende Felge (11) vorgesehen ist und
die Ringfläche (16) als Auflagefläche ausgebildet ist, auf welcher die Felge (11)
mit dem Felgenhorn (17) der Felge (11) aufliegt und das Formnest (13) auf einer Unterseite
des Formkörpers (14) eine Abstützfläche (15) aufweist, die durch die Unterseite der
Ringfläche (16) gebildet ist,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Ringfläche (16) sichelförmig ausgebildet ist und im Bereich einer Engstelle (22)
der sichelförmigen Ringfläche (16) zumindest zwei gegenüber dem Stützrand (19) der
napfförmigen Erhöhung (18) hervorstehende Ausrichtelemente (23) vorgesehen sind und
an einer gegenüberliegenden Seite der Ringfläche (16) im Bereich der Engstelle (22)
wenigstens ein Wandabschnitt (26) von zumindest einem angeordneten Vorsprung (27)
vorgesehen ist, der zur Oberseite des Formkörpers (14) ausgerichtet ist.
2. Werkstückträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Wandabschnitt (26) des zumindest einen Vorsprungs (27) zwischen
den zumindest zwei Ausrichtelementen (23), insbesondere mittig zwischen den zumindest
zwei Ausrichtelementen (23), angeordnet ist.
3. Werkstückträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass den wenigstens zwei Ausrichtelementen (23) gegenüberliegend ein Vorsprung (27) mit
zumindest zwei Wandabschnitten (26) zugeordnet ist.
4. Werkstückträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedem der wenigstens zwei Ausrichtelemente (23) jeweils zumindest ein positiver Vorsprung
(27) mit einem zur Ringfläche (16) ausgerichteten Wandabschnitt (26) zugeordnet ist,
sodass durch die wenigstens zwei Ausrichtelemente (23) und die den wenigstens zwei
Ausrichtelementen (23) zugeordneten Wandabschnitten (26) der positiven Vorsprünge
(27) wenigstens zwei Klemmbereiche für die auf der Ringfläche (16) aufliegenden Felge
(11) gebildet sind.
5. Werkstückträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens zwei zur Ringfläche (16) ausgerichteten Ausrichtelemente (23) gegenüber
dem radial umlaufenden Stützrand (19) der napfförmigen Erhöhung (18) radial hervorstehen.
6. Werkstückträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens zwei Ausrichtelemente (23) in radialer Richtung an dem radial umlaufenden
Stützrand (19) der napfförmigen Erhöhung (18) hervorstehend angeformt sind, insbesondere
die wenigstens zwei Ausrichtelemente (23) jeweils durch eine abschnittsweise radiale
Aufweitung des radial umlaufenden Stützrandes (19) der napfförmigen Erhöhung (18)
ausgebildet sind.
7. Werkstückträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wandabschnitt (26) des zumindest einen positiven Vorsprungs (27) einem Außendurchmesser
der Ringfläche (16) zugeordnet ist und die wenigstens zwei Ausrichtelemente (23) jeweils
zumindest eine zur Ringfläche (16) weisende Anlagefläche (24) aufweisen, die einem
Innendurchmesser der Ringfläche (16) zugeordnet ist.
8. Werkstückträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an den wenigstens zwei Ausrichtelementen (23) jeweils eine Führungsschräge (28) vorgesehen
ist, entlang welcher die Felge (11) beim Einlegen in das Formnest (13) mit dem Felgenhorn
(17) in eine Zentrierposition gleitet.
9. Werkstückträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens zwei Ausrichtelemente (23) in radialer Richtung federelastisch zur
sichelförmigen Ringfläche (16) ausgebildet sind.
10. Werkstückträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bereich der Engstelle (22) der sichelförmigen Ringfläche (16) von jedem Formnest
(13) jeweils einem Eckbereich des Formkörpers (14) zugeordnet ist.
11. Werkstückträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Unterseite des Formkörpers (14), insbesondere zwischen zwei benachbarten
positiven Vorsprüngen (27) im Bereich der Engstelle (22), eine gegenüber der Oberseite
des Formkörpers (14) ausgebildete Vertiefung (29) vorgesehen ist, sodass zur Unterseite
hin die Vertiefung (29) als Zentrierung und die Unterseite der Ringfläche (16) als
Abstützfläche (15) bei dem Aufliegen des Formkörpers (14) auf einer Lage von Felgen
(11) ausgebildet ist.
12. Werkstückträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die napfförmige Erhöhung (18) einen geschlossenen Boden aufweist.
13. Werkstückträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die napfförmige Erhöhung (18), der zumindest eine Vorsprung (27) und die zumindest
zwei Ausrichtelemente (23) einteilig aus dem Formkörper (14) angeformt sind.
14. Werkstückträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens zwei Ausrichtelemente (23) als separate Einzelteile an der napfförmigen
Erhöhung (18) angeordnet sind, insbesondere durch eine Steck- oder Rastverbindung
oder eine Klebe- oder Schweißverbindung an der napfförmigen Erhöhung (18) angebracht
sind.
15. Werkstückträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkstückträger (10) als Bodenlage, Decklage und Zwischenlage für eine Transportverpackung
einsetzbar ist.