[0001] Die Erfindung betrifft ein Datenaufnahmemodul und ein Verfahren zur Erfassung von
Betriebsdaten eines Flurförderzeugs während einer Betriebsdauer des Flurförderzeugs.
Die Erfindung betrifft außerdem ein Flurförderzeug mit einem derartigen Datenaufnahmemodul.
Ferner betrifft die vorliegende Erfindung ein Datenverarbeitungssystem zur Auswertung
von Betriebsdaten von mindestens einem Flurförderzeug.
[0002] Flurförderzeuge, wie zum Beispiel Gabelstapler oder Schubmaststapler, sind mit ihrem
Lastaufnahmemittel, dazu ausgelegt, Transportgüter in Form einer Last zu stapeln und
einzulagern. Insbesondere in einem Warenlager, aber auch an anderen Einsatzorten,
an denen eine Vielzahl von Flurförderzeugen einer Flurförderzeug-Flotte zur Umschlagung
von Waren erforderlich sind, ist die Auslastung der dort eingesetzten Flurförderzeuge
ein wichtiges Entscheidungskritierium, um die Kosten für eine Anschaffung und den
Betrieb derartiger Flurförderzeuge über einen definierten Betriebszeitraum dieser
Flurförderzeuge realistisch einschätzen zu können. Insbesondere bei Unternehmen, welche
über eine Flotte von derartigen Flurförderzeugen verfügen, sind die Anzahl der Flurförderzeuge,
die eine Flottengröße definieren, die Betriebskosten und die Rentabilität der eingesetzten
Flurförderzeuge wichtige Entscheidungskriterien für die Flotten- und Flottengrößenoptimierung
bei einem Neukauf derartiger Flurförderzeuge.
[0003] Bislang wird bei einer Flotten- und Flottengrößenoptimierung eine zeitliche Auslastung
der eingesetzten Flurförderzeuge lediglich über einen einzigen Parameter ermittelt
- nämlich über den sogenannten Betriebsstundenzähler der jeweiligen Flurförderzeuge.
Dabei wird die Auslastung eines Flurförderzeugs über die Summe von dessen Betriebsstunden
lediglich summarisch ermittelt wird. Um jedoch Einsparungspotentiale bei einer Optimierung
von einer Flotte von Flurförderzeugen aufzudecken, genügt es in der Regel nicht, nur
die Auslastung über die abgeleisteten Betriebsstunden eines jeweiligen Flurförderzeugs
zu kennen und zu errechnen. Deshalb werden in der Praxis überlicherweise zusätzliche
- und in der Regel als zu groß bemessene - Korrekturfaktoren verwendet, mit denen
man ein etwas realistischeres Bild einer tatsächlichen Auslastung der eingesetzten
Flurförderzeuge erhält. Doch auch diese Korrekturfaktoren sind in der Regel zu ungenau,
um Einsparungspotentiale aufdecken zu können, da erforderliche Detaildaten, wie zum
Beispiel eine Vielzahl von relevanten Betriebsdaten der jeweils eingesetzten Flurförderzeuge,
entweder nicht vorhanden sind bzw. zur Verfügung stehen oder aufgrund des enormen
Aufwands, diese von jedem in der Flotte vorhandenen Flurförderzeug einzuholen, nicht
zur Verfügung stehen. Bislang wird die Optimierung einer Flotte von Flurförderzeugen,
also das Einholen von Daten zur Betriebsdauer, zu den Einsätzen und zur Auslastung
von Flurförderzeugen und die Auswertung dieser Daten manuell und kundenindividuell
durchgeführt, was zu großen Aufwänden hinsichtlich Zeit und Planungskosten bei einer
Flottenoptimierung oder Flottengrößenoptimierung von Flurförderzeugen führt, da dafür
gesondert geschulte Mitarbeiter eingesetzt werden müssen.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Datenaufnahmemodul
und ein Verfahren zur Erfassung von Betriebsdaten eines Flurförderzeugs während dessen
Betriebsdauer bereitzustellen, um damit auf einfache und schnelle Weise ein realistischeres
Bild einer Auslastung des Flurförderzeugs während seiner Betriebsdauer zu erhalten.
Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht außerdem darin, ein Datenverarbeitungssystem
bereitzustellen, mit dem sich die erfassten Betriebsdaten des Flurförderzeugs automatisiert
analysieren lassen, um effektiv und schnell Vorschläge für eine Optimierung einer
bestehenden Flotte von Flurförderzeugen für eine Flottenoptimierung oder Flottengrößenoptimierung
zu erhalten.
[0005] Gemäß einem ersten Aspekt betrifft die Erfindung ein Datenaufnahmemodul zur Erfassung
von Betriebsdaten eines Flurförderzeugs während einer Betriebsdauer des Flurförderzeugs
gelöst, wobei das Datenaufnahmemodul an dem Flurförderzeug anbringbar ist, umfassend
eine Datenerfassungsvorrichtung zur Aufnahme von fahrzeugspezifischen Betriebsdaten
des Flurförderzeugs, welche über die Betriebsdauer des Flurförderzeugs zeitlich auflösbar
sind, ein Eingabeterminal mit einem Bedienelement und einer Anzeigevorrichtung, wobei
das Eingabeterminal über eine erste Kommunikationsschnittstelle mit der Datenerfassungsvorrichtung
verbindbar ist, und eine Speichervorrichtung, welche ausgebildet ist, die fahrzeugspezifischen
Betriebsdaten abzuspeichern.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt der erfindungsgemäße Gedanke zugrunde, dass über
das erfindungsgemäße Datenaufnahmemodul, welches an dem jeweiligen und zu beobachtenden
Flurförderzeug installierbar ist, die Betriebsdaten eines Flurförderzeugs während
seiner Betriebsdauer erfasst werden, wobei diese sogenannten fahrzeugspezifischen
Betriebsdaten des Flurförderzeugs über dessen Betriebsdauer zeitlich auflösbar sind.
Darunter ist zu verstehen, dass die erfassten Betriebsdaten in Echtzeit über einen
zu definierten Zeitraum (Betriebsdauer) hinweg, in dem das Flurförderzeug betrieben
wird, erfasst und aufgenommen werden. Mit den erfassten Betriebsdaten, die in dem
Datenaufnahmemodul abgespeichert werden und anschließend in ein Datenverarbeitungssystem
einlesbar sind, können mit dem entsprechenden Datenverarbeitungsprogramm, welches
auf dem Datenverarbeitungssystem installiert ist, automatisiert entsprechende Analysen
durchgeführt werden, um die Auslastung und Nutzung des jeweiligen Flurförderzeugs
zu optimieren. Die Optimierung der Auslastung eines oder mehrerer Flurförderzeuge
wird damit also auf Basis von automatisiert erfassten und verifizierbaren Parametern
bzw. Betriebsdaten der jeweiligen Flurförderzeuge ermittelt.
[0007] Durch das erfindungsgemäße Datenaufnahmemodul wird der Vorteil erzielt, dass die
Betriebsdaten eines Flurförderzeugs während des Betriebsdauer automatisch von dem
Datenaufnahmemodul, das an dem betreffenden Flurförderzeug installiert ist, zeitlich
aufgelöst erfasst werden. Auch werden durch eine automatisierte Erfassung der zeitlich
aufgelösten Betriebsdaten des jeweiligen Flurförderzeugs die Qualität der Datenaufnahme
und damit auch die spätere Aussagekraft einer Analyse für ein optimiertes Auslastungsprofil
des jeweiligen Flurförderzeugs oder einer Flottenoptimierung bzw. Flottengrößenoptimierung
erheblich verbessert. Weiterhin kann der zeitliche und der finanzielle Aufwand für
einzusetzende Mitarbeiter für eine Datenerfassung und deren Datenanalyse- sowie Datenauswertung
zur Erstellung der entsprechenden Ergebnisse erheblich reduziert werden.
[0008] Die erfassten Betriebsdaten können zur automatisierten Auswertung und der Erzeugung
von Vorschlägen für eine Optimierung der Auslastung einem Datenverarbeitungssystem
zugeführt werden, dessen Datenverarbeitungsprogramm die Analyse und die Auswertung
vornimmt. Da auch dies überwiegend automatisiert erfolgt, können die entsprechenden
Vorschläge zur Optimierung schnell erzeugt werden, ohne dass Mitarbeiter dafür eingesetzt
werden müssten. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn es darum geht, bei einer
Vielzahl von (verschiedenen) Flurförderzeugen, wie etwa in einer Flotte, entsprechende
Auslastungsprofile für die Vielzahl der einzelnen Flurförderzeuge über die Zeit aufgelöst
schnell zu erstellen und auszuwerten, also auf schnelle Weise qualitativ hochwertige
und aussagekräftige Vorschläge für deren optimierte Auslastung oder für Einsparungspotentiale
bezüglich der verwendeten Flurförderzeuge zu generieren.
[0009] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst das Datenaufnahmemodul
eine Batterievorrichtung zur Bereitstellung von Energie für den Betrieb des Datenaufnahmemoduls.
Dadurch wird der Vorteil erzielt, dass das Datenaufnahmemodul unabhängig von einer
externen Energiequelle betreibbar ist, Diese externe Energiequelle kann zum Beispiel
eine Batterie des Flurförderzeugs sein, mit der das Datenaufnahmemodul verbunden ist.
Auf diese Weise wird die Batterie des Flurförderzeugs geschont und deren Energiereserven
können von anderen elektrischen Verbrauchern des Flurförderzeugs verwendet werden.
[0010] Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung umfasst die Datenerfassungsvorrichtung
mindestens eine Sensorvorrichtung, um einen Bewegungszustand des Flurförderzeugs zu
detektieren. Dadurch wird der Vorteil erzielt, dass der Bewegungszustand des Flurförderzeugs
über die Betriebsdauer des Flurförderzeugs aufgelöst genau detektiert wird. Damit
kann dessen Auslastung über die Betriebsdauer mit einer großen Genauigkeit aufgezeichnet
werden.
[0011] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst die Sensorvorrichtung
mindestens einen Beschleunigungssensor und / oder einen Geschwindigkeitssensor und
/ oder einen Drucksensor und / oder einen Hubhöhensensor. Dadurch wird der Vorteil
erreicht, dass der Bewegungszustand des Flurförderzeugs und damit auch dessen Auslastung
über verschiedene bewertbare und verifizierbare Parameter möglichst realistisch über
die Zeit aufgelöst abgebildet und aufgezeichnet wird.
[0012] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind Daten zwischen dem Eingabeterminal
und der Datenerfassungsvorrichtung über die erste Kommunikationsschnittstelle drahtlos
austauschbar. Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass der Datenaustausch ohne physikalisches
Medium, wie ein Kabel, welches sonst erst mühsam angeschafft und entsprechend angebunden
werden muss schnell und ohne Zeitverlust erfolgt.
[0013] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist die Speichervorrichtung
ein entnehmbares Speichermedium auf. Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass die auf
dem Speichermedium gespeicherten Betriebsdaten einfach und schnell transportiert werden
können, um diese zum Beispiel einem Datenverarbeitungssystem zur weiteren Verarbeitung
der auf diesem Speichermedium abgespeicherten Daten zuzuführen.
[0014] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst das Datenaufnahmemodul
ein Aufnahmemittel, welches mit dem entnehmbaren Speichermedium bestückbar ist. Dadurch
wird der Vorteil erreicht, dass das Speichermedium einfach in das Datenaufnahmemodul
eingeführt werden kann und es dort sicher vor einem Herausfallen gesichert ist, selbst
wenn sich das Datenaufnahmemodul bewegt, sei es, weil das Datenaufnahmemodul im Flurförderzeug
installiert ist, und sich dieses bewegt, oder weil das Datenaufnahmemodul von diesem
entfernt wird und anderweitig transportiert wird.
[0015] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist die Datenerfassungsvorrichtung
über das Eingabeterminal steuerbar, an dem mindestens zwei Betriebsmodi auswählbar
sind. Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass die Erfassung der Betriebsdaten eines
Flurförderzeugs und damit auch das Datenaufnahmemodul an einen jeweiligen Einsatzzweck
individuell anpassbar und konfigurierbar ist, was die Flexibilität des Einsatzes des
Datenaufnahmemoduls erhöht.
[0016] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung startet ein erster Betriebsmodus
eine Aufnahme der fahrzeugspezifischen Betriebsdaten des Flurförderzeugs durch die
Datenerfassungsvorrichtung und hält ein zweiter Betriebsmodus die Aufnahme der fahrzeugspezifischen
Betriebsdaten des Flurförderzeugs an. Ein dritter Betriebsmodus startet eine Kalibriermessung
der Datenerfassungsvorrichtung und ein vierter Betriebsmodus hält die Kalibriermessung
der Datenerfassungsvorrichtung an. Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass durch die
Auswahl verschiedener Betriebsmodi der Datenerfassungsvorrichtung dessen Aktivität
entsprechend steuerbar und konfigurierbar ist, um die zu erfassenden Betriebsdaten
des Flurförderzeugs möglichst genau, also realitätsgetreu, abbilden zu können.
[0017] Gemäß einem zweiten Aspekt betrifft die Erfindung ein Flurförderzeug umfassend ein
erfindungsgemäßes Datenaufnahmemodul. Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass die
Betriebsdaten des Flurförderzeugs über die Zeit aufgelöst genau aufgezeichnet werden,
wenn das erfindungsgemäße Datenaufnahmemodul an dem Flurförderzeug installiert ist
und seinen Betrieb aufnimmt, sobald sich das Flurförderzeug oder dessen betreffenden
Komponenten, deren Betriebsdaten erfasst werden sollen, aktiviert werden.
[0018] Gemäß einem dritten Aspekt betrifft die Erfindung ein Datenverarbeitungssystem zur
Auswertung von Betriebsdaten von mindestens einem Flurförderzeug, welche von mindestens
einem Datenaufnahmemodul erzeugbar sind. Dadurch wird der Vorteil erzielt, dass die
von dem Datenaufnahmemodul erfassten Betriebsdaten automatisiert und damit im Vergleich
zu einer manuellen Tätigkeit, schnell verarbeitet und analysiert werden können, um
zum Beispiel Vorschläge für mögliche Einsparungspotentiale und / oder optimierte Auslastungen
bzw. Auslastungsprofile für das Flurförderzeug kosteneffizient und in kurzer Zeit
zu generieren.
[0019] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst das Datenverarbeitungssystem
eine Systemdatenverarbeitungsvorrichtung, welche über eine zweite Kommunikationsschnittstelle
mit mindestens einem Datenaufnahmemodul, insbesondere mit einer Speichervorrichtung
des Datenaufnahmemoduls, verbindbar ist, um Betriebsdaten des mindestens einen Flurförderzeugs
auszulesen. Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass die von dem Datenaufnahmemodul
erfassten und in der Speichervorrichtung des Datenaufnahmemoduls abgespeicherten Betriebsdaten
schnell von dem Datenaufnahmemodul zur weiteren Verarbeitung durch das Datenverarbeitungssystem
in das Datenverarbeitungssystem übertragen und eingelesen werden. Selbst bei einer
Vielzahl von einzelnen Datenaufnahmemodulen, welche die erfassten Betriebsdaten von
verschiedenen Flurförderzeugen beinhalten, kann die Datenübertragung und die Datensammlung
an einen zentralen Ort, der eben das Datenverarbeitungssystem darstellen kann, schnell
und effizient erfolgen, so dass die einzelnen Datenaufnahmemodule wieder schnell einsatzbereit
sind und an die jeweiligen Flurförderzeuge zur erneuten Erfassung von fahrzeugspezifischen
Betriebsdaten installiert werden können.
[0020] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst das Datenverarbeitungssystem
eine dritte Kommunikationsschnittstelle, über welche Einsatzdaten des mindestens einen
Flurförderzeugs mit der Systemdatenverarbeitungsvorrichtung austauschbar sind, wobei
die Einsatzdaten insbesondere Positionsdaten und / oder Daten zu einem Einsatzgebiet
des mindestens einen Flurförderzeugs während einer Betriebsdauer des mindestens einen
Flurförderzeugs und / oder Daten zu einem Einsatzzweck des mindestens einen Flurförderzeugs
umfassen. Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass zusätzliche Daten, die messtechnisch
nicht unmittelbar von dem Datenaufnahmemodul erfassbar sind oder erfasst werden bzw.
(noch nicht) erfasst wurden, manuell über ein separates Terminal in das Datenverarbeitungssystem
eingebbar sind. Dadurch kann die Genauigkeit der Analyse bzw. der Ergebnisse und deren
Aussagefähigkeit zusätzlich erhöht werden, um kundenspezifische Optimierungs- und
Einsparungspotentiale bei der Auslastung eines Flurförderzeugs aufzudecken.
[0021] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst das Datenverarbeitungssystem
Software zur Analyse und Auswertung der Betriebsdaten des mindestens einen Flurförderzeugs.
Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass die erfassten Betriebsdaten und / oder die
zusätzlichen Daten automatisiert und schnell analysiert und ausgewertet werden, ohne
dass manuelle Auswertungen durch einen Mitarbeiter erforderlich wären. Je nach Software
können dann unterschiedliche Aspekte bei der Analyse und Auswertung der erfassten
und / oder zusätzlichen Daten beleuchtet werden, was die Vielfältigkeit und Aussagefähigkeit
der generierten Ergebnisse für mögliche Einsparungspotentiale erhöht.
[0022] Gemäß einem vierten Aspekt betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Erfassung und
Auswertung von Betriebsdaten von mindestens einem Flurförderzeug umfassend die Schritte:
Installation eines Datenaufnahmemoduls an dem Flurförderzeug, Kalibrierung des Datenaufnahmemoduls;
Erfassen und Abspeichern von Betriebsdaten während einer Betriebsdauer des Flurförderzeugs,
Übermittlung der Betriebsdaten an ein Datenverarbeitungssystem, automatisierte Auswertung
der Betriebsdaten des mindestens einen Flurförderzeugs durch das Datenverarbeitungssystem.
Dadurch wird der Vorteil erzielt, dass eine verbesserte Optimierung einer Auslastung
und das Aufzeigen von detaillierten Optimierungsmöglichkeiten eines oder mehrerer
Flurförderzeuge über einen ganzheitlichen Prozess ermöglicht wird. Dieser Prozess
kann dann zum Beispiel für das schnelle und kostengünstige Optimieren der Auslastung
und / oder der Größe einer Flotte aus mehreren Flurförderzeugen verwendet werden.
[0023] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand des in den schematischen
Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Hierbei zeigen
- Fig. 1a
- eine schematische Abbildung eines erfindungsgemäßen Datenaufnahmemoduls gemäß einer
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 1b
- eine schematische Abbildung eines Flurförderzeugs mit einem erfindungsgemäßen Datenaufnahmemodul
nach Fig. 1a;
- Fig. 2
- eine schematische Abbildung eines Datenverarbeitungssystems mit einer Anzahl von erfindungsgemäßen
Datenaufnahmemodulen mit Speichervorrichtungen der Fig. 1a gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung; und
- Fig. 3
- ein Diagramm eines Verfahrens zur Erfassung und Auswertung von Betriebsdaten von mindestens
einem Flurförderzeug.
[0024] Fig. 1a zeigt eine schematische Abbildung eines erfindungsgemäßen Datenaufnahmemoduls
1 zur Erfassung von Betriebsdaten eines Flurförderzeugs 2 während einer Betriebsdauer
des Flurförderzeugs 2. Das Datenaufnahmemodul 1 umfasst gemäß der Fig. 1a eine Datenerfassungsvorrichtung
3 zur Aufnahme von fahrzeugspezifischen Betriebsdaten des Flurförderzeugs 2, welche
über die Betriebsdauer des Flurförderzeugs 2 zeitlich auflösbar sind. Das Datenaufnahmemodul
1 umfasst weiterhin ein Eingabeterminal 10 mit einem Bedienelement 10a und einer Anzeigevorrichtung
10b, wobei das Eingabeterminal 10 über eine erste Kommunikationsschnittstelle 4 mit
der Datenerfassungsvorrichtung 3 verbindbar ist. Das Datenaufnahmemodul 1 umfasst
weiterhin eine Speichervorrichtung 7, welche ausgebildet ist, die fahrzeugspezifischen
Betriebsdaten abzuspeichern. Das erfindungsgemäße Datenaufnahmemodul 1 ist dabei an
ein in der Fig. 1a nicht dargestelltes Flurförderzeug 2 installierbar.
[0025] Das Datenaufnahmemodul 1 kann eine Batterievorrichtung 8 zur Bereitstellung von Energie
für den Betrieb des Datenaufnahmemoduls 1 aufweisen. Dadurch lässt sich das Datenaufnahmemodul
unabhängig von einer externen Energiequelle betreiben. Diese externe Energiequelle
kann zum Beispiel eine Batterie (nicht in der Fig. 1 dargestellt) des Flurförderzeugs
2 sein, mit der das Datenaufnahmemodul verbunden ist. Auf diese Weise wird die Batterie
des Flurförderzeugs 2 geschont und deren Energiereserven können von anderen elektrischen
Verbrauchern des Flurförderzeugs 2, wie etwa Antriebsvorrichtungen oder Bedieneinrichtungen,
verwendet werden. Die Bedieneinheit 10a kann dabei als eine Tastatur ausgebildet sein,
um das Datenaufnahmemodul 1 zu steuern und / oder um Daten in das Datenaufnahmemodul
1 einzugeben.
[0026] Die Anzeigevorrichtung 10b kann ein Display oder signalgebende Leuchtvorrichtungen,
beispielsweise in Form von LEDs, umfassen, um Daten und / oder einen Status des Datenaufnahmemoduls
1 anzuzeigen und zu kontrollieren.
[0027] Die Batterievorrichtung 8 kann einen Akku oder einen sonstigen Energiespeicher umfassen.
Das Datenaufnahmemodul 1 kann aber auch bzw. zusätzlich direkt an die Strom- und /
oder Energieversorgung, zum Beispiel über einen sogenannten V-Umsetzer, des zu untersuchenden
Flurförderzeugs angeschlossen werden, so dass der Akku zum Beispiel nur im Notfall
genutzt werden muss, um eine Datensicherung der erfassten Betriebsdaten sicherzustellen.
[0028] Die Datenerfassungsvorrichtung 3 kann mindestens eine Sensorvorrichtung 9 umfassen,
um einen Bewegungszustand des Flurförderzeugs 2 zu detektieren. Die Sensorvorrichtung
9 kann mindestens einen Beschleunigungssensor 9a und / oder einen Geschwindigkeitssensor
9b und / oder einen Drucksensor 9c und / oder einen Hubhöhensensor 9d umfassen, wie
in der Fig. 1a dargestellt. Beispielhafte Ausführungsformen dieser Sensoren können
dabei wie folgt ausgebildet sein:
Der Beschleunigungssensor 9a kann zum Beispiel als ein 3- oder 6-Achsen-Sensor ausgebildet
sein, um die Kinematik des Flurförderzeugs 2 zu messen. Im einfachsten Fall kann über
die von diesem Sensor ermittelten Messwerte festgestellt werden, ob das Flurförderzeug
2 zu einer bestimmten Zeit benutzt wird. Durch die Verwendung von einem Beschleunigungssensor
erspart man sich den technischen Aufwand, derartige Messsignale über Fremdgeräte explizit
über ein Schalterschloss oder einen Sitzschalter messen und auswerten zu müssen.
[0029] Der Drucksensor 9c kann zum Beispiel über ein T-Stück und gegebenenfalls über einen
entsprechenden Adapter in die Hydrauliksysteme des Flurförderzeugs 2 integriert werden.
[0030] Der Hubhöhensensor 9d kann zum Beispiel ein entsprechender Sensor mit einem Reflektor
sein, der zur Messung der Hubhöhe des Flurförderzeugs 2 auf einfache Weise über eine
Schellenmontage an dem Flurförderzeug 2 anbringbar ist. Durch einen aufgeweiteten
Lichtstrahl kann der Reflektor mit einfachen Methoden entsprechend positioniert werden.
[0031] Der Einsatz von Sensoren in der Datenerfassungsvorrichtung 3 ist dabei nicht auf
die hier beispielhaft aufgeführten Sensortypen beschränkt. Diese und weitere Sensoren
können auf eine Analyse von verschiedenen Drücken und elektrischen und / oder mechanischen
Leistungen verschiedener technischer Komponenten des Flurförderzeugs 1 und / oder
die Optimierung des Flurförderzeugs 1 betreffenden oder unterstützenden Daten des
Flurförderzeugs 1 ausgeweitet werden, wenn dadurch eine noch realitätsnähere Auslastung
des Flurförderzeugs 1 abgebildet werden kann.
[0032] Durch die Integration von verschiedenen Sensoren in die Datenerfassungsvorrichtung
3 des Datenaufnahmemoduls 1, wie oben beispielhaft ausgeführt, stehen verschiedene
Bewegungsparameter zur Verfügung, deren Daten während des Betriebs des Flurförderzeugs
1 zeitlich aufgelöst erfasst werden. Auf diese Weise kann über die von diesen Sensoren
erfassten Messwerten ein sehr genaues Bewegungs- und / oder Auslastungsprofil des
Flurförderzeugs 2, über die Zeit aufgelöst, erzeugt werden, da eine Vielzahl von unterschiedlichen
fahrzeugspezifischen Daten erfasst werden. Diese erfassten Sensordaten lassen sich
dann für entsprechende Optimierungen bezüglich einer Auslastung und / oder von Einsätzen
des Flurförderzeugs und / oder von Einsparungspotentialen entsprechend weiterverarbeiten.
Es wird dadurch über eine definierte Zeitdauer bzw. einem definierten Zeitraum nicht
nur eine reine Fortbewegung des Flurförderzeugs 2 von einem Ausgangsort A zu einem
Zielort B ermittelbar, sondern auch die Tätigkeit dieses Flurförderzeugs 2 an diesen
beiden Orten, also zum Beispiel, ob und wieviel Last auf- und / oder abgeladen wurde.
[0033] Zwischen dem Eingabeterminal 10 und der Datenerfassungsvorrichtung 3 sind Daten über
die erste Kommunikationsschnittstelle 4 drahtlos austauschbar. Dadurch können Kabel
oder Leitungen zur Verbindung des Eingabeterminals 10 mit der Datenerfassungsvorrichtung
3 eingespart werden, was die Fehleranfälligkeit und einen Aufwand für Wartung und
damit auch die Betriebskosten für das Datenaufnahmemodul. entsprechend reduziert.
[0034] Wie die Fig. 1a zeigt, weist die Speichervorrichtung 7 beispielsweise ein entnehmbares
Speichermedium 7b auf. Diese Speichermedium 7b kann zum Beispiel ein kostengünstiges
Massenspeichermedium wie etwa eine SD-Karte sein, um darauf die erfassten Betriebsdaten
abzuspeichern. Außerdem können verschiedene Typen von Speichermedien mit unterschiedlicher
Kapazität in die Speichervorrichtung 7 eingelegt werden. Dadurch kann man die Speichervorrichtung
7 flexibel und schnell um zusätzliche Speicherkapazität erweitern, wenn die Betriebsdaten
über einen langen Zeitraum erfasst werden sollen oder frühere Erfassungszeiträume
zu Sicherungszwecken oder weiteren Verarbeitung beibehalten werden sollen.
[0035] Das Datenaufnahmemodul 1 umfasst ein Aufnahmemittel 7a, welches mit dem entnehmbaren
Speichermedium 7b bestückbar ist. Das Aufnahmemittel kann auch Platz für mehrere entnehmbare
Speichermedien 7b umfassen. Das Aufnahmemittel 7a kann zudem so ausgebildet sein,
dass insbesondere während des Betriebs des Flurförderzeugs 1 das Speichermedium 7b
nicht aus der Speichervorrichtung 7 fällt und es vor einem Herausfallen geschützt
ist. Dies kann durch einen besonderen Sicherungsmechanismus realisiert sein, den das
Aufnahmemittel 7a dazu aufweist.
[0036] Die Datenerfassungsvorrichtung 3 ist über das Eingabeterminal 10 steuerbar, wobei
an dem Eingabeterminal 10 mindestens zwei Betriebsmodi auswählbar sind. Über das Einstellen
verschiedener Betriebsmodi kann das Datenaufnahmemodul 1 entsprechend und in Abhängigkeit
des jeweiligen Einsatzzwecks flexibel konfiguriert werden.
[0037] Ein erster Betriebsmodus startet eine Aufnahme der fahrzeugspezifischen Betriebsdaten
des Flurförderzeugs 2 durch die Datenerfassungsvorrichtung 3. Ein zweiter Betriebsmodus
hält die Aufnahme der fahrzeugspezifischen Betriebsdaten des Flurförderzeugs 2 an.
Ein dritter Betriebsmodus startet eine Kalibriermessung der Datenerfassungsvorrichtung
3. Ein vierter Betriebsmodus hält die Kalibriermessung der Datenerfassungsvorrichtung
3 an. Durch die Kalibrierung kann eine dedizierte Kalibrierung durchgeführt werden,
bei der das Flurförderzeug 2 in spezielle, bekannte Zustände gebracht und gefahren
wird, wie zum Beispiel Flurförderzeug 2 mit Last oder ohne Last oder unter Volllast
oder durch Einstellung der Hubhöhe, zum Beispiel niedrigen Hubhöhe, Hubstufen-Wechsel
und Hubhöhe oben. Nach der Kalibrierung kann die Datenaufnahme der Betriebsdaten initiiert
werden.
[0038] Fig. 1b zeigt ein Flurförderzeug 2 mit einem erfindungsgemäßen Datenaufnahmemodul
1, das an diesem installiert ist. Das Datenaufnahmemodul 1 kann an beliebigen Stellen
und Positionen mit geeigneten Mitteln befestigt sein.
[0039] Fig. 2 zeigt eine schematische Abbildung eines Datenverarbeitungssystems 11, das
auch als ein Sensor-Logger-System bezeichnet werden kann, zur Auswertung von Betriebsdaten
von mindestens einem Flurförderzeug 2, welche von mindestens einem Datenaufnahmemodul
1 erzeugt wurden.
[0040] Das Datenverarbeitungssystem 11 umfasst eine Systemdatenverarbeitungsvorrichtung
12, welche über eine zweite Kommunikationsschnittstelle 13 mit mindestens einem Datenaufnahmemodul
1 oder dessen Speichervorrichtung 7 verbindbar ist, um Betriebsdaten des mindestens
einen Flurförderzeugs 2 auszulesen. In der Fig. 2 sind exemplarisch drei einzelne
Datenaufnahmemodule 1, die jeweils eine Speichervorrichtung 7 umfassen, über die zweite
Kommunikationsschnittstelle 13 mit der Systemdatenverarbeitungsvorrichtung 12 kommunikationstechnisch
verbunden. Dadurch können Daten zwischen der Systemdatenverarbeitungsvorrichtung 12
und den einzelnen Speichervorrichtungen 7 der jeweiligen Datenaufnahmemodulen 1 parallel
ausgetauscht werden. Die einzelnen Datenaufnahmemodule 1 können zudem zum Beispiel
entsprechend Software-Updates erhalten oder von der Systemdatenverarbeitungsvorrichtung
12 entsprechend für ihre nächsten Einsätze individuell parametrisiert werden. Die
einzelnen Speichermedien 7 der einzelnen Datenaufnahmemodule 1 können auf diese Weise
auch individuell ausgelesen, beschrieben oder gelöscht bzw. zurückgesetzt werden.
[0041] In einer alternativen Ausführungsform wäre es auch möglich, dass die Datenaufnahmemodule
1 und insbesondere die in den jeweiligen Datenaufnahmemodulen 1 enthaltenen Speichervorrichtungen
7, drahtlos, zum Beispiel mittels einer Ferndatenverbindung, mit dem Datenverarbeitungssystem
11 kommunizieren und mit ihnen Daten austauschen. Auf diese Weise müssen die Datenaufnahmemodule
1 sowie die in den jeweiligen Datenaufnahmemodulen 1 enthaltenen Speichervorrichtungen
7 nicht von ihren Installationsorten an den jeweiligen Flurförderzeugen 2 entfernt
werden, um parallel deren Daten auszulesen oder um die Daten, die in den jeweiligen
Speichervorrichtungen 7 der Datenaufnahmemodule 1 abgespeichert sind, an das Datenverarbeitungssystem
11 zu übermitteln. Durch die parallele Nutzung und Bearbeitung der an das Datenverarbeitungsvorrichtungssystem
11 kommunikationstechnisch angebundenen Datenaufnahmemodule 1 kann Zeit bei der Einholung
der erfassten Betriebsdaten von allen eingesetzten Datenaufnahmemodulen 1 und / oder
bei der Übertragung von Daten eingespart werden.
[0042] Das Datenverarbeitungssystem 11 umfasst eine dritte Kommunikationsschnittstelle 14,
über welche zusätzlich eingebbare Daten, insbesondere auch für jedes verwendete Flurförderzeug
individuelle Daten, ausgetauscht werden können, um die zu erfassenden Betriebsdaten
des jeweiligen Flurförderzeugs 2 zur weiteren Analyse besser zuordnen, verarbeiten
und / oder individiualisieren und parametriesieren zu können. Diese zusätzlichen Daten
können zum Beispiel Einsatzdaten des mindestens einen Flurförderzeugs 2 sein, wobei
diese Einsatzdaten insbesondere Positionsdaten und / oder Daten zu einem Einsatzgebiet
des mindestens einen Flurförderzeugs 2 während einer Betriebsdauer des mindestens
einen Flurförderzeugs 2 und / oder Daten zu einem Einsatzzweck des mindestens einen
Flurförderzeugs 2 umfassen. An die dritte Kommunikationsschnittstelle 14 kann, wie
in der Fig. 2 dargestellt, ein Terminal 15 kommunikationstechnisch über eine drahtlose
oder kabelbasierende Verbindung angeschlossen sein, um Daten von dem Terminal 15 an
das Datenverarbeitungssystem 11 zu übertragen oder abzufragen und / oder zu extrahieren.
Das Terminal 15 kann eine Tastatur und / oder ein Tablet und / oder ein Smartphone
oder ein beliebiges anderes Eingabegerät darstellen.
[0043] Das Datenverarbeitungssystem 11 kann eine Software zur Analyse und Auswertung der
Betriebsdaten des mindestens einen Flurförderzeugs 2 umfassen. Beispielhaft sei hierzu
erwähnt, dass die Analyse und die Darstellung der Analysergebnisse von einer Software
wie etwa MATLAB über den sogenannten Report-Generator durchgeführt werden kann.
[0044] Fig. 3 zeigt ein Verfahren 20 zur Erfassung und Auswertung von Betriebsdaten von
mindestens einem Flurförderzeug 2. Das Verfahren 20 umfasst einen ersten Schritt 21
der Installation eines Datenaufnahmemoduls 1 an dem Flurförderzeug 2. Das Verfahren
20 zeigt einen zweiten Schritt 22 der Kalibrierung 22 des Datenaufnahmemoduls 1. Das
Verfahren 20 umfasst einen dritten Schritt 23 des Erfassens und Abspeicherns von Betriebsdaten
während einer Betriebsdauer des Flurförderzeugs 2. Das Verfahren 20 umfasst einen
vierten Schritt 24 der Übermittlung der Betriebsdaten an ein Datenverarbeitungssystem
11. Das Verfahren 20 umfasst einen fünften Schritt 25 der automatisierten Auswertung
der Betriebsdaten des mindestens einen Flurförderzeugs 2 durch das Datenverarbeitungssystem
11. Der Schritt 25 der automatischen Auswertung kann dabei auch eine automatische
Ergebnis-Generierung und deren kundenindividuelle Darstellung bzw. Präsentation der
gefundenen Optimierungsmöglichkeiten umfassen, um Optimierungsmöglichkeiten im Einsatz
des Flurförderzeugs 2 oder einer Flotte von Flurförderzeugen detailliert aufzuzeigen.
[0045] Das erfindungsgemäße Verfahren 20 ist dabei unabhängig von einer Marke der jeweils
verwendeten Flurförderzeuge 2 durchführbar.
1. Datenaufnahmemodul (1) zur Erfassung von Betriebsdaten eines Flurförderzeugs (2) während
einer Betriebsdauer des Flurförderzeugs (2), wobei das Datenaufnahmemodul (1) an dem
Flurförderzeug (2) anbringbar ist, umfassend:
- eine Datenerfassungsvorrichtung (3) zur Aufnahme von fahrzeugspezifischen Betriebsdaten
des Flurförderzeugs (2), welche über die Betriebsdauer des Flurförderzeugs (2) zeitlich
auflösbar sind,
- ein Eingabeterminal (10) mit einem Bedienelement (10a) und einer Anzeigevorrichtung
(10b), wobei das Eingabeterminal (10) über eine erste Kommunikationsschnittstelle
(4) mit der Datenerfassungsvorrichtung (3) verbindbar ist,
- eine Speichervorrichtung (7), welche ausgebildet ist, die fahrzeugspezifischen Betriebsdaten
abzuspeichern.
2. Datenaufnahmemodul (1) nach Anspruch 1, umfassend eine Batterievorrichtung (8) zur
Bereitstellung von Energie für den Betrieb des Datenaufnahmemoduls (1).
3. Datenaufnahmemodul (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Datenerfassungsvorrichtung
(3) mindestens eine Sensorvorrichtung (9) umfasst, um einen Bewegungszustand des Flurförderzeugs
(2) zu detektieren.
4. Datenaufnahmemodul (1) nach Anspruch 3, wobei die Sensorvorrichtung (9) mindestens
einen Beschleunigungssensor (9a) und / oder einen Geschwindigkeitssensor (9b) und
/ oder einen Drucksensor (9c) und / oder einen Hubhöhensensor (9d) umfasst.
5. Datenaufnahmemodul (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei Daten zwischen
dem Eingabeterminal (10) und der Datenerfassungsvorrichtung (3) über die erste Kommunikationsschnittstelle
(4) drahtlos austauschbar sind.
6. Datenaufnahmemodul (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Speichervorrichtung
(7) ein entnehmbares Speichermedium (7b) aufweist.
7. Datenaufnahmemodul (1) nach Anspruch 6, umfassend ein Aufnahmemittel (7a), welches
mit dem entnehmbaren Speichermedium (7b) bestückbar ist.
8. Datenaufnahmemodul (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Datenerfassungsvorrichtung
(3) über das Eingabeterminal (10) steuerbar ist, an dem mindestens zwei Betriebsmodi
auswählbar sind.
9. Datenaufnahmemodul (1) nach Anspruch 8, wobei ein erster Betriebsmodus eine Aufnahme
der fahrzeugspezifischen Betriebsdaten des Flurförderzeugs (2) durch die Datenerfassungsvorrichtung
(3) startet und ein zweiter Betriebsmodus die Aufnahme der fahrzeugspezifischen Betriebsdaten
des Flurförderzeugs (2) anhält und wobei ein dritter Betriebsmodus eine Kalibriermessung
der Datenerfassungsvorrichtung (3) startet und wobei vierter Betriebsmodus die Kalibriermessung
der Datenerfassungsvorrichtung (3) anhält.
10. Flurförderzeug (2) umfassend ein Datenaufnahmemodul (1) nach einem der Ansprüche 1
bis 9.
11. Datenverarbeitungssystem (11) zur Auswertung von Betriebsdaten von mindestens einem
Flurförderzeug (2), welche von mindestens einem Datenaufnahmemodul (1) gemäß der Ansprüche
1 bis 9 erzeugbar sind.
12. Datenverarbeitungssystem (11) nach Anspruch 11, umfassend eine Systemdatenverarbeitungsvorrichtung
(12), welche über eine zweite Kommunikationsschnittstelle (13) mit mindestens einem
Datenaufnahmemodul (1), insbesondere dessen Speichervorrichtung (7), verbindbar ist,
um Betriebsdaten des mindestens einen Flurförderzeugs (2) auszulesen.
13. Datenverarbeitungssystem (11) nach Anspruch 12, umfassend eine dritte Kommunikationsschnittstelle
(14), über welche Einsatzdaten des mindestens einen Flurförderzeugs (2) mit der Systemdatenverarbeitungsvorrichtung
(12) austauschbar sind, wobei die Einsatzdaten insbesondere Positionsdaten und / oder
Daten zu einem Einsatzgebiet des mindestens einen Flurförderzeugs (2) während einer
Betriebsdauer des mindestens einen Flurförderzeugs (2) und / oder Daten zu einem Einsatzzweck
des mindestens einen Flurförderzeugs (2) umfassen.
14. Datenverarbeitungssystem (11) nach einem der Ansprüche 11 bis 13, umfassend eine Software
zur Analyse und Auswertung der Betriebsdaten des mindestens einen Flurförderzeugs
(2).
15. Verfahren (20) zur Erfassung und Auswertung von Betriebsdaten von mindestens einem
Flurförderzeug (2), umfassend die Schritte:
- Installation (21) eines Datenaufnahmemoduls (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis
9 an dem Flurförderzeug (2),
- Kalibrierung (22) des Datenaufnahmemoduls (1);
- Erfassen und Abspeichern (23) von Betriebsdaten während einer Betriebsdauer des
Flurförderzeugs (2),
- Übermittlung (24) der Betriebsdaten an ein Datenverarbeitungssystem (11) gemäß einem
der Ansprüche 11 bis 14,
- Automatisierte Auswertung (25) der Betriebsdaten des mindestens einen Flurförderzeugs
(2) durch das Datenverarbeitungssystem (11).