[0001] Gegenstand der Erfindung ist ein Fallenverschluss mit betriebssicherer Betätigung
nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Ein derartiger Fallenverschluss ist beispielsweise mit dem Gegenstand der
EP 1 119 675 B1 bekannt geworden. Dieser Fallenverschluss besteht aus einem an einem Rahmen oder
dergleichen befestigbaren ersten Verschlussgehäuse mit einem Hintergriff zur verriegelnden
Aufnahme der Falle des Fallenverschlusses, und einem an der Türe oder dergleichen
befestigbaren zweiten Verschlussgehäuse, in dem die Falle verschiebbar angeordnet
ist. Die Falle kann mittels eines Handgriffs entgegen einer auf sie wirkenden Federkraft
geöffnet werden.
[0003] Mit diesem bekannten Fallenverschluss wird das Problem gelöst, dass bei den herkömmlichen
Fallenverschlüssen ein Spalt zwischen den beiden Verschlussgehäusen besteht, in dem
mit einem geeigneten Werkzeug, wie z.B. ein Schraubenzieher eingedrungen werden kann,
mit dem es dann gelingt die Falle zurück zu schieben und somit die Türe verbotenerweise
zu öffnen. Dies ist möglich, obwohl die Falle abgeschlossen ist.
[0004] Mit der
EP 1 119 675 B1 ist somit die Möglichkeit offenbart, Türen gegen eine unbefugte Manipulation zu schützen.
[0005] Nachteilig an diesem bekannten Fallenverschluss ist, dass dieser zur Manipulationssicherheit
äußerst stabil sein muss und daher aus einem metallenen Werkstoff gefertigt ist. Dies
steigert die Produktions- und Materialkosten des Fallenverschlusses.
[0006] Zudem führt auch ein geringer Verzug des Rahmens oder dem zu schließenden Türblatt
zu einem ungenauen Schließen dieses Fallenverschlusses, da mit dem bekannten Fallenverschluss
beide Verschlussgehäuse der einzelnen Bauteile exakt aufeinandertreffen müssen, sodass
die Schließe überhaupt in Eingriff kommt. Somit ist die Verschiebeführung des Fallenverschlusses
auch verschmutzungsanfällig.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, einen Fallenverschluss
zu konstruieren, welcher kostengünstig in der Herstellung ist und ein sicheres Verschließen
beider Verschlussgehäuse auch bei verzogenen Türen oder Rahmen gewährleistet.
[0008] Die der Erfindung zugrunde liegenden Aufgaben werden durch die Merkmale der unabhängigen
Patentansprüche gelöst, während vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der
Erfindung den Unteransprüchen entnommen werden können.
[0009] Wesentliches Merkmal der vorliegenden Erfindung ist, dass die Schließe in der Schwenkachse
des Griffs federbelastet schwenkbar gelagert ist, sodass bei Betätigung des Griffes
gleichzeitig die daran verbundene Schließe betätigt wird, da der Griff an einem Anschlag
an der Schließe angreift und diese über die Schwenkachse mitnimmt.
[0010] Mit der Schwenkanordnung dieser Schließfalle im Vergleich zu einer federbelasteten
Verschiebeanordnung besteht der Vorteil einer betriebssicheren Anordnung, weil auf
verschmutzungsanfällige Verschiebeführungen verzichtete werden kann und die an die
Schließe angreifende Feder einfach ausgebildet sein kann.
[0011] Die um die Schwenkachse verlaufende Feder erlaubt bei Erreichen der maximalen Schwenkposition
des Griffes, dass die Schließe sich im Bereich des Anschlags von dem formschlüssigen
Eingriff des Griffes löst und sich weiter in Schwenkrichtung verschwenken lässt.
[0012] Von besonderem Vorteil ist dass die Schließe auf der gleichen Schwenkachse befestigt
ist, wie die Schwenkachse des Hebels und dadurch ein besonders einfacher konstruktiver
Aufbau gegeben ist.
[0013] Die vorliegende Erfindung verzichtet auf ein kostspieliges geschlossenes Metallgehäuse
und sieht auf beiden Verschlussgehäusen jeweils mindestens eine Abdeckung vor, welche
für die Montage der einzelnen Verschlussgehäuse abgenommen werden kann, damit die
darunter freiwerdenden Schraubaufnahmen benutzt werden können.
[0014] Eine solche Benutzung besteht darin, dass eine Schraube oder ein anderes Befestigungsmittel
durch die von der Abdeckung zuvor verdeckte Öffnung geführt werden kann und in eine
am Grund des Verschlussgehäuses angeordnete Schraubaufnahme eingeführt werden kann.
[0015] So ist es möglich mit einem geeigneten Werkzeug in die Öffnung einzugreifen und die
Schraube oder das Befestigungsmittel zu fixieren.
[0016] Das Werkzeug ist beispielsweise ein Schraubendreher.
[0017] So kann beispielsweise eine Schraube über die Öffnung in die Schraubenaufnahme gesteckt
und kann dann über einen Schraubendreher festgezogen werden. Da die Schraube unterhalb
des Verschlussgehäuses in Eingriff mit einem Gewinde kommt, kann durch das Festziehen
das Verschlussgehäuse auf dem Untergrund fixiert werden.
[0018] Nachdem die einzelnen Verschlussgehäuse fixiert wurden, kann die jeweilige Abdeckung
des jeweiligen Verschlussgehäuses wieder auf das Verschlussgehäuse angebracht werden
und dort sicher einrasten.
[0019] Die Entfernung einer solchen Abdeckung ist nur durch Werkzeugeinsatz möglich.
[0020] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist, dass die zueinander schwenkbar
gelagerten Verschlussgehäuse jeweils eine Schrägfläche aufweisen, welche bei Schließen
des Fallenverschlusses in Kontakt kommen. Die Schrägflächen weisen bevorzugt den gleichen
Winkel auf.
[0021] Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht auf das Vorhandensein von Schrägflächen
beschränkt. Auch eine Verwendung von geraden Flächen, gewellten oder gezackten Fälchen
ist mit dem erfindungsgemäßen Fallenverschluss möglich.
[0022] Des Weiteren besitzt in einer weiteren Ausführungsform das an einem unbeweglichen
Rahmen montierte erste Verschlussgehäuse mindestens einen vorstehenden Zentrierzapfen,
der in eine korrespondierende Aussparung der auf das erste Verschlussgehäuse beweglich
geführte zweite Verschlussgehäuse eingreifen kann.
[0023] Der Zentrierzapfen weist bevorzugt eine konische Formgebung auf, sodass eine Zentrierung
des Zentrierzapfens bei Eintritt in die Aussparung möglich ist.
[0024] Es ist jedoch auch jede andere Formgebung denkbar, die einen Eintritt in eine Aussparung
ermöglicht. So kann der Zentrierzapfen als Sechskant oder allgemein als Polygon ausgebildet
sein, oder eine zylindrische Formgebung aufweisen oder eine verdrehsichere Formgebung
aufweisen.
[0025] Auch ist die Erfindung nicht auf zwei Zentrierzapfen beschränkt, auch ein Zentrierzapfen
oder eine Mehrzahl von Zentrierzapfen ist denkbar.
[0026] Somit ist es möglich, dass die einzelnen Verschlussgehäuse auch bei einem verzogenen
Rahmen oder einem verzogenen Türblatt sicher schließen können.
[0027] Das erste Verschlussgehäuse weist einen schwenkbaren Griff mit einem darin befindlichen
Schließzylinder auf. In diesen Schließzylinder wird ein Schlüssel eingeführt ist.
Der Schlüssel betätigt den Schließzylinder an dessen Ende in radialer Richtung ein
Schließriegel angebracht ist.
[0028] Zum Schließen des Fallenverschlusses werden der Schlüssel und der Schließzylinder
gedreht, womit der Schließriegel an der Rückseite der Schließe zum Anliegen kommt.
[0029] Diese Kontaktverbindung verhindert, dass die Schließe nach hinten ausschwenken kann
und somit der Fallenverschluss geöffnet werden kann.
[0030] Durch ein erneutes Drehen des Schlüssels kann der Schließriegel außer Kontakt zur
Schließe gebracht werden, wodurch dieses wieder frei betätigbar ist und man den Fallenverschluss
öffnen kann.
[0031] Durch ein Kippen des Griffes über eine Schwenkachse wird die daran befestigte Schließe
nach hinten geschwenkt und ist somit nicht mehr im Eingriff mit dem Vorsprung. Der
federbelastete Griff liegt dabei an einem Anschlag formschlüssig an der ebenfalls
federbelasteten Schließe an.
[0032] Die Erfindung ist nicht darauf beschränkt, dass bei einem Kippen der Schließzylinder
zusammen mit dem Griff verschwenkt wird, auch ein fest montierter Schließzylinder,
der im Verschlussgehäuse verbleibt ist von der vorliegenden Erfindung umfasst. In
diesem Fall verfügt der Griff über eine entsprechende Lochförmige Ausnehmung, die
beim Schließvorgang den Schließzylinder wieder aufnimmt.
[0033] Der Erfindungsgegenstand der vorliegenden Erfindung ergibt sich nicht nur aus dem
Gegenstand der einzelnen Patentansprüche, sondern auch aus der Kombination der einzelnen
Patentansprüche untereinander.
[0034] Alle in den Unterlagen, einschließlich der Zusammenfassung offenbarten Angaben und
Merkmale, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellte räumliche Ausbildung, werden
als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber
dem Stand der Technik neu sind.
[0035] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich einem Ausführungsweg darstellenden
Zeichnungen näher erläutert. Hierbei gehen aus den Zeichnungen und ihrer Beschreibung
weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor.
[0036] Es zeigen:
Figur 1: perspektivische Ansicht Fallenverschluss
Figur 2: Seitenansicht Fallenverschluss
Figur 3: Schnittdarstellung Fallenverschluss geöffneter Zustand
Figur 4: Schnittdarstellung Fallenverschluss geschlossener Zustand
Figur 5: Untersicht Fallenverschluss geöffneter Zustand
Figur 6: Untersicht Fallenverschluss geschlossener Zustand
Figur 7: Explosionszeichnung Fallenverschluss
Figur 8: perspektivische Ansicht Fallenverschluss
Figur 9: perspektivische Ansicht Fallverschluss
Figur 10: perspektivische Ansicht Fallenverschluss
[0037] Figur 1 zeigt den erfindungsgemäßen Fallenverschluss 1, welcher aus den Verschlussgehäusen
2 und 3 besteht. Das Verschlussgehäuse 2 weist einen schwenkbaren Griff 5 in dem ein
Schlüssel 6 eingesteckt ist, sowie eine
[0038] Schließe 4 auf. Dem Verschlussgehäuse 2 gegenüber ist das Verschlussgehäuse 3 angeordnet,
welches die in dem Verschlussgehäuse 2 geführten Schließe 4 aufnehmen kann.
[0039] Zur Betätigung des Fallenverschlusses 1 wird der Griff 5 des Verschlussgehäuses 2
betätigt, wobei der Griff 5 über einen Schlüssel 6 Ver- und Entriegelt werden kann.
[0040] Der Griff 5 ist über eine Schwenkachse 16 in Pfeilrichtung 17 schwenkbar gelagert.
[0041] Wird nun der Schlüssel 6 betätigt und das Verschlussgehäuse 2 entriegelt, kann der
Griff 5 über die Schwenkachse 16 gekippt werden.
[0042] An der Unterseite des Griffes 5 ist die Schließe 4 angebracht, welche bei Betätigung
des Griffes in Pfeilrichtung 17 ebenfalls in Pfeilrichtung 17 nach hinten verschwenkt.
[0043] Das Verschlussgehäuse 2 weist im oberen Bereich des hier gezeigten Beispiels zwei
Abdeckungen 12 auf, welche mit Hilfe eines Werkzeuges entfernt werden können.
[0044] Dem Verschlussgehäuse 2 gegenüber ist das Verschlussgehäuse 3 angeordnet.
[0045] Das Verschlussgehäuse 3 weist ebenfalls eine Abdeckung 13 auf, welche ebenfalls mittels
Werkzeug entfernt werden kann.
[0046] Beim Schließen des Fallenverschlusses 1 kommt das Verschlussgehäuse 2 mit seiner
Stirnfläche 22, seiner Schrägfläche 24 und seiner Stirnfläche 23 auf der dem Verschlussgehäuse
3 gegenüberliegenden Seite in Kontakt mit entsprechend korrespondierenden Flächen
des Verschlussgehäuses 3.
[0047] Figur 2 zeigt den Fallenverschluss 1 in Seitenansicht. Der Griff 5 ist über die Drehachse
16 in Pfeilrichtung 17 drehbar gelagert.
Unterhalb des Griffes 5 befindet sich der Schließzylinder 18, welcher bei einer Kippbewegung
des Griffes 5 ebenfalls in Pfeilrichtung 17 aus dem Verschlussgehäuse 2 schwenkt.
[0048] Hierauf ist die Erfindung jedoch nicht beschränkt. In einer weiteren Ausgestaltung
kann der Schließzylinder auch im Gehäuse fest montiert sein und nur der Griff verschwenkt
sich.
[0049] In den Schließzylinder 18 wird der Schlüssel 6 eingesteckt.
[0050] Wird nun der Falienverschluss 1 verschlossen, legt sich die Stirnfläche 22 des Verschlussgehäuses
2 an die Stirnfläche 25 des Verschlussgehäuses 3.
[0051] Ebenso legt sich die Schrägfläche 24 des Verschlussgehäuses 2 auf die Schrägfläche
28 des Verschlussgehäuses 3 und ebenso kommt die Stirnfläche 23 des Verschlussgehäuses
2 in Kontakt mit der Stirnfläche 26 des Verschlussgehäuses 3.
Somit besitzen die Verschlussgehäuse (2, 3) jeweils im Winkel zur Schließrichtung
geneigte, einander zugeordnete Schrägflächen (24, 28), welche bei Schließen des Fallenverschlusses
(1) in Kontakt kommen.
[0052] Die vorliegende Erfindung ist aber nicht auf einen direkten Kontakt der einzelnen
Flächen zueinander beschränkt. Auch bei einem Abstand von 2 Millimetern schließt der
erfindungsgemäße Fallenverschluss zuverlässig.
[0053] Zur Zentrierung der beiden Verschtussgehäuse 2, 3 aufeinander weist die Schrägfläche
28 mindestens einen Zentrierzapfen 15 auf, welcher in eine korrespondierende Aussparung
31 (nicht gezeigt) des Verschlussgehäuses 2 in der Schrägfläche 24 eingreift.
[0054] Figur 3 zeigt eine Schnittdarstellung des Fallenverschlusses 1. Zu sehen ist, wie
der Schlüssel 6 in den Schließzylinder 18 eingeführt ist, wobei der Schlüssel 6 und
der Schließzylinder 18 auf der Drehachse 33 liegen.
[0055] Unterhalb des Schließzylinders ist in radialer Fortführung ein Schließriegel 10 angebracht,
weicher über eine Schraube 20 mit dem Schließzylinder 18 verbunden ist.
[0056] Wird nun der Schlüssel 6 in Pfeilrichtung 34 auf der Drehachse gedreht, wird auch
der an dem Schließzylinder 18 montierte Schließriegel 10 entsprechend in Pfeilrichtung
34 gedreht.
[0057] In Längsrichtung des Griffes 5 befindet sich die Schwenkachse 16, über welche der
Griff 5 in Pfeilrichtung 17 geschwenkt wird. Die Schwenkachse wird dabei von der Achse
36 gebildet, an welcher auch die Schließe 4 schwenkbar montiert ist.
[0058] Der Griff 5 liegt über den Anschlag 38 im Bereich der Schenkachse 16 formschlüssig
auf dem Kopf 39 der Schließe 4 auf und nimmt diese somit bei einer Schwenkbewegung
in Pfeilrichtung 17 mit.
[0059] Die Schwenkbewegung des Griffs 5 wird jedoch durch eine Nase 29 begrenzt, welche
bei Verschwenken über die Schwenkachse 16 in Pfeilrichtung 17 an einem Anschlag 30
zum Anliegen kommt, womit der Griff samt Schließe nicht mehr weiter in Pfeilrichtung
17 geschwenkt werden kann.
[0060] Die Nase 29 ist werkstoffeinstückig mit dem Griff 5 verbunden. In der vorliegenden
Erfindung wird nicht nur eine Nase, sondern auch zwei oder mehrere solcher Nasen beansprucht.
[0061] Um einen besseren Eingriff gewährleisten zu können, weist die Schließe 4 eine Feder
21 auf, welche eine Federspannung um die Schwenkachse 16 herum auf die Schließe überträgt.
Diese Federkraft wirkt einer Bewegung in Richtung des Verschlussgehäuses 3 entgegen.
[0062] Im geschlossenen Zustand des Fallenverschlusses 1 greift die Schließe 4 in eine Hintergriff
7des Verschlussgehäuses 3 ein. Greift nun die Schließe 4 in diesen Hintergriff 7ein,
legt sich die Oberseite 37 der Schließe 4 an den horizontalen Vorsprung 19 an der
Oberseite des Hintergriffes 7 an.
[0063] Bei eingeschwenktem Riegel können somit die einzelnen Verschlussgehäuse 2, 3 nicht
mehr in vertikaler Richtung voneinander getrennt werden.
[0064] Figur 4 zeigt das Verschlussgehäuse 1 in geschlossenem Zustand.
[0065] Nun greift die Schließe 4 in den Hintergriff 7 ein und kommt an dem Vorsprung 19
zum Anliegen.
[0066] Ein wiederholtes Zurückschwenken der Schließe 4 in Pfeilrichtung 17 wird durch den
eingedrehten Schließriegel 10 verhindert. Dieser wurde um die Drehachse 33 in Pfeilrichtung
34 gedreht und liegt nun an der Kontaktfläche 35 der Schließe 4 an und verhindert,
dass diese wieder in Pfeilrichtung 17 über die Drehachse 16 zurück schwenken kann.
[0067] Würde nun der Schießriegel 10 nicht mehr in Kontakt mit Kontaktfläche 35 der Schließe
4 sein, kann diese auch bei Nichtbetätigung des Griffes 5 in Pfeilrichtung 17 verschwenkt
werden.
[0068] Würde in Figur 4 der Schließriegel 10 nicht an der Rückseite (Kontaktfläche 35) der
Schließe 4 anliegen, kann man die Schließe in Pfeilrichtung 17 um die Schwenkachse
16 verschwenken und beispielsweise mit einem Schraubenzieher betätigen.
[0069] Figur 5 zeigt die Untersicht des erfindungsgemäßen Fallenverschlusses 1, welcher
im geöffneten Zustand dargestellt ist.
[0070] Der Schließriegel 10 des Verschlussgehäuses 2 befindet sich hierbei außerhalb des
Eingriffes des Verschlussgehäuses 3.
[0071] Da nun der Schließriegel 10 nicht an der Kontaktfläche 35 der Schließe 4 anliegt,
ist es möglich den Griff 5 nach oben in Pfeilrichtung 17 zu hebeln, damit Schließe
4 nun aus dem Hintergriff 7 befreit wird und die Verschlussgehäuse 2, 3 wieder gegeneinander
in vertikaler Richtung getrennt werden können.
[0072] In dem mittleren Schlitz zwischen den Verschlussgehäusen erkennt man die beiden Nasen
29 des Griffes 5.
[0073] Figur 6 zeigt den Fallenschluss 1 im geschlossenem Zustand, wobei der Schließriegel
10 in Richtung der Schließe 4 geschwenkt wurde, und so an der Kontaktfläche 35 der
Schließe 4 anliegt, sodass diese nicht in Richtung des Schließriegels verschwenkt
werden kann und somit von vom Schließriegel 10 fixiert wird.
[0074] Figur 7 zeigen die Explosionsdarstellung des erfindungsgemäßen Fallenverschlusses
1. Die Verschlussgehäuse weisen hierbei einzelne Abdeckungen12, 13 auf.
[0075] So weist das Verschlussgehäuse 2 die Abdeckungen 12 auf, welche paarweise auf der
Oberseite des Verschlussgehäuses zum Anliegen kommen.
[0076] Diese Abdeckungen sind nur über ein Werkzeug entfernbar und ermöglichen nach der
Entfernung einen Zugriff auf die darunterliegenden Öffnungen 32.
[0077] In diesen Öffnungen 32 befinden sich die Schrauben- bzw. Mutteraufnahmen, welche
benötigt werden, um die einzelnen Verschlussgehäuse 2, 3 auf einer Unterlage zu fixieren.
[0078] Ebenso weist das Verschlussgehäuse 3 die Abdeckungen 13 auf, welche wiederum eine
Öffnung 32 verbergen, in welcher sich die Schrauben- bzw. die Mutteraufnahmen befinden.
[0079] Figur 8 zeigt eine perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen Fallenverschlusses,
wobei die Schrauben- bzw. die Mutteraufnahmen als schlitzförmige Aufnahmen dargestellt
sind.
[0080] In diese schlitzförmigen Aufnahmen kommen die jeweiligen Schrauben- bzw. Mutterflächen
zum Aufliegen und können nach oben hin durch die Öffnung 32 entnommen werden.
[0081] Figur 9 zeigt wiederum eine perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen Fallenverschlusses
1, wobei das Verschlussgehäuse 3 als weiteres erfindungswesentliches Merkmal mindestens
einen Zentrierzapfen 15 aufweist, welcher in eine entsprechende Aussparung 31 des
Verschlussgehäuses 2 eingreifen kann.
[0082] Mindestens ein Zentrierzapfen 15 ist hierbei auf der Schrägfläche 24 des Verschlussgehäuses
3 angeordnet. Durch diesen Zentrierzapfen ist eine Zentrierung möglich, sodass auch
wenn die einzelnen Verschlussgehäuse 2, 3 auf leicht verzogenen Rahmen bzw. Türen
befestigt sind ein sicherer Eingriff der beiden Verschlussgehäuse 2, 3 zueinander
möglich ist.
[0083] Figur 10 zeigt eine weitere perspektivische Ansicht des Fallenverschlusses 1, wobei
die Aussparungen 31 zu erkennen sind, in die sich mindestens ein Zentrierzapfen 15
einfügt.
[0084] Die Aussparungen können je nach Anwendungsfall größer oder kleiner ausgebildet sein,
um eine entsprechende Toleranz zu liefern.
[0085] Bei der vorliegenden Erfindung ist demzufolge eine sichere Platzierung der einzelnen
Verschlussgehäuse untereinander, durch mindestens einen
[0086] Zentrierzapfen und einer gegenüberliegenden Aussparung und dass durch die unterschiedlichen,
abnehmbaren Abdeckungen auf den einzelnen Verschlussgehäusen eine leichte Montage
möglich ist.
[0087] Der Erfindungsgegenstand der vorliegenden Erfindung ergibt sich nicht nur aus dem
Gegenstand der einzelnen Patentansprüche, sondern auch aus der Kombination der einzelnen
Patentansprüche untereinander.
[0088] Alle in den Unterlagen, einschließlich der Zusammenfassung offenbarten Angaben und
Merkmale, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellte räumliche Ausbildung, werden
als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber
dem Stand der Technik neu sind.
[0089] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich einen Ausführungsweg darstellenden
Zeichnungen näher erläutert. Hierbei gehen aus den Zeichnungen und ihrer Beschreibung
weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor.
[0090] Soweit einzelne Gegenstände als "erfindungswesentlich" oder "wichtig" bezeichnet
sind, bedeutet dies nicht, dass diese Gegenstände notwendigerweise den Gegenstand
eines unabhängigen Anspruches bilden müssen. Dies wird allein durch die jeweils geltende
Fassung des unabhängigen Patentanspruches bestimmt.
Zeichnugslegende
[0091]
- 1.
- Fallenverschluss
- 2.
- Verschlussgehäuse
- 3.
- Verschlussgehäuse
- 4.
- Schließe
- 5.
- Griff
- 6.
- Schlüssel
- 7.
- Hintergriff
- 8.
- Schraubenaufnahme
- 9.
- Anschlag
- 10.
- Schließriegel
- 11.
- Schrauben/ Mutternaufnahme
- 12.
- Abdeckung (von 2)
- 13.
- Abdeckung (von 3)
- 14.
- Stirnfläche
- 15.
- Zentrierzapfen
- 16.
- Schwenkachse
- 17.
- Pfeilrichtung
- 18.
- Schließzylinder
- 19.
- Vorsprung
- 20.
- Schraube
- 21.
- Feder
- 22.
- Stirnfläche
- 23.
- Stirnfläche
- 24.
- Schrägfläche
- 25.
- Stirnfläche
- 26.
- Stirnfläche
- 27.
- ----
- 28.
- Schrägfläche
- 29.
- Nase
- 30.
- Anschlag
- 31.
- Aussparung
- 32.
- Öffnung
- 33.
- Drehachse
- 34.
- Pfeilrichtung
- 35.
- Kontaktfläche
- 36.
- Achse
- 37.
- Oberseite (von 4)
- 38.
- Anschlag
- 39.
- Kopf
1. Fallenverschluss (2) bestehend aus zwei Verschlussgehäusen (2, 3), wobei ein Verschlussgehäuse
(3) an einem Rahmen oder dgl. verschraubt ist und einen Hintergriff (7) zur verriegelnden
Aufnahme einer Schließe (4) eines zweiten Verschlussgehäuses (2) besitzt, wobei die
Schließe (4) von einem gegen die Kraft einer Feder (21) federbelastet in einer Schwenkachse
(16) verschwenkbaren Griff (5) betätigbar ist und wobei das zweite Verschlussgehäuse
(2) an einem beweglichen Bauteil verschraubt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Schließe (4) in der Schwenkachse (16) des Griffs federbelastet schwenkbar gelagert
ist.
2. Fallenverschluss (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkwinkel des Griffs (5) in der Schwenkachse (16) des Griffs (5) durch einen
Anschlag (38) begrenzt ist.
3. Fallenverschluss (2) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkwinkel des Griffs (5) in seiner Schwenkachse (16) durch eine schliessenseitige
Nase (29) in Verbindung mit einem gehäuseseitigen Anschlag (30) begrenzt ist.
4. Fallenverschluss (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlussgehäuse (2, 3) jeweils im Winkel zur Schließrichtung geneigte, einander
zugeordnete Schrägflächen (24, 28) aufweisen, welche bei Schließen des Fallenverschlusses
(1) in Kontakt kommen.
5. Fallenverschluss (2) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der einen Schrägfläche (28) des Verschlussgehäuse (2, 3) mindestens ein
vorstehender Zentrierzapfen (15) angeordnet ist, der in eine korrespondierende Aussparung
(31) in der gegenüber liegenden Schrägfläche (24, 28) des anderen Verschlussgehäuses
(2, 3) zum Eingriff bringbar ist.
6. Fallenverschluss (2) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Zentrierzapfen (15) und die Aussparung konisch geformt sind.
7. Fallenverschluss (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das im schwenkbaren Griff ein Schließzylinder (18) mit einem drehbaren Schließriegel
(10) angeordnet ist.
8. Fallenverschluss (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Schließriegel (10) in Schließstellung des Schließzylinders (18) an der Rückseite
der Schließe (4) anliegt.
9. Fallenverschluss (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass beide Verschlussgehäuse (2, 3) eine abnehmbare Abdeckung (12, 13) aufweisen, um einen
Zugriff auf darunter liegende Schraubenaufnahmen (8) zu gewährleisten.
10. Fallenverschluss (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckungen auf dem Verschlussgehäuse (2, 3) verrastet sind.