[0001] Die Erfindung betrifft eine Haushaltsgerätevorrichtung, insbesondere eine Haushaltskältegerätevorrichtung,
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und ein Verfahren zur Montage einer Haushaltgerätevorrichtung
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 14.
[0002] Aus der
WO 2012/130561 A1 ist ein Kühlschrank bekannt, dessen temperaturisolierter Gerätekorpus zusammen mit
einer Kältegerätetür zumindest einen Kühlraum definiert. Im Kühlraum ist ein Ablagefach
mit einem Lagerraum angeordnet, welches wiederum durch eine um eine horizontale Achse
schwenkbare Klappe verschließbar ist. Eine Breite der Klappe ist lediglich mit einem
sehr engen beidseitigen Spalt an die Breite des Lagerraums angepasst. Bei dicken Kältegerätetüren
kann es zu Konflikten zwischen einer Türisolation und der Klappe kommen, was in der
Folge auch zu Beschädigungen führen kann.
[0003] Bei Kühl- bzw. Gefrierschränken mit einem ausziehbaren Fach und/oder Korb, wie beispielsweise
in der
EP 0 498 485 A2 offenbart, ist eine außermittige Lagerung des Korbs bekannt, um eine Kollision des
Fachs und/oder des Korbs mit einer Kältegerätetür zu verhindern.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung besteht insbesondere darin, eine gattungsgemäße Vorrichtung
mit verbesserten Eigenschaften hinsichtlich eines Bedienkomforts bereitzustellen.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale der Patentansprüche 1 und 15 gelöst,
während vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung den Unteransprüchen
entnommen werden können.
[0005] Die Erfindung betrifft eine Haushaltsgerätevorrichtung, insbesondere eine Haushaltskältegerätevorrichtung,
mit zumindest einem Ablagefach, welches wenigstens einen Lagerraum zumindest teilweise
definiert, und mit zumindest einer Klappe, welche um eine, in einer Einbaulage zumindest
im Wesentlichen horizontale Drehachse an dem Ablagefach schwenkbar gelagert und zu
einem zumindest teilweisen Verschließen einer Öffnung des Ablagefachs vorgesehen ist.
[0006] Entlang der Drehachse betrachtet ist eine Erstreckung der Klappe kleiner als eine
Erstreckung des Lagerraums, wodurch insbesondere ein Bedienkomfort gesteigert werden
kann. Vorzugsweise beträgt ein relativer Längenunterschied zwischen einer größeren
und einer kleineren Erstreckung zumindest 1 %, vorzugsweise wenigstens 2 %, bevorzugt
mindestens 5 % und besonders bevorzugt zumindest 10 % der größeren Erstreckung. Insbesondere
kann ein Zusammenstoßen der Klappe mit einer Innenseite, insbesondere einer inneren
Isolierung einer Haushaltsgerätetür der Haushaltsgerätevorrichtung bei einer Öffnung
der Klappe um einen Öffnungswinkel zwischen 0° und 180°, vermieden werden, insbesondere
bei einer lediglich um 90° geöffneten Haushaltsgerätetür. Durch ein Verhindern des
Zusammenstoßens kann vorteilhaft eine Materialschonung und damit insbesondere eine
erhöhte Lebensdauer erreicht werden. Insbesondere kann dadurch die Haushaltsgerätetür
über ihre ganze Fläche eine höhere Wandstärke aufweisen und es kann vorteilhaft eine
bessere Isolierung, insbesondere Temperatur- und/oder Schallisolierung, erzielt werden.
[0007] Unter einer "Haushaltsgerätevorrichtung", insbesondere einer "Haushaltskältegerätevorrichtung",
soll insbesondere ein, insbesondere funktionstüchtiger, Bestandteil, insbesondere
eine Unterbaugruppe und/oder eine Konstruktions- und/oder Funktionskomponente, eines
Haushaltsgeräts, insbesondere eines Haushaltskältegeräts, verstanden werden. Unter
einem "Haushaltsgerät" soll insbesondere ein, insbesondere elektrisches, alternativ
und/oder zusätzlich gas- und/oder ölbetriebenes, Gerät verstanden werden, das dazu
vorgesehen ist, in einem Haushalt eingesetzt zu werden und/oder das dazu vorgesehen
ist, insbesondere eine Hausarbeit, vorteilhaft einen Garvorgang und/oder einen Reinigungsvorgang,
zu verrichten und/oder zu unterstützen und/oder das dazu vorgesehen ist, Lebensmittel,
insbesondere unter kontrollierten Bedingungen, aufzubewahren. Bei dem Haushaltsgerät
kann es sich insbesondere um ein Gargerät, besonders vorteilhaft um ein Kühl- und/oder
Gefriergerät, handeln.
[0008] Das Ablagefach ist insbesondere als ein, beispielsweise kastenförmiges, zumindest
teilweise abgegrenztes Behältnis zu verstehen, welches insbesondere dazu vorgesehen
ist, zumindest eine, vorteilhaft zumindest teilweise umschlossene Ablagefläche für
zumindest einen Aufbewahrungsbehälter bereitzustellen und/oder Kühlgut, wie beispielsweise
Lebensmittel, Chemikalien und/oder medizinischen Materialien, aufzunehmen. Das Ablagefach
weist insbesondere zumindest einen Boden, zumindest eine Decke und zumindest eine
Seitenwand, vorzugsweise wenigstens zwei Seitenwände und vorteilhaft mindestens drei
Seitenwände auf, wobei insbesondere der Boden und/oder die Decke und/oder zumindest
eine der Seitenwände insbesondere einstückig mit einem Haushaltsgerätekorpus der Haushaltsgerätevorrichtung
verbunden sein können.
[0009] Unter "einstückig" soll insbesondere zumindest stoffschlüssig verbunden verstanden
werden, beispielsweise durch einen Schweißprozess, einen Klebeprozess, einen Anspritzprozess
und/oder einen anderen, dem Fachmann als sinnvoll erscheinenden Prozess, und/oder
vorteilhaft in einem Stück geformt verstanden werden, wie beispielsweise durch eine
Herstellung aus einem Guss und/oder durch eine Herstellung in einem Ein- oder Mehrkomponentenspritzverfahren
und vorteilhaft aus einem einzelnen Rohling und/oder vorteilhaft einteilig verstanden
werden, wobei insbesondere die beiden genannten Objekte miteinander identisch sein
können. Der Boden und/oder die Decke des Ablagefachs können jeweils vorteilhaft als
durchgehende ebene Plattenelemente oder insbesondere als Rost ausgestaltet sein. Der
Lagerraum ist insbesondere von dem Ablagefach umschlossen und ist insbesondere als
ein inneres Volumen, insbesondere als ein inneres Teilvolumen, des Haushaltsgeräts
ausgebildet.
[0010] Weiterhin weist die Haushaltsgerätevorrichtung eine Klappe auf, welche insbesondere
zumindest teilweise und vorzugsweise vollständig aus einem transparenten Material
wie beispielsweise Kunststoff und/oder Glas, und/oder zumindest teilweise und vorzugsweise
vollständig aus einem intransparenten Material wie Kunststoff und/oder Metall, und/oder
vorzugsweise aus einer Kombination der genannten, oder anderen für den Fachmann sinnvoll
erscheinenden Materialien bestehen kann, wodurch insbesondere ein Einblick in den
Lagerraum ermöglicht werden kann. Die Klappe kann vorteilhaft eine Form aufweisen,
welche insbesondere der frontseitigen Form einer üblichen Kühlgutschale für Haushaltskältegeräte
entspricht. Vorteilhaft weist die Klappe zumindest eine Vorderwand und insbesondere
zumindest eine Seitenwand und bevorzugt zumindest eine weitere Seitenwand auf. Vorteilhaft
weist zumindest eine Seitenwand der Klappe zumindest eine Vertiefung und/oder ein
Loch auf, in die vorzugsweise ein Objekt zumindest teilweise eingreifen und vorzugsweise
verankert werden kann. Vorzugsweise weist die Klappe zumindest einen Griff, insbesondere
einen Eingriff, auf, welcher insbesondere eine Angriffsfläche für einen Bediener bereitstellt.
Der Griff kann als von einer Klappenebene abgehoberer Griff oder als in die Klappenebene
eingreifende Vertiefung ausgebildet sein. Vorteilhaft kann die Klappe eine Rastvorrichtung
aufweisen, welche die Klappe in einem geschlossenen Zustand hält. Eine Rastvorrichtung
kann insbesondere mechanisch ineinandergreifende Teile und/oder vorzugsweise zwei
sich gegenseitig anziehende magnetische Pole und/oder insbesondere eine andere dem
Fachmann vertraute Haltemethode aufweisen.
[0011] Unter einer "Einbaulage" soll insbesondere eine in einem Normalbetrieb übliche Aufstellausrichtung
des die Haushaltsgerätevorrichtung aufweisenden Haushaltsgeräts verstanden werden.
Unter einer Erstreckung eines Objekts oder eines Volumens soll vorteilhaft eine minimale
Länge einer geraden Linie verstanden werden, welche parallel zu einer Seitenfläche
eines kleinsten gedachten Quaders, welcher das Objekt oder das Volumen gerade noch
vollständig umschließt, zwischen zwei gegenüberliegenden Seitenflächen des gedachten
Quaders verläuft. Unter der Wendung "entlang der Drehachse" soll vorteilhaft ein Verlauf
und/oder eine Richtung auf oder parallel zu der Drehachse verstanden werden.
. Unter "vorgesehen" soll insbesondere speziell ausgelegt und/oder ausgestattet verstanden
werden. Darunter, dass ein Objekt zu einer bestimmten Funktion vorgesehen ist, soll
insbesondere verstanden werden, dass das Objekt diese bestimmte Funktion in zumindest
einem Anwendungs- und/oder Betriebszustand erfüllt und/oder ausführt.
[0012] Ferner wird vorgeschlagen, dass entlang der Drehachse betrachtet, ein minimaler erster
Abstand der Klappe zu einer ersten Seitenwand des Ablagefachs größer ist als ein minimaler
zweiter Abstand der Klappe zu einer zweiten Seitenwand des Ablagefachs. Insbesondere
beträgt ein relativer Längenunterschied zwischen dem größeren und dem kleineren Abstand
zumindest 1 %, vorzugsweise wenigstens 2 %, bevorzugt mindestens 5 % und besonders
bevorzugt zumindest 10 % des größeren Abstands. Unter einem "minimalen Abstand" soll
hier insbesondere eine kleinstmögliche Verbindung zweier Punkte und/oder Flächen verstanden
werden, wobei diese Punkte und/oder Flächen insbesondere auf einer Oberfläche eines
Bauteils angeordnet sind. Vorzugsweise stellt die erste Seitenwand des Ablagefachs
diejenige Seitenwand dar, welche einer Türanschlagsseite zugewandt ist, während insbesondere
die zweite Seitenwand des Ablagefachs diejenige Seitenwand darstellt, die der Türanschlagsseite
abgewandt ist. Unter einer "Türanschlagsseite" soll insbesondere eine Seite der Haushaltsgerätevorrichtung
verstanden werden, welche einer Drehachse, um die die Haushaltsgerätetür geschwenkt
werden kann, zugewandt ist.. Insbesondere kann damit eine Dezentrierung der Klappe
in Relation zu dem Ablagefach erreicht werden, wodurch vorteilhaft eine Kollision
der Klappe mit einer Innenseite der der Klappe voran gelagerten Haushaltsgerätetür
vermieden werden kann. Dadurch kann vorteilhaft eine Materialschonung der Klappe und/oder
der Haushaltsgerätetür erreicht werden. Vorteilhaft kann dadurch erreicht werden,
dass seltener Reparaturen einer beschädigten Klappe und/oder einer beschädigten Haushaltsgerätetür
nötig werden. Zudem kann insbesondere eine bessere und/oder homogenere Isolation der
Haushaltsgerätetür erreicht werden, da insbesondere keine partielle Verringerung der
Isolation im möglichen Kollisionsbereich nötig ist. Vorteilhaft können dadurch Kosten
reduziert werden, da insbesondere keine speziellen Haushaltsgerätetüren mit partiell
verringerter Isolation hergestellt werden müssen und vorteilhaft dieselben Türen wie
bei Haushaltsgeräten ohne horizontal gelagerte Klappen verwendet werden können.
[0013] Da die Haushaltsgerätevorrichtung zumindest ein mit der Klappe kooperierendes Überbrückungselement
aufweist, welches dazu vorgesehen ist, zumindest einen parallel zur Drehachse auftretenden
Abstand zwischen der Klappe und zumindest einer Wand des Ablagefachs zumindest teilweise
zu überbrücken, kann ein Zusammenstoßen der Klappe mit einer Innenseite, insbesondere
einer inneren Isolierung einer Haushaltsgerätetür der Haushaltsgerätevorrichtung bei
einer Öffnung der Klappe um einen Öffnungswinkel zwischen 0° und 180°, vermieden werden,
insbesondere bei einer lediglich um 90° geöffneten Haushaltsgerätetür. Durch ein Verhindern
des Zusammenstoßens kann vorteilhaft eine Materialschonung und damit insbesondere
eine erhöhte Lebensdauer erreicht werden. Insbesondere kann dadurch die Haushaltsgerätetür
über ihre ganze Fläche eine höhere Wandstärke aufweisen und es kann vorteilhaft eine
bessere Isolierung, insbesondere Temperatur- und/oder Schallisolierung, erzielt werden.
[0014] Wenn das Überbrückungselement als ein demontierbares Adapterelement ausgebildet ist
kann vorteilhaft eine Kostenreduzierung in der Produktion und/oder Entwicklung erreicht
werden, da insbesondere keine weiteren neuen Teile zur Klappenlagerung und/oder neuen
Werkzeuge zur Montage benötigt werden. Durch eine Überbrückung des Abstands ist das
Überbrückungselement vorteilhaft das einzige, neu zu entwickelnde und/oder insbesondere
zusätzlich zu montierende Teil. Dadurch kann vorteilhaft der Montageaufwand niedrig
gehalten werden. Zudem kann vorteilhaft eine Werkzeuginvestition, insbesondere in
Verbindung mit kleinen Stückzahlen und/oder einer Komplexität in Teilezahl und Fertigung
niedrig gehalten werden. Unter einem "Adapterelement" soll insbesondere ein Element
verstanden werden, das dazu vorgesehen ist, eine Adapterfunktion und/oder eine Abstandshalterfunktion
zu erfüllen. Insbesondere soll das Adapterelement zerstörungsfrei an zumindest einem
benachbarten Bauteil, vorzugsweise an der Klappe und/oder an einem Lagerelement montierbar
und/oder demontierbar sein.
[0015] Unter der Wendung "kooperierend" soll insbesondere zumindest wirkverbunden und/oder
vorteilhaft fest verbunden und/oder bevorzugt drehbar gelagert verstanden werden.
Unter der Wendung "überbrücken" soll insbesondere eine Verbindung zwischen der Klappe
und einem, einer Lagereinheit der Hausgerätevorrichtung zugehörigen Lagerelement über
einen, die beiden Elemente trennenden Abstand hinweg verstanden werden. Das Überbrückungselement
kann insbesondere einstückig mit der Klappe und/oder einstückig mit dem Lagerelement
ausgebildet sein. Zudem kann das Überbrückungselement vorteilhaft als ein separates
Element ausgebildet sein, welches insbesondere zumindest kraftschlüssig und/oder bevorzugt
zumindest formschlüssig mit der Klappe und/oder dem Lagerelement verbunden sein kann.
Insbesondere kann das Überbrückungselement selbst einstückig ausgebildet sein. Unter
"kraft- und/oder formschlüssig verbunden" soll dabei insbesondere eine lösbare Verbindung
verstanden werden, wobei eine Haltekraft zwischen zwei Objekten vorzugsweise durch
einen geometrischen Eingriff der Objekte ineinander und/oder eine Reibkraft zwischen
den Objekten übertragen werden. Insbesondere ist vorstellbar, dass das Überbrückungselement
mit der Klappe und/oder dem Lagerelement verschraubt, vernietet, oder durch eine weitere
dem Fachmann sinnvoll erscheinende Verbindungsmethode verbunden sein kann. Weiterhin
wäre es vorstellbar, dass der Fachmann eine vergleichbare Lösung, bei der insbesondere
mittels eines Überbrückungselements eine Verbindung zweier verschiedener Konturen
gebildet wird, vorteilhaft auch bei einer Verbindung von Auszügen anwenden könnte.
[0016] Wenn die Haushaltsgerätevorrichtung zumindest eine Lagereinheit aufweist, welche
die Klappe am Ablagefach schwenkbar lagert und zumindest ein mit dem Überbrückungselement
kooperierendes Lagerelement aufweist, kann vorteilhaft eine Schwenkbewegung direkt
von der Lagereinheit auf die Klappe und/oder das Überbrückungselement übertragen werden
und somit auf eine separate Lagerung der Klappe und/oder des Überbrückungselements
verzichtet werden, wodurch Material und Kosten eingespart werden können. Vorteilhaft
kann beispielsweise bei einer Beschädigung der Klappe vorteilhaft nur die Klappe ausgetauscht
und/oder repariert werden, während insbesondere die Lagereinheit und/oder das Überbrückungselement
weiterverwendet werden können, wodurch vorteilhaft Reparaturkosten und/oder Ersatzteilkosten
niedrig gehalten werden können.
[0017] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Lagereinheit zumindest ein mit dem Lagerelement
korrespondierendes Lagerelement aufweist, welches fest mit dem Ablagefach verbunden
ist und zu welchem das Lagerelement relativ schwenkbar um die Drehachse gelagert ist.
Durch eine feste Verbindung des korrespondierenden Lagerelements mit dem Ablagefach
kann vorteilhaft eine erhöhte Stabilität der Anordnung erreicht werden. Das korrespondierende
Lagerelement kann vorteilhaft als ein Lagerzapfen ausgebildet sein. Das Lagerelement
kann vorzugsweise das korrespondierende Lagerelement umgreifen und somit insbesondere
um das korrespondierende Lagerelement bewegbar, vorzugsweise rotierbar, sein. Eine
gedachte Verlängerung des korrespondierenden Lagerelements kann hierbei insbesondere
die Drehachse darstellen.
[0018] Vorteilhaft weist das Überbrückungselement zumindest einen Lageraufnahmebereich auf,
in welchem das Lagerelement in einem montierten Zustand zumindest teilweise angeordnet
ist. Dadurch kann vorteilhaft eine stabile Verbindung zwischen dem Überbrückungselement
und dem Lagerelement erreicht werden. Zudem kann insbesondere durch ein zumindest
teilweises Ineinandergreifen vorteilhaft eine reversible Verbindung erreicht werden,
die bei Demontage insbesondere zerstörungsfrei getrennt und gegebenenfalls erneut
hergestellt werden kann. Außerdem kann vorteilhaft ein Wackeln des Überbrückungselements
und/oder des Lagerelements unterbunden werden. Unter der Wendung "zumindest teilweise
in einem Objekt angeordnet" soll insbesondere verstanden werden, dass zumindest zwei
Objekte ineinander eingreifen. Insbesondere soll ein Eingreifen zweier Objekte ineinander
so verstanden werden, dass sich dabei die kleinsten gedachten Quader, welche die jeweiligen
Objekte gerade noch vollständig umschließen zumindest teilweise überlappen.
[0019] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist das Überbrückungselement
zumindest einen Klappenaufnahmebereich auf, in welchem die Klappe in einem montierten
Zustand zumindest teilweise angeordnet ist. Dadurch kann vorteilhaft eine stabile
Verbindung zwischen dem Überbrückungselement und der Klappe erreicht werden. Zudem
kann insbesondere durch ein zumindest teilweises Ineinandergreifen vorteilhaft eine
reversible Verbindung erreicht werden, die bei Demontage insbesondere zerstörungsfrei
getrennt und gegebenenfalls erneut hergestellt werden kann. Außerdem kann vorteilhaft
ein Wackeln des Überbrückungselements und/oder der Klappe unterbunden werden.
[0020] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass das Überbrückungselement
aus zumindest einer Richtung betrachtet eine wenigstens im Wesentlichen S-förmige
Kontur aufweist. Die Wendung "wenigstens im Wesentlichen S-förmig" soll insbesondere
so verstanden werden, dass in zumindest einer Ansicht eine Oberfläche eines Objekts
einen Verlauf annimmt, in der ein der lateinischen Schriftzeichen mächtiger Fachmann
die typischen Charakteristika eines Druckbuchstaben "S" erkennen kann. Eine S-förmige
Kontur weist vorteilhaft, insbesondere als zumindest eine Charakteristik, zumindest
eine offene Punze und zumindest eine weitere offene Punze auf, wobei der Begriff "Punze"
insbesondere als nichtdruckender Innenteil eines Buchstabens verstanden werden soll.
Die zumindest eine offene Punze und die zumindest eine weitere offene Punze können
demnach vorteilhaft jeweils eine insbesondere laschenartige Ausnehmung ausbilden,
insbesondere der Lageraufnahmebereich und der Klappenaufnahmebereich, welche dazu
vorgesehen sein kann, ein Objekt zumindest teilweise aufzunehmen. Durch eine vorteilhafte
Ausgestaltung mit zumindest einer offenen Punze und zumindest einer weiteren offenen
Punze, kann das Überbrückungselement zumindest zwei Objekte, beispielsweise die Klappe
und das Lagerelement aufnehmen, wobei insbesondere das Lagerelement in die zumindest
eine offene Punze, insbesondere den Lageraufnahmebereich, eingreift und die Klappe
vorteilhaft in die zumindest eine weitere offene Punze, insbesondere den Klappenaufnahmebereich,
eingreift. Vorteilhaft kann durch eine S-förmige Kontur eine platzsparende Ausführung
des Überbrückungselements ermöglicht werden. Zudem kann vorteilhaft eine Anpassung
einer Form und/oder Ausdehnung der zumindest einen Punze und/oder der zumindest einer
weiteren Punze, beispielsweise an zumindest eine Dimension zumindest eines mit dem
Adapterteil zu verbindenden Objekts, erreicht werden. Außerdem kann vorteilhaft eine
beliebige, insbesondere zur Überbrückung eines Abstands dienende Dicke des Überbrückungselements
eingestellt werden, wobei "Dicke" insbesondere als minimaler Abstand zwischen zwei,
im montierten Zustand außenliegenden Oberflächen des Überbrückungselements, die jeweils
dem Lagerelement oder der Klappe zugewandt sind, verstanden werden soll. Die Dicke
kann vorzugsweise durch eine Verbreiterung und/oder eine Verschmälerung zumindest
einer der drei Schenkel der S-förmigen Kontur variiert werden.
[0021] Ferner wird vorgeschlagen, dass das Überbrückungselement spiegelsymmetrisch zu zumindest
einer Symmetrieebene ausgebildet ist, wobei eine "Symmetrieebene" eines Körpers insbesondere
eine Ebene darstellt, auf deren beiden Seiten sich spiegelbildlich gleiche Teile des
Körpers befinden. Durch eine derartige Ausgestaltung kann vorteilhaft eine Verwendung
des Überbrückungselements als Rechtsteil und/oder als Linksteil ermöglicht werden,
insbesondere ohne dass Änderungen an dem Überbrückungselement vorgenommen werden müssen.
Das Überbrückungselement kann insbesondere auf Umschlag verwendet werden. Demnach
kann insbesondere bei einem Türanschlagswechsel ein einfaches, unkompliziertes und
schnelles Umbauen des Überbrückungselements und damit insbesondere eine einfache,
unkomplizierte und schnelle Positionierung der Klappe am Ablagefach ermöglicht werden.
Vorteilhaft muss ein Benutzer bei einem Türanschlagswechsel keine separaten Teile
erwerben oder beispielsweise aus einem Geräte-Beistellsatz bereithalten. Dadurch kann
vorteilhaft ein erhöhter Bedien- und Montagekomfort erreicht werden. Zudem kann vorteilhaft
bei einer Verwendung desselben Überbrückungselements unabhängig von der Seite des
Türanschlags eine einfachere Beschreibung, insbesondere in einer Bedienungs- und Montageanleitung,
ermöglicht werden. Vorteilhaft wird durch ein spiegelsymmetrisch ausgebildetes Adapterteil
keine Erhöhung der Komplexität durch zusätzliche Werkzeuge und/oder Teile, die in
der Fertigung unterschieden werden müssen, erzeugt. Insbesondere kann eine Kostenreduzierung,
insbesondere im Vergleich mit einem nicht spiegelsymmetrischen Überbrückungselement,
erzielt werden.
[0022] Das Überbrückungselement kann vorteilhaft zumindest ein Brückenrastelement aufweisen,
welches dazu vorgesehen ist, das Überbrückungselement und die Klappe zumindest formschlüssig
zu verbinden. Vorteilhaft greift das zumindest eine Brückenrastelement in ein ihm
gegenüberliegendes korrespondierendes Brückenrastelement der Klappe ein, wobei das
korrespondierende Brückenrastelement vorteilhaft als eine Vertiefung in der Klappe
ausgebildet sein kann. Insbesondere kann dadurch eine stabile Verbindung zwischen
dem Überbrückungselement und der Klappe erreicht werden. Zudem kann dadurch vorteilhaft
eine reversible Verbindung erreicht werden, die bei einer Demontage vorzugsweise zerstörungsfrei
getrennt und gegebenenfalls erneut hergestellt werden kann. Außerdem kann vorteilhaft
ein Wackeln des Überbrückungselements und/oder der Klappe unterbunden werden. Das
Brückenrastelement kann vorteilhaft als zumindest eine Noppe und/oder als zumindest
eine Rastnase ausgebildet sein. Eine Geometrie der Rastnase kann beliebig gewählt
sein, insbesondere kann die Rastnase vorteilhaft eine Erhebung mit einer zumindest
im Wesentlichen runden Form oder einer zumindest im Wesentlichen ovalen Form oder
einer zumindest im Wesentlichen rechteckigen Form ausbilden, wobei die Form der Erhebung
des Brückenrastelements vorzugsweise zumindest im Wesentlichen einer Form einer Vertiefung
des korrespondierenden Brückenrastelements entspricht. Es ist auch vorstellbar, dass
ein Brückenrastelement in der Klappe ausgebildet ist und vorteilhaft in ein korrespondierendes
Brückenrastelement des Überbrückungselements eingreift. Alternativ könnte der Fachmann
auch auf andere, insbesondere formschlüssige Verbindungsmethoden wie beispielsweise
ineinandergreifende Schienen zurückgreifen. Vorteilhaft weist das Überbrückungselement
auf zumindest einer Seite zumindest im Wesentlichen zumindest eine Kontur auf, die
zumindest einer Kontur des Lagerelements entspricht. Dadurch kann vorteilhaft eine
Verbindung des Überbrückungselements mit der Klappe auf dieselbe Weise wie bei einer
direkten Verbindung zwischen dem Lagerelement und der Klappe erreicht werden.
[0023] Das Lagerelement kann vorteilhaft zumindest ein Lagerrastelement aufweisen, welches
dazu vorgesehen ist, das Lagerelement und das Überbrückungselement zumindest formschlüssig
zu verbinden. Vorteilhaft greift das zumindest eine Lagerrastelement in ein ihm gegenüberliegendes
korrespondierendes Lagerrastelement des Überbrückungselements ein, wobei das korrespondierende
Lagerrastelement vorteilhaft als eine Vertiefung des Überbrückungselements ausgebildet
sein kann. Insbesondere kann dadurch eine stabile Verbindung zwischen dem Überbrückungselement
und dem Lagerelement erreicht werden. Zudem kann insbesondere dadurch eine reversible
Verbindung erreicht werden, die bei Demontage insbesondere zerstörungsfrei getrennt
und gegebenenfalls erneut hergestellt werden kann. Außerdem kann vorteilhaft ein Wackeln
des Überbrückungselements und/oder des Lagerelements unterbunden werden. Ein Lagerrastelement
kann vorteilhaft als zumindest eine Noppe und/oder als zumindest eine Rastnase ausgebildet
sein. Eine Geometrie der Rastnase kann beliebig gewählt sein, insbesondere kann die
Rastnase vorteilhaft eine Erhebung mit einer zumindest im Wesentlichen runden Form
oder einer zumindest im Wesentlichen ovalen Form oder einer zumindest im Wesentlichen
rechteckigen Form ausbilden, wobei die Form vorzugsweise zumindest im Wesentlichen
einer Form einer Vertiefung in dem korrespondierenden Lagerrastelement entspricht.
Es ist auch vorstellbar, dass ein Lagerrastelement in dem Lagerelement ausgebildet
ist, und vorteilhaft in ein korrespondierendes Lagerrastelement in dem Überbrückungselement
eingreift. Alternativ könnte der Fachmann auch auf andere, insbesondere formschlüssige
Verbindungsmethoden wie beispielsweise ineinandergreifende Schienen zurückgreifen.
Vorteilhaft weist das Adapterteil auf zumindest einer Seite zumindest im Wesentlichen
zumindest eine Kontur auf, die zumindest einer Kontur der Klappe entspricht. Dadurch
kann vorteilhaft eine Verbindung des Überbrückungselements mit dem Lagerelement auf
dieselbe Weise wie bei einer direkten Verbindung zwischen dem Lagerelement und der
Klappe erreicht werden.
[0024] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Haushaltsgerätevorrichtung einen Haushaltsgerätekorpus
und zumindest eine Haushaltsgerätetür aufweist, welche an dem Haushaltsgerätekorpus
an einer dem ersten Abstand zugewandten Seite angelenkt ist. Dadurch kann vorteilhaft
ein Zusammenstoßen der Innenseite der Haushaltsgerätetür mit der Klappe bei einer
90° Öffnung vermieden werden. Zudem kann vorteilhaft eine Materialschonung der Klappe
und der Haushaltsgerätetür erreicht werden. Vorteilhaft kann dadurch erreicht werden,
dass seltener Reparaturen einer beschädigten Klappe und/oder Haushaltsgerätetür nötig
werden. Zudem kann insbesondere eine bessere und/oder homogenere Isolation der Haushaltsgerätetür
erreicht werden, da insbesondere keine partielle Verringerung der Türisolation im
möglichen Kollisionsbereich nötig ist.
[0025] Zudem wird vorgeschlagen, dass ein Adapterelement für einen rechten sowie für einen
linken Türanschlag der Haushaltsgerätetür verwendbar ist. Insbesondere ist das Adapterelement
auf beiden Seiten der Klappe montierbar. Vorzugsweise ist das Adapterelement mit zumindest
zwei unterschiedlich ausgebildeten, insbesondere mit zumindest zwei zueinander gespiegelt
ausgebildeten Lagerelementen der Lagereinheit verbindbar, vorzugsweise koppelbar.
Dadurch kann vorteilhaft eine Flexibilität erhöht werden. Weiterhin kann insbesondere
bei einem Türanschlagswechsel ein einfaches, unkompliziertes und schnelles Umbauen
der Haushaltsgerätevorrichtung und damit insbesondere eine einfache, unkomplizierte
und schnelle Positionierung der Klappe am Ablagefach ermöglicht werden. Vorteilhaft
muss ein Benutzer bei einem Türanschlagswechsel keine separaten Teile erwerben oder
beispielsweise aus einem Geräte-Beistellsatz bereithalten. Dadurch kann vorteilhaft
ein erhöhter Bedien- und Montagekomfort erreicht werden.
[0026] Ferner wird ein Verfahren zum Anschlagswechsel einer Haushaltsgerätetür einer Haushaltsgerätevorrichtung
mit einem Adapterelement vorgeschlagen, welche zumindest ein Ablagefach aufweist,
das wenigstens einen Lagerraum zumindest teilweise definiert, und welche zumindest
eine Klappe aufweist, die um eine, in einer Einbaulage zumindest im Wesentlichen horizontale
Drehachse an dem Ablagefach schwenkbar gelagert und zu einem zumindest teilweisen
Verschließen einer Öffnung des Ablagefachs vorgesehen ist und deren Erstreckung entlang
der Drehachse betrachtet kleiner ist als eine Erstreckung des Lagerraums, wobei bei
einem Anschlagswechsel das Adapterelement entlang der Drehachse gesehen von einer
Seite der Klappe entfernt und auf einer anderen Seite der Klappe montiert wird. Demnach
kann insbesondere bei einem Türanschlagswechsel ein einfaches, unkompliziertes und
schnelles Umbauen des Adapterelements und damit insbesondere eine einfache, unkomplizierte
und schnelle Positionierung der Klappe am Ablagefach ermöglicht werden. Vorteilhaft
muss ein Benutzer bei einem Türanschlagswechsel keine separaten Teile erwerben oder
beispielsweise aus einem Geräte-Beistellsatz bereithalten. Dadurch kann vorteilhaft
ein erhöhter Bedien- und Montagekomfort erreicht werden. Zudem kann vorteilhaft bei
einer Verwendung desselben Adapterelements unabhängig von der Seite des Türanschlags
eine einfachere Beschreibung, insbesondere in einer Bedienungs- und Montageanleitung,
ermöglicht werden.
Das Haushaltsgerät und/oder die Haushaltsgerätevorrichtung sollen hierbei nicht auf
die oben beschriebene Anwendung und Ausführungsform beschränkt sein. Insbesondere
können das Haushaltsgerät und/oder die Haushaltsgerätevorrichtung zu einer Erfüllung
einer hierin beschriebenen Funktionsweise eine von einer hierin genannten Anzahl von
einzelnen Elementen, Bauteilen und Einheiten sowie Verfahrensschritten abweichende
Anzahl aufweisen. Zudem sollen bei den in dieser Offenbarung angegebenen Wertebereichen
auch innerhalb der genannten Grenzen liegende Werte als offenbart und als beliebig
einsetzbar gelten.
[0027] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung
ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung
und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird
die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren
Kombinationen zusammenfassen.
[0028] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Ausschnitt einer perspektivischen Ansicht eines Haushaltsgeräts mit einer Haushaltsgerätevorrichtung,
einer geöffneten Haushaltsgerätetür mit einem linken Türanschlag und einem geöffneten
Ablagefach,
- Fig. 2
- einen Ausschnitt einer perspektivischen Ansicht des Haushaltsgeräts mit einem rechten
Türanschlag,
- Fig. 3
- einen Ausschnitt einer Frontansicht des Haushaltsgeräts,
- Fig. 4
- einen Ausschnitt eines horizontalen Schnitts durch das Ablagefach und eine das Ablagefach
zumindest teilweise verschließende Klappe der Haushaltsgerätevorrichtung, parallel
zu einer Bodenplatte des Ablagefachs,
- Fig. 5
- einen Ausschnitt eines vertikalen Schnitts durch das Haushaltsgerät bei teilweise
geöffneter Klappe,
- Fig. 6
- ein Überbrückungselement in a) einer Seitenansicht, b) einer Draufsicht und c) einer
weiteren Draufsicht auf eine gegenüberliegende Seite Und
- Fig. 7
- a) und b) jeweils eine perspektivische Ansicht des Überbrückungselements im montierten
Zustand.
[0029] Fig. 1 zeigt einen Ausschnitt eines Haushaltsgeräts. Das Haushaltsgerät ist als ein
Haushaltskältegerät ausgebildet. Das Haushaltsgerät weist eine Haushaltsgerätevorrichtung
auf. Die Haushaltsgerätevorrichtung weist einen Haushaltsgerätekorpus 50 auf. Die
Haushaltsgerätevorrichtung weist eine Haushaltsgerätetür 52 auf. Die Haushaltsgerätetür
52 ist an dem Haushaltsgerätekorpus 50 angelenkt. Die Haushaltsgerätevorrichtung weist
drei Ablagefächer 10 auf. Das obere und untere Ablagefach 10 sind jeweils von einer
zu der Haushaltsgerätevorrichtung gehörigen Klappe 14 bedeckt und deswegen nicht direkt
sichtbar. Die zu der Haushaltsgerätevorrichtung gehörige Klappe 14 vor dem mittleren
Ablagefach 10 ist heruntergeklappt und erlaubt einen Blick auf das Ablagefach 10.
Die drei Ablagefächer 10 und die drei Klappen 14 sind identisch zueinander ausgebildet.
Im Folgenden werden deshalb nur das mittlere Ablagefach 10 und die mittlere Klappe
14 beschrieben.
[0030] Das Ablagefach 10 definiert einen Lagerraum 12. Das Ablagefach 10 weist einen Boden
76 auf. Das Ablagefach 10 weist eine Decke 78 auf (vgl. Fig. 5). Die Klappe 14 ist
um eine horizontale Drehachse 16 an dem Ablagefach 10 schwenkbar gelagert (vgl. Fig.
1 und 4). Die Klappe 14 weist ein Griffelement 56 auf. Das Griffelement 56 ist als
Eingriff ausgebildet. In einer gestrichelt dargestellten Position der Klappe 14 ist
die Klappe 14 teilweise zugeklappt und bedeckt teilweise eine Öffnung 18 des Ablagefachs
10. Entlang der Drehachse 16 betrachtet weist die Klappe 14 eine Erstreckung 20 auf.
Eine Erstreckung 22 des Lagerraums 12 ist kleiner als die Erstreckung 20 (vgl. Fig.
3).
[0031] Ein erster Abstand 24 der Klappe 14 zu einer ersten Seitenwand 26 des Ablagefachs
10 ist größer als ein zweiter Abstand 28 der Klappe 14 zu einer zweiten Seitenwand
30 des Ablagefachs 10 (vgl. Fig. 3).
[0032] Die Hausgerätevorrichtung weist ein Überbrückungselement 32 auf. Das Überbrückungselement
32 ist als ein Adapterelement 80 ausgebildet. Das Adapterelement 80 ist für einen
rechten, sowie für einen linken Türanschlag der Haushaltsgerätetür 52 verwendbar.
In Fig. 1 ist das Adapterelement 80 auf der linken Seite der Klappe 14 montiert. In
Fig. 2 ist das Adapterelement 80 auf der rechten Seite der Klappe 14 montiert. Das
Überbrückungselement 32 kooperiert mit der Klappe 14. Eine Seitenwand 58 der Klappe
14 ist in einen Klappenaufnahmebereich 42 des Überbrückungselements 32 eingesteckt
(vgl. Fig. 4, 6a und 7a und b). Das Überbrückungselement 32 überbrückt zumindest teilweise
einen parallel zu der Drehachse 16 auftretenden Abstand 34. Der Abstand 34 wird von
der Klappe 14 und der ersten Seitenwand 26 des Ablagefachs 10 gebildet. Im vorliegenden
Ausführungsbeispiel ist der Abstand 34 identisch mit dem ersten Abstand 24. In alternativen
Ausführungsbeispielen könnte ein Abstand 34 auch von einem ersten Abstand 24 verschieden
sein. Die Haushaltsgerätetür 52 ist an der dem ersten Abstand 24 zugewandten Seite
angelenkt.
[0033] In Fig. 1 ist die Haushaltsgerätetür 52 auf der linken Seite des Haushaltsgerätekorpus
50 angelenkt. In Fig. 2 ist die Haushaltsgerätetür 52 auf der rechten Seite des Haushaltsgerätekorpus
50 angelenkt. Die Haushaltsgerätetür 52 weist ein innenseitiges Isolierungselement
54 auf. Die Haushaltsgerätetür 52 und die Klappe 14 können jeweils um mindestens einen
90° Winkel geöffnet werden. Bei einer jeweiligen Öffnung um 90° kommt es zu keinem
Kontakt zwischen dem Isolierungselement 54 und der Klappe 14.
[0034] Die Haushaltsgerätevorrichtung weist eine Lagereinheit 36 auf (vgl. Fig. 4 und 5).
Die Lagereinheit 36 weist zwei Lagerelemente 38, 62 auf. Das Lagerelement 62 befindet
sich aus einer Frontansicht gesehen auf der linken Seite des Haushaltsgeräts. Das
Lagerelement 38 befindet sich auf der rechten Seite der Lagereinheit 36. Die Lagereinheit
36 lagert die Klappe 14 schwenkbar um die Drehachse 16. Das Lagerelement 62 kooperiert
mit dem Überbrückungselement 32. Ein Schenkel 64 (vgl. Fig. 4 oder Fig. 7a und b)
des Lagerelements 62 ist in einen Lageraufnahmebereich 40 (vgl. Fig. 6a, 7a und 7b)
des Überbrückungselements 32 eingesteckt. Die Lagereinheit 36 ist mit einer Seitenwand
60 der Klappe 14 verbunden. Ein Lagerrastelement 48 greift in eine Aussparung 66 der
Seitenwand 60 ein.
[0035] Fig. 2 zeigt das Haushaltsgerät mit einem getauschten Türanschlag. Der Türanschlag
befindet sich auf der rechten statt auf der linken Seite. Das Überbrückungselement
32 ist auf derselben Seite angebracht wie die Haushaltsgerätetür 52. Folglich befindet
sich das Überbrückungselement 32 auf der rechten statt auf der linken Seite. Die Seitenwand
60 der Klappe 14 ist in den Klappenaufnahmebereich 42 eingesteckt. Der Schenkel 64
des Lagerelements 38 ist in den Lageraufnahmebereich 40 eingesteckt. Die Lagereinheit
36 ist mit der Seitenwand 58 der Klappe 14 verbunden. Ein Lagerrastelement 70 der
Lagereinheit 36 greift in eine Aussparung 68 der Seitenwand 60 ein.
[0036] Fig. 5 zeigt einen vertikalen Schnitt durch die Hausgerätevorrichtung entlang der
in Fig. 3 angedeuteten Schnittebene V in Blickrichtung auf das Überbrückungselement
32. Die Lagereinheit 36 weist ein mit dem Lagerelement 62 korrespondierendes Lagerelement
72 auf. Das korrespondierende Lagerelement 72 ist fest mit dem Ablagefach 10 verbunden.
Das Lagerelement 62 umgreift das korrespondierende Lagerelement 72. Das Lagerelement
62 ist durch das korrespondierende Lagerelement 72 schwenkbar um die Drehachse 16
gelagert.
[0037] Das Überbrückungselement 32 weist in der in Fig. 6a gezeigten Seitenansicht eine
S-förmige Kontur 44 auf. Das Überbrückungselement 32 ist spiegelsymmetrisch zu einer
in Fig. 6b angedeuteten Ebene S und/oder einer in Fig. 6c angedeuteten Ebene S' ausgebildet.
Die Ebenen S und/oder S' bilden Symmetrieebenen des Überbrückungselements 32, wodurch
der Anschlagwechsel unter Verwendung desselben Überbrückungselements 32 ermöglicht
werden kann.
[0038] Das Überbrückungselement 32 weist ein Brückenrastelement 46 auf. Das Überbrückungselement
32 und die Klappe 14 sind über einen Eingriff des Brückenrastelements 46 in eine Aussparung
66, 68 der Klappe 14 formschlüssig miteinander verbunden. Das Lagerelement 38 ist
über einen Eingriff des Lagerrastelements 48 formschlüssig mit dem Überbrückungselement
32 verbunden (vgl. Einbauzustand in Fig. 4 oder Fig. 7a und b). Das Überbrückungselement
32 weist auf einer Seite eine mit einer Außenkontur der Klappe 14 im Wesentlichen
übereinstimmende Kontur auf. Das Überbrückungselement 32 weist auf einer anderen Seite
eine mit einer Außenkontur des Lagerelements 38, 62 im Wesentlichen übereinstimmende
Kontur auf.
[0039] Bei einem Verfahren zum Anschlagswechsel einer Haushaltsgerätetür 52 einer Haushaltsgerätevorrichtung
mit einem Adapterelement 80, beispielsweise bei einem Wechsel von einem linken Anschlag,
wie in Fig. 1 gezeigt zu einem rechten Anschlag, wie in Fig. 2 gezeigt, wird zunächst
die Haushaltsgerätetür 52 ausgehängt. Dann wird die Seitenwand 60 der Klappe 14 mittels
dem Brückenrastelement 46 des Adapterelements 80 von dem Adapterelement 80 gelöst
und dadurch aus dem Klappenaufnahmebereich 42 des Adapterelements 80 demontiert. Danach
wird dann das Lagerelement 62 mittels des Lagerrastelements 70 von dem Adapterelement
80 gelöst und dadurch aus dem Lageraufnahmebereich 40 des Adapterelements 80 demontiert.
Zudem wird die gegenüberliegende Seitenwand 58 von dem Lagerelement 38 getrennt. Dann
wird das Adapterelement 80 um 180° um eine vertikal auf der Symmetrieebene S liegende
Drehachse 82 rotiert. Danach wird die gegenüberliegende Seitenwand 58 der Klappe 14
in den Klappenaufnahmebereich 42 gesteckt und mittels des Brückenrastelements 46 fixiert
und das gegenüberliegende Lagerelement 38 in den Lageraufnahmebereich 40 gesteckt
und mittels des Lagerrastelements 48 fixiert. Zudem wird die Seitenwand 60 der Klappe
14 mit dem Lagerelement 62 verbunden. Anschließend wird die Haushaltsgerätetür 52
auf der gegenüberliegenden Seite des Haushaltsgeräts eingehängt.
Bezugszeichen
[0040]
- 10
- Ablagefach
- 12
- Lagerraum
- 14
- Klappe
- 16
- Drehachse
- 18
- Öffnung
- 20
- Erstreckung
- 22
- Erstreckung
- 24
- Abstand
- 26
- Seitenwand
- 28
- Abstand
- 30
- Seitenwand
- 32
- Überbrückungselement
- 34
- Abstand
- 36
- Lagereinheit
- 38
- Lagerelement
- 40
- Lageraufnahmebereich
- 42
- Klappenaufnahmebereich
- 44
- Kontur
- 46
- Brückenrastelement
- 48
- Lagerrastelement
- 50
- Haushaltsgerätekorpus
- 52
- Haushaltsgerätetür
- 54
- Isolierungselement
- 56
- Griffelement
- 58
- Seitenwand
- 60
- Seitenwand
- 62
- Lagerelement
- 64
- Schenkel
- 66
- Aussparung
- 68
- Aussparung
- 70
- Lagerrastelement
- 72
- Lagerelement
- 76
- Boden
- 78
- Decke
- 80
- Adapterelement
- 82
- Drehachse
- S
- Ebene
- S'
- Ebene
1. Haushaltsgerätevorrichtung, insbesondere Haushaltskältegerätevorrichtung, mit zumindest
einem Ablagefach (10), welches wenigstens einen Lagerraum (12) zumindest teilweise
definiert, mit zumindest einer Klappe (14), welche um eine, in einer Einbaulage zumindest
im Wesentlichen horizontale Drehachse (16) an dem Ablagefach (10) schwenkbar gelagert
und zu einem zumindest teilweisen Verschließen einer Öffnung (18) des Ablagefachs
(10) vorgesehen ist und deren Erstreckung (20) entlang der Drehachse (16) betrachtet
kleiner ist als eine Erstreckung (22) des Lagerraums (12), und mit einem mit der Klappe
(14) kooperierenden Überbrückungselement (32), welches dazu vorgesehen ist, zumindest
einen parallel zu der Drehachse (16) auftretenden Abstand (34) zwischen der Klappe
(14) und zumindest einer Seitenwand (26, 30) des Ablagefachs (10) zumindest teilweise
zu überbrücken.
2. Haushaltsgerätevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass entlang der Drehachse (16) betrachtet ein minimaler erster Abstand (24) der Klappe
(14) zu einer ersten Seitenwand (26) des Ablagefachs (10) größer ist als ein minimaler
zweiter Abstand (28) der Klappe (14) zu einer zweiten Seitenwand (30) des Ablagefachs
(10).
3. Haushaltsgerätevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Überbrückungselement (32) als ein demontierbares Adapterelement (80) ausgebildet
ist.
4. Haushaltsgerätevorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Überbrückungselement (32) spiegelsymmetrisch zu zumindest einer Symmetrieebene
ausgebildet ist.
5. Haushaltsgerätevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zumindest eine Lagereinheit (36), welche die Klappe (14) am Ablagefach (10) schwenkbar
lagert und welche zumindest ein mit dem Überbrückungselement (32) kooperierendes Lagerelement
(38, 62) aufweist.
6. Haushaltsgerätevorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagereinheit (36) zumindest ein mit dem Lagerelement (38, 62) korrespondierendes
Lagerelement (72) aufweist, welches fest mit dem Ablagefach (10) verbunden ist und
zu welchem das Lagerelement (38, 62) relativ schwenkbar um die Drehachse (16) gelagert
ist.
7. Haushaltsgerätevorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Überbrückungselement (32) zumindest einen Lageraufnahmebereich (40) aufweist,
in welchem das Lagerelement (38, 62) in einem montierten Zustand zumindest teilweise
angeordnet ist.
8. Haushaltsgerätevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Überbrückungselement (32) zumindest einen Klappenaufnahmebereich (42) aufweist,
in welchem die Klappe (14) in einem montierten Zustand zumindest teilweise angeordnet
ist.
9. Haushaltsgerätevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Überbrückungselement (32) aus zumindest einer Richtung betrachtet eine wenigstens
im Wesentlichen S-förmige Kontur (44) aufweist.
10. Haushaltsgerätevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Überbrückungselement (32) zumindest ein Brückenrastelement (46) aufweist, welches
dazu vorgesehen ist, das Überbrückungselement (32) und die Klappe (14) zumindest formschlüssig
zu verbinden.
11. Haushaltsgerätevorrichtung zumindest nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Lagerelement (38, 62) zumindest ein Lagerrastelement (48, 70) aufweist, welches
dazu vorgesehen ist, das Lagerelement (38, 62) und das Überbrückungselement (32) zumindest
formschlüssig zu verbinden.
12. Haushaltsgerätevorrichtung zumindest nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch einen Haushaltsgerätekorpus (50) und zumindest eine Haushaltsgerätetür (52), welche
an dem Haushaltsgerätekorpus (50) an einer dem ersten Abstand (24) zugewandten Seite
angelenkt ist.
13. Haushaltsgerätevorrichtung zumindest nach den Ansprüchen 3 und 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Adapterelement (80) für einen rechten sowie für einen linken Türanschlag der
Haushaltsgerätetür (52) verwendbar ist.
14. Haushaltsgerät, insbesondere Haushaltskältegerät, mit einer Haushaltsgerätevorrichtung
nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
15. Verfahren zum Anschlagswechsel einer Haushaltsgerätetür (52) einer Haushaltsgerätevorrichtung,
mit einem Adapterelement (80), insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 13, welche
zumindest ein Ablagefach (10) aufweist, das wenigstens einen Lagerraum (12) zumindest
teilweise definiert, und welche zumindest eine Klappe (14) aufweist, die um eine,
in einer Einbaulage zumindest im Wesentlichen horizontale Drehachse (16) an dem Ablagefach
(10) schwenkbar gelagert und zu einem zumindest teilweisen Verschließen einer Öffnung
(18) des Ablagefachs (10) vorgesehen ist und deren Erstreckung (20) entlang der Drehachse
(16) betrachtet kleiner ist als eine Erstreckung (22) des Lagerraums (12), wobei bei
einem Anschlagswechsel das Adapterelement (80) entlang der Drehachse (16) gesehen
von einer Seite der Klappe (14) demontiert und auf einer anderen Seite der Klappe
(14) montiert wird.