[0001] Die Erfindung betrifft einen elektromagnetischen Auslöser für elektromagnetische
Schaltgeräte mit einem durch eine Auslösefeder in Auslöserichtung beaufschlagten Stößel
sowie einer Spule, wobei ein Stromfluss durch die Spule einen magnetischen Fluss H
Spule im Auslösefall erzeugt, sowie ein elektromagnetisches Schaltgerät mit diesem elektromagnetischen
Auslöser.
[0002] Elektromagnetische Auslöser für elektromagnetische Schaltgeräte weisen einen Dauermagneten,
eine Spule, eine Auslösefeder und einen beweglichem Anker für die Betätigung z. B.
einer Schaltkinematik auf. Bei derartigen Aktoren schließt sich der magnetische Fluss
eines Dauermagneten im Ruhezustand, d.h. im nichterregten Zustand, über den Anker
sowie über einen magnetischen Rückschlusskreis. Dieser Fluss reicht aus, um den Anker
gegen die Kraft einer gespannten Auslösefeder zu halten. Mittels einer sogenannten
Gegenerregung in einer Auslösewicklung ist es möglich, den Fluss durch den Anker aufzuheben
und auf einen magnetischen Nebenschluss zu verdrängen, so dass der Anker durch die
Federkraft abfällt und beispielsweise eine Schaltkinematik betätigt.
[0003] Dazu ist aus der
DE 100 26 813 B4 ein elektromagnetischer Auslöser, insbesondere für einen Fehlerstromschutzschalter
bekannt, mit einem durch eine Feder in Auslöserichtung beaufschlagten Stößel, mit
einer Permanentmagnetanordnung, einer Spule und einem Joch, wobei die Spule im Joch
einen der Permanentmagnetenanordnung entgegengesetzten magnetischen Fluss im Auslösefall
erzeugt. Dabei überwindet die Federkraft die Anzugskraft der Permanentanordnung, wobei
die Permanentmagnetanordnung und wenigstens ein den magnetischen Fluss zum Stößel
leitender Polschuh dem Joch und dem Stößel so zugeordnet sind, dass sich der Stößel
in einer ersten Stellung im Wirkungsbereich der Permanentmagnetanordnung und des Polschuhs
befindet.
[0004] Demgemäß wird nach dem Stand der Technik die Haltekraft zum vorgespannten Halten
der Auslösefeder durch das Feld eines Permanentmagneten erzeugt. Im Freigabefall wird
dieses Feld durch ein elektrisch erzeugtes und dem Permanentmagnetfeld genau entgegen
gerichtetes, elektromagnetisches Feld kurzzeitig vollständig kompensiert. Die Haltekraft
wird dabei zu Null. Die vorgespannte Auslösefeder gibt so die Verklinkung frei. Die
dazu notwendige ggf. recht hohe elektrische Energie wird oft in Gestalt eines Kondensators
bereitgestellt.
[0005] Eine Weiterentwicklung dieses aus dem Stand der Technik bekannten Konzepts könnte
nun darin bestehen, dass in einem elektromagnetischen Schaltgerät mit mechanischer
Schaltkinematik zum Öffnen von elektrischen Kontakten eine die Schaltkinematik verrastende
Sperre vorliegt, also eine Verklinkung, die so ausgebildet ist, dass sie zunächst
gegen eine Federkraft (Auslösefeder) vorgespannt ist und bei Bedarf z.B im Auslösefall
mit einem elektrischen Impuls freigegeben werden kann. Nach der Freigabe (Auslösung)
öffnet eine wiederum federvorgespannte Schaltkinematik die stromführenden Kontakte,
der Stromfluss wird unterbrochen. Die benötigte elektrische bzw. elektronische Impulsenergie
zur Auslösung der Verklinkung soll möglichst klein und im Ruhezustand vorzugsweise
gleich Null sein.
[0006] Demgemäß besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin einen elektromagnetischen
Auslöser sowie ein elektromagnetisches Schaltgerät mit einem erfindungsgemäßen Auslöser
zu schaffen, welche eine wirtschaftlich kostengünstige technische Lösung bieten und
dabei im Wesentlichen auf die Baugruppen der bekannten elektromagnetischen Auslöser
zurückgreifen.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen elektromagnetischen Auslöser mit den
Merkmalen des Patentanspruchs 1 sowie durch ein elektromagnetisches Schaltgerät mit
den Merkmalen des Patentanspruchs 9 gelöst. Vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen,
welche einzeln oder in Kombination miteinander eingesetzt werden können, sind der
Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0008] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch einen elektromagnetischer Auslöser für elektromagnetische
Schaltgeräte mit einem durch eine Auslösefeder in Auslöserichtung beaufschlagten Stößel
sowie einer Spule gelöst, wobei ein Stromfluss durch die Spule einen magnetischen
Fluss H
Spule im Auslösefall erzeugt, sowie ein elektromagnetisches Schaltgerät mit diesem elektromagnetischen
Auslöser. Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass der Stößel in einer ersten
angezogenen Schaltstellung durch einen magnetischen Fluss H
Remanenz, welcher durch ein Magnetremanenzsystem bedingt ist, in Schaltstellungsposition gehalten
wird.
[0009] Der Kern der Erfindung besteht darin, dass die Kraft zum Halten der vorgespannten
Auslösefeder durch erzeugte Remanenz (auch ohne äußere magnetische Anregung verbleibende
Restflussdichte) in ferromagnetischen Metallkörpern erzeugt wird. Dazu wird ein geeignetes
ferromagnetisches Material in der Formgebung eines Polstückes durch ein nur temporär
anliegendes äußeres magnetisches Feld
Honach2, vorzugsweise erzeugt nach dem Prinzip eines Elektromagneten, magnetisiert. Die Magnetisierung
erfolgt bis zu einer Flussdichte B
2-3. Nach Wegfall der äußeren Feldstärke H (Elektromagnet/ Magnetisierungsstrom ausgeschaltet)
verbleibt im Polstück die Remanenz-Flussdichte B 4. Diese Flussdichte B 4, ursächlich
für die entsprechende Magnethaltekraft F4, hält die Verklinkung gegen die vorgespannte
Auslösefederkraft geschlossen.
[0010] Erkennt die Geräteauswerte-Elektronik einen Fehlerfall und soll demzufolge die Kinematikverklinkung
zwecks Stromunterbrechung geöffnet werden, so muss in der erfindungsgemäß beschriebenen
Lösung die Halte-Remanenzflussdichte B 4 bzw. die daraus resultierte Magnethaltekraft
F4 zu Null oder zumindest unter das Niveau der Auslösefederkraft gebracht werden.
Dazu wird der bereits genannte Elektromagnet jetzt mit einem Strom beaufschlagt dessen
Richtung dem ursprünglichen Magnetisierungs-Haltestrom genau entgegen gerichtet ist
(Umpolung). Im Magnetisierungsdiagramm veranschaulicht, bedeutet dies: durch Aufbau
einer entgegen gerichteten Feldstärke H
0nach5 wird die Remanenz B4 auf Werte zwischen 4 und vorzugsweise 5 (Koerzitivfeldstärke
H 5) reduziert bzw. auf null gebracht. Die Verklinkung öffnet, und das Gerät löst
aus.
[0011] Um nach einem Auslösefall das Schaltgerät wieder betriebsbereit zu schalten, muss
hierzu die Kinematikverklinkung entgegen der Auslösefederkraft wieder mechanisch geschlossen
werden. Außerdem soll sie bis zum nächsten Fehlerfall weiterhin magnetisch geschlossen
gehalten werden. Um dies zu erreichen muss das Polstück wieder durch eine im Moment
der geschlossen anliegenden Polflächen von der Elektromagnetwicklung verursachte Feldstärke
H mindestens bis zum Erreichen bzw. Beibehalten der Remanenzflussdichte B 4 beaufschlagt
werden. Es bildet sich wieder eine Remanenzflussdichte mit magnetischer Haltekraft
aus. Ist diese erst herbeigeführt, kann die Verklinkung ohne weitere äußere Energiezufuhr
entgegen der Auslösefeder bis zum nächsten Fehlerfall aufrecht erhalten werden.
[0012] Für das Polstück ist es vorteilhaft und bevorzugt, wenn Materialien mit hoher Remanenzflussdichte
B 4 und gleichzeitig vergleichsweise niedriger Koerzitivfeldstärke H 5 verwendet werden,
wie z.B. gängige ferromagnetische Materialien wie AINiCo, Ferrite oder Neodym. Es
werden keine vergleichsweise teuren Permanentmagnete benötigt. Man kommt mit wenigen
Bauteilen aus: gleiche Spule (Elektromagnet) für die Magnetisierung (Verklinken) und
Entmagnetisierung (Auslösen).
[0013] Eine Fortführung des erfindungsgemäßen Konzepts kann darin bestehen, dass das Magnetsystem
ein ferromagnetischer Metallkörper ist.
[0014] Eine spezielle Ausgestaltung dieses erfindungsgemäßen Konzepts kann darin bestehen,
dass das Magnetsystem in der Formgebung eines Polstückes ausgebildet ist.
[0015] Eine vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Konzepts kann darin bestehen,
dass das Magnetsystem durch ein nur temporär anliegendes äußeres magnetisches Feld
H
0nach2 magnetisiert ist.
[0016] Eine Fortführung des erfindungsgemäßen Konzepts kann darin bestehen, dass nach Wegfall
des äußeren magnetischen Feldes H
0nach2 im Magnetremanenzsystem der magnetische Fluss H
Remanenz verbleibt, welcher eine mechanische Verklinkung des Schaltgeräts gegen eine vorgespannte
Auslösefederkraft ermöglicht.
[0017] Eine spezielle Ausgestaltung dieses erfindungsgemäßen Konzepts kann darin bestehen,
dass die zweite Schaltstellung des Stößels sich nach einem Stromfluss durch die Spule
ergibt, wobei dieser Stromfluss den Aufbau einer entgegen der ursprünglich gerichteten
Feldstärke H
0nach5 bewirkt, wodurch die mechanische Verklinkung im Schaltgerät gelöst wird.
[0018] Eine vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Konzepts kann darin bestehen,
dass zur Erreichung des ersten Schaltstellungszustands nach einem Auslösefall das
Magnetremanezsystem wieder durch Anlegen eines äußeren magnetischen Feldes H
0nach2 zu magnetisieren ist.
[0019] Eine Fortführung des erfindungsgemäßen Konzepts kann darin bestehen, dass durch Verwendung
eines ferromagnetischen Jochs eine Flussverstärkung zu erzielen ist.
[0020] Die Aufgabe wird außerdem durch ein erfindungsgemäßes elektromagnetisches Schaltgerät
mit einem elektromagnetischen Auslöser mit den oben beschriebenen Eigenschaften gelöst.
[0021] Eine spezielle Ausgestaltung dieses erfindungsgemäßen Konzepts kann darin bestehen,
dass das elektromagnetische Schaltgerät ein Leistungsschalter ist.
[0022] Der erfindungsgemäße elektromagnetische Auslöser weist eine Auslösefeder, welche
in Auslöserichtung einen Stößel beaufschlagt, sowie eine Spule auf, wobei ein Stromfluss
durch die Spule einen magnetischen Fluss H
Spule im Auslösefall erzeugt. Der Stößel ist mit einer Verklinkungsstelle und die Verklinkungsstelle
mit einer Schaltkinematik verbunden. Die Schaltkinematik ist mit stromführenden Hauptkontakten
mechanisch verbunden, welche im Ausgangszustand geschlossen sind und im Auslösefall
geöffnet vorliegen. In der Spule ist ein Magnetremanenzsystem in Form eines Polstücks
angeordnet. Für den Fall einer Flussverstärkung durch ein ferromagnetisches Joch ist
die Anordnung aus Stößel und Magnetremanenzsystem im Joch positioniert. Das Joch ist
dazu vorzugsweise U-förmig ausgebildet.
[0023] Weitere Ausführungen und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels
sowie anhand der Zeichnung erläutert.
[0024] Dabei zeigt:
- Fig. 1
- einen grafischen Auftrag der Flussdichte B gegen die Feldstärke H mit einem charakteristischen
Kurvenverlauf;
- Fig. 2
- in einer schematischen Darstellung einen erfindungsgemäßen elektromagnetischen Auslöser
ohne Flussverstärkung durch ein ferromagnetisches Joch mit einem Magnetremanenzsystem
im Ausgangszustand;
- Fig. 3
- in einer schematischen Darstellung einen erfindungsgemäßen elektromagnetischen Auslöser
ohne Flussverstärkung durch ein ferromagnetisches Joch mit einem Magnetremanenzsystem
im Auslösefall;
- Fig. 4
- in einer schematischen Darstellung einen erfindungsgemäßen elektromagnetischen Auslöser
mit Flussverstärkung durch ein ferromagnetisches Joch mit einem Magnetremanenzsystem
im Ausgangszustand;
- Fig. 5
- in einer schematischen Darstellung einen erfindungsgemäßen elektromagnetischen Auslöser
mit Flussverstärkung durch ein ferromagnetisches Joch mit einem Magnetremanenzsystem
im Auslösefall.
[0025] In Fig. 1 ist ein grafischer Auftrag der Flussdichte B gegen die Feldstärke H mit
einem charakteristischen Kurvenverlauf dargestellt. Durch ein temporär anliegendes
äußeres magnetisches Feld
Honach2, vorzugsweise erzeugt nach dem Prinzip eines Elektromagneten, wird das erfindungsgemäße
Magnetremanenzsystem magnetisiert. Die Magnetisierung erfolgt bis zu einer Flussdichte
B
2-3 1. Nach Wegfall der äußeren Feldstärke H (Elektromagnet/ Magnetisierungsstrom ausgeschaltet)
verbleibt im Magnetremanenzsystem die Remanenz-Flussdichte B 4 2. Diese Flussdichte
B 4 2, ursächlich für die entsprechende Magnethaltekraft F4, hält die Verklinkung
gegen die vorgespannte Auslösefederkraft geschlossen.
[0026] Erkennt die Geräteauswerte-Elektronik einen Fehlerfall und soll demzufolge die Kinematikverklinkung
zwecks Stromunterbrechung geöffnet werden, so muss in der erfindungsgemäß beschriebenen
Lösung die Halte-Remanenzflussdichte B 4 bzw. die daraus resultierte Magnethaltekraft
F4 zu Null oder zumindest unter das Niveau der Auslösefederkraft gebracht werden.
Dazu wird der bereits genannte Elektromagnet jetzt mit einem Strom beaufschlagt dessen
Richtung dem ursprünglichen Magnetisierungs-Haltestrom genau entgegen gerichtet ist
(Umpolung). Im Magnetisierungsdiagramm veranschaulicht, bedeutet dies: durch Aufbau
einer entgegen gerichteten Feldstärke H
0nach5 3 wird die Remanenz B4 2 auf Werte zwischen 4 und vorzugsweise 5 (Koerzitivfeldstärke
H 5) reduziert bzw. auf null gebracht. Die Verklinkung öffnet, und das Gerät löst
aus.
[0027] Fig. 2 zeigt einen erfindungsgemäßen elektromagnetischen Auslöser ohne Flussverstärkung
durch ein ferromagnetisches Joch mit einem Magnetremanenzsystem im Ausgangszustand.
Der erfindungsgemäße elektromagnetische Auslöser weist eine Auslösefeder 4, welche
in Auslöserichtung einen Stößel 5 beaufschlagt, sowie eine Spule 6 auf, wobei ein
Stromfluss durch die Spule 6 einen magnetischen Fluss H
Spule im Auslösefall erzeugt. Der Stößel 5 ist mit einer Verklinkungsstelle 7 und die Verklinkungsstelle
7 mit einer Schaltkinematik 8 verbunden. Die Schaltkinematik 8 ist mit stromführenden
Hauptkontakten 9 mechanisch verbunden, welche im Ausgangszustand geschlossen sind
und im Auslösefall geöffnet vorliegen. In der Spule 6 ist ein Magnetremanenzsystem
10 in Form eines Polstücks angeordnet. Im Diagramm unterhalb dieser Anordnung ist
ein Auftrag Strom gegen Zeit dargestellt, welcher den Magnetisierungsstrompuls H2
für den Ausgangszustand zeigt.
[0028] Fig. 3 zeigt einen erfindungsgemäßen elektromagnetischen Auslöser ohne Flussverstärkung
durch ein ferromagnetisches Joch mit einem Magnetremanenzsystem im Auslösefall. Die
Hauptkontakte sind hier geöffent. Im Diagramm unterhalb dieser Anordnung ist ein Auftrag
Strom gegen Zeit dargestellt, welcher den Strompuls für die Koerzitiv-Feldstärke H5
für den Auslösezustand zeigt.
[0029] In Fig. 4 ist ein erfindungsgemäßer elektromagnetischer Auslöser mit Flussverstärkung
durch ein ferromagnetisches Joch 11 mit einem Magnetremanenzsystem im Ausgangszustand
dargestellt. Im Diagramm unterhalb dieser Anordnung ist ein Auftrag Strom gegen Zeit
dargestellt, welcher den Magnetisierungsstrompuls H2 für den Ausgangszustand zeigt.
[0030] Fig. 5 zeigt einen erfindungsgemäßen elektromagnetischen Auslöser mit Flussverstärkung
durch ein ferromagnetisches Joch 11 mit einem Magnetremanenzsystem im Auslösefall.
Im Diagramm unterhalb dieser Anordnung ist ein Auftrag Strom gegen Zeit dargestellt,
welcher den Strompuls für die Koerzitiv-Feldstärke H5 für den Auslösezustand zeigt.
[0031] Der erfindungsgemäße elektromagnetische Auslöser für elektromagnetische Schaltgeräte
zeichnet sich dadurch aus, dass die mechanische Verklinkung des Schaltgeräts ohne
einen kostenintensiven Permanentmagneten vorgenommen werden kann, indem ein Magnetremanenzsystem
verwendet wird, wobei auf die üblichen Bauteile für einen elektromagnetischen Auslöser
zurückgegriffen werden kann.
Bezugszeichenliste
[0032]
- 1
- Flussdichte B2-3 1
- 2
- Remanenz-Flussdichte B 4
- 3
- Feldstärke H0nach5
- 4
- Auslösefeder
- 5
- Stößel
- 6
- Spule
- 7
- Verklinkungsstelle
- 8
- Schaltkinematik
- 9
- Hauptkontakten
- 10
- Magnetremanenzsystem
- 11
- Joch
1. Elektromagnetischer Auslöser für elektromagnetische Schaltgeräte mit einem durch eine
Auslösefeder (4) in Auslöserichtung beaufschlagten Stößel (5) sowie einer Spule (6),
wobei ein Stromfluss durch die Spule (6) einen magnetischen Fluss HSpule im Auslösefall erzeugt, dadurch gekennzeichnet, dass der Stößel (5) in einer ersten angezogenen Schaltstellung durch einen magnetischen
Fluss HRemanenz, welcher durch ein Magnetremanenzsystem (10) bedingt ist, in Schaltstellungsposition
gehalten wird.
2. Elektromagnetischer Auslöser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Magnetremanenzsystem (10) ein ferromagnetischer Metallkörper ist.
3. Elektromagnetischer Auslöser nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Magnetsremanenzystem (10) in der Formgebung eines Polstückes ausgebildet ist.
4. Elektromagnetischer Auslöser nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Magnetremanenzsystem (10) durch ein nur temporär anliegendes äußeres magnetisches
Feld H0nach2 magnetisiert ist.
5. Elektromagnetischer Auslöser nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass nach Wegfall des äußeren magnetischen Feldes H0nach2 im Magnetremanenzsystem (10) der magnetische Fluss HRemanenz verbleibt, welcher eine mechanische Verklinkung des Schaltgeräts gegen eine vorgespannte
Auslösefederkraft ermöglicht.
6. Elektromagnetischer Auslöser nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Schaltstellung des Stößels (5) sich nach einem Stromfluss durch die Spule
(6) ergibt, wobei dieser Stromfluss den Aufbau einer entgegen der ursprünglich gerichteten
Feldstärke H0nach5 bewirkt, wodurch die mechanische Verklinkung im Schaltgerät gelöst wird.
7. Elektromagnetischer Auslöser nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erreichung des ersten Schaltstellungszustands nach einem Auslösefall das Magnetremanzsystem
(10) wieder durch Anlegen eines äußeren magnetischen Feldes H0nach2 zu magnetisieren ist.
8. Elektromagnetischer Auslöser nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass durch Verwendung eines ferromagnetischen Jochs (11) eine Flussverstärkung zu erzielen
ist.
9. Elektromagnetisches Schaltgerät mit einem elektromagnetischen Auslöser nach einem
der Ansprüche 1 bis 8.
10. Elektromagnetisches Schaltgerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das elektromagnetische Schaltgerät ein Leistungsschalter ist.