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(11) |
EP 3 426 987 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.09.2022 Patentblatt 2022/38 |
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Anmeldetag: 03.03.2017 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2017/000290 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2017/153041 (14.09.2017 Gazette 2017/37) |
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EINRICHTUNG ZUM KONTROLLIEREN DER BETRIEBSBEREITSCHAFT EINER HEIZUNGSANLAGE
APPARATUS FOR CHECKING THE OPERABILITY OF A HEATING SYSTEM
DISPOSITIF DE COMMANDE DE LA DISPONIBILITÉ D'UNE INSTALLATION DE CHAUFFAGE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
07.03.2016 DE 102016002794
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.01.2019 Patentblatt 2019/03 |
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Patentinhaber: Kamax GmbH |
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83365 Nussdorf (DE) |
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Erfinder: |
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- LANGGARTNER, Andreas
84558 Kirchweidach (DE)
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| (74) |
Vertreter: Leinweber & Zimmermann |
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Patentanwalts-PartG mbB
European Patent Attorneys
Viktualienmarkt 8 80331 München 80331 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 19 920 532 GB-A- 2 509 156
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DE-U1- 20 018 584
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Kontrollieren der Betriebsbereitschaft
einer Heizungsanlage nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Solch eine Einrichtung
ist beispielsweise aus
DE 199 20 532 A1 bekannt.
[0002] Herkömmliche Heizungsanlagen weisen beispielsweise einen Heizkessel auf, in dem in
einem Kesselkreislauf zirkulierendes Kesselwasser von einem Brenner aufgeheizt wird.
Das aufgeheizte Kesselwasser gibt Wärmeenergie an einen oder mehrere damit in Wärmeaustausch
stehende Heizkreisläufe oder Warmwasserkreisläufe ab, welche den Wärmeverbraucher
der Heizungsanlage darstellen. Diese Kreisläufe weisen Aktoren auf, mit denen beispielsweise
Pumpen und/oder Stellventile im Sinne eines wirtschaftlichen und an den Energiebedarf
des Verbrauchers angepassten Betriebs gesteuert, insbesondere geregelt werden. Diese
Aktoren sind an das Steuerteil über Leitungen angeschlossen, über die den Aktoren
die jeweiligen Steuersignale des Steuerteils zugeleitet werden. Daneben sind in dem
die Aktoren aufweisenden gesteuerten Teil der Heizungsanlage auch Sensoren vorgesehen,
die ebenfalls an das Steuerteil über Leitungen angeschlossen sind, auf denen dem Steuerteil
Rückmeldungen über Betriebszustände des gesteuerten Teils zugeführt werden.
[0003] An dem Steuerteil ist üblicherweise ein Schalter vorgesehen, mit dem dessen Stromversorgung
ein- und ausgeschaltet und dadurch die Heizungsanlage in ihre Betriebsbereitschaft
bzw. Außerbetriebsbereitschaft gesetzt werden kann. Dieser Schalter ist für jedermann
zugänglich, der zu der Heizungsanlage Zutritt hat, und somit einer Kontrolle entzogen.
Es kann jedoch beispielsweise aus wirtschaftlichen oder wartungstechnischen Gründen
wünschenswert sein, eine Kontrolle über die Betriebsbereitschaft auszuüben. Deshalb
ist es ein Ziel der vorliegenden Erfindung, eine Einrichtung zum Kontrollieren der
Betriebsbereitschaft einer Heizungsanlage anzugeben.
[0004] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit einer Einrichtung der eingangs genannten Art
gelöst, welche die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 aufweist.
[0005] Der erfindungsgemäßen Einrichtung liegt also der Gedanke zugrunde, dass bei einer
Unterbrechung einer für die Betriebsbereitschaft der Heizungsanlage erforderlichen
Verbindung zwischen deren Steuerteil und deren davon gesteuerten Teil die Betriebsbereitschaft
der gesamten Heizungsanlage nicht gegeben ist, aber durch Schließen dieser Verbindung
hergestellt wird. Letzteres ist aber nur für einen Anwender möglich, der im Besitz
der vorbestimmten Information ist, ohne deren Eingabe die Einrichtung nicht in ihren
Freigabezustand versetzbar ist. Dieser Grundgedanke schließt es insbesondere auch
ein, verschiedene Stufen der Betriebsbereitschaft festzulegen, in denen jeweils nur
ein Teil des gesamten Funktionsumfangs der Heizungsanlage betriebsbereit ist, beispielsweise
nur ausgewählte Heizkreise oder ausgewählte Betriebsarten, und für jede dieser Stufen
eine gesonderte Information festzulegen, die zur Herstellung der betreffenden Betriebsbereitschaftsstufe
einzugeben ist.
[0006] Die erfindungsgemäße Einrichtung erfordert keinen Eingriff in das Steuerteil oder
den davon gesteuerten Teil der Heizungsanlage, da sie lediglich auf deren Verbindung
im Sinne eines Öffnens oder Schließens dieser Verbindung einwirken muss. Diese Verbindung
besteht aus Einzelleitungen oder einer Busleitung, die sich zwischen Aktoren bzw.
Sensoren des gesteuerten Teils der Heizungsanlage und entsprechenden Anschlüssen des
Steuerteils erstrecken. Für jede dieser Leitungen weist die Einrichtung ein in Abhängigkeit
von der einzugebenden Information zwischen einem Öffnungszustand und einem Schließzustand
gesteuertes Schaltelement auf, das in die betreffende Leitung eingefügt ist, die dadurch
entsprechend dem Schaltzustand des Schaltelements unterbrochen oder geschlossen ist.
[0007] Die Festlegung der vorbestimmten Information, die zur Herstellung der Betriebsbereitschaft
der Heizungsanlage benötigt wird, kann durch den Hersteller der Einrichtung erfolgen.
Dadurch ist nur er und jede weitere Person, der er hiervon Mitteilung macht, zur Herstellung
der Betriebsbereitschaft befähigt.
[0008] In einer zweckmäßigen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Einrichtung ist vorgesehen,
dass die Informationsverarbeitungseinrichtung eine Echtzeituhr aufweist. Hierdurch
kann die Einrichtung beispielsweise den Zeitpunkt bestimmen, zu dem die vorbestimmte
Information mittels der Eingabeeinrichtung eingegeben wird. Insbesondere ist es in
diesem Zusammenhang zweckmäßig, dass die Informationsverarbeitungseinrichtung eine
Vergleichseinrichtung aufweist, die dazu eingerichtet ist, einen von der Echtzeituhr
gelieferten Echtzeitwert mit einem in der vorbestimmten Information festgelegten Zeitwert
zu vergleichen und in Abhängigkeit von dem Vergleichsergebnis die Einrichtung in ihren
Sperrzustand zu schalten. Die Festlegung des Zeitwertes in der zur Herstellung der
Betriebsbereitschaft erforderlichen vorgegebenen Information ermöglicht es also beispielsweise
einem Hersteller, die Betriebserlaubnis für die Heizungsanlage zeitlich zu begrenzen,
insbesondere auch die Betriebsbereitschaft zwangsweise zu beenden, wenn notwendige
Wartungsintervalle überschritten werden. Die Betriebsbereitschaft kann dann erst wieder
durch die erneute Eingabe einer zur Aufhebung des Sperrzustands geeigneten Information
hergestellt werden.
[0009] In einer vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Eingabeeinrichtung
eine Einrichtung zum Auslesen der vorbestimmten Information aus einem externen Speichermedium
aufweist. Dadurch wird die vorbestimmte Information dem Empfänger nicht im Klartext
zur Verfügung gestellt, sondern ohne Kenntnisnahme des Empfängers von dem externen
Speichermedium in die Einrichtung eingelesen. Eine Weiterverbreitung der vorbestimmten
Information oder ein erneutes Eingeben, ohne im Besitz des externen Speichermediums
zu sein, ist nicht möglich.
[0010] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, dass eine Ausgabeeinrichtung
zum Einschreiben von Information aus der Informationsverarbeitungseinrichtung in ein
externes Speichermedium vorgesehen ist. Insbesondere ist zweckmäßigerweise die Eingabeeinrichtung
als Eingabe/Ausgabeeinrichtung ausgebildet. Die in das externe Speichermedium eingeschriebene
Information kann beispielsweise ein Zählwert sein, der bei jeder Eingabe der vorbestimmten
Information um eine Einheit heruntergezählt wird. Wenn das externe Speichermedium
gleichzeitig die einzugebende vorbestimmte Information enthält, kann der auf ihr abgespeicherte
aktuelle Zählwert von der Informationsverarbeitungseinrichtung geprüft und die Einrichtung
in ihrem Sperrzustand gehalten werden, wenn dieser Zählwert eine vorgegebene Schranke
unterschreitet, beispielsweise den Wert Null hat. Dies bedeutet, dass die Anzahl der
mit diesem Speichermedium vergebbaren Betriebsberechtigungen erschöpft ist.
[0011] In diesem Zusammenhang ist zweckmäßig vorgesehen, dass die Eingabeeinrichtung eine
USB-Eingabe/Ausgabeschnittstelle aufweist. In diesem Fall kann das externe Speichermedium,
auf dem die zur Herstellung der Betriebsbereitschaft benötigte vorbestimmte Information
und ggf. der Zählwert für die Anzahl der bereits erteilten Berechtigungen abgespeichert
ist, ein einfach zu handhabender USB-Stick sein. Alternativ oder zusätzlich ist in
einer zweckmäßigen Ausführungsform vorgesehen, dass die Eingabeeinrichtung eine SD-Kartenschnittstelle
aufweist. In diesem Fall ist das externe Speichermedium eine SD-Karte, die in einen
Kartenhalter der Eingabeeinrichtung eingesteckt wird.
[0012] Gemäß einem weiteren Gedanken der Erfindung ist vorgesehen, dass die Einrichtung
dazu eingerichtet ist, zwischen der Einrichtung und dem Steuerteil zur Einstellung
seiner Betriebsweise dienende Information auszutauschen. Bei der zur Einstellung der
Betriebsweise des Steuerteils dienenden Information kann es sich beispielsweise um
Parameterwerte handeln, welche die Betriebsweise eines in dem Steuerteil ablaufenden
Betriebsprogramms beeinflussen. Es kann sich aber auch um Programmdaten handeln, die
einen Austausch des gesamten Betriebsprogramms des Steuerteils bewirken. Auf diese
Weise kann über die Einrichtung beispielsweise eine Grundparametrierung in das Steuerteil
oder ein Basisprogramm eingegeben werden, wodurch das Steuerteil gemäß einem entsprechenden
Grundprogramm betreibbar ist.
[0013] Der Einrichtung kann die zur Einstellung der Betriebsweise des Steuerteils dienende
Information beispielsweise durch Datenfernübertragung über ein mit der Einrichtung
verbundenes GPS-Modul zur Verfügung gestellt werden. Insbesondere ist zweckmäßigerweise
vorgesehen, dass die Einrichtung dazu eingerichtet ist, die zur Einstellung der Betriebsweise
des Steuerteils dienende Information an die Einrichtung aus einem mit ihr koppelbaren
externen Speichermedium zu übergeben. Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein,
dass die Einrichtung dazu eingerichtet ist, in Abhängigkeit von der mit der Eingabeeinrichtung
eingegebenen vorbestimmten Information eine Verbindung zwischen dem Steuerteil und
einem zur Eingabe der zur Einstellung der Betriebsweise dienenden Information vorgesehenen
Bedienteil des Steuerteils aus dem Sperrzustand in den Freigabezustand zu versetzen.
Hierdurch wird sichergestellt, dass eine Programmierung bzw. Umprogrammierung des
Steuerteils nur dann möglich ist, wenn die Einrichtung durch Eingabe der vorbestimmten
Information in Betriebsbereitschaft gesetzt ist. Die im Sperrzustand der Einrichtung
vorliegende Trennung der Verbindung zwischen dem Steuerteil und dem Bedienteil hat
nämlich zur Folge, dass Letzteres nicht auf das Steuerteil einwirken kann und insbesondere
dessen Einstellung nicht verändert werden kann. Auch dies bedeutet eine zumindest
teilweise Beschränkung der Betriebsbereitschaft der Heizungsanlage. Beispielsweise
kann das Bedienteil ein CAN-Berührungsbildschirm (CAN Touch Screen) und dessen Verbindung
mit dem Steuerteil ein CAN-Bus sein.
[0014] Vorteilhaft kann der Austausch der zur Einstellung der Betriebsweise des Steuerteils
dienenden Information derart ausgeführt werden, dass die Einrichtung mittels eines
in ihr ablaufenden Programms zunächst die in dem Steuerteil aktuell vorhandene Information,
beispielsweise die aktuellen Parameterwerte oder aktuellen Programmdaten, ausliest
und abspeichert. Dann durchläuft dieses Programm eine Abfrage, ob an die Einrichtung
ein zur Einstellung der Betriebsweise des Steuerteils dienende Information enthaltendes
externes Speichermedium angeschlossen ist. Gegebenenfalls liest es die Information
aus dem externen Speichermedium in die Einrichtung ein, welche sodann die Information
zur Neuprogrammierung des Steuerteils an Letzteres weiterleitet. In Abwesenheit eines
externen Speichermediums kann von der Einrichtung wieder die dem früheren Zustand
entsprechende abgespeicherte Information an das Steuerteil zurückgegeben werden.
[0015] In einer weiteren zweckmäßigen Ausgestaltung ist ferner vorgesehen, dass die Einrichtung
eine Manipulationserfassungseinrichtung aufweist und dazu eingerichtet ist, ansprechend
auf ein Erfassungssignal der Manipulationserfassungseinrichtung in den Sperrzustand
versetzt zu werden. Bei dieser Manipulationserfassungseinrichtung kann es sich um
eine Sensorik handeln, die beispielsweise eine durch gewaltsame Öffnungsversuche eines
Gehäuses verursachte Unterbrechung eines Leiters oder durch sonstige Gewalteinwirkungen
verursachte Beschleunigungen erkennt.
[0016] Zweckmäßigerweise weist die Informationsverarbeitungseinrichtung einen Mikroprozessor
auf. Durch dessen Programmierung lassen sich auf einfache Weise alle Funktionen der
Einrichtung verwirklichen.
[0017] In der folgenden Beschreibung wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung
beispielhaft erläutert. Hierin zeigen:
- Fig. 1
- ein Blockschema einer Heizungsanlage mit einer Einrichtung zum Kontrollieren ihrer
Betriebsbereitschaft,
- Fig. 2
- ein Funktionsschema der in Fig. 1 dargestellten Anlage und
- Fig. 3
- ein Flussdiagramm eines in dem Funktionsschema von Fig. 2 möglichen Funktionsablaufs.
[0018] Gemäß Fig. 1 weist eine Heizungsanlage eine Einrichtung 1 zum Kontrollieren ihrer
Betriebsbereitschaft auf. Die Einrichtung 1 ist zwischen einem Steuerteil 2 der Heizungsanlage,
der insbesondere in Form eines Mikroprozessors ausgebildet ist, und einem gesteuerten
Teil 3 der Heizungsanlage angeordnet.
[0019] Die Einrichtung 1 weist eine Anzahl von Schalterelementen S1 bis S7 auf, die durch
eine in der Einrichtung 1 vorgesehene Informationsverarbeitungseinrichtung (nicht
dargestellt), bei der es sich um einen Mikroprozessor handeln kann, selektiv zwischen
einem Öffnungszustand und einem Schließzustand schaltbar sind. Die Schaltelemente
S1 bis S5 liegen jeweils in einer den Steuerteil 2 mit einem Aktor oder Sensor des
gesteuerten Teils 3 verbindenden Leitung L1 bis L5, wogegen die Schaltelemente S6
und S7 jeweils in einer den Steuerteil 2 mit einem Bedienteil 4 verbindenden Leitung
L6 und L7 liegen. Insbesondere handelt es sich bei dem Bedienteil 4 um einen CAN Touch
Screen, wobei dann die Leitung L6 CAN Low und die Leitung L7 CAN High entspricht.
Im Öffnungszustand eines der Schalter S1 bis S7 ist also die entsprechende Leitung
L1 bis L7 unterbrochen, während sie im Schließzustand durchgeschaltet ist. Der im
Schließzustand stattfindende Informationsaustausch zwischen dem Steuerteil 2 und dem
betreffenden Aktor oder Sensor des gesteuerten Teils 3 wird also beim Übergang des
betreffenden Schalterelementes in seinen Öffnungszustand unterbrochen, so dass der
hierdurch gesteuerte bzw. geregelte Betrieb der Heizungsanlage nicht mehr bereitsteht.
Ferner wird durch den Übergang der Schalterelemente S6 und S7 in ihren Öffnungszustand
die Verbindung zwischen dem Steuerteil 2 und dem Bedienteil 4 unterbrochen, so dass
auch zwischen Letzterem und dem Steuerteil 2 kein Informationsaustausch mehr stattfinden
kann.
[0020] Beispielsweise können in dem dargestellten Ausführungsbeispiel die Leitungen L1,
L2 und L3 jeweils zur Steuerung des Betriebs einer Pumpe eines Heizkreislaufs oder
Warmwasserkreislaufs dienen. Die Leitung L4 könnte der Ein- und Aussteuerung eines
Brenners der Heizungsanlage dienen. Bei der Leitung L6 könnte es sich um eine Netzstromversorgungsleitung
handeln.
[0021] Eine in der schematischen Darstellung von Fig. 2 angedeutete Eingabeeinrichtung 5
der Einrichtung 1 ist beispielsweise in Form einer USB-Eingabe/Ausgabeschnittstelle
oder einer SD-Karten-Schnittstelle ausgebildet. Auf einem entsprechenden externen
Speichermedium, beispielsweise einem USB-Stick oder einer SD-Karte, ist eine vorbestimmte
Information aufgezeichnet, die mittels der Eingabeeinrichtung aus dem externen Speichermedium
in die Informationsverarbeitungseinrichtung der Einrichtung 1 eingelesen wird. Die
Informationsverarbeitungseinrichtung verifiziert die eingelesene Information und steuert
darauf ansprechend alle oder eine durch die vorbestimmte Information identifizierte
Auswahl der Schalterelemente S1 bis S7 in ihren Schließzustand. Dadurch wird die Betriebsbereitschaft
der Heizungsanlage in ihrer Gesamtheit oder in der Auswahl der Schalterelemente entsprechenden
Teilbereichen hergestellt.
[0022] Die Eingabeeinrichtung 5 oder eine dafür vorgesehene weitere Eingabeeinrichtung der
Einrichtung 1 kann auch dazu dienen, von einem externen Speichermedium, beispielsweise
einem USB-Stick, zur Einstellung der Betriebsweise des Steuerteils 2 dienende Information
einzulesen. Letztere kann beispielsweise Parameterwerte enthalten, mit denen die Betriebsweise
eines in dem Steuerteil ablaufenden Betriebsprogramms bestimmt wird. Alternativ kann
es sich auch um Programmdaten handeln, die den Austausch des gesamten Betriebsprogramms
ermöglichen. Mittels der Einrichtung 1 kann dann gemäß dem in Fig. 3 skizzierten Flussdiagramm
das Steuerteil 2 programmiert bzw. umprogrammiert werden. Gemäß diesem Flussdiagramm
liest die Einrichtung 1 zunächst die in dem Steuerteil 2 aktuell vorhandene Information
aus und speichert sie ab. Sodann erfolgt eine Abfrage auf das Vorhandensein eines
externen Speichermediums mit zur Einstellung der Betriebsweise des Steuerteils 2 dienender
Information. Sofern diese Abfrage mit "ja" beantwortet wird, überträgt die Einrichtung
1 die aus dem externen Speichermedium übernommene Information an das Steuerteil 2,
wodurch dieses entsprechend der übertragenen Information programmiert wird. Wenn kein
externes Speichermedium angeschlossen ist und die Abfrage mit "nein" beantwortet wird,
kann die vorher ausgelesene und in der Einrichtung 1 abgespeicherte Programmversion
an das Steuerteil 2 zurückgegeben werden.
[0023] Weiterhin kann die Informationsverarbeitungseinrichtung eine Echtzeituhr aufweisen.
Dadurch ist es möglich, die mit der Eingabeeinrichtung eingebbare vorbestimmte Information
mit einer Echtzeitangabe zu versehen, durch die die Informationsverarbeitungseinrichtung
dazu veranlasst wird, die Einrichtung 1 in ihren Sperrzustand zu versetzen, wenn ihre
Echtzeituhr die Erreichung der voreingestellten Echtzeit anzeigt.
Verzeichnis der Bezugszeichen
[0024]
- 1
- Einrichtung zum Kontrollieren der Betriebsbereitschaft
- 2
- Steuerteil
- 3
- gesteuerter Teil
- S1 ... S7
- Schalterelement
- L1 ... L7
- Leitung
- 4
- Bedienteil
- 5
- Eingabeeinrichtung
1. Einrichtung zum Kontrollieren der Betriebsbereitschaft einer Heizungsanlage, die einen
Steuerteil (2), einen davon gesteuerten Teil (3) und eine Verbindung (L1 bis L7) zwischen
dem Steuerteil (2) und dem gesteuerten Teil (3) aufweist, wobei die Verbindung aus
Einzelleitungen oder einer Busleitung, die sich zwischen Aktoren bzw. Sensoren des
gesteuerten Teils (3) und entsprechenden Anschlüssen des Steuerteils (2) erstrecken,
besteht, und die Einrichtung (1) eine Eingabeeinrichtung für Information und eine
damit gekoppelte Informationsverarbeitungseinrichtung aufweist, die dazu eingerichtet
ist, die Einrichtung (1) in Abhängigkeit von einer mit der Eingabeeinrichtung eingegebenen
vorbestimmten Information aus einem Sperrzustand in einen Freigabezustand zu versetzen,
dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung für jede dieser Leitungen ein in Abhängigkeit von der einzugebenden
Information zwischen einem Öffnungszustand und einem Schließzustand gesteuertes Schaltelement
(S1 bis S7) aufweist, das in die betreffende Leitung eingefügt ist, die dadurch entsprechend
dem Schaltzustand des Schaltelements in dem Sperrzustand unterbrochen oder in dem
Freigabezustand geschlossen ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Informationsverarbeitungseinrichtung eine Echtzeituhr aufweist.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Informationsverarbeitungseinrichtung eine Vergleichseinrichtung aufweist, die
dazu eingerichtet ist, einen von der Echtzeituhr gelieferten Echtzeitwert mit einem
in der vorbestimmten Information festgelegten Zeitwert zu vergleichen und in Abhängigkeit
von dem Vergleichsergebnis die Einrichtung in ihren Sperrzustand zu schalten.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Eingabeeinrichtung eine Einrichtung zum Auslesen der vorbestimmten Information
aus einem externen Speichermedium aufweist.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Ausgabeeinrichtung zum Einschreiben von Information aus der Informationsverarbeitungseinrichtung
in ein externes Speichermedium vorgesehen ist.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Eingabeeinrichtung eine USB-Eingabe/Ausgabeschnittstelle aufweist.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Eingabeeinrichtung eine SD-Kartenschnittstelle aufweist.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung dazu eingerichtet ist, zwischen der Einrichtung (1) und dem Steuerteil
(2) zur Einstellung seiner Betriebsweise dienende Information auszutauschen.
9. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung dazu eingerichtet ist, in Abhängigkeit von der mit der Eingabeeinrichtung
eingegebenen vorbestimmten Information eine Verbindung zwischen dem Steuerteil (2)
und einem zur Eingabe der zur Einstellung der Betriebsweise dienenden Information
vorgesehenen Bedienteil (4) des Steuerteils (2) aus dem Sperrzustand in den Freigabezustand
zu versetzen.
10. Einrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung dazu eingerichtet ist, die zur Einstellung der Betriebsweise des
Steuerteils (2) dienende Information an die Einrichtung (1) aus einem mit ihr koppelbaren
externen Speichermedium zu übergeben.
11. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (1) eine Manipulationserfassungseinrichtung aufweist und dazu eingerichtet
ist, ansprechend auf ein Erfassungssignal der Manipulationserfassungseinrichtung in
den Sperrzustand versetzt zu werden.
12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Informationsverarbeitungseinrichtung einen Mikroprozessor aufweist.
1. A device for checking the operability of a heating system comprising a control part
(2), a part (3) controlled by the control part (2) and a connection (L1 to L7) between
the control part (2) and the controlled part (3), wherein the connection consists
of single lines or a bus line extending between actuators and sensors of the controlled
part (3) and the corresponding terminals on the control part (2), and wherein the
device (1) comprises an information input device and an information processing device
connected thereto which is configured to switch the device (1) from a locked state
to a released state, depending on predefined information entered using the input device,
characterised in that the device comprises, for each of said lines, a switching element (S1 to S7) which
is controlled between an open state and closed state depending on the information
to be entered, which switching component is inserted into the respective line, which
is thus interrupted in the locked state or closed in the released state according
to the switching state of the switching element.
2. The device in accordance with claim 1, characterised in that the information processing device comprises a real-time clock.
3. The device in accordance with claim 2, characterised in that the information processing device comprises a comparator which is configured to compare
a real-time value provided by the real-time clock with a time value specified in the
predefined information and to switch the device to its locked state depending on the
result of the comparison.
4. The device in accordance with one of claims 1 to 3, characterised in that the input device comprises a device for reading the predefined information from an
external storage medium.
5. The device in accordance with one of claims 1 to 4, characterised in that an output device for writing information from the information processing device to
an external storage medium is provided.
6. The device in accordance with one of claims 1 to 5, characterised in that the input device comprises a USB input/output interface.
7. The device in accordance with one of claims 1 to 6, characterised in that the input device comprises an SD card interface.
8. The device in accordance with one of claims 1 to 7, characterised in that the device is configured to exchange information used to set the operating mode of
the control part (2) between the device (1) and control part (2).
9. The device in accordance with claim 8, characterised in that the device is configured to switch a connection between the control part (2) and
an operating device (4), provided to input the information used to set the operating
mode, of the control part (2) from the locked state to the released state, depending
on the predefined information input by the input device.
10. The device in accordance with claim 8 or 9, characterised in that the device is configured to transfer the information used to set the operating mode
of the control part (2) to the device (1) from an external storage medium connectable
thereto.
11. The device in accordance with one of claims 1 to 10, characterised in that the device (1) comprises a manipulation detecting device and is configured to be
switched to the locked state in response to a detection signal from the manipulation
detecting device.
12. The device in accordance with one of claims 1 to 11, characterised in that the information processing device comprises a microprocessor.
1. Dispositif de contrôle de la disponibilité d'une installation de chauffage dotée d'une
partie de commande (2), d'une partie (3) commandée par celle-ci et d'une liaison (L1
à L7) entre la partie de commande (2) et la partie commandée (3), ladite liaison se
composant de lignes individuelles ou d'une ligne de bus s'étendant entre des actionneurs
ou capteurs de la partie commandée (3) et des bornes correspondantes de la partie
de commande (2), et ledit dispositif (1) présentant un dispositif d'entrée d'information
et un dispositif de traitement d'information qui y est couplé et qui est conçu pour
faire passer le dispositif (1) d'un état bloqué à un état libéré en fonction d'une
information prédéterminée entrée par le biais du dispositif d'entrée, caractérisé en ce que le dispositif présente, pour chacune desdites lignes, un élément de commutation (S1
à S7) qui est commandé entre un état ouvert et un état fermé en fonction de l'information
à entrer et qui est inséré dans la ligne concernée, laquelle se trouve ainsi interrompue,
à l'état bloqué, ou ouverte, à l'état libéré, en fonction de l'état de commutation
de l'élément de commutation.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de traitement d'information présente une horloge temps réel.
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que le dispositif de traitement d'information présente un comparateur conçu pour comparer
une valeur de temps réel fournie par l'horloge temps réel à une valeur de temps fixée
dans l'information prédéterminée et pour effectuer la commutation du dispositif vers
son état bloqué en fonction du résultat de comparaison.
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le dispositif d'entrée présente un dispositif de lecture de l'information prédéterminée
à partir d'un moyen de stockage externe.
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'il est prévu un dispositif de sortie permettant d'écrire une information issue du
dispositif de traitement d'information sur un moyen de stockage externe.
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le dispositif d'entrée présente une interface d'entrée/sortie USB.
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le dispositif d'entrée présente une interface de carte SD.
8. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le dispositif est conçu pour effectuer l'échange d'une information entre le dispositif
(1) et la partie de commande (2) pour régler le mode de fonctionnement de cette dernière.
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que le dispositif est conçu pour faire passer de l'état bloqué à l'état libéré une liaison
entre la partie de commande (2) et un organe de commande (4) de la partie de commande
(2) prévu pour l'entrée de l'information servant au réglage du mode de fonctionnement,
en fonction de l'information prédéterminée entrée par le biais du dispositif d'entrée.
10. Dispositif selon la revendication 8 ou 9, caractérisé en ce que le dispositif est conçu pour transmettre au dispositif (1) l'information servant
au réglage du mode de fonctionnement de la partie de commande (2) en provenance d'un
moyen de stockage externe couplable avec celui-ci.
11. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le dispositif (1) présente un dispositif de détection de manipulation et est conçu
pour passer à l'état bloqué en réaction à un signal de détection du dispositif de
détection de manipulation.
12. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que le dispositif de traitement d'information présente un microprocesseur.
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