TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Absenkdichtung für eine Tür, insbesondere
eine mechanisch absenkbare Dichtungsvorrichtung.
STAND DER TECHNIK
[0002] Automatisch mechanisch absenkbare Dichtungsvorrichtungen sind bekannt. Sie werden
im Allgemeinen für schwellenlose Türen eingesetzt, um den unteren Spalt zwischen Türflügel
und Boden gegen Durchzug, Schall und Lichtdurchlass zu dichten. Bewährt hat sich eine
Dichtung, wie sie beispielweise in
EP 0 338 974 offenbart ist.
[0003] Die Betätigung der Dichtungsvorrichtungen erfolgt automatisch ein- oder zweiseitig
beim Schliessen und Öffnen der Tür, indem beim Schliessen der Tür ein dem Türflügel
vorstehender federbelasteter Auslösebolzen eingedrückt wird. Dadurch wird über einen
Absenkmechanismus eine Dichtleiste abgesenkt. Beim Öffnen des Türflügels wird der
Auslösebolzen wieder freigegeben und der Absenkmechanismus hebt die Dichtleiste dank
der Rückstellkraft der Federn wieder an.
[0005] Ein besonders geeigneter Absenkmechanismus ist in
DE 19 516 530 beschrieben. Er umfasst den erwähnten Auslösebolzen, an welchem ein flacher Schieber
befestigt ist. Der Schieber ist innerhalb der Gehäuseschiene verschiebbar gehalten.
Der Absenkmechanismus umfasst ferner mindestens zwei Blattfedern, welche an je einem
ersten Ende mit dem Schieber fest verbunden sind und an je einem zweiten Ende schwenkbar
an der Gehäuseschiene befestigt sind. Im mittleren Bereich sind die Blattfedern mittels
je eines Kunststoffkörpers mit der Dichtleiste gelenkig verbunden. Hierfür ist für
eine erste Blattfeder eine Querbohrung vorhanden, welche von einem Zapfen durchsetzt
ist. Für die zweite und folgende Blattfeder sind Langlöcher vorhanden, welche ebenfalls
von je einem Zapfen durchsetzt sind. Die Querbohrung ermöglicht die Fixierung der
Dichtleiste an der Blattfeder. Die Langlöcher erlauben, dass die Blattfedern unterschiedlich
durchgebogen werden, so dass sich die Dichtleiste der Neigung des Gebäudebodens automatisch
anpasst.
[0006] Ferner sind Dichtungsvorrichtungen gekannt, welche sich kürzen lassen.
EP 2 050 918 offenbart einen Absenkmechanismus, welcher an beiden Enden der Dichtungsvorrichtung
derart zurückversetzt ist, dass sich die Gehäuseschiene, die Trägerschiene wie auch
das Dichtungsprofil der Dichtungsvorrichtung gemeinsam kürzen lassen.
[0007] DE 20 2011 051 326 U beschreibt eine Dichtungsvorrichtung mit mehreren Abschnitten, wobei sie um die entsprechende
Abschnittlänge gekürzt werden kann.
[0008] Die beschriebenen federbelasteten Absenkmechanismen haben sich in der Praxis bewährt.
Charakteristisch ist, dass sie beim Absenken die Dichtleiste in Längsrichtung der
Dichtungsvorrichtung verschoben werden. Dies muss bei der Montage der Dichtungsvorrichtung
berücksichtigt werden, damit die harte Trägerschiene der Dichtleiste nicht am Türrahmen
schleift und diesen zerkratzt bzw. damit sich das elastomere Dichtungsprofil im vertikalen
Türspalt nicht zu sehr wölbt. Wird die Dichtungsvorrichtung jedoch zu kurz gewählt
bzw. der Abstand zum Türrahmen zu gross eingestellt, ist die Dichtwirkung nicht optimal,
da das weiche Dichtungsprofil nicht mehr am Türrahmen anliegt und somit nicht mehr
den gesamten Spalt zwischen Türflügel und Gebäudeboden abdichten kann. Die bekannten
Dichtungen sind jedoch entsprechend optimiert. Muss jedoch die Absenkdichtung gekürzt
werden, um an die Masse des Türflügels angepasst zu werden, geht diese optimale Anpassung
verloren.
[0009] In den Figuren 1a bis 1d ist ein Ausschnitt einer Absenkdichtung gemäss dem Stand
der Technik dargestellt. Sie wird werkseitig wie in Figur 1a dargestellt geliefert.
[0010] Die Absenkdichtung weist eine Gehäuseschiene 1 sowie eine darin anhebbar und absenkbar
gehaltene Dichtleiste auf. Die Dichtleiste umfasst eine Trägerschiene 2 sowie ein
daran befestigtes Dichtungsprofil 3. Es ist diejenige Stirnseite sichtbar, welche
dem Auslöseknopf der Absenkdichtung gegenüberliegt. Im angehobenen Zustand ist die
Trägerschiene 2 auf dieser Stirnseite zur Gehäuseschiene 1 zurückversetzt. Das Dichtungsprofil
3 steht der Trägerschiene 2 vor. Üblicherweise fluchtet das Dichtungsprofil 3 auf
dieser Stirnseite mit der Gehäuseschiene 3. Auf der nicht dargestellten gegenüberliegenden
Stirnseite ist die Anordnung üblicherweise anders. Dort fluchtet die Trägerschiene
2 üblicherweise mit der Stirnseite der Gehäuseschiene 1 und das Dichtungsprofil 3
steht der Gehäuseschiene 1 vor.
[0011] Beim Absenken verschiebt sich die Dichtleiste in Längsrichtung L, wie dies in Figur
1b dargestellt ist.
[0012] Derartige Absenkdichtungen werden, wie oben erwähnt, vor Ort oder im Türenwerk oft
gekürzt, um an die Masse der zu dichtenden Tür angepasst zu werden. Hierzu lässt sich
die Absenkdichtung, d.h. die Gehäuseschiene 1, die Trägerschiene 2 und das Dichtungsprofil
3 gemeinsam kürzen, indem das dem Auslöseknopf gegenüberliegende Endstück abgesägt
oder anderweitig abgetrennt wird. Die Kürzungslinie K ist in Figur 1b gestrichelt
dargestellt. Sie kann sich auch an einer anderen Stelle befinden.
[0013] Figur 1c zeigt die Absenkdichtung im gekürzten Zustand. Gehäuseschiene 1, Trägerschiene
2 und Dichtungsprofil 3 fluchten auf der dem Auslöseknopf gegenüber liegenden Stirnseite
miteinander. Wird nun diese gekürzte Dichtung abgesenkt, wie dies in Figur 1d dargestellt
ist, so steht nicht nur das Dichtungsprofil 3, sondern auch die Trägerschiene 2 dem
Gehäuseprofil 1 vor. Je nach Situation vor Ort kratzt nun die Trägerschiene 2 am Türrahmen
oder es bildet sich ein unerwünschter Spalt zwischen Dichtungsprofil 3 und Türrahmen
aus. Beides ist unerwünscht.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0014] Es ist deshalb eine Aufgabe der Erfindung, eine Dichtungsvorrichtung zu schaffen,
welche auch nach dem Kürzen optimal verwendet werden kann.
[0015] Diese Aufgabe löst eine Dichtungsvorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1.
[0016] Die erfindungsgemässe Dichtungsvorrichtung für eine Tür weist eine Gehäuseschiene,
eine in der Gehäuseschiene gehaltene Dichtleiste sowie einen Absenkmechanismus zur
Anhebung und Absenkung der Dichtleiste relativ zur Gehäuseschiene und quer zur Längsrichtung
der Dichtungsvorrichtung auf. Erfindungsgemäss ist die Dichtleiste im angehobenen
Zustand in Längsrichtung der Dichtungsvorrichtung und relativ zur Gehäuseschiene von
einer Grundposition in eine andere Position versetzbar ist. Vorzugsweise lässt sie
sich manuell versetzen. Vorzugsweise lässt sie sich in diese Position ziehen oder
stossen. Die Dichtleiste ist vorzugsweise auch wieder in die Grundposition zurücksetzbar.
[0017] Nachfolgend werden die Begriffe "verschieben", "Verschiebbarkeit" und ähnliches verwendet.
Es ist jeweils eine Versetzung von einer Position in eine andere gemeint, welche nicht
zwingend durch ein Schieben erfolgt sein muss, sondern welche auch durch eine andere
Art von Kraftbeaufschlagung erreichbar sein könnte.
[0018] Somit kann die Absenkdichtung in dieser versetzten Position bearbeitet werden. Insbesondere
kann die Gehäuseschiene gemeinsam mit der Dichtleiste gekürzt werden und die Dichtleiste
anschliessend wieder in ihre Grundposition zurückgebracht werden. Dadurch ist sichergestellt,
dass die Dichtleiste auch bei gekürzter Absenkdichtung der Gehäuseschiene im abgesenkten
Zustand nicht oder kaum vorsteht und somit beim Absenken und Anheben nicht dem Türrahmen
entlang kratzen kann.
[0019] Vorzugsweise ist die Dichtleiste annähernd oder genau um eine Strecke in ihrer Position
versetzbar, um welche sie auch beim Absenken in Längsrichtung typischerweise verschoben
wird. Dadurch ist sichergestellt, dass die gekürzte Absenkdichtung nach wie vor dieselben
optimierten Eigenschaften aufweist wie eine ungekürzte Dichtung ab Werk.
[0020] Vorzugsweise ist die Dichtleiste mittels eines Befestigungsmoduls mit dem Absenkmechanismus
verbunden, wobei das Befestigungsmodul fest mit dem Absenkmechanismus verbunden ist
und wobei die Lage bzw. Position der Dichtleiste in Längsrichtung bezüglich des Befestigungsmoduls
veränderbar ist. Die Anordnung kann auch umgekehrt sein, d.h. die Dichtleiste ist
fest mit dem Befestigungsmodul verbunden und die Position des Befestigungsmoduls ist
in Längsrichtung bezüglich des Absenkmechanismus veränderbar.
[0021] Vorzugsweise ist das Befestigungsmodul aus Kunststoff gefertigt. Vorzugsweise ist
es zwischen zwei Seitenwänden der Dichtleiste gehalten und fixiert vorzugsweise eine
Blattfeder des Absenkmechanismus.
[0022] In bevorzugten Ausführungsbeispielen weist die Dichtleiste eine Trägerschiene und
ein daran angeordnetes Dichtungsprofil auf. Das Dichtungsprofil besteht vorzugsweise
aus einem weichen elastischen Material, insbesondere aus einem Elastomer. Die Gehäuseschiene
und die Trägerschiene sind vorzugsweise aus einem Metall, insbesondere Aluminium,
gefertigt.
[0023] In bevorzugten Ausführungsformen ist der Absenkmechanismus in einer ersten Befestigungsstelle
an der Gehäuseschiene und in einer zweiten Befestigungsstelle an der Trägerschiene
befestigt. Die zweite Befestigungsstelle ermöglicht ein Versetzen, auch Verschieben
genannt, der Dichtleiste in Längsrichtung der Dichtungsvorrichtung und relativ zur
Gehäuseschiene.
[0024] Vorzugsweise ist die Dichtleiste, insbesondere die Trägerschiene, in mindestens einem
diskreten Schritt verschiebbar und in der neuen Position stabil gehalten, so dass
sich die Dichtleiste während des Kürzungsvorgangs und auch bei Gebrauch nicht von
alleine verschieben kann.
[0025] Vorzugsweise ist genau eine Verschiebeposition vorhanden. Es können jedoch auch mehrere
Verschiebepositionen vorhanden sein. Die Grundstellung der Dichtleiste kann dabei
in der Mitte oder an einem Ende der Verschiebeskala liegen.
[0026] Vorzugsweise ermöglicht die zweite Befestigungsstelle ein Verschieben der Dichtleiste
bzw. der Trägerschiene relativ zum Absenkmechanismus. Vorzugsweise wird die gesamte
Dichtleiste, d.h. Trägerschiene und Dichtungsprofil, verschoben.
[0027] Vorzugsweise ist das Dichtungsprofil oder mindestens ein Teil davon in Längsrichtung
verschiebbar an der Trägerschiene gehalten, damit sie nach ihrer Kürzung wieder in
eine der Trägerschiene vorstehende stirnseitige Position gebracht werden kann. In
anderen Ausführungsformen lässt sich das Dichtungsprofil verlängern. Dies lässt sich
in bevorzugten Ausführungsformen durch manuelles "Massieren" des Materials des Dichtungsprofils
in Längsrichtung erreichen.
[0028] In einer bevorzugten Ausführungsform ist die zweite Befestigungsstelle durch eine
Verbindung zwischen mindestens einem Zapfen und mindestens einer Verschiebeöffnung
gebildet. Der mindestens eine Zapfen greift in die mindestens eine Verschiebeöffnung
ein und ist in dieser gehalten. Die mindestens eine Verschiebeöffnung ist in Längsrichtung
der Dichtungsvorrichtung grösser ausgebildet als der Zapfen, so dass die Lage des
mindestens einen Zapfens innerhalb der Verschiebeöffnung in Längsrichtung der Dichtungsvorrichtung
veränderbar ist. Diese Vorrichtung ist kostengünstig herstellbar und einfach montierbar.
[0029] Vorzugsweise ist der mindestens eine Zapfen fest mit dem Absenkmechanismus verbunden
und die mindestens eine Verschiebeöffnung ist im Trägerprofil angeordnet. Es ist jedoch
auch die umgekehrte Anordnung möglich.
[0030] Damit diskrete Positionierungen möglich sind bzw. damit sich die Trägerschiene bei
bestimmungsgemässen Gebrauch der Absenkdichtung und auch beim Kürzen der Dichtung
nicht von alleine verschieben kann, weist die Verschiebeöffnung in Längsrichtung betrachtet
in ihrem mittleren Bereich eine Verjüngung auf, welche vom Zapfen unter einem erhöhten
Kraftaufwand überwindbar ist. Sollen mehr als zwei Verschiebepositionen der Trägerschiene
möglich sein, so kann die Verschiebeöffnung mit mehreren, in Längsrichtung hintereinander
angeordneten Verjüngungen oder Schikanen ausgebildet sein.
[0031] In bevorzugten Ausführungsformen weist der Absenkmechanismus mindestens eine Blattfeder
auf, welche sich in Längsrichtung der Dichtungsvorrichtung innerhalb der Gehäuseschiene
erstreckt und welche an der ersten Befestigungsstelle schwenkbar mit der Gehäuseschiene,
an der zweiten Befestigungsstelle gelenkig mit der Trägerschiene und an einer dritten
Befestigungsstelle fest mit einem Betätigungselement, vorzugsweise einem Schieber,
verbunden ist. Vorzugsweise ist die mindestens eine Blattfeder fest mit dem Befestigungsmodul
verbunden.
[0032] Vorzugsweise sind mindestens zwei derartige Blattfedern hintereinander angeordnet
und jede mit eigenen Befestigungsstellen befestigt, wobei jede der zweiten Befestigungsstellen
das Verschieben der gesamten Trägerschiene ermöglicht.
[0033] Vorzugsweise wird ein Absenkmechanismus verwendet, wie er in den eingangs erwähnten
DE 19 516 530 und
EP 2 050 918 beschrieben und dargestellt ist.
[0034] Vorzugsweise ist das Befestigungsmodul zwischen zwei Seitenwänden der Trägerschiene
angeordnet und weist zwei Zapfen auf, wobei je einer der zwei Zapfen zu einer Seitenwand
hingerichtet ist und wobei jede der zwei Seitenwände eine der mindestens einen Verschiebeöffnung
aufweist.
[0035] Dieses Befestigungsmodul lässt sich kostengünstig herstellen und einfach montieren.
[0036] Vorzugsweise besteht das Befestigungsmodul aus Kunststoff, so dass es leicht federnde
Eigenschaften aufweist, welche bei der Montage und Demontage hilfreich sind. Das Befestigungsmodul
lässt sich vorzugsweise in die Gehäuseschiene einklipsen.
[0037] Vorzugsweise weist das Befestigungsmodul mindestens eine nach oben ragende, das Trägerprofil
überragende Nase auf. Vorzugsweise sind zwei einander gegenüberliegende Nasen vorhanden.
Dies erleichtert die Montage ebenfalls.
[0038] Die erfindungsgemässe Idee eignet sich insbesondere für Ausführungsformen, bei welchen
der Absenkmechanismus beim Absenken der Dichtleiste diese in Längsrichtung relativ
zur Gehäuseschiene verschiebt. Sie lässt sich jedoch auch in anderen Dichtungsvorrichtungen
verwenden.
[0039] Weitere Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0040] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnungen
beschrieben, die lediglich zur Erläuterung dienen und nicht einschränkend auszulegen
sind. In den Zeichnungen zeigen:
- Figur 1a
- eine perspektivische Darstellung eines Teils einer Absenkdichtung gemäss dem Stand
der Technik im angehobenen Zustand wie werkseitig hergestellt;
- Figur 1b
- die Absenkdichtung gemäss Figur 1a im abgesenkten Zustand vor ihrer Kürzung;
- Figur 1c
- die Absenkdichtung gemäss Figur 1a im angehobenen Zustand nach ihrer Kürzung;
- Figur 1d
- die gekürzte Absenkdichtung nach Figur 1c im abgesenkten Zustand;
- Figur 2a
- eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemässen Absenkdichtung;
- Figur 2b
- einen vergrösserten Ausschnitt der Absenkdichtung gemäss Figur 2a;
- Figur 3a
- eine perspektivische Darstellung eines Teils der Absenkdichtung gemäss Figur 1a im
angehobenen Zustand wie werkseitig hergestellt;
- Figur 3b
- die Absenkdichtung gemäss Figur 3a mit verschobener Dichtleiste;
- Figur 3c
- die Absenkdichtung gemäss Figur 3b im gekürzten Zustand;
- Figur 3d
- die Absenkdichtung gemäss Figur 3c mit in ihre ursprüngliche Horizontallage zurück
gesetzter Dichtleiste;
- Figur 3e
- die Absenkdichtung gemäss Figur 3d im abgesenkten Zustand;
- Figur 3f
- die Absenkdichtung gemäss Figur 3e mit stirnseitig dem Trägerprofil vorstehendem Dichtungsprofil;
- Figur 4
- eine perspektivische Darstellung eines Bereichs der Absenkdichtung ohne Gehäuseschiene
und Dichtungsprofil, in einer ersten Position des Trägerprofils;
- Figur 5
- einen vergrösserten Ausschnitt der Darstellung gemäss Figur 4;
- Figur 6
- eine Seitenansicht des Bereichs gemäss Figur 4 mit nur teilweise dargestellter Blattfeder;
- Figur 7
- einen Querschnitt entlang B-B gemäss Figur 6 sowie entlang E-E gemäss Figur 11;
- Figur 8
- einen Längsschnitt entlang C-C gemäss Figur 6;
- Figur 9
- eine perspektivische Darstellung eines Bereichs der Absenkdichtung ohne Gehäuseschiene
und Dichtungsprofil, in einer zweiten Position des Trägerprofils;
- Figur 10
- einen vergrösserten Ausschnitt der Darstellung gemäss Figur 9;
- Figur 11
- eine Seitenansicht des Bereichs gemäss Figur 9 mit nur teilweise dargestellter Blattfeder
und
- Figur 12
- einen Längsschnitt entlang A-A gemäss Figur 11.
BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
[0041] In Figur 2a ist eine erfindungsgemässe Dichtungsvorrichtung, nachfolgend Absenkdichtung
genannt, dargestellt. Derartige Absenkdichtungen werden im unteren Bereich eines Türflügels
einer Schwenk- oder Schiebetür angebracht. Hierfür werden sie entweder in eine untere
Nut des Türflügels eingeschoben, an eine untere Stirnseite befestigt oder seitlich
im unteren Bereich des Türflügels angeordnet. Montagen im oberen oder seitlichen Bereich
des Türflügels sind ebenfalls möglich. Wenn im folgenden Begriffe wie "unten" und
"oben" verwendet werden, so beziehen sich diese Orts- und Richtungsangaben auf den
Einsatz der Absenkdichtung im unteren Bereich des Türflügels. Die Begriffe sind analog
an die anderen Montagelagen anzupassen und die Beschreibung sowie die Patentansprüche
sollen diese auch umfassen.
[0042] Die Absenkdichtung wird beim Schliessen des Türflügels automatisch mechanisch abgesenkt,
um einen Spalt zwischen Türflügel und Gebäudeboden vor Lichtdurchlass, Zugluft und
Schall zu schützen. Brandschutz, Rauchschutz und Hochwasserschutz sind je nach Ausgestaltung
des Dichtungsprofils ebenfalls möglich.
[0043] Auch die erfindungsgemässe Absenkdichtung weist die Gehäuseschiene 1 sowie die darin
anhebbare und absenkbare Dichtleiste auf. Die Dichtleiste umfasst die Trägerschiene
2 und das daran befestigte Dichtungsprofil 3.
[0044] Die Gehäuseschiene 1 ist vorzugsweise auf beiden Seiten mit einem Befestigungswinkel
am Türflügel befestigt. Andere Arten von Befestigungen sind aus dem Stand der Technik
bekannt und hier ebenfalls anwendbar.
[0045] Die Gehäuseschiene 1 und die Trägerschiene 2 sind vorzugsweise aus einem Strangprofil,
insbesondere aus Aluminium, gefertigt. Das Dichtungsprofil 3 ist vorzugsweise einstückig
ausgebildet. Es kann auch mehrstückig ausgebildet sein. Vorzugsweise besteht das Dichtungsprofil
3 aus Silikon oder Kautschuk oder einem anderen elastomeren Material.
[0046] Die Absenkdichtung umfasst ferner einen Absenkmechanismus, um die Dichtleiste beim
Schliessen des Türflügels automatisch abzusenken. Der Absenkmechanismus umfasst einen
Auslöseknopf 6, welcher der Gehäuseschiene 1 an einem stirnseitigen Ende vorsteht.
Er ist über eine Betätigungsstange 60 mit einem flachen Schieber 61 verbunden. Die
Betätigungsstange 60 und der Schieber 61 erstrecken sich in Längsrichtung L der Gehäuseschiene
1 und lassen sich in dieser Längsrichtung relativ zur Gehäuseschiene 1 bewegen.
[0047] Der Absenkmechanismus umfasst ferner mindestens eine, vorzugsweise zwei oder mehr
Blattfedern 4, welche in Längsrichtung L der Absenkdichtung hintereinander angeordnet
sind.
[0048] Jede Blattfeder 4 ist mit einem ihrer Enden an einer ersten Befestigungsstelle 7
mit der Gehäuseschiene 1 schwenkbar verbunden. Der mittlere Bereich jeder Blattfeder
4 ist an einer zweiten Befestigungsstelle 8 gelenkig mit der Trägerschiene 2 verbunden.
Das zweite Ende jeder Blattfeder 4 ist an einer dritten Befestigungsstelle 9 fest
mit dem Schieber 61 verbunden. Die erste Blattfeder 4 kann alternativ auch direkt
mit der Betätigungsstange 60 verbunden sein. Die erste Befestigungsstelle 7 befindet
sich vorzugsweise auf der Seite der jeweiligen Blattfeder 4, welche dem Auslöseknopf
6 abgewandt sind.
[0049] Der Auslöseknopf 6 steht beim Schliessen des Türflügels am Türrahmen an und wird
eingedrückt. Dadurch verschiebt er den Schieber 61 in Längsrichtung L der Absenkdichtung.
Die Blattfedern 4 werden gebogen und die Trägerschiene 2 wird zusammen mit dem daran
befestigten Dichtungsprofil 3 abgesenkt. Beim Öffnen des Türflügels wird der Auslöseknopf
6 wieder freigegeben, die Blattfedern 4 können sich entspannen und die Dichtleiste
wird dadurch wieder angehoben.
[0050] Dieser Absenkmechanismus und diese Befestigungsart sind bekannt und haben sich bewährt.
Alternative Anordnungen und Ausbildungen sind aus dem Stand der Technik bekannt und
lassen sich auch in der erfindungsgemässen Absenkdichtung sinngemäss verwenden.
[0051] Wie bereits oben erwähnt wird beim Absenken der Dichtleiste diese nicht nur abgesenkt
sondern auf einer Stirnseite, nämlich die dem Auslöseknopf 6 abgewandten Seite, in
Längsrichtung L bewegt. Deshalb wird die Trägerschiene 2 bei der Herstellung der Absenkdichtung
im angehobenen Grundzustand vorzugsweise auf dieser Seite relativ zur Gehäuseschiene
1 zurückversetzt angeordnet. Ebenso wird das Dichtungsprofil 3 bei der Herstellung
der Absenkdichtung auf dieser Stirnseite der Trägerschiene vorstehend angeordnet.
Vorzugsweise endet es bündig mit der Gehäuseschiene 1 und noch bevorzugter steht es
dieser leicht vor. Dies ist in Figur 1a dargestellt. Dies entspricht dem Verhalten
der Dichtungen gemäss dem Stand der Technik, wie eingangs erläutert.
[0052] Erfindungsgemäss ist nun die Dichtleiste im angehobenen Zustand in Längsrichtung
L der Absenkdichtung verschiebbar. Im hier dargestellten Ausführungsbeispiel ist hierfür
die zweite Befestigungsstelle 8 entsprechend ausgebildet. Dies ist beispielweise in
den Figuren 2a und 2b erkennbar. Diese Ausbildung wird weiter unten im Text im Detail
beschrieben. In den Figuren 2a und 2b ist die Dichtleiste bereits in erfindungsgemässer
Weise nach vorne versetzt angeordnet, wie beispielsweise anhand der Stellung des Zapfens
53 in der Verschiebeöffnung 23 erkennbar ist. Die Dichtleiste befindet sich somit
bereits in der zweiten Position.
[0053] In Figur 3a ist die erfindungsgemässe Dichtung wie werkseitig hergestellt erkennbar.
Die relative Anordnung von Gehäuseschiene 1, Trägerschiene 2 und Dichtungsprofil 3
unterscheidet sich nicht von derjenigen gemäss Figur 1a. In Figur 3b ist die Dichtleiste
erfindungsgemäss in Längsrichtung L zum freien Ende der Gehäuseschiene 1 hin verschoben.
In diesem Zustand kann die gesamte Dichtung wieder gekürzt werden, indem die Gehäuseschiene
1, die Trägerschiene 2 und das Dichtungsprofil 3 gemeinsam gekürzt, insbesondere durchgesägt,
werden. Eine der möglichen Kürzungslinien ist in Figur 3b dargestellt und mit dem
Bezugszeichen K versehen. Die gekürte Dichtung ist in Figur 3c dargestellt. Auch diese
unterscheidet sich in ihrem stirnseitigen Erscheinungsbild nicht von der Dichtung
gemäss Figur 1c.
[0054] Die Dichtleiste der erfindungsgemässen Dichtung lässt sich nun jedoch wieder in ihre
ursprüngliche Position bezüglich der Gehäuseschiene 1 zurückbringen. Dies ist in Figur
3d dargestellt. Im abgesenkten Zustand, wie er in Figur 3e dargestellt ist, steht
die wieder zurückversetzte Trägerschiene 2 somit der Gehäuseschiene 1 nach wie vor
nicht vor. Damit jedoch das Dichtungsprofil 3 den vertikalen Spalt zwischen Türrahmen
und Gehäuseschiene verkleinern kann, lässt sich nun das vordere Ende des Dichtungsprofils
3 nach vorne schieben. Das Ergebnis ist in Figur 3f dargestellt. Die Dichtung gemäss
3f weist stirnseitig wieder dasselbe oder zumindest ein ähnliches Erscheinungsbild
auf wie die original werkseitige Absenkdichtung gemäss Figur 3a. Sie ist jedoch im
Vergleich zu dieser auf eine gewünschte Länge gekürzt.
[0055] Das Herausziehen des stirnseitigen Endes des Dichtungsprofils 3 lässt sich auf verschiedene
Weisen erleichtern. In einfachen Ausführungsformen wird das Dichtungsprofil 3 in seiner
gesamten Länge relativ zur Trägerschiene 2 verschoben. In anderen Ausführungsformen
weist das Dichtungsprofil 3 einen balgförmigen Bereich auf, welcher auseinandergezogen
wird, um das freie Ende aus der Gehäuseschiene 1 herausragen zu lassen. In weiteren
Ausführungsformen wird das Dichtungsprofil 3 von Hand derart massiert und dabei in
Längsrichtung L gezogen, dass sich das Material dehnt und sich so die Gesamtlänge
des Dichtungsprofil 3 erhöht, wodurch ebenfalls das freie Ende aus der Gehäuseschiene
1 herausgezogen werden kann.
[0056] In den Figuren 4 bis 13 sind die Elemente der erfindungsgemässen Absenkdichtung dargestellt,
welche die oben beschriebene Einstellbarkeit der Dichtleiste und die Kürzbarkeit des
Dichtungsprofils 3 im bereits zusammengesetzten Zustand der Absenkdichtung beispielsweise
ermöglichen.
[0057] In Figur 4 ist ein kurzer Abschnitt der Trägerschiene 2 dargestellt im Bereich der
zweiten Befestigungsstelle 8. Weist die Absenkdichtung mehrere Blattfedern 4 und somit
mehrere zweite Befestigungsstellen 8 auf, sind die anderen zweiten Befestigungsstellen
8 vorzugsweise identisch ausgebildet. Auf jeden Fall ermöglichen sie ebenfalls die
nachfolgend beschriebene Verschiebbarkeit der Dichtleiste.
[0058] Die Trägerschiene 2 ist nach oben offen, im Querschnitt u-förmig ausgebildet mit
zwei beabstandet zueinander angeordneten Seitenwänden 20. Ein nach unten ragender
T-förmiges Trägerteil mit Verbindungssteg 21 und Trägerbalken 22 bilden den unteren
Abschluss. Am T-förmigen Trägerteil ist das in dieser Figur 4 nicht dargestellte Dichtungsprofil
gehalten. Das T-förmige Trägerteil bildet hierzu zwei seitlich offene Aufnahmen zur
Aufnahme entsprechend geformter Rückhalterippen des Dichtungsprofils 3. Das Dichtungsprofil
3 ist am Trägerprofil 2 gehalten. Es lässt sich beispielsweise durch manuelles "Massieren"
in Längsrichtung relativ zum Trägerprofil 2 verschieben.
[0059] Im Hohlraum zwischen den zwei Seitenwänden 20 ist ein Befestigungsmodul 5 angeordnet.
Dieses besteht vorzugsweise aus Kunststoff. Es weist einen quaderförmigen flachen
Grundkörper 50 auf, welcher von einer der Blattfedern 4 durchsetzt ist. Die Blattfeder
4 ist fest mit dem Grundkörper 50 verbunden und kann nicht relativ zu ihm verschoben
werden.
[0060] Auf dem Grundkörper 50 sind beabstandet zueinander Seitenwände 51 vorhanden, vorzugsweise
angeformt. Sie erstrecken sich parallel zu den Seitenwänden 20 der Trägerschiene 2.
[0061] Das obere Ende jeder Seitenwand 51 ist durch eine nach oben vorstehende, die Trägerschiene
2 vorzugsweise überragende Nase 52 ausgebildet, wie in Figur 5 gut erkennbar ist.
An jeder Seitenwand 51 des Befestigungsmoduls 5 steht nach aussen ein Zapfen 53 vor,
welcher vorzugsweise ebenfalls einstückig mit dem restlichen Befestigungsmodul 5 ausgebildet
ist. Dies ist in den Figuren 7 und 8 gut erkennbar.
[0062] Jede Seitenwand 20 der Trägerschiene 2 weist eine Verschiebeöffnung 23 auf, welche
in Form eines in Längsrichtung sich erstreckenden Langlochs ausgebildet ist. Vorzugsweise
ist das Langloch als liegendes Acht mit einer mittigen Verjüngung ausgebildet. In
diese Verschiebeöffnung 23 greift je einer der zwei Zapfen 53 ein.
[0063] Die nach oben vorstehenden Nasen 52 erleichtern das Montieren des Befestigungsmoduls
5 in der Trägerschiene 2. Vorzugsweise wird das Befestigungsmodul 5 in diese eingedrückt.
[0064] Die Verschiebeöffnungen 23 erlauben ein Verschieben der Trägerschiene 2 und somit
der Dichtleiste relativ zum Befestigungsmodul 5 und somit zu den Blattfedern 4 und
der Gehäuseschiene 1.
[0065] Vorzugsweise ist die Verschiebeöffnung 23 mit einer oder mehreren Verjüngungen 230
ausgebildet, damit die Zapfen 53 in einzelne Verschiebepositionen einrasten können.
In diesem Ausführungsbeispiel sind, wie in den Figuren 5 und 6 gut erkennbar ist,
zwei Verschiebepositionen und eine mittig in Längsrichtung angeordnete Verjüngung
230 vorhanden.
[0066] In den Figuren 4 bis 8 befindet sich die Trägerschiene 2 in einer ersten Position
bezüglich des Gehäuses. Die Zapfen 53 sind in einer ersten Position innerhalb der
Verschiebeöffnung 23 eingerastet.
[0067] In den Figuren 9 bis 12 wurde die Trägerschiene 2 verschoben und die Zapfen 53 befinden
sich in einer zweiten Position innerhalb der Verschiebeöffnung 23, wie dies durch
Vergleich der entsprechenden Figuren 4 bis 8 gut erkennbar ist.
[0068] Befindet sich der Auslöseknopf 6 auf der rechten Seite der Dichtung gemäss den Figuren
4 und 9, so stellt die erste Position die Grundposition dar. Wird die Trägerschiene
2 abgesenkt, so überragt das Dichtungsprofil 3 die Gehäuseschiene 1 seitlich, wie
dies in den Figur 2a sichtbar ist. Um das Dichtungsprofil 3 zu kürzen, kann nun die
Trägerschiene 2 durch stirnseitigen Druck oder Zug auf die Dichtleiste in die zweite
Position geschoben werden. Vorzugsweise erfolgt dieser Druck oder Zug manuell.
[0069] Vorzugsweise entspricht die Länge der Verschiebeöffnung 23 mindestens annähernd der
Verschiebung der Dichtleiste in Längsrichtung beim Absenken der Dichtleiste. Die Absenkdichtung
kann dann mit einfachen Werkzeugen abgeschnitten und somit auf ein gewünschtes Mass
gekürzt werden.
[0070] Diese Verschiebbarkeit der Dichtleiste in Längsrichtung der Absenkdichtung ermöglicht
ein einfaches Anpassen an Türsituationen vor Ort und beim Türenhersteller ohne dass
die Funktionsweise der Dichtung vermindert und insbesondere ohne dass die relative
stirnseitige Anordnung von Gehäuseschiene 1, Trägerschiene 2 und Dichtungsprofil 3
negativ beeinträchtigt wird. Insbesondere steht die Trägerschiene 2 nach dem Kürzen
nach wie vor nicht zu weit vor.
BEZUGSZEICHENLISTE
| 1 |
Gehäuseschiene |
53 |
Zapfen |
| |
|
|
|
| 2 |
Trägerschiene |
|
|
| 20 |
Seitenwand |
6 |
Auslöseknopf |
| 21 |
Verbindungssteg |
60 |
Betätigungsstange |
| 22 |
unterer Trägerbalken |
61 |
Schieber |
| 23 |
Verschiebeöffnung |
|
|
| 230 |
Verjüngung |
7 |
erste Befestigungsstelle |
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| 3 |
Dichtungsprofil |
8 |
zweite Befestigungsstelle |
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| 4 |
Blattfeder |
9 |
dritte Befestigungsstelle |
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| 5 |
Befestigungsmodul |
L |
Längsrichtung |
| 50 |
Grundkörper |
|
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| 51 |
Seitenwand |
K |
Kürzungslinie |
| 52 |
Nase |
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1. Dichtungsvorrichtung für eine Tür, wobei die Dichtungsvorrichtung eine Gehäuseschiene
(1), eine in der Gehäuseschiene (1) gehaltene Dichtleiste (2, 3) sowie einen Absenkmechanismus
(4, 6, 60) zur Anhebung und Absenkung der Dichtleiste (2, 3) relativ zur Gehäuseschiene
(1) und quer zur Längsrichtung der Dichtungsvorrichtung aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtleiste (2, 3) im angehobenen Zustand in Längsrichtung (L) der Dichtungsvorrichtung
und relativ zur Gehäuseschiene (1) von einer Grundposition in eine andere Position
versetzbar ist.
2. Dichtungsvorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Dichtleiste (2, 3) manuell in Längsrichtung
(L) relativ zur Gehäuseschiene (1) in eine andere Position versetzbar ist.
3. Dichtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei die Grundposition und
die andere Position in einem Abstand zueinander liegen, welche mindestens annähernd
einem in Längsrichtung (L) gemessenen Verschiebeweg der Dichtleiste (2, 3) beim Absenken
der Dichtleiste (2, 3) entspricht.
4. Dichtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Dichtleiste mittels
eines Befestigungsmoduls (5) mit dem Absenkmechanismus verbunden ist, wobei
a) das Befestigungsmodul (5) fest mit dem Absenkmechanismus (4, 6, 60) verbunden ist
und wobei eine Position der Dichtleiste (2, 3) in Längsrichtung (L) bezüglich des
Befestigungsmoduls (5) veränderbar ist oder
b) die Position des Befestigungsmoduls (5) in Längsrichtung (L) bezüglich des Absenkmechanismus
(4, 6, 60) veränderbar ist und wobei die Dichtleiste (2, 3) fest mit dem Befestigungsmodul
(5) verbunden ist.
5. Dichtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Dichtleiste eine
Trägerschiene (2) und ein daran angeordnetes Dichtungsprofil (3) aufweist, wobei die
Trägerschiene (2) in ihrer Längsposition versetzbar ist.
6. Dichtungsprofil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Dichtleiste (2, 3) in
mindestens einem diskreten Schritt versetzbar ist.
7. Dichtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 5 oder 6, wobei der Absenkmechanismus
(4, 6, 60) in einer ersten Befestigungsstelle (7) an der Gehäuseschiene (1) und in
einer zweiten Befestigungsstelle (8) an der Trägerschiene (2) befestigt ist, und wobei
die zweite Befestigungsstelle (8) das Versetzen der Dichtleiste in Längsrichtung (L)
der Dichtungsvorrichtung und relativ zur Gehäuseschiene (1) ermöglicht.
8. Dichtungsvorrichtung nach Anspruch 7, wobei die zweite Befestigungsstelle (8) ein
Versetzen der Trägerschiene (2) relativ zum Absenkmechanismus (4, 6, 60) ermöglicht.
9. Dichtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 oder 8, wobei die zweite Befestigungsstelle
(8) durch eine Verbindung zwischen mindestens einem Zapfen (53) und mindestens einer
Verschiebeöffnung (23) gebildet ist, wobei der mindestens eine Zapfen (53) in die
mindestens eine Verschiebeöffnung (23) eingreift und in dieser gehalten ist und wobei
die mindestens eine Verschiebeöffnung (23) in Längsrichtung (L) der Dichtungsvorrichtung
grösser ausgebildet ist als der mindestens eine Zapfen (53), so dass die Lage des
mindestens einen Zapfens (53) innerhalb der Verschiebeöffnung (23) in Längsrichtung
der Dichtungsvorrichtung veränderbar ist.
10. Dichtungsvorrichtung nach Anspruch 9, wobei der mindestens eine Zapfen (53) fest mit
dem Absenkmechanismus (4, 6, 60) verbunden ist und die mindestens eine Verschiebeöffnung
(23) im Trägerprofil (2) angeordnet ist.
11. Dichtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 oder 10, wobei die Verschiebeöffnung
(23) in Längsrichtung (L) betrachtet in ihrem mittleren Bereich eine Verjüngung (230)
aufweist, welche vom Zapfen (53) unter einem erhöhten Kraftaufwand überwindbar ist.
12. Dichtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11, wobei der Absenkmechanismus
(4, 6, 60) mindestens eine Blattfeder (4) aufweist, welche sich in Längsrichtung (L)
der Dichtungsvorrichtung innerhalb der Gehäuseschiene (1) erstreckt und welche an
der ersten Befestigungsstelle (7) schwenkbar mit der Gehäuseschiene (1), an der zweiten
Befestigungsstelle (8) gelenkig mit der Trägerschiene (2) und an einer dritten Befestigungsstelle
(9) fest mit einem Betätigungselement (60) verbunden ist.
13. Dichtungsvorrichtung nach den Ansprüchen 11 und 12, wobei die mindestens eine Blattfeder
(4) fest mit dem Befestigungsmodul (5) gemäss Anspruch 4verbunden ist.
14. Dichtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 11 oder 12, wobei mindestens zwei Blattfedern
(4) vorhanden sind, welche jede an den genannten ersten, zweiten und dritten Befestigungsstellen
(7, 8, 9) befestigt sind, wobei jede der zweiten Befestigungsstellen (8) das Versetzen
der Trägerschiene (2) ermöglichen.
15. Dichtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 14, wobei das Befestigungsmodul
(5) zwischen zwei Seitenwänden (20) der Trägerschiene (2) angeordnet ist und zwei
Zapfen (53) aufweist, wobei je einer der zwei Zapfen (53) zu einer Seitenwand (20)
hingerichtet ist und wobei jede der zwei Seitenwände (20) eine der mindestens einen
Verschiebeöffnung (23) aufweist.