[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Abtrennungswand einer Duschkabine oder einer
Dusch- oder Badewannenabtrennung.
[0002] Als Spritzschutz gegenüber der Umgebung sind Duschen häufig mit einer Duschkabine
versehen. Die Duschkabine umgibt dabei den Duschbereich an allen vier Seiten. Zumeist
ist zumindest eine Wand durch die Wand des Badezimmers, in dem die Dusche angeordnet
ist, gebildet. Mindestens eine weitere Seite wird durch eine Abtrennungswand, die
zumeist aus einem feststehenden Glaswandelement besteht, gebildet. Zumeist weist die
Duschkabine zumindest eine Tür auf, durch die der Duschbereich betreten werden kann.
Bei der Abtrennungswand besteht häufig die Schwierigkeit, dass das Glaswandelement
der Abtrennungswand in einer aufrechten Position befestigt werden muss. Die Abtrennungswand
ist dabei einseitig an einer Umgebungswand befestigt. Hierzu kann beispielsweise ein
Rahmen dienen, der am oberen Randbereich des Glaswandelements angeordnet ist und entlang
mehrerer Seiten der Duschkabinen geführt ist. Alternativ sind Haltevorrichtungen bekannt,
die sich vom oberen Randbereich des Glaswandelements zu einer benachbarten Umgebungswand
erstrecken und somit das Glaswandelement in der aufrechten Position halten und verhindern,
dass beispielsweise durch Stöße gegen das Glaswandelement dieses aus einer weiteren
Halterung zu brechen droht.
[0003] Bei so genannten Duschabtrennungen sind eine oder mehrere Seiten des Duschbereiches
ohne Spitzschutz und eine Abtrennungswand kann beispielsweise vollständig frei im
Raum stehen.
[0004] Auch hierfür wird eine Haltevorrichtung benötigt, die das Glaswandelement der Abtrennungswand
in einer aufrechten Position hält und sich von dem oberen Randbereich des Glaswandelements
zu einer beispielsweise gegenüberliegenden Umgebungswand erstreckt.
[0005] Bei Badewannenabtrennungen sind Abtrennungswände bekannt, die auf dem Badewannenrand
angeordnet sind und einseitig an einer Umgebungswand befestigt sind. Das freie Ende
des Glaswandelements wird auch bei diesen Abtrennungen mittels einer Haltevorrichtung,
die sich zu einer der Umgebungswände erstreckt, gehalten.
[0006] Vorbekannte Haltevorrichtungen bestehen zumeist aus einem metallischen Material,
um die notwendige Stabilität zu gewährleisten. Die Haltevorrichtung ist zumeist als
Stange ausgebildet. Derartige metallische Stangen empfinden viele Betrachter als unschön,
da diese im Blickfeld des Betrachters den Raum querend angeordnet sind. Ferner sind
die Haltevorrichtungen Spritzwasser ausgesetzt, so dass diese häufig gereinigt werden
müssen. Wenn die Haltevorrichtungen beispielsweise verchromt sind, um an andere metallische
Gegenstände im Bad angepasst zu sein, besteht ferner die Schwierigkeit, dass diese
durch eine häufige Reinigung in Mitleidenschaft geraten können, so dass vorbekannte
Haltevorrichtungen bereits nach wenigen Jahren unschön aussehen können.
[0007] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Abtrennungswand der eingangs
genannten Art bereitzustellen, die in ästhetisch ansprechender Weise befestigt ist,
wobei möglichst die Haltevorrichtung der Abtrennungswand robust gegenüber wiederholten
Reinigungsvorgängen ist.
[0008] Die erfindungsgemäße Abtrennungswand ist definiert durch die Merkmale des Anspruchs
1.
[0009] Eine erfindungsgemäße Abtrennungswand besteht zumindest aus einem feststehenden Glaswandelement
und einer Haltevorrichtung zum Befestigen des Glaswandelementes in einer aufrechten
Position. Dabei ist vorgesehen, dass die Haltevorrichtung mindestens eine langgestreckte
Glasplatte aufweist, die über eine Halterung mit einem oberen, horizontal verlaufenden
Randbereich oder einem oberen Abschnitt des seitlichen, vertikal verlaufenden Randbereichs
des Glaswandelements verbunden und über eine Wandhalterung an einer Umgebungswand
befestigt ist. Die langgestreckte Glasplatte kann in ihrer Längsrichtung in einem
spitzen oder stumpfen Winkel oder orthogonal zu einer Ebene der Wandfläche des Glaswandelementes
angeordnet sein. Die erfindungsgemäße Abtrennungswand kann die Abtrennungswand einer
Duschkabine oder Dusch- oder Badewannenabtrennung sein.
[0010] Bei Glaswandelementen einer Abtrennungswand einer Duschkabine oder Dusch- oder Badewannenabtrennung
ist das Glaswandelement beispielsweise am Boden und/oder seitlich an einer Wand befestigt.
Auch kann das Glaswandelement am oder auf dem Rand einer Badewanne befestigt sein.
Bei einer derartigen Befestigung ist der obere Randbereich teilweise ohne Abstützung,
so dass bei Stoßeinwirkung auf die Wandfläche des Glaswandelementes große Hebelwirkung
auf die Boden- bzw. Wandbefestigung einwirken kann, so dass das Glaswandelement aus
der Befestigung herausbrechen könnte. Durch das Vorsehen einer entsprechenden Haltevorrichtung
können die Kräfte aufgenommen werden. Dabei hat sich herausgestellt, dass die Haltevorrichtung
im Wesentlichen einer Zug- oder Druckbelastung ausgesetzt ist, so dass die Haltevorrichtung
aus einer langgestreckten Glasplatte, die den oberen Randbereich oder einen oberen
Abschnitt des seitlichen Randbereichs des Glaswandelementes mit einer Umgebungswand
verbindet, ohne Weiteres die Belastung aufnehmen kann. Durch die Ausgestaltung der
Haltevorrichtung als langgestreckte Glasplatte kann eine optisch ansprechende Haltevorrichtung
geschaffen werden. Wenn die Glasplatte eine hohe Transparenz für sichtbares Licht
aufweist, ist diese für den Betrachter nicht oder nur im geringen Maße sichtbar, so
dass für den Betrachter der Eindruck entsteht, das Glaswandelement ist an einem oberen
Randbereich oder einem oberen Abschnitt des seitlichen Randbereichs nicht gehalten.
Bei der erfindungsgemäßen Abtrennungswand sind somit optisch störende Haltevorrichtungen,
wie beispielsweise eine Metallstange, nicht mehr vorhanden. Darüber hinaus ist die
erfindungsgemäß vorgesehene langgestreckte Glasplatte als Teil der Haltevorrichtung
robust gegenüber häufigen Reinigungsvorgängen, so dass keine oder nur eine geringe
Abnutzung im Laufe der Jahre erfolgt und diese über einen langen Zeitraum optisch
ansprechend erscheint.
[0011] Die Erfindung kann ferner vorsehen, dass eine Laufschiene in dem oberen Randbereich
des Glaswandelementes befestigt ist, wobei mindestens ein Türflügel in der Laufschiene
mit mindestens einem Laufwerk geführt ist, wobei die Laufschiene in ihrer Längsrichtung
an mindestens einer Seite über das Glaswandelement übersteht und wobei die langgestreckte
Glasplatte über die Halterung mit der Laufschiene verbunden ist.
[0012] Die erfindungsgemäße Abtrennungswand ist somit als Festflügel mit dazu beweglichem
Türflügel ausgebildet, wobei das Glaswandelement den Festflügel bildet. Die Laufschiene
für den Türflügel ist auf dem Glaswandelement aufgesetzt. Über die langgestreckte
Glasplatte und die Laufschiene wird das Glaswandelement in der aufrechten Position
befestigt. Dabei kann die Laufschiene beispielsweise zusätzlich an einer Umgebungswand
befestigt sein.
[0013] Das Laufwerk kann einseitig mindestens eine Laufrolle aufweisen, die auf einer Laufbahnoberfläche
einer Laufbahn der Laufschiene geführt ist. Eine derartige Ausgestaltung hat den besonderen
Vorteil, dass der Türflügel von einer Längsseite her in die Laufschiene eingesetzt
werden kann.
[0014] Die Abtrennungswand kann somit beispielsweise auch ein Abtrennungssystem mit einer
Tür für die Duschkabine oder Dusch- oder Badewannenabtrennung bilden, wobei dann das
Glaswandelement als Festflügelelement ausgebildet ist.
[0015] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Halterung und/oder die Wandhalterung klemmend
oder durch Verklebung mit der langgestreckten Glasplatte verbunden ist. Derartige
Verbindungen zwischen der Halterung bzw. der Wandhalterung und der langgestreckten
Glasplatte haben sich als besonders vorteilhaft herausgestellt.
[0016] Die Laufschiene kann beispielsweise klemmend oder durch Verklebung mit dem Glaswandelement
verbunden sein.
[0017] Bei der erfindungsgemäßen Abtrennungswand kann vorgesehen sein, dass die Halterung
von einem Teil der Laufschiene gebildet ist oder dass die Halterung mit der Laufschiene,
vorzugsweise mit dem überstehenden Ende der Laufschiene, verbunden ist. Zur Verbindung
der langgestreckten Glasplatte mit der Laufschiene kann eine separate Halterung vorgesehen
sein, oder die Laufschiene ist so ausgebildet, dass die Glasplatte direkt mit ihr
verbunden werden kann.
[0018] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Halterung einen Haltekörper mit einem Klemmstein
aufweist, wobei der Klemmstein in einer Nut und/oder an einer Laufbahn der Laufschiene
an dem oder einem überstehenden Ende der Laufschiene angeordnet ist. Auf dieser Weise
ist die Halterung in vorteilhafter Weise an der Laufschiene befestigbar. Dabei kann
vorgesehen sein, dass eine Klemmvorrichtung mit einer Schraubeinrichtung in den Haltekörper
eingreift, wobei die langgestreckte Glasplatte eine Aussparung aufweist, durch die
die Schraubeinrichtung geführt ist. Die Klemmvorrichtung kann somit in vorteilhafter
Weise klemmend mit der langgestreckten Glasplatte verbunden werden. Die Klemmvorrichtung
kann beispielsweise als Druckplatte ausgebildet sein, die von einer oder mehreren
Schrauben der Schraubeinrichtung gegen die langgestreckte Glasplatte gedrückt wird.
[0019] Bei einer Ausgestaltung der Halterung mit einem Haltekörper, der über einen Klemmstein
in einer Nut der Laufschiene befestigbar ist, kann der Haltekörper eine Vorsprung
aufweisen, der im befestigten Zustand der Halterung an der Laufschiene eine Laufbahn
der Laufschiene oder eine Rippe umgreift. Auf diese Weise kann ein zusätzlicher Verdrehschutz
der Halterung gegenüber der Laufschiene geschaffen werden.
[0020] Die Aussparung in der langgestreckten Glasplatte kann ein Langloch oder ein langegestreckter
Einschnitt sein. Um Schrauben der Schraubeinrichtung können beispielsweise Hülsen,
die beispielsweise aus Kunststoff ausgebildet sind, angeordnet sein, die ein Berühren
der Schraubeinrichtung mit der langgestreckten Glasplatte verhindern, so dass die
langgestreckte Glasplatte vor Beschädigung geschützt ist.
[0021] Zwischen dem Haltekörper und der langgestreckten Glasplatte bzw. zwischen der Klemmvorrichtung
und der langgestreckten Glasplatte können elastische Zwischenschichten, sogenannte
Glasbeilagen, angeordnet sein. Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die langgestreckte
Glasplatte aus Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) besteht. Ein derartiges Glas ist
von besonderem Vorteil für den erfindungsgemäßen Einsatzzweck.
[0022] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die langgestreckte Glasplatte eine Breite von mindestens
5 cm aufweist. Unter Breite der langgestreckten Glasplatte wird die nach der Längsrichtung
zweitgrößte Erstreckungsrichtung der langgestreckten Glasplatte verstanden. Eine Breite
von mindestens 5 cm ist von besonderem Vorteil, um eine Aussparung in der langgestreckten
Glasplatte vorzusehen, durch die die Schraubeinrichtung in bequemer Art und Weise
geführt werden kann. Ferner bietet eine langgestreckte Glasplatte mit einer derartigen
Breite eine hohe Stabilität, so dass das Glaswandelement in vorteilhafter Weise in
der aufrechten Position gehalten werden kann. Vorzugsweise beträgt die Breite der
langgestreckten Glasplatte maximal 30 cm.
[0023] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Umgebungswand durch eine Raumwand oder ein
weiteres Glaswandelement gebildet ist. Mit anderen Worten: Die langgestreckte Glasplatte
kann bei der vorliegenden Erfindung das Glaswandelement mit einer Umgebungswand, das
heißt mit einer Wand des Raumes, in dem die erfindungsgemäße Abtrennungswand angeordnet
ist oder mit einem weiteren Glaswandelement, das beispielsweise einen Teil der Duschkabine
oder Dusch- oder Badewannenabtrennung bildet, verbunden sein. Dadurch ist die Erfindung
besonders flexibel einsetzbar.
[0024] In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Abtrennungswand ist vorgesehen,
dass die langgestreckte Glasplatte an ihren Längsseiten einen Kantenschutz aufweist.
Dadurch werden die Kanten der langgestreckten Glasplatte gegen Stoßbelastung aus der
Umgebung geschützt. Der Kantenschutz kann beispielsweise durch ein U-Profil gebildet
sein. Der Kantenschutz kann darüber hinaus eine optisch ansprechende Wirkung hervorrufen.
So kann beispielsweise der Kantenschutz aus Metall gefertigt sein oder eine Metalloptik
besitzen. Bei der Verwendung eines Laufschienenprofils aus einem Metall kann somit
an der langgestreckten Glasplatte die Metalloptik der Laufschiene wieder aufgenommen
werden.
[0025] Die langgestreckte Glasplatte kann in beiden Richtungen vertikal oder horizontal
angeordnet sein. Mit anderen Worten: Die langgestreckte Glasplatte kann flach liegen,
so dass sich die Richtung der nach der Längsrichtung zweit längsten Erstreckung horizontal
erstreckt oder hochkant, so dass die Breitenrichtung sich vertikal erstreckt. Bei
einer Anordnung der langgestreckten Glasplatte in Breitenrichtung horizontal, kann
die langgestreckte Glasplatte beispielsweise auch als Ablage dienen. Die Anordnung
der langgestreckten Glasplatte in Breitenrichtung vertikal hat den Vorteil, dass diese
weniger schmutzanfällig ist.
[0026] Bei der Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Abtrennwand, bei dem die Halterung an
einem Ende der Laufschiene angeordnet ist, kann eine Blende vorgesehen sein, die die
Halterung umgreift und in die Laufschiene eingreift. Hierfür können beispielsweise
vorstehende Zapfen an der Blende vorgesehen sein, die in eine Nut und/oder in die
Laufbahn der Laufschiene eingreifen. Die Blende bildet einen optisch ansprechenden
Abschluss der Laufschiene und überdeckt die Halterung. Ferner ist die Laufschiene
an ihrem Ende auch gegenüber Umwelteinflüssen zum Teil geschützt, so dass grobe Partikel
oder Staub zu einem geringen Maße in die Laufschiene eindringen können.
[0027] Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf die nachfolgenden Figuren die Erfindung näher
erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- eine schematische, perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Abtrennungswand,
- Fig. 2
- eine Detaildarstellung der langgestreckten Glasplatte, die an dem Laufschienenprofil
des in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiels befestigt ist und
- Fig. 3
- eine Detaildarstellung der Halterung für die langgestreckte Glasplatte.
[0028] In Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße Abtrennungswand 1 einer Duschkabine oder Dusch-
oder Badewannenabtrennung schematisch in einer perspektivischen Darstellung gezeigt.
Die Abtrennungswand 1 besteht aus einem feststehenden Glaswandelement 3 und einer
Haltevorrichtung 5 zum Befestigen des Glaswandelementes 3 in einer aufrechten Position.
Das Glaswandelement 3 ist hierzu ferner an einer nicht dargestellten Umgebungswand
an einer Längsseite befestigt. Auch kann das Glaswandelement an einem Boden befestigt
sein. Bei der Verwendung der erfindungsgemäßen Abtrennungswand 1 als Badewannenabtrennung
kann das Glaswandelement 3 auch auf einem Badewannenrand aufliegen. An einem oberen
Randbereich 3a ist eine Laufschiene 7 für einen nicht dargestellten Türflügel angeordnet.
Die Laufschiene 7 ist hierbei auf dem oberen Rand auf das Glaswandelement 3 aufgesetzt.
Die Laufschiene 7 steht in ihrer Längsrichtung, die in Fig. 1 durch einen Doppelpfeil
neben der Laufschiene 7 dargestellt ist, an einer Seite über das Glaswandelement 3
über. An dem nicht dargestellten anderen Ende ist die Laufschiene 7 an einer Umgebungswand
befestigt. Der nicht dargestellte Türflügel kann somit in Längsrichtung der Laufschiene
7 verfahren werden und in Längsrichtung der Laufschiene 7 quasi neben dem Glaswandelement
3 angeordnet werden, so dass die durch die Abtrennungswand 1 gebildete Glasfläche,
die einen Spritzschutz bilden soll, vergrößert ist.
[0029] An dem überstehenden Ende 7a ist eine langgestreckte Glasplatte 9 über eine in Fig.
1 nicht dargestellte Halterung mit der Laufschiene 7 verbunden. An dem von der Laufschiene
7 abgewandten Ende ist die langgestreckte Glasplatte 9 über eine Wandhalterung 11
mit einer Umgebungswand 13 verbunden. Die langgestreckte Glasplatte 9 hält somit das
Glaswandelement 3 über die Laufschiene 7 in seiner aufrechten Position und kann Zug-
und Druckkräfte, die bei einem Druck gegen eine der beiden Wandflächen des Glaswandelements
entstehen können, aufnehmen. Die Haltevorrichtung 5 umfasst somit die langgestreckte
Glasplatte 9 und die Laufschiene 7, wobei die langgestreckte Glasplatte 9 mittelbar
über die Laufschiene 7 mit dem oberen Randbereich 3a des Glaswandelements 3 verbunden
ist.
[0030] In Fig. 2 ist die Halterung, die die langgestreckte Glasplatte 9 mit der Laufschiene
7 verbindet, schematisch vergrößert im montierten Zustand gezeigt.
[0031] Fig. 3 zeigt die Halterung 15 im von der Glasplatte 9 und der Laufschiene 7 gelösten
Zustand.
[0032] Die Halterung 15 weist einen Haltekörper 17 auf, an dem über eine Abwinklung 19 ein
Klemmstein 21 befestigt ist. Der Klemmstein 21 kann in eine Nut der Laufschiene 7
eingreifen, so dass die Halterung 15 über den Klemmstein 21 in der Nut befestigt werden
kann. Der Haltekörper 17 weist darüber hinaus einen Vorsprung 23 auf, der mit einer
Laufbahnaussparung 25 versehen ist, die im befestigten Zustand eine Laufbahn der Laufschiene
7 umgreift. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass ein Verdrehen des Haltekörpers
17 im befestigten Zustand verhindert wird, was anderenfalls dazu führen könnte, dass
der Klemmstein 21 aus der Nut heraus gehebelt werden könnte.
[0033] Die Halterung 15 weist ferner eine Klemmvorrichtung 27 auf, die über eine Schraubeinrichtung
29, die in dem dargestellten Ausführungsbeispiel aus zwei Schrauben 31 besteht, mit
dem Haltekörper 17 verbunden ist. Wie in Fig. 2 gezeigt ist, wird zwischen der Klemmvorrichtung
27 und dem Haltekörper 17 die langgestreckte Glasplatte 9 klemmend gehalten. Hierzu
greift die Schraubeinrichtung 29 durch eine Aussparung 9a in der langgestreckten Glasplatte
9. Die Schrauben 31 können durch Hülsen 33 geführt sein, die einen Schutz für die
langgestreckte Glasplatte 9 bilden. Ferner können an der Klemmvorrichtung 27 und dem
Haltekörper 17 Glasbeilagen 35 zum Schutz der langgestreckten Glasplatte 9 angeordnet
sein.
[0034] Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, kann an dem überstehenden Ende 7a der Laufschiene
7 ferner eine Blende 37 angeordnet sein, die in eine Nut 39 mittels nicht dargestellter
Zapfen eingreift. Die Blende 37 kann insbesondere die Halterung 15 sowie die Aussparung
9a der langgestreckten Glasplatte 9 optisch verdecken, so dass die erfindungsgemäße
Abtrennungswand ein optisch ansprechendes Äußeres erhält. Die Blende 37 bietet ferner
einen gewissen Schutz gegen Umwelteinflüsse.
[0035] Die Wandhalterung 11 kann in vergleichbarer Weise wie die Halterung 15 mit der langgestreckten
Glasplatte 9 verbunden sein. Hierzu kann die Glasplatte 9 eine nicht dargestellte
zweite Aussparung aufweisen, durch die Klemmelemente 11a, die eine weitere Schraubeinrichtung
aufweisen können, greifen können. Die Wandhalterung kann nicht dargestellte Blenden
aufweisen, die die Klemmelemente 11a und weitere Teile der Wandhalterung 11 optisch
ansprechend verdecken.
[0036] Die langgestreckte Glasplatte 9 kann eine Breite B aufweisen, die mindestens 5 cm
und maximal 30 cm beträgt. Die Breite B ist schematisch in der Fig. 2 dargestellt.
Die langgestreckte Glasplatte 9 erstreckt sich in ihrer Längsrichtung, die in Fig.
1 neben der langgestreckten Glasplatte 9 durch einen Doppelpfeil dargestellt ist,
orthogonal zu der Ebene der Wandfläche des Glaswandelements 3. Grundsätzlich ist aber
auch eine Anordnung in einem spitzen oder stumpfen Winkel möglich.
[0037] Die langgestreckte Glasplatte 9 besteht vorzugsweise aus einem Einscheiben-Sicherheitsglas.
Auch kann die langgestreckte Glasplatte 9 mit einem die Längskanten 9b umgebenden
Kantenschutz, der in den Figuren nicht dargestellt ist, versehen sein.
[0038] In dem in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiel ist die langgestreckte Glasplatte
in Breitenrichtung vertikal angeordnet dargestellt. Grundsätzlich ist aber auch eine
alternative Anordnung der langgestreckten Glasplatte, beispielsweise mit einer horizontal
verlaufenden Breitenrichtung möglich.
[0039] Die erfindungsgemäße Abtrennungswand ermöglicht eine optisch ansprechende Haltevorrichtung
zur Befestigung des Glaswandelements 3 in seiner aufrechten Position.
1. Abtrennungswand (1) einer Duschkabine oder Dusch- oder Badewannenabtrennung, bestehend
zumindest aus einem feststehenden Glaswandelement (3), einer Haltevorrichtung (5)
zum Befestigen des Glaswandelementes (3) in einer aufrechten Position, und einer Laufschiene
(7), die an dem oberen Randbereich (3a) des Glaswandelementes (3) befestigt ist, wobei
mindestens ein Türflügel in der Laufschiene (7) mit mindestens einem Laufwerk geführt
ist, wobei die Laufschiene (7) in ihrer Längsrichtung an mindestens einer Seite über
das Glaswandelement (3) übersteht,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Haltevorrichtung (5) mindestens eine langgestreckte Glasplatte (9) aufweist,
die über eine Halterung (15) mit der Laufschiene (7) verbunden und über eine Wandhalterung
(11) an einer Umgebungswand (13) befestigt ist.
2. Abtrennungswand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (15) und/oder die Wandhalterung (11) klemmend oder durch Verklebung
mit der langgestreckten Glasplatte (9) verbunden ist.
3. Abtrennungswand nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufschiene (7) klemmend oder durch Verklebung mit dem Glaswandelement (3) verbunden
ist.
4. Abtrennungswand nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (15) einen Haltekörper (17) mit einem Klemmstein (21) aufweist, wobei
der Klemmstein (21) in einer Nut und/oder an einer Laufbahn der Laufschiene (7) an
dem oder einem überstehenden Ende (7a) der Laufschiene (7) angeordnet ist, wobei eine
Klemmvorrichtung mit einer Schraubeinrichtung (29) in den Haltekörper (17) eingreift
und wobei die langgestreckte Glasplatte (9) eine Aussparung (9a) aufweist, durch die
die Schraubeinrichtung (29) geführt ist.
5. Abtrennungswand nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (9a) in der langgestreckten Glasplatte (9) ein Langloch oder ein langgestreckter
Einschnitt ist.
6. Abtrennungswand nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die langgestreckte Glasplatte (9) aus ESG besteht.
7. Abtrennungswand nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die langgestreckte Glasplatte (9) eine Breite B von mindestens 5 cm aufweist.
8. Abtrennungswand nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Umgebungswand (13) durch eine Raumwand oder ein weiteres Glaswandelement gebildet
ist.
9. Abtrennungswand nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die langgestreckte Glasplatte (9) an ihren Längsseiten einen Kantenschutz aufweist.
10. Abtrennungswand nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die langgestreckte Glasplatte (9) in Breitenrichtung vertikal oder horizontal angeordnet
ist.