(19)
(11) EP 3 434 162 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
30.01.2019  Patentblatt  2019/05

(21) Anmeldenummer: 18176791.4

(22) Anmeldetag:  08.06.2018
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A47K 3/34(2006.01)
E06B 3/46(2006.01)
E06B 3/968(2006.01)
E05D 15/06(2006.01)
A47K 3/30(2006.01)
E06B 3/964(2006.01)
E05D 5/02(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
KH MA MD TN

(30) Priorität: 25.07.2017 DE 102017212765

(71) Anmelder: Gebr. Willach GmbH
53809 Ruppichteroth (DE)

(72) Erfinder:
  • Willach, Jens
    53783 Eitorf (DE)

(74) Vertreter: dompatent von Kreisler Selting Werner - Partnerschaft von Patent- und Rechtsanwälten mbB 
Deichmannhaus am Dom Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
50667 Köln (DE)

   


(54) ABTRENNUNGSWAND EINER DUSCHKABINE ODER DUSCH- ODER BADEWANNENABTRENNUNG


(57) Die vorliegende Erfindung betrifft eine Abtrennungswand (1) einer Duschkabine oder Dusch- oder Badewannenabtrennung, bestehend zumindest aus einem feststehenden Glaswandelement (3), einer Haltevorrichtung (5) zum Befestigen des Glaswandelementes (3) in einer aufrechten Position, und einer Laufschiene (7), die an dem oberen Randbereich (3a) des Glaswandelementes (3) befestigt ist, wobei mindestens ein Türflügel in der Laufschiene (7) mit mindestens einem Laufwerk geführt ist, wobei die Laufschiene (7) in ihrer Längsrichtung an mindestens einer Seite über das Glaswandelement (3) übersteht, wobei die Haltevorrichtung (5) mindestens eine langgestreckte Glasplatte (9) aufweist, die über eine Halterung (15) mit der Laufschiene (7) verbunden und über eine Wandhalterung (11) an einer Umgebungswand (13) befestigt ist.




Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Abtrennungswand einer Duschkabine oder einer Dusch- oder Badewannenabtrennung.

[0002] Als Spritzschutz gegenüber der Umgebung sind Duschen häufig mit einer Duschkabine versehen. Die Duschkabine umgibt dabei den Duschbereich an allen vier Seiten. Zumeist ist zumindest eine Wand durch die Wand des Badezimmers, in dem die Dusche angeordnet ist, gebildet. Mindestens eine weitere Seite wird durch eine Abtrennungswand, die zumeist aus einem feststehenden Glaswandelement besteht, gebildet. Zumeist weist die Duschkabine zumindest eine Tür auf, durch die der Duschbereich betreten werden kann. Bei der Abtrennungswand besteht häufig die Schwierigkeit, dass das Glaswandelement der Abtrennungswand in einer aufrechten Position befestigt werden muss. Die Abtrennungswand ist dabei einseitig an einer Umgebungswand befestigt. Hierzu kann beispielsweise ein Rahmen dienen, der am oberen Randbereich des Glaswandelements angeordnet ist und entlang mehrerer Seiten der Duschkabinen geführt ist. Alternativ sind Haltevorrichtungen bekannt, die sich vom oberen Randbereich des Glaswandelements zu einer benachbarten Umgebungswand erstrecken und somit das Glaswandelement in der aufrechten Position halten und verhindern, dass beispielsweise durch Stöße gegen das Glaswandelement dieses aus einer weiteren Halterung zu brechen droht.

[0003] Bei so genannten Duschabtrennungen sind eine oder mehrere Seiten des Duschbereiches ohne Spitzschutz und eine Abtrennungswand kann beispielsweise vollständig frei im Raum stehen.

[0004] Auch hierfür wird eine Haltevorrichtung benötigt, die das Glaswandelement der Abtrennungswand in einer aufrechten Position hält und sich von dem oberen Randbereich des Glaswandelements zu einer beispielsweise gegenüberliegenden Umgebungswand erstreckt.

[0005] Bei Badewannenabtrennungen sind Abtrennungswände bekannt, die auf dem Badewannenrand angeordnet sind und einseitig an einer Umgebungswand befestigt sind. Das freie Ende des Glaswandelements wird auch bei diesen Abtrennungen mittels einer Haltevorrichtung, die sich zu einer der Umgebungswände erstreckt, gehalten.

[0006] Vorbekannte Haltevorrichtungen bestehen zumeist aus einem metallischen Material, um die notwendige Stabilität zu gewährleisten. Die Haltevorrichtung ist zumeist als Stange ausgebildet. Derartige metallische Stangen empfinden viele Betrachter als unschön, da diese im Blickfeld des Betrachters den Raum querend angeordnet sind. Ferner sind die Haltevorrichtungen Spritzwasser ausgesetzt, so dass diese häufig gereinigt werden müssen. Wenn die Haltevorrichtungen beispielsweise verchromt sind, um an andere metallische Gegenstände im Bad angepasst zu sein, besteht ferner die Schwierigkeit, dass diese durch eine häufige Reinigung in Mitleidenschaft geraten können, so dass vorbekannte Haltevorrichtungen bereits nach wenigen Jahren unschön aussehen können.

[0007] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Abtrennungswand der eingangs genannten Art bereitzustellen, die in ästhetisch ansprechender Weise befestigt ist, wobei möglichst die Haltevorrichtung der Abtrennungswand robust gegenüber wiederholten Reinigungsvorgängen ist.

[0008] Die erfindungsgemäße Abtrennungswand ist definiert durch die Merkmale des Anspruchs 1.

[0009] Eine erfindungsgemäße Abtrennungswand besteht zumindest aus einem feststehenden Glaswandelement und einer Haltevorrichtung zum Befestigen des Glaswandelementes in einer aufrechten Position. Dabei ist vorgesehen, dass die Haltevorrichtung mindestens eine langgestreckte Glasplatte aufweist, die über eine Halterung mit einem oberen, horizontal verlaufenden Randbereich oder einem oberen Abschnitt des seitlichen, vertikal verlaufenden Randbereichs des Glaswandelements verbunden und über eine Wandhalterung an einer Umgebungswand befestigt ist. Die langgestreckte Glasplatte kann in ihrer Längsrichtung in einem spitzen oder stumpfen Winkel oder orthogonal zu einer Ebene der Wandfläche des Glaswandelementes angeordnet sein. Die erfindungsgemäße Abtrennungswand kann die Abtrennungswand einer Duschkabine oder Dusch- oder Badewannenabtrennung sein.

[0010] Bei Glaswandelementen einer Abtrennungswand einer Duschkabine oder Dusch- oder Badewannenabtrennung ist das Glaswandelement beispielsweise am Boden und/oder seitlich an einer Wand befestigt. Auch kann das Glaswandelement am oder auf dem Rand einer Badewanne befestigt sein. Bei einer derartigen Befestigung ist der obere Randbereich teilweise ohne Abstützung, so dass bei Stoßeinwirkung auf die Wandfläche des Glaswandelementes große Hebelwirkung auf die Boden- bzw. Wandbefestigung einwirken kann, so dass das Glaswandelement aus der Befestigung herausbrechen könnte. Durch das Vorsehen einer entsprechenden Haltevorrichtung können die Kräfte aufgenommen werden. Dabei hat sich herausgestellt, dass die Haltevorrichtung im Wesentlichen einer Zug- oder Druckbelastung ausgesetzt ist, so dass die Haltevorrichtung aus einer langgestreckten Glasplatte, die den oberen Randbereich oder einen oberen Abschnitt des seitlichen Randbereichs des Glaswandelementes mit einer Umgebungswand verbindet, ohne Weiteres die Belastung aufnehmen kann. Durch die Ausgestaltung der Haltevorrichtung als langgestreckte Glasplatte kann eine optisch ansprechende Haltevorrichtung geschaffen werden. Wenn die Glasplatte eine hohe Transparenz für sichtbares Licht aufweist, ist diese für den Betrachter nicht oder nur im geringen Maße sichtbar, so dass für den Betrachter der Eindruck entsteht, das Glaswandelement ist an einem oberen Randbereich oder einem oberen Abschnitt des seitlichen Randbereichs nicht gehalten. Bei der erfindungsgemäßen Abtrennungswand sind somit optisch störende Haltevorrichtungen, wie beispielsweise eine Metallstange, nicht mehr vorhanden. Darüber hinaus ist die erfindungsgemäß vorgesehene langgestreckte Glasplatte als Teil der Haltevorrichtung robust gegenüber häufigen Reinigungsvorgängen, so dass keine oder nur eine geringe Abnutzung im Laufe der Jahre erfolgt und diese über einen langen Zeitraum optisch ansprechend erscheint.

[0011] Die Erfindung kann ferner vorsehen, dass eine Laufschiene in dem oberen Randbereich des Glaswandelementes befestigt ist, wobei mindestens ein Türflügel in der Laufschiene mit mindestens einem Laufwerk geführt ist, wobei die Laufschiene in ihrer Längsrichtung an mindestens einer Seite über das Glaswandelement übersteht und wobei die langgestreckte Glasplatte über die Halterung mit der Laufschiene verbunden ist.

[0012] Die erfindungsgemäße Abtrennungswand ist somit als Festflügel mit dazu beweglichem Türflügel ausgebildet, wobei das Glaswandelement den Festflügel bildet. Die Laufschiene für den Türflügel ist auf dem Glaswandelement aufgesetzt. Über die langgestreckte Glasplatte und die Laufschiene wird das Glaswandelement in der aufrechten Position befestigt. Dabei kann die Laufschiene beispielsweise zusätzlich an einer Umgebungswand befestigt sein.

[0013] Das Laufwerk kann einseitig mindestens eine Laufrolle aufweisen, die auf einer Laufbahnoberfläche einer Laufbahn der Laufschiene geführt ist. Eine derartige Ausgestaltung hat den besonderen Vorteil, dass der Türflügel von einer Längsseite her in die Laufschiene eingesetzt werden kann.

[0014] Die Abtrennungswand kann somit beispielsweise auch ein Abtrennungssystem mit einer Tür für die Duschkabine oder Dusch- oder Badewannenabtrennung bilden, wobei dann das Glaswandelement als Festflügelelement ausgebildet ist.

[0015] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Halterung und/oder die Wandhalterung klemmend oder durch Verklebung mit der langgestreckten Glasplatte verbunden ist. Derartige Verbindungen zwischen der Halterung bzw. der Wandhalterung und der langgestreckten Glasplatte haben sich als besonders vorteilhaft herausgestellt.

[0016] Die Laufschiene kann beispielsweise klemmend oder durch Verklebung mit dem Glaswandelement verbunden sein.

[0017] Bei der erfindungsgemäßen Abtrennungswand kann vorgesehen sein, dass die Halterung von einem Teil der Laufschiene gebildet ist oder dass die Halterung mit der Laufschiene, vorzugsweise mit dem überstehenden Ende der Laufschiene, verbunden ist. Zur Verbindung der langgestreckten Glasplatte mit der Laufschiene kann eine separate Halterung vorgesehen sein, oder die Laufschiene ist so ausgebildet, dass die Glasplatte direkt mit ihr verbunden werden kann.

[0018] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Halterung einen Haltekörper mit einem Klemmstein aufweist, wobei der Klemmstein in einer Nut und/oder an einer Laufbahn der Laufschiene an dem oder einem überstehenden Ende der Laufschiene angeordnet ist. Auf dieser Weise ist die Halterung in vorteilhafter Weise an der Laufschiene befestigbar. Dabei kann vorgesehen sein, dass eine Klemmvorrichtung mit einer Schraubeinrichtung in den Haltekörper eingreift, wobei die langgestreckte Glasplatte eine Aussparung aufweist, durch die die Schraubeinrichtung geführt ist. Die Klemmvorrichtung kann somit in vorteilhafter Weise klemmend mit der langgestreckten Glasplatte verbunden werden. Die Klemmvorrichtung kann beispielsweise als Druckplatte ausgebildet sein, die von einer oder mehreren Schrauben der Schraubeinrichtung gegen die langgestreckte Glasplatte gedrückt wird.

[0019] Bei einer Ausgestaltung der Halterung mit einem Haltekörper, der über einen Klemmstein in einer Nut der Laufschiene befestigbar ist, kann der Haltekörper eine Vorsprung aufweisen, der im befestigten Zustand der Halterung an der Laufschiene eine Laufbahn der Laufschiene oder eine Rippe umgreift. Auf diese Weise kann ein zusätzlicher Verdrehschutz der Halterung gegenüber der Laufschiene geschaffen werden.

[0020] Die Aussparung in der langgestreckten Glasplatte kann ein Langloch oder ein langegestreckter Einschnitt sein. Um Schrauben der Schraubeinrichtung können beispielsweise Hülsen, die beispielsweise aus Kunststoff ausgebildet sind, angeordnet sein, die ein Berühren der Schraubeinrichtung mit der langgestreckten Glasplatte verhindern, so dass die langgestreckte Glasplatte vor Beschädigung geschützt ist.

[0021] Zwischen dem Haltekörper und der langgestreckten Glasplatte bzw. zwischen der Klemmvorrichtung und der langgestreckten Glasplatte können elastische Zwischenschichten, sogenannte Glasbeilagen, angeordnet sein. Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die langgestreckte Glasplatte aus Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) besteht. Ein derartiges Glas ist von besonderem Vorteil für den erfindungsgemäßen Einsatzzweck.

[0022] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die langgestreckte Glasplatte eine Breite von mindestens 5 cm aufweist. Unter Breite der langgestreckten Glasplatte wird die nach der Längsrichtung zweitgrößte Erstreckungsrichtung der langgestreckten Glasplatte verstanden. Eine Breite von mindestens 5 cm ist von besonderem Vorteil, um eine Aussparung in der langgestreckten Glasplatte vorzusehen, durch die die Schraubeinrichtung in bequemer Art und Weise geführt werden kann. Ferner bietet eine langgestreckte Glasplatte mit einer derartigen Breite eine hohe Stabilität, so dass das Glaswandelement in vorteilhafter Weise in der aufrechten Position gehalten werden kann. Vorzugsweise beträgt die Breite der langgestreckten Glasplatte maximal 30 cm.

[0023] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Umgebungswand durch eine Raumwand oder ein weiteres Glaswandelement gebildet ist. Mit anderen Worten: Die langgestreckte Glasplatte kann bei der vorliegenden Erfindung das Glaswandelement mit einer Umgebungswand, das heißt mit einer Wand des Raumes, in dem die erfindungsgemäße Abtrennungswand angeordnet ist oder mit einem weiteren Glaswandelement, das beispielsweise einen Teil der Duschkabine oder Dusch- oder Badewannenabtrennung bildet, verbunden sein. Dadurch ist die Erfindung besonders flexibel einsetzbar.

[0024] In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Abtrennungswand ist vorgesehen, dass die langgestreckte Glasplatte an ihren Längsseiten einen Kantenschutz aufweist. Dadurch werden die Kanten der langgestreckten Glasplatte gegen Stoßbelastung aus der Umgebung geschützt. Der Kantenschutz kann beispielsweise durch ein U-Profil gebildet sein. Der Kantenschutz kann darüber hinaus eine optisch ansprechende Wirkung hervorrufen. So kann beispielsweise der Kantenschutz aus Metall gefertigt sein oder eine Metalloptik besitzen. Bei der Verwendung eines Laufschienenprofils aus einem Metall kann somit an der langgestreckten Glasplatte die Metalloptik der Laufschiene wieder aufgenommen werden.

[0025] Die langgestreckte Glasplatte kann in beiden Richtungen vertikal oder horizontal angeordnet sein. Mit anderen Worten: Die langgestreckte Glasplatte kann flach liegen, so dass sich die Richtung der nach der Längsrichtung zweit längsten Erstreckung horizontal erstreckt oder hochkant, so dass die Breitenrichtung sich vertikal erstreckt. Bei einer Anordnung der langgestreckten Glasplatte in Breitenrichtung horizontal, kann die langgestreckte Glasplatte beispielsweise auch als Ablage dienen. Die Anordnung der langgestreckten Glasplatte in Breitenrichtung vertikal hat den Vorteil, dass diese weniger schmutzanfällig ist.

[0026] Bei der Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Abtrennwand, bei dem die Halterung an einem Ende der Laufschiene angeordnet ist, kann eine Blende vorgesehen sein, die die Halterung umgreift und in die Laufschiene eingreift. Hierfür können beispielsweise vorstehende Zapfen an der Blende vorgesehen sein, die in eine Nut und/oder in die Laufbahn der Laufschiene eingreifen. Die Blende bildet einen optisch ansprechenden Abschluss der Laufschiene und überdeckt die Halterung. Ferner ist die Laufschiene an ihrem Ende auch gegenüber Umwelteinflüssen zum Teil geschützt, so dass grobe Partikel oder Staub zu einem geringen Maße in die Laufschiene eindringen können.

[0027] Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf die nachfolgenden Figuren die Erfindung näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1
eine schematische, perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Abtrennungswand,
Fig. 2
eine Detaildarstellung der langgestreckten Glasplatte, die an dem Laufschienenprofil des in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiels befestigt ist und
Fig. 3
eine Detaildarstellung der Halterung für die langgestreckte Glasplatte.


[0028] In Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße Abtrennungswand 1 einer Duschkabine oder Dusch- oder Badewannenabtrennung schematisch in einer perspektivischen Darstellung gezeigt. Die Abtrennungswand 1 besteht aus einem feststehenden Glaswandelement 3 und einer Haltevorrichtung 5 zum Befestigen des Glaswandelementes 3 in einer aufrechten Position. Das Glaswandelement 3 ist hierzu ferner an einer nicht dargestellten Umgebungswand an einer Längsseite befestigt. Auch kann das Glaswandelement an einem Boden befestigt sein. Bei der Verwendung der erfindungsgemäßen Abtrennungswand 1 als Badewannenabtrennung kann das Glaswandelement 3 auch auf einem Badewannenrand aufliegen. An einem oberen Randbereich 3a ist eine Laufschiene 7 für einen nicht dargestellten Türflügel angeordnet. Die Laufschiene 7 ist hierbei auf dem oberen Rand auf das Glaswandelement 3 aufgesetzt. Die Laufschiene 7 steht in ihrer Längsrichtung, die in Fig. 1 durch einen Doppelpfeil neben der Laufschiene 7 dargestellt ist, an einer Seite über das Glaswandelement 3 über. An dem nicht dargestellten anderen Ende ist die Laufschiene 7 an einer Umgebungswand befestigt. Der nicht dargestellte Türflügel kann somit in Längsrichtung der Laufschiene 7 verfahren werden und in Längsrichtung der Laufschiene 7 quasi neben dem Glaswandelement 3 angeordnet werden, so dass die durch die Abtrennungswand 1 gebildete Glasfläche, die einen Spritzschutz bilden soll, vergrößert ist.

[0029] An dem überstehenden Ende 7a ist eine langgestreckte Glasplatte 9 über eine in Fig. 1 nicht dargestellte Halterung mit der Laufschiene 7 verbunden. An dem von der Laufschiene 7 abgewandten Ende ist die langgestreckte Glasplatte 9 über eine Wandhalterung 11 mit einer Umgebungswand 13 verbunden. Die langgestreckte Glasplatte 9 hält somit das Glaswandelement 3 über die Laufschiene 7 in seiner aufrechten Position und kann Zug- und Druckkräfte, die bei einem Druck gegen eine der beiden Wandflächen des Glaswandelements entstehen können, aufnehmen. Die Haltevorrichtung 5 umfasst somit die langgestreckte Glasplatte 9 und die Laufschiene 7, wobei die langgestreckte Glasplatte 9 mittelbar über die Laufschiene 7 mit dem oberen Randbereich 3a des Glaswandelements 3 verbunden ist.

[0030] In Fig. 2 ist die Halterung, die die langgestreckte Glasplatte 9 mit der Laufschiene 7 verbindet, schematisch vergrößert im montierten Zustand gezeigt.

[0031] Fig. 3 zeigt die Halterung 15 im von der Glasplatte 9 und der Laufschiene 7 gelösten Zustand.

[0032] Die Halterung 15 weist einen Haltekörper 17 auf, an dem über eine Abwinklung 19 ein Klemmstein 21 befestigt ist. Der Klemmstein 21 kann in eine Nut der Laufschiene 7 eingreifen, so dass die Halterung 15 über den Klemmstein 21 in der Nut befestigt werden kann. Der Haltekörper 17 weist darüber hinaus einen Vorsprung 23 auf, der mit einer Laufbahnaussparung 25 versehen ist, die im befestigten Zustand eine Laufbahn der Laufschiene 7 umgreift. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass ein Verdrehen des Haltekörpers 17 im befestigten Zustand verhindert wird, was anderenfalls dazu führen könnte, dass der Klemmstein 21 aus der Nut heraus gehebelt werden könnte.

[0033] Die Halterung 15 weist ferner eine Klemmvorrichtung 27 auf, die über eine Schraubeinrichtung 29, die in dem dargestellten Ausführungsbeispiel aus zwei Schrauben 31 besteht, mit dem Haltekörper 17 verbunden ist. Wie in Fig. 2 gezeigt ist, wird zwischen der Klemmvorrichtung 27 und dem Haltekörper 17 die langgestreckte Glasplatte 9 klemmend gehalten. Hierzu greift die Schraubeinrichtung 29 durch eine Aussparung 9a in der langgestreckten Glasplatte 9. Die Schrauben 31 können durch Hülsen 33 geführt sein, die einen Schutz für die langgestreckte Glasplatte 9 bilden. Ferner können an der Klemmvorrichtung 27 und dem Haltekörper 17 Glasbeilagen 35 zum Schutz der langgestreckten Glasplatte 9 angeordnet sein.

[0034] Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, kann an dem überstehenden Ende 7a der Laufschiene 7 ferner eine Blende 37 angeordnet sein, die in eine Nut 39 mittels nicht dargestellter Zapfen eingreift. Die Blende 37 kann insbesondere die Halterung 15 sowie die Aussparung 9a der langgestreckten Glasplatte 9 optisch verdecken, so dass die erfindungsgemäße Abtrennungswand ein optisch ansprechendes Äußeres erhält. Die Blende 37 bietet ferner einen gewissen Schutz gegen Umwelteinflüsse.

[0035] Die Wandhalterung 11 kann in vergleichbarer Weise wie die Halterung 15 mit der langgestreckten Glasplatte 9 verbunden sein. Hierzu kann die Glasplatte 9 eine nicht dargestellte zweite Aussparung aufweisen, durch die Klemmelemente 11a, die eine weitere Schraubeinrichtung aufweisen können, greifen können. Die Wandhalterung kann nicht dargestellte Blenden aufweisen, die die Klemmelemente 11a und weitere Teile der Wandhalterung 11 optisch ansprechend verdecken.

[0036] Die langgestreckte Glasplatte 9 kann eine Breite B aufweisen, die mindestens 5 cm und maximal 30 cm beträgt. Die Breite B ist schematisch in der Fig. 2 dargestellt. Die langgestreckte Glasplatte 9 erstreckt sich in ihrer Längsrichtung, die in Fig. 1 neben der langgestreckten Glasplatte 9 durch einen Doppelpfeil dargestellt ist, orthogonal zu der Ebene der Wandfläche des Glaswandelements 3. Grundsätzlich ist aber auch eine Anordnung in einem spitzen oder stumpfen Winkel möglich.

[0037] Die langgestreckte Glasplatte 9 besteht vorzugsweise aus einem Einscheiben-Sicherheitsglas. Auch kann die langgestreckte Glasplatte 9 mit einem die Längskanten 9b umgebenden Kantenschutz, der in den Figuren nicht dargestellt ist, versehen sein.

[0038] In dem in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiel ist die langgestreckte Glasplatte in Breitenrichtung vertikal angeordnet dargestellt. Grundsätzlich ist aber auch eine alternative Anordnung der langgestreckten Glasplatte, beispielsweise mit einer horizontal verlaufenden Breitenrichtung möglich.

[0039] Die erfindungsgemäße Abtrennungswand ermöglicht eine optisch ansprechende Haltevorrichtung zur Befestigung des Glaswandelements 3 in seiner aufrechten Position.


Ansprüche

1. Abtrennungswand (1) einer Duschkabine oder Dusch- oder Badewannenabtrennung, bestehend zumindest aus einem feststehenden Glaswandelement (3), einer Haltevorrichtung (5) zum Befestigen des Glaswandelementes (3) in einer aufrechten Position, und einer Laufschiene (7), die an dem oberen Randbereich (3a) des Glaswandelementes (3) befestigt ist, wobei mindestens ein Türflügel in der Laufschiene (7) mit mindestens einem Laufwerk geführt ist, wobei die Laufschiene (7) in ihrer Längsrichtung an mindestens einer Seite über das Glaswandelement (3) übersteht,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Haltevorrichtung (5) mindestens eine langgestreckte Glasplatte (9) aufweist, die über eine Halterung (15) mit der Laufschiene (7) verbunden und über eine Wandhalterung (11) an einer Umgebungswand (13) befestigt ist.
 
2. Abtrennungswand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (15) und/oder die Wandhalterung (11) klemmend oder durch Verklebung mit der langgestreckten Glasplatte (9) verbunden ist.
 
3. Abtrennungswand nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufschiene (7) klemmend oder durch Verklebung mit dem Glaswandelement (3) verbunden ist.
 
4. Abtrennungswand nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (15) einen Haltekörper (17) mit einem Klemmstein (21) aufweist, wobei der Klemmstein (21) in einer Nut und/oder an einer Laufbahn der Laufschiene (7) an dem oder einem überstehenden Ende (7a) der Laufschiene (7) angeordnet ist, wobei eine Klemmvorrichtung mit einer Schraubeinrichtung (29) in den Haltekörper (17) eingreift und wobei die langgestreckte Glasplatte (9) eine Aussparung (9a) aufweist, durch die die Schraubeinrichtung (29) geführt ist.
 
5. Abtrennungswand nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (9a) in der langgestreckten Glasplatte (9) ein Langloch oder ein langgestreckter Einschnitt ist.
 
6. Abtrennungswand nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die langgestreckte Glasplatte (9) aus ESG besteht.
 
7. Abtrennungswand nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die langgestreckte Glasplatte (9) eine Breite B von mindestens 5 cm aufweist.
 
8. Abtrennungswand nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Umgebungswand (13) durch eine Raumwand oder ein weiteres Glaswandelement gebildet ist.
 
9. Abtrennungswand nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die langgestreckte Glasplatte (9) an ihren Längsseiten einen Kantenschutz aufweist.
 
10. Abtrennungswand nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die langgestreckte Glasplatte (9) in Breitenrichtung vertikal oder horizontal angeordnet ist.
 




Zeichnung













Recherchenbericht









Recherchenbericht