[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Mastbock für einen Verteilermast einer fahrbaren
Betonpumpe, einen Verteilermast sowie eine solche fahrbare Betonpumpe.
[0002] Eine fahrbare Betonpumpe mit Verteilermast, die auch Autobetonpumpe genannt wird,
ist eine fahrbare Pumpe zur Förderung von Beton. Insbesondere beim Gebäudebau, beim
Bau von Brücken oder auch Staudämmen kommen fahrbare Betonpumpen zum Einsatz. Im Wesentlichen
umfasst eine Autobetonpumpe einen Lastwagen, ein mit diesem verbundenes Abstützsystem,
ein Pumpsystem sowie einen Verteilermast, über den von einem Betonmischer zugeführter
Beton gefördert wird. Im Wesentlichen dienen Betonpumpen dazu, den aus einem Betonmischer
laufenden Beton über eine große Fläche wunschgemäß zu verteilen, wobei die Fläche
unter Umständen auch auf einem anderen Höhenniveau angeordnet sein kann.
[0003] Um eine große, flächendeckende Abdeckung zu erreichen, umfasst der Verteilermast
ein ausklappbares Armpaket samt Förderleitung, mit Hilfe dessen der flüssige Beton
über einen großen Flächenbereich abgegeben werden kann.
[0004] Da im Einsatz das zusammenklappbare Armpaket des Verteilermasts, mit Hilfe dessen
der Beton gefördert wird, einen großen Höhen- und Flächenbereich abdeckt, kommt es
zu einer erheblichen Krafteinleitung in das Abstützsystem einer Autobetonpumpe. Um
diese Krafteinleitung wirksam in ein abgestütztes oder nicht abgestütztes LKW-Chassis
vorzusehen, befindet sich an der Autobetonpumpe ein sogenannter Mastbock, der die
Kräfte des Armpakets aufnimmt und in die LKW-Struktur oder in das Abstützsystem einleitet.
[0005] Ferner weist eine Autobetonpumpe in der Regel einen hydraulischen Antrieb auf, der
unter anderem beispielsweise zum Fördern des Betons an das distale Ende des Armpakets
dient. Aufgrund der hohen notwendigen Antriebsleistung bei der vorliegenden Anmeldung
geht die Nutzung hydraulischer Antriebe stets mit einer starken Wärmeentwicklung einher.
So kommt es zu einer Erhitzung von Hydrauliköl als energieübertragendes Medium.
[0006] Autobetonpumpen nach dem Stand der Technik weisen deswegen große Ölkühler auf, um
den Wärmehaushalt mobiler Betonpumpen mit entsprechendem Energieeinsatz durch die
Kühlleistung der Ölkühler so zu regulieren, dass keine Überhitzungseffekte und damit
Maschinenschäden auftreten.
[0007] Darüber hinaus ist es im Stand der Technik weit verbreitet, dass fahrbare Betonpumpen
als Betriebsstoff und vor allem als Reinigungsmittel große Mengen an Wasser mit sich
führen, um nach einem erfolgten Betrieb der Betonpumpe diese zu reinigen. Insbesondere
bei der Reinging des Ausgabetrichters und des Pumpaggregats, die nach jedem Maschineneinsatz
erfolgen muss, ist eine große Menge Wasser erforderlich, um die Flüssigbetonreste
zu entfernen.
[0008] Dazu sind separate Tanks zum Führen von Wasser, meist in einem Umfang von mehreren
100 Litern, angeordnet, vorzugsweise am Heck der Autobetonpumpe, was aufgrund des
wechselnden Füllstands dieser Tanks eine schwerpunktungünstige Anordnungsposition
darstellt. Vor allem in den kälteren Jahreszeiten erweist sich das Mitführen und das
Nutzen von Wasser aufgrund von Frostgefahr dann als schwierig, wenn die Außentemperatur
unter dem Gefrierpunkt liegt, möglicherweise begünstigt durch Winde beim Fahren zum
Einsatzort. Von daher ist es aus dem Stand der Technik bekannt, solche Wassertanks
zum Vermeiden vom Einfrieren des Wassers mit Heizungen auszustatten, um auch bei Temperaturen
nahe oder unterhalb des Gefrierpunkts eine Autobetonpumpe voll einsatzfähig zu halten.
[0009] Es ist das Ziel der vorliegenden Erfindung die vorstehenden Nachteile aus dem Stand
der Technik abzumildern oder zu überwinden und eine fahrbare Betonpumpe zu schaffen,
die darüber hinaus hinsichtlich ihres Gesamtgewichts zugunsten größerer Reichweite
oder Standsicherheit einen leichteren Grundaufbau aufweist.
[0010] Die vorliegende Erfindung löst die vorstehend beschriebene Problematik, indem sie
erkennt, dass eine separate Aufbewahrung der für eine fahrbare Betonpumpe notwendigen
zwei Flüssigkeiten (Hydrauliköl und Wasser) hinsichtlich einer vorteilhaften Konfiguration
aufgegeben werden kann. Dabei wird das aus dem Stand der Technik bekannte Konzept
aufgegeben, wonach sowohl Hydrauliköl als auch Wasser getrennt in jeweils separaten,
gewichtsmäßig nachteiligen Tanks untergebracht sind. Hierbei ist es erforderlich,
dass das Hydrauliköl energetisch ineffizient durch zusätzliche Aggregate gekühlt und
das Wasser je nach klimatischen Randbedingungen erwärmt werden muss.
[0011] Die Vorteile der vorliegenden Erfindung sind mit Hilfe eines Mastbocks für einen
Verteilermast einer fahrbaren Betonpumpe erreichbar, der sämtliche Merkmale des Anspruchs
1 aufweist.
[0012] Demnach umfasst ein erfindungsgemäßer Mastbock für einen Verteilermast einer fahrbaren
Betonpumpe mindestens ein erstes Volumen zur Aufnahme eines ersten Fluids, und mindestens
ein zweites Volumen zur Aufnahme eines zweiten Fluids, wobei der Mastbock dazu ausgelegt
ist, eine Wärmeübertragung zwischen dem ersten Fluid und dem zweiten Fluid vorzusehen
bzw. zu gestatten oder zu fördern.
[0013] Mit Hilfe eines solchen Mastbocks ist es möglich, die bei einem Betrieb einer Betonpumpe
anfallende Wärme eines Hydraulikfluids, insbesondere eines Hydrauliköls einer Pumpeneinheit
der Autobetonpumpe dazu zu nutzen, ein zum späteren Reinigen einer Betonpumpe mitzuführendes
Wasser zu heizen. So kann mit Hilfe eines solchen Mastbocks ein üblicherweise vorhandener
Ölkühler bzw. die Heizelemente zum Heizen der Wassertanks entfallen oder in ihren
Dimensionen verringert werden. Dies wirkt sich zudem positiv auf das Gewicht einer
den erfindungsgemäßen Mastbock verwendenden Autobetonpumpe aus.
[0014] Weitere Gewichtseinsparungen lassen sich dadurch erzielen, dass bereits vorhandene
Hohlräume in der Tragstruktur des Mastbocks als Tankvolumina genutzt werden können.
Damit ist es mit der vorliegenden Erfindung nicht erforderlich, die im Stand der Technik
separat vorhandenen Tanks sowie notwendige Leitungen vorzusehen.
[0015] Zudem ist es von Vorteil, dass bei der Integration von Tanks in den Mastbock eine
die Standsicherheit begünstigende Masseverteilungen erlangt wird, bei der die Tanks
trotz veränderlicher Füllstände eine günstige Schwerpunktslage aufweisen.
[0016] Nach einer weiteren optionalen Fortbildung der Erfindung ist das erste Volumen von
dem zweiten Volumen durch eine Wand getrennt, die vorzugsweise eine hohe Wärmeleitfähigkeit
aufweist. Dadurch wird ein besonders effektiver Wärmeaustausch zwischen dem ersten
Fluid in dem ersten Volumen und dem zweiten Fluid in dem zweiten Volumen ermöglicht.
[0017] Vorzugsweise ist die Wand sowohl eine begrenzende Wand für das erste Volumen als
auch eine begrenzende Wand für das zweite Volumen. Dies bedeutet, dass an einer der
flächigen Seite dieser Wand das erste Volumen angrenzt und an einer anderen der flächigen
Seiten der Wand das zweite Volumen angrenzt. Die beiden Volumen sind demnach nur durch
diese Wand voneinander getrennt, sodass ein effektiver Wärmeaustausch zwischen Fluiden
in den beiden Volumen stattfinden kann.
[0018] Nach einer weiteren optionalen Modifikation der vorliegenden Erfindung ist die Wand
aus Stahl oder einen anderen Material, das eine große Wärmeleitfähigkeit aufweist.
[0019] Zudem kann vorgesehen sein, dass sowohl das erste Volumen als auch das zweite Volumen
jeweils einen Zuführanschluss zum Zuführen eines zugehörigen Fluids und einen Abführanschluss
zum Abführen des zugehörigen Fluids aufweist. So ist es möglich, dass zumindest eines
der beiden Volumen in einen Fluidkreislauf integriert wird und das Durchleiten eines
Fluids durch den Mastbock als Kühler bzw. Wärmer verwendbar ist. Dabei kann vorgesehen
sein, dass das andere der beiden Volumen ebenfalls in einen Fluidkreislauf integriert
ist, dies ist jedoch zum Erreichen der Vorteile der Erfindung nicht erforderlich.
[0020] Nach einer Fortbildung der vorliegenden Erfindung sind das erste Volumen und das
zweite Volumen bis auf ihren jeweiligen Zuführanschluss und ihren jeweiligen Abführanschluss
jeweils abgeschlossene Volumen. Das Zuführen oder das Abführen eines Fluids aus dem
ersten Volumen und/oder dem zweiten Volumen ist demnach nur über den zugehörigen Zuführanschluss
oder den zugehörigen Abführanschluss möglich. Zu-, Durch- oder Abführleitungen eines
Fluids können dabei das Tankvolumen des zweiten Fluids durchdringen.
[0021] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist das erste Fluid
Wasser und das zweite Fluid Öl, wobei vorzugsweise das erste Volumen ein Tank zur
Aufnahme von Wasser und das zweite Volumen ein Tank zur Aufnahme von Öl ist. Wird
beispielsweise das Öl in einem hydraulischen Antrieb verwendet und erhitzt sich dabei,
kann mit Hilfe des erfindungsgemäßen Mastbocks die Wärme des so erhitzten Öls an das
gut wärmeleitende Wasser abgegeben werden. Das Wasser kann die Wärme gegebenenfalls
über entsprechend groß dimensionierte Außenwände an die Umgebungsluft abgeben. Dies
hat unter anderem zum Vorteil, dass separate Heizelemente, die ein Einfrieren des
Wassers in einem Tank einer Autobetonpumpe verhindern sollen, sehr viel kleiner dimensioniert
werden können oder vollständig obsolet sind.
[0022] Ferner betrifft die vorliegende Erfindung einen Verteilermast für eine fahrbare Betonpumpe,
welcher im Armpaket zum Führen von Flüssigbeton und einen Mastbock zum flexiblem Lagern
des Armpakets in Bezug auf die fahrbare Betonpumpe umfasst, wobei der Mastbock nach
einer der vorstehend beschriebenen Varianten ausgestaltet ist.
[0023] Darüber hinaus betrifft die vorliegende Erfindung zudem eine fahrbare Betonpumpe
mit einem Verteilermast nach der vorstehenden Variante oder einen Mastbock nach einem
der vorstehend beschriebenen Varianten, wobei die fahrbare Betonpumpe ferner einen
Hydraulikantrieb zum Antreiben eines Aktuators, insbesondere einer Betonpumpeneinheit,
umfasst, wobei ein Hydraulikkreis des Hydraulikantriebs zum Kühlen mit dem zweiten
Volumen des Mastbocks verbunden ist oder durch das zweite Volumen des Mastbocks verläuft.
[0024] Durch eine solche Ausgestaltung einer fahrbaren Betonpumpe ist es möglich, den während
eines Betriebs der Betonpumpe erwärmten Hydraulikkreislauf mit Hilfe der Wärmeübertragung
des Mastbocks zu kühlen. Gleichzeitig wird dabei auch eventuell eingefrorenes Wasser
in dem ersten Volumen des Mastbocks aufgetaut, sodass es später problemlos zum Säubern
und Reinigen der Betonpumpe verwendet werden kann. Dadurch ergibt sich der kombinatorische
Effekte, dass kein oder nur ein verkleinerter Ölkühler vonnöten ist und die Heizelemente
zum Wärmen des Wassers zum Reinigen der Betonpumpe entfallen können.
[0025] Nach einer optionalen Modifikation der vorliegenden Erfindung umfasst die fahrbare
Betonpumpe einen Wassertank zum Vorhalten von bei Reinigung der Betonpumpe notwendigem
Wasser, wobei der Wassertank das erste Volumen ist und vorzugsweise ohne elektrische
Heizeinheit für darin aufgenommenes Wasser vorgesehen ist. In anderen Worten ist es
demnach möglich, den Tank zum Aufnehmen von Wasser zum Reinigen der Betonpumpe frei
von einem elektrischen Heizelement zu konstruieren. Vielmehr wird die erforderliche
Wärme zum Wärmen des Wassers über den Wärmeaustausch mit im Betrieb erhitzten Hydraulikfluids
(vorliegend Hydrauliköl) mit Hilfe der Wärmeübertragereigenschaft des Mastbocks erwärmt.
[0026] Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der erfinderische Ansatz der vorliegenden
Erfindung darin besteht, die beiden Tankvolumina für das zu kühlende Hydrauliköl und
das zu wärmende Wasser vorzugsweise innerhalb der vorhandenen Tragstrukturen des Mastbocks
räumlich so zueinander anzuordnen, dass ein Wärmeaustausch zwischen den beiden Medien
über eine möglichst große, Wärmeleitfähigkeit Fläche, die zum Beispiel aus Stahl sein
kann, möglich ist. So kann vorgesehen sein, dass ein Hydrauliktank von einem Wassertank
mindestens von einer Umfangsrichtung umgeben ist oder anders mit diesem zusammenwirkt.
Bei einer solchen Bauweise kann die Heizleistung des sich im Betrieb erwärmenden Hydrauliköls
zunächst abgeführt und dazu genutzt werden, das mitgeführte Wasser zu erwärmen. Schließen
die Wassertanks ihrerseits über möglichst große, wärmeleitende Flächen an die Umgebung
an, so kann das gut wärme leitende Wasser ähnlich wie eine Gebäudeheizung seinerseits
überschüssige Wärmeenergie an die Umgebung abgeben.
[0027] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten werden anhand der nachfolgenden Figurenbeschreibung
ersichtlich. Dabei zeigen:
- Fig. 1:
- eine Seitenansicht einer fahrbaren Betonpumpe,
- Fig. 2:
- eine Prinzipskizze eines erfindungsgemäßen Mastbocks,
- Fig. 3:
- ein Schnittbild des erfindungsgemäßen Mastbocks und
- Fig. 4:
- ein schematisiertes Schnittbild einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Mastbocks.
[0028] Fig. 1 zeigt eine fahrbare Betonpumpe 3 mit einem Fahrgestell 17 und einem am vorderen
Ende angeordneten Führerhaus 12. Auf einem Mastbock 1 ist eine um eine vertikale Achse
13 drehbarer Verteilermast 2 angeordnet, der in der vorliegenden Darstellung ein Armpaket
11 aus mehreren abklappbaren Verteilerstäben und den Verteilerstäben zugeordneten
Förderleitungen 15 umfasst. Der Verteilermast 2 ist vorzugsweise in an sich bekannter
Weise zusammenklappbar, beispielsweise in einer Rollfaltung, Überkopf Rollfaltung
oder einer Roll-Z-Faltung. Am rückwertigen Ende des Fahrgestells 17 ist eine Pumpeneinheit
20 angeordnet, welche einen Materialzufuhrbehälter 21 aufweist und welcher eine Arbeitsplattform
19 zugeordnet ist. Weiter weist diese Pumpeneinheit 20 einen Deckel 22 auf, der beim
Zuführen von Beton aus einem Betonmischer oder einer ähnlichen Vorrichtung in einer
offenen Stellung ist. Um den Stand der fahrbaren Betonpumpe zu verbessern, ist es
möglich, Stützfüße 16 vorzusehen, die das Fahrgestell 17 der Betonpumpe 3 zusätzlich
abstützen. Weiter erkennt man einen Mastauflagebock 18 zum Auflegen des eingeklappten
Armpakets 11.
[0029] Fig. 2 zeigt eine Prinzipskizze des erfindungsgemäßen Mastbocks 1. Man erkennt, dass
der Mastbock eine erstes Volumen 4 und ein zweites Volumen 6 aufweist. Dabei ist in
dem ersten Volumen 4 ein erstes Fluid 5, hier Wasser, vorhanden und in dem zweiten
Volumen 6 ein zweites Fluid 7, hier Öl, vorhanden. Das Wasser 5 ist von dem warmen
Öl 7 durch eine Wand 8 getrennt, die eine Wärmeübertragung zwischen den beiden Fluiden
5, 7 zulässt. Weiter erkennt man einen Zuführanschluss 9 sowie einen Abführanschluss
10 für das zweite Fluid 7. Ist das zweite Volumen 6 nun Bestandteil in einem Hydraulikkreislauf
kann in das zweite Volumen 6 warmes Hydrauliköl eingeführt werden, dass sich während
des Aufenthalts in dem zweiten Volumen 6 abkühlt. Die Abkühlung erfolgt dabei durch
Wärmetausch mit dem Wasser 5 in den ersten Volumen 4. Gestrichelte Pfeile stellen
dabei einen Wärmeverlauf dar, der ausgehend von dem heißen Öl 7 über die Wand 8 zu
dem Wasser 5 und von dort aus über die Außenwandung des ersten Volumens 4 an die Umgebungsluft
führt. Dies zeichnet den Weg von einer hohen Temperatur zu einer niedrigeren Temperatur
nach.
[0030] Fig. 3 zeigt eine Schnittansicht des erfindungsgemäßen Mastbocks 1. Dabei ist in
den bestehenden Strukturen des Mastbocks 1 ein erstes Volumen 4 und ein zweites Volumen
6 eingebracht, die voneinander durch eine Wand 8 getrennt sind. Diese Anordnung wirkt
dabei für die in dem ersten Volumen 4 und den zweiten Volumen 6 eingebrachten verschiedenen
Fluide als Wärmeübertrager. Wird demnach Wasser, das sowieso zum Reiniger einer Betonpumpe
mitgeführt werden muss, in das erste Volumen 4 eingebracht, kann dieses während eines
Betriebs einer Betonpumpe zum Kühlen eines Hydraulikfluids dienen, das in dem zweiten
Volumen 6 vorhanden ist. Dabei kann das Hydraulikfluid 7 über einen Zuführanschluss
9 dem zweiten Volumen 6 zugeführt werden und über einen Abführanschluss 10 aus dem
zweiten Volumen 6 abgelassen werden. Ferner ist dabei möglich, dass das zweite Volumen
6 in einem Hydraulikkreislauf integriert ist, und der Mastbock 1 die Funktion eines
Ölkühlers übernimmt. Nach Beendigung eines Betriebs einer Betonpumpe ist das Wasser
in dem ersten Volumen 4 aufgeheizt, sodass der Zustand eines gefrorenen Wassers 5
in dem ersten Volumen 4 nicht auftritt. Dies führt dazu, dass separate Heizelemente
zum Erwärmen des mitzuführenden Wassers nicht mehr erforderlich sind.
[0031] Mit der vorliegenden Erfindung lassen sich demnach die Vorteile erreichen, wonach
die energieineffiziente, aktive Ölkühlleistung mit Hilfe der Nutzung des erfindungsgemäßen
Mastbocks 1, welche eine passive Wasser-Luft-Kühlung darstellt, verringern. Weiter
lässt sich, wie bereits oben erwähnt, eine separate Wasserheizung bei entsprechenden
klimatischen Bedingungen durch passive Nutzung der Heizleistung des Hydrauliksystems
vermeiden. Eine Gewichtseinsparung ergibt sich durch die Nutzung vorhandener Hohlräume
innerhalb der Tragstruktur des Mastbocks, die als Tankvolumen verwendet werden. Es
entfallen dabei auch die Leitungen sowie die separaten Tanks an einer Autobetonpumpe.
Weiter ist es von Vorteil, dass bei der Integration der Tanks in den Mastbocks standsicherheitsbegünstigende
Effekte vorliegen, insbesondere hinsichtlich der Konzentration der Massen. Somit ergibt
sich eine vorteilhafte Schwerpunktslage trotz der veränderlichen Füllstände in dem
ersten oder dem zweiten Volumen. Darüber hinaus erlaubt der erfindungsgemäße Mastbock
den Entfall oder die Verkleinerung zusätzlicher Bauteile oder Aggregate.
[0032] Die Figur 4 zeigt eine Abwandlung des Mastbocks 1. Hier ist die Oberfläche der Trennwände
8 und damit die Wärmeaustauschfläche zwischen den Medien, also zwischen dem wärmeabgebenden
Öl und dem wärmeaufnehmenden Wasser, vergrößert. Hierdurch wird eine größere Wärmemenge
pro Zeiteinheit übertragen und damit der Wärmeübergang verbessert. Die Vergrößerung
der Oberfläche erfolgt hier dadurch, dass die Wandungen "aufgefaltet" sind. Alternativ
können die Wandungen auch wellenförmig oder in jeglicher anderen oberflächenvergrößernden
Weise abgewandelt sein. Zusätzlich sind hier an den Außenwandungen Kühlrippen 30 angeordnet,
die den Wärmeübergang zwischen dem im ersten Volumen 4 enthatenen Wasser mit der Umgebungsluft
verbessern.
1. Mastbock (1) für einen Verteilermast (2) einer fahrbaren Betonpumpe (3),
gekennzeichnet durch
ein erstes Volumen (4) zur Aufnahme eines ersten Fluids (5), und
ein zweites Volumen (6) zur Aufnahme eines zweiten Fluids (7), wobei der Mastbock
(1) dazu ausgelegt ist, eine Wärmeübertragung zwischen dem ersten Fluid (5) und dem
zweiten Fluid (7) vorzusehen.
2. Mastbock (1) nach Anspruch 1, wobei das erste Volumen (4) von dem zweiten Volumen
(6) durch eine Wand (8) getrennt ist, die vorzugsweise eine hohe Wärmeleitfähigkeit
und/oder eine vergrößerte Oberfläche aufweist.
3. Mastbock (1) nach Anspruch 2, wobei die Wand (8) sowohl eine begrenzende Wand für
das erste Volumen (4) als auch eine begrenzende Wand für das zweite Volumen (6) ist.
4. Mastbock (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 oder 3, wobei die Wand (8)
aus Stahl besteht.
5. Mastbock (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei sowohl das erste Volumen
(4) als auch das zweite Volumen (6) jeweils einen Zuführanschluss (9) zum Zuführen
eines zugehörigen Fluids (5, 7) und einen Abführanschluss (10) zum Abführen des zugehörigen
Fluids (5, 7) aufweist.
6. Mastbock (1) nach Anspruch 5, wobei das erste Volumen (4) und das zweite Volumen (6)
bis auf ihren jeweiligen Zuführanschluss (9) und Abführanschluss (10) jeweils abgeschlossene
Volumen (4, 6) sind.
7. Mastbock (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das erste Fluid (5) Wasser
und das zweite Fluid (7) Öl ist, und vorzugsweise das erste Volumen (4) ein Tank zur
Aufnahme von Wasser und das zweite Volumen (6) ein Tank zur Aufnahme von Öl ist.
8. Verteilermast (2) für eine fahrbare Betonpumpe (3), umfassend:
ein Armpaket (11) zum Führen von Flüssigbeton, und
einen Mastbock (1) zum flexiblen Lagern des Armpakets (11) in Bezug auf die fahrbare
Betonpumpe (3), wobei
der Mastbock (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche ausgestaltet ist.
9. Fahrbare Betonpumpe (3) mit einem Verteilermast (2) nach Anspruch 8 oder einem Mastbock
(1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 - 7, ferner umfassend:
einen Hydraulikantrieb (12) zum Antreiben eines Aktuators, insbesondere einer Betonpumpeneinheit,
wobei
ein Hydraulikkreis des Hydraulikantriebs (12) zum Kühlen mit dem zweiten Volumen (6)
des Mastbocks (1) verbunden ist oder durch das zweite Volumen (6) des Mastbocks (1)
verläuft.
10. Fahrbare Betonpumpe (3) nach Anspruch 9, ferner umfassend:
einen Wassertank zum Vorhalten von bei Reinigung der Betonpumpe (3) notwendigen Wasser,
wobei
der Wassertank das erste Volumen (4) ist und ohne elektrische Heizeinheit für darin
aufgenommenes Wasser vorgesehen ist.