Hintergrund der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft eine wandelbare Dachkonstruktion umfassend eine Umfangsstruktur
mit einer Öffnung, ein Dachelement mit einer faltbaren Membran und mit einem gegenüber
der Umfangsstruktur in eine Fahrrichtung verfahrbaren Randelement. Die Dachkonstruktion
umfasst weiterhin eine Führungsvorrichtung zur Überführung des Dachelements zwischen
einer Parkposition und einer Abdeckposition, wobei der Anteil der Membran, welcher
über die Öffnung verläuft, in der Abdeckposition größer ist als in der Parkposition.
[0003] Wandelbare Dachelemente zur Beschattung von Stadien und Innenhöfen haben gegenüber
statischen Konstruktionen den Vorteil, dass, wenn eine Beschattung nicht mehr benötigt
wird, z.B. in den Abendstunden, das Schatten spendende Element verfahren werden kann
und die darunter befindliche warme Luft nach oben entweichen kann.
[0004] Es sind seilgestützte Dachkonstruktionen für wandelbare Stadionüberdachungen bekannt.
Eine solche Dachkonstruktion wurde bspw. beim BC Place Stadion, Vancouver eingesetzt.
Dabei kann die Membran zu einem Membranpaket gerafft über dem Zentrum des Stadions
geparkt werden oder über eine Primärkonstruktion (Seilspinne/Stahlträger) über das
Stadion aufgespannt werden. Um die Dachkonstruktion gegen Schneelasten zu stabilisieren
und einen gewissen Wärmeschutz zu bieten, ist das wandelbare Membrandach des BC Place
Vancouver, Kanada zweilagig ausgeführt. Im aufgefalteten Zustand kann die Membran
durch Druckluft zu formstabilen Kissen aufgeblasen werden. Derartige Seilspinne-Konstruktionen
haben jedoch den Nachteil, dass sowohl das geraffte Membranpaket als auch die Primärtragkonstruktion
die architektonische Situation optisch beinträchtigen.
[0005] Aus
DE 20 2012 102 348 U1 ist ein Dachelement bekannt, bei dem ein Randseil über eine Spannvorrichtung gespannt
wird. Eine Membran kann entlang von Führungsseilen, welche zwischen dem Randelement
und der Umfangsstruktur gespannt sind, bewegt und somit aufgespannt bzw. gerafft werden.
Das Randseil kann entlang der Umfangsstruktur zwischen Abdeckposition und Parkposition
verfahren werden, und in Parkposition in der Umfangsstruktur versenkt werden, so dass
die komplette Membran und Seilkonstruktion in der Parkposition nicht mehr sichtbar
ist und der optische Eindruck des zu überdachenden Objekts nicht beeinträchtigt wird.
Problematisch hierbei ist allerdings, dass sich Regenwasser auf der Membran sammeln
kann oder, wenn Lüftungsschlitze in der Membran vorhanden sind, Regenwasser durch
die Lüftungsschlitze auf die überdachte Fläche dringen kann.
[0006] Zur Entwässerung von wandelbaren Dachelementen ist es bekannt, mit parallel angeordneten
Grat-Kehlseilverstärkungen das Dachelement über die Kehlseile beidseitig zu entwässern.
Mit einer solchen Konstruktion wurde beispielsweise der Innenhof der alten Residenz
zu Salzburg überdacht. Die Seilenden sind dabei fahrbar in Schienen gelagert und die
komplette Dachkonstruktion inklusive Seile kann zur Seite gefahren werden. Diese Bauweise
eignet sich aber nur für relativ schmale und lange Anwendungen, da die Aufhängepunkte
der Grat- und Kehlseile bei ausreichender Krümmung dieser "hängenden und stehenden"
Seile genügend weit auseinanderliegen müssen und somit sehr große Konstruktionshöhen
für das Dach beanspruchen.
[0007] In
FR2192221A1 wird ein aufblasbares Membrandach beschrieben, das eine von einer Umfassung gebildete
Öffnung abdeckt. Eine Seite des Daches ist mit einer Wickeltrommel verbunden, die
gegenüberliegende Seite ist von einer Seilschar gehalten, die auf Seiltrommeln aufgewickelt
ist. Zum Auf- und Zufahren des Daches werden Wickeltrommel und Seiltrommeln gleichläufig
bewegt. In geöffneter Position ist zwar die Membran mit dem Netz zurückgefahren, jedoch
überspannen dann die Längskabel die Öffnung, was optisch störend wirkt.
Aufgabe der Erfindung
[0008] Es ist Aufgabe der Erfindung eine wandelbare Dachkonstruktion zur Verfügung zu stellen,
die, wenn keine Beschattung oder kein Regenschutz benötigt wird, keine optisch störenden
Elemente aufweist und darüber hinaus eine kontrollierte Ableitung von Regenwasser
ermöglicht.
Beschreibung der Erfindung
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Dachkonstruktion gemäß Patentanspruch
1.
[0010] Erfindungsgemäß umfasst das Dachelement ein faltbares Netztragwerk mit einem Rand,
wobei der Rand des Netztragwerks teilweise von dem Randelement gebildet wird, und
wobei das Netztragwerk gegen die Umfangsstruktur verspannt ist. Die Membran ist doppellagig.
Erfindungsgemäß sind das Netztragwerk und die Membran aneinander befestigt und die
Membran weist mehrere Kammern auf.
[0011] Netztragwerk, Randelement und Membran bilden das Dachelement, wobei die Membran verschiebungsfrei
mit dem Netztragwerk verbunden ist, so dass das Netztragwerk zusammen mit der Membran
gefaltet und gerafft werden kann. Das Randelement begrenzt das Dachelement in eine
Richtung. Als Randelement kann ein steifes Stabelement oder ein Randseil (insbesondere
Stahl-Führungsseil oder textile Seilkonstruktion (mit einem Durchmesser von einigen
Dezimetern) verwendet werden.
[0012] Das Randelement und somit das Dachelement kann mittels einer Antriebseinrichtung
und einer Führungseinrichtung gegenüber der Umfangsstruktur verfahren werden, um das
Dachelement von der Abdeckposition in die Parkposition und umgekehrt zu bringen. Das
Dachelement ist in der Abdeckposition zumindest teilweise (vorzugsweise vollständig)
aufgefaltet, und bedeckt zumindest einen Teil der Öffnung (vorzugsweise die gesamte
Öffnung) der Umfangsstruktur. In der Parkposition ist das Dachelement vorzugsweise
vollständig in der Umfangsstruktur versenkt.
[0013] Die Führungsvorrichtung kann Teil der Umfangsstruktur oder in dieser integriert sein
und ist dazu eingerichtet, das Randelement beim Überführen des Dachelements zwischen
Parkposition und Abdeckposition zu führen. Dazu wird das Randelement mit Hilfe eines
Antriebs und der Führungsvorrichtung gegenüber der Umfangsstruktur in Fahrrichtung
(i. A. entlang der Umfangsstruktur) verfahren, wobei zumindest ein Ende des Randelements
an der Führungsvorrichtung bzw. einem Teil der Führungsvorrichtung (zum Beispiel an
einem in einer Führungsschiene geführten Schlitten oder an einem über Umlenkrollen
geführten Zugseil) befestigt ist.
[0014] Erfindungsgemäß umfasst das Dachelement keine Führungsseile, auf denen die Membran
aufgerafft/verschoben wird, sondern ein Netztragwerk. Das Netztragwerk ist gegen die
Umfangsstruktur verspannt, in einer Richtung parallel zum Randelement. Die Fahrrichtung
ist quer, vorzugsweise senkrecht zur Richtung, in der das Netztragwerk gegen die Umfangsstruktur
verspannt ist. Erfindungsgemäß ist die Membran doppellagig ausgeführt und durch das
Netztragwerk in Kammern aufgeteilt. Durch das Verspannen des Netztragwerks gegenüber
der Umfangsstruktur bilden sich Rinnen zwischen den Kammern der Membran, in denen
Regenwasser abfließen kann.
[0015] Durch die erfindungsgemäße Verwendung eines mit einer doppellagigen Membran bespannten
Netztragwerks in Kombination mit dem gegenüber der Umfangsstruktur verfahrbaren Randelement
wird erreicht, dass das gesamte Dachelement in Parkposition in der Umfangsstruktur
versenkt werden kann und in Abdeckposition Regenwasser kontrolliert abgeleitet werden
kann.
[0016] Das Netztragwerk umfasst vorzugsweise maschenartige Netzsegmente, mit linearen (länglichen)
Maschengliedern (z.B. Stäbe , Seile, Gurte), wobei vorzugsweise zumindest diejenigen
Maschenglieder, die in Fahrrichtung ausgerichtet sind, aus einem faltbaren Material
gefertigt sind, das unter Last formstabil ist, insbesondere aus Stahldrähten oder
Synthetikfasern. Auf diese Weise wird erreicht, dass sich beim Überführen des Dachelements
in die Parkposition die linearen Maschenglieder biegen, so dass das Netztragwerk (zusammen
mit der Membran) kompakt zusammengefaltet werden kann. Maschenglieder, die im Wesentlichen
senkrecht zur Fahrrichtung ausgerichtet sind, können formstabil ausgeführt sein, bspw.
als Bügel, insbesondere aus Faserverbundmaterial. Diese werden mittels Rollen/Gleitern
in der Führungsvorrichtung (vorzugsweise in Führungsschienen) beweglich gelagert um
das Dachelement zwischen Parkposition und Abdeckposition verfahren zu können.
[0017] Vorzugsweise werden die doppellagigen Membrankammern durch lineare Maschenglieder
des Netztragwerks begrenzt. Dazu werden zumindest ein Teil der linearen Maschenglieder
des Netztragwerks an der Membran befestigt, wobei die Kammern zumindest teilweise
miteinander verbunden sind, so dass ein Austausch von Luft oder einem anderen Gas
(im Folgenden wird beispielhaft von "Luft" gesprochen) zwischen den Kammern stattfinden
kann. Die Kammergröße entspricht dann einer Maschengröße (Größe des Netzsegments)
oder einem Vielfachen davon. Die doppellagige Membrane ist also vorzugsweise im Raster
des aufgespannten Netztragwerks (oder einem Vielfachen davon) in einzelne Kammern
aufgeteilt, damit sich unter Luftdruck zwischen den an der Membran befestigten Maschenabschnitten
(linearen Maschengliedern) Luftkissen bilden und lokal Wassersäcke vermieden werden.
Das Regenwasser wird der Geometrie des Netztragwerks folgend zu den Tiefpunkten der
Dachkonstruktion hin abgeleitet.
[0018] Um die Kammern mit Luft zu befüilen weist die Membran bei einer bevorzugten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Dachkonstruktion eine oder mehrere Lufteinlassöffnung(en) auf
zum Einfüllen von Gas, insbesondere Luft, in die doppellagige Membran. Das Einfüllen
von Luft erfolgt vorzugsweise bei der Überführung des Dachelements in die Abdeckposition.
[0019] Vorzugsweise dient die Lufteinlassöffnung auch als Luftauslass beim Überführen des
Dachelements von der Abdeckposition in die Parkposition (Membran wird zusammengefaltet).
Alternativ hierzu kann auch eine separate Luftauslassöffnung vorgesehen sein. Durch
zusätzliches Absaugen der Luft kann die Evakuierung der doppellagigen Membrane und
somit der Faltprozess beschleunigt werden.
[0020] Vorzugsweise ist eine Drucklufteinrichtung zum Erzeugen eines Überdrucks vorgesehen,
die innerhalb oder auch außerhalb der Membran installiert sein kann. Der Druck innerhalb
der Membran kann mit Hilfe der Drucklufteinrichtung gerade so groß gewählt werden,
dass Wasser, welches von oben auf die Membran auftrifft (z.B. Regen), keine Pfützen
auf der Membran bildet und die Membrane bei gleichzeitiger Windbelastung hinreichend
formstabil bleibt. Vorzugsweise ist die Drucklufteinrichtung auch dafür eingerichtet,
die doppellagige Membran zu evakuieren, um den Faltprozess beim Überführen des Dachelements
von der Abdeckposition in die Parkposition zu beschleunigen.
[0021] Um die Luft innerhalb der Membran zu verteilen, ist vorzugsweise vorgesehen, dass
mehrere Kammern über Luftaustauschkanäle miteinander verbunden sind.
[0022] Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind in Fahrtrichtung aneinander grenzende
Kammern mittels der Luftaustauschkanäle miteinander verbunden. Die Lufteinlassöffnung
kann dann an den Kammern angebracht sein, die dem Randelement gegenüberliegen, also
an denjenigen Kammern, die an dem Randelement zugewandt sind, an dem die Membran in
Parkposition angeordnet ist. Bei dieser Ausführungsform werden lediglich kurze Luftzufuhrkanäle
von der Drucklufteinrichtung zur den Lufteinlassöffnungen benötigt.
[0023] Alternativ können quer zur Fahrtrichtung aneinander grenzende Kammern mittels der
Luftaustauschkanäle miteinander verbunden sein. Auf diese Weise wird ein schrittweises
Auffahren und Befüllen der Dachkonstruktion ermöglicht. Allerdings müssen bei dieser
Ausführungsform Luftzufuhrkanäle auch zu den äußeren Kammern (also den Kammern nahe
dem Randelement) vorgesehen sein oder es muss ein Abkoppeln der Luftzufuhrkanäle realisiert
werden, sobald die entsprechende Kammerreihe mit Luft gefüllt ist.
[0024] Es kann auch eine Kombination von Luftaustauschkanälen in Fahrtrichtung und quer
zur Fahrtrichtung vorgesehen sein.
[0025] Das Raster der primären Netztragkonstruktion wird vorzugsweise so klein gewählt (vorzugsweise
≤ 5m), dass die Abmessung und somit der einzelnen Luftkammern klein genug ist um mit
leichtem, transluzentem oder transparentem Membranmaterial sicher überspannt werden
zu können, so dass Tageslichteinfall in das überdachte Objekt (Platz, Stadion usw.)
ermöglicht wird.
[0026] Eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Dachkonstruktion sieht daher
vor, dass die Membran aus transparenten und/oder transluzenten Material gefertigt
ist, z.B. Folie (z. B. aus Fluorpolymerwerkstoffen) oder Gittergewebe, z. B. PVC-beschichtetes
PES Gittergewebe.
[0027] Vorzugsweise ist eine mechanische Vorrichtung zum Halten und Vorspannen des Netztragwerks,
insbesondere in Fahrrichtung, vorhanden. Bei größeren Dächern ist es vorteilhaft,
dass die Vorspann-, Haltekraft gegen Wind nicht vom Antrieb zum Verfahren des Dachelements
übernommen werden muss. Deshalb kann das Randelement bei dieser Ausführungsform in
Abdeckposition in eine entsprechende Vorrichtung gefahren werden, die das Randelement
festhalten und dann vorspannen kann, bei hohen Kräften vorzugsweise hydraulisch bei
mittleren Kräften vorzugsweise elektromechanisch.
[0028] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist die Führungsvorrichtung zwei
Führungsschienen auf, die vorzugsweise parallel zueinander verlaufen. Weiterhin weist
die Führungsvorrichtung vorzugsweise Rollen/Rollwagen oder Gleiter auf, die in den
Führungsschienen laufen und an denen jeweils einzelne Maschenglieder befestigt sind.
[0029] Die Führungsschienen sind vorzugsweise derart gekrümmt, dass das Dachelement in Abdeckposition
gewölbt ist. Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist das Dachelement in
den beiden Hauptrichtungen (Fahrrichtung und Richtung senkrecht zur Fahrrichtung)
entgegengesetzt gekrümmt (Sattelfläche).
[0030] Besonders vorteilhaft ist es, wenn ein Teil der Maschenglieder parallel und ein anderer
Teil der linearen Maschenglieder quer, vorzugsweise senkrecht (Querseile/stäbe) zu
den Führungsschienen verlaufen. Diejenigen linearen Maschenglieder, die in Fahrrichtung
ausgerichtet sind, können dann bei der Überführung des Dachelements von der Abdeckposition
in die Parkposition gefaltet (Längsseile) werden. Diejenigen linearen Maschenglieder,
die quer zur Fahrrichtung ausgerichtet sind, bilden Querseile/stäbe. Zumindest ein
Teil dieser Querseile/stäbe sind an beweglichen Teilen der Führungsvorrichtung (z.B.
Führungsschlitten oder Umlenkrollen) befestigt.
[0031] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Führungsschienen quer, vorzugsweis senkrecht,
zur Fahrtrichtung vorgespannt werden. Um bei großen Dachelementen die gesamte Fläche
gleichmäßig zu spannen, hilft es, wenn die Vorspannung nicht nur über das Randelement
(längs zur Fahrtrichtung) sondern auch noch quer aufgebracht wird, indem die Führungsschienen
oder die einzelnen Rollenwagen/Gleiter zusätzlich vorgespannt werden. Auf diese Weise
kann eine gleichmäßigere Vorspannung des Netztragwerks erreicht werden.
[0032] Bei einer weiteren Ausführungsform umgibt die Membran das Netztragwerk. Das Netztragwerk
ist also zwischen den Lagen der doppellagigen Membran angeordnet und ist daher weder
von unten noch von oben sichtbar, so dass der optische Eindruck des zu überdachenden
Objekts nicht beeinträchtigt wird.
[0033] Es ist vorteilhaft, wenn die Umfangsstruktur verschließbare Lüftungsschlitze aufweist,
die vorzugsweise parallel zur Führungsvorrichtung verlaufen.
[0034] Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Dachelements mit faltbarer Netztragstruktur
und doppellagiger Membran, welche in Abdeckposition mit Luft befüllt werden kann,
in Kombination mit dem in der Umfangsstruktur geführten Randelement wird eine Dachkonstruktion
ermöglicht, die einerseits komplett in der Umfangsstruktur versteckt werden kann und
andererseits das Ableiten von Regenwasser von großen überdachten Flächen ermöglicht.
[0035] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und der Zeichnung.
Ebenso können die vorstehend genannten und die noch weiter ausgeführten Merkmale erfindungsgemäß
jeweils einzeln für sich oder zu mehreren in beliebigen Kombinationen Verwendung finden.
Die gezeigten und beschriebenen Ausführungsformen sind nicht als abschließende Aufzählung
zu verstehen, sondern haben vielmehr beispielhaften Charakter für die Schilderung
der Erfindung.
Detaillierte Beschreibung der Erfindung und Zeichnung
[0036]
- Fig. 1
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines Gebäudes mit einem erfindungsgemäßen Dachelement
in Abdeckposition.
- Fig. 2
- zeigt eine perspektivische Ansicht des Gebäudes aus Fig. 1 mit dem erfindungsgemäßen
Dachelement in Parkposition.
- Fig. 3
- zeigt einen vergrößerten Ausschnitt des Dachelements 1 aus Fig. 1.
- Fig. 4
- einen 3D-Schnittansicht des Gebäudes aus Fig. 1 in Abdeckposition mit Schnitt entlang
der Ebene A-A.
- Fig. 5
- zeigt eine 2D-Schnittansicht des Gebäudes aus Fig. 2 in Abdeckposition.
- Fig. 6
- zeigt eine 2D-Schnittansicht des Gebäudes aus Fig. 2 beim Überführen des Dachelements
von Abdeckposition in Parkposition.
- Fig. 7
- zeigt eine 2D-Schnittansicht des Gebäudes aus Fig. 2 in Parkposition.
- Fig. 8
- zeigt eine 3D-Schnittansicht des Gebäudes aus Fig. 1 entlang der Ebene B-B in Abdeckposition.
- Fig. 9
- zeigt eine 2D-Schnittansicht des Gebäudes aus Fig. 8 in Abdeckposition.
- Fig. 10
- zeigt eine 2D-Schnittansicht des Gebäudes aus Fig. 8 in Parkposition.
- Fig. 11
- zeigt eine Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Dachelements mit einer ersten
Variante einer Luftzuführung beim Verlassen der Parkposition.
- Fig. 12
- zeigt eine Schnittdarstellung des erfindungsgemäßen Dachelements aus Fig. 11 in Abdeckposition
mit unbefüllten Kammern.
- Fig. 13
- zeigt eine Schnittdarstellung des erfindungsgemäßen Dachelements aus Fig. 11 in Abdeckposition
mit befüllten Kammern.
- Fig. 14
- zeigt eine Aufsicht auf einen Ausschnitt des erfindungsgemäßen Dachelements aus Fig.
11 in Abdeckposition.
- Fig. 15
- zeigt eine Aufsicht auf einen Ausschnitt eines erfindungsgemäßen Dachelements mit
einer zweiten Variante einer Luftzuführung.
- Fig. 16
- zeigt eine Schnittdarstellung des erfindungsgemäßen Dachelements aus Fig. 15 beim
Überführen des Dachelements von der Parkposition in die Beschattungsposition.
[0037] Fig. 1 und
Fig. 2 zeigen 3D-Ansichten einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Dachkonstruktion
1. Die Dachkonstruktion 1 umfasst ein Dachelement
2 und eine Umfangstruktur
3, die bspw. Teil eines zu überdachenden Stadions oder Platzes sein kann. Das Dachelement
2 ist innerhalb der Umfangstruktur
3 geführt und bedeckt in Abdeckposition (Fig. 1) eine Öffnung
4 der Umfangsstruktur 3. Vorzugsweise ist in der Abdeckposition die Öffnung 4 der Umfangsstruktur
3 vollständig bedeckt, wie in Fig. 1 gezeigt; es sind aber auch Ausführungsformen
denkbar, bei denen in Abdeckposition lediglich ein Teil der Öffnung 4 bedeckt ist
oder verschiedene Abdeckpositionen mit verschiedenen Bedeckungsgraden vorgesehen sind.
In Parkposition ist das Dachelement 2 innerhalb der Umfangsstruktur 3 versenkt (Fig.
2).
[0038] Fig. 3 zeigt einen vergrößerten Ausschnitt des Dachelements 2. Das Dachelement 2 umfasst
ein Netztragwerk
5, das mit einer Membran
6 bespannt ist und kann entlang einer Fahrrichtung
7 relativ zur Umfangsstruktur verfahren werden. "Fahrrichtung" umfasst vorliegend sowohl
die Richtung zum Überführen des Dachelements in die Abdeckposition als auch die umgekehrte
Richtung zum Überführen des Dachelements in die Parkposition. Im gezeigten Beispiel
umfasst das Netztragwerk 5 Längsseile
8, die in Fahrrichtung 7 verlaufen, und Querseile
9, die quer (hier: senkrecht) zur Fahrrichtung 7 verlaufen. Längsseile 8 und Querseile
9 bestehen aus linearen Maschengliedern 10 (Längstragglieder bzw. Quertragglieder),
welche Maschen (Netzsegmente) des Netztragwerks
5 bilden.
[0039] Die linearen Maschenglieder 10 sind mit der Membran 6 so verbunden, dass die Membran
6 in Kammern
12 eingeteilt wird, welche durch die linearen Maschenglieder 10 begrenzt werden Die
Luftkammern der mehrlagigen Membrane können aber auch über mehrere Maschenglieder
spannen Die Membran 6 ist erfindungsgemäß doppellagig ausgeführt und kann beim Überführen
des Dachelements 2 von der Parkposition in die Abdeckposition mit Luft befüllt werden,
so dass die Kammern 12 zu Luftkissen ausgeformt werden.
[0040] In
Fig. 4 ist eine 3D-Schnittdarstellung der erfindungsgemäßen Dachkonstruktion 1 in Abdeckposition
dargestellt.
Fig. 5, Fig. 6 und
Fig. 7 zeigen das Überführen des Dachelements 2 von der Abdeckposition in die Parkposition.
Während des Verfahrens des Dachelements 2 wird die (Hänge)Form der Quertragglieder
im Wesentlichen durch ihre Steifigkeit, je nach Befüllungsart auch durch Luftdruck
und ihr Eigengewicht bestimmt. In Abdeckposition (Fig. 5) ist ein Randelement
13 vorgesehen, welches einen Teil des Randes des Dachelements 2 bildet (und zwar an
der Seite des Dachelements 2, welche der zu verschließenden Öffnung der Umfangsstruktur
3 zugewandt ist). In Abdeckposition wird das Randelement 13 mittels einer hydraulischen
oder elektromechanischen Vorrichtung
14 mit der Umfangsstruktur 2 zuerst verriegelt und dann herangezogen, wodurch das Netztragwerk
5 insgesamt planmäßig vorgespannt wird. Dabei spannen sich zuerst die Längstragglieder
(stehender Seilbogen) und übertragen dabei aber auch Spannung auf die Quertragglieder
(liegender Seilbogen), so dass schließlich das komplette Dachelement 2 flächig vorgespannt
wird.
[0041] Die Kammern 12 der Membran 6 sind mit Luft gefüllt und bilden Kissen mit dazwischen
angeordneten Rinnen, in denen Regenwasser abfließen kann. Schnittdarstellungen der
erfindungsgemäßen Dachkonstruktion 1 in einer Schnittebene senkrecht zur Fahrrichtung
7 sind in
Fig. 8, Fig. 9 (Abdeckposition) und
Fig. 10 (Parkposition) gezeigt. Beim Überführen des Dachelements 2 von der Abdeckposition
in die Parkposition wird das Randelement 13 mittels einer Antriebsvorrichtung
15 und einer Führungsvorrichtung
16 über der Öffnung 4 der Umfangsstruktur 3 verfahren. Als Führungsvorrichtung 16 dienen
im vorliegenden Fall Führungsschienen. Beim Verfahren des Randelements 13 wird die
Membran 6 zusammen mit dem Netztragwerk 5 gerafft. Dazu sind zumindest die linearen
Maschenglieder 10 der Längsseile 8 des Netztragwerks 5 aus einem flexiblen Material
gefertigt. Die linearen Maschenglieder 10 der Querseile 9 hingegen werden beim Verfahren
des Randelementes 13 auf Spannung gehalten und können daher auch aus nicht flexiblem
Material bestehen. Die Querseile werden fahrbar/verschieblich bspw. durch Rollen/Rollwagen/Gleiter
innerhalb der Führungsvorrichtung 16 gelagert. Das gesamte Dachelement 2 einschließlich
Membran 6, Netztragwerk 5 und Randelement 13 werden in Parkposition in der Umfangsstruktur
3 versenkt, so dass das Dachelement 2 nicht mehr sichtbar ist und den optischen Eindruck
des zu überdachenden Bereichs nicht stört (Fig. 7).
[0042] Die Umfangsstruktur 3 ist in der gezeigten Ausführungsform rechteckig und in den
beiden Hauptrichtungen (Fahrrichtung und Richtung senkrecht zur Fahrrichtung) entgegengesetzt
gekrümmt, so dass die Membran in Abdeckposition eine Sattelfläche bildet, wodurch
Regenwasser zumindest zu einer Seite, vorzugsweise zu zwei Seiten, gut abfließen kann.
Die Form des Dachelements 2 wird durch das Netztragwerk 5 und dessen Vorspannung gegenüber
der Umfangsstruktur 3 festgelegt.
[0043] Durch Verwendung einer transparenten oder transluzenten Membran 6 kann Sonnenlicht
durch das Dachelement 2 dringen, wie in Fig. 5 angedeutet, so dass der unter der Membran
6 befindliche Raum tagsüber nicht künstlich beleuchtet werden muss. Die Membran 6
kann auch mit einer Sonnenschutzbeschichtung beschichtet sein, um die Sonneneinstrahlung,
insbesondere im UV-Bereich, zu reduzieren.
[0044] Um erwärmte Luft aus dem überdachten Innenraum abzuführen, sind bei der in Fig. 9
und Fig. 10 gezeigten Ausführungsform Lüftungsöffnungen
18 in Form von verschließbaren Lüftungsschlitzen in der Umfangsstruktur 3 vorgesehen,
die nach Bedarf geöffnet werden können (hier: durch Schließen von schwenkbaren Lüftungslamellen
17). Hierdurch wird eine natürliche Belüftung ermöglicht.
[0045] Zum Befüllen der Kammern 12 der doppellagigen Membran 6 ist eine Drucklufteinrichtung
19 vorgesehen, mittel der über Luftzufuhrkanäle
20, 20' und Lufteinlassöffnungen
21, 21' in der Membran 6 Luft den Kammern zugeführt werden kann, so dass die Kammern Kissen
bilden. Beim Überführen des Dachelements in die Parkposition entweicht Luft aus den
Kammern 12 (z.B. durch Öffnen der Lufteinlassöffnung oder einer Luftauslassöffnung
(nicht gezeigt) oder durch Abpumpen der Luft mittels der Drucklufteinrichtung 19).
[0046] In den Fig. 11 - 14 ist eine erste Variante der erfindungsgemäßen Druckluftzuführung
gezeigt. Fig. 11 zeigt, wie das Dachelement 2 gerade aus der Parkposition herausgefahren
wird. Die Kammern 12 der Membran 6 sind im Wesentlichen unbefüllt, sodass die Membran
6 gefaltet ist. Die gestrichelte Linie deutet den Weg des Randelements an. Wenn das
Dachelement die Abdeckposition erreicht hat (Fig. 12), wird das Randelement 13 durch
die Vorrichtung 14 und fixiert und das Netztragwerk 5 gegenüber der Umfangsstruktur
3 verspannt. Die Befüllung der Kammern 12 erfolgt vorzugsweise nachdem das Netztragwerk
5 verspannt wurde. Dazu sind bei dem in Fig. 11 - 14 gezeigten Beispiel Luftzufuhrkanäle
20 an den der Drucklufteinrichtung 19 zugewandten Seite des Dachelements 2 angeordneten
Kammern 12 angebracht. Die Drucklufteinrichtung 19 befindet sich in der Nähe der Parkposition
des Dachelements 2. Durch Vorsehen von Luftaustauschkanälen 22 zwischen in Fahrrichtung
7 angrenzenden Kammern 12, wird ein Luftaustausch zwischen den in Fahrrichtung 7 angrenzenden
Kammern 12 ermöglicht, so dass jeweils eine Kammer-Reihe der Membran 6 über eine Lufteinlassöffnung
21 befüllt werden kann, wie in Fig. 14 gezeigt. Fig. 13 zeigt das erfindungsgemäße
Dachelement in Abdeckposition mit befüllten Kammern, die dann als Kissen ausgebildet
sind und ein Abfließen von Regenwasser entlang des Netztragwerks 5 ermöglichen.
[0047] Eine andere Variante zur Befüllung der Membran ist in Fig. 15 und 16 gezeigt. Hierzu
sind quer zur Fahrtrichtung aneinander grenzende Kammern 12 mittels der Luftaustauschkanäle
22' miteinander verbunden. Somit kann die Membran 6 bereits beim Überführen des Dachelements
2 in die Abdeckposition schrittweise mit Luft befüllt werden. Dazu sind die Lufteinlassöffnungen
21' über Ventile 23 mit der Drucklufteinrichtung 19 verbunden, so dass die einzelnen
quer zur Fahrtrichtung ausgerichteten Kammer-Reihen der Membran 6 unabhängig voneinander
befüllt werden können, wie in Fig. 16 gezeigt.
[0048] Die erfindungsgemäße Dachkonstruktion 1 umfasst insbesondere Ausführungsformen mit
einem hochfesten grobmaschigen Gurt- oder Seilnetz als Netztragwerk 5 aus hochfesten
Stahldrähten oder hochfesten Synthetikfasern, die flexibel gefaltet werden können
aber unter Last formstabil sind. Dieses Netztragwerk 5 wird erfindungsgemäß mit der
doppellagigen Membran 6 bespannt. Die doppellagige Membran 6 ist vorzugsweise im Raster
des aufgespannten Netztragwerks 5 in einzelne Kammern 12 aufgeteilt, wie in den Figuren
dargestellt, damit sich unter Luftdruck zwischen den linearen Maschengliedern 10 des
Netztragwerks 5 Luftkissen bilden und lokal Wassersäcke vermieden werden. Das Regenwasser
wird dann der Geometrie des Netztragwerks 5 folgend zu den Tiefpunkten der Dachkonstruktion
1 hin abgeleitet. Die erfindungsgemäße Dachkonstruktion 1 realisiert eine sehr leichte,
insbesondere durchsichtige bzw. hoch-lichtdurchlässige, wandelbare regendichte Membrandachkonstruktionen
mit relativ flacher Gesamtgeometrie.
Bezugszeichenliste
[0049]
- 1
- Dachkonstruktion
- 2
- Dachelement
- 3
- Umfangstruktur
- 4
- Öffnung innerhalb der Umfangsstruktur
- 5
- Netztragwerk
- 6
- Membran
- 7
- Fahrrichtung
- 8
- Längsseile
- 9
- Querseile
- 10
- lineare Maschenglieder
- 11
- Maschen (Netzsegmente)
- 12
- Kammern (Kissen, falls mit Luft/Gas gefüllt)
- 13
- Randelement
- 14
- Vorrichtung zum Halten und/oder Vorspannen des Netztragwerks
- 15
- Antriebsvorrichtung
- 16
- Führungsvorrichtung
- 17
- schwenkbare Lüftungslamellen
- 18
- Lüftungsschlitze
- 19
- Drucklufteinrichtung
- 20, 20'
- Luftzufuhrkanäle
- 21, 21'
- Lufteinlassöffnungen
- 22, 22'
- Luftaustauschkanäle
- 23
- Ventile
1. Wandelbare Dachkonstruktion (1) umfassend
eine Umfangsstruktur (3) mit einer Öffnung (4),
ein Dachelement (2) mit einer faltbaren Membran (6) und mit einem gegenüber der Umfangsstruktur
(3) in eine Fahrrichtung (7) verfahrbaren Randelement (13);
eine Führungsvorrichtung (16), die eingerichtet ist, das Randelement beim Überführen
des Dachelements (2) zwischen einer Parkposition und einer Abdeckposition zu führen,
wobei das Randelement in der Umfangsstruktur geführt wird, wobei der Anteil der Membran
(6), welcher über die Öffnung (4) verläuft, in der Abdeckposition größer ist als in
der Parkposition,
wobei das Dachelement (2) ein faltbares Netztragwerk (5) mit einem Rand umfasst, wobei
der Rand des Netztragwerks (5) teilweise von dem Randelement (13) gebildet wird, wobei
das Netztragwerk (5) gegen die Umfangsstruktur (3) in einer Richtung parallel zum
Randelement (13) verspannt ist,
wobei die Membran (6) doppellagig ist,
wobei das Netztragwerk (5) und die Membran (6) aneinander befestigt sind, und
wobei die Membran (6) mehrere Kammern (12) aufweist.
2. Dachkonstruktion (1) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangsstruktur (3) rechteckig ist und in Fahrrichtung (7) und in Richtung senkrecht
zur Fahrrichtung entgegengesetzt gekrümmt, so dass die Membran (6) in Abdeckposition
eine Sattelfläche bildet.
3. Dachkonstruktion (1) gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Netztragwerk (5) maschenartige Netzsegmente (11) mit linearen Maschengliedern
(10) umfasst, wobei zumindest diejenigen Maschenglieder (10), die in Fahrrichtung
ausgerichtet sind, aus einem faltbaren Material gefertigt sind, das unter Last formstabil
ist, insbesondere aus Stahldrähten oder Synthetikfasern.
4. Dachkonstruktion (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammern (12) durch die linearen Maschengliedern (10) des Netztragwerks (5) begrenzt
werden.
5. Dachkonstruktion (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran (6) einen Einlassöffnung zum Einfüllen von Gas, insbesondere Luft, in
die doppellagige Membran (6) aufweist.
6. Dachkonstruktion (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Drucklufteinrichtung zum Erzeugen eines Überdrucks innerhalb der Membran (6)
vorhanden ist.
7. Dachkonstruktion (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Kammern über Luftaustauschkanäle miteinander verbunden sind.
8. Dachkonstruktion (1) gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in Fahrtrichtung aneinander grenzende Kammern mittels der Luftaustauschkanäle miteinander
verbunden sind
9. Dachkonstruktion (1) gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass quer zur Fahrtrichtung aneinander grenzende Kammern mittels der Luftaustauschkanäle
miteinander verbunden sind.
10. Dachkonstruktion (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran (6) aus transparentem und/oder transluzentem Material gefertigt ist.
11. Dachkonstruktion (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine mechanische Vorrichtung zum Halten und Vorspannen des Dachelements (2) vorhanden
ist.
12. Dachkonstruktion (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsvorrichtung (16) zwei Führungsschienen aufweist, die vorzugsweise parallel
zueinander verlaufen.
13. Dachkonstruktion (1) gemäß Anspruch 3 und 12, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil der linearen Maschenglieder parallel und ein anderer Teil der linearen Maschenglieder
quer, vorzugsweise senkrecht, zu den Führungsschienen (16) verlaufen.
14. Dachkonstruktion (1) gemäß Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschienen (16) quer, vorzugsweise senkrecht, zur Fahrtrichtung (7) vorgespannt
sind.
15. Dachkonstruktion (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran (6) das Netztragwerk (5) umgibt.
16. Dachkonstruktion (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangsstruktur (3) verschließbare Lüftungsschlitze (18) aufweist, die vorzugsweise
parallel zur Führungsvorrichtung (16) verlaufen.
1. Convertible roof construction (1) comprising:
a peripheral structure (3) with an opening (4),
a roof element (2) with a foldable membrane (6) and with an edge element (13) that
can be moved in a direction of travel (7) with respect to the peripheral structure
(3);
a guiding device (16), which is designed to guide the edge element when transferring
the roof element (2) between a parking position and a covering position, wherein the
edge element is guided in the peripheral structure, wherein the portion of the membrane
(6), which extends over the opening (4), is larger in the covering position than in
the parking position,
wherein the roof element (2) comprises a foldable cable net system (5) with an edge,
wherein the edge of the cable net system (5) is partially formed by the edge element
(13), wherein the cable net system (5) is tensioned against the peripheral structure
(3) in a direction parallel with respect to the edge element (13),
wherein the membrane (6) is double-layered,
wherein the cable net system (5) and the membrane (6) are mounted to each other, and
wherein the membrane (6) comprises a plurality of chambers (12).
2. Roof construction (1) according to claim 1, characterized in that the peripheral structure (3) is rectangular and is curved in opposite directions
in the direction of travel (7) and in the direction perpendicular to the direction
of travel such that the membrane (6) forms a saddle surface in the covering position.
3. Roof construction (1) according to claim 1 or 2, characterized in that the cable net system (5) comprises mesh-like net segments (11) with linear mesh members
(10), wherein at least those mesh members (10) that are oriented in the direction
of travel are formed from a foldable material, which is form - stable under load,
in particular from steel wires or synthetic fibers.
4. Roof construction (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that the chambers (12) are limited by the linear mesh members (10) of the cable net system
(5).
5. Roof construction (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that the membrane (6) comprises an inlet opening for filling in gas, in particular air,
into the double-layered membrane (6).
6. Roof construction (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that a compressed air device is provided for generating an overpressure within the membrane
(6).
7. Roof construction (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that a plurality of chambers are connected to each other via air exchange channels.
8. Roof construction (1) according to claim 7, characterized in that chambers that border each other in the direction of travel are connected to each
other via the air exchange channels.
9. Roof construction (1) according to claim 7, characterized in that chambers adjoining each other in a direction transverse to the direction of travel
are connected to each other via the air exchange channels.
10. Roof construction (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that the membrane (6) is made of transparent and/or translucent material.
11. Roof construction (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that a mechanical device is provided for holding and tensioning the roof element (2).
12. Roof construction (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that the guiding device (16) comprises two guide rails that preferably extend parallel
with respect to each other.
13. Roof construction (1) according to claims 3 and 12, characterized in that a part of the linear mesh members extends in parallel, and another part of the linear
mesh members extends transversely, preferably perpendicularly, with respect to the
guide rails (16).
14. Roof construction (1) according to claim 12 or 13, characterized in that the guide rails (16) are tensioned transversely, preferably perpendicularly, with
respect to the direction of travel (7).
15. Roof construction (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that the membrane (6) surrounds the cable net system (5).
16. Roof construction (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that the peripheral structure (3) comprises sealable venting slits (18) which preferably
extend parallel with respect to the guiding device (16).
1. Agencement de toiture (1) convertible, comprenant
une structure périphérique (3) munie d'une ouverture (4),
un élément de toiture (2) comportant une membrane repliable (6) et un élément marginal
(13) pouvant être déplacé par rapport à ladite structure périphérique (3), dans une
direction de déplacement (7) ;
un dispositif de guidage (16) conçu pour guider ledit élément marginal lors du transfert
dudit élément de toiture (2) entre un emplacement d'escamotage et un emplacement de
recouvrement, ledit élément marginal étant alors guidé dans ladite structure périphérique,
sachant que la part constitutive de la membrane (6), qui s'étend au-dessus de l'ouverture
(4), est plus grande à l'emplacement de recouvrement qu'à l'emplacement d'escamotage,
l'élément de toiture (2) incluant une ossature de support réticulée repliable (5)
dotée d'une bordure, laquelle bordure de l'ossature de support réticulée (5) est formée
en partie par l'élément marginal (13), ladite ossature de support réticulée (5) étant
tendue contre la structure périphérique (3) dans une direction parallèle audit élément
marginal (13),
la membrane (6) étant constituée de deux couches,
ladite ossature de support réticulée (5) et ladite membrane (6) étant fixées l'une
à l'autre, et
ladite membrane (6) comportant plusieurs chambres (12).
2. Agencement de toiture (1) selon la revendication 1, caractérisé par le fait que la structure périphérique (3) est rectangulaire et est courbée dans des sens opposés,
dans la direction de déplacement (7) et dans une direction perpendiculaire à ladite
direction de déplacement, de telle sorte que la membrane (6) matérialise une surface
en forme de selle à l'emplacement de recouvrement.
3. Agencement de toiture (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait que l'ossature de support réticulée (5) présente des segments de réseau (11) du type
mailles à brins de maillage (10) linéaires, sachant qu'au moins les brins de maillage
(10) orientés dans la direction de déplacement sont fabriqués en un matériau repliable,
doué de stabilité de forme sous contrainte, notamment en des fils d'acier ou en des
fibres synthétiques.
4. Agencement de toiture (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que les chambres (12) sont délimitées par les brins de maillage (10) linéaires de l'ossature
de support réticulée (5).
5. Agencement de toiture (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que la membrane (6) comporte une orifice d'admission dévolu à l'introduction de gaz,
d'air en particulier, dans ladite membrane (6) à deux couches.
6. Agencement de toiture (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par la présence d'un dispositif à air comprimé, conçu pour engendrer une surpression
à l'intérieur de la membrane (6).
7. Agencement de toiture (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que plusieurs chambres sont reliées les unes aux autres par l'intermédiaire de canaux
d'échange d'air.
8. Agencement de toiture (1) selon la revendication 7, caractérisé par le fait que des chambres mutuellement limitrophes dans la direction de déplacement sont reliées
les unes aux autres au moyen des canaux d'échange d'air.
9. Agencement de toiture (1) selon la revendication 7, caractérisé par le fait que des chambres mutuellement limitrophes dans le sens transversal, par rapport à la
direction de déplacement, sont reliées les unes aux autres au moyen des canaux d'échange
d'air.
10. Agencement de toiture (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que la membrane (6) est fabriquée en un matériau transparent et/ou translucide.
11. Agencement de toiture (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par la présence d'un dispositif mécanique affecté à la retenue et à la précontrainte
de l'élément de toiture (2).
12. Agencement de toiture (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que le dispositif de guidage (16) est pourvu de deux rails de guidage s'étendant, de
préférence, parallèlement l'un à l'autre.
13. Agencement de toiture (1) selon les revendications 3 et 12, caractérisé par le fait qu'une partie des brins de maillage linéaires s'étend parallèlement aux rails de guidage
(16) et une autre partie desdits brins de maillage linéaires s'étend transversalement,
de préférence perpendiculairement auxdits rails.
14. Agencement de toiture (1) selon la revendication 12 ou 13, caractérisé par le fait que les rails de guidage (16) sont précontraints transversalement, de préférence perpendiculairement
à la direction de déplacement (7).
15. Agencement de toiture (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que la membrane (6) entoure l'ossature de support réticulée (5).
16. Agencement de toiture (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que la structure périphérique (3) est dotée de fentes obturables de ventilation (18)
s'étendant, de préférence, parallèlement au dispositif de guidage (16).