GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Halterung zur Befestigung einer Beleuchtungseinrichtung
oder eines Beleuchtungseinrichtungsaufhängeteils an einer Decke oder einer Wand, die
Halterung umfassend einen im Wesentlichen zylinderförmigen Basiskörper, der sich entlang
einer Längsachse von einem Basiskörperanfang bis zu einem Basiskörperende erstreckt
und eine äußere Mantelfläche aufweist, wobei an der äußeren Mantelfläche ein Außengewinde
angeordnet ist, welches sich zumindest abschnittsweise entlang der Längsachse erstreckt.
STAND DER TECHNIK
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Befestigungsmöglichkeiten für Beleuchtungseinrichtungen
in Decken und/oder Wänden bekannt, bei denen die Leuchte zu einem überwiegenden Teil
im Inneren der Decke/Wand, genauer in einem Hohlraum der Decke/Wand sitzt. Hierbei
kann die Decke/Wand z.B. mit Gipskartonplatten ausgebildet sein, wobei dann relativ
aufwändige Halterungen benötigt werden, um die Beleuchtungseinrichtung sicher an den
Gipskartonplatten zu fixieren.
[0003] Weiters kann die Decke/Wand mit einer gegossenen Betonschicht ausgebildet sein. Für
diesen Fall ist aus der
EP 3153642 A1 ein Einbausystem mit einem Hohlkörper bekannt, der eine Aufnahmeöffnung für die Beleuchtungseinrichtung
umfasst.
[0004] Die bekannten Lösungen weisen zum einen den Nachteil auf, dass für die unterschiedlichen
Decken-/Wandarten gänzlich unterschiedliche Halterungen notwendig sind. Zum anderen
kann das Aufbringen einer Spachtel- oder Putzschicht auf die Decke/Wand zu Problemen
dahingehend führen, dass die jeweilige Halterung auf die durch die Spachtel- oder
Putzschicht erhöhte Dicke der Decke/Wand nicht abgestimmt ist. Insbesondere ist üblicherweise
ein schlechter Halt der Halterung in der Spachtel- oder Putzschicht gegeben.
[0005] Schließlich kann sich das Einspachteln/Einputzen von bekannten Halterungen schwierig
gestalten, was einerseits einen erhöhten Herstellungsaufwand bedeutet und andererseits
die Gefahr von optischen Mängeln beinhaltet.
AUFGABE DER ERFINDUNG
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Halterung zur Befestigung einer Beleuchtungseinrichtung
oder eines Beleuchtungseinrichtungsaufhängeteils zur Verfügung zu stellen, die die
oben genannten Nachteile vermeidet. Insbesondere soll die erfindungsgemäße Halterung
bei unterschiedlichen Decken-/Wandkonstruktionen einsetzbar sein und einen optimalen
Halt in einer Spachtel- oder Putzschicht bieten. Vorzugsweise soll die Halterung das
Aufbringen der Spachtel- oder Putzschicht erleichtern.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0007] Zur Lösung der genannten Aufgabe ist es bei einer Halterung zur Befestigung einer
Beleuchtungseinrichtung oder eines Beleuchtungseinrichtungsaufhängeteils an einer
Decke oder einer Wand, die Halterung umfassend einen im Wesentlichen zylinderförmigen
Basiskörper, der sich entlang einer Längsachse von einem Basiskörperanfang bis zu
einem Basiskörperende erstreckt und eine äußere Mantelfläche aufweist, wobei an der
äußeren Mantelfläche ein Außengewinde angeordnet ist, welches sich zumindest abschnittsweise
entlang der Längsachse erstreckt, erfindungsgemäß vorgesehen, dass im Bereich des
Basiskörperendes mindestens ein Ankerelement zur Verdrehsicherung der Halterung in
einem Putz oder einer Spachtelmasse angeordnet ist, wobei das mindestens eine Ankerelement
in einer ersten Richtung vom Basiskörper absteht, wobei die erste Richtung zumindest
eine Richtungskomponente aufweist, welche Richtungskomponente in einer normal auf
die Längsachse stehenden Normalebene liegt.
[0008] Das Außengewinde ermöglicht die Befestigung der Halterung an einer Vielzahl unterschiedlicher
Decken-/Wandsysteme. Beispielsweise kann die Halterung mit dem Basiskörperanfang voran
in einer Aufnahmeöffnung eines Hohlkörpers eines Einbausystems gemäß der
EP 3153642 A1 verschraubt werden. Darüberhinaus kann durch entsprechendes Drehen der Halterung
genau eingestellt werden, wieviel die Halterung die Decke/Wand überragt. D.h. wenn
auf die Decke/Wand noch eine Spachtel- oder Putzschicht aufgebracht wird, kann durch
Drehen der Halterung erreicht werden, dass die Halterung die Decke (ohne Putz- oder
Spachtelschicht) um genau die Dicke der Spachtel- oder Putzschicht überragt. Dies
ermöglicht ein bündiges Abschließen der Halterung mit der Spachtel- oder Putzschicht,
was außerdem mit einem guten Halt der Halterung in der Spachtel- oder Putzschicht
einhergeht.
[0009] "Abstehen" ist hier und im Folgenden stets als vom Basiskörper weg weisend bzw. nach
außen weisend zu verstehen, sofern nicht explizit anders angegeben.
[0010] Indem das mindestens eine Ankerelement vom Basiskörper absteht, wird es bei Aufbringung
der Spachtel- oder Putzschicht einfach in diese Schicht mit eingespachtelt bzw. eingeputzt.
Es versteht sich, dass das mindestens eine Ankerelement neben der Verdrehsicherung
entsprechend auch eine Sicherung der Halterung gegen eine ungewünschte Positionsänderung
aufgrund einer axial, d.h. entlang der Längsachse, wirkenden Kraft bietet.
[0011] Gemäß der Definition der ersten Richtung gibt es nicht genau eine mögliche, sondern
prinzipiell unendlich viele mögliche erste Richtungen. Beispielsweise sind alle von
der Längsachse weg nach außen weisenden Richtungen, die zumindest eine radiale (normal
auf die Längsachse stehende) Richtungskomponente haben, mögliche erste Richtungen.
Weiters wären auch sämtliche Richtungen, die tangential zur Mantelfläche verlaufen
und zumindest eine Richtungskomponente in der Normalebene haben, mögliche erste Richtungen.
Letztere können prinzipiell entlang des gesamten Umfangs des Basiskörpers an der Mantelfläche
angenommen werden.
[0012] Es versteht sich, dass auch erste Richtungen möglich sind, die vollständig, d.h.
mit allen Richtungskomponenten, in der Normalebene liegen. In diesem Fall steht die
jeweilige erste Richtung normal auf die Längsachse (und schließt mit dieser also einen
Winkel von 90° ein). Typischerweise liegt der Winkel, den die erste Richtung mit der
Längsachse einschließt, in einem Bereich von 80° bis 100°, vorzugsweise in einem Bereich
von 85° bis 95°.
[0013] Die genaue geometrische Form des mindestens einen Ankerelements kann variieren. Beispielsweise
kann das jeweilige Ankerelement in Aufsicht entlang der Längsrichtung gesehen eine
im Wesentlichen rechteckige oder trapezartige Form aufweisen oder eine im Wesentlichen
dreieckige oder halbkreisartige Form. Entsprechend kann das jeweilige Ankerelement
zumindest abschnittsweise die Form eines Quaders oder Prismas aufweisen oder einer
Halbkugel. Denkbar wäre aber beispielsweise auch, dass das jeweilige Ankerelement
zumindest abschnittsweise die Form eines Zylinders oder Zapfens aufweist.
[0014] Um die Beleuchtungseinrichtung oder das Beleuchtungseinrichtungsaufhängeteil bequem
mit der Halterung verbinden zu können, ist vorzugsweise eine an sich bekannte Befestigungsstruktur
für die Beleuchtungseinrichtung oder den Beleuchtungseinrichtungsaufhängeteil an einer
Innenseite des Basiskörpers ausgebildet, insbesondere ein Vorsprung oder ein Absatz
oder ein Gewinde oder ein Bajonettverschlussteil oder ein Schnappverschlussteil oder
ein Magnetverschlussteil.
[0015] Um eine besonders gute Verzahnung bzw. einen besonders guten Halt der Halterung in
der Putz- oder Spachtelschicht zu ermöglichen, ist es bei einer bevorzugten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Halterung vorgesehen, dass mehrere Ankerelemente vorgesehen
sind, die im Bereich des Basiskörperendes umfänglich, vorzugsweise mit gleichen oder
periodisch gleichen Abständen zueinander, über den Basiskörper verteilt sind. Unter
"periodisch gleichen" Abständen ist ein Fall zu verstehen, bei dem nicht alle Abstände
gleich sind, sondern sich eine Abfolge von unterschiedlichen Abständen der aufeinander
folgenden Ankerelemente entlang des Umfangs (also in einer umfänglichen Richtung)
wiederholt.
[0016] Wie gesagt, kann die erfindungsgemäße Halterung durch Drehen an eine gewünschte Dicke
der herzustellenden Spachtel- oder Putzschicht angepasst werden. Um darüberhinaus
einen einfach herzustellenden, perfekten bündigen Anschluss der Spachtel- oder Putzschicht
an die Halterung zu ermöglichen, ist es bei einer bevorzugten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Halterung vorgesehen, dass eine Putz- oder Spachtelkante vorgesehen
ist, die im Bereich des Basiskörperendes in einer zweiten Richtung vom Basiskörper
absteht, wobei die zweite Richtung zumindest eine Richtungskomponente in einer Längsrichtung
aufweist, welche Längsrichtung zur Längsachse parallel ist und vom Basiskörperanfang
zum Basiskörperende weist, und dass die Putz- oder Spachtelkante das mindestens eine
Ankerelement und den Basiskörper in der Längsrichtung überragt.
[0017] D.h. die Längsrichtung bzw. die entsprechende Richtungskomponente der zweiten Richtung
weist vom Basiskörper weg und damit auch von der Decke/Wand, wenn die Halterung in
dieser befestigt ist. Denkbar ist, dass die zweite Richtung vollständig parallel zur
Längsrichtung ist, d.h. dass sämtliche Richtungskomponenten der zweiten Richtung parallel
zur Längsrichtung sind.
[0018] Die Putz- oder Spachtelkante bildet eine vorstehende definierte Begrenzung, bis zu
der die Putz- oder Spachtelschicht aufgetragen wird. Sofern Putz- oder Spachtelmasse
über die Putz- oder Spachtelkante hinaus in Richtung Längsachse in den vom Basiskörper
der Halterung begrenzten freien Raum eingebracht wird, kann diese Masse problemlos
von der Halterung wieder abgekratzt werden. Die Putz- oder Spachtelkante ermöglicht
somit die leichte Erzeugung eines wohldefinierten bündigen Abschlusses der Putz- oder
Spachtelschicht zur Halterung hin.
[0019] Wie bereits bemerkt, kann die erfindungsgemäße Halterung mit einem Hohlkörper eines
an sich bekannten Einbausystems zur Befestigung einer Beleuchtungseinrichtung oder
eines Beleuchtungseinrichtungsaufhängeteils in einer, vorzugsweise mit Beton, gegossenen
Schicht einer Decke/Wand verwendet werden. Hierzu wird vor dem Ausgießen einer Schalung
mit der jeweiligen Vergussmasse, insbesondere mit flüssigem Beton, ein Positionierelement
auf der Schalung fixiert. Auf dem Positionierelement wird die erfindungsgemäße Halterung
befestigt, auf welche wiederum ein Hohlkörper mit einer mit einem Innengewinde versehenen
Aufnahmeöffnung geschraubt wird. Statt des Innengewindes könnten natürlich auch an
sich bekannte andere, insbesondere arretierbare, Mittel vorgesehen sein, die in Eingriff
mit dem Außengewinde der erfindungsgemäßen Halterung gebracht werden können, beispielsweise
ein Rastelement oder eine Zahnleiste. Auf diese Weise ergibt sich eine Fixierung des
Hohlkörpers auf der Schalung. Hierauf erfolgt das Ausgießen. Nachdem die Vergussmasse
ausgehärtet ist, werden die Schalung sowie das Positionierelement entfernt.
[0020] Die Halterung schließt nun im Wesentlichen bündig mit der gegossenen Schicht ab und
muss ein Stück aus der Aufnahmeöffnung des Hohlkörpers gedreht werden, um an die gewünschte
Dicke der noch aufzutragenden Putz- oder Spachtelschicht angepasst zu werden. Es sei
bemerkt, dass beim Auftragen der Putz- oder Spachtelschicht das mindestens eine Ankerelement
zugeputzt/zugespachtelt wird und dann in der Putz-/Spachtelschicht angeordnet ist,
um als Sicherung gegen Positionsänderungen der Halterung, insbesondere als Verdrehsicherung,
fungieren zu können. Sofern die Halterung die Putz- oder Spachtelkante aufweist, wird
das bündige Auftragen der Putz- oder Spachtelschicht im Bereich der Halterung deutlich
erleichtert.
[0021] Damit ein problemloses Herausdrehen der Halterung möglich ist, dürfen die Ankerelemente
zumindest nicht zu stark mit der Vergussmasse in Kontakt stehen, andernfalls die Ankerelemente
so innig mit der Vergussmasse verbunden sind, dass sie das Verdrehen der Halterung
blockieren. Letzterer Fall kann insbesondere dann gegeben sein, wenn das mindestens
eine Ankerelement von allen Seiten mit Vergussmasse umgossen worden ist.
[0022] Um also sicherzustellen, dass die erfindungsgemäße Halterung nach dem Vergießen verdreht
bzw. aus der Aufnahmeöffnung des Hohlkörpers herausgedreht werden kann, ist es bei
einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Halterung vorgesehen, dass
das mindestens eine Ankerelement in einer umfänglichen Richtung gesehen mindestens
eine Seitenfläche aufweist, dass im Bereich des Basiskörperendes mindestens ein Schalungselement
angeordnet ist, welches, vorzugsweise mittels mindestens einer Sollbruchstelle, lösbar
mit dem Basiskörper verbunden ist und in einer dritten Richtung vom Basiskörper absteht,
wobei die dritte Richtung zumindest eine in der Normalebene liegende Richtungskomponente
aufweist, und dass das mindestens eine Schalungselement so angeordnet und dimensioniert
ist, dass mindestens ein in der umfänglichen Richtung an die mindestens eine Seitenfläche
anschließender Freihaltebereich von Vergussmasse freigehalten wird, wenn die Halterung
mit dem Basiskörperende zu einer Schalung weisend auf dieser Schalung angeordnet ist
und mit der Vergussmasse übergossen wird.
[0023] Die Verbindung des mindestens einen Schalungselements mit dem Basiskörper kann direkt
oder indirekt, d.h. unter Zwischenschaltung von mindestens einem anderen Element,
sein. Weiters kann das mindestens eine Schalungselement als separates Element gefertigt
sein, das z.B. durch Aufstecken auf den Basiskörper formschlüssig und/oder kraftschlüssig
mit diesem lösbar verbunden ist.
[0024] Unter "umfänglicher Richtung" sind hier und im Folgenden die Richtungen im und gegen
den Uhrzeigersinn stets subsumiert.
[0025] Je nach konkreter Geometrie des jeweiligen Ankerelements kann dieses in umfänglicher
Richtung mehrere Seitenflächen aufweisen. Beispielsweise können bei einem zylinderförmigen
Ankerelement, das senkrecht vom Basiskörper absteht - d.h. die erste Richtung steht
normal auf die Längsachse -, jene Teile des Mantels, die der umfänglichen Richtung
zugewandt sind als Seitenflächen angesehen werden, sodass in diesem Beispiel zwei
Seitenflächen gegeben wären.
[0026] Die dritte Richtung fällt vorzugsweise - aber nicht notwendigerweise - mit der ersten
Richtung zusammen. Insbesondere können sämtliche Richtungskomponenten der dritten
Richtung in der Normalebene liegen, sodass die dritte Richtung einen rechten Winkel
mit der Längsachse einschließt. Typischerweise liegt der Winkel, den die dritte Richtung
mit der Längsachse einschließt, in einem Bereich von 80° bis 100°, vorzugsweise in
einem Bereich von 85° bis 95°.
[0027] Besonders bevorzugt weist die dritte Richtung eine Richtungskomponente parallel zur
Längsrichtung auf. D.h. die dritte Richtung ist so orientiert, dass ein äußerer Rand
des jeweiligen Schalungselements in Längsrichtung gesehen hinter jenem Bereich angeordnet
ist, mit dem das jeweilige Schalungselement am Basiskörper angeordnet bzw. mit diesem
(vorzugsweise über die mindestens eine Sollbruchstelle) verbunden ist. In einer Seitenansicht
ergibt sich somit eine Art dachförmige Geometrie des mindestens einen Schalungselements.
Diese Geometrie ermöglicht, dass die Halterung, wenn sie beim Vergießen auf der Schalung
angeordnet ist, mit dem äußeren Rand des mindestens einen Schalungselements auf der
Schalung aufliegt. Alternativ oder zusätzlich kann der äußere Rand des mindestens
einen Schalungselements mit einer Art Dichtlippe versehen sein, die die Halterung
in Längsrichtung gesehen abschließt, um so sicherzustellen, dass die Halterung, wenn
sie beim Vergießen auf der Schalung angeordnet ist, mit dem äußeren Rand bzw. mit
der Dichtlippe des äußeren Rands des mindestens einen Schalungselements auf der Schalung
aufliegt. Durch besagtes Aufliegen kann verhindert werden, dass beim Vergießen Vergussmasse
zwischen das mindestens eine Schalungselement und die Schalung gelangt.
[0028] Der mindestens eine Freihaltebereich muss nicht unmittelbar an die Seitenfläche des
mindestens einen Ankerelements anschließen. Insbesondere kann auch ein schmaler Spalt
zwischen der Seitenfläche und dem Freihaltebereich angeordnet sein, der so dimensioniert
ist, dass entweder überhaupt keine Vergussmasse hindurchtreten kann oder nur soviel,
dass der resultierende schmale Streifen von Vergussmasse nach dem Aushärten keinen
großen Widerstand dem Verdrehen der Halterung entgegensetzt und beim Verdrehen einfach
"abgedreht" bzw. weggebrochen wird.
[0029] Der mindestens eine Freihaltebereich selbst wird durch das mindestens eine Schalungselement
beim Vergießen von Vergussmasse freigehalten und ermöglicht also nach dem Vergießen
das Herausdrehen der Halterung.
[0030] Dabei wird durch den mindestens einen Freihaltebereich bzw. aufgrund des mindestens
einen Freihaltebereichs die Verbindung zwischen dem mindestens einen Ankerelement
und Vergussmasse verhindert oder zumindest soweit geschwächt, dass das Herausdrehen/-schrauben
der Halterung möglich ist. Hierzu kann es z.B. genügen, dass der mindestens eine Freihaltebereich
lediglich einen Winkelbereich abdeckt, der so groß ist, dass eine gewisse Drehung,
z.B. eine Vierteldrehung, der Halterung ermöglicht wird, ohne dass das mindestens
eine Ankerelement mit seiner mindestens einen Seitenfläche gegen die ausgehärtete
Vergussmasse stößt oder eine vernachlässigbar wenig vorhandene Vergussmasse mit der
mindestens einen Seitenfläche nicht abgeschert werden kann. Die ermöglichte Drehung
muss dabei nur so groß sein, dass sich die Halterung in Längsrichtung soweit aus der
Decke heraus bewegt hat, dass das mindestens eine Ankerelement bei einer weiteren
Drehung in derselben Drehrichtung nicht mehr die ausgehärtete Vergussmasse berührt.
D.h. die Halterung kann dann beliebig weit aus der Decke bzw. dem Hohlkörper heraus
gedreht werden.
[0031] Damit der Freihaltebereich die geschilderte Funktion voll erfüllen kann, wird das
mindestens eine Schalungselement nach dem Aushärten der Vergussmasse und dem Entfernen
der Schalung samt Positionierelement vom Basiskörper gelöst und entfernt. Dies geschieht
vorzugsweise durch Abbrechen des mindestens einen Schalungselements an der mindestens
einen Sollbruchstelle, wobei z.B. ein Schraubenzieher und/oder eine Zange zu Hilfe
genommen werden kann.
[0032] Strukturell bedeutet das oben Gesagte vorzugsweise, dass das mindestens eine Ankerelement
in einer umfänglichen Richtung gesehen mindestens eine Seitenfläche aufweist, dass
im Bereich des Basiskörperendes mindestens ein Schalungselement angeordnet ist, welches,
vorzugsweise mittels mindestens einer Sollbruchstelle, lösbar mit dem Basiskörper
verbunden ist und in einer dritten Richtung vom Basiskörper absteht, wobei die dritte
Richtung zumindest eine in der Normalebene liegende Richtungskomponente aufweist,
dass in einer Längsrichtung, die parallel zur Längsachse ist und vom Basiskörperanfang
zum Basiskörperende weist, das mindestens eine Schalungselement vor und/oder neben
dem mindestens einen Ankerelement angeordnet ist und dass in umfänglicher Richtung
das mindestens eine Schalungselement zumindest einen Bereich ausfüllt, der hinter
der mindestens einen Seitenfläche des mindestens einen Ankerelements angeordnet ist,
wobei eine Erstreckung dieses zumindest einen Bereichs in der ersten Richtung zumindest
so groß ist wie die Erstreckung des mindestens einen Ankerelements in der ersten Richtung,
um mindestens einen an die mindestens eine Seitenfläche anschließenden Freihaltebereich
von Vergussmasse freizuhalten, wenn die Halterung mit dem Basiskörperende zu einer
Schalung weisend auf dieser Schalung angeordnet ist und mit der Vergussmasse übergossen
wird.
[0033] Wie oben ausgeführt muss der Freihaltebereich nicht zwingend unmittelbar an die Seitenfläche
anschließen, sondern kann auch in umfänglicher Richtung gesehen unter Zwischenanordnung
eines Spalts hinter der mindestens einen Seitenfläche angeordnet sein. Der mindestens
eine Freihaltebereich wird dabei in Längsrichtung gesehen vom mindestens einen Schalungselement
verdeckt. Hierzu ist das mindestens eine Schalungselement in Längsrichtung vor dem
und/oder im mindestens einen Freihaltebereich angeordnet.
[0034] Mit nochmals anderen Worten kann vorgesehen sein, dass im Bereich des Basiskörperendes
mindestens ein Schalungselement angeordnet ist, welches, vorzugsweise mittels mindestens
einer Sollbruchstelle, lösbar mit dem Basiskörper verbunden ist und in einer dritten
Richtung vom Basiskörper absteht, wobei die dritte Richtung zumindest eine in der
Normalebene liegende Richtungskomponente aufweist, wobei entlang der Längsachse und
vom Basiskörperanfang zum Basiskörperende gesehen das mindestens eine Schalungselement
mindestens einen Freihaltebereich verdeckt und/oder ausfüllt, um den mindestens einen
Freihaltebereich von Vergussmasse freizuhalten, wenn die Halterung mit dem Basiskörperende
zu einer Schalung weisend auf dieser Schalung angeordnet ist und mit der Vergussmasse
übergossen wird, wobei an das Ankerelement der Freihaltebereich oder an jedes der
Ankerelemente einer der Freihaltebereiche in einer umfänglichen Richtung anschließt
und wobei sich der mindestens eine Freihaltebereich sowohl in der umfänglichen Richtung
als auch in der ersten Richtung erstreckt, wobei die Erstreckung des mindestens einen
Freihaltebereichs in der ersten Richtung zumindest so groß ist wie die Erstreckung
des mindestens einen Ankerelements in der ersten Richtung.
[0035] Es sei bemerkt, dass es auch denkbar ist, Ausführungsvarianten der erfindungsgemäßen
Halterung ohne Schalungselement mit dem Einbausystem bzw. Hohlkörper zu verwenden.
Dies ist insbesondere dann möglich, wenn die Halterung nach dem Vergießen nicht durch
eine Drehung aus der Aufnahmeöffnung herausbewegt werden muss, sondern durch eine
axiale bzw. rein translatorische Bewegung. Beispielsweise könnte die Halterung aus
der Aufnahmeöffnung entlang der Längsachse herausgezogen werden, wenn z.B. eine arretierbare
Zahnleiste im Hohlkörper bzw. in der Aufnahmeöffnung zur Verbindung mit der Halterung
vorgesehen ist, deren Arretierung gelöst worden ist. Selbst wenn das mindestens eine
Ankerelement mit einer gegen die Längsrichtung weisenden Oberseite beim Vergießen
mit der Vergussmasse in Berührung kommen sollte, ist die dadurch erzeugte Verbindung
üblicherweise nicht stark genug, um besagte translatorische Bewegung, insbesondere
besagtes Herausziehen, der Halterung zu verhindern.
[0036] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Halterung ist
vorgesehen, dass mehrere Ankerelemente vorgesehen sind und dass das mindestens eine
Schalungselement die in umfänglicher Richtung zwischen den Ankerelementen angeordneten
Freihaltebereiche zumindest abschnittsweise ausfüllt. Dies ermöglicht einerseits ein
problemloses Herausdrehen der Halterung aus der Aufnahmeöffnung des Hohlkörpers nach
dem Vergießen. Andererseits gewährleistet die Vielzahl an Ankerelementen einen perfekten
Halt in der Putz- oder Spachtelschicht.
[0037] Wie oben bereits geschildert, ist das mindestens eine Schalungselement vorzugsweise
so ausgelegt, dass beim Vergießen keine Vergussmasse zwischen das mindestens eine
Schalungselement und die Schalung kommen kann. Entsprechend ist es bei einer besonders
bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Halterung vorgesehen, dass das mindestens
eine Schalungselement das mindestens eine Ankerelement in der ersten Richtung überragt
und dass das mindestens eine Schalungselement in einer Längsrichtung, die zur Längsachse
parallel ist und vom Basiskörperanfang zum Basiskörperende weist, die Halterung abschließt.
Das "Abschließen" durch das mindestens eine Schalungselement schließt nicht aus, dass
es auch noch Punkte von anderen Elementen der Halterung geben kann, die gemeinsam
mit dem mindestens einen Schalungselement die Halterung in der Längsrichtung abschließen.
Beispielsweise kann dies auf die Spachtelkante zutreffen. Es gibt aber bei dieser
Ausführungsvariante jedenfalls kein anderes Element der Halterung, welches das mindestens
eine Schalungselement in Längsrichtung überragt. Mit anderen Worten berandet das mindestens
eine Schalungselement die Halterung in Längsrichtung.
[0038] Um ein besonders leichtes Herausdrehen der Halterung nach dem Vergießen zu ermöglichen,
ist es bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Halterung
vorgesehen, dass das mindestens eine Schalungselement den Basiskörper, vorzugsweise
ringförmig, umfänglich umgibt. Entsprechend wird zumindest ein Freihaltebereich geschaffen,
der den Basiskörper umfänglich umgibt. Die Kontur bzw. der Querschnitt des mindestens
einen Schalungselements in der Normalebene muss nicht ringförmig sein, sondern könnte
z.B. auch quadratisch oder rechteckig sein. Im besagten Querschnitt muss aber natürlich
eine Ausnehmung für den Basiskörper vorhanden sein.
[0039] Entsprechend den obigen Ausführungen kann das mindestens eine Ankerelement mit einer
gegen die Längsrichtung weisenden Oberseite beim Vergießen mit der Vergussmasse in
Berührung kommen, wobei die so resultierende Verbindung zwischen der Vergussmasse
und dem mindestens einen Ankerelement in der Regel nicht ausreicht, um das Verdrehen
bzw. Herausdrehen der Halterung nach dem Vergießen zu verhindern. Allerdings kann
besagte Verbindung das Verdrehen bzw. Herausdrehen erschweren. Bei einer besonders
bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Halterung ist daher vorgesehen,
dass in einer Längsrichtung gesehen, die zur Längsachse parallel ist und vom Basiskörperanfang
zum Basiskörperende weist, das mindestens eine Schalungselement das mindestens eine
Ankerelement vollständig verdeckt.
[0040] Vorzugsweise wirkt das mindestens eine Schalungselement dabei wie eine Haube für
das mindestens eine Ankerelement und bewahrt letzteres vor jeglichem Kontakt mit der
Vergussmasse.
[0041] Insbesondere wird auf diese Weise eine Kontaktierung der Oberseite des mindestens
einen Ankerelements mit der Vergussmasse ausgeschlossen.
[0042] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Halterung ist
vorgesehen, dass das mindestens eine Schalungselement, vorzugsweise mittels mindestens
einer Sollbruchstelle, mit dem mindestens einen Ankerelement lösbar verbunden ist
und vorzugsweise mit diesem eine im Wesentlichen geschlossene Oberfläche ausbildet.
Diese Ausführung ermöglicht eine besonders einfache Trennung bzw. ein besonders einfaches
Abbrechen des mindestens einen Schalungselements nach dem Vergießen. Im mindestens
einen Schalungselement verbleibt nach der Trennung mindestens ein Ausschnitt, der
dem mindestens einen Ankerelement entspricht.
[0043] Unter einer "im Wesentlichen geschlossenen Oberfläche" ist eine Oberfläche zu verstehen,
die für die Vergussmasse, insbesondere für Beton, undurchlässig ist, aber z.B. für
Luft durchlässig sein kann.
[0044] Eine solche im Wesentlichen geschlossene Oberfläche kann durch das mindestens eine
Schalungselement und das mindestens eine Ankerelement auch dann gebildet werden, wenn
das mindestens eine Schalungselement überhaupt nicht direkt (sondern nur über den
Basiskörper) mit dem mindestens einen Ankerelement verbunden ist. Dies kann das Lösen
bzw. Abbrechen des mindestens einen Schalungselements, insbesondere nach dem Vergießen,
erleichtern. Daher ist es bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Halterung vorgesehen, dass das mindestens eine Ankerelement in mindestens einer Ausnehmung
des mindestens einen Schalungselements so angeordnet ist, dass das mindestens eine
Ankerelement vom mindestens einen Schalungselement durch jeweils einen Spalt getrennt
ist. Vorzugsweise umgibt dabei das mindestens eine Schalungselement das mindestens
eine Ankerelement nicht nur in der umfänglichen Richtung, sondern auch in der ersten
Richtung.
[0045] Typischerweise beträgt eine Breite des mindestens einen Spalts 0,1 mm bis 0,2 mm,
sodass beim Vergießen keine Vergussmasse, insbesondere kein flüssiger Beton, durch
den Spalt dringen kann.
[0046] Es sei bemerkt, dass es bei dieser Ausführungsvariante auch möglich sein kann, dass
ein gewisser vernachlässigbarer Anteil von Vergussmasse durch den sich ergebenden
mindestens einen Spalt zwischen dem mindestens einen Ankerelement und dem mindestens
einen Schalungselement beim Vergießen gelangt. Ein solcher vernachlässigbarer Anteil
wäre z.B. dann gegeben, wenn nach dem Aushärten eine Art dünner Steg von Vergussmasse
verbleibt, welcher Steg jedoch das Herausdrehen der Halterung nicht verhindern kann,
sondern beim Herausdrehen einfach abgeschert wird.
[0047] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Halterung ist vorgesehen,
dass die Halterung aus Kunststoff oder Metall, vorzugsweise als Spritzgussteil (aus
besagten Materialien), gefertigt ist, wobei unter Metall nicht nur Reinmetalle, sondern
auch Metalllegierungen wie z.B. Aluminiumlegierungen zu verstehen sind. Zum einen
wird hierdurch eine besonders kostengünstige Herstellung ermöglicht. Zum anderen kann
durch den Kunststoff ein Anhaften von Vergussmasse und/oder Spachtel- oder Putzmasse
vermieden oder zumindest stark reduziert werden. Weiters kann die Halterung stabil
genug ausgeführt werden, insbesondere hart genug, um mit dem Außengewinde ein Innengewinde
in eine Gipskartonplatte oder Gipsfaserplatte schneiden zu können, wenn die Halterung
in ein entsprechend dimensioniertes Loch der Gipskartonplatte oder Gipsfaserplatte
eingedreht wird. Letzteres ermöglicht eine besonders einfache Befestigung der erfindungsgemäßen
Halterung in einer Decke/Wand mit der Gipskartonplatte oder Gipsfaserplatte.
[0048] Wie aus den obigen Erläuterungen hervorgeht, kann die erfindungsgemäße Halterung
bei verschiedensten Decken-/Wandkonstruktionen eingesetzt werden. Entsprechend dem
oben Gesagten ist erfindungsgemäß daher eine Decke oder Wand vorgesehen, umfassend
eine erfindungsgemäße Halterung sowie eine Platte, insbesondere Gipskartonplatte oder
Gipsfaserplatte, wobei die Halterung in einem Loch der Platte angeordnet und mittels
einer Schraubverbindung oder Klebeverbindung und im Loch gehalten ist und wobei bevorzugt
das mindestens eine Ankerelement in einer auf der Platte aufgetragenen Spachtelschicht
oder Putzschicht angeordnet ist und wobei besonders bevorzugt eine Dicke der Spachtelschicht
oder Putzschicht im Wesentlichen einem entlang der Längsachse gemessenen Abstand zwischen
der Platte und einer Putz- oder Spachtelkante der Halterung entspricht. Als Platte
kann z.B. auch eine Holzplatte bzw. ein Holzbrett in Frage kommen.
[0049] Vorzugsweise ist hinter der Platte, d.h. auf einer dem mindestens einen Ankerelement
gegenüberliegenden Seite der Platte, zumindest direkt im Anschluss an das Loch ein
Hohlraum vorgesehen, um die Montage der Halterung zu erleichtern.
[0050] Die Klebeverbindung könnte z.B. mittels eines Klebers durch direktes Verkleben der
Halterung mit einer das Loch begrenzenden inneren Oberfläche erfolgen, wobei das Außengewinde
eine besonders gute Haftung des Klebers an der Halterung gewährleistet.
[0051] Besagte Schraubverbindung kann auf unterschiedlichste Weise realisiert sein. Analog
zum oben Gesagten ist bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Decke oder Wand vorgesehen, dass die Platte eine Gipskartonplatte oder Gipsfaserplatte
ist und dass die Halterung mit ihrem Außengewinde direkt in die Gipskartonplatte oder
Gipsfaserplatte eingeschraubt ist, wobei eine das Loch begrenzende innere Oberfläche
zumindest abschnittsweise durch das Außengewinde eingeschnitten ist. D.h. durch die
Drehbewegung der Halterung wird in der Gipskartonplatte oder Gipsfaserplatte ein zum
Außengewinde der Halterung komplementäres Innengewinde erzeugt bzw. eingeschnitten.
Dies bewirkt eine besonders einfache, rasche und kostengünstige Herstellung, da vor
der Montage der Halterung lediglich ein passend dimensioniertes Loch in die Gipskartonplatte
oder Gipsfaserplatte geschnitten bzw. gebohrt werden muss.
[0052] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Decke oder Wand ist vorgesehen,
dass die Halterung mittels einer mit dem Außengewinde in Eingriff stehenden Mutter
im Loch gehalten ist, wobei vorzugsweise die Mutter einen größeren Durchmesser als
das Loch aufweist und die Platte zwischen der Mutter und dem mindestens einen Ankerelement
angeordnet ist. Die Mutter kann insbesondere vor Verbauung der Platte auf einer Rückseite
der Platte fixiert, beispielsweise angeklebt, werden. Es wäre aber z.B. auch denkbar,
dass die Mutter im Loch befestigt, beispielsweise eingeklebt, ist. Darüberhinaus ist
es auch denkbar, dass die Halterung im Loch angeordnet und mit der Mutter auf der
Rückseite der Platte gekontert bzw. angezogen wird, bevor die Platte verbaut wird,
sodass die Mutter nicht extra auf der Rückseite der Platte fixiert bzw. angeklebt
zu werden braucht.
[0053] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Decke oder Wand ist vorgesehen,
dass die Halterung in einer Ausnehmung eines Füllkörpers angeordnet und mittels einer
Schraubverbindung oder Klebeverbindung und in der Ausnehmung gehalten ist, dass sich
der Füllkörper zumindest mit einem Halteabschnitt in einer Richtung mit einer Breite
erstreckt, die größer ist als eine Breite des Lochs, wobei sich der Halteabschnitt
normal auf diese Richtung mit einer Länge erstreckt, die höchstens einer Länge des
Lochs entspricht, und dass in einer normal auf die Längsachse stehenden und von dieser
weg weisenden Richtung gesehen die Platte zwischen dem Halteabschnitt und dem mindestens
einen Ankerelement angeordnet ist.
[0054] Vorzugsweise wird die Halterung zunächst im Füllkörper befestigt. Sofern der Füllkörper
eine Gipskartonplatte und/oder Gipsfaserplatte umfasst und die Ausnehmung in dieser
Platte angeordnet ist, kann die Schraubverbindung, mit der die Halterung gehalten
ist, z.B. mittels eines Innengewindes in einer die Ausnehmung begrenzenden inneren
Oberfläche erfolgen, wobei das Innengewinde durch die Halterung selbst bzw. durch
deren Außengewinde beim Eindrehen der Halterung in die Ausnehmung geschnitten wird.
[0055] Die Schraubverbindung kann aber auch beispielsweise mittels einer Mutter erfolgen,
die in der Ausnehmung fixiert (z.B. verklebt) ist oder die größer als zumindest ein
Abschnitt der Ausnehmung dimensioniert und hinter diesem Abschnitt angeordnet ist,
wobei in letzterem Fall der Füllkörper zumindest abschnittsweise zwischen der Mutter
und dem mindestens einen Ankerelement der Halterung angeordnet ist.
[0056] Die Halterung kann aber auch einfach mittels eines an sich bekannten Klebers mit
dem Füllkörper verklebt werden, wobei die Halterung dabei in der Ausnehmung des Füllkörpers
angeordnet ist. Wiederum gewährleistet das Außengewinde eine besonders gute Haftung
des Klebers an der Halterung.
[0057] Die genannte Dimensionierung des Füllkörpers in Relation zum Loch ermöglicht in jedem
Fall die Montage des Füllkörpers an der Platte, indem der Füllkörper so gedreht und/oder
gekippt wird, dass zumindest der Halteabschnitt vollständig durch das Loch in den
dahinter liegenden Hohlraum eingeführt werden kann, woraufhin der Füllkörper in die
entgegengesetzte Richtung gekippt und/oder gedreht wird und in dieser Orientierung
nun nicht mehr durch das Loch retour bewegt werden kann. Vorzugsweise ist der Füllkörper
dann abschnittsweise im Loch selbst angeordnet, wobei jedenfalls die Halterung zumindest
abschnittsweise im Loch angeordnet ist.
[0058] Ggf. kann der Füllkörper sodann mit der Platte verschraubt werden. Alternativ oder
zusätzlich zu dieser Verschraubung wäre auch eine Verklebung des Füllkörpers mit der
Platte denkbar.
[0059] Wie weiter oben bereits im Detail geschildert, kann die Halterung auch zur Befestigung
einer Beleuchtungseinrichtung oder eines Beleuchtungseinrichtungsaufhängeteils an
einer Decke/Wand mit einer Schicht aus einer ausgehärteten Vergussmasse, insbesondere
mit einer Betonschicht, verwendet werden. Entsprechend ist erfindungsgemäß eine Decke
oder Wand vorgesehen, umfassend eine erfindungsgemäße Halterung sowie einen in eine
Vergussmasseschicht, vorzugsweise Betonschicht, eingegossenen Hohlkörper, wobei die
Halterung in eine Aufnahmeöffnung des Hohlkörpers eingeschraubt ist und wobei vorzugsweise
das mindestens eine Ankerelement in einer auf der Betonschicht aufgetragenen Spachtelschicht
oder Putzschicht angeordnet ist.
[0060] Wie weiter oben ebenfalls bereits im Detail geschildert, kann nach der Herstellung
(und Aushärtung) der Vergussmasseschicht durch Drehen der Halterung aus der Aufnahmeöffnung
des Hohlkörpers genau eingestellt werden, um welchen Abstand die Halterung, insbesondere
die Putz- oder Spachtelkante der Halterung, die Vergussmasseschicht in Längsrichtung
überragt.
[0061] Entsprechend kann dann leicht eine Putz- oder Spachtelschicht aufgebracht werden,
deren Dicke genau dem genannten Abstand entspricht. Entsprechend ist es bei einer
bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Decke oder Wand vorgesehen, dass
eine Dicke der Spachtelschicht oder Putzschicht im Wesentlichen einem entlang der
Längsachse gemessenen Abstand zwischen der Vergussmasseschicht und der Putz- oder
Spachtelkante entspricht.
KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0062] Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Die Zeichnungen
sind beispielhaft und sollen den Erfindungsgedanken zwar darlegen, ihn aber keinesfalls
einengen oder gar abschließend wiedergeben.
[0063] Dabei zeigt:
- Fig. 1
- eine axonometrische Ansicht einer erfindungsgemäßen Halterung
- Fig. 2a
- eine axonometrische Ansicht einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Halterung
mit einem Schalungselement
- Fig. 2b
- eine Seitenansicht der Halterung aus Fig. 2a
- Fig. 2c
- eine Aufsicht auf die Halterung aus Fig. 2a
- Fig. 2d
- eine Schnittansicht gemäß dem Schnitt A aus Fig. 2c
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung der Befestigung eines Beleuchtungseinrichtungsaufhängeteils
an einer Decke mit einer Gipskartonplatte mittels der Halterung aus Fig. 1
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung analog zu Fig. 3 nach dem Befestigen, wobei die Decke
mit einer Spachtelschicht versehen ist
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung der Montage eines Hohlkörpers mittels der Halterung
aus Fig. 2a sowie mittels eines Positionierelements auf einer Schalung
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung analog zu Fig. 5 nach erfolgter Montage
- Fig. 7
- eine schematische Darstellung analog zu Fig. 6 nach Erzeugung einer Betonschicht durch
Ausgießen der Schalung mit Beton
- Fig. 8
- eine schematische Darstellung analog zu Fig. 7, wobei die Schalung und das Positionierelement
entfernt sind
- Fig. 9
- eine vergrößerte Ansicht des Details B aus Fig. 8
- Fig. 10
- eine schematische Darstellung analog zu Fig. 8, wobei das Schalungselement entfernt
und die Halterung aus dem Hohlkörper ein Stück weit herausgedreht ist
- Fig. 11
- eine schematische Illustration der Entfernung des Schalungselements
- Fig. 12
- eine schematische Darstellung analog zu Fig. 10, wobei eine Putzschicht auf die Betonschicht
aufgebracht ist
- Fig. 13
- eine schematische Darstellung der Befestigung eines Beleuchtungseinrichtungsaufhängeteils
an der Decke gemäß Fig. 12
- Fig. 14
- eine schematische Darstellung der Befestigung der Halterung aus Fig. 1 an einer Decke
mit einer Gipskartonplatte mittels eines Füllkörpers
- Fig. 15
- eine schematische Darstellung analog zu Fig. 14, wobei die Halterung an der Decke
befestigt ist und mittels der Halterung ein Beleuchtungseinrichtungsaufhängeteil und
wobei die Decke mit einer Spachtelschicht versehen ist
- Fig. 16
- eine Aufsicht auf eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Halterung mit
im Wesentlichen dreieckförmigen Ankerelementen
- Fig. 17
- eine Aufsicht auf eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Halterung mit
im Wesentlichen halbkreisförmigen Ankerelementen
- Fig. 18a
- eine Aufsicht auf eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Halterung mit
im Wesentlichen zapfenförmigen Ankerelementen
- Fig. 18b
- eine Darstellung analog zu Fig. 18a, wobei außerdem zwei Schalungselemente vorgesehen
sind
- Fig. 19
- eine schematische Darstellung analog zu Fig. 4, wobei die Halterung direkt in die
Gipskartonplatte geschraubt ist
WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
[0064] Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Halterung 1 zur Befestigung einer Beleuchtungseinrichtung
oder eines Beleuchtungseinrichtungsaufhängeteils 2 an einer Decke 3 oder einer Wand.
Die Halterung 1 umfasst einen im Wesentlichen zylinderförmigen Basiskörper 7, der
sich entlang einer Längsachse 8 in einer Längsrichtung 52 von einem Basiskörperanfang
9 bis zu einem Basiskörperende 10 erstreckt. Der Basiskörper 7 weist eine äußere Mantelfläche
11 auf, an der ein Außengewinde 12 angeordnet ist, welches sich zumindest abschnittsweise
entlang der Längsachse 8 erstreckt und zur Fixierung der Halterung 1 in der Decke
3 bzw. Wand verwendet werden kann. In der Seitenansicht der Fig. 2b ist erkennbar,
dass bei der dargestellten Ausführungsform das Außengewinde 12 nicht die gesamte Mantelfläche
11 ausfüllt, sodass sich ein (vom Außengewinde 12) freier Bereich der Mantelfläche
11 zwischen dem Außengewinde 12 und dem Basiskörperende 10 ergibt.
[0065] Um die Beleuchtungseinrichtung oder das Beleuchtungseinrichtungsaufhängeteil 2 bequem
mit der Halterung 1 verbinden zu können, ist vorzugsweise eine an sich bekannte Befestigungsstruktur
17 für die Beleuchtungseinrichtung oder den Beleuchtungseinrichtungsaufhängeteil 2
an einer Innenseite des Basiskörpers 7 ausgebildet. In den Ausführungsbeispielen der
Fig. 1 und Fig. 2a bis 2d ist die Befestigungsstruktur durch zwei gegenüberliegende
Vorsprünge ausgebildet, die mit einer komplementären Nut 26 der Beleuchtungseinrichtung
oder des Beleuchtungseinrichtungsaufhängeteil 2 in Eingriff gebracht werden können,
vgl. Fig. 3. Hierdurch wird eine Verbindung zwischen der Halterung 1 und der Beleuchtungseinrichtung
oder dem Beleuchtungseinrichtungsaufhängeteil 2 in der Art eines Bajonettverschlusses
geschaffen.
[0066] Im Bereich des Basiskörperendes 10 ist mindestens ein Ankerelement 13 zur Verdrehsicherung
der Halterung 1 in einem Putz oder einer Spachtelmasse angeordnet, wobei das mindestens
eine Ankerelement 13 in einer ersten Richtung 15 vom Basiskörper 7 absteht, also vom
Basiskörper 7 weg weist. Die erste Richtung 15 weist dabei zumindest eine Richtungskomponente
auf, welche Richtungskomponente in einer normal auf die Längsachse 8 stehenden Normalebene
48 (vgl. z.B. Fig. 2b) liegt.
[0067] Im dargestellten Ausführungsbeispiel der Fig. 1 (aber auch der Figuren 2a-d) sind
vier Ankerelemente 13 vorgesehen, die im Bereich des Basiskörperendes 10 entlang des
Umfangs des Basiskörpers 7 und in einer umfänglichen Richtung 20 gesehen mit gleichen
Abständen zueinander über den Basiskörper 7 verteilt angeordnet sind, um einen besonders
guten Halt der Halterung 1 in einer Putzschicht 5 (vgl. z.B. Fig. 12) oder Spachtelschicht
21 (vgl. z.B. Fig. 4) zu ermöglichen. Jedes der Ankerelemente 13 steht in einer ersten
Richtung 15 ab, wobei die ersten Richtungen 15 im Wesentlichen vollständig, d.h. bis
auf mögliche geringfügige Abweichungen, in der Normalebene 48 liegen bzw. normal auf
die Längsachse 8 stehen.
[0068] Die genaue geometrische Form sowie die genaue Anzahl der Ankerelemente 13 können
variieren. Die vier Ankerelemente 13 in den Ausführungsbeispielen der Fig. 1 und Fig.
2a bis 2d verjüngen sich etwas entlang der ersten Richtungen 15. In Aufsicht entlang
der Längsrichtung 52 gesehen haben die Ankerelemente eine Form, die einem Trapez ähnelt,
vgl. Fig. 2c.
[0069] Zur exemplarischen Illustration einer weiteren möglichen Form und einer weiteren
möglichen Anzahl der Ankerelemente 13 zeigt Fig. 16 in einer Aufsicht analog zu Fig.
2c schematisch eine Ausführungsvariante der erfindungsgemäßen Halterung 1 mit drei
Ankerelementen 13, die annähernd gleichmäßig bzw. mit gleichen Abständen zueinander
entlang der umfänglichen Richtung 20 am Basiskörper 7 angeordnet sind. In Längsrichtung
52 gesehen weisen die Ankerelemente 13 eine im Wesentlichen dreieckige Form auf. Weiters
ist in Fig. 16 eine Befestigungsstruktur 17 erkennbar, die ähnlich wie im Ausführungsbeispiel
der Fig. 1 und der Figuren 2a-2d als Vorsprung ausgebildet ist, der in Eingriff mit
der komplementären Nut 26 der Beleuchtungseinrichtung bzw. des Beleuchtungseinrichtungsaufhängeteils
2 gebracht werden kann.
[0070] Zur exemplarischen Illustration einer weiteren möglichen Form und einer weiteren
möglichen Anzahl der Ankerelemente 13 zeigt Fig. 17 in einer Aufsicht analog zu Fig.
16 schematisch eine Ausführungsvariante der erfindungsgemäßen Halterung 1 mit fünf
Ankerelementen 13, die annähernd gleichmäßig bzw. mit gleichen Abständen zueinander
entlang der umfänglichen Richtung 20 am Basiskörper 7 angeordnet sind. In Längsrichtung
52 gesehen weisen die Ankerelemente 13 eine im Wesentlichen halbkreisförmige Form
auf. Weiters ist auch in Fig. 17 eine Befestigungsstruktur 17 erkennbar, die wie im
Ausführungsbeispiel der Fig. 16 als Vorsprung ausgebildet ist, der in Eingriff mit
der komplementären Nut 26 der Beleuchtungseinrichtung bzw. des Beleuchtungseinrichtungsaufhängeteils
2 gebracht werden kann.
[0071] Zur exemplarischen Illustration einer weiteren möglichen Form und einer weiteren
möglichen Anzahl der Ankerelemente 13 zeigt Fig. 18a in einer Aufsicht analog zu Fig.
16 schematisch eine Ausführungsvariante der erfindungsgemäßen Halterung 1 mit zwei
Ankerelementen 13, die gegenüberliegend bzw. mit gleichen Abständen zueinander entlang
der umfänglichen Richtung 20 am Basiskörper 7 angeordnet sind. Die Ankerelemente 13
sind als im Wesentlichen zapfen- oder zylinderförmige Stifte ausgeführt. In Längsrichtung
52 gesehen ergibt sich somit eine im Wesentlichen rechteckige Form der Ankerelemente
13. Weiters ist auch in Fig. 18a eine Befestigungsstruktur 17 erkennbar, die wie im
Ausführungsbeispiel der Fig. 16 als Vorsprung ausgebildet ist, der in Eingriff mit
der komplementären Nut 26 der Beleuchtungseinrichtung bzw. des Beleuchtungseinrichtungsaufhängeteils
2 gebracht werden kann.
[0072] Das Außengewinde 12 kann, wie gesagt, zur Befestigung der Halterung 1 in der Decke
3 bzw. Wand verwendet werden. Dabei ermöglicht das Außengewinde 12 außerdem, dass
durch einfaches Drehen der Halterung 1 eingestellt werden kann, um wieviel die Halterung
1 in Längsrichtung 52 die Decke 3 bzw. Wand überragt, d.h. wie groß ein in Längsrichtung
52 gemessener Abstand eines äußersten Punktes oder Abschlusses der Halterung 1 zur
Decke 3 bzw. Wand, in der die Halterung 1 montiert ist, ist. Entsprechend kann die
Halterung 1 genau soweit aus der Decke 3 bzw. Wand herausgedreht werden, bis der genannte
Abstand einer gewünschten Dicke 40, 41 einer aufzubringenden Spachtelschicht 21 oder
Putzschicht 5 entspricht.
[0073] Um darüberhinaus einen einfach herzustellenden, perfekten bündigen Anschluss der
Spachtelschicht 21 oder Putzschicht 5 an die Halterung 1 zu ermöglichen, weist diese
in den dargestellten Ausführungsvarianten eine Putz- oder Spachtelkante 14 auf. Diese
Putz- oder Spachtelkante 14 steht im Bereich des Basiskörperendes 10 in einer zweiten
Richtung 16 vom Basiskörper 7 ab, wobei die zweite Richtung 16 zumindest eine Richtungskomponente
in der Längsrichtung 52 aufweist. In den dargestellten Ausführungsvarianten fällt
die zweite Richtung 16 mit der Längsrichtung 52 zusammen, d.h. sämtliche Richtungskomponenten
der zweiten Richtung 16 sind parallel zur Längsrichtung 52. Die Putz- oder Spachtelkante
14 bildet in Längsrichtung 52 gesehen den Abschluss der Halterung 1 und überragt entsprechend
das mindestens eine Ankerelement 13 und den Basiskörper 7 in der Längsrichtung 52.
Die Putz- oder Spachtelkante 14 bildet somit eine vorstehende definierte Begrenzung
der Halterung 1, bis zu der die Putzschicht 5 oder Spachtelschicht 21 aufgetragen
wird. Sofern Putz- oder Spachtelmasse über die Putz- oder Spachtelkante 14 hinaus
in Richtung Längsachse 8 in den vom Basiskörper 7 der Halterung 1 begrenzten freien
Raum eingebracht wird, kann diese Masse problemlos von der Halterung 1 wieder abgekratzt
werden. D.h. die Putz- oder Spachtelkante 14 ermöglicht die leichte Erzeugung eines
wohldefinierten bündigen Abschlusses der Putzschicht 5 oder Spachtelschicht 21 zur
Halterung 1 hin.
[0074] Die erfindungsgemäße Halterung 1 ist vorzugsweise aus Kunststoff oder Metall bzw.
einer Metalllegierung, insbesondere einer Aluminiumlegierung, gefertigt, was unter
anderem ein Anhaften von Spachtel- oder Putzmasse vermeiden oder zumindest stark reduzieren
hilft und somit die einfache Herstellung eines bündigen Abschlusses Putzschicht 5
oder Spachtelschicht 21 zur Halterung 1 hin unterstützt. Darüberhinaus kann durch
besagte Materialwahl sichergestellt werden, dass die Halterung 1 stabil bzw. hart
genug ausgeführt ist, um mit dem Außengewinde 12 ein Innengewinde in eine Gipskartonplatte
4 oder Gipsfaserplatte schneiden zu können, wenn die Halterung 1 in ein entsprechend
dimensioniertes Loch 27 der Gipskartonplatte 4 oder Gipsfaserplatte eingedreht wird.
Letzteres ermöglicht eine besonders einfache Befestigung der erfindungsgemäßen Halterung
1 in einer Decke 3 bzw. Wand mit der Gipskartonplatte 4 oder Gipsfaserplatte.
[0075] Fig. 19 zeigt eine solcherart in einer Decke 3 mit einer Gipskartonplatte 4 montierte
Halterung 1 samt in der Halterung 1 befestigtem Beleuchtungseinrichtungsaufhängeteil
2. Die Gipskartonplatte 4 ist in an sich bekannter Weise an zumindest einem Metallprofilträger
22 mittels Schrauben 23 fixiert. Hinter der Gipskartonplatte 4, d.h. auf jener Seite
der Gipskartonplatte 4, auf der auch der mindestens eine Metallprofilträger 22 angeordnet
ist, ist entsprechend ein Hohlraum 55 ausgebildet. In diesen Hohlraum 55 kann die
in die Gipskartonplatte 4 eingeschraubte Halterung 1 mit dem Basiskörperanfang 9 hineinragen.
Weiters können im Hohlraum 55 elektrische Leitungen zur Stromversorgung der Beleuchtungseinrichtung
geführt werden, welche elektrischen Leitungen mit einem vom Beleuchtungseinrichtungsaufhängeteil
2 gehaltenen Kabel 25 der Beleuchtungseinrichtung in an sich bekannter Weise elektrisch
verbunden werden können.
[0076] Das Loch 27 weist einen Durchmesser 28 (vgl. Fig. 3) auf, der eine Spur kleiner als
ein Außendurchmesser 39 (vgl. Fig. 3) des Basiskörpers 7 bzw. des Außengewindes 12
ist. Wenn nun die Halterung in das Loch 27 eingedreht wird, schneidet das Außengewinde
12 in eine das Loch 27 begrenzende innere Oberfläche 29 ein Innengewinde, welches
in Eingriff mit dem Außengewinde 12 steht und gemeinsam mit Außengewinde 12 eine Schraubverbindung
darstellt, durch welche die Halterung 1 im Loch 27 gehalten ist.
[0077] Wie bereits ausgeführt, wird die Halterung 1 soweit ins Loch 27 eingedreht, bis der
Abstand zwischen der Putz- oder Spachtelkante 14 und der Gipskartonplatte 4 der gewünschten
Dicke 40 der aufzubringenden Spachtelschicht 21 entspricht. Sodann wird die Spachtelschicht
21 aufgebracht, wodurch die Ankerelemente 13 in die Spachtelschicht 21 eingebracht
werden und nach Aushärten der Spachtelschicht 21 die Halterung 1 gegen Positionsänderungen,
insbesondere gegen ein Verdrehen, sichern.
[0078] Schließlich kann der Beleuchtungseinrichtungsaufhängeteil 2 in der Halterung 1 mittels
der Befestigungsstruktur 17 und der Nut 26 befestigt werden.
[0079] Eine weitere Möglichkeit, die Halterung 1 im Loch 27 mittels einer Schraubverbindung
zu halten, besteht darin, eine Mutter 24 vorzusehen, mit der das Außengewinde 12 in
Eingriff gebracht wird. Denkbar wäre es z.B., die Mutter 24 im Loch 27 zu fixieren,
z.B. zu verkleben. Eine hierzu alternative Variante ist in Fig. 3 und Fig. 4 gezeigt.
Der Durchmesser 28 des Lochs 27 ist hier größer als der Außendurchmesser 39 des Außengewindes
12, sodass die Halterung 1 problemlos in das Loch 27 eingeführt werden kann. Im Hohlraum
55 ist die Mutter 24 genau hinter dem Loch 27 angeordnet. Die Mutter 24 kann hierfür
insbesondere vor Verbauung der Gipskartonplatte 4 (aber nach Erzeugung des Lochs 27)
auf einer Rückseite der Gipskartonplatte 4 - d.h. auf jener Seite der Gipskartonplatte
4, die nach der Verbauung dem Hohlraum 55 zugewandt ist - fixiert, beispielsweise
angeklebt, werden. Die Mutter 24 weist einen größeren Durchmesser als das Loch 27
auf und passt daher nicht durch das Loch 27, sodass die Mutter 24 zumindest formschlüssig
auf der Gipskartonplatte 4 gehalten ist. Die Halterung 1 wird zur Montage an der Gipskartonplatte
4 durch das Loch 27 geführt und mit der Mutter 24 verschraubt bzw. in die Mutter 24
eingeschraubt - entsprechend der gewünschten Dicke 40 der aufzubringenden Spachtelschicht
21.
[0080] Alternativ zur eben beschriebenen Montage kann die Halterung 1 im Loch 27 angeordnet
und mit der Mutter 24 auf der Rückseite der Gipskartonplatte 4 gekontert bzw. angezogen
werden, bevor die Gipskartonplatte 4 verbaut wird, sodass die Mutter 24 nicht extra
auf der Rückseite der Gipskartonplatte 4 fixiert bzw. angeklebt zu werden braucht.
[0081] Es ergibt sich in beiden geschilderten Fällen eine Anordnung der Gipskartonplatte
4 zwischen den Ankerelementen 13 und der Mutter 24.
[0082] Anschließend wird die Spachtelschicht 21 mit der gewünschten Dicke 40 aufgetragen,
wobei durch die Putz- oder Spachtelkante 14 ein perfekter bündiger Anschluss der Spachtelschicht
21 an die Halterung 1 leicht sichergestellt werden kann. Schließlich kann wiederum
der Beleuchtungseinrichtungsaufhängeteil 2 in der Halterung 1 mittels der Befestigungsstruktur
17 und der Nut 26 befestigt werden, was in Fig. 4 strichliert angedeutet ist.
[0083] Eine weitere Möglichkeit, die Halterung 1 im Loch 27, vorzugsweise mittels einer
Schraubverbindung, zu halten, ist in Fig. 14 und Fig. 15 gezeigt. Dabei wird die Halterung
1 zunächst in einer Ausnehmung 47 eines Füllkörpers 42 angeordnet und mittels einer
Schraubverbindung oder Klebeverbindung in der Ausnehmung 47 gehalten.
[0084] Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Füllkörper 42 aus einem Oberteil 43 und
einem Unterteil 44 aufgebaut, wobei der Oberteil 43 und der Unterteil 44 jeweils aus
einer Gipskartonplatte oder Gipsfaserplatte gebildet sind und übereinander angeordnete
Ausnehmungen bzw. Ausschnitte aufweisen, die wiederum die Ausnehmung 47 des Füllkörpers
42 ausbilden.
[0085] Weiters ist im gezeigten Ausführungsbeispiel eine Schraubverbindung mittels einer
Mutter 24 vorgesehen, wobei der Durchmesser der Mutter 24 größer ist als der Durchmesser
der Ausnehmung 47 im Unterteil 44 und als der Durchmesser der Ausnehmung 47 in einem
an den Unterteil 44 anschließenden ersten Abschnitt 56 des Oberteils 43. An diesen
ersten Abschnitt 56 des Oberteils 43 schließt jedoch ein zweiter Abschnitt 57 des
Oberteils 43 an, in dem der Durchmesser der Ausnehmung 47 größer ist als der Durchmesser
der Mutter 24. Die Mutter 24 ist so in der Ausnehmung 47 angeordnet, dass sie auf
dem ersten Abschnitt 56 aufliegt, wobei die Halterung 1 mit dem Außengewinde 12 in
die Mutter 24 soweit eingeschraubt ist, dass die Putz- oder Spachtelkante 14 den Unterteil
44 in Längsrichtung 52 soweit überragt, wie es der gewünschten Dicke 40 der aufzubringenden
Spachtelschicht 21 entspricht.
[0086] Der Füllkörper 42 ist dann abschnittsweise zwischen den Ankerelemente 13 und der
Mutter 24 angeordnet. Genauer gesagt, ist der Unterteil 44 vollständig zwischen den
Ankerelementen 13 und der Mutter 24 angeordnet und der Oberteil 43 nur mit seinem
ersten Abschnitt 56.
[0087] Die Halterung 1 könnte aber beispielsweise auch einfach mittels eines an sich bekannten
Klebers mit dem Füllkörper 42 verklebt werden, wobei die Halterung 1 dabei in der
Ausnehmung 47 des Füllkörpers 42 angeordnet ist.
[0088] Der Oberteil 43 des Füllkörpers 42 stellt einen Halteabschnitt dar, der sich in einer
Richtung mit einer maximalen Füllkörperbreite 46 erstreckt, die größer ist als eine
Breite 45 des Lochs 27. Normal auf diese Richtung erstreckt sich der Oberteil 43 mit
einer Länge, die kleiner gleich einer Länge des Lochs 27 ist. Diese Dimensionierung
ermöglicht das Einfädeln des Füllkörpers 42 durch das Loch 27, wie dies in Fig. 14
durch die strichliert dargestellten Umrisse des Füllkörpers 42 und durch die zugehörigen
Pfeile illustriert ist. Dabei wird der Füllkörper 42 aus einer Anfangsorientierung,
in der der Oberteil 43 im Wesentlichen parallel zur Gipskartonplatte 4 angeordnet
ist, zunächst so gedreht bzw. gekippt, dass der Füllkörper 42 vollständig durch das
Loch 27 in den dahinter liegenden Hohlraum 55 eingeführt werden kann. Hierauf wird
der Füllkörper 42 durch Kippen bzw. Drehen in der entgegengesetzten Richtung in die
Anfangsorientierung zurück gebracht, in welcher der Füllkörper 42 nicht mehr durch
das Loch 27 retour bewegt werden kann. Durch Absenken wird der Füllkörper 42 abschnittsweise
im Loch 27 selbst angeordnet, wobei der Unterteil 44 eine Länge und eine Breite aufweist,
die höchsten so groß wie die Länge und Breite 45 des Lochs 27 sind.
[0089] Ggf. kann der Füllkörper 42 sodann mit der Gipskartonplatte 4 mittels Schrauben 23
verschraubt werden. Im Ergebnis ist jedenfalls die Halterung 1 zumindest abschnittsweise
im Loch angeordnet, wie in Fig. 15 zu erkennen ist.
[0090] Anschließend wird die Spachtelschicht 21 mit der gewünschten Dicke 40 aufgetragen,
wobei durch die Putz- oder Spachtelkante 14 ein perfekter bündiger Anschluss der Spachtelschicht
21 an die Halterung 1 leicht sichergestellt werden kann. Schließlich kann wiederum
der Beleuchtungseinrichtungsaufhängeteil 2 in der Halterung 1 mittels der Befestigungsstruktur
17 und der Nut 26 befestigt werden, was in Fig. 15 strichliert angedeutet ist.
[0091] Das Außengewinde 12 der erfindungsgemäßen Halterung 1 ermöglicht weiters die Befestigung
der Halterung 1 an einer Decke 3 bzw. Wand, die eine gegossene Schicht, vorzugsweise
eine Betonschicht 6, sowie ein Einbausystem gemäß der
EP 3153642 A1 aufweist. Die Figuren 5 bis 13 illustrieren die einzelnen Schritte der Herstellung
einer entsprechenden Decke 3 unter Verwendung einer erfindungsgemäßen Halterung 1,
die vorzugsweise mindestens ein Schalungselement 18 aufweist, welches z.B. in Fig.
2a dargestellt ist.
[0092] Wie in Fig. 5 dargestellt, wird vor dem Ausgießen einer Schalung 38 mit der jeweiligen
Vergussmasse, insbesondere mit flüssigem Beton, ein Positionierelement 36 auf der
Schalung 38, die im Wesentlichen zumindest ein plattenförmiges Element bzw. Brett
umfasst, fixiert. Die Fixierung erfolgt z.B. mittels eines Nagels 37.
[0093] Auf dem Positionierelement 36 wird nun die erfindungsgemäße Halterung 1 befestigt.
Hierzu weist das Positionierelement 36 im gezeigten Ausführungsbeispiel Haken 58 auf,
die mit der Befestigungsstruktur 17 in Eingriff gebracht werden, wenn die Halterung
1 entlang ihrer Längsachse 8 über das Positionierelement 36 geschoben wird, was in
Fig. 5 durch den Pfeil angedeutet ist. Um ein unerwünschtes Abziehen bzw. Lösen der
Halterung 1 vom Positionierelement 36 zu verhindern, werden von oben stiftförmige
Blockierelemente 51 in das Positionierelement 36 eingeführt, die ein Zurückfedern
der Haken 58 verhindern, sodass die Haken 58 zumindest eine unerwünscht große, vorzugsweise
jegliche, Bewegung der Befestigungsstruktur 17 und damit der Halterung 1 entlang der
Längsachse 8 und von der Schalung 38 weg formschlüssig blockieren.
[0094] Sodann wird ein Hohlkörper 30 des Einbausystems mit einer ein Innengewinde aufweisenden
Aufnahmeöffnung 34 auf die Halterung 1 bzw. auf deren Außengewinde 12 geschraubt.
Die Halterung 1 befindet sich sodann mit dem Basiskörperanfang 9 voran in der Aufnahmeöffnung
34. Auf diese Weise ergibt sich eine Fixierung des Hohlkörpers 30 auf der Schalung
38. Der Hohlkörper 30 weist im gezeigten Ausführungsbeispiel einen Unterteil 32 auf,
in dem die Aufnahmeöffnung 34 angeordnet ist. Am Unterteil 32 sind außerdem Füße 35
angeordnet, mit denen der Unterteil 32 bzw. der Hohlkörper 30 sich an der Schalung
38 abstützt. D.h. der Unterteil 32 kann soweit auf die Halterung 1 aufgeschraubt werden,
bis die Füße 35 auf der Schalung 38 aufsetzen.
[0095] Weiters umfasst der Hohlkörper 30 einen Oberteil 31, der mit dem Unterteil 32 in
an sich bekannter Weise lösbar verbunden werden kann, z.B. durch Verschraubung oder
einen Rastverschluss. Dabei kann der Oberteil 31 z.B. erst nach dem vollständigen
Verschrauben des Unterteils 32 mit der Halterung 1 mit dem Unterteil 32 verbunden
werden.
[0096] Vom Oberteil 31 führt zumindest ein Schlauch 33 weg, durch den elektrische Leitungen
(nicht dargestellt) in den Hohlkörper 30 geführt werden können.
[0097] Fig. 6 zeigt den so auf der Schalung 38 positionierten Hohlkörper 30.
[0098] Hierauf erfolgt das Ausgießen bzw. die Erzeugung der Betonschicht 6, vgl. Fig. 7.
[0099] Nachdem die Betonschicht 6 ausgehärtet ist, werden die Schalung 38 sowie das Positionierelement
36 entfernt, vgl. Fig. 8.
[0100] Die Halterung 1 schließt nun im Wesentlichen bündig mit der Betonschicht 6 ab und
muss ein Stück aus der Aufnahmeöffnung 34 gedreht werden (vgl. Pfeile in Fig. 10),
um an die gewünschte Dicke 41 der noch aufzutragenden Putzschicht 5 (vgl. Fig. 12)
angepasst zu werden. Beim Auftragen der Putzschicht 5 werden die Ankerelement 13 zugeputzt
und sind dann in der Putzschicht 5 angeordnet, um als Sicherung gegen Positionsänderungen
der Halterung 1, insbesondere als Verdrehsicherung, fungieren zu können. Analog zum
oben Gesagten erleichtert die Putz- oder Spachtelkante 14 dabei das bündige Auftragen
der Putzschicht 5 im Bereich der Halterung 1 deutlich.
[0101] Damit ein problemloses Herausdrehen der Halterung 1 aus der Aufnahmeöffnung 34 möglich
ist, dürfen die Ankerelemente 13 zumindest nicht zu stark mit der Betonschicht 6 in
Kontakt stehen, andernfalls die Ankerelemente 13 so innig mit der Betonschicht 6 verbunden
sind, dass sie das Verdrehen der Halterung 1 blockieren. Letzterer Fall wäre insbesondere
dann gegeben, wenn die Ankerelement 13 von allen Seiten mit Beton umgossen worden
wären.
[0102] Um sicherzustellen, dass die Halterung 1 nach dem Vergießen verdreht bzw. aus der
Aufnahmeöffnung 34 herausgedreht werden kann, ist das mindestens eine Schalungselement
18 vorgesehen, wobei die Halterung 1 im Ausführungsbeispiel der Figuren 2a bis 13
genau ein Schalungselement 18 aufweist.
[0103] In allen gezeigten Ausführungsbeispielen, bei denen ein Schalungselement 18 vorgesehen
ist, ist das mindestens eine Schalungselement 18 über mindestens eine Sollbruchstelle
lösbar mit dem Basiskörper 7 verbunden.
[0104] Weiters steht das mindestens eine Schalungselement 18 jedenfalls in einer dritten
Richtung 49 vom Basiskörper 7 im Bereich des Basiskörperendes 10 ab, wobei die dritte
Richtung 49 zumindest eine in der Normalebene 48 liegende Richtungskomponente aufweist.
In den dargestellten Ausführungsbeispielen liegt die dritte Richtung 49 (wie die erste
Richtung 15) im Wesentlichen vollständig in der Normalebene 48, vgl. z.B. Fig. 2b.
[0105] In umfänglicher Richtung 20 gesehen weist jedes Ankerelement 14 zumindest eine Seitenfläche
53 auf. Die Anordnung und Dimensionierung des mindestens einen Schalungselements 18
ist nun so, dass mindestens ein in der umfänglichen Richtung 20 an die mindestens
eine Seitenfläche 53 anschließender Freihaltebereich 19 von der Verguss- bzw. Betonmasse
freigehalten wird, wenn die Halterung 1 mit dem Basiskörperende 10 zur Schalung 38
weisend auf der Schalung 38 angeordnet ist und mit der Verguss-/Betonmasse übergossen
wird (vgl. Fig. 6 und Fig. 7). Mit anderen Worten verdeckt das mindestens eine Schalungselement
18 in Längsrichtung 52 gesehen den mindestens einen Freihaltebereich 19 und/oder füllt
diesen aus. In Fig. 2a sind entsprechend den vier Ankerelementen 13 vier Freihaltebereiche
19 vorgesehen bzw. durch das Schalungselement 18 verdeckt bzw. ausgefüllt, wobei die
Freihaltebereiche 19 durch die punktierten Pfeile gekennzeichnet sind.
[0106] Wie in Fig. 2a zu erkennen ist, schließen die Freihaltebereiche 19 nicht unmittelbar
an die Seitenflächen 53 der Ankerelemente 13 an, sondern es sind schmale Spalte zwischen
den Seitenflächen 53 und den Freihaltebereichen 19 angeordnet. Diese Spalte sind im
gezeigten Ausführungsbeispiel jedoch so schmal, dass beim Vergießen mit Beton kein
Beton durch die Spalte dringen kann. Der guten Ordnung halber sei bemerkt, dass natürlich
auch Ausführungsvarianten möglich sind, die gänzlich ohne Spalte zwischen den Freihaltebereichen
19 und den Ankerelementen 13 auskommen.
[0107] Im gezeigten Ausführungsbeispiel der Fig. 2a umgibt das Schalungselement 18 sämtliche
Ankerelemente 13 sowie den Basiskörper 7 umfänglich bzw. ringförmig, wobei die Ankerelemente
13 in Ausnehmungen 54 (vgl. insbesondere Fig. 2c) des Schalungselements 18 angeordnet
sind. Entsprechend schließt das Schalungselement 18 die Halterung 1 in der dritten
Richtung 49 ab. In der Schnittansicht der Fig. 2d ist außerdem erkennbar, dass das
Schalungselement 18 die Halterung 1 auch in Längsrichtung 52 abschließt bzw. dass
die Putz- oder Spachtelkante 14 das Schalungselement 18 in Längsrichtung 52 jedenfalls
nicht überragt.
[0108] Dies hat zur Folge, dass bei der oben geschilderten Herstellung der Decke 3 die Halterung
1 auf dem Positionierelement 36 so befestigt werden kann, dass das Schalungselement
18 auf der Schalung 38 aufliegt. Folglich wird ausgeschlossen, dass beim Ausgießen
Vergussmasse bzw. Betonmasse zwischen die Schalung 38 und das Schalungselement 18
(und damit auch in die Freihaltebereiche 19) gelangen kann. Indem die Freihaltebereiche
19 auf diese Art beim Vergießen von Vergussmasse bzw. Betonmasse freigehalten werden,
wird nach dem Vergießen das problemlose Herausdrehen der Halterung 1 aus der Ausnahmeöffnung
34 sichergestellt. Vergussmasse bzw. Beton, der an einer gegen die Längsrichtung 52
weisenden Oberseite der Ankerelemente 13 an diesen anhaftet, kann dabei erfahrungsgemäß
keine feste Verbindung der Betonschicht 6 zu den Ankerelementen 13 erzeugen, die stark
genug wäre, um das Herausdrehen der Halterung 1 zu verhindern.
[0109] Eine solche Situation nach dem Vergießen ist insbesondere in der Detailansicht der
Fig. 9 gut ersichtlich. Dabei ist erkennbar, dass die Ankerelemente 13 auf ihrer Oberseite
abschnittsweise von der Betonschicht 6 kontaktiert werden. Zwischen dem Schalungselement
18 und der Schalung 38 hat jedoch kein Beton beim Vergießen dringen können, weshalb
auch eine in Längsrichtung 52 weisende Unterseite der Ankerelemente 13 frei von Beton
ist.
[0110] Nach dem Aushärten der Betonschicht 6 und dem Entfernen der Schalung 38 samt Positionierelement
36 wird das Schalungselement 18 durch Abbrechen vom Basiskörper 7 gelöst und entfernt.
Für das Abbrechen kann ein Werkzeug, z.B. eine Zange 50 (vgl. Fig. 11) zu Hilfe genommen
werden. Sodann kann das Verdrehen bzw. Herausdrehen der Halterung 1 aus der Aufnahmeöffnung
34 problemlos erfolgen.
[0111] Nach dem bereits erwähnten Auftragen der Putzschicht 5 (vgl. Fig. 12) kann der Beleuchtungseinrichtungsaufhängeteil
2 in der Halterung 1 mittels der Befestigungsstruktur 17 und der Nut 26 befestigt
werden, vgl. Fig. 13.
[0112] Wie oben dargelegt, wird durch den mindestens einen Freihaltebereich 19 bzw. aufgrund
des mindestens einen Freihaltebereichs 19 die Verbindung zwischen dem mindestens einen
Ankerelement 13 und Vergussmasse verhindert oder zumindest soweit geschwächt, dass
das Herausdrehen/-schrauben der Halterung 1 aus der Aufnahmeöffnung 34 möglich ist.
Hierzu kann es z.B. genügen, dass der mindestens eine Freihaltebereich 19 lediglich
einen Winkelbereich abdeckt, der so groß ist, dass eine gewisse Drehung, z.B. eine
Vierteldrehung, der Halterung 1 ermöglicht wird, ohne dass das mindestens eine Ankerelement
13 mit seiner mindestens einen Seitenfläche 53 gegen die ausgehärtete Vergussmasse
bzw. Betonschicht 6 stößt oder eine vernachlässigbar wenig vorhandene Vergussmasse
bzw. Betonschicht 6 mit der mindestens einen Seitenfläche 53 nicht abgeschert werden
kann. Die ermöglichte Drehung muss dabei nur so groß sein, dass sich die Halterung
1 in Längsrichtung 52 soweit aus der Decke 3 bzw. aus der Aufnahmeöffnung 34 heraus
bewegt hat, dass das mindestens eine Ankerelement 13 bei einer weiteren Drehung in
derselben Drehrichtung nicht mehr die ausgehärtete Vergussmasse bzw. Betonschicht
6 berührt. D.h. die Halterung 1 kann dann beliebig weit aus der Decke 3 bzw. dem Hohlkörper
30 heraus gedreht werden.
[0113] Ein Beispiel hierfür ist in Fig. 18a und Fig. 18b dargestellt. An jedes der beiden
Ankerelemente 13 schließt in umfänglicher Richtung 20 jeweils mit einem kleinen Abstand
bzw. Spalt ein Freihaltebereich 19 (durch punktierte Pfeile gekennzeichnet) an, der
lediglich ca. einen einer Vierteldrehung entsprechenden Winkelbereich abdeckt, wobei
die entsprechende Drehachse durch die Längsachse 8 gebildet ist. Jeder dieser Freihaltebereiche
19 wird von einem Schalungselement 18 abgedeckt, d.h. es sind in diesem Ausführungsbeispiel
zwei Schalungselemente 18 vorgesehen. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass nach
dem Vergießen und Aushärten der Betonschicht 6, der Entfernung der Schalung 38 und
des Positionierelements 36 und nach Entfernung der Schalungselemente 38 durch Abbrechen
die Halterung 1 zumindest eine Vierteldrehung verdreht werden kann, um aus der Aufnahmeöffnung
34 heraus bewegt zu werden. Die Halterung 1 wird dabei in Längsrichtung 52 über eine
Distanz bewegt, die größer gleich der Erstreckung der Ankerelemente 13 - und vorzugsweise
auch der Schalungselemente 18 - in Längsrichtung 52 ist. Nach der Vierteldrehung ist
keine Berührung der Ankerelemente 13 mit der Betonschicht 6 gegeben, sodass die Halterung
1 weiter in derselben Drehrichtung aus der Aufnahmeöffnung 34 bzw. der Decke 3 herausgedreht
werden kann.
[0114] Wie Fig. 18b verdeutlicht, kann es bei der Dimensionierung der Schalungselements
18 (und damit der Freihaltebereiche 19) ausreichend sein, wenn diese sich in der ersten
Richtung 15 lediglich genauso weit wie die Ankerelemente 13 erstrecken. Auf diese
Weise wird ein Anstoßen der Seitenflächen 53 der Ankerelemente 13 an der Betonschicht
6 beim Herausdrehen der Halterung 1 verhindert. Eine größere Erstreckung des mindestens
einen Schalungselements 18 in der ersten Richtung 15 ist aber, wie z.B. im Ausführungsbeispiel
der Fig. 2a dargestellt ist, natürlich möglich.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0115]
- 1
- Halterung
- 2
- Beleuchtungseinrichtungsaufhängeteil
- 3
- Decke
- 4
- Gipskartonplatte
- 5
- Putzschicht
- 6
- Betonschicht
- 7
- Basiskörper
- 8
- Längsachse
- 9
- Basiskörperanfang
- 10
- Basiskörperende
- 11
- Äußere Mantelfläche
- 12
- Außengewinde
- 13
- Ankerelement
- 14
- Putz- oder Spachtelkante
- 15
- Erste Richtung
- 16
- Zweite Richtung
- 17
- Befestigungsstruktur
- 18
- Schalungselement
- 19
- Freihaltebereich
- 20
- Umfängliche Richtung
- 21
- Spachtelschicht
- 22
- Metallprofilträger
- 23
- Schraube
- 24
- Mutter
- 25
- Kabel
- 26
- Zur Befestigungsstruktur komplementäre Nut
- 27
- Loch in der Gipskartonplatte
- 28
- Lochdurchmesser
- 29
- Innere Oberfläche
- 30
- Hohlkörper
- 31
- Oberteil des Hohlkörpers
- 32
- Unterteil des Hohlkörpers
- 33
- Schlauch
- 34
- Aufnahmeöffnung mit Innengewinde
- 35
- Fuß
- 36
- Positionierelement
- 37
- Nagel
- 38
- Schalung
- 39
- Außendurchmesser des Basiskörpers bzw. des Außengewindes
- 40
- Dicke der Spachtelschicht
- 41
- Dicke der Putzschicht
- 42
- Füllkörper
- 43
- Oberteil des Füllkörpers
- 44
- Unterteil des Füllkörpers
- 45
- Lochbreite
- 46
- Maximale Füllkörperbreite
- 47
- Ausnehmung des Füllkörpers
- 48
- Normalebene
- 49
- Dritte Richtung
- 50
- Zange
- 51
- Blockierelement
- 52
- Längsrichtung
- 53
- Seitenfläche des Ankerelements
- 54
- Ausnehmung des Schalungselements
- 55
- Hohlraum
- 56
- Erster Abschnitt des Oberteils des Füllkörpers
- 57
- Zweiter Abschnitt des Oberteils des Füllkörpers
- 58
- Haken
1. Halterung (1) zur Befestigung einer Beleuchtungseinrichtung oder eines Beleuchtungseinrichtungsaufhängeteils
(2) an einer Decke (3) oder einer Wand, die Halterung (1) umfassend einen im Wesentlichen
zylinderförmigen Basiskörper (7), der sich entlang einer Längsachse (8) von einem
Basiskörperanfang (9) bis zu einem Basiskörperende (10) erstreckt und eine äußere
Mantelfläche (11) aufweist, wobei an der äußeren Mantelfläche (11) ein Außengewinde
(12) angeordnet ist, welches sich zumindest abschnittsweise entlang der Längsachse
(8) erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des Basiskörperendes (10) mindestens ein Ankerelement (13) zur Verdrehsicherung
der Halterung (1) in einem Putz oder einer Spachtelmasse angeordnet ist, wobei das
mindestens eine Ankerelement (13) in einer ersten Richtung (15) vom Basiskörper (7)
absteht, wobei die erste Richtung (15) zumindest eine Richtungskomponente aufweist,
welche Richtungskomponente in einer normal auf die Längsachse (8) stehenden Normalebene
(48) liegt.
2. Halterung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Ankerelemente (13) vorgesehen sind, die im Bereich des Basiskörperendes (10)
umfänglich, vorzugsweise mit gleichen oder periodisch gleichen Abständen zueinander,
über den Basiskörper (7) verteilt sind.
3. Halterung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Putz- oder Spachtelkante (14) vorgesehen ist, die im Bereich des Basiskörperendes
(10) in einer zweiten Richtung (16) vom Basiskörper (7) absteht, wobei die zweite
Richtung (16) zumindest eine Richtungskomponente in einer Längsrichtung (52) aufweist,
welche Längsrichtung (52) zur Längsachse (8) parallel ist und vom Basiskörperanfang
(9) zum Basiskörperende (10) weist, und dass die Putz- oder Spachtelkante (14) das
mindestens eine Ankerelement (13) und den Basiskörper (7) in der Längsrichtung (52)
überragt.
4. Halterung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Ankerelement (13) in einer umfänglichen Richtung (20) gesehen
mindestens eine Seitenfläche (53) aufweist,
dass im Bereich des Basiskörperendes (10) mindestens ein Schalungselement (18) angeordnet
ist, welches, vorzugsweise mittels mindestens einer Sollbruchstelle, lösbar mit dem
Basiskörper (7) verbunden ist und in einer dritten Richtung (49) vom Basiskörper (7)
absteht, wobei die dritte Richtung (49) zumindest eine in der Normalebene (48) liegende
Richtungskomponente aufweist,
und dass das mindestens eine Schalungselement (18) so angeordnet und dimensioniert
ist, dass mindestens ein in der umfänglichen Richtung (20) an die mindestens eine
Seitenfläche (53) anschließender Freihaltebereich (19) von Vergussmasse freigehalten
wird, wenn die Halterung (1) mit dem Basiskörperende (10) zu einer Schalung (38) weisend
auf dieser Schalung (38) angeordnet ist und mit der Vergussmasse übergossen wird.
5. Halterung (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Ankerelemente (13) vorgesehen sind und dass das mindestens eine Schalungselement
(18) die in umfänglicher Richtung (20) zwischen den Ankerelementen (13) angeordneten
Freihaltebereiche (19) zumindest abschnittsweise ausfüllt.
6. Halterung (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Schalungselement (18) das mindestens eine Ankerelement (13) in
der ersten Richtung (15) überragt und dass das mindestens eine Schalungselement (18)
in einer Längsrichtung (52), die zur Längsachse (8) parallel ist und vom Basiskörperanfang
(9) zum Basiskörperende (10) weist, die Halterung (1) abschließt.
7. Halterung (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Schalungselement (18) den Basiskörper (7), vorzugsweise ringförmig,
umfänglich umgibt.
8. Halterung (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Schalungselement (18), vorzugsweise mittels mindestens einer
Sollbruchstelle, mit dem mindestens einen Ankerelement (13) lösbar verbunden ist und
vorzugsweise mit diesem eine im Wesentlichen geschlossene Oberfläche ausbildet.
9. Halterung (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Ankerelement (13) in mindestens einer Ausnehmung (54) des mindestens
einen Schalungselements (18) so angeordnet ist, dass das mindestens eine Ankerelement
(13) vom mindestens einen Schalungselement (18) durch jeweils einen Spalt getrennt
ist.
10. Decke (3) oder Wand, umfassend eine Halterung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9
sowie eine Platte, insbesondere Gipskartonplatte (4) oder Gipsfaserplatte, wobei die
Halterung (1) in einem Loch (27) der Platte (4) angeordnet und mittels einer Schraubverbindung
oder Klebeverbindung und im Loch (27) gehalten ist und wobei bevorzugt das mindestens
eine Ankerelement (13) in einer auf der Platte (4) aufgetragenen Spachtelschicht (21)
oder Putzschicht (5) angeordnet ist und wobei besonders bevorzugt eine Dicke (40,
41) der Spachtelschicht (21) oder Putzschicht (5) im Wesentlichen einem entlang der
Längsachse (8) gemessenen Abstand zwischen der Platte (4) und einer Putz- oder Spachtelkante
(14) der Halterung (1) entspricht.
11. Decke (3) oder Wand nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte eine Gipskartonplatte (4) oder Gipsfaserplatte ist und dass die Halterung
(1) mit ihrem Außengewinde (12) direkt in die Gipskartonplatte (4) oder Gipsfaserplatte
eingeschraubt ist, wobei eine das Loch (27) begrenzende innere Oberfläche (29) zumindest
abschnittsweise durch das Außengewinde (12) eingeschnitten ist.
12. Decke (3) oder Wand nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (1) mittels einer mit dem Außengewinde (12) in Eingriff stehenden Mutter
(24) im Loch (27) gehalten ist, wobei vorzugsweise die Mutter (24) einen größeren
Durchmesser als das Loch (27) aufweist und die Platte (4) zwischen der Mutter (24)
und dem mindestens einen Ankerelement (13) angeordnet ist.
13. Decke (3) oder Wand nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (1) in einer Ausnehmung (47) eines Füllkörpers (42) angeordnet und
mittels einer Schraubverbindung oder Klebeverbindung und in der Ausnehmung (47) gehalten
ist, dass sich der Füllkörper (42) zumindest mit einem Halteabschnitt (43) in einer
Richtung mit einer Breite (46) erstreckt, die größer ist als eine Breite (45) des
Lochs (27), wobei sich der Halteabschnitt (43) normal auf diese Richtung mit einer
Länge erstreckt, die höchstens einer Länge des Lochs (27) entspricht, und dass in
einer normal auf die Längsachse (8) stehenden und von dieser weg weisenden Richtung
gesehen die Platte (4) zwischen dem Halteabschnitt (43) und dem mindestens einen Ankerelement
(13) angeordnet ist.
14. Decke (3) oder Wand, umfassend eine Halterung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9
sowie einen in eine Vergussmasseschicht, vorzugsweise Betonschicht (6), eingegossenen
Hohlkörper (30), wobei die Halterung (1) in eine Aufnahmeöffnung (34) des Hohlkörpers
(30) eingeschraubt ist und wobei vorzugsweise das mindestens eine Ankerelement (13)
in einer auf der Betonschicht (6) aufgetragenen Spachtelschicht (21) oder Putzschicht
(5) angeordnet ist.
15. Decke (3) oder Wand nach Anspruch 14 mit einer Halterung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Dicke (40, 41) der Spachtelschicht (21) oder Putzschicht (5) im Wesentlichen
einem entlang der Längsachse (8) gemessenen Abstand zwischen der Vergussmasseschicht
(6) und der Putz- oder Spachtelkante (14) entspricht.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Halterung (1) zur Befestigung einer Beleuchtungseinrichtung oder eines Beleuchtungseinrichtungsaufhängeteils
(2) an einer Decke (3) oder einer Wand, die Halterung (1) umfassend einen im Wesentlichen
zylinderförmigen Basiskörper (7), der sich entlang einer Längsachse (8) von einem
Basiskörperanfang (9) bis zu einem Basiskörperende (10) erstreckt und eine äußere
Mantelfläche (11) aufweist, wobei an der äußeren Mantelfläche (11) ein Außengewinde
(12) angeordnet ist, welches sich zumindest abschnittsweise entlang der Längsachse
(8) erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des Basiskörperendes (10) mindestens ein Ankerelement (13) zur Verdrehsicherung
der Halterung (1) in einem Putz oder einer Spachtelmasse angeordnet ist, wobei das
mindestens eine Ankerelement (13) in einer ersten Richtung (15) vom Basiskörper (7)
absteht, wobei die erste Richtung (15) zumindest eine Richtungskomponente aufweist,
welche Richtungskomponente in einer normal auf die Längsachse (8) stehenden Normalebene
(48) liegt, und dass eine Putz- oder Spachtelkante (14) vorgesehen ist, die im Bereich
des Basiskörperendes (10) in einer zweiten Richtung (16) vom Basiskörper (7) absteht,
wobei die zweite Richtung (16) zumindest eine Richtungskomponente in einer Längsrichtung
(52) aufweist, welche Längsrichtung (52) zur Längsachse (8) parallel ist und vom Basiskörperanfang
(9) zum Basiskörperende (10) weist, und dass die Putz- oder Spachtelkante (14) das
mindestens eine Ankerelement (13) und den Basiskörper (7) in der Längsrichtung (52)
überragt.
2. Halterung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Ankerelemente (13) vorgesehen sind, die im Bereich des Basiskörperendes (10)
umfänglich, vorzugsweise mit gleichen oder periodisch gleichen Abständen zueinander,
über den Basiskörper (7) verteilt sind.
3. Halterung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Ankerelement (13) in einer umfänglichen Richtung (20) gesehen
mindestens eine Seitenfläche (53) aufweist,
dass im Bereich des Basiskörperendes (10) mindestens ein Schalungselement (18) angeordnet
ist, welches, vorzugsweise mittels mindestens einer Sollbruchstelle, lösbar mit dem
Basiskörper (7) verbunden ist und in einer dritten Richtung (49) vom Basiskörper (7)
absteht, wobei die dritte Richtung (49) zumindest eine in der Normalebene (48) liegende
Richtungskomponente aufweist,
und dass das mindestens eine Schalungselement (18) so angeordnet und dimensioniert
ist, dass mindestens ein in der umfänglichen Richtung (20) an die mindestens eine
Seitenfläche (53) anschließender Freihaltebereich (19) von Vergussmasse freigehalten
wird, wenn die Halterung (1) mit dem Basiskörperende (10) zu einer Schalung (38) weisend
auf dieser Schalung (38) angeordnet ist und mit der Vergussmasse übergossen wird.
4. Halterung (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Ankerelemente (13) vorgesehen sind und dass das mindestens eine Schalungselement
(18) die in umfänglicher Richtung (20) zwischen den Ankerelementen (13) angeordneten
Freihaltebereiche (19) zumindest abschnittsweise ausfüllt.
5. Halterung (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Schalungselement (18) das mindestens eine Ankerelement (13) in
der ersten Richtung (15) überragt und dass das mindestens eine Schalungselement (18)
in einer Längsrichtung (52), die zur Längsachse (8) parallel ist und vom Basiskörperanfang
(9) zum Basiskörperende (10) weist, die Halterung (1) abschließt.
6. Halterung (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Schalungselement (18) den Basiskörper (7), vorzugsweise ringförmig,
umfänglich umgibt.
7. Halterung (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Schalungselement (18), vorzugsweise mittels mindestens einer
Sollbruchstelle, mit dem mindestens einen Ankerelement (13) lösbar verbunden ist und
vorzugsweise mit diesem eine im Wesentlichen geschlossene Oberfläche ausbildet.
8. Halterung (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Ankerelement (13) in mindestens einer Ausnehmung (54) des mindestens
einen Schalungselements (18) so angeordnet ist, dass das mindestens eine Ankerelement
(13) vom mindestens einen Schalungselement (18) durch jeweils einen Spalt getrennt
ist.
9. Decke (3) oder Wand, umfassend eine Halterung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8
sowie eine Platte, insbesondere Gipskartonplatte (4) oder Gipsfaserplatte, wobei die
Halterung (1) in einem Loch (27) der Platte (4) angeordnet und mittels einer Schraubverbindung
oder Klebeverbindung und im Loch (27) gehalten ist und wobei bevorzugt das mindestens
eine Ankerelement (13) in einer auf der Platte (4) aufgetragenen Spachtelschicht (21)
oder Putzschicht (5) angeordnet ist und wobei besonders bevorzugt eine Dicke (40,
41) der Spachtelschicht (21) oder Putzschicht (5) im Wesentlichen einem entlang der
Längsachse (8) gemessenen Abstand zwischen der Platte (4) und der Putz- oder Spachtelkante
(14) der Halterung (1) entspricht.
10. Decke (3) oder Wand nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte eine Gipskartonplatte (4) oder Gipsfaserplatte ist und dass die Halterung
(1) mit ihrem Außengewinde (12) direkt in die Gipskartonplatte (4) oder Gipsfaserplatte
eingeschraubt ist, wobei eine das Loch (27) begrenzende innere Oberfläche (29) zumindest
abschnittsweise durch das Außengewinde (12) eingeschnitten ist.
11. Decke (3) oder Wand nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (1) mittels einer mit dem Außengewinde (12) in Eingriff stehenden Mutter
(24) im Loch (27) gehalten ist, wobei vorzugsweise die Mutter (24) einen größeren
Durchmesser als das Loch (27) aufweist und die Platte (4) zwischen der Mutter (24)
und dem mindestens einen Ankerelement (13) angeordnet ist.
12. Decke (3) oder Wand nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (1) in einer Ausnehmung (47) eines Füllkörpers (42) angeordnet und
mittels einer Schraubverbindung oder Klebeverbindung und in der Ausnehmung (47) gehalten
ist, dass sich der Füllkörper (42) zumindest mit einem Halteabschnitt (43) in einer
Richtung mit einer Breite (46) erstreckt, die größer ist als eine Breite (45) des
Lochs (27), wobei sich der Halteabschnitt (43) normal auf diese Richtung mit einer
Länge erstreckt, die höchstens einer Länge des Lochs (27) entspricht, und dass in
einer normal auf die Längsachse (8) stehenden und von dieser weg weisenden Richtung
gesehen die Platte (4) zwischen dem Halteabschnitt (43) und dem mindestens einen Ankerelement
(13) angeordnet ist.
13. Decke (3) oder Wand, umfassend eine Halterung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8
sowie einen in eine Vergussmasseschicht, vorzugsweise Betonschicht (6), eingegossenen
Hohlkörper (30), wobei die Halterung (1) in eine Aufnahmeöffnung (34) des Hohlkörpers
(30) eingeschraubt ist und wobei vorzugsweise das mindestens eine Ankerelement (13)
in einer auf der Betonschicht (6) aufgetragenen Spachtelschicht (21) oder Putzschicht
(5) angeordnet ist.
14. Decke (3) oder Wand nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine Dicke (40, 41) der Spachtelschicht (21) oder Putzschicht (5) im Wesentlichen
einem entlang der Längsachse (8) gemessenen Abstand zwischen der Vergussmasseschicht
(6) und der Putz- oder Spachtelkante (14) entspricht.