[0001] Die Erfindung betrifft eine Lüftungsvorrichtung nach Anspruch 1, eine Lüftungseinrichtung
mit solchen Lüftungsvorrichtungen nach Anspruch 23, sowie eine Verfahren zum Betreiben
einer solchen Lüftungsvorrichtung gemäss Anspruch 24.
Definitionen
[0002] Unter Induktion wird der Anteil der Raumluft verstanden, der durch die mittels der
Lüftungsvorrichtung zugeführten Primärluftströmung mitbewegt bzw. mitgerissen wird.
Dabei bedeutet eine Induktionszahl von 10, dass z.B. 1 m
3 Primarluftströmung um den Faktor 10 mehr, also 10 m
3 Raumluft bewegt. Eine bessere Durchmischung der Raumluft wird erzielt, wenn die Induktionszahl
der Lüftungsvorrichtung möglichst gross ist. Auf der anderen Seite sollten Normen
(z.B. die Schweizer SIA-Norm 382/1, entspricht EN 13779) eingehalten werden, um z.B.
die Zugfreiheit einer solchen Lüftungsvorrichtung zu gewährleisten.
[0003] Die zulässige Raumluftgeschwindigkeit nach SIA-Norm 382/1 beträgt bei 50% Luftfeuchte
je nach Raumtemperatur zwischen ca. 120 m/s bei 20 °C und ca. 170 m/s bei 26 °C.
[0004] Unter Flächenbelastung wird der Volumenstrom der Zuluft pro Zeit und durchströmter
aktiver Fläche in m
3/(h.m
2) verstanden.
[0005] Unter einer aktiven Fläche wird eine durchgängig mit einem wie unten näher beschriebenen
Schlitzmuster, insbesondere Schlitzraster versehene und dadurch luftdurchlässige Fläche
eines Lüftungselements verstanden.
[0006] Inaktive Flächen sind luftundurchlässige Flächenbereiche eines Lüftungselements in
denen das Schlitzmuster entweder abgedeckt, verschlossen oder nicht vorhanden ist.
[0007] Unter Wurfweite wird hier der übliche Begriff in der Klimatechnik verstanden, nämlich
der Abstand von der Austrittsöffnung, bei dem die Zuluft- bzw. dort meist bereits
Mischluftströmung auf eine Geschwindigkeit von 0.25 m/s abgebremst ist.
Hintergrund der Erfindung, Stand der Technik
[0008] Bei physikalischen Zusammenhänge, die bei der Auslegung einer Lüftungslösung mit
Ventilationslöchern eine Rolle spielen, bestehen komplexe Wirkzusammenhänge. Deshalb
stellt sich die Aufgabe, entsprechende Lösungen anzubieten, die effizient und trotzdem
kostengünstig sind. Ausserdem geht es darum eine möglichst grosse Kühlleistung pro
Raumvolumen bereitzustellen ohne gleichzeitig störende Zugserscheinungen zu verursachen.
[0009] Die Erfindung baut auf den Erkenntnissen der
CH 702 748 auf, deren Beschreibung und Zeichnungen daher zu einem integralen Bestandteil der
vorliegenden Erfindung erklärt und deren wichtigsten Erkenntnisse im Folgenden nochmals
dargelegt werden. So wurde bereits in erwähntem schweizer Patent folgendes erkannt:
- Die Stärke und Richtung des Luftstroms, der in einen rückwärtigen Abströmkasten geführt
wird, hat einen Einfluss auf die Stärke der einzelnen feinen Primärluftströmungen,
die durch Luftdurchtrittsöffnungen eines Lüftungselements austreten.
- Es scheint besser zu sein, wenn dieser Luftstrom nach dem Eintritt in den Abströmkasten
erst eine Umlenkung oder Ablenkung erfährt, um möglichst entlang der Rückseite des
Lüftungselements zu "fliessen", bevor der Durchtritt durch die Luftdurchtrittsöffnungen
in Richtung des Raumes erfolgt.
- Beim Durchtritt durch die Luftdurchtrittsöffnungen in Richtung des Raumes wird durch
Induktion von dem Primärluftstrom an jedem der Luftdurchtrittsöffnungen ein Sekundärluftstrom
induziert. Hier hat sich gezeigt, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen der gesamten
Kantenlänge (Umfang) einer Luftdurchtrittsöffnung, der Fläche dieser Luftdurchtrittsöffnung
und der Induktionswirkung. Es wurde ermittelt, dass eine kreisförmige Luftdurchtrittsöffnung
ein ungünstigeres Verhältniss von Umfang zur Fläche aufweist als ein Schlitz.
- Ausserdem wurde festgestellt, dass es eine Rolle spielt, wie gross der sogenannte
freie Querschnitt pro Flächeneinheit des Lüftungselements ist. Wenn der freie Querschnitt
pro Flächeneinheit zu gross ist, dann tritt der Luftstrom aus dem Abströmkasten nahezu
ungehindert und mit niedriger Strömungsgeschwindigkeit durch die Luftdurchtrittsöffnungen
hindurch. Bei einem zu kleinen freien Querschnitt pro Flächeneinheit tritt eine unerwünschte
Stauwirkung im Abströmkasten ein. Optimal ist ein freier Querschnitt, der im Bereich
zwischen 3 und 20% liegt.
- Eine bessere Durchmischung der Raumluft wird erzielt, wenn die Induktionszahl der
Lüftungsvorrichtung möglichst gross ist. Auf der anderen Seite sollten Normen (z.B.
die Schweizer SIA Norm 382/1) eingehalten werden, was z.B. die Zugfreiheit einer solchen
Lüftungsvorrichtung anbelangt.
- Weiterhin spielt die Leistung der Lüftungsvorrichtung eine grosse Rolle, da die Leistung
im Prinzip einen direkten Zusammenhang zur Wirtschaftlichkeit und zu den Kosten einer
Lüftungsvorrichtung hat.
[0010] Zunächst werden Einzelheiten und Vorteile dieses Standes der Technik anhand von Ausführungsbeispielen
und teilweise mit Bezug auf die Zeichnung beschrieben. Alle Figuren sind schematisiert
und nicht maßstäblich, und entsprechende konstruktive Elemente sind in den verschiedenen
Figuren mit gleichen Bezugszeichen versehen, auch wenn sie im Einzelnen unterschiedlich
gestaltet sind. Es zeigen:
Fig. 1A eine schematische Schnittansicht einer ersten Ausführungsform des Standes der Technik,
die einen Abströmkasten und ein flächiges Lüftungselement umfasst;
Fig. 1B eine schematische Ausschnittsvergrösserung des Lüftungselements nach Fig. 1A mit
einem Stanzschlitz;
Fig. 2 eine schematische Schnittansicht einer zweiten Ausführungsform, die einen Abströmkasten
und ein wannen- oder trogförmiges Lüftungselement umfasst;
Fig. 3 eine schematische Schnittansicht einer dritten Ausführungsform der Erfindung, die
einen Anströmkasten und einen Abströmkasten sowie ein flächiges Lüftungselement umfasst;
Fig. 4 eine schematische Schnittansicht einer vierten Ausführungsform der Erfindung, die
einen Anströmkasten und einen Abströmkasten sowie ein wannen- oder trogförmiges Lüftungselement
umfasst;
Fig. 5A eine schematische Unteransicht eines Abschnitts eines Lüftungselements;
Fig. 5B eine schematische Ausschnittsvergrösserung des Lüftungselements nach Fig. 5A;
Fig. 6A eine schematische Schnittansicht eines Lüftungselements des Standes der Technik;
Fig. 6B eine schematische Unteransicht des Lüftungselements nach Fig. 6A;
Fig. 7A eine schematische Unteransicht eines weiteren Lüftungselements mit auf "Lücke" sitzenden
Stanzschlitzen;
Fig. 7B eine schematische Unteransicht eines weiteren Lüftungselements mit auf "Lücke" sitzenden
Stanzschlitzen;
Fig. 8 eine schematische Unteransicht eines weiteren Lüftungselements mit partiell überlappenden
Stanzschlitzen.
[0011] Im Folgenden wird das dort gezeigte Prinzip anhand einer ersten Ausführungsform beschrieben,
die in Fig. 1A und Fig. 1B gezeigt ist.
[0012] Dabei geht es um Lüftungsvorrichtungen 10, die zur Montage in einem Raum 1 ausgelegt
sind. Diese Lüftungsvorrichtungen 10 können zum Belüften, Klimatisieren und/oder Beheizen
ausgelegt sein. Vorzugsweise handelt es sich um Lüftungsvorrichtungen 10 zum Klimatisieren,
die eine Kühlwirkung im Raum 1 verursachen, indem ein Luftstrom L1 zugeführt wird,
dessen Temperatur unterhalb der Temperatur der Raumluft im Raum 1 liegt.
[0013] Die Lüftungsvorrichtung 10 umfasst im montierten Zustand ein in Raumrichtung gewandtes
flächiges Lüftungselement 100 mit Luftdurchtrittsöffnungen. Das flächige Lüftungselement
100 kann sich parallel zu einer Raumdecke erstrecken. Ein Abströmkasten 20 ist bei
dieser Ausführungsform auf einer der Raumrichtung entgegengesetzten Rückseite 101
des Lüftungselements 100 angeordnet. Im Inneren des Abströmkastens 20 ist eine Luftzufuhr
21, 22 zum Zuführen eines Luftstroms L1 vorgesehen. Das Lüftungselement 100 umfasst
eine Mehrzahl von Stanzschlitzen 102, die als Luftdurchtrittsöffnungen dienen. Jeder
der Stanzschlitze 102 hat eine Schlitzlänge L zwischen 2 und 10 mm und eine Schlitzweite
W zwischen 0,1 und 0,8 mm, wie z.B. in Fig. 5B gezeigt. Das Verhältnis zwischen Schlitzlänge
L und Schlitzweite W beträgt somit bei allen Ausführungsformen zwischen 2,5 und 100.
Ausserdem weist die Rückseite 101 des Lüftungselements 100 eine regelmässige Anordnung
von Vertiefungen 106 auf (siehe z.B. Fig. 6B), die gegenüber einer rückwärtigen (Haupt-)Ebene
E des Lüftungselements 100 in Raumrichtung ausgebildet sind. Das heisst, diese Vertiefungen
liegen auf der Rückseite 101 tiefer als das Niveau der rückwärtigen (Haupt-)Ebene
E.
[0014] Die Rückseite 101 kann bei allen Ausführungsformen gleichmässig strukturiert sein.
Zwei entsprechende Beispiele sind in den Figuren 7A und 7B gezeigt. Diese Beispiele
lassen sich auf alle Ausführungsformen anwenden. Bei diesen Beispielen lässt sich
die Rückseite 101 im Prinzip einteilen in
- Bereiche in denen sich Stanzschlitze 102, 102' befinden (in den Figuren 7A und 7B
als schwarze Flächen gezeigt),
- Vertiefung 106 (in den Figuren 7A und 7B als weisse Flächen gezeigt), die vorzugsweise
die Stanzschlitze 102, 102' umgeben,
- Übergangsbereiche 105 (in den Figuren 7A und 7B durch gestrichelte Umrandungslinien
angedeutet), die jeweils den Übergang zwischen einer Vertiefung 106 und einem in der
(Haupt-)Ebene E liegenden Flächenabschnitt 107 kennzeichnen, und
- Stege 104 (auch Flächenabschnitte 107 genannt), die in der (Haupt-)Ebene E liegen.
Die Flächenabschnitte 107, die quasi auf dem Normalniveau der (Haupt-)Ebene E liegen,
sind in den Figuren 7A und 7B als schraffierte Fläche gezeigt.
[0015] Das Beispiel in Fig. 7A entspricht im Wesentlichen dem Beispiel, das bereits in den
Figuren 6A und 6B angedeutet ist. Die Vertiefungen 106, welche die Stanzschlitze 102
umgeben, haben hier eine nahezu rechteckige Form. Die Gesamtfläche GFV aller Vertiefungen
106 (ohne die Gesamtfläche der Stanzschlitze 102, 102') ist hier kleiner als die Gesamtfläche
GFN, die auf dem Normalniveau der (Haupt-) Ebene E liegt. Es gilt hier somit: GFV
< GFN.
[0016] Das Beispiel in Fig. 7B unterscheidet sich von dem Beispiel in Fig. 7A dadurch, dass
einerseits die Vertiefungen 106, welche die Stanzschlitze 102 umgeben, eine leicht
ovale Form haben. Ausserdem ist die Fläche dieser Vertiefungen 106 grösser als in
Fig. 7A. Zusätzlich oder alternativ können weitere Vertiefungen auf der Rückseite
101 vorgesehen sein. In Fig. 7B ist angedeutet, dass sich z.B. eine Senke 108 mittig
zwischen jeweils vier Stanzschlitzen 102, 102' befinden kann. Diese Senke 108 kann
jede beliebige Form aufweisen, die mittels Stanzen, Tiefziehen, Prägen, Pressen, Hämmern
oder einem ähnlichen umformenden Verfahren erzeugt werden kann. Durch das Vergrössern
der Fläche der Vertiefungen 106 und durch das Hinzufügen weiterer Vertiefungen in
Form von Senken 108, wird das Verhältnis zwischen Gesamtfläche GFV aller Vertiefungen
106, 108 und der Gesamtfläche GFN, die auf dem Normalniveau der (Haupt5)Ebene E liegt,
verändert. Hier kann somit gelten: GFV = GFN.
[0017] Um die Verzögerung der Luftströmung L1 auf der Rückseite 101 weiter zu verbessern,
d.h. um die Verweildauer der Luftströmung L1 zu vergrössern, kann zusätzlich zu den
Vertiefungen 106 und/oder Senken 108 eine Matte (z.B. ein Vlies) auf dieser Rückseite
101 positioniert werden. Diese Matte kann lose in den Abströmkasten 20 gelegt oder
auf der Rückseite 101 fixiert werden. Eine solche Matte kann in allen beschriebenen
Ausführungsformen eingesetzt werden. Diese Massnahmen führen alleine oder zusammen
zu einer Vergrösserung der
"Oberflächenreibung" der Rückseite 101. Dadurch kann der Wärmeübergang, sprich der
Wärmeaustausch, zwischen dem Lüftungslement 100 und der Luftströmung L1 verbessert
werden. Einerseits wird die Luftströmung L1 etwas vorgewärmt, bevor sie in den Raum
1 eintritt, und andererseits wird dem Lüftungslement 100 Wärme entzogen.
[0018] Unter anderem hat die Stärke und die Richtung (hier beispielsweise senkrecht auf
die Rückseite 101 gerichtet) des Luftstroms L1, der durch eine Luftzufuhr 21 in den
rückwärtigen Abströmkasten 20 geführt wird, einen Einfluss auf die Stärke der einzelnen
feinen Primärluftströmungen L2 (hier auch Einzelluftstöme genannt), die durch Luftdurchtrittsöffnungen
102 eines Lüftungselements 100 austreten. Eine Prinzipskizze ist in Fig. 1B gezeigt.
In Fig. 1B ist eine einzelne Luftdurchtrittsöffnung 102 zu erkennen, die sich von
der Rückseite 101 durch das Lüftungselement 100 zur Vorderseite 103 erstreckt. Ein
Anteil des Luftstroms L1, der entlang der Rückseite 101 strömt, tritt durch die Luftdurchtrittsöffnung
102 hindurch und gelangt so als Primärluftströmung L2 in den Raum R. Die unterschiedlich
langen Pfeile der Primärluftströmung L2 geben die Geschwindigkeitsvektoren dieser
Primärluftströmung L2 an. Im Kern ist die Geschwindigkeit grösser als am Rand des
Stanzschlitzes 102. Im Randbereich verursacht jede der feinen Primärluftströmungen
L2 durch Induktion weitere Luftströmungen (hier als Sekundärluftströmungen bezeichnet),
die in Fig. 1B mit L3 gekennzeichnet sind. D.h. jede der feinen Primärluftströmungen
L2 reisst Luft aus dem Raum R mit, was zu einer schnellen Vermengung der frischen
Luft L1 mit der Raumluft führt. Die gesamte von den feinen Primärluftströmungen L2
in Bewegung gesetzte Luftmenge wird durch die induzierte Sekundärluft L3 immer grösser,
während die Geschwindigkeit mit zunehmendem Abstand von dem Lüftungselement 100 in
Raumrichtung immer geringer wird.
[0019] Beim Durchtritt durch die Luftdurchtrittsöffnungen 102 in Richtung des Raumes R wird
durch Induktion von dem Primärluftstrom L2 an jedem der Luftdurchtrittsöffnungen 102
ein Sekundärluftstrom L3 induziert, wie erwähnt. Hier hat sich gezeigt, dass es einen
Zusammenhang gibt zwischen der gesamten Kantenlänge (Stanzschlitzumfang: U) einer
Luftdurchtrittsöffnung 102, der Stanzschlitzfläche F dieser Luftdurchtrittsöffnung
102 und der Induktionswirkung. Es zeigt sich, dass eine kreisförmige Luftdurchtrittsöffnung
ein ungünstiges Verhältniss von Umfang zur Fläche aufweist.
[0020] Es wurde bereits erwähnt, dass die Stanzschlitze 102, 102' eine Schlitzlänge L zwischen
2 und 10 mm und eine Schlitzweite W zwischen 0,1 und 0,8 mm aufweisen. Anhand der
folgenden Tabelle 1 werden die Extremwerte, die sich aus diesen Bereichsangaben ergeben,
einer kreisförmige Luftdurchtrittsöffnung mit gleicher Fläche gegenübergestellt.
[0021] Die beiden Extremfälle, die in der Tabelle gezeigt sind, lassen erkennen, dass bei
der kleinstmöglichen Schlitzfläche F = 0,1 mm
2 das Verhältnis R ca. doppelt so gross ist wie bei einer Kreisfläche mit demselben
Flächeninhalt F = 0,1 mm
2. Um genau zu sein entspricht das R des Stanzschlitzes 102 hier 1,96 mal dem R des
Kreises. Bei der grösstmöglichen Schlitzfläche F = 8 mm
2 ist das Verhältnis R ca. 2,15 mal so gross wie bei einer Kreisfläche mit demselben
Flächeninhalt F = 8 mm
2.
Tabelle 1
| |
Stanzschlitz mit L = 1 mm und W = 0,1 mm |
Kreis |
Stanzschlitz mit L = 10 mm und W = 0,8 mm |
Kreis |
| Fläche (F) [mm2] |
0,1 |
0,1 |
8 |
8 |
| Umfang(U) [mm] |
2,2 |
1,121 |
21,6 |
10,027 |
| R = U/F [1/mm] |
22 |
11,21 |
2,7 |
1,2533 |
[0022] Die Vorrichtung 10 liefert bessere Ergebnisse, wenn der Luftstrom L1 nach dem Eintritt
in den Abströmkasten 20 erst eine Umlenkung oder Ablenkung erfährt, um möglichst entlang
der Rückseite 101 des Lüftungselements 100 zu "fliessen" (wie in Fig. 1B durch den
horizontalen Pfeil L1 angedeutet), bevor der Durchtritt durch die Luftdurchtrittsöffnungen
102 in Richtung des Raumes 1 erfolgt. Beim Verteilen der Luftströmung L1 über die
gesamte Rückseite 101 des Lüftungselements 100, spielen die Vertiefungen 106 eine
Rolle. Diese Vertiefungen 106 bewirken unter anderem, dass die Luftströmung L1 nicht
zu schnell über die Rückseite "fliesst". Wenn die Luftströmung L1 nämlich zu schnell
"fliesst", dann kann nur ein geringer Temperaturaustausch zwischen der Luftströmung
L1 und dem Lüftungselement 100 stattfinden, wie bereits weiter oben erwähnt. Dieser
Temperaturaustausch ist aber für die Funktion als Lüftungsvorrichtung 10 essentiell.
Das Lüftungselement 100 nimmt durch Konvektion nahezu die Temperatur des Raumes 1
an. Wenn nun eine um TT kältere Luftströmung L1 mit dem Lüftungselement 100 in Kontakt
tritt, denn geht eine Wärmemenge Q von dem Lüftungselement 100 an die Luftströmung
L1 über. Dabei erwärmt sich die Luftströmung L1 und das Lüftungselement 100 kühlt
sich ab. Hier ist es daher wichtig, dass die Verweildauer der kälteren Luftströmung
L1 auf der Rückseite 101 des Lüftungselements 100 möglichst gross ist. Dies wird gemäss
Erfindung unter anderem durch eine Wechselwirkung der Luftströmung L1 mit den Vertiefungen
106 bewirkt. Diese Vertiefungen 106 rufen eine lokale Verwirbelung oder Bremsung der
Luftströmung L1 hervor. Ausserdem vergrössern sie die wirksame Oberfläche.
[0023] Hierbei ist wichtig, dass die Rückseite 101 nicht zu rau und nicht zu glatt ist.
Vorzugsweise sind, wie in Fig. 6A und 6B angedeutet, die Vertiefungen 106 um einen
Versatz V gegenüber dem Niveau der (Haupt5)Ebene E der Rückseite 101 zurück versetzt.
V beträgt vorzugsweise 0,1 - 2 mm. Ausserdem sind die Vertiefungen 106 vorzugsweise
so ausgeführt, dass sie jeden Stanzschlitz 102 umgeben. Die Vertiefungen 106 haben
vorzugsweise eine Fläche (ohne die eigentliche Stanzschlitzfläche F), die ca. 1 -
5 mal der Stanzschlitzfläche F entspricht. In Fig. 6B ist eine Ausführungsform gezeigt,
bei der die Fläche der Vertiefungen 106 ca. 2 mal der Stanzschlitzfläche F entspricht.
[0024] Ausserdem wurde festgestellt, dass es eine Rolle spielt wie gross der sogenannte
freie Querschnitt FQ pro Flächeneinheit des Lüftungselements 100 ist. Wenn der freie
Querschnitt FQ pro Flächeneinheit zu gross ist, dann tritt der Luftstrom L1 aus dem
Abströmkasten 20 nahezu ungehindert und mit niedriger Strömungsgeschwindigkeit durch
die Luftdurchtrittsöffnungen 102 hindurch. Bei einem zu kleinen freien Querschnitt
FQ pro Flächeneinheit tritt eine unerwünschte Stauwirkung im Abströmkasten 20 ein.
Optimal ist für die vorliegenden Erfindung ein freier Querschnitt FQ, der im Bereich
zwischen 3 und 20% liegt. Bei der Ermittlung des freien Querschnitts pro Flächeneinheit
werden Randflächen und anderen Flächen, die keine Stanzschlitze 102 aufweisen, nicht
berücksichtigt. Bei dem in Fig. 5A gezeigten Beispiel würde sich die Gesamtfläche
GF wie folgt berechnen: GF = T1 x B1. Die Gesamtfläche GF umfasst hier in diesem Beispiel
einhundertzwölf Stanzsschlitze 102. Der freie Querschnitt FQ in Prozent berrechnet
sich somit wie folgt: FQ = 100 x (112 x L x W) / GF.
[0025] Eine bessere Durchmischung der Raumluft wird erzielt, wenn die Induktionszahl der
Lüftungsvorrichtung 10 möglichst gross ist. Auf der anderen Seite sollten Normen (z.B.
die SIA Norm 382/1) eingehalten werden, was z.B. die Zugfreiheit einer solchen Lüftungsvorrichtung
10 anbelangt. Mit der bekannten Lüftungsvorrichtung 10 sind Induktionszahlen von bis
zu 10 erreichbar, was bedeutet, dass z.B. 1 m
3 Primärluftströmung L2 ca. um den Faktor 10 mehr Raumluft bewegt.
[0026] Weiterhin spielt die Leistung der Lüftungsvorrichtung 10 eine grosse Rolle, da die
Leistung im Prinzip einen direkten Zusammenhang zur Wirtschaftlichkeit und zu den
Kosten einer Lüftungsvorrichtung 10 samt aller Nebenaggregate hat.
[0027] Besonders bewährt haben sich Lüftungsvorrichtungen 10, die mit einem Luftstrom L1
gespeist werden, der ein ΔT zwischen 2 und 10 Grad Celsius aufweist. Im vorliegenden
Fall kann aber ΔT aber zwischen 4 und 12 Grad Celsius. Grössere ΔT-Werte können jedoch
zu ungünstigen und unangenehmen Zugerscheinungen im Raum 1 führen.
[0028] Die Lüftungsvorrichtungen 10 sind vorzugsweise so dimensioniert und die Nebenaggregate
so ausgelegt sind, dass eine Leistung von über 50 m
3 /h pro m
2 Fläche des Lüftungselements 100 erreicht wird, ohne dass ein ΔT vorgegeben werden
muss, das grösser ist als 18 Grad Celsius.
[0029] Vorzugsweise kommt dabei eine Metallplatte (z.B. Chromstahl) mit einer Dicke D zwischen
0,5 und 2 mm als Lüftungselement 100 zum Einsatz. Eine solche Metallplatte lässt sich
in der erforderlichen Art und Weise durch Stanzen oder Schlitzen so bearbeiten, dass
einerseits die Stanzschlitze 102 und andererseits die Vertiefungen 106 mit den bereits
zuvor angegebenen Dimensionen ausgebildet werden.
[0030] Vorliegend wird der Begriff "Stanzen" verwendet, um ein Verfahren zu umschreiben,
bei dem ein Stanz-, Schneid- oder Schlitzwerkzeug in das flächige Material eindringt,
um dort die Stanzschlitze 102 zu erzeugen. Beim Stanzen kann der Rand der Stanzschlitze
besäumt werden, um somit die Vertiefungen 106 in einem Arbeitsgang zu erzeugen. Der
Begriff "Stanzschlitz" soll daher nicht auf Schlitze beschränkt sein, die mit dem
klassischen Stanzen hergestellt wurden, sondern er soll auch Schlitze umfassen, die
durch Schneiden oder Schlitzen erzeugt wurden.
[0031] Vorzugsweise kommt bei den verschiedenen Ausführungsformen eine regelmässige Anordnung
der Stanzschlitze 102 mit einem Zeilenraster mit einem Zeilenabstand Z1 von 1 bis
15 mm und mit einem Spaltenabstand von 1 bis 10 mm zum Einsatz. Der Spaltenabstand
entspricht vorzugsweise der Schlitzlänge L, wie in Fig. 5A und 5B zu erkennen ist.
Der Spaltenabstand kann aber auch grösser oder kleiner sein als die Schlitzlänge L.
Vorzugsweise beträgt der Spaltenabstand zwischen 0,5 mal L und 2 mal L.
[0032] Die Stanzschlitze 102 sind vorzugsweise gegeneinander versetzt angeordnet, wie in
den verschiedenen Figuren gezeigt. Sie können auf "Lücke" angeordnet sein, wie in
Fig. 5B zu erkennen, sie können einander aber auch partiell überlappen, wie in Fig.
8 gezeigt.
[0033] Um das Lüftungselement 100 optisch ansprechend gestalten zu können, sollte es farblich
angepasst werden. Konventionelle Lackierverfahren und Anstriche eignen sich nicht,
da die Gefahr besteht, die Stanzschlitze zuzusetzen und damit die Lüftungswirkung
empfindlich zu beeinträchtigen. Vorzugsweise wird das Lüftungselement 100 daher mit
Feinschichtpulver beschichtet, um das Zusetzen zu verhindern.
[0034] Anhand verschiedener Ausführungsformen wird gezeigt, dass das Lüftungselement 100
als ebene Platte oder wannen- bzw. trogförmig ausgebildet sein kann. In den Figuren
1A und 3 kommt eine ebene Platte als Lüftungselement 100 zum Einsatz. In den Figuren
2 und 4 sind wannen- bzw. trogförmige Ausführungsformen gezeigt. Durch ein Hochziehen
oder Biegen der Kanten des Lüftungselements 100 kann der ästhetische Gesamteindruck
verbessert werden.
[0035] Die beiden Ausführungsformen der Figuren 1A und 2 unterscheiden sich im Wesentlichen
nur durch die Form der Lüftungselemente 100 voneinander. Alle anderen Elemente können
identisch oder ähnlich ausgeführt sein. Die Luftzufuhr erfolgt hier durch einen Luftzufuhrkanal
21 mit mindestens einer in Richtung der Rückseite 101 des Lüftungselements 100 weisenden
Luftdüse 22. Diese Elemente der Luftzufuhr sind so angeordnet, dass ein Luftstrom
durch den Luftzufuhrkanal 21 und von dort durch die Luftdüse(n) 22 in den Abströmkasten
20 strömen kann.
[0036] Die beiden Ausführungsformen der Figuren 3 und 4 unterscheiden sich im Wesentlichen
wiederum nur durch die Form der Lüftungselemente 100 voneinander. In den Figuren 3
und 4 sind Ausführungsformen gezeigt, bei denen die Luftzufuhr etwas anders aufgebaut
ist. Die Luftzufuhr umfasst hier einen Anströmkasten 23 mit einem Luftkanal 25 und
mit mindestens einer Luftdüse 24. Diese Elemente der Luftzufuhr sind so angeordnet,
dass ein Luftstrom durch den Luftkanal 25 z.B. seitlich in den Anströmkasten 23 und
von dort durch die Luftdüse/n 24 in den Abströmkasten 20 strömen kann. Im Abströmkasten
20 verhalten sich diese beiden Ausführungsformen ähnlich wie die Ausführungsformen
der Figuren 1A und 2.
[0037] Die gezeigten Ausführungsformen haben neben den bereits genannten Vorteilen auch
den Vorteil, dass sie eine sehr gute akustische Dämpfung bieten. Die gute akustische
Dämpfung ergibt sich aus der selbstabsorbierenden Wirkung des flächigen Lüftungselements
100 mit Stanzschlitzen 102.
[0038] Dadurch, dass die Lüftungsvorrichtungen 10 gemäss Erfindung durch den Einsatz der
flächigen Lüftungselemente 100 eine bessere Leistung (Lufteinführung mit grösseren
Untertemperaturen) erbringen (bezogen auf den Quadratmeter der flächigen Lüftungselemente
100), können deutlich kleinflächigere Lüftungsabströmflächen gebaut werden, die in
einem Raum 1 aber trotzdem dieselbe Kühlwirkung erzeugen wie Lüftungsanlagen mit grossflächigeren
Lüftungsabströmfläche oder konventionelle Lufteinführungen mit Luftdurchlässen. Wenn
eine konventionelle Lüftungsanlage z.B. mit einer maximalen Untertemperatur von 8K
zugfrei (nach SIA 382/1) einführen kann, so kann eine Lüftungsvorrichtung mit entsprechender
Schlitzung des Lüftungselements, bereits ca. die doppelte Leistung (Untertemperatur
16 K) zugfrei in den Raum einführen.
[0039] Solche Lüftungsvorrichtungen 10 lassen sich im Decken-, Wand- und Bodenbereich eines
Raumes 1 einsetzen.
[0040] Die flächigen Lüftungselemente 100 lassen sich als Element einer Kühldecke mit Aktivierung,
d.h. mit Wasserkühlung, oder als Element einer Lüftungsvorrichtung 10, wie beschrieben,
einsetzen.
[0041] Obwohl derartige Lüftungsvorrichtungen bereits eine deutliche Verbesserung gebracht
haben, besteht weiterhin ein Bedarf mit möglichst kleinflächigen Kühlvorrichtungen
auch grosse Räume wirksam zu klimatisieren ohne dabei störende Zugluft hervorzurufen.
Solche Lüftungsvorrichtungen sollen sich nicht nur im Decken-, Wand- und Bodenbereich
sondern auch in Eckbereichen einsetzen lassen.
[0042] In breit angelegten Untersuchungen hat sich dabei völlig überraschend herausgestellt,
dass, bei Verwendung entsprechend fein geschlitzter Lüftungselemente, eine grössere
Leistung nicht zwingend mit einer grösseren aktiven Oberfläche zusammenhängt, sondern
bei Einhaltung bestimmter Randbedingungen bei einer Verkleinerung der aktiven Oberfläche
eine höhere und trotzdem zugfreie Luftzufuhr erfolgen kann. Dies gelingt durch eine
Anordnung von zumindest einer aktiven und zumindest einer inaktiven Oberfläche auf
dem Lüftungselement in definiertem geometrischen Verhältnis wodurch mit deutlich höherer
Flächenbelastung und Temperaturdifferenz (ΔT) gefahren werden kann ohne dabei störende
Zugluft zu erzeugen. Wichtig scheint dabei zu sein, dass die aktiven Flächen (O
A) bezüglich zumindest einer kennzeichnenden Abmessung, bspw. bezüglich der Breite
eines sich über die Länge des Lüftungselements erstreckenden aktiven Oberflächenbereichs,
nicht zu gross sind, so dass von den Seiten genügend Raumluft zur aktiven Oberfläche
strömen kann. Erst durch einen solche Anordnung, dabei insbesondere bei grösseren
Flächen durch einen Wechsel von aktiven und inaktiven Oberflächenbereichen, kann ein
im Folgenden «Sprühen» genannter Effekt erreicht werden, der sich Einstellt, wenn
die Druckdifferenz zwischen Abströmkasten und zu belüftenden Raum zumindest 17 bis
20 Pa beträgt. Dabei wurde festgestellt, dass es erst bei einem solchen Abströmkasten
auf Grund der schmalen Schlitze und der durch zusätzliche inaktive Flächen begrenzten
Austrittsfläche(n) bzw. inaktiven Flächen des Lüftungselements einerseits ein notwendiger
Überdruck einfach einstellbar ist, und es durch das Zusammenspiel des Überdrucks,
der Anordnung der aktiven und inaktiven Flächen sowie des Schlitzrasters auf den aktiven
Flächen, auf der dem Raum zugewandten Seite des Lüftungselements zu einem sofortigen
und vollständigen Ablösen der Strömung gerade in den Raum hinaus kommt, was hier bildlich
als Sprühen bezeichnet wird. Auf Grund der Geometrie löst sich die Zuluftströmung
dabei im Wesentlichen senkrecht zur Oberfläche des Lüftungselements und erzeugt einen
hohen Induktionseffekt durch Mitreissen der seitlich nachströmenden Raumluft. Dabei
können hohe Wurfweiten erzielt und gleichzeitig, vermutlich durch den kleinräumigen
Wechsel von düsenartig mit hoher Geschwindigkeit aus den Schlitzen ausströmender Zuluft
und dazwischen nachfliessender, verwirbelter Raumluft, Zugerscheinungen vermieden
werden. Aus praktischen Gründen und um die bei allzu hoher Druckdifferenz dennoch
auftretende Zugluft zu vermeiden sollten die weiter unten genannten Grenzen zwischen
100 bis 150 Pa Druckdifferenz aber nicht überschritten werden.
[0043] Um dies zu verwirklichen wird eine Lüftungsvorrichtung verwendet, die im montierten
Zustand ein in Raumrichtung gewandtes flächiges Lüftungselement mit Luftdurchtrittsöffnungen
aufweist, wobei ein Abströmkasten auf einer der Raumrichtung entgegengesetzten Rückseite
des Lüftungselements mit einer Luftzufuhr zum Zuführen eines Luftstroms vorgesehen
ist und das Lüftungselement in bekannter Weise eine Mehrzahl von in einem Zeilen und
Spalten umfassenden Raster angebrachten Schlitzen als Luftdurchtrittsöffnungen aufweist.
Die Schlitze habe dabei je eine Schlitzlänge (L) von 2 bis 20 mm und eine Schlitzweite
(W) von 0,1 bis 0,8 mm, dabei bevorzugt von 0,2 bis 0,6 mm; Der Zeilenraster (Z1),
d.h. der Abstand zwischen den nicht versetzten Zeilen, beträgt 1 mm bis 15 mm. Dabei
kann zwischen jeweils zwei bezüglich der x-Richtung nicht versetzten Zeilen ca. im
halben Abstand (Z1/2) eine bezüglich der Schlitzpositionen in Richtung der x-Achse
versetzte Zeile eingefügt werden. Der Versatz kann dabei in der Grössenordnung von
ca. 1 bis 2 Schlitzlängen liegen. Dabei liegen auch die Schlitzlängen und Schlitzweiten
der versetzten Zeilen in dem wie oben angegebenen Bereichen können aber unterschiedlich
oder gleich den Abmessungen der Schlitze in den nicht versetzten Zeilen ausgeführt
sein. Der Spaltenraster (S1), d.h. der Abstand zwischen den Spalten, insbesondere
zwischen den Spalten gleicher Zeilenhöhe beträgt dabei 0.5 x L bis 2 x L, d.h. 1 bis
20 mm. Die Spaltenabstände sind bevorzugt jeweils beidseitig gleich. Benachbarte Spalten
mit versetzten Zeilen können dabei bündig oder überlappend angeordnet sein.
[0044] Das Lüftungselement umfasst erfindungsgemäss zumindest einen aktiven Oberflächenbereich
O
A und zumindest einen inaktive Oberflächenbereich O
I und für zumindest eine kennzeichnende Abmessung x
A, bspw. die Länge, Breite, Höhe, Durchmesser etc., des aktiven Oberflächenbereichs
O
A gilt:

dabei bevorzugt

[0045] Unter aktiven Oberflächenbereich O
A wird hier ein lüftungsaktiver Oberflächenbereich, also eine Oberfläche mit einem
wie oben erwähnten Raster verstanden, in dem Luft durch den Schlitzraster fliessen
kann, während bei inaktiven Oberflächenbereiche O
I der Schlitzraster entweder abgedeckt oder von vorneherein gar nicht vorgesehen ist.
Auch für den inaktiven Oberflächenbereich können dabei ähnliche oder auch dieselben
Abmessungen einer kennzeichnenden Abmessung x
I eingestellt werden:

dabei bevorzugt

[0046] Für die kennzeichnenden Abmessungen des aktiven Oberflächenbereich O
A und des inaktiven Oberflächenbereichs O
I wurden im Rahmen der Beispiele folgenden Abmessungen, d.h. Breite eines Rechtecks,
Seiten eines Quadrats, Durchmesser eines Kreises, Höhe einer Zylinderfläche ermittelt:
6 mm ≤ (O
A bzw. O
I) ≤ 1000 mm, dabei bevorzugt 8 mm ≤ (O
A bzw. O
I) ≤ 350 mm.
[0047] Der Raster sollte dabei zumindest drei Zeilen und drei Spalten, bevorzugt aber zumindest
4 Zeilen und 4 Spalten umfassen. Daher sollte die Mindestbreite jedes aktiven Elements
eine entsprechende Breite aufweisen.
[0048] Die Rückseite des Lüftungselements kann dabei eine wie oben beschriebene regelmässige
Anordnung von Vertiefungen aufweisen, die gegenüber dem Niveau einer rückwärtigen
Ebene (E) des Lüftungselements in Raumrichtung ausgebildet sind.
[0049] Die Oberfläche des Lüftungselements kann eben, zylindrisch oder prismatisch ausgebildet
sein. Unter zylinderisch und prismatisch werden hier auch nur teilzylindrisch bzw.
teilprismatisch ausgebildete Oberflächen verstanden, wie sie bspw. für den Einsatz
von sogenannten Eckquellen, d.h. bspw. viertelzylindrisch Lüftungsvorrichtungen, die
in einer Raumecke eingesetzt werden, Verwendung finden. Bezüglich der prismatischen
Formen sei hier insbesondere auf vorteilhafte Ausführungen mit regelmässigen Sechs-
oder Achtecken bzw. deren halb- oder viertelprismatischen Ausführungsformen verwiesen.
[0050] Die Oberfläche des Lüftungselements kann dabei im Wechsel angeordnete aktive Oberflächenbereiche
(O
A) und inaktive Oberflächenbereich (O
I) umfassen. Beispiele dafür sind streifenförmige, wellenförmige oder schachbrettartige
Anordnungen. Alternativ können mehrere aktive Oberflächenbereiche (O
A) bzw. mehrere inaktive Oberflächenbereich (O
I) in einem inaktiven bzw. aktiven Feld auf der Oberfläche des Lüftungselements verteilte
sein. Bspw. als Kreise, Ellipsen, Drei-, Vier- oder andere Vielecke, bspw. Rechtecke
oder Rhomboeder angeordnete aktive bzw. inaktive Oberflächenbereiche in einem inaktiven
bzw. aktiven Feld.
[0051] Das Verhältnis des aktive Oberflächenbereiche (O
A) zum inaktive Oberflächenbereich (O
I) kann dabei wie folgt sein:

dabei bevorzugt

[0052] Die Vorrichtung kann dabei zumindest teilweise oder als Ganzes zylindrisch oder prismatisch
ausgebildet sein, wobei sich einander in einer Richtung einer Zylinder- oder Prismenachse
zylinder- oder prismenförmige aktive Oberflächenbereiche (O
A) des Lüftungselements (100) mit zylinder- oder prismenförmigen inaktiven Oberflächenbereichen
abwechseln wobei die Höhe h
A die kennzeichnende Grösse des aktiven Oberflächenbereichs und die Höhe h
I die charakteristische Grösse des inaktiven Oberflächenbereichs ist. Diese Ausführung
eignet sich bspw. für säulenförmige, stehende oder bspw. auch für rohrförmige Vorrichtungen,
die parallel zu einer Decke eingebaut werden. Die Höhe des zylinder- oder prismenförmige
aktive Oberflächenbereichs kann dabei 60 bis 180 mm, bevorzugt 100 bis 140 mm betragen.
Bei kleinen Höhen der zylinder- oder prismenförmigen Oberflächenbereiche werden diese
im Folgenden auch ringförmig oder als Ringe bezeichnet.
[0053] Alternativ kann eine wiederum zumindest teilweise oder als Ganzes zylindrisch oder
prismatisch ausgebildete Vorrichtung zumindest ein Zylindersegment oder zumindest
ein Prismensegment der Oberfläche des Lüftungselements einen durchgehenden, oder nur
in grösseren Abständen unterbrochenen aktiven und/oder einen entsprechenden inaktiven
Oberflächenbereich (O
A, O
I) aufweisen. Bei grösseren Durchmessern, können hier vorteilhaft mehrere alternierende
aktive und inaktive Oberflächenbereiche entlang dem Umfang, parallel zur Zylinder-
bzw. Prismenachse angeordnet sein.
[0054] Das Schlitzraster kann dabei im Wesentlichen auf der ganzen Fläche des Lüftungselements
ausgebildet sein, wobei, wie für den Fachmann geläufig, Randbereiche bspw. aus bearbeitungstechnischen
Gründen ausgenommen sein, und die inaktiven Oberflächenbereiche (O
I) des Lüftungselements durch flächige Abdeckungen gebildet sein können.
[0055] Die Abdeckung kann durch ein Blatt eine Folie oder eine die Schlitze abdeckende Lackierung
gebildet werden und grundsätzlich auf der Innenseite oder der dem Raum zugewandten
Raumseite des Lüftungselements angebracht sein. Das Blatt oder die Folie kann dabei
geklebt oder insbesondere bei einer Anbringung auf der Innenseite lediglich geklemmt
sein. So kann die Abdeckung eine elastische ganz- oder teilzylindrische bzw. ganz-
oder teilprismatisch gebogene Folie oder Blatt umfassen, welches in der bspw. zumindest
teilzylindrisch oder teilprismatisch ausgebildeten Vorrichtung an das Lüftungselements
geklemmt oder/und geklebt ist.
[0056] Grundsätzlich kann in allen Ausbildungsformen das Lüftungselement eine Metallplatte
mit einer Dicke (D) zwischen 0,5 und 2 mm umfassen bzw. als Ganzes aus einer solchen
hergestellt sein. Das Material kann bspw. ein Blech, bspw. aus elektrolytisch verzinktem
(EVZ), rostfreien Stahl oder aus Aluminium sein. Die Schlitze können dabei wie oben
erwähnt in das Material eingebracht werden, wobei ein Verhältnis (V) von Stanzschlitzumfang
(U) zu Stanzschlitzfläche (F) bspw. zwischen 2,7 und 22 liegen kann. Der freie Querschnitt
(FQ) pro Flächeneinheit der aktiven Fläche O
A des Lüftungselements kann dabei im Bereich von 1 bis 20%, bevorzugt im Bereich von
2 bis 10% liegen. Des Weiteren kann jeder Stanzschlitz von einer Vertiefung umgeben
und/oder Vertiefungen zwischen den Stanzschlitzen, jeweils auf der dem Abströmkasten
zugewandten Seite des Lüftungselements vorgesehen sein.
[0057] Des Weiteren kann zwischen den Zeilen des Rasters in einem halben Zeilenabstand Z1/2
zumindest eine weitere Zeile von Schlitzen angeordnet sein. Die Schlitze der weiteren
Zeile können bezüglich der x-Achse versetzt, dabei bevorzugt gegenüber den Schlitzen
der beiden unmittelbar benachbarten Zeilen symmetrisch versetzt angeordnet sein. Dabei
können die Schlitze der Zeilen und die Schlitze der weiteren Zeilen eine überlappende,
bündige oder voneinander beabstandete Anordnung von Spalten bildet. Die Schlitze der
weiteren Zeile können dabei je eine Schlitzlänge (L) zwischen 2 und 10 mm und eine
Schlitzweite (W) zwischen 0,1 und 0,8 mm haben und dabei auch dieselbe Geometrie wie
die Schlitze der benachbarten Zeilen aufweisen.
[0058] Die Luftzufuhr der Lüftungsvorrichtung kann dabei einen Luftzufuhrkanal mit mindestens
einer in Richtung der Rückseite des Lüftungselements weisenden Luftdüse umfassen,
wobei diese Elemente der Luftzufuhr so angeordnet sind, dass ein Luftstrom durch den
Luftzufuhrkanal und von dort durch die mindestens eine Luftdüse in den Abströmkasten
strömen kann.
[0059] Alternativ kann die Lüftungsvorrichtung auch einen wie oben ausgeführten Anströmkasten
mit Luftkanal und mindestens einer Luftdüse umfassen, wobei diese Elemente der Luftzufuhr
so angeordnet sind, dass ein Luftstrom durch den Luftkanal in den Anströmkasten und
von dort durch die mindestens eine Luftdüse in den Abströmkasten strömen kann. Anströmkasten
und/oder Abströmkasten können bei zylinder- oder prismenförmigen Lüftungseinrichtungen
gleichfalls zylinder- oder prismenförmige ausgebildet sein. Bspw. kann ein zylinder-
oder prismenförmiger Abströmkasten mit grösserem Durchmesser/Umfang einen zylinder-
oder prismenförmigen Anströmkasten mit kleinerem Durchmesser/Umfang enthalten.
[0060] Die vorliegende Erfindung umfasst auch eine Lüftungseinrichtung mit mehreren wie
oben ausgeführten Lüftungsvorrichtungen.
[0061] Des Weiteren umfasst die vorliegende Erfindung auch ein Verfahren zum Betreiben einer
wie oben erläuterten Lüftungsvorrichtung bzw. einer Lüftungseinrichtung, wobei die
Vorrichtung mit einem Luftdurchsatz von 100 bis 2000 m
3/h, dabei bevorzugt von 500 bis 1400 m
3/h pro Quadratmeter aktiver Fläche betrieben wird.
[0062] Bei einem solchen Verfahren kann die Vorrichtung mit einer Druckdifferenz zwischen
der dem Abströmkasten zugewandten Innenseite und der dem Raum zugewandten Aussenseite
des flächigen Lüftungselements betrieben werden, wobei die Druckdifferenz in einem
Bereich von 17 bis 150 Pa, dabei bevorzugt von 20 bis 100 Pa eingestellt wird.
[0063] Die Induktionszahl, d.h. das Verhältnis der mitgerissenen Sekundärluftmenge zur eingeführten
Primärluftmeng im Nahfeld, bspw. in einem Abstand von 800 mm von der Oberfläche, insbesondere
von einem mittleren Bereich einer aktiven Oberfläche der Lüftungseinheit kann von
5 bis 20, dabei bevorzugt von 10 bis 15, eingestellt werden, was einem sehr hohen
Wert entspricht. Zur Ermittlung der Induktionszahl wurde der Temperaturquotient zwischen
der Temperatur der Zuluft und der Temperatur der Mischluft (aus Raum- und Zuluft)
in einem Abstand von 800 mm ermittelt und mit dem Volumensstrom in Beziehung gesetzt.
[0064] Auf Grund des verhältnismässig hohen notwendigen Mindestdurchsatzes um die entsprechende
Druckdifferenz ein- und damit den gewünschten Sprüheffekt sicherzustellen, sind erfindungsgemässe
Lüftungsvorrichtungen besonders gut für den konstanten Dauerbetrieb geeignet. Eine
gute Regelbarkeit kann dabei erzielt werden wenn bspw. eine mehrere Lüftungsvorrichtungen
umfassende Lüftungseinrichtung so betrieben wird, dass je nach gewünschtem Lüftungsbedarf
einzelne Lüftungsvorrichtungen dazu oder weggeschaltet werden.
[0065] Es sei hier ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Erfindung alle auch hier nicht
ausdrücklich in Beispielen angeführte Kombinationen einzelner Merkmale umfasst die
nur im Zusammenhang mit einem anderen Ausführungsbeispiel offenbart werden, solange
eine solche Kombination für den Fachmann nicht von vorneherein als sinnwidrig erkannt
würde. Desgleichen bezieht sich die Erfindung auch auf entsprechende Kombinationen
eines erfindungsgemässen Merkmals mit einem aus der
CH 702 748 als Stand der Technik übernommenen Merkmal.
[0066] Im Folgenden wird die vorliegende Erfindung anhand verschiedener Ausführungsbeispiele
mit Bezug auf die Figuren 9 bis 12 und Tabelle 2 und 3 beschrieben. Dabei zeigen:
Fig. 9A eine schematische Schnittansicht einer rohrförmigen Lüftungsvorrichtung des Standes
der Technik;
Fig. 9B und 9C jeweils eine schematische Schnittansicht einer rohrförmigen erfindungsgemässen Lüftungsvorrichtung;
Fig. 10A eine schematische Ansicht einer säulenförmigen Lüftungsvorrichtung des Standes der
Technik;
Fig. 10B eine schematische Ansicht einer säulenförmigen erfindungsgemässen Lüftungsvorrichtung;
Fig. 11A bis 11C verschiedene schematische Ausführungsformen eines flächigen Lüftungselements für
eine Lüftungsvorrichtung;
Fig. 12 eine schematische Ausführung einer rohrförmigen Lüftungsvorrichtung mit einer zylindersegmentförmigen
und mehreren ringförmigen inaktiven Oberflächen;
Fig. 13 ein Ausführungsbeispiel einer rohrförmigen Lüftungsvorrichtung mit ringförmigen aktiven
und inaktiven Oberflächen;
Fig. 14 ein Ausführungsbeispiel einer rohrförmigen Lüftungsvorrichtung mit einer zylindersegmentförmigen
und mehreren ringförmigen inaktiven Oberflächen;
Fig. 15-19 verschiedene Ausführung von säulenförmigen Lüftungsvorrichtung mit ring- oder zylinderförmigen
aktiven bzw. inaktiven Oberflächen;
[0067] Fig. 9A zeigt schematisch das in einer Nebelkammer ermittelte Strömungsbild einer
rohrförmigen, unter einer Decke montierten Belüftungsvorrichtung 10 des Standes der
Technik, bei der im Wesentlichen, d.h. von der Abdeckung durch Briden und Stutzen
abgesehen, die ganze zylindrische Oberfläche als aktive Oberfläche O
A mit einem wie oben beschriebenen Schlitzraster mit einem Schlitzabstand (Z1) von
10 mm (Schlitzlänge = 3 mm, Schlitzweite = 0.3 mm) und einem Spaltenabstand (S1) von
3 mm ausgebildet ist.
[0068] Zwischen jeweils zwei in Spalten ausgerichteten Zeilen war dabei, wie bei allen Versuchen,
analog zu Figur 5A,B eine weitere Zeile von Schlitzen gleicher Geometrie um eine Spalte
versetzt bündig angeordnet. Das Schlitzraster war bezüglich der Längsachse (3 mm)
der Schlitze quer zur Strömungsrichtung ausgerichtet. Die Schlitzöffnungen waren dabei,
bezüglich der Oberfläche des Lüftungselements (Tiefenrichtung, bspw. senkrecht zur
Blattebene der Zeichnung 5A, B)) leicht entgegen die axiale Hauptströmungsrichtung
des Rohrs geneigt.
[0069] Die Versuche wurden in einem Grossraumlabor mit 3'350 mm Raumhöhe und einer Grundfläche
von 4'200 x 6'500 mm, vorgenommen und mit einer Videokamera gefilmt. Dazu wurde ein
Lüftungsrohr mit zwei Metern Länge und 200 mm Durchmesser in einer Abhänghöhe H (d.h.
Abstand Rohrmitte zur Decke) waagrecht an der Decke montiert. Die Raumtemperatur wurde
mit ca. 26°C, die Zuluft um ca. 5 K tiefer eingestellt. Mit einer Iris-Blende (Nennweite
125 mm) am Zulufteinlass des Rohrs wurde der Zuluftstrom reguliert. Dabei ist in Position
1 die Irisblende vollständig zu 100 % geöffnet. Der entsprechende Volumenstrom V'
ZUL stellt sich darauf in Abhängigkeit der Temperaturen von Zuluft und Raumluft und dem
Abluftvolumen V'
ABL, auf den hier nicht näher eingegangen wird, ein. Weitere Details zu den durchgeführten
Versuchen mit horizontal unter der Decke aufgehängtem Rohr können der Tabelle 2, sowie
bezüglich der geometrischen Anordnung der freien und verdeckten Flächen den Figuren
9B und 9C, bzw. zu Versuch 20 bzw. 21 den Figuren 13 bzw. 14 entnommen werden. Die
weiteren in der Tabelle angeführten Details betreffen dabei folgende Angaben: Die
Versuchsnummer; die Abhänghöhe; jeweils von der Decke zur Rohrmitte/Achse, in Millimeter
gemessen; die abgedeckte, in diesem Fall abgeklebte Fläche (Flächenangaben in m
2); die zusätzlich durch Briden oder Stutzen verdeckte Fläche; die frei Fläche; die
entsprechende Flächenbelastung in m
3/(h*m
2), die sich aus dem ebenfalls angegebenen Volumenstrom V' (in m
3/h) der Zuluft ergibt; die Einstellung der Irisblende; die Zuluft- T
ZUL und die Raumtemperatur T
Raum in °C; die Differenztemperatur ΔT zwischen Raum und Zuluft in K; die Druckdifferenz
ΔP
ST zwischen dem Überdruck im inneren des Rohrs und im Raum; die Messhöhen zur Messung
der Luftgeschwindigkeit im Raum in cm vom Bodenniveau des Versuchsraums gemessen;
sowie die entsprechenden Luftgeschwindigkeiten v
LUFT in mm/s (Mittelwert über 180 Sekunden).
[0070] Dabei stellten sich heraus, dass es bei einem Rohr 10 mit im Wesentlichen vollständig
aktiver zylindrischer Oberfläche, sich zunächst, wie in Fig. 9A skizziert, eine im
Wesentlichen senkrecht nach unten gerichtete Strömung L6 ausbildet, die sich erst
im Bodenbereich seitlich verteilt, wodurch es sowohl unter der Belüftung als auch
im Bodenbereich zu spürbaren Zugerscheinungen kommen kann. So wurden bei einem unterhalb
des Rohrs 10, in einem Abstand zur Rohrachse aufgestellten Messbaum, in 180 cm Höhe
Geschwindigkeiten zwischen 185 bis 300 mm/s gemessen. Der Abstand wurde dabei so eingestellt,
dass der Messbaum in einem jeweils vorher durch Rauchgasversuche ermittelten Bereich
des grössten Kaltluftabfalls (höchste Strömungsgeschwindigkeit) stand. Versuche mit
der Nummer 1, 2, 6, 7 und 9 beziehen sich auf eine solche Versuchsanordnung.
[0071] Alternativ dazu wurde bei Versuchen 3, 4 ,5 ,8 ,10, 11, 12 und 13 die untere Hälfte
des Zylinders mit einer Folie, analog zu Figur 9B, entsprechend der Angaben in der
Tabelle abgeklebt. Damit kann als kennzeichnende bzw. charakteristische Grösse für
den aktiven bzw. inaktiven Oberflächenbereich O
A bzw. O
I der jeweilige Kreisbogen k
A, k
I angesehen werden. Dabei blieb das Strömungsbild bei den Versuchen 3, 4, 5, und 10
im Wesentlichen unverändert. Bei Versuchen mit einer hohen Flächenbelastung von 546
m
3/h*m
2, bzw. ab einem Überdruck im Rohr von zumindest 17 Pa (Versuchsnummer 11) kam es jedoch
überraschenderweise zu Ausbildung eines ganz unterschiedlichen Strömungsverhaltens
des in den Raum austretenden Zuluftstroms L7 bzw. L7', wie in den Fig. 9B und 9C dargestellt.
Dabei wird der Luftstrom aus den hier nicht dargestellten Schlitzen, wie aus Düsen
unter die Decke bzw. seitlich in den Raum gesprüht. Die Raumluft wird dabei wie durch
die Pfeile L8 und L8' angedeutet durch die Zuluft mitgerissen. Diese Mischung aus
Zuluft und Raumluft sinkt anschliessend über einen grossen Flächenbereich mit relativ
geringer Geschwindigkeit ab. Bei sonst gleicher Versuchsanordnung wird dabei die Strömungsgeschwindigkeit
in 180 cm Höhe deutlich, bspw. von 210 auf 140 mm/s (vergleiche Versuch 8 zu Versuch
mit Anordnung nach Stand der Technik in Versuch 7) oder bspw. von 300 auf einen Bereich
zwischen 110 und 200 mm/s reduziert (vergleiche Versuche 11, 12, 13, zu Versuch mit
Anordnung nach Stand der Technik in Versuch 9).
[0072] In den Versuchen 11 und 12 wurde, wie in Fig. 9C dargestellt noch der obere halbzylindrische
aktive Oberflächenbereich durch eine zusätzlich dazwischen angeordnete Abdeckung 11
geteilt, womit sich für die aktive Oberfläche die charakteristische Grösse k
A' und für die inaktive Oberfläche die charakteristischen Grössen k
I und k
I' ergeben. Dabei wurde für Versuch 11 eine Wurfweite von einem Meter erreicht. Bei
gleicher Geometrie und deutlich erhöhtem Druck, bzw. Flächenbelastung wie in Versuch
12 gezeigt, konnte die Wurfweite auf 2 m verdoppelt werden, wobei aber in allen Messhöhen
eine zu hohe Luftgeschwindigkeit und damit Zugerscheinungen auftraten. Demgegenüber
zeigt Versuch 13 eine sehr günstige Einstellung der Druckdifferenz für eine mit Versuch
10 identischen Anordnung, d.h. Abdeckung des unteren Zylindersegments. Dabei wurde
eine Wurfweite von 1.3 m ohne jegliche Zugerscheinungen erreicht. Die Wurfhöhe ab
Rohrachse lag bei Versuchen 12 und 13 bei 0.6 m. Diese Grösse entspricht der Höhenkomponente
der Wurfweite von der Rohrachse gemessen.
[0073] Bei den Versuch 20 wurde statt einer Abdeckung eines oder mehrerer Kreissegmente
eines Rohrs, mit denselben Abmessungen wie in den vorhergehenden Versuchen, eine Vielzahl
im Wesentlichen ringförmiger inaktiver Oberflächen durch Abkleben der Oberfläche des
Lüftungselements 100 erzeugt. Dabei wurden wie in Figur 13 dargestellt, insgesamt
44 frei Ringe zu je 20 mm Breite aktiver Oberfläche frei gelassen, die durch Streifen
inaktiver Oberflächenbereich getrennt sind, inaktive Flächen des Lüftungselements
100 werden hier und in den Figuren 14 bis 19 schwarz, aktive weiss dargestellt. Letztere
weisen dabei teilweise eine wie dargestellte unterschiedliche Ringdicke auf, siehe
Figur 13. Überraschend stellt sich hierbei heraus, dass eine solche Anordnung mit
ungewöhnlich hohem Vordruck und Flächenbelastung gefahren werden kann, wobei lediglich
im bodennahen Messbereich eine leichte Überschreitung der für Zugluft normativ festgelegten
Grenze von 150 mm/s gemessen wurde. Die Lufttemperatur an den drei Messstellen lag
dabei wesentlich näher der Raumluft, woraus bereits auf eine sehr hohe Induktion geschlossen
werden kann. Es sei hier erinnert, dass die Messstellen jeweils an den Orten mit der
höchsten Strömungsgeschwindigkeit aufgestellt wurden siehe oben.
[0074] Ähnlich wie zu Versuch 20 ist auch, wie in Figur 14 dargestellt, die Anordnung zu
Versuch 21, nur dass in diesem Fall noch zusätzlich im untersten Bereich des Rohrs
ein Rohrsegment mit einem Kreisbogen von 140 mm der Länge nach in einem bezüglich
der Aufhängung symmetrischen Bereich abgedeckt ist. Bei einer solchen Anordnung konnte
die Lüftungsvorrichtung mit nochmals höherer Flächenbelastung und damit höher eingestellter
Druckdifferenz betrieben werden und zwar ohne, dass in irgendeinem Bereich des Raums
die normativ zulässige Luftgeschwindigkeit überschritten wurde.
[0075] Fig. 10A zeigt das in einer Nebelkammer ermittelte schematische Strömungsbild einer
säulenförmigen, senkrechten Lüftungsvorrichtung 10 des Standes der Technik, bei der
der Grossteil der zylindrischen Oberfläche als aktive Oberfläche O
A mit einem wie oben beschriebenen Schlitzraster ausgebildet ist. Deutlich zu erkennen
ist ein baumförmiges Strömungsbild L4, dass sich hier symmetrisch um die Vorrichtung
entwickelt. Details zu einem solchen Versuch mit einer 2 m hohen Säule mit 200 mm
Durchmesser sind der Tabelle 3, Versuch 16, die geometrische Anordnung aus der Figuren
16 zu entnehmen. Dabei besteht die Lüftungsanordnung 10 aus einer Bodenplatte 26,
einem 150 mm hohen Sockel 27, dem darauf gesetzten säulenförmigen Lüftungselement
100 und der hier nicht näher dargestellten Luftzufuhr. Die Strömungsgeschwindigkeit
in einem halben Meter Abstand vom Rohr, in 130 und 180 cm Höhe gemessen ist mit 30
mm/s sehr gering, siehe Spalte «Luftgeschwindigkeit im Raum», und damit die Lüftung
mangelhaft. Durch das relativ rasche Absinken der hier deutlich kühleren, da schlecht
durchmischten Zuluft, kann sich ausserdem auch bei verhältnismässig geringer Lüftungsleistung
ein als unangenehm empfundenes Zugverhalten in Bodennähe entwickeln, trotzdem die
Belüftungswirkung im übrigen Raum sehr gering ist.
[0076] Demgegenüber wird in Fig. 10B schematisch das Strömungsbild einer erfindungsgemässen
säulenförmigen, senkrechten Belüftungsvorrichtung 10 gezeigt, bei der zylindrische
aktive und inaktive Oberflächenbereiche O
A, O
I in wechselnder Folge ringförmig angeordnet sind. Durch den auf Grund der teilweisen
Abdeckung der zylindrischen Oberfläche bedingten erhöhten Druck im Inneren der Vorrichtung
wird der Düseneffekt des Schlitzrasters, bei sonst gleichen Versuchsbedingungen deutlich
erhöht, wodurch sich, in Kombination mit den entsprechenden geometrischen Abmessungen
insbesondere der aktiven Oberflächenbereiche O
A, die Zuluftströmung L5 vollständig und im Wesentlichen senkrecht zur aktiven Zylinderoberfläche
O
A ablöst und dabei gleichzeitig Raumluft in Form einer Wirbelströmung L6 aus den angrenzenden
Bereichen mitreist. Als kennzeichnende Abmessungen können in diesem Fall die Höhen
der Zylinder mit aktiver und inaktiver Oberfläche h
A und h
I angesehen werden. In den Versuchen 14 und 15, mit einer ebenfalls 2 m hohen Säule,
betrug h
A und h
I jeweils 120 mm. Geometrische Details dazu sind in Figur 15 dargestellt. Bei Versuch
15, bei dem eine ähnliche Flächenbelastung wie bei Versuch 20 eingestellt wurde, stellt
sich dabei auch ein ähnlich günstiges Verhalten und Druckdifferenz ein. Auch bei der
niedriger eingestellten Flächenbelastung des Versuchs 14 sind die Ergebnisse ansprechend,
auch wenn die Kühlleistung geringer ist.
[0077] Weitere Versuche mit etwas unterschiedlichen Geometrien zeigen Figuren 17 bis 19
deren Ergebnisse in den entsprechenden Versuchen 17 bis 19 der Tabelle 3 beschrieben
werden. Auch hier wurden jeweils zwei Meter lange Rohre mit 200 mm Durchmesser und
identischem Schlitzraster als Lüftungselemente verwendet und die entsprechenden Flächenverhältnisse
und Geometrien durch Abkleben des Schlitzrasters mit Folie hergestellt. Die Tabelle
3 enthält, mit Ausnahme der hier nicht verwendeten Abhänghöhe, die Angaben zu denselben
Einstellungen und Messgrössen wie unter Tabelle 2 ausführlich beschrieben.
[0078] Die Geometrie des Rasters wurde, wie oben beschrieben gewählt. Lediglich die Schlitzöffnung
waren dabei, anders als bei den in Tabelle 2 angegebenen Versuchen, bezüglich der
Oberfläche des Lüftungselements leicht entgegen die axiale Hauptströmungsrichtung
des Rohrs geneigt.
[0079] Die Ergebnisse des Versuchs 17 mit einem säulenförmigen Lüftungselement mit durchgehende
aktiver Oberfläche in der oberen Hälfte und durchgehend inaktiver Oberfläche in der
unteren Hälfte, wie in Figur 17 dargestellt, fallen dagegen weniger befriedigend aus.
Insbesondere kommt es im unteren Bereich zu einer wenn auch nur geringfügigen Überschreitung
der zulässigen Luftgeschwindigkeit.
[0080] Dem hingegen bieten wie in den Figuren 18 und 19 gezeigte Konfigurationen des Lüftungselements,
in dem nur die untere oder nur die oberer Hälfte der Oberfläche mit ringförmigen aktiven
Oberflächenbereichen versehen ist, während die jeweils andere Hälfte der Oberfläche
inaktiv ist, die Möglichkeit die Lüftungsvorrichtung 10 mit sehr hoher Flächenbelastung
und damit hoher Druckdifferenz zu betreiben, was die senkrechte Ausbreitung der Zuluft
von der Oberfläche des Lüftungselements in den Raum, insbesondere bei quer zur Zuluftströmung
im Rohr angeordneten Schlitzraster begünstigt. Dieses Phänomen gilt für alle erfindungsgemässen
Lüftungsvorrichtungen bzw. Verfahren, wie auch ganz grundsätzlich alle in Zusammenhang
mit einer Ausführungsform oder an Hand eines Ausführungbeispiels gezeigten Merkmale
auch mit anderen Ausführungsformen oder Beispielen kombinierbar sind, sofern dies
nicht offensichtlich für den Fachmann erkennbar widersprüchlich ist.
[0081] Des Weiteren erübrigt sich ganz allgemein bei üblichen Rohrdimensionen das Vorsehen
eines Anströmkastens, vielmehr genügt es hier, je nach Rohrlänge die Stromzuführung
von einer Seite oder bspw. T-förmig von der Mitte her vorzusehen, so, dass sich eine
achsenparallele Hauptströmung im Inneren des Rohrs einstellt von dem die durch das
Schlitzmuster weggeführten Teilströmungen seitlich abzweigen, wobei das Rohr gleichzeitig
den Ausströmkasten bildet. Alternativ kann insbesondere bei grossen Durchmessern auch
ein bspw. entlang der Rohrachse oder im Bereich eines Segments mit inaktiver Oberfläche
angeordneter Anströmkasten vorgesehen sein.
[0082] Anzumerken ist, dass in keinem Fall mit einer durchgehen aktiven Oberfläche ein vergleichbares
günstiges Verhalten erzielt werden konnte auch wenn höhere Druckdifferenzen und /
oder Flächenbelastungen eingestellt wurden (siehe bspw. Versuch 16). Offensichtlich
trägt die richtige Einstellung des Verhältnisses der aktiven zur inaktiven Fläche
und die Anordnungsgeometrie, d.h. die Anordnung der aktiven und inaktiven Flächen
insbesondere bei grossflächigen Lüftungsvorrichtungen wesentlich zur Ausbildung eines
günstigen Strömungsbildes im Raum bei.
[0083] Anzumerken ist, dass für alle Versuche dieselbe Basislüftungsvorrichtung verwendet
wurde deren zylindrisches Lüftungselement 100 ein w.o. beschriebenes Schlitzraster
mit parallel zur Zylinderachse ausgerichteten Schlitzen aufweist. Der Unterschied
im Strömungsverhalten bei sonst gleichen Versuchsparametern ergab sich somit nur aus
der unterschiedlichen Abdeckung / Anordnung der aktiven bzw. inaktiven Oberflächen,
die hier lediglich aus praktischen Gründen durch ein äusseres Abkleben verschiedener
Oberflächenbereiche mit Klebefolie erfolgte.
[0084] Allgemein kann angemerkt werden, dass bei beliebigen rohrförmigen Lüftungsvorrichtungen
die Verwendung eines Lüftungselements (100) das mehrere abwechselnd angeordnete ring-
oder teilringförmige aktive und inaktive Oberflächenbereiche aufweist, sich im Betrieb
als vorteilhaft erwiesen hat. Damit kann eine grössere Druckdifferenz zwischen dem
Inneren des Rohrs und der Umgebung aufgebaut werden, was das Auftreten eines Sprüheffekt
mit erhöhter Wurfweite und Induktion und zusätzlich eine grössere Kühl-/Heizleistung
ermöglicht. Dies gilt nicht nur für kreisförmige, zylindrische oder polyedrische Rohquerschnitte,
sondern auch für entsprechende Halb- oder Viertelrohrquerschnitte, wie sie bspw. für
Lüftungsvorrichtung verwendet werden die an einer Wand, oder einer Ecke des Raumes
betrieben werden können.
[0085] Weitere Beispiele für die Aufteilung von Oberflächen, insbesondere für grossflächige
Lüftungsvorrichtungen mit einer Gesamtfläche bspw. grösser als 1 oder 2 m
2, sind in Fig. 11A bis 11C dargestellt.
[0086] So zeigt Fig. 11C eine Anordnung kreisförmiger aktiver Oberflächenbereich O
A in einem inaktiven Feld O
I eines flächigen Lüftungselements 100, das in einer Ebene oder bspw. auch als Viertel-,
Halb- oder Vollzylinder geformt sein kann. Als kennzeichnende Abmessung des aktiven
Oberflächenbereichs O
A kann dabei der Durchmesser d
A angesehen werden. Als kennzeichnende Grösse der inaktiven Fläche kann dabei der nicht
näher bezeichnete Durchmesser (Doppelpfeil) des strichlierten, zwischen den aktiven
Oberflächen eingefügten Kreises angesehen werden. Anzumerken ist, dass die Angabe
einer kennzeichnenden Grösse oder Abmessung x
I für den inaktiven Oberflächenbereich erst dann von Vorteil sein kann, wenn die Fläche
des Lüftungselements in Richtung beider Flächenkoordinaten grösser als die kennzeichnende
Grösse oder Abmessung x
A des aktiven Oberflächenbereichs ist. Dabei insbesondere grösser als die doppelte
Abmessung x
A des aktiven Oberflächenbereichs.
[0087] Fig. 11B zeigt ein entsprechendes Lüftungselement 100 mit abwechselnd streifenförmig
angeordneten aktiven und inaktiven Oberflächenbereichen O
A und O
I mit entsprechenden kennzeichnenden Abmessungen b
A, b
I. Fig. 11C zeigt eine schachbrettartige Anordnung, bei der aber die inaktiven Oberflächenbereiche
O
I in zwei Richtungen streifenförmig durchgehend ausgebildet sind und sich kreuzende,
hier orthogonale Korridore bilden, durch die die Raumluft besonders leicht in Richtung
der aktiven Oberflächenbereiche O
A fliessen kann. Dadurch kann die Induktionswirkung vor allem bei grossflächigen Lüftungselementen
100 weiter verbessert werden. Kennzeichnenden Abmessungen sind hier die Seitenlänge(n)
s
A des aktiven Bereichs O
A und die Korridorbreite(n) s
I der inaktiven Bereiche O
I. Selbstverständlich kann eine solche Wirkung auch mit schräg gegeneinander verlaufenden
Korridoren und/oder mit elliptisch insbesondere kreisförmig ausgebildeten aktiven
Oberflächenbereichen kombiniert werden.
[0088] Fig. 12 zeigt eine weitere rohrförmige erfindungsgemässe Lüftungsvorrichtung 10 bei
der die inaktiven Oberflächenbereiche O
I des Lüftungselements 100 in zwei Richtungen streifenförmig durchgehend ausgebildet
sind und sich kreuzende Korridore bilden. Die Lüftungsvorrichtung hängt waagrecht
unter einer Decke. Eine solche Ausführung ist bei grösseren Rohrdurchmessern bspw.
ab 300 mm und/oder grossen Temperaturdifferenzen, zwischen Zuluft und Raumluft (bspw.
≥ 3 K), insbesondere bei entsprechender Untertemperatur der Zuluft und grösserer Kühlleistung
vorteilhaft. Dabei sind im unteren Bereich des Rohrs die Schlitzraster abgedeckt oder
nicht ausgeführt, womit sich eine günstigere Verteilung der Zuluft, insbesondere einer
Zuluft mit Untertemperatur gegenüber der Raumluft ergibt. Analog können solche Rohre
auch als senkrecht stehende Säulen ausgebildet sein, wobei die inaktive zur Rohrachse
parallelel Fläche, je nach Aufstellungsort bspw. in mehrere schmälere Streifen über
den Umfang verteilt angeordnet werden kann.
[0089] Ganz allgemein ist es bei Rohren auf Grund eines sich im Rohrinneren durch den Volumensstrom
ausbildenden höheren dynamischen Druck vorteilhaft die Schlitzmuster so auszubilden,
dass diese quer, insbesondere senkrecht zur Strömungsrichtung stehen, da dadurch eine
rasche Ablösung der Strömung von der Rohroberfläche in den Raum hinein, bspw. im Wesentlichen
senkrecht zur äusseren zum Raum gewandten Oberfläche des Lüftungselements 100, erleichtert
wird. Die Schlitze können dabei auch bezüglich der Oberfläche des Lüftungselements
entweder senkrecht oder, wie oft aus fertigungstechnischen Gründen unvermeidbar, leicht
in (d.h. Winkel etwas kleiner als 90 Grad) oder entgegen (d.h. Winkel etwas grösser
als 90 Grad) die axial gerichtete Hauptstömungsrichtung geneigt sein (bspw. in einem
Bereich von 0 bis 10 Grad, d.h. bspw. 80 bis 110 Grad gegenüber der Oberfläche).
[0090] Die Ausrichtung des Schlitzraters spielt bei kastenförmigen Lüftungsvorrichtung im
allgemeinen eine geringere Rolle, insbesondere wenn diese zusätzlich einen Anströmkasten
23 aufweisen, der den Luftstrom bereits aus einer rohrachsenparallelen Ausrichtung
in Richtung der inneren Oberfläche des Lüftungselements umleitet. Andererseits kann
es bei rohr- oder säulenförmigen Lüftungselementen, oder ganz allgemein, bei im Wesentlichen
parallel zur inneren Oberfläche des Lüftungselements geführter Zuluftströmung und
dazu paralleler Ausrichtung der Längsachse der Schlitze zu einem unerwünschten flachen
oder sogar oberflächenparallelen Austritt der Zuluft in den Raum kommen, was ein Ablösen
der Luftströmung erschwert und die Lüftungsleistung merklich verschlechtert. Insbesondere
wird dadurch eine geringere Wurfweite und geringere Induktion verursacht.
[0091] Bei ausschliesslich nach unten gerichteten Strömungen hat es sich als günstig erwiesen
mehr und/oder grösserer Abstände zwischen den aktiven Oberflächenbereichen vorzusehen,
d.h. den Anteil der inaktiven Oberfläche zu vergrössern. So kann beispielsweise bei
streifenförmiger Anordnung der aktiven und inaktiven Oberflächen einer Kühldecke die
kennzeichnende Abmessung x
I, in diesem Fall die Breite b
I der Streifen der inaktiven Oberfläche O
I in einem Bereich von 500 bis 1000 mm gewählt werden, während die Breite des aktiven
Oberflächenbereichs O
A in einem Bereich von 8 bis 350 mm gewählt wird. Zusätzlich können die aktiven noch,
beispielsweise wie oben näher ausgeführt durch inaktive Bereiche unterbrochen sein.
Tabelle 2
| Vers.Nr. |
Abhängehöhe Rohrachse mm |
Abgekl. Fläche OI m2 |
Zusätzlich verd. OI m2 |
Freie Fläche OA m2 |
Flächenbelastung m3/h*m2 |
Blende 125mm |
V'ZUL m3/h |
TRaum °C |
TZUL °C |
TABL °C |
ΔT ZUL-Raum K |
ΔPST Pa |
Messhöhe vLUFT cm |
vLUFT mm/s |
TMess °C |
| 1 |
150 |
0 |
0.16 |
1.099 |
120.1 |
4 |
132 |
25.90 |
20.40 |
- |
5.50 |
- |
180 |
200 |
- |
| 130 |
160 |
| 10 |
100 |
| 2 |
150 |
0 |
0.16 |
1.099 |
120.1 |
4 |
132 |
25.95 |
20.95 |
- |
5.00 |
- |
180 |
185 |
- |
| 130 |
180 |
| 10 |
100 |
| 3 |
150 |
0.628 |
0.08 |
0.5495 |
240.2 |
4 |
132 |
26.00 |
21.00 |
- |
5.00 |
- |
180 |
115 |
- |
| 130 |
115 |
| 10 |
100 |
| 4 |
150 |
0.628 |
0.08 |
0.5495 |
240.2 |
4 |
132 |
26.00 |
20.50 |
- |
5.50 |
5 |
180 |
140 |
- |
| 130 |
140 |
| 10 |
115 |
| 5 |
150 |
0.628 |
0.08 |
0.5495 |
414.9 |
2 |
228 |
26.00 |
21.20 |
- |
4.80 |
11 |
180 |
145 |
- |
| 130 |
140 |
| 10 |
85 |
| 6 |
150 |
0 |
0.16 |
1.099 |
207.5 |
2 |
228 |
26.00 |
21.00 |
- |
5.00 |
- |
180 |
220 |
- |
| 130 |
160 |
| 10 |
160 |
| 7 |
150 |
0 |
0.16 |
1.099 |
273.0 |
1 |
300 |
26.00 |
20.15 |
- |
5.85 |
5 |
180 |
210 |
- |
| 130 |
210 |
| 10 |
160 |
| 8 |
150 |
0.628 |
0.08 |
0.5495 |
546.0 |
1 |
300 |
26.10 |
20.70 |
- |
5.40 |
20 |
180 |
140 |
- |
| 130 |
110 |
| 10 |
110 |
| 9 |
950 |
0 |
0.16 |
1.099 |
273.0 |
1 |
300 |
26.20 |
20.80 |
- |
5.40 |
- |
180 |
300 |
- |
| 130 |
300 |
| 10 |
125 |
| 10 |
950 |
0.628 |
0.08 |
0.5495 |
546.0 |
1 |
300 |
26.20 |
20.50 |
- |
5.70 |
- |
180 |
100 |
- |
| 130 |
100 |
| 10 |
170 |
| 11 |
950 |
0.728 |
0.07 |
0.463 |
594.0 |
1 |
275 |
26.00 |
20.50 |
- |
5.50 |
17 |
180 |
110 |
- |
| 130 |
140 |
| 10 |
90 |
| 12 |
950 |
0.728 |
0.07 |
0.463 |
853.1 |
1 |
395 |
25.90 |
20.50 |
- |
5.40 |
32 |
180 |
200 |
- |
| 130 |
160 |
| 10 |
180 |
| 13 |
950 |
0.628 |
0.08 |
0.5495 |
718.8 |
1 |
395 |
25.90 |
20.40 |
- |
5.50 |
26 |
180 |
140 |
- |
| 130 |
110 |
| 10 |
120 |
| 20 |
950 |
0.71 |
0.00 |
0.55 |
836.4 |
1 |
460 |
26.00 |
20.50 |
26.40 |
5.50 |
40 |
180 |
145 |
25.10 |
| 130 |
110 |
25.25 |
| 10 |
165 |
24.70 |
| 21 |
950 |
0.83 |
0.00 |
0.43 |
1046.5 |
1 |
450 |
25.80 |
20.40 |
25.60 |
5.40 |
60 |
180 |
130 |
25.25 |
| 130 |
90 |
25.40 |
| 10 |
120 |
25.10 |
Tabelle 3: Versuche mit säulenförmigen Lüftungsvorrichtungen; der Messbaum wurde einen
halben Meter vom Rohr entfernt aufgestellt;
| Vers.Nr. |
Abgekl. Fläche OI m2 |
Zusätzlich verd. OI m2 |
Freie Fläche OA m2 |
Flächenbelastung m3/h*m2 |
Blende D = 125 mm |
V'ZUL m3/h |
V'ABL m3/h |
TRaum °C |
TZUL °C |
TABL °C |
ΔT ZUL-Raum K |
ΔPST Pa |
Messhöhe vLUFT cm |
vLUFT mm/s |
TMess °C |
| 14 |
0.65 |
0.00 |
0.606 |
651.8 |
1 |
395 |
395 |
25.80 |
20.60 |
- |
5.20 |
25 |
180 |
50 |
25.40 |
| 130 |
50 |
25.10 |
| 10 |
100 |
24.00 |
| 15 |
0.65 |
0.00 |
0.606 |
808.6 |
1 |
490 |
490 |
25.85 |
20.70 |
- |
5.15 |
37 |
180 |
50 |
25.30 |
| 130 |
40 |
25.10 |
| 10 |
120 |
23.80 |
| 16 |
0 |
0.10 |
1.156 |
423.9 |
1 |
490 |
490 |
25.80 |
20.60 |
- |
5.20 |
16 |
180 |
30 |
25.50 |
| 130 |
30 |
25.15 |
| 10 |
110 |
22.90 |
| 17 |
0.63 |
0.05 |
0.576 |
798.6 |
1 |
460 |
460 |
26.00 |
20.50 |
26.30 |
5.50 |
40 |
180 |
30 |
26.20 |
| 130 |
110 |
25.50 |
| 10 |
155 |
24.15 |
| 18 |
0.86 |
0.05 |
0.346 |
1242.8 |
1 |
430 |
460 |
25.80 |
20.60 |
26.30 |
5.20 |
80 |
180 |
45 |
25.90 |
| 130 |
125 |
25.20 |
| 10 |
125 |
24.55 |
| 19 |
0.86 |
0.05 |
0.346 |
1242.8 |
1 |
430 |
460 |
26.00 |
20.60 |
26.50 |
5.40 |
80 |
180 |
25 |
26.20 |
| 130 |
35 |
26.00 |
| 10 |
90 |
24.40 |
Bezugszeichenliste
| Lüftungsvorrichtung |
10 |
| Abströmkasten |
20 |
| Luftzufuhr |
21 |
| Luftdüse |
22 |
| Anströmkasten |
23 |
| Luftdüse |
24 |
| Luftkanal |
25 |
| Bodenplatte |
26 |
| Sockel |
27 |
| flächiges Lüftungselement |
100 |
| Rückseite |
101 |
| Stanzschlitze |
102 |
| Vorderseite |
103 |
| Steg |
104 |
| Übergangsbereich |
105 |
| Vertiefung |
106 |
| Flächenabschnitte |
107 |
| Senke |
108 |
| Breite |
B1 |
| Dicke |
D |
| rückwärtige (Haupt5) Ebene |
E |
| Stanzschlitzfläche |
F |
| freier Querschnitt |
FQ |
| Gesamtfläche |
GF |
| Gesamtfl. aller Vertiefungen |
FV |
| Gesamtfläche, die auf dem Normalniveau liegt |
GFN |
| Schlitzlänge |
L |
| Luftstrom |
L1, ... L8 |
| Primärluftströmung |
L2 |
| Induktionsluftstrom |
L3 |
| Aktive, inaktive Oberfläche |
OA, OI |
| Raum |
R |
| Tiefe |
T1 |
| Stanzschlitzumfang |
U |
| Schlitzweite |
W |
| Versatz |
V |
Bezugszeichenliste - Fortsetzung
| Charakteristische Grössen der aktiven, inaktiven Oberfläche(n) |
xA, xI |
| Charakt. Höhe Aktiv/Inaktiv |
hA, hI |
| Charakt. Kreisbögen Aktiv/Inaktiv |
kA, kI |
1. Lüftungsvorrichtung (10) zur Montage in einem Raum (1), wobei die Lüftungsvorrichtung
(10) im montierten Zustand ein in Raumrichtung gewandtes flächiges Lüftungselement
(100) mit Luftdurchtrittsöffnungen aufweist und wobei ein Abströmkasten (20) auf einer
der Raumrichtung entgegengesetzten Rückseite (101) des Lüftungselements (100) mit
einer Luftzufuhr (21, 22; 23, 24, 25) zum Zuführen eines Luftstroms vorgesehen ist
und das Lüftungselement (100) eine Mehrzahl von, in einem Zeilen (109) und Spalten
(110) umfassenden Raster angebrachten Schlitzen (102) als Luftdurchtrittsöffnungen
aufweist und die Schlitze (102) je eine Schlitzlänge (L) zwischen 2 und 10 mm und
eine Schlitzweite (W) zwischen 0,1 und 0,8 mm haben, wobei der Zeilenraster (Z1) 1
mm bis 15 mm und der Spaltenraster (S1) 0.5 x L bis 2 x L ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das Lüftungselement (100) zumindest einen aktiven Oberflächenbereich (O
A) und zumindest einen inaktive Oberflächenbereich (O
I) umfasst und für zumindest eine kennzeichnende Abmessung x
A des aktiven Oberflächenbereichs (O
A) gilt:
2. Lüftungsvorrichtung (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass für zumindest eine kennzeichnende Abmessung x
I des zumindest einen inaktiven Oberflächenbereichs gilt:
3. Lüftungsvorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Raster zumindest drei Zeilen und drei Spalten umfasst.
4. Lüftungsvorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche des Lüftungselements eben, zylindrisch oder prismatisch ausgebildet
ist.
5. Lüftungsvorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung mehrere auf der Oberfläche des Lüftungselements (100) verteilte aktive
Oberflächenbereiche (OA) und / oder mehrere inaktive Oberflächenbereich (OI) umfasst.
6. Lüftungsvorrichtung (10) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche des Lüftungselements (100) im Wechsel angeordnete aktive Oberflächenbereiche
(OA) und inaktive Oberflächenbereich (OI) umfasst.
7. Lüftungsvorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass für das Verhältnis des aktiven Oberflächenbereichs, bzw. der aktiven Oberflächenbereiche
(O
A) zum inaktiven Oberflächenbereich (O
I), bzw. zu den inaktiven Oberflächenbereichen Folgendes gilt:
8. Lüftungsvorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zylindrisch oder prismatisch ausgebildet ist, wobei zumindest ein
Zylindersegment oder zumindest ein Prismensegment der Oberfläche des Lüftungselements
(100) einen aktiven Oberflächenbereich (OA) aufweist.
9. Lüftungsvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zylindrisch oder prismatisch ausgebildet ist, wobei sich einander
in einer Richtung einer Zylinder- oder Prismenachse zylinder- oder prismenförmige
aktive Oberflächenbereiche (OA) des Lüftungselements (100) mit zylinder- oder prismenförmigen inaktiven Oberflächenbereichen
abwechseln wobei die Höhe hA die kennzeichnende Grösse des aktiven Oberflächenbereichs und die Höhe hI die charakteristische Grösse des inaktiven Oberflächenbereichs ist.
10. Lüftungsvorrichtung (10) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe des zylinder- oder prismenförmigen aktiven Oberflächenbereichs 60 bis 180
mm beträgt.
11. Lüftungsvorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schlitzraster im Wesentlichen auf der ganzen Fläche des Lüftungselements (100)
ausgebildet ist, und der oder die inaktiven Oberflächenbereiche (OI) des Lüftungselements (100) durch flächige Abdeckungen gebildet sind.
12. Lüftungsvorrichtung (10) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung ein Blatt eine Folie oder eine die Schlitze abdeckende Lackierung umfasst.
13. Lüftungsvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung eine elastische ganz- oder teilzylindrische bzw. ganz- oder teilprismatisch
gebogene Folie oder Blatt umfasst, welches in der zylindrisch oder prismatisch ausgebildeten
Vorrichtung (10) an das Lüftungselement (100) geklemmt oder/und geklebt ist.
14. Lüftungsvorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Metallplatte mit einer Dicke (D) zwischen 0,5 und 2 mm als Lüftungselement (100)
dient.
15. Lüftungsvorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Stanzschlitz (102) ein Verhältnis (V) von Stanzschlitzumfang (U) zu Stanzschlitzfläche
(F) aufweist, das zwischen 2,7 und 22 liegt.
16. Lüftungsvorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Zeilen des Rasters in einem Abstand Z1/2 zumindest eine weitere Zeile
von Schlitzen (102') angeordnet ist.
17. Lüftungsvorrichtung (10) nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitze (102') der weiteren Zeile bezüglich der x-Achse versetzt, dabei bevorzugt
gegenüber den Schlitzen (102) der beiden benachbarten Zeilen symmetrisch versetzt
angeordnet ist.
18. Lüftungsvorrichtung (10) nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dassdie Schlitze (102) der Zeilen und die Schlitze (102') der weiteren Zeilen eine
überlappende, bündige oder voneinander beabstandete Anordnung von Spalten bildet.
19. Lüftungsvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitze (102') der weiteren Zeile je eine Schlitzlänge (L) zwischen 2 und 10
mm und eine Schlitzweite (W) zwischen 0,1 und 0,8 mm haben.
20. Lüftungsvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 16 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitze der Zeilen (102) und die Schlitze (102') der zumindest einen weiteren
Zeile dieselbe Geometrie aufweisen.
21. Lüftungsvorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Lüftungselement (100) einen freien Querschnitt (FQ) pro Flächeneinheit des Lüftungselements
(100) aufweist, der im Bereich zwischen 3 und 20% liegt.
22. Lüftungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Lüftungselement (100) mehrere abwechselnd angeordnete ring- oder teilringförmige
aktive und inaktive Oberflächenbereiche aufweist.
23. Lüftungseinrichtung mit mehreren Lüftungsvorrichtungen (10) nach einem der Ansprüche
1 bis 17.
24. Verfahren zum Betreiben einer Lüftungsvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1
bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung mit einem Luftdurchsatz von 100 bis 2'000 m3/h pro Quadratmeter aktiver Fläche betrieben wird.
25. Verfahren nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung mit einer Druckdifferenz zwischen Innen- und Aussenseite des flächigen
Lüftungselements von 17 bis 150 Pa betrieben wird.
26. Verfahren nach einem der Ansprüche 24 oder 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung mit einer Induktionszahl von 5 bis 20 betrieben wird.