[0001] Die Erfindung betrifft eine Geräteanordnung mit einem ersten Geräteteil, das eine
erste Leiterplatte hat, und mit einem zweiten Geräteteil, das eine zweite Leiterplatte
hat, wobei das erste und zweite Geräteteil zur flächigen Anordnung aufeinander ausgebildet
sind, und wobei die erste und die zweite Leiterplatte zwei voneinander beabstandete
Lagen bilden, wenn das erste und zweite Geräteteil flächig aufeinander angeordnet
sind. Zwischen der ersten und zweiten Lage befindet sich mindestens eine Wandung eines
Gerätegehäuses eines der beiden Geräteteile.
[0002] Eine solche Geräteanordnung ist beispielsweise eine Leuchte als zweites Geräteteil
mit einer Leuchtelement tragenden Leiterplatte. Solche Leuchtelemente können beispielsweise
Leuchtdioden (LEDs oder OLEDs) sein. Das erste Geräteteil kann ein elektronisches
Anschaltgerät für eine solche LED-Leuchte sein, das eine Leiterplatte mit elektronischen
Bauteilen zur Ansteuerung der Leuchtelemente in einem Anschaltgerätegehäuse hat. Das
elektronische Anschaltgeräteteil wird flächig auf das Leuchtengehäuse des zweiten
Geräteteils aufgelegt und mit diesem verbunden. Die elektrisch leitende Verbindung
der beiden Leiterplatten des ersten und zweiten Geräteteils und der auf der Leiterplatte
angeordneten elektronischen Bauelemente erfolgt herkömmlicherweise mit Leitungen,
die aus an dem Geräteteil herausragen und an den Steckverbinder oder der Anschlussklemme
des anderen Geräteteils angeklemmt werden.
[0003] DE 10 2011 103 738 B4 zeigt einen Verbinder mit endseitigen Stiftkontaktabschnitten, die in Federklemmanschlüsse
zweier auf verschiedenen Leiterplatten angeordneten Steckverbindern eingesteckt werden.
Der Verbinder hat einen mäanderförmigen Längenausgleichsbereich, durch den eine Abstandsänderung
der nebeneinander auf derselben Ebene angeordneten Leiterplatten zueinander ausgeglichen
werden kann.
[0004] US 7,841,864 B2 zeigt ein mehrteilig aufgebautes Kontaktelement mit endseitigen Kontaktspitzen, die
an zwei zueinander verschieblich gehaltenen Kontaktteilen angeordnet sind. Zwischen
den Kontaktteilen ist eine zylindrische Druckfeder positioniert, um eine Kontaktkraft
aufzubauen und Längenänderungen auszugleichen.
[0005] EP 2 814 116 A1 zeigt eine Verbindung von zwei parallel zueinander und im Abstand voneinander angeordneten
Leiterplatten mit einem metallischen Verbindungselement. Auf der Seite der ersten
Leiterplatte, die von der gegenüberliegenden zweiten Leiterplatte abgewandt ist, befindet
sich ein Steckkontaktelement mit Federkontaktarmen, das an die Leiterplatte angelötet
ist. Das Verbindungselement durchgreift mit einem Kontaktstiftabschnitt eine Öffnung
der ersten Leiterplatte und wird an die Federkontaktarme des Kontaktelementes elektrisch
leitend angeklemmt. Der gegenüberliegende zweite Kontaktabschnitt des Verbindungselementes
ist als federelastisch aufgeweiteter Klemmfederabschnitt ausgebildet, der klemmend
und elektrisch kontaktierend in eine Kontaktbohrung der zweiten Leiterplatte eintaucht.
[0006] Ausgehend hiervon ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Geräteanordnung
mit einem ersten und zweiten Geräteteil zu schaffen, die beim Aufsetzen aufeinander
schnell und sicher elektrisch leitend miteinander kontaktiert werden und die elektrische
Verbindung vor Umwelteinflüssen weitestgehend geschützt wird.
[0007] Unter Umwelteinflüssen sind Einflüsse durch Eindringen von Staub, Feuchtigkeit und/oder
einem Berührschutz oder ähnliches zu verstehen, wenn das erste und zweite Gehäuseteil
flächig aufeinander liegen.
[0008] Die Aufgabe wird mit der Geräteanordnung nach Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen
sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0009] Es wird vorgeschlagen, dass die erste und zweite Leiterplatte Kontaktbereiche hat,
und dass ein drittes Kontaktelement vorgesehen ist, das mit einem Kontaktbereich der
ersten Leiterplatte mittelbar über ein erstes Kontaktelement und mit einem Kontaktbereich
der zweiten Leiterplatte unmittelbar oder mittelbar über ein zweites Kontaktelement
elektrisch leitend verbindbar ist, wobei das dritte Kontaktelement die zumindest eine
Wandung durchgreift.
[0010] Die in dem ersten und zweiten Geräteteil angeordneten ersten und zweiten Leiterplatten
werden somit durch mindestens ein drittes Kontaktelement elektrisch leitend miteinander
verbunden, das mittelbar über ein erstes Kontaktelement mit einem jeweiligen Kontaktbereich
der ersten Leiterplatte verbindbar und unmittelbar mit dem jeweiligen Kontaktbereich
der zweiten Leiterplatte oder mittelbar über ein zweites Kontaktelement mit dem jeweiligen
Kontaktbereich der zweiten Leiterplatte verbindbar ist. Das Kontaktelement erstreckt
sich dabei von den auf parallelen Ebenen im Abstand voneinander angeordneten ersten
und zweiten Leiterplatten und steht dabei in der Regel im Wesentlichen lotrecht zu
den Leiterplatten. Das bedingt, dass die Steckrichtung des mindestens einen Kontaktelementes
nicht parallel zur Ebene der Leiterplatten ausgerichtet ist, sondern eher quer zu
den Ebenen der Leiterplatten. Über die Kontaktflächen der Leiterplatten, das mit einer
Kontaktfläche der ersten Leiterplatte verbundene erste Kontaktelement und das dritte
Kontaktelement sowie ggf. ein mit der Kontaktfläche der zweiten Leiterplatte verbundenes
zweites Kontaktelement wird eine elektrisch leitende Verbindung zwischen zwei einander
zugeordneten Kontaktbereichen der beiden Leiterplatten hergestellt. Das dritte Kontaktelement
durchgreift dabei eine Wandung eines Gerätegehäuses, die sich zwischen der ersten
und zweiten Leiterplatte befindet. Damit wird die Ausrichtung und Positionierung der
beiden Geräteteile zueinander für das Aufeinanderstecken besser erkennbar und die
Luft- und Kriechstecken werden optimiert.
[0011] Das mindestens eine relativ zueinander positionierte Paar von Kontaktbereichen der
ersten und zweiten Leiterplatte mit dem dazwischenliegenden dritten Kontaktelement
hat den Vorteil, dass das erste Geräteteil flächig auf das zweite Geräteteil aufgesetzt
werden kann und dabei gleichzeitig über das dritte Kontaktelement der elektrisch leitende
Kontakt hergestellt wird. Das Kontaktelement befindet sich dann zwangsläufig in dem
vom ersten und zweiten Geräteteil abgedeckten Bereich und ist damit unzugänglich.
Damit wird nicht nur ein Berührschutz erreicht, sondern dass die elektrisch leitende
Verbindung durch die flächige Auflage des ersten und zweiten Geräteteils auch vor
weiteren Umwelteinflüssen wie Staub und gegebenenfalls Feuchtigkeit geschützt ist.
Damit wird auch vorteilhaft eine kompakte und wenig Bauraum beanspruchende Anordnung
der Gerätteile erzielt.
[0012] Der Begriff "quer" und "lotrecht" ist nicht im Sinne von genau 90° zur Ebene zu verstehen,
sondern eher im Sinne von mehr senkrecht als waagerecht, d.h. 90° +/- 45°.
[0013] Die erste und zweite Leiterplatte können jeweils mindestens einen Kontaktbereich
haben, so dass die Geräteanordnung mindestens ein drittes Kontaktelement zur elektrisch
leitenden Verbindung jeweils eines Paares von Kontaktbereichen der ersten und zweiten
Leiterplatte aufweist. Der Begriff "ein" ist somit nicht als Zahlwort zu verstehen,
sondern im Sinne von "mindestens ein" und schließt weitere Element nicht aus.
[0014] Das dritte Kontaktelement kann an dem ersten Kontaktelement lagefixierbar sein. Denkbar
ist aber auch, dass das dritte Kontaktelement an dem Kontaktbereich der zweiten Leiterplatte
oder dem zweiten Kontaktelement lagefixierbar ist. Unter einer Lagefixierung wird
dabei verstanden, dass das dritte Kontaktelement beim Abziehen des ersten und zweiten
Geräteteils voneinander an dem Kontaktelement oder Kontaktbereich verbleibt bzw. verharrt,
an dem es lagefixiert ist. Die Lagefixierung kann durch formschlüssige Verbindung
bspw. durch Verlöten mit einem Kontaktbereich, einer Leiterplatte erfolgen. Der Kontaktbereich
kann dabei eine Kupferfläche einer Leiterplatte sein. Denkbar ist aber auch eine Lagefixierung
durch Kraftschluss, der z.B. durch Verkrallen des dritten Kontaktelementes an einem
Kontaktelement, das einen Federklemmkontakt hat.
[0015] Das dritte Kontaktelement kann werkzeugfrei lösbar mit dem ersten Kontaktelement
oder dem Kontaktbereich der zweiten Leiterplatte oder dem zweiten Kontaktelement verbindbar
sein. Damit wird das dritte Kontaktelement von dem Kontaktelement oder Kontaktbereich
getrennt, sobald das erste und zweite Geräteteil voneinander abgenommen werden.
[0016] Wenn das erste Geräteteil mit der ersten Leiterplatte von dem zweiten Geräteteil
abgenommen wird, dann kann das Kontaktelement durch die Lagefixierung beispielsweise
an dem zweiten Geräteteil verbleiben. Das Kontaktelement ist hingegen mit einem Kontaktbereich
der ersten Leiterplatte lösbar verbunden, so dass es beim Aufstecken des ersten Geräteteils
auf das zweite Geräteteil in Steckkontakt mit dem Kontaktbereich der ersten Leiterplatte
tritt und beim Abnehmen des ersten Geräteteils vom zweiten Geräteteil von dem Kontaktbereich
des ersten Leiterteils der ersten Leiterplatte getrennt wird.
[0017] Das dritte Kontaktelement kann als Kontaktstift ausgebildet sein. Das erste Kontaktelement
der ersten Leiterplatte und ggf. das optionale zweite Kontaktelement der zweiten Leiterplatte
können als Steckkontakte mit Kontaktfedern zum Anklemmen jeweils eines Steckbereiches
des Kontaktstiftes ausgebildet sein. Damit kann die zweite Leiterplatte des zweiten
Geräteteils mit solchen Kontaktstiften versehen werden. Diese Kontaktstifte werden
dabei in die Steckkontakte der zweiten Leiterplatte eingesteckt, an die Kontaktbereiche
der zweiten Leiterplatte angelötet oder auf sonstige Weise an der zweiten Leiterplatte
lagefixiert. Für eine Lagefixierung können sich die scharfkantigen Klemmkanten der
Federzungen des zweiten Kontaktelementes in den Stiftkontakt innerhalb des der zweiten
Leiterplatte zugewandten Steckbereiches des Stiftkontaktes verkrallen. Wenn nun das
erste Geräteteil auf das zweite Geräteteil aufgesetzt wird, dann kontaktieren die
aus dem zweiten Geräteteil herausragenden Steckbereiche der Kontaktstifte die zugeordneten
ersten Kontaktelemente der ersten Leiterplatte des ersten Geräteteils. Diese Steckbereiche
werden dabei z.B. in die als Steckkontakte ausgeführten ersten Kontaktelemente der
ersten Leiterplatte eingesteckt und dort ebenfalls mit den Kontaktfedern elektrisch
leitend angeklemmt. Die Kontaktfedern und/oder die Steckbereiche des Kontaktstiftes
sind für die Steckkontaktierung an der ersten Leiterplatte so ausgebildet, dass die
Steckkontaktierung lösbar ist. Dies kann beispielsweise dadurch geschehen, dass die
Kontaktfedern des Steckkontaktes der ersten Leiterplatte den Kontaktstift nicht scharfkantig
berühren, sondern umgebogen sind bzw. dass die Klemmkanten der Federzungen mit einer
flächigen oder abgerundeten Anlagefläche an dem Steckbereich des Stiftkontaktes anliegen.
Das Material des Stiftkontaktes weist hierbei eine Härte auf, welche mindestens in
etwa der Härte der Federzungen der ersten und zweiten Kontaktelemente entspricht oder
höher ist.
[0018] Alternativ hierzu ist es denkbar, dass der erste Steckbereich des Stiftkontaktes
eine Beschichtung aus einem elektrisch leitfähigen Material mit einer größeren Oberflächenhärte
als das unter der Beschichtung liegende elektrisch leitende Material hat. Damit kann
auch ein scharfkantigeres Klemmende einer Kontaktfeder an dem Kontaktstift abgleiten,
wenn das erste Gehäuseteil von dem zweiten Gehäuseteil abgezogen wird.
[0019] Der zweite Steckbereich des Stiftkontaktes kann eingeprägt sein. Der zugeordnete
Steckkontakt der zweiten Leiterplatte hat dann eine Federzunge mit einer zur Verrastung
in der Einprägung des zweiten Steckbereichs ausgebildete Kontaktkante. Eine solche
Einprägung kann beispielsweise eine teilweise oder vollständig umlaufende Rille in
dem Kontaktstift sein. Denkbar ist aber auch eine an dem Kontaktstift eingeprägte
Erhebung.
[0020] Durch eine solche Einprägung wird in Verbindung mit der Kontaktkante der Federzunge
des Steckkontaktes ein Anschlag gebildet, der den Kontaktstift vor Herausziehen sichert.
[0021] Der Steckkontakt kann einen Kontaktstift und einen elektrisch isolierenden Mantel
haben, der zwischen dem ersten und zweiten Steckbereich den Kontaktstift umgibt.
[0022] Ein solcher elektrisch isolierender Mantel kann einerseits als Griffelement zum Greifen
und Einstecken des Kontaktstiftes in einen Steckkontakt des ersten und/oder zweiten
Gehäuseteils genutzt werden. Er dient auch als elektrische Isolierung und gegebenenfalls
auch als Abdichtung einer Öffnung in dem mindestens einen Gehäuseteil, in die der
Mantel eingebracht wird.
[0023] Der Mantel kann aus einem starren Kunststoffmaterial oder aus einem elastischen Kunststoff-
oder Gummimaterial oder einer Mischung davon ausgebildet sein. Ein elastischer Mantel
hat den Vorteil einer verbesserten Abdichtung.
[0024] Der Kontaktbereich und die ggf. optional vorhandenen zweiten Kontaktelemente der
zweiten Leiterplatte können über jeweils eine Öffnung in der zweiten Leiterplatte
zugänglich sein. Der Mantel taucht dann in eine Öffnung der zweiten Leiterplatte ein.
[0025] Damit wird der Kontaktstift, d.h. das dritte Kontaktelement, in seiner Lage ausgerichtet
und an einer vorgegebenen Position gehalten, wenn das erste Geräteteil auf das zweite
Geräteteil aufgesetzt wird.
[0026] In einer anderen Ausführungsform kann das dritte Kontaktelement als spiralförmig
gewendelte Druckfeder ausgebildet sein. Diese Druckfeder ist an dem Kontaktbereich
der zweiten Leiterplatte lagefixiert und beaufschlagt bei aufeinanderliegend angeordnetem
ersten und zweiten Geräteteil mittels Federdruckkraft das erste Kontaktelement der
ersten Leiterplatte. Wenn das erste Geräteteil auf das zweite Geräteteil aufgelegt
wird, dann wird die Druckfeder durch das erste Geräteteil komprimiert und auf diese
Weise wird ein schneller, sicherer und zuverlässiger elektrisch leitende Kontakt zwischen
den beiden einander gegenüberliegenden Leiterplatten über die Druckfeder erreicht.
[0027] Das an dem Kontaktbereich der zweiten Leiterplatte lagefixierte Ende der Druckfeder
kann radial aufgeweitet und an den Kontaktbereich der zweiten Leiterplatte anlötbar
oder angelötet sein. Die Windungen der Druckfeder sind somit zumindest bei der letzten
Windung radial nach außen ausgerichtet, so dass die mindestens eine letzte Windung
einen größeren Radius als der sich daran anschließende und zur ersten Leiterplatte
erstreckende Windungsbereich der Druckfeder hat. Dieses radial aufgeweitete Ende stellt
eine Auflage auf der Oberfläche der Leiterplatte bereit, das mit einer elektrisch
leitenden Kontaktschicht der Leiterplatte verbunden werden kann.
[0028] Denkbar ist auch, dass dieser radial aufgeweitete Bereich ein zurückgebogenes Ende
hat, das durch eine Bohrung der Leiterplatte geführt und auf der gegenüberliegenden
Seite mit der Leiterplatte verlötet wird.
[0029] Das Kontaktelement der ersten Leiterplatte kann eine mit der Leiterplatte verlötete
Federlagerplatte sein. Die Druckfeder wird dann auf dieser fest mit der Leiterplatte
verbundenen Federlagerplatte aufgelagert und dabei elektrisch leitend mit der Leiterplatte
kontaktiert. Die Federlagerplatte kann auf der zu der gegenüberliegenden Leiterplatte
abgewandten Seite der Leiterplatte angeordnet sein. Dann ist eine zu der Federlagerplatte
führende Öffnung in der Leiterplatte vorgesehen.
[0030] Die Druckfeder wird dann durch die Öffnung auf der Federlagerplatte aufgesetzt und
mit Hilfe der Öffnung an einer vorgegebenen Position angeordnet.
[0031] Die Federlagerplatte kann einen in die Öffnung der Leiterplatte hineinragenden Sockel
haben. Die Druckfeder wird dann angrenzend an den Sockel und der die Öffnung begrenzenden
Randkante der Leiterplatte aufgenommen. Durch den Sockel wird nicht nur ein Verrutschen
der Druckfeder verhindert. Vielmehr wird auch der Stromübergang zwischen Druckfeder
und Federlagerplatte verbessert.
[0032] Die Federlagerplatte kann einen Lötfinger haben, der in eine zugeordnete Bohrung
der Leiterplatte einsteckbar und der Seite der Leiterplatte, an der das freie Ende
des Lötfingers herausragt, mit der Leiterplatte verlötbar ist. Selbstverständlich
ist, dass die Federplatte nicht nur einen solchen Lötfinger, sondern auch mehrere,
wie bspw. zwei, drei oder vier von der Federlagerplatte abragende Lötfinger haben
kann.
[0033] Mit Hilfe der Lötfinger kann die Federlagerplatte sehr stabil an der Leiterplatte
befestigt werden, sodass die Druckkraft der Druckfeder über die Federlagerplatte langzeitstabil
und sicher von der Leiterplatte abgefangen wird.
[0034] Zur weiter verbesserten Auflagerung der Druckfeder unter Reduzierung der auf die
Leiterplatten wirkenden Kräfte kann eine Stützfeder zwischen der zweiten Leiterplatte
des zweiten Geräteteils und einer Stützfläche des zweiten Geräteteils vorhanden sein.
Als eine solche Stützfläche des zweiten Geräteteils kann bspw. die Innenwand eines
Gehäuses des Geräteteils genutzt werden. Die Stützfeder ist dabei eine Verlängerung
der Druckfeder an der Seite der zweiten Leiterplatte angeordnet, die dem ersten Geräteteil
abgewandt ist. Somit erstreckt sich die Druckfeder zwischen der ersten und zweiten
Leiterplatte und die Stützfeder zwischen der Auflagerfläche der Druckfeder an der
zweiten Leiterplatte und der Stützfläche des zweiten Geräteteils, das auf der dem
ersten Geräteteil diametral gegenüberliegenden Seite der zweiten Leiterplatte liegt.
Die Druckfeder und die Stützfeder liegen somit gegebenenfalls mit zwischenliegender
Federlagerplatte aneinander auf und erstrecken sich in diametral gegengesetzte Richtungen
voneinander.
[0035] Die Stützfeder kann ein separat von der Druckfeder ausgebildetes Teil sein. Denkbar
ist aber auch, dass die Stützfeder einteilig mit der Druckfeder ausgebildet ist. Im
Übergang zwischen der Druckfeder und der Stützfeder, d.h. im Bereich der Auflagerung
der Druckfeder und der Stützfeder an der zweiten Leiterplatte kann die Stützfeder
dabei im Vergleich zur Druckfeder radial aufgeweitet sein.
[0036] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen mit den beigefügten
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- - perspektivische Ansicht einer Geräteanordnung mit einem ersten Geräteteil, das auf
ein zweites Geräteteil aufgesetzt ist;
- Figur 2
- - Seiten-Schnittansicht durch die Geräteanordnung aus Figur 1;
- Figur 3
- - perspektivische Explosionsansicht der Geräteanordnung aus Figur 1 und 2 mit als
Kontaktstifte ausgeführten dritten Kontaktelementen;
- Figur 4
- - perspektivische Ansicht der Geräteanordnung aus Figur 3 mit in das zweite Gehäuseteil
eingesteckten Kontaktstiften;
- Figur 5
- - Ausschnitts-Schnittansicht durch die Geräteanordnung im Bereich eines Kontaktstiftes;
- Figur 6
- - perspektivische Ausschnitts-Schnittansicht der Geräteanordnung aus Figur 2;
- Figur 7
- - perspektivische Ansicht eines Steckkontaktes;
- Figur 8
- - perspektivische Ansicht eines Kontaktstiftes mit Isoliermantel;
- Figur 9
- - perspektivische Ansicht einer Anordnung dritter Kontaktelemente mit vier in einem
Rahmen aufgenommenen Kontaktstiften;
- Figur 10
- - Seiten-Schnittansicht einer anderen Variante der Geräteanordnung;
- Figur 11
- - Ausschnitts-Schnittansicht durch den Bereich eines Kontaktstiftes der Geräteanordnung
aus Figur 10;
- Figur 12
- - perspektivische Ausschnitts-Schnittansicht durch die Geräteanordnung aus Figur 10;
- Figur 13
- - perspektivische Ansicht einer ersten Art eines Steckkontaktes mit scharfkantiger
Kontaktkante zum lagefixierten Festklemmen eines Kontaktstiftes;
- Figur 14
- - perspektivische Ansicht einer zweiten Art eines Steckkontaktes mit abgeflachter
Kontaktkante zum lösbaren Anklemmen eines Konta ktstiftes;
- Figur 15
- - perspektivische Ansicht einer dritten Art eines Steckkontaktes mit abgerundeter
Kontaktkante zum lösbaren Anklemmen eines Kontaktstiftes;
- Figur 16
- - perspektivische Ansicht eines Kontaktstiftes mit umlaufender Einprägung an einem
Steckbereich;
- Figur 17
- - perspektivische Explosionsansicht einer Geräteanordnung mit Druckfedern als dritte
Kontaktelemente;
- Figur 18
- - Seiten-Schnittansicht durch die Geräteanordnung aus Figur 17 im zusammenmontierten
Zustand;
- Figur 19
- - Ausschnitts-Schnittansicht des Bereiches der Druckfeder der Geräteanordnung aus
Figur 18;
- Figur 20
- - perspektivische Ausschnittsansicht im Bereich der Druckfeder der Geräteanordnung
aus Figur 18;
- Figur 21
- - perspektivische Ansicht eines als Druckfeder ausgeführten dritten Kontaktelementes;
- Figur 22
- - perspektivische Ansicht einer Federlagerplatte für die Druckfeder aus Figur 21;
- Figur 23
- - Seiten-Schnittansicht durch zwei voneinander beabstandete Leiterplatten mit zwischenliegender
Druckfeder und Federlagerplatte;
- Figur 24
- - Seitenansicht der Druckfeder mit Federlagerplatte im Teilschnitt durch die Leiterplatten;
- Figur 25
- - Seiten-Schnittansicht einer anderen Ausführungsform einer Federlagerplatte mit Druckfeder
und zusätzlicher Stützfeder;
- Figur 26
- - Seiten-Schnittansicht durch die Geräteanordnung aus Figur 25;
- Figur 27
- - Seiten-Schnittansicht zweier mit einer Druckfeder verbundener Leiterplatten und
SMD-Steckkontakt;
- Figur 28
- - Seitenansicht der Anordnung aus Figur 27 im Teilschnitt;
- Figur 29
- - perspektivische Ansicht der Geräteanordnung aus Figur 27 und 28.
[0037] Figur 1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Geräteanordnung 1, die aus einem
ersten Geräteteil 2 und einem zweiten Geräteteil 3 gebildet ist. Das erste Geräteteil
2 ist in dem Ausführungsbeispiel ein elektronisches Anschaltgerät, das über nicht
dargestellte Verbindungskabel, die in einen Steckverbinder 4 einsteckbar sind, mit
Versorgungsspannung und gegebenenfalls Steuersignalen versorgt wird. Das zweite Geräteteil
3 ist eine Leuchte mit einem Leuchtengehäuse 5, in das eine Leiterplatte 6 eingebaut
ist. Die Leiterplatte 6 trägt flächige Leuchtelemente, wie bspw. Leuchtdioden, die
auf der Oberfläche der Leiterplatte 6 verteilt angeordnet sind. Das Leuchtengehäuse
5 ist mit einer transparenten Abdeckung 7 auf der dem ersten Geräteteil 2 gegenüberliegenden
Seite abgedeckt, sodass das von den Leuchtelementen emittierte Licht nur über die
transparente Abdeckung 7 nach außen treten kann.
[0038] Auch das erste Geräteteil 2 hat ein Versorgungsgerätegehäuse 8, das flächig auf das
Leuchtengehäuse 5 auf der Seite des zweiten Geräteteils 3 aufgesetzt wird, die der
transparenten Abdeckung 7 diametral gegenüberliegt.
[0039] Figur 2 zeigt eine Seiten-Schnittansicht durch die Geräteanordnung 1 aus Figur 1.
Deutlich wird, dass auch das erste Geräteteil 2 eine Leiterplatte 9 trägt, die im
Abstand zu der Leiterplatte 6 des zweiten Geräteteils 3 angeordnet ist, wenn das erste
Geräteteil 2 flächig auf das zweite Geräteteil 3 aufgesetzt ist. Wenn in diesem Zusammenhang
von einer Leiterplatte 6 die Rede ist, dann ist dieses funktional zu verstehen. Eine
solche Leiterplatte 6 kann auch mehrteilig sein. So ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
das Leuchtengehäuse 5 aus mehreren Teilen mit mehreren entsprechend in der Länge begrenzten
Leiterplatten 6 zusammengesetzt. Genauso ist aber auch eine Variante möglich, bei
der nur ein einteiliges Leuchtengehäuse 5 mit einer einzigen Leiterplatte 6 vorhanden
ist.
[0040] Deutlich wird, dass die erste Leiterplatte 9 des ersten Geräteteils 2 und die zweite
Leiterplatte 6 des zweiten Geräteteils 3 sich auf zwei voneinander beabstandeten Ebenen
befinden. Die erste und zweite Leiterplatte 9 und 6 sind annähernd parallel zueinander
ausgerichtet. Dabei ist mindestens eine Wandung zwischen der ersten und zweiten Leiterplatte
6, 9 angeordnet. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist eine Wandung durch die
Bodenwand des Versorgungsgerätegehäuses 8 gebildet.
[0041] Zwischen dem ersten Geräteteil 2 und dem zweiten Geräteteil 3 kann eine weitere Materiallage
bzw. Wandung angeordnet sein. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist eine solche
weitere Materiallage durch die der transparenten Abdeckung 7 diametral gegenüberliegende
Trägerwand des Leuchtengehäuses 5 gebildet. Eine solche weitere Materiallage bzw.
Wandung kann auch beispielsweise als ein Blech, das z.B. zur Kühlung dient, oder eine
Wandung eines ggf. vorhandenen wannenförmigen Tragschienenkörpers oder ähnliches gebildet
werden.
[0042] Die erste Leiterplatte 9 trägt ebenfalls nicht dargestellte elektronische Bauelemente.
Diese erste Leiterplatte 9 hat Öffnungen 10, durch die jeweils ein SMD-Steckkontakt
11 hindurchgeführt wird. Damit kann die Unterseite der Leiterplatte 9 für den Reflow-Lötprozess
genutzt werden. Der Steckverbinder 4 ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
mit der Durchsteckmontage montiert und kann dann auf derselben Seite der ersten Leiterplatte
9 wie die SMD-Steckverbinder 11 verlötet werden.
[0043] Die SMD-Steckverbinder 11 haben Federzungen 12, die in die Richtung abragen, die
von dem gegenüberliegenden zweiten Geräteteil 3 abgewandt ist.
[0044] Die zweite Leiterplatte 6 trägt Leuchtelemente 13 in Form von Leuchtdioden an der
Oberseite der Leiterplatte 6, die dem ersten Geräteteil 2 im aufgesetzten Zustand
abgewandt ist. Weiterhin sind auf dieser Seite der zweiten Leiterplatte 6 ebenfalls
SMD-Steckkontakte 14 aufgelötet. Auch diese SMD-Steckkontakte 14 haben jeweils ein
Paar von aufeinander zu weisenden Federzungen 12, die in die dem ersten Geräteteil
2 abgewandte Richtung abgebogen sind.
[0045] Zur elektrisch leitenden Verbindung des ersten Geräteteils 2 mit dem zweiten Geräteteil
3 sind dritte Kontaktelemente in Form von Kontaktstiften 15 vorgesehen. Diese Kontaktstifte
15 sind in ein Paar übereinander in einer Flucht angeordneter erster und zweiter Kontaktelemente
in Form von SMD-Steckverbindern 11, 14 des ersten und zweiten Geräteteils 2, 3 eingesteckt.
Die zweite Leiterplatte 6 hat hierzu jeweils in der Steckflucht eines SMD-Steckverbinders
14 eine Stecköffnung 16. Entsprechende Stecköffnungen finden sich dann auch in derselben
Steckflucht im Leuchtengehäuse 5 und dem Versorgungsgerätegehäuse 8 wieder. Zur elektrischen
Isolierung und zur Lagefixierung der Kontaktstifte 15 sind die Kontaktstifte 15 jeweils
mit einem elektrisch isolierenden Mantel 17 umgeben, der durch die Stecköffnungen
16 geführt ist bzw. in diese eintaucht.
[0046] Deutlich wird weiterhin, dass in diesem Ausführungsbeispiel das erste Geräteteil
2, welches das elektronische Vorschaltgerät EVG bildet, von zwei nebeneinander angeordneten
zweiten Leiterplatten 6 kontaktiert wird. Dabei besteht eine Möglichkeit des Ausgleichs
von Längsverschiebungen der beiden Leiterplatten 6 oder einer Parallelverschiebung
derselben durch eine (geringe) Schrägstellung der dritten Kontaktelemente, d.h. in
diesem Ausführungsbeispiel der Stiftkontakte 15.
[0047] Figur 3 zeigt eine perspektivische Ansicht der Geräteanordnung 1 aus Figur 1 und
2 in der Explosionsansicht. Deutlich werden die in dem Ausführungsbeispiel in einem
symmetrischen Viereck angeordneten Stecköffnungen 16 in dem Leuchtengehäuse 5, die
jeweils zu einem SMD-Steckkontakt 14 führen. In jede dieser Stecköffnungen 16 wird
ein Kontaktstift 15 eingesteckt, wie in der vormontierten Ansicht in Figur 4 zu erkennen
ist. Anschließend kann das erste Geräteteil 2 auf das zweite Geräteteil 3 aufgesteckt
werden, wie durch den Pfeil in der Figur 4 angedeutet ist.
[0048] Deutlich wird, dass der den Kontaktstift 15 umgebende Mantel 17 in die Stecköffnung
16 eintaucht, sodass die Kontaktstifte 15 damit lagefixiert sind. Zudem kann mit dem
der in der Stecköffnung 16 positionierten Mantel 17 des Stiftkontaktes 15 eine Dichtwirkung
erzielt werden, so dass zumindest der Innenraum des Leuchtengehäuse 5 gegenüber äußere
Einflüsse, wie z.B. Feuchtigkeit geschützt ist.
[0049] Der Mantel 17 erstreckt sich nur über einen Teil der Länge der Kontaktstifte 15 und
lässt zwei einander diametral gegenüberliegende Steckbereiche des Kontaktstiftes 15
frei.
[0050] In dem in Figur 4 dargestellten Zustand, bei dem die Kontaktstifte 15 in das zweite
Geräteteil 3 eingesteckt sind, werden diese Kontaktstifte 15 von den SMD-Steckkontakten
14 lagefixiert gehalten. Sie können nicht mehr abgezogen werden, da sich die Federzungen
12 der SMD-Steckkontakte 14 an den nach unten abragenden (nicht in Figur 4 sichtbaren)
Steckbereichen verkrallen.
[0051] Wenn das erste Geräteteil 2 auf das zweite Geräteteil 3 aufgesetzt ist, dann ist
die Verbindung zwischen dem Kontaktstift 15 und den SMD-Steckkontakten 11 des ersten
Geräteteils 2 hingegen immer noch lösbar gestaltet. Dies kann in dem dargestellten
Ausführungsbeispiel dadurch sichergestellt werden, dass der in Figur 4 sichtbare obere
Steckbereich der Kontaktstifte 15 mit einer Beschichtung versehen ist, die eine größere
Oberflächenhärte als der darunterliegende Teil des Kontaktstiftmaterials und insbesondere
des Kontaktstiftmaterials des gegenüberliegenden Steckbereiches hat. Durch diese größere
Oberflächenhärte wird verhindert, dass sich die Federzungen 12 an dem Kontaktstift
15 verkrallen.
[0052] Das erste Geräteteil 2, d.h. z.B. das elektronische Vorschaltgerät, kann einfach
ausgewechselt werden, indem es von dem zweiten Geräteteil 3, d.h. von der Leuchte,
abgezogen wird. Dabei verbleiben die Stiftkontakte 15 an dem zweiten Geräteteil 3
und das neue oder reparierte erste Geräteteil 2 kann später einfach wieder auf das
zweite Geräteteil 3 aufgesetzt und dabei mittels der verbliebenden dritten Kontaktelemente,
d.h. der lagefixierten Stiftkontakte 15, elektrisch leitend mit diesem kontaktiert
werden.
[0053] Figur 5 zeigt eine Seiten-Schnittansicht eines Ausschnitts der Geräteanordnung 1
aus Figuren 1 bis 4. Dabei wird erkennbar, dass die SMD-Steckkontakte 11, 14 der ersten
und zweiten Leiterplatte 9, 6 des ersten und zweiten Geräteteils 2, 3 einander gegenüberliegen
und eine Steckachse definieren, in die lotrecht zu den ersten und zweiten Leiterplatten
9, 6 ein Kontaktstift 15 eingesteckt ist. In diesem eingesteckten Zustand verkrallen
sich die Federzungen 12 des SMD-Steckverbinders 14 der zweiten Leiterplatte 6 mit
dem unteren Steckbereich des Kontaktstiftes 15. Die Steckverbindung mit der ersten
Leiterplatte 9 ist hingegen lösbar gestaltet, sodass das erste Geräteteil 2 mit einer
gewissen Kraft von dem zweiten Geräteteil 3 abgezogen werden kann, wobei der Kontaktstift
2 im Steckzustand an der zweiten Leiterplatte 6 des zweiten Geräteteils 3 verbleibt.
Dies kann beispielsweise durch Oberflächenbeschichtung des oberen Steckbereichs des
Kontaktstifts 15 erfolgen bzw. unterstütz werden.
[0054] Figur 6 zeigt eine perspektivische Schnittansicht durch die Geräteanordnung der Figuren
1 bis 5. Erkennbar ist hier, dass das erste und zweite Geräteteil 2, 3 jeweils mehrere
einander zugeordnete Paare von SMD-Steckkontakten 11, 14 haben, die jeweils an den
vorgegebenen Steckpositionen passend zueinander ausgerichtet sind.
[0055] Diese Steckpositionen werden durch die Stecköffnungen 16 in dem Leuchtengehäuse 5,
den Öffnungen in der zweiten Leiterplatte 6 und den Öffnungen an der Unterseite des
Versorgungsgerätegehäuses 8 sichtbar vorgegeben.
[0056] Figur 7 zeigt einen SMD-Steckkontakt 11, 14, die jeweils ein Paar aufeinander zuweisende
Federzungen 12 hat. Die Federzungen 12 haben an ihrem freien Ende jeweils eine Klemmkante
18. Diese Klemmkante 18 ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel scharfkantig,
sodass ein eingesteckter Kontaktstift 15 lagefixiert und nur durch Drehen spiralförmig
aus dem Steckkontakt entfernt werden kann. Nur durch geeignete Beschichtung mit einem
Material hinreichend großer Oberflächenhärte kann verhindert werden, dass sich die
Kontaktkanten 18 in den Kontaktstift 15 eingraben und diesen verkrallen.
[0057] Figur 8 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Kontaktstiftes 15, dessen erster,
längerer Steckbereich 19 mit einer solchen Oberflächenbeschichtung versehen ist. Der
untere, kürzere Steckbereich 20 hingegen ist unbeschichtet und hat eine geringere
Oberflächenhärte als der erste Steckbereich 19, sodass sich die Kontaktkanten 18 des
SMD-Steckkontaktes 14 dort eingraben.
[0058] Aus Figur 7 wird weiterhin deutlich, dass der SMD-Steckkontakt 11, 14 an den einander
diametral gegenüberliegenden Enden Lötfüße 21 hat, an den der SMD-Steckkontakt 11,14
auf eine Leiterplatte 6, 9 aufgelegt und mit dieser verlötet wird. Die Lötfüße 21
befinden sich auf einer anderen Ebene als die Ebene des höher liegenden Verbindungssteges
22, in dem die Federzungen 12 freigeschnitten sind. Die Federzungen 12 sind von diesem
Verbindungssteg 22 in eine Richtung abgebogen, die den Lötfüßen 21 diametral gegenüberliegt,
d.h. von diesen abgewandt ist.
[0059] Figur 9 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Anordnung von dritten Kontaktelementen
23 mit vier in einem Quadrat symmetrisch angeordneten Kontaktstiften 15 und einem
Kontaktrahmen 24. Der Kontaktrahmen 24 ist aus einem elektrisch isolierenden Kunststoffmaterial
ausgebildet. Die Mäntel 17 der Kontaktstifte 15 sind in entsprechende Öffnungen des
Rahmenelements 24 eingesetzt oder einstückig mit dem Rahmenelement 24 ausgeformt.
Die Kontaktstifte 15 sind in diese Mäntel 17 eingesteckt und werden auf diese Weise
über die Mäntel 17 von dem Rahmenelement 24 gehalten und in der benötigten Stecklage
gehalten.
[0060] Zur elektrischen Verbindung des ersten Geräteteils 2 mit dem zweiten Geräteteil 3
muss dann nur noch eine einzige einstückig ausgebildete Anordnung dritter Kontaktelemente
23 auf das zweite Gehäuseteil 3 aufgesteckt werden. Dann kann beim Aufsetzen des ersten
Geräteteils 2 auf das zweite Geräteteil 3 direkt die elektrisch leitende Verbindung
über die Anordnung dritter Kontaktelemente 23 hergestellt werden.
[0061] Dadurch, dass die Kontaktelemente beispielsweise in Form der Kontaktstifte 15 durch
die Auflageflächen des ersten und zweiten Geräteteils 2, 3, welche aufeinander zugewandt
sind und vorzugsweise direkt aufeinander anliegen, verdeckt sind, werden diese Verbindungsbereiche
vor Berührung, Staub und ggf. sogar vor Feuchtigkeit geschützt.
[0062] Figur 10 zeigt eine Seiten-Schnittansicht einer etwas modifizierten Geräteanordnung
1. Wiederum ist das erste Geräteteil 2 auf das zweite Geräteteil 3 aufgesetzt. Der
grundsätzliche Aufbau entspricht der vorher beschriebenen Anordnung, sodass im Wesentlichen
auf das vorher Gesagte verwiesen werden kann.
[0063] Die Steckkontakte 25 des ersten Geräteteils 2 sind allerdings modifiziert und nicht
als SMD-Steckkontakte ausgeführt. Sie haben vielmehr durch Bohrungen in der ersten
Leiterplatte 9 hindurchragende Lötkontaktbeinchen 26. Damit kann die Öffnung 10 in
der Leiterplatte 9 verkleinert werden. Zudem sind diese Durchsteck-Steckkontakte 25
mechanisch stabiler an der ersten Leiterplatte 9 angebunden, als die SMD-Steckkontakte
11, 14. Sie können die beim Aufstecken und insbesondere Abziehen des ersten Geräteteils
2 auftretenden Kräfte noch zuverlässiger abfangen.
[0064] Die erste Leiterplatte 9 hat dennoch eine etwas kleinere Stecköffnung 10, die mit
den Stecköffnungen 16 fluchten, um den Zugang eines Kontaktstifts 15 zu den zugeordneten
Federzungen 12 des Durchsteck-Steckkontaktes 25 freizugeben.
[0065] Figur 11 zeigt eine Schnittansicht eines Ausschnitts der Geräteanordnung 1 aus Figur
10. Dabei wird deutlich, dass der Kontaktstift 15 wiederum in der vorgegebenen Steckrichtung
lotrecht zu der ersten und zweiten Leiterplatte 6, 9 in den unteren SMD-Steckkontakt
14 und den oberen Durchsteck-Steckkontakt 25 eingesteckt ist.
[0066] Figur 12 zeigt eine perspektivische Schnittansicht der Geräteanordnung aus Figur
10 und 11. Hierbei wird nochmals deutlich, dass die Stecköffnung 10 in der ersten
Leiterplatte 9 nunmehr als Bohrung mit einem größeren Querschnitt als der Durchmesser
der Kontaktstifte 15 ausgeführt ist. Diese Stecköffnung 10 ist allerdings kleiner
als die beispielsweise rechteckförmige Stecköffnung 10 des ersten Ausführungsbeispiels,
bei dem der SMD-Steckkontakt 11 durch diese Stecköffnung 10 hindurchgeführt wird.
[0067] Figur 13 zeigt eine perspektivische Ansicht des Durchsteck-Steckkontaktes 25 für
das erste Geräteteil 2. Deutlich wird, dass von dem Verbindungssteg 22, an dem die
Federzungen 12 ausgeformt sind, an den einander gegenüberliegenden Enden jeweils Lötkontaktbeinchen
26 abragen. Diese Lötkontaktbeinchen 26 haben eine geringere Breite als der Verbindungssteg
22.
[0068] Erkennbar ist auch, dass die Federzungen scharfkantige Kontaktkanten 18 haben.
[0069] Figur 14 zeigt eine zweite Art eines Durch-Steckkontaktes 25, bei dem im Unterschied
zur in Figur 13 gezeigten ersten Art die Kontaktkanten 18 abgeschrägt sind. Durch
diese Abschrägung wird verhindert, dass sich die Federzungen 12 in den Kontaktstift
15 verkrallen. Auf diese Weise kann das erste Geräteteil 2 entgegen der Klemmkraft
der Klemmfedern 12 von den Kontaktstiften 15 abgezogen werden, die sich auf der gegenüberliegenden
Seite mit den SMD-Steckkontakten 14 des zweiten Geräteteils 3 lagefixiert verkrallen.
[0070] Figur 15 zeigt eine dritte Art eines Steckkontaktes 25, bei dem die Kontaktkanten
18 abgerundet sind. Auch hierdurch wird verhindert, dass sich die Kontaktstifte 15
an den Federzungen 12 verkrallen. Sie können auch ohne Beschichtung wieder herausgezogen
werden, sodass sich dadurch hier durch eine lösbare Steckverbindung ergibt.
[0071] Diese Ausführungsform der aus der zweiten Art nach Figur 14 und 15 sind in gleicher
Weise bei anderen Arten von Steckverbindern realisierbar, insbesondere durch Modifikation
des SMD-Steckverbinders 11, 14 aus Figur 7. So kann für das erste Geräteteil 2 der
in Figur 7 dargestellte SMD-Steckverbinder 11 mit einer in den Figuren 14 und 15 gezeigten
Abflachung oder Abrundung der Kontaktkanten 18 eingesetzt werden.
[0072] Figur 16 zeigt einen modifizierten Kontaktstift 15, der wiederum von einem elektrisch
isolierenden Mantel 17 umgeben ist. Der untere, zweite Steckbereich 20 für das zweite
Geräteteil 3 hat eine Einprägung 27. Diese ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
als eine um den Umfang des Kontaktstifts 15 umlaufende Rille oder Nut ausgebildet.
Denkbar ist aber auch, dass eine solche Einprägung als sich nur teilweise über den
Umfang erstreckende Einkerbung oder als Erhebung oder Kombination davon ausgebildet
ist.
[0073] Die Einprägung 27 bildet einen Anschlag für eine Federzunge 12, wenn der Kontaktstift
15 in einen Steckkontakt 14 des zweiten Geräteteils 3 eingesteckt ist. Die Kontaktkanten
18 der Federzungen 12 schnappen quasi in die Einprägung 27 ein und kommen dort zur
Anlage. Dadurch wird der Kontaktstift 15 lagefixiert und kann nicht mehr einfach herausgezogen
werden. Beim Abnehmen des ersten Geräteteils 2 vom zweiten Geräteteil 3 verbleiben
die Kontaktstifte 15 somit an dem zweiten Geräteteil 3. Mit Hilfe dieser Rille 27
kann die Lagefixierung verbessert werden, die sich bereits durch das Eingraben scharfkantiger
Kontaktkanten 18 der Federzungen 12 ergibt.
[0074] Figur 17 zeigt eine perspektivische Explosionsansicht einer anderen Variante einer
Geräteanordnung 1. Dabei kann im Wesentlichen auf die vorherigen Ausführungen verwiesen
werden. Das erste Geräteteil 2 ist flächig auf das zweite Geräteteil 3 aufgesetzt.
Als dritte Kontaktelemente sind bei dieser Variante allerdings Druckfedern 28 vorgesehen,
die durch Stecköffnungen 16 des Leuchtengehäuses 5 an der Seite herausragen, die der
transparenten Abdeckung 7 des zweiten Geräteteils 3 gegenüberliegt. Das erste Geräteteil
2 wird in Pfeilrichtung auf die Auflagefläche des Leuchtengehäuses 5 aufgesetzt, sodass
die Druckfedern 28 in den Innenraum des Versorgungsgerätegehäuses 8 des ersten Geräteteils
2 eintauchen und dort erste Kontaktelemente der im Versorgungsgerätegehäuse 8 befindlichen
ersten Leiterplatte 9 kontaktieren.
[0075] Dies ist in der Figur 18 deutlich erkennbar, die eine Schnittansicht der montierten
Geräteanordnung 1 aus Figur 17 zeigt.
[0076] Deutlich wird, dass die erste Leiterplatte 9 des ersten Geräteteils 2 Federlagerplatten
29 tragen, welche die ersten Kontaktelemente der ersten Leiterplatte 9 bilden. Diese
sind an die erste Leiterplatte 9 angelötet. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel
sind diese in Durchsteckmontage mit Lötfingern 30 lagestabil montiert. Die Druckfeder
28 erstreckt sich durch die Stecköffnung 16 des Leuchtengehäuses 5, einer fluchtenden
Öffnung im Versorgungsgerätegehäuse 8 und einer Stecköffnung 10 in der ersten Leiterplatte
9, um dann in Kontakt mit der Federlagerplatte 29 zu treten. Die Federlagerplatte
29 hat einen in die Öffnung 10 hineinragenden Sockel 31. Das Kontaktende der Druckfeder
28 ist dann zwischen dem Sockel 31 und der den die Öffnung 10 begrenzenden Randkanten
der ersten Leiterplatte 9 lagefixiert.
[0077] Deutlich wird weiterhin, dass auch in diesem Ausführungsbeispiel das erste Geräteteil
2, welches das elektronische Vorschaltgerät EVG bildet, von zwei nebeneinander angeordneten
zweiten Leiterplatten 6 des zweiten Geräteteils 3 kontaktiert wird. Dabei besteht
eine Möglichkeit des Ausgleichs von Längsverschiebungen der beiden Leiterplatten 6
oder einer Parallelverschiebung derselben durch eine (geringe) Schrägstellung der
dritten Kontaktelemente, d.h. in diesem Ausführungsbeispiel der Druckfedern 28.
[0078] Die Druckfedern 28 sind an der Unterseite der zweiten Leiterplatte 6, an der sich
auch die Leuchtelemente 13 befinden, angelötet. Hierzu ist die Druckfeder 28 mit ihrer
letzten Windung radial aufgeweitet und hat somit dort einen größeren Durchmesser,
als in dem sich zur ersten Leiterplatte 9 hin erstreckenden Teil. Diese radial aufgeweitet
letzte Windung ist dann an einer Kontaktfläche der zweiten Leiterplatte 6 verlötet.
[0079] Dies ist in der Seiten-Schnittansicht der Figur 19 noch deutlicher zu erkennen. Die
elektrisch leitende Verbindung zwischen der ersten Leiterplatte 9 und der zweiten
Leiterplatte 6 erfolgt über die mit der ersten Leiterplatte 9 verbundene Federlagerplatte
29 und der daran mittels der Federkraft anliegenden Druckfeder 28, die ihrerseits
an der Unterseite mit der zweiten Leiterplatte 6 verlötet ist.
[0080] Deutlich wird dabei, dass die Druckfeder 28 in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
zylinderförmig ist, d.h. bis auf die letzte radial aufgeweitete Windung 32 annähernd
denselben Durchmesser hat.
[0081] Figur 20 zeigt eine perspektivische Schnittansicht der Gerätanordnung aus Figur 18
und 19. Erkennbar ist hierbei, dass der Sockel 31 der Federlagerplatte 29 konisch
zulaufend ist und in Richtung der Steckeröffnungen 16 des Versorgungsgerätegehäuses
8 und des zweiten Geräteteils 3 ragt. Die Druckfeder 28 wird mit ihrem freien Ende
zwischen dem Sockel 31 und der in die Öffnung 10 der ersten Leiterplatten 9 begrenzten
Randkanten aufgenommen.
[0082] Figur 21 zeigt eine perspektivische Ansicht der Druckfeder 28 mit seiner radial aufgeweiteten
letzten Windung 32. Die Druckfeder 28 ist spiralförmig aus einem Federstahldraht gebildet.
Sie übt eine Federkraft aus, wenn sie entgegengesetzt zu ihrer Erstreckungslänge komprimiert
wird.
[0083] Figur 22 zeigt eine perspektivische Ansicht der Federlagerplatte 29, von der an den
vier Ecken lotrecht Lötfinger 30 abragen. Diese werden in der Durchsteckmontage in
die erste Leiterplatte 9 eingesteckt und auf der Rückseite an ihren freien Enden mit
der ersten Leiterplatte 9 verlötet.
[0084] Deutlich wird auch, dass die Federlagerplatte 29 im Zentrum einen in Richtung der
Lötfinger 30 nach unten hin abragenden Sockel 31 hat, der sich konisch verjüngt.
[0085] Figur 23 zeigt eine Seiten-Schnittansicht einer modifizierten Ausführungsform der
Geräteanordnung 1 mit einer oberen ersten Leiterplatte 9, einer unteren zweiten Leiterplatte
6 und einer dazwischen angeordneten Druckfeder 28. Diese Druckfeder 28 ist wiederum
am unteren Ende radial aufgeweitet. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die Federlagerplatte
29 etwas modifiziert. Sie ist für die SMD-Lötmontage an der Unterseite der ersten
Leiterplatte 9 vorgesehen. Daher hat sie keine Lötfinger 30 wie bei dem vorher beschriebenen
Ausführungsbeispiel.
[0086] Der Sockel 31 ist wiederum im Zentrum der Federlagerplatte 29 gebildet. Zwischen
dem Sockel 31 und den Auflagerflächen 33 wird eine Aufnahmemulde 34 für das freie
Ende der Druckfeder gebildet. Diese Aufnahmemulde 34 ist ringförmig umlaufend und
hält die Druckfeder 28 in der vorgegebenen Lage. Damit wird auch der Stromübergang
zwischen der Druckfeder 28 und der Federlagerplatte 29 optimal gestaltet.
[0087] Figur 24 zeigt eine Seitenansicht der Federlagerplatte 29 und der Druckfeder 28 im
Schnitt durch die erste und zweite Leiterplatte 9, 6. Es wird deutlich, dass die Federlagerplatte
29 an der Unterseite der ersten Leiterplatte 9 mit einer Auflagerkante 33 flächig
aufliegt. Die Federlagerplatte 29 taucht dann in eine Öffnung 10 in der ersten Leiterplatte
9 ein und stellt dort eine Mulde zur Aufnahme der Druckfeder 28 bereit.
[0088] Figur 25 zeigt eine modifizierte Ausführungsform einer Geräteanordnung 1 im Teilschnitt.
Dabei ist die Federlagerplatte 29 als U-förmig gebogener Bügel ausgebildet. Wiederum
ist die Druckfeder 28 in der Federlagerplatte 29 aufgenommenen und dort lagefixiert
und elektrisch leitend kontaktiert.
[0089] Deutlich wird, dass die Druckfeder 28 nach der radial aufgeweiteten letzten Windung
32 weiter nach unten geführt ist. Damit wird eine Stützfeder 35 gebildet, die sich
auf der Seite des zweiten Geräteteils an diesem zweiten Geräteteil 3 bspw. an der
transparenten Abdeckung 7 abstützt, die der ersten Leiterplatte 9 des ersten Geräteteils
2 diametral gegenüberliegt. Damit wird die Lötverbindung der radial aufgeweiteten
letzten Windung 32 der Druckfeder 28 entlastet, wenn das erste Geräteteil 2 auf das
zweite Geräteteil 3 aufgesetzt ist.
[0090] Eine solche Stützfeder 35 kann auch als separates Teil ausgeführt sein. Eine solche
Stützfeder 35 lässt sich als separates oder als integrales Teil auch in den vorher
beschriebenen Ausführungsformen der Druckfeder vorteilhaft einsetzen.
[0091] Figur 26 zeigt eine Schnittansicht der Geräteanordnung aus Figur 25. Deutlich wird,
dass die Stützfeder integral mit der radial aufgeweiteten letzten Windung 32 der Druckfeder
28 ausgeformt ist und sich ausgehend davon wieder konisch verjüngt.
[0092] Erkennbar ist auch, dass die Federlagerplatte 29 mehrere Mulden 36 mit unterschiedlichem
Radius hat. So kann die Druckfeder 28 beim Aufstecken des ersten Geräteteils 2 auf
das zweite Geräteteil 3 in der dann passenden Lage fixiert werden.
[0093] Figur 27 zeigt eine andere Ausführungsform einer Geräteanordnung, bei der die Druckfeder
28 auf der Oberseite der zweiten Leiterplatte 6 des zweiten Geräteteils 3 aufliegt.
Damit wird die Kontaktkraft über die Leiterplatte 6 abgefangen, ohne die Lötverbindung
zu strapazieren. Der elektrisch leitende Kontakt zwischen der Druckfeder 28 und der
zweiten Leiterplatte 6 wird durch einen an der Unterseite der zweiten Leiterplatte
6 verlöteten SMD-Steckkontakt 14 sichergestellt. Hierbei kann es sich um den oben
bereits ausführlich beschriebenen und in Figur 7 dargestellten SMD-Steckkontakt handeln.
[0094] Die Druckfeder 28 hat an ihrem lagefixierten Ende ein aus der spiralförmigen Wendelung
abgebogenes gradliniges Leiterende 37, das in den SMD-Steckkontakt 14 eingesteckt
und durch die Federzungen 12 steckkontaktiert wird. Damit wird die Druckfeder 28 nach
dem Einstecken in das zweite Geräteteil 3 lagefixiert gehalten.
[0095] Figur 28 zeigt eine Teilschnittansicht der Geräteanordnung aus Figur 27. Deutlich
wird, dass die Druckfeder 28 spiralförmig gewendelt ist und in dem gradlinigen Leiterende
37 an seinem mit der zweiten Leiterplatte 6 lagefixierten Bereich ausläuft. Auch wenn
für dieses Ausführungsbeispiel eine Federlagerplatte 29 des Ausführungsbeispiels aus
Figur 26 gezeigt wird, kann auch diese Variante mit gradlinigem Leiterende 37 mit
anderen Federlagerplatten kombiniert werden.
[0096] Figur 29 zeigt eine perspektivische Ansicht der Geräteanordnung mit der Federlagerplatte
29, die als U-förmig gebogenes Blechteil ausgeführt ist, dessen einander gegenüberliegenden
Lötfinger 30 in Öffnungen oder Schlitze der ersten Leiterplatte 9 eingesteckt und
damit verlötet sind.
[0097] Eine solche aus einem Blechteil ausgestanzte Federlagerplatte 29 benötigt sehr wenig
Material und kann damit einfach und preisgünstig hergestellt werden.
1. Geräteanordnung (1) mit einem ersten Geräteteil (2), das eine erste Leiterplatte (9)
hat, und einem zweiten Geräteteil (3), das eine zweite Leiterplatte (6) hat, wobei
das erste und zweite Geräteteil (2, 3) zur flächigen Anordnung aufeinander ausgebildet
sind und wobei die erste und zweite Leiterplatte (9, 6) zwei voneinander beabstandete
Lagen bilden, wenn das erste und zweite Geräteteil (2, 3) flächig aufeinander angeordnet
sind, und sich zumindest eine Wandung eines Gerätegehäuses (5, 8) eines der beiden
Geräteteile (2, 3) zwischen der ersten und zweiten Leiterplatte (9, 6) befindet
dadurch gekennzeichnet,
- dass die erste und zweite Leiterplatte (9, 6) Kontaktbereiche hat, und
- dass ein drittes Kontaktelement (15, 28) vorgesehen ist, das mit einem Kontaktbereich
der ersten Leiterplatte (9) mittelbar über ein erstes Kontaktelement (11, 29) und
mit einem Kontaktbereich der zweiten Leiterplatte (6) unmittelbar oder mittelbar über
ein zweites Kontaktelement (14) elektrisch leitend verbindbar ist,
- wobei das dritte Kontaktelement (15, 28) die zumindest eine Wandung durchgreift.
2. Geräteanordnung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das dritte Kontaktelement (15, 28) an dem ersten Kontaktelement (11, 29) oder dem
Kontaktbereich der zweiten Leiterplatte (6) oder dem zweiten Kontaktelement (14) lagefixierbar
ist.
3. Geräteanordnung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das dritte Kontaktelement (15, 28) werkzeugfrei lösbar mit dem ersten Kontaktelement
(11, 29) oder dem Kontaktbereich der zweiten Leiterplatte (6) oder dem zweiten Kontaktelement
(14) verbindbar ist.
4. Geräteanordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das dritte Kontaktelement als ein Kontaktstift (15) ausgebildet ist und das erste
und das zweite Kontaktelement (11, 14) als Steckkontakte (11, 14, 25) mit Kontaktfedern
zum Anklemmen jeweils eines Steckbereiches des Kontaktstiftes (15) ausgebildet ist.
5. Geräteanordnung (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein erster zur lösbaren Verbindung vorgesehener Steckbereich (19) des Kontaktstiftes
(15) eine Beschichtung aus einem elektrisch leitfähigen Material mit einer größeren
Oberflächenhärte als das unter der Beschichtung liegende leitfähige Material hat.
6. Geräteanordnung (1) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweiter zur lagefixierbaren Verbindung vorgesehener Steckbereich (20) des Kontaktstiftes
(15) eingeprägt ist und das zugeordnete zweite Kontaktelement (14) der zweiten Leiterplatte
(6) eine Federzunge (12) mit einer zur Verrastung in der Einprägung (27) des zweiten
Steckbereiches ausgebildeten Kontaktkante (18) hat.
7. Geräteanordnung (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das dritte Kontaktelement einen Kontaktstift (15) und einen elektrisch isolierenden
Mantel (17) hat, der zwischen dem ersten und dem zweiten Steckbereich (19, 20) den
Kontaktstift (15) umgibt.
8. Geräteanordnung (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Kontaktelemente (14) der zweiten Leiterplatte (6) über jeweils eine Öffnung
(16) in der zweiten Leiterplatte (6) zugänglich sind und der Mantel (27) in eine Öffnung
(16) der zweiten Leiterplatte (6) des zweiten Kontaktelements (14) eintaucht.
9. Geräteanordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das dritte Kontaktelement als spiralförmig gewendelte Druckfeder (28) ausgebildet
ist, die an dem Kontaktbereich der zweiten Leiterplatte (6) lagefixiert ist und bei
aufeinanderliegend angeordnetem ersten und zweiten Geräteteil (2, 3) mittels Federdruckkraft
das erste Kontaktelement (29) der ersten Leiterplatte (6) beaufschlagt.
10. Geräteanordnung (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das an dem Kontaktbereich der zweiten Leiterplatte (6) lagefixierte Ende der Druckfeder
(28) radial aufgeweitet und an den Kontaktbereich der zweiten Leiterplatte (6) anlötbar
oder angelötet ist.
11. Geräteanordnung (1) nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktbereich der zweiten Leiterplatte (6) mit einem zweiten Kontaktelement
verbunden ist, das als Steckkontakt (14) mit einer Kontaktfeder ausgebildet ist, und
dass das lagefixierte Ende der Druckfeder (28) ein aus der spiralförmigen Wendelung
abgebogenes, geradliniges Leiterende (37) zum Einstecken in den Steckkontakt (14)
und zum Anklemmen an den Steckkontakt (14) mittels der Kontaktfeder ist.
12. Geräteanordnung (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Kontaktelement der ersten Leiterplatte (9) eine mit der Leiterplatte (9)
verlötete Federlagerplatte (29) ist.
13. Geräteanordnung (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Federlagerplatte (29) auf der zu der gegenüberliegenden zweiten Leiterplatte
(6) abgewandten Seite der ersten Leiterplatte (9) angeordnet ist und eine zu der Federlagerplatte
(29) führende Öffnung (10) in der ersten Leiterplatte (9) vorgesehen ist.
14. Geräteanordnung (1) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Federlagerplatte (29) einen in die Öffnung (10) der ersten Leiterplatte (9) hineinragenden
Sockel (31) hat, wobei die Druckfeder (28) zwischen dem Sockel (31) und der die Öffnung
(10) begrenzenden Randkante der ersten Leiterplatte (9) aufgenommen wird.
15. Geräteanordnung (1) nach einem der Ansprüche 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Federlagerplatte (29) Lötfinger (30) hat, die in Bohrungen in der ersten Leiterplatte
(9) einsteckbar und auf der Seite der ersten Leiterplatte (9), an der die freien Ende
der Lötfinger (30) herausragen, mit der ersten Leiterplatte (9) verlötbar sind.
16. Geräteanordnung (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass eine Stützfeder (35) zwischen der zweiten Leiterplatte (6) des zweiten Geräteteils
(3) und einer Stützfläche des zweiten Geräteteils (3) vorhanden ist, wobei die Stützfeder
(35) in Verlängerung der Druckfeder (28) an der Seite der zweiten Leiterplatte (6)
angeordnet ist, die dem ersten Geräteteil (2) abgewandt ist.
17. Geräteanordnung (1) nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützfeder (35) separat von der Druckfeder (28) oder einteilig mit der Stützfeder
(35) ausgebildet ist.
18. Geräteanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und/oder zweite Leiterplatte (9, 6) eine Öffnung (10) hat, über die ein
auf der zur gegenüberliegenden Leiterplatte (6, 9) abgewandten Seite der Leiterplatte
(9, 6) angeordnetes erstes oder zweites Kontaktelement (11, 14) zugänglich ist, und
dass das dritte Kontaktelement (15, 28) durch die Öffnung (10) zu dem ersten oder
zweiten Kontaktelement (11, 14) geführt wird.