[0001] Die Erfindung betrifft ein Montagehilfsmittel für ein Herstellen einer Schraubverbindung
zwischen einem elektrischen Stecker- oder Buchsen-Teil und einem Anschlusskörper.
[0002] Elektrische Leuchten, die für den Außenbereich vorgesehen sind, weisen üblicherweise
ein Gehäuse auf, das in geeigneter Weise dicht gegenüber dem Außenraum gestaltet sein
sollte, so dass bei Betrieb der Leuchte keine Feuchtigkeit, Staub u. s. w. in unerwünschter
Weise in das Innere des Gehäuses eintritt. Zur Spezifizierung der gewünschten Dichtigkeit
dient üblicherweise die so genannte "Schutzart", die durch einen IP-Code (IP: ingress
protection) beschrieben wird. So bedeutet beispielsweise bei dem IP-Code "IP68" die
erste Kennziffer "6" "staubdicht" und die zweite Kennziffer "8" "Schutz gegen dauerndes
Untertauchen".
[0003] Die Zuführung des elektrischen Stroms in das Innere des Gehäuses erfolgt über einen
elektrischen Leiter, der von außen nach innen eine Wand des Gehäuses durchsetzt. Hierfür
weist die Gehäusewand ein Durchführungsloch auf. Diese Durchführung ist dementsprechend
geeignet abgedichtet zu gestalten. Es ist bekannt, hierzu eine elektrische Kontaktanordnung
mit einem elektrischen Stecker- bzw. Buchsen-Teil zu verwenden, die an der Gehäusewand
befestigt ist und die das Durchführungsloch durchsetzt.
[0004] In den Figuren 12a und 12b sind zwei perspektivische Skizzen einer derartigen Kontaktanordnung
mit einem entsprechenden Stecker-Teil 11 gezeigt und in den Figuren 13a und 13b zwei
perspektivische Skizzen einer weiteren Kontaktanordnung mit einem, entsprechend zu
dem Stecker-Teil 11 korrespondierenden Buchsen-Teils 11'. Das Stecker-Teil 11 weist
zur Stromleitung Kontaktstifte 13 auf. Die - in diesem Beispiel fünf - Kontaktstifte
13 sind voneinander durch einen, aus einem elektrisch isolierenden Material bestehenden
Trennbereich 14 getrennt, der für jeden der Kontaktstifte 13 eine zylinderförmige
Aufnahme bildet.
[0005] Das Stecker-Teil 11 kann zur Bildung der Kontaktanordnung - im Sinn eines Baukastensystems
- mit einem Anschlusskörper 20 über eine Schraubverbindung verbunden werden, wobei
der Anschlusskörper 20 als Träger für das Stecker-Teil 11 dient.
[0006] In Fig. 3 ist eine geschnittene perspektivische Skizze des Anschlusskörpers 20 und
des Stecker-Teils 11 gezeigt. Für die Schraubverbindung zwischen dem Stecker-Teil
11 und dem Anschlusskörper 20 weist das Stecker-Teil 11 ein Außengewinde 12 auf und
der Anschlusskörper 20 ein Innengewinde 23, das dementsprechend mit dem Außengewinde
12 des Stecker-Teils 11 kämmt bzw. zusammenwirkt.
[0007] Der Anschlusskörper 20 weist an einem ersten Endbereich einen Flansch 21 auf und
an einem zweiten Endbereich ein Außengewinde 22. Der Flansch 21 hat dabei einen größeren
Durchmesser als das betreffende Durchführungsloch einer entsprechenden Gehäusewand
30. Das Außengewinde 22 des Anschlusskörpers 20 hat einen kleineren Durchmesser als
das Durchführungsloch.
[0008] Zur Befestigung der Kontaktanordnung an der Gehäusewand 30 wird der Anschlusskörper
20 mit seinem Außengewinde 22 von außen nach innen in das Durchführungsloch der Gehäusewand
30 gesteckt, bis der Flansch 21 - wie in Fig. 3 skizziert - von außen an der Gehäusewand
30 anliegt. Anschließend wird von der Innenseite her eine (in Fig. 3 nicht gezeigte)
Überwurfmutter 26 auf das Außengewinde 22 des Anschlusskörpers 20 aufgeschraubt, so
dass hierdurch der Anschlusskörper 20 an der Gehäusewand 30 fixiert wird. Für eine
dichte Verbindung zwischen dem Anschlusskörper 20 und der Gehäusewand 30 ist an dem
Flansch 21 eine Dichtung angeordnet, die im zusammengebauten Zustand gegen die Gehäusewand
30 drückt.
[0009] Bei der beschriebenen Befestigung des Anschlusskörpers 20 an der Gehäusewand 30 kann
die Überwurfmutter 26 mit einem Drehmomentschlüssel mit einem vorgesehenen Drehmoment
angezogen werden. Auf diese Weise lässt sich die Dichtigkeit zwischen dem Anschlusskörper
20 und der Gehäusewand 30 geeignet erzielen.
[0010] Das Stecker-Teil 11 ist weiterhin so gestaltet, dass sich grundsätzlich auch die
Schraubverbindung zwischen dem Stecker-Teil 11 und dem Anschlusskörper 20 geeignet
dicht erzielen lässt. Allerdings wird in der Praxis üblicherweise das Stecker-Teil
11 von Hand in den Anschlusskörper 20 eingeschraubt, so dass die Wahrscheinlichkeit
verhältnismäßig groß ist, dass hierbei ein entsprechend geeignetes Drehmoment nicht
bewirkt wird und in der Folge die gewünschte Dichtigkeit zwischen dem Stecker-Teil
11 einerseits und dem Anschlusskörper 20 andererseits nicht erzielt wird.
[0011] Analoges ergibt sich mit Bezug auf die in den Figuren 13a und 13b gezeigte weitere
Kontaktanordnung mit dem Buchsen-Teil 11'. In der perspektivischen Darstellung der
Fig. 3 ist das Buchsen-Teil 11' hinter dem Stecker-Teil 11 skizziert. Das Buchsen-Teil
11' kann - insoweit in Übereinstimmung mit der oben beschriebenen Kontaktanordnung
- in analoger Weise mit einem Anschlusskörper 20' verschraubt werden. Der Anschlusskörper
20' weist einen Flansch 21' auf und eine Überwurfmutter 26' lässt sich auf ein Außengewinde
des Anschlusskörpers 20' aufschrauben.
[0012] Jedoch weist das Buchsen-Teil 11' im Unterschied zum Stecker-Teil 11 Hohlzylinder-förmige
Aufnahmebereiche 13' auf, die zur Aufnahme der Kontaktstifte 13 dienen, so dass hierdurch
die gewünschte elektrische Verbindung hergestellt werden kann.
[0013] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Montagehilfsmittel anzugeben, mit dem
das Herstellen einer Schraubverbindung zwischen einem elektrischen Stecker- oder Buchsen-Teil
und einem Anschlusskörper besser möglich ist.
[0014] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung mit dem in dem unabhängigen Anspruch genannten
Gegenstand gelöst. Besondere Ausführungsarten der Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen angegeben.
[0015] Gemäß der Erfindung ist ein Montagehilfsmittel für ein Herstellen einer Schraubverbindung
zwischen einem elektrischen Stecker- oder Buchsen-Teil und einem Anschlusskörper vorgesehen,
das einen, sich entlang einer Hauptachse des Montagehilfsmittels erstreckenden, ersten
Abschnitt aufweist sowie einen, sich entlang der Hauptachse an den ersten Abschnitt
anschließenden zweiten Abschnitt, der - mit Bezug auf eine Drehbewegung um die Hauptachse
- drehfest mit dem ersten Abschnitt verbunden ist. Der erste Abschnitt weist dabei
eine Angriffsfläche für einen Drehmomentschlüssel für eine Drehung um die Hauptachse
auf. Der zweite Abschnitt weist wenigstens zwei Aufnahmebereiche zur formschlüssigen
Aufnahme jeweils eines Kontaktelements (insbesondere des vorbezeichneten elektrischen
Stecker- oder Buchsen-Teils) auf, wobei die Aufnahmebereiche jeweils durch einen Wandbereich
gebildet sind, der sich um eine parallel zur Hauptachse orientierte Achse erstreckt,
wobei die Achsen nicht zusammenfallen.
[0016] Durch die wenigstens zwei Aufnahmebereiche lässt sich ein bestimmtes Drehmoment,
das mit Hilfe des Drehmomentschlüssels auf das Montagehilfsmittel übertragen wird,
in geeigneter Weise im Weiteren auf das Stecker- bzw. Buchsen-Teil übertragen. Auf
diese Weise lässt sich insbesondere die eingangs genannte Schraubverbindung zwischen
dem Stecker- bzw. Buchsen-Teil einerseits und einem entsprechenden Anschlusskörper
andererseits genauer quantitativ bestimmbar bewirken. Das ist insbesondere vorteilhaft,
weil auf diese Weise eine bestimmte gewünschte Dichtigkeit der Schraubverbindung besonders
geeignet bewirkt werden kann.
[0017] Vorzugsweise beschreiben die Wandbereiche jeweils eine Zylinderfläche. Dies ist vorteilhaft
mit Bezug auf die Herstellung des Montagehilfsmittels und auch mit Bezug auf einen
geeigneten formschlüssigen Kontakt der Aufnahmebereiche mit Kontaktelementen.
[0018] Vorzugsweise weist der zweite Abschnitt wenigstens zwei Hohlzylinder-förmige Teilbereiche
auf, wobei die Wandbereiche jeweils Teil eines der Hohlzylinder-förmigen Teilbereiche
sind. So lassen sich die Aufnahmebereiche besonders geeignet durch die Hohlzylinder-förmigen
Teilbereiche des zweiten Abschnitts bilden. Insbesondere eignet sich auf diese Weise
das Montagehilfsmittel besonders zum Angriff an einem entsprechenden Stecker-Teil.
[0019] Vorzugsweise weisen die Aufnahmebereiche eine Erstreckung entlang der Hauptachse
auf, die zwischen 20% und 80%, vorzugsweise zwischen 30% und 70% der Erstreckung des
Montagehilfsmittels entlang der Hauptachse beträgt. Dies ist vorteilhaft mit Bezug
auf eine geeignete Drehmomentübertragung von den Aufnahmebereichen auf die Kontaktelemente
bei einer Drehung des Montagehilfsmittels um die Hauptachse.
[0020] Vorzugsweise sind die Aufnahmebereiche in ihren Formen übereinstimmend gestaltet.
Das ist insbesondere herstellungstechnisch vorteilhaft, sowie vorteilhaft mit Bezug
auf die Drehmomentübertragung von dem Montagehilfsmittel auf das Stecker- bzw. Buchsen-Teil.
[0021] Vorzugsweise sind die Aufnahmebereiche um die Hauptachse herum angeordnet, insbesondere
gleichmäßig um die Hauptachse herum verteilt angeordnet. Auch dies ist vorteilhaft
mit Bezug auf eine geeignete Drehmomentübertragung.
[0022] Vorzugsweise weist die Angriffsfläche des ersten Abschnitts entlang der Hauptachse
eine Erstreckung auf, die zwischen 20% und 80%, vorzugsweise zwischen 30% und 70%
der Erstreckung des Montagehilfsmittels entlang der Hauptachse beträgt. So ist ein
besonders einfacher und geeigneter Angriff des Drehmomentschlüssels an dem Montagehilfsmittel
ermöglicht.
[0023] Vorzugsweise sind der erste Abschnitt und der zweite Abschnitt aus einem Stück bestehend
gebildet. Auf diese Weise ist eine besonders unmittelbar wirkende Drehmomentübertragung
von der Angriffsfläche des Montagehilfsmittels auf das Stecker- bzw. Buchsen-Teil
ermöglicht.
[0024] Vorzugweise ist das Montagehilfsmittel aus einem Stück bestehend gebildet. Dies ist
insbesondere vorteilhaft mit Bezug auf die Herstellungsmöglichkeit.
[0025] Vorzugsweise besteht das Montagehilfsmittel aus Metall, insbesondere aus Stahl. Dies
ist insbesondere vorteilhaft mit Bezug auf die Drehmomentübertragung.
[0026] Vorzugsweise ist die Angriffsfläche durch einen Sechskant oder einen Vierkant gebildet.
So eignet sich das Montagehilfsmittel für viele gängige Drehmomentschlüssel.
[0027] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen und mit Bezug auf
die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Skizze eines ersten Ausführungsbeispiels eines anmeldungsgemäßen
Montagehilfsmittels,
- Fig. 2
- eine weitere perspektivische Skizze des Montagehilfsmittels aus einer anderen Blickrichtung,
- Fig. 3
- eine geschnitten perspektivische Skizze zur Herstellung einer Schraubverbindung zwischen
einem elektrischen Stecker-Teil und einem Anschlusskörper mit Hilfe des Montagehilfsmittels,
- Fig. 4
- eine Skizze des Montagehilfsmittels bei Blick entlang der Hauptachse auf den zweiten
Abschnitt,
- Fig. 5
- eine Skizze des Montagehilfsmittels bei einer Blickrichtung senkrecht zur Hauptachse,
- Figuren 6a bis 6c
- unterschiedliche Relativpositionierungen zwischen dem Montagehilfsmittel und dem Stecker-Teil
beim Herstellen einer Verbindung zwischen dem Montagehilfsmittel und dem Stecker-Teil,
- Fig. 7
- eine perspektivische Skizze eines zweiten Ausführungsbeispiels eines anmeldungsgemäßen
Montagehilfsmittels,
- Fig. 8
- eine weitere perspektivische Skizze des Montagehilfsmittels aus einer anderen Blickrichtung,
- Fig. 9
- eine Skizze des Montagehilfsmittels bei Blick entlang der Hauptachse auf den zweiten
Abschnitt,
- Fig. 10
- eine Skizze des Montagehilfsmittels bei einer Blickrichtung senkrecht zur Hauptachse,
- Figuren 11a bis 11C
- unterschiedliche Relativpositionierungen zwischen dem Montagehilfsmittel und dem Buchsen-Teil
beim Herstellen einer Verbindung zwischen dem Montagehilfsmittel und dem Buchsen-Teil,
- Figuren 12a und 12b
- perspektivische Ansichten eines Stecker-Teils gemäß dem Stand der Technik und
- Figuren 13a und 13b
- perspektivische Ansichten eines Buchsen-Teils gemäß dem Stand der Technik.
[0028] Die Figuren 1 und 2 zeigen perspektivische Ansichten eines ersten Ausführungsbeispiels
eines anmeldungsgemäßen Montagehilfsmittels 10. Das Montagehilfsmittel 10 eignet sich
zum Herstellen einer Schraubverbindung zwischen einem elektrischen Stecker-Teil und
einem Anschlusskörper. Dabei können der elektrische Stecker-Teil und der Anschlusskörper
insbesondere - wie in den Figuren dargestellt - entsprechend der eingangs genannten
Beschreibung gestaltet sein. Bei dem Stecker-Teil kann es sich also um das in den
Figuren 12a, 12b und 3 gezeigte Stecker-Teil 11 handeln und bei dem Anschlusskörper
um den Anschlusskörper 20.
[0029] Fig. 3 zeigt in einer geschnitten perspektivischen Darstellung eine Relativanordnung
zwischen dem Montagehilfsmittel 10 und dem Stecker-Teil 11 bei einer Verwendung des
Montagehilfsmittels 10 zum Herstellen der Schraubverbindung zwischen dem Stecker-Teil
11 und dem Anschlusskörper 20.
[0030] Das Montagehilfsmittel 10 weist einen, sich entlang einer Hauptachse H des Montagehilfsmittels
10 erstreckenden, ersten Abschnitt 1 auf, sowie einen, sich entlang der Hauptachse
H an den ersten Abschnitt 1 anschließenden, insbesondere unmittelbar anschließenden
zweiten Abschnitt 2. Dabei ist - mit Bezug auf eine Drehbewegung um die Hauptachse
H - der zweite Abschnitt 2 drehfest mit dem ersten Abschnitt 1 verbunden.
[0031] Fig. 4 zeigt eine Skizze des Montagehilfsmittels 10 bei Blick auf den zweiten Abschnitt
2 entlang der Hauptachse H. Fig. 5 zeigt eine Skizze des Montagehilfsmittels 10 bei
einer Blickrichtung senkrecht zur Hauptachse H.
[0032] Insbesondere können der erste Abschnitt 1 und der zweite Abschnitt 2 aus einem Stück
bestehend gebildet sein. Mit anderen Worten können die beiden genannten Abschnitte
1, 2 integral miteinander verbunden gebildet sein. Vorzugsweise ist hierzu das Montagehilfsmittel
10 aus einem Stück bestehend gebildet. Insbesondere kann das Montagehilfsmittel 10
aus einem Metall bestehen, beispielsweise aus Stahl.
[0033] Der erste Abschnitt 1 weist eine Angriffsfläche 3 für einen Drehmomentschlüssel für
eine Drehung um die Hauptachse H auf. Beispielsweise kann die Angriffsfläche 3 - wie
bei dem in den Figuren 1 bis 5 gezeigten Ausführungsbeispiel der Fall - durch einen
Sechskant gebildet sein; alternativ kann sie beispielsweise durch einen Vierkant gebildet
sein. Die Angriffsfläche 3 kann - wie gezeigt - eine mit Bezug auf die Hauptachse
H nach außen weisende Fläche sein, so dass sich ein Drehmomentschlüssel mit einer
entsprechenden korrespondierenden nach innen weisenden Fläche eignet. Alternativ kann
die Außenfläche 3 eine mit Bezug auf die Hauptachse H nach innen weisende Fläche sein,
so dass sich ein Drehmomentschlüssel mit einer entsprechenden korrespondierenden Außenfläche
eignet.
[0034] Der zweite Abschnitt 2 weist wenigstens zwei Aufnahmebereiche 4, 6 zur formschlüssigen
Aufnahme jeweils eines Kontaktelements auf, wobei die Aufnahmebereiche 4, 6 - wie
exemplarisch in Fig. 8 oder Fig. 9 bezeichnet - jeweils durch einen Wandbereich 5,
7 gebildet sind, der sich um eine parallel zur Hauptachse H orientierte Achse A1,
A2 erstreckt. Dabei ist die Gestaltung derart, dass die Achsen A1, A2 nicht zusammenfallen.
Vorzugsweise ist die Gestaltung dabei auch derart, dass keine der Achsen A1, A2 mit
der Hauptachse H zusammenfällt.
[0035] Die Anzahl der Aufnahmebereiche 4, 6 kann beispielsweise zwischen zwei und zehn betragen,
vorzugsweise zwischen drei und acht. Wie aus Fig. 2 hervorgeht, können insgesamt beispielsweise
fünf Aufnahmebereiche 4, 6 vorgesehen sein. In Fig. 2 ist neben den zwei bezeichneten
Achsen A1, A2 eine weitere Achse exemplarisch mit A3 bezeichnet.
[0036] Insbesondere kann es sich bei den Kontaktelementen - wie in Fig. 3 exemplarisch skizziert
- um die Kontaktstifte 13 des Stecker-Teils 11 handeln. Dabei ist die Gestaltung insbesondere
derart, dass der Formschluss bei der Aufnahme der Kontaktelemente bzw. Kontaktstifte
13 in den Aufnahmebereichen 4, 6 mit Bezug auf eine Drehung um die Hauptachse H gegeben
ist.
[0037] Zur Herstellung der Schraubverbindung zwischen dem Stecker-Teil 11 und dem Anschlusskörper
20 kann wie folgt vorgegangen werden: Zunächst wird, beispielsweise von Hand, das
Außengewinde 12 des Stecker-Teils 11 mit dem Innengewinde 23 des Anschlusskörpers
20 in Eingriff gebracht. Dann wird das Montagehilfsmittel 10 auf das Stecker-Teil
11 aufgesteckt, so dass die Kontaktstifte 13 des Stecker-Teils 11 in den Aufnahmebereichen
4, 6 des Montagehilfsmittels 10 aufgenommen sind. Anschließend wird der Drehmomentschlüssel
an der Angriffsfläche 3 angesetzt und durch eine Drehung um die Hauptachse H ein gewünschtes
Drehmoment von dem Montagehilfsmittel 10 auf das Stecker-Teil 11 übertragen. Auf diese
Weise lässt sich die Schraubverbindung zwischen dem Stecker-Teil 11 und dem Anschlusskörper
20 besonders geeignet mit einem bestimmten gewünschten Drehmoment herstellen. Dies
ist insbesondere vorteilhaft mit Bezug auf eine gewünschte Dichtigkeit zwischen dem
Stecker-Teil 11 und dem Anschlusskörper 20.
[0038] Vorzugsweise ist die Gestaltung derart, dass sich die formschlüssige Aufnahme der
Kontaktelemente bzw. der Kontaktstifte 13 in den Aufnahmebereichen 4, 6 durch eine
Relativbewegung zwischen dem Stecker-Teil 11 und dem Montagehilfsmittel 20 in Form
einer Translationsbewegung parallel zur Hauptachse H herstellen lässt. Mit anderen
Worten kann das Montagehilfsmittel 20 durch eine Bewegung entlang der Hauptachse H
auf die Kontaktstifte 13 aufgesteckt werden.
[0039] In den Figuren 6a bis 6c ist diese Translationsbewegung illustriert. In Fig. 6a erkennt
man den Anschlusskörper 20, der bereits wie vorgesehen mit einem entsprechenden Wandbereich
30 verbunden ist. Das Stecker-Teil 11 ist in den Anschlusskörper 20 ein Stück weit
eingeschraubt, so dass das Außengewinde 12 des Stecker-Teils 11 mit dem Innengewinde
23 des Anschlusskörpers 20 in Eingriff steht. Die Kontaktstifte 13 des Stecker-Teils
11 sind erkennbar. Das Montagehilfsmittel 10 ist bereits mit seiner Hauptachse H parallel
zu den Kontaktstiften 13 ausgerichtet, und zwar so, dass die Achsen A1, A2 der Aufnahmebereiche
4,6 mit den entsprechenden Achsen der Kontaktstifte 13 zusammenfallen. Nun wird -
wie in Fig. 6b gezeigt - das Montagehilfsmittel 10 entlang der Hauptachse H auf das
Stecker-Teil 11 zu bewegt, so dass die Aufnahmebereiche 4, 6 die Kontaktstifte 13
formschlüssig umfassen. Fig. 6c zeigt den Zustand, in dem das Montagehilfsmittel 10
vollständig auf dem Stecker-Teil 11 aufgesteckt ist. Hierbei ist der, entlang der
Hauptachse H betrachtete Abstand zwischen dem ersten Abschnitt 1 des Montagehilfsmittels
10, insbesondere der Angriffsfläche 3 einerseits und dem Stecker-Teil 11 andererseits
minimal. Dies ist vorteilhaft mit Bezug auf die folgende Drehbewegung des ersten Abschnitts
1 um die Hauptachse H und die hierdurch bewirkte Drehmomentübertragung auf das Stecker-Teil
11. Vorzugsweise ist hierzu die Gestaltung des Montagehilfsmittels 10 derart, dass
- entlang der Hauptachse H betrachtet - der Abstand zwischen den Aufnahmebereichen
4, 6 und der Angriffsfläche 3 sehr gering ist, beispielsweise kleiner als 2 mm. Wie
aus Fig. 3 hervorgeht, können sich - entlang der Hauptachse H betrachtet - die Aufnahmebereiche
4, 6 bis zu der Angriffsfläche 3 hin erstrecken, so dass der betreffende Abstand praktisch
0 mm beträgt.
[0040] Wie im gezeigten Beispiel der Fall, sind die Wandbereiche 5, 7 vorzugsweise jeweils
durch eine Zylinderfläche 5, 7 gebildet, insbesondere durch eine Kreiszylinderfläche.
Hierdurch eignen sich die Aufnahmebereiche 4, 6 besonders, wenn die Kontaktstifte
13 eine entsprechend korrespondierende kreiszylindrischen Außenfläche aufweisen.
[0041] Insbesondere kann die Gestaltung des zweiten Abschnitts 2 derart sein, dass dieser
in seiner Form einem vorderen Bereich einer Buchse entspricht, die zur elektrischen
Verbindung mit dem Stecker-Teil 11 vorgesehen ist, also beispielsweise dem in den
Figuren 13a und 13b gezeigten Buchsen-Teil 11'. Der zweite Abschnitt 2 kann dementsprechend
wie eine, zu dem Stecker-Teil 11 korrespondierende Buchse auf den Stecker-Teil 11
aufgeschoben werden, so dass hierdurch die Kontaktstifte 13 des Stecker-Teils 11 formschlüssig
in den Aufnahmebereichen 4, 6 aufgenommen sind.
[0042] Beim gezeigten Beispiel weist der zweite Abschnitt 2 wenigstens zwei Hohlzylinder-förmige
Teilbereiche 8, 9 auf, wobei die Wandbereiche 5, 7 jeweils Teil eines der Hohlzylinder-förmigen
Teilbereiche 8, 9 sind. Insbesondere können durch die Wandbereiche 5, 7 die nach innen
weisenden Flächen des entsprechenden Hohlzylinders gebildet sein. Die Hohlzylinder-förmigen
Teilbereiche 8, 9 können dementsprechend in ihrer Form und in ihrer gegenseitigen
Anordnung mit den eingangs genannten Hohlzylinder-förmigen Aufnahmebereichen 13' des
Buchsen-Teils 11' übereinstimmen.
[0043] Wie den Figuren 1 bis 5 zu entnehmen, sind die Aufnahmebereiche 4, 6 vorzugsweise
in ihren Formen übereinstimmend gestaltet.
[0044] Vorzugsweise sind die Aufnahmebereiche 4, 6 um die Hauptachse H herum angeordnet,
insbesondere gleichmäßig um die Hauptachse H herum verteilt angeordnet, wie exemplarisch
in Fig. 4 gezeigt. Wie weiter aus Fig. 4 hervorgeht, kann die Gestaltung insbesondere
derart sein, dass - in einem Querschnitt normal zur Hauptachse H betrachtet - die
Aufnahmebereiche 4, 6 auf einer Kreislinie liegen.
[0045] Die Aufnahmebereiche 4 weisen vorzugsweise eine - in Fig. 3 bezeichnete - Erstreckung
λ1 entlang der Hauptachse H auf, die zwischen 20% und 80%, vorzugsweise zwischen 30%
und 70% der Erstreckung L des Montagehilfsmittels 10 entlang der Hauptachse H beträgt.
Beispielsweise kann die Erstreckung λ1 zwischen 40% und 60% der Erstreckung L des
Montagehilfsmittels 10 entlang der Hauptachse H betragen. Das ist vorteilhaft mit
Bezug auf eine geeignete Übertragung des Drehmoments von dem Montagehilfsmittel 10
auf das Stecker-Teil 11 beim Herstellen der Schraubverbindung zwischen dem Stecker-Teil
11 und dem Anschlusskörper 20. Vorzugsweise weist die Angriffsfläche 3 des ersten
Abschnitts 1 entlang der Hauptachse H eine Erstreckung λ2 auf, die zwischen 20% und
80%, vorzugsweise zwischen 30% und 70% der Erstreckung L des Montagehilfsmittels 10
entlang der Hauptachse H beträgt. Beispielsweise kann die Erstreckung λ2 zwischen
40% und 60% der Erstreckung L des Montagehilfsmittels 10 entlang der Hauptachse H
betragen. Dies ist vorteilhaft mit Bezug auf eine geeignete Drehmomentübertragung
von dem Montagehilfsmittel 10 auf das Stecker-Teil 11 bei gegebener Baugröße des Montagehilfsmittels
10.
[0046] In den Figuren 7 bis 10 ist ein zweites Ausführungsbeispiel eines anmeldungsgemäßen
Montagehilfsmittels - hier mit dem Bezugszeichen 10' bezeichnet - gezeigt. Die Figuren
7 und 8 zeigen das Montagehilfsmittel 10' perspektivisch aus zwei unterschiedlichen
Blickrichtungen. Fig. 9 zeigt eine Skizze des Montagehilfsmittels 10' bei Blick auf
den zweiten Abschnitt 2 entlang der Hauptachse H. Fig. 10 zeigt eine Skizze des Montagehilfsmittels
10' bei einer Blickrichtung senkrecht zur Hauptachse H.
[0047] Soweit im Folgenden nicht anderweitig angegeben, gelten die obigen Angaben mit Bezug
auf das erste Ausführungsbeispiel auch für das zweite Ausführungsbeispiel. Die Bezugszeichen
sind - soweit nicht anders angegeben - analog gebraucht.
[0048] Das Montagehilfsmittel 10' gemäß diesem Ausführungsbeispiel eignet sich zum Herstellen
einer Schraubverbindung zwischen einem elektrischen Buchsen-Teil und einem Anschlusskörper.
Dabei können der elektrische Buchsen-Teil und der Anschlusskörper insbesondere - wie
in den Figuren dargestellt - entsprechend der eingangs genannten Beschreibung gestaltet
sein. Bei dem Buchsen-Teil kann es sich also um das in den Figuren 13a, 13b und 3
gezeigte Buchsen-Teil 11' handeln und bei dem Anschlusskörper um den entsprechenden
Anschlusskörper 20'.
[0049] Fig. 3 zeigt dementsprechend eine Relativanordnung zwischen dem Montagehilfsmittel
10' und dem Buchsen-Teil 11' bei einer Verwendung des Montagehilfsmittels 10' zum
Herstellen der Schraubverbindung zwischen dem Buchsen-Teil 11' und dem Anschlusskörper
20'.
[0050] Das Montagehilfsmittel 10' unterscheidet sich von dem oben beschriebenen Montagehilfsmittel
10 lediglich in der Formgebung des zweiten Abschnitts 2. Wie beispielsweise aus Fig.
8 hervorgeht, sind hier die Aufnahmebereiche 4, 6 größer gestaltet, so dass sie jeweils
ein entsprechend größeres Kontaktelement aufnehmen können, insbesondere in Form der
eingangs genannten Hohlzylinder-förmigen Aufnahmebereiche 13' des Buchsen-Teils 11'.
Insbesondere beschreiben hier die - in Fig. 9 bezeichneten - Wandbereiche 5, 7 eine
Zylinderfläche, deren Durchmesser - im Vergleich zum ersten Ausführungsbeispiel -
größer ist.
[0051] Wie insbesondere aus Fig. 9 erkennbar, kann weiterhin die Gestaltung derart sein,
dass die Aufnahmebereiche 4, 6 nicht vollständig voneinander getrennt ausgebildet
sind, sondern in einem Bereich um die Hauptachse H miteinander verbunden sind bzw.
ineinander übergehen.
[0052] Insbesondere kann der zweite Abschnitt 2 in seiner Form mit dem eingangs genannten
Trennbereich 14 des Stecker-Teils 11 übereinstimmend gestaltet sein.
[0053] Die Figuren 11a bis 11c zeigen - in analoger Weise zu der Darstellung der Figuren
6a bis 6c - das Aufstecken des Montagehilfsmittels 10' auf das Buchsen-Teil 11' durch
eine Translationsbewegung entlang der Hauptachse H.
[0054] Mit einem anmeldungsgemäßen Montagehilfsmittel lässt sich ein elektrischer Stecker-Teil
11 bzw. Buchsen-Teil 11' mit einem bestimmten gewünschten Drehmoment mit einem entsprechenden
Anschlusselement 20 bzw. 20' verschrauben. Hierdurch lässt sich in besonders geeigneter
Weise eine gewünschte Dichtigkeit zwischen den beiden verschraubten Teilen erzielen.
[0055] Wenn das Stecker-Teil bzw. Buchsen-Teil als Teil zur Stromzuführung in das Gehäuse
einer Feuchtraumleuchte genutzt wird, kann mit Hilfe des Montagehilfsmittels die Schraubverbindung
auch in einem Zustand hergestellt werden, in dem das Stecker-Teil bzw. Buchsen-Teil
bereits wie vorgesehen mit der Gehäusewand der Leuchte verbunden ist. Dies ist grundsätzlich
auch dann möglich, wenn die Leuchte bereits für den Betrieb installiert ist. Es lässt
sich also insbesondere vermeiden, dass das Leuchtengehäuse geöffnet werden muss oder
die gesamte Leuchte zunächst vom Betriebsort abmontiert werden muss.
1. Montagehilfsmittel (10) für ein Herstellen einer Schraubverbindung zwischen einem
elektrischen Stecker- oder Buchsen-Teil (11) und einem Anschlusskörper (20), aufweisend
- einen, sich entlang einer Hauptachse (H) des Montagehilfsmittels (10) erstreckenden,
ersten Abschnitt (1) und
- einen, sich entlang der Hauptachse (H) an den ersten Abschnitt (1) anschließenden
zweiten Abschnitt (2), der - mit Bezug auf eine Drehbewegung um die Hauptachse (H)
- drehfest mit dem ersten Abschnitt (1) verbunden ist, wobei der erste Abschnitt (1)
eine Angriffsfläche (3) für einen Drehmomentschlüssel für eine Drehung um die Hauptachse
(H) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der zweite Abschnitt (2) wenigstens zwei Aufnahmebereiche (4, 6) zur formschlüssigen
Aufnahme jeweils eines Kontaktelements des elektrischen Stecker- oder Buchsen-Teils
(11) aufweist,
wobei die Aufnahmebereiche (4, 6) jeweils durch einen Wandbereich (5, 7) gebildet
sind, der sich um eine parallel zur Hauptachse (H) orientierte Achse (A1, A2) erstreckt,
wobei die Achsen (A1, A2) nicht zusammenfallen.
2. Montagehilfsmittel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wandbereiche (5, 7) jeweils eine Zylinderfläche beschreiben.
3. Montagehilfe nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der zweite Abschnitt (11) wenigstens zwei Hohlzylinder-förmige Teilbereiche (8, 9)
aufweist, wobei die Wandbereiche (5, 7) jeweils Teil eines der Hohlzylinder-förmigen
Teilbereiche (8, 9) sind.
4. Montagehilfe nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufnahmebereiche (4, 6) eine Erstreckung (λ1) entlang der Hauptachse (H) aufweisen,
die zwischen 20% und 80%, vorzugsweise zwischen 30% und 70% der Erstreckung (L) des
Montagehilfsmittels (10) entlang der Hauptachse (H) beträgt.
5. Montagehilfsmittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufnahmebereiche (4, 6) in ihren Formen übereinstimmend gestaltet sind.
6. Montagehilfsmittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufnahmebereiche (4, 6) um die Hauptachse (H) herum angeordnet sind, vorzugsweise
gleichmäßig um die Hauptachse (H) herum verteilt angeordnet sind.
7. Montagehilfsmittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Angriffsfläche (3) des ersten Abschnitts (1) entlang der Hauptachse (H) eine
Erstreckung (λ2) aufweist, die zwischen 20% und 80%, vorzugsweise zwischen 30% und
70% der Erstreckung (L) des Montagehilfsmittels (10) entlang der Hauptachse (H) beträgt.
8. Montagehilfsmittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Abschnitt (1) und der zweite Abschnitt (2) aus einem Stück bestehend gebildet
sind.
9. Montagehilfsmittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass es aus einem Stück bestehend gebildet ist.
10. Montagehilfsmittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass es aus Metall, insbesondere aus Stahl besteht.
11. Montagehilfsmittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Angriffsfläche (3) durch einen Sechskant oder einen Vierkant gebildet ist.