[0001] Die Erfindung betrifft eine Fallenanordnung für ein Schloss sowie ein Schloss mit
der Fallenanordnung.
[0002] Fallenanordnungen werden üblicherweise in einem Schloss verwendet und dienen dazu,
das Türblatt im Anschlag bzw. im Schließblech zu halten. Die hier vorgestellte Fallenanordnung
umfasst zwei spiegelbildlich übereinander angeordnet Fallenköpfe. Diese Bauart wird
auch als "Kreuzfalle" bezeichnet und ist beispielsweise in
EP 2 706 174 A2 beschrieben. Insbesondere für sogenannte "Panikschlösser" kommt diese Bauart zur
Anwendung.
[0003] Die beiden Fallenköpfe ermöglichen ein Entsperren und Sperren der Tür in beide Querrichtungen,
also Türbewegungsrichtungen. Bei blockiertem Fallenschaft ist das Schloss in beide
Querrichtungen formschlüssig gesperrt. Bei nicht blockiertem Fallenschaft ist das
Schloss in beide Querrichtungen entsperrt.
[0004] Ferner können die beiden Fallenköpfe zur Druckentlastung von Riegelelementen in Querrichtung
dienen, indem die beiden Fallenköpfe eine Breite aufweisen, die größer ist als die
Breite des Riegelelements. Damit wird erreicht, dass die Schließkraft der Tür über
die Fallenköpfe aufgenommen wird, indem das Schließblech an den Fallenköpfen zur Anlage
gelangt, während das Riegelelement gegenüber dem Schließblech frei beweglich und somit
druckentlastet ist. So kann das Riegelelement durch Betätigung des Schlosses aus dem
Schließblech kraftminimal zurückgezogen werden, und erst auf einem letzten Wegabschnitt
beim Zurückziehen des Riegelelements in das Gehäuse des Schlosses werden die Fallenköpfe
entsperrt, sodass diese selbsttätig in das Gehäuse zurückgedrückt werden können, beispielsweise
indem die Tür manuell vom Schließblech wegbewegt wird.
[0005] Es ist eine Aufgabe vorliegender Erfindung, eine Fallenanordnung mit zwei Fallenköpfen
anzugeben, die, auch bei hoher Vorlast am Türblatt und/oder unter Vermeidung von Verschleißerscheinungen,
sicher entsperrt werden kann.
[0006] Die Lösung der Aufgabe erfolgt durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche. Die
abhängigen Ansprüche haben vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung zum Gegenstand.
[0007] Somit wird die Erfindung durch folgende Fallenanordnung gelöst:
Die Fallenanordnung wird insbesondere im Gehäuse eines Schlosses angeordnet. Das Schloss
wiederum wird vorzugsweise in einem Türblatt montiert. Das Gehäuse des Schlosses umfasst
vorzugsweise den Schlosskasten. Auch der Schlossstulp, welcher üblicherweise am Schlosskasten
und/oder Türblatt befestigt, insbesondere angeschraubt, wird, ist Bestandteil des
Gehäuses.
[0008] Zur Beschreibung der Erfindung sind drei zueinander senkrechte Achsen definiert:
eine vertikale Hochachse, eine Querachse und eine Längsachse. Die Querachse verläuft
parallel zu den beiden Türbewegungsrichtungen. Entlang der Längsachse erfolgt die
Bewegung der Fallenanordnung in das Gehäuse hinein und aus dem Gehäuse heraus. Eine
Querrichtung ist parallel zur Querachse definiert. Eine Längsrichtung ist parallel
zur Längsachse definiert.
[0009] Die Fallenanordnung umfasst einen Fallenschaft. Dieser ist dazu ausgebildet, in dem
Gehäuse des Schlosses entlang der Längsachse beweglich angeordnet zu werden. Insbesondere
ist der Fallenschaft entlang der Längsachse linearbeweglich angeordnet. Allerdings
ist es auch möglich, den Fallenschaft so auszubilden, dass er im Gehäuse des Schlosses
eine Schwenkbewegung mit einem Bewegungsvektor entlang der Längsachse ausführt.
[0010] Ferner umfasst die Fallenanordnung zwei Fallenköpfe. Der erste Fallenkopf ist am
Fallenschaft schwenkbar befestigt. Der erste Fallenkopf ist gegenüber dem Fallenschaft
um eine erste Schwenkachse schwenkbar bzw. drehbar.
[0011] Der zweite Fallenkopf ist ebenfalls am Fallenschaft schwenkbar befestigt. Der zweite
Fallenkopf ist gegenüber dem Fallenschaft um eine zweite Schwenkachse schwenkbar bzw.
drehbar.
[0012] Die beiden Schwenkachsen stehen jeweils parallel zueinander und parallel zur Hochachse.
Die beiden Schwenkachsen sind voneinander beabstandet. Ein Achsabstand zwischen den
beiden Schwenkachsen ist somit größer 0. Dieser Achsabstand ist in einer zur Hochachse
senkrechten Ebene, insbesondere parallel zur Querachse, definiert.
[0013] Die Fallenanordnung wird, soweit hier nicht anders angegeben, stets in der Grundstellung
beschrieben. In der Grundstellung ragen die Fallenköpfe aus dem Gehäuse des Schlosses
heraus und sind nicht in Querrichtung belastet.
[0014] Jeder Fallenkopf der Fallenanordnung weist vorzugsweise eine Aktivfläche auf. Die
beiden Fallenköpfe sind vorzugsweise so angeordnet, dass die beiden Aktivflächen nach
außen weisen.
[0015] Jeder Fallenkopf der Fallenanordnung weist vorzugsweise eine Passivfläche auf. Die
Aktivfläche und die Passivfläche stehen, bei einer Betrachtung auf eine zur Hochachse
senkrechte Ebene, keilförmig und somit mit spitzem Winkel zueinander. Bei einer Bewegung
der Tür in Querrichtung kommen insbesondere immer zuerst eine Aktivfläche (des einen
Fallenkopfs) und anschließend eine Passivfläche (des anderen Fallenkopfs) mit dem
Schließblech in Kontakt.
[0016] Durch die Belastung in Querrichtung auf die jeweilige Aktivfläche verschwenkt der
jeweilige Fallenkopf um seine Schwenkachse gegenüber dem Fallenschaft. Insbesondere
wird der Fallenkopf soweit verschwenkt, bis seine Aktivfläche parallel zur Passivfläche
des anderen Fallenkopfs steht. Dadurch bilden die Aktivfläche des verschwenkten Fallenkopfs
und die Passivfläche des nicht verschwenkten Fallenkopfs zusammen eine Keilfläche.
Die Belastung in Querrichtung auf diese Keilfläche führt zu einer Kraftkomponente
entlang der Längsrichtung und somit zu einem Verschieben der gesamten Fallenanordnung
in das Gehäuse des Schlosses.
[0017] Vorzugsweise sind am jeweiligen Fallenkopf und am Fallenschaft komplementäre Anschlagsflächen
ausgebildet, die aneinander anschlagen, wenn der Fallenkopf soweit verschwenkt ist,
bis seine Aktivfläche parallel zu Passivfläche des anderen Fallenkopfs steht.
[0018] Die Befestigung des jeweiligen Fallenkopfs am Fallenschaft erfolgt vorzugsweise über
einen Schwenkzapfen der sich vom Fallenschaft parallel zur Hochachse erstreckt. Im
Fallenkopf ist ein entsprechendes Loch zur Aufnahme des Schwenkzapfens ausgebildet.
Allerdings kann die schwenkbare Anordnung des Fallenkopfs am Fallenschaft auch anderweitig
erfolgen, beispielsweise durch einen fest mit dem Fallenkopf verbundenen Zapfen der
in einem Loch des Fallenschafts steckt.
[0019] Der erfindungsgemäße Achsabstand zwischen den beiden Schwenkachsen ermöglicht Gestaltungsfreiheiten
bei der Ausgestaltung der Kinematik der Fallenanordnung. So ist es insbesondere möglich,
die jeweilige Schwenkachse mit möglichst großem Abstand, gemessen parallel zur Querrichtung,
zur Aktivfläche desselben Fallenkopfs anzuordnen.
[0020] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die erste und zweite Schwenkachse quer zur Hochachse
beabstandet sind, wobei vorzugsweise eine senkrecht zu beiden Schwenkachsen definierte
Gerade parallel zur Querachse verläuft.
[0021] Der Achsabstand zwischen den beiden Schwenkachsen beträgt vorzugsweise zumindest
2 mm, weiter vorzugsweise zumindest 3 mm, besonders vorzugsweise zumindest 4 mm.
[0022] Des Weiteren kann der vorteilhafte Achsabstand in Abhängigkeit der Breite des einzelnen
Fallenkopfs bestimmt werden. Die Breite des Fallenkopfs wird parallel zur Querachse
und an seiner breitesten Stelle gemessen. Vorzugsweise beträgt der Achsabstand zumindest
5 %, weiter vorzugsweise zumindest 10 %, besonders vorzugsweise zumindest 15 %, dieser
Breite. Die beiden Fallenköpfe sind vorzugsweise gleich breit ausgebildet.
[0023] Wie bereits beschrieben, weist jeder Fallenkopf eine nach außen weisende Aktivfläche
auf. Bevorzugt schlägt die Aktivfläche an dem Schließblech an, noch bevor die Passivfläche
des anderen Fallenkopfs das Schließblech berührt. Vorzugsweise stehen die beiden Aktivflächen
in der Grundstellung der Fallenanordnung parallel zueinander. Des Weiteren ist bevorzugt
vorgesehen, dass die jeweilige Aktivfläche in der Grundstellung senkrecht zur Querrichtung
steht.
[0024] Die beiden Aktivflächen sind mit einer bestimmten Breite, gemessen parallel zur Querachse,
voneinander beabstandet. Insbesondere entspricht dieser Abstand der beiden Aktivflächen
der größten Breite des einzelnen Fallenkopfs. So ist die "Breite" definiert durch:
Den Abstand der beiden Aktivflächen und/oder die größte Breite des einzelnen Fallenkopfs,
jeweils parallel zu Querachse gemessen.
[0025] Parallel zur Querachse ist an jedem Fallenkopf ein "Aktivflächenabstand" definiert:
ein Aktivflächenabstand ist von der ersten Schwenkachse zur Aktivfläche des ersten
Fallenkopfs definiert; ein weiterer Aktivflächenabstand ist von der zweiten Schwenkachse
zur Aktivfläche des zweiten Fallenkopfs definiert.
[0026] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die beiden Aktivflächenabstände jeweils größer
sind als die halbe Breite. Die Schwenkachse des jeweiligen Fallenkopfs liegt somit
nicht in der Mitte des Fallenkopfs. Des Weiteren ist somit die Schwenkachse des jeweiligen
Fallenkopfs weiter als die halbe Breite von der zugehörigen Aktivfläche beabstandet.
[0027] Vorzugsweise sind die beiden Aktivflächenabstände gleich groß, sodass sich für beide
Fallenköpfe die gleiche Kinematik ergibt.
[0028] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die beiden Fallenköpfe identisch ausgebildet sind.
[0029] Jeder der Fallenköpfe weisen einen Rücken auf. Der Rücken liegt einer Spitze der
Fallenköpfe gegenüber. Die Fallenköpfe ragen mit der Spitze aus dem Gehäuse heraus.
Insbesondere treffen sich die Aktivfläche und die Passivfläche des Fallenkopfes an
der Spitze des Fallenkopfes.
[0030] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Rücken jeweils derart ausgebildet sind, dass
eine Breitenausdehnung der Fallenköpfe, gemessen parallel zur Querachse, bei einem
Verschwenken der Fallenköpfe innerhalb der Breitenausdehnung der Fallenköpfe in der
unverschwenkten Position verbleibt. Besonders bevorzugt sind die Rücken gerundet ausgeführt.
[0031] Vorzugsweise weist jeder der beiden Fallenköpfe eine Stützkante auf. Die Stützkante
steht parallel zur Hochachse und ist von der jeweiligen Schwenkachse beabstandet.
Wenn die Fallenanordnung in dem Gehäuse des Schlosses eingebaut ist, liegt die Stützkante
an einer Innenseite des Gehäuses, insbesondere an der Innenseite des Schlossstulps,
an.
[0032] Vorzugsweise weist jeder Fallenkopf eine Anlagefläche auf. Diese Anlagefläche steht
vorzugsweise senkrecht zur Längsrichtung. Im eingebauten Zustand befindet sich die
Anlagefläche im Inneren des Gehäuses und weist nach außen. Die Stützkante ist vorzugsweise
eine Kante dieser Anlagefläche.
[0033] Im eingebauten Zustand der Fallenanordnung bildet die Stützkante durch ihre Anlage
am Gehäuse eine Stützachse. Der jeweilige Fallenkopf ist um diese Stützachse gegenüber
dem Gehäuse schwenkbar bzw. drehbar. Bei einer Belastung in Querrichtung auf die Aktivfläche
des Fallenkopfs, schwenkt der Fallenkopf gegenüber dem Fallenschaft um seine Schwenkachse.
Gleichzeitig schwenkt der Fallenkopf um seine Stützachse gegenüber dem Gehäuse. Dadurch
führt die Schwenkbewegung des Fallenkopfs zu einer auf den Fallenschaft wirkenden,
in Längsrichtung gerichteten Kraftkomponente. Diese Kraftkomponente verschiebt die
Fallenanordnung in das Innere des Gehäuses. Hierbei bewegen sich die Schwenkachsen.
[0034] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass ein erster Winkel zwischen der Aktivfläche des
ersten Fallenkopfes und einer Geraden, die durch die Stützkante des ersten Fallenkopfes
und durch die erste Schwenkachse führt, gebildet ist. Ein zweiter Winkel ist zwischen
der Aktivfläche des zweiten Fallenkopfes und einer Geraden, die durch die Stützkante
des zweiten Fallenkopfes und durch die zweite Schwenkachse führt, gebildet.
[0035] Besonders bevorzugt entspricht der erste Winkel dem zweiten Winkel.
[0036] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der erste Winkel größer ist als ein dritter Winkel
zwischen der Aktivfläche des ersten Fallenkopfes und einer Geraden, die durch die
Stützkante des ersten Fallenkopfes und durch einen Mittelpunkt auf einer die beiden
Schwenkachsen verbindenden Linie führt, und/oder der zweite Winkel größer ist als
ein vierter Winkel zwischen der Aktivfläche des zweiten Fallenkopfes und einer Geraden,
die durch die Stützkante des zweiten Fallenkopfes und durch einen Mittelpunkt auf
einer die beiden Schwenkachsen verbindenden Linie führt. Bei dem ersten, zweiten,
dritten und/oder vierten Winkel kann es sich insbesondere um einen spitzen Winkel
handeln. Hierdurch können die Kräfte, die auf die Fallenanordnung wirken, günstig
beeinflusst werden und damit einem Verschleiß entgegengewirkt werden.
[0037] Parallel zur Querachse sind zwei Stützabstände definiert: ein Stützabstand ist von
der ersten Schwenkachse zur Höhe der Stützkante des ersten Fallenkopfs definiert;
ein weiterer Stützabstand ist von der zweiten Schwenkachse zur Höhe der Stützkante
des zweiten Fallenkopfs definiert. Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der Stützabstand
des jeweiligen Fallenkopfs gleich oder kürzer dem Aktivflächenabstand desselben Fallenkopfs
ist. Vorzugsweise liegt, bezogen auf die Querachse, die Stützkante des jeweiligen
Fallenkopfs zwischen der Schwenkachse und der Aktivfläche oder auf der gleichen Höhe
wie die Aktivfläche desselben Fallenkopfs.
[0038] Vorzugsweise beträgt der Stützabstand zumindest 90%, besonders vorzugsweise zumindest
95 %, des Aktivflächenabstands desselben Fallenkopfs.
[0039] Ferner ist der Stützabstand vorzugsweise größer als die halbe Breite. Vorzugsweise
beträgt der Stützabstand zumindest 102%, besonders vorzugsweise zumindest 105%, der
halben Breite. Die "Breite" ist, wie bereits definiert, der Abstand der beiden Aktivflächen
und/oder die Breite des einzelnen Fallenkopfs, jeweils parallel zu Querachse gemessen.
[0040] Der erfindungsgemäße Achsabstand zwischen den Schwenkachsen ermöglicht sowohl einen
relativ großen Aktivflächenabstand (von der Aktivfläche zur Schwenkachse) als auch
einen relativ großen Stützabstand (von der Stützachse zur Schwenkachse). Der große
Stützabstand wirkt, bei einer Belastung in Querrichtung auf die Aktivfläche, als Hebelarm
für den Hub bzw. die Linearbewegung des Fallenschafts entlang der Längsachse und somit
in das Innere des Gehäuses.
[0041] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die erste und die zweite Schwenkachse derart zueinander
versetzt sind, dass eine Kraft, mit der die Schwenkachsen durch einen Druck zumindest
auf die Aktivfläche eines Fallenkopfs in ein Gehäuse des Schlosses zurückbewegbar
sind, geringer ist als eine hypothetische Kraft, mit der die Schwenkachsen durch einen
Druck zumindest auf die Aktivfläche eines Fallenkopfs in das Gehäuse des Schlosses
zurückbewegbar wären, wenn die Schwenkachsen parallel zur Hochachse übereinander auf
einer die Schwenkachsen verbindenden Linie angeordnet wären. Hierbei wirkt jeweils
derselbe Druck auf die Aktivfläche. Durch die Versetzung der Schwenkachsen kann einem
Verschleiß wirksam vorgebeugt werden.
[0042] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die erste und die zweite Schwenkachse derart zueinander
versetzt sind, dass eine Kraft, mit der sich die Stützkante gegenüber dem übrigen
Schloss, insbesondere dem Gehäuse, besonders bevorzugt dem Schlossstulp, abstützt,
sobald ein Druck auf die Aktivfläche ausgeübt wird, geringer ist als eine hypothetische
Kraft, mit der sich die Stützkante gegenüber dem übrigen Schloss abstützen würde,
wenn die Schwenkachsen parallel zur Hochachse übereinander auf einer die Schwenkachsen
verbindenden Linie angeordnet wären. Die hypothetische Kraft entsteht bei demselben
Druck auf die Aktivfläche. Hierdurch kann einem Verschleiß an der Stützkante vorgebeugt
werden.
[0043] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die erste und die zweite Schwenkachse derart zueinander
versetzt sind, dass eine Kraft, die auf eine Blockadevorrichtung zur Sperrung der
Falle wirkt, sobald ein Druck auf die Aktivfläche ausgeübt wird, geringer ist als
eine hypothetische Kraft, die auf die Blockadevorrichtung zur Sperrung der Falle wirken
würde, wenn die Schwenkachsen parallel zur Hochachse übereinander auf einer die Schwenkachsen
verbindenden Linie angeordnet wären. Die hypothetische Kraft entsteht bei demselben
Druck auf die Aktivfläche. Durch eine derartige Versetzung der Schwenkachsen kann
einem Verschleiß an der Blockadevorrichtung und an dem Fallenschaft vorgebeugt werden
und eine leichtere Öffnung unter großer Vorlast erreicht werden.
[0044] Die Erfindung umfasst ferner ein Schloss, insbesondere ausgebildet als Panikschloss.
Das erfindungsgemäße Schloss umfasst die erfindungsgemäße Fallenanordnung, sowie die
erfindungsgemäße Fallenanordnung in der Beschreibung und in den Ansprüchen beschrieben
ist.
[0045] Das Schloss umfasst bevorzugt ein Gehäuse. Das Gehäuse umfasst insbesondere den Schlosskasten
und den Schlossstulp. In dem Gehäuse befindet sich insbesondere die beschriebene Fallenanordnung.
Bevorzugt ragen die Fallenköpfe in der Grundstellung aus dem Gehäuse heraus.
[0046] Vorzugsweise umfasst das Schloss eine Feder, die am Gehäuse und am Fallenschaft abgestützt
ist. Die Feder drückt den Fallenschaft entlang der Längsachse nach außen. Durch die
Kraft der Feder befindet sich der Fallenschaft, soweit keine anderweitigen Kräfte
auf ihn wirken, in seiner Grundstellung und ragt aus dem Gehäuse nach außen.
[0047] Vorzugsweise umfasst das Schloss zumindest die Blockadevorrichtung zum Blockieren
des Fallenschafts in seiner Grundstellung. Die Blockadevorrichtung kann mechanisch
und/oder elektrisch betätigt werden. In der blockierten Stellung wirkt sich der große
Stützabstand günstig auf die Last am Fallenschaft aus.
[0048] Die Fallenanordnung ist im Gehäuse vorzugsweise so angeordnet, dass die beiden Fallenköpfe
jeweils um eine Stützachse gegenüber dem Gehäuse schwenkbar sind. Die jeweilige Stützachse
ist insbesondere durch die oben beschriebenen Stützkanten gebildet, die an der Innenseite
des Gehäuses, insbesondere des Schlossstulps, anliegen. Allerdings ist es auch möglich,
die Stützachsen und somit die Drehbarkeit des einzelnen Fallenkopfs gegenüber dem
Gehäuse anderweitig auszugestalten.
[0049] Unabhängig von der konstruktiven Ausgestaltung der Stützachse, sind parallel zur
Querachse die zwei Stützabstände definiert: der eine Stützabstand ist von der ersten
Schwenkachse zur Stützachse des ersten Fallenkopfs definiert; der weitere Stützabstand
ist von der zweiten Schwenkachse zur Stützachse des zweiten Fallenkopfs definiert.
Die vorteilhaften Ausgestaltungen dieser Stützabstände wurden bereits anhand der Fallenanordnung
beschrieben.
[0050] So sind für das erfindungsgemäße Schloss insbesondere folgende Merkmale vorgesehen:
- (A) Schloss umfassend ein Gehäuse und eine im am Gehäuse angeordnete Fallenanordnung,
wie sie hier beschrieben wurde.
- (B) Schloss nach Punkt (A), umfassend eine am Gehäuse und am Fallenschaft abgestützte
Feder, die den Fallenschaft zur Bewegung entlang der Längsachse nach außen beaufschlagt.
- (C) Schloss nach einem der Punkte (A) oder (B), wobei die beiden Fallenköpfe jeweils
um eine Stützachse gegenüber dem Gehäuse schwenkbar sind, wobei die jeweilige Stützachse
zur Schwenkachse desselben Fallenkopfs parallel, jedoch in Richtung der Längsachse
versetzt ist, wobei sich insbesondere die Schwenkachsen weiter entfernt von dem Fallenschaft
als die Stützachsen befinden. Die Schwenkachsen befinden sich insbesondere in Längsrichtung
weiter außen als die Stützachsen.
- (D) Schloss nach Punkt (C), wobei parallel zur Querachse zwei Stützabstände definiert
sind: einer von der ersten Schwenkachse zur Stützachse des ersten Fallenkopfs und
einer von der zweiten Schwenkachse zur Stützachse des zweiten Fallenkopfs, wobei jeder
Fallenkopf eine nach außen weisende Aktivfläche zum Anschlagen an ein Schließblech
aufweist, wobei parallel zur Querachse zwei Aktivflächenabstände definiert sind: einer
von der ersten Schwenkachse zur Aktivfläche des ersten Fallenkopfs und einer von der
zweiten Schwenkachse zur Aktivfläche des zweiten Fallenkopfs, wobei der Stützabstand
des jeweiligen Fallenkopfs gleich oder kürzer dem Aktivflächenabstand desselben Fallenkopfs
ist.
- (E) Schloss nach einem der Punkte (C) oder (D), wobei parallel zur Querachse zwei
Stützabstände definiert sind: einer von der ersten Schwenkachse zur Höhe der Stützachse
des ersten Fallenkopfs und einer von der zweiten Schwenkachse zur Höhe der Stützachse
des zweiten Fallenkopfs, wobei jeder Fallenkopf eine nach außen weisende Aktivfläche
zum Anschlagen an ein Schließblech aufweist, wobei die beiden Aktivflächen mit einer
Breite, gemessen parallel zur Querachse, beabstandet sind, wobei die beiden Stützabstände
jeweils größer sind als die halbe Breite.
[0051] Die Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispiels näher beschrieben. Dabei
zeigt:
- Figur 1
- eine schematische Ansicht eines erfindungsgemäßen Schlosses mit erfindungsgemäßer
Fallenanordnung gemäß dem Ausführungsbeispiel,
- Figur 2
- eine Detailansicht der Fallenanordnung im Schloss nach Figur 1,
- Figur 3
- die Ansicht aus Figur 2, ohne Schlossstulp,
- Figur 4
- die Ansicht aus Figur 3, ohne den beiden Fallenköpfen,
- Figur 5
- den Fallenschaft der erfindungsgemäßen Fallenanordnung gemäß dem Ausführungsbeispiel,
ohne den beiden Fallenköpfen,
- Figur 6
- den Fallenschaft der erfindungsgemäßen Fallenanordnung gemäß dem Ausführungsbeispiel,
mit beiden Fallenköpfen, und
- Figur 7
- ein Detail aus Figur 6.
[0052] Die Figuren zeigen ein Ausführungsbeispiel eines Schlosses 1 mit einer Fallenanordnung
5. In den Figuren sind jeweils senkrecht zueinander eine Hochachse 40, eine Querachse
41 und eine Längsachse 42 als ein karthesisches Koordinatensystem eingezeichnet.
[0053] Figur 1 zeigt das Schloss 1 mit seinem Gehäuse 2. Das Gehäuse 2 umfasst einen Schlosskasten.
Auch ein Schlossstulp 3 ist hier Bestandteil des Gehäuses 2. Der Schlossstulp 3 ist
fest mit dem übrigen Gehäuse verbunden. Der Schlossstulp 3 ist mit dem Türblatt verbindbar.
[0054] In dem Gehäuse 2 befindet sich die Fallenanordnung 5. Die Fallenanordnung 5 ragt
in ihrer Grundstellung entlang der Längsrichtung 42 aus dem Gehäuse 2 heraus.
[0055] Weitere Bestandteile des Schlosses 1, wie beispielsweise eine Blockadevorrichtung
zum Blockieren der Fallenanordnung 5, eine Drückernuss oder ein Schließzylinder sind
der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt, können jedoch in dem Gehäuse 2 des
Schlosses 1 angeordnet werden.
[0056] Die Fallenanordnung 5 umfasst einen Fallenschaft 6, einen ersten Fallenkopf 8 und
einen zweiten Fallenkopf 9.
[0057] Im Gehäuse 2 ist eine Federstütze 4 ausgebildet. Zwischen dieser Federstütze 4 und
dem Fallenschaft 6 ist eine Feder 7 angeordnet. Die Feder 7 drückt die Fallenanordnung
5 in die gezeigte Grundstellung.
[0058] Der Fallenschaft 6 ist im Gehäuse 2 entlang der Längsrichtung 42 linearbeweglich
geführt. Hierzu ist im Gehäuse 2 ein Führungsschlitz 10 ausgebildet. In diesem Führungsschlitz
10 ist ein Führungsfortsatz 24 (Figur 6) des Fallenschafts 6 geführt.
[0059] Zur übersichtlichen Darstellung der Fallenanordnung 5 ist in Figur 3 der Schlossstulp
3 ausgeblendet. In Figur 4 sind zusätzlich die beiden Fallenköpfe 8, 9 ausgeblendet.
Figur 5 zeigt lediglich den Fallenschaft 6. In Figur 6 ist das Gehäuse 2 des Schlosses
1 ausgeblendet; dargestellt sind lediglich die Fallenanordnung 5, die Federstütze
4 und die Feder 7. Figur 7 zeigt ein vergrößertes Detail aus Figur 6.
[0060] Im Folgenden wird auf sämtliche Figuren Bezug genommen.
[0061] Der Fallenschaft 6 umfasst einen ersten Schwenkzapfen 11 und einen zweiten Schwenkzapfen
12. Der erste Schwenkzapfen 11 erstreckt sich entlang der Hochachse 40 nach oben.
Der zweite Schwenkzapfen 12 erstreckt sich entlang der Hochachse 40 nach unten.
[0062] Jeder der beiden Fallenköpfe 8, 9 weist ein Loch auf. Im Loch des ersten Fallenkopfs
8 steckt der erste Schwenkzapfen 11. Im Loch des zweiten Fallenkopfs 9 steckte zweite
Schwenkzapfen 12. Dadurch ist der erste Fallenkopf 8 um eine erste Schwenkachse 13
gegenüber dem Fallenschaft 6 schwenkbar. Der zweite Fallenkopf 9 ist um eine zweite
Schwenkachse 14 gegenüber dem Fallenschaft 6 schwenkbar. Die beiden Schwenkachsen
13, 14 stehen parallel zur Hochachse 40.
[0063] Wie insbesondere Figuren 4 und 5 zeigen, sind die beiden Schwenkachsen 13, 14 mit
einem Achsabstand 22 voneinander beabstandete. Der Achsabstand 22 ist hier parallel
zur Querachse 41 definiert.
[0064] Jeder der beiden Fallenköpfe 8, 9 weist eine Aktivfläche 15 und eine gegenüberliegende
Passivfläche 16 auf. Insbesondere Figur 6 zeigt, dass die Aktivfläche 15 zur Passivfläche
16 desselben Fallenkopfs 8, 9 im spitzen Winkel steht. Die beiden Aktivflächen 15
weisen bezüglich der Querachse 41 nach außen und stehen parallel zueinander. Ferner
stehen die beiden Aktivflächen 15 senkrecht zur Querachse 41. Die Passivflächen 16
stehen insbesondere parallel zur Hochachse 40 und sind gegenüber der Querachse 41
und der Längsachse 42 geneigt.
[0065] Wie beispielsweise die Figuren 2 und 3 zeigen, sind an den Fallenköpfen 8, 9 und
am Fallenschaft 6 Anschlagsflächen 19 ausgebildet. Die Anschlagsflächen 19 begrenzen
das Verschwenken des jeweiligen Fallenkopfs 8, 9 gegenüber dem Fallenschaft 6.
[0066] Insbesondere Figur 3 zeigt, dass jeder der beiden Fallenköpfe 8, 9 eine Anlagefläche
17 aufweist. Die Anlagefläche 17 steht senkrecht zur Längsachse 42. Die Anlagefläche
17 bildet eine Stützkante 18, wobei die Stützkante 18 diejenige Kante der Anlagefläche
17 ist, die parallel zur Hochachse 40 steht und der zugehörigen Aktivfläche 15 am
nächsten liegt.
[0067] Die Anlagefläche 17 und die Stützkante 18 liegen in der Grundstellung an der Innenseite
des Schlossstulps 3 an. So bildet die Stützkante 18 eine Stützachse 23, um die der
jeweilige Fallenkopf 8, 9 gegenüber dem Gehäuse 2 schwenkbar bzw. drehbar ist. Beim
Verschwenken des Fallenkopfs 8, 9 hebt die Anlagefläche 17 von der Innenseite des
Gehäuses ab, wobei die Stützkante 18 an der Innenseite in Anlage bleibt und auf der
Innenseite abwälzt. Beim Verschwenken des Fallenkopfes 8, 9 wird der Fallenkopf um
die Schwenkachse 13, 14 gedreht, wobei zugleich die Schwenkachsen 13, 14 in das Innere
des Gehäuses 2 bewegt werden.
[0068] Insbesondere Figuren 6 und 7 zeigen Folgendes:
Eine Breite 25, die sowohl den Abstand zwischen den beiden Aktivflächen 15 als auch
die größte Breite des einzelnen Fallenkopfs 8, 9 beschreibt; jeweils parallel zur
Querachse 41 definiert.
[0069] Die Abstände der jeweiligen Aktivfläche 15 zur zugehörigen Schwenkachse 13, 14 desselben
Fallenkopfs 8, 9 sind als Aktivflächenabstände 26 gezeigt. Parallel zu dem jeweiligen
Aktivflächenabstand 26 wird der Stützabstand 20 von der jeweiligen Stützachse 23 zur
Schwenkachse 13, 14 desselben Fallenkopfs 8, 9 gemessen. Der Stützabstand ist parallel
zur Querachse 41 definiert.
[0070] Durch den Achsabstand 22 zwischen den beiden Schwenkachsen 13, 14 können sowohl der
Aktivflächenabstand 26 als auch der Stützabstand 20 relativ groß ausgestaltet werden.
[0071] Eine Belastung in Querrichtung auf die Aktivfläche 15 eines Fallenkopfs 8, 9 wirkt
bezüglich der Stützachse 23 mit einem Hebelarm 21. Das mit dem Hebelarm 21 erzeugte
Drehmoment um die Stützachse 23 führt zu einer entsprechenden Kraft auf den Fallenschaft
6 in Richtung der Längsachse 42, wobei der relativ große Stützabstand 20 als Hebel
wirkt. Hierdurch kann die sich ergebende Kraft auf den Fallenschaft 6 gering gehalten
werden. Damit kann einem Verschleiß an der Stützkante 18 vorgebeugt werden.
[0072] Figur 7 zeigt ferner anhand des zweiten Fallenkopfes 9, dass ein zweiter Winkel α
zwischen der Aktivfläche 15 des zweiten Fallenkopfes 9 und einer Geraden, die durch
die Stützkante 18 des zweiten Fallenkopfes 9 und durch die zweite Schwenkachse 14
führt, gebildet ist. Nicht dargestellt, ist ein entsprechender erster Winkel α, der
zwischen der Aktivfläche 15 des ersten Fallenkopfes 8 und einer Geraden, die durch
die Stützkante 18 des ersten Fallenkopfes 8 und durch die erste Schwenkachse 13 führt,
gebildet ist. Die Größe des erste Winkels α entspricht der Größe des zweiten Winkels
α.
[0073] Ferner ist in Figur 7 gezeigt, dass der zweite Winkel α größer ist als ein vierter
Winkel β zwischen der Aktivfläche 15 des zweiten Fallenkopfes 9 und einer Geraden,
die durch die Stützkante 18 des zweiten Fallenkopfes 9 und durch einen Mittelpunkt
43 auf einer die beiden Schwenkachsen 13, 14 verbindenden Linie führt. Analog und
nicht darstellt ist der erste Winkel α größer ist als ein dritter Winkel β zwischen
der Aktivfläche 15 des ersten Fallenkopfes 8 und einer Geraden, die durch die Stützkante
18 des ersten Fallenkopfes 8 und durch einen Mittelpunkt 43 auf einer die beiden Schwenkachsen
13, 14 verbindenden Linie führt.
Bezugszeichenliste
[0074]
- 1
- Schloss
- 2
- Gehäuse
- 3
- Schlossstulp
- 4
- Federstütze
- 5
- Fallenanordnung
- 6
- Fallenschaft
- 7
- Feder
- 8
- erster Fallenkopf
- 9
- zweiter Fallenkopf
- 10
- Führungsschlitz
- 11
- erster Schwenkzapfen
- 12
- zweiter Schwenkzapfen
- 13
- erste Schwenkachse
- 14
- zweite Schwenkachse
- 15
- Aktivflächen
- 16
- Passivflächen
- 17
- Anlageflächen
- 18
- Stützkanten
- 19
- Anschlagsflächen
- 20
- Stützabstand
- 21
- Hebelarm
- 22
- Achsabstand
- 23
- Stützachsen
- 24
- Führungsfortsatz
- 25
- Breite
- 26
- Aktivflächenabstand
- 40
- Hochachse
- 41
- Querachse
- 42
- Längsachse
- 43
- Mittelpunkt
- α
- erster/zweiter Winkel
- β
- dritter/vierter Winkel
1. Fallenanordnung (5) für ein Schloss (1), wobei jeweils senkrecht zueinander eine Hochachse
(40), eine Querachse (41) und eine Längsachse (42) definiert sind, umfassend:
• einen Fallenschaft (6) zur verschiebbaren Anordnung in einem Gehäuse (2) des Schlosses
(1) entlang der Längsachse (42),
• einen ersten Fallenkopf (8), der am Fallenschaft (6) um eine erste Schwenkachse
(13) schwenkbar befestigt ist, wobei die erste Schwenkachse (13) parallel zur Hochachse
(40) steht, und
• einen zweiten Fallenkopf (9), der am Fallenschaft (6) um eine zweite Schwenkachse
(14) schwenkbar befestigt ist, wobei die zweite Schwenkachse (14) parallel zur Hochachse
(40) steht,
• wobei die erste und zweite Schwenkachse (13, 14) beabstandet zueinander sind.
2. Fallenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und zweite Schwenkachse (13, 14) quer zur Hochachse beabstandet sind, wobei
vorzugsweise eine senkrecht zu beiden Schwenkachsen (13, 14) definierte Gerade parallel
zur Querachse (41) verläuft.
3. Fallenanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Achsabstand (22) zwischen den beiden Schwenkachsen (13, 14) zumindest 2 mm, vorzugsweise
zumindest 3 mm, besonders vorzugsweise zumindest 4 mm, beträgt.
4. Fallenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
• wobei der einzelne Fallenkopf (8, 9) eine größte Breite (25), gemessen parallel
zur Querachse (41), aufweist, und
• wobei der Achsabstand (22) zwischen den beiden Schwenkachsen (13, 14) zumindest
5%, vorzugsweise zumindest 10%, besonders vorzugsweise zumindest 15%, der Breite (25)
beträgt.
5. Fallenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
• wobei jeder Fallenkopf (8, 9) eine nach außen weisende Aktivfläche (15) zum Anschlagen
an ein Schließblech aufweist,
• wobei die beiden Aktivflächen (15) mit einer Breite (25), gemessen parallel zur
Querachse (41), beabstandet sind,
• wobei parallel zur Querachse (41) zwei Aktivflächenabstände (26) definiert sind:
einer von der ersten Schwenkachse (13) zur Aktivfläche (15) des ersten Fallenkopfs
(8) und einer von der zweiten Schwenkachse (14) zur Aktivfläche (15) des zweiten Fallenkopfs
(9), und
• wobei die beiden Aktivflächenabstände (26) jeweils größer sind als die halbe Breite
(25).
6. Fallenanordnung nach Anspruch 5, wobei die beiden Aktivflächenabstände (26) gleich
groß sind.
7. Fallenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Fallenköpfe (8, 9) identisch ausgebildet sind.
8. Fallenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüchen,
• wobei jeder Fallenkopf (8, 9) einen einer Spitze des Fallenkopfs (8,9) gegenüberliegenden
Rücken aufweist, und
• wobei die Rücken (16) jeweils derart ausgebildet sind, dass eine Breitenausdehnung
der Fallenköpfe (8, 9), gemessen parallel zur Querachse (41), bei einem Verschwenken
der Fallenköpfe (8, 9) innerhalb der Breitenausdehnung der Fallenköpfe (8, 9) in der
unverschwenkten Position verbleibt.
9. Fallenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei jeder Fallenkopf (8,
9) eine parallel zur Hochachse (40) stehende Stützkante (18) aufweist, wobei die jeweilige
Stützkante (18) dazu ausgebildet ist, bei Anlage an dem Gehäuse (2) eine Stützachse
(23) zu bilden, um die der Fallenkopf (8, 9) gegenüber dem Gehäuse (2) drehbar ist.
10. Fallenanordnung nach Anspruch 9 , dadurch gekennzeichnet, dass ein erster Winkel (α) zwischen der Aktivfläche (15) des ersten Fallenkopfes (8) und
einer Geraden, die durch die Stützkante (18) des ersten Fallenkopfes (8) und durch
die erste Schwenkachse (13) führt, gebildet ist, und dass ein zweiter Winkel (α) zwischen
der Aktivfläche (15) des zweiten Fallenkopfes (9) und einer Geraden, die durch die
Stützkante (18) des zweiten Fallenkopfes (9) und durch die zweite Schwenkachse (14)
führt, gebildet ist, wobei der erste Winkel (α) dem zweiten Winkel (α) entspricht.
11. Fallenanordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Winkel (α) größer ist als ein dritter Winkel (β) zwischen der Aktivfläche
(15) des ersten Fallenkopfes (8) und einer Geraden, die durch die Stützkante (18)
des ersten Fallenkopfes (8) und durch einen Mittelpunkt (43) auf einer die beiden
Schwenkachsen (13, 14) verbindenden Linie führt, und/oder der zweite Winkel (α) größer
ist als ein vierter Winkel (β) zwischen der Aktivfläche (15) des zweiten Fallenkopfes
(9) und einer Geraden, die durch die Stützkante (18) des zweiten Fallenkopfes (9)
und durch einen Mittelpunkt (43) auf einer die beiden Schwenkachsen (13, 14) verbindenden
Linie führt.
12. Fallenanordnung nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
• wobei parallel zur Querachse (41) zwei Stützabstände (20) definiert sind: einer
von der ersten Schwenkachse (13) auf die Höhe der Stützkante (18) des ersten Fallenkopfs
(8) und einer von der zweiten Schwenkachse (14) auf die Höhe der Stützkante (18) des
zweiten Fallenkopfs (9),
• wobei jeder Fallenkopf (8, 9) eine nach außen weisende Aktivfläche (15) zum Anschlagen
an ein Schließblech aufweist,
• wobei parallel zur Querachse (41) zwei Aktivflächenabstände (26) definiert sind:
einer von der ersten Schwenkachse (13) zur Aktivfläche (15) des ersten Fallenkopfs
(8) und einer von der zweiten Schwenkachse (14) zur Aktivfläche (15) des zweiten Fallenkopfs
(9), und
• wobei der Stützabstand (20) des jeweiligen Fallenkopfs (8, 9) gleich oder kürzer
dem Aktivflächenabstand (26) desselben Fallenkopfs (8, 9) ist.
13. Fallenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei jeder Fallenkopf (8,
9) eine nach außen weisende Aktivfläche (15) zum Anschlagen an ein Schließblech aufweist,
und wobei die erste und die zweite Schwenkachse (13, 14) derart zueinander versetzt
sind, dass eine Kraft, mit der die Schwenkachsen (13, 14) durch einen Druck auf zumindest
eine Aktivfläche (15) des Fallenkopfs (8, 9) in ein Gehäuse (2) des Schlosses (1)
zurückbewegbar sind, geringer ist als eine hypothetische Kraft, mit der die Schwenkachsen
(13, 14) durch einen Druck auf zumindest eine Aktivfläche (15) des Fallenkopfs (8,
9) in das Gehäuse (2) des Schlosses (1) zurückbewegbar wären, wenn die Schwenkachsen
(13, 14) parallel zur Hochachse (40) übereinander auf einer die Schwenkachsen (13,
14) verbindenden Linie angeordnet wären.
14. Fallenanordnung nach einem der Ansprüche 9 bis 13,
• wobei parallel zur Querachse (41) zwei Stützabstände (20) definiert sind: einer
von der ersten Schwenkachse (13) auf die Höhe der Stützkante (18) des ersten Fallenkopfs
(8) und einer von der zweiten Schwenkachse (14) auf die Höhe der Stützkante (18) des
zweiten Fallenkopfs (9),
• wobei jeder Fallenkopf (8, 9) eine nach außen weisende Aktivfläche (15) zum Anschlagen
an ein Schließblech aufweist,
• wobei die beiden Aktivflächen (15) mit einer Breite (25), gemessen parallel zur
Querachse (41), beabstandet sind,
• wobei die beiden Stützabstände (20) jeweils größer sind als die halbe Breite (25).
15. Schloss (1) umfassend
• ein Gehäuse (2), und
• eine am Gehäuse (2) angeordnete Fallenanordnung (5) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche.