[0001] Die Erfindung betrifft ein elektrisches Gerät mit einem Aufnahmeschacht zum lösbaren
Aufnehmen eines elektrischen und/oder elektronischen Bauelementes, insbesondere eines
Relaisbausteins oder einer elektrischen Schaltung, wobei das elektrische Gerät eine
Auswurfeinrichtung zum Durchführen eines Auswurf-Vorgangs des Bauelementes aufweist,
wobei die Auswurfeinrichtung einen verschwenkbaren Auswerferhebel aufweist, wobei
bei einem Auswurf-Vorgang durch manuelles Betätigen des Auswerferhebels das Bauelement
durch eine von dem Auswerferhebel auf das Bauelement ausgeübte Druckkraft zumindest
teilweise aus dem Aufnahmeschacht herausdrückbar ist.
[0003] Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, ein elektrisches Gerät mit
einer solchen Auswurfeinrichtung anzugeben, die bei zuverlässiger Funktion einfach
zu realisieren ist.
[0004] Diese Aufgabe wird bei einem elektrischen Gerät der eingangs genannten Art dadurch
gelöst, dass der Auswerferhebel ohne feste Verschwenkachse an dem elektrischen Gerät
schwenkbar gelagert ist und zur Ausführung einer Verschwenkbewegung bei einem Auswurf-Vorgang
eingerichtet ist, deren Verschwenkachse im Verlaufe eines Auswurf-Vorgangs ortsveränderlich
ist. Die Erfindung hat den Vorteil, dass die Auswurfeinrichtung und insbesondere der
Auswerferhebel besonders einfach und mit wenigen Bauteilen realisiert werden kann.
(Insbesondere ist keine feste Lagerung des Auswerferhebels erforderlich, wie im Stand
der Technik. Dementsprechend müssen keine Lagerungselemente wie Lagerachsen oder Lagerzapfen
vorgesehen werden. Beim Verschwenken des Auswerferhebels kann dieser eine Abrollbewegung
ausführen. Das elektrische und/oder elektronische Bauelement kann damit auf einfache
Weise aus dem Aufnahmeschacht herausgehebelt werden.
[0005] Durch die erfindungsgemäße Auswurfeinrichtung kann eine zu Beginn der Verschwenkbewegung
aus dem Hebelarmverhältnis resultierende geringere Betätigungskraft realisiert werden,
wodurch die Dimensionen der Bauteile, insbesondere des Auswerferhebels, verkleinert
werden können und der Betätigungsvorgang besonders ergonomisch gestaltet wird.
[0006] Der Auswerferhebel kann bei einem Auswurf-Vorgang manuell durch eine Druckkraft oder
eine Zugkraft beaufschlagt werden. Vorteilhaft ist insbesondere eine Betätigungskraft
mit einer Wirkrichtung, die entgegen der Wirkrichtung der auf das Bauelement ausgeübten
Druckkraft ausgerichtet ist. Dies erlaubt eine angenehme und effiziente manuelle Betätigung
des Auswerferhebels. Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist daher
vorgesehen, dass durch den Auswerferhebel eine auf den Auswerferhebel infolge manueller
Betätigung des Auswerferhebels einwirkende Betätigungskraft in die auf das Bauelement
ausgeübte Druckkraft umlenkbar ist, wobei die Wirkrichtung der Betätigungskraft entgegen
der Wirkrichtung der auf das Bauelement ausgeübten Druckkraft ausgerichtet sein kann.
Auf diese Weise kann das Bauelement von seiner Unterseite her, d.h. der zum Boden
des Aufnahmeschachts gewandten Seite, aus dem Aufnahmeschacht herausgedrückt werden.
[0007] Der Auswerferhebel kann insbesondere als fester Bestandteil des elektrischen Geräts
ausgebildet sein, d.h. der Auswerferhebel wird herstellerseitig gleich als Teil des
elektrischen Geräts bereitgestellt und ist dementsprechend nicht dazu eingerichtet,
vom elektrischen Gerät entfernt zu werden. Somit ist der Auswerferhebel dann nicht
Bestandteil des auszuwerfenden elektrischen und/oder elektronischen Bauelementes,
sodass der Auswerferhebel kein Fixierungselement zum Fixieren an dem auszuwerfenden
elektrischen und/oder elektronischen Bauelement aufweist. Der Auswerferhebel kann
z.B. über eine Zapfen-Langloch-Befestigung mit dem elektrischen Gerät, insbesondere
dem Gehäuse des elektrischen Geräts, verbunden sein. Dementsprechend weist der Auswerferhebel
auch gegenüber dem auszuwerfenden elektrischen und/oder elektronischen Bauelement
keine feste Verschwenkachse auf. Hierdurch ist der Auswerferhebel auch gegenüber dem
elektrischen und/oder elektronischen Bauelement im Verlauf eines Auswurf-Vorgangs
ortsveränderlich.
[0008] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Auswerferhebel
ein manuelles Betätigungselement aufweist, an dem der Auswerferhebel unmittelbar manuell
zum Herausdrücken des Bauelementes aus dem Aufnahmeschacht zu betätigen ist. Das manuelle
Betätigungselement kann z.B. als Griffmulde ausgebildet sein und/oder eine strukturierte
Oberfläche aufweisen, um ein Abrutschen zu verhindern, z.B. eine geriffelte und/oder
genoppte Oberfläche. Das manuelle Betätigungselement kann zusätzlich einen Aufnahmeschlitz
für ein Betätigungswerkzeug aufweisen, z.B. für einen Schraubendreher.
[0009] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das elektrische
Gerät eine bezüglich des Aufnahmeschachts ortsfeste Abrollkontur zur Auflagerung des
Auswerferhebels aufweist, auf der der Auswerferhebel bei einem Auswurf-Vorgang abrollbar
ist, so dass die Verschwenkachse ortsveränderlich ist. Hierdurch wird der abrollende
Bewegungsvorgang des Auswerferhebels unterstützt. Die Abrollbewegung des Auswerferhebels
auf der Abrollkontur kann dabei im Wesentlichen ohne Gleitbewegung, d.h. ohne Schlupf
zwischen der Abrollkontur und dem Auswerferhebel, erfolgen. Auf diese Weise wird ein
Verschleiß an diesen Bauteilen vermieden. Gelegentlich auftretende geringe Relativbewegungen
zwischen den Bauteilen sind dagegen unkritisch.
[0010] Die Abrollkontur kann eine ununterbrochene (durchgängige) Kontur oder eine nicht
durchgängige Kontur sein. Im letztgenannten Fall kann die Abrollkontur Unterbrechungen
aufweisen oder aus diskreten Punkten und/oder Abschnitten bestehen, auf denen dann
die Lagerungskontur des Auswerferhebels abrollt. Eine derartige Ausbildung der Abrollkontur
kann z.B. sinnvoll sein, wenn Platz für die Gegenkontakte innerhalb des elektrischen
Geräts benötigt wird.
[0011] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die ortsveränderliche
Verschwenkachse durch den Auflagerpunkt der Lagerungskontur des Auswerferhebels auf
der Abrollkontur gebildet wird. Dieser Auflagerpunkt ist damit ein Momentandrehpunkt
des Auswerferhebels.
[0012] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Auswerferhebel
eine linear verlaufende Lagerungskontur aufweist, mit der der Auswerferhebel auf der
Abrollkontur aufgelagert ist. Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung
ist vorgesehen, dass der Auswerferhebel eine relativ zur Abrollkontur konvex verlaufende
Lagerungskontur aufweist, mit der der Auswerferhebel auf der Abrollkontur aufgelagert
ist. Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der
Auswerferhebel eine relativ zur Abrollkontur konkav verlaufende Lagerungskontur aufweist,
mit der der Auswerferhebel auf der Abrollkontur aufgelagert ist, wobei die Lagerungskontur
einen größeren Krümmungsradius aufweist als die Abrollkontur.
[0013] Wie man erkennt, sind diverse Möglichkeiten für die Ausgestaltung der Formgebung
der Konturen zwischen dem Auswerferhebel und der Abrollkontur möglich. Die zuvor genannten
Möglichkeiten können auch miteinander kombiniert werden, z.B. indem die Abrollkontur
eine Kombination aus linear verlaufenden und konvex verlaufenden Abschnitten der Abrollkontur
aufweist. Vergleichbare Gestaltungen sind bezüglich der Lagerungskontur des Auswerferhebels
möglich. Dies ermöglicht es, die Konturen derart aufeinander abzustimmen, dass die
gewünschte Verschwenkung des Auswerferhebels einschließlich des Abrollvorgangs realisiert
wird.
[0014] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das elektrische
Gerät ein Isolierstoffgehäuse aufweist und die Abrollkontur an dem Isolierstoffgehäuse
ausgebildet ist, z.B. durch eine Gehäusekante oder einen Gehäusevorsprung. Dies erlaubt
eine sehr kostengünstige Realisierung der Abrollkontur durch Integration in den Fertigungsprozess
des Isolierstoffgehäuses.
[0015] Der Auswerferhebel kann als gerader Hebel oder als geknickter Hebel ausgebildet sein,
z.B. als Winkelhebel.
[0016] Der Auswerferhebel weist einen Kraftarm und einen Lastarm auf. Im Falle eines zweiseitigen
Hebels befindet sich der Lastarm bezüglich der Verschwenkachse des Auswerferhebels
auf der zum elektrischen und/oder elektronischen Bauelement gewandten Seite, der Kraftarm
auf der dem manuellen Betätigungselement zugewandten Seite der Verschwenkachse. Die
Verschwenkachse entspricht dabei auch dem Drehpunkt des Auswerferhebels.
[0017] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass sich durch
die örtliche Veränderung der Verschwenkachse das Hebelverhältnis Kraftarm/Lastarm
des Auswerferhebels bei einem Auswurf-Vorgang verändert, insbesondere dass sich das
Hebelverhältnis vom Beginn zum Ende des Auswurf-Vorgangs verringert. Auf diese Weise
kann zu Beginn des Auswurf-Vorgangs eine große Kraft bei geringer Wegänderung auf
das auszuwerfende Bauelement übertragen werden. Zum Ende des Auswurf-Vorgangs, wenn
weniger Betätigungskraft an dem auszuwerfenden Bauelement erforderlich ist, wird dagegen
ein vergrößerter Betätigungsweg übertragen, was insgesamt dazu führt, dass der Auswurf-Vorgang
des Bauelementes bei für den Anwender angenehmer Betätigungskraft schnell durchgeführt
werden kann. Zu Beginn des Auswurf-Vorgangs sind an dem Bauelement größere Kräfte
erforderlich, da dieses noch durch elektrische Steckkontakte an Gegensteckkontakten
des elektrischen Geräts gehalten ist. Zum Ende des Auswurf-Vorgangs ist dieser mechanische
Widerstand nicht mehr vorhanden, es ist lediglich noch das Bauelement anzuheben.
[0018] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass sich das
Hebelverhältnis Kraftarm/Lastarm bei einem Auswurf-Vorgang um wenigstens 10 %, insbesondere
um wenigstens 20 %, verändert. Die Veränderung des Hebelverhältnisses kann auch noch
größere Werte annehmen, z.B. wenigstens 40 %. Auch hierdurch kann die besonders ergonomische
Betätigung der erfindungsgemäßen Auswurfeinrichtung weiter gefördert werden.
[0019] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Verwendung
von Zeichnungen näher erläutert.
[0020] Es zeigen
- Figuren 1 bis 3
- eine erste Ausführungsform eines elektrischen Geräts und
- Figuren 4 bis 6
- eine zweite Ausführungsform eines elektrischen Geräts und
- Figur 7
- eine dritte Ausführungsform eines elektrischen Geräts und
- Figur 8
- ein in perspektivischer Darstellung vollständig wiedergegebenes elektrisches Gerät.
[0021] In den Figuren 1 bis 7 ist das elektrische Gerät jeweils nur teilweise mit Blick
auf den Aufnahmeschacht und die Auswurfeinrichtung in seitlicher Ansicht dargestellt.
[0022] In den Figuren werden gleiche Bezugszeichen für einander entsprechende Elemente verwendet,
die folgende Zuordnung haben:
- 1
- elektrisches Gerät
- 2
- elektrisches und/oder elektronisches Bauelement (nachfolgend auch kurz "Bauelement")
- 3
- Auswerferhebel
- 4
- Abrollkontur
- 5
- Auflagerpunkt
- 10
- Aufnahmeschacht
- 11
- Isolierstoffgehäuse
- 12
- Langloch
- 13
- Tragschienen-Befestigungselement
- 20
- Unterseite des Bauelementes 2
- 21
- Kontaktelemente des Bauelementes 2
- 30
- Hebelarm
- 31
- manuelles Betätigungselement
- 32
- Druckelement
- 33
- Halteachse
- 34
- Lagerungskontur
[0023] Das elektrische Gerät 1 weist ein Isolierstoffgehäuse 11 auf. In dem Isolierstoffgehäuse
11 ist ein Aufnahmeschacht 10 zur lösbaren Aufnahme des Bauelementes 2 vorhanden.
Das Bauelement 2 kann in den Aufnahmeschacht 10 eingesteckt werden und über seine
Kontaktelemente 21 mit Gegenkontaktelementen des elektrischen Geräts 1, die nicht
dargestellt sind, nach Art einer Steckverbindung verbunden werden. In manchen Fällen
soll das Bauelement 2 ausgetauscht werden. Da das Bauelement 2 in verschiedenen Einbausituationen
nicht ohne weiteres von Hand gegriffen werden kann, um es aus dem Aufnahmeschacht
10 herauszuziehen, weist das elektrische Gerät 1 eine Auswurfeinrichtung zum Durchführen
eines Auswurf-Vorgangs des Bauelementes 2 aus dem Aufnahmeschacht 10 auf.
[0024] Die Auswurfeinrichtung weist einen Auswerferhebel 3 auf, der mit seinem Hebelarm
30 unterhalb des Bauelementes 2 angeordnet ist und sich bis unter dessen Unterseite
20, die zum Boden des Aufnahmeschachts 10 hin gerichtet ist, erstreckt. Der Auswerferhebel
3 ist auf einer Abrollkontur 4 aufgelagert, d.h. er stützt sich nach unten hin auf
dieser Abrollkontur 4 ab. Der Auswerferhebel 3 weist an einem Ende des Hebelarms 30
das manuelle Betätigungselement 31 auf, an dem der Auswerferhebel 3 unmittelbar manuell
zu betätigen ist, um das Bauelement 2 aus dem Aufnahmeschacht 10 zu entfernen. Am
anderen Ende weist der Hebelarm 30 das Druckelement 32 auf, mit dem eine Druckkraft
von unten gegen das Bauelement 2, d.h. gegen dessen Unterseite 20, ausgeübt werden
kann.
[0025] Die Figur 1 zeigt die erläuterten Elemente in einem Zustand, in dem der Auswerferhebel
3 nicht betätigt ist und das Bauelement 2 vollständig in dem Aufnahmeschacht 10 eingesteckt
ist. Die Figur 2 zeigt die Elemente bei dem Auswurf-Vorgang, die Figur 3 zeigt die
Elemente am Ende des Auswurf-Vorgangs, wenn das Bauelement 2 von Hand aus dem Aufnahmeschacht
10 entnommen werden kann. Der Auswerferhebel 3 weist an seiner der Abrollkontur 4
zugewandten Seite eine Lagerungskontur 34 auf, wobei die Lagerungskontur 34 in einem
Auflagerpunkt 5 auf der Abrollkontur 4 aufliegt bzw. sich auf der Abrollkontur 4 abstützt.
Wie man erkennt, ist zunächst (Figur 1) der Auflagerpunkt 5 des Hebelarms 30 an der
Abrollkontur 4 sehr weit rechts, d.h. nahe dem einen Ende der Abrollkontur 4 angeordnet.
Der Hebelarm 30 teilt sich auf in einen Kraftarm, der sich von dem Auflagerpunkt 5
nach links in Richtung des Betätigungselements 31 und bis hin zum Betätigungselement
31 erstreckt, und einen Lastarm, der sich vom Auflagerpunkt 5 nach rechts in Richtung
des Druckelements 32 und bis hin zum Druckelement 32 erstreckt. Wie die Figur 2 zeigt,
wandert der Auflagerpunkt 5 mit zunehmender Verschwenkung des Auswerferhebels 3 nach
links in Richtung des Betätigungselements 32. Das Bauelement 2 wird über das Druckelement
32 nach Art eines Stößels aus dem Aufnahmeschacht 10 durch eine von unten wirkende
Druckkraft herausgedrückt. In der Figur 3 ist dieser Vorgang noch weiter durchgeführt,
wobei man erkennt, dass der Auflagerpunkt 5 nun sehr weit nach links gewandert ist,
etwa bis zum anderen Ende der Abrollkontur 4. Der Auflagerpunkt 5 kennzeichnet dabei
die Verschwenkachse des Auswerferhebels 3.
[0026] Man erkennt ferner, dass sich im Laufe der Verschwenkbewegung des Auswerferhebels
3 das Verhältnis zwischen der Länge des Kraftarms zur Länge des Lastarms (Hebelverhältnis
Kraftarm/Lastarm) in Folge der Verschiebung des Auflagerpunkts 5 deutlich verringert,
z.B. wenigstens um den Faktor 1,5. Man erkennt ferner, dass der Auswerferhebel 3 eine
reine Abrollbewegung auf der Abrollkontur 4 ausführt, d.h. im Wesentlichen keine Gleitbewegung
gegenüber der Abrollkontur 4 auftritt.
[0027] Die Figuren 4 bis 6 zeigen einen vergleichbaren Auswurf-Vorgang wie die Figuren 1
bis 3, wobei in den Figuren 4 bis 6 der Auswerferhebel 3 anders geformt ist. Die Figur
4 zeigt ansonsten den gleichen Zustand wie die Figur 1, die Figur 5 den gleichen Zustand
wie die Figur 2, und die Figur 6 den gleichen Zustand wie die Figur 3.
[0028] Bei den Figuren 4 bis 6 ist der Auswerferhebel 3 als Winkelhebel ausgebildet, der
dementsprechend einen abgewinkelten Hebelarm 30 aufweist. Der untere, vom manuellen
Bedienelement 31 entfernte Abschnitt des Hebelarms 30 ist vergleichbar wie bei der
Ausführungsform der Figuren 1 bis 3 angeordnet und dient ebenfalls zum Abrollen bei
einer Verschwenkbewegung des Auswerferhebels 3 auf der Abrollkontur 4. Ein dazu abgewinkelt
verlaufender Abschnitt des Hebelarms 30, der an dem manuellen Betätigungselement 31
endet, verläuft bis zur Oberseite des Bauelementes 2. Auf diese Weise kann der Auswerferhebel
3 bequemer von oben her am manuellen Betätigungselement 31 betätigt werden.
[0029] Im Unterschied zu den Figuren 1 bis 3 ist bei den Figuren 4 bis 6 der Auswerferhebel
3 zusätzlich über eine Halteachse 33 in einem Langloch 12 des Isolierstoffgehäuses
geführt, wie insbesondere die Figur 8 verdeutlicht. Durch diese Führung mit der Halteachse
33 kann der Auswerferhebel 3 sicher an dem Isolierstoffgehäuse 11 fixiert werden.
Hierbei bildet aber die Halteachse 33 nicht die Verschwenkachse bei einer Verschwenkbewegung
des Auswerferhebels 3 bei einem Auswurf-Vorgang. Die Verschwenkachse wird weiterhin
durch den wandernden Auflagerpunkt 5 bestimmt.
[0030] Während bei den Ausführungsformen der Figuren 1 bis 6 der Hebel 30 eine linear verlaufende
Lagerungskontur 34 aufweist, mit der der Auswerferhebel 3 auf der Abrollkontur 4 aufgelagert
ist, und dementsprechend die Abrollkontur 4 relativ zum Auswerferhebel 3 konvex ausgestaltet
ist, z.B. mit konstanter Krümmung, zeigt die Figur 7 eine Ausführungsform, bei der
eine Abrollkontur 4 mit linearem Verlauf realisiert ist. Dementsprechend weist die
Lagerungskontur 34 des Auswerferhebels 3 einen relativ zur Abrollkontur 4 konvexen
Verlauf auf. In beiden Fällen ist die gewünschte Abrollbewegung des Auswerferhebels
3 auf der Abrollkontur 4 möglich.
[0031] Wie in den Figuren dargestellt, läuft der Hebelarm 30 unterhalb des Bauelements 2
einseitig an den Kontaktelementen 21 vorbei, so dass die Verschwenkbewegung des Hebelarms
30 durch die Kontaktelemente 21 nicht behindert wird. Alternativ kann dieser Abschnitt
des Hebelarms 30 auch gabelförmig ausgestaltet sein, so dass die Kontaktelemente 21
sich dann in einem Freiraum zwischen den Gabeln des Hebelarms befinden können.
[0032] Anhand der Figur 8 ist noch einmal die Fixierung des Auswerferhebels 3 über die Halteachse
33 in dem Langloch 12 des Isolierstoffgehäuses 11 verdeutlicht. Zudem ist erkennbar,
dass das elektrische Gerät 1 z.B. ein Reiheneinbaugerät sein kann, wie es in der elektrischen
Installationstechnik eingesetzt wird, z.B. eine Reihenklemme. Das elektrische Gerät
1 kann, z.B. an seinem Isolierstoffgehäuse 11, Tragschienen-Befestigungselemente 13
aufweisen, über die das elektrische Gerät 1 an einer Tragschiene der elektrischen
Installationstechnik, z.B. an einer Hutschiene, befestigt werden kann.
1. Elektrisches Gerät (1) mit einem Aufnahmeschacht (10) zum lösbaren Aufnehmen eines
elektrischen und/oder elektronischen Bauelementes (2), insbesondere eines Relaisbausteins
oder einer elektrischen Schaltung, wobei das elektrische Gerät (1) eine Auswurfeinrichtung
zum Durchführen eines Auswurf-Vorgangs des Bauelementes (2) aufweist, wobei die Auswurfeinrichtung
einen verschwenkbaren Auswerferhebel (3) aufweist, wobei bei einem Auswurf-Vorgang
durch manuelles Betätigen des Auswerferhebels (3) das Bauelement (2) durch eine von
dem Auswerferhebel (3) auf das Bauelement (2) ausgeübte Druckkraft zumindest teilweise
aus dem Aufnahmeschacht (10) herausdrückbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Auswerferhebel (3) ohne feste Verschwenkachse an dem elektrischen Gerät (1) schwenkbar
gelagert ist und zur Ausführung einer Verschwenkbewegung bei einem Auswurf-Vorgang
eingerichtet ist, deren Verschwenkachse im Verlaufe eines Auswurf-Vorgangs relativ
zum elektrischen Gerät (1) ortsveränderlich ist.
2. Elektrisches Gerät nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Auswerferhebel als Teil des elektrischen Geräts ausgebildet ist.
3. Elektrisches Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch den Auswerferhebel (3) eine auf den Auswerferhebel (3) infolge manueller Betätigung
des Auswerferhebels (3) einwirkende Betätigungskraft in die auf das Bauelement (2)
ausgeübte Druckkraft umlenkbar ist, wobei die Wirkrichtung der Betätigungskraft entgegen
der Wirkrichtung der auf das Bauelement (2) ausgeübten Druckkraft ausgerichtet sein
kann.
4. Elektrisches Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Auswerferhebel (3) ein manuelles Betätigungselement (31) aufweist, an dem der
Auswerferhebel (3) unmittelbar manuell zum Herausdrücken des Bauelementes (2) aus
dem Aufnahmeschacht (10) zu betätigen ist.
5. Elektrisches Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das elektrische Gerät (1) eine bezüglich des Aufnahmeschachts (10) ortsfeste Abrollkontur
(4) zur Auflagerung des Auswerferhebels (3) aufweist, auf der der Auswerferhebel (3)
bei einem Auswurf-Vorgang abrollbar ist, so dass die Verschwenkachse ortsveränderlich
ist.
6. Elektrisches Gerät nach dem der vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die ortsveränderliche Verschwenkachse durch den Auflagerpunkt (5) der Lagerungskontur
(34) des Auswerferhebels (3) auf der Abrollkontur (4) gebildet wird.
7. Elektrisches Gerät nach einem der Ansprüche 5 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Auswerferhebel (3) eine linear verlaufende Lagerungskontur (34) aufweist, mit
der der Auswerferhebel (3) auf der Abrollkontur (4) aufgelagert ist.
8. Elektrisches Gerät nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Auswerferhebel (3) eine relativ zur Abrollkontur (4) konvex verlaufende Lagerungskontur
(34) aufweist, mit der der Auswerferhebel (3) auf der Abrollkontur (4) aufgelagert
ist.
9. Elektrisches Gerät nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Auswerferhebel (3) eine relativ zur Abrollkontur (4) konkav verlaufende Lagerungskontur
(34) aufweist, mit der der Auswerferhebel (3) auf der Abrollkontur (4) aufgelagert
ist, wobei die Lagerungskontur (34) einen größeren Krümmungsradius aufweist als die
Abrollkontur (4).
10. Elektrisches Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das elektrische Gerät (1) ein Isolierstoffgehäuse (11) aufweist und die Abrollkontur
(4) an dem Isolierstoffgehäuse (11) ausgebildet ist.
11. Elektrisches Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich durch die örtliche Veränderung der Verschwenkachse das Hebelverhältnis Kraftarm/Lastarm
des Auswerferhebels (3) bei einem Auswurf-Vorgang verändert, insbesondere dass sich
das Hebelverhältnis vom Beginn zum Ende des Auswurf-Vorgangs verringert.
12. Elektrisches Gerät nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Hebelverhältnis Kraftarm/Lastarm bei einem Auswurf-Vorgang um wenigstens
10 %, insbesondere um wenigstens 20 %, verändert.