[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung solch einer Kontakteinrichtung
gemäß Patentanspruch 1 und eine Kontakteinrichtung hergestellt mit solch einem Verfahren
gemäß Patentanspruch 4.
[0002] Diese Patentanmeldung beansprucht die Priorität der deutschen Patentanmeldung
DE 10 2017 117 367.6, deren Offenbarungsgehalt hiermit durch Rückbezug aufgenommen wird.
[0003] Es ist eine Kontakteinrichtung mit einem Kontaktelement und einem elektrischen Leiter
einer elektrischen Leitung bekannt, wobei der elektrische Leiter mittels einer Crimpverbindung
mit einem Kontaktelement verbunden ist. Diese Kontakteinrichtung neigt, insbesondere
bei einer Verwendung von unterschiedlichen metallischen Werkstoffen für das Kontaktelement
und den elektrischen Leiter, zur Korrosion zwischen dem elektrischen Leiter und dem
Kontaktelement. Dies kann zu Kontaktschwierigkeiten während der Übertragung von Signalen
zwischen Kontaktelement und elektrischer Leitung führen.
[0004] Es ist Aufgabe der Erfindung, ein verbessertes Verfahren zur Herstellung einer Kontakteinrichtung
und eine verbesserte Kontakteinrichtung bereitzustellen.
[0005] Diese Aufgabe wird mittels eines Verfahrens zur Herstellung solch einer Kontakteinrichtung
gemäß Patentanspruch 1 und mittels einer Kontakteinrichtung gemäß Patentanspruch 4
gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0006] Es wurde erkannt, dass ein verbessertes Verfahren zur Herstellung einer Kontakteinrichtung
dadurch bereitgestellt werden kann, dass ein Kontaktelement und ein elektrische Leiter
bereitgestellt werden, wobei eine Modelliermasse mit dem ersten Werkstoff zur Ausbildung
einer Zwischenschicht zwischen dem Kontaktelement und dem elektrischen Leiter bereitgestellt
wird, wobei ein Endabschnitt eines elektrischen Leiters in der Modelliermasse angeordnet
wird, wobei die Modelliermasse zusammen und mit dem Endabschnitt an einer Verbindungsfläche
des Kontaktelements angeordnet wird, wobei die Modelliermasse und der Endabschnitt
formschlüssig mit der Verbindungsfläche verbunden werden und die Modelliermasse in
ihre Endform zur Ausbildung der Zwischenschicht geformt wird, wobei die Modelliermasse
ausgehärtet wird.
[0007] Dadurch kann die Zwischenschicht besonders einfach und kostengünstig erstellt werden.
[0008] In einer weiteren Ausführungsform weist die Modelliermasse bei Bereitstellung eine
Druckfestigkeit von 5 kN/m
2 bis zu 40 kN/m
2 auf.
[0009] In einer weiteren Ausführungsform wird der Endabschnitt in die Modelliermasse eingepresst
und/oder wird der Endabschnitt mit der Modelliermasse umwickelt wird.
[0010] Es wurde erkannt, dass eine verbesserte Kontakteinrichtung dadurch bereitgestellt
werden kann, dass die Kontakteinrichtung ein Kontaktelement, einen elektrischen Leiter
und eine Zwischenschicht umfasst, wobei die Kontakteinrichtung ein Kontaktelement,
einen elektrischen Leiter und eine Zwischenschicht aufweist, wobei das Kontaktelement
eine Verbindungsfläche aufweist, wobei die Zwischenschicht zwischen dem elektrischen
Leiter und der Verbindungsfläche angeordnet ist, wobei die Zwischenschicht zu wenigstens
40 Massenprozent einen ersten nichtmetallischen Werkstoff aufweist.
[0011] Dadurch kann eine Korrosion zwischen dem elektrischen Leiter und dem Kontaktelement
zuverlässig vermieden werden. Insbesondere werden Elektronensprünge zwischen den einzelnen
Werkstoffen des Kontaktelements, der Zwischenschicht und dem elektrischen Leiter reduziert,
sodass eine Korrosion innerhalb der Kontakteinrichtung, insbesondere bei Eindringen
von einer natriumchloridhaltigen Lösung in die Kontakteinrichtung, zuverlässig vermieden
wird.
[0012] In einer weiteren Ausführungsform weist der elektrische Leiter einen Endabschnitt
auf, wobei die Zwischenschicht vollständig den Endabschnitt umhüllt.
[0013] Besonders von Vorteil ist, wenn die Zwischenschicht um den Endabschnitt gewickelt
ist.
[0014] In einer weiteren Ausführungsform ist der Endabschnitt vollständig in die Zwischenschicht
eingepresst und/oder eingebettet.
[0015] In einer weiteren Ausführungsform weist die Zwischenschicht wenigstens einen der
folgenden ersten Werkstoffe auf: einen nichtmetallischen Leiter, Überreste einer gezündeten
reaktiven Folie, elektrisch leitfähiges Polymer, eine Trägermatrix mit einem in der
Trägermatrix eingebetteten Partikelmaterial, wobei das Partikelmaterial wenigstens
einen der folgenden Partikelwerkstoffe aufweist: Ruß, Kohlenstoffnanoröhrchen, wobei
die Trägermatrix wenigstens einen der folgenden Matrixwerkstoffe aufweist: Kunststoff,
Aramid.
[0016] In einer weiteren Ausführungsform ist die Zwischenschicht folienartig und/oder modelliermassenartig
und/oder beutelartig und/oder als Beschichtung der Verbindungsfläche und/oder als
Beschichtung des elektrischen Leiters ausgebildet.
[0017] In einer weiteren Ausführungsform weist das Kontaktelement eine Aufnahme auf, wobei
innenseitig der Aufnahme die Verbindungsfläche angeordnet ist, wobei der elektrische
Leiter in die Aufnahme eingreift, wobei die Zwischenschicht zwischen der Verbindungsfläche
und einer äußeren Umfangsfläche des elektrischen Leiters angeordnet ist.
[0018] In einer weiteren Ausführungsform ist der elektrische Leiter beabstandet zu der Verbindungsfläche
angeordnet und ausschließlich über die Zwischenschicht mit der Verbindungsfläche verbunden.
[0019] In einer weiteren Ausführungsform weist das Kontaktelement wenigstens einen der folgenden
zweiten Werkstoffe auf: Kupfer, Zinn, Bronze, Messing, wobei der elektrische Leiter
wenigstens einen der folgenden dritten Werkstoffe aufweist: Aluminium, Kupfer.
[0020] In einer weiteren Ausführungsform weist die Kontakteinrichtung eine weitere Zwischenschicht
auf, wobei die weitere Zwischenschicht mit der Zwischenschicht verbunden ist, wobei
die weitere Zwischenschicht einen nichtmetallischen zweiten Werkstoff aufweist, wobei
vorzugsweise der erste Werkstoff und der zweite Werkstoff identisch oder unterschiedlich
sind.
[0021] In einer weiteren Ausführungsform ist die weitere Zwischenschicht zwischen der Zwischenschicht
und der Verbindungsfläche angeordnet oder ist die weitere Zwischenschicht zwischen
der Zwischenschicht und dem elektrischen Leiter angeordnet.
[0022] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Figuren näher erläutert. Dabei zeigen:
Figur 1 einen Längsschnitt durch eine Kontakteinrichtung gemäß einer ersten Ausführungsform;
Figur 2 einen Querschnitt entlang einer in Figur 1 gezeigten Schnittebene A-A durch
die in Figur 1 gezeigte Kontakteinrichtung;
Figur 3 ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zur Herstellung der in den Figuren 1 und
2 gezeigten Kontakteinrichtung;
Figur 4 einen Längsschnitt durch die Kontakteinrichtung nach einem ersten Verfahrensschritt;
Figur 5 einen Längsschnitt durch die Kontakteinrichtung nach einem zweiten Verfahrensschritt;
Figur 6 einen Längsschnitt durch die Kontakteinrichtung nach einem dritten Verfahrensschritt;
Figur 7 ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens gemäß einer zweiten Ausführungsform zur
Herstellung der in den Figuren 1 und 2 gezeigten Kontakteinrichtung;
Figur 8 einen Längsschnitt durch die Kontakteinrichtung nach einem ersten Verfahrensschritt;
Figur 9 einen Längsschnitt durch die Kontakteinrichtung nach dem zweiten Verfahrensschritt;
Figur 10 einen Längsschnitt durch die Kontakteinrichtung nach dem dritten Verfahrensschritt;
Figur 11 einen Längsschnitt durch eine Kontakteinrichtung gemäß einer zweiten Ausführungsform;
Figur 12 einen Längsschnitt durch eine Kontakteinrichtung gemäß einer dritten Ausführungsform;
Figur 13 einen Querschnitt durch eine Kontakteinrichtung gemäß einer vierten Ausführungsform;
Figur 14 ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zur Herstellung einer Kontakteinrichtung
gemäß einer dritten Ausführungsform zur Herstellung der in Figur 13 gezeigten Kontakteinrichtung;
Figur 15 einen Längsschnitt durch die in Figur 13 gezeigte Kontakteinrichtung nach
einem ersten Verfahrensschritt;
Figur 16 einen Längsschnitt durch die in Figur 13 gezeigte Kontakteinrichtung nach
einem zweiten Verfahrensschritt;
Figur 17 einen Längsschnitt durch die in Figur 13 gezeigte Kontakteinrichtung nach
einem dritten Verfahrensschritt;
Figur 18 ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens gemäß einer vierten Ausführungsform zur
Herstellung der in Figur 13 gezeigten Kontakteinrichtung;
Figur 19 einen Längsschnitt durch die Kontakteinrichtung nach einem zweiten Verfahrensschritt;
Figur 20 einen Längsschnitt durch die Kontakteinrichtung nach einem dritten Verfahrensschritt;
und
Figur 21 einen Längsschnitt durch die Kontakteinrichtung nach einem vierten Verfahrensschritt.
[0023] Figur 1 zeigt einen Längsschnitt durch eine Kontakteinrichtung 10 gemäß einer ersten
Ausführungsform.
[0024] Die Kontakteinrichtung 10 weist ein Kontaktelement 15, eine elektrische Leitung 20
und eine Zwischenschicht 25 auf.
[0025] Das Kontaktelement 15 ist in der Ausführungsform beispielhaft als Steckkontakt ausgebildet
und weist beispielhaft einen Steckabschnitt 30 und einen Verbindungsabschnitt 35 auf.
Der Steckabschnitt 30 dient dazu, beispielsweise in einen Buchsenkontakt 45 einer
weiteren Kontakteinrichtung eingeschoben zu werden, um mit einer an einer äußeren
Umfangsfläche des Steckabschnitts 30 angeordneten Kontaktfläche 40 einen elektrischen
Kontakt zu dem Buchsenkontakt 45 bereitzustellen. Der Verbindungsabschnitt 35 ist
beispielhaft angrenzend an den Steckabschnitt 30 angeordnet. Alternativ können auch
zwischen dem Verbindungsabschnitt 35 und dem Steckabschnitt 30 weitere Abschnitte
mit zusätzlichen Funktionen vorgesehen sein.
[0026] Die elektrische Leitung 20 weist wenigstens einen elektrischen Leiter 50 und vorzugsweise
eine Ummantelung 55 auf. Die Ummantelung 55 ummantelt abschnittsweise den elektrischen
Leiter 50 und isoliert elektrisch den elektrischen Leiter 50 gegenüber einer Umgebung
60 und/oder gegenüber anderen elektrischen Leitern (nicht dargestellt).
[0027] Der elektrische Leiter 50 kann dabei als Einzeldraht ausgebildet sein. Auch kann
der elektrische Leiter 50 feindrähtig oder feinstdrähtig ausgebildet sein und eine
Vielzahl von Drähten in einem Paket aufweisen.
[0028] Der elektrische Leiter 50 weist einen Endabschnitt 65 auf. Im Endabschnitt 65 ist
umfangsseitig keine Ummantelung 55 um den elektrischen Leiter 50 herum angeordnet.
Vorzugsweise umhüllt die Zwischenschicht 25 den Endabschnitt 65 des elektrischen Leiters
50 vollständig. Der Endabschnitt 65, die Zwischenschicht 25 und der Verbindungsabschnitt
35 sind mittels einer Verbindung 66 miteinander verbunden. Die Verbindung 66 ist beispielsweise
als Crimpverbindung ausgebildet und verbindet beispielhaft den Endabschnitt 65, die
Zwischenschicht 25 und den Verbindungsabschnitt 35 kraft- und formschlüssig miteinander.
[0029] Besonders von Vorteil ist, wenn die Zwischenschicht 25 folienartig und/oder modelliermassenartig
und/oder beutelartig und/oder hütchenartig und/oder als Beschichtung der Verbindungsfläche
70 und/oder als Beschichtung des Endabschnitts 65 des elektrischen Leiters 50 ausgebildet
ist. Auch kann beispielsweise die Zwischenschicht 25 um den Endabschnitt 65 gewickelt
sein. Auch kann der Endabschnitt 65 in die Zwischenschicht 25 eingepresst oder eingebettet
sein.
[0030] Dabei ist von besonderem Vorteil, wenn die Zwischenschicht 25 ein Elastizitätsmodul
mit einem Wert aufweist, der in einem Bereich von 0,05 N/mm
2 bis 10 N/mm
2, insbesondere 0,1 N/mm
2 bis 1 N/mm
2, liegt. Dadurch werden zusätzlich Vibrationen, kommend beispielsweise vom elektrischen
Leiter 50, nur gedämpft dem Verbindungsabschnitt 35 des Kontaktelements 15 übertragen.
Insbesondere wird dadurch auch eine Beschädigung der Verbindung 66 vermieden.
[0031] Die Zwischenschicht 25 weist wenigstens einen der folgenden ersten Werkstoffe auf:
einen nichtmetallischen Leiter, Überreste einer gezündeten reaktiven Folie, elektrisch
leitfähiges Polymer, einen Halbleiter, eine Trägermatrix mit einem in der Trägermatrix
eingebetteten Partikelmaterial, wobei das Partikelmaterial wenigstens einen der folgenden
Partikelwerkstoffe aufweist: Ruß, Kohlenstoffnanoröhrchen. Die Trägermatrix weist
wenigstens einen der folgenden Matrixwerkstoffe auf: Kunststoff, Aramid. Die Zwischenschicht
25 weist den ersten Werkstoff zu wenigstens 40 Massenprozent, insbesondere zu wenigstens
60 Massenprozent, besonders vorteilhafterweise zu wenigstens 90 Massenprozent, besonders
vorteilhafterweise zu wenigstens 80 Massenprozent, auf.
[0032] Der Steckabschnitt 30 und der Verbindungsabschnitt 35 sind in der Ausführungsform
beispielhaft einstückig und materialeinheitlich ausgebildet. Das Kontaktelement 15
weist wenigstens einen der folgenden zweiten Werkstoffe auf: Kupfer, Zinn, Bronze,
Messing. Der zweite Werkstoff weist ein erstes Standardpotential auf.
[0033] Der elektrische Leiter 50 weist wenigstens einen der folgenden dritten Werkstoffe
auf: Aluminium, Kupfer, Aluminiumknetlegierung. Der dritte Werkstoff weist ein zweites
Standardpotential auf. Das Standardpotential ist dabei auf eine Standard-Wasserstoffelektrode
bei Standardbedingungen (Temperatur = 25 °C; Druck = 101,3 kPa; pH = 0; Ionenaktivitäten
= 1) bezogen.
[0034] Figur 2 zeigt einen Querschnitt entlang einer in Figur 1 gezeigten Schnittebene A-A
durch die in Figur 1 gezeigte Kontakteinrichtung 10.
[0035] Der Verbindungsabschnitt 35 weist auf einer der Zwischenschicht 25 zugewandten Seite
eine Verbindungsfläche 70 auf. An der Verbindungsfläche 70 ist auf einer der Zwischenschicht
25 zugewandten Seite der Verbindungabschnitt 35 angeordnet und an der Verbindungsfläche
70 liegt die Zwischenschicht 25 an.
[0036] Der Verbindungsabschnitt 35 weist beispielhaft einen ersten Verbindungsbereich 80,
einen zweiten Verbindungsbereich 85 und einen dritten Verbindungsbereich 90 auf. Der
erste Verbindungsbereich 80 ist zwischen dem zweiten Verbindungsbereich 85 und dem
dritten Verbindungsbereich 90 angeordnet. In der Ausführungsform ist der erste Verbindungsbereich
80 im Wesentlichen in einer Ebene verlaufend ausgebildet. Auch kann der erste Verbindungsbereich
80 gekrümmt ausgebildet sein.
[0037] Der zweite Verbindungsbereich 85 und der dritte Verbindungsbereich 90 sind jeweils
seitlich am ersten Verbindungsbereich 80 angebunden. Der erste Verbindungsbereich
80 und der zweite Verbindungsbereich 85 sind gekrümmt ausgebildet. Der zweite Verbindungsbereich
85 und der dritte Verbindungsbereich 90 umgreifen die Zwischenschicht 25 und den elektrischen
Leiter 50 umfangsseitig und befestigen den elektrischen Leiter 50 an der Zwischenschicht
25 und die Zwischenschicht 25 an dem Verbindungsabschnitt 35.
[0038] Jeweils ein erstes freies Ende 86 des zweiten Verbindungsbereichs 85 ist beabstandet
zu einem zweiten freien Ende 87 des dritten Verbindungsbereichs 90 angeordnet. Zwischen
dem ersten freien Ende 86 und dem zweiten freien Ende 87 ist ein Spalt 88 angeordnet.
Die Zwischenschicht 25 umgreift vollständig den Endabschnitt 65, sodass der Spalt
88 und die Zwischenschicht 25 sich überdecken.
[0039] Durch die Verwendung des ersten Werkstoffs für die Zwischenschicht 25 weist die Zwischenschicht
25 gegenüber dem beispielsweise metallisch ausgebildeten elektrischen Leiter 50 und
dem beispielsweise metallisch ausgebildeten Kontaktelement 15 einen abweichenden Ladungstransport
auf. Dadurch kann eine elektrochemische Spannungsreihe, insbesondere eine für die
elektrochemische Korrosion verantwortliche Potentialdifferenz zwischen dem ersten
Standardpotential und dem zweiten Standardpotential, durch die Zwischenschicht 25
zwischen dem Kontaktelement 15 und dem elektrischen Leiter 50 unterbrochen werden.
Ferner kann eine Elektronegativität zwischen dem zweiten Werkstoff und dem dritten
Werkstoff als eine treibende Kraft einer elektrochemischen Korrosion des Kontaktelements
15 und/oder des elektrischen Leiters 50 ausgeschlossen werden.
[0040] Eine besonders günstige Werkstoffkombination ist dann gegeben, wenn beispielsweise
das Kontaktelement 15 Bronze als zweiten Werkstoff aufweist. Der elektrische Leiter
50 weist als dritten Werkstoff Aluminium auf. Die Zwischenschicht 25 weist als ersten
Werkstoff das leitfähige Polymer auf. Es wird darauf hingewiesen, dass das eben beschriebene
Beispiel für die Werkstoffwahl selbstverständlich beispielhaft ist und selbstverständlich
auch andere der oben genannten ersten bis dritten Werkstoffe in einer anderen Kombination
gewählt werden können. Dadurch kann eine elektrische Verbindung zu dem elektrischen
Leiter 50 und dem Kontaktelement 15 sichergestellt werden.
Um die elektrochemische Reihe zwischen dem elektrischen Leiter 50 und dem Kontaktelement
15 sicher zu unterbrechen, ist von besonderem Vorteil, wenn der elektrische Leiter
50 keinerlei Berührkontakt mit dem Kontaktelement 15 aufweist. Dies wird insbesondere
dadurch gewährleistet, dass die Zwischenschicht 25 vollständig umlaufend um den Endabschnitt
65 angeordnet ist und/oder das freie Ende 86, 87 die Zwischenschicht 25 nicht durchdringt
und beabstandet zu dem Endabschnitt 65 angeordnet ist.
[0041] Figur 3 zeigt ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zur Herstellung der in den Figuren
1 und 2 gezeigten Kontakteinrichtung 10. Figur 4 zeigt einen Längsschnitt durch die
Kontakteinrichtung 10 nach einem ersten Verfahrensschritt 200. Figur 5 zeigt einen
Längsschnitt durch die Kontakteinrichtung 10 nach einem zweiten Verfahrensschritt
205. Figur 6 zeigt einen Längsschnitt durch die Kontakteinrichtung 10 nach einem dritten
Verfahrensschritt 210.
[0042] In einem ersten Verfahrensschritt 200 (vgl. Figur 4) wird die Ummantelung 55 im Bereich
des Endabschnitts 65 abgetrennt, sodass der elektrische Leiter 50 im Endabschnitt
65 umfangsseitig frei liegt. Ferner wird im ersten Verfahrensschritt 200 die Zwischenschicht
25 bereitgestellt.
[0043] Zur Ausbildung der Zwischenschicht 25 wird der erste Werkstoff als Beutel 111 bereitgestellt.
Der Beutel 111 weist an einer der elektrischen Leitung 20 zugewandten Seite eine Öffnung
115 auf. Gegenüberliegend zur Öffnung 115 ist der Beutel 111 mit einem Bodenabschnitt
120 geschlossen. Der Beutel 111 weist einen Innenraum 125 auf.
[0044] Der Beutel 111 kann auf einer Rolle mit mehreren Beuteln 111 aufgewickelt sein und
in der Herstellung der
[0045] Kontakteinrichtung 10 von der Rolle kommend bereitgestellt werden. Auch kann anstatt
des Beutels 111 eine Tülle bereitgestellt werden, die beidseitig die Öffnung 115 aufweist.
Der Beutel 111 kann einen modelliermassenartigen vierten Werkstoff aufweisen. Der
vierte Werkstoff kann beim Aushärten zu dem ersten Werkstoff aushärten.
[0046] Im zweiten Verfahrensschritt 205 (vgl. Figur 5) wird der Endabschnitt 65 in den Innenraum
125 des Beutels 111 eingeschoben bis vorzugsweise eine Stirnfläche 130 des Endabschnitts
65 an dem Bodenabschnitt 120 anliegt.
[0047] In einem dritten Verfahrensschritt 210 wird die Zwischenschicht 25 zusammen mit dem
Endabschnitt 65 an der Verbindungsfläche 70 positioniert.
[0048] In einem vierten Verfahrensschritt 215 (vgl. Figur 6) werden die Zwischenschicht
25 und der Endabschnitt 65 an der Verbindungsfläche 70 formschlüssig und/oder kraftschlüssig
zur Ausbildung der Verbindung 66 verbunden, wobei vorzugsweise das Kontaktelement
15 mit der Zwischenschicht 25 und dem Endabschnitt 65 vercrimpt wird. Dabei wird der
zweite Verbindungsbereich 85 und der dritte Verbindungsbereich 90 zum Vercrimpen nach
oben gebogen.
[0049] Figur 7 zeigt ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens gemäß einer zweiten Ausführungsform
zur Herstellung der in den Figuren 1 und 2 gezeigten Kontakteinrichtung 10. Figur
8 zeigt einen Längsschnitt durch die Kontakteinrichtung 10 nach einem ersten Verfahrensschritt
200. Figur 9 zeigt einen Längsschnitt durch die Kontakteinrichtung 10 nach dem zweiten
Verfahrensschritt 205 und Figur 10 einen Längsschnitt durch die Kontakteinrichtung
10 nach dem dritten Verfahrensschritt 210.
[0050] Das Verfahren ist im Wesentlichen identisch zu dem in Figur 3 beschriebenen Verfahren.
Abweichend dazu wird im ersten Verfahrensschritt 200 zur Herstellung der Zwischenschicht
25 eine Folie 131, beispielsweise von einer Rolle kommend, bereitgestellt. Auch die
Folie 131 kann modelliermassenartig bei Bereitstellung ausgebildet sein.
[0051] In dem zweiten Verfahrensschritt 205 wird die Folie 131 um den Endabschnitt 65, beispielsweise
in mehreren Lagen 135, gewickelt. Dabei genügt eine Lage 135 der Zwischenschicht 25,
um die in den Figuren 1 und 2 erläuterten Vorteile zu erzielen. Selbstverständlich
kann die Zwischenschicht 25 in mehreren Lagen 135 um den Endabschnitt 65 gewickelt
werden, um eine vordefinierte Dicke d der Zwischenschicht 25 und einen vordefinierten
Abstand a
1 zu erzielen. Ferner wird dadurch eine sichere Befestigung der Zwischenschicht 25
während der Herstellung der Kontakteinrichtung 10 an dem Endabschnitt 65 sichergestellt.
Besonders von Vorteil ist hierbei, wenn die Zwischenschicht 25 vorgespannt um den
Endabschnitt 65 gewickelt wird.
[0052] Der dritte Verfahrensschritt 210 und der vierte Verfahrensschritt 215 sind identisch
zu dem in Figur 3 beschriebenen Herstellungsverfahren.
[0053] Figur 11 zeigt einen Längsschnitt durch eine Kontakteinrichtung 10 gemäß einer zweiten
Ausführungsform.
[0054] Die Kontakteinrichtung 10 ist im Wesentlichen identisch zu der in den Figuren 1 und
2 gezeigten Kontakteinrichtung 10 ausgebildet. Abweichend dazu weist die Kontakteinrichtung
10 zusätzlich eine weitere Zwischenschicht 100 auf. Die weitere Zwischenschicht 100
weist einen weiteren Werkstoff auf. In der Ausführungsform ist beispielhaft die weitere
Zwischenschicht 100 zwischen der Zwischenschicht 25 und der Verbindungsfläche 70 des
Verbindungsabschnitts 35 angeordnet.
[0055] Der weitere Werkstoff kann dabei metallisch oder nichtmetallisch sein. Von besonderem
Vorteil ist dabei, dass der weitere metallische Werkstoff derart gewählt wird, dass
ein weiteres Standardpotential des weiteren Werkstoffs zwischen dem ersten Standardpotential
des zweiten Werkstoffs und dem zweiten Standardpotential des dritten Werkstoffs liegt.
[0056] Die in Figur 11 gezeigte Kontakteinrichtung 10 kann mittels des in den Figuren 3
bis 6 beschriebenen ersten Herstellungsverfahrens hergestellt werden.
[0057] Zusätzlich kann ein weiterer Verfahrensschritt 216 vorgesehen sein, wobei vorzugsweise
der weitere Verfahrensschritt 216 auf den zweiten Verfahrensschritt 205 des in den
Figuren 3 und 7 beschriebenen Verfahrens folgt.
[0058] Im weiteren Verfahrensschritt 216 wird die weitere Zwischenschicht 100, die beispielsweise
wie die Zwischenschicht 25 in den ersten bis dritten Verfahrensschritten 200, 205,
210 beschrieben auf den Endabschnitt 65 aufgebracht wird, auf die Zwischenschicht
25 oder den Verbindungsabschnitt 35 aufgebracht. Auch kann die weitere Zwischenschicht
100 beispielsweise durch ein Tauchverfahren oder ein Spritzverfahren hergestellt werden.
[0059] Auf den weiteren Verfahrensschritt 216 folgt der vierte Verfahrensschritt 215, wobei
dann die Zwischenschicht 25, die weitere Zwischenschicht 100, der Endabschnitt 65
des elektrischen Leiters 50 und das Kontaktelement 15 miteinander verbunden, vorzugsweise
vercrimpt, werden.
[0060] Durch die Anordnung der weiteren Zwischenschicht 100 kann eine Differenz zwischen
dem weiteren Standardpotential des weiteren Werkstoffs und dem zweiten Standardpotentials
des dritten Werkstoffs gegenüber der in den Figuren 1 und 2 gezeigten Differenz aus
dem ersten und zweiten Standardpotential reduziert werden. Dadurch kann eine Korrosion
des Kontaktelements 15 bei Eintritt von Feuchtigkeit in die Kontakteinrichtung 10
reduziert werden.
[0061] Ferner wird durch die weitere Zwischenschicht 100 ein Abstand a
1 zwischen dem Kontaktelement 15 und dem elektrischen Leiter 50 erhöht, sodass eine
Kriechstrecke zwischen dem elektrischen Leiter 50 und dem Kontaktelement 15 gegenüber
der in den Figuren 1 und 2 gezeigten Ausgestaltung reduziert ist.
[0062] Die weitere Zwischenschicht 100 ist in der Ausführungsform beispielhaft hohlzylindrisch
ausgebildet. Selbstverständlich kann die weitere Zwischenschicht 100 auch andersartig,
insbesondere tütenartig oder bandartig ausgebildet sein und beispielsweise um die
Zwischenschicht 25 in der Herstellung der Kontakteinrichtung 10 gewickelt werden.
Auch kann die Zwischenschicht 25 in der Herstellung der Kontakteinrichtung 10 in die
weitere Zwischenschicht 100 eingepresst oder eingetaucht werden.
[0063] Figur 12 zeigt einen Längsschnitt durch eine Kontakteinrichtung 10 gemäß einer dritten
Ausführungsform.
[0064] Die Kontakteinrichtung 10 ist im Wesentlichen identisch zu der in Figur 11 gezeigten
Kontakteinrichtung 10 ausgebildet. Abweichend dazu ist die weitere Zwischenschicht
100 zwischen der Zwischenschicht 25 und dem elektrischen Leiter 50 angeordnet.
[0065] Figur 13 zeigt einen Querschnitt durch eine Kontakteinrichtung 10 gemäß einer vierten
Ausführungsform.
[0066] Die Kontakteinrichtung 10 ist im Wesentlichen identisch zu der in den Figuren 1 und
2 gezeigten Ausführungsform. Abweichend dazu weist der Verbindungsabschnitt 35 anstatt
des ersten bis dritten Verbindungsbereichs 90, 85, 80 eine Aufnahme 105 auf. Innenseitig
der Aufnahme 105 ist die Verbindungsfläche 70 angeordnet. Der elektrische Leiter 50
greift in die Aufnahme 105 ein. Die Zwischenschicht 25 ist zwischen der Verbindungsfläche
70 und einer äußeren Umfangsfläche 110 des elektrischen Leiters 50 angeordnet.
[0067] Figur 14 zeigt ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zur Herstellung einer Kontakteinrichtung
10 gemäß einer dritten Ausführungsform zur Herstellung der in Figur 13 gezeigten Kontakteinrichtung
10. Figur 15 zeigt einen Längsschnitt durch die in Figur 13 gezeigte Kontakteinrichtung
10 nach einem ersten Verfahrensschritt 200. Figur 16 zeigt einen Längsschnitt durch
die in Figur 13 gezeigte Kontakteinrichtung 10 nach einem zweiten Verfahrensschritt
205 und Figur 17 einen Längsschnitt durch die in Figur 13 gezeigte Kontakteinrichtung
10 nach einem dritten Verfahrensschritt 210.
[0068] In einem ersten Verfahrensschritt 200 wird die Ummantelung 55 im Endabschnitt 65
des elektrischen Leiters 50 vom elektrischen Leiter 50 entfernt, sodass der Endabschnitt
65 frei liegt.
[0069] Ferner wird das Kontaktelement 15 mit einer Modelliermasse 140 mit dem vierten Werkstoff
zur Ausbildung der Zwischenschicht 25 bereitgestellt. Die Modelliermasse 140 weist
bei Bereitstellung eine Druckfestigkeit von 5 kN/m
2 bis zu 40 kN/m
2 auf.
[0070] Die Modelliermasse 140 weist beispielhaft einen zylindrischen Grundkörper 145 auf,
wobei in der Ausführungsform beispielhaft der Grundkörper 145 im Wesentlichen vollständig
die Aufnahme 105 verfüllt. Auch kann beispielsweise der Grundkörper 145 hohlzylindrisch
ausgebildet sein. Auch kann der Grundkörper 145 nur einen Teil der Aufnahme 105, insbesondere
in Längsrichtung, auffüllen.
[0071] In einem zweiten Verfahrensschritt 205 wird der Endabschnitt 65 in den Grundkörper
145 der Modelliermasse 140 eingepresst. Dabei kann auf einer zur Ummantelung 55 gegenüberliegenden
Seite eine überschüssige Modelliermasse 150 aus der Aufnahme 105 austreten.
[0072] In einem dritten Verfahrensschritt 210 wird die überschüssige Modelliermasse 150
abgetrennt. Auch kann auf den dritten Verfahrensschritt 310 verzichtet werden, wenn
beispielsweise der Grundkörper 145 der Modelliermasse 140 derart ausgebildet ist,
dass bei Einpressen des Endabschnitts 65 in den Grundkörper 145 der Modelliermasse
140 die Aufnahme 105 vorzugweise vollständig durch die Modelliermasse 140 verfüllt
wird und keine überschüssige Modelliermasse 150 aus der Aufnahme 105 verdrängt wird.
[0073] In einem vierten Verfahrensschritt 215 werden die Modelliermasse 140, der Endabschnitt
65 und die Aufnahme 105 miteinander verpresst, um die Verbindung 66 herzustellen.
Auch kann auf den vierten Verfahrensschritt 215 verzichtet werden, wenn die Modelliermasse
140 eine stoffschlüssige Verbindung 66 zwischen dem Endabschnitt 65 an der einen Seite
und an der anderen Seite zu dem Verbindungsabschnitt 35 ausbildet.
[0074] In einem fünften Verfahrensschritt 220 wird der vierte Werkstoff der Modelliermasse
140 zu dem ersten Werkstoff der Zwischenschicht 25 ausgehärtet. Die Aushärtung kann
beispielsweise durch Wärme, Infrarotstrahlung, Ultraviolettstrahlung gestartet und/oder
beschleunigt werden.
[0075] Figur 18 zeigt ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens gemäß einer vierten Ausführungsform
zur Herstellung der in Figur 13 gezeigten Kontakteinrichtung 10.
[0076] Figur 19 zeigt einen Längsschnitt durch die Kontakteinrichtung 10 nach einem zweiten
Verfahrensschritt 205. Figur 20 zeigt einen Längsschnitt durch die Kontakteinrichtung
10 nach einem dritten Verfahrensschritt 210 und Figur 21 zeigt einen Längsschnitt
durch die Kontakteinrichtung 10 nach einem vierten Verfahrensschritt 215. Das Verfahren
ist im Wesentlichen identisch zu dem in den Figuren 14 bis 18 beschriebenen Verfahren
ausgebildet.
[0077] In einem ersten Verfahrensschritt 200 wird der Grundkörper 145 der Modelliermasse
140 bereitgestellt. Dabei ist abweichend zu Figur 15 der Grundkörper 145 getrennt
von der Aufnahme 105 bereitgestellt.
[0078] In einem zweiten Verfahrensschritt 205 wird der Endabschnitt 65 durch die Modelliermasse
140 ummantelt. Dabei kann beispielsweise der Endabschnitt 65 in den Grundkörper 145
der Modelliermasse 140 eingepresst werden. Alternativ ist auch denkbar, dass die Modelliermasse
140 in einem Spritzverfahren oder Tauchverfahren auf den Endabschnitt 65 aufgebracht
wird.
[0079] In einem dritten Verfahrensschritt 210 wird der Endabschnitt 65 zusammen mit der
Modelliermasse 140 in die Aufnahme 105 eingepresst. Dabei kann beispielsweise die
überschüssige Modelliermasse 150 auf einer zur Ummantelung 55 gegenüberliegenden Seite
der Aufnahme 105 aus der Aufnahme 105 austreten.
[0080] In einem vierten Verfahrensschritt 215 wird die Zwischenschicht 25, der Endabschnitt
65 sowie die Aufnahme 105 zur Herstellung der Verbindung 66 vercrimpt. Auch dabei
kann weiteres Material als überschüssige Modelliermasse 150 aus der Aufnahme 105 austreten.
[0081] In einem fünften Verfahrensschritt 220 wird die überschüssige Modelliermasse 150
abgetrennt. Auf den fünften Verfahrensschritt 220 kann auch verzichtet werden.
[0082] In einem sechsten Verfahrensschritt 225 wird die Modelliermasse 140 ausgehärtet.
[0083] Es wird darauf hingewiesen, dass die oben beschriebenen Herstellungsverfahren selbstverständlich
auch miteinander kombiniert werden können. So ist beispielsweise auch denkbar, dass
der Endabschnitt 65 mit der weiteren Zwischenschicht 100 umwickelt wird und im umwickelten
Zustand in die Modelliermasse 140 darauffolgend eingebracht, insbesondere eingepresst,
wird.
Bezugszeichenliste
[0084]
- 10
- Kontakteinrichtung
- 15
- Kontaktelement
- 20
- elektrische Leitung
- 25
- Zwischenschicht
- 30
- Steckabschnitt
- 35
- Verbindungsabschnitt
- 40
- Kontaktfläche
- 45
- Buchsenkontakt
- 50
- elektrischer Leiter
- 55
- Ummantelung
- 60
- Umgebung
- 65
- Endabschnitt
- 66
- Verbindung
- 70
- Verbindungsfläche
- 80
- erster Verbindungsbereich
- 85
- zweiter Verbindungsbereich
- 86
- erstes freies Ende
- 87
- zweites freies Ende
- 88
- Spalt
- 90
- dritter Verbindungsbereich
- 95
- Kriechstrecke
- 100
- weitere Zwischenschicht
- 105
- Aufnahme
- 110
- äußere Umfangsfläche
- 111
- Beutel
- 115
- Öffnung
- 120
- Bodenabschnitt
- 125
- Innenraum
- 130
- Stirnfläche
- 131
- Folie
- 135
- Lage
- 140
- Modelliermasse
- 145
- Grundkörper
- 150
- überschüssige Modelliermasse
- 200
- erster Verfahrensschritt
- 205
- zweiter Verfahrensschritt
- 210
- dritter Verfahrensschritt
- 215
- vierter Verfahrensschritt
- 216
- weiterer Verfahrensschritt
- 220
- fünfter Verfahrensschritt
- 225
- sechster Verfahrensschritt
- 230
- siebter Verfahrensschritt
1. Verfahren zur Herstellung einer Kontakteinrichtung (10),
- wobei ein Kontaktelement (15) und ein elektrische Leiter (50) bereitgestellt werden,
- wobei eine Modelliermasse (140) zur Ausbildung einer Zwischenschicht (25, 100) zwischen
dem Kontaktelement (15) und dem elektrischen Leiter (50) bereitgestellt wird,
- wobei ein Endabschnitt (65) eines elektrischen Leiters (50) in der Modelliermasse
(140) angeordnet wird,
- wobei die Modelliermasse (140) zusammen und mit dem Endabschnitt (65) an einer Verbindungsfläche
(70) des Kontaktelements (15) angeordnet wird,
- wobei die Modelliermasse (140) und der Endabschnitt (65) formschlüssig mit der Verbindungsfläche
(70) verbunden werden und die Modelliermasse (140) in ihre Endform zur Ausbildung
der Zwischenschicht (25, 100) geformt wird,
- wobei die Modelliermasse (140) ausgehärtet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
- wobei die Modelliermasse (140) bei Bereitstellung eine Druckfestigkeit von 5 kN/m2 bis zu 40 kN/m2 aufweist.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
- wobei der Endabschnitt (65) in die Modelliermasse (140) eingepresst wird, und/oder
- wobei der Endabschnitt (65) mit der Modelliermasse (140) umwickelt wird.
4. Kontakteinrichtung (10) hergestellt nach einem Verfahren gemäß einem der vorhergehenden
Ansprüche,
- wobei die Kontakteinrichtung (10) ein Kontaktelement (15), einen elektrischen Leiter
(50) und eine Zwischenschicht (25) aufweist,
- wobei das Kontaktelement (15) eine Verbindungsfläche (70) aufweist,
- wobei die Zwischenschicht (25, 100) zwischen dem elektrischen Leiter (50) und der
Verbindungsfläche (70) angeordnet ist,
- wobei die Zwischenschicht (25, 100) zu wenigstens 40 Massenprozent einen ersten
nichtmetallischen Werkstoff aufweist.
5. Kontakteinrichtung (10) nach Anspruch 4,
- wobei der elektrische Leiter (50) einen Endabschnitt (65) aufweist,
- wobei die Zwischenschicht (25, 100) vollständig den Endabschnitt (65) umhüllt.
6. Kontakteinrichtung (10) nach Anspruch 4 oder 5,
- wobei die Zwischenschicht (25) um den Endabschnitt (65) gewickelt ist.
7. Kontakteinrichtung (10) nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
- wobei der Endabschnitt (65) vollständig in die Zwischenschicht (25) eingepresst
und/oder eingebettet ist.
8. Kontakteinrichtung (10) nach einem der nach einem der Ansprüche 4 bis 7,
- wobei die Zwischenschicht (25, 100) wenigstens einen der folgenden ersten Werkstoffe
aufweist:
- einen nichtmetallischen Leiter (50),
- Überreste einer gezündeten reaktiven Folie,
- elektrisch leitfähiges Polymer,
- eine Trägermatrix mit einem in der Trägermatrix eingebetteten Partikelmaterial,
- wobei das Partikelmaterial wenigstens einen der folgenden Partikelwerkstoffe aufweist:
- Ruß,
- Kohlenstoffnanoröhrchen,
- wobei die Trägermatrix wenigstens einen der folgenden Matrixwerkstoffe aufweist:
- Kunststoff, Aramid.
9. Kontakteinrichtung (10) nach einem der Ansprüche 4 bis 8,
- wobei die Zwischenschicht (25, 100) folienartig und/oder modelliermassenartig und/oder
beutelartig und/oder als Beschichtung der Verbindungsfläche (70) und/oder als Beschichtung
des elektrischen Leiters (50) ausgebildet ist.
10. Kontakteinrichtung (10) nach einem der Ansprüche 4 bis 9,
- wobei das Kontaktelement (15) eine Aufnahme (105) aufweist,
- wobei innenseitig der Aufnahme (105) die Verbindungsfläche (70) angeordnet ist,
- wobei der elektrische Leiter (50) in die Aufnahme (105) eingreift,
- wobei die Zwischenschicht (25) zwischen der Verbindungsfläche (70) und einer äußeren
Umfangsfläche (110) des elektrischen Leiters (50) angeordnet ist.
11. Kontakteinrichtung (10) nach einem der Ansprüche 4 bis 10,
- wobei der elektrische Leiter (50) beabstandet zu der Verbindungsfläche (70) angeordnet
ist und ausschließlich über die Zwischenschicht (25, 100) mit der Verbindungsfläche
(70) verbunden ist.
12. Kontakteinrichtung (10) nach einem der Ansprüche 4 bis 11,
- wobei das Kontaktelement (15) wenigstens einen der folgenden zweiten Werkstoffe
aufweist:
- Kupfer,
- Zinn,
- Bronze,
- Messing,
- wobei der elektrische Leiter (50) wenigstens einen der folgenden dritten Werkstoffe
aufweist:
- Aluminium,
- Kupfer.
13. Kontakteinrichtung (10) nach einem der Ansprüche 4 bis 12,
- aufweisend eine weitere Zwischenschicht (100),
- wobei die weitere Zwischenschicht (100) mit der Zwischenschicht (25) verbunden ist.
- wobei die weitere Zwischenschicht (100) einen nichtmetallischen zweiten Werkstoff
aufweist,
- wobei vorzugsweise der erste Werkstoff und der zweite Werkstoff identisch oder unterschiedlich
sind.
14. Kontakteinrichtung (10) nach Anspruch 13,
- wobei die weitere Zwischenschicht (100) zwischen der Zwischenschicht (25) und der
Verbindungsfläche (70) angeordnet ist,
- oder wobei die weitere Zwischenschicht (100) zwischen der Zwischenschicht (25) und
dem elektrischen Leiter (50) angeordnet ist.
15. Kontakteinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 14,
- wobei die Zwischenschicht (100) ein Elastizitätsmodul mit einem Wert aufweist,
- wobei der Wert in einem Bereich von 0,05 N/mm2 bis 10 N/mm2, insbesondere 0,1 N/mm2 bis 1 N/mm2, liegt.