[0001] Die Erfindung betrifft einen Gerätestecker zum Einrasten in eine Öffnung eines Gerätegehäuseblechs
und zur Aufnahme einer Gerätedose mit einem Gerätesteckergehäuse, einem Gerätesteckerinnenraum
und einem elektrischen Kontaktierungselement, welches vom Gerätesteckerinnenraum in
einen Außenbereich geführt ist, wobei das Gerätesteckergehäuse eine Außengeräteanlage
und ein Blechverrastelement aufweist, sowie ein Geräteanschlusssystem und ein Elektrogerät.
[0002] Elektrische Geräte wie Mikrowellen, Kaffeemaschinen, Backröhren oder Geschirrspüler
benötigen für ihre Funktion elektrische Energie.
[0003] Um diese Energieversorgung sicherstellen zu können, müssen die Geräte mit dem Gebäudeelektroinstallationsnetz
verbunden werden.
[0004] Dies geschieht meist durch das Anstecken eines mittels Netzleitung fest mit dem Gerät
verbundenen Netzsteckers an die Gebäudeelektroinstallation.
[0005] Problematisch dabei ist, dass ein Großteil der Länder über einen eigenen Standard
der Ausprägung des elektrischen Netzsteckers und der Netzdose im Gebäudelektroeinstallationsnetz
verfügen.
[0006] Dieser sogenannte Länderstandard bedingt bei fester Installation der Netzanschlussleitung
an das Gerät, dass der Gerätehersteller eine Vielzahl an Gerätevarianten herstellen
und vorhalten muss, um alle seine Kunden bedienen zu können.
[0007] Dies verursacht teils hohe Aufwendungen und macht die Serienfertigung ineffizient.
[0008] Eine Entspannung dieser Problematik ergibt sich bei Verwendung von Geräteanschlusssystemen,
bestehend aus Geräteanschlussstecker und Geräteanschlussdose mit Netzleitung in der
entsprechenden Ländervariante.
[0009] Bei Anwendung eines derartigen Systems ist der Gerätehersteller in der Lage, unabhängig
vom speziellen Netzanschlusskabel für das spätere Einsatzland des Gerätes, ein Standartgerät
zu fertigen, welches erst am Ende des Fertigungsprozesses, im Logistikzentrum oder
beim Endkunden durch Anstecken der Netzleitung zur Ländervariante des Elektrogerätes
wird.
[0010] Dies bringt den Geräteherstellern große Vorteile in der Fertigung und bei der Logistik
der Geräte.
[0011] Derartige Geräteanschlusssysteme sind in standardisierter und nichtstandardisierter
Form am Markt erhältlich, und werden in großer Anzahl eingesetzt.
[0012] Ihre Ausprägung hinsichtlich geometrischer Form, Anordnung und Ausprägung der Kontakte,
Verbindung des Netzschutzleiters usw. sind teils ähnlich, aber auch sehr unterschiedlich
ausgeführt.
[0013] Unter anderem im Bereich der Einbringung und der Arretierung des Gerätesteckers im
Gerätegehäuse und der Gerätedose in den Gerätestecker gibt es erhebliche Unterschiede.
[0014] So gibt es Gerätestecker und Gerätedosen, welche in das korrespondierende Gegenstück
wie Gehäuseausschnitt oder Gerätestecker eingeschraubt, eingerastet oder eingedreht
werden.
[0015] Ziel ist in jedem Fall, dass sich die verbundenen Elemente nach ihrem Verbau nicht
unbeabsichtigt trennen lassen, da dies eine Gefährdung der Funktions- und Gerätesicherheit
darstellen würde.
[0016] Zu diesem Zweck kann das Einbringelement wie der Gerätestecker oder die Gerätedose
oder das Aufnahmeelement wie die Gehäuseblechwand oder der Gerätestecker über Zusatzelemente
wie Schrauben oder Federelemente oder über Ausprägungen wie Rasthaken verfügen, welche
die sichere Verbindung der Elemente gewährleistet.
[0017] Da bei großserientechnischer Anwendung von Geräteanschlusssystemen deren Beschaffungskosten
und der Aufwand ihrer Montage eine wesentliche Rolle spielen, werden häufig Systeme
bevorzugt, welche ohne Zusatzelemente wie Schrauben oder Klemmfedern die geforderten
Funktionen sicherstellen.
[0018] Ein derartiges Geräteanschlusssystem, welches mit einem am Gerätestecker ausgeformten
Verrasthaken die Lagefixierung des Gerätesteckers im Gehäuseblechausschnitt und die
Lagefixierung der Gerätedose im Gerätestecker realisiert, wird in der Druckschrift
DE 20 2013 100 297 U1 beschrieben.
[0019] Der bei dieser technischen Lösung zum Einsatz kommende Doppelverrasthaken bietet
den Vorteil, dass die Lagefixierung des Gerätesteckers im Gerätegehäuse und die Lagefixierung
der Gerätedose im Gerätestecker mit einem Verrasthaken realisiert werden.
[0020] Der Nachteil dieses Systems besteht darin, dass der Doppelverrasthaken sich nicht
für alle Ausbringungstechnologien des Blechausschnittes gleichermaßen eignet.
[0021] Ein weiterer Nachteil ist, dass bei einem im Blechausschnitt verbauten Gerätestecker
eine in diesen eingesteckte Dose nur mit sehr hohem Kraftaufwand zu trennen ist.
[0022] Eine Netzanschlussdose mit fest angeschlossenem Netzkabel und der Möglichkeit eines
integrierbaren Netzfilters wird in der Schrift
DE 203 03 488 U1 vorgestellt.
[0023] Die Verbindung dieser Lösung mit der Gehäusewand erfolgt sowohl über Verrasthaken,
als auch über Schraubverbindungen und ist daher in ihrer Ausführung sehr aufwendig.
[0024] In der Schrift
DE 10 2007 057 335 A1 wird ein Geräteanschlusssystem für Haushaltsstandgeräte vorgestellt. Dieses besteht
aus Gerätestecker zum Einbau in das Standgerät und Geräteanschlussdose zur Verbindung
mit der Netzleitung. Beide realisieren im Zusammenspiel die Verbindung des elektrischen
Netzes mit dem Elektrogerät.
[0025] Die Schrift legt nicht offen, wie das System mechanisch und elektrisch sicher verbunden
und die Einzelkomponenten nachhaltig und kostengünstig lagefixiert werden.
[0026] In der
WO 2016/071218 A1 ist ein Haushaltsgerät mit einer Netzanschlussbuchse zum Einstecken einer Netzanschlussleitung
mit einem zum Netzanschluss passenden Stecker offenbart.
[0027] Aufgabe der Erfindung ist es, den Stand der Technik zu verbessern.
[0028] Gelöst wird die Aufgabe durch einen Gerätestecker zum Einrasten in eine Öffnung eines
Gerätegehäuseblechs und zur Aufnahme einer Gerätedose mit einem Gerätesteckergehäuse,
einem Gerätesteckerinnenraum und einem elektrischen Kontaktierungselement, welches
vom Gerätesteckerinnenraum in einen Außenbereich geführt ist, wobei das Gerätesteckergehäuse
eine Außengeräteanlage und ein Blechverrastelement aufweist, und das Blechverrastelement
einen teilaufnehmenden Spalt umfasst, sodass das Blechverrastelemt als Federelement
ausgestaltet ist und der Spalt derart ausgestaltet ist, dass eine Spaltdicke zwischen
dem Blechverrastelement und der Außengeräteanlage zur Aufnahme des Gerätegehäuseblechs
ausgestaltet ist, sodass bei einem Verrastvorgang in die Öffnung des Gerätegehäuseblechs
durch ein Kontaktieren des Blechverrastelements mit dem die Öffnung bildenden Gerätegehäuseblech
das Blechverrastelement in den Gerätesteckerinnenraum hineingefedert und beim Verrasten
zurückgefedert wird, wobei die Spaltdicke im Wesentlichen einen Teil des Gerätegehäuseblechs
aufnimmt.
[0029] Somit kann ein Gerätestecker bereitgestellt werden, welcher in einem Arbeitsgang
in eine Öffnung eines Gerätegehäuseblechs eingeführt werden kann und beim Erreichen
einer Endposition durch die zurückfedernden Blechverrastelemente oder durch das zurückfedernde
Blechverrastelement fest arretiert ist. Insbesondere sind keine weiteren Arretierungsschritte
wie Einklappen von Stiften und dergleichen notwendig. Zudem ist ein sicheres Verrasten
gewährleistet und ein zukünftiges Aus- und Einstecken einer Gerätedose oder äußere
Kräfte, welche auf den Gerätestecker wirken, führen in üblichen Anwendungsszenarien
nicht zum Herausreißen des Gerätesteckers aus dem Gerätegehäuseblech und somit aus
einem etwaigen Elektrogerät.
[0030] Folgendes Begriffliche sei erläutert:
[0031] Ein "Gerätestecker" ist eine Vorrichtung für eine Gerätedose und dient in Kombination
mit der Gerätedose und einem nachgelagerten leitenden Kabel der elektrischen Verbindung
eines Elektrogeräts mit einem Gebäudeelektroinstallationsnetz. Die Begriffe "Stecker"
und "Dose" werden teilweise invers verwendet, sodass "Gerätestecker und Gerätedose"
sowie "Gerätedose und Gerätestecker" synonym zueinander verwendet werden. In dem Gerätestecker
sind zumeist in einem Innenbereich blanke Metallkontakte, welche in entsprechende
Aufnahmen der Gerätedose einführbar sind und dort häufig klemmend mit leitenden Metallaufnahmen
elektrisch verbunden werden.
[0032] Zudem bildet der Gerätestecker meist eine Aufnahme für die Gerätedose aus, sodass
Gerätedosen und Gerätestecker steckbar zueinander und korrespondierend zueinander
zum Zwecke des elektrischen Verbindens ausgestaltet sind.
[0033] Die "Gerätedose" ist - wie zuvor beschrieben - sowohl von der Form, als auch elektrisch
kontaktierend, korrespondierend zum Gerätestecker ausgestaltet. Die Gerätedose kann
dabei ein nachgelagertes Griffteil aufweisen, wobei im Wesentlichen die Gerätedose
über ein elektrisches Kabel mit einem Netzstecker, meist Schukostecker, verbunden
ist, welcher beispielsweise in eine Steckdose eines hausinternen Elektronetzes (Gebäudeinstallationsnetz)
einsteckbar ist.
[0034] Der Gerätestecker weist insbesondere ein "Gerätesteckergehäuse" auf. Dieses Gerätesteckergehäuse
dient unter anderem der Aufnahme der Gerätedose und kann dabei entsprechende Führungsschienen,
Arretierungen und dergleichen für die Gerätedose aufweisen. Dabei wird zumeist die
Gerätedose in einem "Gerätesteckerinnenraum" verortet. In diesem Gerätesteckerinnenraum
sind meist mittig elektrische Kontaktierungselemente angeordnet. Diese elektrischen
Kontaktierungselemente sind häufig metallische Stifte, welche achsparallel zueinander
ausgerichtet sind. Somit ragt das "elektrische Kontaktierungselement" von dem Gerätesteckerinnenraum
bis zu einem Außenbereich. Dieser "Außenbereich" liegt zumeist im Inneren des zu kontaktierenden
Elektrogerätes. In dem Außenbereich erfolgt meist händisch ein elektrisches Kontaktieren
mit der das Elektrogerät ausbildenden Elektronik/Elektrik.
[0035] Die "Außengeräteanlage" ist meist als umlaufender Bund ausgestaltet, welcher zum
Einen eine Öffnung des Gerätegehäuseblechs nach dem Einschieben des Gerätestecker
in die Öffnung des Gerätegehäuseblechs verdeckt und somit kaschiert und dient zum
Anderen dazu, dass der Gerätestecker durch übliche Kraftweinwirkung nicht in das Innere
des Elektrogerätes hineingedrückt werden kann. Zumeist ist die Außengeräteanlage somit
ein fest mit dem Gerätestecker verbundenes Element.
[0036] Das "Blechverrastelement" wirkt insbesondere entgegengesetzt zur Außengeräteanlage
und verhindert in der Einrastposition durch aufliegende Flächen, welche insbesondere
am Gerätegehäuseblech anliegen, dass ein Herausziehen des Gerätesteckers (aus dem
Gerätegehäuse) in üblichen Anwendungen ausgeschlossen ist. Das Blechverrastelement
wird insgesamt insbesondere durch einen teilumlaufenden Spalt ausgebildet. Dieser
"teilumlaufende Spalt" ist insbesondere im Wesentlichen U-förmig oder V-förmig ausgestaltet
und kann, beispielsweise wenn der Gerätestecker und somit das Blechverrastelement
mittels Kunststoff ausgestaltet ist, als Feder wirken. "Federnd" ist dabei insbesondere
so zu verstehen, dass wenn ein Verschieben des Blechverrastelements beispielsweise
in das Gerätegehäuseinnere erfolgt, durch eine Rückstellkraft das Blechverrastelement
aus dem Gerätegehäuseinnenraum wieder herausgelangt.
[0037] Insbesondere ein "oberer Teil des teilumlaufenden Spaltes" ist derart ausgestaltet,
dass das Gerätegehäuseblech durch diesen Teil aufnehmbar ist. So kann beispielsweise
das Blechverrastelement in dem oberen Bereich eine leicht angeschrägte Fläche aufweisen,
welche sich durch die federnde Wirkung des Blechverrastelements das Gerätegehäuseblech
kontaktiert, wodurch ein fester, pressender Kontakt durch das Blechverrastelement
in Zusammenwirkung mit der Außengeräteanlage gebildet wird. Selbstverständlich ist
es auch möglich, dass ein kleiner verbleibender Restspalt sich zwischen den Blechverrastelement
und dem Gerätegehäuseblech ausbildet.
[0038] Somit dient die "Spaltdicke" insbesondere zur Aufnahme des Gerätegehäuseblechs und
weist beispielsweise ca. die Größe auf, welcher der Materialdicke des Gerätegehäuseblechs
an der Öffnung des Gerätegehäuseblechs entspricht.
[0039] Ein "Verrastvorgang" umfasst insbesondere ein Einschieben des Gerätesteckers in die
Öffnung des Gerätegehäuseblechs von außen in Richtung des Elektrogeräts und der Verrastvorgang
ist erst dann abgeschlossen, wenn das Blechverrastelement zurückfedert und ein fester
Sitz des Gerätesteckers in dem Gerätegehäuseblech gegeben ist.
[0040] Insbesondere für den Fall, dass die Blechverrastelemente abstehend vom Gerätesteckerinnenraum
ausgestaltet sind, erfolgt beim Verrasten ein Kontaktieren des Blechverrastelements
beziehungsweise oder entsprechend der Blechverrastelemente mit den Kanten der Öffnung
des Gerätegehäuseblechs. Durch das Einschieben wird das Blechverrastelement oder werden
die Blechverrastelemente entsprechend in Richtung des Gerätesteckerinnenraums verschoben
und federn entsprechend beim Erreichen einer Endposition wieder aus und "Verrasten"
den Gerätestecker in der Öffnung des Gerätegehäuseblechs.
[0041] Ein "Gerätegehäuseblech" ist insbesondere eine Seitenwand oder entsprechend eine
Rückwand eines Elektrogerätes. Diese Seitenwand bildet zur Aufnahme eines Gerätesteckers
im Wesentlichen eine "Öffnung" aus, welche beispielsweise durch Stanzen dem Gerätegehäuseblech
aufgeprägt wurde.
[0042] Selbstverständlich können sowohl ein Blechverrastelement als auch mehrere Blechverrastelemente
vorgesehen sein.
[0043] Um ein besonders festen Sitz des Gerätesteckers im Gerätegehäuseblech zu realisieren
und dabei möglichst wenig Material einzusetzen, kann das Gerätesteckergehäuse im Wesentlichen
quaderförmig ausgestaltet sein, und/oder jeweils an Eckkanten des Gerätesteckergehäuses
ein Blechverrastelement angeordnet sein. In diesem Fall sind somit insbesondere vier
Blechverrastelemente am Gerätesteckergehäuse vorgesehen.
[0044] "Im Wesentlichen quaderförmig" bedeutet, dass der Gerätestecker insbesondere in einer
rechteckigen Öffnung des Gerätegehäuseblechs einbringbar ist. Selbstverständlich kann
der Gerätestecker oder das Gerätesteckergehäuse Öffnungen und Aussparungen aufweisen,
und insbesondere sind die Ecken und Kanten nicht rechtwinklig sondern abgerundet ausgestaltet.
[0045] Durch die dadurch realisierte Vierpunktfixierung werden Zugkräfte über die vier in
den Ecken angeordneten Blechverrastelemente dem Gerätegehäuseblech aufgeprägt.
[0046] In einer weiteren Ausgestaltung weist das Blechverrastelement oder weisen die Blechverrastelemente
einen Konus auf, sodass bei einem Einschieben des Gerätesteckers in die Öffnungen
des Gerätegehäuseblechs in eine Einsteckrichtung zum Zwecke des Verrastens durch ein
Kontaktieren des jeweiligen Konus' das zugehörige Verrastelement in den Gerätesteckerinnenraum
hineingefedert wird.
[0047] Somit können die Blechverrastelemente nicht abstehend angeordnet werden, sodass die
Produktion dieser, beispielsweise mittels Spritzgusstechnik, deutlich vereinfacht
wird.
[0048] Ein "Konus" ist insbesondere ein technisches Bauteil, welches die Form eines Kegels
oder Kegelstumpfes aufweist. Dabei kann dies auch ein Teilkegel sein. Wesentlich dabei
ist, dass entlang einer Achse ein Zuwachs des Durchmessers oder entsprechend der Materialstärke
erfolgt.
[0049] Insbesondere um länderspezifische Eigenschaften zu realisieren, werden unterschiedliche
Stecker für das hausinterne Elektrizitätsnetz eingesetzt. Die dazu zu verwendenden
Stecker sind je nach Land unterschiedlich. Es bietet sich somit an, derartige Stecker
mit einem Kabel und der einheitlichen Gerätedose zu verbinden und somit Länderspezifika
nachzukommen. In derartigen Fällen soll im Wesentlichen ein festes Verbinden des Gerätesteckers
und der Gerätedose erfolgen. Diese feste Verbindung kann beispielsweise durch eine
federnde Dosenverrasteinrichtung oder mehrere federnde Dosenverrasteinrichtungen realisiert
werden.
[0050] Diese federnden Dosenverrastelemente weisen meistens einen Haken, wie beispielsweise
Verrasthaken oder eine korrespondierende Aufnahme auf, wobei jeweils die Gerätedose
das jeweils korrespondierende Element für die Verhakungsfunktion aufweist. Auch kann
das Dosenverrastelement als Widerhaken mit entsprechend korrespondierendem Gegenelement
ausgestaltet sein. Beim Einschieben der Gerätedose in den Gerätestecker wird dabei
insbesondere die federnde Dosenverrasteinrichtung oder werden die federnden Dosenverrasteinrichtungen
kurzzeitig in den Außenbereich ausgefedert und nach Erreichen der Endposition der
Gerätedose im Gerätestecker folgt ein Einfedern, wobei Haken und entsprechende Aufnahme
miteinander fest verbunden sind. Insbesondere können diese federnden Dosenverrasteinrichtungen
oder kann die federnde Dosenverrasteinrichtung durch einen teilumlaufenden Dosenverrastspalt
gebildet sein.
[0051] Dieser "teilumlaufende Dosenverrastspalt" ist insbesondere U- oder V-förmig ausgestaltet.
[0052] Um Spritzgussmaterial zu sparen und gemeinsame Einheiten sowohl für das Blechverrastelement
oder entsprechend für die Blechverrastelemente und der federnden Dosenverrasteinrichtung
oder der entsprechenden Dosenverrasteinrichtungen zu verwenden, können sich ein teilumlaufender
Dosenverrastspalt jeweils eine Aussparung mit jeweils einem Teil des teilumlaufenden
Spaltes zweier Blechverrastelemente teilen.
[0053] Insbesondere wenn die Blechverrastelement an den Ecken angeordnet sind und zwischen
zwei an der gleichen Seiten anliegenden Blechverrastelementen mittig die federnde
Dosenverrasteinrichtung angeordnet ist, kann diese Ausführungsform gebildet werden.
[0054] Somit können das Blechverrastelement oder die Blechverrastelemente und die federnde
Dosenverrasteinrichtung oder weitere federnde Dosenverrasteinrichtungen einstückig
durch das Gerätesteckergehäuse gebildet werden. Folglich ist eine einfache Spritzgussfertigung
des Gerätesteckers inklusive aller Bauteile realisierbar. Zudem kann die Einstückigkeit
auch die Außengerätanlage umfassen. Das bedeutet, dass insbesondere bis auf die metallischen
Kontaktierungselemente der gesamte Gerätestecker mittels Spritzgussverfahren herstellbar
ist.
[0055] In einem weiteren Aspekt wird die Aufgabe gelöst durch ein Geräteanschlusssystem
mit einem zuvor beschriebenen Gerätestecker und einer steckerkorrespondierenden Gerätedose
sowie durch ein Elektrogerät mit einem Gerätegehäuseblech und einem zuvor beschriebenen
Gerätestecker, wobei der Gerätestecker in einer Öffnung des Gerätgehäuseblechs verrastet
ist.
[0056] Weiter wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Dabei
zeigen
- Figur 1
- eine schematische Darstellung eines Geräteanschlusssystems, bestehend aus einem Gerätestecker
und einer Winkelgerätedose in einem nicht gesteckten Zustand,
- Figur 2
- eine schematische Darstellung des Gerätesteckers in einem verrasteten Zustand im Gerätegehäuseblech,
- Figur 3
- den verrasteten Gerätestecker aus Figur 2 in einer Rückansicht und
- Figur 4
- den Gerätestecker bei einem Einschieben in ein Gerätegehäuseblech.
[0057] Ein Geräteanschlusssystem 101 weist eine Winkelgerätedose 131 und einen Gerätestecker
151 auf. Die Winkelgerätedose 131 umfasst eine Dose 133 und ein Dosenverrasthakengegenelement
135.
[0058] Der Gerätestecker 151 wird durch ein im Wesentlichen quaderförmiges Gerätesteckergehäuse
173, einen Gerätesteckerinnenraum 171 und aus dem Gerätesteckerinnenraum 171 befindliche
und nach Außen geführte Stromkontakte 155 gebildet. Zusätzlich weist der Gerätestecker
151 ein Anlagenbund 153 und vier jeweils in den Ecken befindliche Blechverrasthaken
159 auf, welche durch beidseitig vertikale Schlitze 165 und einen Spalt 169 gebildet
werden. Die Blechverrasthaken 159 weisen einen angeformten Konus 167 auf. Dadurch,
dass der Spalt 169 gemeinsam mit den beidseitigen Schlitzen 165 einen U-förmigen Freiraum
bzw. Spalt bildet, kann der Blechverrasthaken 159 in den Gerätesteckerinnenraum 171
hineinfedern.
[0059] Zudem sind in dem Gerätestecker 151 Dosenverrasthaken 157 angeordnet, welche mit
den Dosenverrasthakengegenelementen 135 der Winkelgerätedose 131 derart wechselwirken,
dass bei einem Einstecken der Winkelgerätedose 131 in den Gerätestecker 151 die Dose
133 mit dem Gerätestecker 151 verbunden ist. Die Dosenverrasthaken 157 sind Bestandteil
der Dosenverrastfeder 175. Dabei teilen sich die Dosenverrastfeder 175 und je ein
Blechverrasthaken 159 jeweils die beidseitigen Schlitze 165.
[0060] Zudem weist die Winkelgerätedose 131 korrespondierende Stromkontakte (nicht dargestellt)
auf, sodass über die Winkelgerätedose 131 und den Kontakten die Stromkontakte 155
zum Übertragen von elektrischer Energie verwendet werden können.
[0061] Vorliegend soll der Gerätestecker 151 in Einsteckrichtung 161 in ein Gerätegehäuseblech
271 eingeschoben werden (siehe Figur 4). Durch den Vortrieb in Einschubrichtung 161
kontaktiert der Konus 167 die Kanten des Gerätegehäuseblechs 271. Dadurch werden die
Blechverrasthaken 159 in den Gerätesteckerinnenraum 171 hineingedrückt (hineingefedert).
Sobald der Spalt 169 das Gerätegehäuseblech 271 erreicht, werden die Blechverrasthaken
159 entgegen der Federrichtung 163 zurückgefedert. Somit umfasst der Spalt 169 Teile
des Gerätegehäuseblechs 271. Durch eine Auflage der einzelnen Blechverrasthaken 159
und dem Anlagebund 153 bildet der Gerätestecker 151 eine feste Verbindung mit dem
Gerätegehäuseblech 271 aus.
[0062] Nun kann die Winkelgerätedose 131 in den Gerätestecker 151 eingeschoben werden, wobei
beim Einschieben die Dosenverrastfedern 175 durch die Dosenverrasthakengegenelemente
135 in den Außenbereich gefedert werden. Bei Erreichen der Endposition verhaken sich
die Dosenverrasthakengegenelement 135 und die Dosenverrasthaken 157 der Dosenverrastfeder
175, sodass eine feste Verbindung zwischen Winkelgerätedose 131 und dem Gerätestecker
151 etabliert ist.
Bezugszeichenliste
[0063]
- 101
- Geräteanschlusssystem
- 131
- Winkelgerätedose
- 133
- Dose
- 135
- Dosenverrasthakengegenelement
- 151
- Gerätestecker
- 153
- Anlageband
- 155
- Stromkontakte
- 157
- Dosenverrasthaken
- 159
- Blechverrasthaken
- 161
- Einsteckrichtung
- 163
- Federrichtung
- 165
- Schlitz
- 167
- Konus
- 169
- Spalt
- 171
- Gerätesteckerinnenraum
- 173
- Gerätesteckergehäuse
- 175
- Dosenverrastfeder
- 271
- Gerätegehäuseblech
1. Gerätestecker (151) zum Einrasten in eine Öffnung eines Gerätegehäuseblechs (271)
und zur Aufnahme einer Gerätedose (133) mit einem Gerätesteckergehäuse (173), einem
Gerätesteckerinnenraum (171) und einem elektrischen Kontaktierungselement (155), welches
vom Gerätesteckerinnenraum in einen Außenbereich geführt ist, wobei das Gerätesteckergehäuse
eine Außengeräteanlage (153) und ein Blechverrastelement (159) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Blechverrastelement einen teilumlaufenden Spalt aufweist, sodass das Blechverrastelement
als Federelement ausgestaltet ist und der Spalt derart ausgestaltet ist, dass eine
Spaltdicke (169) zwischen dem Blechverrastelement und der Außengeräteanlage zur Aufnahme
des Gerätegehäuseblechs ausgestaltet ist, sodass bei einem Verrastvorgang in die Öffnung
des Gerätegehäuseblechs durch ein Kontaktieren des Blechverrastelements mit dem die
Öffnung bildenden Gerätegehäuseblech das Blechverrastelement in den Gerätesteckerinnenraum
hineingefedert und beim Verrasten zurückgefedert wird, wobei die Spaltdicke im Wesentlichen
einen Teil des Gerätegehäuseblechs aufnimmt.
2. Gerätestecker nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch weitere Blechverrastelemente, insbesondere zwei, drei oder vier Blechverrastelemente
mit jeweils teilumlaufenden Spalten, sodass die Blechverrastelemente jeweils als Federelement
ausgestaltet sind und die Spalte derart ausgestaltet sind, dass jeweils eine Spaltdicke
zwischen dem jeweiligen Blechverrastelement und der Außengeräteanlage zur Aufnahme
des Gerätegehäuseblechs ausgestaltet ist, sodass bei einem Verrastvorgang in die Öffnung
des Gerätegehäuseblechs durch ein Kontaktieren der Blechverrastelemente mit dem die
Öffnung bildenden Gerätegehäuseblech die Blechverrastelement in den Gerätesteckerinnenraum
hineingefedert und beim Verrasten zurückgefedert werden, wobei jeweils die Spaltdicke
im Wesentlichen einen Teil des Gerätegehäuseblechs aufnimmt.
3. Gerätestecker nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gerätesteckergehäuse im Wesentlichen quaderförmig ausgestaltet ist und jeweils
an Eckkanten des Gerätesteckergehäuses ein Blechverrastelement angeordnet ist.
4. Gerätestecker nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Blechverrastelement oder die Blechverrastelemente einen Konus aufweist oder jeweils
aufweisen, sodass bei einem Einschieben des Gerätesteckers in die Öffnung des Gerätegehäuseblechs
in einer Einsteckrichtung (161) zum Zwecke des Verrastens durch ein Kontaktieren des
jeweiligen Konus das zugehörige Verrastelement in den Gerätesteckerinnenraum hineingefedert
wird.
5. Gerätestecker nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch eine federnde Dosenverrasteinrichtung (157, 175).
6. Gerätestecker nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch weitere federnde Dosenverrasteinrichtungen.
7. Gerätestecker nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die federnde Dosenverrasteinrichtung oder jeweils die weiteren federnden Dosenverrasteinrichtungen
durch einen teilumlaufenden Dosenverrastspalt gebildet ist oder sind.
8. Gerätestecker nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich ein teilumlaufender Dosenverrastspalt jeweils eine Aussparung mit jeweils einem
Teil des teilumlaufenden Spaltes zweier Blechverrastelemente teilt.
9. Gerätestecker nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Blechverrastelement oder die Blechverrastelemente und die federnde Dosenverrasteinrichtung
oder weiteren federnden Dosenverrastelemente einstückig durch das Gerätesteckergehäuse
gebildet sind.
10. Gerätestecker nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gerätestecker als Spritzgußteil ausgestaltet ist.
11. Geräteanschlusssystem (101) mit einem Gerätestecker (151) nach einem der vorherigen
Ansprüche und einer steckkorrespondierenden Gerätedose (131).
12. Elektrogerät mit einem Gerätegehäuseblech und einem Gerätestecker nach einem der Ansprüche
1 bis 6, wobei der Gerätestecker in einer Öffnung des Gerätegehäuseblechs verrastet
ist.