[0001] Die Erfindung betrifft ein Headset mit einem Ohrstück, einem Haltebügel und einem
Mikrophon, wobei das Ohrstück einen Lautsprecher beinhaltet und eine Kopfanlagefläche
aufweist und wobei der Haltebügel mit dem Ohrstück verbunden und dazu ausgebildet
ist das Ohrstück im Bereich eines Ohrs eines Benutzers zu befestigen.
[0002] Ein Headset ist ein Kombinationsgerät zur Eingabe und Ausgabe von Audiosignalen,
welches einen oder mehrere Lautsprecher und in der Regel ein Mikrophon in einem einzigen
Gerät kombiniert, und am Kopf eines Benutzers getragen wird. Der Lautsprecher ist
in der Regel in einem in weiterer Folge als Ohrstück bezeichneten Gehäuse vor mechanischen
Einflüssen geschützt angeordnet. Dieses Ohrstück weist eine Kopfanlagefläche auf,
die anliegend an den Kopf eines Benutzers des Headsets im Bereich von dessen Ohr befestigt
wird. Das Mikrophon ist beabstandet vom Lautsprecher angeordnet, wodurch Rückkopplungen
mit dem Lautsprecher vermieden werden. Dieses wird in der Regel im Bereich des Mundes
des Benutzers befestigt. Zur Positionierung des Headsets am Kopf des Benutzers kommt
ein Haltebügel zur Anwendung, welcher das Headset, und insbesondere das Ohrstück und
das Mikrophon, in der gewünschten Position hält.
[0003] Headsets finden beispielsweise im Bereich der Voice-over-IP Telefonie, der Videotelefonie,
oder als mittels Bluetooth verbindbare Peripheriegeräte für Smartphones Anwendung.
Sie können des Weiteren als Ein- und Ausgabegeräte für Diktieranwendungen verwendet
werden. Durch die Kombination des Mikrophons und des Lautsprechers in einem Gerät
und die Anordnung am Kopf des Benutzers bieten Headsets die Möglichkeit, dass der
Benutzer seine Hände für andere Aufgaben, wie beispielsweise die Bedienung einer Tastatur,
zur Verfügung hat. Des Weiteren werden andere Personen, welche sich im Umfeld des
Benutzers befinden, nicht durch die Ausgabe von Audiosignalen durch den Lautsprecher
gestört, da dieser im unmittelbaren Umfeld des Ohrs des Benutzers angeordnet ist und
die Wiedergabelautstärke somit entsprechend gering sein kann. Hierdurch eignen sich
Headsets auch insbesondere für die Anwendung in Callcentern.
[0004] US 9,036,849 B2 offenbart ein Headset, welches zwei Ohrstücke und ein Mikrophon aufweist. Die Ohrstücke
decken hierbei beide Ohren des Benutzers ab und das Mikrophon ist an einem Arm schwenkbar
gelagert.
[0005] Als nachteilig hat sich in derartigen Konstruktionen erweisen, dass die Ohrstücke
von Headsets gemäß dem Stand der Technik den Benutzer von Umgebungsgeräuschen stark
abschirmen. Insbesondere bei der Verwendung von Headsets in einem Arbeitsumfeld wie
beispielsweise in einem Callcenter führt dies dazu, dass Personen welche ein Headset
tragen nicht auf Zurufe von Kollegen reagieren und nicht oder nur schwer ansprechbar
sind, selbst wenn diese das Headset gerade nicht aktiv benutzen. Ein weiterer Nachteil
besteht darin, dass die Kopfanlagefläche des Ohrstücks in ständigem Kontakt mit der
Haut des Benutzers steht und das Ohrstück somit bei längerem Tragen verschmutzt wird.
Eine Weitergabe des Headsets an einen nachfolgenden Benutzer ist somit unhygienisch,
oder erfordert alternativ eine umständliche Reinigung des Headsets. Dies ist jedoch
insbesondere in Callcentern die Regel. Alternativ müsste jedem Mitarbeiter, bzw. jeder
Mitarbeiterin des Callcenters ein persönliches Headset zur Verfügung gestellt werden,
wodurch eine höhere Anzahl an Headsets für den Betrieb des Callcenters notwendig ist.
Dies bietet den Nachteil höherer Kosten für den Betreiber. Des Weiteren hat sich gezeigt,
dass bei einer längerfristigen Beutzung der direkte Kontakt des Ohrstücks über die
Kopfanlagefläche mit dem Kopf des Benutzers den Tragekomfort des Headsets negativ
beeinflusst.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Headset bereitzustellen, welches die
Nachteile der oben angeführten Konstruktionen vermeidet.
[0007] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabestellung dadurch gelöst, dass das Headset ein Distanzelement
aufweist, welches dazu ausgebildet ist die Kopfanlagefläche vom Ohr des Benutzers
zu beabstanden.
[0008] Die erfindungsgemäße Ausführung des Headsets sieht ein Distanzelement vor, welches
die Kopfanlagefläche, und somit das Ohrstück, vom Ohr des Benutzers beabstandet. Hierdurch
besteht kein direkter Kontakt zwischen der Kopfanlagefläche des Ohrstücks und dem
Benutzer, wodurch der Vorteil erreicht wird, dass das Ohr des Benutzers nicht durch
das Ohrstück von der Umgebung abgeschirmt wird. Dies bewirkt insbesondere den Vorteil,
dass der Benutzer selbst bei getragenem Headset auf Umgebungsgeräusche reagieren kann.
Besonders vorteilhaft ist, dass durch den dennoch geringen Abstand zwischen Ohrstück
und Ohr des Benutzers die Audiowidergabe durch den Lautsprecher vom Benutzer trotzdem
klar verständlich ist, und die Beabstandung keine Auswirkung auf die Qualität der
Sprachaufnahme des Mikrophons hat.
[0009] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Ausführung des Headsets besteht darin,
dass das Ohrstück selbst bei längerer Benutzung des Headsets nicht verschmutzt wird.
Besonders Vorteilhaft ist hierbei, dass das Headset somit ohne, oder mit einem stark
reduzierten Reinigungsaufwand von einem nachfolgenden Benutzer weiterverwendet werden
kann. Des Weiteren wird der Tragekomfort erhöht, da es zu keinen Druckstellen kommt
und der Benutzer am Ohr beziehungsweise der Kopfanlagefläche nicht schwitzt.
[0010] Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Headsets sowie alternativer Ausführungsvarianten
werden in weiterer Folge anhand der Figuren näher erläutert.
Figur 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Headset in der bevorzugten Ausführungsvariante
in perspektivischer Ansicht.
Figur 2 zeigt das erfindungsgemäße Headset in der bevorzugten Ausführungsvariante
mit einem abgenommenen Distanzelement in perspektivischer Ansicht.
Figur 3 zeigt das erfindungsgemäße Headset in der bevorzugten Ausführungsvariante
mit einem abgenommenen ersten Druckpolster, einem abgenommenen zweiten Druckpolster
und einem abgenommenen Ohrpolster in perspektivischer Ansicht.
Figur 4 zeigt das erfindungsgemäße Headset in einer alternativen Ausführungsvariante
mit einem Nackenbügel in perspektivischer Ansicht.
Figur 5 zeigt das erfindungsgemäße Headset in der bevorzugten Ausführungsvariante
gemäß Figur 1 mit einem abgenommenen Haltebügel in perspektivischer Ansicht.
Figur 6 zeigt das erfindungsgemäße Headset in der Ausführungsvariante gemäß Figur
4 mit abgenommenem Nackenbügel in perspektivischer Ansicht.
Figur 7 zeigt eine Kommunikationsvorrichtung mit einer Basisstation und dem erfindungsgemäßen
Headset in perspektivischer Ansicht.
Figur 8 zeigt die Basisstation der Kommunikationsvorrichtung aus Figur 7 verbunden
mit einer Fernbedienung, einem Fußpedal und einer Signalvorrichtung.
[0011] Figur 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Headset 1 mit einem Ohrstück 2, einem Haltebügel
in Form eines Überkopfbügels 3 und einem Mikrophon 4 in der bevorzugten Ausführungsvariante.
Der Haltebügel ist mit dem Ohrstück 2 verbunden, welches einen Lautsprecher 5 beinhaltet
und eine Kopfanlagefläche 6 aufweist. Der Haltebügel ist dazu ausgebildet das Ohrstück
2 im Bereich eines Ohrs eines Benutzers zu befestigen, indem der Haltebügel das Headset
1 am Körper des Benutzers abstützt. Das Ohrstück 2 ist des Weiteren mit dem Mikrophon
4 verbunden, welches vom Ohrstück 2 ausgehend in Richtung des Mundes des Benutzers
beabstandet ist.
[0012] Erfindungsgemäß weist das Headset 1 ein Distanzelement 7 auf, welches die Kopfanlagefläche
6 des Ohrstücks 2 vom Kopf des Benutzers beabstanded. Hierdurch liegt die Kopfanlagefläche
6 nicht am Kopf des Benutzers und hierbei insbesondere nicht am Ohr des Benutzers
an. Dies ergibt den Vorteil, dass das Ohr des Benutzers nicht durch das Ohrstück 2
von der Umgebung im Wesentlichen abgeschirmt wird, sondern durch einen durch das Distanzelement
7 realisierten Abstands zwischen der Kopfanlagefläche 6 und dem Kopf des Benutzers
Umgebungsgeräusche wahrnehmen kann. Besonders vorteilhaft ist, dass das Ohrstück 2
dennoch im Bereich des Ohres des Benutzers angeordnet ist, wodurch ein vom Lautsprecher
5 wiedergegebenes Audiosignal durch den Benutzer klar wahrnehmbar ist. Ein weiterer
Vorteil besteht darin, dass das Ohrstück 2 selbst bei längerer Benutzung nicht verschmutzt
und somit bei einer Weitergabe des Headsets 1 an einen nachfolgenden Benutzer nicht
gereinigt werden muss. Zusätzlich ergibt sich der Vorteil, dass die Kopfanlagefläche
6 nicht kontinuierlich auf das Ohr, bzw. auf einen Bereich um das Ohr des Benutzers
drückt und dieses belüftet wird. Hierdurch erhöht sich der Tragekomfort des Headsets
1.
[0013] In der in Figur 1 dargestellten bevorzugten Ausführungsvariante ist der Haltebügel
als Überkopfbügel 3 ausgeführt. Diese Ausführung des Haltebügels bewirkt den Vorteil,
dass der Kopf des Benutzers beim Tragen des Headsets 1 frei beweglich ist und ein
guter Tragekomfort gewährleistet werden kann. In einer alternativen Ausführungsvariante
kann der Haltebügel auch als Nackenbügel 14, wie in Figur 4 dargestellt, oder als
Ohrbügel ausgeführt sein. Weitere Ausführungsvarianten des Haltebügels ergeben sich
für den Fachmann aus diesem beispielhaften Verweis.
[0014] Figur 2 zeigt das erfindungsgemäße Headset 1 in der bevorzugten Ausführungsvariante
gemäß Figur 1, wobei das Distanzelement 7 vom Headset 1 abgenommen ist. Das Distanzelement
7 umfasst ein Verbindungsmittel 8, welches auf dem Überkopfbügel 3 verschiebbar und
von diesem abnehmbar ausgebildet ist. Diese Ausführung des Distanzelements 7 bietet
den Vorteil, dass das Headset 1 sowohl mit als auch ohne Distanzelement 7 verwendbar
ist. Bei einer Verwendung ohne Distanzelement 7 liegt die Kopfanlagefläche 6 am Kopf
des Benutzers an und Hintergründgeräusche werden besser gedämpft. Die Verschiebbarkeit
des Distanzelements 7 auf dem Überkopfbügel 3 ermöglicht vorteilhafterweise eine Anpassung
des Headsets 1 an unterschiedliche Kopfformen und erhöht somit den Tragekomfort für
den Benutzer.
[0015] Des Weiteren weist der Überkopfbügel 3 einen im Wesentlichen vom Ohrstück 2 ausgehenden
Bereich 9 mit einem Querschnitt auf. Das Verbindungsmittel 8 ist klammerförmig ausgebildet
und umgreift im an dem Headset 1 angebrachten Zustand verdrehsicher im Wesentlichen
den Querschnitt des Bereiches 9. Durch die klammerförmige Form des Verbindungsmittels
8 und den Querschnitt des Bereichs 9 des Überkopfbügels 3, wird vorteilhafterweise
eine verdrehsichere, besonders widerstandsfähige, und gleichzeitig einfach zu lösende
Verbindung des Verbindungsmittels 8 mit dem Headset 1 bereitgestellt. Es sind beispielsweise
elliptische Querschnitte, oder Querschnitte in der Form eines Kreises mit einem oder
mehreren daran ausgebildeten Vorsprüngen möglich. Gleichzeitig ist eine derartige
Verbindung im Bereich 9 auf dem Überkopfbügel 3 verschiebbar, wodurch der Vorteil
erreicht wird, dass das Headset 1 an den Benutzer anpassbar ist. Des Weiteren ist
ein Abschnitt des Überkopfbügels 3, welcher außerhalb des Bereichs 9 liegt, in den
Bereich 9 einschiebbar. Hierdurch wird der Vorteil erreicht, dass eine Gesamtbreite
des Überkopfbügels 9 an den Benutzer anpassbar ist. Besonders vorteilhaft ist, dass
nach einer derart erfolgten Grundeinstellung die Position des Distanzelements 7 mittels
Verschieben des Verbindungsmittels 8 auf dem Bereich 9 individuell gewählt werden
kann.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsvariante ist der Querschnitt des Bereichs 9 des
Überkopfbügels 3 im Wesentlichen rechteckig. Hierdurch wird der Vorteil erreicht,
dass eine besonders stabile und belastbare Verbindung des Verbindungsmittels 8 mit
dem Bereich 9 bereitgestellt wird.
[0016] Figur 3 zeigt das erfindungsgemäße Headset 1 in der bevorzugten Ausführungsvariante
gemäß Figur 1 und Figur 2 in einer weiteren Darstellung. Das Distanzelement 7 weist
einen abnehmbaren ersten Druckpolster 10 auf, welcher in Figur 3 vom Distanzelement
7 abgenommenen dargestellt ist. Zusätzlich weist der Überkopfbügel 3 an einem dem
Ohrstück 2 gegenüberliegenden Ende einen abnehmbaren zweiten Druckpolster 11 auf,
welcher ebenfalls vom Überkopfbügel 3 abgenommen dargestellt ist. Die Bereitstellung
des ersten Druckpolsters 10 auf dem Distanzelement 7 und des zweiten Druckpolsters
11 auf dem dem Ohrstück 2 gegenüberliegenden Ende des Überkopfbügels 3 bewirkt den
Vorteil, dass der Tragekomfort des erfindungsgemäßen Headsets 1 erhöht wird.
[0017] Des Weiteren weist das Ohrstück 2 einen abnehmbaren Ohrpolster 12 auf, welcher die
Kopfanlagefläche 6 bildet. Dieser ist in Figur 3 ebenfalls vom Headset 1 abgenommenen
dargestellt. Der Ohrpolster 12 bietet den Vorteil, dass bei einer Verwendung des Headsets
1 ohne Distanzelement 7 der Druck auf den Kopf des Benutzers gleichmäßig verteilt
wird, wodurch ebenfalls ein verbesserter Tragekomfort gewährleistet wird. Der erste
Druckpolster 10 und der zweite Druckpolster 11 stellen jene Elemente des Headsets
1 dar, welche einen Anteil der Gewichtslast des Headsets 1 auf den Kopf des Benutzers
ableiten und das Headset 1 in Position halten. Der Ohrpolster 12 liegt bei Benutzung
des Headsets 1 ohne Distanzelement 7 ebenfalls am Kopf des Benutzers an. Der erste
Druckpolster 10, der zweite Druckpolster 11 und der Ohrpolster 12 befinden sich somit
in intensivem Kontakt mit dem Benutzer und verschmutzen bei längerer Benutzung des
Headsets 1. Die abnehmbare Ausführung dieser Elemente bietet den Vorteil, dass das
Headset 1 nicht aufwendig gereinigt werden muss, um bei einer Verschmutzung von diesen
Elementen weiterverwendet zu werden. Besonders Vorteilhaft ist hierbei, dass ein nachfolgender
Benutzer des Headsets 1 bei einer Übergabe vom vorhergehenden Benutzer seinen eigenen
ersten Druckpolster 10, zweiten Druckpolster 11 und seinen eigenen Ohrpolster 12 am
Headset 1 befestigen kann, und somit eine hygienische Verwendung gewährleistet wird.
[0018] Der erste Druckpolster 10 und das Distanzelement 7 weisen in der bevorzugten Ausführungsvariante
erste magnetische Befestigungselemente auf. Der zweite Druckpolster 11 und der Überkopfbügel
3 weisen an dem, dem ersten Ohrstück 2 gegenüberliegenden Ende des Überkopfbügels
3 zweite magnetische Befestigungselemente auf, und der Ohrpolster 12 und das Ohrstück
2 weisen dritte magnetische Befestigungselemente auf. Die ersten magnetischen Befestigungselemente,
die zweiten magnetischen Befestigungselemente und die dritten magnetischen Befestigungselemente
bieten den Vorteil, dass der erste Druckpolster 10, der zweite Druckpolster 11 und
der Ohrpolster 12 besonders einfach vom Headset 1 abzunehmen und sicher an diesem
zu befestigen sind.
[0019] Wie in Figur 3 dargestellt weist das Distanzelement 7 in der bevorzugten Ausführungsvariante
ein Drehgelenk 13 auf, welches zwischen dem ersten Druckpolster 10 und dem Verbindungsmittel
8 angeordnet ist. Das Drehgelenk 13 ist in der bevorzugten Ausführungsvariante als
Scharniergelenk ausgeführt, wobei die Drehachse des Scharniergelenks parallel zum
Bereich 9 des Überkopfbügels 3 verläuft. Die Anordnung des Drehgelenks 13 zwischen
dem ersten Druckpolster 10 und dem Verbindungsmittel 8 bewirkt den Vorteil, dass das
Distanzelement 7 an die Kopfform des Benutzers anpassbar ist. Besonders vorteilhaft
ist, dass hierdurch der Tragekomfort des Headsets 1 erhöht wird.
[0020] Figur 4 zeigt eine weitere Ausführungsvariante des erfindungsgemäßen Headsets 1,
wobei der Haltebügel als Nackenbügel 14 ausgeführt ist. Das Distanzelement 7 ist in
dieser Ausführungsvariante integral mit dem Nackenbügel 14 ausgebildet. Der Nackenbügel
14 bietet den Vorteil, dass im Vergleich zum Überkopfbügel 3 ein verminderter Druck
auf die Oberseite des Kopfs des Benutzers des Headsets 1 wirkt.
[0021] Figur 5 zeigt das erfindungsgemäße Headset 1 gemäß einer weiteren Ausführungsvariante
mit abgenommenem Überkopfbügel 3, und Figur 6 zeigt das erfindungsgemäße Headset 1
mit abgenommenem Nackenbügel 14. Der Haltebügel ist in den in Figur 5 und Figur 6
dargestellten Ausführungsvarianten vom Ohrstück 2 abnehmbar. Die Verbindung zwischen
dem Ohrstück 2 und dem Haltebügel wird in den dargestellten Ausführungsvarianten mittels
einer Steckverbindung realisiert. Weitere Verbindungsmethoden sind dem Fachmann allgemein
bekannt. Die Abnehmbarkeit des Haltebügels bietet den Vorteil, dass der Überkopfbügel
3 durch einen Nackenbügel 14, und umgekehrt, ausgetauscht werden kann. Hierdurch kann
jeder Benutzer den seinen Vorlieben entsprechenden Haltebügel benutzen.
[0022] Figur 7 zeigt eine Kommunikationsvorrichtung 15 mit einer Basisstation 16 und einem
erfindungsgemäßen Headset 1, wobei das Headset 1 aufgelegt auf die Basisstation 16
dargestellt ist. Das Headset 1 ist mit der Basisstation 16 verbindbar, wobei entweder
eine kabelgebundene oder kabellose Verbindungsmethode, wie beispielsweise eine Bluetoothverbindung,
bereitgestellt ist. Weitere Verbindungsmethoden ergeben sich für den Fachmann aus
diesem beispielhaften Verweis. Die Basisstation 16 ist ihrerseits mit einer Rechnereinheit,
welche in Figur 7 nicht dargestellt ist, verbunden. Das Headset 1 übermittelt Audiosignale,
welche durch das Mikrophon 4 aufgezeichnet werden, an die Basisstation 16, welche
diese an die Rechnereinheit weiterleitet. Umgekehrt empfängt die Basisstation 16 Audiosingnale
von der Rechnereinheit, welche diese zur Wiedergabe über den Lautsprecher 5 an das
Headset 1 übermittelt. Die Rechnereinheit kann beispielsweise ein Computer, ein Tabletcomputer,
oder ein Smartphone sein. Eine gleichzeitige Verbindung der Basisstation 16 mit dem
Computer und dem Smartphone ist ebenfalls möglich, wobei der Computer beispielsweise
kabelgebunden mit der Basisstation 16 verbunden, und das Smartphone mittels einer
Bluetoothverbindung mit der Basisstation 16 verbunden ist. Die Verbindung des erfindungsgemäßen
Headsets 1 mit der Basisstation 16 bietet den Vorteil, dass das erfindungsgemäße Headset
1 für eine Vielzahl an Anwendungen, wie beispielsweise Diktierprogramme, Voice-over-IP
Telefonie, Videotelefonie, oder auch als Peripheriegerät für Smartphones genutzt werden
kann.
[0023] Figur 8 zeigt die Basisstation 16 der Kommunikationsvorrichtung 15 aus Figur 7 mit
weiterem optionalem Zubehör zur Verwendung als Diktiervorrichtung. Die Kommunikationsvorrichtung
15 umfasst in dieser Ausführungsvariante zusätzlich zum Headset 1 eine mit der Basisstation
16 verbindbare Fernbedienung 17, ein mit der Basisstation verbindbares Fußpedal 18
und eine mit der Basisstation verbindbare Signalvorrichtung 19. Die Verbindung der
Fernbedienung 17, des Fußpedals 18 und der Signalvorrichtung 19 mit der Basisstation
16 kann sowohl kabelgebunden als auch kabellos erfolgen. Das Fußpedal 18 und die Fernbedienung
17 sind dazu ausgebildet die Kommunikationsvorrichtung 15 durch die Übermittlung von
Steuersignalen an die Basisstation 16 zu steuern, welche diese an die Rechnereinheit
weiterleitet. Die Rechnereinheit führt in dieser Ausführungsvariante eine Diktieranwendung
aus, welche die Steuersignale empfängt und verarbeitet. Die Bereitstellung des Fußpedals
18 und der Fernsteuerung 17 bietet den Vorteil, dass der Benutzer der Diktiervorrichtung
diese besonders benutzerfreundlich bedienen kann.
[0024] Das Fußpedal 18 bietet zusätzlich den Vorteil, dass der Benutzer der Kommunikationsvorrichtung
15 diese mittels des Fußpedals 18 steuern kann und beide Hände frei für andere Tätigkeiten
hat. Das Fußpedal 18 kann beispielsweise verwendet werden um an die auf der Rechnereinheit
ausgeführte Diktieranwendung Steuersignale zu übermitteln, welche einen Aufnahmestart
/ Aufnahmestopp oder Wiedergabestart / Wiedergabestopp bewirken.
[0025] Die Kombination des Headsets 1 und der Fernbedienung 17 ermöglicht vorteilhafterweise
einen weiter vergrößerten Umfang an Steuersignalen zur Steuerung der Diktieranwendung.
Des Weiteren ermöglicht diese Kombination den Vorteil, dass die Fernbedienung 17 kein
Mikrophon und keinen Lautsprecher beinhalten muss, da diese im Headset 1 beinhaltet
sind. Somit ist der Benutzer nicht gezwungen die Fernbedienung 17 während des Diktiervorgangs
zum Mund zu halten.
[0026] Die Signalvorrichtung 19 umfasst in einer bevorzugten Ausführungsvariante eine Anzahl
verschiedener Leuchtmittel unterschiedlicher Farben und ist anhand von, von der Basisstation
16 empfangener Signalinformation steuerbar. Diese Signalinformation wird von der Diktieranwendung
generiert und von der Rechnereinheit an die Basisstation 16 übermittelt, welche diese
an die Signalvorrichtung 19 weiterleitet. Der Benutzer der Kommunikationsvorrichtung
15 kann die Signalvorrichtung 19 auf diese Weise ebenfalls aktiv, beispielsweise über
die Fernbedienung 17, das Fußpedal 18, oder über die Diktieranwendung steuern. Die
Signalvorrichtung 19 bietet den Vorteil, dass diese ein optisches Signal bereitstellt,
welches darauf hinweist, ob der Benutzer der Kommunikationsvorrichtung 15 beispielsweise
gerade ein Gespräch über die Kommunikationsvorrichtung 15 führt, ein Diktat aufnimmt,
oder aus anderen Gründen nicht gestört werden will.
[0027] Es kann erwähnt werden, dass das Drehgelenk zwischen dem ersten Druckpolster und
dem Verbindungsmittel auch als Kugelgelenk oder als Drehgelenk mit einer Drehachse
ausgebildet sein kann, die vertikal zum Bereich des Überkopfbügels verläuft. Hierdurch
ergeben sich weitere Anpassungsmöglichkeiten an den Kopf des Benutzers.
[0028] Weiters kann erwähnt werden, dass gemäß einer weiteren Ausführungsvariante der Erfindung
bei dem Headset das Distanzelement fix mit dem Haltebügel verbunden ausgebildet sein
kann. Wenn der Ohrpolster auf dem Ohrstück angebracht ist, dann liegt das Ohr trotz
vorhandenem Distanzelement am Ohr des Benutzers an. Wen der abnehmbare Ohrpolster
vom Ohrstück abgenommen wird, dann entsteht durch das Distanzelement und den fehlenden
Ohrpolster ein Abstand zwischen dem Ohr des Benutzers und dem restlichen nun ungepolsterten
Ohrstück, was den selben technischen Effekt erzielt. Auch in dieser Ausführungsvariante
ist das Distanzelement dazu ausgebildet die Kopfanlagefläche vom Ohr des Benutzers
zu beabstanden, wobei der Ohrpolster zusätzlich zu berücksichtigen ist. Ebenfalls
wäre es bei einem Kopfhörer oder einem Headset mit jeweils zwei Ohrstücken möglich
Distanzelemente auf beide Seiten in den jeweiligen Bereichen der Überkopfbügel oder
der Nackenbügel anzubringen. Bei diesen Ausführungsvarianten wäre es möglich nur das
linke oder nur das rechte oder beide Ohren von den jeweiligen Ohrstücken zu beabstanden,
wodurch sich unterschiedliche vorteilhafte Ausführungsvarianten ergeben.
1. Headset (1) mit einem Ohrstück (2), einem Haltebügel (3, 14) und einem Mikrophon (4),
wobei das Ohrstück (2) einen Lautsprecher (5) beinhaltet und eine Kopfanlagefläche
(6) aufweist und wobei der Haltebügel (3, 14) mit dem Ohrstück (2) verbunden und dazu
ausgebildet ist das Ohrstück (2) im Bereich eines Ohrs eines Benutzers zu befestigen,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Headset (1) ein Distanzelement (7) aufweist, welches dazu ausgebildet ist die
Kopfanlagefläche (6) vom Ohr des Benutzers zu beabstanden.
2. Headset (1) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltebügel ein Nackenbügel (14) ist.
3. Headset (1) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltebügel ein Überkopfbügel (3) ist.
4. Headset (1) gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Distanzelement (7) ein Verbindungsmittel (8) aufweist, das auf dem Überkopfbügel
(3) verschiebbar und von diesem abnehmbar ausgebildet ist.
5. Headset (1) gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Überkopfbügel (3) einen im Wesentlichen vom Ohrstück (2) ausgehenden Bereich
(9) mit einem Querschnitt aufweist und, dass das Verbindungsmittel (8) klammerförmig
ausgebildet ist, wobei das klammerförmige Verbindungsmittel (8) verdrehsicher den
Querschnitt des Bereiches (9) im Wesentlichen umgreift.
6. Headset gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt des Bereichs (9) des Überkopfbügels (3) im Wesentlichen rechteckig
ist.
7. Headset (1) gemäß einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Distanzelement (7) einen abnehmbaren ersten Druckpolster (10) aufweist.
8. Headset (1) gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Druckpolster (10) und das Distanzelement (7) erste magnetische Befestigungselemente
aufweisen.
9. Headset (1) gemäß einem der Ansprüche 7 und 8, wobei das Distanzelement (7) ein Drehgelenk
(13) aufweist, welches zwischen dem ersten Druckpolster (10) und dem Verbindungsmittel
(8) angeordnet ist.
10. Headset (1) gemäß einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Überkopfbügel (3) an einem dem Ohrstück (2) gegenüberliegenden Ende einen abnehmbaren
zweiten Druckpolster (11) aufweist.
11. Headset (1) gemäß Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Druckpolster (11) und der Überkopfbügel (3) an dem, dem Ohrstück (2) gegenüberliegenden
Ende zweite magnetische Befestigungselemente aufweisen.
12. Headset (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ohrstück (2) einen abnehmbaren Ohrpolster (12) aufweist, welcher die Kopfanlagefläche
(6) bildet.
13. Headset (1) gemäß Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Ohrpolster (12) und das Ohrstück (2) dritte magnetische Befestigungselemente
aufweisen.
14. Headset (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltebügel (3, 14) von dem Ohrstück (2) abnehmbar ist.
15. Kommunikationsvorrichtung (15) mit einer Basisstation (16) und einem mit der Basisstation
(16) verbindbaren Headset (1), dadurch gekennzeichnet, dass das Headset (1) ein Headset (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche ist.
16. Kommunikationsvorrichtung (15) gemäß Anspruch 15, zur Verwendung als Diktiervorrichtung,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kommunikationsvorrichtung (15) eine mit der Basisstation (16) verbindbare Fernbedienung
(17) und ein mit der Basisstation (16) verbindbares Fußpedal (18) umfasst, welche
ausgebildet sind die Kommunikationsvorrichtung (15) zu steuern.
17. Kommunikationsvorrichtung (15) gemäß Anspruch 15, zur Verwendung als Diktiervorrichtung,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kommunikationsvorrichtung (15) eine mit der Basisstation (16) verbindbare Signalvorrichtung
(19) umfasst, welche anhand von, von der Basisstation (16) empfangener Signalinformation
steuerbar ausgebildet ist.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Headset (1) mit einem Ohrstück (2), einem Haltebügel und einem Mikrophon (4), wobei
das Ohrstück (2) einen Lautsprecher (5) beinhaltet und eine Kopfanlagefläche (6) aufweist
und wobei der Haltebügel mit dem Ohrstück (2) verbunden und dazu ausgebildet ist das
Ohrstück (2) im Bereich eines Ohrs eines Benutzers zu befestigen, dadurch gekennzeichnet, dass
das Headset (1) ein Distanzelement (7) aufweist, welches dazu ausgebildet ist die
Kopfanlagefläche (6) vom Ohr des Benutzers zu beabstanden, wobei der Haltebügel ein
Überkopfbügel (3) ist und das Distanzelement (7) ein Verbindungsmittel (8) aufweist,
das auf dem Überkopfbügel (3) verschiebbar und von diesem abnehmbar ausgebildet ist,
wobei das Distanzelement (7) einen abnehmbaren ersten Druckpolster (10) aufweist,
und das Distanzelement (7) ein Drehgelenk (13) aufweist, welches zwischen dem ersten
Druckpolster (10) und dem Verbindungsmittel (8) angeordnet ist.
2. Headset (1) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Überkopfbügel (3) einen im Wesentlichen vom Ohrstück (2) ausgehenden Bereich
(9) mit einem Querschnitt aufweist und, dass das Verbindungsmittel (8) klammerförmig
ausgebildet ist, wobei das klammerförmige Verbindungsmittel (8) verdrehsicher den
Querschnitt des Bereiches (9) im Wesentlichen umgreift.
3. Headset gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt des Bereichs (9) des Überkopfbügels (3) im Wesentlichen rechteckig
ist.
4. Headset (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Druckpolster (10) und das Distanzelement (7) erste magnetische Befestigungselemente
aufweisen.
5. Headset (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Überkopfbügel (3) an einem dem Ohrstück (2) gegenüberliegenden Ende einen abnehmbaren
zweiten Druckpolster (11) aufweist.
6. Headset (1) gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Druckpolster (11) und der Überkopfbügel (3) an dem, dem Ohrstück (2) gegenüberliegenden
Ende zweite magnetische Befestigungselemente aufweisen.
7. Headset (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ohrstück (2) einen abnehmbaren Ohrpolster (12) aufweist, welcher die Kopfanlagefläche
(6) bildet.
8. Headset (1) gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Ohrpolster (12) und das Ohrstück (2) dritte magnetische Befestigungselemente
aufweisen.
9. Headset (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltebügel (3, 14) von dem Ohrstück (2) abnehmbar ist.
10. Kommunikationsvorrichtung (15) mit einer Basisstation (16) und einem mit der Basisstation
(16) verbindbaren Headset (1), dadurch gekennzeichnet, dass das Headset (1) ein Headset (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche ist.
11. Kommunikationsvorrichtung (15) gemäß Anspruch 10, zur Verwendung als Diktiervorrichtung,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kommunikationsvorrichtung (15) eine mit der Basisstation (16) verbindbare Fernbedienung
(17) und ein mit der Basisstation (16) verbindbares Fußpedal (18) umfasst, welche
ausgebildet sind die Kommunikationsvorrichtung (15) zu steuern.
12. Kommunikationsvorrichtung (15) gemäß Anspruch 10, zur Verwendung als Diktiervorrichtung,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kommunikationsvorrichtung (15) eine mit der Basisstation (16) verbindbare Signalvorrichtung
(19) umfasst, welche anhand von, von der Basisstation (16) empfangener Signalinformation
steuerbar ausgebildet ist.