[0001] Die Erfindung richtet sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Dosierung von
Wirkstoffen für die Zubereitung von Medikamenten. Ein solches Verfahren und eine solche
Vorrichtung sind aus
WO201012470 bekannt.
[0002] Da bei dem erfindungsgemäßen Verfahren die möglichst genaue Dosierung der Medikamente
im Vordergrund steht und weniger die anschließende Fertigstellung des betreffenden
Medikaments, bspw. das Durchrühren einer Creme, Befüllen von Kapseln oder das Umfüllen
oder Verpacken der Medikamente, etc., werden im Folgenden häufig die Begriffe "Dosierverfahren",
"Dosiervorrichtung" oder auch "Dosierdüse" verwendet. Damit sollen jedoch keine besonderen
Gestaltungsmerkmale gemeint sein; bspw. könnte jegliche Art von Düse grundsätzlich
als erfindungsgemäße Dosierdüse eingesetzt werden. Ferner soll der Begriff "Medikament"
nicht nur Arzneimittel zur Behandlung von Krankheiten umfassen, sondern darüber hinaus
auch präventive Arzneimittel wie bspw. Impfmittel, oder kosmetische Artikel wie bspw.
Schönheitsdragees, oder gesunde Präparate wie Nahrungsergänzungsmittel oder Tabletten
mit bestimmten Vitaminen oder Mineralien wie Magnesium, Zink, Eisen, etc.
[0003] Die moderne Medizin macht auf vielerlei Gebieten beständig Fortschritte, und für
jede Krankheit, Beschwerde oder Symptom gibt es eigene Medikamente. Dies führt dazu,
dass manche Personen ständig eine größere Anzahl von unterschiedlichen Tabletten einnehmen
müssen, bspw. bis zu zehn Tabletten am Tag oder noch mehr. Oftmals lassen sich einzelne
Tabletten optisch wenig unterscheiden, so dass hierbei Fehleinnahmen oder -dosierungen
nicht ausgeschlossen sind.
[0004] Es wäre daher wünschenswert, einen Weg zu finden, wie für bestimmte Personen individuelle
Medikamente zusammengestellt werden könnten, derart, dass durch Zusammenmischen mehrerer
Wirkstoffe in ein Medikament im Idealfall nur eine einzige Tablette täglich eingenommen
werden müsste, oder zumindest nur eine einzige Tablette pro Mahlzeit.
[0005] Aus den beschriebenen Nachteilen des beschriebenen Standes der Technik resultiert
das die Erfindung initiierende Problem, ein Dosiererfahren und eine Dosiervorrichtung
für die Zubereitung von Medikamenten zu schaffen, die individuell steuerbar ist, so
dass ein Medikament mit hoher Genauigkeit individuell zubereitet werden kann.
[0006] Die Lösung dieses Problems gelingt im Rahmen eines gattungsgemäßen Dosierverfahrens
dadurch, dass ein oder mehrere, in einer Flüssigkeit gelöste Wirkstoffe in einem Vorratsbehälter
aufbewahrt werden, und zur Dosierung wird eine der gewünschten Wirkstoffmenge entsprechende
Anzahl von Tropfen aktiv durch eine Düse auf ein Substrat oder in ein Auffanggefäß
gepresst.
[0007] Die zur Durchführung des Verfahrens verwendete Vorrichtung umfasst wenigstens einen
Vorratsbehälter zur Aufbewahrung einer Flüssigkeit samt einem oder mehreren, darin
gelösten Wirkstoffen, sowie eine Düse zum aktiven Auspressen einer der gewünschten
Wirkstoffmenge entsprechende Anzahl von Tropfen auf ein Substrat oder in ein Auffanggefäß.
[0008] Damit wären bspw. Apotheken oder patientennahe Pharmaunternehmen in die Lage versetzt,
aufgrund einer ärztlich verordneten Gesamt-Medikamentierung für einen Patienten die
genau für ihn passenden Arzneimittel erstellen zu können, bspw. in Form einer Flüssigkeit,
aber ggf. auch eingeschlossen in Gel-Kügelchen, etc. Dem Patienten würde daher die
Verantwortung erleichtert, aus einer großen Anzahl von Arzneimittelpackungen stets
die laut Medikamentierung pro Mahlzeit erforderlichen Sorten auszuwählen und einzunehmen.
[0009] Dies wird erreicht, indem eine erfindungsgemäße Vorrichtung eine der benötigten Wirkstoffanzahl
wenigstens entsprechende Anzahl von Vorratsbehältern aufweist, worin gerade eben ein
Wirkstoff oder eine typische Wirkstoffzusammensetzung in gelöster, flüssiger Form
enthalten ist, und durch Eingabe der gewünschten Wirkstoffsorten und -mengen in ein
Steuergerät werden dann die gewünschten Wirkstoffe in entsprechender Dosierung durch
Düsen in ein Auffanggefäß oder auf ein sonstiges, bspw. saugfähiges Substrat gesprüht
und dadurch zusammengestellt.
[0010] Bevorzugt gibt es dafür pro Wirkstoff oder typischer Wirkstoffzusammensetzung eine
getrennte Düse zum Versprühen genau der in dem angeschlossenen Vorratsbehälter enthaltenen
Flüssigkeit. Dadurch mischen sich die in den Vorratsbehältern aufbewahrten Wirkstoff-Flüssigkeiten
nicht, und eine ggf. nicht benötigte und also aufgefangene Wirkstoff-Flüssigkeit wird
genau in ihren ursprünglichen Vorratsbehälter zurückbefördert. Dadurch mischen sich
die unterschiedlichen Wirkstoffe nicht, und daher kann auch nach einem längeren Produktionszeitraum
noch genau zwischen den verschiedenen Wirkstoffen unterschieden werden.
[0011] Dies ist besonders deshalb vorteilhaft, weil aufgrund einer erfindungsgemäßen Konstruktionsempfehlung
Sprüheinrichtungen verwendet werden, welche nach dem Continuous-Ink-Jet-Verfahren
bzw. nach dem Tintenstrahldruckverfahren arbeitende Düsenköpfe Verwendung finden können,
wobei ständig Tropfen erzeugt werden, jedoch nicht benötigte Tropfen ggf. abgelenkt,
aufgefangen und zurückgeführt werden.
[0012] Da solche Sprüheinrichtungen in der Druckerbranche verbreitet sind, ist weiterhin
vorgesehen, hierfür nach Möglichkeit vorgefertigte Druckköpfe von Continuous-Ink-Jet-Druckern
bzw. Tintenstrahldruckern zu verwenden. Diese können sodann einschließlich der Vorratsbehälter
sowie Auffang- und Rückführeinrichtungen verwendet werden, mit dem Unterschied, das
in den Vorratsbehältern keine Farbtinten aufbewahrt werden, sondern Flüssigkeiten
mit unterschiedlichen, gelösten Wirkstoffen oder typischen Wirkstoffkombinationen.
Ein weiterer Unterschied dabei ist, dass der Sprühstrahl dabei im Allgemeinen nicht
auf ein Papier gerichtet ist, sondern auf einen Auffangbehälter, bspw. ein dem Patienten
überreichbares Medikamentenfläschchen, oder auf ein bspw. saugfähiges, geniessbares
Substrat in Pillenform, welches die aufgesprühte Wirkstoffflüssigkeit aufsaugt.
[0013] Das erfindungsgemäße Verfahren nach Anspruch 1, kann sich bevorzugt durch eines oder
mehrere der folgenden Merkmale auszeichnen:
Das Verfahren kann derart ausgestaltet sein, dass beständig Tropfen erzeugt werden,
von denen jedoch in Abhängigkeit von der gewünschten Wirkstoffmenge nur die dafür
benötigten Tropfen auf ein Substrat oder in ein Auffanggefäß gepresst werden, während
die nicht benötigten Tropfen aufgefangen und in den Vorratsbehälter zurückgeleitet
werden.
[0014] Die Unterscheidung zwischen benötigten Tropfen und nicht benötigten Tropfen kann
durch unterschiedliche Ablenkung des Tropfenstrahls erfolgen.
[0015] Die Tropfen können nach dem Passieren einer inneren Dosierdüse an einer Ladeelektrode
elektrisch aufgeladen werden.
[0016] Die elektrisch geladenen Tropfen können je nach ihrer Bestimmung zwischen zwei Ablenkelektroden
unterschiedlich abgelenkt werden, so dass benötigte Tropfen auf ein Substrat oder
in ein Auffanggefäß gelangen, während nicht benötigte Tropfen zu einer Auffangeinrichtung
gelangen, von wo sie zum Vorratsbehälter zurückgeleitet werden.
[0017] Als Dosiereinrichtung kann ein Druckkopf eines Continuous-Ink-Jet-Druckers verwendet
werden.
[0018] Mehrere Wirkstoff-Tropfen können unterschiedlich abgelenkt werden, so dass sie an
unterschiedlichen Stellen auf einem Substrat auftreffen.
[0019] Mehrere Wirkstoff-Tropfen können in zwei Raumrichtungen unterschiedlich abgelenkt
werden, so dass sie an unterschiedlichen Feldern eines Rasters auf einem Substrat
auftreffen.
[0020] Mehrere Tropfen mit gleichen oder unterschiedlichen Wirkstoffen können zu den selben
Stellen oder Feldern eines Rasters auf einem Substrat gelenkt werden.
[0021] Die wenigstens eine Dosiereinrichtung und/oder die wenigstens eine Dosierdüse und/oder
die wenigstens eine Ablenkeinrichtung sollten vor Beginn der Medikamentenzubereitung
und/oder in regelmäßigen Zeitabständen desinfiziert werden.
[0022] Die erfindungsgemäße Vorrichtung nach Anspruch 6, kann sich bevorzugt durch eines
oder mehrere der folgenden Elemente oder Merkmale auszeichnen:
Durch einen Aktivator für die wenigstens eine Dosierdüse, welcher beständig Tropfen
erzeugt, von denen jedoch in Abhängigkeit von der gewünschten Wirkstoffmenge nur die
dafür benötigten Tropfen auf ein Substrat oder in ein Auffanggefäß gepresst werden,
während die nicht benötigten Tropfen aufgefangen und in den Vorratsbehälter zurückgeleitet
werden.
[0023] Durch wenigstens eine Ablenkeinrichtung, welche auf benötigte Tropfen und auf nicht
benötigte Tropfen eine unterschiedlich starke Ablenkung ausübt.
[0024] Durch wenigstens eine außerhalb der wenigstens einen Dosierdüse angeordnete Ladeelektrode,
um die Tropfen nach dem Passieren der wenigstens einen Dosierdüse elektrisch aufzuladen.
[0025] Durch nach der wenigstens einen Ladeelektrode angeordnete Ablenkelektroden, um die
elektrisch geladenen Tropfen je nach ihrer Bestimmung unterschiedlich stark abzulenken,
so dass benötigte Tropfen auf ein Substrat oder in ein Auffanggefäß gelangen, während
nicht benötigte Tropfen zu wenigstens einer Auffangeinrichtung gelangen, von wo sie
zum Vorratsbehälter zurückgeleitet werden.
[0026] Durch zwei Paare von Ablenkelektroden, welche um die Flugrichtung der Tropfen um
90° gegeneinander gedreht sind, um die elektrisch geladenen Tropfen an unterschiedliche
Stellen oder Felder eines Rasters des Substrats zu lenken.
[0027] Die wenigstens eine Dosierdüse, die wenigstens eine Ladeelektrode und/oder die Ablenkelektroden
können Bestandteile wenigstens eines Druckkopfs eines Continuous-Ink-Jet-Druckers
sein.
[0028] Mehrere Dosiereinrichtungen, insbesondere mit je einer Dosierdüse und/oder mit je
einer Dosierdüseneinheit könnnen in einer Reihe angeordnet sind.
[0029] Jeder Dosiereinrichtung, und/oder jeder Dosierdüse, und/oder jeder Dosierdüseneinheit
kann genau ein Wirkstoff-Vorratsbehälter zugeordnet sein.
[0030] Die Wirkstoffdosiervorrichtung und/oder die wenigstens eine Dosiereinrichtung, und/oder
die wenigstens eine Dosierdüse, und/oder die wenigstens eine Ablenkeinrichtung, und/oder
die wenigstens eine Dosierdüseneinrichtung kann/können ortsfest angeordnet sein, also
nicht auf einem beweglichen Schlitten.
[0031] Die Erfindung erfährt eine bevorzugte Weiterbildung durch eines oder mehrere der
folgenden Elemente und/oder Merkmale:
Durch ein oder mehrere Auffanggefäße zum Auffangen der benötigten Tropfen eines dosierten
Wirkstoffs, insbesondere für die Zubereitung flüssiger Medikamente.
[0032] Durch eine Einrichtung zur Erzeugung einer Relativbewegung zwischen einem oder mehreren
Wirkstoff-Auffanggefäßen relativ zu der wenigstens einen Wirkstoff-Dosierdüse, insbesondere
in Form einer Transporteinrichtung für ein oder mehrere Wirkstoff-Auffanggefäße.
[0033] Durch ein oder mehrere, vorzugsweise tablettenförmige Substrate zum Auffangen des
dosierten Wirkstoffs, insbesondere zum Tränken mit dem dosierten Wirkstoff.
[0034] Durch eine Einrichtung zur Erzeugung einer Relativbewegung zwischen einem oder mehreren
tablettenförmigen Substraten relativ zu der wenigstens einen Wirkstoff- Dosiereinrichtungen
und/oder Dosierdüseneinrichtung, insbesondere in Form einer Transporteinrichtung für
ein oder mehrere tablettenförmige Substrate.
[0035] Die Förderrichtung der Transporteinrichtung kann parallel zu der Reihe der mehreren
Dosiereinrichtungen und/oder Dosierdüseneinrichtungen oder (inneren) Dosierdüsen sein.
[0036] Bevorzugt zeichnet sich die Erfindung weiterhin aus durch eine Steuereinrichtung
für die Ablenkelektroden der wenigstens einen Dosiereinrichtung und/oder Dosierdüseneinrichtung.
[0037] Diese Steuereinrichtung kann derart ausgebildet sein, dass Tropfen nur dann auf das
Substrat oder Auffanggefäß abgegeben werden, wenn sich dies an einer dafür vorgesehenen
Stelle entlang der Förderrichtung befindet.
[0038] Andererseits kann diese Steuereinrichtung auch derart ausgebildet sein, dass verschiedene
Tropfen das Substrat oder Auffanggefäß an unterschiedlichen Stellen oder Raster-Feldern
treffen.
[0039] Schließlich kann diese Steuereinrichtung auch derart ausgebildet sein, dass pro Wirkstoffsorte
eine vorgegebene Anzahl von Tropfen auf das Substrat oder Auffanggefäß abgegeben wird.
[0040] Die wenigstens eine Dosiereinrichtung und/oder Dosierdüseneinrichtung und/oder die
wenigstens eine Ablenkeinrichtung sollte desinfiziert sein.
[0041] Weitere Merkmale, Einzelheiten, Vorteile und Wirkungen auf der Basis der Erfindung
ergeben sich aus der folgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung sowie anhand der Zeichnung. Hierbei zeigt:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Dosierung von Wirkstoffen für die Zubereitung
von Medikamenten mit mehreren Vorratsbehältern für unterschiedliche Wirkstofflösungen
in einer perspektivischen Ansicht;
- Fig. 2
- einen Wirkstoff-Vorratsbehälter nach Fig. 1 mit dem betreffenden Wirkstoff-Kreislauf
in einer schematischen Ansicht;
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf ein tablettenförmiges Substrat zur Aufnahme von Wirkstofflösungen;
- Fig. 4a
- das tablettenförmige Substrat aus Fig. 3 nach einem ersten Bearbeitungsschritt eines
ersten Verfahrens zur Zubereitung eines Medikaments, nämlich Tränkung mit der Wirkstofflösung
A;
- Fig. 4b
- das tablettenförmige Substrat aus Fig. 4a nach einem zweiten Bearbeitungsschritt des
ersten Verfahrens, nämlich Tränkung mit der Wirkstofflösung B;
- Fig. 4c
- das tablettenförmige Substrat aus Fig. 4a nach einem dritten Bearbeitungsschritt des
ersten Verfahrens, nämlich Tränkung mit der Wirkstofflösung C;
- Fig. 5a
- das tablettenförmige Substrat aus Fig. 3 während eines zweiten Verfahrens zur Zubereitung
eines Medikaments in der Draufsicht; sowie
- Fig. 5b
- das tablettenförmige Substrat aus Fig. 5a in einer Seitenansichten, wobei unterschiedliche
Verfahrensschritte angedeutet sind.
[0042] Mit dem erfindungsgemäßen System bzw. Prinzip lassen sich Medikamente in unterschiedlicher
Form herstellen, bspw. in Form von Tabletten, Partikeln zur Verwendung in Kapseln,
Säften, Salben, Aerosolen oder Infusions- und sonstige Lösungen. Dabei wird im Allgemeinen
ein dünnflüssiger Wirkstoff oder eine dünnflüssige Wirkstoff-Lösung in dosierter Form
auf ein festes Substrat oder in ein flüssiges Lösungsmittel abgegeben. Feste Substrate
in Tablettenform und Flüssigkeiten wie bspw. Säfte, Infusions- oder sonstige Lösungen
können anschließend unmittelbar verpackt und versandt und/oder verabreicht werden.
Bei Kapseln werden die Medikamenten-Partikel noch in die Kapseln eingeschlossen; bei
Cremes oder sonstigen, dickflüssigen Medikamenten wie bspw. Sirup sollten die Substanzen
vor der Verpackung bzw. Verabreichung noch umgerührt werden.
[0043] Die in Fig. 1 dargestellte Wirkstoff-Dosiervorrichtung 1 aus Fig. 1 ist speziell
für die Herstellung von Medikamenten in Form von Tabletten konzipiert, könnte aber
in nahezu unveränderter Form auch für die Herstellung von Medikamenten in anderen
Verabreichungsformen verwendet werden.
[0044] In Fig. 1 rechts sind mehrere tablettenförmige Substratkörper 2 zur Aufnahme von
Wirkstoffen zu sehen. Die tablettenförmigen Substratkörper 2 sind bspw. "Tabletten-Rohlinge",
also Tablettenkörper aus einem gesundheitlich unbedenklichen, im Verdauungstrakt abbaubaren
Stoff, der jedoch saugfähig sein sollte, also porös, um einen Wirkstoff in sich aufsaugen
und festhalten zu können. Ein solcher, tablettenförmiger Substratkörper 2 könnte daher
aus einem Pulver in eine typische Tablettenform gepresst sein. Der Tablettenkörper
2 könnte eventuell bereits Konservierungsstoffe enthalten, damit ein aufgenommener
Wirkstoff länger haltbar bleibt; jedoch sollte er von Wirkstoffen selbst noch frei
sein, damit jene patientenindividuell mit der erfindungsgemäßen Dosiervorrichtung
1 in den tablettenförmigen Substratkörper 2 hinein dosiert werden können.
[0045] Die tablettenförmigen Substratkörper 2 befinden sich bspw. in Mulden 3. Hierbei kann
es sich um Mulden eines sog. Blister-Trays 4 handeln, also um Mulden 3 in einer flachen
Platte oder in einem flachen Band, welches sicherstellt, dass sich die tablettenförmigen
Substratkörper 2 stets an genau vorgegebenen Positionen, befinden, nämlich innerhalb
der Mulden 3.
[0046] Andererseits könnten die Mulden 3 auch in einer entsprechend vorgeformten Folie eingearbeitet
sein, die später zu einer Blisterkarte vervollständigt werden kann. Im Rahmen einer
bevorzugten Ausführungsform könnte auch eine mit entsprechenden Mulden 3 versehene
Folie für eine spätere Blisterkarte derart auf ein Blister-Tray 4 aufgelegt werden,
dass je eine Mulde 3 der Folie genau in eine Mulde 3 des Blister-Trays 4 eingreift,
so dass durch das Blister-Tray 4 eine zentrierende Ausrichtung der mit Mulden 3 versehenen
Folie und durch diese wiederum eine entsprechende Ausrichtung der darin aufgenommenen,
tablettenförmigen Substratkörper 2 erfolgt.
[0047] Grundsätzlich lassen sich erfindungsgemäße Medikamente auch in Form von Schlauchblistern
oder Becherblistern verpacken.
[0048] Vorzugsweise ist weiterhin eine Fördereinrichtung vorgesehen, um bspw. ein Blister-Tray
4 und/oder eine mit Mulden 3 versehene Folie in einer Förderrichtung 5 zu transportieren,
wobei die Förderrichtung 5 vorzugsweise horizontal verläuft.
[0049] Oberhalb der tablettenförmigen Substratkörper 2 (bei Verwendung von Auffanggefäßen
oberhalb von jenen) befinden sich ein oder mehrere (im dargestellten Beispiel drei)
Dosiereinrichtungen 6A, 6B, 6C. Mehrere Dosiereinrichtungen 6A, 6B, 6C sind bevorzugt
in einer Reihe hintereinander angeordnet, wobei diese Reihe dann parallel zu der Förderrichtung
5 verlaufen sollte. Mit anderen Worten, die (im dargestellten Beispiel drei) Dosiereinrichtungen
6A, 6B, 6C sind in Förderrichtung 5 hintereinander angeordnet.
[0050] Bevorzugt sind die Dosiereinrichtungen 6A, 6B, 6C nicht verfahrbar angeordnet, also
insbesondere nicht an Schlitten od. dgl., sondern sind bevorzugt fest installiert,
also örtlich fixiert. Natürlich kann bspw. eine Möglichkeit vorgesehen sein, um diese
zum Zwecke der Desinfiektion, Wartung, Reparatur und/oder Ersatz anheben oder gar
demontieren zu können.
[0051] Sofern die Dosiereinrichtungen 6A, 6B, 6C ortsfest fixiert sind, bestimmt alleine
die Förderrichtung 5 und deren Fördergeschwindigkeit die Relativbewegung zwischen
den Dosiereinrichtungen 6A, 6B, 6C einerseits und den daran vorbei transportierten,
tablettenförmigen Substratkörpern 2 andererseits.
[0052] Jede Dosiereinrichtung 6A, 6B, 6C verfügt über eine vorzugsweise an deren Unterseite
angeordnete Dosierdüseneinheit 7A, 7B, 7C, deren Abgaberichtung genau auf einen darunter
befindlichen oder vorbeitransportierten, tablettenförmigen Substratkörper 2 gerichtet
ist.
[0053] Bevorzugt ist der Versatz benachbarter Dosierdüseneinheiten 7A, 7B, 7C in der Förderrichtung
5 gleich dem Versatz zweier benachbarter Mulden 3 des Blister-Trays 4. Dies hat zur
Folge, dass sich zu bestimmten Zeitpunkten jeweils eine Dosierdüseneinheiten 7A, 7B,
7C genau über je einem tablettenförmigen Substratkörper 2 befindet.
[0054] Jede Dosiereinrichtung 6A, 6B, 6C wird über je einen ersten Schlauch 8A, 8B, 8C aus
je einem Vorratsbehälter 9A, 9B, 9C mit einer Flüssigkeit A, B, C gespeist, wobei
es sich bei den Flüssigkeiten A, B, C wahlweise um verschiedene flüssige Wirkstoffe
und/oder um verschiedene, in einer Flüssigkeit gelöste Wirkstoffe handeln kann. In
jedem Schlauch 8A, 8B, 8C kann eine eigene Förderpumpe 10 vorgesehen sein, die in
Fig. 1 nicht dargestellt ist, sondern nur in Fig. 2, welche eine Dosiereinrichtung
6 beispielhaft für die mehreren Dosiereinrichtungen 6A, 6B, 6C zeigt, welche untreinander
vorzugsweise baugleich sind.
[0055] Ferner ist jede Dosiereinrichtung 6A, 6B, 6C über je einen zweiten Schlauch 11A,
11B, 11C mit dem jeweils zugeordneten Vorratsbehälter 9A, 9B, 9C gekoppelt. Durch
diese Schäuche 11A, 11B, 11C kann nicht benötigte Flüssigkeit A, B, C in die Vorratsbehälter
9A, 9B, 9C zurückfließen.
[0056] Die schematische Darstellung einer einzelnen Dosiereinrichtung 6 in Fig. 2 dient
der Erläuterung ihrer Wirkungsweise. Allerdings ist hier - dem Verfahrensablauf folgend
- die Dosiereinrichtung 6 in horizontaler Lage gezeigt, wobei die äußere Düse bzw.
Düseneinheit 7 rechts ist, obwohl sie gemäß Fig. 1 üblicherweise in senktrechter Lage
verwendet wird, wobei die äußere Düse bzw. Düseneinheit 7 unten ist.
[0057] Man erkennt, dass die Pumpe 10 die Wirkstoff-Flüssigkeit 12 von dem jeweiligen Vorratsbehälter
durch den zugeordneten ersten Schlauch 8 in eine Kammer 13 innerhalb der betreffenden
Dosiereinrichtung 6 befördert.
[0058] Die Kammer 13 verfügt über eine innere Düse 14 sowie über einen zumindest bereichsweise
beweglichen Randabschnitt 15, der über einen dahinter angeordneten Aktuator, bspw.
einen Piezo-Aktuator 16, ausgelenkt werden kann. Dieser (Piezo-) Aktuator 16 ist mit
einer in der Zeichnung nicht dargestellten Steuereinrichtung verbunden, welche dessen
jeweilige Auslenkung und damit die Position des beweglichen Randabschnitts 15 vorgibt.
[0059] Wird der Randabschnitt 15 der Kammer 13 nach außen bewegt, also von der Kammer 13
weg, so wird Wirkstoff-Flüssigkeit 12 aus der ersten Schlauchleitung 8 in die Kammer
13 gesogen. Schwingt anschließend der Randabschnitt 15 - von dem (Piezo-) Aktuator
16 gesteuert - in die Kammer 13 hinein, so wird dabei ein Tropfen 17 der Wirkstoff-Flüssigkeit
12 mit großer Geschwindigkeit durch die innere Düse 14 aus der Kammer 13 heraus bewegt.
[0060] Dieser Tropfen 17 fliegt zunächst durch ein Paar von Ladeelektroden 18, wo er sich
elektrisch auflädt.
[0061] Sodann trifft er auf zwei Paare von Ablenkelektroden 19, 20, wo er zunächst in einer
ersten Richtung quer zu seiner Flugrichtung abgelenkt wird, und sodann in einer zweiten
Richtung quer zu seiner Flugrichtung, die jedoch lotrecht zu der ersten Ablenkrichtung
ist.
Diese Paare von Ablenkelektroden 19, 20 haben zwei Aufgaben:
[0062] Um die Resonanz in der Kammer 13 zu nutzen, wird üblicherweise der Piezo-Aktuator
16 mit einer ununterbrochenen Wechselspannung mit einer auf die Resonanzfrequenz der
Kammer 13 eingestellten Frequenz angesteuert, so dass in kurzen Zeitabständen ständig
Tropfen 17 produziert werden, also auch dann, wenn sich gerade kein tablettenförmiger
Substratkörper 2 an der gewünschten Position im Bereich bzw. unterhalb der Dosierdüseneinheit
7 befindet. Damit diese Tropfen 17 nicht vergeudet werden, wird für solche, eigentlich
überflüssige Tropfen 17 wenigstens ein Paar von Ablenkelektroden 19, 20 derart angesteuert,
dass der betreffende Tropfen 17 stark abgelenkt wird, und zwar in Richtung zu einer
Auffangeinheit 21 in der betreffenden Dosiereinrichtung 6, von wo die aufgefangene
Flüssigkeit 12 sodann über die zweite Schlauchleitung 11 zu dem Vorratsbehälter 9
zurück geleitet wird und also nicht verloren ist.
[0063] Befindet sich dagegen ein zu tränkender, tablettenförmiger Substratkörper 2 an der
gewünschten Position im Bereich bzw. unterhalb der Dosierdüseneinheit 7, so wird die
Flugbahn eines Tropfens 17 mit den Ablenkelektrodenpaaren 19, 20 derart gesteuert,
dass dieser auf den tablettenförmigen Substratkörper 2 auftrifft; vorausgesetzt, dass
von dem betreffenden Wirkstoff 12 nicht schon genügend Tropfen 17 auf jenen Substratkörper
2 abgegeben wurden.
[0064] Ferner ist die der Dosierdüseneinheit 7 zugewandte Oberfläche 22 des tablettenförmigen
Substratkörpers 2 virtuell in ein Raster 23 mit einer Vielzahl von Felder 24 aufgeteilt,
welche vorzugweise in Zeilen 25 und Spalten 26 untergliedert sind, ähnlich einer Matrix
oder einem Schachbrett. Virtuell meint in diesem Zusammenhang, dass das Raster 23
nicht real auf dem Substratkörper 2 vorhanden ist oder jedenfalls dort nicht vorhanden
sein muss, sondern nur in einer Steuereinheit abgespeichert ist, welche dann in der
Lage ist, die Ablenkelektroden 19, 20 derart anzusteuern, dass ein Tropfen 17 genau
ein vorbestimmtes Feld 24 des Rasters 23 trifft, also in genau der gewünschten Zeile
25 und Spalte 26 auf die Oberfläche 22 des Substratkörpers 2 auftrifft.
[0065] Bevorzugt sind alle Dosiereinrichtungen 6A, 6B, 6C an eine gemeinsame Steuerung angeschlossen.
Dort kann dann ein übergeordnetes Steuerprogramm hinterlegt sein, welches jedem Feld
24 des Rasters 23 eine Wirkstoff-Flüssigkeit A, B, C zuordnet.
[0066] Diese Steuerung kann dann die verschiedenen Dosiereinrichtungen 6A, 6B, 6C veranlassen,
verschiedene Tropfen 17 nacheinander derart zu setzen, damit jedes Feld 24 von nur
einem Tropfen 17 mit der zugeordneten Wirkstoff-Flüssigkeit A, B, C getroffen wird
und also der Substratkörper nicht lokal mit einer Flüssigkeit 12 überflutet wird.
[0067] Natürlich drucken unterschiedliche Dosiereinrichtungen 6A, 6B, 6C nicht gleichzeitig
auf den selben Substrakörper 2, sondern auf unterschiedliche, in der Reihe aufeinanderfolgende
Substratkörper 2, entweder auf unmittelbar aufeinander folgende Substratkörper 2 oder
ggf. sogar auf nicht einmal unmittelbar aufeinander folgende Substratkörper 2.
[0068] Das Zeitintervall, welches verstreicht, um einen Substratkörper mit der Geschwindigkeit
der Fördereinrichtung entlang der Förderrichtung 5 von einer Dosiereinheit 6A (oder
6B) zur nächsten Dosiereinheit 6B (oder 6C) zu transportieren, gibt dem Substratkörper
2 genügend Zeit, die aufgenommene Wirkstoff-Flüssigkeit A, B aufzusaugen, bevor die
nächste Wirkstoff-Flüssigkeit B, C appliziert wird.
[0069] In den Figuren 4a, 4b und 4c sind unterschiedliche Stadien dieses Verfahrens zu sehen:
In Fig. 4a wurde an der ersten Dosierstation bzw. Dosiereinrichtung 6A zunächst nur
eine erste Wirkstoff-Flüssigkeit A auf den tablettenförmigen Substratkörper 2 appliziert,
und zwar auf die durch eine Schraffur nach rechts oben gekennzeichneten Feldern 24.
Jedes dieser schraffierten Felder 24 kann dabei einen oder mehrere Tropfen 17 der
Wirkstoff-Flüssigkeit A erhalten haben.
[0070] In dem Stadium gemäß Fig. 4b wurde zudem an der zweiten Dosierstation bzw. Dosiereinrichtung
6B zusätzlich bereits eine zweite Wirkstoff-Flüssigkeit B auf den tablettenförmigen
Substratkörper 2 appliziert, und zwar auf die gepunkteten Felder 24 neben bzw. zwischen
den schraffierten Feldern 24. Jedes dieser gepunkteten Felder 24 kann dabei einen
oder mehrere Tropfen 17 der Wirkstoff-Flüssigkeit B erhalten haben.
[0071] Schließlich zeigt Fig. 4c den fertigen Zustand, wobei außerdem an der dritten Dosierstation
bzw. Dosiereinrichtung 6C zusätzlich eine dritte Wirkstoff-Flüssigkeit C auf den tablettenförmigen
Substratkörper 2 appliziert wurde, und zwar auf die gestrichelten Felder 24 neben
bzw. zwischen den schraffierten und gepunkteten Feldern 24. Jedes dieser gestrichelten
Felder 24 kann dabei einen oder mehrere Tropfen 17 der Wirkstoff-Flüssigkeit C erhalten
haben.
[0072] Ist eine Folie mit mehreren, jeweils in Mulden 3 aufgenommenen, und von Wirkstoff-Flüssigkeiten
A, B, C getränkten, tablettenförmigen Substratkörpern 2 so weit transportiert, dass
sie jenseits aller Dosiereinrichtungen 6A, 6B, 6c angekommen ist, so kann sie in einer
unmittelbar folgenden Verpackungsstation mit einer Karte überdeckt und mit jender
verschweißt werden, um eine fertige Blisterkarte zu ergeben.
[0073] An einem Ende der Transporteinrichtung angekommen, kann eine solche, verschlossene
Blisterkarte dann bspw. in einen Behälter fallen, bspw. in einen Versandkarton, in
welchem sie schließlich zum Patienten oder sonstigen Verbraucher gelangt.
[0074] In den Figuren 5a und 5b ist ein anderes, erfindungsgemäßes Verfahren dargestellt.
Dieses unterscheidet sich von dem zuvor beschriebenen vor allem dadurch, dass hier
nicht alle Wirkstoffe A, B, C ausschließlich in nebeneinander liegende Felder 24 appliziert
werden, sondern sie können auch übereinander appliziert werden, d.h., mehrere, unterschiedliche
Wirkstoffe A, B, C landen in dem selben Feld 24.
[0075] Dies ist dadurch möglich, weil zwischen den einzelnen Dosiervorgängen an den verschiedenen
Dosierstationen 6A, 6B, 6C aufgrund des notwendigen Transports der Substratkörper
2 eine gewisse Zeit verstreicht, in welcher eine vorangehend applizierte Wirkstoff-Flüssigkeit
A, B in den Substratkörper 2 eindringen kann, bevor die nächste Wirkstoff-Flüssigkeit
B, C appliziert wird.
[0076] In Fig. 5b ist oberhalb des tablettenförmigen Substratkörpers 2 angedeutet, dass
an bestimmten Feldern 24 übereinander zunächst eine erste Wirkstoff-Flüssigkeit A
appliziert wird und später noch eine andere Wirkstoff-Flüssigkeit B oder C.
[0077] Mit diesem Verfahren können eventuell bestimmte Reihenfolgen beim Freisetzen der
Wirkstoffe im Magen hervorgerufen werden, indem später und nur oberflächlich eingedrungene
Wirkstoffe früher freigesetzt werden als vorher und tiefer eingedrungene Wirkstoffe.
Bezugszeichenliste
| 1 |
Wirkstoff-Dosiervorrichtung |
26 |
Spalte |
| 2 |
tablettenförmiges Substrat |
|
|
| 3 |
Mulde |
|
|
| 4 |
Blister-Tray |
|
|
| 5 |
Förderrichtung |
|
|
| 6 |
Dosiereinrichtung |
|
|
| 7 |
Dosierdüseneinheit |
|
|
| 8 |
erster Schlauch |
|
|
| 9 |
Vorratsbehälter |
|
|
| 10 |
Förderpumpe |
|
|
| 11 |
Zweiter Schlauch |
|
|
| 12 |
Wirkstoff-Flüssigkeit |
|
|
| 13 |
Kammer |
|
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| 14 |
innere Düse |
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beweglicher Randabschnitt |
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(Piezo-) Aktuator |
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Tropfen |
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Ladeelektroden |
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Ablenkelektroden |
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Ablenkelektroden |
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Auffangeinheit |
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Oberfläche |
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Raster |
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Feld |
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Zeile |
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1. Wirkstoff-Dosierverfahren für die Zubereitung von Medikamenten, wobei
- ein oder mehrere Wirkstoffe (A,B,C) in je einer Flüssigkeit (12) gelöst sind und
in einem Vorratsbehälter (9) aufbewahrt werden, und
- zur Dosierung eine der gewünschten Wirkstoffmenge (A,B,C) entsprechende Anzahl von
Tropfen (17) aktiv, d.h. nicht allein unter dem Einfluss der Schwerkraft, durch eine
Dosierdüse (7,14) auf ein Substrat (2) oder in ein Auffanggefäß gepresst werden,
- dadurch gekennzeichnet, dass die Tropfen (17) von einem saugfähigen, tablettenförmigen Substrat (2) aufgesaugt
oder von einem flüssigen Lösungsmittel gelöst werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beständig Tropfen (17) erzeugt werden, von denen jedoch in Abhängigkeit von der gewünschten
Wirkstoffmenge (A,B,C) nur die dafür benötigten Tropfen (17) auf ein Substrat (2)
oder in ein Auffanggefäß gepresst werden, während die nicht benötigten Tropfen (17)
aufgefangen und in den Vorratsbehälter (9) zurückgeleitet werden, wobei vorzugsweise
die Unterscheidung zwischen benötigten Tropfen (17) und nicht benötigten Tropfen (17)
durch unterschiedliche Ablenkung des Tropfenstrahls erfolgt.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Tropfen (17) nach dem Passieren einer inneren Dosierdüse (14) an einer Ladeelektrode
(18) elektrisch aufgeladen werden, wobei vorzugsweise die elektrisch geladenen Tropfen
(17) je nach ihrer Bestimmung zwischen zwei Ablenkelektroden (19,20) unterschiedlich
abgelenkt werden, so dass benötigte Tropfen (17) auf ein Substrat (2) oder in ein
Auffanggefäß gelangen, während nicht benötigte Tropfen (17) zu einer Auffangeinrichtung
(21) gelangen, von wo sie zum Vorratsbehälter (9) zurückgeleitet werden.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Wirkstoff-Tropfen (17) unterschiedlich abgelenkt werden, so dass sie an unterschiedlichen
Stellen auf einem Substrat (2) auftreffen, wobei vorzugsweise mehrere Wirkstoff-Tropfen
(17) in zwei Raumrichtungen unterschiedlich abgelenkt werden, so dass sie an unterschiedlichen
Feldern (24) eines Rasters (23) auf einem Substrat (2) auftreffen.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Tropfen (17) mit gleichen oder unterschiedlichen Wirkstoffen (A,B,C) zu den
selben Stellen oder Feldern (24) eines Rasters (23) auf einem Substrat (2) gelenkt
werden.
6. Wirkstoff-Dosiervorrichtung (1) für die Zubereitung von Medikamenten, umfassend
- wenigstens einen Vorratsbehälter (9) zur Aufbewahrung je einer Flüssigkeit (12)
samt einem oder mehreren, darin gelösten Wirkstoffen (A,B,C), und
- wenigstens eine Dosierdüse (7,14) zum aktiven Auspressen einer der gewünschten Wirkstoffmenge
entsprechende Anzahl von Tropfen (17), d.h. nicht allein unter dem Einfluss der Schwerkraft,
auf ein Substrat (2) oder in ein Auffanggefäß,
- gekennzeichnet durch ein saugfähiges, tablettenförmiges Substrat (2) zum Aufsaugen der Tropfen (17) oder
ein Lösungsmittel in dem Auffanggefäß zum Lösen der Tropfen.
7. Vorrichtung (1) nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch einen Aktivator (16) für die wenigstens eine Dosierdüse (14), welcher beständig Tropfen
(17) erzeugt, von denen jedoch in Abhängigkeit von der gewünschten Wirkstoffmenge
(A,B,C) nur die dafür benötigten Tropfen (17) auf ein Substrat (2) oder in ein Auffanggefäß
gepresst werden, während die nicht benötigten Tropfen (17) aufgefangen und in den
Vorratsbehälter (9) zurückgeleitet werden.
8. Vorrichtung (1) nach Anspruch 6 oder 7, gekennzeichnet durch wenigstens eine eine Ablenkeinrichtung, welche auf benötigte Tropfen (17) und auf
nicht benötigte Tropfen (17) eine unterschiedlich starke Ablenkung ausübt.
9. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 8, gekennzeichnet durch wenigstens eine außerhalb der wenigstens einen Dosierdüse (14) angeordnete Ladeelektrode
(18), um die Tropfen (17) nach dem Passieren der wenigstens einen Dosierdüse (14)
elektrisch aufzuladen, vorzugsweise umfassend nach der wenigstens einen Ladeelektrode
(18) angeordnete Ablenkelektroden (19,20), um die elektrisch geladenen Tropfen (17)
je nach ihrer Bestimmung unterschiedlich stark abzulenken, so dass benötigte Tropfen
(17) auf ein Substrat (2) oder in ein Auffanggefäß gelangen, während nicht benötigte
Tropfen (17) zu wenigstens einer Auffangeinrichtung (21) gelangen, von wo sie zum
Vorratsbehälter (9) zurückgeleitet werden, und/oder bevorzugt umfassend zwei Paare
von Ablenkelektroden (19,20), welche um die Flugrichtung der Tropfen (17) um 90° gegeneinander
gedreht sind, um die elektrisch geladenen Tropfen (17) an unterschiedliche Stellen
oder Felder (24) eines Rasters (23) des Substrats (2) zu lenken.
10. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Dosiereinrichtungen (6A,6B,6C), insbesondere mit je einer Dosierdüse (14)
und/oder mit je einer Dosierdüseneinheit (7A,7B,7C) in einer Reihe angeordnet sind,
wobei vorzugsweise jeder Dosiereinrichtung (6A,6B,6C), und/oder jeder Dosierdüse (14),
und/oder jeder Dosierdüseneinheit (7A,7B,7C) genau ein Wirkstoff-Vorratsbehälter (9A,9B,9C)
zugeordnet ist.
11. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Wirkstoffdosiervorrichtung (1) und/oder die wenigstens eine Dosiereinrichtung
(6A,6B,6C), und/oder die wenigstens eine Dosierdüse (14), und/oder die wenigstens
eine Ablenkeinrichtung (18,19,20), und/oder die wenigstens eine Dosierdüseneinrichtung
(7A,7B,7C), ortsfest angeordnet ist, also nicht auf einem beweglichen Schlitten.
12. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 11, umfassend ein oder mehrere Auffanggefäße
zum Auffangen der benötigten Tropfen (17) eines dosierten Wirkstoffs (A,B,C), insbesondere
für die Zubereitung flüssiger Medikamente, und ferner umfassend eine Einrichtung zur
Erzeugung einer Relativbewegung (5) zwischen einem oder mehreren Wirkstoff-Auffanggefäßen
relativ zu der wenigstens einen Wirkstoff-Dosierdüse (7A,7B,7C,14), insbesondere in
Form einer Transporteinrichtung für ein oder mehrere Wirkstoff-Auffanggefäße.
13. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 11, umfassend ein oder mehrere, vorzugsweise
tablettenförmige Substrate (2) zum Auffangen des dosierten Wirkstoffs (A,B,C), insbesondere
zum Tränken mit dem dosierten Wirkstoff (A,B,C), sowie ferner umfassend eine Einrichtung
zur Erzeugung einer Relativbewegung (5) zwischen einem oder mehreren tablettenförmigen
Substraten (2) relativ zu der wenigstens einen Wirkstoff- Dosiereinrichtungen (6A,6B,6C)
und/oder Dosierdüseneinrichtung (7A,7B,7C), insbesondere in Form einer Transporteinrichtung
für ein oder mehrere tablettenförmige Substrate (2).
14. Vorrichtung (1) nach Anspruch 10 in Verbindung mit Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderrichtung der Transporteinrichtung parallel zu der Reihe der mehreren Dosiereinrichtungen
(6A,6B,6C) und/oder Dosierdüseneinrichtungen (7A,7B,7C) oder (inneren) Dosierdüsen
(14) ist.
15. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 14,
gekennzeichnet durch eine Steuereinrichtung für die Ablenkelektroden (19,20) der wenigstens einen Dosiereinrichtung
(6A,6B,6C) und/oder Dosierdüseneinrichtung (7A,7B,7C),
wobei die Steuereinrichtung bevorzugt derart ausgebildet ist,
- dass Tropfen (17) nur dann auf das Substrat (2) oder Auffanggefäß abgegeben werden,
wenn sich dies an einer dafür vorgesehenen Stelle entlang der Förderrichtung (5) befindet,
- und/oder vorzugsweise derart, dass verschiedene Tropfen (17) das Substrat (2) oder
Auffanggefäß an unterschiedlichen Stellen oder Raster-Feldern (24) treffen,
- und/oder vorzugsweise derart, dass pro Wirkstoffsorte (A,B,C) eine vorgegebene Anzahl
von Tropfen auf das Substrat (2) oder Auffanggefäß abgegeben wird.
1. An active agent dosing method for the preparation of medicaments, wherein
- one or more active agents (A, B, C) are dissolved in one liquid (12) each and are
stored in a storage container (9), and,
- to be dosed, a number of droplets (17) corresponding to the desired amount of the
active agent (A, B, C) is pressed actively, i.e. not under the influence of gravity
alone, through a dosing nozzle (7, 14) onto a substrate (2) or into a collecting vessel,
- characterized in that the droplets (17) are soaked up by an absorptive, tablet-shaped substrate (2) or
solved by a liquid solvent.
2. The method according to claim 1, characterized in that droplets (17) are continuously generated, but, depending upon the desired amount
of active agent (A, B, C), only the droplets (17) that are required are pressed onto
a substrate (2) or into a collecting vessel while the droplets (17) that are not required
are collected and conducted back into the storage container (9), wherein preferably
the differentiation between required droplets (17) and unneeded droplets (17) is made
by differently deflecting the droplet stream.
3. The method according to one of claims 1 or 2, characterized in that the droplets (17) are electrically charged on a charging electrode (18) only after
passing through an inner dosing nozzle (14), preferably wherein the electrically charged
droplets (17) are deflected differently between two deflection electrodes (19, 20)
depending upon their classification such that required droplets (17) arrive on a substrate
(2) or in a collecting vessel, while unneeded droplets (17) are sent to a collecting
device (21), from which they are conducted back into the storage container (9).
4. The method according to one of the preceding claims, characterized in that multiple droplets (17) of the active agent are deflected differently so that they
strike different locations on a substrate (2), preferably wherein multiple active
agent droplets (17) are deflected differently in two spatial directions so that they
strike different squares (24) of a grid (23) on a substrate (2).
5. The method according to one of the preceding claims, characterized in that multiple droplets (17) with the same or different active agents (A, B, C) are deflected
to the same locations or squares (24) of a grid (23) on a substrate (2).
6. An active agent dosing device (1) for the preparation of medicaments, comprising:
- at least one storage container (9) for storing one liquid (12) each together with
one or more active agents (A, B, C) that are dissolved within it, and
- at least one dosing nozzle (7, 14) for pressing out actively, i.e. not under the
influence of gravity alone, a number of droplets (17) corresponding to the desired
amount of the active agent onto a substrate (2) or into a collecting vessel.
- characterized by an absorptive, tablet-shaped substrate (2) for soaking the droplets (17), or by a
solvent in the collecting vessel for solving the droplets.
7. The device (1) according to claim 6, characterized by an activator (16) for the at least one dosing nozzle (14) that continuously generates
droplets (17), but, depending upon the desired amount of active agent (A, B, C), only
the droplets (17) that are required are pressed onto a substrate (2) or into a collecting
vessel while the droplets (17) that are not required are collected and conducted back
into the storage container (9).
8. The device (1) according to claim 6 or 7, characterized by at least one deflecting device, which deflects the required droplets (17) and the
unneeded droplets (17) with different amounts of force.
9. The device (1) according to one of claims 6 to 8, characterized by at least one charging electrode (18), which is arranged outside of the at least one
dosing nozzle (14) in order to electrically charge the droplets (17) after they pass
through the at least one dosing nozzle (14), preferably comprising deflection electrodes
(19, 20) that are arranged downstream of the at least one charging electrode (18)
to deflect the electrically charged droplets (17) with different amounts of force
depending on their destination such that required droplets (17) arrive at a substrate
(2) or in a collecting vessel, while unneeded droplets (17) arrive in at least one
collecting device (21), from which the are conducted back into the storage container
(9), and/or preferably comprising two pairs of deflection electrodes (19, 20), which
are rotated by 90° about the flight direction of the droplets (17) in order to deflect
the electrically charged droplets (17) to different locations or squares (24) of a
grid (23) of the substrate (2).
10. The device (1) according to one of claims 6 to 9, characterized in that a plurality of dosing mechanisms (6A, 6B, 6C), in particular with one dosing nozzle
(14) and/or with one dosing nozzle unit (7A, 7B, 7C) each, are arranged in a row,
preferably wherein exactly one active agent storage container (9A, 9B, 9C) is associated
with each dosing mechanism (6A, 6B, 6C) and/or each dosing nozzle (14) and/or each
dozing nozzle unit (7A, 7B, 7C).
11. The device (1) according to one of claims 6 to 10, characterized in that the active agent dosing device (1) and/or the at least one dosing mechanism (6A,
6B, 6C) and/or the at least one dosing nozzle (14) and/or the at least one deflection
mechanism (18, 19, 20) and/or the at least one dosing nozzle mechanism (7A, 7B, 7C)
are fixed in place, i.e. are not on moveable slides.
12. The device (1) according to one of claims 6 to 11, comprising one or more collecting
vessels for collecting the required droplets (17) of a dosed active agent (A, B, C),
in particular for the preparation of fluid medicaments, and further comprising a mechanism
for generating a relative movement (5) between one or more active agent collecting
vessels relative to the at least one active agent dosing nozzle (7A, 7B, 7C, 14),
in particular in the form of a transport mechanism for one or more active agent collecting
vessels.
13. The device (1) according to one of claims 6 to 11, comprising one or more preferably
tablet-shaped substrates (2) for collecting the dosed active agent (A, B, C), in particular
for impregnation with the dosed active agent (A, B, C), as well as further comprising
a mechanism for generating a relative movement (5) among one or more tablet-shaped
substrates (2) relative to the at least one active agent dosing mechanism (6A, 6B,
6C) and/or dosing nozzle mechanism (7A, 7B, 7C), in particular in the form of a transport
mechanism for one or more tablet-shaped substrates (2).
14. The device (1) according to claim 10 in conjunction with claim 12 or 13, characterized in that the conveying direction of the transport mechanism is parallel to the row of multiple
dosing mechanisms (6A, 6B, 6C) and/or dosing nozzle mechanisms (7A, 7B, 7C) or (inner)
dosing nozzles (14).
15. The device (1) according to one of claims 6 to 14,
characterized by a control system for the deflection electrodes (19, 20) of the at least one dosing
mechanism (6A, 6B, 6C) and/or dosing nozzle mechanism (7A, 7B, 7C), wherein the control
system is preferably configured in such a way
- that droplets (17) are dispensed onto the substrate (2) or into the collecting vessel
only when it is located at a position provided for it along the conveying direction
(5),
- and/or preferably in such a way that various droplets (17) strike the substrate
(2) or collecting vessel at different points or grid squares (24),
- and/or preferably in such a way that a predetermined number of droplets per type
of active agent (A, B, C) is dispensed onto the substrate (2) or into the collecting
vessel.
1. Procédé de dosage de substances actives pour la préparation de médicaments, en ce
que
- une ou plusieurs substances actives (A, B, C) sont dissoutes chacune dans un liquide
(12) et stockées dans un récipient de stockage (9), et
- pour le dosage d'un nombre de gouttes (17) correspondant à la quantité souhaitée
de substances actives (A, B, C), c'est-à-dire pas seulement sous l'influence de la
force de gravité, sont projetées activement par le biais d'une buse de dosage (7,
14) sur un substrat (2) ou dans un récipient collecteur,
- caractérisé en ce que les gouttes (17) sont absorbées par un substrat (2) absorbant, sous forme de compriméou
par un solvant liquide.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que des gouttes (17) sont produites en continu dont, toutefois en fonction de la quantité
souhaitée de substances actives (A, B, C), seules les gouttes (17) qui y sont nécessaires
sont projetées sur un substrat (2) ou dans un récipient collecteur tandis que les
gouttes (17) non nécessaires sont recueillies et redirigées dans le récipient de stockage
(9), en ce que de préférence la distinction entre gouttes (17) nécessaires et gouttes (17) non nécessaires
se fait par déviation différente du jet de gouttes.
3. Procédé selon l'une des revendications 1 à 2, caractérisé en ce que les gouttes (17) après le passage d'une buse de dosage interne (14) sont chargées
électriquement à une électrode de charge (18), en ce que de préférence les gouttes (17) chargées électriquement en fonction de leur destination
sont déviées différemment entre deux électrodes de déviation (19, 20), de sorte que
des gouttes (17) nécessaires pénètrent sur un substrat (2) ou dans un récipient collecteur
tandis que des gouttes (17) non nécessaires pénètrent dans un dispositif récepteur
(21) d'où elles sont redirigées vers le récipient de stockage (9).
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que plusieurs gouttes de substances actives (17) sont déviées différemment, de sorte
qu'elles ont un impact à différents points sur un substrat (2), en ce que de préférence plusieurs gouttes de substances actives (17) sont déviées différemment
dans deux orientations dans l'espace, de sorte qu'elles ont un impact au niveau de
différents champs (24) d'une grille (23) sur un substrat (2).
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que plusieurs gouttes (17) de substances actives identiques ou différentes (A, B, C)
sont déviées aux mêmes points ou champs (24) d'une grille (23) sur un substrat (2).
6. Dispositif de dosage de substances actives (1) pour la préparation de médicaments
comprenant
- au moins un récipient de stockage (9) destiné au stockage d'un liquide (12) ainsi
que d'une ou de plusieurs substances actives (A, B, C) qui y sont dissoutes; et
- au moins une buse de dosage (7, 14) destinée à projeter activement un nombre de
gouttes (17) correspondant à la quantité souhaitée de substances actives, c'est-à-dire
pas seulement sous influence de la force de gravité, sur un substrat (2) ou dans un
récipient collecteur,
- caractérisé par un substrat (2) absorbant, sous forme de comprimé pour absorberles gouttes (17) ou
un solvant dans le récipient collecteur pour dissoudre les gouttes.
7. Dispositif (1) selon la revendication 6, caractérisé par un activateur (16) pour au moins une buse de dosage (14) laquelle produit des gouttes
(17) en continu dont, toutefois en fonction de la quantité souhaitée de substances
actives (A, B, C), seules les gouttes (17) qui y sont nécessaires sont projetées sur
un substrat (2) ou dans un récipient collecteur tandis que les gouttes (17) non nécessaires
sont recueillies et redirigées dans le récipient de stockage (9).
8. Dispositif (1) selon la revendication 6 ou 7, caractérisé par au moins un dispositif de déviation lequel exerce une déviation de différente importance
sur des gouttes (17) nécessaires et des gouttes (17) non nécessaires.
9. Dispositif (1) selon l'une des revendications 6 à 8, caractérisé par au moins une électrode de déviation (18) disposée en dehors d'au moins une buse,
de dosage (14) afin de charger électriquement les gouttes (17) après passage d'au
moins une buse de dosage (14), comportant de préférence des électrodes de déviation
(19, 20) disposées en aval d'au moins une électrode de charge (18) pour dévier de
manière différente les gouttes (17) chargées électriquement en fonction de leur destination,
de sorte que des gouttes (17) nécessaires pénètrent sur un substrat (2) ou dans un
récipient collecteur tandis que des gouttes (17) non nécessaires parviennent au moins
à un dispositif collecteur (21) d'où elles sont redirigées vers un récipient de stockage
(9), et/ou comportant de préférence deux paires d'électrodes de déviation (19, 20)
qui sont tournées de 90° l'une par rapport à l'autre dans le sens de vol des gouttes
(17) pour dévier les gouttes (17) chargées électriquement à différents points ou champs
(24) d'une grille (23) du substrat (2).
10. Dispositif (1)selon l'une des revendications 6 à 9, caractérisé en ce que plusieurs dispositifs de dosage (6A, 6B, 6C), en particulier avec chacun une buse
de dosage (14) et/ou avec chacun une unité de buse de dosage (7A, 7B, 7C) sont disposés
en série, en ce que exactement un récipient de stockage de substances actives (9A, 9B, 9C) est associé
de préférence à chaque dispositif de dosage (6A, 6B, 6C), et/ou à chaque buse de dosage
(14), et/ou à chaque unité de buse de dosage (7A, 7B, 7C).
11. Dispositif (1) selon l'une des revendications 6 à 10, caractérisé en ce que le dispositif de dosage de substances actives (1) et/ou au moins un dispositif de
dosage (6A, 6B, 6C), et/ou au moins une buse de dosage (14), et/ou au moins un dispositif
de déviation (18, 19, 20), et/ou au moins un dispositif de buse de dosage (7A, 7B,
7C) est disposé de manière stationnaire, donc pas sur un chariot mobile.
12. Dispositif (1) selon l'une des revendications 6 à 11, comportant un ou plusieurs récipients
collecteurs servant à recueillir les gouttes (17) nécessaires d'une substance active
(A, B, C) dosée, en particulier pour la préparation de médicaments liquides, et comportant
en outre un dispositif générant un mouvement relatif (5) entre un ou plusieurs récipients
collecteurs de substances actives par rapport à au moins une buse de dosage de substances
actives (7A, 7B, 7C, 14), en particulier sous forme de dispositif de transport pour
un ou plusieurs récipients collecteurs de substances actives.
13. Dispositif (1) selon l'une des revendications 6 à 11, comportant un ou plusieurs substrats
(2) de préférence sous forme de comprimé pour recueillir la substance active dosée
(A, B, C), en particulier pour l'imprégnation avec la substance active dosée (A, B,
C), ainsi que comportant en outre un dispositif générant un mouvement relatif (5)
entre un ou plusieurs substrats (2) sous forme de comprimé par rapport à au moins
l'un des dispositifs de dosage de substances actives (6A, 6B, 6C) et/ou dispositif
de buse de dosage (7A, 7B, 7C), en particulier sous forme d'un dispositif de transport
pour un ou plusieurs substrats (2) sous forme de comprimé.
14. Dispositif (1) selon la revendication 10 en association avec la revendication 12 ou
13, caractérisé en ce que lesens de transport du dispositif de transport est parallèle à la série de plusieurs
dispositifs de dosage (6A, 6B, 6C) et/ou dispositifs de buse de dosage (7A, 7B, 7C)
ou buses de dosage (internes) (14).
15. Dispositif (1) selon l'une des revendications 6 à 14,
caractérisé par un dispositif de commande pour les électrodes de déviation (19, 20) d'au moins un
dispositif de dosage (6A, 6B, 6C) et/ou dispositif de buse de dosage (7A, 7B, 7C),
en ce que le dispositif de commande est de préférence tel
- que des gouttes (17) ne sont déposées sur le substrat (2) ou le récipient collecteur
que si celui-ci se trouve à un point prévu à cet effet dans le sens de transport (5),
- et/ou de préférence tel que différentes gouttes (17) atteignent le substrat (2)
ou le récipient collecteur à des points différents ou des champs de grille (24),
- et/ou de préférence tel qu'un nombre prédéfini de gouttes par type de substance
active (A, B, C) est déposé sur le substrat (2) ou le récipient collecteur.