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(11) |
EP 3 440 004 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.10.2020 Patentblatt 2020/42 |
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Anmeldetag: 04.05.2017 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2017/000558 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2017/190840 (09.11.2017 Gazette 2017/45) |
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MOBILKRAN MIT BALLASTAUFNAHME SOWIE VERFAHREN ZUR BALLASTIERUNG EINES MOBILKRANS
MOBILE CRANE COMPRISING A BALLAST RECEIVING DEVICE AND METHOD FOR BALLASTING A MOBILE
CRANE
GRUE MOBILE MUNIE D'UN LOGEMENT DE LEST ET PROCÉDÉ DE LESTAGE D'UNE GRUE MOBILE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
04.05.2016 DE 102016005505
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.02.2019 Patentblatt 2019/07 |
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Patentinhaber: Liebherr-Werk Ehingen GmbH |
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89584 Ehingen/Donau (DE) |
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Erfinder: |
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- BOOS, Bernd
72537 Mehrstetten (DE)
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| (74) |
Vertreter: Laufhütte, Dieter |
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Lorenz Seidler Gossel
Rechtsanwälte Patentanwälte
Partnerschaft mbB
Widenmayerstraße 23 80538 München 80538 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
CN-A- 105 347 209 JP-A- 2012 116 642
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CN-U- 203 855 333
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Mobilkran auf Räder- oder Raupenfahrwerk mit wenigstens
einer Ballastaufnahme, die über ein oder mehrere Ballastierzylinder Ballast aufnimmt,
sowie mit einer Kupplung zum Anschluss des oder der Ballastierzylinder an die Energieversorgung
des Krans. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Ballastierung eines
Mobilkrans. Ein solcher Kran ist aus
CN 105 347 209 bekannt und offenbart den Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Bei einem Mobilkran muss einerseits das zulässige Gesamtgewicht für die Straßenfahrt
eingehalten werden, andererseits sollte die tragende Stahlbaustruktur des Krans ein
möglichst hohes Gewicht haben, um ausreichend Stabilität und große Traglasten zu ermöglichen.
Aus diesem Grund werden bestimmte Krankomponenten für die Straßenfahrt demontiert.
Beispielsweise werden sowohl die Ballastaufnahme als auch die zugehörigen Ballastierzylinder
demontiert und getrennt vom Mobilkran zum Zielort transportiert.
[0003] Die üblicherweise in dem Ballastaufnahmerahmen oder der Ballastgrundplatte untergebrachten
Hydraulikzylinder (Ballastierzylinder) werden für die Montage der Ballastaufnahme
benötigt, insbesondere ermöglichen die Ballastierzylinder ein Anheben der Ballastaufnahme
inklusive der darauf gestapelten Ballastplatten vom Unterwagen, um diese an der Krandrehbühne
befestigen zu können. Ein fester Einbau der Ballastierzylinder in den Unterwagen scheidet
aus Platz- und Gewichtsgründen aus. Zur Inbetriebnahme der Ballastierzylinder müssen
diese zunächst an die Hydraulikversorgung des Krans angeschlossen werden, was bisher
durch manuelle Verbindung der Hydraulikleitungen des Mobilkrans mit den Ballastierzylindern
erfolgt. Diese Ölversorgung kann vom Unterwagen oder vom Oberwagen aus erfolgen.
[0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine derartige Ballastaufnahme
für einen Mobilkran weiterzubilden, um einen automatisierten Anschluss der Energiezufuhr
zu ermöglichen. Insbesondere soll eine Verkürzung der Rüstzeit bei solchen Kranen
erreicht werden, bei denen die Ballastierzylinder mit dem Ballastaufnahmerahmen vom
Oberwagen für die Straßenfahrt abgebaut werden. Aber auch für kleinere Krane, bei
denen die Ballastierzylinder bisher während der Straßenfahrt am Oberwagen angebaut
blieben, soll eine effizientere Abbaumöglichkeit geschaffen werden.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe durch einen Mobilkran mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
Ausgehend von der zuvor beschriebenen Ballastaufnahme mit ein oder mehreren Ballastierzylindern
wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, die Energieversorgung über mindestens ein Kupplungsteil
lösbar mit dem mindestens einen Ballastierzylinder zu verbinden.
[0006] Die Lösung besteht darin, ein kranseitiges Kupplungsteil für die Herstellung der
Energieversorgung der Ballastaufnahme mittels wenigstens eines Kupplungsantriebs verfahrbar
bzw. verstellbar auszuführen. Da die Ballastaufnahme in der Regel durch die Ballastierzylinder
in ihrer Höhe verstellt wird, d.h. vom Fahrzeugrahmen bzw. Unterwagen angehoben werden
soll, muss der Kupplungsantrieb zumindest eine Höhenverstellung des kranseitigen Kupplungsteils
sicherstellen. Durch die angetriebene Bewegung des kranseitigen Kupplungsteils kann
dieser einen Bewegung wenigstens ein an der Ballastaufnahme angeordneten komplementären
Kupplungsteil nachgeführt werden.
[0007] Durch diese Lösung kann die Kupplung automatisiert geschlossen und die Energieversorgung
des wenigstens einen Ballastierzylinder hergestellt werden. Der Antrieb erlaubt folglich
den automatisierten Kupplungsschluss durch Bewegen des kranseitigen Kupplungsteils
in Richtung des komplementären Kupplungsteils der Ballastaufnahme. Das initiale Koppeln
kann aber auch durch die Bewegung und den dabei zurückgelegten Weg der Ballastgrundplatte
erfolgen. Ferner ermöglicht der Antrieb ein Nachführen des komplementären Kupplungsteils
bei einer Bewegung der Ballastaufnahme, beispielsweise einer Anhebebewegung zur Montage
an der Drehbühne. Das komplementäre Kupplungsteil kann in die Ballastaufnahme, insbesondere
die Ballastgrundplatte, und/oder in wenigstens einen Ballastierzylinder integriert
sein, vorzugsweise in die Kolbenstange des Ballastierzylinders.
[0008] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung umfasst die Ballastaufnahme eine
lösbar an einer Krandrehbühne angeordnete Ballastgrundplatte. Auf dieser Ballastgrundplatte
lassen sich ein oder mehrere Ballastplatten stapeln.
[0009] Zur Höhenverstellung der Ballastgrundplatte, die üblicherweise zu Montagezwecken
auf dem Fahrzeugrahmen abgelegt wird, dienen die ein oder mehrere Ballastierzylinder,
die an dieser Ballastgrundplatte aufgenommen sind. Auch die Integration dieser Ballastierzylinder
in Ballastaufnahmerohren ist denkbar. Ferner umfasst die Ballastgrundplatte wenigstens
ein komplementäres Kupplungsteil zur Anbindung an die Versorgungsleitung aus dem Unterwagen
des Mobilkrans. Dieses komplementäre Kupplungsteil bildet das Gegenstück für das kranseitige
Kupplungsteil zur Herstellung der Energieversorgung.
[0010] Der Kupplungsantrieb für das kranseitige Kupplungsteil kann eine Kolbenzylindereinheit
sein. Das kranseitige Kupplungsteil ist am verfahrbaren Teil des Antriebs befestigt,
idealerweise an der Kolbenstange bzw. am freien Ende der Kolbenstange. Durch die Betätigung
der Kolbenstange lässt sich das kranseitige Kupplungsteil je nach Ausrichtung des
Antriebs verstellen, zweckmäßig in Richtung der Ballastaufnahme und/oder der Drehbühne.
Bevorzugt ist eine Ausfahrbewegung der Kolbenstange in Vertikalrichtung bzw. nahezu
in Vertikalrichtung. Auch wenn eine Kupplungsanordnung an der Kolbenstange bevorzugt
ist, verbietet die Erfindung jedoch nicht eine Anordnung der Kupplung am Zylinder,
sofern dieser das relativ zum Kran bewegliche Antriebsteil bildet. In diesem Fall
erweist sich eine bodenseitige Montage des Kupplungsteils am Zylinder als sinnvoll.
[0011] Gemäß bevorzugter Ausführung sind das kranseitige Kupplungsteil und/oder der Kupplungsantrieb
am Fahrzeugrahmen bzw. Unterwagen aufgenommen. Beispielsweise kann der Kupplungsantrieb
bzw. das kranseitige Kupplungsteil ebenfalls in den Unterwagen bzw. Fahrzeugrahmen
eingelassen sein bzw. im Fall des kranseitigen Kupplungsteils durch eine Einfahrbewegung
des Antriebs in diesen eingelassen werden. Denkbar ist auch eine Aufnahme des Kupplungsantriebs
in einer Aussparung des Fahrzeugrahmens bzw. des Unterwagens, wie bspw. im Bereich
des Radkastens bzw. der Befestigung eines Abstützzylinders oder Abstützholms. Gemäß
einer anderen bevorzugten Ausführungsvariante kann der kranseitige Kupplungsteil und/oder
Kupplungsantrieb am Oberwagen angeordnet sein.
[0012] Das verwendete Kupplungssystem ist besonders bevorzugt ein Schnellkupplungssystem,
insbesondere ein pneumatisches oder hydraulisches Schnellkupplungssystem. Derartige
Systeme sind bereits bekannt und werden von der Anmelderin beispielsweise unter dem
Namen Likufix vertrieben.
[0013] Gemäß einer weiter vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung können an der Drehbühne
unterschiedliche Aufnahmepositionen für die Ballastaufnahme bzw. die Ballastgrundplatte
vorgesehen sein, d.h. die Drehbühne sieht unterschiedliche Aufnahmemittel zum Einhängen
der Ballastaufnahme vor. Die dadurch entstehende flexible Aufnahmeposition hat den
Vorteil, dass die Ballastierung des Krans mit unterschiedlichen Ballastradien ermöglicht
wird und dadurch eine optimale Anpassung der Ballastierung des Krans in Abhängigkeit
des beabsichtigten Arbeitseinsatzes erfolgen kann.
[0014] Insbesondere kann es in diesem Zusammenhang sinnvoll sein, dass die Ballastaufnahme
bzw. die Ballastgrundplatte mehrere komplementäre Kupplungsteile umfasst, die auf
verschiedenen Drehradien der Drehbühne versetzt zueinander an dieser befestigt bzw.
in diese eingelassen sind. Die Anordnung mehrerer komplementärer Kupplungsteile erlaubt
auch dann eine Herstellung der Kupplungsverbindung, wenn die Ballastgrundplatte bzw.
Ballastaufnahme in unterschiedlichen Positionen an der Krandrehbühne montiert wird.
[0015] Zum Aufbau des Krans an einer Baustelle wird die getrennt verfahrene Ballastaufnahme
bzw. Ballastgrundplatte zunächst auf das Fahrgestell des Mobilkrans gehoben. Um bereits
ein positionsgenaues Ablegen der Ballastaufnahme bzw. Ballastgrundplatte auf dem Mobilkran
zur schnellen Anbindung der Energiezufuhr sicherzustellen, sind vorzugsweise auf dem
Fahrgestell ein oder mehrere Zentrierelemente vorgesehen, um eine passgenaue Positionierung
der Ballastaufnahme bzw. Ballastgrundplatte auf dem Fahrgestell zu erleichtern. Derartige
Zentrierelemente können beispielsweise in Form eines Positionierkonus ausgestaltet
sein, der bei richtiger Positionierung in entsprechende Aussparungen der Ballastaufnahme
bzw. Ballastgrundplatte ragt.
[0016] Gemäß einer optionalen Ausgestaltung der Erfindung kann das kranseitige Kupplungsteil
neben der Höhenverstellung um zumindest eine weitere Achse bewegbar am Kran gelagert
sein. Bevorzugt ist das kranseitige Kupplungsteil entlang der wenigstens einen weiteren
Achse durch einen geeigneten Antrieb bewegbar. Prinzipiell kann eine Lagerung mit
ausreichend Spiel entlang der wenigstens einen Achse ausreichend sein, um den Kupplungsschluss
zu erleichtern. Denkbar sind bspw. Freiheitsgrade in Fahrtrichtung bzw. quer zur Fahrtrichtung.
[0017] Eine alternative bevorzugte Ausführungsvariante besteht darin, dass mindestens ein
kranseitiges Kupplungsteil am Unterwagen und mindestens ein kranseitiges Kupplungsteil
am Oberwagen angeordnet ist, so dass der mindestens eine Ballastierzylinder jeweils
mit einem von beiden oder beiden Kupplungsteilen verbindbar ist. Hier erfolgt beim
Anheben der Ballastgrundplatte keine Nachführbewegung der Energiezufuhr. Zunächst
erfolgt die Energieversorgung über das Kupplungsteil am Unterwagen. Nach dem Ankoppeln
des Ballasts am Oberwagen, bevorzugt an der Drehbühne, erfolgt die Energiezufuhr des
Ballastierzylinders alleine oder zusätzlich über das Kupplungsteil am Oberwagen.
[0018] Eine weitere optionale Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Ballastaufnahme
bzw. Ballastgrundplatte und/oder das Kranfahrgestell mit wenigstens einem weiteren
Zylinder zum Anziehen der Ballastplatte ausgestattet ist. Dies ist insbesondere sinnvoll,
um die Ballastplatten auf der Ballastaufnahme bzw. Ballastgrundplatte zu verriegeln.
Auch dieser Zylinder lässt sich beispielsweise über die per Kupplung bereitgestellte
Energieversorgung aus dem Unterwagen speisen.
[0019] Die vorliegende Erfindung betrifft neben dem Mobilkran ergänzend ein Verfahren zur
Ballastierung eines Krans, wobei hierbei auf einen Mobilkran gemäß der vorliegenden
Erfindung zurückgegriffen wird. Das ausgeführte Verfahren ist durch die folgenden
Verfahrensschritte gekennzeichnet:
- Einheben der Ballastaufnahme bzw. der Ballastgrundplatte auf den Fahrzeugrahmen des
Krans,
- Herstellen der Energieversorgung der ein oder mehreren Ballastierzylinder über die
Kupplung,
- wobei der Ballastierzylinder betätigt wird und der kranseitige Kupplungsteil bei einer
Relativbewegung des an der Ballastaufnahme und/oder am Ballastierzylinder angeordneten
komplementären Kupplungsteils mittels des Kupplungsantriebs gleichzeitig nachgefahren
wird oder
- wobei bereits beim Einheben der Ballastaufnahme bzw. der Ballastgrundplatte auf den
Fahrzeugrahmen eine erste Energieversorgung hergestellt wird und wobei beim Verbinden
der Ballastaufnahme mit der Drehbühne durch Betätigen der Ballastierzylinder eine
zweite Energieversorgung hergestellt wird.
[0020] Durch die wahlweise synchronisierte Nachfahrbewegung des kranseitigen Kupplungsteils
wird ein gesicherter Kupplungsverschluss und damit eine durchgehende Energieversorgung
der Ballastierzylinder auch beim Anheben der Ballastaufnahme bzw. der Ballastgrundplatte
erreicht.
[0021] In einem nachfolgenden Schritt kann vorgesehen sein, dass nach erfolgter Montage
der Ballastaufnahme bzw. Ballastgrundplatte an der Krandrehbühne die Ballastierzylinder
zunächst eingefahren werden und im Anschluss die Kupplung gelöst wird. Nach dem Lösen
der Kupplung wird insbesondere der Kupplungsantrieb betätigt, um das kranseitige Kupplungsteil
aus dem Gefahrenbereich der Ballastgrundplatte bzw. Ballastaufnahme zu entfernen,
sodass dieses kein Hindernis bei einer Drehbewegung der Krandrehbühne darstellt.
[0022] Eine Nachführbewegung kann erfolgen, sobald eine Betätigung der Ballastierzylinder
kommt, d.h. das komplementäre Kupplungsteil bewegt wird. Dies erfolgt bei einer Integration
des Kupplungsteils in die Ballastgrundplatte bei jeder Bewegung des Ballastes.
[0023] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens kann vorgesehen sein, dass
der Ballast bzw. die Ballastaufnahme durch Ausfahren der Ballastierzylinder zunächst
ohne eine Relativbewegung des komplementären ballastseitigen Kupplungsteils angehoben
wird. Dies ist möglich, wenn das ballastseitige komplementäre Kupplungsteil beispielsweise
in einen der Ballastierzylinder integriert ist, vorzugsweise in die Kolbenstange,
oder an einer vergleichbaren, während des Anhebens des Ballastes feststehenden Stelle
relativ zum Unterwagen angeordnet ist. Beim Anheben des Ballastes kommt es somit noch
zu keiner Relativbewegung des ballastseitigen Kupplungsteils zum Unterwagen bzw. zum
kranseitigen Kupplungsteil. Erst beim nachfolgenden Einfahren des Ballastierzylinders,
d.h. nach erfolgter Montage der Ballastaufnahme an der Drehbühne ist eine Nachführbewegung
erforderlich.
[0024] Gemäß einer alternativen Ausführung wird der oder werden die Ballastierzylinder ausgefahren
und an der Drehbühne montiert. Durch das nachfolgende Einfahren der Ballastierzylinder
wird der Ballast angehoben und das kranseitige Kupplungsteils dem sich jetzt bewegenden
komplementären Kupplungsteil nachgeführt. Diese Vorgehensweise funktioniert dann,
wenn das komplementäre Kupplungsteil in wenigstens einem der Ballastierzylinder untergebracht
ist.
[0025] Eine weitere Möglichkeit zur Energieversorgung der Ballastierzylinder könnte auch
dadurch gegeben sein, dass sowohl am Unterwagen als auch an der Drehbühne ein kranseitiges
Kupplungsteil vorgesehen ist, durch diese die Energieversorgung je nach Lage der Ballastaufnahme
bereitgestellt wird. Ein Nachführen des Kupplungsteils könnte dann entfallen. Beispielsweise
erfolgt die Energiezufuhr zu Beginn durch eine an der Kolbenstange oder an einer vergleichbaren,
wenn der Ballast angehoben wird, feststehenden Stelle relativ zum Unterwagen. Beim
Anheben der Ballastgrundplatte erfolgt keine Nachführbewegung der Energiezufuhr. Nach
dem Ankoppeln des Ballastes an der Drehbühne erfolgt die Energiezufuhr der Ballastierzylinder
über Schnellkupplungen an der Drehbühne. Die erste Verbindung der Ballastierzylinder
mit einer kranseitigen Kupplung des Unterwagens kann dann gelöst werden und die Ballastierzylinder
werden eingefahren.
[0026] Neben dem erfindungsgemäßen Verfahren betrifft die vorliegende Erfindung zudem eine
Steuerung für einen Kran gemäß der vorliegenden Erfindung. Die Steuerung ist derart
ausgestaltet, sodass diese eine Bewegung der Ballastierzylinder und/oder der Ballastaufnahme
mit einer Betätigung des Kupplungsantriebs synchronisiert, um das kranseitige Kupplungsteil
einer Bewegung der Ballastaufnahme bzw. Ballastgrundplatte nachzuführen. Vorzugsweise
ist die Steuerung derart ausgestaltet, sodass diese die Verfahrensschritte gemäß der
vorliegenden Erfindung ausführt.
[0027] Weitere Vorteile und Eigenschaften der Erfindung sollen im Folgenden anhand eines
in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert werden. Es zeigen:
- Figur 1:
- eine Detailaufnahme der Krandrehbühne des erfindungsgemäßen Mobilkrans mit montierter
Ballastaufnahme;
- Figur 2:
- eine Detaildarstellung des Kupplungsantriebs;
- Figur 3:
- eine Draufsicht auf die Drehbühne der Figur 1;
- Figur 4:
- eine Detaildarstellung des Kranfahrgestells des erfindungsgemäßen Mobilkrans,
- Figur 5:
- eine chronologische Darstellung der einzelnen Verfahrensschritte des erfindungsgemäßen
Verfahrens,
- Figur 6:
- eine chronologische Darstellung der einzelnen Verfahrensschritte des erfindungsgemäßen
Verfahrens gemäß einer alternativen Ausführungsvariante,
- Figur 7:
- eine perspektivische Ansicht eines Teils des Oberwagens mit Ballastaufnahme und
- Figur 8:
- eine chronologische Darstellung der einzelnen Verfahrensschritte des erfindungsgemäßen
Verfahrens gemäß einer weiteren alternativen Ausführungsvariante,
[0028] Eine Seitendarstellung der Krandrehbühne 20 mit Ballastierung eines erfindungsgemäßen
Mobilkrans ist in Figur 1 gezeigt. Die Erfindung geht von einer lösbar an der Krandrehbühne
20 eines Krans montierbaren Ballastaufnahme 10 aus. Diese Ballastaufnahme 10 umfasst
eine Ballastgrundplatte 4, auf der einzelne Ballastplatten 7 in Abhängigkeit des benötigten
Ballastgewichtes stapelbar sind. Die Ballastgrundplatte 4, die üblicherweise beim
Rüsten des Krans auf der Baustelle selbständig oder mittels eines Hilfskrans 8 auf
dem Fahrzeugrahmen 5 abgelegt wird, soll über einen eigenen Ballastierzylinder 9 soweit
angehoben werden, bis diese letztendlich an der Krandrehbühne 20 des Mobilkrans montierbar
ist. Üblicherweise sind zwei Ballastierzylinder 9 vorgesehen.
[0029] Zur Bereitstellung der notwendigen Hydraulikversorgung der Ballastierzylinder 9 müssen
diese zunächst mit der Hydraulikversorgung 12 des Kranunterwagens 5 verbunden werden.
Dies soll möglichst automatisiert durch eine an sich bekannte Schnellkupplung erfolgen,
die zum einen ein kranseitiges Kupplungsteil 13 als auch ein ballastseitiges Kupplungsteil
14 umfasst. Beispielhaft wird auf die Detaildarstellung der Figur 2 verwiesen. Hierbei
ist ein kranseitiges Kupplungsteil 13 vorgesehen mit den entsprechenden Anschlussstellen
15, das in ein in der Ballastgrundplatte 4 eingelassenes komplementäres Kupplungsteil
14 eingreift und dadurch eine vollautomatische Herstellung einer Hydraulikverbindung
zur Versorgung der Ballastierzylinder 9 erlaubt. Das ballastseitige Kupplungsteil
14 ist vorzugsweise auf der Unterseite der Ballastgrundplatte 4 angeordnet.
[0030] Da die Ballastgrundplatte 4 beim Betätigen der Ballastierzylinder 9 vom Fahrzeugrahmen
5 angehoben wird, muss sichergestellt sein, dass auch das kranseitige Kupplungsteil
13 dieser Verfahrbewegung nachgeführt wird. Dazu wird ein Kupplungsantrieb 6 eingesetzt,
der im gezeigten Ausführungsbeispiel als Kolbenzylindereinheit 6 ausgestaltet ist.
Der Zylinder ist dabei am Fahrzeugrahmen 5 montiert, am freien Stangenende ist das
kranseitige Kupplungsteil 13 aufgenommen. Durch eine Ausfahrbewegung der Kolbenstange
kann das kranseitige Kupplungsteil 13 in Vertikalrichtung nach oben bewegt werden
und dadurch einer Bewegung der Ballastgrundplatte 4 bei Betätigung der Ballastierzylinder
9 nachgeführt werden.
[0031] Ein möglicher Montageort des Kupplungsantriebes 6 ist der Darstellung gemäß Figur
4 zu entnehmen. Der Fahrzeugrahmen 5 weist üblicherweise randseitige Ausnehmungen
zur Aufnahme seitlicher Abstützholme 21 auf. Der Rahmenbereich des hintersten oder
mittleren Abstützholms bietet ausreichend Platz für die Aufnahme des Kupplungsantriebs
6. Die Lagerung des Zylinders 6 kann eine Bewegung des Antriebs 6 in Fahrtrichtung
erlauben, um für den Kupplungsschluss ein gewisses Spiel zu haben, um verschiedene
Ballastradien zu realisieren.
[0032] Ersichtlich in der Figur 4 ist ebenfalls, dass auf der Oberfläche des Fahrzeugrahmens
5 ein oder mehrere Ballastzentrierdorne 22, 22', 22" vorgesehen sind, die in Fahrtrichtung
versetzt zur Drehachse der Drehbühne 20 angeordnet sind. Diese Zentrierdorne dienen
zur exakten Positionierung der Ballastgrundplatte 4 auf dem Fahrzeugrahmen, wobei
bei richtiger Lage wenigstens ein Dorn 22 in die passende Ausnehmung der Ballastgrundplattenunterseite
ragt.
[0033] Unterschiedliche Dorne 22, 22', 22" dienen zur Positionierung der Ballastgrundplatte
4 in unterschiedlichen Montagestellen der Drehbühne 20 mit abweichenden Ballastradien.
Hierzu sieht die Drehbühne 20 unterschiedliche Aufhängepunkte für die Ballastgrundplatte
4 vor, wodurch diese mit unterschiedlichem Abstand der Drehbühnendrehachse montierbar
ist (Fig. 3). Da der Abstand des kranseitigen Kupplungsteils 13 zur Drehachse der
Drehbühne 20 nahezu fest ist, werden deshalb in oder an der Ballastgrundplatte 4 mehrere
komplementäre 14, 14' mit unterschiedlichem Abstand zur Lagerstelle an der Drehbühne
20 vorgesehen. Je nach Montageposition kann genau ein Kupplungsteil 14, 14' mit dem
kranseitigen Teil 13 verbunden werden.
[0034] Anhand der unterschiedlichen Darstellungen der Figur 5 sollen im Folgenden die einzelnen
Verfahrensschritte für die Ballastierung des Mobilkrans erläutert werden. In einem
ersten Schritt gemäß Figur 5a wird die Ballastgrundplatte 4 zunächst mit Hilfe eines
Hebemittels 8 auf den Fahrzeugrahmen 5 abgelegt. Erkennbar ist hier der Zentrierdorn
22, der ein zentriertes und passgenaues Ablegen der Ballastgrundplatte 4 sicherstellt.
Die Kolbenstange des Kupplungsantriebs 6 ist vollständig eingefahren und ragt folglich
nicht über die Fahrzeugrahmenoberkante hinaus.
[0035] Nach dem Absetzen der Ballastgrundplatte 4 (Figur 5b) kann diese mit den benötigten
Ballastplatten versehen werden, die auf der Oberfläche der Ballastgrundplatte 4 aufeinander
gestapelt werden (nicht dargestellt).
[0036] Im nächsten Verfahrensschritt gemäß Abbildung 5c wird die Energieversorgung der Ballastierzylinder
9 sichergestellt, indem die Kolbenstange des Kupplungsantriebes 6 soweit ausgefahren
wird, bis das kranseitige Kupplungsteil 13 in das komplementäre Gegenstück 14 der
Kupplung innerhalb der Ballastgrundplatte 4 eingreift. Nach erfolgreicher Herstellung
der Energieversorgung werden die Ballastierzylinder 9 betätigt und die Ballastgrundplatte
4 vom Fahrzeugrahmen 5 angehoben (Fig. 5d).
[0037] Durch die Kransteuerung wird sichergestellt, dass die Kolbenzylindereinheit des Kupplungsantriebes
6 synchronisiert zur Ballastierbewegung der Ballastierzylinder 9 betätigt wird. Im
Einzelnen wird hier die Kolbenstange des Kupplungsantriebes 6 ausgefahren und damit
der Höhenverstellung der Ballastgrundplatte 4 nachgeführt. Dies erfolgt solange bis
die Ballastgrundplatte 4 soweit nach oben verfahren wurde, bis sich diese an der Drehbühne
20 montieren lässt.
[0038] Nach der Positionierung und Montage der Ballastgrundplatte 4 an der Drehbühne 20
können die Ballastierzylinder 9 wieder eingefahren werden. Im Anschluss kann auch
die Energiezufuhr gelöst werden, indem der Kupplungsantrieb 6 bzw. die Kolbenstange
eingefahren wird. Erst hierdurch wird die Drehbewegung der Drehbühne 20 freigegeben.
Insbesondere sieht die Steuerung eine Sicherheitsvorkehrung vor, die eine Drehbewegung
der Drehbühne 20 erst dann freigibt, bis der Kupplungsantrieb 6 vollständig eingefahren
ist.
[0039] In den Figuren 6 und 7 ist eine alternative Ausführungsvariante der Erfindung dargestellt.
Hier erfolgt die Energieversorgung vom Oberwagen, d.h. von der Krandrehbühne 20, aus.
Der Fahrzeugrahmen 5 weist die Ballastzentrierdorne 22 auf. Auf den Ballastzentrierdornen
22 setzt ein Lastaufnahmemittel die Ballastgrundplatte 4 ab. Dies kann über einen
Hilfskran 8 oder den Kran selbst erfolgen Die Ballastaufnahme 10 kann auch in diesem
Ausführungseispiel die allastgrundplatte 4, die Ballastplatten 7 und die Ballastierzylinder
umfassen.
[0040] Figur 6 c zeigt, wie der Oberwagen (Krandrehühne20) eingeschwenkt ist und die Überdeckung
zwischen den oberwagenseitigen Verbindungsmitteln 200 und den Verbindungsmitteln 201
an der Ballastaufnahme 10 hergestellt ist. Die Ballastaufnahme 10 weist noch keine
Verbindung zu einer Energieversorgung auf und ist somit noch immer passiv.
[0041] Durch das Ausfahren des oberwagenseitigen Kupplungselementes 22 über die Nachführung
203 in Richtung des Kupplungselementes 204 an der Ballastaufnahme 0 ist die energetische
und steuerungstechnische Verbindung erfolgt. Durch Einfahren der Ballastierzylinder
9 legen sich die Verbindungsmittel 201 an die oberwagenseitigen Verbindungsmittel
an und bei weiterem Einfahren hebt die Ballastaufnahme 10 vom Fahrzeugrahmen 5 ab,
bis die Ballastaufnahme 10 an die Krandrehbühne 20 gepreßt ist. Bei Bedarf kann nun
eine mechanische Verbindung hergestellt werden.
[0042] In der Figur 7 ist die zuvor beschriebene Ausführungsform vereinfacht perspektivisch
dargestellt.
[0043] Eine weitere alternative Ausführungsform der Erfindung ist in Figur 8 gezeigt. Hier
erfolgt die Energieversorgung wechselnd und ohne Nachführung vom Fahrzeugrahme des
Unterwagens und von der Krandrehbühne aus. Hier wird die Ballastaufnahme 10 auf den
Fahrzeugrahmen gehoben. Dabei wird eine hydraulische Verbindung über eine Schnellkupplung
220 vom Fahrzeugrahmen 5 zur Ballastaufnahme 10 hergestellt.
[0044] Anschließend erfolgt, wie auch in der zuvor beschriebenen Lösung, das Eindrehen der
Krandrehbühne 20 zwischen der Krandrehbühne 20 und er Ballastaufnahme 10 ist noch
keine (weder mechanische noch hydraulische) Verbindung vorhanden.
[0045] Anschließend fahren die Ballastierzylinder ein und stellen hierbei die mechanische
Verbindung zwischen der Krandrehbühne 20 und der Ballastaufnahme 10 her. Hierbei stellt
sich über weitere Schnellkupplungen 202, 204 die hydraulische und elektrische Verbindung
zwischen der Krandrehbühne 20 und der Ballastaufnahme 10 her. In dieser Position ist
die Ballastaufnahme 10 sowohl von dem Fahrzeugrahmen 5 als auch von der Krandrehbühne
aus versorgt (vgl. Figur 8d).
[0046] Bei weiterem Einfahren der Ballastierzylinder 9 löst sich die Ballastaufnahme 10
vom Fahrzeugrahmen 5 und die Schnellkupplung 220 löst sich von dem Gegenverbindungselement
an der Ballastaufnahme 10. Die Schnellkupplungen sind selbstschließende Kupplungen,
wenn kein Gegenverbindungselement angekoppelt ist.
1. Mobilkran mit wenigstens einer Ballastaufnahme (10), die über ein oder mehrere Ballastierzylinder
(9) höhenverstellbar ist, sowie einer Kupplung (13, 14) zum Anschluss des mindestens
einen Ballastierzylinders (9) an die Energieversorgung des Krans, wobei die Energieversorgung
über mindestens ein Kupplungsteil (13,14) lösbar mit dem mindestens einen Ballastierzylinder
(9) verbindbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Kupplungsteil (13, 14) über wenigstens einen Kupplungsantrieb (6) zumindest höhenverstellbar
ist, um dieses einer Bewegung wenigstens eines an der Ballastaufnahme (10) angeordneten
komplementären Kupplungsteils (13, 14) nachzuführen.
2. Mobilkran nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ballastaufnahme (10) eine lösbar an einer Krandrehbühne (20) angeordnete Ballastgrundplatte
(4) umfasst, wobei die Ballastgrundplatte (4) den oder die Ballastierzylinder (9)
zur Höhenverstellung der Ballastgrundplatte (4) zwecks Montage an der Krandrehbühne
(20) aufweist und wobei das wenigstens eine komplementäre Kupplungsteil (13,14) vorzugsweise
durch die Ballastgrundplatte (4) aufgenommen bzw. in diese eingelassen ist.
3. Mobilkran nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kupplungsantrieb (6) für das kranseitige Kupplungsteil (13) eine Kolben-Zylindereinheit
ist, und das Kupplungsteil (13) an der Zylinderbodenseite oder am freien Stangenende
aufgenommen ist.
4. Mobilkran nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der kranseitige Kupplungsteil (13) und/oder der Kupplungsantrieb am Fahrzeugrahmen
(5) bzw. Unterwagen montiert ist oder in diesen eingelassen ist oder in einer Aussparung
des Fahrzeugrahmens (5)/Unterwagens gelagert ist, vorzugsweise im Bereich eines am
Fahrzeugrahmens (5)/Unterwagens montierten Abstützzylinders.
5. Mobilkran nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der kranseitige Kupplungsteil (13) und/oder der Kupplungsantrieb am Oberwagen angeordnet
ist.
6. Mobilkran nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der kranseitige Kupplungsteil (13) neben der Höhenverstellung um eine weitere Achse
bewegbar am Kran gelagert ist, wobei diese Verfahrbewegung manuell oder vorzugsweise
durch einen geeigneten Antrieb erfolgt.
7. Mobilkran nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein kranseitiges Kupplungstei (13)l am Unterwagen und mindestens ein kranseitiges
Kupplungsteil (13) am Oberwagen angeordnet ist, so dass der mindestens eine Ballastierzylinder
(9) jeweils mit einem von beiden oder beiden Kupplungsteilen verbindbar ist.
8. Mobilkran nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplung ein Schnellkupplungssystem (202, 204, 220) ist, insbesondere ein pneumatisches
oder hydraulisches Schnellkupplungssystem.
9. Mobilkran nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ballastaufnahme/Ballastgrundplatte (4) und/oder das Kranfahrgestell wenigstens
einen Zylinder zum Anziehen der Ballastplatten (7) beim Verriegeln aufweist, wobei
der wenigstens eine Zylinder ebenfalls über die Kupplung mit Energie versorgbar ist.
10. Verfahren zum Ballastieren eines Krans gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche mit
den folgenden Schritten:
- Einheben der Ballastaufnahme bzw. der Ballastgrundplatte (4) auf den Fahrzeugrahmen
des Krans,
- Herstellen der Energieversorgung der ein oder mehreren Ballastierzylinder (9) über
die Kupplung,
wobei der Ballastierzylinder (9) betätigt wird und der kranseitige Kupplungsteil (13)
bei einer Relativbewegung des an der Ballastaufnahme und/oder am Ballastierzylinder
(9) angeordneten komplementären Kupplungsteils (14) mittels des Kupplungsantriebs
(6) gleichzeitig nachgefahren wird oder
wobei bereits beim Einheben der Ballastaufnahme bzw. der Ballastgrundplatte (4) auf
den Fahrzeugrahmen eine erste Energieversorgung hergestellt wird und wobei beim Verbinden
der Ballastaufnahme mit der Drehbühne (20) durch Betätigen der Ballastierzylinder
(9) eine zweite Energieversorgung hergestellt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass in einem nachfolgenden Verfahrensschritt ein Einfahren der Ballastierzylinder (9),
ein Lösen der Kupplung und gegebenenfalls ein Rückfahren des kranseitigen Kupplungsteils
(13) vorgesehen sind.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Ballast durch Ausfahren der Ballastierzylinder (9) ohne eine Relativbewegung
des komplementären Kupplungsteils (14) angehoben wird und eine Nachführbewegung des
kranseitigen Kupplungsteils (13) erst beim Einfahren der Ballastierzylinder (9) bei
bereits erfolgter Montage der Ballastaufnahme an der Drehbühne (20) erfolgt.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Ballastierzylinder (9) ausgefahren und an der Drehbühne (20)
montiert werden und beim nachfolgenden Einfahren der Ballastierzylinder (9) der Ballast
(7) unter gleichzeitigem Nachführen des kranseitigen Kupplungsteils (13) angehoben
wird.
14. Steuerung für einen Kran gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9, die ein zur Bewegung der
Ballastierzylinder (9) und/oder Ballastaufnahme synchronisiertes Betätigen des Kupplungsantriebes
(6) vorsieht, um das kranseitige Kupplungsteil (13) einer Bewegung des ballastseitigen
komplementären Kupplungsteils (14) nachzuführen.
1. Mobile crane having at least one ballast receiver (10) that is vertically adjustable
via one or more ballast cylinders (9) and having a coupling (13, 14) for connecting
the at last one ballast cylinder (9) to the energy supply of the crane, wherein the
energy supply can be releasably connected to the at least one ballast cylinder (9)
via at least one coupling part (13, 14),
characterized in that
a coupling part (13, 14) is at least vertically adjustable via at least one coupling
drive (6) to have it track a movement of at least one complementary coupling part
(13, 14) arranged at the ballast receiver (10).
2. Mobile crane in accordance with claim 1, characterized in that the ballast receiver (10) comprises a base ballast plate (4) releasably arranged
at a crane slewing platform (2), with the base ballast plate (4) having the ballast
cylinder (9) or cylinders for a vertical adjustment of the base ballast plate (4)
for the purpose of installation at the crane slewing platform (20); and with the at
least one complementary coupling part (13, 14) preferably being received by the base
ballast plate (4) or being let into it.
3. Mobile crane in accordance with one of the preceding claims, characterized in that the coupling drive (6) for the crane-side coupling part (13) is a piston-incylinder
unit and the coupling part (13) is received at the bottom cylinder side or at the
free rod end.
4. Mobile crane in accordance with one of the preceding claims, characterized in that the crane-side coupling part (13) and/or the coupling drive is/are installed at the
vehicle frame (5) or at the undercarriage or is let into it or is supported in a cut-out
of the vehicle frame (5)/undercarriage, preferably in the region of a support cylinder
installed at the vehicle frame(5)/undercarriage.
5. Mobile crane in accordance with one of the claims 1 to 3, characterized in that the crane-side coupling part (13) and/or the coupling drive is/are arranged at the
superstructure.
6. Mobile crane in accordance with one of the preceding claims, characterized in that the crane-side coupling part (13) is supported beside the vertical adjustment movable
about a further axis, with this travel movement taking place manually or preferably
by a suitable drive.
7. Mobile crane in accordance with claim 1, characterized in at least one crane-side coupling part (13) is arranged at the undercarriage and at
least one crane-side coupling part (13) is arranged at the superstructure so that
the at least one ballast cylinder (9) is respectively connectable to one of the two
coupling parts or to both coupling parts.
8. Mobile crane in accordance with one of the preceding claims, characterized in that the coupling is a quick coupling system (202, 204, 220), in particular a pneumatic
or hydraulic quick coupling system.
9. Mobile crane in accordance with one of the preceding claims, characterized in that the ballast receiver/base ballast plate (4) and/or the crane chassis has at least
one cylinder for tightening the ballast plates (7) on the latching, with the at least
one cylinder likewise being able to be supplied with energy via the coupling.
10. Method of balancing a crane in accordance with one of the preceding claims, comprising
the following steps:
- lifting the ballast receiver or the base ballast plate (4) onto the vehicle frame
of the crane;
- establishing the energy supply of the one or more ballast cylinders (9) via the
coupling,
wherein the ballast cylinder (9) is actuated and the crane-side coupling part (13)
is simultaneously tracked by means of the coupling drive (6) on a relative movement
of the complementary coupling part (14) arranged at the ballast receiver and/or at
the ballast cylinder (9); or
wherein a first energy supply is already established on the lifting of the ballast
receiver or of the base ballast plate (4) onto the vehicle frame; and wherein a second
energy supply is established on the connecting of the ballast receiver to the slewing
platform (20) by actuating the ballast cylinders (9).
11. Method in accordance with claim 10, characterized in that a retraction of the ballast cylinder (9), a release of the coupling, and optionally
a traveling back of the crane-side coupling part (13) are provided in a subsequent
method step.
12. Method in accordance with claim 10 or 11, characterized in that the ballast is lifted by expanding the ballast cylinders (9) without a relative movement
of the complementary coupling part (14) and a tracking movement of the crane-side
coupling part (13) only takes place on the retraction of the ballast cylinders (9)
with an already performed installation of the ballast receiver at the slewing platform
(20).
13. Method in accordance with one of the claims 10 or 11, characterized in that the at least one ballast cylinder (9) is extended and is installed at the slewing
platform (20); and in that on the subsequent retraction of the ballast cylinders (9), the ballast (7) is raised
with a simultaneous tracking of the crane-side coupling part (13).
14. A control for a crane in accordance with one of the claims 1 to 9, that provides an
actuation of the coupling drive (6) synchronized with the movement of the ballast
cylinders (9) and/or the ballast receiver to have the crane-side coupling part (13)
track a movement of the ballast-side complementary coupling part (14).
1. Grue mobile avec au moins un logement de lest (10), qui peut être ajusté en hauteur
par l'intermédiaire d'un ou de plusieurs vérins de lestage (9), ainsi qu'un couplage
(13, 14) servant à raccorder l'au moins un vérin de lestage (9) à l'alimentation en
énergie de la grue, dans laquelle l'alimentation en énergie peut être raccordée de
manière amovible à l'au moins un vérin de lestage (9) par l'intermédiaire d'au moins
une partie de couplage (13, 14),
caractérisée en ce
qu'une partie de couplage (13, 14) peut être au moins ajustée en hauteur par l'intermédiaire
d'au moins un entraînement de couplage (6) afin de lui faire suivre un déplacement
d'au moins une partie de couplage (13, 14) complémentaire disposée au niveau du logement
de lest (10).
2. Grue mobile selon la revendication 1, caractérisée en ce que le logement de lest (10) comprend une plaque de base de lest (4) disposée de manière
amovible au niveau d'une plate-forme tournante de grue (20), dans laquelle la plaque
de base de lest (4) présente le ou les vérins de lestage (9) servant à ajuster en
hauteur la plaque de base de lest (4) aux fins du montage au niveau de la plate-forme
tournante de grue (20) et dans laquelle l'au moins une partie de couplage (13, 14)
complémentaire est logée de préférence par la plaque de base de lest (4) ou est intégrée
dans celle-ci.
3. Grue mobile selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'entraînement de couplage (6) est une unité de pistonvérin pour la partie de couplage
(13) côté grue, et la partie de couplage (13) est logée au niveau du côté de fond
de vérin ou au niveau de l'extrémité de tige libre.
4. Grue mobile selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la partie de couplage (13) côté grue et/ou l'entraînement de couplage sont montés
au niveau du châssis de véhicule (5) ou d'une structure portante ou sont intégrés
dans ceux-ci ou sont montés dans un évidement du châssis de véhicule (5)/de la structure
portante, de préférence dans la zone d'un vérin de soutien monté au niveau du châssis
de véhicule (5)/de la structure portante.
5. Grue mobile selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que la partie de couplage (13) côté grue et/ou l'entraînement de couplage sont disposés
au niveau de la superstructure.
6. Grue mobile selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la partie de couplage (13) côté grue est montée au niveau de la grue de manière à
pouvoir se déplacer autour d'un autre axe outre l'ajustement en hauteur, dans laquelle
ledit déplacement est effectué manuellement ou de préférence par un entraînement adapté.
7. Grue mobile selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'au moins une partie de couplage (13) côté grue est disposée au niveau de la structure
portante et au moins une partie de couplage (13) côté grue est disposée au niveau
de la superstructure de telle sorte que l'au moins un vérin de lestage (9) peut être
raccordé respectivement à un des deux ou aux deux parties de couplage.
8. Grue mobile selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le couplage est un système de couplage rapide (202, 204, 220), en particulier un
système de couplage rapide pneumatique ou hydraulique.
9. Grue mobile selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le logement de lest/la plaque de base de lest (4) et/ou le châssis présentent au
moins un vérin servant à resserrer les plaques de lest (7) lors du verrouillage, dans
laquelle l'au moins un vérin peut être alimenté en énergie également par l'intermédiaire
du couplage.
10. Procédé de lestage d'une grue selon l'une quelconque des revendications précédentes,
avec les étapes suivantes :
- de levage du logement de lest ou de la plaque de base de lest (4) sur le châssis
de la grue,
- d'établissement de l'alimentation en énergie du ou des plusieurs vérins de lestage
(9) par l'intermédiaire du couplage,
dans lequel le vérin de lestage (9) est actionné et la partie de couplage (13) côté
grue est suivie simultanément lors d'un déplacement relatif de la partie de couplage
(14) complémentaire disposée au niveau du logement de lest et/ou au niveau de vérin
de lestage (9) au moyen de l'entraînement de couplage (6), ou dans lequel déjà lors
du levage du logement de lest ou de la plaque de base de lest (4) sur le châssis,
une première alimentation en énergie est établie et dans lequel lors du raccordement
du logement de lest à la plate-forme tournante (20), une deuxième alimentation en
énergie est établie par l'actionnement des vérins de lestage (9).
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que lors d'une étape de procédé qui suit sont prévus une rentrée des vérins de lestage
(9), un desserrage du couplage et également un retour de la partie de couplage (13)
côté grue.
12. Procédé selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce que le lest est relevé par la sortie des vérins de lestage (9) sans un déplacement relatif
de la partie de couplage (14) complémentaire et un déplacement de suivi de la partie
de couplage (13) côté grue est effectué seulement lors de la rentrée des vérins de
lestage (9) lors du montage déjà effectué du logement de lest au niveau de la plate-forme
tournante (20).
13. Procédé selon l'une quelconque des revendications 10 ou 11, caractérisé en ce que l'au moins un vérin de lestage (9) est sorti et est monté au niveau de la plate-forme
tournante (20) et lors de la rentrée qui suit des vérins de lestage (9), le lest (7)
est relevé en suivant simultanément la partie de couplage (13) côté grue.
14. Commande pour une grue selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, qui prévoit
un actionnement synchronisé, aux fins du déplacement des vérins de lestage (9) et/ou
du logement de lest, de l'entraînement de couplage (6) afin de faire suivre par la
partie de couplage (13) côté grue un déplacement de la partie de couplage (14) complémentaire
côté lest.
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