[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Antennenvorrichtung. Die Antennenvorrichtung
dient insbesondere dem Senden und/oder Empfangen von elektromagnetischen Signalen.
[0002] Die stetige Verkleinerung bzw. Miniaturisierung von elektronischen und elektromechanischen
Systemen bedingt letztendlich auch die entsprechende Verkleinerung der erforderlichen
Komponenten, ohne dabei an Performance zu verlieren. Im Gegenteil, die Steigerung
der Leistungsfähigkeit dieser Baugruppen wird dabei angestrebt.
[0003] Zusätzlich steigt der Bedarf an drahtlos kommunizierenden Komponenten und demnach
auch die Anforderung an die Verkleinerung der Antennen als Kernstück dieser Baugruppen.
Hierin liegt eines der grundlegenden Probleme der Miniaturisierung von Systemen, denn
die Entwicklung und letztendlich die Abmessungen der benötigten Antennenelemente unterliegen
gewissen physikalischen Grenzen.
[0004] Antennen prägen, abhängig von ihrer Form, Größe und Speisung, verschiedene Richtcharakteristiken
mit verschiedenen Eigenschaften aus. Es gibt eine Vielzahl von Antennenformen, um
der Menge an den für die Anwendung gewünschten Anforderungen zu genügen. Hierbei spielt
auch die Speisung bzw. Ankopplung der Signalquelle an das Strahlerelement eine entscheidende
Rolle, denn neben der Form und Größe werden dadurch maßgeblich die Eigenschaften der
abgestrahlten Welle und die Fußpunktimpedanz der Antenne bestimmt. Solche Eigenschaften
können z. B. Form der Strahlungskeule, aber auch besonders die Polarisation (linear,
zirkular, elliptisch), die Polarisationsreinheit (Polarisationsentkopplung) und die
Omnidirektionalität der abgestrahlten Freiraumwelle sein. Auch die Impedanzbandbreite
und die Frequenzabhängigkeit der Richtcharakteristik sind maßgebliche Faktoren einer
Antenne für breitbandige drahtlose Kommunikation. Um beispielsweise für das Keulenformen
(sog. Beamforming) mit Gruppenantennen möglichst gleichmäßige und äußerst ähnliche
Strahlungskeulen in verschiedene Raumrichtungen zu generieren, ist eine hohe Polarisationsreinheit
sowie Omnidirektionalität der Richtcharakteristik des Einzelelements erforderlich.
[0005] Für viele Anwendungen, z. B. bei UHF-RFID-(Ultra-High-Frequency-radio-frequency identification-)Lesetoren,
werden in der Regel zirkular polarisierte Antennen verwendet, um die zumeist linear
polarisierten passiven Transponder auch bei sehr unterschiedlichen Orientierungen
im Raum sicher zu erfassen. Hierfür werden zunehmend Mehrkeulenantennen eingesetzt,
um durch eine Vielzahl von Keulenausprägungen (Beams) einen größeren Winkelbereich
bzw. Raum abzudecken. Dies erlaubt es, eine Vielzahl von häufig im Pulk angeordneten
Transpondern sicher zu identifizieren. Zudem ermöglicht solch eine Mehrkeulenantenne
die Bestimmung der Position der Transponder im Raum (Lokalisierung). Dafür sind sehr
gleichmäßige und symmetrische Beams erforderlich, deren Erzeugung nur durch die genannten
Strahlungseigenschaften des Einzelelements der Gruppenantennen möglich ist.
[0006] Für viele Anwendungen müssen die Antennen preiswert sein. Um z. B. eine zirkular
polarisierte Richtcharakteristik kostengünstig zu erzeugen, wird häufig ein Strahlerelement
(meist in Form einer Patch-Antenne) an zwei um 90° versetzten Speisepunkten angekoppelt
(siehe z. B. "Patch Antenna (Circular), 860 - 930 MHz" von Poynting Antennas (Pty.)
Ltd.). Dies geschieht beispielsweise galvanisch durch Drahtleitungen unterhalb vom
Patch. Hier wird meist ein Speisenetzwerk (zumeist in Mikrostreifenleitungstechnologie)
benötigt, welches die Phasenverschiebung der zugeführten Leistung von 90° ermöglicht.
Allerdings besitzt hierbei die Richtcharakteristik eine schlechte Polarisationsreinheit
bzw. Kreuzpolarisationsunterdrückung (cross-polarisation discrimination, XPD), was
asymmetrische Keulen beim Beamforming zur Folge hat. Ebenso bedingt dieser Aufbau,
dass der Patch-Durchmesser in der Größenordnung einer halben Wellenlänge liegen muss
und eine große Massefläche oder ein Reflektor erforderlich sind um die Rückstrahlung
(Kreuz-Polarisation) gering zu halten. Auch die Bandbreite eines solchen Aufbaus ist
sehr gering.
[0007] Um Antennen mit kleinen Abmessungen entwickeln zu können und dabei eine Richtcharakteristik
mit hoher Polarisationsreinheit und Omnidirektionalität zu erzeugen, können Keramikantennen
eingesetzt werden. Diese sind allerdings sehr teuer und im Allgemeinen sehr schmalbandig.
Eine günstigere Methode ist, das Strahlerelement an vier um jeweils 90° versetzten
Speisepunkten anzuregen [1]. Dabei ist es vorteilhaft, einen Strahler als Blechelement
mit an den vier Seiten um 90° gebogenen Anschlusssegmenten zu verwenden und direkt
mit der Platine zu verlöten; auch die Speisung durch Drahtelemente ist denkbar [2].
Dies benötigt ein kompaktes und entkoppeltes Speisenetzwerk [1], welches die vier
um jeweils 90° versetzten Phasen bereitstellt. Durch die Vierpunktspeisung kann der
Durchmesser des Strahlerelements auf deutlich unter eine halbe Wellenlänge reduziert
und gleichzeitig eine hohe Bandbreite erreicht werden. Die Bandbreite ist etwas größer
gegenüber der zweipunkt-gespeisten Lösung. Allerdings sind verlustbehaftete Stichleitungen
erforderlich, um den Strahler anzupassen und dessen Bandbreite zu erhöhen. Weiterhin
ist eine sehr große Massefläche gegenüber den Abmessungen des Strahlerelements erforderlich,
um die Rückstrahlung (Kreuz-Polarisation) gering zu halten. Ebenso besitzt das Strahlerelement
gegenüber der beschriebenen Idee eine deutlich größere elektrische Bauhöhe.
[0008] Eine weitere Möglichkeit, das Patch-Element anzukoppeln, besteht darin, die leitungsgeführte
Welle über Schlitze in der Massefläche auszukoppeln (siehe [3]). Dabei kreuzt eine
Mikrostreifenleitung (meist orthogonal) den Schlitz in der Masseleitung. Um eine zirkulare
Polarisation der Welle zu ermöglichen, kann auch hier die Methode der Zwei- bzw. Vier-Punkte-Speisung
angewendet werden. Dafür ist nicht zwingend ein Patch erforderlich, allerdings in
beiden Fällen ein Reflektor, um die Rückstrahlung zu verringern und somit auch den
Gewinn zu erhöhen. Nachteilig ist, dass die Abmessungen der gegenüberliegenden Speisestellen
(Schlitze) sowie der Durchmesser des Patches etwa die halbe Wellenlänge der Signale,
die ausgestrahlt bzw. empfangen werden, betragen.
[0009] Bei den beschriebenen Methoden liegen die Abmessungen des Strahlerelements bzw. die
Abstände der Speisepunkte in der Größenordnung einer halben Wellenlänge. Würden diese
Abmessungen verkleinert werden, so würden sich die Fußpunktimpedanzen des Strahlerelements
betragsmäßig deutlich erhöhen: desto kleiner das Strahlerelement, desto größer der
Betrag der Fußpunktimpedanz. Dies erschwert die Impedanzanpassung auf 50 Ohm oder
auch 100 Ohm und ist im Allgemeinen mit hohen Leistungsverlusten durch die Anpasselemente
und einer Verringerung der Bandbreite verbunden. Dies macht eine verlustarme Anpassung
von Strahlerelementen bzw. bei Speisepunktabständen deutlich kleiner der halben Wellenlänge
(z. B. ein Viertel der Wellenlänge) nahezu unmöglich.
[0010] Eine Patch-Antenne, bei der eine Strahlungsfläche auf einem dielektrischen Substrat
beabstandet von einer Masseebene angeordnet ist und über leitfähige Stifte, die sich
durch das dielektrische Substrat erstrecken, gespeist wird, ist aus der
US 2014/0266963 A1 bekannt.
[0011] Die
US 2015/0042513 A1 offenbart eine Patchantenne, bei der ein Strahlungspatch über Sonden, die sich von
Ecken des Strahlungspatches mit zunehmender Breite zur Mitte des Strahlungspatches
hin erstrecken, elektromagnetisch gespeist wird.
[0012] Die
US 2015/0214592 A1 offenbart eine Antennenanordnung, bei der vier Säulen vorgesehen sind, um eine horizontale
Strahlungseinheit mit Ausgangstoren eines Speisenetzwerks koppeln.
[0013] HU FUGUO ET AL, "Ultra-Wideband Dual-Polarized Patch Antenna With Four Capacitively
Coupled Feeds", IEEE TRANSACTIONS ON ANTENNAS AND PROPAGATION, IEEE SERVICE CENTER,
PISCATAWAY, NJ, US, vol. 62, no. 5, pages 2440 - 2449, 5. Mai 2014, offenbaren eine breitbandige Patchantenne, die an vier Seiten kapazitiv gespeist
wird.
[0015] Die
US 2015/0015447 A1 offenbart eine Antenne, bei der ein konisches Strahlungselement über vier leitfähige
Elemente mit einer Massefläche galvanisch verbunden ist.
[0016] Die
US 2003/174098 A1 offenbart eine Schleifenantenne, die an vier Seiten kapazitiv gespeist wird.
[0017] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Antennenvorrichtung vorzuschlagen,
die eine Miniaturisierung erlaubt, ohne dass sich signifikante Einbußen der Strahlungseigenschaften
ergeben.
[0018] Die Erfindung löst die Aufgabe durch eine Antennenvorrichtung gemäß Anspruch 1.
[0019] Die Antennenvorrichtung weist ein Strahlerelement zum Abstrahlen und/oder Empfangen
von elektromagnetischen Signalen auf. Dabei weist das Strahlerelement mindestens eine
Koppelstelle auf. Die Koppelstelle ist mit einer Seite des Strahlerelements verbunden.
Zudem ist die Koppelstelle zur kapazitiven Ein- und/oder Auskopplung von elektromagnetischen
Signalen ausgestaltet. In einigen der folgenden Ausgestaltungen ist direkt an einer
Seite des Strahlerelements die Koppelstelle vorhanden. Die Seite bezieht sich dabei
je nach Ausgestaltung auf die Außenfläche oder Außenumrandung des Strahlerelements.
In alternativen Ausgestaltungen wird das Strahlerelement an der mindestens einen Seite
gleichsam durch ein Element - ein Flügelelement - erweitert, das die Koppelstelle
trägt. Je nach Ausgestaltung befindet sich somit unmittelbar oder mittelbar - insbesondere
über ein Flügelelement - die mindestens eine Koppelstelle an einer Seite des Strahlerelements.
Die Koppelstelle ist dabei ein Bereich, über den elektromagnetische Signale zum Ausstrahlen
in das Strahlerelement eingekoppelt oder über den von dem Strahlelement empfangene
Signale aus dem Strahlerelement ausgekoppelt werden.
[0020] Die Antennenvorrichtung ist dabei eine einzelne Antenne oder ist ein Teil von mehreren
Einzelstrahlern bzw. einer Gruppenantenne.
[0021] Das Strahlerelement ist das Teil der Antennenvorrichtung, das der eigentlichen Abstrahlung
bzw. dem eigentlichen Empfang der elektromagnetischen Signale dient.
[0022] Verfügt das Strahlerelement unmittelbar an seiner Seite über die Koppelstelle, so
mündest in einer Ausgestaltung ein Stegelement für die kapazitive Kopplung auf der
Höhe der Seite des Strahlerelements.
[0023] In einer Ausgestaltung weist die Antennenvorrichtung eine Leiterstruktur zum Leiten
von elektromagnetischen Signalen auf. Dabei sind die Leiterstruktur und das Strahlerelement
über die Koppelstelle kapazitiv miteinander gekoppelt. Die Leiterstruktur wird je
nach Ausgestaltung z. B. aus elektrischen Leitungen oder aus Leiterbahnen auf einem
Halbleitersubstrat gebildet. Die Verbindung zwischen dem Strahlerelement und der Leiterstruktur
zum Übertragen der elektromagnetischen Signale erfolgt dabei kapazitiv und insbesondere
frei von einer galvanischen Kopplung.
[0024] In einer Ausgestaltung weist das Strahlerelement mindestens ein Flügelelement auf.
Dabei sind das Strahlerelement und das Flügelelement galvanisch miteinander gekoppelt.
Weiterhin ist das Flügelelement an der Seite des Strahlerelements angeordnet. Zudem
bilden das Strahlerelement und das Flügelelement einen Winkel miteinander und das
Flügelelement weist die Koppelstelle auf. In dieser Ausgestaltung befindet sich somit
die Koppelstelle mittelbar über das Flügelelement an der Seite des Strahlerelements.
Je nach Ausgestaltung sind Strahlerelement und Flügelelement oder ggf. Flügelelemente
einteilig ausgeführt oder das Flügelelement bzw. die Flügelelemente sind mit dem Strahlerelement
verbunden.
[0025] Das Flügelelement ist in einer Ausgestaltung aus einem elektrisch leitfähigen Material,
insbesondere einem Metall gefertigt.
[0026] In einer Ausgestaltung weist die Antennenvorrichtung ein Trägerelement auf. Dabei
ist in einer Ausgestaltung die Leiterstruktur auf dem Trägerelement zumindest teilweise
aufgebracht. Besteht in einer Ausgestaltung die Leiterstruktur zumindest teilweise
aus Leiterbahnen, so sind in einer ergänzenden Ausgestaltung diese Leiterbahnen auf
dem Trägerelement aufgebracht bzw. erzeugt worden. In einer Ausgestaltung ist das
Trägerelement beispielsweise ein Substrat, auf dem die Leiterstruktur - z. B. mit
Dünnschicht- oder Dickschichtverfahren - aufgebracht worden ist.
[0027] In einer weiteren Ausgestaltung ist das Flügelelement in Richtung des Trägerelements
von dem Strahlerelement abgewinkelt. Das Flügelelement verläuft somit von der Seite
des Strahlerelements in Richtung des Trägerelements. Weiterhin befindet sich die Koppelstelle
an einem freien Ende des Flügelelements. Das freie Ende ist dabei das Ende des Flügelelements,
das von der Seite des Strahlerelements und daher auch vom Strahlerelement abgewandt
ist. Das freie Ende ist also ein Ende, das nicht mit dem Strahlerelement verbunden
ist.
[0028] Dabei ist in einer Ausgestaltung das Strahlerelement nur kapazitiv mit der Leiterstruktur
oder mit anderen Strukturen verbunden. In einer alternativen Ausgestaltung weist das
Strahlerelement zusätzlich zu der mindestens einen kapazitiven Kopplung mindestens
eine galvanische Kopplung auf.
[0029] In einer Ausgestaltung ist im Bereich der Koppelstelle ein Zwischenmedium vorhanden,
wobei die kapazitive Kopplung über das Zwischenmedium erfolgt. In einer Ausgestaltung
handelt es sich bei dem Zwischenmedium um ein Dielektrikum und alternativ zumindest
um einen Nichtleiter bzw. um einen Isolator. Das Zwischenmedium beeinflusst dabei
die Art der Kopplung und daher auch die weiteren elektrischen Eigenschaften der Antennenvorrichtung.
In einer weiteren Ausgestaltung ist das Zwischenmedium zwischen zwei elektrisch leitfähigen
Einheiten angebracht, so dass sich die kapazitive Kopplung ergibt. Diese beiden zumindest
teilweise elektrisch leitfähigen Einheiten werden in einer Ausgestaltung von einem
Flügelelement und einem Stegelement gebildet.
[0030] In einer Ausgestaltung ist das Strahlerelement beabstandet von dem Trägerelement
befestigt. Das Strahlerelement befindet sich in dieser Ausgestaltung z. B. oberhalb
des Trägerelements. Dabei hat in einer Ausgestaltung der Abstand auch eine Auswirkung
auf die Strahlungseigenschaften der Antennenvorrichtung. In einer Ausgestaltung werden
die mechanische Befestigung und die elektrische Ankopplung des Strahlerelements über
die gleichen Bauteile (z. B. Flügelelement und/oder Stegelement) realisiert.
[0031] In einer Ausgestaltung ist ein Abstand zwischen dem Strahlerelement und dem Trägerelement
mindestens abhängig von dem Flügelelement. In dieser Ausgestaltung ist somit der Abstand
zwischen Strahlerelement und Trägerelement zumindest abhängig von der Ausgestaltung
des Flügelelements und insbesondere von dessen geometrischer Ausgestaltung. In einer
damit einhergehenden Ausgestaltung ist das Flügelelement zumindest ein Teil einer
Trägerstruktur, die das Stahlerelement trägt und damit auch im Abstand von dem Trägerelement
hält.
[0032] In einer Ausgestaltung ist die Leiterstruktur auf dem Trägerelement aufgebracht,
so dass in einer Ausgestaltung in Verbindung mit der vorgenannten Ausgestaltung sich
das Strahlerelement in einem Abstand oberhalb zumindest eines Teils der Leiterstruktur
befindet. Die Leiterstruktur wird somit in dieser Ausgestaltung zumindest teilweise
durch das Strahlerelement verdeckt bzw. geschützt.
[0033] In einer weiteren Ausgestaltung weist die Antennenvorrichtung mindestens ein Stegelement
auf. Das Stegelement ist dabei galvanisch oder kapazitiv mit einer Speisestelle der
Leiterstruktur gekoppelt. Weiterhin sind das Stegelement und das Strahlerelement über
die Koppelstelle kapazitiv miteinander gekoppelt. In dieser Ausgestaltung verfügt
die Leiterstruktur über eine Speisestelle, an der somit elektromagnetische Signale
aus der Leiterstruktur aus- bzw. in die Leiterstruktur eingekoppelt werden. Mit dieser
mindestens einen Speisestelle ist ein Stegelement galvanisch oder kapazitiv gekoppelt.
Schließlich sind das Stegelement und das Strahlerelement über die Koppelstelle kapazitiv
miteinander gekoppelt. In einer Ausgestaltung koppeln das Stegelement und das Flügelelement
kapazitiv miteinander. In einer Ausgestaltung erfolgt daher die Kopplung zwischen
Leiterstruktur und Strahlerelement mittelbar über das Stegelement und das Flügelelement.
[0034] In einer Ausgestaltung hängt ein Abstand zwischen dem Strahlerelement und dem Trägerelement
zumindest von dem Stegelement ab. In dieser Ausgestaltung dient das Stegelement somit
zumindest teilweise auch als Trägerelement für das Strahlerelement. In einer Ausgestaltung
ist das Strahlerelement über das Flügelelement oder über das Flügelelement und ein
Stegelement relativ zu dem Trägerelement befestigt. Das Flügelelement bzw. das Stegelement
erlauben die elektrische - und speziell kapazitive - Verbindung zwischen dem Strahlerelement
und der Leiterstruktur. In dieser Ausgestaltung wird dies erweitert um entsprechende
mechanische Eigenschaften, die es dem Flügelelement und/oder dem Stegelement erlauben,
das Strahlerelement zu tragen und es damit in einem vorgebbaren Abstand zum Trägerelement
zu halten. Über das Flügel- oder das Stegoder über das Flügel- und das Stegelement
lässt sich daher der Abstand zwischen dem Strahlerelement und der Leiterstruktur bzw.
speziell dem Trägerelement - und ggf. darauf befindlichen weiteren Komponenten - gezielt
einstellen, um bestimmte Effekte oder Eigenschaften der Strahlungseigenschaften der
Antennenvorrichtung zu erzielen.
[0035] Gemäß der Erfindung ist das Strahlerelement als Flächenstrahler ausgeführt. Ein Flächenstrahler
unterscheidet sich von den sog. linearen Strahlern (oder auch linearen Antennen) dadurch,
dass leitungsgeführte Wellen an einer Flächenausdehnung in Freiraumwellen umgewandelt
werden und umgekehrt. Flächenstrahler finden beispielsweise als Richtstrahler Verwendung.
Die Flächenstrahler sind somit durch eine Fläche bestimmt, die sie aufspannen bzw.
überdecken.
[0036] In einer Variante ist das Strahlerelement als Flächenstrahler mit einer Außenkontur
in Form eines n-Ecks ausgestaltet. Dabei ist n eine natürliche Zahl größer oder gleich
drei. Der Flächenstrahler hat daher in dieser Ausgestaltung die Außenkontur eines
Dreiecks, eines Vierecks oder eines anderen beliebigen n-Ecks. Die Außenkontur bezieht
sich dabei in einer Ausgestaltung auf die Projektion des Strahlerelements auf das
Trägerelement und daher in einer Ausgestaltung auf die Fläche, die von dem Strahlerelement
überdeckt wird. An den Seiten der Außenkontur befindet sich daher zwischen den Ecken
in einer Ausgestaltung jeweils mindestens ein Flügelelement. In einer alternativen
Ausgestaltung befindet sich an mindestens einer Seite das Flügelelement zwischen zwei
Ecken. Die Anordnung der mindestens einen Koppelstelle bzw. je nach Ausgestaltung
des mindestens einen Flügelelements erfolgt in einer Ausgestaltung mittig auf der
zugeordneten Seite.
[0037] In einer Variante ist das Strahlerelement als trichterförmiger Flächenstrahler mit
mittiger Absenkung ausgestaltet. Das Strahlerelement ist daher in dieser Ausgestaltung
nicht flach, sondern verfügt über eine Absenkung, die es trichterförmig werden lässt.
In einer Ausgestaltung ist das Strahlerelement im Sinne einer Hornantenne ausgestaltet.
In einer weiteren Ausgestaltung verfügt das Strahlerelement innerhalb ihrer Außenkontur
über mindestens eine Aussparung.
[0038] Ist das Strahlerelement als n-Eck mit n Seiten zwischen den Ecken ausgestaltet, so
sieht es eine Ausgestaltung vor, dass die mindestens eine Koppelstelle im Bereich
einer Seite des n-Ecks des Strahlerelements angeordnet ist. In einer Ausgestaltung
ist die Koppelstelle mittig an einer Seite des n-Ecks angeordnet. In einer weiteren
Ausgestaltung sind passend zum n-eckigen Strahlerelement n Koppelstellen vorhanden,
die jeweils auf einer Seite des Flächenstrahlers angeordnet sind.
[0039] In einer Ausgestaltung ist das Strahlerelement als Blech ausgestaltet. Ein Blech
hat dabei eine deutlich größere Flächen- als Höhenausdehnung. Weiterhin besteht das
Blech vorzugweise aus einem elektrisch leitfähigen Metall oder Metallgemisch.
[0040] In einer Variante ist das Strahlerelement als Monopol ausgestaltet. Ein Monopol bzw.
eine Monopolantenne ist ein Teil einer Dipolantenne (bzw. Halbwellendipolantenne)
als einer linearen Antenne. Solche Antennen weisen eine linienhafte Stromverteilung
in der Antennenstruktur auf. In der Umsetzung handelt es sich beispielweise um einen
gegenüber der Wellenlänge dünnen elektrischen Leiter aus einem metallischen Draht
oder aus einem metallischen Stab. Eine Monopolantenne (auch Viertelwellenstrahler
oder Groundplane-Antenne) ist beispielweise ein Antennenstab, der beispielsweise durch
eine elektrisch leitfähige Oberfläche gespiegelt wird und dadurch einen Halbwellendipol
ergibt. In einer alternativen Ausgestaltung wird der Monopol durch ein planes Blech
gebildet, wobei sich die Koppelstelle dann ober- oder unterhalb der Fläche des Monopols
befindet.
[0041] In einer Ausgestaltung ist das Strahlerelement als stabförmiger Monopol ausgestaltet.
Dabei befindet sich die Koppelstelle entlang einer Längsachse des stabförmigen Monopols.
,
[0042] In einer Ausgestaltung weist die Antennenvorrichtung eine Massefläche auf, die sich
in einer weiteren Ausgestaltung auf dem Trägerelement befindet. Die Massefläche ist
dabei mit einer elektrischen Masse verbunden.
[0043] In einer Ausgestaltung weist das Strahlerelement an mehreren Seiten Koppelstellen
auf. Dabei ist das Strahlerelement über mindestens eine Koppelstelle kapazitiv mit
der Leiterstruktur gekoppelt. In einer weiteren Ausgestaltung ist das Strahlerelement
über mehr als eine Koppelstelle kapazitiv mit der Leiterstruktur gekoppelt. In einer
Ausgestaltung befinden sich die Koppelstellen bzw. die Koppelstellen aufweisenden
Flügelelemente jeweils an den Seiten eines eine n-eckige Außenkontur aufweisenden
Strahlerelements.
[0044] In einer Ausgestaltung weist das Strahlerelement vier Koppelstellen auf. In einer
damit einhergehenden Ausgestaltung ist das Strahlerelement über alle vier Koppelstellen
kapazitiv mit der Leiterstruktur gekoppelt.
[0045] In einer weiteren Ausgestaltung sind die Koppelstellen symmetrisch um das Strahlerelement
herum angeordnet.
[0046] In einer Ausgestaltung ist das Strahlerelement über mindestens eine Koppelstelle
mit einer Signalquelle (z. B. in Form einer Spannungsquelle) verbunden ist. Die Signalquelle
dient dabei in einer Ausgestaltung als Signalquelle für ein elektromagnetisches Signal,
das über das Strahlerelement ausgestrahlt wird.
[0047] In einer alternativen oder ergänzenden Ausgestaltung ist das Strahlerelement über
mindestens eine Koppelstelle mit einem Leerlauf verbunden. Die Kopplung über die Koppelstelle
erfolgt dabei jeweils kapazitiv. Im Fall des Leerlaufs ist daher über die Koppelstelle
keine Kopplung mit einem Verbraucher oder einem elektrischen Widerstand vorgesehen.
Es liegt somit ein offenes Ende vor.
[0048] In einer weiteren alternativen oder ergänzenden Ausgestaltung ist das Strahlerelement
über mindestens eine Koppelstelle mit einem Kurzschluss verbunden.
[0049] In einer Ausgestaltung sind mindestens zwei Strahlerelemente vorhanden. Diese mindestens
zwei Strahlerelemente sind dabei in einer weiteren Ausgestaltung miteinander - insbesondere
kapazitiv oder über einen Kurzschluss, also galvanisch - miteinander gekoppelt.
[0050] Eine Ausgestaltung sieht vor, dass die zwei Strahlerelemente unterschiedliche Abstände
zum Trägerelement aufweisen. Die Strahlerelemente sind auf unterschiedlichen Höhen
aufgebracht. In einer Ausgestaltung überlappen sich die Strahlerelemente - z. B. in
der Projektion senkrecht auf das Trägerelement - und sind in einer alternativen Ausgestaltung
frei von einer Überlappung.
[0051] In einer Ausgestaltung weist eines der zwei Strahlerelemente eine Aussparung auf,
die sich beispielsweise mittig in dem als Flächenstrahler ausgestalteten Strahlerelement
befindet. In einer weiteren Ausgestaltung ist das andere Strahlerelement im Bereich
der Aussparung angeordnet. In einer Ausgestaltung entspricht ein Strahlerelement der
Aussparung des anderen Strahlerelements und ist in einer Ausgestaltung ergänzend dazu
auf einer anderen Höhe als die entsprechend zugehörige Aussparung befindlich. In der
letztgenannten Ausgestaltung ist also gleichsam ein Teil eines Strahlerelements in
der Höhe versetzt worden. Dabei sind vorzugweise die beiden Strahlerelemente kapazitiv
miteinander gekoppelt.
[0052] In einer weiteren Ausgestaltung verfügt das Strahlerelement über mindestens einen
Abwinklung. In dieser Ausgestaltung ist das Strahlerelement z. B. eher stabförmig
oder eher als flächiges Element ausgestaltet und weist an wenigstens einer Stelle
einen abgewinkelten oder abgeknickten Verlauf auf.
[0053] Durch die erfindungsgemäße Antennenvorrichtung ergeben sich daher die Vorteile, die
Abmessungen der Antennenvorrichtung zu verringern und dabei nicht bzw. nur geringfügig
an Performance, wie Strahlungsverhalten bei gleichzeitiger Impedanz-Anpassung, zu
verlieren. Über die Art der kapazitiven Kopplung und der daran beteiligten Bauteile
lassen sich insbesondere auch Strahlungseigenschaften und eine Impedanzanpassung gezielt
vorgeben bzw. einstellen.
[0054] Im Einzelnen gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, die erfindungsgemäße Antennenvorrichtung
auszugestalten und weiterzubilden. Dazu wird verwiesen einerseits auf die Patentansprüche,
andererseits auf die folgende Beschreibung von Ausführungsbeispielen in Verbindung
mit der Zeichnung. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine räumliche und teilweise transparente Darstellungen einer ersten Ausgestaltung
einer Antennenvorrichtung,
- Fig. 2
- einen vergrößerten Ausschnitt der Antennenvorrichtung der Fig. 1,
- Fig. 3
- einen Schnitt durch die Antennenvorrichtung der Fig. 1
- Fig. 4
- eine weitere räumliche und teilweise transparente Darstellungen der ersten Ausgestaltung
einer Antennenvorrichtung,
- Fig. 5
- mehrere Prinzip-Skizzen zur Verdeutlichung der Ansteuerung der Antennenvorrichtung,
- Fig. 6
- mehrere Prinzip-Skizzen zur Verdeutlichung der Geometrie des Strahlerelements,
- Fig. 7
- mehrere Prinzip-Skizzen zur Verdeutlichung der kapazitiven Ankopplung eines Strahlerelements,
- Fig. 8
- mehrere Prinzip-Skizzen zur Verdeutlichung der Geometrie der Flügelelemente,
- Fig. 9
- einen Schnitt durch eine zweite Ausgestaltung einer Antennenvorrichtung,
- Fig. 10
- einen Schnitt durch eine dritte Ausgestaltung einer Antennenvorrichtung,
- Fig.11
- eine räumliche und teilweise transparente Darstellungen einer vierten Ausgestaltung
einer Antennenvorrichtung,
- Fig. 12
- eine weitere räumliche und teilweise transparente Darstellungen der vierten Ausgestaltung
einer Antennenvorrichtung,
- Fig. 13
- einen vergrößerten Ausschnitt der Antennenvorrichtung der Fig. 11 und Fig. 12 und
- Fig. 14
- einen Schnitt durch die Antennenvorrichtung der Fig. 11 bzw. Fig. 12.
[0055] Die vorliegende Erfindung umfasst im Wesentlichen ein Antennenelement - speziell
ein Strahlerelement - als Teil der Antennenvorrichtung 1, das über eine neuartige
kapazitive Ankopplung gespeist wird. Dadurch kann der Durchmesser auf deutlich unter
eine halbe Wellenlänge der auszustrahlenden bzw. zu empfangenen elektromagnetischen
Signale reduziert werden und ermöglicht dabei eine verlustfreie bzw. verlustarme Impedanzanpassung
an deutlich kleiner 100 Ohm, z. B. 50 Ohm. Dies gelingt je nach Ausgestaltung bis
auf ein Viertel der Wellenlänge und darunter. Dabei ist es auch möglich, auf die im
Stand der Technik für die Anpassung von Strahlern kleiner einer halben Wellenlänge
erforderlichen verlustbehafteten Anpassungselemente zu verzichten. Zudem ist für die
Unterdrückung der Rückstrahlung keine große Massefläche oder ein Reflektor erforderlich.
Dadurch sinkt insgesamt im Stand der Technik der Wirkungsgrad des Strahlerelements
4 deutlich.
[0056] Die Antennenvorrichtung 1 ist beispielhaft für den Betrieb bei 910 MHz ausgestaltet.
Mit beispielhaften Abmessungen (quadratisches Trägerelement mit 175 mm Kantenlänge
und quadratisches Strahlerelement mit 75 mm Kantenlänge) und einer Höhe von 30 mm
beläuft sich der Realteil der Fußpunktimpedanz bei einer rein galvanischen Kopplung
auf ca. 200 Ohm.
[0057] Die Fig. 1 zeigt eine räumliche Darstellung einer Antennenvorrichtung 1 mit einem
Trägerelement 2 und einem Strahlerelement 4. Auf dem Trägerelement 2 befindet sich
hier noch eine Massefläche 10. Zu erkennen ist, dass das Strahlerelement 4 eine viereckige
Außenkontur aufweist und sich trichterförmig absenkt. Dabei ist das Strahlerelement
4 insgesamt von dem Trägerelement 2 beabstandet und wird hier durch die vier Koppelstellen
bzw. durch die vier Flügelelemente 6 gehalten bzw. getragen.
[0058] Der in der Fig. 1 umkreiste Bereich ist in der Fig. 2 größer dargestellt. Zu erkennen
sind die vier Flügelelemente 6, die sich an den Seiten 40 des hier viereckigen Strahlerelements
4 befinden und an ihren freien Enden 60 Koppelstellen 5 für die kapazitive Kopplung
aufweisen. Von dem Trägerelement 2 gehen an den vier Speisestellen 8 vier Stegelemente
7 aus. Die Stegelemente 7 und die Flügelelemente 6 treffen sich an den Koppelstellen
5 und bewirken dort die kapazitive Kopplung.
[0059] Im Schnitt der Fig. 3 ist ebenfalls zu erkennen, wie sich das Strahlerelement 4 mittig
zum Trägerelement 2 hin absenkt. Weiterhin ist zu erkennen, dass sich die Flügelelemente
6 und dadurch die Koppelstellen 5 an den Seiten 40 des hier viereckigen Strahlerelements
4 befinden. Die Flügelelemente 6 sind hier wie das Strahlerelement 4 als Bleche ausgestaltet
und sind insbesondere galvanisch mit dem Strahlerelement 4 gekoppelt. Zwischen den
Flügelelementen 6 und den Stegelementen 7 befindet sich im Koppelbereich 5 jeweils
ein Zwischenmedium 9, das hier als Dielektrikum ausgestaltet ist und das damit auch
Auswirkungen auf die kapazitive Kopplung hat und welches eine Fixierung des Strahlerelements
4 mit definiertem Abstand zwischen Flügelelement 6 und Stegelement 7 ermöglicht. Weiterhin
sind hier die Stegelemente 7 an den Speisestellen 8 galvanisch mit der Leiterstruktur
auf dem Trägerelement 2 gekoppelt. Die Flügelelemente 6 und das Strahlerelement 4
bzw. dessen Außenumrandung bilden einen Winkel 14, bei dem es sich hier um einen 90°-Winkel
handelt. Die Flügelelemente 6 sind hier dem Trägerelement 2 zugewandt und dabei auch
von der Oberseite des Strahlerelements 4 abgewandt.
[0060] Die Leiterstruktur 3 in Form von Leiterbahnen auf dem Trägerelement 2 zeigt die Fig.
4. Die Leiterstruktur 3 befindet sich dabei unterhalb des Strahlerelements 4 und auf
der gegenüberliegenden Seite der Massefläche 10, also unterhalb des Trägerelements
2. In einer alternativen Ausgestaltung befindet sich die Massefläche 10 unter- und
die Leiterstruktur 3 oberhalb des Trägerelements 2. Bei einem mehrlagigen Aufbau befinden
sich die Massefläche 10 oder die Leiterstruktur 3 innerhalb einer beliebigen Anzahl
von geschichteten Trägerelementen 2. Die Stegelemente 7 oder ggf. vorhandene Elemente,
die die Leiterstruktur 3 mit den Stegelementen 7 verbinden, ragen daher je nach Ausgestaltung
durch das Trägerelement 2 hindurch.
[0061] Die Abbildungen Fig. 1 bis 4 zeigen somit die neuartige kapazitive Ankopplung des
Strahlerelements 4 am Beispiel eines Patch mit vier Speisepunkten. Durch die Kombination
einer kapazitiven Kopplung und der Speisung an vier geeignet gewählten Punkten des
Strahlerelements 4 ist es möglich, dass das Strahlerelement 4 ohne eine große Massefläche
10 bzw. ohne Reflektor leicht an eine gewünschte Impedanz, häufig 50 Ohm, angepasst
werden kann.
[0062] Die Koppelstellen 5 befinden sich an den Seiten 40 des Strahlerelements 4. Dazu sind
an den Seiten des Strahlerelements 4 die Flügel (bzw. Flügelelemente 6) angebracht
und nach unten gebogen. Von der Trägerplatine 2 ragen vier Stege hervor - ein Steg
(bzw. Stegelement 7) je Speisepunkte 8 - und koppeln über ein Zwischenmedium 9 kapazitiv
mit den Flügeln 7. Dadurch kann die Breite des Koppelspalts zwischen Steg 7 und Flügel
6 reduziert werden und ermöglicht außerdem einen definierten Abstand zwischen Steg
7 und Flügel 6. Dabei kann alternativ zu dem dielektrischen Material zwischen Steg
7 und Flügel 6 auch ein Luftspalt vorgesehen sein. Das Strahlerelement 4 bzw. die
Flügelelemente 6 können ergänzend an den Stegen 7 befestigt werden, z. B. angeschraubt,
gesteckt, verklebt oder an das Zwischenmedium zwischen Steg 7 und Flügel 6 gelötet.
Durch die Breite, Höhe und den Abstand der Koppelstelle 5 ist eine nahezu beliebige
Impedanzanpassung möglich, was die Entwicklung des Antennenelements 1 deutlich vereinfacht,
da kein verlustbehaftetes Anpassnetzwerk benötigt wird.
[0063] Die Form des Strahlerelements 4 sowie die kapazitiven Koppelstellen 5 erzeugen an
den Koppelstellen 5 hohe Feldstärken, in denen der Großteil der eingespeisten Energie
konzentriert wird. Dies zwingt dem Strahler 4 eine breite elektrische Apertur auf,
wodurch die lateralen Abmessungen des Strahlers 4 deutlich reduziert werden können.
[0064] Die Ankopplung über die Koppelstellen 5 an den Seiten des jeweiligen Strahlerelements
4 kann unterschiedlich gestaltet sein. Fig. 5 zeigt exemplarisch einige Varianten.
[0065] Gezeigt sind unterschiedliche Ausführungen der Architektur, wobei die Beschreibung
von links nach rechts erfolgt:
- a) Unterschiedliche Anzahl von Speise- bzw. Koppelstellen 5:
Es kann nur eine Koppelstelle 5, mehrere oder hier beispielhaft bis zu vier Koppelstellen
5 geben. Die Anzahl der Koppelstellen 5 kann auch größer als vier sein. Dies ist abhängig
von der Geometrie des Strahlerelements 4. Bei den hier gezeigten Ausgestaltungen findet
über alle Koppelstellen 5 eine kapazitive Kopplung statt.
- b) Mit gegenüberliegenden Leerlauf (LL, 12) oder Kurzschluss (KK, 13) und einer Verbindung
mit einer Spannungsquelle 11, die hier auch als Signalquelle für die abzustrahlenden
elektromagnetischen Signale dienen soll.
Die Kontaktierungen liegen alternativ an benachbarten Seiten 40 vor. Die hier gezeigten
Verbindungen mit einem Leerlauf 12 bzw. einem Kurzschluss 13 erfolgen alternativ mit
einer kapazitiver Kopplung bzw. Kondensator (konzentriertes Bauelement).
- c) Beispiele für eine lineare Polarisation.
Die Varianten sind (von links nach rechts):
Eine lineare Polarisation des Strahlerelements 4 über zwei einander gegenüberliegende
kapazitive Koppelstellen 5 und der Verbindung mit einer Signalquelle 11.
Eine duale lineare Polarisation mit vier Koppelstellen 5 und zwei Signalquellen 11.
Eine duale lineare Polarisation mit Kurzschluss 13 an einer Seite des Strahlerelements
4, die der Koppelstelle 5 für die Kopplung mit einer Signalquelle 11 gegenüberliegt.
Alternativ wird ebenfalls eine kapazitiver Kopplung bzw. ein Kondensator (konzentriertes
Bauelement) verwendet.
Eine duale lineare Polarisation mit Leerlauf 11.
- d) Eine zirkulare Polarisation mit vier Koppelstellen 5 und vier Signalquellen 11.
- e) Eine duale zirkulare Polarisation mit vier Koppelstellen 5 und zwei Signalquellen
11, die jeweils zwei Speisestellen 8 aufweisen. Die Speisestellen 8 einer Signalquelle
11 sind dabei jeweils mit benachbarten Koppelstellen 5 kontaktiert.
- f) Eine elliptische Polarisation mit drei kapazitiven Koppelstellen 5 und drei Signalquellen
11.
[0066] Das Strahlerelement 4 kann unterschiedlich geformt oder ausgestaltet sein. Fig. 6
zeigt exemplarisch einige Varianten. Gezeigt ist jeweils ein n-eckiges Strahlerelement
4, dessen Außenkontur durch das n-Eck gebildet wird. Dabei ist n eine natürliche Zahl
größer als drei.
[0067] Die Fig. 7 zeigt Varianten mit einem Monopol als Ausführung des Strahlerelements
4. Weiterhin sind unterschiedliche Varianten für die Kopplung mit Stegelementen 7
dargestellt. Teilweise sind in den Ausgestaltungen keine Flügelelemente vorhanden,
so dass das Strahlerelement 4 die mindestens eine Koppelstelle direkt an einer Seite
40 aufweist. Die Varianten der Fig. 7 a) bis e) und l) weisen nur das Strahlerelement
4 und das Stegelement 7 auf. Die Varianten der Fig. 7 f) bis k) verfügen über das
Strahlerelment 4, mindestens ein Flügelelement 5 und mindestens ein Stegelement 7.
[0068] Dargestellt sind in der Fig. 7 folgende Ausgestaltungen:
- a) einfacher Monopol 4 bei Kopplung am Speisesubstrat,
- b) Monopol 4 mit kapazitiver Kopplung mit dem Stegelement 7 von links,
- c) Monopol 4 mit kapazitiver Kopplung von rechts,
- d) zwei Monopole 4, die einen Dipol bilden und zweifach kapazitiv gekoppelt sind,
- e) zwei Monopole 4, die an den Monopolenden miteinander kapazitiv gekoppelt sind und
über die Koppelstellen 5 kapazitiv mit den Stegelementen 6 gekoppelt sind und
- f) Kurzschluss zweier kapazitiv gekoppelter Monopole 4, woraus sich ein Dipol oder
Patch ergibt. Die seitlich angebrachten Flügelelemente 6, sind unter einem Winkel
14 von 90° in Richtung der Stegelemente 7 abgewinkelt.
- g) gewinkelter Monopol 4 (also mit einer Abwinklung 14) mit kapazitiver Kopplung von
rechts mit einem Stegelement 6,
- h) gewinkelter Monopol 4 mit kapazitiver Kopplung von links,
- i) zweifach kapazitiv gekoppelter Monopol 4 (=Dipol),
- j) dualer kapazitiv gekoppelter Monopol 4 (=Dipol) mit kapazitiver Kopplung der Strahlerelemente,
- k) dualer kapazitiv gekoppelter Monopol 4 (=Dipol) mit Kondensator (konzentriertes
Bauelement) zwischen den Strahlerelementen 4.
[0069] Anstelle von Monopolen in Form von Drähten oder z. B. Koaxialkabeln handelt es sich
in alternativen Ausgestaltungen bei den Strahlerlementen 4 um Flächenstrahler, z.
B. in Form von breiten Blechelementen. Dies zeigt die Fig. 7 I), die einen um 90°
gedrehten Blick auf die Ausgestaltung der Fig. 7 b) erlaubt. Die Seite 40 des Strahlerelements
4 ist hier durch die Grundfläche gegeben. Das hier als Streifen ausgeführte Stegelement
7 befindet sich auf dieser Seite 40 durch die Koppelstelle 5 in kapazitiver Verbindung
mit dem Strahlerelement 4.
[0070] Auch die Flügelelemente 6 am Strahlerelement 4 können unterschiedlich gestaltet sein.
Fig. 8 zeigt exemplarisch einige Varianten (Beschreibung jeweils wieder von links
nach rechts):
- a) dreieckförmiges Flügelelement 6 mit beliebigen Innenwinkeln < 180°;
- b) n-Eck mit n ≥ 3 bis hin zu einem kreisförmigen oder elliptischen Flügelelement
6 oder einer Form ähnlich einem T-Stück (ganz rechts);
- c) beliebig abgewinkelte Flügelelemente 6, deren Anbindung an das - hier nicht dargestellte
- Strahlerelement jeweils am rechten Ende erfolgen würde. Auf den freien Enden 60
befinden sich jeweils die Koppelstellen und mit den - je nach Ausgestaltung den freien
Enden gegenüberliegenden - Enden sind die Flügelelemente 6 mit dem jeweiligen Strahlerelement
verbunden.
[0071] Ebenso wie die Flügel 6 am Strahlerelement 4 können auch die Stege 7 unterschiedlich
gestaltet sein. Diese können in Breite, Höhe, Dicke und Form variieren. Außerdem können
diese gerade oder abgewinkelt sein. Zwischen Strahlerelement 4 und Speiseplatine 2
kann neben Luft ein Zwischenmedium 9 eingefügt sein, z. B. Dielektrika, Ferrite, Ferroelektrika
und weitere. Die Befestigung der Stegelemente 7 auf der Speiseplatine als ein Beispiel
für das Trägerelement 2 kann wie die Befestigung des Strahlerelements 4 an den Stegelementen
7 unterschiedlich realisiert sein, z. B. angeschraubt, gesteckt, verklebt oder gelötet.
[0072] Die Abbildungen Fig. 9 und Fig. 10 zeigen zwei weitere Ausführungsformen mit vier
Punkten zur kapazitiven Kopplung zwischen der Leiterstruktur auf dem Trägerelement
2 und dem Strahlerelement 4.
[0073] Dabei besteht jeweils eine kapazitive Kopplung zwischen der Leiterstruktur auf dem
Trägerelement 2 und den Stegelementen 7 an den Speisestellen 8. Die Flügelelemente
6 befinden sich an den Seiten des n-eckigen Strahlerelements 4 und sind in Richtung
des Trägerelements 2 gebogen.
[0074] In der Ausgestaltung der Fig. 9 besteht eine galvanische Kopplung zwischen den Stegelementen
7 und den Flügelelementen 6 in den hier mit Kreisen und Pfeilen hervorgehobenen Bereichen.
Die Koppelstellen 5 für die kapazitive Kopplung befinden sich daher in dieser Variante
im Bereich der Speisestellen 8. Die Flügelelemente 6 und die Stegelemente 7 sind dabei
je nach Ausgestaltung galvanisch miteinander gekoppelt oder sind einteilig ausgeführt.
In der letzten Variante münden daher quasi die Flügelelemente 6 mit ihren Koppelstellen
5 auf den freien Enden 60 auf dem Trägerelement 2.
[0075] In der Ausgestaltung der Fig. 10 besteht eine kapazitive Kopplung - hier insbesondere
über einen Luftspalt - zwischen Stegelement 7 und Flügelelement 6, so dass sich zwischen
beiden auch die kapazitive Koppelstelle 5 befindet. Dabei besteht weiterhin eine kapazitive
Kopplung zwischen dem Stegelement 7 und der Speisestelle 8. Dies im Gegensatz zur
galvanischen Kopplung zwischen den Flügelelementen 6 und dem Strahlerelement 4. Die
Flügelelemente 6 sind hier auch als Blechstreifen zu erkennen, die an den Seiten des
Strahlerelements 4 befestigt und nach unten umgebogen sind. Auch ist zu erkennen,
dass über die Ausgestaltungen von Flügelelementen 6 und Stegelementen 7 der Abstand
zwischen dem Strahlerelement 6 und dem Trägerelement 2 oder z. B. einer Massefläche
auf dem Trägerelement 2 einstellbar sind.
[0076] In einer Ausgestaltung ist das mindestens eine Strahlerelement 4 aus einem Blech
gefertigt, wobei die Flügelelemente 6 und die Stegelemente 7 ebenfalls aus Blech bestehen.
[0077] Die Abbildungen Fig. 11 bis Fig. 14 zeigen eine weitere Ausgestaltung der Antennenvorrichtung
1 mit zwei Strahlerelementen 4, 4'. Dies ist beispielweise ein "Stacked Patch", z.
B. für Dual-Band-Design oder erweitertes breitbandiges Design.
[0078] Die Fig. 11 zeigt die zwei unterschiedlich ausgestaltete Strahlerelemente 4, 4',
die beide von dem Trägerelement 2 beabstandet sind. Das höher befindliche Strahlerelement
4 (auch erstes Strahlerelement) weist eine viereckige Außenkontur und eine mittige
viereckige Aussparung 21 auf. Andere Außenkonturen sind ebenfalls möglich. Das zweite
Strahlerelement 4' befindet sich innerhalb der Aussparung 21 und näher am Trägerelement
2. Dabei ist das zweite Strahlerelement 4' in der dargestellten Ausgestaltung ebenfalls
viereckig ausgestaltet. Beide Strahlerelemente 4, 4' sind hier plan ausgestaltet und
befinden sich hier im Wesentlichen parallel zum Trägerelement 2. Zu erkennen ist die
Leiterstruktur 3 in Form von Leiterbahnen auf dem Trägerelement 2 mit den vier Speisestellen
8, mit denen jeweils ein Stegelement 7 verbunden ist. Dies erfolgt hier passend zu
den vier Koppelstellen 5 an den Flügelelementen 6 an den vier Außenseiten 40 des oberen
Strahlerelements 4.
[0079] Die Fig. 12 lässt die unterschiedliche Ausgestaltung der zwei Strahlerelemente 4,
4' und deren Anordnung zueinander erkennen. Zu sehen ist auch, dass sich die Flügelelemente
6 an den Seiten 40 des oberen bzw. ersten viereckigen Strahlerelements 4 befinden
und von dort in Richtung des Trägerelements 2 ragen. Die kapazitiven Koppelstellen
5 befinden sich daher ebenfalls auf den Seiten. Zu erkennen ist auch der flächige
Verlauf der Flügelelement, die von den Seiten des oberen Strahlerelements 4 ausgehen
und hier in Richtung des Trägerelements 2 abgewinkelt sind.
[0080] Die Fig. 13 zeigt den vergrößerten Ausschnitt des Teils der Antennenvorrichtung 1
der Fig. 12. Von den Koppelstellen 5 ragen Zungenelemente 15 zu dem weiter in Richtung
des Trägerelements 2 befindlichen Strahlerelement 4' und erzeugen daher auch eine
elektrische - hier insbesondere kapazitive - Kopplung zu diesem - zweiten - Strahlerelement
4'. Insgesamt sind also die zwei Strahlelemente 4, 4' miteinander kapazitiv gekoppelt
und ist eines der zwei Strahlerelemente 4 über die Flügelelemente 6 kapazitiv mit
der Leiterstruktur 3 gekoppelt.
[0081] Der Schnitt der Fig. 14 zeigt noch einmal, dass das obere - erste - Strahlerelement
4 über die Verbindung aus seitlich befindlichen Flügelelementen 6 und Stegelementen
7 auf dem Trägerelement 2 ruht und kapazitiv - über die Koppelstellen 5 - mit den
Speisestellen 8 gekoppelt ist. Dabei befindet sich zwischen den Stegelementen 7 und
den Flügelelementen 6 ein Dielektrikum als Zwischenmedium 9. In Richtung des unteren
- zweiten - Strahlerelements 4' verlaufen die Zungenelemente 15, die ebenfalls eine
elektrische und hier kapazitive Kontaktierung bewirken.
[0082] Zusätzlich ist noch aufgetragen, dass das Trägerelement 2 eine Breite von 175 mm
und das obere Strahlerelement 4 eine Seitenlänge von 75 mm aufweist. Dabei befindet
sich die - hier insbesondere viereckige - Außenkontur des oberen Strahlerelements
4 ungefähr 25 mm oberhalb des Trägerelements 2.
[0083] Die kapazitive Ankopplung mindestens eines Strahlerelements an - vorzugsweise vier
- Stellen bietet folgende Vorteile:
- a) Die lateralen Abmessungen des Strahlerelements können deutlich kleiner als die
halbe Wellenlänge bei der Arbeitsfrequenz sein. So sind Abmessungen von einem Viertel
der Wellenlänge oder weniger möglich.
- b) Die wirksame Apertur des Strahlerelements ist größer als die laterale Ausdehnung,
da die Form des Strahlers und die damit verbundene Position der Koppelstellen eine
hohe Konzentration der Energie bzw. Feldstärke an den Koppelstellen hervorruft.
- c) Es ist eine einfache, verlustarme Impedanzanpassung möglich.
- d) Es ermöglicht trotz der geringen Volumenabmessungen eine hohe relative Bandbreite,
sowohl für die Impedanzanpassung als auch für die Richtcharakteristik.
- e) Es bedarf keiner großen Massefläche und/oder Reflektors, um die Rückstrahlung zu
reduzieren. Der Durchmesser der Massefläche kann beispielsweise eine halbe Wellenlänge
oder kleiner sein.
- f) Das Strahlerelement kann sehr kostengünstig aufgebaut werden, da keine teuren Substrate,
wie Keramiken, erforderlich sind. Im einfachsten Fall sind bereits Stanzund Biegeteile
aus Blech (z. B. Aluminium) ausreichend.
- g) Sehr geringe Bauhöhe, was dem Einsatz für flache Antennen entgegenkommt, z.B. für
UHF-RFID-Anwendungen.
[0084] Ein technisches Anwendungsgebiet bieten beispielsweise UHF-RFID-Antennen für den
Einsatz in Logistik, Produktion oder Automatisierung. Dazu gehören beispielsweise
Tordurchfahrten u. a. mit Pulklesung (Erfassung vieler Transponder in kurzer Zeit),
automatisierte Inventur oder Personenkontrollen (z. B. Healthcare). Eine weitere Anwendungsmöglichkeit
bieten mobile Terminals für die Satelliten- oder die terrestrische Mobilkommunikation.
Weitere Anwendungen liegen im Automotiv-Bereich bzw. im Bereich der Vernetzung von
Fahrzeugen oder Verkehrsteilnehmern (sog. Car2X).
[0085] Die oben beschriebenen Ausführungsbeispiele stellen lediglich eine Veranschaulichung
der Prinzipien der vorliegenden Erfindung dar. Es versteht sich, dass Modifikationen
und Variationen der hierin beschriebenen Anordnungen und Einzelheiten anderen Fachleuten
einleuchten werden. Deshalb ist beabsichtigt, dass die Erfindung lediglich durch den
Schutzumfang der nachstehenden Patentansprüche und nicht durch die spezifischen Einzelheiten,
die anhand der Beschreibung und der Erläuterung der Ausführungsbeispiele hierin präsentiert
wurden, beschränkt sei.
Referenzen:
[0086]
- [1] A. E. Popugaev and R. Wansch, "A novel miniaturization technique in microstrip feed
network design," in Proc. of the 3rd European Conference on Antennas and Propagation,
EuCAP 2009, Berlin, Mar. 2009, pp. 2309 - 2313.
- [2] A. E. Popugaev, R. Wansch, S. Urquijo, "A NOVEL HIGH PERFORMANCE ANTENNA FOR GNSS
APPLICATIONS," in Proc. of the 2nd Second European Conference on Antennas and Propagation
(EuCAP), Edinburgh, UK, Nov. 11-16, 2007.
- [3] L. Weisgerber and A. E. Popugaev, "Multibeam antenna array for RFID applications,"
in Proc. of the 2013 European Microwave Conference (EuMC), Nuremberg, Oct. 2013, pp.
84 - 87.
1. Antennenvorrichtung (1)
mit einem Strahlerelement (4) zum Abstrahlen und/oder Empfangen von elektromagnetischen
Signalen,
wobei das Strahlerelement (4) mindestens eine Koppelstelle (5) aufweist, wobei die
Koppelstelle (5) mit einer Seite (40) des Strahlerelements (4) verbunden ist, und
wobei die Koppelstelle (5) zur kapazitiven Ein- und/oder Auskopplung von elektromagnetischen
Signalen ausgestaltet ist,
wobei die Antennenvorrichtung (1) eine Leiterstruktur (3) zum Leiten von elektromagnetischen
Signalen aufweist, und
wobei die Leiterstruktur (3) und das Strahlerelement (4) über die Koppelstelle (5)
kapazitiv miteinander gekoppelt sind,
wobei das Strahlerelement (4) mindestens ein Flügelelement (6) aufweist, wobei das
Strahlerelement (4) und das Flügelelement (6) galvanisch miteinander gekoppelt sind,
wobei das Flügelelement (6) an der Seite (40) des Strahlerelements (4) angeordnet
ist,
wobei das Strahlerelement (4) und das Flügelelement (6) einen Winkel (14) miteinander
bilden,
wobei das Flügelelement (6) die Koppelstelle (5) aufweist,
wobei die Antennenvorrichtung (1) mindestens ein Stegelement (7) aufweist, wobei das
Stegelement (7) galvanisch oder kapazitiv mit einer Speisestelle (8) der Leiterstruktur
(3) gekoppelt ist, und
wobei das Stegelement (7) und das Strahlerelement (4) über die Koppelstelle (5) kapazitiv
miteinander gekoppelt sind,
wobei die Antennenvorrichtung (1) ein Trägerelement (2) aufweist,
wobei das Flügelelement (6) in Richtung des Trägerelements (2) von dem Strahlerelement
(4) abgewinkelt ist, und sich die Koppelstelle (5) an einem freien Ende (60) des Flügelelements
(6) befindet, dadurch gekennzeichnet, dass das Strahlerelement (4) als Flächenstrahler ausgestaltet ist.
2. Antennenvorrichtung (1) nach Anspruch 1,
wobei im Bereich der Koppelstelle (5) ein Zwischenmedium (9) vorhanden ist und wobei
die kapazitive Kopplung über das Zwischenmedium (9) erfolgt.
3. Antennenvorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2,
wobei das Strahlerelement (4) beabstandet von dem Trägerelement (2) befestigt ist.
4. Antennenvorrichtung (1) nach Anspruch 1, wobei das Strahlerelement (4) als Flächenstrahler
mit einer Außenkontur in Form eines n-Ecks ausgestaltet ist und
wobei n eine natürliche Zahl größer oder gleich drei ist.
5. Antennenvorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 4, wobei das Strahlerelement (4) als
trichterförmiger Flächenstrahler mit einer mittigen Absenkung ausgestaltet ist.
6. Antennenvorrichtung (1) nach Anspruch 4, wobei die Koppelstelle (5) mittig im Bereich
einer Seite des n-Ecks des Strahlerelements (4) angeordnet ist.
7. Antennenvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 6, wobei das Strahlerelement
(4) als Blech ausgestaltet ist.
8. Antennenvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei das Strahlerelement
(4) an mehreren Seiten (40) Koppelstellen (5) aufweist und
wobei das Strahlerelement (4) über mindestens eine Koppelstelle (5) kapazitiv mit
der Leiterstruktur (3) gekoppelt ist.
9. Antennenvorrichtung (1) nach Anspruch 8, wobei das Strahlerelement (4) über mindestens
eine Koppelstelle (5) mit einem Leerlauf (12) verbunden ist, sodass ein offenes Ende
vorliegt.
10. Antennenvorrichtung (1) nach Anspruch 8, wobei das Strahlerelement (4) über mindestens
eine Koppelstelle (5) mit einem Kurzschluss (13) verbunden ist.
11. Antennenvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Antennenvorrichtung
(1) mindestens zwei Strahlerelemente (4, 4') aufweist.
12. Antennenvorrichtung (1) nach Anspruch 11, wobei die zwei Strahlerelemente (4, 4')
- insbesondere kapazitiv oder galvanisch - miteinander gekoppelt sind.
13. Antennenvorrichtung (1) nach Anspruch 11 oder 12, wobei die zwei Strahlerelemente
(4, 4') unterschiedliche Abstände zum Trägerelement (2) aufweisen.
14. Antennenvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 11 bis 13, wobei ein Strahlerelement
(4) der zwei Strahlerelemente (4, 4') eine Aussparung (21) aufweist und wobei ein
anderes Strahlerelement (4') der zwei Strahlerelemente (4, 4') im Bereich der Aussparung
(21) angeordnet ist.
1. Antenna device (1)
comprising an emitter element (4) for emitting and/or receiving electromagnetic signals,
wherein the emitter element (4) comprises at least one coupling point (5), the coupling
point (5) being connected to a side (40) of the emitter element (4), and
wherein the coupling point (5) is implemented for capacitively coupling electromagnetic
signals in and/or out,
said antenna device (1) comprising a conductive pattern (3) for conducting electromagnetic
signals, and
wherein the conductive pattern (3) and the emitter element (4) are capacitively coupled
to each other via the coupling point (5),
wherein the emitter element (4) comprises at least one blade element (6), wherein
the emitter element (4) and the blade element (6) are galvanically coupled to each
other,
wherein the blade element (6) is arranged on the side (40) of the emitter element
(4),
wherein the emitter element (4) and the blade element (6) form an angle (14) with
each other,
wherein the blade element (6) comprises the coupling point (5),
said antenna device (1) comprising at least one bridge element (7), wherein the bridge
element (7) is galvanically or capacitively coupled to a feeding point (8) of the
conductive pattern (3), and
wherein the bridge element (7) and the emitter element (4) are capacitively coupled
to each other via the coupling point (5),
the antenna device (1) comprising a carrier element (2),
wherein the blade element (6) is angulated away from the emitter element (4) in the
direction of the carrier element (2), and the coupling point (5) is located at a free
end (60) of the blade element (6), characterized in that the emitter element (4) is configured as a surface emitter.
2. Antenna device (1) as claimed in claim 1,
wherein an intermediate medium (9) is located in the area of the coupling point (5)
and wherein capacitive coupling is effected via the intermediate medium (9).
3. Antenna device (1) as claimed in claims 1 or 2,
wherein the emitter element (4) is attached at a distance from the carrier element
(2).
4. Antenna device (1) as claimed in claim 1,
wherein the emitter element (4) is implemented as a surface emitter having an outer
contour in the form of an n-gon, and
wherein n is a natural number larger than or equal to three.
5. Antenna device (1) as claimed in claims 1 or 4,
wherein the emitter element (4) is implemented as a funnel-shaped surface emitter
having a central dip.
6. Antenna device (1) as claimed in claim 4,
wherein the coupling point (5) is arranged centrally in the area of a side of the
n-gon of the emitter element (4).
7. Antenna device (1) as claimed in any of claims 4 to 6,
wherein the emitter element (4) is implemented as a metal sheet.
8. Antenna device (1) as claimed in any of claims 1 to 7,
wherein the emitter element (4) comprises coupling points (5) on several sides (40),
and
wherein the emitter element (4) is capacitively coupled to the conductive pattern
(3) via at least one coupling point (5).
9. Antenna device (1) as claimed in claim 8,
wherein the emitter element (4) is connected to an open circuit (12) via at least
one coupling point (5), so that there is an open end.
10. Antenna device (1) as claimed in claim 8,
wherein the emitter element (4) is connected to a short circuit (13) via at least
one coupling point (5).
11. Antenna device (1) as claimed in any of claims 1 to 10,
wherein the antenna device (1) comprises at least two emitter elements (4, 4').
12. Antenna device (1) as claimed in claim 11,
wherein the two emitter elements (4, 4') are coupled to each other, in particular
capacitively or galvanically.
13. Antenna device (1) as claimed in claims 11 or 12,
wherein the two emitter elements (4, 4') have different distances from the carrier
element (2).
14. Antenna device (1) as claimed in any of claims 11 to 13,
wherein an emitter element (4) of the two emitter elements (4, 4') comprises a recess
(21) and wherein another emitter element (4') of the two emitter elements (4, 4')
is arranged in the area of the recess (21).
1. Dispositif d'antenne (1)
avec un élément de rayonnement (4) destiné à émettre et/ou recevoir des signaux électromagnétiques,
dans lequel l'élément de rayonnement (4) présente au moins un point de couplage (5),
dans lequel le point de couplage (5) est connecté à un côté (40) de l'élément de rayonnement
(4), et
dans lequel le point de couplage (5) est conçu pour le couplage et/ou découplage capacitif
de signaux électromagnétiques, dans lequel le dispositif d'antenne (1) présente une
structure conductrice (3) destinée à conduire des signaux électromagnétiques, et
dans lequel la structure conductrice (3) et l'élément de rayonnement (4) sont couplés
de manière capacitive l'un à l'autre par l'intermédiaire du point de couplage (5),
dans lequel l'élément de rayonnement (4) présente au moins un élément d'aile (6),
dans lequel l'élément de rayonnement (4) et l'élément d'aile (6) sont couplés de manière
galvanique l'un à l'autre,
dans lequel l'élément d'aile (6) est disposé sur le côté (40) de l'élément de rayonnement
(4),
dans lequel l'élément de rayonnement (4) et l'élément d'aile (6) forment un angle
(14) entre eux,
dans lequel l'élément d'aile (6) présente le point de couplage (5), dans lequel le
dispositif d'antenne (1) présente au moins un élément de bretelle (7),
dans lequel l'élément de bretelle (7) est couplé de manière galvanique ou de manière
capacitive à un point d'alimentation (8) de la structure conductrice (3), et
dans lequel l'élément de bretelle (7) et l'élément de rayonnement (4) sont couplés
de manière capacitive l'un à l'autre par l'intermédiaire du point de couplage (5),
dans lequel le dispositif d'antenne (1) présente un élément de support (2),
dans lequel l'élément d'aile (6) forme un angle en direction de l'élément de support
(2) par rapport à l'élément de rayonnement (4), et le point de couplage (5) se situe
à une extrémité libre (60) de l'élément d'aile (6),
caractérisé par le fait que l'élément de rayonnement (4) est conçu sous forme d'émetteur de surface.
2. Dispositif d'antenne (1) selon la revendication 1,
dans lequel est présent, à l'endroit du point de couplage (5), un milieu intermédiaire
(9) et dans lequel le couplage capacitif a lieu par l'intermédiaire du milieu intermédiaire
(9).
3. Dispositif d'antenne (1) selon la revendication 1 ou 2,
dans lequel l'élément de rayonnement (4) est fixé à distance de l'élément de support
(2).
4. Dispositif d'antenne (1) selon la revendication 1,
dans lequel l'élément de rayonnement (4) est conçu sous forme d'émetteur de surface
avec un contour extérieur en forme de polygone à n côtés; et
où n est un nombre naturel supérieur ou égal à trois.
5. Dispositif d'antenne (1) selon la revendication 1 ou 4,
dans lequel l'élément de rayonnement (4) est conçu sous forme d'émetteur de surface
en forme d'entonnoir avec une dépression centrale.
6. Dispositif d'antenne (1) selon la revendication 4,
dans lequel le point de couplage (5) est disposé au centre dans la zone d'un côté
du polygone à n côtés de l'élément de rayonnement (4).
7. Dispositif d'antenne (1) selon l'une des revendications 4 à 6,
dans lequel l'élément de rayonnement (4) est conçu sous forme de tôle.
8. Dispositif d'antenne (1) selon l'une des revendications 1 à 7,
dans lequel l'élément de rayonnement (4) présente des points de couplage (5) sur plusieurs
côtés (40); et
dans lequel l'élément de rayonnement (4) est couplé de manière capacitive, par l'intermédiaire
d'au moins un point de couplage (5), à la structure conductrice (3).
9. Dispositif d'antenne (1) selon la revendication 8,
dans lequel l'élément de rayonnement (4) est connecté, par l'intermédiaire d'au moins
un point de couplage (5), à un circuit ouvert (12), de sorte que soit présente une
extrémité ouverte.
10. Dispositif d'antenne (1) selon la revendication 8,
dans lequel l'élément de rayonnement (4) est connecté, par l'intermédiaire d'au moins
un point de couplage (5), à un courtcircuit (13).
11. Dispositif d'antenne (1) selon l'une des revendications 1 à 10,
dans lequel le dispositif d'antenne (1) présente au moins deux éléments de rayonnement
(4, 4').
12. Dispositif d'antenne (1) selon la revendication 11,
dans lequel les deux éléments de rayonnement (4, 4') sont couplés l'un à l'autre,
en particulier de manière capacitive ou galvanique.
13. Dispositif d'antenne (1) selon la revendication 11 ou 12,
dans lequel les deux éléments de rayonnement (4, 4') présentent des distances différentes
par rapport à l'élément de support (2).
14. Dispositif d'antenne (1) selon l'une des revendications 11 à 13,
dans lequel un élément de rayonnement (4) parmi les deux éléments de rayonnement (4,
4') présente un évidement (21) et dans lequel un autre élément de rayonnement (4')
parmi les deux éléments de rayonnement (4, 4') est disposé dans la zone de l'évidement
(21).