[0001] Die Erfindung betrifft einen Verpackungsspender zur Ausgabe von Lebensmittelverpackungen,
mit einem Magazinabschnitt, welcher dazu eingerichtet ist, eine Mehrzahl von auffaltbaren
Lebensmittelverpackungen zu bevorraten, und einem Befüll- und Entnahmeabschnitt, welcher
dazu eingerichtet ist, einem Benutzer eine aufgefaltete Lebensmittelverpackung zur
Befüllung mit einem oder mehreren Lebensmitteln bereitzustellen und dem Benutzer die
Entnahme der Lebensmittelverpackung aus dem Verpackungsspender zu erlauben.
[0002] Die Erfindung betrifft außerdem ein Verpackungssystem mit einem Verpackungsspender
und einer oder mehreren innerhalb des Verpackungsspenders bevorrateten Lebensmittelverpackungen.
Darüber hinaus betrifft die Erfindung die Verwendung eines Verpackungsspenders.
[0003] In einer Vielzahl von Gastronomiebereichen gewinnt die Zubereitungszeit angebotener
Speisen zunehmend an Bedeutung, da die Bereitschaft von Kunden, lange Wartezeiten
für die Zubereitung von Speisen in Kauf zu nehmen, stetig abnimmt. Insbesondere in
Gastronomiezweigen, in welchen der bestellende Kunde die Zubereitung der bestellten
Speise verfolgen kann, kann durch die rasche Zubereitung und Bereitstellung der bestellten
Speise eine erhebliche Steigerung der Kundenzufriedenheit erreicht werden. Dies gilt
insbesondere für Schnellrestaurants, Imbisse und die Dönergastronomie.
[0004] Durch die Verwendung von Verpackungsspendern können zeitaufwändige Vorgänge, wie
beispielsweise das Öffnen und Schließen von Lagerschubläden oder -schränken oder das
manuelle Vereinzeln von Lebensmittelverpackungen, effektiv vermieden werden, wodurch
die Bereitstellung der bestellen Speise letztendlich beschleunigt wird. Ferner können
Verpackungsspender den Benutzer bei der Befüllung von Lebensmittelverpackungen unterstützen,
indem die Lebensmittelverpackungen dem Benutzer in einem zur Befüllung geeigneten
Zustand bereitgestellt werden. Auf diese Weise kann auch die Befüllung der Lebensmittelverpackung
mit einem oder mehreren Lebensmitteln beschleunigt werden, sodass die Wartezeit für
den Kunden weiter verkürzt wird.
[0005] Die bekannten Verpackungsspender weisen jedoch weiterhin erhebliche Mängel hinsichtlich
des Benutzungskomforts auf. Beispielsweise sind Verpackungsspender bekannt, in denen
auffaltbare Lebensmittelverpackungen lediglich im gefalteten Zustand entnehmbar sind,
sodass das Auffalten und Festhalten der Lebensmittelverpackung während der Befüllung
mit einem oder mehreren Lebensmitteln händisch durch den Bediener des Verpackungsspenders
zu erfolgen hat.
[0006] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht somit darin, die Bereitstellung
von Speisen durch die Verwendung eines Verpackungsspenders zu beschleunigen und den
Komfort bei der Benutzung des Verpackungsspenders zu erhöhen.
[0007] Die Aufgabe wird gelöst durch einen Verpackungsspender der eingangs genannten Art,
wobei der erfindungsgemäße Verpackungsspender einen Auffaltabschnitt aufweist, welcher
zwischen dem Magazinabschnitt und dem Befüll- und Entnahmeabschnitt angeordnet und
dazu eingerichtet ist, Lebensmittelverpackungen beim Bewegen entlang eines zwischen
dem Magazinabschnitt und dem Befüll- und Entnahmeabschnitt verlaufenden Auffaltpfads
aufzufalten.
[0008] Die Erfindung macht sich die Erkenntnis zunutze, dass zwischen dem Magazinabschnitt
und dem Befüll- und Entnahmeabschnitt ein weiterer Funktionsabschnitt integrierbar
ist, welcher die Auffaltung der in dem Magazinabschnitt bevorrateten Lebensmittelverpackungen
bedingt, wenn diese von dem Benutzer des Verpackungsspenders in Richtung des Befüll-
und Entnahmeabschnitts bewegt werden. Durch den Auffaltabschnitt wird ein manuelles
Auffalten der Lebensmittelverpackungen vermieden, wodurch der Benutzungskomfort des
Verpackungsspenders gesteigert ist. Dadurch, dass die Lebensmittelverpackungen beim
Bewegen entlang des Auffaltpfads aufgefaltet werden, wird außerdem der Bereitstellungsprozess
für die verpackten Lebensmittel beschleunigt, sodass die Wartezeit von Kunden verkürzt
wird.
[0009] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist der erfindungsgemäße Verpackungsspender
zwei Stege auf, welche auf gegenüberliegenden Seiten des Auffaltpfads angeordnet und
zum Auffalten von Lebensmittelverpackungen und/oder zum Halten von aufgefalteten Lebensmittelverpackungen
ausgebildet sind. Insbesondere sind die zwei Stege sowie die Anordnung der zwei Stege
an die Form und die Auffaltcharakteristik der verwendeten Lebensmittelverpackungen
angepasst. Insbesondere weisen die zwei Stege jeweils einen Kontaktbereich auf, welcher
beim Bewegen einer Lebensmittelverpackung entlang des Auffaltpfads mit Seitenkanten
der Lebensmittelverpackung in Kontakt kommt und/oder die Lebensmittelverpackung derart
mit einer oder mehreren Auffaltkräften beaufschlagt, dass der Auffaltprozess initiiert
oder vollständig durchlaufen wird. Das Halten von aufgefalteten Lebensmittelverpackungen
erfolgt vorzugsweise dadurch, dass ein durch die Schwerkraft bedingtes Herausfallen
der Lebensmittelverpackung durch ein formschlüssiges und/oder kraftschlüssiges Zusammenwirken
der zwei Stege mit der aufgefalteten Lebensmittelverpackung verhindert wird.
[0010] In einer anderen bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verpackungsspenders
verlaufen die innerhalb des Auffaltabschnitts angeordneten Stegabschnitte der zwei
Stege jeweils derart nach innen, dass der Abstand zwischen den innerhalb des Auffaltabschnitts
angeordneten Stegabschnitten und/oder die freie Fläche zwischen den innerhalb des
Auffaltabschnitts angeordneten Stegabschnitten sich mit zunehmendem Abstand von dem
Magazinabschnitt verkleinert. Insbesondere weisen die in dem Auffaltabschnitt angeordneten
Stegabschnitte der zwei Stege jeweils eine nach innen verlaufende Kontaktfläche auf,
welche dazu eingerichtet ist, beim Bewegen einer Lebensmittelverpackung entlang des
Auffaltpfads mit den Seitenkanten der Lebensmittelverpackung in Kontakt zu kommen
und die seitlichen Außenkanten der Lebensmittelverpackung mit einer Auffaltkraft zu
beaufschlagen. Beispielsweise weisen die innerhalb des Auffaltabschnitts angeordneten
Stegabschnitte eine Neigung in einem Bereich von 10° bis 30°, vorzugsweise in einem
Bereich von 15° bis 25°, gegenüber dem Auffaltpfad oder einer Längsachse des Verpackungsspenders
auf.
[0011] In einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verpackungsspenders weisen die innerhalb
des Befüll- und Entnahmeabschnitts angeordneten Stegabschnitte der zwei Stege jeweils
eine erste Sektion auf, welche derart nach außen verlaufen, dass der Abstand zwischen
den ersten Sektionen der innerhalb des Befüll- und Entnahmeabschnitts angeordneten
Stegabschnitte und/oder die freie Fläche zwischen den ersten Sektionen der innerhalb
des Befüll- und Entnahmeabschnitts angeordneten Stegabschnitte sich mit zunehmendem
Abstand von dem Magazinabschnitt vergrößert. Insbesondere schließt sich die erste
Sektion der innerhalb des Befüll- und Entnahmeabschnitts angeordneten Stegabschnitte
an die innerhalb des Auffaltabschnitts angeordneten Stegabschnitte an. Vorzugsweise
ist zwischen der ersten Sektion der innerhalb des Befüll- und Entnahmeabschnitts angeordneten
Stegabschnitte und der innerhalb des Auffaltabschnitts angeordneten Stegabschnitte
jeweils eine Kante ausgebildet, welche den Auffaltabschnitt von dem Befüll- und Entnahmeabschnitt
trennt. Insbesondere, wenn die aufgefaltete Lebensmittelverpackung eine Taschenform
aufweist, können die ersten Sektionen der innerhalb des Befüll- und Entnahmeabschnitts
angeordneten Stegabschnitte einen dem Magazinabschnitt zugewandten Teil der taschenförmigen
Lebensmittelverpackung aufnehmen.
[0012] Außerdem ist ein erfindungsgemäßer Verpackungsspender vorteilhaft, bei welchem die
innerhalb des Befüll- und Entnahmeabschnitts angeordneten Stegabschnitte der zwei
Stege jeweils eine zweite Sektion aufweisen, welche derart nach innen verlaufen, dass
der Abstand zwischen den zweiten Sektionen der innerhalb des Befüll- und Entnahmeabschnitts
angeordneten Stegabschnitte und/oder die freie Fläche zwischen den zweiten Sektionen
der innerhalb des Befüll- und Entnahmeabschnitts angeordneten Stegabschnitte sich
mit zunehmendem Abstand von dem Magazinabschnitt verkleinert. Insbesondere schließt
die zweite Sektion der innerhalb des Befüll- und Entnahmeabschnitts angeordneten Stegabschnitte
an die erste Sektion der innerhalb des Befüll- und Entnahmeabschnitts angeordneten
Stegabschnitte an. Insbesondere, wenn die verwendete Lebensmittelverpackung im aufgefalteten
Zustand eine Taschenform aufweist, können die zweiten Sektionen der innerhalb des
Befüll- und Entnahmeabschnitts angeordneten Stegabschnitte zum Aufnehmen eines dem
Magazinabschnitt abgewandten Teils der Lebensmittelverpackung dienen.
[0013] In einer anderen Ausführungsform weist der erfindungsgemäße Verpackungsspender eine
Abdeckung auf, welche dazu eingerichtet ist, die in dem Magazinabschnitt befindlichen
Lebensmittelverpackungen abzudecken. Eine derartige Abdeckung verhindert das unbeabsichtigte
Inkontaktkommen der in dem Magazinabschnitt angeordneten Lebensmittelverpackungen
mit Schmutz oder Lebensmittelresten, welche beispielsweise während des Befüllvorgangs
unbeabsichtigt in Richtung des Magazinabschnitts des Verpackungsspenders beschleunigt
werden. Eine Kontamination der innerhalb des Magazinabschnitts angeordneten Lebensmittelverpackungen
wird somit durch die Abdeckung effektiv vermieden. Ferner führt die Abdeckung zu einer
optischen Verkleidung der bevorrateten Lebensmittelverpackungen, wodurch dem Kunden
ein optisch ansprechender Zubereitungsbereich dargeboten wird.
[0014] Ferner ist ein erfindungsgemäßer Verpackungsspender vorteilhaft, bei welchem die
Abdeckung eine Ausnehmung aufweist, durch welche für einen Benutzer eine Verschlusslasche
einer sich innerhalb des Magazinabschnitts befindlichen Lebensmittelverpackung greifbar
ist. Nachdem ein Benutzer die Verschlusslasche einer sich innerhalb des Magazinabschnitts
befindlichen Lebensmittelverpackung gegriffen hat, kann dieser die gegriffene Lebensmittelverpackung
entlang des Auffaltpfads von dem Magazinabschnitt in den Befüll- und Entnahmeabschnitt
bewegen. Durch die Ausnehmung wird einerseits der Komfort beim Greifen der Verschlusslasche
für den Benutzer des Verpackungsspenders erhöht und andererseits wird ein effektiver
Schutz der innerhalb des Magazinabschnitts angeordneten Lebensmittelverpackungen vor
Verschmutzung oder Kontamination weiterhin vermieden.
[0015] In einer vorteilhaften Weiterbildung weist der erfindungsgemäße Verpackungsspender
eine Zuführeinrichtung auf, welche dazu eingerichtet ist, die eine oder die mehreren
in dem Magazinabschnitt befindlichen Lebensmittelverpackungen stets derart in Richtung
des Auffaltabschnitts zu drücken, dass stets eine Lebensmittelverpackung unmittelbar
vor dem Auffaltabschnitt innerhalb des Magazinabschnitts bereitsteht. Insbesondere
weist die Zuführeinrichtung ein oder mehrere Federelemente auf, welche sich an einer
Rückwand des Magazinabschnitts abstützen und eine Druckkraft in Richtung des Auffaltabschnitts
auf die innerhalb des Magazinabschnitts angeordneten Lebensmittelverpackungen ausüben.
Durch die Zuführeinrichtung steht dem Benutzer des Verpackungsspenders unabhängig
vom Befüllzustand des Magazinabschnitts stets eine Lebensmittelverpackung unmittelbar
vor dem Auffaltabschnitt innerhalb des Magazinabschnitts bereit, sodass der Benutzer
die Verschlusslasche dieser Lebensmittelverpackung komfortabel greifen kann.
[0016] Außerdem ist ein erfindungsgemäßer Verpackungsspender bevorzugt, bei welchem der
Verpackungsspender und/oder die Stege des Verpackungsspenders teilweise oder vollständig
aus Kunststoff, Metall oder einer Metalllegierung ausgebildet sind. Um Hygienevorschriften
in bestimmten Gastronomiebereichen zu erfüllen, kann es besonders bevorzugt sein,
wenn der Verpackungsspender und/oder die Stege des Verpackungsspenders aus rostfreiem
Edelstahl ausgebildet sind. Darüber hinaus existiert eine Vielzahl von lebensmittelfreundlichen
Kunststoffen, welche sich ebenfalls als Material für den Verpackungsspender und/oder
die Stege des Verpackungsspenders anbieten. Durch die Verwendung von Kunststoff kann
das Gewicht des Verpackungsspenders und/oder die Herstellungskosten des Verpackungsspenders
erheblich verringert werden.
[0017] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird ferner durch ein Verpackungssystem
der eingangs genannten Art gelöst, wobei der Verpackungsspender nach einer der vorstehend
beschriebenen Ausführungsformen ausgebildet ist. Hinsichtlich der Vorteile und Modifikationen
des erfindungsgemäßen Verpackungssystems wird auf die Vorteile und Modifikationen
des erfindungsgemäßen Verpackungsspenders verwiesen.
[0018] In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verpackungssystems ist
die eine oder sind die mehreren Lebensmittelverpackungen als Faltschachteln ausgebildet.
Insbesondere sind die Faltschachteln als faltbare Pappschachteln ausgebildet.
[0019] In einer anderen bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verpackungssystems
weist die eine oder weisen die mehreren Lebensmittelverpackungen eine abstehende und
durch einen Benutzer greifbare Verschlusslasche auf, mittels welcher die Lebensmittelverpackungen
nach der Befüllung verschließbar sind.
[0020] Ferner ist ein erfindungsgemäßes Verpackungssystem bevorzugt, bei welchem die eine
oder die mehreren Lebensmittelverpackungen dazu eingerichtet sind, durch seitliche
Druckbeanspruchung von einem flachen gefalteten Zustand in einen, insbesondere taschenförmigen,
aufgefalteten Zustand überführt zu werden.
[0021] Die auffaltbaren Lebensmittelverpackungen können beispielsweise aus Zellstoff, insbesondere
aus Karton, ausgebildet sein. Ferner können die auffaltbaren Lebensmittelverpackungen
zur Aufnahme von Teigtaschen-Speisen und/oder Backwaren ausgebildet sein. Als Teigtaschen-Speisen
kommen hierbei beispielsweise Dönerspeisen in Betracht. Als Backwaren kommen hierbei
beispielsweise Brötchen und/oder Brote, insbesondere belegte Brötchen und/oder belegte
Brote in Betracht. Alternativ oder zusätzlich können die auffaltbaren Lebensmittelverpackungen
zur Aufnahme von Gebäck und/oder Kuchen ausgebildet sein.
[0022] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird ferner durch die Verwendung eines
Verpackungsspenders nach einer der vorstehend beschriebenen Ausführungsformen zur
Ausgabe von Lebensmittelverpackungen für Teigtaschen-Speisen, insbesondere Dönerspeisen,
und/oder Backwaren gelöst.
[0023] Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung unter Bezugnahme auf
die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert und beschrieben. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verpackungssystems in einer perspektivischen
Darstellung;
- Fig. 2
- ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verpackungssystems in einer perspektivischen
Darstellung;
- Fig.3 3
- ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verpackungssystems in einer perspektivischen
Darstellung; und
- Fig. 4
- ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verpackungssystems in einer perspektivischen
Darstellung.
[0024] Gemäß Fig. 1 umfasst das Verpackungssystem 100 einen Verpackungsspender 10 und eine
Mehrzahl von Lebensmittelverpackungen 102.
[0025] Die Lebensmittelverpackungen 102 sind jeweils als auffaltbare Pappverpackungen ausgebildet,
welche dazu eingerichtet sind, im aufgefalteten Zustand eine Dönerspeise aufzunehmen.
Die Lebensmittelverpackungen 102 können durch die Beaufschlagung mit Auffaltkräften
von einem im Wesentlichen flachen und platzsparenden zusammengefalteten Zustand in
einen aufgefalteten Zustand, in welchem die Lebensmittelverpackungen 102 jeweils eine
Taschenform aufweisen, überführt werden. Die Lebensmittelverpackungen 102 können auch
verschließbar ausgebildet sein. Hierzu können die Lebensmittelverpackungen 102 eine
Verschlusslasche 104 (vgl. Fig. 2) aufweisen, welche in einen Schlitz auf einer gegenüberliegenden
Seite der jeweiligen Lebensmittelverpackung 102 einführbar und innerhalb des Schlitzes
verhakbar ist.
[0026] Der Verpackungsspender 10 weist ein Gehäuse 12 auf, welches auf Kunststoff ausgebildet
ist. Das Gehäuse 12 umfasst zwei gegenüberliegend angeordnete und im Wesentlichen
parallel zueinander ausgerichtete Seitenwände 14a, 14b. Die Seitenwände 14a, 14b sind
über eine Rückwand 16 und eine Abdeckung 18 miteinander verbunden.
[0027] Die Abdeckung 18 ist dazu eingerichtet, die in dem Verpackungsspender 10 befindlichen
Lebensmittelverpackungen 102 abzudecken. Außerdem weist die Abdeckung 18 eine Ausnehmung
20 auf, durch welche für einen Benutzer die Verschlusslaschen 104 der sich innerhalb
des Verpackungsspenders 10 befindlichen Lebensmittelverpackung 102 greifbar sind.
Ferner weist die Abdeckung 18 eine nach außen gewölbte Aussparung 22 auf, innerhalb
welcher die Verschlusslaschen 104 der sich innerhalb des Verpackungsspenders 10 befindlichen
Lebensmittelverpackungen 102 angeordnet sind.
[0028] Der Verpackungsspender 10 umfasst einen Magazinabschnitt 26 einen Auffaltabschnitt
28 und einen Befüll- und Entnahmeabschnitt 30. Der Magazinabschnitt 26 ist dazu eingerichtet,
die Lebensmittelverpackungen 102 zu bevorraten. Der Auffaltabschnitt 28 ist zwischen
dem Magazinabschnitt 26 und dem Befüll- und Entnahmeabschnitt 30 angeordnet und dazu
eingerichtet, die Lebensmittelverpackungen 102 beim Bewegen entlang eines zwischen
dem Magazinabschnitt 26 und dem Befüll- und Entnahmeabschnitt 30 verlaufenden Auffaltpfads
38 aufzufalten. Der Befüll- und Entnahmeabschnitt 30 ist dazu eingerichtet, einem
Benutzer des Verpackungssystems 100 eine aufgefaltete Lebensmittelverpackung 102 zur
Befüllung mit einer Dönerspeise bereitzustellen und dem Benutzer die Entnahme der
Lebensmittelverpackung 102 aus dem Verpackungsspender 10 zu erlauben.
[0029] Zum Auffalten der Lebensmittelverpackungen 102 und zum Halten der aufgefalteten Lebensmittelverpackungen
102 zwecks der Befüllung und Entnahme umfasst der Verpackungsspender 10 zwei Stege
24a, 24b, welche auf gegenüberliegenden Seiten des Auffaltpfads 38 angeordnet.
[0030] Wie in Fig. 2 dargestellt, verlaufen die innerhalb des Auffaltabschnitts 28 angeordneten
Stegabschnitte der zwei Stege 24a, 24b jeweils derart nach innen, dass der Abstand
zwischen den innerhalb des Auffaltabschnitts 28 angeordneten Stegabschnitten und die
freie Fläche zwischen den innerhalb des Auffaltabschnitts 28 angeordneten Stegabschnitten
sich mit zunehmendem Abstand von dem Magazinabschnitt 26 verkleinert. Beim Bewegen
einer Lebensmittelverpackung 102 entlang des Auffaltpfads 38 kommt die Lebensmittelverpackung
102 somit in Kontakt mit den innerhalb des Auffaltabschnitts 28 angeordneten Stegabschnitten,
wodurch die seitlichen Außenkanten der Lebensmittelpackung 102 jeweils mit einer Auffaltkraft
beaufschlagt werden. Aufgrund der Beaufschlagung der seitlichen Außenkanten der Lebensmittelpackung
102 mit einer Auffaltkraft kommt es zu einer Auffaltung der Lebensmittelverpackung
102. Ein Bewegen einer Lebensmittelverpackung 102 entlang des Auffaltpfads kann durch
ein Ziehen der Lebensmittelverpackung an der Verschlusslasche 104 in Richtung des
Befüll- und Entnahmeabschnitts 30 erfolgen.
[0031] Die innerhalb des Befüll- und Entnahmeabschnitts 30 angeordneten Stegabschnitte der
zwei Stege 24a, 24b weisen jeweils eine erste Sektion 32 und eine zweite Sektion 34
auf.
[0032] Die ersten Sektionen 32 der innerhalb des Befüll- und Entnahmeabschnitts 30 angeordneten
Stegabschnitte der zwei Stege 24a, 24b verlaufen derart nach außen, dass der Abstand
zwischen den ersten Sektionen 32 der innerhalb des Befüll- und Entnahmeabschnitts
30 angeordneten Stegabschnitte und die freie Fläche zwischen den ersten Sektionen
32 der innerhalb des Befüll- und Entnahmeabschnitts 30 angeordneten Stegabschnitte
sich mit zunehmendem Abstand von dem Magazinabschnitt 26 vergrößert, wobei sich die
ersten Sektionen 32 der innerhalb des Befüll- und Entnahmeabschnitts 30 angeordneten
Stegabschnitte an die innerhalb des Auffaltabschnitts 28 angeordneten Stegabschnitte
anschließen.
[0033] Die zweiten Sektionen 34 der innerhalb des Befüll- und Entnahmeabschnitts 30 angeordneten
Stegabschnitte der zwei Stege 24a, 24b verlaufen derart nach innen, dass der Abstand
zwischen den zweiten Sektionen 34 der innerhalb des Befüll- und Entnahmeabschnitts
30 angeordneten Stegabschnitte und die freie Fläche zwischen den zweiten Sektionen
34 der innerhalb des Befüll- und Entnahmeabschnitts 30 angeordneten Stegabschnitte
sich mit zunehmendem Abstand von dem Magazinabschnitt 26 verkleinert, wobei sich die
zweiten Sektionen 34 der innerhalb des Befüll- und Entnahmeabschnitts 30 angeordneten
Stegabschnitte an die ersten Sektionen 32 der innerhalb des Befüll- und Entnahmeabschnitts
30 angeordneten Stegabschnitte anschließen.
[0034] Durch die Form der Stege 24a, 24b innerhalb des Befüll- und Entnahmeabschnitts 30
wird ein Herausfallen der Lebensmittelverpackung aus dem Befüll- und Entnahmeabschnitt
30 nach unten verhindert. Dadurch, dass die Lebensmittelverpackung 102 in dem aufgefalteten
Zustand von dem Verpackungsspender 10 gehalten wird, kann die Lebensmittelverpackung
102 komfortabel mit einer Dönerspeise gefüllt werden. Nachdem die Lebensmittelverpackung
102 mit der Dönerspeise befüllt wurde, kann die befüllte Lebensmittelverpackung 102
geschlossen und nach oben aus dem Verpackungsspender 10 herausgehoben werden.
[0035] Die Fig. 3 zeigt, dass die Stege 24a, 24b gegenüber einer Mittelebene des Verpackungsspenders
10 im Wesentlichen spiegelsymmetrisch ausgebildet sind. Grundsätzlich können der Verpackungsspender
10 und/oder die Stege 24a, 24b des Verpackungsspenders 10 teilweise oder vollständig
aus Kunststoff, Metall oder einer Metalllegierung ausgebildet sein.
[0036] In der Fig. 4 ist eine Zuführeinrichtung 36 angedeutet, welche dazu eingerichtet
ist, die in dem Magazinabschnitt 26 befindlichen Lebensmittelverpackungen 102 stets
derart in Richtung des Auffaltabschnitts 28 zu drücken, dass stets eine Lebensmittelverpackung
102 unmittelbar vor dem Auffaltabschnitt 28 innerhalb des Magazinabschnitts 26 bereitsteht.
Hierzu kann die Zuführeinrichtung 36 beispielsweise ein oder mehrere Federelemente
umfassen.
[0037] Die als Faltschachteln ausgebildeten Lebensmittelverpackungen 102 weisen jeweils
eine abstehende und durch einen Benutzer greifbare Verschlusslasche 104 auf, mittels
welcher die Lebensmittelverpackung 102 nach der Befüllung verschließbar ist. Die Lebensmittelverpackungen
102 sind dazu eingerichtet, durch seitliche Druckbeanspruchung von einem flachen gefalteten
Zustand in einen taschenförmigen aufgefalteten Zustand überführt zu werden.
Bezugszeichen
[0038]
- 10
- Verpackungsspender
- 12
- Gehäuse
- 14a, 14b
- Seitenwände
- 16
- Rückwand
- 18
- Abdeckung
- 20
- Ausnehmung
- 22
- Aussparung
- 24a, 24b
- Stege
- 26
- Magazinabschnitt
- 28
- Auffaltabschnitt
- 30
- Befüll- und Entnahmeabschnitt
- 32
- erste Sektion
- 34
- zweite Sektion
- 36
- Zuführeinrichtung
- 38
- Auffaltpfad
- 100
- Verpackungssystem
- 102
- Lebensmittelverpackungen
- 104
- Verschlusslasche
1. Verpackungsspender (10) zur Ausgabe von Lebensmittelverpackungen (102), mit
- einem Magazinabschnitt (26), welcher dazu eingerichtet ist, eine Mehrzahl von auffaltbaren
Lebensmittelverpackungen (102) zu bevorraten; und
- einem Befüll- und Entnahmeabschnitt (30), welche dazu eingerichtet ist, einem Benutzer
eine aufgefaltete Lebensmittelverpackung (102) zur Befüllung mit einem oder mehreren
Lebensmitteln bereitzustellen und dem Benutzer die Entnahme der Lebensmittelverpackung
(102) aus dem Verpackungsspender (10) zu erlauben,
gekennzeichnet durch einen Auffaltabschnitt (28), welcher zwischen dem Magazinabschnitt (26) und dem Befüll-
und Entnahmeabschnitt (30) angeordnet und dazu eingerichtet ist, Lebensmittelverpackungen
(102) beim Bewegen entlang eines zwischen dem Magazinabschnitt (26) und dem Befüll-
und Entnahmeabschnitt (30) verlaufenden Auffaltpfads (38) aufzufalten.
2. Verpackungsspender (10) nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch zwei Stege (24a, 24b), welche auf gegenüberliegenden Seiten des Auffaltpfads (38)
angeordnet und zum Auffalten von Lebensmittelverpackungen (102) und/oder zum Halten
von aufgefalteten Lebensmittelverpackungen (102) ausgebildet sind.
3. Verpackungsspender (10) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die innerhalb des Auffaltabschnitts (28) angeordneten Stegabschnitte der zwei Stege
(24a, 24b) jeweils derart nach innen verlaufen, dass der Abstand zwischen den innerhalb
des Auffaltabschnitts (28) angeordneten Stegabschnitten und/oder die freie Fläche
zwischen den innerhalb des Auffaltabschnitts (28) angeordneten Stegabschnitten sich
mit zunehmendem Abstand von dem Magazinabschnitt (26) verkleinert.
4. Verpackungsspender (10) nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die innerhalb des Befüll- und Entnahmeabschnitts (30) angeordneten Stegabschnitte
der zwei Stege (24a, 24b) jeweils eine erste Sektion (32) aufweisen, welche derart
nach außen verlaufen, dass der Abstand zwischen den ersten Sektionen (32) der innerhalb
des Befüll- und Entnahmeabschnitts (30) angeordneten Stegabschnitte und/oder die freie
Fläche zwischen den ersten Sektionen (32) der innerhalb des Befüll- und Entnahmeabschnitts
(30) angeordneten Stegabschnitte sich mit zunehmendem Abstand von dem Magazinabschnitt
(26) vergrößert.
5. Verpackungsspender (10) nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die innerhalb des Befüll- und Entnahmeabschnitts (30) angeordneten Stegabschnitte
der zwei Stege (24a, 24b) jeweils eine zweite Sektion (34) aufweisen, welche derart
nach innen verlaufen, dass der Abstand zwischen den zweiten Sektionen (34) der innerhalb
des Befüll- und Entnahmeabschnitts (30) angeordneten Stegabschnitte und/oder die freie
Fläche zwischen den zweiten Sektionen (34) der innerhalb des Befüll- und Entnahmeabschnitts
(30) angeordneten Stegabschnitte sich mit zunehmendem Abstand von dem Magazinabschnitt
(26) verkleinert.
6. Verpackungsspender (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Abdeckung (18), welche dazu eingerichtet ist, die in dem Magazinabschnitt (26)
befindlichen Lebensmittelverpackungen (102) abzudecken.
7. Verpackungsspender (10) nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (18) eine Ausnehmung (20) aufweist, durch welche für einen Benutzer
eine Verschlusslasche (104) einer sich innerhalb des Magazinabschnitts (26) befindlichen
Lebensmittelverpackung (102) greifbar ist.
8. Verpackungsspender (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch eine Zuführeinrichtung (36), welche dazu eingerichtet ist, die eine oder die mehreren
in dem Magazinabschnitt (26) befindlichen Lebensmittelverpackungen (102) stets derart
in Richtung des Auffaltabschnitts (28) zu drücken, dass stets eine Lebensmittelverpackung
(102) unmittelbar vor dem Auffaltabschnitt (28) innerhalb des Magazinabschnitts (26)
bereitsteht.
9. Verpackungsspender (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Verpackungsspender (10) und/oder die Stege (24a, 24b) des Verpackungsspenders
(10) teilweise oder vollständig aus Kunststoff, Metall oder einer Metalllegierung
ausgebildet sind.
10. Verpackungssystem (100), mit
- einem Verpackungsspender (10), und
- einer oder mehreren innerhalb des Verpackungsspenders (10) bevorrateten Lebensmittelverpackungen
(102);
dadurch gekennzeichnet, dass der Verpackungsspender (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche ausgebildet ist.
11. Verpackungssystem (100) nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die eine oder die mehreren Lebensmittelverpackungen (102) als Faltschachteln ausgebildet
sind.
12. Verpackungssystem (100) nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet, dass die eine oder die mehreren Lebensmittelverpackungen (102) eine abstehende und durch
einen Benutzer greifbare Verschlusslasche (104) aufweisen, mittels welcher die Lebensmittelverpackungen
(102) nach der Befüllung verschließbar sind.
13. Verpackungssystem (100) nach einem der Ansprüche 10 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass die eine oder die mehreren Lebensmittelverpackungen (102) dazu eingerichtet sind,
durch seitliche Druckbeanspruchung von einem flachen gefalteten Zustand in einen,
insbesondere taschenförmigen, aufgefalteten Zustand überführt zu werden.
14. Verwendung eines Verpackungsspenders (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, zur Ausgabe
von Lebensmittelverpackungen (102) für Teigtaschen-Speisen, insbesondere Dönerspeisen,
und/oder Backwaren.