[0001] Die Erfindung betrifft einen Ticketspender mit den Merkmalen im Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Ticketspender, die auch als Presenter bezeichnet werden, dienen zur Ausgabe von Tickets.
Das schnelle Handling insbesondere von sehr dünnen Papiertickets ist sehr anspruchsvoll,
weil die Tickets gleichzeitig sehr flexibel sind. Zudem sind die Tickets aus Papier
stark gekrümmt, was darauf zurückzuführen ist, dass sie von einer Rolle abgewickelt
werden. Je kleiner der Durchmesser der Rolle wird, desto stärker wird auch die Krümmung.
Ein weiterer Nachteil ist, dass es im Bereich der Schnittstellen zwischen den Tickets
scharfe Kanten gibt. Dies kann dazu führen, dass sich die Tickets im Ticketspender
verhaken, insbesondere wenn mehrere Tickets ausgegeben werden sollen. Um das Verhaken
der Tickets zu vermeiden, werden Tickets, selbst wenn sie in größerer Zahl benötigt
werden, in der Regel einzeln ausgegeben und nicht in gestapelter Form. Dies setzt
allerdings voraus, dass es einen Auswurfschacht hinter dem Mundstück des Ticketspenders
gibt, welches mehrere der gespendeten Tickets aufnimmt.
[0003] Ein weiteres Problem besteht darin, dass Tickets, die nicht abgeholt werden, oder
auch fehlerhafte Tickets möglichst nicht wieder in den Transport zurückgelangen sollen,
sondern in eine sogenannte Bad-Ticket-Facility überführt werden sollen. Hierzu müsste
die Bewegungsrichtung des ganzen Transportweges umgekehrt werden, was vergleichsweise
aufwendig ist und den nachfolgenden Transport behindert bzw. die Baulänge vergrößert,
weil ein entsprechender Rücktransportweg vorhanden sein muss. Regelmäßig steht für
Ticketspender jedoch vergleichsweise wenig Bauraum zur Verfügung, so dass man bestrebt
ist, möglichst kompakte und sehr schnelle Ticketspender bereitzustellen.
[0004] Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Ticketspender aufzuzeigen,
mit welchem es möglich ist, in möglichst kompakter Bauweise auch Ticketstapel auszugeben.
[0005] Ticketstapel im Sinne der Erfindung enthalten wenigstens zwei übereinander gestapelte
Tickets gleicher Form und Größe, die deckungsgleich übereinander liegen. Das Handling
von Ticketstapeln ist schwieriger als der Transport eines einzelnen Tickets, weil
die Tickets zunächst übereinander positioniert werden müssen. Hierzu schlägt die Erfindung
eine sogenannte Stapeleinheit vor, die dazu ausgebildet ist, mehrere Tickets zur gestapelten
Ausgabe am Mundstück in gestapelter Anordnung aufzunehmen. Zu diesem Zweck ist die
Stapeleinheit ferner dazu ausgebildet, von einer Transportstellung in eine Stapelstellung
verlagert zu werden. In der Stapelstellung ist der Transportweg, der an der Stapeleinheit
vorbeiführt, so weit vergrößert, dass ein nachfolgendes Ticket, das über den Transportweg
herangeführt wird, über ein vorhergehendes Ticket, das sich bereits in der Stapeleinheit
befindet, geschoben wird. Das wird so lange wiederholt, bis die gewünschte Anzahl
von Tickets eines Ticketstapels erreicht ist. Die Vergrößerung der Höhe des Transportweges
ermöglicht es, die benachbarten Enden der Tickets aneinander vorbei zu führen bzw.
übereinander zu führen. Die Stapeleinheit ist ferner dazu ausgebildet, von der Stapelstellung
wieder in eine Transportstellung verlagert zu werden, in welcher ein äußeres Ticket
des Ticketstapels von einem Fördermittel der Stapeleinheit gegen den Ticketstapel
gedrückt wird, so dass das andere äußere Ticket gegen ein gegenüberliegendes Fördermittel
gedrückt wird. Der Ticketstapel wird zwischen zwei Fördermitteln gehalten. Der so
gehaltene Ticketstapel ist nun in Richtung des Transportweges zum Mundstück transportierbar.
Bei der Erfindung ist es wichtig, dass beidseitig gegenüberliegende Fördermittel vorgesehen
sind. Würde man einen Ticketstapel nur durch ein einseitig auf den Ticketstapel wirkendes
Fördermittel befördern, könnte der Ticketstapel in Transportrichtung auseinander gezogen
werden, wenn die Haftreibungskräfte, die zwischen den einzelnen Tickets wirken, überwunden
werden. Es ist zwar denkbar, gegenüberliegend dem Fördermittel eine sehr gleitfähige
Führung oder nicht angetriebene Rollen anzuordnen. Allerdings sind diese, die Reibung
reduzierenden Mitteln nur an dem äußeren Ticket wirksam. Mit der Erfindung ist es
hingegen möglich, auch Tickets mit sehr glatter Oberfläche, z. B. aus Kunststoff,
in gestapelter Anordnung zu transportieren, ohne dass die Gefahr besteht, dass der
Ticketstapel auseinander gezogen wird. Der Ticketstapel kann insbesondere mehr als
5 Tickets enthalten, insbesondere zwischen 5 und 15 Tickets. Bei einer Dicke von 0,25
mm/Ticket können sich Stapelhöhen von 2 mm bis 4 mm ergeben, die mit dem erfindungsgemäßen
Ticketspender sicher bewegt werden können.
[0006] Das zentrale Bauelement des erfindungsgemäßen Ticketspenders ist die Stapeleinheit.
Die Stapeleinheit fungiert gewissermaßen wie ein Lift, der die Tickets von der Stapelstellung
wieder in die Transportstellung verlagert. Die Stapelstellung ist insbesondere eine
abgesenkte Stellung, wobei die Tickets durch die Schwerkraft nach unten abgelegt werden.
Wichtig dabei ist, dass das in Transportrichtung hintere Ende eines Tickets nicht
mit dem nachfolgenden vorderen Ende des nächsten Tickets zusammenstößt. Das hintere
Ende muss daher besonders schnell abgesenkt werden. Es wird daher als vorteilhaft
angesehen, wenn die Stapeleinheit eine der Ticketzuführung benachbarten hinteren Bereich
und einen der Ticketzuführung abgewandten vorderen Bereich besitzt, wobei in der Stapelstellung
der Transportweg im hinteren Bereich stärker vergrößert ist als im vorderen Bereich.
Die Tickets werden dann im spitzen Winkel zum Transportweg abgelegt, wobei die vorderen
Enden der Tickets näher am Transportweg verbleiben als die hinteren Enden. Das ermöglicht
es, die hinteren Enden der Tickets im hinteren Bereich schneller und stärker abzusenken,
was im Bereich der vorderen Enden nicht erforderlich ist. Die Stapeleinheit besitzt
bevorzugt eine im spitzen Winkel zum Transportweg geneigte Stapelfläche. Während des
Stapelns kann sich die Stapeleinheit im Wesentlichen statisch verhalten. Ihre Aufgabe
besteht darin, Tickets aufzunehmen. Nachdem die gewünschte Anzahl von Tickets in der
Stapeleinheit angekommen ist, tritt ein relativ zur Stapelfläche verlagerbares Fördermittel
in Aktion, welches in der Stapelstellung in gleichem oder größerem Abstand als die
Stapelfläche von dem Transportweg beabstandet ist und in der Transportstellung in
kleinerem Abstand als die Stapelfläche. Der verlagerbare Teil der Stapeleinheit besteht
mithin zumindest aus dem Fördermittel. Das Fördermittel kann ganz oder teilweise Teil
der Stapelfläche sein, während die Tickets gestapelt werden. Es ist im Rahmen der
Erfindung zwar möglich, aber nicht zwingend erforderlich, sowohl die komplette Stapelfläche
als auch nur die beweglichen Bestandteile der Stapeleinheit, d. h. die Fördermittel,
vom Transportweg weg bzw. vom Transportweg hin zu bewegen. Vorzugsweise wird nur das
Fördermittel angehoben bzw. abgesenkt.
[0007] Das Fördermittel ist insbesondere linear verlagerbar. Es kann beispielsweise über
Hubmagnete sehr schnell von einer Stapelposition in eine Transportposition der Stapeleinheit
verlagert werden. Die Rückstellung kann unter dem Einfluss einer Federkraft erfolgen.
[0008] Das Fördermittel der Stapeleinheit ist insbesondere ein Band- oder Rollenförderer,
welcher in Freiräume der Stapelfläche verlagerbar ist. Die Stapelfläche kann durch
Schienen oder Auflagerleisten definiert sein, die insbesondere parallel zu einem Fördermittel
in Form eines Bandförderers verlaufen. Ein solcher Bandförderer besitzt insbesondere
zwei parallel zueinander verlaufende Bänder.
[0009] Es wird als vorteilhaft angesehen, wenn die Fördermittel ober- und unterseitig der
Tickets jeweils von Band- oder Rollenförderern gebildet sind, deren Bänder oder Rollen
sich unmittelbar gegenüberliegen. Da bevorzugt nicht nur einzelne Tickets, sondern
Ticketstapel transportiert werden sollen, bewirken die sich unmittelbar gegenüberliegenden
Bänder, dass die Tickets innerhalb des Stapels mit einer hinreichenden Anpresskraft
gegeneinander gedrückt werden. Die ober- und unterseitigen Fördermittel sind zueinander
synchronisiert, so dass sie mit gleicher Fördergeschwindigkeit den Ticketstapel ohne
gegenseitigen Versatz der einzelnen Tickets zueinander in Transportrichtung zum Mundstück
bewegen können. Bevorzugt liegen sich auch Rollen, über welche die Bänder geführt
werden, unmittelbar gegenüber, so dass höhere Andruckkräfte auf den Ticketstapel übertragbar
sind.
[0010] In einer Weiterbildung der Erfindung ist ein verstellbarer Shutter vorgesehen. Der
Shutter oder auch Schließer dient dazu, den Transportweg zu sperren oder freizugeben.
Zum Stapeln sperrt der Shutter den Transportweg. Dadurch werden zu stapelnde Tickets
hinter der Stapeleinheit aufgehalten. Sie stoßen mit ihren vorderen Enden gegen den
Shutter, so dass die hinteren Enden der Tickets in der Stapelposition durch die Schwerkraft
nach unten fallen können und den Weg für nachfolgende Ticket freigeben. Ist die gewünschte
Anzahl von Tickets erreicht worden, wird die Stapeleinheit in die Transportposition
angehoben, anschließend der Shutter geöffnet und der Ticketstapel zur Entnahme ausgegeben.
[0011] Der Shutter befindet sich vorzugsweise benachbart des Mundstückes, um den Transportweg
vor Manipulationen von außen zu schützen. Der Shutter hat mithin eine Doppelfunktion:
einerseits dient er als Barriere und Schutz vor Manipulationen von außen, anderrerseits
dient er als Begrenzung zum Stapeln der Tickets für die gestapelte Ausgabe.
[0012] In einer Weiterbildung der Erfindung ist die Stapeleinheit von der Transportstellung
in die Stapelstellung verlagerbar, um ein Ticket oder einen Ticketstapel, das oder
der nicht ausgegeben werden soll, unmittelbar aus der Stapeleinheit an einen zweiten
Ausgang zu übergeben. Der zweite Ausgang führt zu einer sogenannten Bad-Ticket-Facility.
Bei diesen Fehltickets kann es sich um Stornierungen oder auch um nicht abgeholte
Tickets handeln. Diese können sehr leicht durch Reversierbetrieb der Fördermittel
in den Bereich der Stapeleinheit gebracht werden, falls schon Tickets teilweise aus
dem Mundstück herausgeführt worden ist. Selbstverständlich können die Fehltickets
auch ohne vorherigen Ausgabeversuch zum Mundstück direkt aus der Stapeleinheit an
die Bad-Ticket-Facility übergeben werden. Der Vorteil besteht darin, dass die Fehltickets
nicht mehr in den Produktionsweg zurückgegeben werden müssen, wie beispielsweise zu
einer Trenneinheit, welche die von einer Rolle kommenden Papiertickets voneinander
trennt oder auch zu einer Druck- oder Magnetisiereinheit.
[0013] Die Ausgabe innerhalb der Stapeleinheit erfolgt über einen zweiten Ausgang, der normalerweise,
d. h. in der Stapelstellung, von einer den zweiten Ausgang blockierenden Sperre blockiert
ist. Die Sperre ist von einer Sperrstellung in eine Freigabestellung verlagerbar.
Sollen Tickets über den zweiten Ausgang ausgegeben werden, wird die Sperre geöffnet.
Die Sperre kann in der Transportstellung immer offen sein, um eine schnelle Ausgabe
über den zweiten Ausgang zu ermöglichen. Die Ausgabe erfolgt durch Umkehren der Förderrichtung.
[0014] Der erfindungsgemäße Ticketspender hat den Vorteil, dass er unabhängig von jeder
vorgelagerten Produktionseinrichtung einsetzbar ist. Schreib-/Leseeinrichtungen oder
Druckereinrichtungen können dem erfindungsgemäßen Ticketspender vorgelagert sein.
Der Ticketspender hat ausschließlich die Funktion, Tickets einzeln oder in gestapelter
Form auszugeben oder einzubehalten. Vorgelagerte Produktionseinheiten können einfacher
gestaltet sein, da sie nicht für die Rücknahme von Fehltickets ausgelegt sein müssen.
Der Ticketspender wirkt sich daher vorteilhaft auf die Konfiguration vorgelagerter
Produktionseinrichtungen aus.
[0015] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in schematischen Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- einen Ticketspender in perspektivischer Ansicht und teilweise im Schnitt;
- Figur 2
- den Ticketspender der Figur 1 bei der Ausgabe eines Ticketstapels über das Mundstück
und
- Figur 3
- den Ticketspender der Figur 1 bei Ausgabe des Ticketstapels über den zweiten Ausgang.
[0016] Die Figur 1 zeigt einen Ticketspender 1 in perspektivischer Ansicht und teilweise
im Schnitt. Der Ticketspender 1 ist in nicht näher dargestellter Weise einer Produktionseinheit
vorgelagert, über welche Tickets 2 dem Ticketspender 1 zugeführt werden.
[0017] Der Ticketspender 1 hat die Aufgabe, die Tickets 2 von einer Ticketzuführung 3, die
sich in der Bildebene rechts befindet, über einen in der Bildebene horizontalen Transportweg
4 einem Mundstück 5 zuzuführen, das sich in der Bildebene links befindet. Am Mundstück
5 können die Tickets 2 entnommen werden. Innerhalb des Ticketspenders 1 befinden sich
Fördermittel 6. Die Fördermittel 6 sind in diesem Fall Bandfördereinheiten mit jeweils
zwei Bändern 7, 8, die oberhalb des Transportweges 4 verlaufen. Etwa in der Mitte
des oberen Fördermittels 6 befinden sich zwei Stützrollen 9, 10, die sich oberhalb
des dargestellten Tickets 2 befinden.
[0018] Unterhalb dieses Fördermittels 6 und unterhalb des Transportweges 4 befindet sich
eine sogenannte Stapeleinheit 11. Die Stapeleinheit 11 besitzt ebenfalls ein Fördermittel
12 in Form eines Bandförderers mit ebenfalls zwei Bändern 13, 14. Das Fördermittel
12 besitzt darüber hinaus an jedem der Bänder 13, 14 eine Antriebsrolle 15 und eine
Umlenkrolle 16. Die Antriebsrolle 15 liegt der zuvor genannten Stützrolle 10 im mittleren
Bereich des oberen Fördermittels 6 unmittelbar gegenüber. Die dem Mundstück 5 benachbarte
Antriebsrolle 15 des Fördermittels 12 der Stapeleinheit 11 liegt der mündungsseitigen
Umlenkrolle 17 des oberen Fördermittels 6 gegenüber.
[0019] Es ist zu erkennen, dass das untere Fördermittel 12 in größerem Abstand zum im Wesentlichen
horizontal verlaufenden Transportweg 4 angeordnet ist, als das obere Fördermittel
6. Das ist darauf zurückzuführen, dass sich die Stapeleinheit 11 in einer abgesenkten
Position befindet. Sie befindet sich in einer Stapelstellung. In dieser Stapelstellung
wird das untere Fördermittel 12 der Stapelvorrichtung nicht angetrieben. Es werden
lediglich Tickets 2 von dem oberen Fördermittel 6 über Stützrollen 18 benachbarte
Ticketzuführungen 13 in den Bereich der Stapeleinheit 11 eingebracht. Die Tickets
2 bewegen sich bis zu einem Shutter 19, der den Transportweg 4 unmittelbar von dem
Mündungsstück 5 sperrt, also schließt. Die Tickets 2 können daher nicht weiter als
die Stapeleinheit 11 bewegt werden.
[0020] Die Stapeleinheit 11 besitzt einen hinteren Bereich 20, der sich im Wesentlichen
im Bereich der Antriebsrolle 15 bzw. der mittleren Stützrollen 9, 10 befindet. In
diesem Bereich ist die Höhe des Transportweges 4 nach unten hin vergrößert. Der Transportweg
4 verläuft oberhalb der Stapeleinheit 11 und grenzt an die Stapeleinheit 11. Die einzelnen
Tickets 2 verlaufen nicht parallel zu den oberseitigen Bändern 7, 8, von denen sie
transportiert werden, sondern befinden sich im Abstand zu den Bändern 7, 8. Sie wurden
im Bereich der Stapeleinheit 11 abgelegt. Dabei wurde das in Transportrichtung hintere
Ende der Tickets 2 im hinteren Bereich 20 der Stapeleinheit 11 so weit abgesenkt,
dass ein nachfolgendes Ticket 2 auf dem vorhergegangenen Ticket 2 abgelegt werden
kann. Dadurch wird der in der Zeichnung erkennbare Ticketstapel 21 bestehend aus mehreren
Tickets 2 gebildet. Der Ticketstapel 21 enthält beispielsweise 5 bis 10 Tickets 2.
[0021] Die so gestapelten Tickets 2 werden deckungsgleich übereinander gelegt. Sie befinden
sich auf einer Stapelfläche 22, auf der sie punktuell mit ihren vorderen und hinteren
Enden aufliegen. Die Stapelfläche 22 muss keine vollflächige Anlage der Tickets 2
ermöglichen, sondern eine Orientierung der Tickets 2 relativ zum Transportweg 4. Die
Fördermittel 12 der Stapeleinheit 11 können selbst Bestandteil der Stapelfläche 22
sein.
[0022] Die Stapelfläche 22 insbesondere in Form der Fördermittel 12 ist linear, d. h. quer
zum Transportweg 4 in der Bildebene nach oben und unten verlagerbar (Pfeil P1). Die
untere Endstellung ist die dargestellte Stapelstellung. Die obere Endstellung ist
die Transportstellung. Sie wird in Figur 2 gezeigt. In der oberen Endstellung werden
die Tickets 2 bzw. der ganze Ticketstapel 21 von unten gegen das obere Fördermittel
6 gedrückt. Da sich die einzelnen Bänder 7, 8 der oberen Fördermittel 6 und die Bänder
13, 14 des unteren Fördermittels 12 unmittelbar gegenüberliegen und dementsprechend
auch die dazugehörigen Rollen, kann der Ticketstapel 21 bei synchronisierter Transportgeschwindigkeit
innerhalb des Ticketspenders 1 zur Ausgabe am Mundstück 5 weiterbewegt werden, ohne
dass das Ticketstapel 21 auffächert. Hierzu reicht es aus, dass hinreichender Druck
auf jeweils die äußersten Tickets 2, 23 von oben und unten ausgeübt wird. Die dazwischen
liegenden Tickets werden zwischen den beiden äußersten Tickets 2, 23 gehalten und
mitgeführt.
[0023] Zum Ausgeben der Tickets 2 muss ein vorderer Bereich 24 der Stapeleinheit 11 weit
weniger angehoben werden als ihr hinterer Bereich 20. Es wird vor allem der hintere
Bereich 20 angehoben, da sich die vorderen Enden der Tickets 2 schon in unmittelbarer
Nähe des Shutters 19 befinden, der sich wiederum selbst bereits im Transportweg 2
befindet.
[0024] Sollte der Ticketstapel 21 aus unterschiedlichen Gründen nicht ausgeworfen werden,
ist es mit dem erfindungsgemäßen Ticketspender 1 möglich, diesen Ticketstapel 21 aus
der Stapeleinheit 11 auszuwerfen, und zwar über einen zweiten Ausgang 25, indem eine
Sperre 26 im hinteren Bereich 20 der Stapeleinheit 11 geöffnet wird. Das zeigt Figur
3. Der Ticketstapel 21 wird unter den Stützrollen 18 hindurch ausgeworfen, indem die
Fördermittel 12 der Stapeleinheit 11 entgegen der üblichen Transportrichtung für die
Tickets 2 bewegt werden. Nach dem Auswerfen wird die Sperre 26 wieder geschlossen,
indem die Stapelanordnung 11 wieder in die Stapelposition abgesenkt wird (Figur 1).
Bei der Sperre 26 kann es sich um einen Hebel handeln, der verhindert, dass die Tickets
2 in der Stapelposition unter der Stützrolle 18 hindurch nach außen rutschen. In nicht
näher dargestellter Weise ist an dem zweiten Ausgang 25 eine sogenannte Bad-Ticket-Facility
angeschlossen, beispielsweise ein Aufnahmebehälter.
[0025] Der erfindungsgemäße Ticketspender 1 besitzt verschiedene Aktuatoren, insbesondere
elektrische Antriebe sowie in nicht näher dargestellter Weise eine Steuereinheit zur
Ansteuerung und Überwachung der einzelnen Antriebe.
[0026] Der erfindungsgemäße Ticketspender 1 ist sehr kompakt, er ist mit unterschiedlichen
Produktionsbaugruppen kombinierbar. Insbesondere ist er einer Schreib-/Leseeinheit
oder auch einer Druckeinheit nachgeschaltet. Mit einem solchen Ticketspender 1 lassen
sich sowohl Kunststoff- als auch Papiertickets verarbeiten. Bei Tickets aus Kunststoff
können Ticketstapel bis zu einer Dicke von beispielsweise 6,5 mm verarbeitet werden.
Bei Ticketstapeln aus Papier ergeben sich schon bei geringer Stapelhöhe eine relativ
hohe Anzahl von Tickets. Hier liegen die durchschnittlichen Höhen bei vorzugsweise
bei max. 4 mm.
Bezugszeichen:
[0027]
- 1 -
- Ticketspender
- 2 -
- Ticket
- 3 -
- Ticketzuführung
- 4 -
- Transportweg
- 5 -
- Mundstück
- 6 -
- Fördermittel
- 7 -
- Band v. 6
- 8 -
- Band v. 6
- 9 -
- Stützrolle v. 6
- 10-
- Stützrolle v. 6
- 11 -
- Stapeleinheit
- 12 -
- Fördermittel v. 11
- 13 -
- Band v. 11
- 14 -
- Band v. 11
- 15 -
- Antriebsrolle v. 11
- 16 -
- Umlenkrolle v. 11
- 17 -
- Umlenkrolle v. 11
- 18 -
- Stützrolle v. 6
- 19-
- Shutter
- 20 -
- hinterer Bereich v. 11
- 21 -
- Ticketstapel
- 22 -
- Stapelfläche v. 11
- 23 -
- äußerstes Ticket
- 24 -
- vorderer Bereich v. 11
- 25 -
- zweiter Ausgang v. 1
- 26 -
- Sperre
- P1 -
- Pfeil
1. Ticketspender mit einem Mundstück (5) für zu spendende Tickets (2) und mit einem Fördermittel
(6) zum Fördern der Tickets (2) auf einem Transportweg (4) von einer Ticketzuführung
(3) zum Mundstück (5), dadurch gekennzeichnet, dass der Ticketspender (1) eine Stapeleinheit (11) umfasst, welche dazu ausgebildet ist,
mehrere Tickets (2) zur gestapelten Ausgabe am Mundstück (5) in gestapelter Anordnung
aufzunehmen und welcher dazu ausgebildet ist, von einer Transportstellung in eine
Stapelstellung verlagert zu werden, in welcher der Transportweg (4) so weit vergrößert
ist, dass ein nachfolgendes Ticket (2) über ein vorhergehendes Ticket (2) geschoben
wird, bis die gewünschte Anzahl von Tickets (2) eines Ticketstapels (21) erreicht
ist, wobei die Stapeleinheit (11) dazu ausgebildet ist, von der Stapelstellung wieder
in eine Transportstellung verlagert zu werden, in welcher ein äußeres Ticket (23)
des Ticketstapels (21) von einem Fördermittel (12) der Stapeleinheit (11) gegen den
Ticketstapel (21), und dieser über das andere äußere Ticket (2) gegen das gegenüberliegende
Fördermittel (6) gedrückt wird, wobei der so gehaltene Ticketstapel (21) in Richtung
des Transportweges (4) transportierbar ist.
2. Ticketspender nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stapeleinheit (11) eine der Ticketzuführung (3) benachbarten hinteren Bereich
(20) und einen der Ticketzuführung (3) abgewandten vorderen Bereich (24) besitzt,
wobei in der Stapelstellung der Transportweg (4) im hinteren Bereich (20) stärker
vergrößert ist als im vorderen Bereich.
3. Ticketspender nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stapeleinheit (11) eine im spitzen Winkel zum Transportweg (4) geneigte Stapelfläche
(22) besitzt, sowie relativ zur Stapelfläche (22) verlagerbare Fördermittel (12),
welche in der Stapelstellung in gleichem oder größerem Abstand als die Stapelfläche
(22) von dem Transportweg (4) beabstandet sind und in der Transportstellung in kleinerem
Abstand als die Stapelfläche (22).
4. Ticketspender nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Fördermittel (12) der Stapeleinheit (11) linear verlagerbar ist.
5. Ticketspender nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Fördermittel (12) der Stapeleinheit (11) ein Band- oder Rollenförderer ist, welcher
in Freiräume des Stapelfläche (22) verlagerbar ist.
6. Ticketspender nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördermittel (6, 12) ober- und unterseitig der Tickets (2) jeweils von Band-
oder Rollenförderern gebildet sind, deren Bänder (7, 8; 13, 14) oder Rollen sich unmittelbar
gegenüberliegen.
7. Ticketspender nach einem der Ansprüche 1 bis 6 dadurch gekennzeichnet, dass ein verstellbarer Shutter (19) dazu ausgebildet ist, den Transportweg (4) zu sperren
oder freizugeben, wobei der Shutter den Transportweg (4) zum Stapeln in Transportrichtung
hinter der Stapeleinheit (11) sperrt, um zu stapelnde Tickets (2) aufzuhalten.
8. Ticketspender nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Shutter (19) benachbart des Mundstückes (5) angeordnet ist, um den Transportweg
(4) zu schützen.
9. Ticketspender nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Stapeleinheit (11) von der Transportstellung in die Stapelstellung verlagerbar
ist, um ein Ticket (2) oder einen Ticketstapel (21), das oder der nicht ausgegeben
werden soll, unmittelbar aus der Stapeleinheit (11) an einen 2. Ausgang (25) zu übergeben.
10. Ticketspender nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ausgabe über den 2. Ausgang (25) eine den 2. Ausgang (25) blockierende Sperre
(26) von einer Sperrstellung in eine Freigabestellung verlagerbar ist.
11. Ticketspender nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass bei offener Sperre (26) die Ausgabe an den 2. Ausgang durch das Fördermittel (12)
der Staplereinheit (11) bewirkbar ist.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Ticketspender für zu spendende Tickets (2) und mit einem Fördermittel (6) zum Fördern
der Tickets (2) auf einem Transportweg (4), wobei der Ticketspender (1) eine Stapeleinheit
(11) umfasst, welche dazu ausgebildet ist, mehrere Tickets (2) zur gestapelten Ausgabe
in gestapelter Anordnung aufzunehmen und welcher dazu ausgebildet ist, von einer Transportstellung
in eine Stapelstellung verlagert zu werden, wobei der Transportweg (4) in der Stapelstellung
so weit vergrößert ist, dass ein nachfolgendes Ticket (2) über ein vorhergehendes
Ticket (2) geschoben wird, bis die gewünschte Anzahl von Tickets (2) eines Ticketstapels
(21) erreicht ist, wobei die Stapeleinheit (11) dazu ausgebildet ist, von der Stapelstellung
wieder in eine Transportstellung verlagert zu werden, in welcher ein äußeres Ticket
(23) des Ticketstapels (21) von einem Fördermittel (12) der Stapeleinheit (11) gegen
den Ticketstapel (21), und dieser über das andere äußere Ticket (2) gegen das gegenüberliegende
Fördermittel (6) gedrückt wird, wobei der so gehaltene Ticketstapel (21) in Richtung
des Transportweges (4) transportierbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Ticketspender (1) ein Mundstück (5) besitzt, wobei die Stapeleinheit (11) von
der Transportstellung in die Stapelstellung verlagerbar ist, um ein Ticket (2) oder
einen Ticketstapel (21), das oder der nicht ausgegeben werden soll, unmittelbar aus
der Stapeleinheit (11) an einen 2. Ausgang (25) zu übergeben, wobei zur Ausgabe über
den 2. Ausgang (25) eine den 2. Ausgang (25) blockierende Sperre (26) von einer Sperrstellung
in eine Freigabestellung verlagerbar ist.
2. Ticketspender nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stapeleinheit (11) eine der Ticketzuführung (3) benachbarten hinteren Bereich
(20) und einen der Ticketzuführung (3) abgewandten vorderen Bereich (24) besitzt,
wobei in der Stapelstellung der Transportweg (4) im hinteren Bereich (20) stärker
vergrößert ist als im vorderen Bereich.
3. Ticketspender nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stapeleinheit (11) eine im spitzen Winkel zum Transportweg (4) geneigte Stapelfläche
(22) besitzt, sowie relativ zur Stapelfläche (22) verlagerbare Fördermittel (12),
welche in der Stapelstellung in gleichem oder größerem Abstand als die Stapelfläche
(22) von dem Transportweg (4) beabstandet sind und in der Transportstellung in kleinerem
Abstand als die Stapelfläche (22).
4. Ticketspender nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Fördermittel (12) der Stapeleinheit (11) linear verlagerbar ist.
5. Ticketspender nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Fördermittel (12) der Stapeleinheit (11) ein Band- oder Rollenförderer ist, welcher
in Freiräume des Stapelfläche (22) verlagerbar ist.
6. Ticketspender nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördermittel (6, 12) ober- und unterseitig der Tickets (2) jeweils von Band-
oder Rollenförderern gebildet sind, deren Bänder (7, 8; 13, 14) oder Rollen sich unmittelbar
gegenüberliegen.
7. Ticketspender nach einem der Ansprüche 1 bis 6 dadurch gekennzeichnet, dass ein verstellbarer Shutter (19) dazu ausgebildet ist, den Transportweg (4) zu sperren
oder freizugeben, wobei der Shutter den Transportweg (4) zum Stapeln in Transportrichtung
hinter der Stapeleinheit (11) sperrt, um zu stapelnde Tickets (2) aufzuhalten.
8. Ticketspender nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Shutter (19) benachbart des Mundstückes (5) angeordnet ist, um den Transportweg
(4) zu schützen.
9. Ticketspender nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei offener Sperre (26) die Ausgabe an den 2. Ausgang durch das Fördermittel (12)
der Staplereinheit (11) bewirkbar ist.