[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Halterung von einem Schaftrohr für ein
Verkehrszeichen an einem Schutzplankenpfosten mit einem Aufnahmerohr zur Aufnahme
des Schaftrohres, mit einer Arretiereinrichtung zum Verriegeln und Entriegeln des
Aufnahmerohres an dem Schutzplankenpfosten.
[0002] Aus der
DE 20 2006 017 100 U1 ist eine Vorrichtung zur Halterung einem ein Verkehrszeichen tragenden Schaftrohr
an einem Schutzplankenpfosten bekannt, bei der ein Aufnahmerohr zur Aufnahme des Schaftrohres
mittels einer Arretiereinrichtung an dem Schutzplankenpfosten lösbar befestigbar ist.
Die Arretiereinrichtung umfasst eine quer zum Aufnahmerohr verlaufende Arretierstrebe,
die verjüngende Enden aufweist. Ein Montieren des Aufnahmerohres an den zumindest
an einer Längsseite offenen Schutzplankenpfosten ist durch Einsetzen der Arretierstrebe
in das offene Profil des Schutzplankenpfostens und nachträgliches Verschwenken um
einen spitzen Drehwinkel gewährleistet. Nachteilig an der bekannten Vorrichtung ist,
dass die Arretierstrebe auf die Breite des jeweiligen Profils des Schutzplankenpfostens
abgestimmt sein muss. Dies bedeutet, dass für unterschiedliche Pfostenbreiten unterschiedliche
Aufnahmerohre verwendet werden müssen.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung zur Halterung von einem
ein Verkehrszeichen tragenden Schaftrohr an einem Schutzplankenpfosten derart weiterzubilden,
dass ein Aufnahmerohr werkzeuglos auf einfache Weise universell an unterschiedliche
geformte Schutzplankenpfosten montierbar ist.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Erfindung in Verbindung mit dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Arretiereinrichtung eine fest mit
dem Aufnahmerohr verbundenen Spanneinrichtung umfasst, die einen Grundkörper aufweist,
der mit dem Aufnahmerohr verbindbar ist,
- eine erste Spannbacke und eine zweite Spannbacke aufweist, wobei die erste Spannbacke
und/oder die zweite Spannbacke in eine quer zur Längserstreckung des Schutzplankenpfostens
verstellbar angeordnet ist,
- ein Verstellelement aufweist zum Verbringen der Spanneinrichtung in eine Arretierstellung,
in der die erste Spannbacke und die zweite Spannbacke eine quer zur Längserstreckung
des Schutzplankenpfostens gerichtete Spannkraft auf denselben ausüben, und
zum Verbringen der Spanneinrichtung in eine Nichtarretierstellung, in der die erste
Spannbacke und die zweite Spannbacke keine Spannkraft auf den Schutzplankenpfosten
ausüben.
[0005] Nach der Erfindung ist eine Spanneinrichtung vorgesehen, die einen Grundkörper, eine
erste Spannbacke und eine zweite Spannbacke sowie ein Verstellelement aufweist, so
dass durch Betätigen des Verstellelementes die erste Spannbacke und die zweite Spannbacke
in eine Arretierstellung bringbar sind, in der die erste Spannbacke und die zweite
Spannbacke unter Erzeugung einer Spannkraft auf den Schutzplankenpfosten so einwirken,
dass das Aufnahmerohr fest zu dem Schutzplankenpfosten gehalten ist. Die Spannkraft
ist so groß, dass auf dem Schutzplankenpfosten insbesondere in Längserstreckung desselben
eine den Anforderungen entsprechende Haltekraft wirkt. Dadurch, dass die Spannbacken
quer zur Längserstreckung des Schutzplankenpfostens verstellbar angeordnet sind, können
die beiden Spannbacken in einem solchen Abstand zueinander verbracht werden, dass
sie in einer Nichtarretierstellung an dem Schutzplankenpfosten anbringbar sind. Durch
Betätigen des Verstellelementes werden die Spannbacken dann derart verstellt, dass
sie in der Arretierstellung unter Ausübung der Spannkraft auf den Schutzplankenpfosten
das Aufnahmerohr in die ortsfeste Montagestellung bringen. Vorteilhaft kann auf diese
Weise dieselbe Arretiereinrichtung zur Befestigung von Aufnahmerohren an unterschiedlich
geformte Schutzplankenpfosten eingesetzt werden.
[0006] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Schutzplankenpfosten
als ein längsseitig offenes Profil ausgebildet mit gegenüberliegenden Profilenden.
Die erste und zweite Spannbacke der Spanneinrichtung sind derart geformt, dass sie
an den Profilenden des Schutzplankenpfostens angreifen können. Vorteilhaft wird durch
das vereinfachte Ansetzen der Spannbacken an dem Schutzplankenpfosten die Handhabung
beim Arretieren verbessert.
[0007] Nach einer Weiterbildung der Erfindung sind die erste Spannbacke und die zweite Spannbacke
derart geformt, dass sie in der Arretierstellung unter Bildung einer Anlagefläche
bezogen auf eine Längsmittelebene des Schutzplankenpfostens von außen oder von innen
eine entgegengesetzte wirkende Spannkraft auf die Profilenden und/oder Längsseiten
des Schutzplankenpfostens ausüben. Vorteilhaft wird hierdurch eine flächige Festlegung
der Spannbacken an dem Schutzplankenpfosten erreicht, was die mechanische Beanspruchung
des Schutzplankenpfostenmaterials begrenzt.
[0008] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist die erste Spannbacke stets als eine relativ
zu dem Grundkörper verstellbare Spannbacke ausgebildet. Die zweite Spannbacke kann
ebenfalls als verstellbare Spannbacke oder als eine feststehende Spannbacke ausgebildet
sein. Wenn beide Spannbacken verstellbar ausgebildet sind, ist der Verstellweg zur
Erreichung der gleichen Spannkraft im Vergleich zu der Ausführung mit einer feststehenden
Spannbacke halb so groß, so dass die Montage- und Demontagedauer relativ klein gehalten
werden kann. Darüber hinaus kann hierdurch vereinfacht eine symmetrische Festlegung
des Aufnahmerohres zu dem Schutzplankenpfosten erfolgen. Der Vorteil der Ausführung
mit einer feststehenden Spannbacke besteht darin, dass der Aufwand für die Verstellung
bzw. des Verstellelementes reduziert sein kann.
[0009] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist das Verstellelement als eine Gewindespindel
ausgebildet, die sich im Gewindeeingriff mit der ersten Spannbacke und/oder der zweiten
Spannbacke befindet. Vorteilhaft kann die manuelle Drehbewegung in eine translatorische
Bewegung umgewandelt werden, die zur Verstellung der Spannbacken genutzt werden kann.
[0010] Nach einer Weiterbildung der Erfindung weist die Gewindespindel ein gegenläufiges
Gewinde auf, so dass auf einfache Weise eine Spanneinrichtung mit einer verstellbaren
ersten und zweiten Spannbacke bereitgestellt werden kann.
[0011] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist die Gewindespindel als ein Trapezgewinde
ausgebildet, die aufgrund ihrer selbsthemmenden Wirkung ein Lösen der Gewindespindel
von der ersten bzw. zweiten Spannbacke verhindert.
[0012] Nach einer Weiterbildung der Erfindung weisen die erste und/oder zweite Spannbacke
Öffnungen auf, so dass hierdurch eine Gewichtsersparnis eintreten kann.
[0013] Nach einer Weiterbildung der Erfindung weist das Verstellelement einen Griff auf
zum manuellen Erfassen des Verstellelementes und Betätigen desselben. Insbesondere
wenn der Griff relativ breit, d. h. ausladend zu der Achse der Gewindespindel ausgebildet
ist, kann hierdurch der Kraftaufwand beim Montieren bzw. beim Demontieren reduziert
werden.
[0014] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist auf einer der Arretiereinrichtung abgewandten
Seite des Aufnahmerohrs ein Ausleger angeordnet, an dem ein weiteres Aufnahmerohr
befestigbar ist. Vorteilhaft können hierdurch mehrere Aufnahmerohre parallel zueinander
mittels einer einzigen Spanneinrichtung an dem Schutzplankenpfosten befestigt werden.
[0015] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen.
[0016] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher
erläutert.
[0017] Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Darstellung einer montierten Arretiereinrich-tung nach einer
ersten Ausführungsform in einer Arretierstellung an einem Σ-förmigen Schutzplankenpfosten,
- Figur 2
- eine Seitenansicht der montierten Arretiereinrichtung gemäß Figur 1,
- Figur 3
- eine Draufsicht auf die montierte Arretiereinrichtung gemäß Figur 1,
- Figur 4
- eine Draufsicht auf die an dem Schutzplankenpfosten angesetzte Arretiereinrichtung
gemäß Figur 1 in einer Entriegelungsstellung,
- Figur 5
- eine perspektivische Vorderansicht der Arretiereinrichtung gemäß der ersten Ausführungsform,
- Figur 6
- eine Seitenansicht der Arretiereinrichtung nach der ersten Ausführungsform,
- Figur 7
- eine Draufsicht auf die Arretiereinrichtung nach der ersten Ausführungsform,
- Figur 8
- eine Draufsicht auf die Arretiereinrichtung gemäß der ersten Ausführungsform in einer
Arretierstellung an einem C-förmigen Schutzplankenpfosten,
- Figur 9
- eine Draufsicht auf eine Arretiervorrichtung nach einer zweiten Ausführungsform in
einer Arretierstellung an einem Σ-förmigen Schutzplankenpfosten,
- Figur 10
- eine perspektivische Darstellung der Arretiereinrichtung nach der zweiten Ausführungsform,
- Figur 11
- eine Draufsicht auf die Arretiereinrichtung nach der zweiten Ausführungsform,
- Figur 12
- eine perspektivische Darstellung der Arretiereinrichtung nach der ersten Ausführungsform,
die lediglich mit einem einzigen Aufnahmerohr verbunden ist und
- Figur 13
- eine Draufsicht auf die Arretiereinrichtung gemäß Figur 12.
[0018] Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Halterung von einem Schaftrohr für ein Verkehrszeichen
an einem Schutzplankenpfosten umfasst mindestens ein Aufnahmerohr 1, mit dem ein nicht
dargestelltes Schaftrohr eines Verkehrszeichens verbindbar ist, beispielsweise mittels
einer Klemm- oder Steckeinrichtung. Das Aufnahmerohr 1 ist in den vorliegenden Ausführungsbeispielen
im Querschnitt rechteckförmig bzw. quadratisch ausgebildet.
[0019] In einer ersten Ausführungsform der Erfindung ist das Aufnahmerohr 1 über einen Ausleger
2 mit einem parallel versetzt angeordneten zweiten Aufnahmerohr 1' verbunden, an dem
ein weiteres Schaftrohr eines Verkehrszeichens oder dergleichen lösbar verbindbar
ist. Der Ausleger 2 kann an dem Aufnahmerohr 1 angeschweißt sein oder - wie das Aufnahmerohr
1' - mit dem Ausleger 2 durch eine Schraubverbindung 3 verbunden sein.
[0020] Das Aufnahmerohr 1 ist über eine Schraubverbindung 3' mit einer Arrretiereinrichtung
4 vorzugsweise lösbar verbunden, wobei die Arretiereinrichtung 4 zum Verriegeln und
Entriegeln des Aufnahmerohres 1 an einem Schutzplankenpfosten 5 dient. Der Schutzplankenpfosten
5 ist im Querschnitt Σ-förmig ausgebildet. Der Schutzplankenpfosten 5 ist somit als
ein längsseitig offenes Profil ausgebildet, das bezüglich einer Längsmittelebene M
L desselben symmetrische und gegenüberliegend angeordnete Profilenden 6 aufweist. Die
Profilenden 6 sind auf einer der Arretiereinrichtung 4 zugewandten Längsseite des
Schutzplankenpfostens 5 angeordnet. Zwischen den Profilenden 6 erstreckt sich ein
Schlitz 7 von einem ersten Stirnende 8 zu einem gegenüberliegenden zweiten Stirnende
9 des Schutzplankenpfostens 5. Der Schutzplankenpfosten 5 ist langgestreckt bzw. geradlinig
ausgebildet und verläuft in der Arrretierstellung parallel zu den Aufnahmerohren 1,
1'.
[0021] An dem Schutzplankenpfosten 5 ist in bekannter Weise eine Schutzplanke 10 befestigt,
die in horizontaler Richtung verläuft. Der Schutzplankenpfosten 5 verläuft in vertikaler
Richtung.
[0022] Die Arretiereinrichtung 4 ist als eine Spanneinrichtung ausgebildet, die im Wesentlichen
einen Grundkörper 11, eine erste Spannbacke 12, eine zweite Spannbacke 13 sowie ein
Verstellelement 14 umfasst. Der Grundkörper 11 ist quaderförmig ausgebildet und über
die Schraubverbindung 3' an dem Aufnahmerohr 1 befestigt.
[0023] Die erste Spannbacke 12 ist als eine verstellbare Spannbacke ausgebildet, die relativ
zu dem Grundkörper 11 bewegbar ist, und zwar entlang eines senkrecht zu einer Längserstreckung
L des Schutzplankenpfostens 5 verlaufenden Verstellweges. Zu diesem Zweck sind stirnseitige
Enden 15 der leistenförmigen ersten Spannbacke 12 an einer Führungsfläche 16 des Grundkörpers
11 gleitend gelagert. Die Führungsfläche 16 des Grundkörpers 11 verläuft in Richtung
des Verstellweges, also senkrecht zur Längserstreckung L des Schutzplankenpfostens
5.
[0024] Die zweite Spannbacke 13 ist in Relation zu dem Grundkörper 11 feststehend ausgebildet.
Sie ist beispielsweise durch Verschraubung mit dem Grundkörper 11 verbunden. Die zweite
Spannbacke 13 ist wie die erste Spannbacke 12 leistenförmig ausgebildet und erstreckt
sich in vertikaler Richtung, d. h. parallel zu dem Schutzplankenpfosten 5 bzw. parallel
zu dem Aufnahmerohr 1.
[0025] Die erste Spannbacke 12 und die zweite Spannbacke 13 sind über das Verstellelement
14 miteinander gekoppelt. Das Verstellelement 14 ist als eine Gewindespindel ausgebildet,
die sich in einem Gewindeeingriff mit der ersten Spannbacke 12 befindet, so dass die
erste Spannbacke 12 entlang des Verstellweges relativ zu dem Grundkörper 11 beweglich
gelagert ist. Zu diesem Zweck weist die erste Spannbacke 12 eine Durchgangsbohrung
17 mit einem Innengewinde auf. Die zweite Spannbacke 13 weist eine Bohrung 18 auf,
in der ein freies Ende des Verstellelementes 14 drehbar, aber nicht axial verschieblich
gelagert ist. Die Bohrung 18 weist kein Innengewinde auf. Die Bohrung 18 ist somit
als eine Leerlaufbohrung für die Gewindespindel 14 ausgebildet.
[0026] Die erste Spannbacke 12 und die zweite Spannbacke 13 weisen eine an die Profilenden
6 des Schutzplankenpfostens 5 angepasste Form auf. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel
gemäß den Figuren 1 bis 8 weist die erste Spannbacke 12 auf einer der zweiten Spannbacke
13 abgewandten Seite eine Nut 19 und die zweite Spannbacke 13 auf einer der ersten
Spannbacke 12 abgewandten Seite eine Nut 20 auf. Die Nuten 19, 20 verlaufen jeweils
parallel zum Schutzplankenpfosten 5 bzw. parallel zu den Profilenden 6 des Schutzplankenpfostens
5. Die Nuten 19, 20 weisen eine solche Breite auf, dass die Profilenden 6 in die Nuten
19 bzw. 20 eingreifen können.
[0027] Zur Halterung des fest mit dem Grundkörper 11 verbundenen Aufnahmerohres 1 an dem
Schutzplankenpfosten 5 wird die Gewindespindel 14 mittels eines endseitigen Griffes
21 manuell so verdreht, dass ein Außenabstand der ersten Spannbacke 12 zu der zweiten
Spannbacke 13 kleiner ist als ein Innenabstand der gegenüberliegenden Profilenden
6. Die Spanneinrichtung 4 kann somit unter Eingreifen der ersten Spannbacke 12 und
der zweiten Spannbacke 13 in den Schlitz 7 des Schutzplankenpfostens 5 in einer gewünschten
Höhe an demselben angesetzt werden. Das Aufnahmerohr 1 befindet sich somit in einer
Montagestellung.
[0028] Durch Verdrehen der Gewindespindel 14 in einer ersten Drehrichtung wird nun die erste
Spannbacke 12 in Richtung eines erstens Profilendes 6 bewegt, nachdem das gegenüberliegende
zweite Profilende 6' des Schutzplankenpfostens 5 in die Nut 20 der zweiten Spannbacke
13 eingegriffen hat. Die erste Spannbacke 12 wird nun entlang des Verstellweges aus
einer Nichtarretierstellung gemäß Figur 4 in eine Arretierstellung gemäß Figur 3 bewegt,
wobei nach und nach eine erhöhte Spannkraft F
S auf die Profilenden 6, 6' wirkt. Die Spannkraft F
S ist quer zur Längserstreckung L des Schutzplankenpfostens 5 gerichtet.
[0029] Die von der ersten Spannbacke 12 und der zweiten Spannbacke 13 ausgeübte Spannkraft
F
S ist entgegengesetzt zueinander gerichtet und wirkt nach Art eines Schraubstockes
auf die Profilenden 6, 6' des Schutzplankenpfostens 5, so dass dieser in der Arretierstellung
fest an dem Aufnahmerohr 1 gehalten ist. Bevor die Spannkraft F
S auf die Profilenden 6, 6' wirkt, befinden sich die Profilenden 6, 6' in der jeweiligen
Nut 19, 20, so dass ein unerwünschtes Lösen quer zum Schutzplankenpfosten 5 der Spanneinrichtung
verhindert wird.
[0030] In der Arretierstellung liegen die Profilenden 6, 6' unter Bildung einer Anlagefläche
in den Nuten 19, 20 der ersten Spannbacke 12 bzw. zweiten Spannbacke 13 an denselben
an. Zum Verbringen der Spanneinrichtung 4 von der Arretierstellung in die Nichtarretierstellung
wird die Gewindespindel 14 in entgegengesetzter zweiter Drehrichtung verdreht, so
dass die erste Spannbacke 12 in Richtung der zweiten Spannbacke 13 bewegt wird. Die
Spanneinrichtung 4 bzw. das Aufnahmerohr 1 kann von dem Schutzplankenpfosten 5 entfernt
werden, sobald der Außenabstand der ersten Spannbacke 12 zu der zweiten Spannbacke
13 kleiner ist als der lichte Abstand b der Profilenden 6, 6' des Schutzplankenpfostens
5 zueinander.
[0031] Die Bauteile 11, 12, 13, 14 der Spanneinrichtung 4 bestehen aus einem Stahlmaterial.
Zur Gewichtsreduzierung weist der Grundkörper 11 der Spanneinrichtung 4 Öffnungen
22 auf, die vorzugsweise in horizontaler Richtung als Durchgangsöffnungen ausgebildet
sind.
[0032] Die Nut 19 der ersten Spannbacke 12 und die Nut 20 der zweiten Spannbacke 13 ist
derart geformt, dass die Spanneinrichtung 4 auch an einem C-förmigen Schutzplankenpfosten
5' gemäß der Figur 8 lösbar befestigbar ist. Der Schutzplankenpfosten 5' ist als sogenannter
Super-Rail-Pfosten ausgebildet.
[0033] Nach einer zweiten Ausführungsform der Spanneinrichtung 4 gemäß den Figuren 9 bis
11 ist im Unterschied zu der vorgenannten Ausführungsform eine klammerförmige erste
Spannbacke 12' und eine klammerförmige zweite Spannbacke 13' vorgesehen, die jeweils
in der Arretierstellung gegenüberliegende Längsseiten 24 des Schutzplankenpfostens
5 umgreifen. Zu diesem Zweck ist die erste Spannbacke 12' und die zweite Spannbacke
13' C-förmig ausgebildet, wobei ein lichter Abstand a gegenüberliegender Schenkel
25 der ersten Spannbacke 12' und gegenüberliegende Schenkel 26 der zweiten Spannbacke
13' jeweils größer ist als eine Breite der Längsseiten 24 des Schutzplankenpfostens
5'. Die Längsseiten 24 des Schutzplankenpfostens 5' sind im vorliegenden Ausführungsbeispiel
als Schmalseiten ausgebildet, deren Breite kleiner ist als eine Breite der zum Schlitz
7 gegenüberliegenden Längsseite 27. In der Arretierstellung liegt zumindest ein Scheitelabschnitt
28 der Spannbacken 12', 13' an den Längsseiten 24 des Schutzplankenpfostens 5 an.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel liegen auch die Schenkel 25, 26 der Spannbacken
12' bzw. 13' an dem Schutzplankenpfosten 5 an, so dass eine relativ große Anlagefläche
gebildet wird. Weist der Schutzplankenpfosten 5 eine kleinere Dimension, beispielsweise
schmalere Längsseiten 24 auf, liegt nur der Scheitelabschnitt 28 an dem Schutzplankenpfosten
5 an. Dieselbe Spanneinrichtung 4 kann vorteilhaft somit für unterschiedlich dimensionierte
Schutzplankenpfosten 5 verwendet werden.
[0034] Gleiche Bauteile bzw. Bauteilfunktionen der Ausführungsbeispiele sind mit den gleichen
Bezugszeichen versehen.
[0035] Im Unterschied zu der ersten Ausführungsform der Spanneinrichtung 4 wird hier eine
nach innen gerichtete Spannkraft F
S ausgeübt. Die Spannkraft F
S wirkt somit auf den Schutzplankenpfosten 5 von außen und nicht von innen.
[0036] Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung gemäß Figur 12 und 13 ist die Spanneinrichtung
4 lediglich mit dem einzigen Aufnahmerohr 1 gekoppelt. Ein Ausleger 2 ist im Unterschied
zu der ersten Ausführungsform nicht vorgesehen.
[0037] Nach einer nicht dargestellten alternativen Ausführungsform kann auch die zweite
Spannbacke 13 als eine verstellbare Spannbacke ausgebildet sein. Zu diesem Zweck kann
die Gewindespindel 14 ein gegenläufiges Gewinde aufweisen.
[0038] Vorzugsweise weist die Gewindespindel 14 ein Trapezgewinde auf.
[0039] Nach einer nicht dargestellten Ausführungsform kann der Schutzplankenpfosten 5 alternativ
auch im Querschnitt U-förmig oder Doppel-T-förmig ausgebildet sein. Für den Doppel-T-förmigen
Schutzplankenpfosten ist vorzugsweise die Spanneinrichtung 4' vorgesehen. Bei einem
ausreichend großen lichten Abstand a der Schenkel 25, 26 zueinander kann eine Arretierung
an beliebigen Schutzplankenpfostenprofilen erfolgen.
1. Vorrichtung zur Halterung von einem Schaftrohr für ein Verkehrszeichen an einem Schutzplankenpfosten
(5, 5') mit einem Aufnahmerohr (1, 1') zur Aufnahme des Schaftrohres, mit einer Arretiereinrichtung
(4, 4') zum Verriegeln und Entriegeln des Aufnahmerohres (1, 1') an dem Schutzplankenpfosten
(5, 5'),
dadurch gekennzeichnet, dass die Arretiereinrichtung (4, 4') eine fest mit dem Aufnahmerohr (1) verbundenen Spanneinrichtung
(4, 4') umfasst, die
- einen Grundkörper (11) aufweist, der mit dem Aufnahmerohr (1) verbindbar ist,
- eine erste Spannbacke (12, 12') und eine zweite Spannbacke (13, 13') aufweist, wobei
die erste Spannbacke (12, 12') und/oder die zweite Spannbacke (13, 13') in eine quer
zur Längserstreckung (L) des Schutzplankenpfostens (5, 5') verstellbar angeordnet
ist,
- ein Verstellelement (14) aufweist zum Verbringen der Spanneinrichtung (4, 4') in
eine Arretierstellung, in der die erste Spannbacke (12, 12') und die zweite Spannbacke
(13, 13') eine quer zur Längserstreckung (L) des Schutzplankenpfostens (5, 5') gerichtete
Spannkraft (FS) auf denselben ausüben, und zum Verbringen der Spanneinrichtung (4, 4') in eine Nichtarretierstellung,
in der die erste Spannbacke (12, 12') und die zweite Spannbacke (13, 13') keine Spannkraft
auf den Schutzplankenpfosten (5, 5') ausüben.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schutzplankenpfosten (5, 5') als ein längsseitig offenes Profil ausgebildet ist
mit bezogen auf eine Längsmittelebene (ML) desselben gegenüberliegend angeordneten Profilenden (6, 6') einerseits und dass
die erste Spannbacke (12, 12') und die zweite Spannbacke (13, 13') eine an die Profilenden
(6, 6') des Schutzplankenpfostens (5, 5') angepasste Form aufweisen anderseits.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Spannbacke (12, 12') und die zweite Spannbacke (13, 13') derart geformt
sind, dass sie in der Arretierstellung unter Bildung einer Anlagefläche bezogen auf
die Längsmittelebene (ML) des Schutzplankenpfostens (5, 5') von außen oder von innen eine entgegengesetzt
wirkende Spannkraft (FS) auf die Profilenden (6, 6') des Schutzplankenpfostens (5, 5') und/oder auf Längsseiten
(24) des Schutzplankenpfostens (5) ausüben.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Spannbacke (12, 12') als eine relativ zu dem Grundkörper (11) verstellbare
Spannbacke (12, 12') einerseits und dass die zweite Spannbacke (13, 13') als eine
relativ zu dem Grundkörper (11) verstellbare oder feststehende Spannbacke (13, 13')
ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstellelement (14) als eine Gewindespindel ausgebildet ist, die sich in Gewindeeingriff
mit der ersten Spannbacke (12, 12') und/oder der zweiten Spannbacke (13, 13') befindet.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Spannbacke (12, 12') und/oder die zweite Spannbacke (13, 13') eine Durchgangsbohrung
(17) mit einem Innengewinde für die Gewindespindel (14) aufweist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewindespindel (14) mit einem gegenläufigen Gewinde ausgestattet ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewindespindel (14) ein Trapezgewinde aufweist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (11) der Spanneinrichtung (4, 4') mit Öffnungen (22) versehen ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstellelement (14) mit einem Griff (21) versehen ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Bauteile (11, 12, 13, 14) der Spanneinrichtung (4, 4') aus einem Metallmaterial,
insbesondere Stahlmaterial, bestehen.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer der Spanneinrichtung (4, 4') abgewandten Seite des Aufnahmerohres (1) sich
ein Ausleger (2) quer zu dem Aufnahmerohr (1) erstreckt, an dem ein weiteres Aufnahmerohr
(1') befestigt ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Schutzplankenpfosten (5, 5') im Querschnitt Σförmig oder U-förmig oder C-förmig
oder Doppel-T-förmig ausgebildet ist.